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Stadtparkteich hat keinen Zufluß und droht zu verlanden

Blick vom Bismarckturm auf den Stadtparkteich. Foto: Lothar Kaiser

In Remscheid drohen nicht nur die Brunnen in der Innenstadt zu versiegen, weil die finanzschwache Stadt ihnen das Wasser abdreht, sondern es droht auch die Verlandung des Stadtparkteichs. Diese Hiobsbotschaft, enthalten in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung, beschäftigte gestern die Mitglieder der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Als eine Katastrophe bezeichnete es dabei Markus Kötter (CDU), dass Reinhard Bauer, der Leiter des Fachbereichs Grünflächen, keinerlei Lösungsmöglichkeiten für dieses Problem aufgezeigt habe. Zur nächsten Sitzung erwarten die Kommunalpolitiker nun von Bauer eine Gegenüberstellung der Kosten für die Sanierung bzw. die Aufgabe des Teiches, an dem vor allem in den Nachkriegsjahren an Wochenenden gerne Familien mit Kindern flanierten und dabei den Tennisspielern auf der benachbarten Tennisanlage beim Spiel zusahen.

Zur gestrigen Sitzung hatte die CDU-Fraktion noch kurzfristig den Antrag eingebracht, die Verwaltung zu beauftragen, in Gesprächen mit der REB, den Stadtwerken und Remscheider Tiefbauunternehmen zu klären, wie eine kostengünstige – eventuell auch durch Sponsoring unterstützte – Wiederherstellung eines funktionierenden Stadtparkteiches realisiert werden könne. Auch möge die Verwaltung darlegen, welche Regelungen bezüglich des Teiches in den Stiftungsbedingungen für den Remscheider Stadtpark dargelegt sind, so gestern Norbert Stippekohl. Näher behandelt wurde der Antrag allerdings nicht. Bezirksbürgermeister Otto Mähler betrachtete ihn als eingebracht. Der Begründung des Antrages widersprach allerdings niemand: „Der Stadtparkteich liegt innerhalb der Grenzen des Stiftungsgebietes, das den Stadtparkteich als Erholungsgebiet für die Bürger der Stadt Remscheid festlegt. Unabhängig von der Frage der Stiftungsregelungen spricht sich die CDU-Fraktion in der BV 1 / Alt-Remscheid für den Erhalt und die Wiederherstellung des Teiches aus, so dass ein ordnungsgemäßer Zustand desselben gewährleistet ist. Aus Sicht der CDU-Fraktion in ist der Stadtparkteich unverzichtbar. Er dient den Bürgerinnen und Bürgern als Erholungsgebiet und ökologisches Biotop.“ Nachfolgend die Mitteilungsvorlage der Verwaltung:

„Der schlechte Zustand des Teiches ist schon seit Jahren bekannt. Dieser Zustand wird sich noch über mehrere Jahre hinziehen, bis die vollständige Verlandung des Teiches erfolgt ist. Das ursächliche Problem an der derzeitigen Situation ist der fehlende natürliche Zufluss. Grundsätzlich ändern ließe sich der Zustand nur, wenn die Schlämme des Teiches ausgekoffert würden, so dass eine Wassertiefe, zumindest in Teilbereichen, von ca. 100 cm erreicht würde. Grob überschlägig wären dies etwa 1.000 Kubikmeter Schlämme. Eine Erhöhung des Wasserspiegels um etwa 15 bis 20 cm bis zur Überlaufkante des vorhandenen Ablaufes, wäre die kostengünstigere Variante, um die Situation zu verbessern. Durch eine Erhöhung des Spiegels könnte während längerer Trockenzeit das Trockenfallen hinausgezögert, möglicherweise sogar gänzlich ausgeschlossen werden. Leider ist eine Erhöhung des Wasserspiegels aber nicht möglich, da der Damm offenbar Undichtigkeiten aufweist, die keine höhere Anstauhöhe zulassen, als sie derzeit erreicht ist. Als Ursache ist in diesem Zusammenhang vorrangig das vorhandene Wurzelwerk der Gehölze und der Bäume zu sehen, aber auch die erhöhte Lage gegenüber dem angrenzenden Gelände. Auch wenn eine Erhöhung des Wasserstandes möglich wäre, würde dies nur eine Übergangslösung darstellen bzw. lediglich zeitlichen Aufschub bei der stattfindenden Verlandung bringen. Andererseits, und dies wäre die realistischste sowie kostengünstigste Variante, könnte der seit Jahren stattfindende Prozess der Verlandung durch Eingrünung der Uferzonen und der Mittelinsel, mittels Besatz durch Schilf, Weiden etc., beschleunigt werden. Bei einem gleichzeitigen Verzicht auf zusätzliche Bewässerung in den Sommermonaten und bei gleichzeitigem öffnen des Ablaufes wäre der Verlandungsprozess in einem Zeitraum von etwa fünf Jahren vorzeitig abgeschlossen.

Die von der Feuerwehr in den zurückliegenden Jahren wiederholt durchgeführten Wässerungen des Teiches führten immer nur zu einer kurzzeitigen Besserung. Aufgrund der stattfindenden Verlandung konnte man und kann man auch weiterhin von diesen Maßnahmen nur für etwa zwei Wochen (bei anhaltender Trockenheit) eine Besserung, wenn auch nur in Form einer optischen Aufwertung, erwarten. So wurden beispielsweise mit der Wässerung am 29.6.2010 etwa 150.000 I zugeführt. Dies hatte eine Wasserhöhe von etwa sieben bis acht Zentimetern zur Folge. Eine Woche später war der Wasserspiegel bereits schon wieder bis auf etwa zwei bis drei Zentimeter gesunken. In der darauf folgenden Woche war der Teich dann wieder weitgehend trocken gefallen bis auf eine kleinere Wasserfläche. Die heftigen Niederschläge im Juli führten zu einer Wasserhöhe von drei bis fünf Zentimetern in den trocken gefallenen Bereichen. Die dann anschließenden regelmäßigen Niederschläge, wenn auch deutlich geringeren Umfangs, reichten aus, um den Teich nicht erneut gänzlich trocken fallen zu lassen.

In der Vergangenheit ist wiederholt von verschiedenen Seiten an den Fachdienst 3.67 der Hinweis zu dem Rattenvorkommen herangetragen worden. Die Rattenpopulation am Stadtparkteich (derzeit etwa 30 Tiere) wird seit sieben Jahren bekämpft (Einschäumen der Gänge bzw. Zugänge, teilweise auch Beköderung). Die Kosten hierfür belaufen sich jährlich auf 840 €. Die Gesamtumstände (Wasser, sonnige Bereiche, Hohlräume in den Einfassungsmauern, Befütterung der Enten) bilden ideale Lebensbedingungen. Die Bekämpfung führt dazu, dass der Bestand geblockt wird und somit keine weitere Zunahme der Population erfolgt. Eine tatsächliche Reduktion der Population ist hier kaum zu erreichen, auch wenn keine Resistenzen bei den Tieren vorhanden sind. Die Anzahl der Tiere, welche sterben, auch durch den Einsatz der hier eingesetzten Mittel, welche die Blutgerinnung hemmen, werden durch eine gezielte Erhöhung der Würfe ausgeglichen.

Die Befütterung stellt in der Betrachtung der Populationsgröße nur einen Teilaspekt dar. Auch wenn keine Fütterung mehr erfolgen würde, wäre das Rattenproblem nicht gelöst, da die vorhandene Wasserfläche und auch die vorhandenen Unterschlupfmöglichkeiten noch einen sehr bedeutsamen, für die Ratten attraktiven Lebensumstand darstellen. Die erneute Aufstellung von Schildern, welche das Füttern verbieten und auch auf die Gründe hierfür hinweisen würden, könnte somit nicht den gewünschten Erfolg bringen. Zudem ist z.B. aus Städten wie Wuppertal und Düsseldorf bekannt, das sich das Füttern trotz Beschilderung und Kontrollen durch das Ordnungsamt nicht unterbinden lässt.“

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Kommentare

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Hans Gerd Göbert am :

Auf den ersten Blick betrachtet, ist die seit Jahren fortschreitende Verlandung des Stadtparkteiches sicher eine Katastrophe. Hauptsächlich für die täglichen Besucher, zu denen ich als Tennisspieler in den Sommermonaten auch zählen durfte. Wir freuten uns immer ganz besonders über die stark zunehmende Schildkrötenpopulation. So ist es richtig und wichtig, dass der Zustand des Teiches endlich mehr in den Blickpunkt(neues Wort für Fokus)der Öffentlichkeit gebracht wird. Aber ist ein verlandeter Teich auch unter ökologischen Gesichtspunkten betrachtet eine Katastrophe? Kann es nicht sogar sein, dass die Artenvielfalt in einem verlandeten Teich größer ist als in einem vergammelten Entenpfuhl? Es gibt z.B. im Eschbachtal zahlreiche, seit langem oder erst in den letzten Jahren verlandete Teiche, aus den unterschiedlichsten Gründen. Meistens jedoch, weil die Privatbesitzer die Kosten der Sedimententfernung nicht tragen wollten. Na klar, aus rein optischen Gründen etliche Katastrophen. Aber auch unter den Aspekten der Artenvielfalt? Diese Teiche liegen übrigens auch in großen Naherholungsgebieten liegen, teilweise sogar in Naturschutzgebieten. Vielleicht sollte man dort auch mal nachhaken, was besser ist oder nicht? Jedenfalls ist mir bisher nicht bekannt, dass schon einmal jemand diese Zustände beklagt hätte. Ich schlage daher Politik und Verwaltung vor, sie mögen doch bitte baldmöglichst den Landschaftsbeirat, ein überwiegend mit ausgewiesenen Fachleuten besetztes Gremium, in die Beratungen mit einbeziehen, und zwar für alle verlandenden Teiche auf Remscheider Stadtgebiet. Eventuell kann der Beirat ebenso praktikable wie preiswerte Lösungen anbieten?

Chronist am :

Auf den Antrag der CDU, den Stadtparkteich nach Möglichkeit zu erhalten, antwortete in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Reinhard Bauer, der Leiter des Fachbereichs Grünflächen, mit der Ankündigung einer schriftlichen Vorlage in der Januar-Sitzung. Die Thematik sei „sehr umfangreich“, reiche vom Abfallgesetz bis zum Brunnenschutzgesetz.

Michael Dickel am :

In diesem Zusammenhang habe ich diesen Artikel gefunden, der meiner Meinung nach von Interesse sein kann. Zu finden unter http://tinyurl.com/66jqsjg.

Chronist am :

Nicht gegen Experten aus den eigenen Reihen, aber manchmal erscheint es doch besser, einen externen Berater hinzuzuziehen. Das hat sich Michael Zirngiebl überlegt, der Chef der (seit 1. Januar auch für den Stadtpark zuständigen) Technischen Betriebe Remscheid (TBR) und will einen Fachmann der Wasserwirtschaft damit beauftragen, sich den Stadtparkteich einmal näher anzusehen. Die Frage: Besteht die Möglichkeit, den Teich auch für weniger Geld als die bislang veranschlagten 250.000 Euro auszubaggern?

Chronist am :

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 25. Februar sowie des Haupt- und Finanzausschusses am 0. März hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, de Stadtverwaltung eine Konzeption zur Sanierung des Stadtparkteichs erstellen. Für die notwendigen Planungen zur Kostenschätzung sei die fachliche Hilfe eines externen Ingenieurbüros mit Schwerpunkt Landschaftsgestaltung einzuholen. Bei den Planungen sei auch zu prüfen, wie der Teich dauerhaft mit Frischwasser versorgt werden könne. Begründung: „Der Zustand des Stadtparkteichs ist seit Jahren völlig inakzeptabel. Der Stadtparkteich stellt mit seiner Anbindung an den Stadtpark ein Naherholungsgebiet für die Innenstadt dar. Darüber hinaus gestaltet er das Wohnumfeld der im Umkreis lebenden Bürgerinnen und Bürger. Im jetzigen Zustand erfolgt die Frischwasserzufuhr ausschließlich durch Niederschlag. Dieser reicht nicht aus, die Wasserverluste auszugleichen. Nach der grundsätzlichen Entscheidung darüber, ob der Stadtparkteich weiter aufgewertet werden soll, kann dann überlegt werden, ob er noch deutlicher als bisher zur Gestaltung des Wohnumfeldes genutzt werden kann. Das Förderprogramm Ziel II sieht hierfür Fördermaßnahmen unter dem Punkt „Grün in die Stadt" vor. Die Gründung eines Fördervereins für den Stadtparkteich würde das ehrenamtliche Engagement verstärken. Beispielsweise könnte ehrenamtliches Engagement gezielt durch heimische Unternehmen gefördert werden, wenn die Kosten für die einzelnen Baumaßnahmen (Gewerke) gutachterlich festgestellt werden. Der Stadtpark ist eine Schenkung an die Bürger dieser Stadt. Insofern ist die Verwaltung in der Pflicht, den dazugehörigen Teich zu pflegen und zu erhalten.

Ute Pohlhaus am :

Herrlich, wenn man mal wieder in die Vergangenheit blickt. Zehn Jahre weiter ..... 2020 alles beim Alten. es wird geredet, zerredet, oder man wartet auf Gutachten. Irgendwann wird es zugeschüttet und man baut ein paar Schuhkarton-Häuser drauf. Wohnungsnot vor Erholung und Erhaltung von geschützten Dingen, siehe Schenkungsvertrag von 1895?

Jürgen Koball am :

Genau, das wird es sein. Es wird überlegt und geredet. Solange bis die Kosten nicht mehr finanzierbar sind. Das Problem ist gelöst. Der Stinthengst, ist ja im Rathaus, sicher angekettet.

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