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Transmission und Dampfkraft nicht konkurrenzfähig

Als im Motte-Hammer (unterster Laaker Hammer) noch gelacht wurde. Foto: Frau MotteDer Motte-Hammer ist auch als unterster Laaker-Hammer bekannt. Er bekam schon 1754 eine Konzession, doch erst 1800 wird er als Stahlreckhammer den Gebrüdern Motte zugeordnet. 1804 wird er von Friedrich Motte d. Jung. in der Beek geführt. 1824 wird er von Johann Godfried Mottes Erben an die Firma Gottlieb Kotte zu Ronsdorf verpachtet, ab 1829 durch einen Knecht wieder fur Rechnung der G. Motte Erben betrieben. Der Hammer hat drei oberschlächtige Wasserräder für den Antrieb von Hammer und Gebläse sowie zwei Feuerherde. 1837 wird ein Wasserrad stillgesetzt und ein Gebläse für die Feuerherde eingebaut. Unterhalb des Hauses fliest das Wasser in die Wupper. Wie bei anderen Hämmern ist auch hier anzumerken, das in warmen, trockenen Jahren von Mai bis November oft acht bis 14 Tage lang nicht gearbeitet werden konnte.

1834 ist als Betreiber Hasenclever & Kotte erwähnt, jedoch sind die Besitzerrechte bei den Motte-Erben bis 1841 festgelegt. Die letzte Eintragung unter Peter Friedrich Motte liest man 1853. Danach ist der Hammer in den Besitz von Carl Motte übergegangen. Am 26.1.1754 bekam Caspar Gottlieb Kotte die Konzession. Interessant ist eine Eintragung vom 11.8.1845, wo ein "Walkmeister Carl Kupper zu Dahlhausen auf den Laaker Bach" unterhalb des Laaker Hammers von Erbsloh eine Walkmühle plane. Sie sollte von einer Dampfmaschine betrieben werden. Offenbar ist nichts daraus geworden. 1867 liest man wieder von einem Stahlraffinierhammer des Gottlieb Kotte, 1870 von Benjamin Motte zu Laaken, mit den früheren Besitzern Motte weitläufig verwandt.

Feierabend am Motte-Hammer. Foto: Norbert AustermühleDer älteste Sohn des Franz Carl Diederichs aus dem Herbringhauser Bachtal hieß Carl. Er wurde am 6.8.1878 geboren und ging mit 14 Jahren beim Vater in der Fa. Kotte im Herbringhauser Bachtal als Hammerschmied in die Lehre. Danach wurde er von 1896 bis 1898 zum Heeresdienst nach Metz eingezogen und arbeitete anschließend im Marscheider Bachtal im Laaker-Hammer bei P.F. Motte. Die Motte-Tradition übertragt sich auf seinen Sohn Albert (geb. 1903). 1936 wird der Inhaber Albert Motte mit seiner Firma als Fassonschmiederei und Hammerwerk in "Stahl und Eisen" erwähnt. Der Hammer ist inzwischen massiv mit Ziegelsteinen ausgebaut worden. Auch kann man auf Bildern erkennen, das es sich um einen Stahlraffinierhammer gehandelt hat. Hans Motte jun. begann 1953 im Motte-Hammer seine Lehre.

Abschließend sei noch festgehalten, das die Familie Motte den Hammer noch bis 1959 betrieb, um ihn dann stillzulegen. Jahrelang hatte man nur von den alten Maschinen gelebt und nichts in den Betrieb investiert. Somit war er völlig veraltet und den modernen Ansprüchen nicht mehr gewachsen. Transmissionen und Dampfkraft waren nicht mehr konkurrenzfähig. Außerdem ging den Motte-Schmieden der Ruf voraus, nicht die fleißigsten gewesen zu sein. [In denTonbandaufzeichnungen von Dr. Manfred Diederichs aus dem Jahre 1978 sagten andere Schmiede im Tal, es habe wohl auch an Fleiß gemangelt.] (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

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