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Rekultivierung drängt, und Freizeitpark "hakt" weiterhin

Archiv-Luftbild: Ulrich Dreesen

Ohne Bebauungsplan keine Fördergelder für die Deponie“, titelte der Waterbölles am 16. April, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss bei der Verwaltung eine detaillierte Rahmenplanung für das Gelände der stillgelegten Deponie an der Solinger Straße  in Auftrag gegeben. Auftrag Nr. 2: Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens mit frühzeitiger Beteiligung der Öffentlichkeit (Bürgerversammlung). Auftrag Nr. galt der Deponiebetriebsgesellschaft Remscheid mbH: Eine Machbarkeitsstudie. Sie soll dem im Juni 2009 vorgestellten Entwurfs eines Freizeitparks ("DIE DREI AM BERG") mit Aussichtsplattform, Parkplätzen und Sandpiste gelten vor dem Hintergrund, dass die Rekultivierung am Fuße der Deponie incl. Abdichtungs- und Entwässe­rungsschichten teilweise bereits abgeschlossen ist. Da könnte im Zusammenhang mit der geplanten Sandpiste ein „Rückbau“ erforderlich werden – mit entsprechenden Mehrkosten.

Das aber ist nicht das einzige Problem. Denn die Rekultivierung der Kippe auf der Grundlage eines Landschaftspflegerischen Begleitplans muss im nächsten Jahr beginnen. Darauf besteht der Düsseldorfer Regierungspräsident, wie Michael Zirngiebl, der Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB), gestern den Mitgliedern des REB-Betriebsausschusses auf entsprechende Anfrage der Grünen berichtete. Mit anderen Worten: Je mehr die Rekultivierung fortschreitet und die Bauleitplanung auf sicht warten lässt, desto unwahrscheinlicher wird der gewünschte Freizeitpark. Michael Zirngiebl. Foto: Lothar KaiserZirngiebl: „Im Frühjahr 2012 muss die Entscheidung fallen, ob die Sandpiste bis zur Talsohle reichen soll (Anm.: dann wäre ein Rückbau erforderlich) oder nicht.“ Wie weit die Arbeiten an dem zwingend notwendigen Bebauungsplan im Bereich der Bauverwaltung seit dem Grundsatzbeschluss von April inzwischen gediehen sind, wusste gestern im Ausschuss niemand zu sagen.

Die Machbarkeitsstudie sei mittlerweile vergeben, führte Zirngiebl weiter aus. Mit dem Gutachten werde im November gerechnet. Untersucht werde dabei auch, ob es finanziell vertretbar sei, die Rekultivierung voranzutreiben und den Bau der Sandpiste zurückzustellen. Für diese sowie die Aussichtsplattform und die Parkplätze hat die Stadt einen Förderantrag beim Land gestellt und auch, so Zirngiebel, inzwischen „eine konkrete Zusage erhalten, aber noch keinen Bewilligungsbescheid“. Unklar sei aber weiterhin, ob und wie die Stadt ihren Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen könne. Auch aus diesem Grunde steht das Projekt nach wie vor auf tönernen Füßen.

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Kommentare

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Felix Staratschek am :

Bloß nichts zu Teures planen, da die Deponie bei steigenden Rohstoffpreisen zwecks Recycling eh wieder abgetragen wird. Da sind viele Rohstoffe drin verborgen, die mit der immer besser werdenden Recyclingtechnik zurück gewonnen werden müssen.

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