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Wählergemeinschaft macht sich bei IHK für die MKS stark

Schreiben der Wählergemeinschaft W.i.R. (gez. Wieland Gühne, Waltraud Bodenstedt und Roland Kirchner) vom 15. Juli an die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid, zu Händen von Heinz-Helmut Kempkes:

"Sehr geehrter Herr Kempkes, mit größtem Interesse haben wir Ihre Pressemitteilung vom 1. Juni gelesen. Hocherfreut haben wir Ihre Bereitschaft zur Kenntnis genommen, dass Sie als Vertreter der IHK der Stadt Remscheid helfen möchten. Zitat: Die Remscheider Wirtschaft sei bereit zu helfen, wolle aber sehen, dass ihr Beitrag Früchte trägt und nicht in „schwarzen Löchern“ verschwindet. Eine Möglichkeit sei es, das schon in zahlreichen Projekten bestehende freiwillige Sponsoring auszubauen. Kempkes wörtlich: „Die Stadt muss uns nur konkret sagen, wo unmittelbar weitere Hilfe notwendig ist.“

W.i.R. erlauben uns, diesbezüglich einen Vorschlag zu machen. In Folge der Sparbemühungen der Stadt Remscheid soll die Musik- und Kunstschule (MKS) privatisiert werden. Dabei erhofft sich die Stadt eine jährliche Einsparung von rund 400.000 €. Der momentane städtische Zuschuss soll von rund 700.000 € auf rund 300.000 € begrenzt werden. Nach unseren Überlegungen kann durch Umstrukturierungen und durch die inzwischen schon beschlossenen Kursgebührerhöhungen der Zuschussbedarf auf rund 500.000 € begrenzt worden. Es fehlen also noch rund 200.000 € um den Erhalt der MKS mit ihrem jetzigen Angebot zu sichern. Dies müsste von einem irgendwie gearteten Träger aufgebracht werden.

W.i.R. schlagen Ihnen vor, dass sich die IHK beispielsweise in Form eines Trägervereins einbringen kann. Die fehlenden Mittel könnten durch Vorhalten des betriebswirtschaftlichen Know-hows der IHK sowie durch Sachmittel bereitgestellt werden. Auch das Überlassen von Proberäumen aus der Industrie für die MKS könnte eine Hilfe sein. In einem persönlichen Gespräch mit einigen Schülern der MKS stellen wir Ihnen gerne unsere Vorstellungen detaillierter vor. W.i.R. sind überzeugt, dass es jeder Mühe wert ist, Wege zu finden, den jungen Menschen der MKS auch weiterhin die Möglichkeit zu geben, musische und künstlerische Fähigkeiten zu erwerben. Ist es doch völlig unstrittig, dass dieses eine vorteilhafte Voraussetzung ist, im späteren Leben eine wichtige Rolle in der Gesellschaft einzunehmen. Die Qualität und die Leistungsfähigkeit nachfolgender Generationen ist immer abhängig von fundierter und breit gefächerter Ausbildung. Dies trifft auch in besonderem Maße auf den musisch-künstlerischen Bereich zu. Gerade das fortdauernde Üben und Trainieren, die kreative Beschäftigung mit unterschiedlichsten Themen versetzt den möglichen „unternehmerischen Nachwuchs“ in die Lage unkonventionelle und erfolgreiche Wege zu finden und zu beschreiten.

W.i.R. sind sicher, dass Ihr mögliches Engagement nicht in „schwarzen Löchern" verschwinden wird und bitten Sie, unseren Vorschlag in Erwägung zu ziehen, um den jungen Menschen durch den Erhalt der MKS eine wichtige Chance zu geben.“

Schreiben der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid vom 25. August an die W.i.R.:

„Herzlichen Dank für Ihr an Herrn Vizepräsidenten Heinz-Helmut Kempkes gerichtetes Schreiben. Sie nehmen Bezug auf seine Aussage, dass die Remscheider Wirtschaft bereit sei, auch finanziell ihren Beitrag zur Haushaltssanierung der Stadt Remscheid leisten zu wollen. Dies trifft zu. Deswegen haben wir mit Interesse Ihre Anregungen zur Musik- und Kunstschule (MKS) der Stadt Remscheid gelesen. Wir bitten Sie um Verständnis, dass wir angesichts der ungeklärten Situation der Schule noch ein wenig abwarten möchten. Zu einem spätere Zeitpunkt werden wir Stellung nehmen." (Assessor Hugo Sattler)

Schreiben der Wählergemeinschaft W.i.R. vom 30. September an die IHK, Auszug:

„Obwohl die Schülerinnen und Schüler der MKS an den „Ungereimtheiten“ völlig unbeteiligt waren, sind wir Ihrer Argumentation erst einmal abzuwarten, gefolgt. Seit dem 29. September liegt der abschließende Sonderprüfbericht M 14/0112 vor. Aus unserer Sicht sind die in der Mitteilungsvorlage M 3.00/11 von Oberbürgermeisterin Beate Wilding und dem Kulturdezernenten Dr. Christian Henkelmann in den Raum gestellten Anschuldigungen entkräftet. Die Vorwürfe gegenüber den Mitarbeitern der MKS haben sich als nichtig erwiesen. Einige gravierende "Unzulänglichkeiten“ im Bereich der ausgeschiedenen Institutsleitung müssen sicherlich noch fundiert bearbeitet werden, aber genau hier könnte Ihr Know-how angewendet werden. Wir bitten Sie also nochmals, unseren Vorschlag wohlwollend in Ihren Gremien zu diskutieren.“

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Dr. Christia Henkelmann am :

Entgegen ihrer sonst gern an den Tag gelegten Akribie und Detailversessenheit in Form vielfältiger mündlicher wie schriftlicher An- und Nachfragen kommt die Wählergemeinschaft W.I.R. beim immerhin 22-seitigen, sehr differenzierten Sonderbericht des Rechnungsprüfungamtes (RPA) bemerkenswert eilig zum Schluss: „Aus unserer Sicht sind die [...] in den Raum gestellten Anschuldigungen entkräftet. Die Vorwürfe [...] haben sich als nichtig erwiesen.“ Nun gelte es für die um Hilfestellung gebetene Industrie- und Handelskammer, doch bitteschön umgehend ‚zu Potte zu kommen’ bei der in Aussicht gestellten Unterstützung für die Musik- und Kunstschule. Ohne der IHK als eigentlicher Adressatin des im Waterbölles veröffentlichten Schreibens vorgreifen zu wollen, möchte ich hier nur auf Folgendes hinweisen: Es hat auf das erste Schreiben der W.I.R.-Fraktion hin bereits unmittelbar mündlich und schriftlich Kontakt zwischen der IHK und der Stadtverwaltung gegeben. Dabei wurde vereinbart, dass wir nach Vorliegen des von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Organisationsgutachtens gemeinsam erörtern, ob und in welcher Form Möglichkeiten zur Unterstützung der MKS bestehen. Diese Frage steht aber kaum im Zusammenhang mit dem jetzt vorliegenden Prüfbericht des Rechnungsprüfungsamtes. Dieser betrifft die Vergangenheit. Wichtig ist jedoch, wie es in Zukunft weiter geht. Und hier bin ich, stellvertretend für alle Beteiligten, den Vertretern der IHK sehr dankbar für die grundsätzliche Bereitschaft zur Unterstützung. Ein letztes Wort: Es liegt in der Natur der Sache, dass in derartigen Dingen nicht jede Absprache, Sondierung oder Vereinbarung sofort auf öffentlicher Bühne zelebriert wird. Im Gegenteil: Manches muss zunächst in Ruhe und unter Wahrung von Vertraulichkeit be- und verhandelt werden. Ich darf versichern: Es bedarf im Falle der MKS keiner fortwährenden Anstöße von außen, dass die Verwaltung alles unternimmt, um den Kindern und Jugendlichen unserer Stadt ein breites Musikschulangebot zu erhalten.

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