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"Wo sind die Fürsprecher für die Kunst- und Musikschule?!"

Jens Mühlhoff, Tim und Tobias Löhde sowie Haken Eren gestern vor der städtischen Musik- und Kunstschule. Foto: Lothar Kaiser

Über die Musik- und Kunstschule hat der Waterbölles in den vergangenen Moanaten wiederholt berichtet:

Und heute also "Wo sind die Fürsprecher für die Kunst- und Musikschule?!Das fragen sich nicht nur Jens Mühlhoff, Tim und Tobias Löhde sowie Haken Eren. Das fragen sich vielmehr alle 1.200 Kinder und Jugendliche, die in der ehemaligen Bökerschen Villa am Ebert-Platz derzeit eine musische Erziehung genießen. Die vier, die gestern zu einer Pressekonferenz ins „Roma“ am Markt eingeladen hatten, gehören zu einem Kreis von etwa 30 Musikschüler/innen, die nicht untätig zusehen wollen, wenn ihrem geliebten Kulturinstitut „der Todesstoß versetzt“ wird, wie es Jens Mühlhoff befürchtet. „So viel wie dort soll bei keiner anderen Kultureinrichtung der Stadt gespart werden!“ In Zahlen: 400.000 Euro im Jahr, das seien 60 Prozent des städtischen Zuschusses. Dann könne die MKS nicht mehr so erfolgreich wie bisher geführt werden. Privatisierung? Die vier Jugendlichen haben Bedenken: „Dann kann man den Laden auch gleich dichtmachen. Denn ein privater Investor will Rendite sehen. Und das würde dann höhere Kursgebühren und niedrigere Honorare für die Lehrkräfte bedeuten.“

Sponsoren? Kulturdezernent Dr. Christian Henkelmann hatte sich kürzlich im Waterbölles, er sei mit der bergischen Industrie- und Handelskammer im Gespräch. Von Ergebnissen ist noch nichts bekannt. Lediglich eine vage Zusage der Remscheider Wirtschaft, der MKS helfen zu wollen, steht im Raum. Die vier Jugendlichen haben wenig Verständnis dafür, dass die Unternehmer offenbar zunächst das Ergebnis des laufenden Organisationsgutachtens abwarten wollen, das für Januar angekündigt wurde. „Mit Musik- und Theateraufführungen könnten wir schon jetzt in die Betriebe gehen!“

Dass Unregelmäßigkeiten in der MKS bei Urlaubsüberhängen und Honorarabrechnungen im Vorfeld der „Spar-Sitzung“ des Rates der Stadt (Juli) an die Öffentlichkeit gekommen seien, habe dem Ruf der Bildungseinrichtung schwer geschadet und erschwere jetzt die Suche nach Sponsoren. Die Frage schwingt mit, ob man dadurch der MKS bewusst habe schaden wollen. Denn die kritisierten Vorgänge lägen zum Teil weit in der Vergangenheit.

Von den 1.200 Schüler/innen der MKS sind 90 Prozent unter 18 Jahren. „Eine absolute Jugendinstitution!“, befindet Jens Mühlhoff. Und eine, ohne die es in Remscheid weder Schulorchester, noch Jazz-AG oder den Chor „Voices“ geben würde. „Keineswegs aber eine elitäre Einrichtung“, sind sich die vier Jugendlichen einig. Schließlich müssten Kinder aus sozial schwachen Familien keine oder nur einen Teil der Kursgebühren bezahlen. Auch deshalb wünschen sich die Jugendlichen von der Politik „mehr Einsatz für die Musikschule“. Mit Vertretern aller Parteien hätten sie gesprochen, aber – abgesehen von der Wählergemeinschaft W.i.R. – dabei nur einen Eindruck gewonnen: „Wackelpudding!“ Die Politiker („sie sollten sich an Wuppertal ein Beispiel nehmen!“) müssten endlich nach Möglichkeiten suchen, die Schule zu erhalten. „Wir, die Schüler, können das nicht leisten!“

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Waterbölles am : "Wo sind die Fürsprecher für die Kunst- und Musikschule?!

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Über die Musik- und K8nstschule hat der Waterbölles in den vergangenen Moanaten wiederholt berichtet: 8. Juli: Wieland Gühne (W.i.R.): "Musikschule vor Theater!" 26. Juni: MKS beweist: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! 25. Juni: &q

www.kunstschule-remscheid.de am : PingBack

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Chronist am :

„Entscheidungen die noch getroffen werden müssen sind unter anderen die Zusammenarbeit mit den Städten Solingen und Wuppertal in den Bereichen Theater und Orchester, die Vereinheitlichung der Ermäßigungen in den städtischen Gebührensatzungen, die Weiterführung der Musik- und Kunstschule und die neue Satzung zur Förderung der freien Kulturszene. Die SPD Fraktion ist hierbei offen für einen konstruktiven Dialog und lädt alle Interessierten herzlich ein, dieses Angebot auch intensiv zu nutzen.“ (Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke in der jüngsten Ausgabe der von der SPD Remscheid herausgegebenen „Remscheider Zeitung“)

Verein der Freunde und Förderer der Musik- und Kunstschule am :

Wie Sie sicherlich mitbekommen haben, war das Jahr 2010 für die Musik- und Kunstschule ein bewegtes Jahr. Gerade in Zeiten knapper öffentlicher Haushalte sind Ihre treue Unterstützung und Ihr Interesse an der Arbeit des Fördervereins der MKS besonders wichtig und wertvoll. Wir hoffen, dass Ihr Terminkalender auch musikalische Highlights enthält, zum Beispiel eines der zahlreichen Vorspiele von MKS-Schülern. Zu einem besonderen Konzert im Advent laden wir ein: Am kommenden Sonntag um 17 Uhr beginnt in der Melanchtonkirche ein Benefizkonzert zu Gunsten des Fördervereins der MKS mit dem Kammerorchester „Kamor“ unter Leitung von Sueli Heider.

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