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39 Weihnachssterne aus Sachsen leuchten bald "im Dorp"

So wie hier in Konstanz wird es im Advent in der Lüttringhauser Altstadst aussehen.

„Ruhe und Eleganz strahlen die Sterne aus“, findet Marlies Schwarz, Beiratsmitglied des Heimatbundes Lüttringhausen. Und Vorsitzender Peter Maar, der zunächst skeptisch war, gibt ihr Recht: „Die ‚Herrnhuter Sterne’ sind die richtige Weihnachtsbeleuchtung fürs Dorf!“ Insgesamt 39 dieser leuchtend gelben Sterne aus leichtem Kunststoff, von innen durch Energiesparlampen zusätzlich erhellt, hat der Verein bei der Herrnhuter Sterne GmbH stellt. Sie hat ihren Sitz im ostsächsischen Herrnhut, einer 5.000-Seelen-Gemeinde zwischen Bautzen und Zittau. Die ersten Advents- und Weihnachtssterne wurden dort vor mehr als 160 Jahren im Mathematikunterricht hergestellt. Anfang des 18. Jahrhunderts fanden Nachfahren der evangelischen "Brüdergemeine", die während der Gegenreformation ihre Heimat in Böhmen und Mähren hatten verlassen müssen, auf dem Gut des Grafen von Zinsendorf in der Oberlausitz eine neue Heimat. Der von ihnen gegründete Ort Herrnhut („unter der Hut des Herrn") wurde der Ausgangspunkt für eine weltweite Missionstätigkeit der evangelischen Freikirche, derweil die Kinder der Gemeindeglieder in den Herrnhuter Internaten unterrichtet wurden. Dort kam Anfang des 19. Jahrhunderts ein Erzieher anlässlich eines Schuljubiläums auf die Idee, einen Stern aus Papier und Pappe basteln zu lassen und auf diese Weise im  Mathematik- und Geometrieunterricht das räumliche Denken zu schärfen. Bis heute hat sich der Brauch des "Sternelns" erhalten, d. h. den Stern am ersten Sonntag im Advent im Familienkreis aufzubauen und so die besinnliche Weihnachtszeit einzuläuten.

Auch in Lütringhausen soll demnächst „gesternelt“ werden. Denn die neue Weihnachtsbeleuchtung für die Lüttringhauser Altstadt (Gertenbach- und Richthofenstraße) wird Anfang November nicht montagefertig geliefert, sondern in vielen Einzelteilen, d.h. jeder Stern muss erst einmal zusammengesteckt werden, bevor er aufgehängt werden kann. Bei 16 Sternen im Durchmesser von 68 mal 68 Zentimetern und 23 Sternen von 1,30 mal 1,30 Metern dauert das seine Zeit. Da nimmt der Vorstand des Heimatvereins Hilfe gerne an – und macht daraus gleich einen vorweihnachtlichen Bastelabend mit Glühwein und Weihnachtsgebäck (Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben). Bis Freitag, 26. November, müssen alle Sterne auf jeden Fall fertig sein. Denn dann sollen sie fachgerecht an feinen Spanndrähten über der Straßenmitte befestigt werden, alle 20 Meter ein großer Stern. Die Hausbesitzer, die an ihren Fassaden und Giebeln bislang die Haken für die bisherige Weihnachtsbeleuchtung duldeten, hat der Heimatverein in der jüngsten Ausgabe des „Lüttringhauser Anzeigers“ vorsorglich schon einmal gebeten, auch für die dünnen Stahlseile ihre Genehmigung zu erteilen. Aber eigentlich zweifelt Peter Maar nicht daran, dass dies geschieht.

Denn die Weihnachtsbeleuchtung  hat in Lüttringhausen Tradition. Alljährlich spenden dafür Privatpersonen und Unternehmer zwischen 5.000 und 6.000 Euro. Und so kann der Heimatbund auch sicher sein, die 5.000 Euro über Spenden zurückzubekommen, mit denen er jetzt in Vorleistung tritt. Die andere Hälfte der insgesamt benötigten 10.000 Euro (5.000 Euro beträgt der Kaufpreis der 39 Sterne und 5.000 Euro deren Installation) befindet sich noch in der „Lichterkasse“ des Fördervereins. Peter Maar: „Wir können stolz darauf sein, dass uns Aktionen wie diese mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger immer wieder gelingen!“

Marlies Schwarz hat für die neuen Herrnhuter Sterne ebenfalls gespendet. Bei einem Besuch in Ostdeutschland in der Adventszeit waren sie ihr aufgefallen (aber auch im alten Koblenzer Stadtteil Niederburg schmücken sie seit Jahren die Straßen), und so schlug sie dem Vorstand des Heimatvereins die Neuanschaffung vor. Der hatte längst gemerkt, dass die rund 60 Jahre alten Lichterketten, mit künstlichem Tannengrün ummantelt und mit stromfressenden Glühbirnen bestückt, die noch dazu nicht alle eine ganze Adventszeit durchhielten, nicht mehr zeitgemäß waren. So informierte sich der Vorstand denn beim Stadtteilverein Niederburg-Vital e.V., darüber, wie robust die dort 2009 angeschafften Kunststoffsterne seien. Und als die Antwort positiv ausfiel, stand der Bestellung nichts mehr im Wege.

Übrigens: Wer in der bevorstehenden Vorweihnachtszeit seinen eigenen „Herrnhuter Stern“ haben möchte, kann ihn hier bestellen: http://www.herrnhuter-sterne.de/. Die Version mit 130 Zentimetern Durchmesser, bestehend aus 17 Viereck- und acht Dreieckzacken, Kunststoffschrauben und -muttern, Abdeckplatte, Aufhängeschnur, Montageanleitung und Prospekt kostet 179 Euro incl. MWSt.

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Heimatbund Lüttringhausen am :

Schon 16 „Sternebastler“ haben sich auf den ersten Aufruf gemeldet und sich bereit erklärt, am Sonntag, 21. November, ab 15 Uhr im ev. Gemeindehaus an der Lüttringhauser Stadtkirche bei Kaffee und Kuchen die Herrnhuter Sterne zusammen zu bauen. Doch einige weitere Helfer wären von Vorteil. Informationen und Anmeldungen nimmt Marlies Schwarz, Tel. 5 31 09,gerne entgegen. Am Freitag, 26. November, 17 Uhr, wird eine noch auszulosende Person aus dem Kreis der „Weihnachtsbeleuchtungs-Spender“ auf den berühmten Knopf drücken, und die vielen Sterne erstmals zum Leuchten bringen. Dazu wird die beliebte Beale-Street-Jazz-Band auf dem Ludwig-Steil-Platz an der ev. Kirche mit vorweihnachtlichen Klängen aufspielen, und mit Glühwein, Kinderpunsch und Christstollen soll es eine richtige kleine „Vorweihnachtsmarkt-Party“ geben. Auch die Anstrahlung der Kirche wird über Spendenmittel wieder möglich gemacht. Dass dies alles möglich wird, ist – wie so oft in Lüttringhausen – den vielen Spendern zu verdanken. Der Spendeneingang beträgt bis gestern 8.370 Euro, und das in nur gut zwei Wochen! Die Gesamtaufwendungen für die neue Weihnachtsbeleuchtung einschließlich der Anstrahlung der Lüttringhauser Stadtkirche belaufen sich auf ca. 12.000 Euro.

Heimatbund Lüttringhausen e.V. am :

Erneut haben zahlreiche Lüttringhauser Bürgerinnen und Bürger sowie einheimische Unternehmen eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Lüttringhausen „sich selber hilft!“. Die Spendensammlung des Heimatbundes Lüttringhausen für eine neue Weihnachtsbeleuchtung im historischen Lüttringhauser Ortskern erbrachte bis heute in einem Zeitraum von nur fünf Wochen einen Spendenbetrag in Höhe von 12.426,17 Euro. Einschließlich einer ebenfalls aus Spenden gebildeten Rücklage konnten damit die Gesamtkosten der Installation von 41 Weihnachtssternen aus Herrnut/Sachsen und der traditionellen Anstrahlung der Lüttringhauser Stadtkirche in Höhe von insgesamt ca. 16.800 Euro finanziert werden. Nachdem im vergangenen Jahr über Spendensammlungen und Veranstaltungen des Heimatbund Lüttringhausen das Adolf-Clarenbach-Denkmal für ca. 40.000 Euro und im vorletzten Jahr, ebenfalls über eine Spendensammlung des Heimatbundes, die Anstrahlung des Lüttringhauser Rathauses mit einem Kostenaufwand in Höhe von ca. 30.000 Euro finanziert werden konnten, sind damit alleine für die genannten drei Maßnahmen insgesamt fast 87.000 Euro durch die Bürgerschaft gespendet worden. Diese hervorragenden Ergebnisse sind nur möglich, weil der Heimatbund über den von ihm herausgegebenen „Lüttringhauser Anzeiger“ die Spendensammlungen ausgezeichnet propagieren kann. Ein weiteres Beispiel dafür, wie wichtig der Erhalt des seit nunmehr 80 Jahren erscheinenden Lüttringhauser Anzeigers für das Zusammenleben in Lüttringhausen ist.

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