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Die Alternative: Eine Krippe aus Zeitungspapier

Aus Zeitungspapier die Krippe

 

„Am Anfang waren es die Wörter der Überschriften, die mich beim täglichen Lesen der Zeitungen ansprangen und in mir neue Bilder von Krippen entstehen ließen“, sagt Karola Krämer, die sich seit vielen Jahren mit dem Thema auseinander setzt. Längst ist es nicht mehr die gewohnt schöne Familienkrippe, die zur Weihnachtszeit viele Wohnstuben ziert. Vielmehr hat die Sammlerin eine beachtliche Zahl Krippen aus aller Welt zusammengetragen, kauft und verkauft immer wieder neue Darstellungen. Sie sind nicht immer schön im Sinne der oben genannten „Wohnzimmerkrippe“. Jedes einzelne der aus der ganzen Welt gesammelten Exponate hat seinen spezifischen und teilweise unverwechselbaren Ausdruck.

 

„Irgendwann war mir das reine Sammeln, das Verkaufen und Kaufen, nicht mehr ausreichend. Ich habe mir meine Gedanken gemacht und mich immer wieder gefragt: „Wie würde heute jemand eine Krippe gestalten, der zwar die Weihnachtsgeschichte kennt, aber unbelastet von dem geschichtlichen Werdegang der Krippengestaltung ist“, sagt Krämer. Die ersten selbst gestalteten Darstellungen entstanden, teilweise für den mehrjährigen Gebrauch gedacht, teilweise nur als „Eintagsfliege“. So zum Beispiel jener Aufbau, der vor einigen Jahren auf dem Remscheider Weihnachtsmarkt an der Stadtkirche zusehen war. Dabei verlegte die Künstlerin die Weihnachtsgeschichte in ein Bauzelt, wie es jeder von Telekommunikationsfirmen her kennt.

In den folgenden Jahren entwarf Krämer immer weitere zeitnahe Interpretationen der alten Geschichte. „Wie würde sich die Weihnachtsgeschichte heute in unserer Zivilisation zutragen?“ Auf diese Frage suchte Karola Krämer immer und immer wieder neue Antworten. „Dabei fiel mir auf, dass die Darstellung der Geburt ein wesentlicher Punkt ist und zwar der Ausgangspunkt für alles Weitere – den Weg oder die Wege durch das Leben bis hin zum Kreuz und darüber hinaus. Die Überschriften aus den Zeitungen zeigten mir, wie sehr wir diese Wege in unser tägliches Leben aufgenommen haben“, berichtet Krämer. Hier eine kleine Auswahl: „Geburt ist nur der Anfang“, „So wahr mir Gott helfe“, „Ich liebe Ostern“ oder „Am Ende zählt doch nur die Liebe“.

Aus solchen Sätzen wollte Krämer eine Krippe gestalten, die nicht nur die Geburt zeigt, sondern auch die Wege zum Kreuz und zur Auferstehung: eine Collage aus Zeitungspapier und Kleister mit themenbezogenen Worten und Überschriften aus dem „wirklichen (Zeitungs)-Leben gestaltet auf  der  Grundlage  der  Weihnachtsgeschichte  und  erweitert  durch  die  Wege  des Menschen hin zum Kreuz und zur Auferstehung. „Ich will zum Nachdenken und zur Diskussion anregen und hoffe, dass etwas von dem mitgeteilt wird, was mir bei der Gestaltung durch den Kopf ging“, sagt die Krippenexpertin. Wer das Werk ansieht, dem wird der biblische Satz in Erinnerung gerufen: „Am Anfang war das Wort...“

Krippen aus aller Welt, Karola Krämer,
Phlipp-Melanchthon-Straße 2,

E-Mail:
karola_kraemer@yahoo.de">karola_kraemer@yahoo.de

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Chronist am :

Am Donnerstag, 1. November 2007, 15 Uhr, wird im Saal des Gemeindezentrums Siepen ­– Melanchthon Kirche – Philipp-Melanchthon-Straße, die Krippenausstellung „Krippen aus aller Welt“ eröffnet. Karola Krämer hat die Ausstellung initiiert und aufgebaut. Zu sehen sind zeitgenössische, moderne und auch kritische Darstellungen. Die Krippen kommen z.B. aus Peru, Afrika, Israel, Finnland und Korea. Eigene Reisen, Besuche in anderen Städten, Gelegenheiten gab es für Karola Krämer genug, Krippen zu finden und zu erstehen. Auch Freunden und Bekannte brachten der begeisterten Sammlerin Krippen mit.

Hans Lothar Schiffer am :

Eine positive Bilanz zieht Karola Krämer zur Halbzeit ihrer Ausstellung „Krippen aus aller Welt“, die noch bis zum 6. Januar 2008 besucht werden kann. „Viele Menschen sind erstaunt über die Vielfalt der Krippen, die hier geboten wird. Aber gerade diese Breite ist das, was diese Ausstellung von vielen anderen Krippenausstellungen unterscheidet“, sagt die Sammlerin. Auch Vereine und Gruppen kämen in die Ausstellung. „Der Besuch lässt einen Abstand nehmen von der allgemeinen Hektik der Adventszeit, zumal das Hirten-Café dazu einlädt, bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen das eben Gesehene mit anderen Besuchern zu besprechen.“

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