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Honsberg am Ende

"Manche Finanzinvestoren verschwenden keinen Gedanken an die Menschen, deren Arbeitsplatz sie vernichten. Sie bleiben anonym, haben kein Gesicht, fallen wie Heuschrecken über Unternehmen her, grasen sie ab und ziehen weiter."

(Franz Müntefering, damals SPD-Bundesvorsitzender, im April 2005)

Erinnern wir uns daran, wenn wir über Betriebsstillegungen und „Freistellungen“ (was für ein schiefes Wort) lesen. Seit heute ist amtlich: In fünf Tagen wird die Honsberg GmbH in Remscheid-Hasten, Hersteller von Sonderwerkzeugmaschinen für die Automobilindustrie, dicht gemacht. Das teilte die Geschäftsleitung heute dem Betriebsrat mit. 109 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet Honsberg, eine Tochtergesellschaft der Maxcor-Gruppe, für drei bis zwölf Monate (abhängig von der Betriebszugehörigkeit) die Übernahme in eine Transfergesellschaft an (bei 15 Prozent weniger Nettoeinkommen). Von dort aus sollen sie dann in andere, „normale“ Arbeitsverhältnisse vermittelt werden. Als ob das so einfach wäre. Den übrigen 64 Mtarbeitern will man Stellen in anderen Betriebsteilen des Konzerns anbieten - wo, welche und zu welchen Konditionen ist noch nicht bekannt. Gegenüber der Öffentlichkeit hüllt sich die Geschäftsleitung ohnehin in Schweigen.

Ich kann die Wut der Arbeitnehmer und ihrer Familien verstehen. Und ihre Niedergeschlagenheit.

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