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Offener Brief der W.i.R. zum ÖPNV in Winterzeiten

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Wilding,

als Winter-Busfahrer darf man auch in diesem Jahr wieder das bekannte Schauspiel erleben. Dass bei solchem Neuschnee wie am Sonntag, 5.12.2010, riesige Probleme auf den Buslinien auftreten, ist bekannt und verständlich. Es treten aber auch immer wiederkehrende Situationen an den Bushaltestellen auf, welche langsam nicht mehr verständlich sind. Vom Friedrich–Ebert-Platz einmal abgesehen, gibt es fast keine Haltestelle, die vor und um die Wartehäuschen herum geräumt ist. Junge wie alte Fahrgäste müssen waghalsige, lebensgefährliche Klettertouren über die Schneehügel in Kauf nehmen, um in die Busse zu gelangen. Am Montagmittag wäre es fast zu einem schweren Unfall gekommen, als ein älterer Herr von dem Hügel an der Haltestelle vor dem Teo Otto Theater abrutschte und beinahe unter dem Bus gelandet wäre.

Nachdem man als Fahrgast in einen Bus geklettert ist, erwartet einen dort die nächste halsbrecherische Falle. Auf der Fläche vor dem Fahrer ist es durch Wasser und Schneereste meistens spiegelglatt. Wer zeichnet dafür verantwortlich, dass dort regelmäßig Abhilfe geschaffen wird? Ein Putzlappen würde vielleicht schon reichen? Sind die Stadtwerke nicht mehr für die Sicherheit ihrer Fahrgäste in den Bussen verantwortlich? Die rechtliche Situation an den Haltestellen ist wohl klar, oder vielleicht doch nicht? Die Grundstückseigentümer, vor deren Häusern die Haltestellen sind, sind verpflichtet, die Bürgersteige zu räumen. Ob aber auch die Ein- und Ausstiegsbereiche zu den Bussen an den Haltestellen geräumt werden müssen, scheint vielen unklar zu sein! Sind hier die REB, die Stadtwerke oder die Anlieger fürs Schneeräumen zuständig? Zumindest eine bundesweite Internetrecherche zeigt unterschiedliche Verantwortlichkeiten für die Schneeräumung an öffentlichen Haltestellen.

Sollten es in Remscheid die Hausbesitzer sein, wären diese gleich dreifach gestraft. Sie hätten eine Haltestelle mit den bekannten Problemen der Vermüllung und des Lärms vor der Haustüre und müssten zusätzlich noch den Stadtwerken die Einstiege sozusagen besenrein herrichten. Im Sommer vielleicht auch noch regelmäßig die Papierkörbe leeren? Bleiben Schnee und Eis liegen, so dass die Glätte eine Gefahr für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer darstellt, ist die Ordnungsbehörde verpflichtet, die möglichen Verantwortlichen (REB, Stadtwerke oder Hauseigentümer) unverzüglich zur Räumung aufzufordern. Das macht das Ordnungsamt offensichtlich nicht und trägt deshalb nicht zur Beseitigung von Unfallgefahren bei, was es vorrangig machen müsste. Die Busfahrer der Stadtwerke sollten in der Lage sein, wenn sie eine Strecke zweimal abgefahren sind und feststellen, welche Haltestellenbereiche nicht geräumt sind, diese umgehend der Leitstelle zu melden. Dort dürfte auch die Nummer des Ordnungsamtes vorliegen! Handeln also nicht nur die Verantwortlichen für die Schneebeseitigung an den Haltestellen fahrlässig, sondern auch die Stadtwerke und das Ordnungsamt, falls es zu Unfällen kommen sollte?

Damit die Sache auch etwas konkreter wird, nennen W.i.R. neben der bereits genannten Haltestelle am Teo Otto Theater auch die Haltestelle Bökerhöhe in Fahrtrichtung Lennep. Wer zeichnet dafür verantwortlich, dass dort z.B. die ca. 50 Meter zurück bis zur Kreuzung Bökerhöhe vom Schnee befreit werden? Der Anlieger oder evtl. der Landesbetrieb Straßen, als Baulastenträger der B 229? W.i.R. bitten Sie, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Wilding, umgehend für Klarheit zu sorgen und beispielsweise durch eine Pressemitteilung die Verantwortlichkeiten unmissverständlich darzulegen. Eine Beseitigung der höchst gefährlichen Zustände erlaubt keinen Aufschub und Zuständigkeiten sollten öffentlich bekannt gemacht werden. W.i.R. möchten hier ausdrücklich darauf hinweisen, dass W.i.R. generell großen Respekt vor den Leistungen der Busfahrer und der Mitarbeitern der REB haben.
Mit freundlichen Grüßen
gez.
Wieland Gühne                         Hans Gerd Göbert
Fraktionsvorsitzender                SB im Seniorenbeirat

Trackbacks

Waterbölles am : Winterdienst für 24,30 € im Jahr: "Verdammt großes Kino!"

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Der Offene Brief zum ÖPNV in Winterzeiten, den die Wählergemeinschaft W.i.R. am 10. Dezember an Oberbürgermeisterin Beate Wilding gerichtet hatte, kam in der gestrigen Ratssitzung nicht mehr zur Sprache. Zum einen, weil die Verwaltung sich den einzelnen P

Kommentare

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Felix Staratschek am :

Schon vor gut einem Monat habe ich mich an die Stadtwerke Remscheid und die anderen Verkehrsbetriebe der Region gewandt, damit der Service der Verkehrsbetriebe besser wird und Fahrgäste nicht mehr ratlos mit den Winterproblemen konfrontiert werden. Die Busse fielen ja nicht aus, weil alle Straßen unpassierbar waren. Oft sind es nur Teile von Linien, die ausfallen. Für solche Situationen muss es Notregelungen geben. Besser als ein ganz ausgefallener Bus ist ein geänderter Linienweg, z.B. könnten die Busse der Linie 671 Lennep-Radevormwald bei extremer Schneelage am Mollpatz wenden und die Haltestellen in Krebsöge auslassen und nur die B 229 nutzen.

Felix Staratschek am :

Stimmt es, dass die Gelenkbusse im Winter mehr Probleme haben als andere Busse? Wenn ich richtig informiert bin, ist deren Antrieb an der hintersten Achse im Schwenkkörper. Könnte es sinnvoll sein, im Bergischen Land Busse einzusetzen, in denen die mittlere Achse angetrieben ist? Oder wie steht es mit Busanhängern, die man bei Schneelagen einfach weglässt. Dann wird es vielleicht im Bus etwas enger, aber die fahren dann wenigstens. Und Busanhänger können auch im Früh- und Spätverkehr abgehangen werden, während bei Gelenkbussen immer das Schwenkteil mitgeschleppt werden muss, auch wenn die Fahrgastzahlen gar nicht so viele Plätze erfordern. Das reduzierte Gewicht spart Energie. Und wenn an Schneetagen mehr Fahrgäste in kleinerem Raum fahren, bringen die mehr Druck auf die Antriebsachsen.

Klaus Schmidt am :

Gibt es eigentlich Haltestellen 1. und 2. Ordnung? An der Trecknase und in der Borner Str. sind die Haltestellen vorbildlich geräumt, während andere Haltestellen sich hinter großen Schneehaufen verbergen. (An diesen Haltestellen ist mir dies besonders aufgefallen. Das schließt nicht aus, dass es an anderen Haltestellen auch vorbildlich ist). Und wer ist für das Räumen der Haltestellen eigentlich verantwortlich ? Diese Frage wurde bereits früher einmal von Herrn Göbert im Waterboelles gestellt. Aber ich habe nicht gelesen, dass hier eine Antwort erfolgt ist.

Hans Gerd Göbert am :

Hallo Herr Schmidt, die REB haben vor Jahren eine Info herausgegeben, wonach grundsätzlich die Eigentümer der Grundstücke, vor denen sich die Haltestellen befinden, diese vom Schnee befreien müssen. Davor und auch dahinter. Es scheint allerdings für das Ordnungsamt, das bei Zuwiderhandlung für die Ermittlung und das Aussprechen von Bußgeldern zuständig ist, sehr schwierig zu sein, manche Eigentümer zu ermitteln. Am 17.12. habe ich noch einmal eine Anfrage in Bezug auf die seit vier Wochen nicht geräumte Haltestelle Bökerhöhe (Richtung Lennep) gestellt. Ich werde allerdings das Gefühl nicht los, dass niemand weiß, wer der oder die Eigentümer an der B229 sind. Vielleicht ist es ja der Landesbetrieb Strassen oder sogar der Bund als Eigentümer der Bundesstrassen? Sind diese vielleicht von der Räumpflicht befreit? Noch schlimmer ist es aber an anderen Haltestellen und den Ampelübergängen über die Bundesstrassen. Wie etwa im Bereich der Haltestelle Bökerhöhe. Wer dafür die Verantwortung trägt, dass sich Passanten lebensgefährlich verletzen können, sollte sich, der Witterung angepasst, warm anziehen. Ich werde den Verdacht nicht los, dass die Räumpflicht im öffentlichen Bereich lockerer gehandhabt wird als im privaten. Aufgrund der Feiertage konnte man mir verständlicherweise seitens des Ordnungsamtes noch keine Antworten geben. Im neuen Jahr werde ich jedoch nachfragen und vielleicht morgen schon vor Ort entsprechende Beweisfotos machen. Damit man später auch noch weiß, wovon überhaupt gesprochen wurde.

Klaus Schmidt am :

Vielen Dank für Ihren Hinweis, Herr Göbert, aber ich finde es unmöglich, den Anliegern diese Last aufzubürden, nachdem sie an schneefreien Tagen schon den Lärm und den Unrat vor ihrem Haus ertragen müssen. Ich kann gut wettern, denn ich bin nicht von den Schneeräumaufgaben betroffen. Das Schneeräumen ist in meinen Augen alleinige Aufgabe der Stadtwerke, die dafür sorgen müssen, dass ihre Fahrgäste unfallfrei ihre Busse besteigen können. Wenn sie das der zufälligen Bereitschaft der Anwohner oder Zuständigkeiten überlassen, dann sind die zusätzlichen Kosten für absenkbare Busse auch unnötig, wenn ihnen das so egal ist, wie die Fahrgäste in und aus den Bussen kommen.

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