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Mit Ulla Schmidt in Remscheid diskutieren

Keiner anderen Reform wird in dieser Legislaturperiode so hohe Bedeutung beigemessen wie der Gesundheitsreform. Ob eine stärkere Einbindung der privaten Krankenversicherung (PKV), die transparentere Finanzierung der Beiträge oder die Aufrechterhaltung des Leistungskatalogs - gemeinsam mit der zuständigen Bundesministerin und einem hochrangigen Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen möchte die SPD Remscheid die Eckpunkte der Gesundheitsreform 2006 und die aktuellen Änderungen diskutieren. Sie lädt deshalb zu einer Veranstaltung der SPD-Bundestagsfraktion zum Thema "Gesundheitsreform 2006/2007 - Für ein leitungsgerechtes und solidarisches Gesundheitssystem" ein. Sie findet statt am Freitag, 17. November, um 19 Uhr im Vaßbendersaal in Remscheid.

Programm:

19:00 Uhr Begrüßung Jürgen Kucharczyk, MdB
19:10 Uhr Eingangsreferat Ulla Schmidt Bundesministerin für Gesundheit
19:40 Uhr Podiumsdiskussion mit Bundesministerin Ulla Schmidt, Wilfried Jacobs, Vorsitzender des Vorstands der AOK Rheinland, sowie den SPD-Bundestagsabgeordneten Jürgen Kucharczyk undManfred Zöllmer
Moderation: Wolfgang Schreiber, RGA-Chefredakteur
20:50 Uhr Schlusswort Manfred Zöllmer, MdB

gez. Bianca Willamowski, SPD-Unterbezirk

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Kommentare

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Chronist am :

An der Podiumsdiskussion zur Gesundheitsreform hätte Klaus Kreutzer vom gleichnamigen Remscheider Sanitätshaus gerne teilgenommen. Denn die orthopädietechnischen Betriebe und Sanitätshäuser seien davon existenziell betroffen. Das schrieb er Jürgen Kucharczyk: „Die Neuregelungen der Gesundheitsreform … werden dazu führen, dass die Krankenkassen bei Ausschreibungen die Leistungen nur noch auf den jeweiligen Ausschreibungsgewinner konzentrieren und damit alle anderen Betriebe von der Versorgung der Patienten ausgeschlossen sind.“ Dessen Antwort: „Eine Veränderung der Podiumsteilnehmer ist leider nicht möglich. Sie sind jedoch herzlich eingeladen, an der Veranstaltung teilzunehmen.“ Der Waterbölles: Fragen aus dem Plenum sind sicherlich vorgesehen.

Dr. Klee am :

Mit Frau Schmidt und Herrn Jacobs finden sich in Remscheid zwei Akteure ein, die für die Zerschlagung der wohnortnahen fachärztlichen Versorgung mit niedergelassene Ärzten stehen. Beide möchten eine von Patienten geschätzte individuelle Facharztmedizin mit freiem Zugang zu allen modernen Methoden in Diagnostik und Therapie sowie die freie Arztwahl abschaffen. Stattdessen beabsichtigen sie eine Rationierung und staatliche Zuteilungsmedizin in großen "Gesundheitsfabriken", in denen der einzelne Patient zur kostengünstigen Fallpauschale degradiert wird. Weite Wege, lange Wartelisten auch bei schwerwiegenden Erkrankungen sowie die bewußte Verknappung medizinischer Leistungen sollen auf dem Rücken der Patienten zu "Einsparungen" führen. Nicht die beste Therapie, sondern eine für die Krankenkassen preisgünstige Therapie soll dann zum Einsatz kommen. Verkauft wird diese Mogelpackung dann auch noch mit dem Argument einer "verbesserten Qualität", und Masse wird mit Klasse verwechselt. Die wohnortnahe ambulante fachärztliche Versorgung, ohne lange Wartezeiten und mit freiem Zugang zur modernen Medizin, ist ein hohes Gut, um das uns viele Nachbarländer beneiden. Sie sollte bewahrt werden. Dr. Matthias Klee Facharzt für Hämatologie und Onkologie Onkologische Praxis Remscheid

Klaus Kreutzer am :

Das chronisch unterfinanzierte Gesundheitssystem hat aus sich heraus im letzten Jahr eingespart: 20% bei Medikamenten - 18% bei Rehabilitationsmitteln - 41% bei Kuren. Wenn der Staat im Gesundheitswesen den Solidaritätsgedanken über alle „Reformen“ schreibt, dann möge er doch bitte mal durch seine Gesundheitsministerin erklären, warum gerade er sich aus dieser Solidargemeinschaft zurückzieht oder besser nie eingebunden hat. 19% (ab Januar 2007) Mehrwertsteuer auf die meisten Produkte und Dienstleistungen im Gesundheitswesen, die sich der Fiskus in die Tasche packt, sind ein dreister Schlag in das Gesicht der Gemeinschaft. Viele Fragen wurden nicht beantwortet. Dass der Versicherte zukünftig keine freie Wahl des Leistungsanbieters mehr hat oder von einem „Vertragspartner“ versorgt wird, der 100 km oder 200 km entfernt ansässig sein kann, wurde ihm auch verschwiegen.

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