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Viel Gesprächsstoff beim Bürgerempfang Süd

Dass es beim „Bürgerempfang“ der Bezirksvertretung Süd heute Abend im Gemeinde- und Stadtteilzentrum der Evangelischen Johannes-Kirchengemeinde Remscheid an der Eschenstraße auch Bier geben würde, war nur Eingeweihten bekannt. Die CDU-Landtagsabgeordnete Frau Elke Rühl hatte quasi in letzter Minute 50 Liter Bier (vom Fass) gestiftet. War das der Grund, dass Bezirksvorsteher Hans H. Rehbein seine Parteifreundin als erste begrüßte? (;-)) Für Pilstrinker ein durchaus triftiger Grund (;-)). Leer gingen an diesem Abend dafür die Raucher aus: Im neuen Gemeindezentrum, das auch als Bürgerzentrum dient und durchaus häufiger als solcher angenommen werden könnte (wünschte sich der Hausherr, Pfarrer Axel Mersmann), herrscht Rauchverbot; wer sich nicht beherrschen konnte, musste außerhalb des Saales qualmen. Derart innerlich gut angefeuchtet  und ohne dass Rauchschwaden „Durchblick“ verhinderten,  kamen die Bürger schnell mit Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Dezernenten, Fraktionsvorsitzenden und weiteren Kommunalpolitikern ins Gespräch. Dass es in Remscheids Süden genügend Gesprächsstoff gibt, hatte zuvor bereits die Rede des Bezirksvorstehers bewiesen. Der Waterbölles dokumentiert sie nachfolgend:

  • „Der Hauptbahnhof, der ja auch den Südbezirk tangiert, scheint nun endlich auf den richtigen Schienen zu stehen, der erste Spatenstich wurde bereits getan, eine provisorische Brücke ziert die Baustelle. Dass diese Brücke nicht behindertengerecht angelegt wurde, hat bereits zu Irritationen geführt. Ich erwarte, dass hier noch nachgebessert wird.
  • Der so genannte Ahornpark an der Burger Straße wurde fertig gestellt, wobei die Bezeichnung Park" stark überzeichnet: von dem einstmals herrlichen Baumbestand sind nur wenige Fragmente geblieben - und das gegen den ausdrücklichen Willen der Bezirksvertretung.
  • Der Ausbau des Stadtteils Hohenhagen hat uns lange beschäftigt und geht zügig weiter. Die demografische Bewohnerstruktur entspricht allerdings nicht ganz unseren seinerzeitigen Zielvorstellungen.
  • Im Bereich Rosenhügel hat sich eine Menge verändert. Über das Stadtteilbüro besteht ein guter Kontakt zur Bevölkerung dieses Viertels, Stadtteilfeste werden jährlich veranstaltet, Fassaden wurden gestrichen, Garagentore bemalt, Grünanlagen erstellt und Blumen gepflanzt.
  • Es gibt auch eine sehr aktive Anwohnergruppe, die allerdings fast ausschließlich aus deutschen Bewohnern besteht. Das angestrebte Integrationsziel bedarf also noch vieler Mühe.
  • Die Planungen für das Konsumgelände sind abgeschlossen, die Gelder sind zwar bewilligt, aber noch nicht überwiesen. Hier ist also noch etwas Geduld erforderlich.
  • Das Kapitel Überfeld / Mixsiepen ist noch nicht abgeschlossen. Der Transport des Erdaushubs von Überfeld über die Lenneper Straße nach Mixsiepen war mit sehr starken Belastungen für die Anwohner verbunden. An dieser Stelle möchte ich allen danken, die an diesem Projekt beteiligt waren - den Anwohnerinnen und Anwohnern für Ihr Verständnis und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ausführenden Firma, wie auch der Verwaltung dafür, dass die Beeinträchtigung nicht ins wirklich Unerträgliche gegangen sind. Sie war auch so unerträglich genug. Eine Bürgerinitiative hat sich hier ebenfalls sehr engagiert mit eingebracht und versucht, eine Kompromisslösung herbei zu führen, ich denke wenigstens zum Teil auch mit Erfolg für die betroffenen Anwohner. Um das geplante Gewerbegebiet dort vermarkten zu können, bedarf es noch einiger Grundstücks-Zukäufe. Hier laufen aussichtsreiche Verhandlungen. Wann die weitere Aufschüttung erfolgen kann, ist noch nicht absehbar.
  • Die Bebauungs-Planung Sonnenhof wurde unter Beteiligung einer ebenfalls sehr aktiven Bürgergruppe zu einem möglicherweise tragbaren Kompromiss geführt. Die ursprünglich geplante Bebauung konnte dank deren Widerspruchs nahezu halbiert werden.
  • In der Bliedinghauser Straße wurde eine große Seniorenwohnanlage eingerichtet, die bereits erweitert wird. Eine zweite befindet sich derzeit an der Arnoldstraße im Bau.
  • Die Parksituation in der Burger Straße im Bereich des Sana-Klinikums hat zu Beschwerden aus Anwohnerkreisen geführt. Anwohnerparken ist dort kaum noch möglich, weil Dauerparker (dies sind wohl vornehmlich Mitarbeiter des Klinikums) die Parkplätze blockieren. Die vorhandenen Mitarbeiterparkplätze werden, da sie gebührenpflichtig sind, kaum genutzt. Die Ausbauplanung für diesen Straßenabschnitt wurde inzwischen umgesetzt - allerdings offensichtlich noch nicht im Sinne der Anwohner. Deshalb hat die Bezirksvertretung vergangenen Mittwoch der Verwaltung weitere Nachbesserungen zur Prüfung und Ausführung in Auftrag gegeben.
  • Wenn wir nach vorne schauen, steht als nächstes zur Entscheidung an, welcher Investor die Seniorenwohnanlage auf dem Hohenhagen bauen kann. Dies wird sicherlich keine einfache Entscheidung werden.

In unserem Tagesgeschäft befassen wir uns mit weniger spektakulären Dingen: Mit der Einrichtung von Halteverboten, mit Parkzonen, Tempolimits, Bauplanungen, der Erhaltung von Bäumen und Ähnlichem. Es gibt viel zu tun- packen wir's an. Und für die alten Remscheider unter uns:   Hölpernd met, dat Remsched em Süden propper blitt!

Meine Damen und Herren! Wir Bezirksvertreter sind die Basis-Politiker. Auf dieser Ebene tragen wir keine dialektisch gefärbten Scheuklappen! Wir reden miteinander, tauschen Meinungen aus, diskutieren - auch kontrovers - denn wir haben alle die gleichen Zielvorstellungen, nämlich unseren Südbezirk voran zu bringen. Wir alle sind Bürger des Südbezirks! Unsere Aufgabe ist es, gegenteilige Auffassungen miteinander in Einklang bringen, abzuwägen zwischen berechtigten wirtschaftlichen Interessen von Investoren und schutzwürdigen Interessen betroffener Bürger, wobei die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben muss. - Das ist nicht selten eine Gratwanderung.

Daraus folgert: Für eine erfolgreiche Arbeit in der Bezirksvertretung brauchen wir Ihre Unterstützung, Ihre Kritik, Ihre Ideen. Wir brauchen nicht mehr Miesmacher, wir brauchen mehr Mutmacher und mehr Mitmacher. Wir brauchen eine breitere Basis - insbesondere im Hinblick auf die uns verordneten Sparmaßnahmen. Lassen Sie uns gemeinsam für unseren Südbezirk ringen. Lassen Sie uns fair miteinander umgehen - auch mit der Verwaltung.

Ich bitte an dieser Stelle herzlich darum, Verbalattacken - wie wir sie bei so mancher Bürgerbeteiligung in letzter Zeit erlebt haben, zu unterlassen - bei allem Verständnis für Emotionen. Sie sind unnötig. Sie verhärten nur die Fronten und machen es uns, Ihrer Bezirksvertretung, aber auch Ihnen, den betroffenen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, um so schwerer, zu einer gemeinsamen Lösung zu finden.“

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