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"Handlungsempfehlungen prüfen, aber nicht abarbeiten!"

Wo müssen künftige Sportangebote in Remscheid aussehen. Diese Frage wollen Sportfunktionäre und Verwaltung in nächster Zeit in verschiedenen Arbeitskreisen klären. Foto: Lothar KaiserWelchen Weg der Remscheider Sport in den kommenden Jahren nehmen soll, steht in den „Handlungsempfehlungen zur Sportentwicklungsplanung 2011 – 2020“. Sie kamen in einem langwierigen Verfahren zustande.

  • 16. März 2010: Im großen Sitzungssaal des Rathauses (Foto rechts mit Prof. Hübner am Rednerpult) stellt die Verwaltung Vertretern der Sportvereine ein „Moderationsverfahren zur weiteren Umsetzung des Prozesses der Sportentwicklung“ vor. Motto: „Sportentwicklung auch in der Krise“. Bis Juni finden zahlreiche Sitzungen von Arbeitsgruppen statt.

Am vergangenen Donnerstag nun sollte es im Schul- und Sportausschuss weitergehen. Zitat aus der Beschlussvorlage: „Die Verwaltung wird beauftragt, die im Leitfaden „Handlungsempfehlungen“ (…) definierten Themen aufzugreifen, deren Umsetzung … zu prüfen und abzuarbeiten, insbesondere den Neubau einer 2- oder 3fach-Sporthalle in Remscheid-Lennep (…) zu prüfen, den Neubau einer 2- oder 3fach-Sporthalle in Alt-Remscheid (…) zu prüfen, den Ratsbeschluss zur Aufgabe eines Sportplatzes … vorzubereiten. Über den Stand der Umsetzung wird dem Ausschuss für Schule und Sport regelmäßig berichtet.“

Das aber ging den Ausschussmitgliedern zu weit. Sie beließen es bei Prüfaufträgen und strichen aus der Vorlage die Formulierung „Umsetzung … abzuarbeiten“. Denn das könne man leicht als Blankovollmacht verstehen, hatte zuvor Ilona Kunze-Sill (SPD) moniert. Sie wünschte sich stattdessen von der Verwaltung „Beschlussvorlagen zu Einzelpunkten“. Entsprechend fiel der einstimmige Beschluss des Ausschusses aus.

Nachdenklich gestimmt hatte die Ausschussmitglieder zuvor auch Joachim Hartenstein, der stellvertretende Vorsitzende des Sportbundes Remscheid. Bevor Ilona Kunze-Sill ihren Änderungsantrag stellte, hatte Hartenstein zu einigen Positionen der Verwaltungsvorlage Bedenken geäußert. Hierüber zeigten sich Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz und Sportamtsleiter Bernd Fiedler zwar verwundert, schließlich habe im Vorfeld Reinhard Ulbrich, der Vorsitzende des Sportbundes, sein Einverständnis erklärt. Hartenstein bestätigte jedoch lediglich eine „grundsätzliche Zustimmung“. Die sei unter erheblichem Zeitdruck zustande gekommen und schließe nicht aus, dass der Sportbund in Einzelfragen auch eine abweichende Meinung habe. Und die legte er dann dar. Zitat:

  • „Die Untersuchung hat ergeben, dass ein Trend zu kleinen Hallen zu verzeichnen ist. Dennoch werden Dreifachturnhallen ohne Tribünen vorgeschlagen, die nur Schulbedarfe decken. Zugleich wird ein Hallenneubau als unrealistisch erachtet.
  • Die Schlüsselverantwortung der Vereine soll ausgedehnt werden. Allerdings sind Gegenleistungen der Stadt nicht aufgezeigt. Grundsätzlich muss der Sportbund in diese Verhandlungen mit einbezogen werden, da die rechtlichen Konsequenzen für Vereine erheblich sein können.
  • Die Untersuchungsergebnisse zu den Außenanlagen – Aufgabe eines Sportplatzes -  sind überaltert. In Bergisch Born gab es im Untersuchungszeitraum eine Jugendmannschaft - heute sind es 13 plus drei Erwachsenenmannschaften. Da erscheint die Aufgabe eines Sportplatzes als wenig sinnvoll!“

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Waterbölles am : "Neujahrsgespräch": Déjà-vu-Erlebnisse statt Visionen

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Ein Klick auf das Foto oben, und Sie sehen es in einem neuen Fenster in voller Größe. „Bei den Neujahrsgesprächen des RSV wurde heftige Kritik an der Sportpolitik in Remscheid laut“, berichtete die Bergische Morgenpost über das 11. Neujahrsgespräch des S

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Chronist am :

Die Veränderungen, die der Sportausschuss an der Beschlussvorlage der Verwaltung vorgenommen hatte, fehlten gestern im Haupt- und Finanzausschuss. Aber Ilona Kunze-Sill (SPD) hatte sie genau gelesen und monierte das. Die Vorlage wurde daraufhin mit den entsprechenden Änderungen beschlossen.

Chronist am :

Die Sportpauschale in Höhe von 300.000 Euro/Jahr soll – so die Planung der Arbeitsgruppe Sportentwicklung unter Beteiligung der Fraktionen, des Sportbundes und der Sportverwaltung – in den kommenden Jahren für Investitionen in Freisportanlagen genutzt werden. Dies ist auch Ergebnis der beschlossenen Sportentwicklungsplanung. (aus der am 28. Juni vom Rat der Stadt beschlossenen Bildungsinvestitionsplanung 2013 – 2017)

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