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Bahn veranschlagt für Brückensanierung fünf Jahre

Pressemitteilung der Bahn AG

Die Deutsche Bahn AG wird in die Grundsanierung der Müngstener Brücke 30 Millionen Euro investieren. Das gaben heute Vertreter des Unternehmens bei einem Ortstermin mit der Oberbürgermeisterin von Remscheid, Beate Wilding, dem Oberbürgermeister von Solingen, Norbert Feith, sowie Vertretern aus Politik und Wirtschaft bekannt. Schwerpunkte der Arbeiten sind die Erneuerung der Brückenlager sowie ein umfassender Korrosionsschutz. Nach Abschluss der gesamten Sanierung, für die aus heutiger Sicht ein Zeitraum von fünf Jahren veranschlagt wird, soll das 113 Jahre alte denkmalgeschützte Bauwerk dann für weitere 25 bis 30 Jahre dem Personenverkehr zur Verfügung stehen. Zur Frage des Güterverkehrs erklärten die Vertreter der Bahn, dass nach derzeitigen Einschätzungen nicht damit gerechnet werden kann, dass schwere Güterzüge bzw. Dampflokomotiven regelmäßig wieder über die Brücke fahren können. Falls dies gefordert werde, müsse über Alternativen nachgedacht werden, die bis zu einem Neubau der Brücke gehen könnten. Gleichzeitig würde das Sanierungsprogramm dann aber nicht angefangen werden können. Güterzüge werden seit 2010 über Wuppertal-Oberbarmen nach Remscheid geführt. Als Bedarf hat sich etwa ein Zug pro Woche herausgestellt.
Ende November wurde die Müngstener Brücke gesperrt, nachdem klar geworden war, dass Verstärkungsmaßnahmen direkt unterhalb der Schienen durchgeführt werden mussten. Diese Arbeiten, die wegen der schwierigen Witterungsverhältnisse zwischen Anfang Dezember und Anfang Januar für etwa sechs Wochen ruhen mussten, wurden am vergangenen Wochenende abgeschlossen. Die technische Abnahme vor Ort durch unabhängige Prüfer ist mittlerweile erfolgt. Die noch ausstehenden Unterlagen zur Wiederinbetriebnahme der Brücke werden der Aufsichtsbehörde, dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA), kurzfristig vorgelegt. In den kommenden Tagen sollen zudem noch Nachweise zu Temperaturauswirkungen nachgeliefert werden. Das Ingenieurbüro, das von der DB Netz AG im Dezember mit der Berechnung beauftragt worden ist, hat zugesagt, dass die Ergebnisse in dieser Woche vorliegen. DB Netz wird unmittelbar nach Prüfung durch einen vom EBA zugelassenen externen Prüfer die Berechnungen dem Eisenbahn-Bundesamt vorlegen.

Waterbölles: Wann der erste Personenzug wieder über die Müngstener Brücke fahren wird, sagt die Bahn AG in ihrer Pressemiteilung nicht. In fünf Jahren?? Es heißt, die Brücke werde Ende Februar/Anfang März wieder für den Verkehr freigegeben. Der Waterbölles hat eine E-Mail an die Bahn geschrieben, um sich das bestätigen zu lassen. - Rückantwort von Gerd Felser, Pressesprecher der Bahn für Nordrhein-Westfalen, heute um 14.53 Uhr: „Wir müssen die Generalsanierung trennen von den derzeitigen Arbeiten. Mit den Verstärkungsmaßnahmen hoffen wir die Freigabe vom Eisenbahnbundesamt zu bekommen. Gleichwohl muss die Brücke nach 113 Jahren grundsaniert werden. Dies bereiten wir derzeit vor und planen dafür fünf Jahre ein.“

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Waterbölles am : "Müngstener" braucht eine Perspektive über 2040 hinaus

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Pressemitteilung der Linken Ausgehend von den heutigen Erläuterungen zum Stand der Arbeiten an der Müngstener Brücke und den weiteren Planungen durch Beauftragte der DB im „Haus Müngsten“ erklärte für DIE LINKE Ratsfraktion Remscheid deren Vorsitzender

Kommentare

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Felix Staratschek am :

Wirklich nur noch ein Güterzug pro Woche zur Industriestadt Remscheid? Ich dachte, das noch wenigstens täglich Güter per Bahn an- oder abgefahren werden! Früher gab es mal mehrere Güterzugpaare am Tag! Morgens anliefern, nachmittags abholen. Wenn die Güterwagen nach der Beladung erst mal zwölf Stunden bis zum Güterzug am nächsten Tag nur so am Anschlussgleis herumstehen, ist es kein Wunder, wenn fast nur noch der Lkw genommen wird.

Michael Dickel am :

Ist denn schon der 1. April? Für 30 Jahre Personenschienenverkehr 30 Millionen Euro? Die Rombachtalbrücke wurde 1986 für 37 Millionen DM (!) neu gebaut. Sie ist nach der Müngstener die zweithöchste Eisenbahnbrücke, aber noch ein ganzes Stück länger. Hier bei uns kann nur ein versetzter Neubau in Frage kommen, und für die Zwischenzeit sollte die jetzige Sanierung reichen. Wie schnell sind 30 Jahre vorbei, 30 Millionen Euro weg - und dann??? Bitte aufwachen - ist erst der 1. Februar!!

Wolfgang Rau am :

Bei der Bahn besteht immer die Gefahr, dass man ihr auf dem Leim geht. Herr Dickel steigt jetzt auf die wohl von der DB gewünschte und bewußt herbei geführte Diskussion ein: Brauchen wir die Müngstener Brücke um diesen Preis überhaupt?. Da werden die Bürger auf eine Schiene gesetzt und instrumentalisiert, um den Stillegungsbetrieb für die Bahn voranzubringen. Die 30 Jahre, so war der Anmerkung des DB-NRW-Beauftragten zwischen den Zeilen ja auch zu entnehmen, beziehen sich wohl mehr auf die ingenieurwissenschaftliche "Beschränktheit" von Gewährleistungszeiträumen für derartige Bauwerke und nicht auf deren "Lebenserwartung". Weiß natürlich der Normalbürger nicht.

Michael Dickel am :

Hmm, Herr Rau. Eigentlich kann ich ganz gut "zwischen den Zeilen" lesen. Und egal ob Sie nun damit Recht haben oder nicht, würde man also in 30 Jahren die gleiche Diskussion erneut führen müssen. Und wenn Sie zwischen meinen Zeilen irgendwo gelesen haben, ich sei für die Abschaffung der Brücke, dann ist es mit Ihren Vermutungen nicht weit her. Selbstverständlich bin ich für eine Brücke und für den Schienenverkehr, der sicher auch eine Renaissance erleben wird, wenn die Rohstoffe knapper und unbezahlbar werden.

Hans Gerd Göbert am :

Hallo Herr Dickel, ganz im Gegensatz zu Ihren sonstigen Kommentaren verstehe ich hier auch nicht ganz, was Sie nun eigentlich bevorzugen. In 30 Jahren mit einem versetzten Neubau beginnen und so lange die 30 Mio. in den Erhalt der alten Brücke investieren? Zeitlich versetzt also oder seitlich versetzt? Sofort mit einem Neubau neben der Brücke beginnend und nach dessen Fertigstellung die Alte durch chinesische Schrotthändler abholen lassen? Unabhängig davon, dass man ein Denkmal nicht so einfach entfernen kann, stellt sich auch die Frage, welche Folgen das für den Tourismus in der Region haben würde, wenn eine der Hauptattraktionen weg wäre. Die kämen bestimmt nicht nach RS, um sich den ca.2,5 Mio teuren Nordsteg anzusehen. Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Aspekt wäre das durch die EU geschützte FFH-Gebiet Wupperberge. Das würde doch in dem gesamten Bereich Müngsten nachhaltig zerstört, denn solch ein neues Brückenbauwerk setzt man nicht so einfach ohne riesige Erdbewegungen mit allen anderen Nebenwirkungen in die Landschaft. Was mich furchtbar ärgert ist, mit welcher Unverhältnismäßigkeit die Bahn Kosten angeht. So könnte man für die sich abzeichnenden Kosten in Stuttgart und Umgebung ca. 450! Müngstener Brücken sanieren. Oder noch etwas anderes - Bei dem schweren Unglück in Sachsen-Anhalt war die Rede davon, dass eine Sicherheitseinrichtung für ca. 1,5 Mio den Frontalzusammenstoß zweier Züge verhindern könnte. Für S 21 könnte die Bahn stattdessen auch 9.250 Einrichtungen in die Sicherheit ihrer Fahrgäste inve- stieren. Da stimmen die Verhältnisse einfach nicht mehr. Na klar, im Tal der Wupper soll natürlich auch nicht die Magistrale Paris-Bratislava verkehren. In einem stimme ich Ihnen allerdings zu. Wenn technisch gar nichts mehr geht, dann werden wir uns von der Müngstener Brücke verabschieden müssen. Jedoch mit allen oben bereits angedeuteten Konsequenzen.

Wolfgang Rau am :

Klar, Herr Dickel, wir brauchen die Brücke! Was anderes war Ihrem ersten Kommentar ja auch nicht zu entnehmen. Nur das ist nicht die Diskussion der Bahn - sind dies doch nur schnöde kommunale Belange. Und die kann man doch über die populistische Kostendiskussion versuchen auszuhebeln. Kosten kann man nach Bedarf hochrechnen oder runterrechen (Stgt21) - ganz wie es dem Bahnmanagement beliebt. Dies deutlich zu machen, darum ging's mir. Es mehdornt immer noch.

Felix Staratschek am :

"Die Wahn-AG" heißt ein Artikel in der aktuellen ZEIT, den man auch über www.ecosia.org oder Google finden kann. In Nordbayern/ bayerisch Thüringen, nahe Coburg und in Thüringen stehen die "Sodabrücken". Die heißen, so, weil die nur so da stehen. Sie sind gebaut, um ICE mit 300 Stundenkilometern auszuhalten, die älteste ist bereits zehn Jahre alt, doch es ist fraglich, ob jemals ein ICE diese Brücken nutzen wird. Vielleicht werden da mal Deutschlands teuerste Radwege drauf gebaut. Aber, mit dem Geld, was da verbraten wurde und weiter verbraten werden soll, könnte man das Bergische Land mit mehreren Müngstener Brücken beglücken! Sehr lesenwert und Informativ! Politiker sollten sich die aktuelle ZEIT am Kiosk besorgen und künftig den Vertretern der Bahn vorlegen, wenn es um die Eisenbahn in Remscheid geht. Denn auch ohne Müngstener Brücke geht die Bahn bald über die Wupper, wenn diese (mit Unterstützung vieler Politiker!) weiterhin ihr knappes Geld für solchen Wahnsinn verschwendet!

Gerda Spaan am :

Die D-Bahn hat meines Erachtens zunächst die Pflichtaufgabe, die Infrastruktur in unserem Land nicht nur intakt zu halten, sondern auch deren Entwicklung zu befördern. Wieso bezahlen wir diese mit unseren Geldern - dieses geben Bund und Land ja in Milliardenbeträgen an die Bahn. Das fällt ja nicht vom Himmel, sondern kommt komplett aus unseren Taschen. Wir brauchen in Remscheid - mit unserer kommunalen Infrastruktur - nicht nur die Güterbeförderung über die Müngstener Brücke. Wir brauchen auch endlich den S-Bahn-Anschluss nach Köln. Wir brauchen für die Firmen in Remscheid ein attraktives Logistikkonzept - wer kennt nicht die täglichen Staumeldungen über Remscheid/Wermelskirchen. Die gehören seit über 20 Jahren - die wohne ich hier - zu meinen morgendlichen Nachrichten. Wenn ich mich recht erinnere, hat HaZet in Remscheid vor etwa 20 Jahren - so hat man mir erzählt - mehr als 150 Frauenarbeitsplätze abbauen müssen; man konnte den Betrieb in Güldenwerth nicht erweitern. Man bekam nicht den gewünschten Bahnanschluss - obwohl die Gleise doch vor der Türe liegen! Verstehe das wer will. Für mich ist das Ignoranz und Arroganz total. Und so geht es immer weiter. Jetzt wird die Müngstener Brücke renoviert, weil eine Touristenattraktion" Wo sind den die Touristen in Remscheid? Wer glaubt denn sowas? Es wäre Zeit, vielleicht einmal zu überlegen, wer der DB sagt, was sie zu tun und zu lassen hat - in unserem Interesse. Wenn Stuttgart 21 noch nicht reicht - das Versenken von fast 7,5 Milliarden € in die Bedeutungslosigkeit - der kann nicht nur nicht mit Geld umgehen. Dem sind auch Prestigeprojekte, mit denen Fürsten sich in der Vergangenheit ein Denkmal zu setzen pflegten, heute immer noch das Wichtigste. Diese Leute und diese Politik sind eben von Vor-Vor-Gestern. Sowas ist heute nicht mehr brauchbar. Schon gar nicht mehr akzeptabel. Es entspricht allerdings der Verschwendungssucht - wie diese bei "Fürsten" eben üblich war. Mit uns hat das heute nichts mehr zu tun!? Wo bleibt denn unser Geld? Es geht doch wohl nicht dahin, wo wir es bräuchten.

Chronist am :

Dass Güterzüge die Müngstener Brücke für längere Zeit nicht befahren dürfen, sondern einen Umweg über Wuppertal machen müssen, hat der Remscheider Unternehmer Manfred Diederichs (Fa. Dirostahl) gegenüber dem WDR kritisiert. Zitat: „Man kann sich nur wundern, wenn man hört, dass seit 1962 nichts mehr an der Erhaltung der Brücke getan worden ist; das sind rund 50 Jahre. Das würde ja kein normaler Unternehmer machen, der eine Maschine jeden Tag braucht und auf diese Maschine angewiesen ist. (…) Das ist für normale Leute überhaupt nicht vorstellbar.“

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