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Neue Einblicke in die Bergische Kulturland­schaft

Die Stadt Remscheid hat bei der Bezirksregierung Düsseldorf für die Jahre 2007 bis 2009  Fördermittel zur Umsetzung der Landschaftspläne Remscheid-Gelpe, Remscheid-West und Remscheid-Ost beantragt. Zu den Gesamtkosten der diversen Naturschutzmaßnahmen in Höhe von knapp 133.400 € erhofft sich die Stadt an Landesmitteln rund 106.700 € gleich 80 Prozent. Modellcharakter hat das Projekt „Naturerlebnis Grund".

Seit dem Jahr 2003 werden im Rahmen der Remscheider Landschaftspläne in regelmäßigen Abständen schutzwürdige Lebensräume von Pflanzen und Tieren gepflegt. Diese Pflege hat sich bewährt und soll fortgesetzt werden. Während in den ersten Förderjahren die Pflege verbrachender, oft isolierter Einzelflächen im Vordergrund stand, sollen künftig Biotopkomplexe optimiert werden, vor allem in Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU). Ziel ist dabei,  überle­bensfähige, untereinander „in Kontakt stehende“ Flächen mit lokal seltenen Pflanzenarten zu erhalten. Darunter fallen Feucht- und Magerwiesen, Fels-, Block- und Schutthalden, xerotherme Standorten (.d.h. mit Pflanzen, die an ein Großklima  mit lang anhaltender Hitze und Trockenheit angepasst sind) , Heiden und Naturdenkmale wie zum Beispiel Berghecken auf dem Hohenhagen.

Im Nordwesten von Remscheid hat die Untere Landschaftsbehörde (ULB) in den vergangenen drei Jahren auf der Basis des Landschaftsplanes Remscheid-Gelpe Schutzgebiete ausgewiesen und so den Erhalt und die Entwicklung von Natur und Landschaft sichergestellt. Das Landschafts­schutzgebiet erstreckt sich nahezu flächendeckend zwischen den Hofschaften Westen, Grund und Spelsberg. Besonders schützenswerte Bereiche sind als Naturschutzgebiet ausgewiesen: Südlich von Westen liegt das Naturschutzgebiet „Westener und Platzer Siefen", die Ortslage Grund ist umgeben vom „Grunder und Oelingrather Bachtal". Unterstrichen wird die naturschutzräumliche Gesamtsituation vom FFH-Gebiet Gelpe-Saalbach im Nordwesten Remscheids.

Die Idee beim Projekt „Naturerlebnis Grund": Vorhandene Wanderwege sollen ausgebaut und so miteinander verknüpft werden, dass der Wanderer unterschiedliche Lebensräume der Natur kennen lernt und ihm eine intensive und detaillierte Betrachtung von Natur und Landschaft möglich ist. Die Stadt wolle vielfältige Einblicke in die Bergische Kulturland­schaft vermitteln, Anreize geben „für ein neues Landschaftserleben sowie für eine neue Wahrnehmung und Wertschätzung für die Besonderheiten des Natur- und Landschaftsraumes“, heißt es in einer Vorlage, die mehrere Ratsausschüsse durchlaufen hat.

Im Einzelnen sollen die Wanderer auf dem neuen Rundwanderweg folgende natürliche Lebensräume bzw. Schutzmaßnahmen kennen lernen, über die jeweils Schilder informieren sollen:

  • Streuobstwiese mit extensiver Nutzung durch Grünlandmahd
  • Totholzprogramm im Wald
  • Schafbeweidung auf Steilhängen mit Neophyten (gebietsfremden Pflanzen), Adlerfarnbekämpfung mit Mulchmäher
  • Renaturierung von Adlerfarnbrache unter Hochspannungstrassen durch Abschieben von Oberboden bzw. durch Feuer
  • extensive Grünlandnutzung durch Pferdebeweidung
  • Bauerngarten-Nutzung als dörfliche Gemeinschaftsaufgabe
  • Naturdenkmal „Größtes zusammenhängendes Heckensystem Remscheids"
  • Anlage von Streuobstwiesen durch private Initiative
  • Anlage von Hecken auf landwirtschaftlichen Flächen
  • Bachrenaturierung in Verbindung mit Amphibien-Laichgewässern
  • Kleingewässer in historischen Parkanlagen
  • Entstehung einer Extensivwiese in einer ehemaligen Fichtenmonokultur
  • Pflege von Naturdenkmalen (historische Hohlwege)
  • Schafbeweidung in Bachtälern mit Naturschutzstatus.

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