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Töpferschule in Goldenbergshammer nur ein Jahr

Goldenbergshammer I und II. Foto: HIZ HückeswagenDer Goldenbergshammer ist von der Ortschaft Dörpmühle aus in zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Er hat auch eine bewegte Vergangenheit. Schon weit vor 1714 stehen in der Lüdorfer Honschaft am Busenberg eine Walkmühle und eine Ölmühle.  Am 7. Dezember 1714 entrichtete Peter Brass als Eingesessener von Hückeswagen je einen halben Goldgulden für die Frucht- und Ölmühle. 1714 baute er sie zu Eisenhämmern um. 1738 werden sie abermals von Peter und Peter-Wilhelm Brass umgebaut zu Reckhämmern mit Steinkohlenbetrieb. Sie bekommen dafür am 12.7.1737 die Konzession. 1804 sind die Reckhämmer noch in Betrieb, allerdings seit dem Tode von Peter Wilhelm Brass 1761 in der Hand von Johann Goldenberg. Bis 1831 sind die Hämmer nebst Teich einem Peter Caspar Goldenberg zugeschrieben, um dann einem Friedrich Müller und Peter Fuhrmann verkauft zu werden.  1832 stehen in Goldenbergshammer zwei Wohngebäude, zwei Fabrik- bzw. Mühlenanlagen und vier landwirtschaftliche Gebäude.  1835 sind im Wasserkataster der Ober-Goldenbergshammer als Reckhammer mit zwei oberschlächtigen Wasserrädern und der Unter-Goldenbergshammer als Reckhammer mit ebenfalls zwei oberschlächtigen Wasserrädern aufgeführt. Am 11. Juni 1838 überträgt Peter Fuhrmann alle Besitztümer auf Friedrich Müller zu Busenberg. Dieser erhielt am 10.3.1840 die Erlaubnis, den Damm auf seiner Wiese aufzufüllen, um auch das Wasser des Langenbachs in seinen Teich zu leiten.

Goldenbergs Hammer 1918. Repro: HIZ Hückeswagen

Am 28. August 1876 übertragen Friedrich Müller jun., Richard und Hermann Müller den gesamten Besitz auf Hubert Sauer zu Goldenberg. Dieser erhält am 13.5.1877 die Erlaubnis, seine Farbholz- und Knochenmühle in eine Fruchtmahlmühle mit Knochenstampfwerk umzubauen. Am 20. Oktober 1880 übertragt Hubert Sauer das gesamte Anwesen auf Wilhelm Eickhoff und Ehefrau Wilhelmina geb. Jung zu Oeckinghausen, Amt Halver. Um 1905 sucht Wilhelm Eickhoff Müller und Bäcker, um den Betrieb weiterzuführen.

Von 1905 bis 1915 pachtete Baldrian Guzzo einen Teil der Mühle, die er in ein Restaurant umgebaut hatte. 1913 wird das Anwesen versteigert.  Neuer Eigentümer der Knochenmühle wird 1916 Adolf Eickhoff (Müller und Gastwirt). Er erhält 1925 die Konzession zum Betrieb einer Gaststätte.  Diese floriert mit ihren Außenanlagen sehr gut, doch 1943 brennt das Haus mit den Gasträumen bei einem Luftangriff mit Brandbomben  völlig aus. In der Ruine errichtet das Krankenhaus Bergisch-Born 1944 ein provisorisches Büro. Erst 1952 liest man von dem Nachfolger Siegfried Eickhoff, er habe alles wieder aufgebaut. Alice Eickhoff verwaltet nach dem Tode ihres Mannes Siegfried das Anwesen. 1969 ist als neue Eigentumerin Sigrid Thurn geb. Eickhoff eingetragen. Der Verkauf an Karl und Ortrud Walter aus Leverkusen  1972 ist mit der Auflage verbunden, keine Umbauten vorzunehmen. Im Juni 1976 zieht die Töpferschule von Hans Eberhard und Ulrike Platte ein; sie hält sich bis 1977. Im Februar 1977 richtet der  Gastwirt und Antiquitätenhandler Arnold Bemke ein uriges Restaurant ein, das sich aber nur bis 1981 hält. Seit 1984 ist der Goldenbergshammer wieder bewohnt. (Aus: Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid. Herausgegeben von Günther Schmidt, Band 5 - Vom Blombach bis Eschbach)

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