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Warten auf Landeszuschuss und ehrenamtliche Helfer

Gernot Tödt (links) und Museumsleiter Urs Diederichs (rechts). Archivfoto: Lothar Kaiser

Keine Lösung für Personalprobleme in Archiv und Museen“, titelte der Waterbölles am 2. Februar. Und könnte heute die gleiche Überschrift noch einmal wählen. Denn da die Arbeitsverträge für 400-Euro-Kräfte im Archiv und im Museum auslaufen, wird Museumsleiter Dr. Urs Diederichs wohl nichts anderes übrig bleiben, als im April das Heimatmuseum „Haus Cleff“ an den Wochenenden geschlossen zu halten. Es sei denn, bis dahin fänden sich noch interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bereit wären, samstags und/oder sonntags den Aufsichtsdienst zu übernehmen. „Bis heute hat sich noch niemand gefunden“, so Diederichs auf Nachfrage des Waterbölles. Damit ist absehbar: Ab April wird „Haus Cleff“, eines der schönsten Rokkoko-Bürgerhäuser des Bergischen Landes, nur noch werktags (dienstags bis freitags) zu besichtigen sein.

Dass „Haus Cleff“ saniert werden muss, ist seit der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 31. August 2010 bekannt. Damals berichtete Architekt Achim Wolf, die Brandmeldeanlage müsse erweitert und eine Rufanlage eingebaut werden. Ob Balken ersetzt werden müssen, wird sich erst zeigen, sobald man Wände und Böden geöffnet hat. Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements, sprach damals von einem „mittleren sechsstelligen Betrag“, den die Sanierung des Gebäudes kosten werde. Inzwischen steht die konkrete Summe fest: Im Instandhaltungsetat des Gebäudemanagements sind 400.000 Euro an Gesamtkosten eingeplant. 150.000 Euro davon erhofft sich die Stadt vom Land. Der Antrag auf Denkmalförderung ist gestellt, aber noch nicht genehmigt. Judt: „Ich rechne frühestens im Sommer mit dem Zuschuss!“ Aber der historischen Türen – sie sind nicht brandschutzgerecht – soll sich ein Handwerker schon vorher annehmen. Insgesamt wird sich die Instandsetzung des Hauses über zwei Jahre hinziehen.

„Haus Cleff“, Teil des Historischen Zentrums der Stadt Remscheid, zeigt großbürgerliche Wohnkultur vergangener Tage und beherbergt neben der „Sammlung Gerd Arntz“ auch einige Bilder und Drucke des bekannten Malers Johann Peter Hasenclever. Den größten Wert stellt allerdings das Haus selbst dar. Könnte es für die finanzschwache Stadt überlegenswert sein, das Haus einem Förderverein anzuvertrauen? Beim Steffenshammer ist man diesen Weg gegangen. Mit Erfolg. Doch der kleine Kotten im Morsbachtal ist mit dem prächtigen Doppelhaus nicht zu vergleichen, das 1778/79 erbaut wurde und während der napoleonischen Ära zeitweise auch als Rathaus der neu geschaffenen Municipalität Remscheid diente.

Gut, dass hinter dem Deutschen Werkzeugmuseum gleich neben „Haus Cleff“ der von Gernot Tödt geführte „Förderkreis Deutsches Werkzeugmuseum“ steht. Dieser unterstützt die Museumsarbeit nicht nur ideell, sondern auch materiell. Und ist damit „gut ausgelastet“, so Tödt. Die Ausweitung der Förderung auf das Heimatmuseum sei zwar einmal diskutiert, dann aber nicht weiter verfolgt worden. Sollten sich Bürgerinnen und Bürger finden, die für „Haus Cleff“ einen eigenen Förderverein gründen wollten, sei er gerne bereit, ihnen bei der Ausarbeitung einer Satzung behilflich zu sein. Und auch Urs Diederichs könnte sich einen solchen Verein gut vorstellen. Auf lange Sicht. Derzeit wäre er schon froh, bis April einige ehrenamtliche Mitarbeiter für den Aufsichtsdienst am Wochenende zu bekommen…

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Waterbölles am : Neue Tür für Haus Cleff, und schon Risse in Holz und Farbe

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Der Landschaftsverband Rheinland hatte der Stadt Hoffnungen auf Zuschüsse zur Sanierung von „Haus Cleff“ gemacht. Doch gestern hatte Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, eine schlechte Nachricht für die Mitglieder des Kulturausschusses: „

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Stadt Remscheid am :

Benötigt werden interessierte Bürgerinnen und Bürger, die an Wochenenden ein paar Stunden Zeit haben, und zwar samstags von 9 bis 13 Uhr, 14 bis 17 Uhr oder sonntags von 10 bis 13 Uhr. Neben der Aufsichtstätigkeit sollen diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach entsprechender Einführung auch in der Lage sein, die Besucher über das Museum und seine historischen Inhalte zu informieren. Wer Lust hat, am Wochenende ein paar Stunden zwischen Kunst, Mobiliar und Zinngerät zu verbringen, wird gebeten, sich mit dem Historischen Zentrum der Stadt Remscheid in Verbindung zu setzen: „Haus Cleff“, Cleffstr. 2 - 4, 42855 Remscheid-Hasten, Rufnummer (0 21 91) 16 - 25 19. (Pressemitteilung)

Stadt Remscheid am :

Das Deutsche Werkzeugmuseum und das Museum Haus Cleff, Cleffstr. 2-6, bleiben am Karfreitag, 22. April, und am Ostermontag, 25. April, geschlossen. Geöffnet sind beide Museen am Samstag, 23. April, von 11 bis 16 Uhr sowie am Ostersonntag, 24. April, von 11 bis 16 Uhr.

Chronist am :

„Ich rechne frühestens im Sommer mit dem Zuschuss des Landes,“ sagte Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, im März auf Nachfrage des Waterbölles. Doch inzwischen scheint klar zu sein: Die Instandsetzung von "Haus Cleff" wird in diesem Jahr wohl doch noch nicht beginnen. denn das Land entscheiden aller Voraussicht nach erst im nächsten Jahr über den Förderanntrag der Stadt. Bis dahin könnten die Maßnahmen ohne Konsequenzen zurückgestellt werden, so Judt.

Stadt Remscheid am :

Auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Urlaub. Deshalb bleibt das Museum „Haus Cleff“ am morgigen Samstag geschlossen. Am Sonntag öffnet es aber von 11 bis 16 Uhr. Die Schließung betrifft nicht das Deutsche Werkzeugmuseum. Es kann an beiden Tagen wie gewohnt von 11 bis 16 Uhr besucht werden. Um das „Haus Cleff“ generell an den Wochenenden öffnen zu können, sucht das Historische Zentrum nach wie vor Interessierte, die das bestehende Team ehrenamtlich unterstützen möchten - so beispielsweise als Aufsichtsperson und Ansprechpartner/Ansprechpartnerin für die Museumsgäste an Samstagen oder Sonntagen. Wer hieran Interesse hat, ist herzlich dazu eingeladen, sich unter der Rufnummer (0 21 91) 16 - 25 19 oder per E-Mail unter werkzeugmuseum-hiz@remscheid.de zu informieren.

Stadt Remscheid am :

Am kommenden Sonntag, 21. August, bleibt das „Haus Cleff“ geschlossen. Wegen der Urlaubszeit stehen an diesem Tag keine ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Besucherbetreuung zur Verfügung.

Stadt Remscheid am :

Da am kommenden Sonntag, 1. April, ehrenamtliche Mitarbeiter für die Begleitung der Museumsbesucher fehlen, muss das "Haus Cleff" geschlossen bleiben. Davon unberührt bleibt das Deutsche Werkzeugmuseum; es ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet.

Stadt Remscheid am :

Da am kommenden Samstag, 21. April, ehrenamtliche Mitarbeiter für die Begleitung der Museumsbesucher fehlen, muss das "Haus Cleff" (früher "Heimatmuseum") leider geschlossen bleiben. Davon unberührt bleibt das Deutsche Werkzeugmuseum – es ist von 11 bis 16 Uhr geöffnet. Das Historische Zentrum sucht weiterhin Personen, die bereit sind, insbesondere an Wochenenden gelegentlich als Aufsicht und Ansprechpartner für die Besucher ehrenamtlich tätig zu sein. Interessierte werden gebeten, sich unter der Rufnummer (0 21 91) 16 - 25 19 an das Historische Zentrum der Stadt Remscheid zu wenden.

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