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Unfall im Tunnel gefährdet Standsicherheit des Nordstegs

Foto: Lothar KaiserHeute gegen 16.35 Uhr stieß ein Pkw im Fahrzeugtunnel unter dem Willy-Brandt-Platz gegen die Stützträger der in Bau befindlichen Fußgängerbrücke (sog. Nordsteg). Bei Prüfung des Hilfsgerüstes stellten Statiker und Baufachleute fest: Die Konstruktion muss ersetzt werden, weil sonst ein gefahrloses Unterqueren des noch unfertigen Nordsteges für Fußgänger und Fahrzeuge nicht gewährleistet ist. Bis dahin muss der Bereich unterhalb der neuen Fußgängerbrücke Brücke komplett gesperrt bleiben. Der von Solingen kommende Pkw-Verkehr auf der Bundesstraße 229 wird über die Bahnhofsumfahrt (durch Umkehrung der Einbahnstraßenregelung) abgeleitet, der Lkw-Verkehr über Weststraße und Presover Straße. Der von Lennep kommende Verkehr wird über die  Bismarck- und Blumenstraße umgeleitet.  Die Ampelanlage des Kreisverkehres Willy-Brandt-Platz bleibt auf gelbes Blinklicht gestellt, die Verbindung aus dem Kreisverkehr von der Freiheitstraße zur Wansbeckstraße gesperrt; ein Abbiegen aus der Bismarckstraße in die Wansbeckstraße ist nicht mehr möglich. Die Fußgänger werden gebeten, den Bereich der Brücke über den Bahnhofsvorplatz und den Bahnhofsgarten zu umgehen. Die Sperrung ist für die Dauer der nunmehr beginnenden Sicherungs- und Ersatzbaumaßnahmen erforderlich. Über den weiteren Verlauf wird weiter informiert. (nach einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid)
Ersten Ermittlungen zufolge fuhr ein 26-jähriger BMW-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit in den Tunnel, wo er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und gegen die Betonwand prallte. Anschließend rutschte der Pkw weiter und stieß gegen die Stützträger der im Bau befindlichen Fußgängerbrücke. Der 26-jährige Remscheider, der sich laut Zeugen zuvor ein Rennen mit einem anderen befreundeten BMW-Fahrer (22 Jahre) geliefert haben soll, wurde leicht verletzt und ambulant im Krankenhaus behandelt. (nach einer Pressemitteilung der Polizei)

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Stadt Remscheid am :

Der Nordsteg ist bis auf das letzte von fünf Bauteilen fertig gestellt. Das nördliche Hauptbüschelstützenfundament ist noch nicht installiert. Da der endgültige feste Aufleger auf der Nordseite noch nicht vorhanden ist, halten derzeit drei provisorische Stützböcke die Konstruktion solange, bis von den Hauptbüschelstützen auch die Zugstangen an den Querrohren befestigt und angezogen sind (das Bauwerk also fertig ist). Erst hiernach können die provisorischen Stützböcke entfernt werden. Die Stützböcke sind auf maximale Lasten für das Auflegen des jeweiligen Bauteils (insgesamt also fünf Teile) ausgelegt. Welche Last nun derzeit auf dem defekten Stützbock anliegt ist weder in der Statik des endgültigen Bauwerks noch für den momentanen Zwischenzustand genau bekannt. Klar ist nur dass, die momentan anliegende Kraft geringer ist, als im Montagezustand (also dem Maximalzustand des zu bemessenden Stützbocks) und insofern keiner weiteren Nachrechnung erforderlich machte. Da durch den Fahrzeugeinschlag in die Stützkonstruktion nicht nur die erste der Stützen vollständig durchtrennt wurde, sondern auch gut die Hälfte der Stützenfüße eine Verformung aufweisen, kann die Restlastübertragung nicht durch Inaugenscheinnahme abgeschätzt werden. Welche Schädigung sich in den Stützenfüßen eingestellt hat, ist nicht zu erkennen und lässt sich deshalb auch nicht sicher einschätzen. Durch den gestern Abend anwesenden Statiker und die verantwortlichen Fachkräfte des städtischen Fachdienstes für Straßen- und Brückenbau konnte ein Versagen der beschädigten Konstruktion nicht ausgeschlossen werden, so dass der Bereich rund um das Bauwerk vorerst abgesperrt bleiben muss. Eine Lastveränderung ist aufgrund von Wind und Temperatur nicht auszuschließen, aus diesem Grunde wird das Bauwerk auch kontinuierlich kontrolliert. An der Ersatzbeschaffung einer Lastkonstruktion wird derzeit gearbeitet. Es ist nach jetzigem Sachstand beabsichtigt, die Ersatzkonstruktion in unmittelbarer Nähe des beschädigten Stützbocks aufzustellen um anschließend den beschädigten Stützbock, der wahrscheinlich unter Spannung steht, abzubauen und wieder zu ersetzten. Diese Arbeiten werden voraussichtlich am Montag beginnen können. Eine Schädigung der Stahlkonstruktion durch schweißtechnische Untersuchung der vorhandenen Schweißnähte wird in Erwägung gezogen. Der Energieeintrag in die statische Konstruktion führte -Augenzeugen zu Folge - zu einer Schwingung des Bauwerks, die überprüft werden muss. Derzeit kann noch nicht gesagt werden, wann die Sperrung der Freiheitstraße im Bereich des Nordsteges wieder aufgehoben werden kann. Die Mitarbeiter des Fachdienstes Straßen- und Brückenbau haben bis in die frühen Morgenstunden die erforderlichen Absperrungen und Beschilderungen rund um den Willy-Brandt-Platz angebracht, um allen Verkehrsteilnehmern die Orientierung in dieser besonderen Verkehrssituation zu erleichtern. Oberbürgermeisterin Beate Wilding dankte heute den Einsatzkräften der Feuerwehr und der Polizei sowie den Mitarbeitern des städtischen Straßen- und Brückenbaus für ihre hervorragende Arbeit, die binnen kürzester Zeit dafür sorgte, dass der Verkehr ohne große Stauungen umgeleitet werden konnte. "Die Stadtverwaltung wird nun gemeinsam mit Gutachtern den entstandenen Sachschaden ermitteln. Heute können wir hierzu noch keine Aussage treffen, da weitere Untersuchungen am Bauwerk ausstehen. In jedem Fall wird die Stadt Remscheid, die Schadenssumme und die Kosten des gestrigen Einsatzes dem Unfallverursacher in Rechnung stellen", erklärte Wilding heute. (aus Pressemitteilung)

Stadt Remscheid am :

Um den auf der B 229 durchgehenden Verkehr, der in einer Größenordnung von rund 20.000 Fahrzeugen pro Tag aktuell nicht mehr durch den Tunnel, sondern über die Umleitung Bismarckstraße - Markt - Blumenstraße zur Freiheitstraße fließt, weitgehend flüssig zu halten, wurde außerdem die gesamte Lichtsignalanlage am Willy-Brandt-Platz abgeschaltet. Als Ergebnis einer gemeinsamen Ortsbegehung von Vertretern des Straßenverkehrsamts, des Tiefbauamts und der Polizei am heutigen Vormittag ist jetzt die Zufahrt in den Kreisverkehr „Willy-Brandt-Platz“ auf jeweils eine Fahrspur in mehreren Fahrbeziehungen reduziert. Das bedeutet: · Von der Neuenkamper Straße darf geradeaus in den Kreisverkehr nur die rechte Spur befahren werden. · Von der Neuenkamper Straße als Rechtsabbieger darf in die Nordstraße/Wansbeckstraße nur die linke Fahrspur befahren werden. · Von der Nordstraße/Wansbeckstraße darf in den Kreisverkehr nur die linke der drei Fahrspuren befahren werden. Zusätzlich wird für den gesamten Knotenpunkt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km pro Stunde festgesetzt. Grund für diese veränderte Verkehrsregelung ist, dass wegen der Abschaltung der Ampelanlage eine erhöhte Gefährdung insbesondere für die Fußgänger bestand, die ohne Ampelsignale zwei oder drei stark befahrene Fahrspuren überqueren müssen. Außerdem mussten für die Fahrzeuge, die in den Kreisverkehr einbiegen, eindeutige Situationen und klare Sichtbeziehungen hergestellt werden. Wegen der neuen Verkehrsregelung zu Gunsten der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer - Fahrzeugführer wie Fußgänger - ist mit erheblichen Rückstaus in der Wansbeckstraße und in der Nordstraße als Zulaufstrecken zum Knoten „Willy-Brandt-Platz“ zu rechnen. Die Alternative - die Wiedereinschaltung der Ampelanlage - ist kurzfristig nicht realisierbar, da die Grünzeiten im Signalzeitenprogramm für den Verkehr, der aus der Neuenkamper Straße in den Kreisverkehr einfährt, für die jetzt dort fließenden Verkehrsströme zu kurz bemessen sind. Eine Änderung des Singalzeitenprogramms wird bereits geprüft. Hierzu benötigt die beauftragte Fachfirma jedoch mehrere Tage. (Pressemitteilung)

Stadt Remscheid am :

Nachdem heute Morgen in einer erfolgreichen Aktion die Spannung im Bauwerk Nord-Steg gelöst werden konnte, wird die B 229 im Verlauf des heutigen Abends für den Verkehr wieder freigegeben. Der Nord-Steg wurde heute gegen 10.15 Uhr am äußeren Ende mit zwei Autokränen um einige Millimeter angehoben. Wie erhofft, löste sich hierdurch die Spannung im Bauwerk – mit einem leichten Wackeln der fünf Behelfsstützen sogar mit bloßem Auge zu erkennen. Das Bauteil Steg Nord liegt jetzt spannungsfrei und im Laufe des heutigen Abends - wahrscheinlich bis in die späten Abendstunden hinein – können die eingerichteten Sperrungen aufgehoben, aufgestellte Baken abgebaut und die abgestellte Ampelanlage wieder eingeschaltet werden. Über die Rückverlegung ihrer von der Sperrung betroffenen Bushaltestelle informieren die Stadtwerke Remscheid wie gewohnt durch Aushang an den Haltestellen. (Pressemitteilung)

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