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Die 1950-er in RS: Theaterneubau ließ auf sich warten

Fotos: Alfred Lambeck Wie große Teile der Stadt, so sank im Sommer 1943 auch das alte Stadttheater an der Brüderstraße – hier ein Blick von der Bühne auf den einstigen Saal – in Schutt und Asche (Foto links). An einen Wiederaufbau an dieser Stelle war nicht zu denken. Pläne für einen Neubau an anderer Stelle gab es früh, aber am Geld mangelte es lange. Und an der Entschlusskraft gleichermaßen. Als die Remscheider Stadtväter endlich darüber nachdachten, der Stadt doch wieder eine würdige Spielstätte für Theater und Konzerte zu schaffen, brauchten sie Jahre und eine ganze Serie von Beschlüssen, be­vor dann endlich mit dem Neubau - nun an der heutigen Konrad-Aden­auer-Straße - begonnen werden konnte. Mit einer Bergischen Kulturwo­che wurde das Haus schließlich im Oktober 1954 festlich eingeweiht. Auf dem Eröffnungsspielplan stand Schillers „Wallenstein". (aus: „Remscheid. Bewegte Zeiten – Die 50er Jahre“, von Alfred Lambeck,Text und Fotos, erschienen 1999 im Wartberg-Verlag)

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Kommentare

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Fritz Beinersdorf am :

Was der Autor als mangelnde Entschlusskraft beschreibt und dabei den Eindruck erweckt, dass es einen gemeinsamen Beschluss zum Bau des Stadttheaters gegeben habe, stellt sich bei genauer Betrachtung der damaligen Auseinandersetzungen im Remscheider Stadtrat etwas anders dar. Und es waren nicht nur Stadtväter, sondern auch“ Stadtmütter“ an der Entscheidung zum Bau des Stadttheaters beteiligt. Da erinnere ich gerne an die damalige KPD -Stadtverordnete Aline Röngen. Diese Frau hatte ein schweres Schicksal. Ihr Bruder, der Reichstagsabgeordnete Robert Stamm, war am 4. Juni 1937 von den Nazis in Berlin Plötzensee auf dem Schafott hingerichtet worden. Aline Röngen stand unter stärkster Beobachtung der Gestapo. Diese Frau hat sich als kulturpolitische Sprecherin der damaligen KPD-Fraktion mit aller Kraft für den Bau des Stadttheaters eingesetzt. Der Beschluss zum Bau des Stadttheaters war möglich durch den gemeinsamen Ratsbeschluss von CDU und KPD. Die SPD hatte sich gegen den Bau ausgesprochen. Die SPD hatte nicht nur in den Aufbaujahren unserer Stadt ein eher schlechtes Verhältnis zu Kunst und Kultur. Ich erinnere mich an den SPD-Fraktionsvorsitzenden in der 14. Wahlperiode, der von sich behauptete er sei ein „Bekennender Kulturbanause“.

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