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Beim Anblick der Deponie dachte Mähler an Afghanistan

Zahlreiche interessierte Bürger/innen gestern bei der 'Bezirksvertretung vor ORT' auf der Mülldeponie qan der Solinger Straße. Rechts im Bild REB-Chef Michael Zirngiebl. Foto: Lothar Kaiser

Erst im Jahre 2015 kehrt an der Deponie endlich Ruhe ein“, titelte der Waterbölles am 2. September 2008. Das hatte damals Michael Zirngiebl, Chef der Remscheider Entsorgungsbetriebe (REB) und zugleich Geschäftsführer  der städtischen „Deponiebetriebsgesellschaft Remscheid mbH“, den Mitgliedern des Umweltausschusses angekündigt, als er sie über die Deponie an der Solinger Straße führte -  zehn Monate vor Ende der Betriebsgenehmigung. Mindestens so lange werde die Rekultivierung des Geländes dauern. Gestern, als er an gleicher Stelle Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) und zahlreiche interessierte Bürger/innen begrüßen konnte, die meisten davon Anwohner der Kippe, die „endlich Ruhe haben wollen“, sprach Zirngiebl von 2015/2016. Mitte nächster Woche erwarte die Stadt ein Gutachten, das klären soll, welche der avisierten Freizeitaktivitäten (die die Anwohner als Lärmquelle fürchten) überhaupt machbar sei.

In dem Gutachten, das eigentlich schon im November hätte vorliegen sollen, geht es konkret um die Frage, ob es finanziell vertretbar sei, die Rekultivierung voranzutreiben und den Bau der Sandpiste zurückzustellen. Denn für die hat sich bislang noch kein Investor gefunden. Unklar sei auch, ob und wie die Stadt ihren Eigenanteil von 20 Prozent aufbringen könne, hatte Zirngiebl am 21. September 2010 vor dem REB-Betriebsausschuss berichtet. Gleichwohl hatte er gestern den Architektenentwurf „Die drei am Berg“ in einem Besprechungsraum an die Wand gepinnt, der bereits am 17. Juni 2009 im Rathaus der Presse vorgestellt worden war. Neues dazu hatte er allerdings nicht parat: „Für die Planung des Freizeitgeländes sind andere verantwortlich; ich gebe heute nur den ‚Kippen-Louis’.“ Doch dass Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein mehr zu berichten hätte, ist eher unwahrscheinlich.

Alles in allem betrachtet Michael Zirngiebl die ehemalige Deponie wegen ihrer stadtnahen Lage und ihrer Größe als anspruchsvolles, interessantes städtebauliches Projekt. Was aber letztlich genau dort entsteht, muss erst noch beschlossen werden. Wenn die Kippe komplett rekultiviert sein wird, wird sie eine Höhe von 270 Metern N.N. erreicht haben. Bis dahin fehlen auf dem oberen Plateau noch zwei Meter Rekultivierungsboden. Insgesamt 300.000 Kubikmeter davon müssen über das insgesamt 22,8 Hektar große Gelände verteilt werden. Der größte Teil stammt von der Autobahnbaustelle bei Remscheid. „Den haben wir zu einem guten Kurs bekommen“, berichtete Zirngiebl gestern. In der zweiten Jahreshälfte soll die Rekultivierung beginnen – am Fuß der Kippe, für die sich der Name „Entsorgungspark“ in den vergangenen Jahren nicht durchgesetzt habe, so der REB-Chef. Abschnittweise werde die begrünte („gegen den Staub“) Deponie dann für Spaziergänger freigegeben, zuerst das ein Hektar große Zwischenplateaeu, zuletzt das obere, acht Hektar große Plateau. Bis dahin wird dann auch die Talsenke zum Altenheim „Stockder Stiftung“ zugeschüttet sein, damit deren Bewohner/innen dort spazierengehen können, ohne große Steigungen überwinden zu müssen. Der Blick von dort auf die Halde hatte Otto Mähler im März auf die Idee gebracht, eine „Bezirksvertretung vor Ort“ auf dem Deponiegelände stattfinden zu lassen. „Beim Anblick der Halde habe ich damals an Afghanistan denken müssen!“  

Die Hofschaft Morsbach, von der städtischen Deponie aus gesehen. Foto: Lothar Kaiser

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Waterbölles am : Sandpiste auf der alten Deponie rückt in weite Ferne

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Die ehemalige städtische Mülldeponie an der Solinger Straße oberhalb des Morsbachtales wird rekultiviert, erhält auf absehbare Zeit aus Kostengründen aber keine Freizeitanlage. Vor allem die im prämierten Architektenentwurf (Skizzen rechts) enthalten

Waterbölles am : Sandpiste auf der alten Deponie rückt in weite Ferne

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