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Kein Gold für Gitter, sondern Perlglanzpigmentbeschichtung

Fotos: Lothar Kaiser

Im Rahmen der derzeitigen Fassadensanierung  des Rathauses veranlasste das städtische  Gebäudemanagement unter Leitung von Thomas Judt in Abstimmung mit der Unteren Denkmalbehörde  auch die Instandsetzung von insgesamt  33  Oberlicht- und Fenstergitter. Die Aufbereitung erfolgte in einem dreistufigen Verfahren: Oberflächenvorbereitung, Verzinkung und Korrosionsschutzbeschichtung, wobei die besonderen Gestaltungselemente  eine preisgünstigen "Ersatzvergoldung" (Perlglanzpigmentbeschichtung) erhielten. Für die Fassadenarbeiten und Fenstererneuerungen sind ca. 1.280.000 Euro aus verschiedenen Programmen veranschlagt. 58.000 Euro gleich ca. 4,5 Prozent der Gesamtkosten machen die Gittersanierungen aus, an denen Erfurter Facharchitekten für Metallrestaurierung beteiligt waren.

Auch 1929 (Foto unten), als die Feuerwehr ihren Fuhrpark vor dem Rathaus präsentierte, gab es schon Gitter vor den Parterrefenstern des Remscheider Rathauses. Damals sahen sie allerdings noch anders aus, und den Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg (1943) konnte niemand ahnen. 1902 war zu Zeiten von Oberbürgermeister Otto Nollau der Grundstein zum Rathaus gelegt worden. Offiziell eingeweiht wurde es am 29. Mai 1906.

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Kommentare

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Klaus Konkel am :

Beim genauem Betrachten der obigen zwei Bilder dachte ich zunächst an eine Vorher-Naher Bildkombination, dann stellte sich mir die Frage: wer sind denn diese Köpfe am Remscheider Rathaus? Ist da etwas bekannt oder irgendwo nachzulesen?

Torben Clever am :

Hallo Herr Konkel, im Folgenden zitiere ich aus Roth, Hans Jürgen: "Geschichte unserer Stadt. Remscheid mit Lennep und Lüttringhausen",S.83: "Das Eingangsportaltor erinnert an ein mittelalterliches, von zwei Türmen flankiertes Stadttor, nur im moderneren Renaissancestil. Den hier Eintretenden blicken von oben herab drei ernste Gesichter an. Sie stehen für die große nationale Idee des 19. Jahrhunderts. Zur Linken schaut der bärtige Kaiser Barbarossa herab. Mit ihm verband sich seit den Freiheitskriegen die Hoffnung auf die Auferstehung des alten Reiches. Als Symbol für die nationale Einigung wurde er schwärmerisch glorifiziert. (...). Zur Rechten des Eingangs erwartet den Eintretenden, (..), Germania, die Mutter der Nation. Auch sie stand für die Einigung ihrer Kinder, war im 19. Jh. Personifikation für ein geeintes, kämpferisch zusammenstehendes Deutschland. (...). Im Scheitelpunkt des Eingangsportals ist ein Männerkopf mit stilisierter Kaiserkrone zu sehen. Er steht für den Kaiser der Gegenwart, der den Bestand des Deutschen Reiches garantiert." Wie in der Publikation Roths sind auch hier Barbarossa links und Germania rechts zu sehen. Der Kopf in der Mitte fehlt hier, da die Tür des Rathauses (glücklicherweise) nicht vergittert ist ;-) . Ich kann ihnen das Buch über die Geschichte unserer Stadt nur empfehlen. Ich habe viel Neues erfahren.

Stadt Remscheid am :

Wenn am kommenden Dienstag, 26. Juli, Fenster oberhalb des Haupteingangs ersetzt werden, wird dieser Zugang der Sicherheit halber mit einem Bauzaun abgesperrt. Alle Nebeneingänge können wie gewohnt genutzt werden.

Stadt Remscheid am :

Die für gestern angekündigten Arbeiten an den Fenstern oberhalb des Rathaushaupteinganges, Theodor-Heuss-Platz 1, 42853 Remscheid, sind noch nicht abgeschlossen. Deswegen ist der Zugang auch heute (27. Juli) gesperrt. Alle Nebeneingänge können wie gewohnt genutzt werden.

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