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Knöstern und Experimentieren für Jung und Alt

Dass es den ganzen Tag immer mal wieder nach Regen aussah, kostete das Deutsche Werkzeugmuseum in Hasten und das Deutsche Röntgen-Museum in Lennep gestern Besucher. Beide nahmen am 42. Internationalen Museumstag teil, und beide hatten Programme zusammengestellt, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ansprachen. Die Bandbreite reichte im Deutschen Werkzeugmuseum von Schmieden bis 3-D-Druck, von Schieferbearbeitung bis zur großen und kleinen Dampfmaschine, vom Bronzeguss bis zu Einsatzfahrzeugen des THW oder der Freiwilligen Feuerwehr, von der Laserbeschriftung bis zum Weichlöten. Und im Röntgen-Museum gab getrennte Führungen für Frauen und Kinder, aber auch für jedermann, und Experimente im RöLab. Im Werkzeugmuseum sorgte Musik- und Kunstschule für den musikalischen Rahmen mit Jazz, Rock, Balladen, Folk ... Sie hatte ihren ursprünglich anderswo geplanten Der MKS-Schnupper-Sonntag „Rock-Pop-Jazz“ kurzerhand zum Hasten verlegt. Schnupperinteressierte waren eingeladen, die Angebote der MKS kennenzulernen und einzelne Instrumente einmal selbst auszuprobieren.

Netzwerk Lernkultur / Individuelle Förderung

Pressemitteilung des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums, Remscheid, des Ruhr-Gymnasiums Witten und der Schiller- Schule, Bochum

Im Rahmen des Projektes „Zukunftsschulen NRW – Netzwerk Lernkultur Individuelle Förderung“ gründen die drei Gymnasien am 23. Mai um 16 Uhr im Selbstlernzentrum des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums in Remscheid das schulische Netzwerk „Unterrichtsentwicklung mit digitalen Medien“. Die drei Gymnasien treiben die Digitalisierung ihrer Schulen schon seit Jahren erfolgreich voran. Ziel des neuen Netzwerks ist die (Weiter-)Entwicklung und der Austausch von Unterrichtskonzepten u.a. für den Einsatz von schülereigenen mobilen Endgeräten zur weiteren Optimierung des zeitgemäßen und modernen Lernens im Sinne einer fortschrittlichen Qualifizierung für ein glückliches und erfolgreiches Leben in einer digitalisierten (Arbeits-)Welt. Die kooperierenden Schulen sind von dem großen Nutzen für die je eigenen Schülerinnen und Schüler durch den gegenseitigen Transfer von Erfahrungen und Erkenntnissen überzeugt, freuen sich daher außerordentlich auf die zunächst auf zwei Jahre begrenzte Zusammenarbeit . Aktuell wird in der Öffentlichkeit viel über die Chancen und Risiken der Digitalisierung diskutiert. Diese wird in allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen für grundsätzlich unabdingbar gehalten. Der Bund hat mit der Verabschiedung des Digital-Paktes die Grundlage für die finanzielle Unterstützung der Digitalisierung der Schulen durch die Kommunen gelegt.

Rune Raab startete die Gemeinschaftsaktion

Mit einem Fußballspiel Alt gegen Jung bzw. „gemischt“, gepfiffen von Jung-Schiedsrichter Jonathan Fröhlich (16),  nahmen am Samstag Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sportdezernent Thomas Neuhaus und Mitglieder des Remscheider Jugendrates sowie Rune Raab und seine Freunde den instandgesetzten Bolzplatz Richardstraße in Hasten offiziell in Betrieb. Daraus wurde anschließend bei mehreren selbstgebackenen Kuchen, Grillwürstchen und Getränken noch ein kleines Bürgerfest. Die Instandsetzung des Bolzplatzes hatte der 14 Jahre alte Rune Raab initiiert, in dem er Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz im vergangenen August darauf ansprach. Die Sanierung gelang dann in relativ kurzer Zeit mit Unterstützung vieler Beteiligter – so beispielsweise dem Jugendrat der Stadt Remscheid, Hasten für Hasten e.V., dem städtischen Fachdienst Jugend und den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) – und mit Hilfe privater Sponsoren, darunter der Verein Hasten für Hasten e.V. mit W. Jürgen Ackermann, die ev. Stadtkirchengemeinde, die Interessengemeinschaft Hasten e.V. und der Verein für Bewährungshilfe e.V. Insgesamt kamen an Spenden 3.500 Euro zusammen. Und weil die Stadt bei der Parkour-Anlage am Bahnhof unter der veranschlagten Investitionssumme geblieben war, konnte sie 10500 Euro beisteuern.  Insgesamt für Ruine Raab  „eine Aktion, die ich nie vergessen werde“, wie er dem Waterbölles sagte.

Klärchens Schängerei No. 6

Wiar enn Utwaal von Schangwördern opp Remschedder Platt. Do kann sech jeder wat uutsöken wat he bruuken kann. Ett gütt doch föll in Remschedd.

Penndrieter = verschlafener Mensch
Üllekopp = jemand der durcheinander redet
Stiesel = umständlicher Mensch
Quacksalwer = Quacksalber
Krukestoppen = Nachzügler
Maukopp = muffiges Gesicht machen
Rabaddenträmpler = jemand mit großer Schuhgröße
Peias = allgemeines Schimpfwort
Hanswuosch = Hanswurst
Opschnieder = Angeber
Hornickel =allgemeines Schimpfwort
Fennekus = weiss ich nicht
Wibbelsteät = unruhiger Mensch
Bombastus Schwulstophilos = jemand der geschwollen daherredet
Dreckschwalf = Dreckiger Mensch
Rabauenkopp = Ärger machen
Schloopmötsche = Schlafmütze
Prohlhans = Prahler
Herrgottsküken = jemand mit Gottvertrauen
scheel Habekuk = allgemeines Schimpfwort
Dröckeberger = Drückeberger
Hüüldopp = Heulsuse
Bedelsack = jemand der bettelt
Spagitzenmeeker = Spassmacher
Naitsschwärmer = Nachtschwärmer
Stotterboxe = jemand der stottert
Breidöppen = langsamer Mensch
Aaschlook = Arschloch
Duseldier = Dusseltier
Schmeärtäsche = schmieriger Mensch
Knorrbalg = allgemeines Schimpfwort
Prattkopp = eingeschnappter Mensch
Schorrbaas = jemand der gern handelt
Döllmes = doller Mensch
Baselmanes = Arschkriecher
Sabbelschnute = Schwätzer
Schmalächler = allgemeines Schimpfwort
Ürkraat = lässt sich immer eine Ausrede einfallen
Muffkopp = Muffiger Mensch
Batschmuul = Mobber
deker Müter = dicker Mensch
fuul bleng Hesse = fauler blinder Hesse
Aandreger = jemand der petzt

Bös strackes önker Klärchen
 

Workshop: Naturkosmetik selber machen

Für  Freitag, 24. Mai, lädt die Natur-Schule Grund von 18 bis ca. 22 Uhr in die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, ein zu einem Workshop über Naturkosmetik. Die TeilnehmerInnen lernen verschiedene Materialien für die einfache Herstellung von natürlicher Kosmetik kennen. Unter Leitung von Kräuter-Fachfrau Christel Heuer geht es um die Herstellung von Haar- und Körperpflegeprodukten: "Wir erstellen ein Haar- und Körpershampoo, ein Haarwachs für die Pflege der Haarspitzen, ein Haargel, ein Körper-Peeling und eine 'Fluffige Körperlotion'." Neben dem Teilnehmerbeitrag von 20 Euro fallen pro Person Materialkosten in Höhe von max. 15 Euro an. Wegen Teilnehmerbegrenzung ist eine Anmeldung bis Dienstag, 21. Mai, 13 Uhr, unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule ab sofort unter Tel. RS 3748239 oder E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de entgegen.

Charity & Freizeitvergnügen aus dem Norden

Grenzenlos spielen für die gute Sache und jede Menge Spaß dabei haben – das ist das Motto von „Spiel ohne Grenzen“. Zum ersten Mal veranstaltete der Hilfsverein „Helfende-Handwerker Remscheid. e.V. "am Samstag in Ueberfeld (Auf dem Knapp) seinen neuen Charity-Wettbewerb, eine Kombination aus actiongeladenen Wettkämpfen und witzigen Quiz-Spielen, zu dem er sich Anregungen in Ostfriesland geholt hatte. Um 14 Uhr fiel der Startschuss zu Disziplinen wie Kübelspritze, Jochlaufen oder zum Schubkarren-Parcours.

Die Zeit, in der das einfache Brot wundervoll schmeckt

Vom 6. Mai bis 4. Juni begehen die Muslime auf der ganzen Welt den Fastenmonat Ramadan. Mit Einbruch der Dunkelheit treffen sie sich in ihren Familien, bei Nachbarn oder in der Moschee, um bei einem gemeinsamen „Fastenbrechen“ (Iftar) ein wenig zu feiern und die Gemeinschaft zu genießen. Dazu hatte der Verein Deutsch-türkisches Kultur und Sportzentrum e.V. an der Freiheitstraße am Samstagabend auch deutsche Mitbürgerinnen und Mitbürger eingeladen, inzwischen schon eine gute Tradition. Der Vorsitzende Mesut Sezen und Salih Temizyürek, auch Mitglied des städtischen Integrationsrates, begrüßten dazu neben Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz auch den evangelischen Superintendenten Hartmut Demski, Pastor André Carouge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“) sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, und Sevinc Brilling, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums der Stadt Remscheid.

Demski überbrachte die Grüße der christlichen Kirchengemeinden in Remscheid und wertete die Einladung als Zeichen der Offenheit: „Das wissen wir sehr zu schätzen!“ Und der OB betonte, er Gedankenaustausch im Rahmen der Iftar-Essen sei ihm wichtig: „Ein gutes Zeichen für unsere Stadt, dass die muslimischen Gemeinden dazu einladen!“

Salih Temizyürek hatte zuvor bei der Begrüßung der Gäste betont: „Die gegenseitige Akzeptanz und Toleranz bedeutet uns sehr viel“ Der Kultur- und Sportzentrum Remscheid e.V. verfolge ausschließlich Ziele, die mit dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland im Einklang stünden. „Wir bekennen uns zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung und lehnen jeglichen Extremismus und Rassismus ab. Wir als Verein legen Wert auf Freundschaftlichkeit, Toleranz und Solidarität der Menschen untereinander und gegenüber anderen Glaubensangehörigen. Wir lehnen jede Art von Gewalt und Aufruf zur Gewalt ab. Unser Ziel ist ein Zusammenleben in Remscheid gemeinsam zu gestalten. Wir respektieren die Glaubens- und Meinungsfreiheit anderer, verlangen aber den gleichen Respekt von anderen!“ Vor allem gelte das für von Politikern, „die nichts anderes zu tun haben scheinen, als das Kopftuch zu thematisieren.“

Ramazan sei eine Zeit der Bescheidenheit, wo das einfache Brot wundervoll schmeckt und das Wasser einen besonderen Wert hat. „Auch in diesem Jahr erinnern wir uns daran, wie gut es uns eigentlich geht und wie wichtig es ist anderen, vor allem hungerleidenden Menschen zu helfen!“

Termine des Westdeutschen Tourneetheaters

Karten/Reservierungen unter Tel. RS 32285 oder E-mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de.

 

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Schreibwerkstatt Rosenhügel und WTT präsentieren Texte zum Alltagswahnsinn. Die Schreibwerksatt Rosenhügel hat in Kooperation mit dem Westdeutschen Tourneetheater wieder eine Präsentation ihrer Texte vorbereitet. Am Dienstag, 21. Mai, um 19 Uhr im WTT, Bismarckstraße 138, geht um unseren vielleicht oft wahnsinnigen Alltag. Wer die Schreibwerkstatt Rosenhügel kennt, weiß, dass man auch bei einem alltäglichen Thema mit unerwarteten Geschichten rechnen darf. In Gesprächen an einer Bushaltestelle und im Café wird der sogenannte „Alltag“ einmal von vielen Seiten betrachtet. Wetten, dass Ihnen vieles bekannt vorkommt. Der Eintritt ist frei.

Tiergeschichten in der Kinder- und Jugendbibliothek. Jeden Mittwoch ab 16 Uhr wird in der Kinder- und Jugendbibliothek, Scharffstr. 4-6,  eine halbe Stunde lang vorgelesen. Am 22. Mai lesen Kuni Viedenz-Ketzer und Valeria Saieva Kindern zwischen vier und zehn Jahren Tiergeschichten vor.

Kinderkino in der Stadtbibliothek . Die Öffentliche Bibliothek im Kommunalen Bildungszentrum startet am Freitag, 24. Mai, um 16 Uhr in der Kinderbücherei (Scharffstraße 4-6) die Reihe „Kinderkino“. Das kostenfreie Kinderkino zeigt schöne und lustige Film-Abenteuer von rund eineinhalb Stunden für die ganze Familie. Wird das neue Angebot gut angenommen, gibt’s demnächst vierteljährlich einen Film zu sehen. Die Kino-Reihe beginnt am 24. Mai mit einem Klassiker: Neues von Pettersson und Findus. Nach dem Film können Pettersson und Findus-Malvorlagen mitgenommen oder vor Ort ausgemalt werden. Außerdem gibt’s eine kleine Überraschung in der Pause – und natürlich Popcorn.

VHS-Studienreise im September nach Amsterdam. Die VHS Remscheid bietet eine abwechslungsreiche Studienreise nach Amsterdam vom 6. bis 8. September an. Entdecken Sie die multikulturelle Hauptstadt Hollands bei einer Stadtführung und besichtigen Sie die schönsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, so unter anderem dem Königlichen Palast. Überschaubar wie eine Kleinstadt, lebendig und pulsierend wie eine Großstadt. Kulturfans finden hier alles: von Graffiti-Kunst bis hin zu Werken des berühmten Malers der Niederlande, Vincent Van Gogh. Jede Menge Grachten, Museen, Galerien, Tulpen und vieles mehr – Amsterdam ist vielfältig und liegt voll im Trend! Genießen Sie mit der VHS außerdem ein besonderes Highlight – eine Abend-Grachtenfahrt mit einem 4-Gang-Menü. Interessierte erhalten einen Flyer mit allen wichtigen Informationen bei Laura Arevalo Rodriguez, Tel. RS 163537, E-Mail Laura.ArevaloRodriguez@remscheid.de. Anmeldeschluss für die Reise ist der 3. Juni.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

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Fahranfänger war Führerschein schnell wieder los

Gestern führte die Nordenhamer Polizei zu unterschiedlichen Tageszeiten Geschwindigkeitsmessungen auf der Bundesstraße 212 (Nordenhamer Straße) in Stadland-Rodenkirchen durch. Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit in diesem Bereich beträgt 100 km/h. Ein 42-jähriger Fahranfänger aus Remscheid befuhr gegen 10.50 Uhr mit einem gerade erworbenen BMW die Bundesstraße 212 in Fahrtrichtung Brake. Er konnte durch die Beamten mit einer Geschwindigkeit von 185 km/h gemessen werden. Für eine solche Geschwindigkeitsüberschreitung sieht der Bußgeldkatalog ein dreimonatiges Fahrverbot, zwei Punkte im Fahreignungsregister Flensburg sowie 600 Euro Bußgeld vor. Der Fahrer befand sich mit seiner frischen Fahrerlaubnis noch in der Probezeit. (Pressemitteilung der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch)

Wochenrückblick vom 13. bis 19. Mai 2019

 

Keine Mehrheit für Legalisierung des Cannabis-Konsums

Die Diskussion um den in der Ratssitzung am Donnerstag vorliegenden Antrag der Grünen zu einer "kontrollierten Abgabe von Cannabis“ begann bereits bei der Festlegung der Tagesordnung. Da sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, er habe seine Zweifel, ob der Antrag sich überhaupt mit Angelegenheiten der Kommune befasse und nicht vielmehr Bundesangelegenheiten betreffe; für den Fall, dass er eine Mehrheit bekomme, werde er ihn aber nicht beanstanden. David Schichel von den Grünen widersprach: Drogenmissbrauch, Drogenprävention und Jugendschutz sowie gesundheitspolitische Fragen seien sehr wohl Angelegenheiten, mit denen sich ein Kommunalparlament beschäftigen dürfe. Und Fritz Beinersdorf  (Linke) warnte davor, das Thema juristisch abbügeln zu wollen: §Der Rat der Stadt, kann, soll und muss über Angelegenheiten entscheiden, die die Bürgerschaft betreffen!“

Das solle aber zunächst einmal der Sozialausschuss tun, befand Thomas Brützel von der Wählergemeinschaft WiR. Dort hatte der Antrag schon einmal vorgelegen, verwiesen vom Rat der Stadt. Doch der Ausschuss hatte sich damit nicht befasst (ein Armutszeugnis) und ihn dem Rat wieder zurückgeschickt. Die Rücküberweisung sei einen Versuch wert, so Brützel. Damit konnte sich der OB anfreunden. Denn das gebe dem Antragsteller die Möglichkeit, den Antrag dahingehend zu überarbeiten, dass der Bezug zur Kommune deutlicher werde. Für eine Rücküberweisung an den Sozialausschuss stimmte dann allerding s nur ein einziges Ratsmitglied (Brützel), und als dann auch noch der Antrag der CDU, das Thema ganz von der Tagesordnung zu nehmen, bei 18 Ja-Stimmen keine ausreichende Mehrheit fand, blieb die Resolution der Grünen auf der Tagesordnung, nachfolgend der Wortlaut:

„Die Stadt Remscheid setzt sich dafür ein, dass wissenschaftliche Forschungsprojekte zu einer kontrollierten Abgabe von Cannabis unter medizinischen, gesundheitlichen und sozialen Aspekten sowie unter Einhaltung des Jugendschutzes ermöglicht werden.

Hierzu fordern wir Bundesregierung und Bundestag auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Genehmigung wissenschaftlicher Forschungsprojekte nach § 3 Absatz 2 Betäubungsmittelgesetz zu vereinfachen und zu ermöglichen. Die Verwaltung wird beauftragt, insbesondere auf Ebene der kommunal en Spitzenverbände die zukünftige Entwicklung und Bestrebungen zur Entkriminalisierung des Cannabiskonsums aktiv zu begleiten.

Begründung: Prohibition und Repression sind als drogenpolitische Instrumente insbesondere bei Cannabis offenbar gescheitert. Es wird Zeit, neue Wege zu erproben. Die internationale Entwicklung legt nahe, dass eine Regulierung des Cannabismarktes mittelfristig auch in Deutschland wahrscheinlich ist. Dann wird es darauf ankommen, optimale Bedingungen zu schaffen, bei denen Jugend- und Verbraucherschutz einen hohen Stellenwert haben. Die Stadt Remscheid möchte diese Entwicklung aktiv begleiten. 

§3 BtMG bietet grundsätzlich die Möglichkeit für Forschungsprojekte im Drogenbereich. Bei der Heroinvergabe in sieben Städten an 1.000 Abhängige wurde diese Vorschrift erfolgreich angewendet. Bisherige Anträge für Cannabis-Modellversuche anderer Städte (Münster, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg) beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte führten bisher jedoch zur Ablehnung. Bremen und Thüringen haben 2017 einen Antrag im Bundesrat eingebracht, um diese rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Der Antrag wurde abgelehnt. Nun ist diese Forderung auch im Bundestag angekommen. Die Diskussion ist bisher noch nicht abgeschlossen. Wir setzen uns daher dafür ein, zusammen mit anderen interessierten Städten auf eine Vereinfachung der Zulassung wissenschaftlicher Modellprojekte auf Bundesebene hinzuwirken.“

***

„Ein bloßes Verbot von Cannabis verhindert dessen Konsum nicht“, eröffnete David Schichel die eigentliche Aussprache zum Antrag. Der Cannabis-Markt müsse staatliche reguliert werden; das erst werde den Schwarzmarkt austrocknen, den es gegenwärtig auch in Remscheid gebe. Dazu könne der Rat der Stadt nun ein deutliches Signal an Berlin senden.

In der SPD-Fraktion habe eine intensive, lebendige Diskussion des Für und Wider unterschiedliche Meinungen hervorgebracht, so Fraktionsvorsitzender Sven-Wolf. Zu den Befürwortern gehörte die SPD-Unterbezirksvorsitzende Christine Krupp. Sie sprach von einem progressiven Signal: „Ich werde zustimmen. Den Antrag, den die SPD kürzlich an  den Bundesparteitag geschickt hat, ist allerdings weitergehender!“ Zustimmung für die FDP kündigte anschließend Wolf Wallutat an. Eine Legalisierung von Cannabis ermögliche auch Qualitätskontrollen, eine bessere Bekämpfung krimineller Händler und mehr Aufklärung. Dem schloss sich Fritz Beinersdorf an. Kinder könnten durch Legalisierung von Cannabis besser geschützt werden.

Thomas Brützel und Tanja Kreimendahl (CDU) bezweifelten das. Kreimendahl verwies auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die habe Cannabis mit Wahlvorstellungen und einer höheren Todesrates verbunden. Einspruch von David Schichel: „Das hat die CDU bei Nikotin und Alkohol noch nie vorgebracht!“ Im Übrigen sei die zitierte WHO-Stellungnahme veraltet, ergänzte Christine Krupp.

Bei der Abstimmung erhielt die Resolution der Grünen lediglich zwölf Ja-Stimmen (bei einer Enthaltung) und war damit abgelehnt.