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1931 spielte im Stadttheater das „Arbeitsamtsorche­ster"

Neu: "Tante Mary und das Wirtschaftswunder"

Neu in der Reihe „Mein Bergisches Land“ ist im Bergischen Verlag „Tante Mary und das Wirtschaftswunder -Eine Jugend im Bergischen“ des bekannten Lenneper Stadtführers Lothar Vieler. Jedes Jahr schickte ihm seine Patentante Mary aus Amerika einen langen Geburtstagsbrief, dem immer ein Zehn-Dollar-Schein beilag! Weihnachten erhielt die Familie Vieler zusätzlich Care-Pakete mit „exotischen“ Lebensmitteln wie Erdnussbutter und Dosensuppen. Mit großer Begeisterung wurden diese Pakete im Nachkriegsdeutschland ausgepackt!

Lothar Vieler
"Tante Mary und das Wirtschaftswunder -Eine Jugend im Bergischen“
Kartoniert mit Klappen | 304 Seiten | 16 Euro | ISBN 978-3-96847-009-2.

Auf unterhaltsame Art nimmt Lothar Vieler die Leser mit zurück in seine Kindheit und Jugend in Lennep. Lässt die Leer/innen seine Abenteuer in den Trümmern und seine Tanzschulzeit miterleben, lässt sie bei seinen Streichen und den Dreharbeiten zu „Das Halstuch“ dabei sein. Was wäre nur aus diesem Fernseh-Straßenfeger geworden, wäre Lothar Vieler nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen?

Detailliert schildert das Lenneper Original sein Umfeld und das Lennep der 50er- und 60er-Jahre. Gewürzt mit (vertrauten) bergischen Ausdrücken und ergänzt durch Wissenswertes über Lennep, schildert er verschiedene sehr persönliche Episoden, die mal spaßig sind, aber auch nachdenklich stimmen und berühren – die ganze Palette des Heranwachsens in der noch jungen Bundesrepublik eben. (Christiane Rahrbach)

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Anstelle des Rates tagt am 22. April der Hauptausschuss. Die für Donnerstag, 22. April, vorgesehene Ratssitzung wird abgesagt. Stattdessen tagt am selben Tag um 17 Uhr der Hauptausschuss in der Aula der Albert-Einstein-Gesamtschule. Der Rat hatte in seiner konstituierenden Sitzung am 5. November 2020 beschlossen, dass der Hauptausschuss in Angelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates unterliegen, entscheiden kann, wenn und solange nach § 11 des Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes eine epidemische Lage von landesweiter Tragweite festgestellt ist. Rechtsgrundlage hierfür ist § 60 Absatz 2 Gemeindeordnung NRW. Somit kann der Hauptausschuss alle Vorlagen, die für die Ratssitzung vorgesehen waren, beschließen.

Röntgen- und Werkzeugmuseum wieder geschlossen. Die Neuregelung zur Coronaschutzverordnung in Nordrhein-Westfalen und die anhaltend hohe Inzidenz in der Stadt Remscheid führen dazu, dass das Deutsche Röntgen-Museum und das Deutsche Werkzeugmuseum für die Öffentlichkeit wieder geschlossen werden müssen

Verkehrssicherung der Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße. Im Bereich der Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße werden im Auftrag der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen der letzten drei Jahre förderten nicht nur das Absterben ganzer Fichtenwälder durch den Borkenkäfer, sondern führten auch zu einer Schwächung der Vitalität der Rotbuchen. Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit werden dort aus diesem Grund 15 Rotbuchen entfernt.
Eigentlich werden solche Arbeiten im Herbst und Winter durchgeführt, damit die Belange des Natur- und Artenschutzes ausreichend Berücksichtigung finden. Da der schlechte Gesundheitszustand bei den hier vorliegenden Bäumen erst in den letzten Wochen festgestellt wurde, kann die Verkehrssicherungsmaßnahme erst nach dem 1. März durchgeführt werden. Hierbei wird jeder Baum einzeln auf die Sicherung des Artenschutzes geprüft, so dass bei Vorhandensein von Brut- und Nistplätzen geeignete Maßnahmen getroffen werden. Zudem stimmen sich die Technischen Betriebe Remscheid mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt vor und während der Maßnahme laufend ab.
Für eine fachgerechte und sichere Fällung kommt eine Forstspezialmaschine zum Einsatz. Dazu ist es erforderlich, dass die Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße in der Zeit von jeweils 8 bis 16 Uhr für voraussichtlich vier Tage für den Verkehr gesperrt wird. Ortskundige werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die TBR bitten Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die entstehenden Behinderungen. Der für diese Woche angekündigten Start der Verkehrssicherungsmaßnahme  zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße wird witterungsbedingt auf die kommende Woche von Montag, 12. April, bis Donnerstag, 15. April, verschoben.

30 Minuten Qigong mit der VHS am Arbeitsplatz. Schultern und Nacken sind verspannt. Die Konzentration und die Energie haben einen Tiefpunkt erreicht, doch der Nachmittag verlangt volle Einsatzkraft. Nun ist es an der Zeit, die Kräfte auf äußerer und innerer Ebene zu mobilisieren. Qigong ist eine effektive Möglichkeit, dies in kurzer Zeit mit wenig Aufwand zu erreichen. Gezielte Bewegungsübungen, die auch sitzend ausgeführt werden können, lockern Muskeln und Gelenke. Kurze Energieübungen bringen zu gleichen Teilen einen Entspannungsmoment und die dringend benötigte frische Energie. Die Übungen sind leicht zu erlernen und können nach einiger Zeit immer dann eingesetzt werden, wenn sie benötigt werden. Kursleitung: Andrea Knorr. Termine: 9x mittwochs ab Mittwoch, 14. April, 12.30 bis 13 Uhr, o n l i n e. Entgelt: 30 Euro.

Qigong mit der VHS am Feierabend. Der Arbeitstag mit seinen beruflichen und familiären Anforderungen liegt hinter Ihnen. Körper, Geist und Seele sind strapaziert, die Energie ist aufgebraucht. Es ist Zeit wieder bei sich selbst anzukommen. Den Körper und seine äußere Begrenzung bewusst wahrzunehmen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen und gleichzeitig noch einmal die Energie für die Stunden des Feierabends zu aktivieren. Mit Qigong ist das ganz bequem zu Hause möglich. Kursleitung: Andrea Knorr. Termine: 3x mittwochs ab Mittwoch, 14. April, 18.30 bis 19.15 Uhr, o n l i n e. Entgelt: 15 Euro.

Onlinekurs der VHS in Italienisch (A1, geringe Vorkenntnisse). Dieser VHS Kurs 11 x donnerstags ab 15. April, 19 bis 20.30 Uhr, o n l i n e  (Zoom Webinar) richtet sich an Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen, die die Grundlagen der italienischen Sprache erlernen möchten. Für diesen Online-Kurse ist es erforderlich, dass Sie sich in der vhs.cloud als Kursteilnehmerin/ Kursteilnehmer registrieren: https://www.vhs.cloud/wws/9.php#/wws/registrierung-kursteilnehmende.php. Bitte nehmen Sie die Registrierung über den Browser Chrome bereits vor Kursbeginn vor und teilen Sie der VHS Remscheid Ihren Log-In Namen nach der Anmeldung mit, um am Kurs teilnehmen zu können. Kursleitung: Miriam Giusti. Entgelt: 83,60 Euro.

Onlinekurs der VHS in Rhetorik. Wer durch Reden überzeugt, erreicht seine Ziele leichter. Die besondere Herausforderung liegt darin, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass das Publikum zunächst emotional berührt ist und schließlich der Funke der Begeisterung überspringt. Kursleitung: Dipl.-Phys. Christoph Dahms. Termine: 2 x montags, 19. und 26. April,18 bis 21 Uhr, o n l i n e  (Zoom-Webinar). Entgelt: 52,40 Euro. Zielgruppe: Menschen, die ihr Auftreten vor Gruppen verbessern möchten.

Onlinekurs der VHS in Spanisch (A1, Auffrischungskurs). In diesem Kurs 9 x montags ab 26. April, 18 bis 19.30Uhr, werden die Grammatikbausteine der Niveaustufe A1 wiederholt und gefestigt. Er eignet sich ideal für alle, die ihre Kenntnisse im Spanischen auffrischen und sich für die Stufe A2 fit machen möchten. Bitte beachten Sie: Der Kurs findet über Zoom statt. Eine vorherige Registrierung oder ein Download von Zoom sind nicht notwendig. Nach Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink von uns per E-Mail. Voraussetzungen: Sie benötigen eine gültige Mailadresse, eine stabile Internetverbindung sowie funktionierende Kamera und Mikrofon an Ihrem Endgerät (Laptop, PC, Tablet oder Smartphone). Kursleitung: Maria Dolores Heckmann. Entgelt: 68,40 Euro.

Onlinekurs der VHS in Spanisch (A1, geringe Vorkenntnisse). Dieser VHS-Kurs 9x mittwochs ab 28.April, 18 bis 19.30 Uhr, richtet sich an Teilnehmende ohne bzw. mit sehr geringen Vorkenntnissen, die die Grundlagen der spanischen Sprache erlernen möchten. Der Kurs : 9x mittwochs ab 28. April, 18 bis 19.30 Uhr, findet über Zoom statt. Eine vorherige Registrierung oder ein Download von Zoom sind nicht notwendig. Nach Anmeldung erhalten Sie den Zugangslink von uns per E-Mail. Voraussetzungen: Sie benötigen eine gültige Mailadresse, eine stabile Internetverbindung sowie funktionierende Kamera und Mikrofon an Ihrem Endgerät (Laptop, PC, Tablet oder Smartphone). Kursleitung: Maria Dolores Heckmann. Entgelt: 68,40 Euro.
Allgemeine Hinweise zum Anmeldeverfahren: Nähere Auskünfte erteilt die Geschäftsstelle des Kommunalen Bildungszentrums der Stadt Remscheid, Abteilung Weiterbildung (VHS), Scharffstr. 4-6, 42853 Remscheid, unter Tel. RS 162786 oder Telefax RS 163273.

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Der Gendermedizin mehr Aufmerksamkeit widmen

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

ng von Nebenwirkungen gibt es nach Geschlechtern meist keine unterschiedliche Betrachtung, ebenso wenig bei der Dosierung. Unterschieden wird gemeinhin nur nach Alter, außerdem finden Schwangere Berücksichtigung. Dabei weiß man heute, dass Frauen und Männer verschieden auf Medikamente reagieren, verschieden von Krankheiten betroffen sind und genauso unterschiedliche Symptome aufweisen.

„Die Gendermedizin gerät zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit, und das muss auch so sein“, sagt Professor Dr. Burkhard Sievers, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und Intensivmedizin am Sana-Klinikum Remscheid. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin e.V. (DGesGM) und wurde gerade mit der Zusatzqualifikation Gendermediziner DGesGM® ausgezeichnet. Dass die Gendermedizin bisher noch keine ausreichende Beachtung gefunden habe, sei unverständlich, da doch mehr als die Hälfte der Bevölkerung Frauen seien, sagt Professor Sievers. „Der Frauenanteil in medizinischen Studien ist im Vergleich zu den männlichen Probanden geringer. Zudem fehlt häufig eine Unterscheidung, in welcher hormonellen Phase sich die teilnehmenden Frauen befinden.“

Die Kardiologie sei recht führend, wenn es um die Gendermedizin gehe, erläutert der Kardiologe. Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien in der Bevölkerung sehr verbreitet. „Wir erleben täglich in Klinik und Praxis, dass Frauen und Männer unabhängig von Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck unterschiedliche Symptome haben.“

An einem Herzinfarkt sterben in Deutschland jährlich mehr als 20.000 Frauen. Viele Todesfälle ließen sich vermeiden, würden die Symptome des Herzinfarktes bei Frauen richtig erkannt. Bei einem Herzinfarkt haben Frauen häufig eher unspezifische Beschwerden wie Luftnot, Mattigkeit und Leistungsschwäche, auch Oberbauchbeschwerden. Auch wenn diese Krankheitszeichen mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden können, müsse man hellhörig werden, wenn sich Frauen mit derlei Befindlichkeitsstörungen in der Notaufnahme oder beim Hausarzt vorstellen.

Auch Herzrhythmusstörungen würden von Patientinnen oft anders wahrgenommen als von Männern. Eine gründliche Anamnese mit gezielter Frage nach individuellen Risikofaktoren und im Verdachtsfall auch weiterführende Untersuchungen wie ein Herzultraschall oder ggf. eine Herzkatheteruntersuchung müssten vorgenommen werden. „Gerade Frauen mit ihrer mitunter Zwei- und Dreifachbelastung gehen nicht gleich zum Arzt, weil sie ihre Beschwerden nicht mit einer Herzerkrankung in Verbindung bringen. Da geht dann wertvolle Zeit verloren.“ Auch sei bekannt, dass Frauen nicht so stringent behandelt würden wie Männer. Die Behandlung mit blutverdünnenden und blutdrucksenkenden Medikamenten zum Beispiel müsse generell maßgeschneidert sein. „Mehr und mehr geht es weg von dem Prinzip ´ein Medikament für alle` hin zu einer individualisierten Therapie“, so Professor Sievers.

„Frauen mit COVID-19 erkranken häufiger als Männer an schweren Atemwegsinfektionen, die Sterblichkeit ist bei den Männern aber dennoch höher als bei den Frauen, sagt der Kardiologe. Patientinnen älter als 50 Jahre mit COVID-19 Infektion profitierten erheblich von einer Östrogentherapie, hier reduzierte sich der fatale Verlauf der Infektion um 50 Prozent.

Infos zur Internationalen Eisenwarenmesse 2022

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Sie findet nur alle zwei Jahre statt, passt genau zu den Unternehmen im Städtedreieck und ihren Produkten und musste 2020 corona-bedingt aussetzen: die Internationale Eisenwarenmesse (BSW). Jetzt ist sie für das Frühjahr 2022 geplant. Wer sich dann auf dem BSW-Gemeinschaftsstand präsentieren möchte, kann sich in wenigen Tagen, am 20. April, darüber mehr erfahren.

Für die nächste Internationale Eisenwarenmesse, die vom 6. bis 9. März 2022 in Köln stattfinden wird, plant die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft GmbH gemeinsam mit den Wirtschaftsförderungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal nun zum achten Mal die Organisation eines Gemeinschaftsstandes für Unternehmen aus der Werkzeugbranche. Das Konzept des Gemeinschaftsstandes hat sich in den Jahren 2006 bis 2018 bewährt und wird beibehalten. Insgesamt haben so bereits mehr als 100 Unternehmen aus der Region gemeinsam auf der Internationalen Eisenwarenmesse ausgestellt – auf einem ca. 320 qm großen Stand in einer stark frequentierten Halle.

Wer interessiert ist, ist herzlich eingeladen zu einer Informationsveranstaltung am 20. April um 16 Uhr. Dann werden das Messekonzept und erste Kostenkalkulationen online/digital vorgestellt. Anmeldungen bitte bei Anne Gebuhr, gebuhr@bergische-gesellschaft.de, Fax: 0212/881606-86. Das Angebot richtet sich nicht nur an Werkzeugproduzenten im klassischen Sinn, sondern auch an Unternehmen, die in der Werkzeugbranche ihre Kunden haben und diese auf der Messe besuchen und an den Gemeinschaftsstand einladen möchten.

Als in Remscheid die Demokratie einzog

Am 18. April 1946 fand eine Sitzung der von der Militärregierung ernannten Stadtvertreter statt. In dieser Sitzung wurde der letzte Oberbürgermeister alten Stils, Georg zur Hellen, der 27 Jahre für Remscheid gearbeitet hatte, vom Stadtkommandanten Major Barker verabschiedet. An seine Stelle trat der bisherige Stadtrat in Krefeld, Arthur Mebus, der in Remscheid als Oberstadt­direktor Hauptgemeindebeamter wurde. In ihm wird zum ersten Male das parlamentarische System der Gewaltentei­lung sichtbar. Fortan wird es eine beschließende Instanz, ein Stadtverordnetenkollegium mit dem politischen Oberbür­germeister an der Spitze, und eine ausführende Instanz, eine unpolitische Verwaltung mit dem Oberstadtdirektor an der Spitze geben.

Diese quasi britische Errungenschaft bewährte sich, nicht aber das Mehrheitswahlrecht, das bei der ersten Kommunal­wahl angewendet wurde. Am 22. Mai hatte Gustav Flohr, ein Kommunist, das Amt des Oberbürgermeister übernom­men. In seiner Antrittsrede sagte er: »Ich fühle mich eins mit den Potsdamer Beschlüssen, Deutschland als eine wirt­schaftliche, politische und kulturelle Einheit zu sehen. Angesichts der großen Zerstörung bin ich mir der Schwere der Aufgabe bewußt.«

Flohr sollte nicht lange Zeit haben, seine Vorstellungen im neuen Amt zu verwirklichen. Am 13. Oktober 1946 wurde zum ersten Mal in freien Wahlen eine Stadtvertretung ermittelt. Das Ergebnis: SPD 41378 Stimmen, CDU 39519 Stimmen, KPD 32230 Stimmen, FDP 30158 Stimmen, Deutsche Zentrumspartei 4893 Stimmen. Obwohl vier Par­teien vergleichbar große Stimmanteile errungen hatten, dif­ferierte die Sitzverteilung gewaltig. Die CDU wurde mit 17 Sitzen stärkste Ratsfraktion, ihr folgte die FDP mit zwölf Sitzen. Die SPD errang nur vier, die KPD nur drei Sitze. Das Ergebnis wurde durch die Anwendung des Verhältniswahl­rechts im Jahre 1948 korrigiert. Vorerst aber hatte Rem­scheid mit diesem Stadtrat zu leben, und Dr. August Scholz (CDU), der von seiner Partei schon einmal vergeblich gebeten worden war, das Amt des Oberbürgermeistern zu übernehmen, versagte sich nun nicht länger. Seine erste Rede machte klar, was die Zeit forderte: »Die Verwaltung hat im Einvernehmen mit der Militärregierung dafür Sorge zu tragen, dass genügende Mengen an Kartoffeln, Getreide, Gemüse für die nächsten acht Tage zur Verfügung stehen. Es werden alle Anstrengungen gemacht, auch darüber hinaus die Ernährung sicherzustellen, Nährmittel sind zur Zeit nicht verfügbar.«

In Remscheid wurden Aktionen in die Wege geleitet, die weit über die Grenzen der Stadt hinaus Aufsehen erregten. Dabei zeigten die Verantwortlichen nicht nur Phantasie und List, sondern auch die Fähigkeit, die Bevölkerung zu echten Gemeinschaftsleistungen zu beflügeln.

Teile der Sammlungsergebnisse der Aktion 'Remscheid hilft sich selbst' vom Geschirr bis zu Textilien aller Art.Ein besonderes Beispiel dafür war die Aktion »Remscheid hilft sich selbst« in den Wintern 1946/47 und 1947/48. Man muss sich die Situation klarmachen. Remscheid erhielt für seine 100000 Einwohner im Jahre 1947 an behördlichen Zuteilungen 63 Herrenanzüge, 53 Damenunterkleider, 120 Betten, einen Küchenschrank, vier Kleiderschränke. Ange­sichts einer so trostlosen Versorgungslage wurde in Remscheid noch einmal der Begriff der Schicksalsgemeinschaft beschworen, eine Haussammlung veranstaltet, zu der alle Organisationen ihr Bestes taten, um eine Basis des Vertrau­ens zu schaffen. Wochenlang wurde die allgemeine Auf­merksamkeit durch Plakate geweckt, auf denen Szenen des Elends zu sehen wäre, begleitet von der Frage: »Vergessen?« Die schließlich gegebene Antwort, ebenfalls auf Plakaten zu lesen, lautete: »Nein! Wir wollen helfen!« Und das taten die Remscheider. Bei der 47er Aktion kamen 3213 Herrenbe­kleidungsstücke, 2730 Damenbekleidungsstücke, 5050 Kin­der- und Babybekleidungsstücke, viel Bettwäsche, viele Schuhe und Möbel, darunter ein ganzes Schlafzimmer, zusammen. Außerdem wurden 389315 Mark gespendet. Mit diesen Spenden konnte in nahezu 18000 Fällen geholfen werden, eine stolze Leistung, etwas auch, an das man sich in so düsterer Zeit halten konnte, ein Zeichen fortbestehender oder neu gewachsener Menschlichkeit. Das Jahr 1947 ging zu Ende, ohne dass sich im Alltagsleben eine entscheidende Wende gezeigt hätte. Die beiden maß­geblichen Männer im Rathaus, Oberbürgermeister Dr. Scholz und Oberstadtdirektor Mebus, stellten in ihrem Weihnachtsaufruf fest: »Der wichtigste Teil unserer Wirt­schaft, der Baumarkt, dem der Wiederaufbau unserer zer­störten Heimat zufällt, liegt noch vollkommen tot. Die schwierige Versorgungslage unseres Volkes ist durch den trockenen Sommer und seine magere Ernte weiter verschärft worden. Mangelerscheinungen kennzeichnen unser Leben, nirgendwo ist Fortschritt spürbar. Während wir auf den Kohlen sitzen, werden unsere schönen Wälder weiter im Raubbau abgeholzt. Möge das Jahr 1948 endlich auch die Befreiung der noch immer in Kriegsgefangenschaft schmachtenden Landsleute bringen.« (aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

Unfallgeschehen auf der A1 bei Remscheid

Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven

In einem Brief an den Landtagsabgeordneten Jens-Peter Nettekoven hatte der Düsseldorfer Polizeipräsident vor mehr als fünf Monaten eine Analyse des Unfallsgeschehens am 16. September 2020 in Aussicht gestellt und zudem auf eine laufende Überprüfung der seitens der Unfallkommission angeordneten Maßnahmen zur Unfallvermeidung auf diesem Streckenabschnitt der A1 hingewiesen. Nachdem bis heute keine Ergebnisse der Prüfungen veröffentlicht worden sind, hat sich der Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete in dieser Angelegenheit heute erneut an den Düsseldorfer Polizeipräsidenten gewandt und sich nach dem aktuellen Sachstand erkundigt: „Die Remscheider Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, zu welchen Ergebnissen die Überprüfung der bisher unternommenen Anstrengungen der Polizeibehörde gekommen ist und in welchem Umfang künftig weitere Maßnahmen getroffenen werden, um den Schutz aller Verkehrsteilnehmer an dieser Gefahrenstelle nachhaltig zu erhöhen. Damit wird dem berechtigten Sicherheitsempfinden unserer Bürgerinnen und Bürger Rechnung getragen und zugleich ihr Vertrauen in die Wirksamkeit der polizeilichen Unfallpräventionsmaßnahmen gestärkt“, sagt Nettekoven.

Förderung von überbetrieblichen Lehrgängen

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Um die fachpraktische Ausbildung in gewerblich-technischen Berufen trotz des Lockdowns sicherzustellen, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales gemeinsam mit IHK NRW ein neues Hilfsprogramm erarbeitet, mit dem seit dem 1. April  überbetriebliche Lehrgänge gefördert werden. Denn viele Unternehmen stehen derzeit vor der Herausforderung, die bestehenden Ausbildungsverhältnisse trotz Corona-Eindämmungsmaßnahmen in gewohnt hoher Qualität fortzuführen. „Insbesondere die berufspraktische Ausbildung gestaltet sich schwierig, wenn ein Unternehmen vom Lockdown betroffen ist“, sagt Carmen Bartl-Zorn, Geschäftsführerin für den Bereich Aus- und Weiterbildung bei der Bergischen IHK. Auch gelte: Je technischer der Ausbildungsberuf, desto schwieriger sind Ausbildungsinhalte ohne betriebliche Praxis zu vermitteln. „Die für die Prüfung notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten können von den Auszubildenden nicht mehr in jedem Fall ausreichend erworben werden, sodass die Ausbildungsabschlüsse bedroht sind“, so Bartl-Zorn weiter.

Interessierte Unternehmen erhalten Informationen rund um das Lehrgangsangebot bei der BZI Berufsbildungszentrum der Metall- und Elektroindustrie gGmbH, Wüstenhagener Str. 18 - 26, 42855 Remscheid. Ansprechpartner sind Geschäftsführer Alexander Lampe, erreichbar unter T. 02191-9387-123, a.lampe@bzi-rs.de, sowie Ausbildungsleiter Thomas Knipper, T. 02191-9387-400, t.knipper@bzi-rs.de">t.knipper@bzi-rs.de. Weitere Informationen sowie das konkrete Lehrgangsangebot sind unter www.bergische.ihk.de, Dok.-Nr. 4726510, zu finden.

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Jahrgang 1941: 720 Impftermine mit BioNTech frei

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Remscheider Impfzentrum macht darauf aufmerksam, dass für die gestern gestartete Impfung des Geburtsjahrgangs 1941 aktuell noch 720 Termine zu haben sind. Gestern Mittag wurde das zusätzliche Terminangebot freigeschaltet. Bekanntermaßen ist heute landesweit die Terminvereinbarung für Personen, die zwischen 70 und 80 Jahre alt sind, über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen online www.116117.de und telefonisch über die Rufnummer (0800) 116 117 01 gestartet. Die ersten Impfungen sind ab Donnerstag, 8. April, möglich. Geimpft wird im Remscheider Impfzentrum (Wallburgstraße 29). Die Einladungen sind genauso wie die Freischaltung der Buchungsmöglichkeiten jahrgangsweise beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1941 erfolgt.

Stokvis Tapes GmbH kommt nach Remscheid

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stokvis Tapes Deutschland GmbH, einer der global führenden Hersteller von maßgeschneiderten, kunden-individuellen Klebeband-, Dichtungs-, Schutz- und Geräuschdämmungsprodukten und Teil des weltweit tätigen Illinois Tool Works Konzerns (ITW) aus den USA, wird ihren Firmensitz von Wuppertal nach Remscheid verlagern. Dies teilt der örtliche Business Unit Manager Simon Gehrdt mit: „Auf der Suche nach einem neuen Standort in der Region sind wir vor gut anderthalb Jahren auf die Immobilie der Fa. Dönges am Jägerwald aufmerksam geworden. Wir freuen uns nach konstruktiven Verhandlungen mit dem Eigentümer auf den Umzug nach Remscheid.“

Ende April werden die fast 100 Mitarbeiter der Firma in das Gewerbeobjekt in Remscheid einziehen. Der bisherige Standort in Wuppertal bot Stokvis nicht die notwendigen Erweiterungskapazitäten; das Unternehmen wächst derzeit trotz Corona und stellt Personal ein. Ken Schmidt als Vertreter des Grundstückseigentümers freut sich, „dass wir nach dem Umzug unserer Firma nach Wermelskirchen den Standort am Jägerwald nun langfristig vermieten konnten.“

Begleitet wird der Verlagerungsprozess nach Remscheid durch die städtische Wirtschaftsförderung. Auch dort herrscht große Freude, wie Ingo Lückgen bestätigt: „Die Entscheidung der Firma Stokvis zeigt einmal mehr die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Remscheid. Trotz des bekannten Mangels an Gewerbeflächen ist es wiederholt gelungen, die Ansiedlung in einer Bestandsimmobilie umzusetzen. Wir begrüßen die Firma Stokvis herzlichst in Remscheid.“

Fotos von der Alleestraße im Wandel der Zeit

Vom Markt aus führen sternförmig Straßen in das Stadtgehiet. Die Alleestraße wird zur Haupt¬geschäftsstraße. Die alten Bäume gaben ihr den Namen. Bild Mitte: Langsam müssen die Bäume weichen; sie sind der Oberleitung der Straßenbahn im Wege. Hier der Blick in Richtung Markt. 3. Bild unten: Die Alleestraße um 1918. Im Hintergrund ist noch die Turmspitze der Stadtkirche zu erkennen. 2. Bild von unten: Blick in die Alleestraße 1931. Unteres Bild: Die Alleestraße im Jahre 1970. Die Straßenhahn hatte 1969 den Betrieb eingestellt. Die Gleise sind entfernt worden. Autos beherrschen das Straßenbild.

Zu den Bildern:

Vom Markt aus führen sternförmig Straßen in das Stadtgehiet. Die Alleestraße wird zur Haupt­geschäftsstraße. Die alten Bäume gaben ihr den Namen.

Langsam müssen die Bäume weichen; sie sind der Oberleitung der Straßenbahn im Wege. Hier der Blick in Richtung Markt. 3.

Die Alleestraße um 1918. Im Hintergrund ist noch die Turmspitze der Stadtkirche zu erkennen.

2. Bild von unten: Blick in die Alleestraße 1931.

Unteres Bild: Die Alleestraße im Jahre 1970. Die Straßenhahn hatte 1969 den Betrieb eingestellt. Die Gleise sind entfernt worden. Autos beherrschen das Straßenbild. (aus: „Remscheid“ von Hans Funke, erschienen 2002 im Sutton-Verlag in Erfurt in der Reihe „Archivbilder“)

Gratis-Schnelltests in Remscheid

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Ab sofort können sich die Remscheiderinnen und Remscheider in unterschiedlichen Teststellen von geschultem Personal einmal wöchentlich kostenfrei auf das Corona-Virus testen lassen. Nach eingehender Prüfung der Testkonzepte hat das Gesundheitsamt eine Vielzahl von Teststellen mit den kostenfreien Bürgertestungen beauftragt.Sie können die Bürgertests ab sofort kostenfrei anbieten und gemäß den Vorgaben der Coronatestverordnung mit der Kassenärztliche Vereinigung abrechnen. Die Kosten für den Test trägt letztlich der Bund. Gemeinsam mit dem sogenannten Poc-Schnelltest, der eine Corona-Infektion in wenigen Minuten anzeigt, erstellen die Teststellen einen schriftlichen Nachweis zum Testergebnis.

Wessen Antigen-Schnelltest eine Corona-Infektion anzeigt, muss im Anschluss an den Schnelltest unmittelbar einen PCR-Test machen, um sich das Ergebnis absichern zu lassen. Er ist dann gleichfalls kostenfrei und kann beim Hausarzt oder beispielsweise in der Teststation auf der oberen Alleestraße gemacht werden. Bis zum Eintreffen des PCR-Test-Ergebnisses gilt bereits häusliche Quarantäne! Personen mit einem positiven PCR-Testergebnis müssen sich gemeinsam mit ihren Haushaltsangehörigen unmittelbar in häusliche Quarantäne begeben und das Gesundheitsamt informieren. Medizinische Hotline: (02191)16-3555 oder >E-Mail corona@ Remscheid.de. PCR-positiv getestete Personen sind außerdem dazu angehalten, alle Personen über ihre Infizierung zu informieren, mit denen sie vier Tage vor der Testung oder seit der Testung Kontakt hatten.

Hier gibt’s die Gratis-Schnelltests:
 

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