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Nu ess ett bauld wiar Pooschen

De Eier hängen an mieaner Forsiezie im Vüorgaarden. Ett Weeder ess och nu wiar better unn ett Joar giat füaraan. De Kaal und ech hand letztes Weekenend enn Tuur end Oberbergesche jemakt. Bie emm Gang in de Botanik hand wiar och en ganze Heerde Schööpe gesenn. Wie man datt so kengkt, hand de Schööpker alle en bungkten Punkt opp demm Krütz.

Ech sach dann zum Kaal, sach enns, wieast du warömm die Schööpe en bungkten Punkt opp demm Krütz hangkt. Joo, sait he, die sind gestempelt. Wie gestempelt, sait ech zu emm.

Da hätt he miar datt molls erklärt. Die Schoops-Böcke kreegen enn Stempelkissen umjeschnallt. Unn wenn see dann de Schööpker besprengen, giat ett en netten Stempel opp ett Krütz, datt hett, he ess mett dem Wiat feerdech.

Joo, sait ech zum Kaal jetzt wellst du mech aber för domm verschlieaten. Datt hann ech joo noch nitt jehüart. Sonn dumm Tüch jekallt. Nee sait de Kaal, datt ess su, datt hitt „Bocksprunggeschirr“ unn gütt ett emm Enternett unn biam Schoops-Fachhandel, ewer nitt bi Dokter Uhse.  Ech hann dann mian Hendy ruut jehollt unn muat dann togeven, datt he uatnahmswias recht haar. Datt jütt ett tatsächlech. Ech hatt mech uutjeschött för lachen.

Schad, datt ett datt nech för Menschen gütt, datt hätt datt Kalinken van newenaan doch bestemmt enn janzen Puckel odder enn Buck völl bungkter Punkten wenn am Weekenend sinn Kearl von de Baustelle retuur kömmt.

Joo, wenn de Hormone kreisen, giat de Verstangk op Reisen. Datt ess emm Frühjoar nu ens su.

Nu jett angersch De Kaal hätt jetzt och en Hendy. Vörige Weeke riep he mech teheme an. He woar grad emm Aldi, opp ech wat nüedech han. Joo sait ech, allerhang, dann bruuk ech nit hütt ovend ienkoopen te gonn. Ech mach enn Zeedel und schick dir denn op datt Wattsapp enn Bild. Ech hann öwerleit watt ech dann am Weekenend maken sual. Enn Muarenschloot woar secher lecker.

Datt Herta van newenaan sait datt Rezept van emm woar lecker. Ech schriev ungen opp dem Zeedel datt opp (Herta’s Möhrensalat), datt ech ett nech vergeten där.  Oven dröwer dann so ieneges angersch watt ech bruuk tem kooken. Ech mach en Foto unn schekk ett emm opp sian Hendy.

Wie de Kaal dann nohieme kümmt pack ech de Tesche uut. Alles hätt he gekregen watt ech opp dem Zeedel har, unn dann hätt he noch enn Pott färdächen Muarenschloot gekoopt. Watt häs he dann doo gekoopt sait ech zu emm. Wiesu sait he, datt häs du doch oppgeschriewen. Ech bin duur denn janzen Aldi geloopen un hann Herta’s Möhrensalat gesöökt. Ech hann sugar de Verkööper biam Aldi gefrocht, hand see Herta’s Möhrensalat. Die hand mir dann denn doo in de Hand gedrökkt.

Ha nee, da hätt de Kaal doch tatsächlich mian Rezept iengekoopt. Du Dötschkopp, datt wual ech doch kooken. Ewer ech kann emm joo nitt rechteg böse sinn, ech bin ett ja selwst schuld. Ett stang joo opp dem Zeedel. Unn datt sual de Kaal ja och ienkoopen.

Nu gött ett Muarenschloot unn neckste Weeke Muarenzoppe. Dann küanen wiar och gut kieken bie demm Muarenverbrook.

Bös strackes

önker Klärchen

Kulturelle Veranstaltungen in Lennep zur Fastenzeit

Workshop mit Uwe Appold.Freitag, 22. März, 16 bis 20 Uhr, Gemeindehaus St. Bonaventura
Samstag, 23. März, 10 bis 16 Uhr, Gemeindehaus St. Bonaventura, Hackenberger Str. 6a, Remscheid-Lennep
„Mensch, wo bist DU?“, Workshop mit dem Künstler Uwe Appold
Der Künstler des aktuellen Misereor-Hungertuches, Uwe Appold, kommt nach Lennep und leitet einen spannenden Workshop. Menschen aller Generationen, Kulturen und Religionen sind eingeladen, ein kreatives Wochenende zu erleben.
Leuchtendes Blau, rissige Erde, rot umrandete Steine, ein leuchtend-goldener Ring, geheimnisvolle Schriftzeichen, Kreuze und eine rot-blau bekleidete Figur. Die Symbolsprache des Künstlers Uwe Appold fordert uns zu einer persönlichen Auseinandersetzung mit dem Bild auf: „Ich erwarte nicht, dass die Betrachtenden alles nachvollziehen, was ich hineingesteckt habe. Ich wünsche mir, dass die Menschen ihre eigenen Geschichten einbringen in das, was ich gemalt habe.“ Was macht unser Menschsein aus? Wofür tragen wir Verantwortung? Wie positionieren wir uns angesichts des ökologischen und sozialen Ungleichgewichts in der Welt? Was verbindet uns und in welchem Verhältnis steht die eigene Heimat-Erde dazu? Das werden wir im Gespräch, aber vor allem im Tun reflektieren und eigene Bilder gestalten. Der Workshop ist ökumenisch und international.
„Ich kann gar nicht malen – Komm trotzdem“. Uwe Appold leitet so an, dass jeder seine Ausdrucksform findet. Die Teilnehmenden gestalten unter Anleitung des Künstlers nicht nur je ein eigenes Werk - in Partnerarbeit kreieren sie zudem eine Station zum Kreuzweg Jesu. Die entstandenen Kreuzwegbilder werden künftig in St. Bonaventura hängen und den alten Kreuzweg ersetzen. Interessierte bringen bitte etwas Erde aus ihrer Heimat mit oder einem Ort, der für sie Bedeutung hat.
Dialogausstellung: Alle entstandenen Bilder werden in einer temporären Ausstellung im Lotsenpunkt Lennep und in St. Bonaventura hängen. Teilnahme kostenlos. Anmeldung und Infos bei Olivia.klose@erzbistum-koeln.de">Olivia.klose@erzbistum-koeln.de, ehrenamt@st-bonaventura.de">ehrenamt@st-bonaventura.de (Andy Dino Iussa, Lotsenpunkt) oder Tel. RS 668550 (Pfarrbüro). Eine Veranstaltung der Kath. Kirchengemeinde St. Bonaventura u. Hl. Kreuz und des Lotsenpunktes Lennep in Kooperation mit dem Bischöflichen Hilfswerk MISEREOR und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal / Solingen / Remscheid.

Sonntag, 14. April (Palmsonntag), 16 Uhr, St. Bonaventura, Hackenberger Str. 1,
„Das Fremdeste in unserer Realität ist Schönheit“
Eine Musikalische Lesung zwischen Fasten, Pilgern, der Suche nach Sinn und nach sich selbst und dem Wunder der Auferstehung. Eintritt frei. Musik von gestern und heute in Verbindung mit Texten von Ernesto Grassi bis Heiner Müller. Mit Peter Bonzelet (Musikauswahl, Orgel & Flügel) & Andy Dino Iussa (Textauswahl u. Lesung). Eine Veranstaltung der Kath. Kirchengemeinde St. Bonaventura u. Hl. Kreuz und des Lotsenpunktes Lennep. (Andy Dino Iussa)

Groß und Klein hatte viel Spaß miteinander

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land eG

Geschickt nimmt Max (10) nach der Kurve nochmal Schwung – der Rollerparcours ist kein Problem für ihn. Marie (8) lässt es beim Dosenwerfen im dritten Versuch richtig krachen, und Pia (7) schafft es an der Kletterwand bis ganz nach oben und klingelt mit dem Glöckchen.

Das „Hugodrom“, der Remscheider Indoor-Action-Park, gehörte am Montag ganz den Kunden der Volksbank im Bergischen Land. Anlässlich ihres Jubiläumsjahres hatte die Genossenschaftsbank zum Familientag eingeladen, knapp 300 Kinder und Eltern kamen. Und es wurde ein echtes Familienvergnügen. Große und Kleine hatten gemeinsam Spaß, spielten mit- und gegeneinander, Auswahl gab es genug. Am Ende eines actiongeladenen Nachmittags verabschiedeten sich die Kinder mit roten Wangen und die Eltern in der zufriedenen Gewissheit, das einschlafen an diesem Abend kein Problem sein würde.

Denkerschmette: Programm im März

Samstag, 23. März,
15 Uhr: „Wo? – Das bergische Fehlersuch-Buch“ Michael Itschert stellt interessierten Besuchern heute ein besonderes Buch vor.
Fehlersuche im Städtedreieck
19 Uhr: Ton in Ton“ Noch von Träumen kühl  durchwoben. Lyrik trifft Folk – Jazz. Mit Angela Heise und Stefan Coesfeld.
Eintritt frei, der Hut geht rum…

Sonntag, 24. März, 11bis 17 Uhr
2. Kunsthandwerkermarkt

Nach dem großen Erfolg des 1. Kunsthandwerkermarkt im November kann man heute Österliches und Frühlingshaftes in der Schmette finden. Mit großem Kuchenbasar, der Erlös des Verkaufes geht ausschließlich in neue Projekte der Denkerschmette e.V.

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Osterferienprogramm für Studieninteressierte

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Bergischen Universität bietet in den Osterferien ein Programm für Studieninteressierte an. Vom 15. bis 26. April informieren die Studienberaterinnen und -berater in Workshops und Vorträgen rund um das Thema Studienorientierung. Studieninteressierte stehen häufig vor vielen Fragen gleichzeitig: Welcher Studiengang passt zu mir? Welche Dinge muss ich beachten? Was erwartet mich an der Uni? Antworten auf diese und andere Fragen hält das Osterferienprogramm der Zentralen Studienberatung bereit.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen in dieser Zeit die Möglichkeit, in verschiedene Studiengänge und Vorlesungen reinzuschnuppern, sich mit Studierenden höherer Fachsemester auszutauschen, Infoveranstaltungen zu Themen „Studieren an der Uni Wuppertal“ oder „Bewerbung und Einschreibung“ zu besuchen und an Workshops zur Studienwahl teilzunehmen. Die Studienberaterinnen und -berater bieten zur Orientierung auch vertiefende Einzelgespräche an. Im Rahmen von Campusführungen können die Studieninteressierten die Uni besichtigen und lernen die Mensa und die Unibibliothek kennen. Das komplette Ferienprogramm und Informationen zur Anmeldung finden sich unter http://uni-w.de/1iw. Schnell sein lohnt sich: Einige Veranstaltungen haben eine begrenzte Teilnehmerzahl.

Branchenübergreifende Vernetzung beim 3. IHK-digit@ble

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Digitalisierung ist ein Querschnittsthema für nahezu alle Branchen. So etwa unter dem Stichwort E-Commerce für den Handel oder dem Schlagwort Industrie 4.0 für das verarbeitende Gewerbe. Deshalb lädt die Bergische IHK Unternehmen aller Branchen für den 28. März zum 3. IHK-digit@ble in „Den Neuen Lindenhof“ nach Remscheid ein. Ziel ist es, die Unternehmen der digitalen Wirtschaft im Bergischen Städtedreieck untereinander, aber auch branchen-übergreifend zu vernetzen. Neben Vorträgen zu Digital-Themen bietet der Kongress auch ein Barcamp. Best-Practice-Berichte zeigen, wie Digitalisierung im Unter-nehmen funktionieren kann. Eine begleitende Ausstellung rundet den Kongress ab. Etwa 2400 Unternehmen der digitalen Wirtschaft sind im Städtedreieck beheimatet. Den Branchen-Schwerpunkt bilden die Wirtschaftszweige IuK-Dienstleistungen, aber auch der IT-Einzelhandel sowie der E-Commerce. In einer stark von der mittelständischen Industrie geprägten Region finden sich immer mehr junge moderne Unternehmen, die man vor kurzem noch in großen Metropolen erwartet hätte. Eine Anmeldung zu 39 Euro pro Person ist möglich unter www.bergische.ihk.de, Dokumenten-Nummer 181122173.

Veranstaltungen des Teo Otto Theaters im Februar

Freitag, 22. März, 19.30 Uhr
Die Klassik-Stars von morgen
Die Bergische Symphoniker mit Bundespreisträger von " Jugend musiziert" als Solisten

Die Klassik-Stars von morgen haben ihre Leidenschaft und ihr Können schon in jungen Jahren bei „ Jugend musiziert“ unter Beweis gestellt. Erleben Sie Hingabe und Ausdruck der besonderen Art, wenn diese jungen Künstler ihr Debüt als Solisten mit den Bergischen Symphonikern geben!
Die Bergischen Symphoniker unter Leitung von Valentin Egel, Moderation Eva-Susanne Rohlfing.
18 €; Jugendticket 6,50 €; Familienticket; Konzertabos; Wahlabo

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'Fridays for Future' ist in Remscheid angekommen

Unter der Voraussetzung, dass kein Unterricht geschwänzt werde, unterstützt der Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, Stephan Döring, die jüngste Initiative von Schülerinnen und Schülern seiner Schule gegen den Klimawandel und für Klima- und Umweltschutz. Ihr haben sich auch Schüler/innen von Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium und der Albert-Einstein-Gesamtschule angeschlossen. Damit ist die internationale Schüler-Aktion „Fridays for Future“ auch in Remscheid angekommen.

Geplant ist für den kommenden Freitag ein Sternmarsch ab 13.05 Uhr zum Theodor-Heuss-Platz am Rathaus. Um diese Zeit ist für den Großteil der Schüler/innen der reguläre Unterricht bereits beendet. Und wegen derjenigen, die am Nachmittag noch Unterricht haben, ist die Demo auf die Mittagspause bis 14 Uhr begrenzt; sie werden dann in der Schule zurückerwartet. So kann auch der Verwaltungsvorstand der Stadt Remscheid am Freitag den jungen Demonstranten auf dem Rathausplatz sein Wohlwollen zeigen: Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Schuldezernent Thomas Neuhaus werden zur Demo auf dem Rathausplatz erwartet – ebenso wie Mitglieder des Remscheider Jugendrates.

Dokumentation zu Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts

Mit der zweiten Auflage der Broschüre „Zeitzeuginnen des 20. Jahrhunderts“ aus dem Jahre 2007 hat die Stadt Remscheid den vielen Remscheider Frauen, die wegen ihrer politischen Überzeugung, menschlichen Verantwortung oder aus ganz persönlichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und inhaftiert wurden, ein Denkmal gesetzt. Die Broschüre, herausgegeben von  Christel Steylaers, der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, hält die Erinnerung wach an die vielen Frauen und Männer, die in der Zeit des Nationalsozialismus litten und ermordet wurden. Der Waterbölles hat die Texte vom 26. Februar bis 20. März dokumentiert.

 

 

Wider das Vergessen – Gedenken an Ilse Faeskorn

Ilse Faeskorn.von Christel Herrmann

„Wider das Vergessen“ – dies ist das Leitmotiv der vorliegenden Broschüre (Anm.: letzte Auflage aus dem Jahr 2007). Sie ist gewidmet den Remscheider Widerstandskämpferinnen, die mutig und unbeirrt dem Terror und der Willkür des Nationalsozialismus entgegen getreten sind. Sie zu würdigen und sie vor dem Vergessen zu bewahren - das war Herzenswunsch von Ilse Faeskorn. Hierfür recherchierte sie unentwegt, führte unzählige Gespräche, suchte, fand und motivierte Gleichgesinnte. Ohne sie hätte es diese Broschüre nicht gegeben. Das Erscheinen der 2. Auflage dieser Broschüre erlebte sie nicht mehr. Ilse Faeskorn verstarb ganz unerwartet im Juli 2006.

Hartnäckigkeit – dieses Wort tauchte immer wieder in den Gesprächen über Ilse nach ihrem Tod auf. Ja, sie war hartnäckig. Wenn die Umstände ungünstig waren, legte sie Ideen zur Seite, aber bei den ersten guten Gelegenheiten präsentierte Ilse ihre Ursprungsideen erneut, viele Male habe ich das erlebt. Hartnäckig erforschte sie das Schicksal derjenigen, die in Remscheid während des Nationalsozialismus widerstanden hatten. Die den Mut besaßen, Nein zu sagen, und dabei ihr Leben und ihre Freiheit riskierten. Ihr Beispiel sollte vor allem die Nachgeborenen stärken, Unrecht und Will­kür, Diskriminierung und Hass nicht hinzunehmen.

Für dieses Ziel setzte Ilse die ihr eigene Beharrlichkeit immer wieder fruchtbar ein. Im Rahmen ihrer Arbeit in der VVN/Bund der Antifaschisten organisierte sie Vorträge von Verfolgten des Naziregimes in Schulen. Sie inszenierte Alternative Stadtrundfahrten zu den Orten des Widerstands, sie veröffent­lichte weitere Schriften, mit anderen initiierte sie die Aktion „Stolpersteine“ in Remscheid sowie die Ausstellung „Juden in Remscheid“. Sie sorgte für eine Gedenkplakette am Polizeigebäude in Remscheid zum Gedenken an die dort von den Faschisten gefolterten und erniedrigten Men­schen sowie für die Hugo-Paul-Straße, die bisher einzige Straße, die nach einem Remscheider Widerstandskämpfer benannt wurde.

Wider das Vergessen - dieses Ziel prägte ihre Arbeit. Viele Menschen hat sie mit ihren Aktionen sensibilisiert und aufgeklärt. Aber nicht wenigen war ihr forschendes und aufklärendes Arbeiten unliebsam. Sie wollten die dunk­le Vergangenheit nicht aufgehellt sehen und behinderten Ilses Arbeit eher als sie zu befördern. Zu einer öffentlichen Würdigung ihres Wirkens ist es deshalb nie gekommen. Die Bürgermedaille wurde ihr mit Hinweis auf ihre kommunistische Vergangenheit verweigert.

Ilse war ein durch und durch politischer Mensch. Der forschende Blick auf die Vergangenheit hatte für sie auch immer Bedeutung beim Blick auf aktuelle politische Entwicklungen. Sie war in einem sozialistischen Elternhaus groß geworden, hatte als junges Mädchen den Krieg erlebt; am Tag der Befreiung vom Faschismus war sie 16 Jahre. All das hatte sie geprägt, aber auch stark gemacht. Stark besonders gegenüber den Folgen des kalten Krieges ab 1949, die sie als Kommunistin zu spüren bekam. Ihre Arbeit als Angestellte beim DGB wurde sie los, weil sie sich weigerte, sich von einer Verlautbarung der KPD gegen die Adenauer-Regierung zu distanzieren. Als Kommunistin fand sie danach keine Arbeit mehr außerhalb kommunistischer Institutionen. Von 1951 bis 1954 ging sie nach Leipzig, absolvierte dort ein Journalistik-Studium und arbeitete nach ihrer Rückkehr bei verschiedenen kommunistischen Zeitschriften. 1954 lernte sie ihren Werner kennen, einen Mann, der ihre Weltanschauung und ihr Ziel, eine menschlichere Gesellschaft zu schaffen, teilte. Werner war zu dieser Zeit Funktionär der seit 1951 in Westdeutschland verbotenen FDJ, er stand deshalb auf einer Fahndungsliste der Polizei. Geheiratet wurde in Ostberlin, damit Werner nicht im Standesamt verhaftet wurde. Werner ging illegal über die Grenze der BRD/DDR, Ilse fuhr zur Eheschließung mit der Eisenbahn nach Berlin. 1955 wurde ihre Tochter Heide in Remscheid geboren. Es war eine schwierige, aber auch glückliche Zeit für die junge Familie.

1956 wurde in der BRD die KPD verboten, nach dem Verbot setzten beide jedoch ihre politische Arbeit - geleitet vom sozialistischen Ideal - fort und waren in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens in Remscheid tätig. Den ersten Impuls für ihre spätere historische Arbeit erhielt Ilse durch die Kenntnis des Schicksals ihres Schwiegervaters, Fritz Faeskorn, der elf Jahre und acht Monate in Nazi-Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert war. Seine Geschichte verarbeitete sie in einem Film über das Leben von Fritz Faeskorn.

Mit dieser Broschüre hat die Stadt Remscheid den vielen Remscheider Frauen, die wegen ihrer politischen Überzeugung, menschlichen Verantwortung oder aus ganz persönlichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und inhaftiert wurden, ein Denkmal gesetzt. (...) Viele hatten auch vor der Nazizeit wichtige politische Funktionen bekleidet. Nur wenige Frauen standen im Schatten ihrer männlichen Partner oder sonstigen Familienangehörigen. Ihren Beitrag zur Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt ans Licht treten zu lassen und sie nicht zu vergessen, ist die Absicht dieser Broschüre.
Die 2. Auflage dieser Broschüre aus dem Jahr 2007 hält die Erinnerung wach an die vielen Frauen und Männer, die in der Zeit des Nationalsozialismus litten und ermordet wurden.

(Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte)

Ihr jahrzehntelanges politisches Engagement spiegelt die Geschichte der Bundesrepublik: Mit der Ostermarschbewegung (Beginn 1960) demonstriert sie gegen Krieg und Atomrüstung; sie kämpft gegen die Berufsverbote (1972), die über Mitglieder in sogenannten extremistischen Organisationen (darunter auch die 1968 wieder zugelassene DKP) verhängt wurden; sie schließt sich der Frauen- und Friedensbewegung an. Hierbei lernte ich Ilse kennen, später arbeiteten wir gemeinsam an verschiedenen Projekten. Sie klärt auf und nimmt öffentlich Stellung zu Alt- und Neonazis, die sich in unterschiedlichen Organisationen auch in Remscheid tarnen. Zu Beginn der 80er Jahre übernimmt sie den Vorsitz der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschisten (VVN/Bund der Antifaschisten) in Remscheid.

1989 – die Wiedervereinigung Deutschlands und das so genannte Ende des Sozialismus. Für Ilse eine Zäsur, die sie dennoch nicht an ihrer Grundüberzeugung zweifeln lässt, dass eine bessere, eine menschlichere Gesellschaft möglich ist. Für dieses Ziel lebt und arbeitet sie weiter. Sie schließt sich der PDS an und kandidiert im Jahr 2000 für den Landtag.

Ilse Faeskorn hat in unserer Stadt Zeichen gesetzt wider das Vergessen. Bei den Menschen, die sie kannten und mit ihr zusammen gearbeitet haben, hat sie tiefe Spuren hinterlassen, die alle auf das Ziel verweisen, für das Ilse gearbeitet hat: sich für eine menschlichere Gesellschaft einzusetzen. Und dass diese ihren Ausgang nimmt im respektvollen Umgang miteinander, davon war Ilse überzeugt und danach hat sie auch im Alltag gelebt.

Rajvinder Singh: Dialoge gegen Angst vor Fremdem

Von Von dem deutsch-indischen Schriftsteller, Synchronsprecher  und Gründungsmitglied der Initiative „Courage gegen Fremdenhass, Rajvinder Singh, stammt das folgende Gedicht

„Ein Fremder
ist ein Freund,
den Du noch nicht kennst!“

Der deutsch-indische Schriftsteller, Synchronsprecher  und Gründungsmitglied der Initiative „Courage gegen Fremdenhass" versteht sich als Vermittler zwischen den Kulturen. In Remscheider Schulen bot er in den vergangenen beiden Jahren fünf Schreibwerkstätten an. Und das jüngste Produkt daraus, das 144 Seiten umfassende Taschenbuch „Worte ohne Grenzen“ mit Erzählungen, die in diesen Schreibwerkstätten entstanden, übergab Singh gestern am Rosenhügel druckfrisch den damaligen Teilnehmern, Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Sekundarschule, GHS Hackenberg, Albert Schweitzer Realschule und Sophie-Scholl-Gesamtschule. Wolfgang Luge (die Lütteraten, Interkulturellen Lesereihe) und Heike Wieland, die Leiterin der Nelson-Mandela-Sekundarschule, sprachen von „lebens- und liebenswerten Geschichten“, die bei der literarischen Arbeit in den Schulen entstanden und in dem neuen Buch veröffentlicht worden seien.

Auch gestern betonte Rajvinder Singh die Bedeutung von Bildung und Dialog: „Bildung verändert doch mit der Gesellschaft  und ihren Bedürfnisse. Bildung ist Kreativität, auch in der Sprache. Wer ein Problem nicht beschreiben kann, kann auch keine Diagnose erwarten. Das gilt für Patient und Arzt, das gilt aber auch für verschiedenartige Kulturen!“ Deshalb will Singh in seinen interkulturellen kreativen Schreibwerkstätten Schüler/innen mit anderen Kulturen vertraut zu machen, ihnen die Ängste nehmen vor „dem Fremden" und so ihren Horizont erweitern.

Im Rahmen der „Interkulturellen Lesereihe“, die 2013 begann, erhalten Schüler/innen der Mittel- und Oberstufe weiterführender Schulen die Möglichkeit, das literarische Werk eines Autors / einer Autorin kennenzulernen und in Diskussionen mit ihm / ihr einzutreten. Für Schulen ergeben sich so Anknüpfungspunkte für gemeinsame Projekte (Literaturkreis, Schreibwerkstatt in einer Projektwoche), wie Wolfgang Luge erläuterte. Die Reihe solle fortgesetzt werden. Autor/in und Schulen seien allerdings noch offen.

 

Senföle: Nicht nur lecker und appetitanregend

Senföle (genauer: Senfölglykoside) sind schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen. Diese Pflanzenstoffe geben Gemüse wie Rettich, Meerrettich, Senf, Kresse, Kapuzinerkresse und den Kohlarten den scharfen und etwas bitteren Geschmack. Senföle wirken nicht nur gegen Bakterien, sondern auch gegen Viren, Hefen und Pilze. Sie können bei verschiedenen Atem- und Harnwegsinfekten eingesetzt werden, helfen bei der Entgiftung und Entschlackung des Körpers und regen die Wundheilung an. Am Beispiel von Senf, Kressen. Knoblauchsrauke, Knoblauch und Meerrettich lernen die TeilnehmerInnen eines Kräuter-Workshops in der Natur-Schule Grund die Wirkungen von Senfölglykosiden kennen. Im praktischen Teil des Workshops mit Kräuterfachfrau Christel Heuer stellen sie eine Kräuterpaste oder eine eigene Senfmischung her.
Der Workshop findet am Montag, 25. März, um 19.30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Die Teilnahme kostet zwölf Euro zuzüglich einer Materialkostenumlage in Höhe von vier bis sechs Euro. Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung bis Donnerstag, 21. März., mittags, unbedingt erforderlich. Anmeldungen nimmt die Natur-Schule unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Tel. RS 3748239 entgegen.