Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Musik- und Kunstschule / Freie Plätze für Klarinette und Saxonett. Die Musik- und Kunstschule hat freie Plätze im Fach Klarinette im Angebot. Simone Stöttner unterrichtet sowohl Kinder als auch Erwachsene und freut sich auf Interessenten für eine Schnupperstunde. Für Grundschulkinder eignet sich dabei besonders das leicht zu erlernende Saxonett als Einstieg in den Klarinettenunterricht. Der Unterricht findet Mittwochnachmittags statt in der ehemalige Landwirtschaftsschule, Röntgenstraße 16. Information und Anmeldung jederzeit über das Sekretariat der MKS, Frau Wagefeld, Tel. RS 163007 oder E-Mail musikkunstschule@remscheid.de">musikkunstschule@remscheid.de.

Samstagstrauungen 2019. Im kommenden Jahr bietet das Standesamt Remscheid wieder Samstagstrauungen an. Zu den folgenden Terminen können in der Zeit zwischen 9.45 Uhr und 13.30 Uhr jeweils bis zu sechs Trauungen stattfinden: Am 16. März 2019, 13. April, 18. Mai, 15.Juni, 6. Juli, 27. Juli, 24. August, 21. September und 19. Oktober. Interessierte Paare wenden sich bitte über das Bergische Service-Center, Tel. RS 1600, oder direkt per E-Mail standesamt@remscheid.de">standesamt@remscheid.de an das Standesamt Remscheid.

Augenmedizinische Selbsthilfe. Der Remscheider Blinden- und Sehbehindertenverein e. V. veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Remscheid am Mittwoch, 19. September, 15 - 17 Uhr, im Ämterhaus, Elberfelder Str. 32, Raum 227, seinen diesjährigen augenmedizinischen Selbsthilfetreff. An diesem Nachmittag referiert aus der Praxisklinik im Alleecenter Dr. Pantelis Ioannou zum Thema Katarakt (Grauer Star) und Glaukom (Grüner Star). Der Vorstand des Remscheider Blinden- und Sehbehindertenverein e. V. würde sich freuen, wenn viele Betroffene und interessierte Mitbürger zu dieser Veranstaltung kommen könnten.

Verkehrsbehinderungen auf der Haddenbacher Straße. Auf der Haddenbacher Straße wird es aufgrund von dringenden Sicherungsarbeiten des Müggenbaches bis voraussichtlich zum 30. Oktober  zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Zur Durchführung der Arbeiten ist eine Andienung des betroffenen Grundstücks nur über die Haddenbacher Straße möglich. Hierzu ist es notwendig, eine halbseitige Sperrung der Fahrbahn einzurichten. Die Arbeiten erfolgen talwärts nach der Einmündung Oelmühle. Der Verkehr wird dann mit Hilfe einer Ersatzampelanlage talwärts auf der linken Fahrspur an der Baumaßnahme vorbeigeführt.

Rollatorentraining im Wiedenhof. Am 25. September findet ab 15 Uhr im Begegnungs- und Beratungszentrum (BBZ) Wiedenhof, Brüderstraße 4, ein Training im Umgang mit Rollatoren statt. Das Angebot richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer von Rollatoren und auch an deren Angehörige. Die Teilnahme ist kostenlos, und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das Rollatorentraining wird fachlich unterstützt vom Sanitätshaus Bolt. Es wurde auf Initiative des Runden Tisches 50+ initiiert auf Wunsch vielen älteren Menschen und deren Angehörigen. Und soll später auch in den anderen neun Remscheider Begegnungs- und Beratungszentren angeboten werden.

Koordinierung diverser Straßenbauarbeiten in der Julius-Cäsar-Straße. Die Straßenbauabteilung der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) hat in der Julius-Cäsar-Straße diverse Straßenbauarbeiten erfolgreich koordinieren können. Dabei werden Arbeiten von verschiedenen Stellen beauftragt, die nun aufeinander abgestimmt bis zum 26. September durch eine Straßenbaufirma durchgeführt werden. Es werden der Randstreifen von Haus Nr. 2 bis Haus Nr. 6 befestigt sowie Bordsteine gesetzt, Beleuchtungskabel in diesem Bereich neu verlegt und neue Lichtmaste gesetzt, Kanalschächte reguliert, Ausbesserungen der bituminösen Tragschicht in Teilbereichen zwischen Haus Nr. 2 und Haus Nr. 12a vorgenommen sowie eine neue Fahrbahndecke auf einer Fahrbahnseite in diesem Bereich aufgebracht. Durch die Koordinierung konnten für alle beteiligten Stellen die Kosten minimiert werden. Aus Gründen der Verkehrssicherheit werden die Arbeiten unter Vollsperrung der Straße durchgeführt, wobei die Anlieger in Abstimmung mit der ausführenden Baufirma  zu ihren Häusern gelangen können.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Hochsommerlicher August mit wenig Regen

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Das heiße, trockene Sommerwetter setzte sich auch im August fort. Dies zeigen auch die Wetteraufzeichnungen des Wupperverbandes. So fielen an der Bever-Talsperre gut 52 Liter Regen pro Quadratmeter, üblich sind im August dort 108 Liter. Vergleichbar sah es an den anderen Messstellen aus. An der Großen Dhünn-Talsperre lag die Messung bei knapp 52 Litern, durchschnittlich sind es 102 Liter. Am Klärwerk Buchenhofen in Wuppertal-Sonnborn regnete es 50 Liter, das Mittel liegt bei 91 Litern. In Solingen-Burg waren es circa 60 Liter, sonst sind es 104 Liter im Schnitt. Am niederschlagärmsten war es an der Brucher-Talsperre mit nur 38 Litern. Das langjährige Mittel an dieser Messstelle liegt bei 109 Litern. In Schwelm regnete es mit 68 Litern am meisten, der Durchschnitt sind 87 Liter.

Insbesondere die ersten sechs Tage waren regenfrei. An den anderen Tagen regnete es mit Unterbrechungen von rin bis zwei Tagen immer mal wieder kleine Mengen. Am meisten Niederschlag fiel am 29. August; in Burg waren es 20 Liter, in Buchenhofen 14 Liter. Auch am 13. August regnete es ein bisschen mehr: 15 Liter waren es z. B. an der Großen Dhünn-Talsperre 14 Liter fielen an der Bever-Talsperre.

Auch die Temperaturen erreichten hohe Werte, der heißeste Tag war der 7. August: 38,1 °C wurden an der Messstelle Kläranlage Levekusen gemessen. Hier war es zuletzt 2012 mit 38,3 °C wärmer gewesen. In Lindscheid an der Großen Dhünn-Talsperre zeigte das Thermometer an dem Tag 37,6 °C, noch wärmer war es in 2003 mit 38,1 °C wärmer gewesen. Insofern war es zwar sehr heiß, aber ein Hitzerekord wurde nicht aufgestellt.

Rekord: Europas größte Fallschirmformation

Neuer Fallschirm-Rekord. Foto: Maurice Kostros aus Gelsenkirchen, Mitglied des FSC Remscheid.von Thomas Rode-Seelbinder

Der europäischer Rekord als„größte Fallschirmformation“, der erst im August von den Russen mit 28 Springern aufgestellt wurde, ist schon einen Monat später Geschichte: Auf dem Flugplatz von Teuge in den Niederlanden ist er mit Hilfe zweier Remscheider Fallschirmspringer gebrochen worden. Eine sehr schöne 30er Box, wie diese Formation heißt war im 2. Versuch am gestrigen Samstag komplett. Die Schiedsrichter der FAI kontrollierten alle Fußgriffe, die exakt in den Außenleinen der Fallschirme sitzen müssen, damit eine Formation in diese Wertung kommen kann.
Der Rekord wurde von einem Europäischen Team aus elf Nationen gesprungen. In dem Team, das bereits seit vier Jahren für größere Formationen Europa-weit trainiert, arbeiten die Mitglieder des FSC Remscheid, Tom Brand und Thomas Rohde-Seelbinder auf der Organisationsebene. Beide bringen ihre Erfahrung aus dem bestehenden Weltrekord von 2007 ein, indem ein Team aus allen Kontinenten eine 100er Formation gesprungen ist. Trainingseinheiten in Polen, Deutschland, Estland und immer wieder in Teuge, wo auf Grund der Anzahl von schnellen Absetzflugzeugen die besten Verhältnisse für große Formationen in Europa existieren.
Die Rekordteilnehmer trafen sich am Mittwoch und starteten ihre ersten Sprünge am Donnerstag. Bereits Samstag waren sie soweit, um ihr gestecktes Ziel anzugehen. Sie sprangen aus zwei Absetzmaschinen der Marke Cessna Grand-Caravan mit sehr schnellen Turbinen. Sie setzten die Springer zweimal ab, bevor die Formation dann eindeutig mit allen Fußgriffen ohne Beanstandungen von den Schiedsrichtern zu sehen war. Das Video stammt von Maurice Kostros aus Gelsenkirchen, Mitglied des FSC Remscheid.

Kein Platz für Verfassungsfeinde im Schöffenamt

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Der Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags hat sich am 12. September auf Antrag der SPD mit der Frage beschäftigt, welchen Beitrag die Landesregierung leistet, um die Wahl rechtsextremistischer Verfassungsfeinde zu Schöffen an Gerichten zu verhindern. Selbst auf der nach unten offenen Biesenbach-Skala war das ein besonders dreister Auftritt: Der Justizminister ist nicht nur jede Antwort auf die Fragen schuldig geblieben, wie er das Eindringen von rechtsextremen Verfassungsfeinden in die nordrhein-westfälische Justiz und die Rechtsprechung stoppen will. Er bezeichnet höchst drängende und berechtigte Nachfragen dazu sogar als ‚albern‘ und verweist auf die Verantwortung der Kommunen.

Schon in der Vergangenheit hat Minister Biesenbach immer wieder Nebelkerzen geworfen, wenn er konkret befragt wurde. Aber sich jetzt in dieser heiklen Situation, in der das ganze Land über die Gefährdung der Demokratie durch Rechtsextreme diskutiert, mit einem bloßen Achselzucken und Unverschämtheiten aus der Verantwortung zu stehlen, ist bodenlos. Die Landesregierung muss jede Information, die sie hat, nach rechtsstaatlichen Regeln den Kommunen zur Verfügung stellen, um Verfassungsfeinde im Schöffenamt zu verhindern. In Remscheid ist der Fall nur durch den aufmerksamen Einsatz von Ratsmitgliedern verschiedener Fraktionen und Gruppen in den Blick geraten. Diese Erfahrung habe ich mit nach Düsseldorf genommen, denn auch aus weiteren Städten in NRW sind ähnliche Fälle bekannt. Was aber, wenn Extremisten bei der Prüfung durchrutschen oder gar nicht bekannt sind? Unbemerkt nehmen sie dann Platz!

Gegen jede Form von Rechtsextremismus in Remscheid

Das Aktionsbündnis „Remscheid Tolerant“ hat einen neuen Vorstand gewählt. An dessen Spitze steht als neue Vorsitzende Anne Marie Faßbender, vielen Remscheiderinnen und Remscheidern – und auch über die Stadtgrenzen hinweg – bekannt als frühere Vorsitzende des Jugendrates der Stadt Remscheid sowie als eine der Hauptinitiatoren der örtlichen Initiative „Respekt – Kein Platz für Rassismus“. Mit dem Waterbölles sprach die junge Remscheiderin über ihr neues Ehrenamt. Darauf freue sie sich sehr. Ziel des Aktionsbündnisses ist es, in Remscheid für Menschenrechte, Freiheit, Solidarität, Demokratie, Toleranz und Gewaltlosigkeit sowie gegen rechtsextremistische Gesinnung und rechtsextremistisches Gedankengut einzutreten.

Ralf Krüger und Rainer Morteln wagten sich auf Strecke

„Senioren in Bewegung“ war das kleine Straßenfest überschrieben, mit dem am Samstag die diesjährigen Wochen der älteren Generation endeten. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Elke Rühl, die Vorsitzenden des Seniorenbeirates, zeigten sich beeindruckt von der Vielzahl der vor dem Vaßbender-Saal am Markt ausgestellten Dreiräder mit E-Motor, die von einer niederländischen Firma speziell für ältere Menschen oder solche mit Behinderungen gebaut und vom „Dreirad-Zentrum Solingen) vertrieben werden. Darunter war auch ein Dreirad für den Behindertentransport. Der städtische Behinderten- und Seniorenbeauftragter Ralf Krüger und DRK-Kreisgeschäftsführer Rainer Morteln wagten sich für den Waterbölles „auf Strecke“. Preis des Rades: ab 6.688 Euro.

Wochenrückblick vom 10. bis 16. September 2018

 
 

 

"Böswillige pflegen nur ihr verqueres Weltbild!"

von Andreas Stuhlmüller

Wir leben in bewegten Zeiten. Bewegt einmal deswegen, weil wir im wahrsten Sinne des Wortes Bewegung weltweit feststellen, nicht immer gewollt. Menschen machen sich auf den Weg, weg aus ihrer Heimat, teils weil die Lebensumstände nichts Besseres zulassen. Wir nennen diese Menschen Flüchtlinge oder Asylbewerber. Derzeit sind rd. 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Die größte Volksgruppe mit über 6 Millionen ist die der Syrer.  Daneben sind auch Angehörige ärmerer Länder unterwegs, die sich einen wirtschaftlichen und sozialen Aufstieg erhoffen. Deutschland als eines der reichsten Länder der Welt ist dabei naturgemäß ein gefragtes Ziel, und so haben wir in Remscheid und auch in unserem Stadtteil Lüttringhausen insbesondere seit dem Jahr 2015 einen erheblichen Zuzug ausländischer Staatsangehöriger verzeichnet.

Bewegt sind die Zeiten aber auch, weil die Auswirkungen dieser Veränderungen, die landläufig als Flüchtlingskrise bezeichnet wird, sehr kontrovers diskutiert wird. Kontrovers diskutiert trifft es leider auch nur zum Teil, wenn wir uns insbesondere die Vorfälle der letzten Tage in Chemnitz und der Stadt Köthen betrachten, in denen eine Ansammlung gewaltbereiter Nationalisten und Nationalsozialisten unter dem Deckmantel angeblicher Trauer und Besorgnis ihre widerlichen Parolen skandierten und auch vor tätlichen Angriffen auf Menschen fremder Herkunft auch auf Polizisten nicht zurückschreckten.

Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller (CDU) gestern auf dem Bürgerempfang der Bezirksvertretung Lüttringhausen im Ratssaal des Lüttringhauser Rathauses.

Nicht diese Vorgänge will ich heute analysieren; sie sind aber Anlass genug, sich über unsere Situation Gedanken zu machen. Schenkt man denen Glauben, die montags bei Pegida mitlaufen, oder andere Zeitgenossen, die sogar in unseren Parlamenten sitzen, aber auch in nicht so seltenen Gesprächen  mit besorgten Mitbürgern , so soll es eine Relation zwischen Staatsangehörigkeit bzw. Herkunft oder Abstammung und  Kriminalitätsrate geben. Kurz gesagt, je mehr  Menschen ausländischer Abstammung desto mehr Verbrechen.

Aus unserem Erleben hier vor Ort ist dies nicht zu bestätigen. Gemäß dem statistischen Jahrbuch der Stadt Remscheid wohnten 2016 in Lüttringhausen 16.219 Einwohner, davon 1.796 Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit und in etwa die gleiche Zahl Deutsche mit einer zweiten Staatsangehörigkeit. Nimmt man noch die Gruppe hinzu, die ausländischer Abstammung ist und in der Zwischenzeit die deutsche Staatsangehörigkeit, und zwar ausschließlich die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen hat, – das sind rund 1000 Personen - beträgt der Zahl der sogenannten Personen mit Migrationshintergrund 4.532. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 28 Prozent.

Wem das hoch vorkommt, dem sei gesagt, dass dies die deutlich niedrigste Quote in unserer Stadt ist. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund beispielsweise im Südbezirk beträgt 40 %, der Durchschnittswert der gesamten Stadt Remscheid 36 %.

Der innerstädtische Vergleich ist aber nicht das, was uns hier interessieren soll. Würde die behauptete Relation zwischen Nicht-deutscher-Abstammung und Verbrechensrisiko zutreffen, so müsste in Lüttringhausen und noch viel mehr im übrigen Stadtgebiet eine überdurchschnittlich hohe Anzahl von Verbrechen verzeichnet sein. Die Statistik sagt jedoch etwas Anderes, sogar Gegenteiliges, und sie deckt sich dabei mit unserem eigenen Erleben und Empfinden. Die von der Polizei veröffentlichten Zahlen weisen unserer Stadt als sehr sicheren Ort zum Leben aus. In meiner Eigenschaft als Bezirksbürgermeister – genauer muss ich eigentlich sagen – unserer Eigenschaft als Bezirksbürgermeister, da ich hier den Kollegen Heuser mit einbeziehe, haben wir anlässlich unserer regelmäßigen Besuche bei Gratulation zu Geburtstagen und Jubiläen viele Kontakte, die uns ein zuverlässiges Bild über Empfindungen und Einschätzung des Lebens in unserem Lüttringhausen gibt. Es besteht eine grundsätzliche Zufriedenheit mit den Lebensumständen in unserem Stadtteil. Er wird als liebens-und lebenswerter Ort angesehen, in dem man im Allgemeinen gerne wohnt. Das Empfinden einer konkreten Bedrohung oder eine ängstliche Einschätzung bestimmter Sachverhalte stellen wir nicht fest. Das gilt im Übrigen auch gegenüber unserer Justizvollzugsanstalt, die seit 112 Jahren mitten im Ort liegt und von den Einwohnern nicht als Problem angesehen wird.

Bergische Chorlieder steuerte zum gestrigen Bürgerempfang in Remscheid-Lüttringhausen der Lüttringhauser Männerchor bei.

Zu ihrem jährlichen Bürgerempfang hatte die Bezirksvertretung Lüttringhausen gestern Abend ins Rathaus Lüttringhausen eingeladen. Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller und die Mitglieder der Bezirksvertretung begrüßten dazu eine überschaubare Anzahl von Vertretern aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Lüttringhauser Institutionen. Diese konnten sich in zwangloser Atmosphäre über wichtige und weniger wichtige Lüttringhauser Themen austauschen.
In seiner Rede ging Stuhlmüller auch auf aktuelle kommunalpolitische Thermen ein, zum Beispiel auf das umgestaltete Umfeld des Rathauses im Allgemeinen und den geplanten Brunnen im Besonderen. In diesem Zusammenhang bat er die interessierten Bürger/innen und den Heimatbund Lüttringhausen um Geduld.

Also alles gut? Wohnen in Remscheid und in Lüttringhausen die besseren Menschen und  ist deshalb hier die Kriminalität unterdurchschnittlich vertreten? So einfach ist es leider nicht. Spricht man mit den Mitbürgern über ihre empfundene  Lebenssituation, so erhält man die angesprochene positive Einschätzung. Kommt man dann auf das Thema „Zuzug von Flüchtlingen“, kann sich diese dahingehend verflüchtigen, dass man eine Verschlechterung unserer Lebensumstände befürchtet. Hier hat sich auch schon eine deutliche Angleichung zwischen Bürgern deutscher und Bürgern ausländischer Abstammung ergeben, also von denen die einst selbst nach Deutschland eingewandert sind oder deren Folgegeneration. Auch bei letzteren ist eine Furcht vor einem – so wird er häufig bezeichnet – „unkontrollierten“ Zuzug aus dem Ausland gegeben. Die Aussage lautet also: „Ja es geht uns gut. Die Lebensumstände stimmen. Wir wohnen gerne in Lüttringhausen. Aber wir haben Angst, dass sich das ändern könnte wegen der Flüchtlinge“.Warum ist das so? Und ist diese Auffassung berechtigt? Es lohnt sich, einen Blick auf die langfristige Entwicklung unseres Orts zu werfen.

Artikel vollständig lesen

„Kirsche“ flog leider kein einziges Mal durchs Loch

Neue Rögy-Sporthalle wird bald fertig“, berichtete der Waterbölles am 24. August. Und froh darüber zeigte sich im Video damals die städtische Architektin Anja Klein, als sie dem Waterbölles die Besonderheiten der Halle vorstellte. Gestern nun wurde die neue Dreifachturnhalle des Röntgen-Gymnasiums in Remscheid-Lennep eingeweiht, die sich die Stadt 7,2 Millionen Euro hat kosten lassen. Es war eine sportliche Feier. Sportlich kurz die Reden von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Magnus Tewes (Dezernent bei der Bezirksregierung Düsseldorf), Schulleiter Matthias Lippert und Studienrätin Pia Laerz (Fachvorsitz Sport des Röntgen-Gymnasiums. Und sportlich auch die Akrobatik, mit der die Jungen und Mädchen der Klasse 6a die Feier eröffneten. Ein Torwandschießen, an dem neben den Siegern eines Schülerturniers auch die drei Redner teilnahmen, stand an Ende des Programms. Leider flog die „Kirsche“ kein einziges Mal durchs Loch.

Neue P&R-Plätze in Lennep frühestens in zwei Jahren

Mehr P&R-Parkplätze in Lennep statt Gewerbeflächen?“, fragte der Waterbölles am, 27. Juni. Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 28. Juni und der Sitzung der Bezirksvertretung Lennep nach den Sommerferien hatte die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die Vermarktung der Gewerbeflächen (Grundstück 9 und 10) im Gewerbegebiet am Lenneper Bahnhof stoppen und die Einrichtung von P&R-Parkplätzen prüfen einschließlich der Frage nach Fördermitteln. Nach längerer Diskussion beschloss die BV Lennep am 5. September, die Verwaltung möge „neue P&R-Parkplätzen im Umfeld des Bahnhofs Lennep prüfen“.

Mit diesem Beschluss befasste sich am Donnerstag noch einmal der Entwicklungsausschuss am Donnerstag dahingehend, dass die Vermarktung der beiden noch freien Gewerbegrundstücke gestoppt und der für die nächste Bauausschusssitzung am 18. September geplante Verkauf eines Grundstücks zurückgestellt werden solle (Ursprungsantrag). Der Technische Beigeordnete sagte das in der Sitzung nicht zu, sondern verwies auf das Recht des Bauausschusses, die Beschlüsse von BV Lennep und Entwicklungsausschuss zu bewerten, also auch am Verkauf eines Grundstücks festzuhalten. Allerdings kündigte er auch eine erklärende Vorlage an zu einem Grundstück westlich der Bahngleise Richtung Lüttringhausen, das von der Schlachthofstraße hinter der Unterführung nach rechts über eine Privatstraße zu erreichen sei und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft der Bahn AG gehöre. Dazu müsse allerdings eine Privatstraße öffentlich gewidmet werden.

Ob die Stadt denn mit dem Eigentümer dieser Straße inzwischen gesprochen habe, wollte der CDU-Fraktionsvorsitzender Jens Peter Nettekoven wissen. Immerhin liege der Antrag der CDU-Fraktion ja schon seit Juni vor. Das sei bisher nicht geschehen, räumte Peter Heinze ein. Die CDU bestand daraufhin auf einer Abstimmung über ihren Antrag und setzte sich bei der Zurückstellung des Grundstücksverkaufs mit sieben zu fünf Stimmen bei drei Enthaltungen durch. Der Beschluss über die „Prüfung des Umfelds“ zwecks neuer P&R-Parkplätze fiel danach einstimmig aus. Auf dem anvisierten Bahngelände könnten ca. 80 P&R-Plätze entstehen, beim Bau einer Parkpalette noch mehr. Vorausgesetzt, die Verhandlungen mit dem Straßenbesitzer verliefen erfolgreich. Danach wäre dann ein Bebauungsplan aufzustellen. Laufzeit bis zur Rechtskraft: ca. zwei Jahre.