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Als man in den Remscheider Bergen noch nach Eisen suchte

Sammlung: BaadeSeit etwa 700 n. Chr. dringen fränkische Siedler aus der Rheinebene nach Osten vor und roden große Teile des Bergischen Landes, das vorher ein unbesiedeltes Waldland war. Dieser Siedlungsvorgang geht bei uns schrittweise vor sich von Opladen bis Radevormwald. Um 1000 n. Chr. sind fast alle heutigen Ortsnamen vorhanden und wurden früher oder später in den Urkunden genannt. Die Besiedlungsperiode war damit abgeschlossen. Die Siedler entdeckten an verschiedenen Stellen im Bergischen Land an der starken braunen Bodenverfärbung lokale Eisenerzvorkommen. Spätestens seit 900 n. Chr. beginnt man bei uns an einigen Stellen, die Eisenerze abzubauen und in einfachen Eisenschmelzöfen zu verhütten. Einen solchen Schmelzofen entdeckte 1935 der verstorbene Heimatforscher Wilhelm Blankertz in der Mul bei Hückeswagen. Die bei diesem Ofen gefundenen und durch Dr. Hans Knübel untersuchten Gefäßscherben von Pingsdorfer Keramik und fränkisch- karolingischen Kugeltöpfen deuten darauf hin, dass er frühmittelalterlich ist und mit großer Wahrscheinlichkeit aus der Zeit um 900 n. Chr. stammt. Dieser Schmelzofen steht heute im Historischen Zentrum in Remscheid (Deutsches Werkzeugmuseum). Die Schlacken solcher mittelalterlichen Eisenschmelzen finden sich verstreut an zahlreichen Stellen unserer Heimat. 1953 wurde an einem Schlackenplatz im Burgholz bei Cronenberg die Schlacke untersucht. Es wurden wieder Scherben von Pingsdorfer Keramik gefunden, die anzeigen,  dass auch diese Eisenschmelze frühmittelalterlich und in die Zeit um 1000 - 1100 n. Chr. einzuordnen ist. Die erste Epoche bergischer Eisenerzgewinnung mit ihrer Verhüttung und Verarbeitung reicht in die frühgeschichtliche Zeit hinab. Ihre Rückstände liegen noch haufenweise in unseren Wäldern oder bis 1, 20 m tief im Wiesenboden unserer engen Täler. Viele der Schlackenberge fassen nach fachmännischer Schätzung 50 - 70 Doppelwaggons Inhalt und enthalten bis zu 69% Eisen. Eine Menge von Fundstücken an den Arbeitsstätten,  kleine Hufeisen, ein Pferdebissel, die älteste bergische Tüllenaxt, ausgeschmiedete Eisenstücke für Werkzeuge, Messer, Lanzen und Schwerter, raue graue Topfreste,  zahlreiche Scherben schwarzer Kugelam- phoren weisen diese älteste bergische Eisenindustrie in die frühgermanische Zeit; die häufig gefundene Pingsdorfer Ware setzt ihr Ende in die erste Hälfte des 9. Jahrhunderts. Der damalige Bergbau war ursprünglich ausschließlich der Tagebau. Zunächst sammelte man die vom Wasser losgelösten und in den Talmulden zusammengetriebenen Brauneisensteinknollen. Fand sich der Brauneisenstein in mannstiefen Löchern, so hob man diese aus, zeigte er sich in Gängen, so folgte man ihnen, bis sie,  oft plötzlich, abbrachen. Bruchstücke von Schmelzöfen finden sich massenhaft in bergischen Wäldern und Tälern. Kalk als Flussmittel ist unbekannt. Nur weiches Schmiedeeisen wurde erzeugt, das aber durch fortgesetztes Abschrecken, Nachglühen und Hämmern stahlhart geschmiedet wurde. Verhüttet wurde mit Holzkohle. Die Meilerplätze sind wieder aufgefunden und liegen teilweise tief in der Erde, wobei man im Gelpetal auch an der Oberfläche Meilerstandorte ausmachen kann. Heimatforscher Blankertz aus Hückeswagen hat etwa 200 der alten Arbeitsbezirke wieder aufgefunden, wobei jeder eine geschlossene Einheit mit Erzabbaustelle, Verhüttungsstätte,  Meileranlage, Schreckteich und Schmiedeplatz darstellte. Um 830 fand diese älteste bergische Eisengewinnung und -verarbeitung ihr Ende. Der Grund war die Erschöpfung des Heimatbodens an nutzbaren Erzen. Nie wieder ist der heimische Bergbau zu solch einer Blüte gelangt. Über mittelalterlichen Erzabbau und die Metallverarbeitung besitzen wir allerdings nur wenige urkundliche Belege. Als wichtigste nennt Blankertz aus einem Beleg: "Karl der Große pflegt das Eisenhandwerk auf seinen Königshöfen und verbietet die Ausfuhr von Eisen- und Eisenwaren." 1120 werden die Erzgruben bei Lüderich genannt, 1137 schenkt Kaiser Rotbart die Silbergruben auf dem Reichshof Eckenhagen seinem Kanzler Reinhold von Dassel, 1275 wird Wipperfürth Münzstätte, 1369 schließt Graf Wilhelm II. mit Remscheider Schmieden einen Erbvertrag über den Hohenwald "das Remscheid" genannt. Vor 1400 gibt es Eisengewinnung und Eisenverarbeitung in Breckerfeld.

Inneres einer Remscheider Eisensteingrube. Sammlung: R. Baade1437 erhalten die bergischen Herzöge das Bergregal, 1480 findet sich "lenneper yser" in den Accisenrollen zu Osnabrück. Von einem heimischen Bergbau ist nur noch andeutungsweise die Rede. Warum ist der Abbau bei uns eingeschlafen? Diese Erklärung ist in bisher allen Unterlagen, die ich eingesehen habe, von allen Autoren falsch dargestellt worden, weil jeder von jedem irgendwie abgeschrieben hat. Karl Roesch und Martin Kühn aus Remscheid haben die bergischen Erze analysiert und kommen 1976 zu dem Schluss, dass bergisches Eisenerz einen zu hohen Phosphor- und Schwefelgehalt hatte. Das gewonnene bergische Eisen konnte ausschließlich zum Gießen benutzt werden, nicht zum Schmieden. Somit ist auch der Bezug von Eisenluppen aus dem Siegerland, speziell aus dem Müsener Berg (15. Jhdt.) über die Eisenstraße und ihre Hohlwege zu erklären. Der Müsener Berg enthielt verschieden Stollen, in denen verschiedenartige Erze abgebaut wurden, welche die Remscheider Schmiede zu ihrem späteren Raffinierstahl zurechtschmiedeten. Das Erz dieses Stahlberges enthielt an verschiedenen Stellen hohen Mangangehalt, dann wieder wenig Phosphor in einem anderen Stollen und im nächsten wenig Schwefel usw. Er wurde in den umliegenden Hütten zu "Stahlkuchen" erschmolzen und dann in Ladungen von 1.000 Pfund auf den sogenannten Hessenkarren nach Remscheid befördert, wo er von den hiesigen Hammerschmieden durch deren besonderes Schmiedeverfahren zu Raffinierstahl und somit zum besten Stahl seiner Zeit verarbeitet wurde. Die von Ploennies gegen 1715 gezeichnete Karte des Amtes Bornefeld zeigt … die alte Wegeverbindung von Remscheid über Birgderkamp, dann nördlich von den Höfen Stöcken und Heydt über Forsten; Wirtshagen und Waag nach Hückeswagen. Unterhalb Forsten, an dem Abstieg zum Dörpetal, ist auffallenderweise die Bezeichnung "Yser- Straße" eingetragen; im Jahre 1997 ist sie als Bodendenkmal unter Schutz gestellt worden. Sie ist ein Beweis, dass wir hier die erwähnte alte Verbindung vor uns haben,  auf der die Rohmaterialien für das Remscheider Eisengewerbe mühsam herangeschafft wurden.

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Corona: Worauf bei Umzügen zu achten ist

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wie zu Zeiten von Corona private Umzüge durchzuführen sind, um ein mögliches Ansteckungsrisiko auszuschließen, regelt die Corona-Schutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22. März  n i c h t. Deswegen gibt die Stadt Remscheid hierzu nachstehende Vorgaben, die unbedingt eingehalten werden müssen. Wer dagegen verstößt, muss mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Denn auch bei privat organisierten Umzügen gilt grundsätzlich das Verbot von Zusammenkünften und Ansammlungen nach der Corona-Schutz-Verordnung.

  1. Die Umzüge sind dem Kommunalen Ordnungsdienst der Stadt Remscheid (KOD) mindesten eine Woche zuvor schriftlich per E-Mail unter leitstelle.ordnungsamt@remscheid.de anzuzeigen.
  2. Im Rahmen der Anzeige muss nachvollziehbar begründet werden, warum der Umzug nicht verschoben werden kann.
  3. Im Rahmen der schriftlichen Anzeige müssen außerdem alle am Umzug beteiligten Personen mit Vor- und Nachnamen, Anschrift und Telefonnummer dokumentiert werden. Denn: Die einzelnen Personen müssen nach Infektionsschutzgesetz feststellbar sein, wenn später bekannt wird, dass jemand aus dem Kreise der Helfenden zum Zeitpunkt des Umzugs infiziert war.
  4. Bei den Umzügen sind möglichst die Mindestabstände und allgemeine Hygienevorschriften nach dem Robert-Koch-Institut (RKI) einzuhalten.

Alle Informationen zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Corona: MediRIG erfasst Krankenhausdaten zentral

Pressemitteilung des Landesbetriebs Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW)

Dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ist es in wenigen Tagen gelungen, in allen Krankenhäusern in NRW Daten zu erfassen, die in der gegenwärtigen Corona-Krise dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen und dem Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen Aufschluss geben über intensivmedizinische Überwachungsplätze (inkl. Beatmungsfunktion), Isolierungsmöglichkeiten, aber auch die Anzahl der im Krankenhaus intensivmedizinisch behandelten COVID-19-Patienten mit bzw. ohne Beatmung. Das im Auftrag des NRW-Ministeriums des Innern vom Landesbetrieb entwickelte digitale  Tool ist in das „Informationssystem Gefahrenabwehr Nordrhein-Westfalen“ integriert, das Feuerwehren, Rettungsdienste und den Katastrophenschutzes in Nordrhein-Westfalen unterstützt. Unter einer einheitlichen Benutzeroberfläche werden verschiedenste relevante Informationen der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr zusammengeführt und Krankenhäusern, Rettungsdiensten etc. zur Verfügung gestellt.

Über die Matrix im Kernmodul „MediRIG“ erhält die Leitstelle sofort einen Überblick über die freien und die ausgelasteten Versorgungskapazitäten und über die jeweilige Ausstattung des Krankenhauses. Eine schnelle Zuweisung und Versorgung eines Patienten in einem frei-gemeldeten Krankenhaus kann dadurch sichergestellt werden. Die Leitstellen können die Daten der Krankenhäuser ergänzen.

Wettbewerb für Grundschulkinder in den Osterferien

Pfarrererin Dagmar Cronjäger. Foto: Thomas E. Wunsch.Pressemitteilung des Schulreferats des Ev. Kirchenkreises Lennep

Schul-, Sportstätten- und Freizeitparkschließungen sowie der Ausfall von Urlaubsreisen aufgrund des Corona-Virus stellen Kinder, Eltern und Schulen auch hinsichtlich der Gestaltung der Osterferien vor Herausforderungen. Zur Unterstützung aller, die in den Ferien Grundschulkinder betreuen, ob zuhause oder in den Schulen, schreibt das Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Lennep in Kooperation mit dem Schulreferat des Ev. Kirchenkreises An der Agger und der Diakonie Hückeswagen einen Wettbewerb aus.: „Ich pack‘ das – wie ich Corona klein kriege“

Liebe Schülerin, lieber Schüler, teile uns mit, wie Du diese seltsame Zeit allein oder mit Deiner Familie erlebst und wie Du das Beste daraus machst. Du kannst eine Geschichte oder ein Tagebuch schreiben, die Du uns als Mail oder per Post schickst. Du darfst auch malen z.B. einen Comic oder eine Collage anfertigen und uns davon ein Foto schicken. Zu gewinnen gibt es viele tolle Preise, darunter Ausflugtickets für die Zeit, wenn die Schule wieder geöffnet hat, Spiele und Bücher. Bitte sende Deinen Beitrag bis zum 19. April (Einsendeschluss)

Als E-Mail an schulreferat@kklennep.de oder sekretariat-bildung@kklennep.de

als Brief an Ev. Kirchenkreis Lennep, Schulreferat, Dagmar Cronjäger, Geschwister-Scholl-Str. 1a, 42897 Remscheid

Wichtig ist, dass Du uns Deinen Namen, Deine Schule und Klasse nennst. Wir möchten die schönsten Bilder und Geschichten in einem kleinen Heft veröffentlichen. Dazu brauchen wir von Deinen Eltern die Erlaubnis in einem Satz:

„Ich ………………………………………………………………. (Name der/des Erziehungsberechtigten) stimme zu, dass der Beitrag meiner/s Tochter/Sohnes               

………………………………………………………………………(Name) zu nicht kommerziellen Zwecken veröffentlicht werden darf.

Datum ………………………Unterschrift……………………………………………...“
Viel Freude und Erfolg!

Mit Abstand ganz nah bei Ängsten und Nöten

Christine Ullerich, ab sofort ehrenamtlich zu erreichen.

von  Christine Ullerich

In Zeiten wie diesen ist Nähe, Menschlichkeit und ein Füreinander da sein ganz wichtig. Das funktioniert auch mit dem der Situation geschuldeten und nötigen Abstand. Denn es geht um das Gefühl, dass jemand einfach da ist. Der sich die Ängste anhört und einem die Sorgen nimmt. Viele Menschen in unserer Stadt sind gerade jetzt sehr allein, besonders ältere und alleinlebende Menschen. Das Fernsehen, manchmal das einzige Fenster nach außen, verunsichert noch mehr. Umso wichtiger ist es Mut und Hoffnung zu spenden und das gute Gefühl geben, man ist doch nicht allein!

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der sozialen Betreuung älterer Menschen (fünf Jahre lang leitete ich die Soziale Betreuung im APZ „Der Wiedenhof“ und rief Aktionen ins Leben wie zum Beispiel „Lass uns tanzen“ für Menschen mit Demenz) weiß ich, dass es gerade diese Gruppe besonders hart treffen kann. Teilweise ohne Angehörige müssen diese Senioren jetzt durch eine Zeit, die sie nicht nur noch tiefer in die Isolation schickt, sondern auch an frühere, schreckliche Zeiten erinnert. Deswegen habe ich mich dazu entschieden, für diese Menschen da sein zu wollen (Tel.  0178/ 91 81 020, E- Mail zusammen@stille-post.com">zusammen@stille-post.com): Ich höre mir die Ängste und Nöte aller Anrufer und Schreiber an, bemühe ich um Rat und biete weitere Hilfe an, wenn es gewünscht ist oder gebraucht wird. Manchmal reicht auch einfach nur ein Schwätzchen. Auch dafür bin ich da. Und zwar ehrenamtlich, d.h. für jedermann absolut kostenfrei.

Toilettenpapier-Ersatz bitte nicht ins WC

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Die Hamsterkäufe von WC-Papier haben dazu geführt, dass dieser Artikel nun Mangelware ist. Wer zurzeit kein WC-Papier bekommen hat, weicht zum Teil auf andere Hygieneartikel wie Papiertaschentücher, Haushaltsrollen und Feuchttücher aus. Diese Artikel sind auf Haltbarkeit produziert, enthalten zum Teil Plastikfasern und zerfallen im Gegensatz zu Toilettenpapier nicht im Wasser. Sie verstopfen das Kanalsystem und die Pumpen auf Kläranlagen. Schützen Sie Ihre Abwasserleitungen: Werfen Sie diese Hygieneartikel bitte nicht ins WC! Entsorgen Sie diese bitte in gut verschlossenen Müllbeuteln in die graue Tonne. Noch ist der Toilettenpapier-Ersatz in den Kanälen und Kläranlagen nicht spürbar, aber alle Bürger/-innen sind aufgerufen, verstopften Leitungen frühzeitig vorzubeugen. Vielen von Ihnen ist sicher noch der „Fatberg“ in London aus den Medienberichten in Erinnerung.

Stadtsparkasse bringt Bargeld nach Haus

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Aus aktuellem Anlass weitet die Stadtsparkasse Remscheid ihren Bargeld-Bringservice für ihre Kunden deutlich aus. „Unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger, aber auch die Menschen mit Vorerkrankungen sind derzeit besonders gehalten, sich so wenig wie möglich in die Öffentlichkeit zu begeben. Gerade dieser Kundenkreis kann in den schwierigen Zeiten von unserer Serviceleistung profitieren und gemeinsam können wir das Infektionsrisiko minimieren“, sagt Sparkassen-Sprecherin Ann-Kristin Soppa. Die Sparkasse hat dazu ihr Personal zur Erweiterung des Angebots aufgestockt. „Es haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen, die zurzeit weniger ausgelastet sind, freiwillig zur Unterstützung gemeldet“, so Ann-Kristin Soppa. Wer dringend Bargeld benötigt, kann seine Bestellung telefonisch in allen Geschäftsstellen oder über das Kundenservicecenter übermitteln, das montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr unter 0 21 91/16-60 erreichbar ist. Täglich können ausschließlich im Remscheider Stadtgebiet bis zu 500 Euro bestellt werden, die Gebühr beträgt pro Bargeld-Lieferung 5 Euro. Selbstverständlich unterliegt der Bargeld- Bringservice der Stadtsparkasse den aktuell vorgegebenen Hygieneregeln. (Ann-Kristin Soppa)

Corona: Jetzt 38 Infizierte im Stadtgebiet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach heutigem Stand sind 38 Remscheider Bürgerinnen und Bürger positiv auf die Covid-19-Erkrankung getestet worden. Von diesen 38 Personen wurden sieben Personen als genesen aus der angeordneten Quarantäne entlassen. 287 Remscheiderinnen und Remscheider befinden sich in angeordneter häuslicher Quarantäne. Eine Erfassung der freiwilligen Quarantäne erfolgt nicht.

Mit Fortschreiten des Infektionsgeschehens gibt es immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und unerkannt bleiben. Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bereits bedeutend höher sein. Das Infektionsgeschehen ist so weit fortgeschritten, dass die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr vollständig möglich ist.

Am 19. März haben wir Sie über die Schließung der städtischen Dienststellen informiert und Ihnen die wichtigsten Kontaktmöglichkeiten (Funktions-E-Mail-Adressen) mitgeteilt. Heute möchten wir Ihnen gerne die online zur Verfügung stehenden Informationsplattformen und Online-Dienste in kompakter Form vorstellen: https://remscheid.de/rathaus-und-politik/buergerservices/rathaus-onlineinformationen/146380100000143991.php. Denn ohne Kenntnis der Verwaltungsabläufe fällt es nicht immer leicht, auf unserer Internet-Plattform www.remscheid.de die jeweils benötigte Information direkt zu finden. Mit unseren Online-Informationen möchten wir Ihnen in dieser schwierigen Zeit zusätzlich Hilfestellung zu geben. Bei Problemen und Fragen wenden Sie sich gerne an die jeweils genannten Kontakte. Nutzen Sie zur Information auch gerne unsere Social Media Angebote wie beispielsweise Facebook und Instagram.

*** Bleiben Sie trotz des guten Wetters zuhause! Reduzieren Sie sämtliche sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum – auch in den eigenen vier Wänden! Das Virus ist der unsichtbare Feind!***

Stadt entlastet junge Familien und Mittelständler

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid bietet Steuerpflichtigen bereits seit der Vorwoche die Möglichkeit einer Stundung von Steuerzahlungen unter Verzicht auf eine Verzinsung an, um insbesondere die mittelständischen Unternehmen vor Ort zu unterstützen. Ebenso kann die Anpassung der Gewerbesteuervorauszahlungen aufgrund von Umsatzrückgängen unbürokratisch beantragt werden. Seit dem 17. März haben bisher 61 Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, so dass 1,8 Millionen Euro Gewerbesteuerzahlungen herabgesetzt wurden. Auf diese Weise soll in Krisenzeiten die Liquidität der Unternehmen gestärkt werden. Die langfristigen Auswirkungen auf die Gewerbesteuer können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Die Auswirkungen der Krise auf die Exportwirtschaft, die Industrie und den Dienstleistungssektor dürften jedoch erheblich sein. Vor Beginn der Krise lag das Gewerbesteueraufkommen bei 63,9 Millionen Euro.

Auf die im April fälligen Elternbeiträge für Kitas, die Kindertagespflege und die Offene Ganztagsgrundschule wird die Stadt Remscheid verzichten, um junge Familien in einem Gesamtvolumen von 530.000 Euro kurzfristig zu entlasten. Ein entsprechender Dringlichkeitsentscheid wurde heute Nachmittag unterzeichnet. Dies gilt auch für die Essensgelder in den städtischen Kindertageseinrichtungen. Wegen der Essensgelder in nicht-städtischen Einrichtungen wird eine Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Träger empfohlen. Von dieser Regelung ist die Bezahlung von Beitragsrückständen aus dem Vorjahr oder den Vormonaten nicht betroffen. In diesen Fällen kann jedoch ein Antrag auf Stundung an die Stadtkasse gerichtet werden. Der Antrag kann mit E-Mail an debitorenteam2@remscheid.de">debitorenteam2@remscheid.de gestellt werden (bitte bei der Antragsstellung das Kassenzeichen des Bescheids angeben).

„Die Corona-Krise ist für die gesamte Stadtgesellschaft eine große Herausforderung. Viele packen mit an. Dafür bin ich sehr dankbar. Unser Beitrag ist es, Familien und Unternehmen in der schwierigen Zeit zu entlasten und ihnen zu helfen, auch finanziell durch die kommenden Wochen einigermaßen unbeschadet hindurchzukommen“, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Die Stadt erwartet – gemeinsam mit dem Städtetag – vom Bund und vom Land weitgehende Unterstützung bei der Bewältigung der Krise. Am Freitag wird dazu ein Spitzengespräch in Düsseldorf stattfinden. Niemand wird in Frage stellen, dass Städte und Gemeinden systemrelevant sind. Die Folgen der Krise sind in Kreisen, Städten und Gemeinden und damit von uns allen als Bürgerinnen und Bürgern zu bewerkstelligen.

Auf dem Wege eines Dringlichkeitsentscheides wurden heute auch 4,5 Mio. Euro zusätzlich für die Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise zur Verfügung gestellt. Damit kann der Krisenstab über die bisher vorhandenen Mittel hinaus notwendige Beschaffungen und Maßnahmen finanzieren. Für die Finanzierung der Mehraufwendungen hat die Stadt Remscheid im Rahmen der vom Rat beschlossenen Möglichkeiten zusätzliche Kreditmittel abgerufen, um jederzeit flexibel und schnell handlungsfähig zu sein. Die Videobotschaft des OB zum Thema ist über den Link https://youtu.be/DlbUCbsyn40 auf dem städtischen YouTube Kanal, über die städtische Homepage www.remscheid.de und auch über Facebook und Instagram abrufbar.

Als die Wiesenstraße noch von Wiese umgeben war

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde, diese schöne Ansichtskarte aus der Zeit um 1910 zeigt den Blick von der späteren Albert-Schmidt-Allee über die Wiesenstraße und den Lenneper Talkessel auf die heute so genannte Neustadt. Die Wiesenstraße machte damals, wie man sieht, ihrem Namen noch viel Ehre. Das dortige zentrale große Gebäude lag genau im Knick der Wiesenstraße und war ein paar Jahre vor der Entstehung dieser Postkarte von dem Remscheider Syndikus Dr. Thilo in Auftrag gegeben worden. Er realisierte damit ein Projekt der zwischen 1900 und 1910 im Bergischen Land öfters in Erscheinung getretenen Bewegung "Neubauten im Altbergischen Styl", einer Gruppe von Architekten, zu der in Lennep die Baumeister Arthur Schmidt und Paul Dürholt gehörten. Das Gebäude wurde im Krieg beschädigt und später gänzlich abgerissen.

Wirtschaftsförderung begleitet Firmen im Krisenfall

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Remscheider Wirtschaftsförderung ist auch in Zeiten der Corona-Krise verlässliche Partnerin für Remscheider Unternehmerinnen und Unternehmer. Mit starker Internetpräsenz und im persönlichen Austausch per Telefon oder E-Mail unterstützt sie Gewerbetreibende darin, sich im Dschungel der Hilfs- und Förderprogramme von Bund und Land sowie hilfreichen Informationen von Verbänden und Organisationen zu orientieren. Unternehmen, Kultureinrichtungen und Künstler finden gleichermaßen  Unterstützung.  

Aus Anlass der aktuellen Corona-Krise und dem sich hieraus ergebenden gesteigerten Informations- und Beratungsbedarf für Remscheider Unternehmen hat die städtische Wirtschaftsförderung auf ihrer Web-Seite „Coronavirus trifft Wirtschaft“ zahlreiche Infos und Tipps zusammengetragen. Die Informationen werden fortlaufend ergänzt und aktualisiert: https://remscheid.de/arbeiten-und-wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/foerderungen-und-kooperationen/146380100000143783.php?p=67465,67803,143783.

Eine Sichtung der aufgeführten Links und Programme macht Unternehmen und Gewerbetreibenden eine Entscheidung darüber möglich, welche Inhalte und Angebote mit passendem Kontakt von besonderem Interesse sind. Besteht darüber hinaus noch Informations- und Beratungsbedarf, steht das Beratungsteam „Wirtschaft und Corona“ für weitere Information zur Verfügung. Sofern gewünscht, wird anschließend für eine rechtssichere Beratung zu einzelnen Maßnahmen an den jeweiligen Träger weitervermittelt. Die Mitglieder des Teams „Wirtschaft und Corona“ sind telefonisch und per E-Mail von Montag bis Freitag zu den üblichen Dienstzeiten erreichbar:

Corona: Anmeldefrist läuft bis zum 30. Juni

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Aktuell sind Arbeitgeber aufgrund der Corona-Pandemie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Probleme beschäftigt, z. B. Schließungen von Einrichtungen/Geschäften, Unterbrechung von Lieferketten, Mitarbeitende im Homeoffice. Gemeinsam unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Integrations- und Inklusionsämter Arbeitgeber in dieser Situation. Ob und wie viele Schwerbehinderte sie in ihren Betrieben beschäftigen, können die Arbeitgeber dort bis zum 30. Juni mitteilen. Normalerweise endet das Anzeigenjahr 2019 am 31. März 2020. Die BA und die Integrations- und Inklusionsämter akzeptieren nun, dass die Meldungen bis spätestens 30. Juni 2020 abgegeben werden. Gleiches gilt für die Zahlung der Ausgleichsabgabe. Das bedeutet, dass die BA bis zu diesem Zeitpunkt keine Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen einer verspäteten Abgabe einleiten wird und die Integrations- und Inklusionsämter für die Zeit vom 1. April bis zum 30.Juni 2020 keine Säumniszuschläge erheben werden. Die Förderung der Beschäftigung von schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen wird dadurch nicht beeinträchtigt werden.Arbeitgeber mit durchschnittlich mindestens 20 Arbeitsplätzen sind gesetzlich verpflichtet, auf mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Zur Überprüfung der Beschäftigungspflicht haben diese Arbeitgeber ihre Beschäftigungsdaten bis 31. März 2020 der Agentur für Arbeit anzuzeigen. Sofern die Beschäftigungsquote nicht erfüllt ist, müssen Arbeitgeber gleichzeitig eine Ausgleichsabgabe an die Integrations-/Inklusionsämter zahlen.