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Freibad auch heute und morgen geschlossen

Am Mittwoch und Donnerstag, 21. und 22. August, bleibt das Freibad Eschbachtal weiter geschlossen. Die technische Überprüfung durch einen Gutachter dauert noch an. Auch die Analyse seiner Ergebnisse bleibt abzuwarten. Über das weitere Geschehen wird zeitnah informiert. (Pressemitteilung der Stadt Remscheid von gestern, 19 Uhr)

Denkerschmette: Programm im August

Donnerstag, 22.August, 15 Uhr
Bridge für Fortgeschrittene
Mitspieler /- innen gesucht

Dienstag, 27.August,
18.30 Uhr: 244. Plattkaller-Stammtisch
Lebensart- Redensart- Mundart
19.00 Uhr: Stammtisch für Jedermann

Mittwoch, 28.August, 14.30 Uhr
Wir über 60
Bunter Nachmittag in Bild und Ton bei Kaffee und Kuchen
Donnerstag, 29.August,19 Uhr
Skat und Rommé
Mitspieler/-innen gesucht

Samstag, 31.August, 15 Uhr
Kleiner Stadtteil ganz groß:
650 Jahre Kremenholl
Ausstellung, Fotorätsel ,Kaffee & Kuchen

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Die doppelte Schuldenlast war nur schwer abzutragen

Vorderer- und hinterer Kotten um 1890. Sammlung: Kahl

Der Anschlagkotten lag unterhalb der Müngstener Brücke, dort, wo heute die "Seilbahn" die Wupper quert. Er ist bereits auf einer Karte von 1715 verzeichnet und somit älter, als alle Historiker, die über diesen Kotten geschrieben haben, vermuten. Von der genauen Lage des Doppelkottens ist nichts mehr zu erkennen. Waren bis vor Jahren noch Reste der Mauern, Grabenanlagen oder Reste des Wasserrades zu sehen, ist im Laufe der Zeit, zuletzt aber bei der Umgestaltung zum Müngstener Brückenpark 2006, jegliches Zeugnis alter Historie verschwunden.

Die älteste Urkunde über den Kotten ist in dem Buch der "Scholarchen" (Reformierte Gemeinde Solingen) von 1737 zu finden, wo die Eheleute Peter Moll und Anna Margaretha Ohlig zur Eick bei den Scholarchen ein Kapital „von 100 Talern kourant und 52 Albus kölnisch“ aufgenommen hatten, um es mit 3 1/2 % Verzinsung zurückzuzahlen. Ein halber Schleifkotten wird in den Gerichtsakten später wiedergegeben, "nach einer freundlichen Mitteilung von Herrn Rechtsanwalt K. Kriegsbaum, Solingen" zu gleichem Datum wie auch die Geldaufnahme. Rosenthal fand in den Akten, dass die Zinsen nur einmal am 25. Mai 1738 gezahlt wurden, bevor dann eine vierjährige Pause einsetzte. Bürgermeister Johann Knechtgen, - so nennt ihn das Scholarenbuch -, zahlte für die Eheleute ab.

Ableitung zum Obergraben. Foto: HIZ RemscheidDer Übergang der Zahlungsfrist beruhte auf einem Vertrag, den die Eheleute Peter Moll am 16. Juni 1742 mit Bürgermeister Johann Knecht jun. Abgeschlossen hatten. Sie übergaben Johann Knecht eine gerichtliche Obligation "sprechent auf meinem halben Schleifkotten am Anschlag" und empfingen dafür die Summe von „100 Thalern cr. zu je 52 Alb. Köln“. Außerdem erhielten sie von Knecht noch das Geld zum Wiederaufbau des vor "etwa paar Jahren durch feuer Volichs in die Asche" gelegten Kottens (Zwischen 1738 und 1741 war der Vorderkotten abgebrannt, ohne den Hinterkotten in Mitleidenschaft zu ziehen). Alles in allem nahmen sie bei Knecht ein Darlehen von 203 Reichstalern 8 Albus zu 3 1/2 % auf. Knecht übernahm die Zinszahlungen an die reformierte Gemeinde, die Eheleute Moll verpflichteten sich dagegen, das Leihkapital und die Zinsen dadurch abzuverdienen, dass sie für Knecht für den halben Lohn schleifen würden. Außerdem traten die Molls noch die Pacht ab, die sie von Albertus Clauberg empfingen, der die andere Hälfte des Kottens gemietet hatte. Solche Pachtverträge, die auf vier Jahre abgeschlossen wurden, liegen aus den Jahren 1746 und 1749 im Stadtarchiv Solingen vor.

Noch steht alles friedlich. Foto: HIZ RemscheidKnecht sicherte sich durch das Darlehen an Peter Moll einen Heimarbeiter, bei dem er vor überraschenden Lohnforderungen sicher war. Der Darlehensvertrag enthielt eine halbjährige Kündigungsklausel, und dadurch hatte der Kaufmann Knecht den Schleifer Moll in der Hand. Zugleich gewähren uns die Unterlagen für den Anschlagkotten einen Einblick in die damalige Finanzierung einer Kottenanlage. Die Kotten wurden aus Eigenmitteln unter Zuhilfenahme einer Hypothek errichtet. Man konnte gegen die Sicherheit eines halben Schleifkottens 100 Rtl. aufnehmen. Da Peter Moll durch die Vernichtung des Vorderkottens den Oberbau und die Einrichtung verloren hatte, musste er sich die gleiche Summe noch einmal beschaffen und so eine doppelte Schuldenlast auf sich nehmen, die nur schwer abzutragen war. Der Hauptwert eines Kottens steckte also nicht in dem Kottengebäude selbst, sondern in den dazugehörigen Anlagen." So weit die Ausführungen von Rosenthal. Franz Hendrichs berichtet noch, dass Schwertklingen und -scheiden, Tafelmesser als auch Sägen, Beitel, Hobeleisen und Schlittschuhe dort geschliffen wurden.

Die letzten Besitzer des Hinterkottens waren lt. Franz Hendrichs die Familien Meis und Abraham Picard. Diese Namen kommen in den Solinger Unterlagen leider nicht vor. Vielmehr suchten am 5.3.1750 die Erben Joh. Ascheuer um ein Darlehen nach. Als Sicherheit boten sie ein Erbgut, welches unter den Kindern aufgeteilt war und dessen dritter Teil 675 Taler an Wert darstellte. Hierzu ist geschrieben, dass das Erbgut mütterlicherseits von Hermann Moll selig "nebst halbem Kotten am Anschlag" komme. Das Gerichtsprotokoll sagt aus, dass die andere Hälfte des Anschlagkottens der Frau Ascheuer geb. Moll gehört und deren Vater Hermann Moll. (Wäre für die Historiker noch zu klären, ob Hermann Moll und Peter Moll Vater und Sohn waren oder Brüder.) Bürgermeister Knecht war der Neffe des Schleifers Peter Moll. So erklären sich auch die Darlehensverhandlungen in damaliger Zeit etwas besser.

 Bis zum Ableben Johann Knechts jun. (1762) sind die Zinsen bezahlt worden. Heinz Rosenthal schreibt: "Die Witwe Peter Moll lebte 1767 noch. Ihre Erben waren Johann Peter Moll auf der Höhe (Kranenhöhe) und der Schwertschmied Johann Wilhelm Ohliger zu Feld. Beide hatten je 1/2 Anteil am Anschlagkotten. Ohliger, der für die Firma Joh. Knecht Wittib und Söhne arbeitete - er schmiedete Hauer und Schwerter - verkaufte 1775 seinen Anteil am Kotten an Peter Krahe zu Schaberg. In einer Aufzeichnung aller Wupperkotten von 1853 sind die Besitzer des Vorderkotten die Witwe Elias Moll, Nathan Weis, Dl. Clauberg, die Gebrüder Schaaf und die Witwe Clauberg. Um 1775 sind die Eigentümer des Vorderkottens Joh. Peter Moll und Peter Krahe, und von einem Claubergischen Pachtanteil ist keine Rede mehr. Eine Erhebung des Wupperverbandes 1850 besagt, dass um diese Zeit ein Albert Pickardt und David Clauberg das Sagen in den beiden Kotten hatten. Es liefen zwei unterschlägige Wasserräder mit 3, 45 Metern Durchmesser bei 18 Umdrehungen pro Minute und einer Arbeitszeit von zwölf Stunden pro Tag.

So endete etwa 1908 der Anschlagkotten. Sammlung: ReneltAm 14. April1855 erscheint im Solinger „Kreis-Intelligenzblatt“ eine Mitteilung: "Die Besitzer des Anschlagkottens beabsichtigen, die Wasserräder an demselben zu erneuern und zu verbreitern.“ Ein Jahr später, am 22.2.1856, haben die Vandalen zugeschlagen, wie es zu der Zeit an vielen einsamen Kotten üblich war. Das geht aus einer Anzeige im Bergischen Volksblatt hervor: "Wir Unterzeichneten warnen hierdurch Jeden, sich fernerhin an unserm Kotten, am Anschlag genannt, jeder muthwilligen Beschädigung, sei es an Fenstern, Steinen oder sonst irgendwo zu enthalten, widrigenfalls wir Jeden so wie auch Eltern (da wahrscheinlich solche Frevel von böswilligen Knaben verursacht) zur unnachsichtigen Bestrafung ziehen werden. Dorp den 20. Februar 1856 Carl Clauberg, August Moll.” Gustav Hermann Halbach als Heimatforscher schreibt 1951 im RGA, dass laut mündlichen Überlieferungen seine Vorfahren ursprünglich Bauern, dann Hammerschmiede, Kleinschmiede und Schleifer und daneben auch leidenschaftliche Fischer und Jäger gewesen seien, wobei sein Urgroßvater Franz Arnold Halbach (1808 -1869), wohnhaft in Reinshagen, eine Zeitlang den Anschlagkotten in Müngsten betrieben habe.

Als 1880 der obere Kotten abbrannte, konnte man sich nicht über den Neubau einigen, weil die Beschaffung der Mittel auf Schwierigkeiten stieß. Man hatte die Brandstellen offensichtlich vorsorglich provisorisch repariert, aber als im November 1890 ein außerordentliches Hochwasser einsetzte, fielen der vordere und der hintere Kotten mit allem Inventar den Fluten zum Opfer. Schlimme Hochwasser waren schon1846 und 1888 zu verzeichnen gewesen, ebenfalls mit nicht unerheblichen Zerstörungen. Die schlimmste Hochflut seit Menschengedenken soll allerdings die Flut von 1856 gewesen sein, worüber ich in Bezug auf den Anschlagkotten aber nichts gelesen habe. 1895 brannte auch der Rest des wiederaufgebauten hinteren Kottens ab. Danach wurden beide Kottenteile nicht wieder aufgebaut. (nach: „Hämmer und Kottenforschung – Lobachtal (Hammertal), Bergbau in Remscheid“, 2007 herausgegeben von Günther Schmidt)

Die Schönheit der Arktis schwindet rasant

Eisberge in der Arktis. Foto: Gerd Krauskopf.

Gerd Krauskopf war lange Jahre Leiter des Remscheider Umweltamtes, Schon damals engagierte sich der Remscheider für den Umweltschutz. In seinem Vorruhestand widmete er sich ganz der Fotografie und reist seitdem für seine Reisereportagen und Bücher durch die ganze Welt. Dabei lernte er bis heute fast 80 Länder kennen. Kürzlich führten ihn seine Aufträge auch in die Arktis mit Grönland und Spitzbergen. Zwei außergewöhnliche Länder mit wunderschönen Landschaften und interessanten Menschen. Welche Auswirkungen die Erwärmung der Erdtemperatur dort auf das sogenannte „ewige Eis“ inzwischen hat, zeigen eindrucksvoll die Bilder seiner Ausstellung „Klimawandel – Arktis: Die Schönheit schmilzt rasant!“, die am Freitag, 20. September, um 19 Uhr in der Remscheider SPD-Geschäftsstelle, Elberfelder Straße 39 (IV. Etage) eröffnet wird. Die Ausstellung läuft im Rahmen der SPD-Klimaschutzwochen bis zur „Nacht der Kultur“ am 26.

Am 5. September  2014 in der SPD-Geschäftsstelle am Ebertplatz: Eröffnung einer Ausstellung mit Fotos von Gerd Krauskopf (rechts). über die Ukraine. Links im Bild der damalige SPD-Unterbezirksvorsitzende Sven Wiertz; Bildmitte: der langjährige Hörfunkkorrespondent des WDR in Moskau, der Remscheider Horst Kläuser. Er wird auch zur Ausstellungseröffnung am 20 September die einleitenden Worte sprechen.

Hatte sich Gerd Krauskopf bis zum Zeitpunkt seiner beiden Reisen die Arktis mit Eis und Schnee vorgestellt, so konnte er dort erkennen, was der Klimawandel in der Polregion bewirkt. Unübersehbar waren die Stellen, an denen noch vor nicht allzu langer Zeit das Eis ein dickes Polster gebildet hatte. Rekordtemperaturen in den letzten Jahren hatten das „ewige Eis“ dort in kurzer Zeit schmelzen und die Gletscher in erschreckender Geschwindigkeit schrumpfen lassen. Der dortigen "Kühlanlage der Erde" scheint der Mensch mit seinem Raubbau an der Natur den Stecker gezogen zu haben, ist sich Krauskopf sicher: „Schmilzt das Ei weiter, ist auch der Rest der Erde betroffen!“ Seine Fotos vom Rückgang des Eises n der Arktis sprechen für sich und zeigen auf, wie wichtig es ist, das Eis der Arktis als lebenswichtig, ja überlebenswichtig zu schützen. (Antonio Scarpino)

Düsseldorfer Traditionsrockband im Stadtpark

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Sonntag, 25. August, tritt um 16 Uhr die Düsseldorfer Traditionsrockband The Candidates mit Classic Rock vom Feinsten im Remscheider Stadtpark auf. Die Band um Werner Uhrmacher setzt sich aus aktiven und ehemaligen Berufsmusikern zusammen, die mit vielen nationalen Größen wie Kurt Edelhagen, Herbert Grönemeyer, Ireen Sheer, Tommy Engel, Peter Power, The Lords, Dieter Dierks und Wind auf der Bühne gestanden haben und heute insbesondere den Classic-Rock pflegen. The Candidates spielen an diesem Sonntagnachmittag Hits unvergessener Beat- und Rocklegenden aus den 1960er, 1970er, 1980er und den 1990er Jahren – pur und handgemacht. So wird der Auftritt zu einer einzigartigen Zeitreise durch 40 Jahre Musikgeschichte, wobei die Band die Stücke instrumental und vokal in Originaltonarten anbietet.

Kommenden Freitag Fledermäuse beobachten

Im Rahmen der "International Bat Night" bietet die Natur-Schule Grund am Samstag, 24. August, eine Fledermaus-Wanderung im Grenzbereich von Wuppertal und Remscheid an. Zwergfledermäuse und - über größeren Wasserflächen - auch Wasserfledermäuse sind inzwischen in den Bergischen Großstädten häufiger anzutreffen. Insbesondere die Zwergfledermaus ist dabei ein oft unerkannter Mitbewohner in Häusern, die z. B. hinter der Fassadenverschieferung oder unter Dachschindeln ihren kleinen Wohnraumbedarf deckt. Waldränder, Hecken, Weideflächen und Wiesen sowie die Oberfläche von Gewässern locken die Tiere, da sie hier ihre Insektennahrung finden. Hören können wir Fledermäuse im Normalfall nicht, es sei denn, man macht die Ultraschallrufe mit geeigneter Technik hörbar. Bei einer Wanderung rund um Heidt in Wuppertal-Ronsdorf und Langenhaus in Remscheid stellt Diplom-Biologe Jörg Liesendahl die Lebensräume der Fledermäuse am Rande der Stadt vor und erläutert ihre Biologie.

Die Nachtwanderung startet um 21 Uhr und dauert ca. drei Stunden. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz "Talsperrenstr. / Ronsdorfer Talsperre" in Wuppertal-Ronsdorf. Wetterfeste Kleidung und eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien werden empfohlen.Die Veranstaltung ist geeignet für interessierte Einzelpersonen bzw. Kleingruppen und Familien mit Kindern ab ca. sechs Jahren. Der Weg ist stellenweise nicht gut ausgebaut.Erwachsene zahlensieben Euro, Kinder 3,50 Euro; für Familien mit zwei eigenen Kindern wird ein Teilnehmerbeitrag von 17,50 Euro erhoben (jedes weitere eigene Kind zwei Euro). Wegen Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich bis Freitag, 23.8., 12 Uhr, unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder 02191 3748239

Remscheider Yoga-Festival in der Sporthalle West

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am Samstag, 14. September, veranstaltet der Fachdienst Sport und Freizeit in Kooperation mit verschiedenen Remscheider Vereinen und anderen Anbietern von 9.30 bis 19.30 Uhr das 1. Remscheider Yoga-Festival in der Sporthalle West, Wallburgstraße 23. Zu entdecken gibt es dabei in unterschiedlichen Workshops eine Vielzahl von Yogastilen und Meditationen für Yoga-Anfänger und Fortgeschrittene. Eingeladen sind alle, die Yoga ausprobieren und verschiedene Meditationstechniken kennen lernen möchten. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Folgende Teilnehmer konnten für die Veranstaltung gewonnen werden:

  • Christiane Seipp (Medora),
  • Sandra Golob (Yogashima),
  • Heike Schommler (Yoga-Werk-Remscheid),
  • Julia Martinez-Fuentes (Julia's YogaGarage),
  • Claudia und Markus Hinzmann (DeinYogaraum),
  • Maria Bader-Finelli (Remscheider Sport Verein),
  • Holger Marx und Mila Siebert (Reinshagener Turnerbund),
  • Maik de Groote (Klangharmony),
  • Kirsten Hein (Hastener Turnverein) und
  • Petra Dellweg (WenDo Bergisch Land)

Mehr Informationen zum  1. Remscheider Yoga-Festival gibt es zeitnah zur Veranstaltung.

1.100 Farbmalkästen für die Remscheider i-Dötze

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Alle Remscheider Erstklässler werden zur Einschulung von der Stadtsparkasse Remscheid beschenkt und mit Farbmalkästen ausgestattet. Rund 1.100 Kästen werden dazu an die Remscheider Grundschulen verteilt, damit jedes „I-Dötzchen“ zum Schulstart mit seinem eigenen Malkasten kreativ werden kann. „Wir gratulieren allen Erstklässlern zur Einschulung und wünschen ihnen einen gelungenen Start. Mit unserem Geschenk wollen wir den Schulstart noch ein wenig mehr verschönern“, sagt Ann-Kristin Soppa, Abteilungsleiterin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

 

 

Tanz-Flashmob am Heimat-Shoppen-Aktionstag

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Am 13. und 14. September finden die diesjährigen Aktionstage zur Imagekampagne „Gemeinsam Heimat Shoppen“ der Bergischen IHK in Kooperation mit zahlreichen Medienpartnern statt – dieses Mal sogar in allen drei Städten des Bergischen Städtedreiecks.  Am zweiten Aktionstag, 14. September, lädt die Bergische IHK um 15 Uhr zu einem gemeinsamen Tanz-Flashmob am zentralsten Platz des Bergischen Städtedreiecks ein: vor den Wuppertaler Hauptbahnhof. Choreografisch begleitet wird die Aktion von Ben Wichert, Weltmeister im Hip Hop Freestyle und Inhaber des Wuppertaler Tanzstudios Urban Art Complex.
Auf den Internetpräsenzen und Social-Media-Kanälen der Bergischen IHK sowie von Gemeinsam Heimat Shoppen wird die Flashmob-Aktion mit einem modernen Imagefilm beworben, in dem zahlreiche Unternehmen, Sehenswürdigkeiten und bekannte Orte der drei Städte Wuppertal, Solingen und Remscheid vom Team des Tanzstudios Urban Art Complex dynamisch „betanzt“ werden. Hochauflösende Drohnenaufnahmen mit eindrucksvollen Bildern runden das Sehvergnügen ab. Der Film sowie mehrere Teaser-Videos sind im Auftrag der Bergischen IHK und dreier Sponsoren von Filmemacher Lukas Zecher, From Above Drone Productions, produziert worden. „Es ist toll, wie modern und unerwartet die Filmemacher und Tänzer unsere bergischen Unternehmen in Szene gesetzt haben“, freut sich Dr. Daria Stottrop, Verantwortliche für Gemeinsam Heimat Shoppen bei der Bergischen IHK. „Ich bin den drei Sponsoren dankbar, dass sie auf Anhieb begeistert waren, dieses Projekt mitzutragen“, so Stottrop weiter.

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Fisch als Zeichen der Kritik an Obrigkeit verblasste

Die hölzerne Forelle – anfangs war es ein stinkender Hering –  als Zeichen der Kritik an der preußischen Obrigkeit im Bergischen verblasste beim traditionellen „Forellenzug“, mit dem der Lenneper Schützenverein 1805 e.V. am Samstagmorgen sein 214. Lenneper Schützenfest eröffnete. Vom Alter Markt zogen die Schützen, wie immer angeführt von einer Kapelle, über die Kölner Straße, um an der Wetterauer Straße erste Station zu machen zwecks flüssiger und fester „Wegzehrung“. Dr. Ralf Flügge, der erste Vorsitzende des Schützenvereins, der als einziger noch die Tradition des Forellenzuges pflegt, nutzte diesen Halt, um unter den Teilnehmern den Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu begrüßen. Keine Rede von Kritik! Stattdessen dickes Lob für den OB ob seiner Offenheit und Verlässlichkeit! Wer auch immer von der CDU im nächsten Jahr bei der Kommunalwahl gegen Mast-Weisz als Gegenkandidat für das Amt der Stadtoberhaupt antreten wird - Jens Peter Nettekoven (Lüttringhausen) oder Markus Kötter (Lennep) – dürfte diese Dankesrede wohl noch lange im Ohr tönen.

Tratitionsreiches in Lennep gilt es zu erhalten

Die Pilgergasse, Haus Nr. 1 (453) damals und heute. Fotos: Jan Oliver Brockmannvon Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper, heute erhielt ich aus der Lenneper Pilgergasse von Jan Oliver Brockmann ein paar Fotos und die Nachricht: „Lennep hat nun wieder ein weiteres Haus mit einer dreistelligen Hausnummer (453) zu bieten. Ich freue mich, dass meine Restaurierung des Eingangs zu unserem Haus Pilgergasse 1 nun komplett abgeschlossen ist. Die Aufarbeitung der stark beschädigten alten Hausnummer hat hierbei die meiste Zeit gekostet.“

„Wunderbar, Herr Brockmann“, kann ich da als alter Lenneper nur sagen. Ich freue mich immer, wenn Traditionserhalt in Lennep sichtbar wird. Ich hoffe, dass noch mehr Lenneper sich der Tradition erinnern und Althergebrachtes nicht fortwerfen, sondern für die Zukunft erhalten. Das Haus Pilgergasse 1 hat nun wirklich eine lange Tradition, wie man auch auf dem historischen Foto sieht. Im Adressbuch des Kreises Lennep aus dem Jahre 1903 wird auf den damaligen Eigentümer verwiesen, die Tuchhandelsfirma Peter Hammacher & Co. von der Schwelmer Straße, und bei den Hausbewohnern treten die Lenneper Namen Hackenberg, Treis und Loch (zweimal) auf.

Der Name Loch ist uns Lennepern ja bis in die Gegenwart gut bekannt, und die jetzigen Hausbesitzer sind über die Großmutter mit der Familie verwandt. Der genannte Herr Treis war damals übrigens ein Redakteur, der in den Geschäftsräumen der Buchdruckerei im Haus wohnte, die dem Lenneper Peter Hackenberg gehörte. Dieser war seinerzeit ein durchaus bekannter Mann in der Kreisstadt Lennep. Dazu hier noch eine Geschichte aus meinem Buch „Aus dem alten Lennep – Sagen und Erzählungen – Geschichte und Geschichtliches“:

"In den 80er und 90er Jahren des 19. Jahrhunderts entstand dem „Lenneper Kreisblatt“ ein Konkurrent durch die Herausgabe der „Lenneper Volkszeitung“, die zuletzt von Peter Hackenberg geleitet wurde. Der „dicke Peter“, ein lieber und netter Mensch, konnte wohl einen großen Stiefel vertragen, doch soll die Zahl der Gläser Bier oder Wein hier nicht genannt werden, es möchte sonst manch einem zu denken geben. Aber dieser Herr würde ganz sicher bei der Belagerung von Rotenburg ob der Tauber den Meistertrunk von etwa drei bis vier Litern ohne Abzusetzen auch geleistet haben. Als Vorsitzender der Lenneper Turngemeinde konnte er wohl keinen Riesenschwung oder Klimmzug machen, doch war der „dicke Peter“ ein sachlicher und tüchtiger Volksredner, dem man gerne zuhören mochte.

Vorgenannter Peter Hackenberg war im Lennep des 19. Jahrhunderts eine markante und „gewichtige“ Persönlichkeit. Er war Zeitungsverleger und gab lange Zeit die „Freisinnige Zeitung“ heraus. Die Druckerei befand sich in der Pilgergasse, er selbst wohnte mit seiner alten Mutter auf dem Gänsemarkt. Man schätzte das Gewicht von Peter Hackenberg auf ungefähr dreieinhalb Zentner, und man kann sich vorstellen, dass sein „starker“ Leib ihn daran hinderte, nahe am Tisch zu sitzen. Weil aber Essen seine liebste Beschäftigung war, so ließ er sich kurzerhand einen Halbkreis aus dem Tisch heraussägen, worin nun sein Bauch ruhen konnte. Jetzt machte ihm das Essen wieder Spaß. Oft, wenn seine Mutter sonntags morgens in der Kirche weilte, aß er den ganzen großen Sonntagsbraten auf. Hatte seine Mutter einen Schinken zuhause, wie dies in der guten alten Zeit bei den bürgerlichen Familien üblich war, so räumte er schnell damit auf. „Lang mich ens dat Knöksken“ (Knöchlein) sagte er dann und verzehrte den ganzen Schinken hintereinander weg, so wie ein anderer ein kaltes Kotelett."

Eine historische Vergegenwärtigung der Pilgergasse verfasste übrigens Gerd Helbeck in „Romerike Berge - Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Heft 3, 2014“. Dort ist auch beschrieben, wie es zum heutigen Namen der Lenneper Gasse kam. Wahrscheinlich war es ein Schreibfehler eines Lenneper Beamten, der die Bezeichnung „Tilges Gasse“, der Name war der einer aus Hessen zugewanderten Familie, in der Vorlage falsch las und damit sozusagen die „Lenneper Pilgergasse" schuf. Historisches erhalten sollte man dort in jedem Fall, mit oder ohne Pilger. So kann man in Keller des Hauses z.B. noch sehen, wo einmal das Tintenfass der Druckerei von Peter Hackenberg gestanden hat.

Lenneper Schützenkönigin wurde Denise Cherubin

Pressemitteilung des Lenneper Schützenvereins 1805

Das gestrige Königs- und Prinzenschießen im Schützenhaus in Endringhausen hatte folgendes Ergebnis: Schützenkönigin wurde Denise Cherubin (auf dem Bild zweite von rechts), Schützenprinz wurde Luca Cherubin, Kronprinzessin Lea Schöngath (erste von rechts) und Adjutantin wurde Evelyn Großmann (vierte von rechts). Natürlich ist unser Schützenfest damit noch nicht zu Ende: Heute freuen wir uns auf den Empfang der auswärtigen Vereine um 15 Uhr am Röntgen-Museum, die Krönung der neuen Majestäten um 18 Uhr und natürlich noch auf einen gemütlichen Ausklang des Festes am Abend.