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F(l)air-Weltladen besteht seit 20 Jahren

von Manfred Brauers

20 Jahre ist es her, dass der F(l)air-Weltladen in der Gertenbachstraße eröffnete. Ca. 70 Personen und einige juristische Mitglieder hatten die Ökumenische Initiative Lüttringhausen e.V. gegründet, die zum Träger des Weltladens wurde. Ursprünglich in zwei Räumen gestartet, konnte bald die Erweiterung des Geschäfts um zwei weitere Räume erfolgen. Ständige Verbesserungen kennzeichneten die Entwicklung des Ladens in den vergangenen Jahren, zuletzt dann die grundlegende Renovierung und Neueinrichtung in diesem Jahr. Über die 20 Jahre konnten wir auf das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Mitglieder bauen. Es ist nicht selbstverständlich, immer mit gut 30 Mitarbeitenden die Geschäftstätigkeit zu ermöglichten. Nicht zu zuletzt ist es auch die Unterstützung der Vereinsmitglieder sowie der Freundinnen und Freunde des Fairen Handels, die uns Ansporn für das Engagement im Fairen Handel in Remscheid sind. Sie zeigte sich besonders in diesem Jahr bei der Neugestaltung des Weltladens. Dafür möchten wir noch einmal ganz herzlich danken.

Wir begehen unseren „Geburtstag“ nicht besonders, denn Mitte September konnten wir die Wiedereröffnung des Weltladens nach der Renovierung mit vielen Gästen feiern. Wir würden uns jedoch freuen, am Freitag, 6. Dezember, im Laufe des Tages Gäste begrüßen zu können, die mit uns einen Punsch zu trinken und unsere neuen Wellness- und Pasta-Produkte kennenlernen, die zum Anlass des Tages um zehn Prozent reduziert sind. Um 18 Uhr schließt der Tag mit einem Adventsfenster.

Vor 20 Jahren war unser Ziel, Produkte des Fairen Handels, erweitert um einen Buchhandel, in Remscheid anzubieten, mit dem Café einen Treffpunkt für Lüttringhausen zu schaffen und mit Bildungsarbeit über Entwicklungen im Welthandel zu informieren. Dafür stehen wir auch in den nächsten Jahren. Wir würden uns freuen, Sie weiter an unserer Seite zu wissen und danken für alle Unterstützung in den 20 Jahren. Im Namen des Vorstandes der Ökumenischen Initiative grüße ich Sie und wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit.

Gemeinsame Sache bei Kultur in Blau und Rot

Neun wichtige Kulturanbieter aus dem Bergischen – Alte Drahtzieherei Wipperfürth, Bergische Symphoniker Remscheid/Solingen, Kattwinkelsche Fabrik Wermelskirchen, Klosterkirche Lennep, Kultur-Haus Zach Hückeswagen, Kulturkreis Radevormwald, Kulturverein Burscheid, Rotationstheater Remscheid und WTT Remscheid – haben unter dem Titel "Gemeinsame Sache" erneut ein städteübergreifendes Kultur-Abo aufgelegt, das „blaue Abo“ und das „rote Abo“. Die Idee: Gemeinsam aufzeigen, wie groß und vielfältig das Kulturangebot in unserer Region ist - und damit die Besucher an die Kulturszene im Bergischen Land binden. Ein halbes Jahr lang können die Abonnenten ab Februar 2020 wieder von Stadt zu Stadt reisen.

Dabei kann sich jeder Veranstaltungsort mit seinem eigenen Charakter präsentieren, und gemeinsam zeigen sie die ganze Bandbreite des bergischen Veranstaltungsangebots. Die Idee kam 2017 beim Publikum so gut an - innerhalb weniger Tage war das erste Abo-Paket ausgebucht –, dass es nun eine Neuauflage gibt. Das "Blaue Abo" bietet unter dem Titel "Theater, Musik, Text & Spaß" eine spannende Mischung aus verschiedenen Genres. Los geht die Reihe mit dem Theaterstück "Die Mitwisser" in Radevormwald (5.2.), dann folgen das Stefan Jürgens Trio in der Klosterkirche Lennep (25.3.) und die Szenische Lesung "Das Tagebuch von Adam und Eva" im WTT Remscheid (24.4.). Den Abschluss bilden die Bergischen Symphoniker, das Marialy Pacheco Trio und Joo Kraus mit "Danzón Cubano" im Teo Otto Theater (6.6.).

Beim "Roten Abo" erwartet die Besucher "Unterhaltung vom Feinsten" mit einem Piano- und Plauderkonzert mit Felix Janosa im Rotationstheater (15.2.), der Kabarettistin Angelika Beier im Kultur-Haus Zach (14.3.), Ingo Oschmann in der Alten Drahtzieherei Wipperfürth (4.4.), mit den Musikern von Wildes Holz in der Katt (8.5.) und dem Kriminalstück "Die Mausefalle" im Burscheider Megafon (8.6.)

Die bunte Mischung der Veranstaltungen soll Lust machen auf neue Entdeckungen machen –  auch über die Stadtgrenzen hinaus. Das blaue Abo mit vier Veranstaltungen kostet 70 Euro pro Person, das rote mit fünf 77 Euro. Bis 31. Januar können die Abos auf Bergische-Live.de und auf Remscheid-Live.de (unter dem Suchbegriff "Gemeinsame Sache") online gebucht werden, außerdem auch bei diesen Vorverkaufsstellen:

  • Remscheid-Innenstadt – Gottl. Schmidt
  • Remscheid-Lennep – Rotationstheater
  • Remscheid-Lüttringhausen – Merkur-Reisebüro
  • Burscheid – Schatzkiste & Dorfladen Hilgen
  • Hückeswagen – Bergische Buchhandlung
  • Radevormwald – Bergische Buchhandlung
  • Wermelskirchen – Buchhandlung Marabu
  • Wipperfürth – Bergische Buchhandlung.

Kurze Vorschau auf das Programm der Klosterkirche

Sonntag, 8. Dezember, 11 – 18 Uhr
in allen Räumen der Klosterkirche:
Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt
mit Kaffee und Kuchenverkauf

Mittwoch, 11. Dezember, 20 Uhr
Spaßiges zum Fest der Feste
Springmaus Improvisationstheater (ausverkauft)  
Auf die Tanne fertig, los!
Merry Christmaus

Donnerstag, 12. Dezember, 20 Uhr
Spaßiges zum Fest der Feste
Springmaus Improvisationstheater (ausverkauft)  
Auf die Tanne fertig, los!
Merry Christmaus

Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr
Vorweihnachtliches Konzert-Programm
Pe Werner
Ne Prise Zimt (Letzte Karten)
mit Peter Grabinger am Flügel

Mittwoch, 18. Dezember, 20 Uhr
Neu! Drei Frauen und ein Mann in einem Ensemble!
Lisa Catena, Sarah Hakenberg, Dagmar Schönleber und Robert Griess
Schlachtplatte - die Endabrechnung (Letzte Karten)
Das Kabarett-Quartett

Tickets & Infos unter www.klosterkirche-lennep.de.  Bürozeiten: ab Januar 2020 öffnen wir unser Büro für den Kartenverkauf freitags von 12 – 15 Uhr statt von 09 – 12 Uhr. An den anderen Tagen gelten weiterhin die üblichen Öffnungszeiten.

Artikel vollständig lesen

Plus Gewerbesteuer, minus Schlüsselzuweisungen

Die gute Nachricht zur letzten Ratssitzung am 12. Dezember: Für das Haushaltsjahr 2019 der Stadt Remscheid zeichnen sich höhere Gewerbesteuereinnahmen ab. Und die schlechte: In 2020 sind gegenüber der bisherigen Haushaltsplanung bei den Schlüsselzuweisungen nach den aktuellen Berechnungen zum Gemeindefinanzierungsgesetzes (GFG) 2020 Ausfälle in siebenstelligem Umfang zu erwarten. Das geht aus einer Beschlussvorlage der Verwaltung zur Ratssitzung und zur Sitzung des TBR-Betriebsausschusses (10. Dezember) hervor. Darin werden die Konsequenzen beschrieben, die die Stadt aus beiden Entwicklungen ziehen will/muss: Vom  Jahresgewinn in Höhe von 5.103.854,97 Euro soll lediglich ein Betrag in Höhe von 3.500.000 €  an die Stadt Remscheid ausgeschüttet und der restliche Gewinn des TBR-Wirtschaftsjahres 2018 in Höhe von 1.603.854,97 € auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Am 26. September hatte der Rat der Stadt den Jahresabschluss des Jahres 2018 festgestellt und dabei auch die Ergebnisverwendung beschlossen. Hierbei wurden die bis dato bekannten Vorgaben des Haushaltssanierungsplanes (HSP) 2012 - 2021 der Stadt Remscheid berücksichtig. Im Haushaltssanierungsplan war für das Jahr 2019 bislang ein Konsolidierungsbeitrag der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) in Höhe von 6,5 Millionen € vorgesehen. Der Gewinn des Wirtschaftsjahres 2018 – 5.103.854,97 € – sowie ferner 1.396.145,03 Millionen € aus dem Gewinnvortrag sollten an die Stadt Remscheid auszuschütten. Nunmehr wird die ursprünglich im Jahr 2019 vorgesehene Ausschüttung der TBR  in Höhe von 6,5 Millionen € um drei Millionen € reduziert und dieser Betrag der Ausschüttung in das Jahr 2020 verschoben. Somit vermindert sich der Konsolidierungsbeitrag und damit die Ausschüttung der TBR in 2019 von ursprünglich 6,5 Millionen € auf 3,5 Millionen €. Und um den übrigen Teilbetrag des Jahresgewinns in Höhe von 1.603.854,97 € erhöht sich der Gewinnvortrag. Den Beschluss über die Ausschüttung der TBR im Jahr 2020 kann der Rat der Stadt erst mit Feststellung des Jahresabschlusses 2019 im Jahr 2020 fassen.

Mehr Zugfahrten auf S-Bahn-, RE- und RB-Linien

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Mit dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember kommt es im Gebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) zur größten Fahrplananpassung im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) seit der Jahrtausendwende. Mit den anstehenden Verbesserungen wird der SPNV in der Region gestärkt, und die Fahrgäste können deutlich mehr Ziele als heute direkt erreichen und reisen komfortabel in neuen Fahrzeugen. Insgesamt legen die Züge im VRR künftig etwa zwei Millionen zusätzliche Kilometer pro Jahr zurück.  Die Fahrgäste können sich auf der Internetseite https://www.vrr.de/de/fahrplan-mobilitaet/fahrplanwechsel-2019/ informieren, was sich auf den einzelnen S-Bahn-, RE- und RB-Linien am 15. Dezember ändert. Die genauen Abfahrtszeiten finden die Fahrgäste in den elektronischen Auskunftsmedien von VRR und den Verkehrsunternehmen. Weitere Änderungen im Netz treten im Laufe des Jahres 2020 in Kraft treten.

Die weitreichendsten Änderungen betreffen die S-Bahn, die im Ruhrgebiet mit einer neuen Taktstruktur im nachfragegerechten 15-/30-Minuten-Takt und angepassten Linienführungen aufwartet und mit schnellen und direkten Regionalverkehrslinien. Bei der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr kommen ab Mitte Dezember zwei verschiedene Fahrzeugtypen zum Einsatz: 41 eigens angeschaffte FLIRT-Neufahrzeuge, Typ XL der Stadler Pankow GmbH und 48 umfassend modernisierte Gebrauchtfahrzeuge des Typs ET 422 der DB Regio AG. Alle Fahrzeuge sind sofort als S-Bahn Rhein-Ruhr zu erkennen – durch ihre moderne, einheitliche Gestaltung im Grün-Weiß des VRR und der neuen S-Bahn Rhein-Ruhr. Alle Infos zur S-Bahn Rhein-Ruhr gibt’s hier: https://www.s-bahn-rhein-ruhr.de/de/startseite/

Darüber hinaus wird zum Fahrplanwechsel eine weitere RE-Linie in den Rhein-Ruhr-Express-Vorlaufbetrieb überführt. Ab Dezember 2019 übernimmt National Express die Linie RE 6 (RRX) von Minden nach Köln. Im Juni 2020 startet dann noch Abellio mit dem RE 1 (RRX) von Aachen nach Hamm. Den Abschluss verantwortet wiederum National Express im Dezember 2020 auf der Linie RE 4 (RRX) von Aachen nach Dortmund.  Alle Infos zum Rhein-Ruhr-Express gibt es unter www.rrx.de. (Dino Niemann)

Umwelt- und klimaverträglich Autofahren im Winter

Bei den derzeit frostigen Nachttemperaturen ist morgens Eiskratzen am Pkw angesagt. Dabei verhalten sich weit mehr als die Hälfte aller AutofahrerInnen aber falsch, nehmen unnötige Umwelt- und Klimabelastungen in Kauf und riskieren sogar noch ein Bußgeld.Den Motor im Stand warmlaufen zu lassen, ist nicht nur verboten, sondern auch sinnlos, wie z.B. der ADAC nachgewiesen hat (https://www.adac.de/verkehr/verkehrssicherheit/wetter/motor-warmlaufen-lassen/). Während der Motor in Wahrheit im Stand nur geringfügig wärmer und damit der Fahrzeug-Innenraum nur wenig erwärmt wird, werden bei dieser Verbrennung fossiler Energieträger giftige und klimaschädliche Gase freigesetzt. Der Spritverbrauch ist bei Kälte und im Stand deutlich höher, ebenso der Motorverschleiß.
Wie es richtig geht, erläutert Jörg Liesendahl von der Natur-Schule Grund:
  • Wer kann, deckt mindestens die Frontscheibe des Fahrzeugs über Nacht von außen ab, da entfällt das Eiskratzen in der Früh zumindest auf dieser Scheibe.
  • Der Eiskratzer sollte an allen Fenstern des Autos zum Einsatz kommen und den kompletten Sichtbereich von Eis befreien. Das Freikratzen sollte vor dem Einsteigen ins Auto erfolgen.
  • Beim Einsteigen sollte darauf geachtet werden, möglichst wenig Feuchtigkeit oder Schnee und Eis an Kleidung und Schuhen ins Auto zu bringen. Insbesondere bei Schnee ist das Abklopfen der Schuhe außerhalb des Fahrzeuges zu empfehlen.
  • Beschlagene Scheiben im Inneren des Fahrzeugs sollten vor Fahrtantritt mit einem Trockentuch gereinigt werden. Dabei wäre es sinnvoll, das Trockentuch über Nacht im Hause zu haben und dort zu trocknen, um optimale Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit zu erzielen.
  • Erst nach Freikratzen und Reinigung ggf. beschlagener Innenscheiben sollte dann der Motor gestartet und das Fahrzeug sofort bewegt werden, denn während der Fahrt werden sich Motor und in der Folge auch die Innenraum-Luft schnell erwärmen.

Statt Weihnachtsbasar diesmal Weihnachtstreff

Pressemitteilung der Lebenshilfe Remscheid e.V.

Weil die Werkstatt am Thüringsberg in diesem Jahr umgebaut wird, kann der traditionelle Weihnachtsbasar der Lebenshilfe Remscheid e.V. am zweiten Adventssonntag leider nicht stattfinden. Die Weihnachtsvorfreude lässt sich die Lebenshilfe davon aber nicht trüben und wird stattdessen zum ersten Mal am Lenneper Weihnachtstreff auf dem Alter Markt vom 12. bis 15. Dezember 2019 teilnehmen mit Grünkohl, heißen Getränken und einer kleinen Auswahl handgemachter Produkte. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer freuen sich auf viele Besucher am Stand. (Beate Raffelsieper)

Fahrradfahrer von Transporter schwer verletzt

Am heutigen Morgen kurz nach halb acht Uhr kam es auf der Dreherstraße zu einem Unfall, bei dem ein Fahrradfahrer von einem Kleintransporter erfasst wurde. Der 44-jährige Mann aus Wermelskirchen stürzte offenbar  zunächst ohne Fremdeinwirkung von seinem Fahrrad. Als er nach dem Sturz wieder aufstand, wurde er von dem Mercedes-Sprinter eines Remscheiders (42) erfasst und schwer verletzt. Der Radfahrer musste per Helikopter in ein Klinikum nach Köln transportiert und dort stationär weiter behandelt werden. Der Fahrer des Sprinters erlitt einen Schock. Während des Helikoptereinsatzes und der Unfallaufnahme waren um Unfallbereich Sperrungen und Umleitungen des Verkehrs notwendig. Der Sachschaden liegt bei circa 1.200 Euro.

Nur 100.000 Euro im Jahr für neues Radverkehrskonzept

Gerade mal zwei Prozent aller Remscheider schwingen sich regelmäßig aufs Rad. Um vom niedrigsten auf den höchsten Punkt der Stadt zuu radeln, müssten sie einen Höhenunterschied  von 280 Metern überwinden. Wer macht das schon gerne, es sei denn, er hat 2.000 bis 3.000 Euro für ein E-Bike investieren können. Folglich würden sich die meisten Radfahrerinnen und Radfahrer in Remscheid Fahrradtrassen mit moderaten Steigungen wünschen, wie sie die Trasse das Werkszeugs und die Balkantrasse aufzuweisen haben, verbunden allerdings am liebsten mit einer größeren Breite. Und stellenweise könnten die existierenden Trassen auch ruhig etwas gepflegter sein, hieß es am Montag im kleinen Sitzungsaal des Rathauses, als Christina Kutschaty, Leiterin des  Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften , Burkhard Fey, Abteilungsleiter der Verkehrsplanung, und Oliver Neugebauer und Oliver Neugebauer, technischer Sachbearbeiter in der Abteilung Stadtentwicklung, etwa 40 interessierten Bürgerinnen und Bürgern das neue Radverkehrskonzept der Stadt vorstellten.

Ob das, was sich der Gutachter habe einfallen lassen, alles realisiert werde, müsse sich allerdings erst noch zeigen, räumte Kutschaty ein. Darüber entscheide letztlich der Rat der Stadt. Im Übrigen sei alles eine Frage der Finanzen, sagte Neugebauer. Denn für den Bau neuer und den Ausbau bestehender Radwege habe die Stadt pro Jahr gerade mal 100.000 Euro zur Verfügung. Dem stehe ein Bedarf von mehreren Millionen Euro gegenüber. Klar, dass da „nicht alles von heute auf morgen läuft".

Hauptsache, es werde künftig zwischen Lennep und Lüttringhausen zügig laufen, bemerkte  eine Zuhörerin. Die würde mit ihrem Rad die Strecke gerne entlang der Bahngleise fahren – „auch gerne unter der Brücke Diepmannsbacher Straße hindurch!“ – und möglich ohne Umwege! Kritisch gesehen wurde von einigen Bürger/innen der Plan der Stadt, an der Schlachthofstraße ein Grundstück für den neuen Radweg zu erwerben. Denn das könne erfahrungsgemäß eine „Angelegenheit von einigen Jahren“ werden...

Bei Konflikten am Arbeitsplatz hilft keine Brechstange

Mit der Einsetzung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements verfolgt die Stadt Remscheid das Ziel, die Gesundheit ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu erhalten oder wiederherzustellen. Dabei kommt neben den körperlichen auch den psychischen Arbeitsbedingungen eine hohe Bedeutung zu: Nicht gelöste Konflikte und destruktive Konfliktlösungen zwischen Beschäftigten gleicher oder unterschiedlicher Hierarchieebenen mindern auf Dauer die Effektivität und Qualität von Arbeitsleistungen und beeinträchtigen die physische und psychische Gesundheit der Beschäftigten.

Dienststelle und Personalrat gehen davon aus, dass betriebliche Konflikte nicht eskalieren müssen, sondern kollegiale Lösungswege offen stehen, um weitergehende Konsequenzen zu vermeiden. Dienststelle und Personalrat setzen sich dafür ein, dass eine möglichst frühzeitige Konfliktberatung in der Verwaltung ermöglicht wird. (...) Der Einsatz von Konfliktberaterinnen und -beratern entbindet die Führungskräfte nicht von ihrer Verantwortung, Konflikte wahrzunehmen und eine Lösung anzustreben.“

(aus der Dienstvereinbarung zur Stellung der Konfliktberater/innen in der Stadtverwaltung Remscheid zwischen der Stadtverwaltung Remscheid, vertreten durch den Oberbürgermeister, und dem Personalrat, vertreten durch den Personalratsvorsitzenden, vom 28. Mai 2015)

Im Rahmen des im Jahr 2004 eingeführten Betriebliche Gesundheitsmanagements steht  seit Oktober 2009 ein Team von sechs Konfliktberaterinnen und Konfliktberatern unterstützend bei Konfliktlösungen für die Kolleginnen und Kollegen der Stadtverwaltung Remscheid zur Verfügung.

Es gibt Jahre, da herrscht in der Stadtverwaltung Remscheid Friede, Freude, Eierkuchen. Und es gibt andere, da brodelt es unterschwellig, gibt es zwischen einzelnen Mitarbeitenden – aus welchen Gründen auch immer – soziale Konflikte, die am besten schnell gelöst werden, damit sie sich nicht hochschaukeln und eines Tages womöglich noch vor einem Arbeitsgericht landen. Solche Jahre mit hohem Beratungsbedarf in 30 bis 40 Fällen hat Helga Tolle in den vergangenen zehn Jahren schon erlebt. Nicht als Dipl.-Psychologin der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt, sondern als Koordinatorin der Teams von Konfliktberaterinnen und -berater, über das die Stadt seit 2009 verfügt.

Als das Land NRW und die EU das Projekt „Konfliktberatung am Arbeitsplatz“ ins Leben riefen, gehörte die Stadt Remscheid zu den Kommunen, die die Chance erkannten, mit Hilfe geschulter Mitarbeiter/innen für eine bessere Kommunikation und damit für ein besseres Betriebsklima sorgen zu können. Und tatsächlich zeigte sich schnell, wie hilfreich es sein kann, wenn sich ein Kollege oder eine Kollegin aus einer anderen Abteilung unvoreingenommen sozialer Probleme annimmt. Die erscheinen in einer Kernverwaltung wie der der der Stadt Remscheid mit 1.500 Beschäftigten, Beamte und Angestellte, unvermeidbar. Da „knirscht“ es dann auch mal heftig unter Kollegen – nicht aus fachlichen Gründen, sondern weil es „menschelt“, weil sich beispielsweise der eine ungerecht behandelt fühlt und der andere das so gar nicht nachvollziehen will.

Die ersten Konfliktberater im Remscheider Rathaus schulte 1099 der Wirtschaftsmediator Hans Peter Hüsch aus Wolfratshausen. Einige Jahre später war ein Auffrischungsseminar fällig, und nachdem die Zahl der Konfliktberater/innen durch Pensionierung oder Fluktuation gesunken war, folgte jetzt mit neuen engagierten Kräften das zweite Einschulungsseminar. Es endete gestern mit der Übergabe von Urkunden durch Oberbürgermeister Burkard Mast-Weisz an Roland Wegmann, Susanne Smolka, Manuela Dücking, Gitta Dicke, Katrin Eutin und Alexandra Kriems (verhindert). Damit stehen in der Stadtverwaltung wieder elf Konfliktberater bereit.

Der Schulung ging ein Auswahlverfahren voraus. Dazu hatten sich 15 Beschäftigte gemeldet (80 Prozent davon Frauen). Ausgewählt wurden fünf Frauen und ein Mann. Für Hans Peter Hüsch ein völlig normaler Verhältnis. Weil es Frauen leichter falle, über Probleme (die eigenen und die anderer) zu reden als Männer. Zu den Auswahlkriterien gehörte ein guter Leumund in der Belegschaft. Helga Tolle: „Wer Probleme lösen will, muss zuhören und sensibel nachfragen können, ruhig und unaufgeregt!“

Mit der Brechstange ist da nichts zu machen. Sätze wie „Kommen Sie vorbei und sorgen Sie für Ruhe“, hat Hans Peter Hüsch schon oft gehört, wenn er als freier Konfliktberater von einer Firma engagiert wurde. „Aber so läuft das nicht!“, berichtete er gestern auf der Pressekonferenz, zu der Oberbürgermeister mast-Weisz eingeladen hatte. Den Kontrahenten könne nicht diktiert werden, wie sie ihren Konflikt zu lösen hätten, sondern „das müssen sie schon selbst vereinbaren, wenn sie das Problem in Gesprächen herausgearbeitet haben“. Sehr häufig gehe es dabei darum, dass der/die  eine unter mangelnder Wertschätzung leide, verbunden mit Unter- oder Überforderung am Arbeitsplatz. Aufgabe des Beraters ist es in einem solchen Fall, erst einmal das Verständnis des/der anderen dafür zu wecken, dass der Kollege/die Kollegin sich in seinem/ihrem Denken, Fühlen und Handeln eingeschränkt fühlt. Erst anschließend kann dann besprochen werden, wie die Zusammenarbeit künftig offener, respektvoller und zielgerichteter werden kann. Und wenn die Gespräche aus Uneinsichtigkeit zu nichts führen? „Dann muss der/die Vorgesetzte ein Machtwort sprechen“, schließt Hüsch nicht aus.

Roland Wegmann weiß aus langjähriger Erfahrung in der Personalratsarbeit, wie wichtig es ist, dass am Arbeitsplatz nicht übereinander, sondern miteinander geredet wird. Das verhindere leider heutzutage häufig isolierte Arbeit am PC. „Je besser die Kommunikationsstruktur, desto weniger Probleme gibt es“, bestätigt Hans Peter Hüsch aus seiner langjährigen Arbeit als Konfliktberater. Aus dieser Aufgabe heraus verändere sich übrigens auch der Verhalten des Moderators selbst. „Das werden Sie über kurz oder lang auch in ihrem persönlichen Umfeld spüren, in der Familie oder im Verein!“, gab er den frisch ausgebildeten Konfliktberater/innen mit auf den Weg.

Roter Asphalt wird weiter in Schwarz repariert

In den Kreuzungsbereichen der Fichtenstraße weist der rötliche Asphalt schon seit längerem Risse und Löcher auf. Reparaturen sind nicht lange von Erfolg gekrönt, und gerade in der kühlen Jahreszeit können zügige Autofahrer auf der Fahrbahn leicht ins Rutschen geraten. Bezirksbürgermeister Stefan Grote sprach die „roten Zonen“ und ihre Macken kürzlich in der Bezirksvertretung Süd an, und zur Sitzung am 11. Dezember liegt nun die Antwort der Verwaltung vor. Zitat: „Die Verwaltung hat Kontakt zu ausführenden Firmen aufgenommen, um eine sinnvolle und wirtschaftliche Sanierungslösung zu finden. Leider konnte in 2019 noch keine abschließende Lösung gefunden werden. Dabei sind zum einen die Farblichkeit und zum anderen die technischen Probleme des Einbaus von Asphaltbeton, Gussasphalt oder Mastixasphalt zu berücksichtigen, die auch durch das in der Fichtenstraße vorhandene starke Gefälle besondere Beachtung erfordern. Es wird davon ausgegangen, dass in den nächsten Monaten eine Lösung gefunden wird und die Sanierung im nächsten Sommer erfolgen kann. Bis dahin wird die Verkehrssicherheit mit üblichem schwarzen Asphalt aufrechterhalten, sofern akute Schäden entstehen.“

Vertrag für Polizeiwache Lennep wird verlängert

Zahlreiche Gesprächspartner hatte gestern Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei seinem „Bürgerdialog“ auf dem Remscheider Weihnachtstreff gleich neben der Glühwein-Hütte der Arbeiterwohlfahrt. Mit dabei war diesmal auch Polizeipräsident Markus Röhrl. Hautnah erfuhren er und Bezirksbürgermeister Otto Mähler (2. v. links), häufiger Begleiter des OB bei solchen Bürgergesprächen, wenn sie denn im Bereich der Bezirksvertretung Alt-Remscheid stattfinden, wo Bürgerinnen und Bürger der Schuh drückte. Und das zu sagen, fällt natürlich außerhalb des Rathauses – quasi „am Tresen“ (auch wenn es dabei nichts zu Trinkern gibt) –in lockerer Atmosphäre leichter.

Polizeipräsident Markus Röhrl (2. von rechts) bestätigte bei dieser Gelegenheit, dass sich die Bürger sicher fühlen können. Zu Raubüberfälle und Körperverletzungen komme es in Remscheid selten. Soweit die Fakten. Aber das gibt ja noch das subjektive (Un-)Sicherheitsgefühl. Da werde dann jeder Streifenpolizist und jede Polizeiwagen als Beruhigung empfunden. Die hatte Röhrl in der Frage der Polizeiwache Lennep parat: Der im kommenden Jahr endende Vertrag über die angemieteten Räume an der Wupperstraße werde verlängert, künftig der Polizeipräsident an. Geplant seien Umbauarbeiten, speziell im Eingangsbereich, der heute noch nicht barrierefrei sei. Auch sollen Polizistinnen und Polizisten getrennte Sanitär- und Umkleideräume bekommen.  Damit habe der Vermieter bereits einen Architekten beauftragt. Röhrl folgerte daraus, dass es weitere 15 bis 20 Jahre eine Polizeiwache in Lennep geben werde.