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Neue Sitzbänke – seniorengerecht oder zum Flätzen?

Die Neu-Möblierung der Fußgängerzone „Alleestraße“ ist ein Teilprojekt des städtischen Revitalisierungsprogramms. Dafür sind 100.000 Euro eingeplant. Wie viele neue Bänke es am Ende sein werden, die Passaanten zu einer kleinen Rast einladen, konnten der technische Beigeordnete Peter Heinze und Stadtplanerin Christina Kutschaty, Leiterin des  Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften, in ihrer gestrigen Pressekonferenz noch nicht sagen. Wohl aber, dass an zehn Standorte die aus den 1990er Jahren stammenden Bänke wegen Verschleiß und/oder Vandalismus abgebaut werden mussten. In der Frage, welche neuen Bänke dort aufgestellt werden sollen, kann ab März bis zum Beginn der Sommerferien die interessierte Bürgerschaft ein Wort mitreden. Sie ist eingeladen zu einem „Probesitzen“ auf acht ganz unterschiedlichen öffentlichen Sitzmöbeln. Die  hat die Stadt Remscheid gekauft und lässt sie in den nächsten Wochen auf der oberen Alleestraße in der Nähe der „ Zange“ von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) diebstahlsicherinstallieren. Die Bänke kosten jeweils etwa 1.000 Euro („alle im ähnlichen Preissegment“, so Heinze). Hinzu kommen dann noch die Mehrwertsteuer und di Einbaukosten, so dass die Verwaltung mit Gesamtkosten von 20.000 Euro rechnet. Daran will sich die ISG Alleestraße beteiligen, so Ralf Wieber gestern: „Eine Bank übernehmen wir!“

In welcher Weise die Bürgerinnen und Bürger für ihr bevorzugtes Modell votieren können, steht noch nicht fest. Möglich wäre eine schriftliche, aber auch eine elektronische Stimmangabe. Auf jeden Fall aber wird es vor Beginn der Sommerferien eine Bürgerversammlung geben mit einem von der Stadt engagierten Moderator. Der wird das Bürgervotum dann nach den Ferien der Politik vorlegen; die hat das letzte Wort, voraussichtlich in der Ratssitzung am 24. September. In der Bürgerversammlung will die Verwaltung auch verschiedene Versionen von neuen Papierkörben für die Alleestraße vorstellen.

Von den acht Sitzmöbel, die zur Wahl stehen haben einige seniorengerecht Rücken- und Armlehne bei einer Sitzhöhe von 48 bis 50 Zentimetern, andere sind eher etwas für jüngere Leute (zum Fläzen). Aus Edelstahl sind die beiden Modelle, die in der Justizvollzugsanstalt von Strafgefangenen gebaut werden. Diejenigen Modelle, die bei den Bürgern für die Alleestraße einen Anklang finden, könnten an anderen Stellen im Stadtgebiet (Stadtpark, Bökerspark) einen Platz bekommen, sagte Peter Heinze, könnten aber auch an Interessenten versteigert werden. Auch hierüber ist das letzte Wort noch nicht gefallen.

Buddys begleiten auch Alkoholparcours in den Schulen

Im Beratungszentrum des Diakonischen Werkes, Kirchhofstraße 2, stellten Bernd Liebetrau, Leiter der Fachstelle Sucht des Diakonischen Werks Remscheid, und Sandra Schwabe vom städtischen Jugendamt, erzieherischer Kinder- und Jugendschutz, gestern der Lokalpresse die vier neuen Buddys vor, die in diesem Jahr beim Rosenmontagszug der Lenneper Karnevalsgesellschaft e. V. und deren Karnevalsfeiern dazu beitragen wollen, dass es unter Jugendlichen friedlich und fröhlich bleibt, auch wenn Alkohol ausgeschenkt wird.
Buddys sollen Mitdenker, Freunde, Kumpe sein, wenn sie Jugendlichen bei ihrer besonderen Art der Alkohol- und Suchtprävention gegenübertreten. Sie bieten sich als Ratgeber auf Augenhöhe an, ohne Besserwisser zu sein. Mit dieser Vorgabe hat die Fachstelle Sucht des Diakonischen Werkes in Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Remscheid in den vergangenen elf Jahren rund 80 junge Erwachsene als Buddys (engl. Kumpel) auf ihren Einsatz vorbereitet. Und sechs davon haben sich bereiterklärt, das neue Team dabei zu unterstützen: Nina Celine Petry (20), Studentin der „Sozialen Arbeit“ an der Fachhochschule Dortmund, Joyce Hesse (23) und Philipp Trepschick (21), Pädagogik-Studenten der Uni Wuppertal, und Oliver Sommavilla (28), Auszubildender beim Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) der Stadt Remscheid. Sie haben sich seit November vorigen Jahres an drei Samstagen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Erste Erfahrungen konnten sie im November bei der Anti-Drogen-Disco für zehn- bis 14-Jährige in der Sporthalle West sammeln. Dort werden sie auch am 21. Februar wieder sein – bei der nächsten Anti-Drogen-Disco. Bevor am 24. Februar der diesjährige Großeinsatz ansteht. Wie jedes Jahr beim Karnevalszug in Lennep.

Doch das Remscheider Buddy-Projekt geht über die Alkoholprävention im Karneval weit hinaus. So stehen denn im Terminkalender der vier aktiven Buddys schon weitere Aktionen für 2020:

Dienstag, 19. Mai, 8 – 14 Uhr
Alkoholparcours im Gertrud-Bäumer-Gymnasium

Samstag, 6. Juni / 14 – 19 Uhr
Buddy-Teilnahme am Housepark-Festival im Stadtpark

Montag, 15.Juni, 8 – 14 Uhr
Alkoholparcours in der Sophie-Scholl-Gesamtschule

Mittwoch, 17. Juni, 8 – 14 Uhr
Alkoholparcours Gemeinschaftshauptschule Hackenberg.

Alkoholparcours von der 1. bis 6. Schulstunde werden für weiterführende Schulen angeboten für die Jahrgänge 7 – 9 , bestehend aus vier Parcours zu den Themen „Wirkung von Alkohol im Körper“, „Alkohol verändert die Wahrnehmung“ und „Alkohol und Jugendschutz im Straßenverkehr“ sowie einem Alkoholquiz. Betreut werden die Stationen von der Fachstelle Sucht der Diakonie und den frei Kooperationspartnern Kompazz - Schulsozialarbeit, Jugendamt Remscheid – Erzieherischer Jugendschutz und Polizeipräsidium Wuppertal. , Fachstelle Sucht der Diakonie.

Das Remscheider Buddy–Projekt firmiert übrigens auch unter dem Namen „MIDZ“ = „Mitdenkzentrale für klares Rauschen“. Das steht für unser Motto der Präventionsarbeit:  „Wir denken mit und begleiten unsere Zielgruppen, und wir schreiben nicht vor, wie Menschen sich verhalten sollen. Wir sind überzeugt, dass jede Person den eigenen Rausch oder Kick haben darf und dabei klar und selbstbestimmt bleiben kann. (…) Uns ist besonders wichtig, junge Menschen fit zu machen, selber junge Menschen dabei zu unterstützen, genügend Risikokompetenz zu entwickeln, angemessen mit Alkohol, anderen Suchtmitteln und Konsumverhalten umzugehen.“ Diesem Ziel dienen auch Informationsveranstaltungen in den weiterführenden Schulen über Suchtformen, -kriterien, -kreislauf, -entwicklung und -verhalten im eigenen Alltag. Über die Wirkung von Alkohol im Körper, psychosozial und auf die eigene Wahrnehmung und das eigene Verhalten. Ähnliche Informationsveranstaltung werden den 6. – 8. Klassen zur Nikotin- und Cannabisprävention angeboten. (Merke: Nach einer der Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist unter jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren das Rauschtrinken nach einer rückläufigen Entwicklung in den vergangenen Jahren aktuell mit 37,8 Prozent (2019) wieder angestiegen (2016: 32,8 Prozent). Im Jahr 2004 lag dieser Wert bei 43,5 Prozent.)

Jährlich gibt das Diakonische Werk für das Buddy-Projekt 1.000 bis 1,200Euro aus für Kleidung und Ausrüstung, Werbematerial und Aufwandsentschädigungen für die Buddys (neun Euro / Stunde), die Bernd Liebetrau an anderer Stelle refinanzieren muss. Er wäre daher froh über eine finanzielle Unterstützung von Wir suchen Paten und Sponsoren aus der Wirtschaft, die das Engagement der jungen Erwachsenen in der Suchtvorbeugung unterstützen wollen (IBAN DE02 3506 0190 1010 2080 21, Verwendungszweck 271 029 01).

Klar, ein Nebenverdienst kommt keiner Studentin, keinem Studenten ungelegen. Wichtiger war für die neuen Buddys allerdings die Aussicht darauf, dass sie die Teilnahme an den Projekt bei ihrer Universität als Praktikum geltend machen können. Und für Oliver Sommavilla ist es ein erstes Kennenlernen dessen, was er in seinem späteren Berufsleben beim KOD wohl häufiger erleben wird.

Tagesbetreuung „Dröppelminna“ hat Testphase bestanden

Janina Liedtke (links) und Margarethe Szyszka sorgen im Sana-Klinikum Remscheid für die Tagesbetreuung „Dröppelminna“. (Stefan Mülders | Sana-Klinikum Remscheid):Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Malen, Singen und Spielen gehört nicht nur in den Berufsalltag von Erziehern. Auch am Sana-Klinikum Remscheid können seit Dezember vergangenen Jahres Patienten von derartigen Beschäftigungsmöglichkeiten profitieren. Da begann die Pilotphase für die „Dröppelminna“, die Tagesbetreuung für Patienten mit kognitiven Einschränkungen, also mit Gedächtnisproblemen und Orientierungsschwierigkeiten. Margarethe Szyszka sorgt aktuell für das täglich vierstündige Angebot für stationäre Patienten des Klinikums. Die Pflegefachkraft und zertifizierte Therapeutin (motorisch-alltagspraktisch-kognitiv-sozial) – MAKS ist  eine spezielle Qualifikation für den Umgang mit demenziell erkrankten Menschen –, widmet sich liebevoll ihrer Aufgabe und den Patienten.

„Menschen mit kognitiven Einschränkungen können je nach Fortschritt ihrer Erkrankung vor allem über den emotionalen Zugang erreicht werden“, erklärt Szyszka. „Das funktioniert sehr gut über Maßnahmen, die auf Erinnerungen aus ihrer Kindheit und Jugend zurückgreifen, zum Beispiel Musik. Aber auch über das Malen können diese Werte angeregt werden und dabei entstehen richtig schöne Kunstwerke.“ Auch mit Gesellschaftsspielen oder gemeinschaftlichen Aktivitäten können die Patienten begeistert werden. Für die Tagesbetreuung wurde ein Zimmer umgestaltet und unter anderem mit an die Vergangenheit erinnernde Möbel ausgestattet, die eigens dafür an das Klinikum und damit an das Projekt gespendet wurden. Für die tägliche Arbeit stehen spezielle Spiele zur Verfügung, die in ihrer Machart den Einschränkungen der Patienten gerecht werden. Seit kurzem kommt einmal wöchentlich auch Therapiehund „Mikk“ vorbei, der bei den Patienten für große Freude sorgt.

Unterstützt wird Margarethe Szyszka von Janina Liedtke, Pflegefachkraft, Praxisanleiterin und zertifizierte Demenzlotsin. „Ich habe mich schon sehr früh in meiner Berufslaufbahn für das Thema Demenz interessiert und vor einigen Jahren zusammen mit einer Kollegin die Fortbildung in Berlin gemacht“, erzählt sie. „Wir konnten dann auch erste Maßnahmen für die betroffenen Patienten hier im Haus umsetzen. Wichtig ist im Umgang mit Menschen mit Demenz, Verständnis für ihr Verhalten zu zeigen und wo immer möglich stärker auf ihre individuellen Bedürfnisse einzugehen.“

Genau das ist mit der neuen Tagesbetreuung „Dröppelminna“ nun noch besser möglich. „Die Patienten verlassen für kurze Zeit den Stationsalltag, bekommen etwas Anderes zu sehen als ihr Bett und ihr Krankenzimmer“, sagt Pflegedirektorin Jasmin Shmalia, die das Projekt mit viel „Herzblut“ initiiert und realisiert hat. „Der Begriff Dröppelminna wurde durch die Arbeitsgruppe Demenz und die ehrenamtlich mit betreuenden Grünen Damen als Symbol für die Tagesbetreuung gewählt, weil sie eine Art Wahrzeichen der Bergischen Region ist und den älteren Patienten damit auch ein Heimatgefühl und schöne Erinnerungen verbinden.“ Mit diesem Gefühl und der Gemeinsamkeit – auch bei der Einnahme von Mahlzeiten – kann der Heilungsprozess allgemein gefördert und damit verkürzt werden. In Zukunft sollen die Öffnungszeiten noch weiter ausgedehnt werden.

„Die Anzahl älterer Menschen, die bei uns behandelt werden, nimmt seit Jahren stetig zu“, erklärt Geschäftsführerin Svenja Ehlers. „Dementsprechend steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir Menschen mit kognitiven Einschränkungen im Stationsalltag betreuen müssen. Es ist ein hervorragendes Projekt und das Engagement der Mitarbeiter ist vorbildlich. Wir freuen uns, dass wir im Sana-Klinikum Remscheid ein solches ergänzende Angebot für die stationären Patienten anbieten können.“

Ganztagsbetreuung ist auch eine Frage der Kosten

Pressemitteilung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)

Immer mehr Grundschulkinder in Deutschland werden ganztags betreut, sei es direkt in der Schule oder in einem Hort. Die Angebote der einzelnen Bundesländer unterscheiden sich stark – und auch der Familienhintergrund spielt eine große Rolle dabei, ob Eltern ihre Kinder ganztags betreuen lassen oder nicht. Das zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Immer mehr Familien lassen ihre Kinder im Grundschulalter ganztags betreuen: Im Bundesschnitt haben im Schuljahr 2017/2018 rund 42 Prozent der Schulkinder eine Ganztagsschule und 23 Prozent einen Hort besucht. Basierend auf Zahlen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zeigt die Studie, dass Familien ganz unterschiedlicher Milieus die Angebote nutzen. So gehen Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund und Kinder, deren Eltern Arbeitslosengeld II beziehen, besonders häufig in eine Ganztagsschule. Familien mit einem vergleichsweise hohen Einkommen schicken ihre Kinder sehr oft in einen Hort oder in eine ähnliche Einrichtung. 

Während Berlin die Gebühren komplett abgeschafft hat, ist die Ganztagsbetreuung in den anderen Bundesländern auch eine Frage der Kosten: Eltern, deren Kinder nachmittags in einer Ganztagsschule betreut werden, zahlen dafür im Schnitt rund 30 Euro im Monat. Bei der Betreuung in einem Hort werden etwa 41 Euro monatlich fällig. Auch der Wohnort spielt bei der Betreuungsfrage eine große Rolle: In Hamburg etwa haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsschulplatz - rund 98 Prozent aller Grundschüler gehen daher ganztags zur Schule. Hingegen liegt der Anteil der ganztagsbetreuten Kinder in Baden-Württemberg nur bei knapp einem Drittel.  

Ein Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz muss nicht, wie im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD festgehalten, auf Bundesebene beschlossen werden. Vielmehr kann er auch in den Ländergesetzen verankert werden, wie es heute schon in Brandenburg, Hamburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen der Fall ist. Das ist ohnehin naheliegender, da die Länder für ihre Schulen zuständig sind. Engagiert sich die Bundesregierung beim weiteren Ausbau der Ganztagsbetreuung, muss sie den Ländern in jedem Fall große Freiräume lassen: "Stellt der Bund Geld bereit, müssen die Bundesländer, die bereits viele Ganztagsangebote geschaffen haben, gleichermaßen Mittel abrufen können", sagt Studienautor Wido Geis-Thöne. "Sonst käme das einer Bestrafung für ihr Engagement gleich." Ein Programm, ähnlich dem Gute-Kita-Gesetz, wäre ein denkbarer Weg: Den Ländern würde klar auferlegt, das zusätzliche Geld für eine bessere Ganztagsbetreuung zu investieren. Wo die Mittel konkret hinfließen, könnte jede Landesregierung jedoch für sich selbst entscheiden.

Erhebliche Kostensteigerung beim neuen Berufskolleg

In nichtöffentlicher Sitzung befasst sich heute Abend der Schulausschuss mit dem geplanten Neubau für das Berufskolleg Wirtschaft & Verwaltung. Das soll auf dem so genannten Baufeld 6 am Remscheider Hauptbahnhof entstehen, einem länglichen Grundstück am Anfang der Werkzeugtrasse. Gerüchte darüber, dass der Stadt Remscheid bei diesem Projekt die Baukosten in den Himmel schießen, gab es schon lange. Eine Anfrage der Wählergemeinschaft W.i.R. von heutigen Tage scheint das zu bestätigen. Darin stellt die Ratsgruppe der W.i.R. fest: „Ein Budgetbeschluss von 30 Millionen € im Eilentscheid bei einer Investitionserhöhung um über 50 Prozent ist kein leicht zu nehmender Vorgang, und nachdem die Öffentlichkeit ja mit auf die spannende Suche nach einem Standort genommen worden ist, sollte sie auch erfahren, warum die damaligen Annahmen so nicht mehr zutreffen.“

Die W.i.R. bittet in ihrem Brief an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, in der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 13.Februar „zur Vorlage 15/7016 den Budgetsteigerungsbedarf von elf Millionen € seit August 2016 detailliert zu erläutern“. Hierbei möge die Verwaltung dann auch die Frage zu beantworten: „Wäre nach Einschätzung der Verwaltung eine analoge Kostensteigerung auch beim Alternativangebot Alleestraße zu erwarten gewesen?“

Mit dem Beschluss des Rates der Stadt zur Auftragsvergabe ist in der Ratssitzung im April zu rechnen. Man darf gespannt sein, ob die Verwaltung schon vorher, also im „laufenden Verfahren“ zu Einzelheiten der Kostensteigerungen Stellung nahmen wird.

Empfang der Stadtsparkasse als Dank für Ehrenamt

„Ohne Ehrenamt geht es nicht!“ Das betonten Michael Wellershaus, der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Remscheid, und Oberbürgermeister Burkhard Mas-Weisz gestern Abend bei dem Empfang, zu dem die Stiftung der Sparkasse Vertreter aller Vereine und Institutionen in die Schalterhalle an der Alleestraße eingeladen hatte, die im vergangenen Jahr von der Stiftung gefördert worden waren. „Uns als Stadtsparkasse Remscheid ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger sehr wichtig, denn nur so können Vereine und Institutionen bestehen und Projekte realisiert werden. Wir möchten den Abend nutzen, um uns  für das Engagement zu bedanken, aber auch, um die Vereine und Institutionen zum Netzwerken untereinander einzuladen,“ sagte Wellershaus. Und der OB sprach von Ehrenamtlern als dem „Salz dieser Stadt“ – wichtig  und unverzichtbar.

Eröffnet wurde der Empfang um 17 Uhr in der kleinen Kundenhalle, die in einer Plakatausstellung die geförderten Projekte im Einzelnen vorgestellt wurden; sie wird in der Sparkasse auch in den nächsten Tagen noch zu sehen sein. Im Laufe des Abends, der von zwei Musikern des Rotationstheaters umrahmt wurde, verloste die Stadtsparkassemit Sängerin Leonora als Losfee unter den anwesenden Spendenempfängern Vereine und Institutionen sechsmal 500 Euro. Die Rollschuhläuferinnen des RTV-„Magic-Teams NRW“ stellten sich den Gästen in den Kostümen vor, die die Sparkasse finanziert hatte.

Naturschule Grund: Jetzt für das FÖJ bewerben

"Ich mache das FÖJ, weil es mir Spaß macht, draußen zu arbeiten, und weil ich hier meine ökologischen Kenntnisse erweitern kann." Die Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) in der Natur-Schule Grund versorgen u. a. die Hühner in der Natur-Schule und sind für Planung, Pflege und Pflanzungen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z.B. umweltpädagogische Materialien, die in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter und säen Salat, Kräuter und Gemüse, pflegen die Staudenbeete und sind bei Wind und Wetter draußen aktiv.
Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet Einblicke in ökologische Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung. Es bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zu verbessern. Denn zum FÖJ gehört u.a. die Teilnahme an fünf jeweils fünftägigen Seminaren, an Praktika und vielem mehr.
Auch ab dem kommenden August sollen wieder engagierte Freiwillige ihr FÖJ in der Natur-Schule leisten. Ab dem 15. Februar 2020 können sich Interessierte direkt oder über die online-Bewerbung beim LVR bei der Natur-Schule Grund in Remscheid für das FÖJ 2020/2021 bewerben, das vom 1. August dieses Jahres bis Ende Juli 2021 dauern wird.
Die BewerberInnen sollten sich dazu auf der Internetseite des Landschaftsverbandes Rheinland, der hier zuständigen FÖJ-Zentralstelle, unter www.foej.lvr.de über das FÖJ informieren und mit den dort verfügbaren Formularen direkt bei den Einsatzstellen bewerben, also z. B. bei der Natur-Schule Grund. Ausdrücklich erwünscht ist eine online-Bewerbung auf https://foej-bewerbung.lvr.de/ für die Einsatzstelle "Natur-Schule Grund", doch ist auch weiterhin eine Bewerbung per Post möglich, die dann aber direkt an die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in 42855 Remscheid gerichtet werden muss.
Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung vor allem in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben."

Gehölzknospen am Freitag nah betrachtet

Bäume und Sträucher Mitteleuropas sind vielfach laubabwerfend und im Winter "kahl". Jeder Baum, auch die Immergrünen und die Nadelbäume, aber benötigt am richtigen Ort Knospen, an denen sich neue Blätter entwickeln. Diesen Knospen unserer Gehölze widmet sich der NaturTreff, der am Freitag, 14. Februar, um 150 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, stattfinden Der NaturTreff am Nachmittag richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen. Die Teilnahme an der rund zweistündigen Veranstaltung kostet pro Person sechs Euro.  Zur Vorbereitung der Veranstaltung und einer Teilnehmer-Begrenzung wird um Anmeldung gebeten unter E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oderTel. RS 3748239.

Nur für Hotelgäste bis 2,5 Tonnen

Von nahem ist die Botschaft klar auf diesem Schild an der Auffahrt zum Parkdeck eines Hotels im Stadtteil Hasten. Von weitem reduztiert sie sich allerdings wegen der Schriftgröße  auf "Nur für Hotelgäste bis 2,5 Tonnen". Ungewollt komisch!

Eine alte Postkarte von Wirt August Kopf?

Repro Lenneparchiv Schmidt

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Unter meinen historischen Fotos zum Alten Markt in Lennep und fand ich die die nebenstehende Ansichtskarte, deren Original seit mehreren Jahren im Remscheider Stadtarchiv aufbewahrt wird. Im Jahre 2002 erstand ich, wie vielen interessierten Lennepern noch bekannt ist, von dem altvorderen und inzwischen verstorbenen Lennepsammler Bernhard Koch für mehrere tausend Euro ein großes, vielschichtiges Lennepkonvolut mit den unterschiedlichsten Einheiten an originalen Dokumenten, darunter eine Ansichtskartensammlung, die mit der finanziellen Hilfe der damaligen Lenneper Altstadtfreunde, die sich gerade auflösten, an das Remscheider Historische Zentrum / Stadtarchiv gespendet werden konnte.

Als Mitglied der nunmehr ebenfalls historischen Lenneper Altstadtfreunde hatte ich diesen Teil meiner Lennepbestände zuvor digitalisieren lassen, nicht etwa nur die schönen Bildseiten der Ansichtskarten, sondern auch deren Adressseite, und zwar für spätere Forschungszwecke. In der Tat lassen sich ja auch den Adressseiten jede Menge historischer Informationen entnehmen: solche über die Absender, solche über die Adressaten, ggf. wer wann die Ansichtskarte produzierte, vielleicht sogar in Lennep, ob es sich um einen besonderen, evtl. heute wertvollen Spezialdruck handelte usw. Und nicht zu vergessen: in vielen Fällen kann man ja auch am Stempel erkennen, wann eine solche Ansichtskarte abgeschickt wurde, in früheren Zeiten wurde ja sogar die Ankunft am Postamt des Bestimmungsortes per Stempel beglaubigt und ein schuldhaft verzögertes Austragen der Post durch den Postboten mit Strafen seitens der hohen Postbehörde geahndet.

In meiner Schülerzeit am Röntgen-Gymnasium waren übrigens immer wieder Schüler in den Schulferien bei der Lenneper Post als Aushilfskräfte tätig. So auch ich, der Weg zum "Dienst" war für mich ja nicht weit, weil ich direkt gegenüber der damaligen Poststation wohnte, in dem uralten Haus der Familie gegenüber dem Berliner Hof. In den 1960er Jahren war das alte Postgebäude gegenüber dem Lenneper Bahnhof, in das ich als Kind oftmals an der Hand meines Vaters zum geschäftlichen Postfach mit genommen wurde, aufgrund seiner kriegsbedingten Baufälligkeit aufgegeben worden, man zog in den ehemals sog. Großen Saal des Berliner Hofs, und ich erinnere mich noch, dass an dem kleinen Nebeneingang vor dem Steinernen Haus an der Poststraße 8 vom Lenneper Bahnhof her über ein Treppchen die Geldkassetten angeliefert wurden. Die eigentlichen Postler machten sich dabei einen Spaß daraus, die dabei mitzuführende Pistole an die Aushilfen, also die Schüler oder jungen Studenten, zu geben. Stolz waren wir eigentlich nicht darauf, eher war es ein Witz, und gottseidank kam es seinerzeit zu keinem Überfall.

Auf der historischen Ansichtskarte sehen wir das ein schöne altbergische Haus, in dem in Parterre eine Wirtschaft untergebracht war. Ich erinnere mich noch gut, dass mitten in der Wirtsstube hinter dem treppenbewährten Eingang ein Billardtisch stand, man konnte da auch gegen Gebühr spielen, jedoch schärfte der damalige Wirt den nicht geübten Interessenten immer wieder ein, doch ja nicht den grünen Bezug mit dem Queue zu verletzen, dem langen, vorne leicht gerundeten Spielstock beim Billard. Es schien aber damals schon mehrere ungeübte Spieler vor Ort gegeben zu haben, denn meiner Erinnerung nach war der grüne Billardtischbezug niemals gänzlich unbeschadet.

Die Ansichtskarte zeigt das Gebäude um 1900, ganz genau kann man das nicht sagen, immerhin ist der auf der Adressseite angegebene Besitzer des Etablissements, Herr August Kopf, im Lenneper Adressbuch von 1903 verzeichnet, und zwar für das Haus Markt 4. Weiterhin wohnte dort der Kommis Berghaus. Links daneben, Markt Nr. 3, gab es damals die Drogen-, Farb- und Kolonialwarenhandlung Kuhn, die auf unserem heutigen Ansichtskartenfoto auch gut zu sehen ist, und rechts an der Marktecke zur Berliner Straße erkennt man das damalige Schuhgeschäft des Remscheider Schuhwarenhändlers Paul Hesse. Der "Gruß vom Berg. Hof, Lennep", wurde übrigens, wie es auf der Adressseite der Ansichtskarte heißt, am 19. 12. des Jahres 1913 in Lennep abgeschickt, und zwar an eine Frau Elly Jorgas in Köln-Ehrenfeld. Verfasst wurde sie von einem August ..., der außer herzlichen Grüßen auch fröhliche Weihnachtsfeiertage wünschte. Ob der Absender der damalige Wirt August Kopf war, wissen wir nicht, aber es könnte durchaus sein.

S 7: Sperrung Wuppertal Hbf. – Wuppertal-Unterbarmen

Pressemitteilung der Abellio Rail NRW

In den Nächten von Sonntag, 9. Februar, 22.50 Uhr, auf Montag, 10. Februar, 4.50 Uhr, sowie von Sonntag, 16. Februar, 22.50 Uhr, auf Montag, 17. Februar, 4.50 Uhr, müssen jeweils fünf Zugfahrten der Linie S 7 auf dem Abschnitt Wuppertal Hbf. – Wuppertal-Unterbarmen aufgrund von Bauarbeiten durch die DB Netz AG ausfallen. Sie beginnen bzw. enden daher jeweils in Wuppertal-Unterbarmen. Die ausfallenden Fahrten im Spätverkehr werden durch einen Schienenersatzverkehr mit einem Kleinbus (SEV) ersetzt. Die jeweils letzte Verbindung des Tages verkehrt zu geänderter Fahrzeit (SEV um 0:20 Uhr ab Wuppertal Hbf.). Der Frühzug 29103 (üblicherweise um 4.33 Uhr ab Wuppertal Hbf.) wird durch ein Großraum-Taxi ersetzt (4.26 Uhr ab Wuppertal Hbf.). Der SEV (einschließlich Taxi) hält an den folgenden Haltestellen: Wuppertal Hbf.: Hauptbahnhof, Bussteig 6, und Wuppertal-Unterbarmen: Bahnhof, Bussteig 1. Durch die Nutzung des SEV kann sich die Fahrzeit verlängern. Abellio empfiehlt, die aktuellen Fahrzeiten und Informationen zu den Fahrten sowie Ersatzhalten in den bekannten Auskunftsmedien zu beachten und mehr Reisezeit in dem betroffenen Zeitraum einzuplanen. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ abrufbar. Fahrgäste haben außerdem die Möglichkeit, sich in der Fahrplanauskunft des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) und der Deutschen Bahn AG über die gültigen Fahrzeiten zu informieren

Feuerwehr Remscheid auf ‚Sabine‘ vorbereitet

Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid

Die Feuerwehr Remscheid ist auf auf das Orkantief "Sabine" vorbereitet. Durch Alarmierung der Freiwachen wurde die diensthabende Wachabteilung der Berufsfeuerwehr um 31 Feuerwehrmänner verstärkt. Der Führungsstab der Feuerwehr wurde einberufen, Notrufannahmeplätze sind aktiviert; und das Leitstellenpersonal, sowie die Ausrückenden Kräfte wurden massiv verstärkt. Die Freiwillige Feuerwehr unterstützt mit 140 Feuerwehrfrauen und -männern und hat in Ihren Gerätehäusern Einsatzbereitschaft hergestellt. Des Weiteren wurde das THW frühzeitig in Rufbereitschaft versetzt. Das Deutsche Rote Kreuz und die Johanniter Unfallhilfe stellen zusätzliche Rettungswagen zur Verfügung und bereiten sich auf die Versorgung von 200 Einsatzkräften vor.  Die Vorbereitungen waren heute gegen 14 Uhr abgeschlossen. Zurzeit geht die Feuerwehr davon aus, dass die erhöhte Alarmbereitschaft bis um 8 Uhr des Folgetages aufrecht erhalten bleiben muss.