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Auf Erkundung mit einem Remscheider Stadtführer

Christine Otto. Foto: Lothar KaiserDonnerstag, 14. November, 19 Uhr,
Nachtschwärmer-Führung durch Lennep incl. Verkostung,
1,5 Stunden, Lothar Vieler, Treffpunkt wird bekannt gegeben, 15 Euro.

Samstag, 23. November, 14.30 Uhr,
Vorweihnachtliches Lennep, “Alle Jahre wieder …”, vorweihnachtliche Altstadtführung,
eine Stunde, Christine Otto Röntgen-Museum fünf Euro.

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Der Weg zum Neubau war teilweise nervenaufreibend

Dass die Evangelische Stiftung Tannenhof, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie, und der Landschaftsverband Rheinland (LVR)  jeweils 3,5 Millionen Euro in neue Gebäude investieren „und so zu einer Weiterentwicklung des Stadtteils Lüttringhausen beitragen“ würden, verkündete die Stiftung schon beim Spatenstich Anfang September 2017. Bereits im Sommer 2018 sollten die Bewohner in die  neue Wohnstätte einziehen, hieß es damals. Doch der strenge Winter 2017/17 zwang zu einer zweimonatigen Einstellung der Bauarbeiten auf und neben dem bisherigen Parkplatz an der Remscheider Straße. Und im darauf folgenden heißen Sommer war Betongießen nicht zu empfehlen. Das Richtfest mit Apfelschorle verzögerte sich deshalb bis August 2018. Und die Hoffnung von Uwe Leicht (Geistlicher Vorsteher) und Dietmar Volk (Kaufmännischer Direktor), die beiden neuen Wohnstätten für 32 Menschen mit hohem Hilfebedarf könnten zum Ende 2018 bezugsfertig sein, erfüllte sich nicht. Die erste der beiden neuen Wohnstätten, das Haus Remscheider Straße 80, konnte erst am 8. April 2019 eingeweiht werden. Und die Einweihung der zweiten Wohnstätte, Remscheider Str. 82, mit vier Einzel-(„Trainings“-)Appartements und zwei Wohngruppen für je acht Personen, die zur Überwindung ihrer schwersten Beeinträchtigungen und Behinderungen besonders viel Unterstützung, Hilfestellung und Anleitung benötigen, war gestern. „Der Weg ... war lang, strapaziös und teilweise nervenaufreibend für alle Beteiligten“, hatte Dietmar Volk schon im April eingeräumt. Gestern knüpfte er daran an und berichtete von zu verlegenden Versorgungsleitungen, bevor die ersten Fundamente gegossen werden konnten, vom heißen Sommer 2019, von Starkregen; dem Diebstahl eines Starkstromkabels, dem zweimaligen Aufbau eines Baukrans („sicherheitshalber“) und anfänglichen Planungsschwierigkeiten. Erst der vierte Entwurf des Projektes „Integration &  Wohnverbund“, vorgelegt von Architekturbüro BFT Planung GmbH aus Aachen, habe die Zustimmung des Landschaftsverbandes Rheinland und des Ministeriums gefunden.

Doch jetzt, bei der zweiten Einweihungsfeier, gab es keinen Grund mehr, Trübsal zu blasen. Zumal diese auf den „11. im 11.“ falle, wie Uwe Leicht betonte (in Köln-Porz groß geworden), und obendrein auf den Namenstag von Martin Luther, getauft in Eisleben am 11.11. 1483 auf den  Namen des Heiligen Martin (von Tours). Da durfte auch ein Bibelzitat nicht fehlen („Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“), der finde sich auf dem Gelände der am 1. Mai 1896 gegründeten Stiftung Tannenhof in vielen Häusern.

Gleichwohl war auch die Stiftung Tannenhof in der Krankenpflege früher ihrer Zeit nicht voraus. Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz hatte daran beim Richtfest im August 2018 erinnert: Nach düsteren Zeiten der (geschlossenen) Psychiatrie habe der Grundgesetzartikel über die unantastbare Würde des Menschen nach Kriegsende dem Personal so mancher Klinik in Deutschland erst bewusst (gemacht) werden müssen.

Als vor elf Jahren Dietmar Volk als Kaufmännischer Direktor zur Stiftung Tannenhof kam, habe er schnell erkannt: „ Bei Haus A müssen wir dringend etwas tun!“, sagte er gestern. Das war damals die Wohnstatt der 20 Bewohnerinnen und Bewohner des jetzt fertig gewordenen Neubaus. Eine Bewohnerin gestern: „Wir haben uns unheimlich auf den Umzug gefreut. Im alten Haus lagen die Nerven blank!“ Die Einrichtungsleiterin des Bereichs Integration-Wohnverbund, Sieglinde Rühl-Schulz, bestätigte das indirekt: „Dort war der Wunsch nach Rückzugsmöglichkeiten kaum zu erfüllen. Jetzt hat jeder sein eigenes kleines, intimes Reich (Einzelzimmer mit Dusche und WC). Das baut Stress in der Wohngruppe ab, entspannt das Leben!“ Mit entsprechend besseren Arbeitsbedingungen könne dann das Personal rechnen. Der Wunsch von Dietmar Volk: „Fröhlichkeit und Wohlgefühl!“ Und Prof. Dr. Eugen David, der Ärztliche Direktor, verwies auf „offene Strukturen“ (statt einstiger hierarchischer) sowie auf mehr Integration der Bewohner in den Stadtteil bei gleichzeitiger enger Anbindung an das Fachkrankenhaus und dessen fortschriftliche Therapieformen.

Thomas Neuhaus, der Sozialdezernent der Stadt Remscheid, dankte  in seinem Grußwort für das Bekenntnis der Stiftung Tannenhof zum Standort Lüttringhausen und erinnerte sich an die Lektüre des Buches „Mit den Schwächsten beginnen. Zum Menschenbild der Psychiatrie“ von Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner.  Da sei die Stiftung auf einem guten Weg. „Und nah bei den Menschen“, ergänzte Andreas Stuhlmüller, der Lüttringhauser Bezirksbürgermeister. „Die Stiftung und der Stadtteil bilden eine Symbiose mit wachsender Bedeutung!“

Adventsbasar im Neuen Lindenhof mit Schnäppchen

Alles unter einem Dach, so wird er auch in diesem Jahr wieder stattfinden, der „Adventsbasar im Neuen Lindenhof“, Honsberger Straße 38. Mehr als 15 Ausstellergruppen und „Adventshandwerker“ bieten am 23. und 24. November die unterschiedlichsten „Weihnachtsschnäppchen“ an. Dann kann man von 11 bis 17 Uhr Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und -karten, Gestecke, Schnitzereien, Aquarelle, kurz: Vor- und Nachweihnachtliches in Hülle und Fülle erstehen. Natürlich gibt es auch viele süße und herzhafte kulinarische Angebote für die gemütliche Pause vor oder nach dem Stöbern. Und für die adventliche Atmosphäre sorgt nicht nur der leckere Duft nach frisch gebackenen Waffeln und Kuchen, sondern natürlich auch in diesem Jahr wieder der Remscheider Frauenchor. Er singt an beiden Tagen um 15.30 Uhr Weihnachtslieder - für manche beginnt damit die Vorweihnachtszeit. Auf Ihren Besuch freuen sich alle Aussteller und Ausstellergruppen und die MitarbeiterInnen des Stadtteil e.V.

Das Umfeld des Lenneper Kreishauses 1909

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Jetzt kann man in den Zeitungen lesen, dass die Haltestelle am Lenneper Kreishaus verschönert werden soll. Ja, das hat sie wohl nötig. Meine Erinnerungen an diese Haltestelle gehen bis in die 1950er Jahre zurück, als ich eine Zeit die nahe "Schule zur Glocke" besuchte. Das Gebäude  des ehemaligen Kreishauses, Kölner Straße 82, entstand 1887–1889. Bis zur Eingemeindung 1929 nach Remscheid war das später als Schule genutzte Gebäude Sitz des Landratsamtes Lennep. Eine Sanierung des Baudenkmals erfolgte nach den Angaben der Stadt Remscheid in den Jahren 1998 – 2000.

Heute weiß kaum noch jemand in Lennep, dass das Gebäude seinerzeit von einem bis heute berühmten und überregional bekannten Baumeister errichtet wurde. Es handelt sich um den Geheimrat Schwechten, der über den damaligen Landrat des Kreises Lennep den Auftrag erhielt. Franz Heinrich Schwechten (* 12. August 1841 in Köln; † 11. August 1924 in Berlin) war ein deutscher Architekt des Historismus, der im gesamten Deutschen Reich und besonders in Berlin mit seinen Bauten berühmt wurde.

Als das Lenneper Kreishaus eröffnet wurde, gab es natürlich ein großes Fest. Der Lenneper Baumeister Albert Schmidt schildert in seinen privaten Lebenserinnerungen, dass seine Ehefrau Maria, geb. Haas, damals eine große Tombola veranstalten musste, und dass die Fotos, die seinerzeit gemacht wurden, leider verloren gingen. Nicht verloren ging allerdings obige Ansichtskarte aus dem Jahre 1909, also heute 110 Jahre alt. Sie lässt das damalige Umfeld des Kreishauses lebendig werden (mit Blick Richtung Trecknase). Aber so schön und ruhig (!) wie damals wird es dort auch nach der Verschönerung wohl nicht mehr werden. Auf der Straße zu stehen, das ist heutzutage niemandem mehr zu empfehlen...

 

Räuchern für die Gesundheit und als Dufterlebnis

Die Natur-Schule Grund lädt ein zu einem Dufterlebnis, das auch gesundheitliche Wirkungen erzielt.Viele getrocknete Kräuter bewahren ihren Duft. Diese Düfte erfreuen uns durch die Erinnerung an den Sommer, aber die Düfte wirken auch auf die Gesundheit  Bei einem Kräuterseminar am Montag, 18. November , 19:30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, werden auf einem „Räucherstövchen“ die Düfte verschiedener Kräuter freigesetzt. Dazu gibt es Erläuterungen über die Wirkung der Düfte auf verschiedene Körperfunktionen und auf das Empfinden. Kräuter-Fachfrau Christel Heuer berichtet außerdem über Entstehung und Tradition des Räucherns (Stichwort "Rauhnächte").Im Praxisteil des Seminares stellen die TeilnehmerInnen kleine Räucherkegel her. Die Teilnahmekosten liegen bei zwölf Euro zuzüglich einer kleinen Materialkostenumlage in Höhe von ca. sechs Euro.Wegen Teilnehmerbegrenzung ist eine Anmeldung bis Donnerstag, 14. November, unbedingt erforderlich. Anmeldungen unter E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oderTel. RS 3748239.

Zwei öffentlche Toiletten sollen abgebaut werden

Sicher haben Sie sich auch schon einmal über das Urteil eines deutschen Gerichts gewundert. Was halten Sie von diesem: Weil ein „höchstrichterliches Urteil“ (der Technische Beigeordnete Peter Heintze am Donnerstag im Entwicklungsausschuss) die Kombination von Werbeflächen und einer öffentlichen Toilette für unzulässig erklärt hat, läuft am 31. Dezember der Vertrag der Stadt Remscheid mit einer Werbefirma aus, die die beiden Toiletten auf der Alleestraße und am Zentralpunkt betrieben hat.  Beide Toiletten sollen dann abgebaut werden.

Und was ist mit den „dringenden Bedürfnissen“ von Passanten? „Einrichtung von ‚Netten Toiletten‘ weiter unklar“, titelte der Waterbölles am 6. April. Weil es zu wenig öffentliche Toiletten in Remscheid gebe (da war das Vertragsende für zwei Toilettenanlagen noch gar nicht bekannt) und der Betrieb eigener Toiletten in Pflege und Wartung für die finanzschwache Stadt zu teuer wäre, hatte die SPD vorgeschlagen, heimische Gastronomen zu animieren, ihre Toiletten für die allgemeine Öffentlichkeit zu öffnen. Doch privatrechtliche Vereinbarungen mit Gastwirten waren ausgeblieben. „Weil die Gastwirte an ihrem Lokalen kein Schild ‚Nette Toilette‘ haben möchten“, verriet am Donnerstag Ralf Wieber (CDU, Marketingrat) den Grund. Aber gegen Zahlung von 50 Cent seien „Gastwirte und andere“ durchaus bereit, ihre Toiletten zur Verfügung zu stellen.

Eine Gesellschaft braucht Ziele und Maßstäbe

„Der Monat November erweist sich in der Rückschau auf unsere Geschichte als ein Monat tiefgreifender Ereignisse. Insbesondere dürfen die schrecklichen Geschehnisse der Pogromnacht (9. November 1938) nicht in Vergessenheit geraten!“, betonte der  Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. und lud für Samstagabend zu einer Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages der Reichspogromnacht in „seine“ Gedenk- und Bildungsstätte ein, den ehemaligen Pferdestall der Remscheider Polizei. Auch der Wuppertaler Polizeipräsident Markus Röhrl und Atouri Gourari als Vertreter der Jüdischen Kultusgemeinde nahmen an der Gedenkfeier teil. Nachkommen der Familie Mandelbaum schilderten in dem bis auf den letzten Platz besetzten Saal das Schicksal ihrer Familie, und in Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-sprach Bürgermeister Kai Kaltwasser.

„Der 9. November ist ein entscheidender Tag in der neueren deutschen Geschichte: ein schicksalhafter Tag 1918 (vor 101 Jahren): Ausrufung der Republik und Ende der Monarchie, ein glücklicher Tag 1989 (vor 30 Jahren): Öffnung der innerdeutschen Grenze, und ein grauenhafter Tag 1938 (vor 81 Jahren): die Pogromnacht“, betonte Kai Kaltwasser. „Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 gehört zu den schlimmsten Momenten der deutschen Geschichte. Am 9. November 1938 gingen Hass und Gewalt gegen Juden vom Staat aus. Im Jahre 1938 waren Hass und Gewalt vor aller Augen. Die Diskriminierung führte schließlich zu Vernichtung. Unter der nationalsozialistischen Herrschaft wurden Millionen von Menschen jüdischer Herkunft entrechtet, entwürdigt, aus ihrer Heimat vertrieben und ermordet.“

Der 9. November 1938 sei ein Vorbote der späteren Verfolgung und Ausgrenzung gewesen, die zu den Massenmorden in den Ghettos und in den Lagern geführt habe, fuhr Kaltwasser fort. Auch in Remscheid wurden am 9. November 1938 Geschäfte und Wohnungen von Juden zerstört und Juden misshandelt!“

Wie der Remscheider Jochen Bilstein herausgearbeitet habe, sei in jener Nacht kaum eine jüdische Familie in von der Gewalt verschont geblieben. Einige jüdische Familien seien damals aus dem Polizeigefängnis mit einem Sonderzug in das Konzentrationslager Dachau deportiert worden. „Es grenzt daher fast an ein Wunder, dass nach dieser Vertreibung und diesem Massenmord wieder Juden in Deutschland heimisch wurden!“

Und dennoch sei es aktuelle Wirklichkeit, so Kai Kaltwasser, dass es in Deutschland offenen und latenten Antisemitismus gebe und die Anzahl der rechtsextremistisch motivierten Gewalttaten ansteige. Aber: „Fremdenfeindlichkeit und Rassismus haben keinen Platz in unserer Gesellschaft! Jeder Mann und jede Frau müssen sicher sein vor Diskriminierung und Gewalt! Der frühere Bundespräsident Johannes Rau hat einmal gesagt: ‚Wer Minderheiten angreift, der legt einen Sprengsatz an das Fundament unserer demokratischen Gesellschaft! ‘ Vor diesem Hintergrund ist es eine besondere Verpflichtung, die Erinnerung an den grausamen Versuch, jüdisches Leben in Deutschland und in Europa auszulöschen, wach zu halten. Wir müssen wissen, was damals geschah, und die Lehren daraus immer vor Augen halten. Denn: Jüdisches Leben in Deutschland ist eine Selbstverständlichkeit, ist eine Normalität, die nicht extra betont werden muss!“

Keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft, auch kein Staat könne ohne Gedächtnis leben, so Kaltwasser weiter.  Denn ohne Erinnerung zu leben würde bedeuten, ohne Identität und damit ohne Orientierung zu leben. „Wenn wir nicht blind in die Zukunft gehen, sondern Ziele und Maßstäbe haben wollen, müssen wir wissen, woher wir kommen“, zitierte der Bürgermeister den früheren Bundespräsident Roman Herzog. Und: „Das Undenkbare ist einmal Wirklichkeit geworden, und damit bleibt es historische Möglichkeit – überall auf der Welt.“

„Mit großem Respekt“ dankte Kai Kaltwasser abschließend „allen, die die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall in Remscheid auf den Weg gebracht haben und mit Leben füllen. Ihr Tun ist ein entscheidender und wichtiger Baustein gegen das Vergessen und für das Erinnern in unserer Stadt! Ihre Tätigkeit kann man gar nicht hoch genug wertschätzen. Bitte machen Sie weiter so!“

Unzählige Zigarettenkippen landeten in blauen Müllsäcken

Spielplatzmanagerin auf der Suche nach Paten“, titelte der Waterbölles 12. Januar 2007. Seitdem haben sich bei Daniela Kann eine Reihe von  Bürgerinnen und Bürgern für diese ehrenamtliche Arbeit gemeldet; es könnten aber ruhig noch einige dazu kommen: Rund 30 Remscheider Spielplätze sind zurzeit in der Obhut von Spielplatzpaten. Dazu gehört auch die Jugendfeuerwehr der Freiwilligten Feuerwehr Hasten. Und hingekommen ist jetzt die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Lennep. Zum 1. November hat sie die Patenschaft für den Spielplatz im Lenneper Hardtpark übernommen. Den erste Einsatz („Allgemeines Reinemachen“) am vergangenen Samstag hat der Waterbölles mit der Videokamera begleitet. Unzählige Zigarettenkippen landeten in den blauen Müllsäcken. Und dabei auch noch einige schöne Aufnahmen  vom bunt-belaubten Hardtpark mit eingefangen.

Nach der Familienphase zurück in den Beruf

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Am Donnerstag, 14. November, gibt es in der Agentur für Arbeit Remscheid wieder umfangreiche Tipps und Informationen zum erfolgreichen (Wieder-) Einstieg in den Beruf nach der Erziehungs- oder Pflegezeit. Die dreistündige Veranstaltung beginnt um 9 Uhr im Raum 501 (5. Etage im Rundbau Bismarckstr. 8 ). Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Chancen, nach einer familienbedingten Unterbrechung wieder ins Berufsleben zurückzukehren, haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Zunehmend suchen Unternehmen nach qualifizierten und motivierten Beschäftigten. Frauen und Männern, die ihre berufliche Tätigkeit für die Betreuung und Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen unterbrochen haben und nun wieder in den Beruf zurückkehren wollen, kommen diese Rahmenbedingungen entgegen.

Angela Grote-Beverborg von der Agentur für Arbeit berät seit vielen Jahren Wieder-einsteigende nach Familienzeit. Sie gibt in ihrer Veranstaltung viele Anregungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen. „Häufig ist es gar nicht bekannt, wie die Agentur für Arbeit den Wiedereinstiegsprozess begleiten und unterstützen kann“, berichtet Angela Grote-Beverborg „Das geht von individueller Beratung und der Vermittlung von Arbeitsstellen über die Finanzierung von Fortbildungen bis hin zu Umschulungen in neue Arbeitsbereiche. Die Agentur für Arbeit bietet zudem eine hervorragende E-Learning- Plattform für unsere Kundinnen und Kunden, auf der sie sich von kaufmännischen und EDV-Anwendungen über Bewerbungstraining bis hin zu intensiven Sprachkursen weiterbilden können. Und das bei eigener Zeiteinteilung, mit Erfolgszertifikat und kostenlos.“

In der Veranstaltung spricht die Expertin über die Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen (Wieder-) Einstieg und stellt u. a. das Informations- und Förderangebot der Agentur für Arbeit vor, gibt einen Einblick in die Möglichkeiten der Job- Börse und das umfangreichen E-Learning-Angebot der Agentur für Arbeit und beantwortet natürlich auch die Fragen der Teilnehmenden.

Wochenrückblick vom 4. bis 10. November 2019

Als noch mit Standkamera und Glasplatte fotografiert wurde

Die einstige Kaufmanngesellschaft am Lenneper Bahnhof. Foto: Sammlung Lempe.

von Dr. Wilhelm Schmidt

Das Foto zeigt die Bergstraße / Ecke Gartenstraße in Lennep am Bahnhof in einer Blütezeit der damaligen Kreisstadt. Der Krieg 1870/71 war da schon rund ein Dritteljahrhundert. An den erinnert in Lennep bis heute die sog. Friedeneiche, die als solche heutzutage aber kaum noch einer kennt, die aber auf dem Foto aus der Zeit der vorletzten Jahrhundertwende bereits stattlich angewachsen ist, umgeben von einer kleinen Wiese mit Buchsbaumumrandung, die unbefugt zu übersteigen seinerzeit "bei Preußens" natürlich „bei Strafe verboten“ war.

Das respektable Gebäude, dessen Baukörper in veränderter Form heute noch besteht, und an das sich die älteren Lenneper noch unter dem Namen „Hotel zur Post“ erinnern, war damals die sog. „Kaufmannsgesellschaft“. Diese gab es, wenn auch anderenorts in Lennep, damals schon über ein Jahrhundert, aber man hatte sich dann in der Nähe des Bahnhofs durch den Baumeister Schmidt ein neues Versammlungsgebäude errichten lassen. Dort trafen sich die Eigentümer der Lenneper Industriebetriebe, aber mehr noch ihre "Beamten", wie man damals sagte, also die Direktoren, Prokuristen und Verkaufsagenten, hier wurden also Verkaufsstrategien und Geschäfte vorbereitet. Natürlich wurde aber auch gefeiert. Die Gesellschaft verfügte z.B. über u.a. über zwei Weinkeller und mehrere Säle.

Die schöne Ansichtskarte hatte die örtliche Buchhandlung Richard Schmitz bei der damals sehr bekannten Kunstanstalt Rosenblatt in Frankfurt a.M.  in Frankfurt initiiert und umsetzen lassen. Die Buchhandlung war seinerzeit auch Verlag und gab Bücher zum Bergischen Land sowie regionale Drucksachen und Ansichtskarten heraus, deren Lenneper Motive seit den 1870er Jahren oft durch den Buchhändler höchst selbst mit einer Standkamera auf ein Glasplattennegativ gebannt worden waren. Adressiert war „unsere“  Ansichtskarte übrigens an eine Elli Fischer in Linde bei Lüttringhausen, und auf der Bildseite kann man bis heute einen herzlichen Glückwunsch der „Tante Julie“ zum Geburtstag erkennen, natürlich in historischer Sütterlinschrift, die sicherlich so mancher von uns nur noch schwer oder auch gar nicht entziffern kann.

Es ist schön, dass über derartige Ansichtskarten die Welt von früher für uns erhalten bleibt, denn das Original unseres heutigen Beispiels aus der „Sammlung Lempe“ ist inzwischen im Stadtarchiv Remscheid auf Dauer archiviert und man findet das Motiv  sogar im Internet.

Die Lenneper Kaufmannsgesellschaft ist in Zeitungsbeiträgen schon öfters mal beschrieben worden. Eine ausführliche Zusammenfassung wäre deshalb durchaus wünschenswert; ich arbeite daran. Bisherige Onlinebeiträge von mir findet man u.a. hier:

Was ist bloß mit dem Journalismus los?

von Prof. Dr. Siegfried Weischenberg

Vor einigen Monaten feierte das Universitäts-Institut (in Hamburg), an dem ich viele Jahre gearbeitet habe, sein 100. Jubiläum. Es gab einen Festakt mit Musikbegleitung, der Rektor sprach ein Grußwort, und auch ich durfte ein wenig mitwirken. Im Vorfeld des Geburtstags sendete der öffentlich-rechtliche Regionalsender ein Stück, das deutlich machen sollte, wie renommiert der Jubilar inzwischen ist. Dazu gab es ein recht eigenwilliges Filmchen über ein Detail der dort stattfindenden Forschung sowie einen Trailer. Darin wurde die Bedeutung dieser Institution vor allem damit begründet, dass die bekannte TV-Nachrichtensprecherin und Talkshow-Moderatorin X, der durch das Fernsehen bekannt-gewordene und mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Comedian Y und der Sport-moderator und Präsentator einer erfolgreichen Satiresendung Z dort Examen gemacht hätten.

Doch das stimmte nur zu einem Drittel. Alle drei hatten zwar eine Zeitlang an diesem Institut – mehr oder weniger intensiv – studiert. X und Y waren jedoch abgesprungen, ehe sie in die Nähe eines Studienabschlusses kamen, weil sie längst was mit Medien machten, das ihnen Geld und öffentliche Aufmerksamkeit verschaffte. Einzig Z war solange bei der Stange geblieben, bis er das Magister-Examen gemacht hatte – übrigens mit einer Arbeit über Kinderfunk, an die ich mich als Betreuer noch gut erinnern kann.

Wenn man eine solche, eigentlich eher banale Geschichte bestimmten Leuten erzählt, löst das sofort einen Reflex aus, den man nur mit der allgemeinen Stimmungslage gegenüber den Medien erklären kann. „Da sieht man es mal wieder“, sagen sie dann, „wie die Journalisten arbeiten. Sie sind total auf Promis fixiert. Und dann stimmen nicht mal die Fakten, weil sie nicht recherchieren wollen oder können.“

(aus der Dokumentation des
„IQ-HERBSTFORUMS QUALITÄT UND PROFESSIONALITÄT:
JOURNALISMUS AUF GUTEN WEGEN?“,
veranstaltet von der „Initiative Qualität“ am 14. Oktober in Berlin)

Das Misstrauen gegenüber den Medien und ihrem Journalismus ist groß – und dies übrigens, wie Langzeitstudien zur Medienbewertung zeigen, schon seit vielen Jahren. Es beruht oft auf Erfahrungen im Kleinen, verstärkt sich, wenn man selbst betroffen ist, und wird bei manchen Leuten zur Pauschalkritik, auf die in Deutschland seit einigen Jahren das Etikett „Lügenpresse“ geklebt wird (allerdings mit abnehmendem Engagement). Damit geschürte Vor-Urteile wird man, wenn überhaupt, so schnell nicht wieder los. Und dabei geben sich viele Journalisten zumindest in diesem Jahrzehnt sehr viel Mühe, besser zur wirken als ihr Ruf.

Die Kritik an Medien und Journalismus – ihre Tradition reicht weit ins 19. Jahrhundert zurück – kommt seit einer Reihe von Jahren in zwei modernen Varianten daher: als pauschale Verdammung von Journalisten durch scheinbar „normale“ Bürger und als sensible Selbstbezichtigung durch bekümmerte Berufspraktiker. Wenn man zusammenfasst, was da so alles über den Journalismus geäußert wird – auch und gerade von Journalisten selbst –, gewinnt man nicht unbedingt den Eindruck, dass sich der Beruf „auf guten Wegen“ (Tagungstitel) befindet. Andererseits wimmelt es geradezu von Verbesserungsvorschlägen aus der Branche. Das Repertoire an Stellschrauben scheint dabei fast unbegrenzt zu sein.

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