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Mit Trinkwasser künftig sorgfältig umgehen

Reichlich Quellwasser nur an einer Stelle des Stadtparks“, titelte der Waterbölles am 26. August, nachdem Mitglieder SPD Remscheid-West an der Konzertmuschel im Stadtpark mit (wenigen) interessierten Bürger/innen über den Park und seinen umstrittenen Teich gesprochen hatten. Gestern nun lag den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid die Dokumentation der Stadt über die Bürgerwerkstatt vom 6. Juli über die künftige Entwicklung des Stadtparkteiches vor. In der Diskussion, die sich daraus entwickelte, ließ Ausschussvorsitzender Otto Mähler auch Gabriele Lipka zu Wort kommen, die Vorsitzende des städtischen Landschaftsbeirates. Sie warnte davor, den Teich in zunehmenden Trockenzeiten mit Trinkwasser der Stadtwerke aufzufüllen und plädierte stattdessen als Ruhezone für ein Biotop, das auch ein paar Mal im Jahr ruhig trockenfallen könne. Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid, konnte das sehr wohl als Plädoyer für den Vorschlag der TBR (Foto oben) von April 2016 verstehen: „Solange Geld fehlt, das Beste aus Verlandung machen!“ Das hatte in der BV Dirk Buchwald (TBR). Foto: Lothar KaiserNoch keine beschlossene Sache: Name und Signet der neuen städtischen Tochtergesellschaft, in der die REB aufgehen sollen.damals Planer Dirk Buchwald (Foto rechts)  empfohlen. Zirngiebl  gestern: „Wir brauchen eine politische Entscheidung über die künftige Wasserversorgung des Teiches bzw. über dessen Verlagerung in einen anderen Teil des Stadtparks!“ Letzteres hält er allerdings wegen der steileren Hanglage oberhalb des Gesundheitshauses für schwierig. „Vielleicht sollten wir uns von dem Teich, den wir von früher kennen, verabschieden. In den heißen Sommern, die wir zu erwarten haben, sollten wir mit Trinkwasser sorgfältig umgehen!“

In den nächsten Monaten dürfe es zunächst einmal um den Stadtpark wieder recht still werden. Denn die Bauverwaltung arbeitet an der Ausschreibung eines hydrologischen Gutachtens. Das soll dann zum Jahresende vergeben werden. Bis es fertig vorliegt, wird es wohl Mitte 2020 werden.  Und Rosemarie Stippekohl (CDU) will erfahren haben, wir sie gestern berichtete, dass mit einer Entscheidung über die Zukunft des Stadtparkteiches erst in vier Jahren zu rechnen sei. Das wollte Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften so nicht bestätigen. Allerdings gab Michael Zirngiebl zu verstehen, dass mit öffentlichen Fördergeldern für den Stadtpark, den Teich inclusive, erst zu rechnen sei, wenn hierfür von Seiten der Stadt die Gesamtplanung fertig sei.

 

 

Gärten und Wohnhäuser auf altem Sportplatz

Aus dem ehemaligen Sportplatz Düppelstraße zwischen Düppelstraße und Ronsdorfer Straße und seinen angrenzenden Flächen mit dichtem Baum- und Gehölzbestand soll ein neues Wohngebiet werden. Die baurechtlichen Voraussetzungen dafür soll der Bebauungsplanes Nr. 678 schaffen, den die Verwaltung jetzt der Politik vorgelegt hat. Gestern stand der Plan auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung (BV Alt-Remscheid. Bei dem Sportplatz selbst handelt es sich um einen Ascheplatz (Tennenplatz), der in der Vergangenheit einige Zeit als Ausweichplatz genutzt wurde und in den letzten Jahren gar nicht mehr.

Um alle von der Planung Betroffenen und an der Planung Interessierten frühzeitig in den Planungsprozess mit einzubeziehen, hält es die Verwaltung eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Beteiligung gem. § 4 (1) BauGB für sinnvoll. Dies schaffe die Möglichkeit eines umfassenden Austausches sämtlicher bei der Planung zu berücksichtigenden Sachzusammenhänge und ermöglicht die optimierte Gewichtung aller Belange. Der Plan soll im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt werden. Begründung: Da es sich bei dem Plangebiet – mit Ausnahme des Bereichs an der Ronsdorfer Straße – um eine nahezu allseitig von Wohnbebauung umschlossene, durch eine bauliche Anlage gegenwärtig bereits genutzte Fläche von weniger als 20.000 m² handele, ermögliche der Plan keine Bauvorhaben, die einer Umweltverträglichkeitsprüfungspflicht unterliegen könnten.

Vorgesehen ist die „Wohnbebauung auf durchgrünten Privatparzellen bei Teilentsiegelung von Flächen des heutigen Sportplatzes, z.B. durch Anlage von Privatgärten. Auch bestehen „Überlegungen zu einer Regenrückhaltung, die sich langfristig zu einem Biotop und damit zu einer der Überhitzung in den Stadträumen entgegenwirkenden Maßnahme entwickeln“ könne. Die BV stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes gestern einstimmig zu.

Die Stadt schrumpft und spart

Das neue Jahrtausend

Seit 1998 regiert die SPD zusammen mit der Partei „Die Grünen“. Zahlreiche Reformen sollen den 1998 begonnenen Konsolidierungskurs der Regierung unterstützen, 2006 wird ein ausgeglichener Staatshaushalt angestrebt. Steuer- und Rentenreform sowie Hartz IV sind neue Reizwörter.

Das neue Jahrtausend startet noch vielversprechend, aber schon 2001 beginnt ein „Abstieg auf Raten“ - die globalen Veränderungen wirken sich auch in Deutschland aus. 2000 platzt die Dotcom-Blase, ein weltweiter Börsenkrach ist die Folge.

Die Terroranschläge vom 11. September der zweite Irakkrieg und steigende Ölpreise verschlimmern die Lage. 2002 wird in der Europäischen Union der Euro als Bargeldwährung eingeführt. Sein steigender Kurs verschlechtert ab 2003 die deutschen Exportchancen. 2005 wird Angela Merkel die erste deutsche Kanzlerin.

Der Zusammenbruch der Lehmann Brothers Bank in den USA löst eine Kettenreaktion von Bankenzusammenbrüchen aus und führt 2008 zu einer weiteren weltweiten Wirtschaftskrise. Die Auswirkungen der globalen Krise treffen Remscheid hart. Unternehmen bauen Mitarbeiter ab oder schließen. Die Stadt schrumpft und spart. Das Jahrzehnt endet mit einer schweren Finanzkrise für die Stadt und der Verabschiedung eines Sparpakets zur Haushaltssanierung.

Stimmen aus der Remscheider Politik und Wirtschaft

„75-Jahre – ein Resümee. Zum Jubiläum gab es nur Remscheider.“ „Aus heutiger Sicht hat die Zusammenlegung zur Großstadt Remscheid ihren Zweck erfüllt.“

„Auch wenn Untertöne vermuten lassen, dass so mancher Lüttringhauser oder Lenneper Remscheid als etwas Fremdes empfindet, haben die Stadtteile profitiert, vor allem auch der, der sich einst am heftigsten gegen die Eingemeindung gewehrt hat.“

„Jeder Stadtteil hat seinen besonderen Charme, seine eigene Geschichte auf die seine Bewohner stolz sein können.“

„Positive Bewegung entsteht indes nur, wenn alle an einem Strang ziehen.“

„In Remscheid bewegt sich viel Positives.“

Stadtleben

2000 kauft die Sana Klinikum AG 75% der Anteile der Klinikum Remscheid GmbH. Fünf Jahre später schließt das Krankenhaus in Lennep seine Tore.

2001 übernimmt die EWR GmbH die Versorgung der Stadt mit Energie und Trinkwasser. Die Bäder und der Verkehrsbetrieb verbleiben bei der Stadtwerke Remscheid GmbH.

2005 wird das Sauna- und Badeparadies H²O eine eigenständige GmbH. Zusätzlich zu den oft seit Jahrzehnten in allen Stadtteilen etablierten Veranstaltungen kommen neue Events hinzu:

2001 findet der erste Röntgenlauf statt. Neu sind der Tag der Vereine (2000), Motorshows (2002) oder die essKULTour (2006) auf der Alleestraße. Der Weihnachtsmarkt zieht vor das Rathaus. Zusammen mit einer Eisbahn bilden sie seitdem das gemütliche Weihnachtsdorf.

In Lennep locken das Weinfest (2004) und der Mittelaltermarkt (2006). Lüttringhausen veranstaltet seit 2005 den Herbst-, Bauern- und Kunsthandwerkermarkt.

75 Jahre Großstadt Remscheid heißt es 2004. Die Stadt bietet ein buntes Programm zum Zuschauen und Mitmachen. 20.000 Besucher kommen bei strahlendem Sommerwetter. Der Sauerländische Gebirgsverein wandert „vom Dorp zur Stadt“. Startpunkte der Wanderungen liegen in Lüttringhausen oder Lennep. Das gemeinsame Ziel ist der Theodor-Heuss-Platz und die Besteigung des Remscheider Rathausturmes.

2005 feiert Lüttringhausen seine 850-Jahr-Feier und 80 Jahre Lüttringhauser Heimatbund. 2006 besteht der Lüttringhauser Anzeiger seit 75 Jahren und 2008 wird das Lüttringhauser Rathaus 100 Jahre alt.

Zum Anlass des 775-jährigen Stadtjubiläums findet in Lennep 2006 der Mittelaltermarkt im Hardtpark statt. Und in Remscheid gibt es 2006 zum 100-jährigen Jubiläum des Rathauses ein großes Fest. Die Projekte der Regionale 2006 geben der Stadt neue Impulse. Sie machen aus brachgefallenen Bahntrassen und Waldpfaden lebendige Wege, die von Spaziergängern, Skatern oder Fahrradfahrern genutzt werden können. Tafeln entlang der Routen oder in der Altstadt von Lennep erzählen von der Geschichte der Stadt.

Die Ausstellung zur Remscheider Stadtgeschichte wurde von Jörg

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Besuch des Heimat- und des Wirtschaftsministeriums

Pressemitteilung Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Nach den ersten beiden Tagen auf der der Internationalen Fachmesse für Immobilienwirtschaft und Investitionen in München fällt die Bilanz der VertreterInnen des Bergischen Städtedreiecks auf der EXPO REAL positiv aus. Der großzügige Stand, mit dem das Bergische Städtedreieck auf der Messe präsent ist, hat uns in den letzten Jahren immer viel Aufmerksamkeit eingebracht. Dadurch, dass wir jedes Jahr hier sind, haben uns die Investoren mittlerweile gut auf dem Radar“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, die den Stand jedes Jahr in Kooperation mit den Städten Remscheid, Solingen und Wuppertal organisiert. Position und Standgröße fallen ins Auge. Auch dadurch ergibt sich eine hohe Besucherfrequenz auf dem Stand. Dieser kraftvolle gemeinsame Auftritt findet in dieser Form bereits zum 18. Mal statt und sorgt damit wiederholt für eine deutliche Wahrnehmung: als vitale Region mit viel Potenzial.

Zu Gast am Stand waren gestern Christoph Dammermann, Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. Noch bis zum 9. Oktober sind Remscheid, Solingen und Wuppertal wieder gemeinsam auf der EXPO REAL vertreten. Aus rund 72 Ländern kamen im letzten Jahr die 45.058 Teilnehmer. Weitere Zahlen (2018): 64.000 Quadratmeter Gesamtfläche, 500 Experten im Konferenzprogramm, 1.000 Journalisten und Medienvertreter. (Anette Kolkau)

Markus Hoymann verstärkt das Vorstandsteam

Pressemitteilung des Caritasverbandes Remscheid e.V.

Seit dem 1. Oktober hat der Caritasverband Remscheid e.V. einen neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden. „Wir sind froh, mit Herrn Hoymann ein sehr erfahrenes und versiertes Mitglied für unseren Vorstand gefunden zu haben“, so Stadtdechant Monsignore Thomas Kaster. Hoymann ist Jurist und hat zuletzt als Geschäftsführer der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn gearbeitet. Neben der Tätigkeit im Vorstand wird er auch die Leitung des Fachdienstes für Integration und Migration übernehmen. „Ich freue mich auf die Tätigkeit und die Möglichkeit, meine im Rahmen der Geschäftsführung und internationalen Entwicklungszusammenarbeit gewonnen Kenntnisse und Erfahrungen jetzt beim Caritasverband Remscheid einbringen zu können“, erklärt Herr Hoymann.

Durch die plötzliche und schwere Erkrankung von Karin Dasbach musste der Vorstand im vergangenen Jahr sehr kurzfristig neu aufgestellt werden. Karin Dasbach hatte vor nun vier Jahren im Jobsharing mit Sandra Engelberg die Vorstandstätigkeit übernommen. Vorher war sie seit 1997 Leitung des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie.  „Frau Dasbach hat als Fachbereichsleitung, als stellvertretende Vorsitzende der Caritas Remscheid und auch als Vorsitzende der Initiative Jugendhilfe e.V. viele Maßnahmen und Projekte nach Remscheid geholt. Sie sich in ihrer Arbeit sehr erfolgreich für die Themen Armutsprävention und Verbesserung der Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche engagiert“, so Kaster. „Es war daher für uns ein großer Schock und harter Schlag, als wir von der Erkrankung von Frau Dasbach erfuhren.“

Nachdem der Vorstand nun über ein Jahr übergangsweise neben der Vorstandsvorsitzende Sandra Engelberg ehrenamtlich durch Franz Josef Kohout geführt wurde, sind alle glücklich, dass nun wieder ein zweites hauptamtliches Vorstandsmitglied mit an Bord ist. Dechant Kaster bedankt sich unter kräftigem Applaus der Mitarbeitenden bei Kohout für seinen herausragenden ehrenamtlichen Einsatz. „Du musstest Dich in kürzester Zeit in sehr viele und verschiedenen Themen einarbeiten. Dafür, dass Du dazu bereit warst und dies in so engagierter Art und Weise getan hast, sind wir Dir zu großem Dank verpflichtet!“ Franz Josef Kohout wird sich schrittweise aus der Vorstandsarbeit zurückziehen, nicht aber aus dem ehrenamtlichen Engagement für den Caritasverband Remscheid.

Lange Liste von Frost- und anderen Straßenschäden

Otto Mägler und Hans-Otto Heming, inzwischen in Pension, vor Schlaglöchern auf der Freiheitstraße. Archivfoto: Lothar Kaiser Die Liste der reparaturbedürftigen Straßen in Remscheid wird immer länger, doch der Stadt fehlt das Geld, um sie „abarbeiten“ zu lassen. Im aktuellen Straßenschadensbericht, den die Technischen Betriebe Remscheid den vier Bezirksvertretungen vorgelegt haben (gestern der BV Alt-Remscheid), ist von 3.200 Schlaglöchern die Rede (+800 gegenüber dem Vorjahr), die von  den städtischen Straßenmeistereien in den Wintermonate 2018/2019  mit ca. 32 Tonnen Asphaltmischung ausgebessert wurden – acht Tonnen mehr als im Vergleichszeitraum  der Vorsaison - aber nur wenige grundlegende Straßenerneuerungen. Zitat: „Die allgemeine Straßensubstanz der Fahrbahnen hat sich weiter verschlechtert. Dies hat zur Folge, dass die Straßen häufig nicht mehr durch  einen einfachen Deckenüberzug nachhaltig repariert werden können, sondern aufwendig saniert werden müssen. Diese Sanierungen ... sind um ein Vielfaches teuer als eine einfache Deckensanierung.“

In den Jahren 2014 - 2017 wurden nach Angaben der TBR  zwölf Deckensanierungen mit einem Gesamtvolumen von 1,25 Mio. € vorgenommen. In 2018/2019 wurden sechs Straßen (Reinshagener Straße, Langestraße, Büchner Straße, Linkläuer Straße, Berliner Straße und Bornefelder Straße I) grundlegend erneuert. Im Sommer 2019 folgten ein Teilabschnitt der Neuenkamper Straße, und die Jan-Wellem-Straße). De Erneuerung von insgesamt 16.000 m² Fahrbahn kostete die Stadt ca. 570.000 €.  Insgesamt konnten im Zeitraum 2017 bis Mitte 2019 innerstädtische Straßen für rd. sieben Mio. € fertiggestellt werden. Rosemarie Stippekohl (CDU) gestern in der BV Alt-Remscheid: „Klappt es denn wenigstens 2020 mit dem Ausbau der Königstraße?“ – Antwort von Michael Zirngiebl, Chef der TBR: „Wir arbeiten an der Ausbauplanung. Das Geld ist eiungeplant. Ich gehe davon aus, dass mit dem Ausbau im kommenden Jahr zumindest begonnen werden kann!“

Rund 10.234. 000 € müssten in die zahlreichen Straßen  mit Frost– und Straßenschäden investiert werden, die die TBR in ihren Bericht aufgelistet hat. Tatsächlich können dort „jedoch nur Instandsetzungsarbeiten zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit durchgeführt werden“. Die Liste enthält weiterhin Straßen, die aus Sicht der Straßenunterhaltung als Erneuerungsmaßnahme in das Investitionsprogramm aufgenommen werden sollten. Für diese Maßnahmen wurde allerdings noch keine Kostenbeurteilung durchgeführt. Die Investitionssumme für die erneuerungsbedürftigen Straßen, die das Investitionsprogramm bereits enthält, beläuft sich auf rd. 32.767.400 €. Umgesetzt werden hiervon zurzeit lediglich Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Millionen €.

Unter „Rückstellungen“ haben die TBR alle notwendigen Straßenerneuerungen aufgelistet, für die im Rahmen der städtischen Jahresabschlüsse 2012 bis 2018 eine Rückstellung für eine Deckensanierung gebildet wurde bzw. werden sollte. Zitat: „Momentan wurde für diese Rückstellungsmaßnahmen ein Gesamtbetrag in Höhe von rd. 3.909.999 € für Fahrbahnen und 279.000 € für Gehwege gemeldet. 

Zum TBR-Bericht über das schadhafte Straßennetz gehört auch, dass im vergangenen Jahr ca. 9.345 Kleinschäden protokolliert und weitestgehend punktuell beseitigt wurden (insgesamt rd. 6.470 m² Gehwegflächen und 5.740 m² Fahrbahnflächen). In diesem Jahr stehen für diese Kleinmaßnahmen rd. 620.000 € zur Verfügung.

Finger statt Spraydose, Licht statt Lack

Im Rahmen des Programmes „Kulturrucksack Remscheid“ präsentiert die Kraftstation in der ersten Ferienwoche den Workshops „Lichtbuden - Graffiti 2.0. - Häuser bemalen mit dem Tagtool". Für alle Jungen und Mädchen zwischen zehn und 14 Jahren gibt es von Montag, 14., bis Donnerstag, 17. Oktober, jeweils von 10 bis 15 Uhr einen Graffiti Workshop der besonderen Art. Mit I-Pads und der „Tagtool“- App ausgerüstet, ersetzen sie Lack durch Licht und geben so Wänden einen neuen Look.

Graffiti 2.0 - so könnte man frei übersetzt „Tagtool“ bezeichnen. Finger statt Spraydose, Licht statt Lack. Denn das wichtigste Arbeitsmittel beim „tagtoolen“ ist das I-Pad, auf dem die Ideen gezeichnet werden. Die Licht-Graffitis werden dann mit einem Beamer an die Wand projiziert und können sogar noch animiert werden. Bei dieser Tagtool Session experimentieren die Teilnehmer/innen mit bewegten Bildern, Farben und Fotografien, die scheinbar über die Häuser der Stadt fliegen. Hierbei ist Kreativität gefragt; dann erscheint eine Stadt in einem völlig anderen Licht.

Die Workshopleitung übernehmen die Lichtgestalten Matthias Plenkmann und Christan Spieß aus Dortmund. Die Teilnahme ist kostenfrei. Wer Lust hat sich auszuprobieren, meldet sich an unter E-Mail kultur@krafstation.de oder kommt am 14. Oktober um 10 Uhr in die Kraftstation, Honsberger Str. 2.

 

Wurstverzehr in Remscheider Altenheimen gefahrlos

„Wurst-Skandal“ auch in Remscheid? Die Unruhe unter Bewohnerinnen und Bewohnern Remscheider Altenheime legte sich schnell wieder: Zwar hatten drei Altenheime in der Stadt von der hessischen Wurstfabrik Wilke durchgekochte Brühwurst bezogen, da diese vor dem Verzehr aber noch einmal heiß gemacht wurde, bestand für die Bewohner keine Infektionsgefahr, wie das das Bergische Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) in Solingen bestätigte. In der vergangenen Woche waren  in Wurstwaren von Wilke gefährliche Listerien nachgewiesen worden. Eine Listerien-Erkrankung äußert sich meist innerhalb von 14 Tagen nach Infektion mit Durchfall und Fieber. Insbesondere Schwangere, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können auch schwerere Krankheitsverläufe mit Blutvergiftung und Hirnhautentzündung entwickeln. Bei Schwangeren kann, sogar ohne Symptome, das ungeborene Kind geschädigt werden. Auf Listerien in Produkten der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG werden bislang zwei Todes- und Dutzenden Krankheitsfälle zurückgeführt. Ende voriger Woche beantragte die die Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens. Die Behörden hatten am Dienstag die Produktion des Unternehmens „vorläufig“ geschlossen.

Internationale Jugendbegegnung in Russland

Pressemitteilung der Schule für Musik, Tanz & Theater e.V.

Wie bereits im Jahre 2017 reisen der Fallschirm Club Remscheid e.V. und die Jugendkunstschule Lennep e.V., Schule für Musik, Tanz & Theater, im Rahmen einer internationalen Jugendbegegnung am kommenden Montag nach Russland. In diesem Jahr sind 45 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 26 Jahren mit etwa zwölf Begleiterinnen und Begleitern dabei.

„Druschba“ (Freundschaft), das Lenneper Balalaika-Orchester, besteht aus mehr als vierzig Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 27 Jahren. Lev Zlotnik leitet seit 1994 „Druschba“; er ist auch Leiter der deutschen Jugendgruppe, denn seit 2012 ist er an der Schule für Musik, Tanz & Theater auch für den Austausch mit der russischen Strawinsky-Musik-Kunstschule verantwortlich. Die Jugendbegegnung findet vom 14. bis 25. Oktober 2019 in Moskau, St. Petersburg und erstmals auch in Rostov am Don statt. Insgesamt sind sechs gemeinschaftliche Konzerte geplant.

Das erste Treffen einer Jugendgruppe der „Schule für Musik, Tanz und Theater“ mit Jugendlichen der Moskauer „Strawinsky-Kunst-Musikschule“ in Moskau fand 2012 statt (Foto: Die Lenneper Reisegruppe 2017 auf dem Roten Platz in Moskau). Seitdem besuchen sich beide Jugendgruppen gegenseitig im eigenen Land und zeigen sich die unterschiedlichen Lebensweisen in Deutschland und Russland. Alles was zur fremden Kultur gehört, ist erst einmal interessant und wird erforscht. Im Mai 2014 und Oktober 2016 haben auf Initiative der Schule für Musik, Tanz & Theater e.V. Gegenbesuche in Deutschland stattgefunden. Bis zu dreißig Jugendliche aus Russland folgten der Einladung nach Lennep. Dabei wurden auch Denkmäler in Berlin, wie zum Beispiel das Konzentrationslager Sachsenhausen oder das Jüdische Museum besucht. Der europäische Gedanke des Zusammenhalts und des Zusammenwachsens kann für russische Jugendliche, die in ihrem Heimatland eine andere Sichtweise auf Europa haben, eine positive Signalwirkung haben. Diese regelmäßigen Begegnungen tragen beidseitig zur Völkerverständigung bei.

Vertrag mit Michael Hagemann endet zum 31.12.

Michael Hagemann hauptamtlicher BZI-Geschäftsführer“, überschrieb der Waterbölles am 23. Februar 2009 eine Pressemitteilung des Remscheider Berufsbildungszentrums der Metall- und Elektroindustrie (BZI). Darin teilte die große Ausbildungsstätte an der Wüstenhagener Straße mit, dass diese ab Juni 2009 erstmals von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geleitet werde: Michael Hagemann. Er werde die Aufgaben der beiden Geschäftsführer Joachim Groth (IHK) und Markus von Dreusche (Arbeitgeber-Verband) zum 31. Oktober 2009 übernehmen. Das Kompetenzzentrum in der Aus- und Weiterbildung sei kontinuierlich gewachsen, und da sei es für die Gesellschafter des Hauses (die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid und den Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V.) nur konsequent, die „Führung des Hauses neu aufzustellen“, so Markus von Dreusche damals.

Michael Hagemann (Bildmitte) im dunklen Anzug. Dieses Foto entstand bei einer Pressekonferenz des BZI im November 2009. Im Bild von li. n. re. Alexander Holthaus, Dr. Manfred Diederichs, Michael Hagemann, Markus von Dreusche und Joachim Groth. Foto: Lothar KaiserMichael Hagemann hat eine steile Karriere gemacht. Der gelernte Landwirt studierte mit Abschluss als Diplom-Sozialarbeiter und Betriebswirt. Er war drei Jahre lang Projektleiter, Fachbereichsleiter und Teilgeschäftsführer der Aids-Hilfe Köln und vier Jahre lang Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH, bevor er zum BZI wechselte. Jetzt ist er gegangen, und die BZI-Gesellschafter müssen sich nach einem Nachfolger umsehen – ausgerechnet mitten in der Phase des Neubaus der Ausbildungswerkstätte („Technik-Campus") mit modernster Technik, 360 Werkstattplätzen in den Ausbildungsbereichen Metall, Elektro und Steuerungstechnik und 144 Unterweisungsplätzen in fünf Theorieräumen. Dafür hatte Hagemann in den  vergangenen Jahren viele Millionen Euro an Fördergeldern akquiriert. Bezogen werden soll der Neubau im Februar 2020. Bis dahin dürfte der neue BZI-Geschäftsführer gefunden worden sein. Derzeit hat Roland Kassen, bislang Stellvertreter Hagemanns, die Geschäftsführung übernommen.

Dass der 48-jährige Wuppertaler Michael Hagemann, der "tägliche Entscheider" im BZI in den vergangenen zehn Jahren, „der sich in der heutigen Förderlandschaft sehr gut auskennt“ (von Dreusche im November 2009 auf einer Pressekonferenz), jetzt das Bildungszentrum der Metall- und Elektroindustrie auf eigenen Wunsch verlassen habe, berichtet heute der RGA. Zitat: „Hagemann führt gesundheitliche Gründe dafür an. (...) Mehr mag er nicht sagen.“ Die Zeitung zitiert Hagemann mit den Worten: „Ich habe zehn Jahre Gas gegeben für das BZI, ich habe insgesamt 25 Millionen Euro EU-Gelder nach Remscheid geholt, und ich habe das Personal und den Umsatz verdoppelt."

Wann genau Hagemann seinen Arbeitsplatz verlassen hat, ist (noch) nicht bekannt. Überhaupt halten sich die Gesellschafter des 1952 als Gemeinschaftswerkstatt gegründeten BZI in dieser wichtigen Personalangelegenheit auffällig zurück. Gegenüber dem RGA äußerte sich Markus von Dreusche lieber zur Finanzlage des BZI. Die Botschaft: „Für das BZI wird mehr Geld gebraucht“, ist im RGA-Bericht nachzulesen. „In den nächsten Monaten soll es deshalb darum gehen, weitere Fördergelder für den Neubau in Remscheid lockerzumachen.“ Markus von Dreusche begründete das mit den gestiegenen Kosten des Neubauprojekts: „Mitte Oktober werden wir einen genauen Überblick darüber haben", sagte er dem RGA. Auf der Baustelle seien die Arbeiter auf Felsen gestoßen. Das muss beim Bau der Fundamente geschehen sein, also schon vor etlichen Monaten. Denn das Richtfest des Rohbaus war am 5. Juni. Auf Nachfrage teilte Dipl. Ing. Michael Pott als Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes dazu dem Waterbölles mit, das sei nur ein Beispiel für Kostensteigerungen in der Bauphase. Wann Hagemanns letzter Arbeitstag im BZI gewesen sei, wollte Pott dem Waterbölles nicht sagen. Nur so viel: Der Arbeitsvertrag sei einvernehmlich zum 31. Dezember beendet worden.

„Michael Hagemann ließ nicht wenig Geld aus den Finanztöpfen in Düsseldorf und Berlin nach Remscheid fließen“, schreibt der RGA. Darüber hatte Michael Hagemann, bevor er damit später die Agentur Schulz, Wessel & Partner beauftragte, in seinen ersten Jahren als BZI-Geschäftsführer noch selbst Pressemitteilungen verfasst. So beispielsweise am 1. Dezember 2016. Zitat: „Die Förderung der für das kommende Jahr geplanten technischen Modernisierungsprojekte des Berufsbildungszentrums der Industrie wurde durch das Land NRW (Wirtschaftsministerium NRW) und den BUND (BMBF / BAFA) in Höhe von 991.000 € bei einem Investitionsvolumen von 1.239.000 € bewilligt (Förderquote 80 Prozent). Mit den Modernisierungsprojekten 2017 (Modernisierung der Schlossereien durch neue Werkbänke, eine Flachschleifmaschine und einen Sägevollautomaten, zwölf neue konventionellen Drehmaschinen und ein CNC-Fräsbearbeitungszentrum ... wird das BZI seinen Modernisierungsprozess abschließen und damit innerhalb von fünf Jahren alle Ausbildungsbereiche auf den aktuellen Stand der Technik und Didaktik bringen können. (...) Nach Abschluss dieser Modernisierungsprojekte wird das BZI dann innerhalb von fünf Jahren 5.544.000 € bei einer Förderung aus Landes- und Bundesmitteln von 3.878.000 €, annähernd 70% Förderquote, in seine technische und didaktische Modernisierung investiert haben.“

Aber das war nur der Anfang. „Bund fördert BZI mit zehn Millionen Euro“, freute sich am 9. Januar 2018 der CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt. An diesem Tag hatte Thomas Rachel (CDU), Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Hagemann einen Förderbescheid über 666.515,77 € überreicht. Der Waterbölles schrieb damals: „Die Gesamtinvestitionen für die weitere technische Modernisierung in 2018 des BZI belaufen sich auf 1.110.859,61 €. (...) Die Gesamtprojektkosten der Neubaumaßnahme belaufen sich auf 15.580.000 € (hiervon Bundesförderung 9.348.000 €, Landesförderung 3.116.000 €, BZI-Eigenanteil: 3.116.000,00 €).“

Bergische Wirtschaft beklagt mäßigen Abschwung

Pressemitteilung der Bergische Industrie- und Handelskammer

„Das Konjunkturklima in den bergischen Großstädten hat sich verschlechtert. Sowohl die Einschätzungen der aktuellen Wirtschaftslage als auch die Erwartungen über die künftige Geschäftsentwicklung sind negativer geworden.“ Mit diesen Worten fasste Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, heute die Ergebnisse der jüngsten IHK-Konjunkturumfrage zusammen. An dieser hatten sich 467 Unternehmen mit rund 23.000 Beschäftigten beteiligt. Positiv sei immerhin, dass aktuell noch 31 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als „gut“ und weitere 53 Prozent als „befriedigend“ ansehen; erst 16 Prozent der Betriebe sind unzufrieden. Der Geschäftslageindex sei damit aber um weitere 12 Punkte auf einen Wert von derzeit plus 15 gesunken.

Für die Entwicklung gebe es mehrere Ursachen. Das immer unsichere handelspolitische Umfeld sei eines davon. Die Konflikte zwischen den USA und China sowie auch das Thema Brexit schwelten weiter. Und auch die Absatzmärkte Russland und Iran bleiben durch Sanktionen beeinträchtigt. Die Schwierigkeiten in der Automobilindustrie treffen zunehmend auch die bergischen Zulieferer. Hinzu kämen hausgemachte Probleme: „Mehr als die Hälfte der Unternehmen sieht in der Wirtschaftspolitik ein großes Entwicklungshemmnis. Generell wird die wachsende Bürokratie als gravierendes wirtschaftliches Risiko bewertet. Auch bei Steuern und Abgaben wünschen sich viele Firmen, dass sie durch weniger steuerrechtliche Vorschriften oder durch Vereinfachungen entlastet werden“, so Wenge wörtlich.

Im Branchenvergleich stehe die Dienstleistungsbranche einschließlich Gastgewerbe und Reisebüros relativ am besten da. Die Indizes für die erwartete Geschäftslage gingen aber überall stark zurück - auch in der für das Städtedreieck so wichtigen Industrie. In allen drei Städten rechnen die Industrieunternehmen mit einer erheblichen Verschlechterung. „Besonders betroffen zeigt sich die Remscheider Industrie, deren Geschäftserwartungen auf einen Indexwert von minus 37 regelrecht abstürzen“, so der IHK-Vertreter. Viele Industriebetriebe haben ihre Produktion zurückgefahren. Die Erträge geraten zunehmend unter Druck. Die Daten des Statistischen Landesamts belegen jedoch, dass sich die bergische Industrie im bisherigen Jahresverlauf besser entwickelt hat als der nordrhein-westfälische Durchschnitt. Sinkende Ertrags- und Umsatzerwartungen wirken sich allerdings negativ auf die Investitions- und Personalpläne aus. Die Unternehmen melden weniger offene Stellen als vor einem Jahr. Derzeit beklagen nur noch 37 Prozent der Betriebe einen Mangel an Arbeitskräften. Für die Unternehmen werde es jedoch zunehmend schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen.

Neben der Dienstleistungsbranche melde nur die Verkehrsbranche einen Erwartungswert, der nicht unter null liegt. Den gewachsenen Pessimismus unterstreiche, dass eine deutliche Mehrheit der Betriebe mit sinkenden Erträgen rechnet. Aber auch die Umsätze, Investitionen und Personalbestände dürften tendenziell abnehmen. „Insgesamt stellen sich die Betriebe des IHK-Bezirkes auf wirtschaftlich schwierigere Zeiten ein“, so Wenge abschließend.

BV berät über neue Satzung für den Stadtpark

Auf der Tagesordnung der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid steht die Beschlussfassung über eine neue Satzung, die die Benutzung und den Aufenthalt im Stadtpark regeln soll. Die Bezirksvertretung Alt-Remscheid hatte die Verwaltung und die Technischen Betriebe Remscheid um Prüfung gebeten, ob neben der städtischen Ordnungssatzung eine solche gesonderte Satzung für den Stadtpark möglich sei. Dies war bejaht worden: „In vielen Städten gibt es für ausgewählte Grün- und Parkanlagen bereits eine sogenannte Parksatzung.“ Allerdings dürften die neuen Regelungen für den Stadtpark nicht im Widerspruch stehen zu den „Regelungen der Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Stadtgebiet Remscheid“ (Ordnungs- und Sicherheits-VO). Mit der neuen Satzung für den Stadtpark sollen die besondere Bedeutung des Stadtparkes als Grün- und Erholungsfläche hervorgehoben und zugleich Verhaltensregeln für den Aufenthalt festgelegt werden (wie z.B. b ei der Flora in Köln).

Den zur heutigen Sitzung der BV vorgelegten Satzungsentwurf hatten die Technischen Betriebe in Abstimmung mit dem Ordnungs- und dem Rechtsamt erarbeitet. Darin heißt es u. a.“  „Der Stadtpark ist eine der ältesten öffentlichen Grünanlagen der Stadt Remscheid. (...) Als große zusammenhängende Grünfläche in der Innenstadt hat er eine hohe Bedeutung für das Stadtklima in Alt-Remscheid. Er dient aber auch der Remscheider Bevölkerung als Ort der Erholung und auch der Freizeitgestaltung. Der Stadtpark steht damit allen Nutzergruppen offen und dient auch der allgemeinen Erholung und Freizeitgestaltung.“

Die unterschiedlichen Ansprüche und Nutzungen könnten aber auch zu Konflikten führen. Die Satzung solle daher den Erholungs- und Freizeitcharakter des Stadtparks sichern und für die „unterschiedlichen, teilweise widerstreitenden Nutzerinteressen einem gemeinwohlverträglichen Ausgleich“ schaffen.  Nicht gestattet seien deshalb grundsätzlich „sämtliche Verhaltensweisen, welche andere oder die Allgemeinheit gefährden oder in der ... Nutzung behindern oder belästigen“. Grillen ist nur auf der zu diesem Zwecke beschilderten Grillwiese erlaubt, wobei darauf zu achten sei, dass Die Bestimmungen für ein gefahrloses wie auch rücksichtsvolles Grillen sind zu „für die Umgebung und für andere Personen keine erheblichen Belästigungen durch Rauch, Geruch oder Flugasche bestehen“. Die Benutzung von Einweggrills ist verboten. Als Brennmaterial sind Holzkohle oder Grillbriketts zulässig, nicht aber Spiritus oder andere flüssige Grillanzünder sowie offenes Feuer. Als Löschhilfe seien z.B. Sand oder Wasserflasche) bereitzuhalten. Insbesondere bei trockenen Wetterlagen behält sich die Stadt Remscheid vor, das Grillen für bestimmte Zeiträume oder Teilbereiche gänzlich  zu untersagen.

Hunden dürfen nur auf der beschilderten Hundewiese frei laufen gelassen werden (Verunreinigungen seien unverzüglich von der Aufsichtsperson zu beseitigen). Das Füttern freilebender Tiere wie Katzen, Enten oder Tauben ist nicht gestattet. Untersagt sind im Stadtpark künftig laut Satzung insbesondere:

  • das Übernachten, Lagern und Zelten.
  • Störungen durch grob anstößiges Verhalten (z.B. Anpöbeln von Passanten in Form von verbaler oder körperlicher Belästigung, Verunreinigung der Parkanlage z.B. durch Liegenlassen von Flaschen, Gläsern oder Getränkedosen).
  • Aggressives Betteln, z.B. durch Anfassen, Festhalten, Versperren des Weges, aufdringliches Ansprechen, bedrängende Verfolgung, Einsetzen von Tieren.
  • Lärmen und Grölen, das geeignet ist, die Allgemeinheit, die Nachbarschaft oder Einzelne zu belästigen z.B. durch Rufen, Schreien, oder erzeugen überlauter Geräusche durch die Nutzung akustischer Verstärker (z.B. Musikanlagen)
  • Schleuder-, Wurf- und Spießgeräte sowie Fluggeräte (z.B. Drohnen, Modellflugzeuge oder Lenkdrachen)

Gestattet ist Aufenthalt im Stadtpark in der Zeit von 5 bis 24 Uhr. Eine Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 1.000 Euro geahndet werden, sofern sie nicht bereits nach Bundes- oder Landesrecht mit Strafe oder Geldbuße bedroht ist.