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Corona: Zweites Stadtradeln in RS verschiebt sich

Kampagne begann gestern mit dreistündiger Tour“, titelte der Waterbölles am 3. Juni 2019,Zum Auftakt der ersten Kampagne „Stadtradeln“ zur Radverkehrsförderung hatte der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid in Kooperation mit dem Radsportverein Adler Lüttringhausen tags zuvor alle Radfahrerinnen und Radfahrer herzlich ein zu einer dreistündige Tour über die Trasse des Werkzeugs, durch das Morsbachtal und das Diepmannsbachtal eingeladen. 243 Radelnde nahmen vom 2. bis 22. Juni an der Kampagne teil. Diese fuhren in 24 Teams, wobei das teilnehmerstärkste Team aus 59 Mitgliedern bestand. Gemeinsam legten sie in dem Aktionszeitraum etwa 61.000 Kilometer mit dem Fahrrad zurück und sparten damit im Vergleich zum Auto neun Tonnen CO2 ein. Im Durchschnitt legten die Radelnden pro Tag zwölf Kilometer zurück. Das entspricht ungefähr der Strecke vom Remscheider Rathaus bis zum Kreishaus in Lennep und zurück. Die neun Tonnen CO2 entsprechen den jährlichen CO2-Emissionen von drei Pkw. Ein Beitrag einem klimafreundlichen Remscheid!

Die vom Rat der Stadt beschlossene gesamtstädtische Mobilitätsstrategie verpflichtet die Stadt zu weiteren klimafreundlichen Motivationskampagnen. Deshalb plante der Fachdienst Umwelt das zweite „Stadtradeln“ für den 10. bis 30. Mai 2020. Remscheids Radfahrer/innen waren aufgerufen, in diesem drei Wochen möglichst viele Kilometer mit dem Fahrrad zurückzulegen – beruflich sowie privat. Dann machte das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung. Nun wiord die ganze Aktion auf die zweite Jahreshälfte vertagt. Näheres will die Stadt im Mai/Juni mitteilen.

Der Fachdienst Umwelt schlägt vor, „dass auf freiwilliger Basis interessierte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger eine eigene Gruppe bilden und sich beim Stadtradeln anmelden. Dazu muss sich eine Freiwillige bzw. ein Freiwilliger bereiterklären, als Teamkapitän die Gruppe anzumelden und zu „eröffnen“. Interessierte Personen können sich dann in die Gruppe eintragen. Gefahrene Kilometer sollten zeitnah im Gruppenkonto eingetragen werden.“ Eine Kontrolle der tatsächlich gefahrenen Kilometer ist nicht vorgesehen. Die Teilnehmer sollen das Fahrradfahren – trotz der „bewegten Topgraphie“ in Remscheid – „erfahren“. So soll mit Spaß und Begeisterung ein Zeichen für vermehrtes Radfahren gesetzt werden.

Begleitet wird die Kampagne durch verschiedene Aktionen. Geplant ist beispielsweise eine Fahrradtour durch die Stadt Remscheid zum Auftakt (wieder mit dem Radsportverein Adler Lüttringhausen). Ob es bei der Abschlussveranstaltung im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche vom 16. bis 22. September, bleiben wird, bei der die aktivsten Teams und Einzelpersonen ausgezeichnet werden sollen, muss sich erst noch zeigen.

Corona: Neue Remscheider Allgemeinverfügung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zur Ergänzung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (CoronaSchVO) vom 22. März (https://remscheid.de/medienpool/dokumente000/_143909/2020-03-22_CoronaSchVO_NRW.pdf) hat die Stadt Remscheid eine neue Ordnungsbehördliche Allgemeinverfügung erlassen und die Allgemeinverfügung zum Zwecke der Verhütung und Bekämpfung der Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2 vom 20. März 2020 aufgehoben. Mit der neuen Verfügung passt die Stadt Remscheid ihre eigenen Regelungen den Landesvorgaben an. Außerdem gibt es drei zusätzliche Regeln, die über die Vorgaben des Landes hinausgehen.

Übernahme von Landesregelungen: Floristen dürfen weiterhin öffnen. Gleiches gilt für orthopädische Schuhmacher für den Verkauf von orthopädischem Schuhwerk und passendem Zubehör. Zulässig sind jetzt auch Erd- und Urnenbestattungen sowie Totengebete im engsten Familienkreis, wenn die erforderlichen Vorkehrungen zur Hygiene und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von eineinhalb Metern eingehalten werden.

Ergänzende Regelungen:

Erstens: Aus Schutzgründen wird der Bibliothekenbetrieb im gesamten Stadtgebiet untersagt, soweit unmittelbare Kundenkontakte möglich sind. Zulässig bleiben die Fernausleihe und die Bedienung in der Online-Ausleihe.

Zweitens: Verhindert werden soll, dass Gewerbetreibende mit Inkrafttreten der Landesverordnung bestimmte Sortimente in geringem Umfang in ihr Warenangebot aufnehmen, um weiter öffnen zu dürfen. Denn nach Landesverordnung (Paragraf 5) bleiben der Betrieb von

  1. Einrichtungen des Einzelhandels für Lebensmittel, Direktvermarktungen von landwirtschaftlichen Betrieben, Abhol- und Lieferdiensten sowie Getränkemärkten,
  2. Apotheken, Sanitätshäusern und Drogerien,
  3. Tankstellen, Banken und Sparkassen sowie Poststellen,
  4. Reinigungen und Waschsalons,
  5. Kioske und Zeitungsverkaufsstellen,
  6. Tierbedarfsmärkten und
  7. Einrichtungen des Großhandels

zulässig. Deswegen bestimmt die Allgemeinverfügung unter Punkt 2, dass nur die Betriebe öffnen dürfen, deren Warensortiment bereits vor Inkrafttreten der CoronaSchVO diesem Sortiment der Grundversorgung entsprochen hat.

Und drittens: Die Öffnung von Verkaufsstellen mit gemischtem Sortiment ist nur zulässig, wenn das Sortiment überwiegend – zu mindestens 70 Prozent – aus Waren des unter 1 bis 6 aufgelisteten Sortiments besteht.

Corona: Physiotherapie-Praxen nicht geschlossen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach heutigem Stand sind 33 Remscheider Bürgerinnen und Bürger positiv auf die Covid-19-Erkrankung getestet worden. Von diesen 33 Personen wurden sieben Personen als genesen aus der angeordneten Quarantäne entlassen. 200 Remscheiderinnen und Remscheider befinden sich zurzeit in angeordneter häuslicher Quarantäne. Eine Erfassung der freiwilligen Quarantäne erfolgt nicht.

Mit Fortschreiten des Infektionsgeschehens gibt es immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und unerkannt bleiben. Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bereits bedeutend höher sein. Das Infektionsgeschehen ist so weit fortgeschritten, dass die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr vollständig möglich ist.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft: Letzte Woche die gute Nachricht: Es haben sich viele Menschen gemeldet, die ehrenamtlich – unter Umständen auch für mehrere Personen – einkaufen gehen. Diesen Personen erleichtert die Stadt Remscheid ihr Engagement. Sie bekommen ab der kommenden Woche eine „Helferlein-Karte“ ausgestellt, mit der sie belegen können, nicht etwa für sich selbst, sondern für ältere Menschen unterwegs zu sein. Denn wer für mehrere Seniorinnen und Senioren einkauft, dessen Einkaufswagen ist meist voll! Die oder derjenige tut dies aber nicht für sich, sondern für das Wohl älterer Menschen! Bitte seien Sie rücksichtsvoll im Umgang miteinander! Mehr als 100 Freiwillige haben in den letzten Tagen die „Helferlein-Karte“ angefragt, mit der die Stadt Remscheid sie bei ihrem freiwilligen Engagement unterstützen möchte. Die „Helferlein-Karte“ wird im Laufe der kommenden Woche mit der Post verschickt. Interesse? Helfen Sie mit! Anfragen unter Tel. RS 4645351 oder E-Mail seniorenhotline@remscheid.de">seniorenhotline@remscheid.de.

Physiotherapie–Praxen werden nicht geschlossen: Der Klarstellung halber erfolgt an dieser Stelle nachstehender Hinweis. „Therapeutische Berufsausübungen, insbesondere von Physio- und Ergotherapeuten, bleiben gestattet, soweit die medizinische Notwendigkeit der Behandlung durch ärztliches Attest nachgewiesen wird und strenge Schutzmaßnahmen vor Infektionen getroffen werden“, so die Corona-Schutz-Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 22. März 2020, § 7 Abs. 3. (Alle Informationen zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona)

Berichte für Sitzungen künftig nur noch schriftlich

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat, wie bereits berichtet, die Ratssitzung am kommenden Donnerstag im Neuen Lindenhof wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Um die Handlungsfähigkeit der Stadt sicherzustellen, müssen jedoch auch künftig in geringem Umfang Sitzungen von einzelnen Gremien stattfinden. Diese Sitzungen seien kurz und effizient durchzuführen, um dadurch die Ansteckungsgefahr für die Teilnehmenden so gering wie möglich zu halten, hat die Verwaltung am Samstag per Post allen Ratsmitgliedern und Sachkundigen Bürger/innen mitgeteilt. Und das ist der vorgesehene Verfahren:

  • Es werden nur noch die derzeit unbedingt erforderlichen Entscheidungen per Beschlussvorlage eingeholt. Die Gremienbeteiligung im Beratungsgang wird restriktiv behandelt.
  • Anfragen der Fraktionen, Gruppen und Gremienmitglieder werden außerhalb von Sitzungen schriftlich von der Verwaltung beantwortet. Empfängerkreis sind die Mitglieder der entsprechenden Gremien sowie die Presse, sofern nicht der Datenschutz beeinträchtig ist. Die Beantwortung der Anfragen kann längere Zeit in Anspruch nehmen. Viele meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Rahmen der Corona-Virus-Bekämpfung zurzeit mit vordringliche­ren Aufgaben befasst.
  • Berichte werden ausschließlich in schriftlicher Form als Mitteilungsvorlagen abgefasst. Sie werden ebenfalls außerhalb von Sitzungen an den genannten Empfängerkreis versandt.
  • Die Notwendigkeit jeder Sitzung wird in Absprache mit den Vorsitzenden kritisch hinterfragt.

Ein Leuchten der Hoffnung in schweren Zeiten

Pressemitteilung des Vereins Lennep Offensiv e.V.

In Zeiten des Corona-Virus gibt es auch Lichtblicke. Einen solchen, im wahrsten Sinne des Wortes, will Lennep Offensiv setzen. Seit Freitag leuchtet jeden Abend ab 19 Uhr der Lenneper Kirchturm. Er soll ein Zeichen der Solidarität und der Hoffnung sein. Er strahlt für alle gemeinsam, und gemeinsam soll diese Krise gemeistert werden. Der Verein sendet damit auch einen Dank an alle, die sich für die Allgemeinheit engagieren: die medizinischen und Pflegeberufe, die Verkäufer/innen und Kassierer/innen, die Lkw- und Auslieferungsfahrer, die Feuerwehr, Polizei und Ordnungsdienste und viele andere, auf deren Tätigkeit wir heute mehr denn je angewiesen sind.

„Unser Leucht-Turm war schon immer ein Zeichen für den Zusammenhalt in Lennep. In Zeiten der Krise gilt das umso mehr. Wir wollen damit ein Signal aussenden, dass wir es gemeinsam schaffen“ erläutert Thomas Schmittkamp, der Vorsitzende von Lennep Offensiv und Lenneper Lichter die Motivation des Vereins. Gleichzeitig will der Verein damit die Initiative der evangelischen Kirche unterstützen, täglich um 19 Uhr am offenen Fenster, auf dem Balkon oder im Garten „Der Mond ist aufgegangen“ zu singen oder zu musizieren. „Wenn wir auch physisch Abstand halten müssen, emotional rücken wir in diesen Tagen näher zusammen“ meint Thomas Schmittkamp dazu.

Von einem Zeitgenossen ohne Verantwortungsgefühl

Foto: Jan Schulte.Auf einer Fahrt nach Sudberg entdeckten Jan Schulte und Christa Schwandrau am Samstag an der Straße im Wald diese Hinterlassenschaften eines Zeitgenossen ohne Verantwortungsgefühl. Für alle, die den Müll besichtigen wollen, zum Beispiel die Stadtreinigung: Man fährt nach der Bärenkuhle rechts hoch bis fast zur Kleingartenanlage Sudberg.

Zwei Füchse, die flattern können

Der Große Fuchs. Foto: Hans Georg Müller.Auf der Suche nach einer süssen Labung torkelt ein rot-orange-farbener Schmetterling an mir vorbei. Auf einem Fels nimmt er Platz, und mit der Macrotelelinse ist er digitalisiert. Auf den ersten Blick kommt er mir bekannt vor: Das ist doch wohl der Kleine Fuchs - oder? Aber seine Größe macht mich stutzig, und nach einem Blick ins Buch der Schmetterlinge zeigt sich seine wahre Identität: Es ist der in NRW vom Aussterben bedrohte Große Fuchs. Der BUND hat ihn 2018 auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt. Das Foto links zeigt den Kleinen Fuchs auf einer Blüte.Der Kleine Fuchs. Foto: Hans Georg Müller.

Der neue Roman von Nicole Rensmann ist da

„Gewebewelten“ heißt der neue Fantasy-Roman der Remscheider Autorin Nicole Rensmann. Er ist ab sofort erhältlich. Nach „Niemand“ und „Niemand-Mehr" entwirft Nicole Rensmann nun eine fantastische Welt, in der Gedanken nicht frei sind. Zwei Mädchen, drei Jungs – fünf unterschiedlichste Charaktere und eine Aufgabe, die sie gemeinsam bewältigen müssen. Bei der Aufräumaktion im Archiv finden sie einen Teppich, der sie zwingt, die Wahrheit zu sagen und die Teenager in seine Welt zieht – eine Welt, die nur durch die eigenen Gedanken existieren kann.
Das stellt sie vor eine Herausforderung, denn Timo ist ein arroganter Arsch, Lisa eine Zicke, Tobias isst unentwegt Süßigkeiten, René ist blind und Jana hat Diabetes. Keiner weiß, wie sie dieses Abenteuer lebend überstehen sollen. Aber sie sind nicht allein, Mysterkilus Secritunum, ein alter weiser Mann, einst Hüter der Magie, lebt mit seinem Drachen Pedenius schon lange in der Teppichwelt. Doch seitdem die Teenager in seine Gedankenblase eingedrungen sind, ist nichts mehr, wie es war. Und da sind noch die Handlanger des Todes, die Myst verfolgen, um seinen Lebensfaden zu durchtrennen.

»Gewebewelten« ist ein Fantasy-Abenteuer mit überraschenden Wendungen und einem Drachen, der einst ein Kater war. Der Roman bietet Spannung, Liebe, Intrigen, Freundschaft und eine kleine Portion Humor. Geeignet für Leser/innen von 12 bis 101! Erschienen im Atlantis Verlag (ISBN 978-3-86402-700-0, 260 Seiten, Hardcover, 16,90 €, E-Book, 6,99 €).

Corona: Videobotschaft zur aktuellen Lage

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach einer Sitzung des Krisenstabes der Stadt Remscheid informieren Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Dr. Frank Neveling, Leiter des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid, in einer Videobotschaft über die aktuelle Lage und appellieren erneut an die Menschen, die bisherigen Einschränkungen strikt einzuhalten. Nur so können wir alle dazu beitragen, unser Leben und das Leben anderer zu schützen. Infektionsketten werden nur dadurch unterbrochen – und dies ist zwingend erforderlich, um eine möglichst flächendeckende medizinische Versorgung aufrecht erhalten zu können.

Nachtrag um 18.30 Uhr:

Im Kampf gegen die anhaltende massive Ausbreitung des Corona-Virus haben die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder sich heute auf ein bundesweit abgestimmtes Vorgehen verständig. Die sozialen Kontakte zwischen Bürgerinnen und Bürgern werden weiter drastisch eingeschränkt. Nach bisherigem Kenntnisstand ergibt sich für Remscheid im Wesentlichen eine bedeutende Veränderung: Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet. Ebenfalls angekündigt wurden drastische Strafen bei Zuwiderhandlungen.

Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen, erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.

Die Verordnung des Landes tritt voraussichtlich am morgigen Montag in Kraft. Oberbürgermeister Mast-Weisz: „Ich begrüße, dass es nun endlich zu einer landesweit abgestimmten Vorgehensweise gekommen ist. Der bisherige Flickenteppich unterschiedlichster Verordnungen in den Städten Nordrhein-Westfalens hat zu großer Verunsicherung bei den Menschen geführt. Ich bitte alle Remscheiderinnen und Remscheider darum, diese landesweite Verordnung sehr ernst zu nehmen. Nur auf diesem Weg kann es gelingen, Infektionsketten zu unterbrechen und damit die Pandemie wirksam zu bekämpfen.“

Waterbölles: Hier die neue Verordnung des Landes NRW.

DGB sagt 1.-Mai-Kundgebung 2020 ab

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbands Remscheid

"Schweren Herzens müssen wir die 1. Mai Kundgebung und Kulturfest dieses Jahr in Remscheid absagen. Solidarität heißt in diesem Jahr: Abstand halten! Die weltweite Ausbreitung des Corona-Virus zwingt die Gewerkschaften zu dieser historisch einmaligen Entscheidung. Die Corona-Pandemie bedeutet ein Leben im Ausnahmezustand: Viele Menschen können nicht zum Arbeitsplatz, unsere Kinder nicht in die Schulen und Kitas. Unsere sozialen Kontakte müssen wir einschränken. Wir können nicht mehr unsere Verwandten, unsere Freundinnen und Freunde, unsere Kolleginnen und Kollegen sehen. Viele sorgen sich um ihre Existenz. Zurzeit können wir an vielen Stellen beobachten, dass neue Formen der Solidarität entstehen: wie Nachbarschaftshilfen, Einkaufsgemeinschaften oder Jugendorganisationen, die alte Menschen und andere Hochrisiko-Gefährdete unterstützen. Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre Kunst im Netz, Schulen entwickeln innovative Lehrmethoden.", erklärt Peter Lange, der Vorsitzende des DGB Stadtverbandes in Remscheid.

„Auch wir Gewerkschaften sehen uns aktuell mit einer neuen Situation konfrontiert, die uns alle extrem fordert. Wir wissen aber auch, wieviel Solidarität bewirken kann. Die Gewerkschaften haben ihre Kraft und Durchsetzungsfähigkeit schon immer aus dem Füreinander-Einstehen der Vielen bezogen. So haben sie für mehr Gerechtigkeit gesorgt und bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen erkämpft. Darum geht es auch heute wieder: Auch jetzt können und müssen wir solidarisch Leben retten. Wir müssen Verantwortung übernehmen. Für uns, und für alle anderen. Nächstes Jahr werden wir hoffentlich wieder mit vielen Menschen den 1. Mai in Remscheid feiern.

Heute aber gilt es erst einmal jenen aufs allerherzlichste zu danken, die uns tagtäglich – mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit – vor dem Virus schützen, unsere Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrechterhalten. Wir müssen sie unterstützen, wo immer möglich! Ob Pflegerinnen und Pfleger, Ärztinnen und Ärzte, die Beschäftigten in den Supermärkten, die Einsatzkräfte bei Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, die Beschäftigten bei Ver- und Entsorgungsdiensten, LKW- und Bus-Fahrerinnen und -Fahrer oder das Zugpersonal. Sie alle verdienen unseren Respekt und unsere Solidarität. Wir alle müssen uns jetzt dafür einsetzen, dass ihre Arbeit angemessen und nachhaltig gewürdigt wird und sie jetzt und nach der Krise anständige Arbeitsbedingungen und unsere Achtung erhalten.

Die Solidarität der Gesellschaft brauchen aber auch diejenigen, die von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie besonders betroffen sind, die um ihre Existenzgrundlage fürchten oder um die ihrer Familien, die von Betriebsschließungen, Kurzarbeit oder Geschäftsaufgabe bedroht sind. Viele Menschen müssen zuhause arbeiten und sich gleichzeitig um ihre Kinder kümmern. Wir müssen dafür sorgen, dass ihr Arbeitsplatz und ihr Einkommen gesichert bleiben. Wir warnen Arbeitgeber vor jedem Versuch, die Situation zu missbrauchen und Arbeitnehmerrechte einzuschränken! Wir fordern von der Politik, dass sie alle notwendigen Mittel zur Überwindung der Krise mobilisiert. Solidarisch ist man nicht alleine!“

Neuregelung der Kinderbetreuung ab morgen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Land Nordrhein-Westfalen hat das Betretungsverbot für die Kinderbetreuungsangebote mit Wirkung ab Montag, 23. März, neu geregelt. Die Neuregelung, die im Kern die Anspruchsberechtigung betrifft, erreichte die Stadt Remscheid am Freitag, 20. März, um 20.26 Uhr. Demnach bekommt jedes Kind von mindestens einem Elternteil, das in der kritischen Infrastruktur beschäftigt ist (Schlüsselpersonen), eine Betreuungsmöglichkeit. Auch Kinder von Schlüsselpersonen, die bisher keinen Betreuungsvertrag haben, sind vom Jugendamt in neue Angebote aufzunehmen.

Wer erhält die Betreuung in Kindertageseinrichtungen oder Kindertagespflege?

  • Alle Eltern erhalten eine Betreuung für ihr Kind, wenn sie einer Arbeit in folgenden Bereichen nachgehen:
  • Energie (Strom, Gas, Kraftstoffversorgung – inklusive Logistik, insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Wasser, Entsorgung (Hoheitliche und privatrechtliche Wasserversorgung, insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Ernährung, Hygiene (Produktion, Groß- und Einzelhandel (inklusive Zulieferung, Logistik)
  • Informationstechnik und Telekommunikation (insbesondere Einrichtungen zur Entstörung und Aufrechterhaltung der Netze)
  • Gesundheit (insbesondere Krankenhäuser, Rettungsdienst, Pflege, niedergelassener Bereich, Medizinproduktehersteller, Arzneimittelhersteller, Apotheken, Labore)
  • Finanz- und Wirtschaftswesen (insbesondere Kreditversorgung der Unternehmen, Bargeldversorgung, Sozialtransfers / Personal der Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes – insbesondere Auszahlung des Kurzarbeitergeldes)
  • Transport und Verkehr (insbesondere Betrieb für kritische Infrastrukturen, öffentlicher Personennah- und Personenfern- und Güterverkehr / Personal der Deutschen Bahn und Nicht bundeseigenen Eisenbahnen zur Aufrechterhaltung des Dienstbetriebes / Personal zur Aufrechterhaltung des Flug- und Schiffsverkehrs)
  • Medien (insbesondere Nachrichten- und Informationswesen sowie Risiko- und Krisenkommunikation)
  • Staatliche Verwaltung (Bund, Land, Kommune) Kernaufgaben der öffentlichen Verwaltung und Justiz, Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz, Justizvollzug, Veterinärwesen, Lebensmittelkontrolle, Asyl- und Flüchtlingswesen einschließlich Abschiebungshaft, Verfassungsschutz, aufsichtliche Aufgaben sowie Hochschulen und sonstige wissenschaftlichen Einrichtungen, soweit sie für den Betrieb von sicherheitsrelevanten Einrichtungen oder unverzichtbaren Aufgaben zuständig sind / Gesetzgebung/Parlament
  • Schulen, Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe (Sicherstellung notwendiger Betreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung)

Wie funktioniert die Kinderbetreuung ab 23. März in Remscheider Kitas und Kindertagespflegen?

Die Stadt Remscheid hat heute veranlasst, dass ab kommenden Montag, 23. März, alle städtischen Kindertageseinrichtungen mit Personal ausgestattet werden, um eine noch nicht bekannte Anzahl an Kindern betreuen zu können. Die Kindertageseinrichtungen der freien Träger wird der Fachdienst Jugend noch am Wochenende informieren. Auch diese Kindertageseinrichtungen sollen ab Montag zur Verfügung stehen. Ebenso wird die Stadt mit den Kindertagespflegepersonen das Angebot am Montag bedarfsgerecht ausbauen.

Die Eltern, die in den oben genannten Bereichen arbeiten, lassen sich dies von ihrem Arbeitgeber bescheinigen. Der passende Vordruck liegt bei. Mit Vorlage einer Arbeitgeberbescheinigung sind die Kinder, die einen Platz in Kita oder Tagespflege haben, in ihrem gewohnten Angebot zu betreuen. Pro Gruppe sollen maximal fünf Kinder betreut werden.
Eltern, die in der kritischen Infrastruktur arbeiten, aber noch keinen Betreuungsplatz für ihr Kind haben, melden sich telefonisch oder per Mail in folgenden städtischen Kindertageseinrichtungen:

Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner dieser städtischen Kindertageseinrichtungen übernehmen die Telefonate mit dem Jugendamt. Das Jugendamt koordiniert die Eröffnung neuer Betreuungsangebote in bisher geschlossenen Kinderbetreuungsangeboten mit maximal fünf Kindern pro Gruppe. Im Anschluss erhalten die Eltern so zeitnah wie möglich eine Mitteilung, welche Betreuung gefunden werden konnte.

Die Eltern der schon betreuten Kinder erhalten noch am Wochenende eine Information per Mail, soweit ihre E-Mail-Adresse vorliegt. Darüber hinaus wird die Stadt Remscheid alle Träger und den Jugendamtselternbeirat informieren. Für Rückfragen steht der Fachdienst Jugend unter diesen Rufnummern und E-Mail-Kontakten zur Verfügung: 02191/16-2596 oder Peter.Nowack@remscheid.de">Peter.Nowack@remscheid.de, 02191/16-2893 oder Kerstin.Biedebach@remscheid.de">Kerstin.Biedebach@remscheid.de,  02191/16-2807 oder Reiner.Kernbach@remscheid.de.

Neuregelung der Notbetreuung in Schulen ab morgen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) hat – erstens – eine Ausweitung des Personenkreises, der einen Anspruch auf Betreuung eines Kindes der Klassen 1 bis 6 in der Schul-Notbetreuung hat, und – zweitens – eine zeitliche Ausweitung auf die Wochenenden bis zum 19. April beschlossen. Nur an den Osterfeiertagen wir nicht betreut.

Ab Montag, 23. März, gilt für Eltern oder Erziehungsberechtigte oder Alleinerziehende, die in Berufen im Bereich der kritischen Infrastruktur tätig sind, eine wichtige Erleichterung: Sie können ihr Kind unabhängig von der beruflichen Situation des Partners oder anderen Elternteils in die Notbetreuung geben, sofern eine Betreuung durch diese nicht gewährleistet ist.

Zudem wird ab 23. März bis einschließlich 19. April der zeitliche Umfang der Notbetreuung bei Bedarf auf alle Wochentage – also von Montag bis Sonntag – und auf die Osterferien mit Ausnahme von Karfreitag bis Ostermontag erweitert.

Die Remscheider Schulen sind entsprechend informiert. Sie entscheiden weiter über die Notbetreuung eines Kindes. Hierfür ist beiliegender Antrag zu stellen. Er liegt auch den Schulen vor. Die aktualisierte FAQ-Liste finden Sie hier: https://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulgesundheitsrecht/Infektionsschutz/300-Coronavirus/index.html.