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Ein "Haus für alle" bei St. Bonaventura in Lennep

Rund 80 Jugendliche folgten dem Aufruf, mit Hammer und Meißel ein „Haus für alle“ im Pfarrgarten der Kirche St. Bonaventura in Lennep zu schaffen: Schulkinder, Pfadfinder, Messdiener und unbegleitete Flüchtlinge arbeiteten vier Tage lang unter Anleitung des Bildhauers Berthold Welter. Teils bei Regen und Dunkelheit bearbeiteten sie große farbige Sandsteinquader, die zum Schluss zu einem fast mannshohen Haus zusammengefügt wurden. Der Workshop und der Bau des Hauses bildete den Abschluss der Kampagne „Weltbaustelle Remscheid“, die der Remscheider Caritasverband zusammen mit Kooperationspartnern, wie hier der katholischen Kirchengemeinde St. Bonaventura zusammen organisierte. Das „Haus für alle“ hat nun seinen festen Platz neben der Kirche an der Hackenberger Straße.

Die nächste Veranstaltung des Caritasprojektes vielfalt. viel wert. mit der Gemeinde St. Bonaventura ist eine Kunstausstellung mit dem Titel „Essbares“. Die Künstlerin Grit Sensen und Teilnehmende eines Malworkshops im Lotsenpunkt stellen ihre Werke in der Kirche aus.  Weiterlesen

 

Im Rathaus: Bunte Steine gegen Fremdenhass

Im Foyer des Remscheider Rathauses wirbt eine farbenfrohe Installation jetzt für ein friedliches, konstruktives und nachhaltiges Zusammenleben. Zu Füßen des blauen Remscheider Löwen wirbt eine „Baustellen-Installation“ mit bunten Steinen für die Kampagne „Weltbaustellen-NRW“ des Eine-Welt-Netz e. V. an der sich der Caritasverband Remscheid e. V. und die Stadt Remscheid beteiligen. Die verwendeten Steine, kunstvoll bemalt, umhäkelt und reich verziert, lieferten Anfang des Monats Menschen aus Remscheid beim Caritasverband und im Flairweltladen ab. Damit wollten sie ihre Solidarität mit den Opfern von Steinwürfen zum Ausdruck zu bringen. Bei einer Solidaritätskundgebung am 2. Juni auf dem Alten Markt in Lennep, wurden die Steine als Symbole gegen Fremdenhass und für einen konstruktiven Umgang mit Migration zum ersten Mal ausgestellt. Seit Freitag, 24. Juni, sind sie im Foyer des Rathauses am Theodor-Heuss-Platz als Installation zu sehen.

In den vergangenen Monaten warfen Unbekannte wiederholt Steine in Beratungsstellen der Caritas sowie in den Flairweltladen. Fensterscheiben von Autos mit Aufklebern von Remscheid Tolerant bzw. mit dem Schriftzug „refugees welcome“ gingen zu Bruch. Während der Staatsschutz aufgrund fremdenfeindlich motivierter Taten ermittelt, beschlossen zahlreiche Bürger der Stadt, mit bunt gestalteten Steinen ein Zeichen gegen Fremdenhass und Zerstörung zu setzen. Die Ausstellung im Rathaus würdigt das Engagement und die Stellungnahme der Menschen, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit stark machen. Nun bildet diese Installation den Grundstein für die Kampagne „Weltbaustellen-NRW“ des Eine-Weltnetz-NRW e. V., an denen sich der Caritasverband Remscheid e. V. und die Stadt Remscheid beteiligen.

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Hatice Akyün liest in der Zentralbibliothek

„Verfluchte anatolische Bergziegenkacke. Oder wie mein Vater sagt: Wenn die Wut kommt, geht der Verstand“. So heißt die Sammlung der besten Kolumnen der deutsch-türkischen Journalistin und Autorin Hatice Akyün im Berliner Tagesspiegel. Am Donnerstag, 5. November, um 19 Uhr liest sie auf Einladung der Kampagne vielfalt. viel wert. des Caritasverbandes Remscheid e. V. und der Buchhandlung Potthoff in Remscheid. Thorsten Kabitz, Chefredakteur von Radio RSG, moderiert die Lesung im Foyer der Zentralbibliothek. Die Lesung ist die dritte Veranstaltung der Kulturreihe andersartig : einzigartig. Sie wurde konzipiert vom Caritasverband Remscheid e.V. und dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid Die Veranstaltungsreihe steht unter dem Motto „Heimat“ und soll Künstler unterschiedlicher Herkunft zu diesem Thema zu Wort kommen lassen und so dazu beitragen, die positive Bedeutung kultureller Vielfalt zu unterstreichen.  Der Eintritt kostet 5 Euro, Vorverkauf bei der Buchhandlung Potthoff, Alleestraße 75, 42853 Remscheid. Karten gibt es außerdem an der Abendkasse.

Vielen ist die Journalistin und Autorin durch ihren 2013 verfilmten autobiografischen Roman „Einmal Hans mit scharfer Sauce. Leben in zwei Welten“ bekannt. Um das Leben als junge Frau und allein erziehende Mutter in zwei Welten drehen sich auch ihre weiteren Romane „Ali zum Dessert“ und „Ich küss dich Kismet“. Die in Duisburg aufgewachsene Tochter türkischer „Gastarbeiter“ erhielt den 2009 den Duisburger Preis für Toleranz und Zivilcourage, 2009 den Berliner Integrationspreis sowie 2013 den Sonderpreis für Toleranz und Integration der „Initiative Hauptstadt Berlin“. Wer die Wahlberlinerin – die sowohl Duisburg wie auch Berlin und ihren anatolischen Geburtsort Akpınar „Heimat“ nennt – einmal live erlebt hat, kann ihrem überaus sympathischen Charme am Lesepult kaum widerstehen. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, sie im November in Remscheid begrüßen zu können.

Kampagne vielfalt. viel wert. gestaltet Telekomkasten

Autofahrer und Fußgänger aufgepasst! Statt in tristem Grau erstrahlt der Telekom-Verteilerkasten an der Schüttendelle 17 nun in bunten Farben. Er zeigt ein Motiv von Uschi Lauterjung vom "Vielfalter-Team" des Caritasverbandes Remscheid e. V., das von Radio RSG und der Telekom für die Aktion „Aus Grau wird bunt“ ausgewählt worden war. Gemeinsam mit Nazakat Nizamova und Fatoumeta Keita gestaltete sie vom 25. September bis zum 5. Oktober den Telekomkasten.  Das Motiv, ein Handy mit einem klassischen bergischen Fachwerkhaus im Display und dem Schriftzug HEIMAT auf der Tastatur, steht für die Verbindung von alter und neuer Heimat, die das Mobiltelefon für viele unserer „neuen Nachbarn“ darstellt. Die Idee überzeugte, auch, weil sie mit Unterstützung von zwei Frauen umgesetzt wurde, die selbst als Flüchtlinge nach Remscheid gekommen sind: Nazakat Nazimova, die in ihrer Heimat Aserbeidschan Kunst studierte, kam schon vor vielen Jahren nach Remscheid, und Fatoumeta Keita vor einigen Monaten aus Guinea. Die beiden verbindet das Interesse an Malerei, und so stimmten sie sogleich zu, als die Caritas sie um Unterstützung bat.

Eröffnung der Ausstellung "Shelter" von Shahin de Heart

Im Rahmen Veranstaltungsreihe andersartig : einzigartig der Kampagne vielfalt. viel wert. zeigt das Westdeutsche Tourneetheater vom 27. September bis 17. Oktober 2015 ausgewählte Werke der deutsch-iranischen Künstlerin Shahin de Heart. Inspiriert sind die zum Teil großformatigen Werke von dem persischen Dichter Hafis, dem Johann Wolfgang von Goethe in seiner Gedichtsammlung „West-östlicher Divan“ ein literarisches Denkmal setzte. Shahin de Heart spielt mit dem Thema des Neuanfangs, des Anders- und doch Gleichseins vor dem Hintergrund der Erfahrung von Heimat und Flucht. Die Vernissage am Sonntag, 27. September, beginnt im Westdeutschen Tourneetheater, Bismarckstraße 138, 42853 beginnt um 16 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Caritas startet mit "Taksi to Istanbul" In der Kraftstation

Am Mittwoch, 20. Mai, um 19 Uhr zeigt das Comedia-Theater Köln in der Kraftstation das Recherchestück "Taksi to Istanbul".  Der Eintritt kostet fünf Euro (ausschließlich Abendkasse). Die Theaterveranstaltung des Caritasprojektes „vielfalt. viel wert.“ ist der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe mit dem Titel „andersartig: einzigartig“. Bei dieser Reihe stehen in diesem Jahr Kulturveranstaltungen im Mittelpunkt, bei denen Akteure mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund miteinander in Kontakt und ins Gespräch kommen. Mit dabei sind wieder unterschiedliche Remscheider Kooperationspartner. Gemeinsam mit ihnen und mit Unterstützung des Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen Remscheid (KBW) lädt das Projekt „vielfalt. viel wert.“ Künstler ein, die mit ihren Arbeiten den Aspekt der kulturellen Vielfalt zum Ausdruck bringen. Die in Zusammenarbeit  mit dem KBW entwickelte Reihe „andersartig: einzigartig“ umfasst verschiedene Veranstaltungsformate zum Thema „Heimat“. Den Anfang macht morgen das Jugendtheaterstück „Taksi to Istanbul“ mit Texten von Hannah Biedermann und Manuel Moser. Es basiert auf Interviews mit türkischstämmigen Jugendlichen aus Kölner Stadtteilen und geht der Frage nach, wie sich Heimat anfühlt, erforscht das Trennende und Gemeinsame, das Erlebte und das Erträumte. Das Ergebnis ist ein Road Movie für die Bühne über drei junge Menschen, die sich zu einer Reise nach Istanbul aufmachen in die Heimat ihrer Familien. Ihre Reise wird auch zu einer Suche nach nationaler und kultureller Zugehörigkeit und schließlich nach der eigenen Identität.

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Daumen hoch für das 1. Remscheider Kochduell in der Kraftstation

von Bettina Vollmer 

Zum Auftakt der Kampagne "Vielfalt. viel wert" des Caritasverbandes Remscheid e.V. lieferten sich Jugendliche aus unterschiedlichen Gruppen in der Kraftstation ein kreatives Kochduell unter dem Motto "Remscheid kocht!" „Kann das gut gehen?“, fragten sich die die Organisatoren und die Vertreter der Presse, als sich in die etwa zwölf Quadratmeter große Küche der Kraftstation rund 20 Jugendliche drängten, um zu erfahren, wo Töpfe und Pfannen stehen, und was sie mit ihren Kisten voller Lebensmitteln anstellen sollen - und was unter keinen Umständen.

Doch die Sorgen erwiesen sich als unbegründet. Die drei Gruppen, die in einem kreativen Kochduell gegeneinander antreten sollten, starteten nach einer kurzen Beratung die Vorbereitungen. Eine Stunde Zeit hatten Sie, um aus je nach zugeteilter Kiste mit Couscous, Kartoffeln oder Pasta ein Hauptgericht zu zaubern. Türkischer Weißkäse, gelben Tomaten, oder Joghurt und Gurken standen für die Kreation einer Vorspeise zur Verfügung und Mangos, Feigen, Ananas, Melone, Joghurt Biskuits oder Schokocreme als Dessert-Zutat.

Mit unglaublicher Disziplin und Hingabe stürzten sich die Mädchen und Jungen der Missione Catolica Italiana, des türkischen Bildungs- und Kulturvereins e.V. und der Kraftstation in die Arbeit. Töpfe klapperten, Mixer surrten und scharfe Klingen glitten durchs Gemüse. Die Gruppen hatten sich zur Vorbereitung auf verschiedene Räume in der Kraftstation ausgebreitet und schon nach kurzer Zeit, drang betörender Duft nach Ananas, Jogurthcreme und Mango in den Gemeinschaftsraum.

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