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Fachtagung zur Offenen Ganztagsschule steht

„Kinderbetreuung im Grundschulalter – Angebotsstrukturen, Bedarfe und Herausforderungen“ ist eine Fachtagung überschrieben, zu der die Stadt Remscheid Vertreter/innen der Fachpolitik, Lehrerinnen, Erzieherinnen und  sonstige pädagogische Fachkräfte als die professionellen Akteuren im Offenen Ganztag sowie Kooperationspartner/innen und Elternvertreter/innen einlädt. Ihnen sollen am Samstag, 23. November, im Schulzentrum Lüttringhausen, Lockfinker Str. 23, von 10 bis 15 Uhr grundlegende Informationen zu Entwicklungen und Lebenslagen von Familien und deren Auswirkungen auf das Aufwachsen der Kinder geboten werden (Vortrag von Heinz Müller, Diplom-Pädagoge am Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz gGmbH) sowie Informationen über die OGS als Lebens- und Bildungsraum vorgestellt mit ihren aktuellen Bedingungen betrachten und künftigen Perspektiven (Vortrag von Dr. Karin Kleinen, Fachberaterin für

Offene Ganztagsschule und Inklusion in der Jugendförderung beim Jugendamt des Landschaftsverbandes Rheinland). Nach beiden Vorträgen besteht nach der Mittagspause an Thementischen  die Möglichkeit zu einer fachlich-inhaltlich vertiefenden Auseinandersetzung mit dem Gehörten. Die Moderation übernehmen Arndt Liesenfeld und Egbert Willecke.

Die Offene Ganztagsschule existiert in Remscheid mittlerweile seit 15 Jahren. Aus dem anfänglichen „Projekt" der Schulkinderbetreuung habe sich ein Modell mit Perspektive entwickelt, das heute zum selbstverständlichen Angebot fast aller Schulen im Primarbereich gehöre, heißt es in der Einladung. Zitat: „Die ersten OGS in Remscheid entstanden im Jahr 2004. Nach einer Aufbauphase kamen in jedem Schuljahr neue Schulen dazu, so dass schon einige Jahre später alle Schulen im Primarbereich ein Offenes Ganztagsangebot unterbreiten konnten. Mittlerweile kann mehr als 2.300 Schülerinnen und Schülern ein Betreuungsangebot gemacht werden, d.h. ca. 60 Prozent aller Kinder in Remscheider Grundschulen machen von diesem Angebot Gebrauch!“

Die OGS leiste einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, so der an der Tagung mitwirkende städtische „Qualitätszirkel OGS“. Vorrangiges Ziel sei es jedoch, ein ganztägiges Bildungskonzeptes umzusetzen, „welches das einzelne Kind in den Mittelpunkt stellt und eine Lernkultur entwickelt, die den Talenten, Begabungen und Fähigkeiten der Kinder Aufmerksamkeit schenkt und sie individuell fördert. Dabei entwickele sich die Arbeit der Ganztagsbetreuung stetig weiter. Fachlich werde dies insbesondere vom Qualitätszirkel OGS unterstützend begleitet, der sich mit den Handlungsfeldern "Kommunikation und Kooperation", "Raumgestaltung und Lebenswelt", "Entwicklung gemeinsamer Bildungsangebote" sowie den "Rahmenbedingungen" der OGS auseinandergesetzt habe. Die Ergebnisse waren Grundlagen für fachpolitische Diskussion mit Vertreterinnen des Schulausschusses und des Jugendhilfeausschusses. Diese hatten sodann übereinstimmend einen vertiefenden Fachtag zu dieser Thematik empfohlen. „Wir, die Mitglieder des Qualitätszirkels, freuen uns auf einen konstruktiven Austausch und das persönliche Kennenlernen!“ Schulamtsdirektorin Brigitte Dörpinghaus und Schuldezernent  Thomas Neuhaus werden die Tagungsteilnehmer am 23. November begrüßen. Anmeldungen unter E-Mail olaf.baerwald@remscheid.de.

Wochenrückblick vom 7. bis 12. Oktober 2019

"Bingo!"

Anzeige im heutigen Lokalteil des RGA.

Waterbölles-Glosse

Die #5630-Shows wurden für November abgesagt“, überschrieb der Waterbölles am Donnerstag eine Pressemitteilung des Projekt-Teams #5630. Darin hatten Jochen Peitz, Marcel Haupt und Daniel Sperling mitgeteilt, dass die für den 29. und 30. November sowie 1. Dezember als „Veranstaltungen auf höchstem Niveau“ geplanten Shows in der Sporthalle Neuenkamp wegen zu wenigen konkreten Sponsorenverträgen nicht stattfinden könnten. Auch deshalb, weil „in den ersten fünf Wochen des Vorverkaufs nur wenige Karten verkauft (wurden) – weit unter der Erwartung“.

Heute ist klar: Es war zu blauäugig, ein so großes Projekt ohne ausreichend finanzielle Zusagen und nur in einer recht vagen Hoffnung auf weitere Sponsoren anzugehen. Das hätten Leute mit mehr Erfahrung den Akteuren sagen sollen! Die Mitteilung über die Absage der Shows hat mich also nicht überrascht.

Medienpartner des Projekt-Teams #5630 ist der Remscheider General-Anzeiger (RGA). Der berichtete in dieser Woche ebenfalls über die Absage. Doch in der beinahe halbseitigen Anzeige im heutigen Lokalteil erfährt die Leserin / der Leser davon nichts. Zitat:

„#5630 ist ein nachhaltiges Projekt für die Jugend der Stadt Remscheid, in dessen Fokus die Interaktion von Jugendlichen unterschiedlicher Gruppierungen, Vereine und Interessengemeinschaften steht. Es verbindet verschiedene Bereiche der Gesellschaft und Kultur und erschafft dadurch eine Diversität kreativer Spielräume. #5630 ist eine Non-profit-ldee, welche über die Grenzen von Vereinen und Verbänden funktioniert, um viele junge Menschen einzubinden und integrieren zu können. #5630 bietet den Jugendlichen einen Rahmen, um gemeinschaftlich neue Wege zu gehen und die Kultur ihrer Stadt perspektivisch mitzugestalten. Das Projekt #5630 gibt den Begabungen, Ideen und Visionen von jungen Talenten der Stadt eine Bühne. Aus Individuen wird ein „WIR". Gegenseitige Wertschätzung ist die Basis, das Fundament, der Grundstein, dieses Projektes: wir gehen neue Wege, entwickeln neue Ideen - eine Symbiose, die präsentiert wird.

Fassen wir das Wesentliche doch mal zusammen: „Interaktion, Diversität, Symbiose, kreative Spielräume, neue Wege gehen, neue Ideen entwickeln, Kultur perspektivisch mitgestalten, jungen Talenten eine Bühne geben, aus Individuen wird ein ‚WIR‘, gegenseitige Wertschätzung ist die Basis, das Fundament, der Grundstein.“

Alles klar? Nein?! Stimmt. Und wenn ein Soziologie-Professor in einer Vorlesung diese Worthülsen verwenden würde, ich glaube, viele Studenten verlangten von ihm, doch bitte konkreter zu werden.

Die heutige RGA-Anzeige erinnert mich an ein Spiel, das sich 1993 bei Silicon Graphics der Wissenschaftler Tom während einer Präsentation hatte einfassen lassen, in der viele Schlagwörter verwendet wurden: „Buzzword-Bingo“, in der späteren Verbreitung auch „Bullshit-Bingo“ genannt, ist nach Wikipedia eine humoristische Variante des Bingo-Spiels, die die oft inhaltslose Verwendung zahlreicher Schlagwörter auf die Schippe nimmt. Dabei werden, wie beim Bingo-Spiel, unter Zuhörern Karten mit 25 Feldern verteilt, in denen jeweils eine Worthülse steht. Sagt der Redner dieses Wort, wird es angekreuzt. Ist eine Kästchen-Reihe voll, kann der Teilnehmer „Bingo!“ in den Saal rufen – wenn er sich denn traut.

„Bingo!“

Kurden aus Syrien bitten um Unterricht in Kurmandschi

Im großen Sitzungssaal des Rathausaes v. li. n. re. Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des städtischen Integrationsrates, Foto:; Lothar Kaiser

Wie viele Menschen in Remscheid leben, deren Muttersprache Kurdisch(کوردی kurdî) ist, weiß niemand ganz genau. Erst recht nicht, wenn nach Dialekten unterschieden wird. Denn da gibt es das Behdini. Das sprechen im Irak sehr viele Kurden (und in Deutschland, nach Wikipedia, etwa 500.000). Und da gibt es noch das und Südkurdisch (in Grenzgebieten zum Iran), das Kurmandschi (Nordkurdisch) und Sorani (Zentralkurdisch). Hinzu komme noch das Zazaki (Ostanatolien), berichteten gestern vor der Sitzung des städtischen Integrationsratzes im großen Sitzungssaal des Rathauses Sehenaz Mohammad Ali und Mohamad Hannan. Die beiden Immigranten aus Syrien hatten sich dort mit Erden Ankay-Nachtwein, der Vorsitzenden des Integrationsrates, verabredet, um ihr eine Liste mit Unterschriften von kurdisch-syrischen Eltern zu übergeben. Sie wünschen sich für ihre schulpflichtigen Söhne und Töchter Schülerinnen und Schüler herkunftssprachlichen Unterricht in Kurdisch“ der Integrationsratsvorsitzenden der Stadt Remscheid am 10.10.2019 übergeben, mit der Bitte, dass der Integrationsrat sich für den Angebot “Herkunftssprachlichen Unterricht in Kurdisch (Kurmandschi). Der werde  wegen bisher zu geringer Nachfrage an Remscheider Schulen nicht erteilt, sagte Erden Ankay-Nachtwein. Zu Unrecht, meinen Sehenaz Mohammad Ali und Mohamad Hannan. Sie gehen von ca. 120 Familien in Remscheid aus, in denen Kurmandschi gesprochen wird. Und viele davon hätten drei bis vier Kinder, „zusammen wahrscheinlich 400“, so die Antragsteller. Die Eltern, die die Petition unterzeichnet haben, sind der Meinung, dass muttersprachlicher Unterricht den schulischen Erfolg ihrer Kinder deutlich verbessern könne. Die Vorsitzende des Migrationsrates will die Unterschriftenliste an die Verwaltung weiterreichen mit der Bitte, sie der Schulbehörde zuzuleiten. Denn über muttersprachlichen Unterricht entscheidet nicht die Stadt Remscheid, sondern die Bezirksregierung in Düsseldorf.

Eine ähnliche Aktion gab es an gleicher Stelleschon einmal, im Januar 2017. Damals übergaben marokkanische Väter Erden Ankay-Nachtwein eine Unterschriftenliste mit der dringenden Bitte, der Integrationsrat möge sich für den Ausbau des herkunftssprachlichen Unterricht in Arabisch einsetzen. Der wurde damals lediglich am Lenneper Röntgen-Gymnasium erteilt, nicht aber in Schulen in der Remscheider City. Das änderte sich dann 2018.

Bietet sich neues Kita-Flachdach für Photovoltaik an?

Zwei neue Kindertagesstätten für Remscheid“, titelte der Waterbölles am 27. August. In einer Pressekonferenz hatte die Stadtsparkasse Remscheid angekündigt, an der Oststraße und am Hackenberg in Lennep zwei neue Kindertagesstätten in Modulbauweise mit je 80 Betreuungsplätzen bauen zu wollen. „Wenn alles läuft wie geplant, sollen beide Einrichtungen zum Kindergartenjahr 2020/2021 eröffnet werden“, sagt damals Jörg Böing, Architekt und Leiter der Abteilung Orga/Betrieb bei der Stadtsparkasse Remscheid. Das konkretisierte er am Mittwoch in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Süd: „Wir sind guter Dinge, die Kita an der Oststraße zum 30. Juni eröffnen zu können!“ Das hat mit der Bauweise des zweistöckigen Neubaus zu tun: Er kann aus vorgefertigten Betonteilen binnen einer Woche zusammengesetzt werden.
Träger der Einrichtung wird (wie in Hackenberg) eine Elterninitiative sein, die pädagogische Fachberatung übernimmt der Verein „Die Verlässliche“ e.V., der im kommenden Jahr sein 235-jä#hriges Bestehen feiern kann. Dessen stellv. Geschäftsführer Matthias Spahn berichtete den BV-Mitgliedern, Der Eltern-Verein befinde sich „derzeit in Gründung“, sie werde „in ein bis zwei Wochen stehen“ und sich dann voraussichtlich unter das Dach des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes begeben.

Die neue Kita wird an der Oststraße gleich neben der Gemeinschaftsgrundschule Dörpfeld zweigeschossig gebaut. Dafür muss das dortige unbewohnte Haus des Hausmeisters abgerissen werden; auch werde man einige Quadratmeter des Schulhofes für den Neubau benötigen. Aber das sei kein Problem, betonte Schuldezernent Thomas Neuhaus. Denn es sei geplant, die jetzige „Asphaltwüste“ für 240.000 Euro durch neue Spielangebote attraktiv zu gestalten.

Die 80 Betreuungsplätze der Kita werden sich auf vier Gruppen verteilen. Davon sind 20 Plätze für U3 vorgesehen, pro Gruppe fünf. Matthias Spahn bezifferte den Bedarf an ausgebildeten Fachkräften am Mittwoch mit zwölf bis 14. Bezirksbürgermeister Stefan Grote: „Eine Kita neben einer Grundschule, das ist das Beste, was man sich vorstellen kann!“ Aber er sah auch das Problem der fehlenden Parkplätze an der Oststraße angesichts des bevorstehenden „Drive-In durch Eltern-Taxen“. Darüber müsse frühzeitig mit dem Vorstand der neuen Eltern-Initiative und allen Kita-Eltern gesprochen werden, um einen Verkehrskollaps zu vermeiden. Das sagte Spahn zu. Leider werde sich das Verhalten der Eltern nicht von heute auf morgen ändert lassen, befürchtete Thomas Neuhaus. Er jedenfalls werde die Eltern-Taxen bei jeder sich bietenden Gelegenheit problematisieren, auch wenn das bei den Eltern nicht immer gut ankomme.

Zahlreiche Fragen von BV-Mittgliedern (CDU und W.i.R.) betrafen anschließend das Binnenverhältnis der neuen Eltern-Initiative und des Vereins „Die Verlässliche“ e.V. Das war verwunderlich, wird dieses Prinzip der Zusammenarbeit doch schon seit Jahren in Remscheid gepflegt (etwa bei der Kraftstation und den ihr angegliederten Kitas an der Nord- und der Walkürenstraße). Das sollte langjährigen Kommunalpolitikern eigentlich nicht verborgen geblieben sein.

Spannender waren da schon die Fragen nach einer Begrünung des immerhin 375 Quadratmeter großen Flachdachs bzw. der dortigen Installation einer Photovoltaikanlage. Letztere hatte Stefan Grote ins Gespräch gebracht – und überraschte damit Jörg Böing und Thomas Christ, die Vertreter des Investors/Bauherrn Stadtsparkasse: „Wir müssen ja auch an die Wirtschaftlichkeit (sprich: Rendite) dieses Objektes denken!“ Aber man wolle noch einmal nachrechnen, räumten sie ein. Grote machte Mut: „Vielleicht könnte die Photovoltaikanlage sogar noch Strom für die Schule nebenan liefern!“

Ring-/Rader Straße: Arbeiten im Plan, Kosten im Rahmen

In der Baustelle an der Ring-/Rader Straße wird am kommenden Sonntag, 13. Oktober, die Verkehrsführung umgestellt, allerdings nur im unmittelbaren Kreuzungsbereich; die bisherigen Fahrbeziehungen bleiben erhalten. Um die bislang im Baufeld verlegten Gas- und Wasserleitungen in Richtung Radevormwald verlängern und an das Baufeld des nächsten großen Bauabschnitt heranführen zu können, wird nach Angaben der Stadt Remscheid für rund sechs Wochen eine „Baustelleninsel“ in der Ringstraße eingerichtet. Diese trennt dann die aus Richtung Trecknase kommende Fahrbahn. Die Geradeausspur wird auf die bereits soweit hergestellte neue Fahrbahn verschwenkt, während die Rechtsabbiegespur in Richtung Radevormwald unverändert bleibt. Während der Umstellung der Baustellenampelanlage wird es am Sonntag nicht möglich sein, vorher bereits alle Gelbmarkierungen aufgeklebt zu haben. Alle am Verkehr Teilnehmenden werden gebeten, besonders vorsichtig und umsichtig zu sein.

Die Fußgänger können die bereits hergestellten Gehwege benutzen und haben wieder eine direkte Verbindung zwischen Wupperstraße, Mühlenstraße und Ringstraße. Die Fußgängerquerungen der Ringstraße sind weiterhin auf Höhe Röntgenstraße und Tankstelle möglich. Die Technischen Betriebe sind zusammen mit der ausführenden Baufirma bemüht, die Umstellung der Baustelle möglichst zügig vorzunehmen, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr zu minimieren.

Bezirksbürgermeister Markus Kötter hatte die Verwaltung darum gebeten, der Bezirksvertretung einen Einblick zu gewähren in die Abläufe der Baustelle im Verkehrsknotenpunkt Ringstraße / Rader Straße. Die Mitglieder der Bezirksvertretung sollten sich vor Ort einen persönlichen Eindruck davon machen können, welche baulichen Maßnahmen zum Um- und Ausbau des Verkehrsknotenpunktes inzwischen ausgeführt worden sind und wie sich damit der Kreuzungsbereich bereits verändert hat. Dieses Treffen fand am vergangenen Mittwoch statt (Foto). An der Baustellenbesichtigung nahmen von Seiten der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) Gerald Hein und Projektleiter Gunter Breidbach teil. Ihre Botschaft:  Die Arbeiten auf der Kreuzung verlaufen planmäßig, und die Kosten liegen im festgelegten Rahmen.

Termine im Westdeutschen Tourneetheater (WTT)

  • Freitag, 11. Oktober, 15 Uhr, SeniorenKINO im WTT mit dem Film „Rain Man“,  ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen (auf Spendenbasis), auch Nichtsenioren sind gern gesehen. Eintritt drei €. http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/filmtheater/
  • Sonntag, 13. Oktober, 16 Uhr, „Die Frau vom Fischer und der Fischer selber“ – für die ganze Familie. Eintritt acht € Erw./sechs € Kinder. http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/kinder-jugend-familienstuecke/die-frau-vom-fischer-und-der-fischer-selber/

Kartenreservierung unter Tel. RS 32285 oder E-Mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de. (Bea Lange)

Längst tragfähige Brücken geschlagen

Pleiten und Krisen

Seit 2009 regiert in Deutschland die schwarz-gelbe Koalition unter der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Nachwirkungen der Weltwirtschaftskrise und die Turbulenzen der europäischen Finanzkrise setzen Politik und Wirtschaft unter Druck. Der Euro Rettungsschirm für Griechenland führt zu heftigsten Debatten. Die Zerstörung des Atomkraftwerkes im japanischen Fukushima durch einen Tsunami verändert die deutsche Energiepolitik. Die acht ältesten Atomkraftwerke werden abgeschaltet, die Laufzeit der übrigen neun Kraftwerke wird zeitlich gestaffelt. Die Aufdeckung von Nazi Terrorzellen, die Mordserie der NSU und deren mangelhafte Aufklärung bestürzen die Bürger. Die Enthüllung von Abhöraktionen der amerikanischen NSA betrifft nicht nur Angela Merkel, sondern auch die Mehrzahl der Deutschen. Der Mensch wird gläsern. Mehrere deutsche Politiker müssen nach Plagiatsvorwürfen ihre Doktortitel zurückgeben. Bundespräsident Köhler tritt 2010 zurück. Als Bundespräsident folgt Christian Wulff. Nach seinem unrühmlichen Abgang im Jahr 2012 wird Joachim Gauck der 11. Bundespräsident.

Die Großstadt Remscheid

85 Jahre sind seit dem emotionsgeladenen Zusammenschluss der drei Städte Lennep, Lüttringhausen und Remscheid zur Großstadt Remscheid vergangen. 85 Jahre, mit guten und schlechten Zeiten. Die Umsetzung der wirtschafts-, siedlungsund kommunalpolitischen Ziele der Neugliederung von 1929 zog sich über Jahrzehnte. Aber das gemeinsame Schicksal in diesen vergangenen Jahrzehnten, die Gemeinsamkeiten in Politik, Wirtschaft und Kultur haben längst tragfähige Brücken geschlagen.

Mit der Löwenparade feiert die Großstadt Remscheid 2014 nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Vereine, Unternehmen und Bürger, die im Laufe der vergangenen 85 Jahre alle zum Erfolg der vereinigten drei Teile der Großstadt Remscheid beigetragen haben. Die Löwenparade soll damit das Zusammengehörigkeitsgefühl der vielen Akteure in unserer Stadt weiter stärken und zu einer erfolgreichen Zukunft beitragen.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Mit Trinkwasser künftig sorgfältig umgehen

Reichlich Quellwasser nur an einer Stelle des Stadtparks“, titelte der Waterbölles am 26. August, nachdem Mitglieder SPD Remscheid-West an der Konzertmuschel im Stadtpark mit (wenigen) interessierten Bürger/innen über den Park und seinen umstrittenen Teich gesprochen hatten. Gestern nun lag den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid die Dokumentation der Stadt über die Bürgerwerkstatt vom 6. Juli über die künftige Entwicklung des Stadtparkteiches vor. In der Diskussion, die sich daraus entwickelte, ließ Ausschussvorsitzender Otto Mähler auch Gabriele Lipka zu Wort kommen, die Vorsitzende des städtischen Landschaftsbeirates. Sie warnte davor, den Teich in zunehmenden Trockenzeiten mit Trinkwasser der Stadtwerke aufzufüllen und plädierte stattdessen als Ruhezone für ein Biotop, das auch ein paar Mal im Jahr ruhig trockenfallen könne. Michael Zirngiebl, Chef der Technischen Betriebe Remscheid, konnte das sehr wohl als Plädoyer für den Vorschlag der TBR (Foto oben) von April 2016 verstehen: „Solange Geld fehlt, das Beste aus Verlandung machen!“ Das hatte in der BV Dirk Buchwald (TBR). Foto: Lothar KaiserNoch keine beschlossene Sache: Name und Signet der neuen städtischen Tochtergesellschaft, in der die REB aufgehen sollen.damals Planer Dirk Buchwald (Foto rechts)  empfohlen. Zirngiebl  gestern: „Wir brauchen eine politische Entscheidung über die künftige Wasserversorgung des Teiches bzw. über dessen Verlagerung in einen anderen Teil des Stadtparks!“ Letzteres hält er allerdings wegen der steileren Hanglage oberhalb des Gesundheitshauses für schwierig. „Vielleicht sollten wir uns von dem Teich, den wir von früher kennen, verabschieden. In den heißen Sommern, die wir zu erwarten haben, sollten wir mit Trinkwasser sorgfältig umgehen!“

In den nächsten Monaten dürfe es zunächst einmal um den Stadtpark wieder recht still werden. Denn die Bauverwaltung arbeitet an der Ausschreibung eines hydrologischen Gutachtens. Das soll dann zum Jahresende vergeben werden. Bis es fertig vorliegt, wird es wohl Mitte 2020 werden.  Und Rosemarie Stippekohl (CDU) will erfahren haben, wir sie gestern berichtete, dass mit einer Entscheidung über die Zukunft des Stadtparkteiches erst in vier Jahren zu rechnen sei. Das wollte Heinrich Ammelt vom Zentraldienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften so nicht bestätigen. Allerdings gab Michael Zirngiebl zu verstehen, dass mit öffentlichen Fördergeldern für den Stadtpark, den Teich inclusive, erst zu rechnen sei, wenn hierfür von Seiten der Stadt die Gesamtplanung fertig sei.

 

 

Vertrag mit Michael Hagemann endet zum 31.12.

Michael Hagemann hauptamtlicher BZI-Geschäftsführer“, überschrieb der Waterbölles am 23. Februar 2009 eine Pressemitteilung des Remscheider Berufsbildungszentrums der Metall- und Elektroindustrie (BZI). Darin teilte die große Ausbildungsstätte an der Wüstenhagener Straße mit, dass diese ab Juni 2009 erstmals von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geleitet werde: Michael Hagemann. Er werde die Aufgaben der beiden Geschäftsführer Joachim Groth (IHK) und Markus von Dreusche (Arbeitgeber-Verband) zum 31. Oktober 2009 übernehmen. Das Kompetenzzentrum in der Aus- und Weiterbildung sei kontinuierlich gewachsen, und da sei es für die Gesellschafter des Hauses (die IHK Wuppertal-Solingen-Remscheid und den Arbeitgeber-Verband von Remscheid und Umgebung e.V.) nur konsequent, die „Führung des Hauses neu aufzustellen“, so Markus von Dreusche damals.

Michael Hagemann (Bildmitte) im dunklen Anzug. Dieses Foto entstand bei einer Pressekonferenz des BZI im November 2009. Im Bild von li. n. re. Alexander Holthaus, Dr. Manfred Diederichs, Michael Hagemann, Markus von Dreusche und Joachim Groth. Foto: Lothar KaiserMichael Hagemann hat eine steile Karriere gemacht. Der gelernte Landwirt studierte mit Abschluss als Diplom-Sozialarbeiter und Betriebswirt. Er war drei Jahre lang Projektleiter, Fachbereichsleiter und Teilgeschäftsführer der Aids-Hilfe Köln und vier Jahre lang Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbH, bevor er zum BZI wechselte. Jetzt ist er gegangen, und die BZI-Gesellschafter müssen sich nach einem Nachfolger umsehen – ausgerechnet mitten in der Phase des Neubaus der Ausbildungswerkstätte („Technik-Campus") mit modernster Technik, 360 Werkstattplätzen in den Ausbildungsbereichen Metall, Elektro und Steuerungstechnik und 144 Unterweisungsplätzen in fünf Theorieräumen. Dafür hatte Hagemann in den  vergangenen Jahren viele Millionen Euro an Fördergeldern akquiriert. Bezogen werden soll der Neubau im Februar 2020. Bis dahin dürfte der neue BZI-Geschäftsführer gefunden worden sein. Derzeit hat Roland Kassen, bislang Stellvertreter Hagemanns, die Geschäftsführung übernommen.

Dass der 48-jährige Wuppertaler Michael Hagemann, der "tägliche Entscheider" im BZI in den vergangenen zehn Jahren, „der sich in der heutigen Förderlandschaft sehr gut auskennt“ (von Dreusche im November 2009 auf einer Pressekonferenz), jetzt das Bildungszentrum der Metall- und Elektroindustrie auf eigenen Wunsch verlassen habe, berichtet heute der RGA. Zitat: „Hagemann führt gesundheitliche Gründe dafür an. (...) Mehr mag er nicht sagen.“ Die Zeitung zitiert Hagemann mit den Worten: „Ich habe zehn Jahre Gas gegeben für das BZI, ich habe insgesamt 25 Millionen Euro EU-Gelder nach Remscheid geholt, und ich habe das Personal und den Umsatz verdoppelt."

Wann genau Hagemann seinen Arbeitsplatz verlassen hat, ist (noch) nicht bekannt. Überhaupt halten sich die Gesellschafter des 1952 als Gemeinschaftswerkstatt gegründeten BZI in dieser wichtigen Personalangelegenheit auffällig zurück. Gegenüber dem RGA äußerte sich Markus von Dreusche lieber zur Finanzlage des BZI. Die Botschaft: „Für das BZI wird mehr Geld gebraucht“, ist im RGA-Bericht nachzulesen. „In den nächsten Monaten soll es deshalb darum gehen, weitere Fördergelder für den Neubau in Remscheid lockerzumachen.“ Markus von Dreusche begründete das mit den gestiegenen Kosten des Neubauprojekts: „Mitte Oktober werden wir einen genauen Überblick darüber haben", sagte er dem RGA. Auf der Baustelle seien die Arbeiter auf Felsen gestoßen. Das muss beim Bau der Fundamente geschehen sein, also schon vor etlichen Monaten. Denn das Richtfest des Rohbaus war am 5. Juni. Auf Nachfrage teilte Dipl. Ing. Michael Pott als Vorstandsmitglied des Arbeitgeberverbandes dazu dem Waterbölles mit, das sei nur ein Beispiel für Kostensteigerungen in der Bauphase. Wann Hagemanns letzter Arbeitstag im BZI gewesen sei, wollte Pott dem Waterbölles nicht sagen. Nur so viel: Der Arbeitsvertrag sei einvernehmlich zum 31. Dezember beendet worden.

„Michael Hagemann ließ nicht wenig Geld aus den Finanztöpfen in Düsseldorf und Berlin nach Remscheid fließen“, schreibt der RGA. Darüber hatte Michael Hagemann, bevor er damit später die Agentur Schulz, Wessel & Partner beauftragte, in seinen ersten Jahren als BZI-Geschäftsführer noch selbst Pressemitteilungen verfasst. So beispielsweise am 1. Dezember 2016. Zitat: „Die Förderung der für das kommende Jahr geplanten technischen Modernisierungsprojekte des Berufsbildungszentrums der Industrie wurde durch das Land NRW (Wirtschaftsministerium NRW) und den BUND (BMBF / BAFA) in Höhe von 991.000 € bei einem Investitionsvolumen von 1.239.000 € bewilligt (Förderquote 80 Prozent). Mit den Modernisierungsprojekten 2017 (Modernisierung der Schlossereien durch neue Werkbänke, eine Flachschleifmaschine und einen Sägevollautomaten, zwölf neue konventionellen Drehmaschinen und ein CNC-Fräsbearbeitungszentrum ... wird das BZI seinen Modernisierungsprozess abschließen und damit innerhalb von fünf Jahren alle Ausbildungsbereiche auf den aktuellen Stand der Technik und Didaktik bringen können. (...) Nach Abschluss dieser Modernisierungsprojekte wird das BZI dann innerhalb von fünf Jahren 5.544.000 € bei einer Förderung aus Landes- und Bundesmitteln von 3.878.000 €, annähernd 70% Förderquote, in seine technische und didaktische Modernisierung investiert haben.“

Aber das war nur der Anfang. „Bund fördert BZI mit zehn Millionen Euro“, freute sich am 9. Januar 2018 der CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt. An diesem Tag hatte Thomas Rachel (CDU), Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Michael Hagemann einen Förderbescheid über 666.515,77 € überreicht. Der Waterbölles schrieb damals: „Die Gesamtinvestitionen für die weitere technische Modernisierung in 2018 des BZI belaufen sich auf 1.110.859,61 €. (...) Die Gesamtprojektkosten der Neubaumaßnahme belaufen sich auf 15.580.000 € (hiervon Bundesförderung 9.348.000 €, Landesförderung 3.116.000 €, BZI-Eigenanteil: 3.116.000,00 €).“

Ökumenische Initiative trauert um Volker Beckmann

Die Nachricht, dass Volker Beckmann in der Nacht vom 18. September plötzlich verstorben ist, hat uns mitgenommen. Wir sind dankbar, dass wir noch am Abend mit ihm die Eröffnung des renovierten F(l)air-Weltladen feiern konnten. Unser herzliches Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.

Volker Beckmann hat die Ökumenische Initiative Lüttringhausen e.V. mit begründet. Er hat in ihr zunächst als Schatzmeister gewirkt, dann bis Dezember 2017 als 1. Vorsitzender. Mit großer Energie hat er die ökumenische Zusammenarbeit gesucht und sich für soziale Gerechtigkeit auf der ganzen Erde engagiert. Sein besonderes Anliegen war, Kinder und junge Leute über die Schulen mit den Gedanken und der Praxis des Fairen Handels vertraut zu machen. Er hat dafür gesorgt, dass wir die konzeptionelle und politische Debatte um den Fairen Handel immer neu aufgenommen haben. Gern haben wir seine Freude an internationalen Begegnungen und an ökumenischen Gottesdiensten geteilt. Dass er bei allen großen Strategien immer auch den Stadtteil Klausen im Blick hatte, war eine seiner sympathischen Eigenschaften.

Oft bis an den Rand seiner Kräfte hat er viel von sich und anderen gefordert. Er wurde nicht müde, immer neue Kooperationspartner zu suchen und zu finden. Wir vermissen ihn als Partner in der Steuergruppe der Fair-Trade-Town Remscheid. Sehr dankbar sind wir für viele Jahre produktiver und vertrauensvoller Zusammenarbeit. (Johannes Haun, Rainer Kirch, Heinz-Willi Bissels)