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Mit diesem Virenschutz ist Nähe kein Problem

Virenschutz aus Surf-Folie. Foto: privat.Gut, dass der Remscheider Optiker Frank Berghoff sich nicht nur mit Brillen gut auskennt, sondern auch etwas vom Surfen und Kitesurfen versteht (ist sein Hobby). Das kam ihm in diesen schwierigen Corona-Zeiten zugute, als er nach einem Tröpfchen-/Virenschutz für sich und seine Mitarbeiter/innen suchte. Er brauchte etwas, das er sich wie eine Brille aufsetzen und damit in seinem Geschäft herumlaufen konnte, ohne es alle fünf Minuten auf- oder absetzen zu müssen. Und weil ihm kein geeigneter leichter, aber wirkungsvoller Schutz einfiel, bastelte er sich kurzerhand selbst einen – mit Hilfe von durchsichtiger, stabiler Folie („Monofilm“), wie sie für Surfsegel verwendet wird. „Mit dieser Schutzbrille können wir unseren Kunden näher kommen…!“ Inzwischen hat Frank Berghoff schon die erste Remscheider Arztpraxis mit dem neuen Viren-/Gesichtsschutz ausgestattet. Die erste Arztpraxis haben wir schon ausgestattet. "Ich schätze, dass  ich am Wochende wieder 20 bis 30 Stück fertig habem werde!" Wer Interesse daran hat, braucht nicht selbst zur Anprobe in das Geschäft an der oberen Alleestraße zu kommen:  „Wir brauchen dafür nur den Kopfdurchmesser!“

Kein Bedarf an Adrenalin und Abenteuer

Die aktuelle Ausgabe von "Prisma".

Dies vorweg, damit niemand glaubt, jetzt komme Kollegenschelte: Der technische Vorlauf bei der Produktion des Fernsehmagazins “prisma“, das vielen Tageszeitungen in NRW beiliegt, lässt keine (tages)aktuelle Berichterstattung zu. In Krisenzeiten kann es daher passieren, dass bestimmte Inserate und Überschriften Gedankengänge auslösen, die nicht zu Ferienspaß und Erholung führen, sondern in eine ganz andere Richtung – zu Corona-Viren.

Beispiel aus „prisma“ für die kommende Woche vom 21. bis 27. März: „Gesundbleiben mit Aquafitness“ und „Adrenalin und Abenteuer. Freizeitpark bieten Spaß für die ganze Familie“. An Adrenalin und Abenteuer hätte ich in diesen Tagen keinen Mangel, wenn mir danach wäre. Ich müsste mich nur wie Heike Petermann an die Wursttheke eines Remscheider Supermarktes begeben. Was sie dort erlebte, schilderte sich gestern auf Facebook bei "Du bist Remscheider, wenn...": "Ich war heute im Edeka einkaufen. An der Fleischtheke standen die Menschen dicht gedrängt in der Schlange. Das kann ich in unserer jetzigen Lage überhaupt nicht verstehen. Ich brauchte etwas Wurst und hielt den Mindestabstand von zwei Metern zu meinem Vordermann ein. Und eh ich mich versah standen zwei Kunden vor mir. Ich sagte darauf, dass ich auch an der Wursttheke stehe. Ich bekam die Antwort: das sei ja wohl nicht ersichtlich, da ich ja viel Platz zu meinem Vordermann gelassen habe. Als ich darauf auf den Mindestabstand hingewiesen habe, wurde ich fassungslos angeschaut. Das gleiche passierte mir dann auch an der Kasse. Überdenkt doch bitte eure Handlungsweise. Keiner möchte eine Ausgangssperre. Aber wenn wir weiter so handeln, kommt sie."

Oder das, was Michael Mahlke gestern erlebte: „Als ich bei Netto war, dachte ich so, dass jetzt Kinder als Waffen eingesetzt werden. Mehrere Frauen mit je bis zu vier Kindern um die acht Jahre, die nicht deutsch sprachen, ließen diese durch den Laden laufen zwischen Seniorinnen mit Rollator und ohne Rollator. Keine Ermahnung. Von Abstand an der Kasse ganz zu schweigen. Im Kaufland waren dann Gruppen von sechs Jugendlichen um die 14 Jahre unterwegs, die sich zusammen Dosengetränke kauften und sich rumschubsten und nichts beachteten. Offenkundig haben wir bei solchen Verhältnissen den Kampf schon verloren. Wohlstandsverwahrlosung oder Dummheit. Es fehlt die harte Hand - und nicht der Sozialarbeiter!“

Es sieht wirklich nach purer Dummheit aus! Oder ist es Ignoranz und Selbstüberschätzung? Das sind ja leider ebenfalls Krankheiten unserer "Wohlstandsgesellschaft". Motto: "Ich, alles und sofort!" Das lässt bei mir den Adrenalinspiegel steigen! Ich fürchte, es wird nicht mehr lange dauern und Polizei und Ordnungsdienst fahren mit Megaphonen ("Flüstertüten") durch die Straßen und "flüstern" diesen Menschen ihre Unverantwortlichkeit so lange in die Ohren, bis das Trommelfell schmerzt. Wer dann Deutsch versteht, dürfte im Vorteil sein...

Was nutzen Vorschläge, die nicht realisiert werden?

Die Remscheider Stadtverwaltung ist um Klimavorsorge bemüht. Es geschehe bereits „viel auf der strategischen Ebene; leider noch nicht so viel auf der Umsetzungsebene“, heißt es in einer ausführlichen Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Ratssitzung am Donnerstag, 26. März, im großen Saal des Neuen Lindenhofs an der Honsberger Straße. Der Oberbürgermeister hat dorthin (und nicht in den Ratssaal im Rathaus) eingeladen, weil die Ratsmitglieder dort in größeren Abstand voneinander Platz nehmen können. (Nachtrag: Gestern hat der OB mit Blick auf die aktuelle Situation die Ratssitzung abgesagt: "Sobald sich die Lage entspannt, werde ich zu einer Sondersitzung einladen.")

Mit ihrem Klimaschutzteilkonzept „Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid" haben die beiden bergischen Großstädte seit Dezember 2011 einen Prozess angestoßen, der sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. Die Anpassungsstrategie benennt wesentliche Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren, identifiziert aktuelle und künftige Herausforderungen für die Städte und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Aber: „Da könnte sich die Stadt noch besser aufstellen. Dies ist jedoch der fehlenden Personal- und Finanzausstattung geschuldet“, bekennt die Stadtverwaltung in ihrem aktuellen Papier. Darin seien 36 Maßnahmen entwickelt worden, von denen elf auf den Bereich „Hitze“, neun auf „Starkregen/Hochwasser“ und fünf auf „Wind/Sturm“ abzielen. Und weitere elf Vorschläge seien übergreifend.

Das Projekt „BESTKLIMA“ gilt der Klimaanpassung im Bergischen Städtedreieck. Dabei arbeiteten die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal drei Jahre lang (von 2014 bis 2017) mit dem Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen sowie mit lokalen und regionalen Akteuren zusammen und führten die 2013 erarbeitete Klimaanpassungsstrategie fort. Ergebnisse sind beispielsweise:

  • Kompetenz-Teams für Hitze bzw. Starkregen sowie eine dezernatsübergreifende Lenkungsgruppe
  • Klimaanpassung in der Bauleitplanung – Checkliste für Klimaschutz und Anpassung (diese wird in Zusammenarbeit mit der Stadtplanung kontinuierlich eingesetzt)
  • Fließwegemodellierung für Starkregenereignisse in Remscheid (Karten sind veröffentlicht unter www.geodatenportal.remscheid.de)
  • Klimafunktionsanalyse Remscheid: Siedlungsklimatische Modellierung inkl. Kaltluftmodellierung und Wärmeinseln; die Klimafunktionskarte wird bei Planungsvorhaben berücksichtigt und ist im Geodatenportal öffentlich einsehbar.
  • Leitfaden „Gewerbeflächen im Wandel“
  • Qualitätsmanagementsystem zur Messbarmachung und Bewertung kommunaler Anpassungsprozesse

Zu den 36 Maßnahmen gehört ferner die Erstellung einer Risikoanalyse und eines Handlungskonzeptes zum Schutz vor Starkregen für das Stadtgebiet Remscheid. Ziel des Projektes „ProPolis – Stadtklima im Wandel“ ist die Berechnung von Stadtklimamodellen, um geplante Veränderungen durch Bauvorhaben darzustellen und die Auswirkungen erkennen und bewerten zu können. Remscheid gehört neben Augsburg, Berlin, Chemnitz, Dresden, Essen, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, München, Solingen und Stuttgart zu den Praxispartnern. Es handelt sich um ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördertes Projekt; Eigenmittel sind nicht erforderlich.

Das Projekt "ExTrass", an dem Remscheid seit dem 1. Oktober 2018 beteiligt ist, wird federführend von der Universität Potsdam geleitet wird. Remscheid ist neben den Städten Potsdam und Würzburg die dritte Fallstudienstadt im Projekt. Das vom BMBF geförderte Projekt soll Kommunen widerstandsfähiger machen gegenüber extremen Wetterereignissen.

Es gibt jedoch ein grundsätzliches Problem. Die Stadtverwaltung bezeichnet es in ihrer Vorlage als „eindeutig“: Es ist die „oft fehlende Umsetzung der in den Konzepten vorgeschlagenen Maßnahmen“.

Der Waterbölles meint: „Gut., dass wir mal darüber geredet haben“ kann es nun wirklich nicht sein!“

Diese Ansprache wird in die Geschichte eingehen

Was Bundeskanzlerin Angela Merkel gestern Abend den Zuschauerinnen und Zuschauern von ARD, ZDF und anderen deutschen Fernsehanstalten zu sagen hatte, wird in die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Es war der eindringliche Appell an alle Menschen in diesem Land, den Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus (endlich) ernst zu nehmen: „Seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so auf unser gemeinsames, solidarisches Handeln ankommt.“ Erstmals in ihrer Amtszeit wandte sich die Kanzlerin außerhalb ihrer üblichen Silvester-Ansprachen persönlich und unmissverständlich an die Bevölkerung. Die Corona-Krise sei erst. „Nehmen Sie es auch ernst!“ Die räumliche Distanz zu Mitmenschen sei womöglich lebensrettend.

Der Waterbölles hält diese Fernsehansprache für so wichtig, dass er allen Nutzern sozialer Medien empfiehlt, sie auf ihren eigenen Seiten zu teilen. Schade nur, das es der Studiotechnik ausgerechnet bei dieser historischen Aufzeichnung nicht gelungen ist, die (übliche) technische Bildqualität einzuhalten, die das Startfoto verspricht. (https://www.tagesschau.de/multimedia/video/video-676493.html)

März 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Ins Timescafé hatte gestern die SPD zu einer Diskussion über die Zukunft von Alleestraße und Markt eingeladen. Links Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein, Mitte Bezirksbürgermeister Otto Mähler und rechts Architekt Friedhelm Reska. Foto: Lothar Kaiser Was wird aus der Alleestraße? Noch mehr Leerstände als bisher schon? Noch mehr Ein-Euro-Läden? Mehr als 60 Bürger/innen lockten diese Fragen vor zehn Jahren ins „Timescafé“ am Dorthin hatte Bezirksbürgermeister Otto Mähler namens der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid eingeladen. Es kam auch Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein: Eine Idee hatte Sonnenschein schon früher geäußert und wiederholte sie bei der Gelegenheit: „Wir müssen an der Alleestraße auch an Abbruch und  Neubau denken.“ Bei vielen Gebäuden, die in den 1960-er, 1970-er Jahren entstanden sei, lohnten sich keine Energiesparmaßnahmen mehr; da sei ein Neubau die bessere Alternative. Aber, so der Stadtplaner: „Wir brauchen Leute, die das finanzieren, und andere, die dann da einziehen.“ In einer Stadt ohne Geld würde auch die bester Planung nichts nützen, kämen nicht auch „Privatleute  ins Boot!"

Die Integration der ausländischen Mitbürger in die deutsche Gesellschaft, sprich: in unsere Stadt Remscheid, war „sein Ding“ schon seit zwanzig Jahren, als Luigi Costanzo, bis dahin Vorsitzender des städtischen Migrationsausschusses, im März 2010 zum Vorsitzenden des ersten Integrationsausschusses der Stadt gewählt wurde. Der gebürtige Italiener verstand sein altes/neues Amt so: „Das Beste draus machen für die Migrantinnen und Migranten in Remscheid!“ Die sechs Mitglieder der beiden (ansonsten konkurrierenden) türkischen Listen A 1 und Remscheider Union 2010 enthielten sich der Stimme, auch Erden Ankay Nachtwein (Union), Parteifreundin von Costanzo. Weil „man mit uns über den/die Kandidaten nicht vorher gesprochen hat, die wir heute mit wählen sollen!“ Später stellte sich heraus: Wegen Manipulationen bei der Briefwahl musste, die Wahl komplett wiederholt werden, anfangen bei der Aufstellung, Einreichung und Zulassung der Listen.

Der Aufsichtsrat der EWR GmbH stimmte vor zehn Jahren dem Plan der Geschäftsführung zu, die stillgelegte Bahnstrecke zwischen Lennep und Bergisch-Born („Balkantrasse“) zu kaufen und darauf unterirdisch eine neue Stromleitung zu verlegen zur besseren Versorgung des Industriegebietes in Bergisch Born. „Nach Kauf der Grundstücke durch die EWR GmbH kann die Stadt Remscheid die Trasse dann für einen Fahrradweg nutzen und trägt dafür auch die Folgekosten“, teilten die Stadtwerke damals mit. Das Projekt „Strom/Fahrrad“ war mit 1.251.000 Euro veranschlagt, 786.000 € für die Kabeltrasse und 465.000 € für die Fahrradtrasse.

Die Botschaft der Vereinsvertreter an die OB: 'Wir sind ratlos!'. Foto: Lothar Kaiser Im Großen Sitzungssaal des Rathauses stellte Oberbürgermeisterin Beate Wilding am 4. März 2010 Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Remscheider Vereine und Institutionen ihren Fünf-Jahres-Plan zum Schuldenabbau vor ("Giftliste"). Mit der Zielsetzung „Wir wollen aus eigener Kraft Handlungsfähigkeit und Gestaltungsspielräume wiedererlangen“! Nicht zum ersten Mal wurde dabei die so genannten Vergeblichkeitsfalle beschrieben. Sie bedeutet: Selbst bei Aufgabe aller so genannten freiwilligen Aufgaben kann ein Haushaltsausgleich nicht erreicht werden. Das ist der Grund, warum die Stadt auch jetzt noch einen hohen Schuldenberg vor sich herschiebt. Am 31.12.2009 waren es 471,5 Millionen Euro. Bis 2015 klettert der Betrag auf 618,5 Millionen Euro. Und zum Ende des Jahres 2019 waren es noch 542 Millionen Euro.
Auf der Tribüne warteten im März 2010 Ratsmitglieder von SPD, Grünen, FDP und CDU gespannt auf die von Moderator Horst Kläuser erhofften „phantastischen Vorschläge, auf die noch keiner gekommen ist“. – Sie warteten vergeblich. Peter Maar, der Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen stellte es nach anderthalb Stunden mit Bedauern fest: „Noch  kein einziger Sparvorschlag!“

Bilden die neue AG der Lenneper Vereine: Klaus Kreutzer, Gunther Brockmann, Dr. Ralf Flügge, Erwin Fuhrmann, Herbert Potthoff und Andreas Hackländer. Foto: Lothar Kaiser Vor zehn Jahren gründeten fünf Lenneper Traditionsvereine eine Arbeitsgemeinschaft – die  Altstadtfreunde Lennep e.V. , der Schützenverein  Lennep 1805 e.V., der  Verein zur Förderung der freiwilligen Feuerwehr Lennep 1867 e.V., die Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V. und der Verkehrs- und Förderverein Lennep e.V. Nach dem Motto „Gemeinsam sind wir als  Verhandlungsführer stärker“ haben, versprachen sie sich erfolgreichere Verhandlungen mit Lieferanten ebenso wie mit Politik und Verwaltung der Stadt. Ralf Flügge, Vorsitzender der Altstadtfreunde und auch in manchen anderen Lenneper Vereinen zu Hause, sagte damals: „Enge persönliche Verflechtungen zwischen den Vorstanden machen vieles einfacher, verhindern Rivalitäten und Spannungen.“ Eine ganze Reihe weiterer Vereine habe bereits Interesse an einer Mitarbeit geäußert. Wäre interessant, nach zehn Jahren mal einen Erfahrungsbericht zu hören.

In den Vorstand der Jungen Union Remscheid wurden im März 2010 zwei frühere Mitglieder des Remscheider Jugendrates gewählt, Matthias Heidtmann (damals 20) und Fabian Günther (damals 21). Günther war Mitglied im 1. Jugendrat, Heidtmann Vorsitzender des  2. Jugendrates. Er macht in der CDU Karriere: Seine Wahl zum neuen Kreisvorsitzenden in der Nachfolge von Jens Peter Nettekoven gilt als sicher.

Alexa Schmitz löste im März 2010 Monika Hein als Vorsitzende der  Frauen-Union der CDU Remscheid ab. Im September ist sie Gegenkandidatin von Burkhard Mast-Weisz bei der Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt.

Erinnern Sie sich noch an Lonny Kellner?“, fragte der Waterbölles am 2. März 2010.Der WDR Wuppertal sucht damals Personen, die Lonny Kellner kannten bzw. ihr schon einmal begegnet sind. Der Anlass: Die deutsche Schauspielerin und Ehefrau des Showmasters Peter Frankenfeld wurde vor 80 Jahren in Remscheid geboren. Sie starb am 22. Januar 2003 in Hamburg.

Bei einem 64 Jahre alten Remscheider klingelte Anfang März 2010das Telefon. Der Anrufer nannte seinen Namen nicht, sondern ließ diesen vom Opfer erraten. Nachdem der überraschte Pensionär den Anrufer für seinen Freund "Peter" gehgalten hatte, wurde dies vom Betrüger bestätigt. Der falsche "Peter" gab dann an, Geldsorgen zu haben und dringend 3.500 Euro zu brauchen. Das scheinbar gutgläubige Opfer vereinbarte dann in weiteren Telefonaten mit dem "Peter" eine Übergabe des Geldes bei ihm zu Hause in Lüttringhausen. Eine Bekannte sollte das Geld abholen. Als die blonde junge Frau später klingelte, wurde sie von der Polizei erwartet und wegen versuchten  Trickbetrugs festgenommen, kurz darauf auch der falsche "Peter" in der Nähe des Hauses. Bei dem vermeintlichen Opfer handelte es sich um einen pensionierten Polizeibeamten. Der war auf das Geschwisterpaar (21 und 19 Jahre) nicht hereingefallen.

Ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstand vor zehn Jahren bei einem  Dachstuhlbrand in Kremenholl, Rudolfstraße. Dort hatte eine Dachgeschosswohnung Feuer gefangen. Nachdem der Brand mit Wasser gelöscht war, waren drei Wohnungen vorübergehend nicht mehr bewohnbar.

17 Schüler im Alter zwischen 13 und 16 feierten vor zehn Jahren in der Turnhalle des Albert-Einstein-Gesamtschule eine nächtliche Party. Zitat aus dem Polizeibericht: „Die Räumlichkeiten waren durch Getränke- und Essensreste teilweise erheblich verschmutzt. Die Beamten stellte die Personalien der Jugendlichen fest. Anschließend wurden sie in die Obhut ihrer Erziehungsberechtigten übergeben. Der Transport zur Hauptwache am Quimperplatz erfolgte mittels eines Busses der Remscheider Verkehrsbetriebe.“

Die Rücksichtslosigkeit steigt mit dem Grad der Bequemlichkeit. Anwohner der kleinen Stichstraße Am Schützenplatz merkten das im März 2010 und auch später – an jedem Tag, an dem der Kindergarten „Windvogel“ geöffnet hat. Den dort Notausgang der Kita an der Stichstraße nutzten damals viele Eltern, um morgens auf die Schnelle ihre lieben Kleinen in die Kita zu bringen und nachmittags dort wieder abzuholen. Ein Fall für die städtische Verkehrsüberwachung, hieß es damals in der Bezirksvertretung Lüttringhausen. Lange nichts mehr von "Verkehrsstau"  an dieser Stelle gehört…

Bei Corona ist eine Pressekonferenz keine gute Idee

Waterbölles

Keine Kultur-Veranstaltungen und keine Schule mehr“, überschrieb der Waterbölles am Freitag, 13. März, die Pressemitteilung der Stadt Remscheid, in der für den folgenden Montag wegen der Verbreitung des Corona-Virus die Schließung alle Schulen und Kindertagesstätten angekündigt wurde und ab Samstag, 14. März, die sämtlicher städtischer Kultureinrichtungen – also VHS Remscheid, Musik- und Kunstschule, Teo Otto Theater, Deutsches Röntgen-Museum und Deutsches Werkzeugmuseum. Untersagt wurden am Freitag auch alle öffentlichen Veranstaltungen jeglicher Art, Kinovorstellungen des CineStar und sämtliche Veranstaltungen von Westdeutschem Tourneetheater, Rotationstheater und Schatzkiste.

Die Botschaft, die dem folgte, war noch deutlicher: „Am besten, liebe Remscheider, Ihr bleibt mal alle Zuhause!“ Daran halte ich mich. Damit fallen Pressekonferenzen in mehr oder weniger kleinen Räumen, in denen sich die Gesprächspartner doch meist recht nahe kommen, komplett flach. Diese Einsicht setze ich auch bei jenen voraus, die etwas mitzuteilen haben. Das muss ja nicht unbedingt mündlich geschehen. Es gibt ja schließlich E-Mails, es gibt das Telefon, man kann Telefonkonferenzen über den Telefonanbieter organisieren, ja man kann sogar per Skype über das Internet von Laptop zu Laptop mit einem Gegenüber konferieren und hat dabei auch noch Blickkontakt (Video). Da bleibt dann keine Botschaft mehr übrig, die nicht übermittelt werden könnte.

Die Hauptsache ist jetzt, die Zahl der Corona-Infektionen niedrig zu halten, sich nicht selbst zu infizieren, aber auch nicht als Viren-Träger andere zu gefährden. Deshalb halte ich mich zurzeit noch häufiger als sonst an meinem Schreibtisch auf. Das hat für meine Leserinnen und Leser den Vorteil, dass wichtige Verlautbarungen, z. B. die Corona-Pressemitteilungen der Stadt Remscheid, ohne große Zeitverzögerung (wegen Abwesenheit) auf waterboelles.de veröffentlich werden können. Dass davon auch die Parteien profitieren, zeigte sich gestern bei der E-Mail der FDP („Freie Demokraten unterstützen Burkhard Mast-Weisz“), die um 13.58 Uhr bei mir einging und schon wenig später in Netz stand.

Waterbölles auf Spitzenplätzen im deutschen Blog-Ranking

Der schnellen Information der Remscheider Bürgerinnen und Bürger – am heutigen Tage gefühlt im Minutentakt – verdankt der Waterbölles auf der Internetseite bloggerei.de unter den dort beobachteten Internet-Bogs in Deutschland zwei Spitzenplätze: Unter den 67 Stadtblogs wird der Waterbölles heute auf Platz 1 geführt, und unter allen von bloggerei.de aufgeführten bundesdeutschen Blogs, 5.474 an der Zahl, steht der Waterbölles gegenwärtig auf Platz 29. Das kann er dem Informationsbedürfnis seiner Leserschaft verdanken, und das ist in diesen Krisenzeiten besonders groß. Während waterboelles.de in normalen Zeiten im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre (seitdem bei Bloggerei angemeldet) 674 Besucher/innen am Tag hat, kletterte die Zahl der Besucher in diesem Krisen-Monat auf 3.093 (1. Mai). Und es sieht danach aus, als ob diese Zahl im Laufe des heutigen Abends noch überschritten würde.

Rögy-Schüler nach Skifreizeit in Quarantäne. Und die Eltern?

Im beschaulichen St. Jakob (ca. 900 Einwohner) im schönen Defereggental in Ost-Tirol ging für Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen des Lenneper Röntgen-Gymnasiums eine Skifreizeit, zu der sie am 6. März aufgebrochen waren, am vergangenen Freitag unerwartet zu Ende – einen Tag früher als vorgesehen. Die Abfahrt aus Tirol hatte den Reiseveranstalter von Samstagmorgen auf Freitagabend vorverlegt, nachdem das Robert-Koch-Institut ganz Tirol zum Corona-Krisengebiet erklärt hatte. In Lennep konnten die Kinder gestern Morgen gegen 6 Uhr von ihren Eltern in Empfang genommen werden. Viele von ihnen sind verunsichert:

Über Corona-Verdachtsfälle in der Region um St. Jakob ist zwar bislang noch nichts bekannt geworden, und die Kinder weisen keinerlei Symptome auf, aber was heißt die Rückkehr aus einem ausgewiesenen Krisengebiet jetzt für die ca. 100 Schüler und deren Angehörige? Vermutlich ist die Lage in dem Tiroler Dörfchen unkritischer als in jedem Supermarkt einer Großstadt in NRW! Allerdings hat das Röntgen-Gymnasium auf seiner Homepage die folgende „Information für die Rückkehrer aus Österreich“ veröffentlicht: „Das Robert-Koch- Institut empfiehlt für betroffene Reiserückkehrer eine häusliche Isolierung für die Dauer von 14 Tagen, um eine Weiterverbreitung des Virus zu vermeiden. Sollten während dieser Zeit verdächtige körperliche Beschwerden auftreten (z.B. Fieber, Halsbeschwerden, Husten) empfehlen wir eine Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt oder zu dem Fachdienst Gesundheitswesen. Eine vorsorgliche Testung (z. B. Schleimhaut-Abstrich) macht keinen Sinn, da erst im Rahmen einer Erkrankung ein Virusnachweis möglich ist. Weitere Informationen sind auf den Internet-Seiten der Stadt Remscheid und des Robert-Koch-Institutes zu finden. https://www.rki.de/DE/Home/homepage_node.html

Für die berufstätigen Väter und Mütter, mit denen die Kinder seit gestern wieder in häuslicher Gemeinschaft leben, bedeutet dies, dass sie ihren Arbeitgebern die Quarantäne ihrer Kinder melden müssen. Nicht ausgeschlossen, dass die Arbeitgeber die Eltern auffordern, sich ebenfalls in Quarantäne zu begeben. Peter Lange, Vater einer Tochter, die zu der Schülergruppe gehörte: „Ich finde es nicht glücklich, dass das Robert-Koch-Institut ganz Tirol zum Risikogebiet erklärt hat, während zum Beispiel NRW kein Risikogebiet ist, ausgenommen der Kreis Heinsberg. Hier wäre schnelle Klärung und Einschätzung durch das Gesundheitsamt der Stadt Remscheid hilfreich. Denn nach aktuellem Stand bedeutet das für berufstätige Väter und Mütter die Verbannung vom Arbeitsplatz!“

In normalen Zeiten hätte der Waterbölles auf eine Antwort der Verwaltung bis Montag warten müssen. Nicht so in „Corona-Zeiten“. Die  Antwort auf die Anfrage bei Viola Juric, Pressesprecherin der Stadt Remscheid, kam gestern um 22.10 Uhr. Sie bestand aus einem Zitat von Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Leiter des Corona-Krisenstabes der Stadt: „Hier handelt es sich um eine vom Bundesgesundheitsministerium empfohlene freiwillige Quarantäne. Die Eltern betrifft dies nicht.“ So sieht eine Entwarnung aus! Die besorgten Eltern dürften erleichtert sein.

Remscheider Krisenstab hat schon viel geregelt

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz

Bislang hat sich bei sieben Remscheider Bürgerinnen bzw. Bürger der Verdacht einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19) bestätigt. Die Betroffenen befinden sich derzeit in Hausquarantäne. "Fast das ganze Rathaus ist mittlerweile zum Krisenstab geworden", beschrieb am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss Sozialdezernent Thomas Neuhaus die Lage. Das Personal im städtischen Gesundheitsamt habe man inzwischen aufstocken können: "Zehn pensionierte Remscheider Ärzte haben sich zur Mitarbeit bereitgefunden!" Das sei ein Verdienst von Amtsleiter Dr. Franz Neveling, der in der Stadt über vorzügliche Kontakte verfüge, lobte Neuhaus.
Den Kontakt zur heimischen Wirtschaft und deren Verbänden hält der Technische Beigeordnete Peter Heinze. "Die Agentur für Arbeit hält für die Unternehmen, die zurzeit keinen klaren Horizont mehr sehen, das notwendige Instrumentarium bereit", berichtete er am Donnerstag. Ein weiteres Treffen dieses Runden Tisches wurde für den 24. März vereinbart.

Bereits mit Kenntnis der ersten bestätigten Verdachtsfälle in Deutschland (Bundesland Bayern, nachfolgend Kreis Heinsberg) wurde das Thema COVID-19 in der Remscheider Stadtverwaltung erörtert. Diese Gespräche mündeten in der Einberufung eines Krisenstabes. Dessen Leitung Thomas Neuhaus, Beigeordneter für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport. Ständige Mitglieder des Krisenstabes sind derzeit Vertreterinnen und Vertreter des FD 3.37 (Feuerschutz und Rettungsdienst), der Koordinierungsgruppe Krisenstab (KGS), des Fachdienstes 2.53 (Gesundheit), des FD 1.28 (Gebäudemanagement), der Polizei und  des Sana-Klinikums sowie die Beigeordneten der Stadt Remscheid, die Leiterin des Geschäftsbereiches des Oberbürgermeisters sowie die Pressesprecherin der Stadt Remscheid. Darüber hinaus werden weitere Vertreterinnen und Vertreter anderer Fachdienste und –einrichtungen im Bedarfsfall zu den Besprechungen des Krisenstabes eingeladen.

Erstmals tagte der Krisenstab am 28. Februar. Festgelegt wurde, dass das Gremium grundsätzlich montags ab 10 Uhr tagt und darüber hinaus anlassbezogen. Der Krisenstab handelt nach einer Dienstanweisung des Fachdienstes 3.37 – Feuerschutz und Rettungsdienst, der der Erlass des Ministeriums für Inneres und Kommunales „Krisenmanagement durch Krisenstäbe im Landes Nordrhein-Westfalen bei Großeinsatzlagen, Krisen und Katastrophen“ zugrunde liegt. Der Krisenstab entscheidet nach aktueller Lage über die einzuleitenden Aufträge, Aufgaben und Maßnahmen und dokumentiert diese.

Nachfolgend einige Beispiele:

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Die Zeitschiene für die Fachhochschule wird länger

Ob die Honsberger Zweistelle der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH ) ein Flopp oder ein Erfolg wird, ist weiterhin ungewiss. Eines ist aber klar: Mit 20 Studierenden – so viele haben sich bislang für Produktionstechnik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre als Startangebot in der ehemaligen Grundschule an der Martinstraße angemeldet – wird die Dependance nicht zu halten sein. Denn das würde eine Millioneninvestition nichtz rechtfertigen. Die Stadt Remscheid unterstützt das Projekt ideell, indem ihre Protagonisten bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Werbetrommel rühren, auch und gerade gegenüber heimischen Unternehmens. Aber auch finanziell hat sie sich ins Zeug gelegt: Zwei Klassenräume sowie Nebenräumen im Erdgeschoss und im rechten Teil des Pavillons wurden für Lehrzwecke hergerichtet. Das kostete die Stadt rund 400.000 Euro. Die Kosten für die weitere Innenraumsanierung des Restgebäude incl. Brandschutz und Fassaden beträgt nach Berechnung des Gebäudemanagements ca. 2,3 Millionen €. Zwecks Fördermittel wandte sich die Stadt an das Wirtschaftsministerium (Wirtschaftsförderung) und das Bauministerium (Städtebauförderung. Das Wirtschaftsministerium hat abgesagt, wie sich in der jüngsten Sitzung des Entwicklungsausschusses herausstellte. Daraufhin hieß es im Ausschuss, notfalls müsse die Stadt die volle Investitionssumme übernehmen. Als würden die Ratsmitglieder den städtischen Schuldenberg nicht kennen, der sich bis zur nächsten Wirtschafts- und Finanzkrise ganz gewiss nicht abbauen lässt. Das lässt für den bevorstehenden Kommunalwahlkampf einiges befürchten…

Zu dieser Sitzung hatte die Verwaltung die Antworten auf die Fragen der CDU (vom 19. Februar) nach dem aktuellen Sachstand beim so genannten „Remscheid-Stipendium“ (Ratsbeschluss vom 26. September 2019)  beantwortet. Zitat: „Dem Präsidenten der Rheinischen Fachhochschule Köln, Herrn Professor Wortmann,  wurden sowohl der Antrag der Fraktionen von SPD und Bündnis 90 Die Grünen sowie den Ratsgruppen von FDP und W.i.R. als auch die  Anfragen der CDU-Fraktion zu einem möglichen Stipendium für Studentinnen und Studenten am Standort Remscheid der RFH Köln mit der Bitte um fachliche Beurteilung der Vorschläge übergeben.“ Noch liege keine Stellungnahme vor.

Derzeit werde sowohl in den Reihen der  Unternehmen der Region als auch an den weiterführenden Schulen intensiv für das neue Studienangebot geworben. Zum Sommersemester 2020 werde ein  weiterer berufsbegleitender Studiengang Produktionstechnik hinzukommen. Keine Erfolgsmeldung aber zu den erhofften Landeszuschüssen: „Die Gespräche mit den verschiedenen Landesministerien werden von der Geschäftsführung der  Bergisches Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft koordiniert. (…) Zur Realisierung weiterer Förderzugänge sind Folgegespräche in Vorbereitung.“ Über deren Ergebnisse werde berichtet. Wann damit zu rechnen ist, steht in der Antwort der Verwaltung nicht. Alles sehr vage!! Nur so viel: „Der Zeitplan bzw. die vertraglichen Vereinbarungen für die baulichen Maßnahmen werden im Einvernehmen mit der RFH entsprechend angepasst.“ Die Zeitschiene für die Fachhochschule wird also länger. Hoffentlich dehnt sie sich nicht so weit, dass sie bricht.

Kein Jagdbeirat und Jagdbehörde nur kommissarisch

In der Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung am 24. März will die SPD-Fraktion das Schreiben der Stadt Remscheid an die Pächter der Remscheider Reviere vom 25. Februar aufgreifen, wonach die Schonzeit für Rehwild gemäß § 24 (2) Landesjagdgesetz NRW vorzeitig zum 1. April beendet wird, um Rehwild zu dezimieren und so den Verbiss an jungen Bäumen einzudämmen. Dazu hat die SPD einer Reihe von Fragen:

  1. Wird ganz Remscheid als ein Hauptschadensgebiet eingestuft?
  2. Die Aufhebung der Schonzeit durch die Untere Jagdbehörde ist zur Umsetzung gemäß Landesjagdgesetz NRW zwingend notwendig. Die Untere Jagdbehörde ist in Remscheid derzeit nur kommissarisch durch einen Vertreter des Ordnungsamtes vorhanden. Durch welche Stellen in der Verwaltung, auf welcher Rechtsgrundlage und durch welche Fachleute wurde diese Aufhebung in Remscheid beschlossen?
  3. Sollte für eine solche Verfügung nicht auch zwingend Rücksprache mit dem Jagdbeirat erfolgen?
  4. Der Jagdbeirat ist in Remscheid momentan faktisch nicht vorhanden. Wer wurde alternativ für Beratungen hinzugezogen?
  5. Wie steht es um das Schalenwildkonzept, Wiederbewaldung und Verbissgutachten von Wald und Holz NRW? Deren Ergebnisse sollten mit Waldbesitzern, Jägern und Regionalforstämtern diskutiert werden und dürften auch die Öffentlichkeit interessieren.
  6. Wieso waren die Inhaber von Begehungsscheinen der Pirschbezirke an der Neyetalsperre durch das Forstamt Remscheid mit dem Schreiben vom 25.02.2020 bereits zwei Wochen früher über die Aufhebung der Schonzeit für Rehwild informiert, als die Pächter der Remscheider Jagdreviere?

Begründung: „Die komplette bisherige Information der Öffentlichkeit sowie die bisherige Berichterstattung waren für die Remscheider Bürgerinnen und Bürger nicht verständlich und nicht dafür geeignet, dass man sich hätte eine Meinung bilden können. Die Remscheider Jägerinnen und Jäger sehen unter anderem Probleme bei einer sicheren Unterscheidung von Schmalrehen, die demnach geschossen werden dürfen, und Ricken, die gerade ein Kitz gesetzt haben. Außerdem ist der April für das Rehwild eindeutig noch als Notzeit mit einem hohen Ruhebedürfnis zu bezeichnen. (Aus diesem Grund beginnt die reguläre Jagdzeit auch erst im Mai.)

Die SPD-Ratsfraktion fühlt sich angesichts einer ungenügenden Transparenz als Grundlage für die Umsetzung der Aufhebung der Schonzeit für Rehwild im April nicht sorgfältig genug beraten. Man frage sich daher, ob die Umsetzung in der derzeitigen Form überhaupt zulässig sein könne.

Von Viren-Test ohne begründeten Verdacht wird abgeraten

Guido Eul-Jordan, Thomas Neuhaus und
Dr. Frank Neveling gestern auf der
Pressekonferenz im Rathaus.

Der Festakt zur Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Oberbürgermeisterin a. D. Beate Wilding und Oberbürgermeister a. D. Fred Schulz wird wie geplant am Samstag, 14. März, um 11 Uhr im Teo Otto Theater beginnen. Als Laudatorin und Laudator werden Ministerpräsidentin a.D. Hannelore Kraft und Andreas Ehlert, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf. Die Frage des Waterbölles nach einer Verschiebung der Feierstunde um ein Dreivierteljahr beantwortete gestern auf einer Pressekonferenz im Rathaus der Beigeordnete Thomas Neuhaus, Leiter des Remscheider „Krisenstabs Corona-Virus“ (Neuhaus und die beiden Beigeordneten Barbara Reul-Nocke und Sven Wiertz, das städtische Gebäudemanagement, die Polizei und die städtische Pressestelle) abschlägig. Wenn, dann sollten größere Veranstaltungen nach Rücksprache mit der Bezirksregierung in Düsseldorf generell abgesagt werden und nicht von Ort zu Ort verschieden.

Falls Sie's noch nicht wissen...

Zu der Pressekonferenz hatte die Stadt eingeladen, um der lokalen Presse Gelegenheit zu geben, Neuhaus gemeinsam mit Einsatzleiter Dr. Frank Neveling und Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan nach dem aktuellen Infektionsgeschehens in Remscheid zu befragen. Ihre Bitte an die Bevölkerung: „Nur keine Panik!“ Alles sei unter Kontrolle. Neveling: „Den vier Corona-Infizierten in Remscheid geht es in ihrer häuslichen Quarantäne gut. Sie zeigen lediglich die Symptome einer leichter Erkältung!“ Dass die Viren-Infektion sofort mit hohem Fieber (39,5 Grad) verbunden sei, bestritt der Leiter des städtischen Gesundheitsamtes. „Es kann auch eine leicht erhöhte Temperatur sein!“

Von einer Testung ohne sichtliche Symptome riet Frank Neveling im Übrigen ab; das könne die acht bis neun Labore in NRW überlasten und zu einem Mangel an Test-Kits führen. Und das Untersuchungsergebnis habe auch „keine therapeutische Relevanz“ und vermittele womöglich nur eine Psycho-Sicherheit, die sich Tage später als falsch herausstellen könne.