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Spritzwasserfreie „Sonnenbank“ wird gerne angenommen

Obwohl ohne Wasser oder gerade weil ohne Wasser – an sonnigen Tagen ist die kleine Mauer rund um den trockenen Brunnen vor dem Allee-Center jedenfalls für viele Passanten eine willkommene, spritzwasserfreie „Sonnenbank“. Wie schrieb WDR-Chefreporter Horst Kläuser am 7. Mai im Waterbölles in einem Leserbrief: „Ich denke, es wäre an der Zeit, kühl den Rest-Metallwert des Monstrums beim Schrotthändler unseres Vertrauens zu realisieren. Unter ästhetischen Gesichtspunkten war der Brunnen eigentlich immer nur furchtbar.“

Verwaltungsgericht untersagt verkaufsoffenen Sonntag

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hat heute den verkaufsoffenen Sonntag am 27. Mai in Remscheids Innenstadt in Zusammenhang mit der Remscheider Motorshow und den Aktionstagen „Mobil in Remscheid“ untersagt. Es hat damit der Klage der Gewerkschaft Verdi Recht gegeben und die vom Stadtrat am 3. Mai beschlossene „Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen am 27.05.2018 im Stadtbezirk Alt-Remscheid“ als unzulässig erklärt. Die Verkaufsstellen innerhalb des Stadtbezirks Alt-Remscheid im Bereich der Alleestraße ab Einmündung Hochstraße/Daniel-Schürmann-Straße bis einschließlich Markt dürfen am 27. Mai also nicht öffnen. Sie hatten einen Verkauf von 13 bis 18 Uhr geplant. Gegen den heutigen Beschluss des Verwaltungsgerichtes Düsseldorf wird die Stadt Remscheid Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Münster einlegen.

Die „Verordnung über das Offenhalten von Verkaufsstellen am 27.05.2018 im Stadtbezirk Alt-Remscheid“ wurde in den politischen Gremien ab dem 17. April beraten und abschließend vom Stadtrat am 3. Mai beschlossen. Sie basiert auf einer Gesetzesänderung vom 22. März – in Kraft getreten am 30. März. Nach der sogenannten Vermutungsregelung des neuen Ladenöffnungsgesetzes NRW (LÖG NRW) wird ein Zusammenhang mit der örtlichen Veranstaltung vermutet, wenn die Ladenöffnung in räumlicher und zeitlicher Nähe stattfindet.

Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung lagen der Stadtverwaltung leider noch nicht die Anwendungshinweise des zuständigen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MWEBWV NRW) für die Kommunen bei der Auslegung des neuen Gesetzes vor. Die Stadtverwaltung hatte ebenso keine Kenntnis über die Beschlüsse des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Münster über die Klagen gegen die verkaufsoffenen Sonntage in Hagen und Kreuztal.

Das Verwaltungsgericht hat in seiner Beschlussbegründung grundsätzlich gesagt, dass eine Motorshow auch in Verbindung mit der Veranstaltung „Umweltfreundliche und innovative Mobilitätsangebote“ des städtischen Fachdienstes Umwelt einen vom Ladenöffnungsgesetz legalisierten Anlass darstellt. Vom Verwaltungsgericht wird allerdings bemängelt, dass nicht ersichtlich ist, dass die geplante Veranstaltung mehr beziehungsweise um wieviel mehr Gäste anlockt als die von der sonntäglichen Ladenöffnung erfassten Geschäfte. Hierbei nimmt das Gericht Bezug auf die Webseite des Allee-Centers Remscheid und den dort genannten Besucherfrequenzen.

„Es bleibt selbstverständlich auch weiter unser Ziel, den örtlichen Einzelhandel  durch verkaufsoffene Sonntage in unseren Stadtbezirken zu stärken. Und natürlich haben wir bei unseren Planungen zu verkaufsoffenen Sonntagen auch die Rechte der vielen Einzelhändler und deren Mitarbeiterschaft im Blick. Nicht umsonst bleiben wir mit insgesamt zehn verkaufsoffenen Sonntagen in 2018 weit unter den gesetzlich erlaubten sechszehn Sonntagsöffnungen“, so Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke zum Beschluss aus Düsseldorf. Und weiter: „Allen Beteiligten in dieser Frage gerecht zu werden, gelingt uns nur gemeinsam. Ich wünsche mir, dass wir zur bewährten Praxis zurückkehren und wieder in gemeinsamen Konsensrunden über Sonntagsöffnungen entscheiden“.

Zum Einkaufen nach Lennep jetzt mit dem Bollerwagen?

Bald geht es los mit dem Abriss der über einhundert Jahre alten Brücke Diepmannsbacher Straße. Das marode Bauwerk wird durch eine neue Brücke ersetzt. Für einen zügigen Start der Arbeiten hat die Düsseldorfer Bezirksregierung grünes Licht gegeben. Die sichtbaren Vorarbeiten sind bereits gestartet. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben inzwischen an den Böschungen zur Gleisstrecke Bäume entfernt und das Baufeld für schweres Arbeitsgerät freigelegt. „Bei einem Baustart im April kann die neue Brücke Diepmannsbacher Straße im ersten Halbjahr 2019 in Betrieb gehen. Über mögliche Verkehrsänderungen während der Bauarbeiten wird zeitnah informiert“, hieß es in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid Anfang des Jahres. Die nächste Pressemitteilung folgte Stadt Remscheid am 7. Mai, da war die Brücke für Fußgänger und Autofahrer noch passierbar. Angekündigt wurde der Beginn der Abrissarbeiten nun für Donnerstag, 17. Mai. Von einer späteren Fertigstellung war allerdings nicht die Rede, im Gegenteil: „Mit dem Baustart Mitte des Monats kann die neue Brücke Diepmannsbacher Straße voraussichtlich im April 2019 in Betrieb gehen. Abriss und Neubau machen allerdings eine Vollsperrung des Brückenbereichs notwendig. Eine Umleitungsregelung über die Schlachthofstraße und den Westring wird vor Ort ausgeschildert.“

Den Zuschlag zum Abriss der Brücke bekam das Remscheider Bauunternehmen Dohrmann. Am vergangenen Donnerstag war aber noch kein Arbeiter vor Ort, einmal davon abgesehen, dass Bürgersteig und Fahrbahn mit Pollern und Schranken vollständig gesperrt wurden. Ein großer Kran für den Abbau der Stahlkonstruktion soll erst in vier Wochen kommen. Bis dahin dürften die Versorgungsleitungen freigelegt sein. Veranschlagt sind für Abriss der alten Brücke und den 13 Meter langen Neubau. 2,5 Millionen Euro. 65 Prozent davon erwartet die Stadt Remscheid als Zuschuss.

Während der Zugverkehr zwischen Lennep und Wuppertal durch Nachtarbeit nach Möglichkeit ohne Einschränkungen fließen soll, haben Anwohner im hinteren Teil der Diepmannsbacher Straße, die keinen eigenen Wagen besitzen, während der  Bauphase ein dickes Problem: Wie sollen sie die Einkäufe fürs tägliche Leben zu ihrer Wohnung bringen, noch dazu im Winter? Zu Fuß oder mit dem „Bollerwagen“, einer Holzkarre; über die Schlachthofstraße und den Westring? Denn eine Behelfsbrücke, wie sie beim Bau der Brücke auf der Lenneper Straße in Absprache mit der Bahn AG gebaut wurde, ist diesmal nicht vorgesehen. Das teilte die Stadt den betroffenen Anwohnern mit Hinweis auf technische Schwierigkeiten schriftlich mit. Die nennen das einen Schildbürgerstreich.

Tausende beim Trödel und kein Parkplatz mehr

Pfingsten in Remscheid, das heißt auch immer „Trödelmarkt auf der Hindenburgstraße“. Und der begann heute bei strahlend blauem Himmel; die ersten Wölkchen kamen erst gegen Mittag. Es dürften Tausende gewesen sein, die zwischen Alleestraße in Wilhelmstraße auf Remscheids zweitgrößter Einkaufs- und Essmeile flanierten, bei vielen Einheimischen längst angesagter als die Alleestraße. Ob alle auch ein Schnäppchen beim Trödler im Sinn hatten, sei dahingestellt. Erkennbaren Stau im Fußgängerstrom gab es meist vor den zahlreichen Ständen, die Essen und Trinken in vielerlei Variationen anboten (diesmal dabei: zwei „Cocktail-Bars“). Kleiner Tipp für Remscheider, die mit dem Gedanken spielen, sich heute oder morgen selbst ein Bild vom Trödlermarkt auf der Hindenburgstraße zu machen: Lassen Sie Ihren Wagen am bestens zu Hause und nehmen Sie einen Bus der Stadtwerke. Oder steuern Sie gleich ein Parkhaus an. Denn in der Nähe des Geschehens werden Sie kaum mehr einen freien Parkplatz finden.

 

Für ein friedliches und demokratisches Miteinander

Den ersten Iftar-Empfang in der Geschichte der Stadt gab es im Großen Sitzungssaal des Rathauses im Juli 2014. Den fünften gestern Abend. Denn in diesem Jahr dauert der Fastenmonat Ramadan für die muslimischen Mitbürger/innen vom 16. Mai bis zum 14. Juni. Und dazu gehört auch wieder das Fest des Fastenbrechens („Iftar“). Das Fest nach Sonnenuntergang ist für viele islamische Familien einer der Höhepunkte des Jahres. Die gegenseitigen Einladungen dazu sind in Remscheid mittlerweile gut gepflegte Gewohnheit. Und auch in diesem Jahr folgten viele muslimische Mitbürger der Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu einem interkulturellen Iftar-Essen im Rathaus. Sämtliche Moscheevereine waren vertreten, der Rat der Stadt Remscheid durch Sven Wolf, Stefanie Bluth, Christine Krupp, Jutta Velte und Bernd Quinting sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates. Von Seiten der Stadtverwaltung nahmen die Beigeordneten Sven Wiertz, Thomas Neuhaus und Peter Heinze sowie Sevinc Brilling, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, an dem gemeinschaftlichen Fastenbrechen teil. Es stand in diesem Jahr im Zeichen einer Deklaration, die in der Vorwoche im Rathaus auf Initiative des stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Cengiz Özdemir von Mast-Weisz zusammen mit der Vorsitzenden des Integrationsrates, der Leiterin des Kl und den Repräsentanten der Moscheevereine vorbereitet worden war. Die Erklärung zu einem friedlichen und demokratischen Miteinander trägt nicht nur deren Unterschriften, sondern wurde gestern Abend – sehr zur Freude des Oberbürgermeisters – auch von den übrigen Gästen des Iftar-Essens unterzeichnet (Der Wortlauft der Deklaration – siehe nebenstehende Kästen)

Deklaration vom 18. Mai 2018

Hiermit erklären wir Vertreter der Remscheider Moscheegemeinden und Vereine zusammen mit den Gästen des gemeinsamen Fastenbrechens am 18.Mai 2018 im Remscheider Rathaus, dass

  • wir für Toleranz und den uneingeschränkten Schutz unseres Grundgesetzes und der darin verfassten Religionsfreiheit und Menschenrechte eintreten.
  • wir uns zusammen mit Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Migrantenselbstorganisationen und Einzelpersonen in Remscheid solidarisch und couragiert gegen fremdenfeindliche, frauenfeindliche, homophobe, islamfeindliche und antisemitische Haltungen einsetzen.
  • wir für ein friedliches und demokratisches Miteinander stehen, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.
  • wir Vielfalt mit Respekt, Akzeptanz und Anerkennung begegnen, ohne anderen die eigenen Ansichten aufzuzwingen.
  • uns die Sicherstellung von Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle Remscheiderinnen und Remscheider wichtig ist.
  • Remscheid tolerant ist- aber keine Ausschreitungen oder Übergriffe toleriert.
  • wir jede Form von Extremismus ablehnen und dazu aufrufen, sich von Provokationen zu distanzieren.
  • wir uns bei der Remscheider Polizei und den Sicherheitskräften ausdrücklich für ihre Kooperations- und Einsatzbereitschaft bedanken. In anderen Städten hat es Übergriffe auf Moscheegemeinden und Einrichtungen gegeben. Dies hat auch hier zu Sorgen und Befürchtungen geführt. Dank des guten Verhältnisses hier ist es aber in Remscheid im Gegensatz zu anderen Städten in den letzten Monaten zu keinerlei derartigen Vorkommnissen gekommen.

„Ich freue mich darüber, dass das Fest des Fastenbrechens in unserer Stadt immer mehr zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens wird, das nicht nur von muslimischen Bürgern wahrgenommen wird. Ich weiß und ich finde es gut, dass es in vielen Familien, Nachbarschaften, in Institutionen und Vereinen gemeinsame Iftar-Essen gibt, zu denen auch Nicht-Muslime eingeladen werden, und in dem sich gemeinsame Lebensfreude ausdrückt“, begrüßte der Oberbürgermeister die Gäste. „Ich bin Herrn Özdemir sehr dankbar für seine Initiative. Es ging ihm darum, dass sich alle teilnehmenden Moscheegemeinden und muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen für den gegenseitigen Respekt der unterschiedlichen Religionen und gegen jede Form von Hetze und Intoleranz aussprechen. Es ging ihm darum, Polizei und anderen Ordnungskräften dafür zu danken, dass es im Gegensatz zu anderen Städten in unserer Stadt auch in den vergangenen Wochen zu keinerlei Provokationen und Ausschreitungen gekommen ist.“

Leider gebe es  politische Kräfte, die dieses Miteinander immer wieder in Frage stellen, Besuche bei Moscheegemeinden skandalisieren und versuchen, daraus politischen Erfolg zu erzielen, fuhr Burkhard Mast-Weisz fort. „Denen sage ich auch hier, dass ich dies in aller Deutlichkeit zurückweise. Ich lasse das gute Miteinander nicht durch solche Aussagen in Frage stellen!“

Der Oberbürgermeister verlas die Deklaration

Um die Transparenz der Moschee-Gemeinden deutlich zu machen, biete sich der Tag der Offenen Moschee am 3. Oktober jeden Jahres an, betonte der OB. „Schon im vergangenen Jahr haben sich die Gemeinden darauf verständigt, dazu reihum in jeweils eine Gemeinde einzuladen. 2017 stellte uns die DITIB-Gemeinde ihre nach wie vor im Bau befindliche Moschee vor. Gerade bei diesem Projekt, das immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen um seine Fertigstellung bietet, war es wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie es um den Baufortschritt steht. Auch in diesem Jahr wollen die Gemeinden wieder zu einem gemeinsamen Tag einladen. In diesem Jahr wird die ATIB-Gemeinde an die Industriestraße eingeladen. An diesem Tag werden wir die Möglichkeit haben, in den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern möglichst aller Gemeinden zu treten. Ich begrüße dieses Herangehen sehr. Es zeigt, dass die Gemeinden bereits sind, sich zu öffnen, den Austausch mit Nicht-Muslimen zu suchen. Es liegt jetzt an den Remscheiderinnen und Remscheidern, auch und gerade aus der Politik, diese Einladung anzunehmen.“

Auch Passanten vergaben Rote Karten

Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie hisste die Stadt Remscheid gestern vor dem Remscheider Rathaus zwei Regenbogenfahnen. Sie sind Spende des Landtagsabgeordneten Sven Wolf und des Stadtdirektors Sven Wiertz. Die Regenbogenfahne gilt als weltweit etabliertes Symbol für lesbischen und schwulen Stolz und die Vielfalt dieser Lebensweisen. Am Aktionstag machte die Fahne auf die Gleichheit von Homosexuellen und Trans- und Bisexuellen aufmerksam.

Das Video der Kraftstation

Mit einem Stand war die Remscheider „Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid“ (AGOT) auf der Alleestraße am Brunnen vor dem Allee-Center vertreten und setzte mit der Aktion „#RoteKarte“ und weiteren kreativen Aktionen ein sichtbares Signal für Vielfalt und gegen Ausgrenzung. „Die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet unter anderem engagierte und wertvolle Beiträge zur Befähigung junger Menschen zu Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensentwürfen und sexuellen Identitäten“, so Ralf Noll Zibigniew Pluszynski, Richard Ulrich und Wolfgang Zöller von der AGOT.

Seit 2005 erinnert der internationale Tag gegen Homophobie wird jährlich seit 2005 begangenen und erinnert am 17. Mai daran, dass auch heute noch Menschen strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie anders lieben als die Mehrheit der Gesellschaft. Der Internationale Tags gegen Homophobie und Transphobie erinnert zugleich an das Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten strich. Auch in Deutschland wurden Homosexuelle bis in die 1960er Jahr von Staatsanwaltschaften und Gerichten verfolgt und verurteilt. Seit dem 1. September 1969 war Homosexualität nur noch eingeschränkt strafbar und wurde im Zuge der Deutschen Einheit 1994 endgültig aus dem deutschen Strafrecht gestrichen.

Thomas Neuhaus strampelt vor Dienstantritt

Fahrradfahren ist gesund, aktiviert das Herz-Kreislauf-Systems, verbessert die Durchblutung und stärkt die Lungenfunktion und das das Immunsystem. Muskelpartien werden trainiert und die Gelenke dabei geschont. Fahrradfahren hebt die Stimmung an und baut Stress ab. Nicht zuletzt verbraucht das Strampeln auch bei elektrischer Unterstützung Kalorien, was gerade bei Menschen, die tagsüber viel an einem Schreibtisch sitzen, ganz hilfreich sein kann...

Das weiß auch der Personalrat der Remscheider Stadtverwaltung und ist deshalb mit dem Verwaltungsvorstand übereingekommen, die Beschäftigten beim Kauf eines privaten Pedelecs durch einen unverzinslichen Vorschuss zu unterstützen. Als einer der ersten machte von dieser gesundheitsfördernde Maßnahmen Sozial- und Sportdezernent Thomas Neuhaus Gebrauch, und so fährt er denn seit einigen Wochen, wenn das Wetter nicht gar zu „uselig“ ist, mit dem neuen Pedelec von seinem Haus an der Emilienstraße zum Rathaus, auf dem Kindersitz hinter ihm zumeist sein kleiner Sohn Oskar, den er auf diesem Weg noch schnell bei der Kita vorbeibringt. Und wie flott das mit dem E-Bike geht, zeigte Neuhaus gestern Nachmittag dem Waterbölles im Anschluss an ein Video-Interview.

Betrieb wegen Legionellen vorerst eingestellt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Gestern Nachmittag hat ein Betrieb in Remscheid-Lennep dem städtischen Fachdienst Umwelt gemeldet, dass bei einer routinemäßigen Kontrollmessung an Kühlanlagen erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden waren. Die Messwerte lagen dabei mit bis zu 180.000 KBE (koloniebildende Einheiten) pro 100 ml deutlich über dem Schwellenwert von 100 KBE. Bei einem Ortstermin heute Vormittag haben die städtischen Fachdienste Umwelt und Gesundheitswesen gemeinsam mit dem Betrieb entschieden, die betroffenen Anlagen vorsorglich stillzulegen. Eine Wiederinbetriebnahme erfolgt, sobald die Kontrollmessung den Prüfwert unterschreitet.

Um den Gesundheitsbehörden im Falle einer Häufung der Erkrankungen die Quellensuche zu erleichtern, hat der Gesetzgeber eine Melde- und Untersuchungspflicht für Trinkwasser und Bäder, aber auch Kühlanlagen eingeführt, die ein legionellenhaltiges Aerosol freisetzen können. Ab einem definierten Maßnahmenwert ist eine Information der Öffentlichkeit vorgeschrieben. Daneben müssen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr erfolgen. Die zuständige Behörde ist hierbei die untere Umweltbehörde. Die Information der Öffentlichkeit hat den Zweck, Ärztinnen und Ärzte sowie Menschen mit schweren Grunderkrankungen darauf aufmerksam zu machen, dass bei Auftreten einer Lungenentzündung möglicherweise eine Legionelleninfektion hierfür ursächlich ist und eine gezielte Therapie ohne Zeitverzögerung eingeleitet werden kann. Antibiotikaresistenz kommt bei Legionellen bis dato nicht vor, so dass hier bei rechtzeitiger Diagnose die Erkrankung gut behandelbar ist.

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Kita-Projekt für den Erhalt heimischer Wildbienen

Zu den Kindertagesstätten, die sich in Remscheid dem Projekt „Remscheid brummt“ angeschlossen haben, gehört auch die städtische Kita an der Lüttringhauser Straße in Lennep. Stadtverwaltung, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Kindern geht es dabei am Erhalt und Fortbestand unserer heimischen Bienen. Und gestern konnte Ulf Venn, der Leiter der Lenneper Kita, quasi zur Initialzündung des Projektes (an einer zaghaft sprießenden neuen Wildblumenwiese) u. a. Sozialdezernent Thomas Neuhaus, die Projektkoordinatorin Britta Hartz- Sieckendieck, Leiterin der Kita an der Remscheider Straße in Lüttringhausen, und Reiner Malcher von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) begrüßen. Zusammen mit dem Biologen Jörg Liesendahl von der Naturschule Grund erzählten sie den Jungen und Mädchen, natürlich kindgerecht, was in den Remscheider Kitas - und gerne auch anderswo - für den Erhalt der heimischen Wildbienen getan werden kann (und sollte).

Remscheider Kulturpolitik auf offener Bühne

WTT: „Kunst kommt von Kürzen“ hat am 2. Juni Premiere“, kündigte der Waterbölles am 26. Mai 2012 die Hinterbühnensatire „Kunst kommt von Kürzen“, ein selbstgeschriebenes Stück, mit dem sich das Ensemble des Westdeutschen Tourneetheaters (WTT) damals an der aktuellen Spardebatte in Remscheid beteiligte. Inhalt: „Eine kleine Bühne in der Provinz. Was tun in Zeiten klammer Kassen? Ein Förderprogramm aus Brüssel kommt da wie gerufen. Ein neues Theaterformat soll geschaffen werden, das jeden Geschmack bedient und als gewinnbringende Franchise-Idee europaweit etabliert werden soll. Ermutigt machen sich die Schauspieler daran, alle Zutaten zusammenzutragen.“ Heraus kam ein „Kunstsalat“, der verdeutlichen sollte, wohin es mit der deutschen Theaterlandschaft gehen kann, wenn Kultursubventionen ausbleiben.

Dem WTT fiel 2012 der Verzicht auf 30.000 Euro jährliche Förderung durch die Stadt Remscheid schwer, Doch inzwischen hat man sich arrangiert. Wie WTT-Intendantin Claudia Sowa den Mitgliedern des städtischen Kulturausschusses gestern zu Beginn ihrer Sitzung auf offener WTT-Bühne berichtete, sei zwar die Zahl der Schulausführungen von 60 auf 20 im Jahr zurückgegangen, und die geringere städtische Förderung habe durch Eintrittskarten nicht ausgeglichen werden können (bis dahin waren die Schulaufführungen kostenlos). Denn: „Nicht alle Schülerinnen und Schüler können sich fünf Euro für einen Theaterbesuch leisten!“ Aber Sowa gab sich gelassen: Die weitere Selbstausbeutung der Theatermitarbeiter vorausgesetzt, komme das WTT finanziell noch klar, dank treuer Theaterbesucher, die sie inzwischen „fast alle persönlich kennt“. Neue Theaterfreunde hinzuzugewinnen, sei allerdings schwierig.  „Zum Glück haben wir tragfähige Kooperationen wie etwa die mit der Musik- und Kunstschule. Aus der gemeinsamen jährlichen Theaterwerkstatt für junge Leute rekrutieren sich immer mal wieder neue, ‘freiwillige‘ Theaterbesuche!“ Und das WTT ist auf der Suche nach weiteren Partnern für neue Theaterprojekte.

Stadtkämmerer und Kulturdezernent Sven Wiertz erinnerte an den Sparzwang der Stadt, der mit gegenwärtigen Krediten über 580 Millionen Euro weiter andauere, wenngleich die Stadt in den vergangenen zwei Jahren geringe Überschüsse in ihrem Etat gehabt habe. Wiertz: „Die strukturellen Probleme bleiben, und niemand weiß, wie lange die Hochkonjunktur bei gleichzeitiger Niedrigzinsphase noch anhalten wird!“