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In den Ferien lernbegierig, interessiert und fröhlich

Lernbegierig, interessiert und fröhlich nehmen seit Montag bis zum 26. August täglich von 9 bis 16 Uhr Pavillon des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums 45 neu zugewanderte Jugendliche am „FerienIntensivKurs – Fit in Deutsch“ teil, wie der Waterbölles gestern vor Ort erlebte. In der dritten Auflage ist er  durch enge Zusammenarbeit zwischen dem Kommunalen Integrationszentrum, vertreten durch Christoph Sykulski,  der EMA und dem Trägerverein Die Verlässliche e.V. zustande gekommen, zu 80 Prozent gefördert vom des Ministeriums für Schule und Bildung. Jeweils 1.000 Euro steuerten die Stadtsparkasse Remscheid und die Verlässliche bei, wie deren Geschäftsführer Matthias Spahn heute auf einer Pressekonferenz in der Schule berichtete. Gut investiertes Geld, schließlich gehe es dabei um Zukunft von zugewanderten Jungen und Mädchen, betonte Schuldezernent Thomas Neuhaus. Denn die hänge entscheidend von ihren die Deutschkenntnisse ab.

Der Sommerferienkurs bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Deutschkenntnisse auch in den Ferien weiter zu vertiefen und sie zudem im Alltag anzuwenden. Denn zu diesem Ferienkurs gehören auch Exkursionen, zum Beispiel in den Wuppertaler Zoo. Für viele eine Premiere, wie Lehrerin Anne Wessels dem Waterbölles im Video erzählte. Neben ihr kümmern sich in den beiden Lerngruppen noch ihre EMA-Kolleg/innen Franziska Franciosi, Katja Krempel undf Patrick Gräber um die Schüler/innen, die meisten aus Syrien. Vier kommen im Video ebenfalls zu Wort.

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In den letzten Jahren hatte die Stadt Remscheid mit jährlich bis zu - 0,9 % der Bevölkerung die höchsten Einwohnerverluste der kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen. Sie waren jeweils zur Hälfte auf Sterbeüberschüsse und Wanderungsverluste zurückzuführen. Nach hohen Wanderungsverlusten zwischen 2002 und 2010 ist der Umfang und der Anteil der Wanderungsverluste in den letzten Jahren zurückgegangen.

Mit dem Rückgang der Einwohnerzahl verschob sich gleichzeitig die Bevölkerungsstruktur mit einem deutlichen Rückgang der Zahl der Kin der und Jugendlichen und Zunahmen der Gruppe der über 65-jährigen.

Gleichzeitig fördert dieser Rückgang der Gesamtbevölkerung die soziale Segregation in Remscheid. Benachteiligt sind vor allem die innenstadtnahen Stadtteile aber auch angrenzende Quartiere. Frühere Wanderungsmotivuntersuchungen zeigten eine Dominanz persönlicher und wohnungs-/ wohnumfeldbedingter Motive.

Bis zum Jahr 2029 werden für Remscheid weitere Einwohnerverluste in Höhe von etwa 17.000 Personen auf dann rd. 94.000 Einwohner erwartet, sofern nicht stadtentwicklungspolitische Ansätze eine positive Wirkung entfalten können. Auf die Altersgruppen bezogen sind Zuwächse vor allem bei den Hochaltrigen > 75 Jahre mit einer Steigerung um über 30 %, in geringem Maße auch bei den 65 – unter 80-jährigen zu erwarten. Alle anderen Altersklassen werden deutlich schrumpfen. Besonders ausgeprägt ist die Veränderung der Altersklassen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 25 Lebensjahren, die um über 30 % zurückgehen. Dadurch wird das Erwerbspersonenpotenzial der Stadt mittelfristig abnehmen.

Die durch Bildungswanderung verursachten Wanderungsverluste in den Gruppen der Jugendlichen und der jungen Erwachsenen tragen mittel- bis langfristig zu weiter sinkenden Geburtenzahlen bei. Der Anteil der Remscheider Bevölkerung mit Migrationshintergrund (Ausländer/-innen, Deutsche mit weiterer Nationalität, eingebürgerte ehemalige Ausländer/-innen, Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit und mindestens einem ausländischen Elternteil) liegt bei 29,5 %. Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist im statistischen Mittel jünger. In einzelnen Stadtteilen liegt der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei über 50 %. Die Zahl der privaten Haushalte wird bis 2029 um etwa 12 % abnehmen. Gegenüber rd. 55.300 Haushalten in 2012 wird ihre Zahl im Jahr 2029 bei rd. 48.500 liegen. Von dieser Abnahme sind besonders die Anteile der Familien mit 4 und mehr Personen und der 3-Personen-Haushalte betroffen.

(Aus der Beschlussvorlage 15/1294 („Entwicklungskonzept zur Revitalisierung der Innenstadt Remscheid“) vom 21.5.2015, beschlossen vom Rat am 18. Juni 2015.)

Offenes Gespräch auch zu kritischen Themen

Video von der gestrigen Pressekonferenz im Rathaus. Das Gespräch mit Bürgermeister Yasar Bahceci, sei offen gewesen, berichteten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Hartmut Demski, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Remscheid-Kirsehir.

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Hartmut Demski, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Remscheid-Kirsehir, berichteten gestern Nachmittag auf einer Pressekonferenz im Rathaus über ihren zweitätigen Arbeitsbesuch in der türkischen Partnerstadt Kirsehir. Dabei stand ein mehr als zweistündiges Gespräch mit Yasar Bahceci, dem Bürgermeister von Kirsehir, im Mittelpunkt, in dem man sich einig gewesen sei, die Partnerschaft fortzusetzen. Die war 2015 begründet worden vor dem Hintergrund, dass 5.600 Bewohner Remscheids einen türkischen Pass haben und viele davon aus der Gegend von Kirsehir stammen. Immerhin 36,2 Prozent aller Einwohner der Stadt haben einen Migrationshintergrund.

„Dringende Bitte um Unterstützung für Adil Demirci“, überschrieb waterboelles.de, das kommunalpolitische Internetforum für Remscheid, am16. Juli eine Pressemitteilung der AG Jugendsozialarbeit (JSA) zur Verhaftung ihres Kollegen Adil Demirci in der Türkei. Zitat: „Die Angehörigen von Adil Demirci und auch wir befürchten nach den Erfahrungen, die Deniz Yücel, Meşale Tolu und weitere regimekritische Journalisten machen mussten, dass Adil Demirci monatelang in Haft bleiben muss.“ Bei ihrem Besuch in der türkischen Partnerstadt Kirsehir in der vergangenen Woche sprachen Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Hartmut Demski, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Remscheid-Kirsehir, gegenüber Yasar Bahceci, dem Bürgermeister von Kirsehir, das Thema an.

Von der Entwicklung Kirsehirs zeigten sich die Gäste aus Remscheid beeindruckt. Das Oberzentrum mit großem ländlichen Umland wuchs seit 2008 um 26.000 Einwohner, darunter viele Flüchtlinge. Nicht eingeschlossen sind darin die 27.000 Studierenden in der neuen Universität am Stadtrand. Mast-Weisz: „Der Bauboom ist unübersehbar. Toll das neue Kulturzentrum mit Theater- und Konferenzsälen nebst Gastronomie auf 20.000 Quadratmetern!“

Bislang zweimal organisierte der Partnerschaftsverein Remscheid-Kirsehir Schülerfahrten in die türkische Partnerstadt Kirsehir. Es waren zumeist Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, die an diesen Fahrten teilnahmen. Für die dritte Reise, die 2019 ansteht, ist das Interesse deutlich geringer. Dies ist sicherlich auf die politischen Entwicklungen zurückzuführen, die gerade viele junge Deutsche kritisch sehen. Doch Hartmut Demski, der Vorsitzende Partnerschaftsverein Remscheid-Kirsehir, ist „wild entschlossen“, nicht nur diese Fahrt zu realisieren sondern auch eine zehntägige touristische Reise von ca. zwölf Erwachsenen in die anatolische Partnerstadt.

Das Gespräch mit Bürgermeister Yasar Bahceci, den er zuletzt im März in Dortmund getroffen hatte, sei offen gewesen, berichtete der OB. Auch kritische Punkte wie etwa die Verhaftung des Remscheider Sozialarbeiters Adil Demirci (Video links) habe man angesprochen.

Im September wird eine türkische Delegation zum Tag der Vereine erwartet. Bahceci habe den Wunsch, geäußert, dann mit Vertretern der türkischen Migrantenvereine zusammenzutreffen. Hartmut Demski berichtete, er strebe für 2019 die dritte Reise einer Schülergruppe nach Kirsehir an (Video rechts unten).

Eintrittskartenregelung zu Lasten der Winzer

Wer in diesem Jahr beim Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft auf den Alter Markt in der Lenneper Altstadt Wein, Sekt, Liköre und Schnäpse probieren wollte, benötigte am Freitag und am gestrigen Samstag eine Eintrittskarte zum Preis von drei Euro. Das garantierte dem Veranstalter die Einnahmen, die er braucht, um nach dem Rosenmontagszug die Straßenreinigung von 4.500 Euro bezahlen zu können. Für beide Tage standen jeweils 2.800 Eintrittskarten bereit – und wurden rege nachgefragt. Selbst noch am Freitag und Samstag an den Kontrollposten, wo die Besitzer von Eintrittskarten diese gegen Armbändchen austauschen mussten, um eingelassen zu werden.

Nachtrag von heute, 18.45 Uhr
Und wie sah es heute, ohne Eintrittskartenzwang, auf dem Sommer- und Winzerfest der Lenneper Karnevalsgesellschaft (LKG) aus? Ebenso unaufgeregt wie an den beiden Vortagen. Auf die Kritik einiger Winzer reagierte im Waterbölles-Video der LKG-Vorsitzende Gunther Brockmann – völlig unaufgeregt.

Die Zahl von 2.800 Karten hatte die Karnevalsgesellschaft mit den Ordnungsbehörden vereinbart. Auch durften die Winzer mit Rücksicht auf Flucht- und Rettungswege weniger schattenspendende Sonnenschirme aufstellen als früher. Das dürfte sich auf ihren Umsatz negativ ausgewirkt haben, gerade in den Stunden bis zum Sonnenuntergang. Vor allem aber der Umstand, dass der Kartenverkauf die rege Fluktuation früherer Winzerfeste in Lennep unmöglich machte. Keine Spur mehr von Gedränge! Es ging auf dem Alter Markt eher beschaulich zu, als der Waterbölles dort gestern gegen 18.30 Uhr  Winzer nach ihren frischen Erfahrungen  mit der neuen Eintrittsregelung befragte. Die Antworten fielen durchweg kritisch aus (siehe Waterbölles-Video).

Bewässerungsaktion von Jugendfeuerwehr und THW

Gestern starteten das Technische Hilfswerk (THW) Remscheid und die Jugendfeuerwehr der Stadt Remscheid eine gemeinsame Hilfsaktion. Sie gilt der durstenden Natur. Bewässert wird auch noch heute und morgen die Grünanlage am den Quimperplatz, der kleinen Hardtpark in Lennep und das Umfeld des Rathauses Lüttringhausen nebst den Bäumen an der oberen Gertenbachstraße. „Mit der dreimaligen Wassergabe an drei aufeinanderfolgenden Tagen wird den Bäumen und Grünanlagen gezielt bei der problematischen Wetterlage geholfen“, hatte die Stadt Remscheid am Donnerstag in einer Pressemitteilung angekündigt. Die Rosenbeete im Kleinen Hardtpark bekamen allerdings kein Wasser ab. „Das gehört nicht zu unserem Auftrag. Wir sollen uns nur um die Bäume kümmern“, sagte ein Feuerwehrmann dem Waterbölles auf dessen Nachfrage. Im Video: Kevin Laubach von der Jugendfeuerwehr Lennep und Daniel Kwiaton von der Feuerwehr Lüttringhausen.

„Hat Herr Nettekoven die letzten Monate verpennt?“

Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD) im Waterbölles-Interview.

SPD will Meinung zum Friedrich-Ebert-Platz wissen“, überschrieb der Waterbölles am 31. Juli eine Pressemitteilung der SPD-Ratsfraktion mit der Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger: „Wir wollen gemeinsam mit Ihnen am Freitag, 3. August. von 16 bis 19 Uhr vor dem Ämterhaus diskutieren und Interessierten die Gelegenheit geben, sich wichtige Informationen vor Ort einzuholen und weitere Ideen einzubringen.“

Nachdem gestern um 16 Uhr ein kleines Zelt aufgebaut war, um für Schatten zu sorgen - da hatte das Ämterhaus gerade fürs Wochenende geschlossen - fanden sich dort neben drei Medienvertretern gerade mal zwei Bürger und eine Bürgerin ein, um mit den erschienenen SPD-Kommunalpolitikern die Frage zu diskutieren, ob nicht zu viel Geld für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes vorgesehen sei und zu wenig für die Alleestraße, seit Jahren das Sorgenkind von Einzelhandel, Rat und Verwaltung.

„Die Belebung unserer Innenstadt und die Neugestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes gehören untrennbar zusammen“, hatte schon in der Einladung der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD York Edelhoff deutlich gemacht. Gegenüber dem Waterbölles verwies am Freitag Bezirksbürgermeister Otto Mähler auf eine für den Herbst geplante Bürgeranhörung und lud die Bürger dazu ein, „zu sagen, wo sie der Schuh drückt!“ Diejenigen, die dazu neigten, gerne alles zu kritisieren, sehe er bei solchen Veranstaltungen zumeist nicht.

Energisch lehnte der Bezirksbürgermeister den Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven ab, nach Architektenwettbewerb und Planungsauftrag an den Preisträger noch einmal über eine teilweise Bebauung des Friedrich-Ebert-Platzes nachzudenken. Otto Mähler: „Har Herr Nettekoven die letzten Monate verpennt? Er hat doch bei allen Beschlüssen mitgestimmt!“ (siehe Waterbölles-Video)

Stiftung spendierte zum Richtspruch Apfelschorle

Fröhlicher Spatenstich zu neuen Wohnstätten“, titelte der Waterbölles am 2. September 2017. Und eigentlich hätten die beiden Neubauten der Evangelischen Stiftung Tannenhof, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Neurologie, jetzt schon bezugsfertig sein sollen. Doch der strenge Winter zwang zu einer zweimonatigen Einstellung der Bauarbeiten auf und neben dem bisherigen Parkplatz an der Remscheider Straße. Und jetzt, bei Temperaturen von bis zu 35 Grad, ist Betongießen nicht zu empfehlen. Deshalb zieht sich derzeit auch die Belieferung der Baustelle mit Betonfertigteilen in die Länge. Am Termin für das Richtfest änderte das allerdings nicht; es wurde gestern gefeiert. Und weil der heiße Sommer irgendwann einmal zu Ende gehen muss, ist der Stiftungsvorstand – Dr. Jörg Hilger (Komm. Ärztlicher Direktor), Uwe Leicht (Geistlicher Vorsteher) und Dietmar Volk (Kaufmännischer Direktor) – auch zuversichtlich, dass die beiden neue Wohnstätten für 32 Menschen mit hohem Hilfebedarf zum Jahresende bezugsfertig sein werden. Nicht zu vergessen die dazu gehörigen vier Außentrainingsapartments.

Uwe Leicht verspricht sich von den beiden Neubauten „ein Stück Normalität und damit eine deutliche Steigerung der Lebensqualität“ für die Bewohner. Dietmar Volk sagte beim Richtfest, das Projekt diene dem “Ausbau des Stadtquartiers Remscheid-Tannenhof und der weiteren Angliederung an dem Stadtteil Remscheid-Lüttringhausen“. Und dies betonte gestern auch Jürgen Noch, Abteilungsleiter beim Landschaftsverband Rheinland. Der LVR wird von den Baukosten von gut 7,5 Millionen Euro die Hälfte übernehmen. Weitere Fördermittel kommen von der Stiftung Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen. Die NRW.Bank übernimmt ein Förderdarlehen.

Der Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung, Dr. Guido Colsman, betrachtet das „nicht zu späte, aber auch nicht zu frühe Projekt“ als ein „Zeichen für Solidarität statt Egoismus und Akzeptanz statt Aussperrung“ und dankte allen, die an der Realisierung beteiligt seien. Die Stiftung habe mit dem Projekt die richtige Entscheidung getroffen, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Sie sei auch ein starkes Signal für den Standort Remscheid. Der OB erinnerte zugleich an frühere, eher düstere Zeiten der (geschlossenen) Psychiatrie. Der Grundgesetzartikel über die unantastbare Würde des Menschen musste nach dem Kriege dem Personal so mancher Klinik in Deutschland erst bewusst (gemacht) werden...

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750.000 Euro angespart für Theater-Sanierung

Das Teo Otto Theater wird eingerüstet. An der Rückseite steht das Gerüst bereits bis zum Dach. An der rechten Seite, dem Allee-Center gegenüber, wuchs es gestern zusehends. Der Beginn einer äußeren Generalsanierung! Sie umfasst die Sanierung der kompletten Dachflächen – sie sind teilweise undicht –, der Blitzschutzanlagen sowie der Fassaden. Auch sollen die Elektrohauptverteilung sowie mehrere Unterverteilungen erneuert werden.  

Dafür stehen im Stadtsäckel rund 750.000 Euro bereit. Für die finanzschwache Stadt Remscheid eine beträchtliche Summe. Sie konnte in den vergangenen Jahren, beginnend schon vor 2016, mit Zustimmung der Aufsichtsbehörde in Düsseldorf angespart werden, weil die Arbeiten zum Erhalt des Gebäudes unabweisbar erforderlich seien, so Theater-Geschäftsführer Lutz Heinrichs auf Anfrage  des Waterbölles: „Die Auflösung dieser Rückstellung belastet nicht den laufenden Haushalt!“

In diesem Frühjahr wurden die einzelnen Gewerke im Rahmen beschränkter Ausschreibungen getrennt ausgeschrieben, d. h. verschiedene  potenziell in Frage kommende Anbieter wurden zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Dieses Verfahren ist Kommunen in NRW bei Bauleistungen bis zu einer zu erwartenden Auftragssumme von einer Million Euro (netto) erlaubt.

Unbeantwortet blieb bislang die Frage des Waterbölles, auf welche Arbeiten der größte Teil des Geldes entfällt. Hier steht noch eine Antwort des städtischen Gebäudemanagements aus. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich um den Neuanstrich der Fassade handelt. Hierfür sollen Pastelltöne im Stil der 1950er Jahre verwendet werden. Merke: Das denkmalgeschützte Haus stammt aus dem Jahr 1954.

Urban Gardening am Friedrich-Ebert-Platz?

Das Bild trügt: Es waren keine Hobbygärtner, die an der Rampe zum Fußgängertunnel zwischen Ämterhaus und  Friedrich-Ebert-Platz für dieses Grün gesorgt haben, sondern es war Mutter Natur. Wildwuchs statt „urban gardening“. In New York entwickelte sich diese innerstädtische Gartenbewegung aus den in den 1970er Jahre auf Brachflächen entstandenen Gemeinschaftsgärten – längst grüne Oasen, in denen Blumen neben Gemüse zur Selbstversorgung wachsen. Auf Remscheid hat diese Öko-Bewegung noch nicht übergeschwappt. Auch „Guerilla-Gardener“, die dem städtischen Grün zu mehr Entfaltung verhelfen wollten waren hier offensichtlich nicht am Werk. Denn aus dem Fugen sprießen lediglich heimische Wildpflanzen, im Volksmund „Unkraut“ genannt. Den Bewohnern der benachbarten Häuser, darunter auch einige Einzelhändler, scheint es als Beitrag zum städtischen Grün zu gefallen. Jedenfalls sah sich bislang niemand bewogen, „für Ordnung zu sorgen“. Die Remscheider Bürger, weit anarchistischer, als die Befürworter von „Law and Order“ glauben? Oder einfach nur zu bequem, um selbst Hand anzulegen – die Stadt wird`s schon richten...

Elif Aybirdi-Tarhan bietet Hilfe zur Selbsthilfe

„Kommunales Integrationszentrum der Stadt Remscheid“ – der Name ist Programm! Die vom Land NRW finanziell geförderte Einrichtung im Ämterhaus am Friedrich-Ebert-Platz hat seit April eine neue Mitarbeiterin: Elif Aybirdi-Tarhan, zuvor Lehrerin an einer Gesamtschule in Wuppertal. Ihre Aufgabe ist es, gemeinsam mit einem Netzwerk aus  Sprachmittlern, das noch enger verknüpft werden muss, die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte in Remscheid zu verbessern. Dazu gehört auch, bestehende Einrichtungen für Integration zu sensibilisieren und zu qualifizieren. Auch in den örtlichen Moscheevereinen und unter Eltern mit Migrationshintergrund suchte und fand sie die Bereitschaft, sich zu einem Sprachmittler / einer Sprachmittlerin qualifizieren zu lassen. Die Arbeit von Elif Aybirdi-Tarhan im Kommunalen Integrationszentrum – praktische Hilfe zur Selbsthilfe! Waterboelles.de sprach darüber in Video-Interview mit derPädagogin (re. im Bild) und mit Sevinc Brilling, der Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums.