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Handlungskonzepte für vier Stadtteile sollen folgen

Mehr über die Lebenschancen der Anwohner in den Stadtteilen Rosenhügel und Hasenberg wollten in den vergangenen 21 Monaten Wissenschaftler/innen der Technischen Universität Dortmund wissen. Genauer: Mehr über die Rolle und Bedeutung dieser „Quartiere“ für die Lebenschancen. Um die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf ähnlich strukturierte Stadtteile in anderen Städten zu gewährleisten, waren Rosenhügel und Hasenberg für dieses vom Forschungsinstitut für Gesellschaftliche Weiterentwicklung (FW´GEW) des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt ausgesucht worden, da sie sich in vergleichbarer Form auch in anderen Städten finden lassen.

Anhand der Frage: „Ist das Quartier die Ursache für Benachteiligung, oder nur ein Ort, an dem Benachteiligung sichtbar wird?", analysierten die Wissenschaftler/innen, welche Möglichkeiten der Stadtteil seiner Bewohnerschaft bietet und welche nicht. Es ging darum zu klären, welche sozialen, materiellen und bildungsbezogenen Ressourcen die Anwohner brauchen, um ihre Lebenschancen zu realisieren, aber auch, inwiefern sie ihre Ressourcen im Stadtteil erweitern können. Je besser die Ressourcen, desto größer die Chancen in einem Quartier für eine sozialen Teilhabe, aber auch für ein selbstbestimmte Gestaltung des eigenen Lebens, d.h. sich die eigenen Bedürfnisse erfüllen und Zugang zu Gütern und Positionen  bekommen zu können.

Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, von der Fakultät „Raumplanung“ der Technischen Universität Dortmund zur Quartiersforschung in Rosenhügel und Hasnberg.

„Wir haben Wert daraufgelegt, möglichst verschiedene Perspektiven von Menschen in ganz unter­schiedlichen Lebenssituationen einzubeziehen“, legten gestern im MOSAIK-Projektbüro Markt 13 Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, von der Fakultät „Raumplanung“ der Technischen Universität Dortmund und seine Kolleginnen zum Abschluss der ersten Projektphase dar. „Wir haben daher mit älteren und jüngeren Menschen, Deutschen und Migranten, alteingesessenen und neuzugezogenen Stadtteilbewohner/nnen, gesunden und kranken Menschen, Frauen und Männern gesprochen. In beiden Stadtteilen haben wir insgesamt 40 ausführliche Interviews mit Bewohner/nnen zu ihrem Alltag in Stadtteil, Stadt und Region geführt, ergänzend viele Experteninterviews, an Veranstaltungen im Stadtteil teilgenommen, Statistiken ausgewertet und eine geodatenbasierte Onlineumfrage durchgeführt.“

Die Ergebnisse: Viele der Interviewpartner sind zufrieden mit den Möglichkeiten in ihrem Umfeld. Auf einige wirkt sich „ihr“ Stadtteil aber auch benachteiligend aus. Insbesondere für diejenigen, die wenig Geld zur Verfügung haben, über wenig Bildung verfügen oder die Sprache nicht ausreichend gut beherrschen, um sich ihre Lebenspläne zu erfüllen und im Leben weiter zu kommen. In diesen Fällen können die Stadtteile, je nach Lebensphase und sozialer Schicht, auch zu einer Benachteiligung beitragen. Prof. Wiechmann: „Zwar lassen sich strukturelle Probleme wie Armut oder Arbeitslosigkeit nicht auf Stadtteil- oder kommunaler Ebene lösen. Funktionierende Stadtteilzentren, eine gute ÖPNV-Anbindung der Stadtteile und bezahlbare Tickets sind aber sehr wirksam. Denn diese erlauben den Bewohner/nnen, ihre sozialen Netzwerke auszubauen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern bzw. mobil zu sein.“ Gerade letzteres sei ein wichtiges Kriterium, um die eigenen Lebenspläne verwirklichen zu können. „Hier sollte die Politik ansetzen, wenn sie sozialer Benachteiligung auf Quartiersebene entgegenwirken will!“

An der TU Dortmund umfasst die Quartiersforschung in Remscheid neben dem Projekt „Lebenschancen im Quartier" auch das Projekt „Demografischer Wandel und Quartiersentwicklung - Modellhafte Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung" (MOSAIK) Zusammen möchten beide Projekte Erkenntnisse zur Wirkung von Wohnquartieren auf die Lebensgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie zum Zusammenleben in den Stadtteilen gewinnen und so einen Beitrag zu einer integrierenden, sozial gerechten Stadtentwicklung leisten. Die gewonnenen Erkenntnisse darüber, wie Quartiere „funktionieren“ und wie die Akteure vor Ort zusammenwirken, sollen im kommenden Jahr in Handlungskonzepte und Strategien für die sozial‐räumliche Integration in den Stadtteilen einfließen. Daran möchten die Wissenschaftler aus Dortmund Kommunalpolitiker, Mitarbeiter der Verwaltung, Wohnungsbaugesellschaften wie die GEWAG, Stadtwerke u. a. beteiligen (siehe Video-Interview mit Prof. Dr. Thorsten Wiechmann).

Ausstellung „Rettet die Kinder“ zur Geschichte von Aliya

Streben nach Verständigung und Solidarität“, titelte der Waterbölles am 15. Dezember 2017. Tags zuvor hatte der Rat der Stadt einstimmig den Antrag „Erinnerungskultur – Jüdisches Leben im Bergischen" beschlossen, den die Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und W.i.R. gemeinsam gestellt hatten. gestellt und einstimmig angenommen wurde. Darin wurde Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gebeten, 2018 für eine Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek zu sorgen, die sich mit der Geschichte des Staates Israel befasst. Zugleich möge er zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht einzuladen und dabei das Projekt der Mahn- und Gedenkstätte im sog. Pferdestall der ehem. Polizeikaserne Uhlandstraße einzubinden. Die Gedenkveranstaltung steht noch aus; die Reichspogromnacht von 1938 wird sich am 9. November zum 80. Mal jähren. Die Ausstellung „Rettet die Kinder“ eröffnete der OB gestern in Anwesenheit von Leonid Goldberg, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Artour Gourari, Mitglied des jüdischen Gemeinderates, Erden Ankay-Nachtwein, Vorsitzende des Remscheider Integrationsrates, und Karl Heinz Humpert, Vorsitzender der Kulturausschusses, sowie vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium der kommissarische Schulleiter Olaf Wiegand, der pensionierte Rektor Hans Heinz Schumacher und der pensionierte Geschichtslehrer  Klaus Blumberg .

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei der heutigen Ausstellungseröffnung

Am 14. Mai 1948, verkündete der Jüdische Nationalrat die Gründung des unabhängigen Staates Israel. In der Unabhängigkeitserklärung wird das Existenzrecht Israels unter anderem mit der Shoa begründet, dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden Europas. Dass der drohenden Ermordung damals viele jüdische Kinder entfliehen konnten, können sie der Jugendaliya bzw. Kinderaliya verdanken. Diese Abteilung der Jewish Agency, nahm schon 1933 ihre Arbeit auf und rettete bis Kriegsende rund 5.000 jüdische Kinder und Jugendliche aus Nazideutschland. Nach dem Krieg kamen noch 15.000 Holocaustüberlebende dazu. Die Geschichte dieser Hilfsorganisation, die auch heute noch besteht - freilich mit anderen Aufgaben der Kinderfürsorge - beschreibt die Ausstellung in der Stadtbücherei; Leonid Goldberg ging darauf in seinem Grußwort ein (siehe Video). „Aliyah“ bezeichnet im Judentum seit dem babylonischen Exil (586–539 v. Chr.) die Rückkehr von Juden als Einzelne oder Gruppen nach Israel. Seit 1933 hat die Jugend-Aliyah knapp 530.000 Kinder und Jugendliche betreut. Heute leben ständig rund 15.000 Kinder zwischen zwölf und 18 jähren in mehr als 125 Jugenddörfern der Jugend-Aliyah, die dem israelischen Erziehungsministerium untersteht.

Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, zu Geschichte und aktuellen Aufgaben der jüdischen Hilfsorganisation Aliyah.

Vor Goldberg hatte der Oberbürgermeister den Schülerinnen und Schülern des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums dafür gedankt, dass sie mit der Gedenkstätte „Pferdestall“ an die Schicksale jüdischer Mitbürger während der Nazi-Zeit erinnern wollen. „Wir stehen in der Verpflichtung, dieses Gedenken wach zu halten“, mahnte der OB (siehe Video). „Und wir müssen uns als Demokraten wehren gegen jede Form von Antisemitismus!“

Bei der heutigen Eröffnung derAusstellung „Rettet die Kinder!“ – Die Jugend-Aliyah 1933 bis heute. Einwanderung und Jugendarbeit in Israel“ im Foyer der Zentralbibliothek präsentierten Merve Dogan und Natalia Dygas die ausgestellten Arbeiten aus der Projektwoche des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zu Israel.

Die Ausstellung „Rettet die Kinder!“ – Die Jugend-Aliyah 1933 bis heute. Einwanderung und Jugendarbeit in Israel“ wird im Foyer der Zentralbibliothek bis zum 29. Juni zu sehen sein, zusammen mit Arbeiten, die im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium im vergangenen Jahr im Rahmen einer Projektwoche zu Israel entstanden. Die Öffnungszeiten: Dienstags und freitags 11 bis 19 Uhr, mittwochs und donnerstags 11 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 13 Uhr. Für Freitag, 22., Dienstag, 26., und Freitag, 29. Juni, jeweils um 15 Uhr bieten die EMA-Schülerinnen Celine Neumann, Phoebe Kampik, Milene Voß, Marina Kasokat, Theodora Tu und Merve Dogan Führungen an (Anmeldung unter Tel. RS 162235). Gestern waren es Celine Neumann und Phoebe Kampik (beide 16), die auf Wunsch den „Aliya“-Teil der Ausstellung erläuterten, während Natalia Dygas (18) und Merve Dogan (19) die ausgestellten Arbeiten aus der Projektwoche übernahmen (siehe Video).

Als die Presse kam, waren die Experten weg

Netzwerk gegen Radikalisierung hat große Maschen“, berichtete der Waterbölles am 29. Januar 2016 und stellte seinen Leser/innen die Beratungsstelle „Wegweiser im Bergischen Land“, eine Initiative der Landesregierung, die seit April 2015 von Wuppertal aus die Salafisten-Szene im Bergischen Land beobachten. Durch Beratungen von Jugendlichen, Eltern, Lehrern, Sozialarbeiter, Ausbildern etc. wollen die drei Mitarbeiter der Radikalisierung muslimischer bzw. zum Islam übergetretener  Jugendlicher vorbeugen. Die beiden Männer und eine Frau teilen sich zwei Vollzeitstellen, die Verträge sind auf fünf Jahre befristet.

Ein Beispiel: Der 17jährige Hassan fühlt sich in der Schule ausgegrenzt und zieht sich aus fehlender Anerkennung immer mehr zurück. Der Schulabschluss ist gefährdet. Sein vorherrschendes Gefühl: ich habe sowieso nie Erfolg. Die Gesellschaft gibt mir keine Chance. Hassan sondert sich weiter ab. Und genau in dieser Situation locken ihn extremistische Salafisten in ihre Kreise. Sie geben ihm Bestätigung und nehmen ihn ‚als Bruder‘ in ihre Mitte auf.

Dieses Beispiel nannte Sendanur Özcan, Mitarbeiterin von „Wegweiser“ auch gestern, als sie und Robert Gereci, Leiter der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal, im nur mäßig besetzten Sitzungssaal des Remscheider Rathauses vor Fachkräften aus Jugendhilfe, Schule, Kirchengemeinden, Behörden und Politik referierten, die Kontakt mit Jugendlichen haben. Unter den interessierten Teilnehmern waren auch Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt, Rolf Haumann (Arbeitsgemeinschaft Jugendverbandsarbeit/Grüne), Inge Brenning (Seniorenbeirat/SPD) und Karl-Richard Ponsar (Kinderschutzbund Remscheid). Sie erfuhren von den Experten, dass Salafisten in der Stadt bisher nicht auffällig geworden seien. Die wenigen hier lebenden radikalen Muslime träfen sich lieber mit anderen Gleichgesinnten aus anderen Teilen Deutschlands in Hildesheim.  

Dass junge Menschen, die auf Identitäts- und Sinnsuche sind und/oder glauben, keine Perspektive zu haben, Gefahr laufen, Ziel radikaler Gruppierungen zu werden., weiß man auch beim Netzwerk der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (Kerngruppe) der Stadt Remscheid, angesiedelt im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen. Dessen Mitarbeiterin Sabine Poppe hatte anschließend an die interne Informationsveranstaltung "Islamismus-Radikalisierung-gewaltbereiter Salafismus" um 12.30 Uhr die lokale Presse zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Doch daran nahmen Sendanur Özcan und Robert Gereci nicht teil. Sie hätten von ihren Vorgesetzten keine Erlaubnis bekommen, mit den Journalisten zu reden, hieß es. Wieder mal ein „Glanzlicht“ von kommunaler Öffentlichkeitsarbeit von Behörden.

Sportfest: Manches war ganz schön kräftezehrend

Capoera beim 2. Sport- und Familienfest der Stadtsparkasse

Auch Familienteams sind beim Sportfest willkommen“, hieß es am Samstag in der Vorankündigung zu dem das 2. Remscheider Sport- und Familienfest, das der Sportbund Remscheid gemeinsam mit der Stadtsparkasse dann am Nachmittag auf der Sportanlage „Am Stadtpark“ veranstaltete und das Jung und Alt anlockte. Zahlreiche Remscheider Sportvereine präsentierten auch diesmal wieder ein vielseitiges Programm rund um das Thema „Bewegung“, das zum Mitmachen reizte. Die Auswahl war groß: Tanzen, Hockey, Zumbas, Tennis, HipHop, Karate, Rollhockey, Football, Beachvolleyball, Tauchen, Basketball, Bogensport, Line Dance, Handball, Skaterhockey, Cheerleading, Parcours, Schwimmen, Wasserspiele, Wasserball, Kickboxen und Capoeira. Letztere sind Kampfsportarten, die auch Jungen und Mädchen im Grundschulalter schon für sich entdeckt haben. Kickboxen kam aus Thailand nach Europa, Capoera aus Brasilien.

Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Die afrikanischen Elemente verschmolzen im Laufe der Jahre mit Einflüssen aus anderer Kampfkünste wie zum Beispiel Ringen, Jiu Jitsu und Wushu. In den 1970er Jahren entwickelten viele der heute charakteristischen Akrobatiken, von denen am Samstag erwachsene Sportler und Kinder einige zeigten (siehe Video). Manches war ganz schön kräftezehrend, habe ich mir sagen lassen ;-) . Capoera gehörte sicherlich dazu, auch wenn zu Musik "getanzt"..

Wochenrückblick vom 11. bis 17. Juni 2018

Nächtlicher Einbruch ins Remscheider Rathaus

Einen Schreck in der Morgenstunde erlebten heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung, als sie im Rathaus ihren Dienst antraten: Im Zeitraum von gestern Abend (12.6.2018, 21 Uhr) bis heute Morgen (13.6.2018, 6.10 Uhr) waren Unbekannte – vermutlich über ein Garagendach und durch ein Toilettenfenster – in das Gebäude eingestiegen und hatten im Erdgeschoss und in der zweiten Etage acht Türen aufgebrochen und erheblichen Schaden angerichtet. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz erstattete bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt. Die Kripo besichtigten die Zimmer, in denen die Einbrecher gehaust hatten: Mineralwasserflaschen wurden über Schreibtischen und PC ausgegossen, eine Kaffeemaschine und ein älterer Beamer wurden entwendet. Zu Bruch ging eine Vitrione mit Gegenständen aus der türkischen Partnerstadt Kirsehir. Mast-Weisz: “Für die Mitarbeiter war das fast so schlimm wie ein Einbruch in die eigene Wohnung!“

Die Ermittlungen der Kripo zur Schadenshöhe, die beträchtlich sein dürfte, und zum Umfang der gestohlenen Gegenstände dauern an. Die Polizei bittet Zeugen, die sachdienliche Hinweise machen können über verdächtige Fahrzeuge oder Personen rund ums Rathaus, sich unter Tel. (02 02) 2 840 zu melden.

Für Freizeiten nur noch wenig freie Plätze

Auch in diesem Jahr haben Kinder in den Sommerferien in Remscheid eine Vielzahl an Möglichkeiten, Spaß zu haben und dabei spannende und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Denn 30 Einrichtungen, Träger der Jugendhilfe, Vereine, Kirchengemeinden und weitere Akteure haben eine breitgefächerte, facettenreiche Auswahl an Angeboten zusammengestellt. Dafür dankte gestern Sozialdezernent Thomas Neuhaus allen Beteiligten herzlich. Action, Ausflüge, Begegnung, kreatives Tun, künstlerisches Gestalten, Mediennutzung und -gestaltung, Musik, Naturerfahrungen, Open-Air-Kino, Party, Spiele, Sport, Technik, Zelten, kurz: „Zusammen mit der kostenlosen ‚Kräwi‘ an der Wuppertal, dem gut aufgestellten Freibad im Eschbachtal und den rund 3.500 Plätzen dieses Ferienangebots werden die Jungen und Mädchen in Remscheid schöne und abwechslungsreiche Ferientage verbringen können“, freute sich Neuhaus. Mit am Tisch waren gestern zur Vorstellung des Programms Michael Ketterer vom Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen, Rolf Haumann (Arbeitsgemeinschaft Jugendverbandsarbeit), Zbigniew Pluszynski (Geschäftsführer des Lenneper Jugendzentrums „Die Welle“ und einer der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit / AGOT), Katharina Jansen (Sportjugend im Sportbund Remscheid), Jörg Liesendahl (Naturschule Grund) und Daniela Gradante (Vorstandsmitglied und Leiterin des Sportbereichs beim RTV). Die Offenen Ganztagsgrundschulen bieten den Familien auch in den Ferien eine verbindliche Betreuung. Es besteht die Möglichkeit des ehrenamtlichen Engagements bei fast allen Angeboten. Bei einem Teil der Angebote ist die Teilnahme von Kindern mit Behinderungen möglich. Junge Geflüchtete nehmen ebenfalls an Angeboten teil.

Das Programm enthält neben ein- und zweiwöchigen Freizeiten (teilweise im Ausland) vor allem mehr- und eintägige Veranstaltungen in Remscheid (allein 141 Tagesangebote für ca. 2.300 Kinder und Jugendliche). Auf der Internetseite der Stadt findet sich eine Gesamtübersicht, kalendarisch geordnet und farblich nach Altersgruppen unterteilt,  unter

https://remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/Uebersicht_aller_Sommerferienangebote_2018_Stand_12.06.18.pdf.

Und viele dieser Angebote sind kostenlos, was besonders finanziell nicht so gut gestellte Familien interessierten dürfte, die sich eine Ferienreise nicht leisten können. Diese offenen Angebote ohne Anmeldung und ohne Teilnahmegebühren sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Bei denen, die einen Kostenbeitrag erfordern, liegt es an Fahrt- und/oder Materialkosten bzw. Honoraren für fachkundige Betreuer/innen, die unter den Ehrenamtlichen nicht zu finden waren. Und auch fehlende öffentliche Zuschüsse spielten eine Rolle, meinte Jörg Liesendahl von der Naturschule Grund. Insgesamt aber seien die Beiträge, gemessen an der Angebotsqualität und im Preisvergleich mit Kinofilmen,  durchaus angemessen, betonte Daniela Gradante. Ihr Highlight diesmal: „Capoera“. Für die Teilnahme an den insgesamt 180 Angeboten gibt es für einkommensschwache Familien im Übrigen die Möglichkeit der Bezuschussung.

Die meisten Freizeiten außerhalb von Remscheid, schon Anfang des Jahres beworben, sind längst ausgebucht. Einige wenige Plätze sind bei der ev. Clarenbach-Gemeinde noch frei für eine deutsch-französische Freizeit vom 11. Bis 25. August, aufgeteilt auf eine Woche an der französischen Riviera und eine in Lindau am Bodensee (370 Euro). Und auch die Freizeit des SVJM vom 16. Bis 28. August in ist noch nicht voll belegt.

Hastener Vereine zu engerem Netzwerk angeregt

Michael Schwerdtfeger führt den Förderverein“, berichtete der Waterbölles am 1. Dezember 2017. Schwerdtfeger ist Geschäftsführender Gesellschafter der Hermann Brose GmbH & Co. KG Metallreinigung). Er folgte damals (siehe Archivfoto) an der Spitze des Förderkreises des Deutschen Werkzeugmuseums auf Michael Kleinbongartz. Den Mitgliedern der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid stellte er sich gestern im Saal des Deutschen Werkzeugmuseums vor. Der BV gehört als Vertreterin der Grünen Beatrice Schlieper an, zugleich Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer von „Haus Cleff“. Sie stimmte mit Schwerdtfeger darin überein, dass die Hastener Vereine – DA wären noch „Hasten für Hasten“ und die IG Hasten zu nennen – künftig mehr als bisher Netzwerk-Arbeit pflegen und Mitgliedschaften „auf Gegenseitigkeit“ eingehen sollten. Ein erster Schritt sei ja schon getan, antwortete Schwerdtfeger augenzwinkernd, in dem er auf dem „Tag der Vereine“ am 9. September auf der Alleestraße verwies: „Dort werden die Stände unserer beiden Vereine nebeneinander stehen!“

Der Förderkreis des Deutschen Werkzeugmuseums zähle zurzeit 90 Mitglieder. An der Neugestaltung des Werkzeugmuseums sei er 1998 federführend beteiligt gewesen, berichtete der neue Vorsitzende. Beatrice Schlieper und Fritz Beinersdorf (Linke) deuteten an, nun sei eine Überarbeitung des Museumskonzeptes fällig. Schwerdtfeger verwies auf die Vereinssatzung. Ziele des Vereins sind demnach die ideelle, materielle, finanzielle und personelle Förderung des Museums. Wobei die finanzielle Unterstützung des Museums dazu dienen solle, den weiteren Ausbau, die Einrichtung, die Ausstattung der Museumsgebäude und Ausstellungsräume voranzutreiben. und über den städtischen Etat hinaus Objekte anzukaufen, Veranstaltungen durchzuführen und einen Museums-Shop zu betreiben. Die Antwort auf die Frage, wie viel Geld der Verein dem Museums in den vergangenen zwei Jahren habe zukommen lassen, musste der Vorsitzende allerdings schuldig bleiben. Der neue Schatzmeister Gösta Mennenöh müsse sich erst noch einarbeiten.

Michael Schwerdtfeger wünschte sich, dass der Förderkreis schlagkräftiger werde. „Der Verein braucht mehr Leben und mehr Präsenz“, gestand er ein. Denn nur so ließen sich mehr Fördermittel für das Museum einwerben. Wünschenswert sei auch ein engerer Kontakt zwischen Vorstand und Mitgliedfern; der sei leider in manchen Fällen verloren gegangen. „Warum verlegen die Unternehmer unter unseren Mitgliedern ihre Firmenpräsentationen nicht ins Deutsche Werkzeugmuseum?“, fragte er sich. Überarbeitet werden soll die Homepage des Vereins. Und: „Über Facebook denken wir noch nach!“

 Bezirksbürgermeister Otto Mähler zum Ende dieses Tagesordnungspunktes: „Ideelle Unterstützung finden Sie bei der Politik!“

Ölmühle 7a Sonntagnacht: Das reinste Chaos

Teich des "Hammers am Esel" wurde 1926 zugeschüttet“, titelte waterboelles.de am 23. März 2016. Der unterhalb dieses Teiches an der Haddenbacher Straße in Remscheid gelegene einstige Schleifkotten aus dem Jahr 1666 steht heute noch – als schmuckes Wohnhaus Ölmühle 7a. Das blühte förmlich auf, als der Anstreichermeister Lothar Schlurmann dort einzog und Hand anlegte. In dem liebevoll restaurierten Fachwerkhaus würde das Ehepaar Margit und Lothar Schlurmann gerne seinen Lebensabend verbringen. Doch kurz nach dem Wolkenbruch vom vergangenen Sonntag sah es zunächst so aus, als würde das Haus in den Fluten des sonst so harmlosen Müggenbaches untergehen. Denn vor der Haustüre staute sich das Wasser 80 bis 90 Zentimeter hoch. Ein Glück, dass die  Türe  mit ihren drei Riegeln und guter Gummierung standhielt. Ein Glück auch, dass die Feuerwehr mit dem Auspumpen des Kellers begann (hier war das Wasser durch einen kleinen Schacht seitlich eingedrungen), bevor es von dort ins Erdgeschoss des Hauses laufen konnte. „Es war das reinste Chaos“, sagte Lothar Schurmann dem Waterbölles gestern Nachmittag.

Keine Zeit für „Vorab-Pressekonferenzen“

 

Liebe Leserinnen und Leser,

in letzter Zeit ist die Zahl der Einladungen zu „Vorab-Pressekonferenzen“ gestiegen. Ich habe dafür Verständnis. Denn Vereine und Institutionen, die etwas auf die Beine gestellt haben, was die Bürgerinnen und dieser Stadt persönlich miterleben sollen, rühren die Werbetrommel in der Hoffnung auf mehr Besucher/innen.

Das stellt mich jedoch vor ein Problem: Gerne würde ich auch über diese Ankündigungstermine berichten. Aber leider ist das Internetforum „waterboelles.de“ auch nach zwölf Jahren immer moch ein "Alleingang". Auch ohne diese Termine ist für mich manchmal die Zeit so knapp, dass ich schon bei den eigentlichen Veranstaltungen eine Auswahl treffen muss. Wer kann sich schon zweiteilen? Da bleibt dann also für ankündigende Pressekonferenzen nur sehr, sehr selten Zeit.

Aber die Lösung des Problems liegt nahe. Die Veranstalter, die mich per E-Mail eingeladen, können mir ihre Texte (und Fotos) auf diesem Wege zeitgleich mit dem Termin der Pressekonferenz zukommen lassen. Damit wäre dann Ihnen und dem Waterbölles gedient.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Kaiser