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Tausende beim Trödel und kein Parkplatz mehr

Pfingsten in Remscheid, das heißt auch immer „Trödelmarkt auf der Hindenburgstraße“. Und der begann heute bei strahlend blauem Himmel; die ersten Wölkchen kamen erst gegen Mittag. Es dürften Tausende gewesen sein, die zwischen Alleestraße in Wilhelmstraße auf Remscheids zweitgrößter Einkaufs- und Essmeile flanierten, bei vielen Einheimischen längst angesagter als die Alleestraße. Ob alle auch ein Schnäppchen beim Trödler im Sinn hatten, sei dahingestellt. Erkennbaren Stau im Fußgängerstrom gab es meist vor den zahlreichen Ständen, die Essen und Trinken in vielerlei Variationen anboten (diesmal dabei: zwei „Cocktail-Bars“). Kleiner Tipp für Remscheider, die mit dem Gedanken spielen, sich heute oder morgen selbst ein Bild vom Trödlermarkt auf der Hindenburgstraße zu machen: Lassen Sie Ihren Wagen am bestens zu Hause und nehmen Sie einen Bus der Stadtwerke. Oder steuern Sie gleich ein Parkhaus an. Denn in der Nähe des Geschehens werden Sie kaum mehr einen freien Parkplatz finden.

 

Für ein friedliches und demokratisches Miteinander

Den ersten Iftar-Empfang in der Geschichte der Stadt gab es im Großen Sitzungssaal des Rathauses im Juli 2014. Den fünften gestern Abend. Denn in diesem Jahr dauert der Fastenmonat Ramadan für die muslimischen Mitbürger/innen vom 16. Mai bis zum 14. Juni. Und dazu gehört auch wieder das Fest des Fastenbrechens („Iftar“). Das Fest nach Sonnenuntergang ist für viele islamische Familien einer der Höhepunkte des Jahres. Die gegenseitigen Einladungen dazu sind in Remscheid mittlerweile gut gepflegte Gewohnheit. Und auch in diesem Jahr folgten viele muslimische Mitbürger der Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu einem interkulturellen Iftar-Essen im Rathaus. Sämtliche Moscheevereine waren vertreten, der Rat der Stadt Remscheid durch Sven Wolf, Stefanie Bluth, Christine Krupp, Jutta Velte und Bernd Quinting sowie Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates. Von Seiten der Stadtverwaltung nahmen die Beigeordneten Sven Wiertz, Thomas Neuhaus und Peter Heinze sowie Sevinc Brilling, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, an dem gemeinschaftlichen Fastenbrechen teil. Es stand in diesem Jahr im Zeichen einer Deklaration, die in der Vorwoche im Rathaus auf Initiative des stellvertretenden Beiratsvorsitzenden Cengiz Özdemir von Mast-Weisz zusammen mit der Vorsitzenden des Integrationsrates, der Leiterin des Kl und den Repräsentanten der Moscheevereine vorbereitet worden war. Die Erklärung zu einem friedlichen und demokratischen Miteinander trägt nicht nur deren Unterschriften, sondern wurde gestern Abend – sehr zur Freude des Oberbürgermeisters – auch von den übrigen Gästen des Iftar-Essens unterzeichnet (Der Wortlauft der Deklaration – siehe nebenstehende Kästen)

Deklaration vom 18. Mai 2018

Hiermit erklären wir Vertreter der Remscheider Moscheegemeinden und Vereine zusammen mit den Gästen des gemeinsamen Fastenbrechens am 18.Mai 2018 im Remscheider Rathaus, dass

  • wir für Toleranz und den uneingeschränkten Schutz unseres Grundgesetzes und der darin verfassten Religionsfreiheit und Menschenrechte eintreten.
  • wir uns zusammen mit Kirchen, Parteien, Wohlfahrtsverbänden, Gewerkschaften, Migrantenselbstorganisationen und Einzelpersonen in Remscheid solidarisch und couragiert gegen fremdenfeindliche, frauenfeindliche, homophobe, islamfeindliche und antisemitische Haltungen einsetzen.
  • wir für ein friedliches und demokratisches Miteinander stehen, in der Vielfalt als Bereicherung verstanden wird.
  • wir Vielfalt mit Respekt, Akzeptanz und Anerkennung begegnen, ohne anderen die eigenen Ansichten aufzuzwingen.
  • uns die Sicherstellung von Gleichbehandlung und Chancengerechtigkeit für alle Remscheiderinnen und Remscheider wichtig ist.
  • Remscheid tolerant ist- aber keine Ausschreitungen oder Übergriffe toleriert.
  • wir jede Form von Extremismus ablehnen und dazu aufrufen, sich von Provokationen zu distanzieren.
  • wir uns bei der Remscheider Polizei und den Sicherheitskräften ausdrücklich für ihre Kooperations- und Einsatzbereitschaft bedanken. In anderen Städten hat es Übergriffe auf Moscheegemeinden und Einrichtungen gegeben. Dies hat auch hier zu Sorgen und Befürchtungen geführt. Dank des guten Verhältnisses hier ist es aber in Remscheid im Gegensatz zu anderen Städten in den letzten Monaten zu keinerlei derartigen Vorkommnissen gekommen.

„Ich freue mich darüber, dass das Fest des Fastenbrechens in unserer Stadt immer mehr zu einem selbstverständlichen Teil des Lebens wird, das nicht nur von muslimischen Bürgern wahrgenommen wird. Ich weiß und ich finde es gut, dass es in vielen Familien, Nachbarschaften, in Institutionen und Vereinen gemeinsame Iftar-Essen gibt, zu denen auch Nicht-Muslime eingeladen werden, und in dem sich gemeinsame Lebensfreude ausdrückt“, begrüßte der Oberbürgermeister die Gäste. „Ich bin Herrn Özdemir sehr dankbar für seine Initiative. Es ging ihm darum, dass sich alle teilnehmenden Moscheegemeinden und muslimisch geprägten Migrantenselbstorganisationen für den gegenseitigen Respekt der unterschiedlichen Religionen und gegen jede Form von Hetze und Intoleranz aussprechen. Es ging ihm darum, Polizei und anderen Ordnungskräften dafür zu danken, dass es im Gegensatz zu anderen Städten in unserer Stadt auch in den vergangenen Wochen zu keinerlei Provokationen und Ausschreitungen gekommen ist.“

Leider gebe es  politische Kräfte, die dieses Miteinander immer wieder in Frage stellen, Besuche bei Moscheegemeinden skandalisieren und versuchen, daraus politischen Erfolg zu erzielen, fuhr Burkhard Mast-Weisz fort. „Denen sage ich auch hier, dass ich dies in aller Deutlichkeit zurückweise. Ich lasse das gute Miteinander nicht durch solche Aussagen in Frage stellen!“

Der Oberbürgermeister verlas die Deklaration

Um die Transparenz der Moschee-Gemeinden deutlich zu machen, biete sich der Tag der Offenen Moschee am 3. Oktober jeden Jahres an, betonte der OB. „Schon im vergangenen Jahr haben sich die Gemeinden darauf verständigt, dazu reihum in jeweils eine Gemeinde einzuladen. 2017 stellte uns die DITIB-Gemeinde ihre nach wie vor im Bau befindliche Moschee vor. Gerade bei diesem Projekt, das immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen um seine Fertigstellung bietet, war es wichtig, der Öffentlichkeit zu zeigen, wie es um den Baufortschritt steht. Auch in diesem Jahr wollen die Gemeinden wieder zu einem gemeinsamen Tag einladen. In diesem Jahr wird die ATIB-Gemeinde an die Industriestraße eingeladen. An diesem Tag werden wir die Möglichkeit haben, in den Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern möglichst aller Gemeinden zu treten. Ich begrüße dieses Herangehen sehr. Es zeigt, dass die Gemeinden bereits sind, sich zu öffnen, den Austausch mit Nicht-Muslimen zu suchen. Es liegt jetzt an den Remscheiderinnen und Remscheidern, auch und gerade aus der Politik, diese Einladung anzunehmen.“

Auch Passanten vergaben Rote Karten

Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie hisste die Stadt Remscheid gestern vor dem Remscheider Rathaus zwei Regenbogenfahnen. Sie sind Spende des Landtagsabgeordneten Sven Wolf und des Stadtdirektors Sven Wiertz. Die Regenbogenfahne gilt als weltweit etabliertes Symbol für lesbischen und schwulen Stolz und die Vielfalt dieser Lebensweisen. Am Aktionstag machte die Fahne auf die Gleichheit von Homosexuellen und Trans- und Bisexuellen aufmerksam.

Das Video der Kraftstation

Mit einem Stand war die Remscheider „Arbeitsgemeinschaft offene Kinder- und Jugendarbeit Remscheid“ (AGOT) auf der Alleestraße am Brunnen vor dem Allee-Center vertreten und setzte mit der Aktion „#RoteKarte“ und weiteren kreativen Aktionen ein sichtbares Signal für Vielfalt und gegen Ausgrenzung. „Die Offene Kinder- und Jugendarbeit leistet unter anderem engagierte und wertvolle Beiträge zur Befähigung junger Menschen zu Toleranz gegenüber verschiedenen Lebensentwürfen und sexuellen Identitäten“, so Ralf Noll Zibigniew Pluszynski, Richard Ulrich und Wolfgang Zöller von der AGOT.

Seit 2005 erinnert der internationale Tag gegen Homophobie wird jährlich seit 2005 begangenen und erinnert am 17. Mai daran, dass auch heute noch Menschen strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie anders lieben als die Mehrheit der Gesellschaft. Der Internationale Tags gegen Homophobie und Transphobie erinnert zugleich an das Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten strich. Auch in Deutschland wurden Homosexuelle bis in die 1960er Jahr von Staatsanwaltschaften und Gerichten verfolgt und verurteilt. Seit dem 1. September 1969 war Homosexualität nur noch eingeschränkt strafbar und wurde im Zuge der Deutschen Einheit 1994 endgültig aus dem deutschen Strafrecht gestrichen.

Thomas Neuhaus strampelt vor Dienstantritt

Fahrradfahren ist gesund, aktiviert das Herz-Kreislauf-Systems, verbessert die Durchblutung und stärkt die Lungenfunktion und das das Immunsystem. Muskelpartien werden trainiert und die Gelenke dabei geschont. Fahrradfahren hebt die Stimmung an und baut Stress ab. Nicht zuletzt verbraucht das Strampeln auch bei elektrischer Unterstützung Kalorien, was gerade bei Menschen, die tagsüber viel an einem Schreibtisch sitzen, ganz hilfreich sein kann...

Das weiß auch der Personalrat der Remscheider Stadtverwaltung und ist deshalb mit dem Verwaltungsvorstand übereingekommen, die Beschäftigten beim Kauf eines privaten Pedelecs durch einen unverzinslichen Vorschuss zu unterstützen. Als einer der ersten machte von dieser gesundheitsfördernde Maßnahmen Sozial- und Sportdezernent Thomas Neuhaus Gebrauch, und so fährt er denn seit einigen Wochen, wenn das Wetter nicht gar zu „uselig“ ist, mit dem neuen Pedelec von seinem Haus an der Emilienstraße zum Rathaus, auf dem Kindersitz hinter ihm zumeist sein kleiner Sohn Oskar, den er auf diesem Weg noch schnell bei der Kita vorbeibringt. Und wie flott das mit dem E-Bike geht, zeigte Neuhaus gestern Nachmittag dem Waterbölles im Anschluss an ein Video-Interview.

Betrieb wegen Legionellen vorerst eingestellt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Gestern Nachmittag hat ein Betrieb in Remscheid-Lennep dem städtischen Fachdienst Umwelt gemeldet, dass bei einer routinemäßigen Kontrollmessung an Kühlanlagen erhöhte Legionellenwerte festgestellt worden waren. Die Messwerte lagen dabei mit bis zu 180.000 KBE (koloniebildende Einheiten) pro 100 ml deutlich über dem Schwellenwert von 100 KBE. Bei einem Ortstermin heute Vormittag haben die städtischen Fachdienste Umwelt und Gesundheitswesen gemeinsam mit dem Betrieb entschieden, die betroffenen Anlagen vorsorglich stillzulegen. Eine Wiederinbetriebnahme erfolgt, sobald die Kontrollmessung den Prüfwert unterschreitet.

Um den Gesundheitsbehörden im Falle einer Häufung der Erkrankungen die Quellensuche zu erleichtern, hat der Gesetzgeber eine Melde- und Untersuchungspflicht für Trinkwasser und Bäder, aber auch Kühlanlagen eingeführt, die ein legionellenhaltiges Aerosol freisetzen können. Ab einem definierten Maßnahmenwert ist eine Information der Öffentlichkeit vorgeschrieben. Daneben müssen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr erfolgen. Die zuständige Behörde ist hierbei die untere Umweltbehörde. Die Information der Öffentlichkeit hat den Zweck, Ärztinnen und Ärzte sowie Menschen mit schweren Grunderkrankungen darauf aufmerksam zu machen, dass bei Auftreten einer Lungenentzündung möglicherweise eine Legionelleninfektion hierfür ursächlich ist und eine gezielte Therapie ohne Zeitverzögerung eingeleitet werden kann. Antibiotikaresistenz kommt bei Legionellen bis dato nicht vor, so dass hier bei rechtzeitiger Diagnose die Erkrankung gut behandelbar ist.

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Kita-Projekt für den Erhalt heimischer Wildbienen

Zu den Kindertagesstätten, die sich in Remscheid dem Projekt „Remscheid brummt“ angeschlossen haben, gehört auch die städtische Kita an der Lüttringhauser Straße in Lennep. Stadtverwaltung, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Kindern geht es dabei am Erhalt und Fortbestand unserer heimischen Bienen. Und gestern konnte Ulf Venn, der Leiter der Lenneper Kita, quasi zur Initialzündung des Projektes (an einer zaghaft sprießenden neuen Wildblumenwiese) u. a. Sozialdezernent Thomas Neuhaus, die Projektkoordinatorin Britta Hartz- Sieckendieck, Leiterin der Kita an der Remscheider Straße in Lüttringhausen, und Reiner Malcher von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) begrüßen. Zusammen mit dem Biologen Jörg Liesendahl von der Naturschule Grund erzählten sie den Jungen und Mädchen, natürlich kindgerecht, was in den Remscheider Kitas - und gerne auch anderswo - für den Erhalt der heimischen Wildbienen getan werden kann (und sollte).

Remscheider Kulturpolitik auf offener Bühne

WTT: „Kunst kommt von Kürzen“ hat am 2. Juni Premiere“, kündigte der Waterbölles am 26. Mai 2012 die Hinterbühnensatire „Kunst kommt von Kürzen“, ein selbstgeschriebenes Stück, mit dem sich das Ensemble des Westdeutschen Tourneetheaters (WTT) damals an der aktuellen Spardebatte in Remscheid beteiligte. Inhalt: „Eine kleine Bühne in der Provinz. Was tun in Zeiten klammer Kassen? Ein Förderprogramm aus Brüssel kommt da wie gerufen. Ein neues Theaterformat soll geschaffen werden, das jeden Geschmack bedient und als gewinnbringende Franchise-Idee europaweit etabliert werden soll. Ermutigt machen sich die Schauspieler daran, alle Zutaten zusammenzutragen.“ Heraus kam ein „Kunstsalat“, der verdeutlichen sollte, wohin es mit der deutschen Theaterlandschaft gehen kann, wenn Kultursubventionen ausbleiben.

Dem WTT fiel 2012 der Verzicht auf 30.000 Euro jährliche Förderung durch die Stadt Remscheid schwer, Doch inzwischen hat man sich arrangiert. Wie WTT-Intendantin Claudia Sowa den Mitgliedern des städtischen Kulturausschusses gestern zu Beginn ihrer Sitzung auf offener WTT-Bühne berichtete, sei zwar die Zahl der Schulausführungen von 60 auf 20 im Jahr zurückgegangen, und die geringere städtische Förderung habe durch Eintrittskarten nicht ausgeglichen werden können (bis dahin waren die Schulaufführungen kostenlos). Denn: „Nicht alle Schülerinnen und Schüler können sich fünf Euro für einen Theaterbesuch leisten!“ Aber Sowa gab sich gelassen: Die weitere Selbstausbeutung der Theatermitarbeiter vorausgesetzt, komme das WTT finanziell noch klar, dank treuer Theaterbesucher, die sie inzwischen „fast alle persönlich kennt“. Neue Theaterfreunde hinzuzugewinnen, sei allerdings schwierig.  „Zum Glück haben wir tragfähige Kooperationen wie etwa die mit der Musik- und Kunstschule. Aus der gemeinsamen jährlichen Theaterwerkstatt für junge Leute rekrutieren sich immer mal wieder neue, ‘freiwillige‘ Theaterbesuche!“ Und das WTT ist auf der Suche nach weiteren Partnern für neue Theaterprojekte.

Stadtkämmerer und Kulturdezernent Sven Wiertz erinnerte an den Sparzwang der Stadt, der mit gegenwärtigen Krediten über 580 Millionen Euro weiter andauere, wenngleich die Stadt in den vergangenen zwei Jahren geringe Überschüsse in ihrem Etat gehabt habe. Wiertz: „Die strukturellen Probleme bleiben, und niemand weiß, wie lange die Hochkonjunktur bei gleichzeitiger Niedrigzinsphase noch anhalten wird!“

Institutionen berichten oder laden ein (3. Archiv 2018)

Nelson-Mandela-Schule / Projekt „Frühaufsteher“. Zehn Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule wurden im März im Rahmen des Berufsorientierungsprojektes „Frühaufsteher“ zu einer Betriebsbesichtigung im Remscheider Mercure-Hotel empfangen. Hotel-Direktor Marco Klij und sein Team haben ein attraktives Programm für den Besuch vorbereitet. So erhalten die Schüler neben einer Führung durchs Hotel die Gelegenheit, einen Tisch professionell einzudecken, den Umgang mit Lebensmitteln live zu erleben und zum Abschluss gemeinsam zu essen. Das Personal will dabei über die im Hotel anzutreffenden Berufe informieren und Fragen beantworten. Das Projekt „Frühaufsteher“ soll den jungen Teilnehmern die Berufswelt näherbringen und ihnen Einblick in die Arbeitsrealität geben. Sie sollen verschiedene Berufsfelder kennenlernen, um so entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten eine Entscheidungshilfe bei der späteren Berufswahl zu haben.

Bergische Industrie- und Handelskammer / Azubi-Recruiting-Trends 2018. Über die neusten Trends beim Azubi-Recruiting sowie neue und modernisierte Ausbildungsberufe informierte die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) am 17. Mai in Remscheid. Die Veranstaltung mit dem Titel „Azubi-Recruiting-Trends 2018 – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ findet von 15 bis 17:30 Uhr im Berufskolleg Technik statt. Sie richtet sich an interessierte Ausbildungs-verantwortliche, Lehrerinnen und Lehrer der berufsbildenden Schulen sowie Experten, die an der Beratung und Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern beteiligt sind.
2017 hatten 61 Prozent der Bewerber mehr als ein Ausbildungsangebot. Die Entscheidung, wer wo seine Ausbildung beginnt, wird so immer stärker eine Entscheidung der Bewerber und nicht mehr alleine der Unternehmen. Wer gute Bewerber gewinnen will, muss wissen, mit welchen Argumenten in welchen Kanälen er Bewerber anspricht. Genau darüber wird Felicia Ullrich, Geschäftsführerin der Hermann Ullrich GmbH & Co. KG, berichten. Sie stellt die Recruting-Studienergebnisse 2018 vor. Zu erwarten sind spannende Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Menschen und ihre Erwartungen an die Ausbildungsunternehmen. Im Anschluss daran werden die angepassten Inhalte verschiedener Ausbildungsberufe und Zusatzqualifikationen sowie neu entwickelte Berufe vorgestellt. Hintergrund hierfür ist die zunehmende Digitalisierung in Industrie, Handel und Dienstleistung. So startet das neue Ausbildungsjahr der Bergischen IHK am 1. August mit den Modernisierungen in den industriellen Metall- und Elektro- sowie den IT-Berufen. Außerdem wird erstmals der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce angeboten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich bei der Bergischen IHK unter www.wuppertal.ihk.de, Dokument-Nr.: 4035390 oder per E-Mail an g.eikholz@wuppertal.ihk.de.

Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW / Tagung „Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt“. Kulturelle Bildung erlebt just eine Renaissance in Zeiten einer sehr heterogenen und zunehmend gespaltenen Gesellschaft. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedarf es mehr als Leistungsprinzip und individualisierte Lebensstile. Im Zuge wachsender gesellschaftlicher Spaltung und zunehmenden extremistischen Tendenzen werden Fragen laut nach verbindenden Elementen, dem kollektiven Gedächtnis, kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten. Gefühlt wird der Kulturellen Bildung diesbezüglich ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Es fehlen jedoch fundierte fachliche Erkenntnisse: Trägt Kulturelle Bildung wirklich zu mehr „Kitt“ und gesellschaftlichem Zusammenhalt bei oder unterstützt der sehr subjektspezifische und emanzipatorische Ansatz der Kulturellen Bildung nicht vielmehr eine kritische Haltung zu kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten? Und wie müssten Kulturelle Bildungskonzepte aussehen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zugleich Raum schaffen für individuelle Positionierungen?
Auf der Tagung am 16. - 17. Mai in Remscheid  diskutierten Expert*innen gemeinsam mit Fachleuten der Kulturellen Bildung über Chancen, Risiken und Herausforderungen der Kulturellen Bildung im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenhalts mit Blick auf Themenfelder wie kollektives Gedächtnis, kulturelle Identitäten, Symbole und Werte.

Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) / Erstmals Blutspendetag. Die Premiere war ein großer Erfolg: Rund 50 Auszubildende und Ausbilder des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) beteiligten sich am 16. Mai an der Blutspende- und DKMS-Registrierungsaktion, die BZI-Mitarbeiterin Pia Schultz zum ersten Mal initiiert und organisiert hatte. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 26 Erstspender. „Gerade weil wir hier so viele junge Leute haben, ist es eine gute Gelegenheit den Grundstein zu legen, dass sie als Blutspender weitermachen“, freut sie sich über den Erfolg. Genauso groß war das Interesse am Angebot der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), wo sich 34 Teilnehmer als potenzielle Stammzellenspender registrieren ließen. „Mund auf, Stäbchen rein“ – diesem Aufruf folgten viele BZI-Azubis und führten direkt vor Ort einen Mundschleimhautabstrich durch, mit dem das Zellmaterial für die Registrierung gewonnen wird. Bis Freitag können sich noch weitere BZI-Mitarbeitende und Auszubildende anschließen.

Lennep Offensiv e.V. / Blumen zum Muttertag. Ein kleines Dankeschön hatte Lennep Offensiv e.V. für alle Mütter einfallen lassen. Am Tag vor Muttertag, verteilte der Verein am Alter Markt in Lennep Blumen an Passantinnen. Ab ca. 8 Uhr standen Mitglieder des Vereins am Wochenmarkt und überreichten ihnen farbenprächtige Rosen. Es wurde übrigens nicht gefragt, ob die Empfängerinnen tatsächlich (schon) Mutter sind. "Es soll eine symbolische Anerkennung für die Leistungen sein, die man sonst gern als selbstverständlich ansieht,." so Lennep Offensiv. „Gerade auf dem Markt trifft man ja diejenigen, die sich um das Wohl der Familie kümmern."

Ökumenische Initiative Lüttringhausen & F(l)airWeltladen-Lüttringhausen / Internationaler Weltladentag. Zur Feier des Internationalen Weltladentags lud die Ökumenische Initiative Lüttringhausen für heute Vormittag zum kostenfreien Fairen Frühstück in den F(l)air-Weltladen an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen ein. Spenden sind willkommen. Als besondere Gäste hatten Vertreter*innen von Organisationen zugesagt, mit denen die Initiative das Interesse am Fairen Handel teilt: Gerhilt Dietrich (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen), Matthias Schmid (Pfarrer im Gemeindedienst für Mission und Ökumene – Bergisch Land), Olivia Klose (AG „Schöpfung bewahren“ der Pfarrgemeinde St. Bonaventura-Heilig Kreuz) und Ralf Tobisch (Kolpingsfamilie Lennep). Eingeladen waren außerdem Vertreter der Schülergenossenschaft des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.
Der Weltladentag am 12. Mai steht im Zeichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Bundesweit macht die Fair-Handelsbewegung darauf aufmerksam, dass sich Deutschland im Rahmen dieser Ziele dazu verpflichtet hat, sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu fördern. Der Tag ist aber natürlich eine gute Gelegenheit, um sich im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen zu treffen – und leckere und schöne fair gehandelte Produkte zu entdecken. Wie sähe eine Welt aus, in der Unternehmen nicht vor allem dem Profit, sondern den Menschen und dem Planeten verpflichtet sind? Faire Arbeitsbedingungen für alle können nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag für eine neue EU-Richtlinie gemacht: Sie soll Lebensmittelproduzent*innen besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne schützen. Eine Liste zum Unterschreiben liegt im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen aus.

Deutsches Röntgen-Museum / Spende für das Archiv. Am Donnerstag, 3. Mai, hatten im Deutschen Röntgen-Museum in Lennep Prof. Dr. Ulrich Mödder, Vorsitzender der Fördergesellschaft des Museums, und Museumsdirektor Dr. Uwe Busch Besuch aus Zürich und Köln: Der bedeutende Schweizer Kinderradiologe Andres Giedion (1925-2013) hatte in seiner beruflichen Karriere ein umfangreiche Lehrsammlung im Bereich der Kinderradiologie zusammengestellt. Dieses für die Fachwelt und für Forschungszwecke bedeutsame Archiv wurden dem Deutschen Röntgen-Museum von seiner Witwe Monica Giedion-Riesch zur Verfügung gestellt. Für die sachgerechte Einlagerung der Sammlung im Archiv des Deutschen Röntgen-Museums stellte sie der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums eine Spende in Höhe von 13.500 Euro zur Verfügun. Die fachliche Gliederung der Sammlung hat die Kölner Kinderradiologin Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm und ihr Mann Dr. Ernst Bohm vorgenommen. Dr. Uwe Busch: „Die Sammlung Giedion ergänzt die bereits im Archiv befindlichen wissenschaftlichen Lehrsammlungen in besonderer Weise. Sie steht ab sofort für Wissenschaftler aus aller Welt für Forschungszwecke zur Verfügung.“

Geschichtsverein will beim Museumsarchiv helfen

„Die weltweite Bedeutung des Deutschen Röntgen-Museums für die wissenschaftliche Forschung ist von überragender Bedeutung für die Stadt Remscheid. Die Strahlkraft des Museums für die Stadt Remscheid ist unbedingt auch in Zukunft zu unterstützen und auszubauen. Die Stadt Remscheid ist Projektpartner des Bergischen Geschichtsvereins und hat in ihm einen wissenschaftlich kompetenten Partner für die Erschließung und Digitalisierung der Sammlung des Deutschen Röntgenmuseums gefunden,“ heißt es in einem Förderantrag des Bergischen Geschichtsverein (BGV) an den Landschaftsverband Rheinland (LVR) vom 28. Februar, von dem die Stadtverwaltung den Ausschuss für Kultur und Weiterbildung zur Sitzung am 15. Mai in Kenntnis setzt. Der BGV möchte die beantragten 157.400 Euro aus dem LVR-Etat der regionalen Kulturförderung in den nächsten beiden Jahren dafür einsetzen, die bisher nur rudimentär erschlossenen Archivalien und Objekte des Röntgenmuseums zu erschließen und zu digitalisieren, um sie im Röntgenjahr 2020 (175. Geburtstag  von Wilhelm Conrad Röntgen und 125. Jahrestag der Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen) für die interessierte Öffentlichkeit und die Forschung zugänglich machen zu können.

Dies gilt für Akten, darunter auch fremdsprachige Patentschriften, und Fotos (auf Papierabzügen und Glasnegativen) von Personen, technischen Geräten, Gebäuden und Räumen, für Drucksachen (Bücher, Dissertationen, Zeitschriften, Sonderdrucke, Firmendokumentationen, Werbebroschüren und Gebrauchsanweisungen, für Röntgenbilder und Röntgenfilme, für Nachlässe bedeutender Radiologen und Medizinhistoriker. Und dies gilt auch für die größeren Objekte in dem Museumsarchiv, das sich in einer ca. 1.600 Quadratmeter großen ehemaligen Fabrikhalle in Radevormwald-Dahlerau befindet, darunter ein kompletter Röntgenbus (seine Waterbölles-Video vom 15. Januar). Eine (wissenschaftliche) Nutzung des Archivbestandes sei gegenwärtig nur sehr beschränkt möglich, heißt es im Förderantrag. Auch der persönliche Nachlass von W.C. Röntgen sei bisher nicht vollständig erschlossen. Das Problem: Der finanzaschwachen Stadt Remscheid als Trägerin des Deutschen Röntgen-Museums fällt schon eine sachgemäße Lagerung der Objekte und Archivalien schwer, ganz zu schweigen von der Besetzung wissenschaftlicher Fachstellen.

In die Bresche will nun mit finanzieller Unterstützung des LVR der Bergische Geschichtsverein springen, zu dessen satzungsgemäßen Aufgaben die Erschließung von Sammlungen und Archiven gehört. Zitat aus dem Antrag: „Diese Aufgaben können mit dem vorhandenen DRM-Personal nicht geleistet werden, daher soll mit Hilfe des BGV als Projektträger eine Vollzeitstelle als wissenschaftliche Fachkraft für zwei Jahre geschaffen werden. Die Teilung ... auf zwei halbe Stellen hat sich ... als vorteilhaft herausgestellt. Dem BGV stehen hier zwei Wissenschaftler mit ausgewiesener Expertise für diese Art von Projekten zur Verfügung.“ So verfügen die beiden Wissenschaftler nach Angaben des BGV über Erfahrungen in der Datenbankerfassung mit dem Programm AUGIAS (Archiv und Museum), „da der BGV seine eigenen Bestände mit dieser Software erfasst, verwaltet und mit öffentlichen Institutionen austauscht“. Für die Arbeit im Röntgen-Museum will der BGV seine technische Ausstattung wie Kamera, Leuchten, Lupen, konservatorisches Werkzeug, EDV etc. zur Verfügung stellen. Die Sparkassenstiftung Remscheid will sich an dem Projekt mit 4.000 Euro beteiligen, so dass die Stadt Remscheid nur noch 8.000 Euro an Eigenkitteln aufbringen müsste.

Der 41. Museumstag gestern auf dem Hasten

Am gestrigen 41. Internationalen Museumstag nahmen die beiden Deutschen Museen der Stadt Remscheid mit einem umfangreichen Programm samt kostenlosem Shuttle-Bus teil, der das Deutsche Werkzeug-Museum mit dem Deutschen Röntgen-Museum verband. Auf dem Hasten reichte die Bandbreite vom Schmieden bis 3-D-Druck, von der Singenden Säge bis zur großen und kleinen Dampfmaschine, vom Bronzeguss bis zur Passepartout-Herstellung, von der Laserbeschriftung bis zum Weichlöten etc. Die Musik dazu lieferte die Musik- und Kunstschule mit Jazz, Rock, Balladen und Folk. Das Video des Waterbölles zeigt einen Ausschnitt aus dem Angebot.