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Viel Beifall für Zumba-Nachwuchs und Songwriter Vinku

Ausschnitte aus dem Kinder- und Jugendkulturtag in Lennep am vergangenen Sonntag

Wenn am Donnerstag, 19. Juli, auf dem Rathausplatz der Remscheider Festival-Sommer 2018 beginnt, wird der Songwriter Vincent Kuhlen auf der Bühne stehen (in Facebook als „Vinku“ zu finden). Der 20-jährige Wülfrather, der sich nur wegen seines jugendlichen Aussehens einen Bart hat wachsen lassen, erhielt im vergangenen Jahr beim Newcomer-Bandfestival im "Kultshock" den „Kreativpreis“. Seine Mischung aus Loop-Akustik-Pop und deutschem Sprechgesang hatte die Jury beeindruckt. Und beeindruckt von seinen Liedern waren am Sonntag auch die Besucher des Kinder- und Jugendkulturtag des Lenneper Jugendzentrum Die Welle gGmbH auf dem Alter Markt. Bevor sich der ZUMBA-Nachwuchs schüchtern auf die Bühnenbretter wagte, servierte dort „Vinku“ einige seiner selbst geschriebenen und komponierten Lieder so professionell, dass ihm ein Karriere in der Musikbranche zu wünschen wäre.

"Loop-Station", habe ich bei seinem Auftritt gelernt, ist ein elektronisches Gerät, das über Pedale Musik- und Rhythmus-Sequenzen aufzeichnet und den anschließenden Live-Gesang akustisch aufwertet.  Entstanden sind die Stücke im Proberaum von „WüRG“, der Wülfrather Rockgemeinschaft (WüRG), wo der talentierte Jungmusiker fast täglich zu finden ist, um sich auf seine Auftritte vorzubereiten. Das sind nicht selten drei in einer Woche. Denn Vincent Kuhlen ist ehrgeizig. Er würde gerne Musik studieren an der begehrten Akademie für Populäre Musik und Musikwirtschaft in Mannheim. Unterstützt wird er dabei von seinem Eltern, selbst Musiker.

KInderpaten-Projekt feierte mit Spielezirkus

Der Kölner Spielezircus e.V. gastierte gestern Nachmittag im großen Garten von Marlies Rostek in der Hofschaft Hackenberg. Die Remscheiderin unterstützt das Kinder-Patenschaftsprojekt, das vor vier Jahren von der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid ins Leben gerufen wurde. Es findet auch bei anderen kinderfreundlichen Bürgerinnen und Bürgern großen Anklang. Sie nehmen sich seitdem Jungen und Mädchen aus Familien an, in denen ein Elternteil psychisch erkrankt ist. Denn die psychische Erkrankung von Vater oder Mutter wirkt sich auf die Familienbeziehungen und die Kinder aus. Diese brauchen neben intensiven Jugendhilfemaßnahmen oftmals auch lebenspraktische, alltagsnahe Hilfe – kleine Auszeiten, die wiederum dem psychisch kranken Elternteil Entlastung im Alltag bieten. Inzwischen hat sich das einstige Projekt als Angebot „Kinderpaten der Stadt Remscheid“ fest etabliert. Darüber sprach der Waterbölles währen des gestrigen Sommerfestes mit Marlies Rostek und Gabriele Koch, der Leiterin der Psychologischen Beratungsstelle der Stadt Remscheid.

Wo stehen eigentlich ISG Alleestraße und Marketingrat?

Waterbölles-Kommentar

Über Rückmeldungen seiner Leser freut sich jeder Journalist. Vor allem natürlich, wenn sie positiv ausfallen. ;-) Auf den Kommentar „Die Faxen satt“ bin ich in den vergangenen Tagen mehrfach angesprochen worden, darunter auch von Kommunalpolitikern der SPD, der Linken und - aufgemerkt – der CDU. Und darunter war keine Stimme, die einem Ausbau des Friedrich-Ebert-Platzes in der vorgesehenen finanziellen Größenordnung ein Loblied gesungen hätte. Interessant auch die Bemerkung, mit dem Kommentar hätte ich offenbar die gesamte Remscheider Politik kuiez vor der Sommerpause noch einmal aufgeschreckt. Denn diesen wäre es nicht zu der fast zweistündigen Diskussion in der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag gekommen.

Ob das so ist oder nicht, will ich nicht beurteilen. Aber ich kann mir etwas wünschen: Dass das Thema über die Ferienzeit hinweg in der Diskussion bleibt. Frage also in die politisch interessierte Runde: In der Ratssitzung hat Prof. Dr. Thomas Hoffmann, der Geschäftsführer der Remscheider Stadtwerke bestätigt, dass der neue Zentrale Omnibusbahnhof auch ohne den angrenzenden „Platz mit Aufenthaltsqualität“ gebaut werden könnte. Fakt ist aber auch, dass der Preisträger der Architektenwettbewerbs durch eben diesen ein „Planungsversprechen" erhalten hat, das er bei der Stadt einlösen kann.

Ein Dilemma, das sich vielleicht lösen lässt. Denn die entscheidende Frage ist doch: Wann?? Muss wirklich der ganze Platz auf einmal umgestaltet werden? Ist nicht auch vorstellbar, dass zuerst der Busbahnhof an die Reihe kommt, dann die kleineren Projekte rund um die Alleestraße, mit denen der Düsseldorfer Preisträger nichts zu tun hat, und dann erst der zweite Teil des „Planungsversprechens“, der öffentliche Platz neben dem ZOB?

Eine Frage, die auch die ISG Alleestraße und den Marketingrat Innenstadt beschäftigen sollte, in Personalunion vertreten durch Ralf Wieber, CDU-Ratsmitglied. In Zwiegesprächen macht er sich gerne für die Alleestraße stark, aber offizielle Stellungnahmen, in denen klar Position bezogen werden, scheinen beide Institutionen zu meiden wie der Teufel das Weihwasser. Warum eigentlich? Was hätten sie zu fürchten - außer vielleicht den einen oder anderen Fraktionsvorsitzenden, der (noch?) anderer Meinung ist.

Rückblick: Projekt "modernes Remscheid" in der Schublade

Aus aktuellem Anlass – die Diskussion über den Ausbau des Friedrich-Ebert-Platzes in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag – veranlasst den Waterbölles zum Nachdruck eines Artikels, der so am Dienstag, 28. April 2009 erschien:

 Im September 2006 plädierte Rosemarie Stippekohl (CDU) dafür, das Projekt „Friedrich-Ebert-Platz“, dem Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein zuvor „oberste Priorität“ eingeräumt hatte, nicht auf die lange Bank zu schieben. Denn derzeit leiste sich die Stadt da „den teuersten Parkplatz, den man sich denken kann“. Ein Jahr zuvor, 2005, hatten fünf Teams aus Stadtplanern, Architekten, Verkehrsplanern und Landschafts-/ Freiraumplanern im Rahmen eines Wettbewerbs, den das Land NRW finanziell unterstützte, „Visionen und Perspektiven“ für die Innenstadt entwickelt. Motto: „Für ein modernes Remscheid - Strategien gegen die Stadtflucht“. Daraus wird wohl so schnell nichts werden. Zitat aus einer aktuellen Mitteilung der Verwaltung, mit der sich in den nächsten Wochen Bezirksvertretung Alt-Remscheid, Bau-, Finanz- und Hauptausschuss beschäftigen werden:

Die Neugestaltung des Zentralen Omnibusbahnhofes am Friedrich-Ebert-Platz, wie sie gemäß den Ergebnissen des Wettbewerbs Innenstadtentwicklung im Jahr 2006 und einer daran anknüpfenden Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung des ZOB aus dem Jahr 2008 vorgesehen ist, wird grundsätzlich begrüßt. Aktuell ist eine Umsetzung jedoch nicht möglich. Die Planung soll wieder aufgenommen oder fortgeführt werden, wenn absehbar ist, dass Fördermittel eingeworben werden können, oder wenn Investorentätigkeiten bekannt und aus städtebaulichen Gründen unterstützt werden.“

Die Machbarkeitsstudie zur Umgestaltung des ZOB Friedrich-Ebert-Platz, die der Bauausschuss im September 2006 in Auftrag gegeben hatte, kostete die Stadt 25.868,00 €. Die Studie hatte ergeben, dass Planung, Grunderwerb und Erschließung 2,2 Millionen Euro kosten würden, der spätere Grundstücksverkauf aber nur 1.668.420 Euro einbringen würde. Ein Verlustgeschäft von 531.265 Euro. Fazit der Verwaltung: „Eine Realisierung der Planung wäre grundsätzlich wünschenswert. Derzeit werden jedoch keine Umsetzungsmöglichkeiten gesehen, da die Finanzierung nicht gesichert ist. (…) Der Fehlbetrag kann von der Stadt Remscheid nicht übernommen werden.“  

In einer Proschüre der Stadt Remscheid aus dem Jahre 2012, die mit „Innenstadtkonzept, Planungswerkstatt Innenstadt, Offene Bürgerwerkstatt“ überschrieben ist, heißt es auf Seite 41 zur „Machbarkeitsstudie Umgestaltung ZOB:

„Aufbauend auf den Ergebnissen des kooperativen Entwurfsprozesses zur Innenstadtentwicklung und unter Beteiligung der Stadtwerke Remscheid GmbH wurde ein Vorschlag entwickelt, den auf dem Friedrich-Ebert-Platz angesiedelten ZOB aufzugeben und seine Funktion auf zwei Richtungs-Busbahnhöfe zu verteilen. Die Richtungs-Busbahnhöfe sollten nach diesem Vorschlag im Bereich der heutigen Haltestelle Allee-Center sowie am südlichen Rand des Friedrich-Ebert-Platzes angeordnet werden. (...)

Die favorisierte Variante beschrieb folgendes Konzept: Linien mit Fahrtrichtung West halten an dem Richtungs-Busbahnhof Friedrich-Ebert-Platz und Linien in Fahrtrichtung Ost an dem Richtungs-Busbahnhof Allee-Center. Gegenüber den jeweiligen Richtungs-Busbahnhöfen werden Haltestellen für die entgegengesetzte Fahrtrichtung eingerichtet. Dieses Konzept wurde mit der Maßgabe weiterer städtebaulicher Aspekte fortentwickelt: Schaffung eines Vorplatzes vor dem Theater, Berücksichtigung des geplanten Standortes der von Prof. Böhm konzipierten Stadthalle, Berücksichtigung der höhentechnischen Erreichbarkeit des westlichen Einganges zum Allee-Center und Ausweisung von Stellplätzen für Car-Sharing-Fahrzeuge. Es wurde die Chance gesehen, bei einer Realisierung große Teile des Friedrich-Ebert-Platzes für eine städtebauliche Nutzung oder nach neuerer Einschätzung als Grünfläche gewinnen zu können. Sowohl das Empfehlungsgremium als auch die Fachberater der Stadtwerke Remscheid sahen den Vorschlag als grundsätzlich realisierbar an.

Die Kosten- und Finanzierungsübersicht zu der favorisierten Variante wies allerdings einen Fehlbetrag von rd. 500.000 € auf, der von der Stadt Remscheid nicht übernommen werden konnte. Da weitere Kosten für den Neubau der Leitstelle des ZOB und der privaten Nutzungen auf dem Friedrich-Ebert-Platz unberücksichtigt blieben und die Förderung der Maßnahme aus Städtebauförderungsmitteln nicht abgestimmt war, wurden keine Umsetzungsmöglichkeiten gesehen. Aus diesen Gründen wurde vorgesehen, dass die Planung wieder aufgenommen oder fortgeführt wird, wenn absehbar ist, dass Fördermittel eingeworben werden können oder wenn Investorentätigkeiten bekannt sind und aus städtebaulichen Gründen unterstützt werden“.

Im April 2009 stellte die CDU-Fraktion den Antrag:

„... die Machbarkeitsuntersuchung zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes in Teilen weiter fortzuführen. Konkret: Die Planungen für das Gelände neben dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium soll gem. bereits gestelltem CDU-Antrag mit seniorengerechter Wohnanlage, Sporthalle, Mensa, Parkhaus und Neuausrichtung des Pausenhofes weitergehen. Ferner soll die Verwaltung einen großen „Durchstich“ zwischen der Engelspassage und Wilhelm-Schuy-Straße zur Alleestraße prüfen. Begründung: „Die Alleestraße verliert immer mehr den Status einer Einkaufsmeile. Die beiden großen Zentren Alleecenter und Brückencenter lassen die alte Einkaufsstraße in ihrer Mitte veröden. Es muss für die Alleestraße eine Aufmerksamkeit erreicht werden, damit sie weiter Bestand haben kann. Eine großzügige Öffnung aus Richtung Friedrich-Ebert-Platz, die auch weithin sichtbar ist, würde eine neue Aufmerksamkeit auf die Alleestraße lenken. Eine attraktive Gestaltung ist für die Einkaufsstraße zwingend notwendig.“

Siehe im Waterbölles auch

 

 

Gemeinsame Streifengänge bringen auch Synergien

In Vertretung von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz unterzeichnete Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke gestern Mittag gemeinsam mit dem neuen Wuppertaler Polizeipräsident Markus Röhrl eine Kooperationsvereinbarung, mit der sich die Kreispolizeibehörde Wuppertal und die Stadt Remscheid als Ordnungspartner zur gemeinsamen Aufgabenwahrnehmung bei der Feststellung und Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten sowie zur Gefahrenabwehr verpflichten. Mit dabei die Leitende Polizeidirektorin Irmgard Baumhus, die zwischen September 2017 und Februar 2018 die Kreispolizeibehörde kommissarisch geleitet hatte, Polizeirat Jochen Borst, Leiter der Polizeiinspektion Remscheid, und Heiko Susic, Abteilungsleiter in der städtischen Ordnungsbehörde, zuständig für Allgemeine Ordnungs- und Gewerbeangelegenheiten.

„Sicherheit und Ordnung, das sind zwei Seiten einer Medaille“, betonte Markus Röhl. Und da sei es gut, sich gemeinsam Strategien zu überlegen, „statt gemeinsam unterwegs zu sein“. Dass dies auch etwas mit Synergien zu tun hat, verriet sein Satz: „Gemeinsame Streifengänge entlasten personell beide Seiten!“ Barbara Reul-Nocke verwies in diesem Zusammenhang auf „ROSI“, die „Remscheider Ordnungs- und Sicherheits-Initiative“ (siehe Waterbölles vom 12. Januar 2017). Nun werde schriftlich fixiert, war längst „in der Praxis gelebt wird“. Polizei und Stadt „streben eine gemeinsame ‚Bürgersprechstunde‘ an, die einmal wöchentlich unter Beteiligung einer Bezirksdienstbeamtin bzw. eines Bezirksdienstbeamten und einer Mitarbeiterin bzw. eines Mitarbeiters des Kommunalen Ordnungsdienstes im Wartebereich des Ämterhauses durchgeführt werden soll“, heißt es in der gestern betroffenen Vereinbarung. Auch von gegenseitigen Hospitationen ist die Rede, um „die Denke des anderen besser kennenzulernen“, so die Rechtsdezernentin.

Dass die gemeinsamen Streifengänge sich nicht nur auf die Alleestraße, die Engels-Passage und den Bökerspark beschränkten, betonte Polizeirat Jochen Borst. Auch bei größeren Veranstaltungen arbeite man zusammen, dann auch mit der städtischen Jugendhilfe (Beispiel: Lenneper Rosenmontagszug). Eine stärkere Präsenz der Behörden auf der Straße komme im Übrigen dem Sicherheitsbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger entgegen, stellte Polizeipräsident Röhl fest. In der Einladung zu gestern las sich das so: "Die Stadt und die Polizei haben Kraft Gesetz die Aufgabe, Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwehren. Die Bewältigung erkannter Ordnungs- und Sicherheitsprobleme setzt dabei ein zielgerichtetes Handeln aller verantwortlichen Akteure voraus, um das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger und die objektive Sicherheitslage im Stadtgebiet Remscheid zu stärken. Stadt und Polizei sind sich ihrer Aufgabe und Verantwortung bewusst." Nachfolgend die neue Vereinbarung im Wortlaut:

Artikel vollständig lesen

Programm der Wochen der älteren Generation 2018

Die vor rund 40 Jahren ins Leben gerufenen Wochen der älteren Generation gehen Anfang September in eine neue Runde: Vom 1. bis zum 15. September bieten sie vom "Klassiker" wie der "Fahrt in Blaue" der Wohlfahrtsverbände bis zu neuen Veranstaltungen eine facettenreiche Bandbreite von insgesamt zwanzig Veranstaltungs- und Aktionsangeboten.

In seinem Grußwort schreibt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Ich würde mich freuen, wenn sich viele Menschen angesprochen und eingeladen fühlen, an dem vielfältigen Programm teilzunehmen. (...) Diese Veranstaltungswoche macht erneut deutlich, dass unsere Stadt generationengerecht weiterentwickelt werden muss und wird. Mit dem Seniorenbüro am Markt 13 haben Verwaltung und Seniorenbeirat eine wichtige Anlaufstelle geschaffen. Deren Inanspruchnahme ist beeindruckend - offensichtlich war und ist ein solcher Treff dringend erforderlich. erade bei allen Projekten der Stadtplanung werden wir zukünftig verstärkt darauf achten, dass wir die Belange älterer Remscheiderinnen und Remscheider mit im Fokus haben. Barrierefreiheit, Erreichbarkeit von Dienstleistungen, wohnortnahe Angebote und Infrastruktur, ein guter ÖPNV, all das sind wichtige Aspekte. Ich möchte, dass sich alle Generationen in unserer Stadt wohl fühlen und sie als ihre erleben.“

Am vergangenen Donnerstag stellten Stadtdirektor Sven Wiertz, Ralf Krüger (Foto / städtischer Behinderten- und Seniorenbeauftragter) und Annette Mores (Seniorenberaterin) gemeinsam mit den Seniorenbeiratsmitglieder Philipp Veit (stellvertretender Vorsitzender), Erika Schmitz, Inge Brenning, Bernhard Schmid und Gertrud Hahn das neue Veranstaltungsprogramm druckfrisch vor. Ein Angebot für „Best Ager mit Lebenserfahrung und Interesse an Neuem“, so Krüger.

Waterbölles: Die digitale Version auf der Homepage soll noch folgen. Die für die Berichterstattung des Waterbölles zugesagte pdf-Datei, aus der die einzelnen Programmpunkten zur Berichterstattung hätten entnommen werden können, blieb leider aus. Der Bericht wird komplettiert, sobald die Informationen aus dem Rathaus eingetroffen sind. Eine Nachfrage des Waterbölles  bezüglich der Datei führte gestern um 12.26 Uhr zu der Rück-Mail, dass „die Mitarbeiter der Verwaltung, die die Datei erstellt haben, nicht mehr zu erreichen“ seien. Schönes Wochenende.

Busse der Stadtwerke zwei Tage kostenfrei?

Auf Antrag der Fraktionen von SPD, GRÜNEN und DIELINKE hat der Rat der Stadt in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, in der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Remscheid GmbH am 23. August den zusätzlichen Tagesordnungspunkt „Durchführung einer Marketingaktion zugunsten des ÖPNV in Remscheid“ zu beantragen und den folgenden Beschlussentwurf zur Abstimmung zu stellen: „Zum Zwecke der Förderung der Attraktivität des ÖPNV in Remscheid im Rahmen einer Marketingaktion wird die Nutzung der Busse der Stadtwerke Remscheid GmbH aus Anlass des ‚Tages der Vereine‘ am 9. September 2018 ganztägig und anlässlich der „Nacht der Kultur“ am 27. Oktober 2018 ab 17 Uhr bis Betriebsschluss kostenfrei gestellt. Die Stadtwerke Remscheid GmbH verhandeln die hierzu erforderlichen Modalitäten mit dem VRR. Für beide Aktionen ist ein Bericht über das Fahrgastaufkommen und die Reaktion der Fahrgäste öffentlich vorzulegen.“ Begründung: „Am 9. September 2018 präsentieren sich die Remscheider Vereine im Innenstadtbereich. Von der Alleestraße bis hin zum Theodor-Heuss-Platz werben sie an Ständen und auf Aktionsbühnen mit Bewegungs- und Unterhaltungspro-grammen für ihre Angebote. Um allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt den Zugang zu dieser Veranstaltung zu ermöglichen könnte die Nutzung des ÖPNV kostenfrei angeboten werden.

Armut im Deutschland ist auch in Remscheid ein Thema. Menschen die davon betroffen sind (Alte, Alleinerziehende, SozialhilfeempfängerInnen usw.) können sich in vielen Fällen die Fahrkarten für den ÖPNV nicht leisten um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Gerade dieser Bevölkerungsschicht könnte an diesem Tag Zugang und Teilhabe am Leben der Stadt ermöglicht werden.

Auch die jährlich stattfindende „Nacht der Kultur“ am 27. Oktober 2018 ist ein Kultur-Fest in Remscheid. Vielfältig und kreativ zeigt sich Remscheid von seiner besten Seite und lockt die Menschen in die Innenstadt und zu den ungewöhnlichsten Orten. Autofahrer können an diesen Tagen auf die Nutzung des eigenen Pkw verzichten. Die angespannte Parkplatzsituation in der Innenstadt würde im Vorfeld bereits entzerrt. Die Diskussion um günstigen öffentlichen Personennahverkehr ist ein Thema, mit wir uns immer wieder auseinandersetzen. Die österreichische Hauptstadt Wien erlebte einen Ansturm auf Busse und Bahnen als diese ein Tagesticket für einen Euro anboten. Die Fraktionen möchten einen „Versuchsballon“ starten und den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt die Möglichkeit bieten, an diesen zwei Tagen die öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei auszuprobieren. Gleichzeitig betrachten wir dies auch als Werbung für die Veranstaltungen und für den ÖPNV.“

'Pferdestall' mit Gründungssatzung auf Weg zum e.V.

Um das Projekt „Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid“ voranzutreiben, hat sich am Mittwoch in Remscheid ein Trägerverein gegründet. Gestützt auf den erklärten Willens aller Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt, das Projekt zu unterstützen, „betrachtet es die Stadt Remscheid als unerlässlich, Gründungsmitglied des Vereins in Gründung zu werden“, hieß es in der gestrigen Ratssitzung in einer Beschlussvorlage, der der Rat zustimmte. Damit wurde ein entsprechender Dringlichkeitsentscheid gebilligt, den am 28. Juni Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven unterzeichnet hatten. Demzufolge ist die Stadt Remscheid Gründungsmitglied und wird künftig in der Mitgliederversammlung des Vereins durch den Oberbürgermeister vertreten.

Im Video Gründungs- und Vorstandsmitglieder des neuen Vereins: Francesco Pasquale Lo Pinto, Klaus Blumberg, Johannes Kessler (Geschichtsverein), Nick Jannis Schmeißer, der evangelische Superintendent Hartmut Demski Dechant Thomas Kaster, Stephanie Licciardi, Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Johann Max Franzen und Hans Heinz Schumacher.

Satzung und Vorstands des Vereins stellte gestern im großen Sitzungsaal des Rathauses eine Stunde vor Beginn der Ratssitzung EMA-Schulleiter a.D. Hans Heinz Schumacher als tags zuvor Vorsitzender vor. Und die Pressevertreter waren Zeuge, wie Stadtdirektor Sven Wiertz in Vertretung des erkrankten OB, der katholische Dechant Thomas Kaster, der evangelische Superintendent Hartmut Demski und Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, ihre Unterschriften unter die Gründungssatzung des neuen Vereins setzten.

 

Was bisher geschah

Der Verein soll der Erinnerungskultur im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus in Remscheid dienen und im ehemaligen Pferdestall des Polizeikomplexes am Quimperplatz das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, an ihr Leiden und Sterben durch Verfolgung und Inhaftierung, pflegen und das Lernen aus der Geschichte am historischen Ort ermöglichen. Anlässlich der Progromnacht in Deutschland vor 80 Jahren plant der Verein für den 10. November eine weiterte Ausstellung in der künftigen Gedenkstätte.

Der Vorstand besteht neben Hans Heinz Schumacher aus den EMA-Schülern Francesco Pasquale Lo Pinto und Nick Jannis Schmeißer ( beide stellvertretende Vorsitzende), Klaus Blumberg (Schatzmeister), der früheren EMA-Schülerin und heutigen Journalistin Stephanie Licciardi (Schriftführerin) und den Beisitzer Roya Banaeian, Mirjam Geiler, Tina Horky, Tabea Imig, Hauke, Michael Müller, Marko Röhrig, Theodora Tu und EMA-Schulleiter Olaf Wiegand.

Juristische Mitglieder des Vereins sind: Bergischer Geschichtsverein Abteilung Remscheid, Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Remscheid, Evangelischer Kirchenkreis Lennep, DGB-Stadtverband Remscheid, Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums, IG Metall Remscheid-Solingen, Jüdische Kultusgemeinde Wuppertal, Katholisches Stadtdekanat, und die VVN/BdA Kreisverband Remscheid (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten).

Der Mitgliedbeitrag: Ordentliche Mitglieder zahlen zwölf Euro im Jahr, juristische Personen 20 Euro im Jahr und Schüler, Studenten etc. drei Euro im Jahr.

Den Kommunalpolitikern zur kleinen Erinnerung

Bernd Schützeberg und andere im O-Ton.

Ordnungsverfügung der Stadt gegen ALDI-Konzern“, meldete der Waterbölles aktuell am 21. Juni. Aus gut unterrichteten Kreisen war bekannt geworden, dass die Stadt Remscheid gegen den ALDI-Konzern als Besitzer des Discounter-Grundstücks an der Burger Straße – und damit auch des unter Denkmalschutz stehenden Mannesmann-Turms „Blauer“ Mond“ auf dem Gelände – eine Ordnungsverfügung erlassen hatte mit dem Ziel, den milliardenschweren Konzern zum Wiederaufbau des historischen Wahrzeichens im Remscheider Süden zu veranlassen. Der war April 2015 nach dem Sturm „Niklas“ wegen angeblicher Einsturzgefahr demontiert worden. Auf diesen Bescheid reagierte der Konzern ungewöhnlich trotzig und zog vor Gericht. Weil er den stählerne Turm für einen finanziellen Klotz am Bein hält. Und die „Mond-Akteure“, die fleißig Unterschriften sammeln für den Erhalt des Turmes? Sie reagierten auf die Klage mit großen Transparenten, die in nächster Zeit im ganzen Stadtgebiet aufgehängt werden sollen. Zwei davon präsentierten die engagierten Bürger/&innen aus dem Südbezirks gestern Nachmittag den Kommunalpolitikern, als diese zur letzten Ratssitzung vor der Sommerpause ins Rathaus gingen.

Bedarf an Sporträumen ist noch unklar

Weiterführende Schulen haben enormen Raumbedarf“, titelte der Waterbölles am 25. Mai, nachdem die Verwaltung der Politik den künftigen Raumbedarf für die weiterführenden Schulen mitgeteilt hatte, berechnet von dem Bildungswissenschaftler Dr. Detlef Garbe von der Leverkusener Beraterfirma Dr. Garbe & Lexis. Demnach fehlen in Remscheids weiterführenden Schulen bis 2029 mehr als 160 Räume, und die Rückkehr zu G9 kostet insgesamt knapp sieben Millionen Euro.

Kommen dazu womöglich noch weitere Ausgaben für Sporträume hinzu? Die Frage wurde gestern im Sportausschuss gestellt. Den Mitgliedern war aufgefallen, dass sich der Schulentwicklungsplan mit dem Raumbedarf für den Schulsport gar nicht beschäftigt. Vielleicht, weil das in der Vergangenheit kein Problem war. Inzwischen aber könnte das anders aussehen. Einstimmig beschloss der Sportausschuss deshalb gestern auf Antrag von Alexander Schmidt (CDU), die erforderlichen Sporträume gleichwertig in die Schulentwicklungsplanung aufzunehmen.  Auf diese Weise ließe sich dann leichter erkennen, ob und wo es zu einer Raumverknappung zu Lasten der Sportvereine kommen könnte, die in den Hallen auch und gerade auf die späteren Nachmittagsstunden  angewiesen sind. Für David Schichel von den Grünen „ein wichtiges Thema“.

Sportdezernent Thomas Neuhaus will dazu nach der Sommerpause  konkreter werden. Aber zunächst müsse die Stadt bei der Bezirksregierung in Düsseldorf ihren Plan einer neuen Dreifach-Turnhalle am Albert-Einstein-Gymnasium an der Brüderstraße in trockene Tücher bringen. Darauf aufbauend könnten die für Sport und Schule zuständigen Fachbereiche der Verwaltung sich dann gemeinsam um den übrigen Bedarf an Sporträumen kümmern.