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Der teuerste Kunstrasenplatz aller Zeiten

Am 22. November 2018 hatte der Rat der Stadt Remscheid die Verwaltung einstimmig beauftragt, Voraussetzungen für einen Grundlagenbeschluss zum Sportplatz Neuenkamp darzulegen. Konkret: Die Politik wollte wissen, mit welchen Kosten bei Grunderwerb und Altlastensanierung zu rechnen sei und mit welchen Planungs- und Baukosten bei der Umwandlung des Sportplatzes Neuenkamp in einen Kunstrasenplatz. Der Fachdienst Sport und Freizeit beauftragte daraufhin die Technischen Betriebe der Stadt Remscheid (TBR) mit der Planung von zwei Varianten für die Sportfläche, die sich noch nie im Eigentum der Stadt Remscheid befand, beauftragt, einem großen Fußballfeld bzw. einem kleinen Fußballfeld mit zusätzlichen Sportangeboten  für Leichtathleten. Weiterhin wurden die TBR mit einer exakten Kostenschätzung für die Sanierung des Platzes beauftragt, da in den 1960er Jahren auf dem Gelände Dioxin belastetes Material (Marsberger Kieselrot) zur Platzauffüllung abgekippt worden war. Die bisherige Kostenschätzung (ohne vertiefte Untersuchung) durch die TBR hatte in Absprache mit dem Umweltamt 300.000 € ergeben.

Zur Sitzung des Sportausschusses am 20. März hat die Verwaltung nunmehr den fertigen Prüfbericht vorgelegt.  Zu den Grunderwerbskosten heißt es darin: „Da die ursprünglich von RSV e.V., BV 10 e.V. und Stadt Remscheid favorisierte Fortführung der Pacht der Sportfläche mit Umwandlung des Tennen- in einen Kunstrasenplatz nach Stellungnahmen des Rechtsamtes und des Umweltamtes der Stadt Remscheid zum Zeitpunkt Ende 2017 nicht weiterverfolgt werden konnte, wurde mit dem Sportverein RSV e.V. von Seiten der Stadtverwaltung Gespräche hinsichtlich eines angemessenen Kaufpreises für das Grundstück geführt (Oberbürgermeister, Fachdezernate). (...)
Das Ergebnis der Grundstückswertermittlung war am 6. November 2018 Grundlage für ein Gespräch mit den Vertretern des RSV e.V. über den angemessenen Grundstückswert der Sportfläche. Ausgehend von einer 30-jährigen Nutzung als Sportfläche liegt der Grundstückswert bei 38 €/m². Mithin liegt der Wert bei einer Nutzung als Sportfläche gesamt bei 540.036,60 € (ohne Berücksichtigung der Entsorgungskosten).

Am14. November 2018 teilte der verkaufsbereite RSV e.V. in einer Email der Stadt Remscheid als Ergebnis eines Vereinsbeschlusses mitgeteilt, dass eine Kaufsumme für das Grundstück (Sportfläche) an der Neuenkamper Straße in Höhe von 3.635.000 € erwartet werde. Dazu fand am 9. Januar 2019 ein Gespräch zwischen Vertreter des RSV e.V. (die Herren Bau, Riemer und Tix) und der Stadtverwaltung (die Beigeordnete Heinze und Neuhaus und sowie die Verwaltungsmitarbeiter Schulz und Sternkopf) statt  den Grundstückswert in Bezug auf eine weitere Nutzung als Sportfreifläche im Eigentum der Stadt Remscheid erörtert. Dabei beharrten die Vertreter des RSV e.V. auf der Kaufsumme i. H. v. 3.635.000 € für die Sportfläche. Hinzu kämen für die Stadt Kosten in Höhe von 555.000 Euro für die Altlastensanierung, wie von den TBR ermittelt (ein Plus von 255.000 Euro gegenüber der bisherigen Schätzung). Fehlen noch die Planungs-und Baukosten:  Die Kostenschätzung für das große Fußballfeld beläuft sich auf 1.197.000 €, die Kostenschätzung für das kleine Fußballfeld auf 1.520.000 €.

Zwischenzeitlich (am 20. Februar 2019) hat der RSV e.V. den Pachtvertrag mit der Stadt Remscheid vom 23. Mai1990 zum 1. Juni 2020 gekündigt. Dazu die Verwaltung: „Das Rechtsamt der Stadt Remscheid bearbeitet die hieraus resultierenden Fragestellungen. Die Stadt Remscheid ist in der Lage ,dem einzigen Nutzer des gepachteten Sportplatzes Neuenkamp, dem BV 10 e.V., alternative Angebote für den Trainings- und Spielbetrieb auf Sportstätten zu unterbreiten, die sich im Eigentum der Stadt Remscheid befinden.“

Waterbölles: Diese Zahlen zugrunde gelegt, müsste die Stadt Remscheid also erst einmal fast 5,4 Millionen Euro ausgeben, um dann auf dem ihr gehörenden Platz Kunstrasen anlegen zu können.  Da wäre es interessant, mal von anderen Remscheider Sportvereinen zu erfahren, ob sie diesen teuersten Kunstrasenplatz aller Zeiten noch für eine gute Investition von Steuergeldern halten würden..

Innenstadt wird probeweise neu beleuchtet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die angekündigte Beleuchtungsprobe findet am Montag, 11. März, um 20 Uhr statt. Treffpunkt ist das Innenstadtbüro, Markt 13. Nach der Vorstellung des Beleuchtungskonzepts startet von dort der Rundgang durch die Innenstadt. Im Rahmen der Umsetzung des „Konzeptes zur Revitalisierung der Innenstadt“ ist die Erneuerung der Innenstadtbeleuchtung geplant (Maßnahme 1.6). Projektziel ist die Aufwertung öffentlicher Plätze und Wegeverbindungen. Durch eine technisch zeitgemäße energiesparende Stadtbeleuchtung können zudem dauerhaft die Energiekosten und der CO2-Ausstoß gesenkt werden. Zur Vorbereitung der Erneuerung erarbeitet die Planungsgemeinschaft aus dem Planungsbüro „Studio DL“, Hildesheim, und der RheinEnergie AG, Köln, ein Beleuchtungskonzept.

Die Öffentlichkeit hatte im Rahmen des Beteiligungsworkshops im September die Gelegenheit, sich über den Konzeptvorentwurf zu informieren und Anregungen zur weiteren Konkretisierung zu geben. Die weitere Ausarbeitung des Konzepts kann nun der Öffentlichkeit vor Ort präsentiert werden. Hierzu werden exemplarisch ausgewählte Standorte neu in Szene gesetzt. Dabei möchten die Lichtplaner weitere Anregungen für die spätere Umsetzung von der Bürgerschaft sammeln.

Sturmtief Eberhard verursacht mehrere Einsätze

Foto: GeorgLembeck.Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid

Heute kam es im Remscheider Stadtgebiet zwischen 13.45  bis 19 Uhr zu 78 Einsätzen mit etwas mehr als 80 Einsatzkräften durch das Sturmtief Eberhard. Teils schwere Orkanböen mit teilweise anhaltendem Dauerregen sorgten für umgestürzte Bäume (z. B. auf der Haddenbacher Straße, herabfallende Dachziegel und demolierten Straßenschilder sowie Stromleitungen. Zur Beseitigung der Sturmschäden war die Berufsfeuerwehr mit beiden Drehleitern sowie alle freiwilligen Löscheinheiten im Einsatz. Glücklicherweise kam es zu keinem Einsatz mit Verletzten. Für den weiteren abendlichen Verlauf hofft die Feuerwehr auf ein Abklingen und kein weiteres Ansteigen des Unwetters.

Pressemitteilungen 2019 der Verwaltung u.a. im Archiv (2)

Oberbürgermeister Mast-Weisz und Stadtdirektor Wiertz in englischer Partnerstadt. Vom 5. bis 8. März werden Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sowie Stadtdirektor und Stadtkämmerer Sven Wiertz zu einem Arbeitsbesuch bei den englischen Städtepartnern Ashington und Newbiggin-by-the-Sea erwartet. Neben einem Austausch über Verwaltungsthemen stehen der „Brexit“ und seine möglichen Auswirkungen im Mittelpunkt der Gespräche. Die Einladung zu diesem Besuch wurde von der englischen Bürgermeisterin Marjorie Chambers bereits im Rahmen des Besuchs zum Tag der Vereine 2018 in Remscheid ausgesprochen. Oberbürgermeister Mast-Weisz und Stadtdirektor Wiertz bedauern, aufgrund dieser Reise nicht am Bürgerempfang der Bezirksvertretung Lennep teilnehmen zu können.

Bachtalrunde unbeleuchtet. Womöglich in Folge des Sturmtiefs Bennet ist am Rande der Laufstrecke Bachtalrunde ein Strommast eingeknickt. Die EWR GmbH hat die Beleuchtungsanlage aus Sicherheitsgründen vorübergehend außer Betrieb genommen. Eine Sperrung der Laufstecke ist nicht erforderlich. Der Röntgen Sport Club Remscheid e.V. ist über den Schaden informiert. Eine zügige Reparatur wird beauftragt. Die Lenneper Bachtalrunde wird üblicherweise vom 1. Oktober bis 31. März ab 6 Uhr bis Sonnenaufgang sowie ab Eintritt der Dämmerung bis 22 Uhr beleuchtet.

Schonfrist für Gehölze beginnt im März. Der Fachdienst Umwelt - Untere Naturschutzbehörde - erinnert daran, dass bald die Brutzeit der Vögel beginnt. Vom 1. März bis zum 30. September dürfen Bäume, die außerhalb des Waldes oder gärtnerisch genutzter Grundflächen stehen, Hecken, lebende Zäune, Gebüsche und andere Gehölze – hierzu zählen auch verholzende Kletterpflanzen - nicht beseitigt, abgeschnitten oder bis auf den Stock zurückgeschnitten werden. Für stärkere Schnittmaßnahmen sollten nun die letzten verbleibenden Tage im Februar genutzt werden. Schonende Form- und Pflegeschnitte, mit denen der jährliche Zuwachs der Pflanzen beseitigt wird oder Bäume gesund gehalten werden, sind ganzjährig bei Beachtung des Artenschutzes möglich. Das zeitlich beschränkte Schneideverbot dient dem Schutz der Tierarten, die auf die genannten Gehölze angewiesen sind: Brütende Vogelarten werden geschützt und Gehölze als saisonale Brutplätze bleiben erhalten. Das Blütenangebot für Insekten wird während des Sommerhalbjahres sichergestellt.

Kein Fortschritt bei Klageverfahren zum DOC

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV) hat heute der DOC‐Projektkoordinator der Stadt Remscheid, Dietmar Klee, zu den Klageverfahren im Zusammenhang mit dem DOC Remscheid einen aktuellen Sachstandsbericht abgegeben:

In dem Klageverfahren der Stadt Wuppertal gegen die 5. Änderung des Flächennutzungsplanes ist vom Verwaltungsgericht Düsseldorf immer noch nicht über die seit April 2017 dort vorliegenden Anträge der Stadt Remscheid auf Klageabweisung entschieden worden. Auch liegt bislang kein Termin für eine Gerichtsverhandlung vor. Die Verhandlungen der zwei Klageverfahren gegen die Einziehung von Teilen der Wupperstraße wurden bekanntlich Anfang 2018 vom Verwaltungsgericht Düsseldorf bis zu einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts des Landes NRW in Münster (OVG) in den Normenkontrollverfahren zum Bebauungsplan Nr. 657 ausgesetzt. Hierzu sind folglich die Entscheidungen des OVG abzuwarten.

Von den sieben anhängigen Klageverfahren gegen die erteilten Baugenehmigungen für das DOC inkl. Parkhaus wurde zwischenzeitlich nach dem Tod eines Klägers ein Klageverfahren vom Verwaltungsgericht eingestellt. Insgesamt sind danach dann noch sechs Klageverfahren von vier Klägern gegen die erteilten Baugenehmigungen beim Verwaltungsgericht Düsseldorf anhängig.

Zentraler Ausgangspunkt im weiteren Projektfortschritt zum DOC Remscheid sind folglich die drei anhängigen Normenkontrollverfahren gegen den Bebauungsplan Nr. 657 vor dem OVG. Von den jeweiligen Antragstellern werden darin insbesondere Verstöße gegen Ziele der Raumordnung sowie Festsetzungs‐ und Abwägungsfehler vorgetragen. Außerdem wird von ihnen angeführt, dass die Grundlagendaten der damaligen Verträglichkeitsanalyse nicht aktuell waren und neuere Entwicklungen im Einzelhandel nicht berücksichtigt wurden.

Nach Auffassung der Prozessbevollmächtigten der Stadt Remscheid und des Investors McArthurGlen liegen die vorgetragenen Mängel und Fehler nicht vor. Gleichwohl hat die Stadt Remscheid aus Gründen äußerster Rechtssicherheit die vorgetragenen Behauptungen fachlich überprüfen lassen. Zu diesem Zweck wurde eine neue Verträglichkeitsanalyse in Auftrag gegeben, die auf neu erhobenen aktuellen Einzelhandelsdaten basiert und die vermeintlichen Kritikpunkte konkret aufgreift.

Die seit Ende Februar 2019 im Entwurf vorliegende neue Verträglichkeitsanalyse bestätigt, dass die Festsetzungen des Bebauungsplanes Nr. 657 und damit auch das geplante DOC Remscheid städtebaulich verträglich sind. Nach Auswertung und Abstimmung mit den Prozessbevollmächtigten wird die neue Verträglichkeitsanalyse dem Rat der Stadt zur Kenntnis und Fassung eines Bestätigungsbeschlusses vorgelegt.

Durch die leider nur sehr verzögert erfolgte Begründung des Normenkontrollantrages der Stadt Wuppertal (Antrag vom 4.12.2017, Begründung vom 16.11.2018) ist in den Normenkontrollverfahren zum Bebauungsplan Nr. 657 beim OVG ein großer Zeitverlust entstandenen. Um diesen Zeitverlust etwas kompensieren zu können und schnellstmöglich eine Entscheidung des OVG in den anhängigen Normenkontrollverfahren zu erhalten, soll die Antragserwiderung der Stadt Remscheid möglichst noch vor Ostern 2019 dem OVG zugehen. Um dies zu erreichen, ist für die Fassung eines Bestätigungsbeschlusses folgender Beratungsverlauf vorgesehen:

In der Sitzung des Haupt‐, Finanz‐ und Beteiligungsausschusses (HFB) am 14. März werden die wesentlichen Inhalte der Verträglichkeitsanalyse mündlich präsentiert.

  • In einer gemeinsamen Sondersitzung am 4. April werden der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr (ASWEV) und der Haupt‐, Finanz‐ und Beteiligungsausschuss (HFB) über die Inhalte der Verträglichkeitsanalyse informiert und mit der Vorberatung des Bestätigungsbeschlusses durch den Rat befasst.
  • Die Bezirksvertretung Lennep (BV 3) soll sich in ihrer ordentlichen Sitzung am 10. April mit der Vorberatung zum angestrebten Bestätigungsbeschluss befassen.
  • Die Beratung und Fassung des angestrebten Bestätigungsbeschlusses durch den Rat soll dann in einer Sondersitzung des Rates am 11. April erfolgen.

Anschließend werden die Antragserwiderungen der Stadt Remscheid in den Normenkontrollverfahren dem OVG vorgelegt. Die Vorlage für den Bestätigungsbeschluss mit der neuen Verträglichkeitsanalyse wird ab dem 15. März im Ratsinformationssystem der Stadt Remscheid öffentlich bereitgestellt. Unter Berücksichtigung etwaiger Fristen, die das OVG den Antragstellern dann noch für Stellungnahmen zur Antragserwiderung der Stadt Remscheid einräumt, könnten dann die mündlichen Verhandlungen in den Normenkontrollverfahren durch das OVG terminiert werden. Wann diese Terminierung durch das OVG erfolgt, kann leider nicht gesagt werden. Selbstverständlich wird sich die Stadt Remscheid bemühen, im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten eine frühestmögliche Terminansetzung durch das OVG zu erreichen.

Oberbürgermeister Mast‐Weisz ist überzeugt, dass die von den Antragstellern und Klägern in den Normenkontroll‐ und Klageverfahren vorgetragenen Bedenken und Verstöße nach sachgerechter Würdigung von den Gerichten zurückgewiesen werden und danach dann zügig mit dem Bau begonnen wird. „Die neue Verträglichkeitsanalyse bestätigt die städtebauliche Verträglichkeit der Festsetzungen des Bebauungsplanes und damit des geplanten DOC.“

Das weitere Verfahren wird vom Investor McArthurGlen vollständig mitgetragen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die Stadt Remscheid dem Investor McArthurGlen am 22. Februar zwei vom Investor beantragte Nachtragsbaugenehmigungen erteilt hat, mit denen verschiedene Details insbesondere hinsichtlich Beleuchtung, Schallschutz und Betriebszeiten der in 2017 erteilten Baugenehmigungen präzisiert werden.

Herberge mit fünf Matratzen unterm Dachjuchhe

Eine kleine Mansarde mit fünf Betten in einem Fachwerkhaus an der Berliner Straße in der Altstadt von Remscheid-Lennep, das ist die Herberge des Vereins der Lenneper Pilgerfreunde e.V., das „Pilgerlager“. Nach intensivem Einsatz war es den Lenneper Pilgerfreunde vor zweiJahren Jahr mit finanzieller Hilfe von Sponsoren gelungen, neue Matratzen, Sesseln und einen Tisch anzuschaffen, die Wände zu streichen, zwei neue Toilettenräume zu fliesen (einer davon bekam Anfang dieses Jahres auch eine Dusche) und in die Giebelwand ein größeres Fenster einzubauen (eine behördliche Brandschutz-Auflagen). Alle Pilger sind herzlich eingeladen, auf ihrem Weg durch das Bergische Land in Richtung Santiago de Compostela in dem Pilgerlager (gegen Vorlage des Pilgerpasses) kostenlos zu übernachten, sofern sie keine Tiere mitbringen, dafür aber einen eigenen Schlafsack.

Schon seit Oktober 2009 betreiben die Lenneper Pilgerfreunde in der Altstadt und damit direkt am historischen Jakobsweg eine Stempelstelle für Jakobspilger in dem vom 1. Vorsitzenden Willi Oberlis geführten Laden im Haus Berliner Str.5. Dort werden auch neue offizielle Pilgerausweise ausgestellt und Buchungen für die vom Verein organisierten Pilgerreisen entgegengenommen. Nur noch wenige Plätze sind frei für die so genannte Tour 1 auf dem „Camino Frances“ vom 30. August bis 10. September, der von Saint Jean Pied de Port auf 191 Wanderkilometern  über die Pyrenäen nach Nájera führt. Zuvor wird allerdings im Rahmen des „Lenneper Sommers“ noch das 10. Pilgerfest gefeiert; Am Sonntag, 28. Juli, wieder verbunden mit einer Wanderung.

Von Willi Oberlies und Kassierer Wolfgang Haagen ließ sich der Waterbölles kürzlich die neue Pilgerherberge zeigen, in der bald der 100. Pilger erwartet wird. Denn die Herberge erfreut sich seit einem Vierteljahr wachsender Beliebtheit.

Änderung im Regionalplan stärkt Haltepunkt Honsberg

Um mehr Wohnbauland und wohnbauliche Entwicklungspotenziale geht es der Bezirksregierung in Düsseldorf bei der 1. Änderung des Regionalplans vom 13. April 2018. Entsprechend der nach oben korrigierte Bevölkerungsvorausberechnung sich für den Regierungsbezirk Düsseldorf ein Mehrbedarf an Wohneinheiten. Für Remscheid ergeben sich daraus zusätzliche „Innenentwicklungspotenziale“, wie es in einer Mitteilung der Verwaltung zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 7. März heißt. „Gemäß dem aktuellen Sachstand gibt die Regionalplanungsbehörde die ... Stadtteile Mitte, Stachelhausen und Honsberg ...in die 1. Regionalplanänderung ‚Mehr Wohnbauland am Rhein“ ein. Für diesen Bereich habe die Stadt Remscheid ein Potenzial von 1.300 neu bzw. wieder in Wert gesetzten Wohneinheiten definiert. Zwar werde für Remscheid weiterhin ein Bevölkerungsrückgang angenommen, „jedoch findet dieser bereits auf einem deutlich höheren Niveau statt“.

Für die Stadtteile Mitte, Stachelhausen und Honsberg sieht die Stadtverwaltung folgende Vorteile: „die Zentralität, ein beabsichtigter neuer Haltepunkt des Schienenpersonennahverkehrs, vorhandene Wohnungsleerstände und die Lage in einem Gebiet der Städtebauförderung“. Von der in einem Bewertungsschema (Verkehrsaufwand und -belastung, ökologische Konflikte, Infrastruktur, Brachflächen etc.) möglichen Höchstzahl von 100 Punkten bringt es der Stadtteil Mitte auf 76,8, der Stadtteil Stachelhausen auf 73,9 und der Stadtteil Honsberg auf 65,15 Punkte. „Die Stadt Remscheid ist mit dieser Planungsabsicht einverstanden, da ein bestehender zentraler Stadtbereich für die weitere Wohnstandortentwicklung bestätigt wird und dadurch zudem die Planungsabsicht eines neuen Schienenpersonennahverkehr (SPNV)-Haltepunktes zwischen den Stadtteilen Honsberg und Kremenholl unterstützt wird“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Die Wohnungsleerstände im Januar 2018 gemäß Stromzählerauswertung

  • Stadtmitte: Von 1534 Wohneinheiten sind 136 unbewohnt (Leerstandsquote 8,9 Prozent)
  • Stachelhausen: Von 2131 Wohneinheiten sind 154 unbewohnt (Leerstandsquote 7,2 Prozent)
  • Honsberg: Von 1401 Wohneinheiten sind 281 unbewohnt (Leerstandsquote 20,1 Prozent)

Gesamt: 5066 Wohneinheiten, 571 unbewohnt (Leerstandsquote 11,3 Prozent)

Beabsichtigte langfristige Erneuerungen/Entwicklungen

  • Stadtmitte: 300 Wohneinheiten, davon ca. 65 neu
  • Stachelhausen: 500 Wohneinheiten, davon ca. 30 neu
  • Honsberg: 500 Wohneinheiten, davon ca. 25

Gesamt: 1300 Wohneinheiten, davon ca. 120 neu.

Ab 15.11 Uhr ziehen heute die Jecken durch Lennep

Schon mal Appetit holen?
Das war der Rosenmontagszug 2017.

Der traditionelle Lenneper Rosenmontagszug setzt sich heute erst m 15.11 Uhr in Bewegung. Die Aufstellung des Zuges erfolgt ab 12 Uhr auf der Albrecht-Thaer-Straße. Von dort startet der Zug über die Strecke Hardtstraße -Thüringsberg - Poststraße - Kölner Straße - Ringelstraße – Leverkuser Straße - Rotdornallee - Kölner Straße – Bahnhofstraße und endet in der Straße Düstergasse. Für die Zugaufstellung wird die Albrecht-Thaer-Straße ab Einmündung Drosselsang ab 12 Uhr voll gesperrt. Alle weiteren Einmündungen, die auf die Zugstrecke treffen, werden für den Fahrzeugverkehr ab 13 Uhr gesperrt. Die Haltverbote auf der gesamten Wegstrecke des Zuges gelten am 4. März ab 12 Uhr. An diesem Tag wird zur Aufrechterhaltung des ÖPNV in der Hermannstraße in Fahrtrichtung Kölner Straße von der Einmündung Leverkuser Straße bis zur Kölner Straße  ein absolutes Halteverbot erhalten für die Zeit von 11 bis 18 Uhr. Die Haltestellen „Kreishaus“ in Fahrtrichtung Remscheid werden auf der Kölner Straße verlegt. Ortskundige Autofahrer werden gebeten, die Veranstaltungsbereiche zu umfahren.

Die Zugaufstellung 2019: 18 "Die Welle" e.V. "20 Jahre rockt die Welle den Zug!"; 17 IGR- Remscheid "Wir zaubern uns zur Meisterschaft"; 16 KG Blau-Weisse Jung´s ; 15 Fründe "Lenneper Glücksbringer!"; 14 Sieper Höhe "Fluch der Sieper Höhe!"; 13 Die Vorstadt-Cowboys e.V.; 12 ; Lüttringhauser TV "Alaaf und Helau 150 Jahre LTV!"; 11 Ski-Club Remscheid "Schnewitchen und 52 Zwerge!"; 10 Bürgerinitiative Lennep e.V. "Lennep bewahren!"; 9 Friends and Pänz "Jedem Tierchen sein Plaisierchen!"; 8 RV Adler "Keine Gnade für die Wade!"; 7 Fidele Schlafmützen "Bau nicht ab!"; 6 Kapelle; 5 unBehindert miteinander e.V. "Bauarbeiter"; 4 Freundeskreis HHS "Bauarbeiter"; 3 Ka. Ge. Hohenstein "Tanzgarde"; 2 Freundeskreis Honsberg; 1 LKG-Zugleitwagen - LeO-Mobil, "De Zoch kütt!"

Beinahe wurde sie mit dem Kind ausgewiesen

Elisabeth und Ludwig StillgerIn der Zeit vom 12. bis 17.11.1934 fand vor dem II. Strafsenat des Oberlandesgerichts Hamm in Wuppertal der Prozess „Andreas Pflüger“ statt. Von den 62 Angeklagten waren zwölf Frauen. Die Gestapo hatte zunächst gegen 91 Angeklagte, darunter 22 Frauen, ermittelt.

Elisabeth Stillger wurde am 28.5.1907 in Remscheid geboren. In den letzten Jahren der Weimarer Republik heiratete sie Ludwig Stillger, und sie bekamen einen kleinen Sohn. Nach der Machtergreifung der Nazis beteiligte sich das Ehepaar aktiv am antifaschistischen Widerstand. Sie zogen illegale Flugschriften ab und Elisabeth Stillger verteilte sie mit Hilfe eines Kinderwagens in verschiedenen Stadtteilen. Auch die Schreibmaschine, mit der zunächst Luise Klesper und später Emmi Kubatz illegale Schriften in der elterlichen Wohnung von Emmi Kubatz geschrieben haben, wurde durch Elisabeth Stillger und Gertrud Münstermann eines Tages in einem Wäschekorb versteckt in die Wohnung von Herta Gläß in der Uhlandstraße getragen, wo weiter die illegalen Schriften getippt wurden.

Mit dieser Broschüre hat die Stadt Remscheid den vielen Remscheider Frauen, die wegen ihrer politischen Überzeugung, menschlichen Verantwortung oder aus ganz persönlichen Gründen während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und inhaftiert wurden, ein Denkmal gesetzt. Die teilweise umfangreich geschilderten Lebensschicksale waren ganz unterschiedlich und haben mich sehr berührt. Ich lernte die politisch engagierten Frauen als starke, selbständig denkende und handelnde Persönlichkeiten kennen, die teilweise ihre männlichen Partner an Aktivität und Kreativität übertrafen. Viele hatten auch vor der Nazizeit wichtige politische Funktionen bekleidet. Nur wenige Frauen standen im Schatten ihrer männlichen Partner oder sonstigen Familienangehörigen. Ihren Beitrag zur Menschlichkeit in einer unmenschlichen Welt ans Licht treten zu lassen und sie nicht zu vergessen, ist die Absicht dieser Broschüre.
Die 2. Auflage dieser Broschüre aus dem Jahr 2007 hält die Erinnerung wach an die vielen Frauen und Männer, die in der Zeit des Nationalsozialismus litten und ermordet wurden.

(Christel Steylaers, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte)

Da Ludwig Stillger Funktionär der KPD war und sich nach dem 30. Januar 1933 am Aufbau der illegalen KPD beteiligt hatte, musste er bei einer evtl. Verhaftung mit einer hohen Haftstrafe rechnen. Dieser entzog er sich, als die Gestapo kam, indem er aus dem Fenster sprang. Er ging zunächst in den Untergrund und später in die Emigration in die Niederlande und nach Belgien. 1936 - 1939 beteiligte er sich am Kampf der Internationalen Brigaden gegen Franco Spanien. 1939 haben ihm die Nazis die deutsche Staatsbürgerschaft entzogen.

Elisabeth Stillger wurde an dem Tag, als Ludwig Stillger sich der Verhaftung durch Flucht entzog, am 11.9.1933, verhaftet. Ihr kleiner Sohn musste durch die Großmutter betreut werden. Elisabeth Stillger wurde in dem Prozess „Andreas Pflüger“ zu einem Jahr und 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie war inhaftiert in folgenden Haftanstalten: Polizeigefängnis Remscheid, Amtsgericht Remscheid, Gefängnis Wuppertal Bendahl, Gefängnis Anrath. Als sie im Juli 1935 entlassen wurde, gingen die Schikanen weiter. Man drohte ihr, die Staatsangehörigkeit wie ihrem Mann abzuerkennen, wenn sie sich nicht von ihm scheiden lassen würde. Unter Druck hat sie es getan. Wenn das nicht geschehen wäre, hätte die Gefahr bestanden, dass sie mit dem Kind ausgewiesen worden wäre.

In dem betreffenden Schreiben des Standesamtes Wuppertal sieht das ganz anders aus. Dort heißt es u. a.: „Die Klägerin begehrt die Scheidung wegen Verschulden des Beklagten, weil dieser sie am 11.9.33 mit unbekanntem Ziel verlassen hat und in der Folgezeit weder für sie und ihr Kind gesorgt, noch sonst wie ein Lebenszeichen von sich gegeben hat. Wegen ihres sonstigen Vorbringens wird auf den vorgetragenen Inhalt der Schriftsätze verwiesen. Der Beklagte ist im Prozess nicht vertreten, er ist öffentlich geladen. Zur Folge der glaubwürdigen Aussage der Klägerin, die insoweit auch durch die Feststellung des Polizeiamtes Remscheid bestätigt wird, steht fest, dass der Beklagte im Jahre 33 aus politischen Gründen seine Wohnung verlassen hat und nicht zurückgekehrt ist. Da der Beklagte sich seitdem in keiner Weise mehr um Frau und Kind gekümmert, ihnen auch nicht einmal geschrieben hat, so ist kein Zweifel, dass die eheliche Liebe der Parteien erkaltet und durch schweres Verschulden des Beklagten eine so tiefgreifende Zerrüttung des ehelichen Verhältnisses eingetreten ist, dass die Wiederherstellung einer dem Wesen der Ehe entsprechende Lebensgemeinschaft nicht zu erwarten ist. Die Ehe der Parteien ist daher auf die Klage zu scheiden.

Als Ludwig Stillger 1946 in die zerstörte Stadt Remscheid zurückkehrte, fand er eine Frau vor mit Wasser im Bauch von Elend und Unterernährung. Haft, Entbehrungen und Leid hatten die Gesundheit von Elisabeth Stillger schwer geschädigt. Der Amtsarzt der Stadt Remscheid bescheinigte ihr einen gesundheitlichen Schaden von 50 Prozent, was in dem Schreiben des Kreissonderhilfsausschusses vom 1.12.49 bestätigt wurde. Dreizehn lange Jahre hatte Elisabeth Stillger mit ihrem Sohn auf die Rückkehr ihres Ludwigs gewartet. Aber dann wurde nicht durch die Behörde die unter Zwang erfolgte Scheidung rückgängig gemacht; sondern Elisabeth und Ludwig Stillger mussten neu heiraten, um als Eheleute anerkannt zu werden. Trotz der erduldeten Verfolgung und Leiden in der Nazizeit haben sich beide nach dem 2. Weltkrieg dem Wiederaufbau des zerstörten Landes zur Verfügung gestellt. Sie waren lange Jahre Mitglieder der KPD und der DKP. (Quellen: Unterlagen der VVN Remscheid; Text des Films „Unversöhnliche Erinnerungen“ von Klaus Volkenborn)

Problemthemen karnevalistisch verwandelt

Weiberfastnacht im kleinen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses mit den Rot-Blauen Funken und ihrer Tanzgarde, mit Mitgliedern des Verwaltungsvorstands in Karnevalskostümen und mit vielen nicht minder bunt verkleideten Närrinnen (Altweibern) und Narren (durchaus willkommen), das ist jedes Jahr ein Termin, bei dem Fotografen und Kameraleute nach Motiven nicht lange suchen müssen; sie kommen ihnen förmlich zugeflogen. Mit dabei diesmal auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt, verkleidet als Bundestagsabgeordneter (aber nur mit halbem Schlips, schnipp-schnapp!), wie Oberbürgermister Burkhard Mast-Weisz bei der Begrüßung der ausgelassenen Narrenschar feststellte. Seine kommunalpolitischen Problemthemen verwandelte er als graduierter Zauberer (?) auf karnevalistische Weise (siehe Video), bevor der den Schlüssel der Stadt symbolisch an die Altweiber abgab. Remscheid helau!

Internationale Wochen gegen Rassismus 2019

Vision: Gemeinsam
für Vielfalt

In ganz Europa und auch dem Rest der Welt beobachten wir einen Zuwachs von Extremismus
und Feindseligkeit, anstatt Gemeinschaft wird nach Gründen gesucht sich zurückzuziehen und einzuigeln. „Europa wählt Menschenrechte“ – unter diesem Motto wollen wir dieses Jahr gemeinsam die internationalen Wochen deutschlandweit austragen, um wieder mehr zueinander zu finden. Um zu zeigen, dass wir zusammen für Menschlichkeit einstehen und Brücken für eine gemeinsame Zukunft bauen wollen.
Wir laden auch im Jahr 2019 dazu ein, den Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen
gegen Rassismus in Remscheid beizuwohnen und gemeinsam zu erleben was es heißt, wenn verschiedene Menschen sich finden und gemeinsam für Solidarität und Menschenwürde einstehen. Wenn aus „ihr“ „wir“ wird und wir uns bewusst machen, welche Dinge uns verbinden, statt unterscheiden.

Alles steht für die Internationale Woche gegen Rassismus 2019 vom 9. bis 29. März in Remscheid: Die Handzettel für die Diskussion „Rechtsentwicklung - Gefahr für die Demokratie?“ am Freitag, 29. März, um 19 Uhr in der Mensa des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums mit Dr. Andre Hahn, Mitglied der Linken im Bundestag aus Pirna, und dem Remscheider SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf über die AFD als drittstärkste Kraft im Bundestag, Hassreden in den sozialen Medien, Nazisymbole und den Hitlergruß auf öffentlichen Aufmärschen sind fertig, ebenso die größeren Plakate mit einer Programmübersicht, und die 1.200 Flyer mit Fotos zu den einzelnen Terminen sollen ab heute verteilt werden. 15 Remscheider Institutionen, darunter Schulen, Kirchen, Parteien und Sozialverbände, haben ein Programm zusammengestellt, das auf vielfältige Weise vor Rassismus warnt. Und auch davor, diesen Vorwurf vorschnell zu äußern. Beispiel hierfür kann der Vortrag von Oberkirchenrätin Barbara Rudolph am Mittwoch, 13. März, um 19.30 Uhr im Rathaus Lüttringhausen sein („Wenn das Gespräch ausbleibt, wächst der Rassismus.“), der sich mit der Schwierigkeit eines israelisch-palästinensisch-deutschen Dialogs befasst. Der Staat Israel ist auf Grund eines UNO-Beschlusses zustande gekommen. Zu diesem Beschluss gehört auch, eine Zwei-Staaten-Lösung für Israel und ein selbstständiges Palästina zu verfolgen, um die Region zu befrieden. Doch die Politik der israelischen Regierung sieht anders aus. Wer sie als Deutscher in politischen Debatten kritisiert, sieht sich schnell dem Vorwurf des „Antisemitismus“ ausgesetzt. Zitat aus der Einladung zu diesem Abend: „Gespräche kommen nicht zustande, Erfahrungen können nicht ausgetauscht werden. Wo nicht gesprochen wird, wachsen Vorurteile und ein Klima, das Gewalt an Stelle des Gesprächs setzt. Dem kann man nicht einfach zusehen.“ Veranstalter sind die Ökumenische Initiative Lüttringhausen in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal, Solingen, Remscheid.

Die EMA ist bei dieser 5. Remscheider Woche gegen Rassismus gleich zweimal Veranstaltungsort. Darüber freue er sich, sagte Olaf Wiegand gestern. Ergänzend wolle die Schule in diesem Jahr (vom 3.6. – 5.7. ihren Schülerinnen und Schülern, vielleicht aber auch der Öffentlichkeit (dann in der Gedenkstätte "Pferdestall"), noch die Wander-Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“ zeigen. „Wir wollen etwas tun, damit es mit 120 Nationen in dieser Stadt so friedlich weitergeht, wie es bisher war!“, sagte Wiegand auf der gestrigen Pressekonferenz, zu der Anne Marie Faßbender, die Vorsitzende des Aktionsbündnisses „Remscheid Tolerant“, in die SPD-Geschäftsstelle am Ebertplatz eingeladen hatte.

Im „Stadium des Entstehens“ ist zurzeit noch das bunte, musikalische Programm der Benefizveranstaltung am Samstag, 23. März, von 14 bis 19 Uhr im Vaßbendersaal zu Gunsten der Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V., wie Antonio Scarpino für die SPD berichtete: „Aber ich bin sicher, dass es sehr abwechslungsreich werden wird!“ Zum Beispiel mit „Lioness“.

Das Programm im Einzelnen:

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Damit aus Vereinen ein Netzwerk wird

Ohne Ehrenamt geht es nicht. Das wissen Rat und Verwaltung in Remscheid auch ohne Blick in den Stadtsäckel, und das weiß auch die Stadtsparkasse Remscheid. Ihr ist das Engagement der Bürgerinnen und Bürger Monat für Monat 50.000 Euro wert. Ohne dieses Geld könnten viele örtliche Vereine und Institutionen mache Projekte nicht realisieren. Um den Spendenempfänger aus dem vergangenen Jahr für ihr Engagement zu danken, aber auch, um ihnen die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Netzwerken zu geben, hatten Frank Dehnke, Michael Wellershaus und Herbert Thelen, der Vorstand der Stadtsparkasse vorgestern Abend rund 130 Ehrenamtler in die kleine und große Kundenhalle an der Alleestraße eingeladen. Das war verbunden mit einer Ausstellung zu den geförderten Projekte und mit der Verlosung von drei Mal 500 Euro unter den anwesenden Spendenempfängern. Ein kleines Dankeschön, über die sich die Gewinner sehr freuten, kommt das Geld doch ihrer gemeinnützigen Arbeit zugute.

Den ersten Scheck nahm für den Betriebssport-Kreisverband Remscheid e.V. Rainer Sondern in Empfang – und nutzte die Gelegenheit, um für eine neue Sportart zu werden (siehe Video). Der Kinderschutzbund Remscheid wird die 500 Euro für seine Frühen Hilfen verwenden, wie der Vorsitzende Karl-Richard Ponsar verriet, und die dritten 500 Euro können Christiane Karthaus und Volker Beckmann vom Heimatbund Lüttringhausen gut gebrauchen; sie haben sich ein besonders ehrgeiziges Ziel gesetzt: Der alte Bahnhof Lüttringhausen soll zu einem Bürgertreff werden.