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Kirsten Fiedler erhält Felipe-Rodriguez-Preis 2019

Kirsten Fiedler.Zu den früheren Preisträgern zählen Kashmir Hill, Open Whisper Systems, Max Schrems und Edward Snowden. In diesem Jahr geht der renommierte Felipe Rodriguez-Award an die Remscheiderin Kirsten Fiedler (39). Die studierte Fachdolmetscherin ist Managing Director von „European Digital Rights“ (EDRi) in Brüssel, einer Dachorganisation von Digital Rights Gruppen, die sich auf EU-Ebene für den Schutz von Privatsphäre, Sicherheit und Meinungsfreiheit im Internet einsetzen. Mit dieser Auszeichnung würdigt die niederländische digitale Menschenrechtsorganisation „Bits of Freedom“ Personen und Organisationen, die einen bemerkenswerten Beitrag zum Recht auf Privatsphäre im digitalen Zeitalter geleistet haben. Felipe Rodriguez, der Namensgeber des Preises, war einer der Gründer des niederländischen Internetdienstanbieters XS4ALL und „De Digitale Stad“ (niederl. Freenet) und Gründer der digitalen Bürgerrechtsbewegung in den Niederlanden. Die Preisverleihung findet in Amsterdam am Dienstag, 22. Januar, statt, und mit dabei sein wollen dann auch die Eltern Susanne und Bernd Fiedler und Schwester Malyn.

Mit Kirsten Fiedler als Managing Director hat sich EDRi in den vergangenen acht Jahren zu einer hoch angesehenen Organisation mit neun Teammitgliedern und 39 Mitgliedsorganisationen entwickelt. Hans de Zwart, Exekutivdirektor von Bits of Freedom: „In zunehmendem Maße werden die Rechte und Einschränkungen des europäischen Internet auf EU-Ebene ausgehandelt und beschlossen. Deshalb ist es wichtig, dass es in Brüssel eine starke Organisation gibt, die sich für unsere Menschenrechte einsetzt. Dank Fiedler ist EDRi diese Organisation geworden. Einwohner aller Mitgliedstaaten profitieren täglich von ihrer Arbeit. “
Kirsten Fiedler nimmt den Preis im Rahmen der diesjährigen Big Brother Awards entgegen. Mit diesen macht „Bits of Freedom“ auf Einzelpersonen, Unternehmen und Regierungen aufmerksam, die schwerwiegende Verstöße gegen die Privatsphäre und die Freiheit der Bürgerinnen und Bürger begangen haben. Die Öffentlichkeit nominiert Kandidaten für den Publikumspreis und legt fest, wer der größte Verstoß gegen den Datenschutz wird. Eine Fachjury zeichnet den Expert Award aus. In Den Haag und Brüssel setzt sich „Bits of Freedom“ für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter einsetzt, d.h. für strikte, gute Gesetze, die alle Bürger schützen und die Menschenrechte respektieren. Verstöße gegen die Datenschutzbestimmungen von Unternehmen macht die Organisation publik.

"Kirsten Fiedler ist die einzige Person, die jemals für EDRi gearbeitet hat, die sich nicht für den Job beworben hat. Ihre Leidenschaft und ihr Einsatz für die digitalen Menschenrechte waren so offensichtlich, dass ich sie ohne Arbeitssicherheit und mittelmäßiger Bezahlung bat, ihren sicheren Job zu verlassen und zu EDRI zu kommen. Von diesem Tag an war sie direkt oder indirekt ein Schlüssel für alle Erfolge von EDRi, " betont Joe McNamee, ehemaliger Exekutivdirektor für europäische digitale Rechte (EDRi).

Kein Workshop zur Entwicklung kreativer Lösungen

Die so genannte Übergangsstatistik der Stadtverwaltung enthält die Daten von 812 Schüler*innen (Vorjahr 850), die die Schule nach der Erfüllung der Vollzeitschulpflicht zum Ende des Schuljahrs 2017/18 verlassen haben. Davon waren 47,7% Mädchen und 52,3% Jungen. 53,3% der Schüler*innen haben einen Migrationshintergrund. Von den insgesamt 383 Schüler*innen (Vorjahr 355) der Jahrgangsstufe 9 der Gymnasien verließ lediglich eine/r die Schule (Vorjahr 3); alle anderen Schüler*innen wechselten in die Oberstufe.

Erneut erreichten ca. zwei Drittel der Abgänger*innen einen mittleren Bildungsabschluss, mehr als die Hälfte davon mit Qualifikation für die Oberstufe. „Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss hat sich leider auf 5,3 Prozent erhöht (Vorjahr 3,6 Prozent). Zur Risikogruppe, die besondere Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben brauchen, gehören auch Jugendliche mit Förderschulabschluss und dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9“, heißt es im Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für das Jahr 2018 zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar.
Fast 30 Prozent der Abgänger*innen wechselten in die gymnasiale Oberstufe (Vorjahr: 23,7 Prozent); hinzukommen kommen die 382 Gymnasiast*innen aus der Jahrgangsstufe 9. Damit sei „der Trend zu einem möglichst hohen Bildungsabschluss ungebrochen“, so der Bericht. „Nur rund 13 Prozent gehen ohne Umweg von der Sek I in die duale Ausbildung oder die schulische Ausbildung im Gesundheitswesen/Altenpflege“ im Vergleich zu ca. 15 Prozent in 2017. Der Anteil der Schüler*innen, die zunächst in das Übergangssystem an ein Berufskolleg wechseln, sei mit 38,8 Prozent fast genauso hoch wie 2017 (39,3 Prozent).

Arbeitsgebiet der „Koordinierungsstelle für 'Kein Abschluss ohne Anschluss'“ in und für Remscheid ist das flächendeckende Übergangssystem von der Schule in den Beruf, das seit November 2011 in NRW beschlossene Sache ist. Damit will die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) sowohl der Orientierungslosigkeit mancher Schüler als auch dem drohenden Fachkräftemangel der Wirtschaft begegnen. Die „AG Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung“ tagte 2018 allerdings nicht. Der Vorschlag, einen Qualifizierungsworkshop zur Entwicklung kreativer Lösungen (z. B. zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben bei der Werbung um Auszubildende) zu nutzen, sei von den Wirtschaftsakteuren nicht geteilt worden, heißt es in dem Bericht der Verwaltung. „Auch in bilateralen Gesprächen wurde eine Lösung des Problems („Ausbildung muss sexy werden“) auf kommunaler Ebene für wenig aussichtsreich gehalten. (...) In der Frühjahrssitzung des Lenkungskreises wurde ... über die lokalen Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung diskutiert. Diese Diskussion wurde im Herbst fortgeführt, weil es bisher keine Aktivitäten zur praktischen Umsetzung der gesammelten Ideen gegeben hatte. Die Ergebnisse der Übergangsstatistik wurden zur Analyse der Situation herangezogen. Allerdings konnte aus Personalmangel noch keine Auswertung der Befragung in den Berufskollegs vorgenommen werden. Es wurde Einvernehmen darüber erzielt, in der AG Attraktivitätssteigerung konkrete Schritte vorzubereiten.“ (siehe auch "Für soziale Kompetenz müssen Eltern und Schule sorgen", Waterbölles vom 14.1.2017.)

Waterbölles: Vielleicht sagt der Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle im nächsten Jahr dann, was im Lenkungskreis herausgekommen ist...

Quartiersentwickler vor Aufgaben in anderen Stadtteilen

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 30. März 2016, nachdem die Stadt den bekannten Remscheider Marathonläufer als Koordinator eines neuen Modellprojekts des Landes NRW („Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“) vorgestellt hatte. Warten auf "bedarfsgerechte Konzepte", war am 18. September 2017der zweite Bericht zum Thema überschrieben. Aufgabe der Quartierskonferenz werde es sein, aus Bedarfen und Potenzialen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dieses Quartierskonzept könnte dann womöglich Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in anderen Remscheider Stadtbezirken. Erstes Arbeitsergebnis war im Juni 2018 ein Service mit vielen Adressen und Telefonnummern, genannt „Seniorenwegweiser“ für ältere Mitbürger, die häufiger auf Hilfe angewiesen sind. „Mit Unterstützung einer aus Fachleuten bestehenden Lenkungsgruppe und einer die Bewohnerschaft repräsentierenden Quartierskonferenz“ habe Daniel Schmidt von seinem Büro im Stadtteilzentrum / BBZ Rosenhügel, Stephanstraße 2, aus „vielfältige Maßnahmen ... initiiert und begleitet“, und „TOP 10-Maßnahmen" seien ausgewählt und entwickelt worden, die bis Ende 2018 umgesetzt werden sollen, so damals der Sozial- und Altenhilfeplaner Thomas Köppchen. Wie sich diese Maßnahmen, so sie denn inzwischen allesamt angelaufen sind, auf das Leben der Seniorinnen und Senioren im Südbezirk auswirken werden, muss sich noch zeigen. Dabei setzt die Stadt Remscheid weiter auf Quartiersentwickler Daniel Schmidt; er bekam einen unbefristeten Vertrag, nachdem sein bisheriger befristeter Vertrag im Rahmen des Förderprojektes des Landes Nordrhein-Westfalen zur Quartiersentwicklung und -koordination ausgelaufen war.

„Bei der altengerechten Quartiersentwicklung handelt es sich um eine sich aus dem Alten- und Pflegegesetz (APG NRW) ergebende gesetzliche Aufgabe. In § 1 APG ist die Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Unterstützungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen als Ziel des Gesetzes festgeschrieben.“ So beginnt eine umfangreiche Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Sozialausschusses am 15. Januar. Die Stadt sei zur Sicherstellung einer Struktur pflegerischer und nicht pflegerischer Angebote gemäß § 4 APG ausdrücklich verpflichtet. Die Stadt habe vom 1. April 2016 bis 31. Dezember 2018 Landes-Fördermittel des Landes NRW erhalten, „um als Pilotprojekt im Stadtbezirk Remscheid-Süd eine altengerechte Quartiersentwicklung zu initiieren. Konkretes Ziel des Projektes ... war es, dass ein Quartierskonzept entwickelt wird, welches anschließend auch auf andere Stadtbezirke übertragbar ist, so dass dort ab 2019 ebenfalls eine altengerechte Quartiersentwicklung eingeleitet werden kann. (...) Daniel Schmidt wird diese Aufgabe als Koordinator für die altengerechte Quartiersentwicklung übernehmen.“ Die regelmäßige Präsenz des Koordinators im Stadtteilbüro Rosenhügel sei „wichtig, um den persönlichen Kontakt zur Bewohnerschaft und zu den Akteuren vor Ort zu halten. (...) Angestoßene Maßnahmen müssen weitergeführt und bereits umgesetzte Maßnahmen verstetigt werden. Gleichwohl müssen neue Maßnahmen initiiert werden.“ In diesem Zusammenhang habe sich die Quartierskonferenz Remscheid-Süd „als wichtiges Instrument für eine partizipative Quartiersentwicklung herausgestellt. Die Konferenz ist weiter einmal pro Jahr von der Projektkoordination in enger Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe vorzubereiten und durchzuführen. Wichtige Projektentscheidungen sind final mit der Quartierskonferenz abzustimmen und schließlich zu treffen. Nur so ist eine breite Akzeptanz zu erzielen und die Maßnahmen werden von vielen Akteuren getragen.“

Nach dem Muster des Quartierskonzeptes Remscheid-Süd steht in diesem Jahr die Quartiersentwicklung in Lüttringhausen auf dem Plan der Verwaltung. Auch dort sei eine „enge Kooperation mit den dort jeweils bereits tätigen Akteuren, Trägern und Institutionen zwingend erforderlich.“ Nach zwischenzeitlichen Gesprächen mit den Schlawinern als Träger des BBZ-Lüttringhausen sei die dortige Präsenz von Koordinator Daniel Schmidt ausdrücklich erwünscht, teilt die Verwaltung mit. Aber nur durch eine gesamtstädtische Quartiersentwicklung könne die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen entsprechen. Und da komme es auf die Vernetzung der verschiedenen Akteure im gesamten Stadtgebiet an; die Aktivitäten der verschiedenen Träger / Verbände seien „aktiv zu begleiten und zu unterstützen“. Als Beispiel wird in der Vorlage die Entwicklung altengerechter Strukturen durch das Diakonische Werk Remscheid in der Remscheider Innenstadt sowie durch den Stadtteil e.V. am Honsberg und die IG Hasenberg gemeinsam mit dem Caritasverband Remscheid am Hasenberg genannt. Eine wichtige Rolle in dem gesamtstädtischen Prozess zur Entwicklung altengerechter Quartiere komme zudem den Begegnungs- und Beratungszentren (BBZ) zu. Diese dienten als Ankerpunkte und strahlen in die jeweiligen Quartiere aus. Zitat: „Die BBZ sollen sich zu festen, dezentralen Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier weiterentwickeln. Durch ein attraktives Beratungs- und Informationsangebot und durch Öffentlichkeitsarbeit soll die Bekanntheit gesteigert werden. Exemplarische Maßnahmen sind die Durchführung von Rollatorentrainings, Quartierssprechstunden oder Informationsveranstaltungen zu aktuellen und relevanten Themen. Wie für die gesamte Quartiersentwicklung gilt aber auch hier: Angebote sind in Zusammenarbeit mit den Bewohnern, Akteuren und Institutionen zu entwickeln und zu verwirklichen. Durch einen partizipativen Prozess ist die Wahrscheinlichkeit, dass die initiierten Maßnahmen auch angenommen werden, deutlich erhöht.“

Der Waterbölles braucht Rat zu Drucker

Pech, der Epson-Drucker will nicht mehr. Sonst immer ein treues Arbeitstier. Von einem Text tauchen auf dem Blatt Papier nur Bruchstücke auf. Dabei sind die Druckerpatronen gut gefüllt. Auch diverse Wartungsschritte (Reinigung und Justierung des Druckerkopfes) haben das Problem nicht behoben. Frage also: Wer kennt jemanden, der kurzfristig eine Epson-Drucker (BX635FWD) reparieren kann? E-Mail: 1@kailo.de.

Damit die Party nicht in der Klinik endet

Pressemitteilug des Sana-Klinikums Remscheid

Feuerwerk gehört zu Silvester genauso dazu wie Sekt, Raclette und gute Vorsätze. Und dabei gilt: Je auffälliger, bunter und lauter, desto besser. Egal ob der Eigenantrieb dafür ist, alte Geister zu vertreiben, das neue Jahr einzuläuten, seinen Glücksstern in eine vermeintlich bessere Position zu bugsieren oder einfach nur der profane Spaß am Böllern – die Gründe für das Zünden von Raketen, Böllern und Co. sind vielfältig. Doch aus Spaß und Freude kann schnell bitterer Ernst werden. „Vor allem dann, wenn auch noch Alkohol und Leichtsinn mit im Spiel sind“, weiß Dr. med. Yang Chul Böring, leitender Arzt der Zentralen Notaufnahme am Sana Klinikum Remscheid.

Alle Jahre wieder das gleiche Bild: Während die meisten von uns fröhlich und unbeschwert feiern, kommen andere – teils schwerverletzt – mit Blaulicht ins Krankenhaus. „Die kritischste Phase für die Notaufnahmen in deutschen Kliniken ist der Zeitraum zwischen 24 Uhr in der Silvesternacht und 8 Uhr am Neujahrsmorgen. Leider ist dies für uns seit vielen Jahren gelebte Praxis, weswegen wir unser Team in diesem Zeitraum immer aufstocken um mit ausreichend Mitarbeitern für den Notfall gerüstet zu sein“, erklärt der Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie, Intensiv- und Notfallmedizin.

Dabei geht es bis 24 Uhr sogar noch verhältnismäßig ruhig zu. Patienten, die bis dahin  „silversterbedingt“ in die Notaufnahme kommen, haben meist nur Schnittverletzungen, weil sie beispielsweise zu heftig mit ihrem Tischnachbar angestoßen haben, unter Alkoholeinfluss gestürzt sind oder in eine Schlägerei verwickelt waren. „Gerade bei Schnittverletzungen, die durch zerbrochenes Glas entstanden sind, verzeichnen wir am Jahreswechsel regelmäßig einen rasanten Anstieg im Vergleich zum Rest des Jahres. Besonders die dünnwandigen Sektgläser mit ihren feinen Stilen bilden hier eine zusätzliche Gefahrenquelle“, sagt der Mediziner.

Mit den ersten Raketen und Böllern, die dann um Mitternacht gezündet werden, ändern sich die Verletzungsbilder jedoch schlagartig: „Verbrennungen, Knalltraumata, Augenverletzungen und Platzwunden durch herabstürzende Raketenteile. Im schlimmsten Fall kann es auch zu abgerissenen Fingern kommen, was aber zum Glück nur sehr selten vorkommt“, so Dr. Böring. Um Verbrennungen an Händen und Gesicht, Verletzungen des Auges und der Augenlider, Gehörschäden und Knalltraumata zu vermeiden, ist daher große Vorsicht beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern geboten. Geht doch mal etwas schief, ist Eile angesagt – gerade bei Verletzungen am Auge, die an Silvester durch Funkenflug, Splitter oder Bleigießen ausgelöst werden können. Ist das Auge verletzt, ist unverzüglich ärztliche Hilfe aufzusuchen, da sich die Heilungschancen deutlich verschlechtern, je länger es bis zur Behandlung dauert.

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Acht von 151 Videos des Waterbölles in 2018

Förderverein "Feilenfabrik Ehlis" auf gutem Weg

Remscheids neues Cinestar-Kino mit sechs Sälen

Sport, Kultur, Geschichte, Heimat – die Auswahl aus den rund 150 Videos, die der Waterbölles in diesem Jahr bei YouTube über Remscheid einstellte, fällt schwer.

Gekleidet wie einst die Remscheider Feilenhauer, führte Klaus R. Schmidt beim Tag des offenen Denkmals viele Besucherinnen und Bescher durch die einstige Feilenfabrik Ehlis im Eschbachtal. Die Geschichte dieses traditionsreichen Handwerks hält heute ein gemeinnütziger Verein aufrecht. Der habe in der kurzen Zeit seines Bestehens schon viel geleistet, bescheinigte Stadtführer Schmidt. Er hatte an diesem Tag Führungen im Stundentakt - und dabei immer viel zu erzählen. Denn mit den alten  Schmieden und Kotten im Eschbachtal kennt sich der Remscheider aus. Der Waterbölles begleitete ihn auf einem Teil seines Rundgangs, bevor er Thomas Abbas, den Vorsitzenden des "Fördervereins zur Erhaltung der Feilenfabrik in Schlepenpohl e.V.", nach den weiteren Ausbauplänen für die Feilenfabrik befragte.

Remscheid freut sich auf das "Kino mit Gleisanschluss". Das neue Multiplex-Kino Cinestar Remscheid darf an dieser Stelle nicht fehlen. Es präsentierte sich vor zwei Wochen bei der Eröffnung als ein Millionen-Objekt mit voll digitalisierten Projektionsstandards und herausragender Tontechnik in zwei größeren und vier kleineren Kinosälen auf zwei Etagen mit insgesamt 1.300 Sitzplätzen. Auch die zahlreichen geladenen Gäste einer Premieren-Party zeigten sich von dem Neubau beeindruckt.  Wie Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an diesem Tag berichtete, wird die alte Remscheider Bahnhofsuhr, die nach dem Gebäudeabriss eingelagert wurde, derzeit wieder in Gang gesetzt. Sie soll an der Außenfassade des neuen Kinos angebracht werden.

Rögy-Dreifachturnhalle sportlich eingeweiht

Starts beim 18. Röntgenlauf in Hackenberg

Es war eine sportliche Feier, mit der die neue Dreifachturnhalle des Röntgen-Gymnasiums in Remscheid-Lennep, die sich die Stadt 7,2 Millionen Euro hat kosten lassen, eingeweiht wurde. Sportlich kurz die Reden, und sportlich auch die Akrobatik, mit der die Jungen und Mädchen der Klasse 6a die Feier eröffneten. Ein Torwandschießen, an dem neben den Siegern eines Schülerturniers auch die drei Redner teilnahmen, stand an Ende des Programms. Leider flog die „Kirsche“ kein einziges Mal durchs Loch.

Die Marathonläuferinnen und -läufer waren am Clemenshammer schon lange auf der Strecke gegangen, da gab Wolfgang Görtz vom Röntgen Sport Club e.V. beim 18. Röntgenlauf im Sportzentrum Hackenberg den Startschuss für den 400 Meter langen Lauf der Bambini (Jahrgang 2011 und jünger). Merke: Früh übt sich... Und das galt auch für die beiden Kinderläufe über 800 Meter (Jahrgang 2009 und 2010) bzw. 1.250 Meter (Jahrgang 2007 und 2008), und den 2.450 Meter langen Schüler-Crosslauf (Jahrgang 2003 bis 2006), jeweils getrennt für Jungen und Mädchen. Eltern, die nicht nur den Start, sondern auch den Zieleinlauf mit dem Smartphone fotografieren oder Filmen wollten, mussten sich gerade beim ersten Lauf sputen, um vor ihren Sprösslingen am Ziel zu sein.

Eschtival mit Jürgen Drews

Eschtial mit den Kölner Höhnern

Einige Tage lang war es für eingefleischte Fans des auch nach Jahren beim deutschen Publikum immer noch beliebten und sympathischen Sängers eine Zitterpartie: Kommt er, oder kommt er nicht? Doch Jürgen Drews kam. Mit seiner Band. Ihr Auftritt beim 2. Eschtival im Freibad Eschbachtal war der erste nach einem kurzen, aber kritischen Krankenhausaufenthalt. Und auch nach mehr als 40 Jahren sprang der Funken über bei Hits wie „Ein Bett im Kornfeld", „Barfuß durch den Sommer", „Himbeereis zum Frühstück“ und „Wir ziehn heut' Abend aufs Dach". (Den Kalauer im Titel des Videos mögen die Fans mir verzeihen)

Auf den bergischen Höhen ein schöner Sonnenuntergang, da starteten die „Höhner“ beim 2. Eschtival auf dem Gelände des Freibads Eschbachtal vor rund 1.400 Besucherinnen und Besuchern ihr Konzert. Und die klatschten bald die Musik der Kölner Band begeistert mit. Viele kannten sogar die Liedtexte auswendig. Stefan Grote, der Vorsitzende des Fördervereis, der vor einigen Jahren Deutschlands ältestes Binnenfreibad von 1912 vor der Schließung bewahrte, konnte nicht nur mit der Stimmung zufrieden sein, sondern auch mit den Einnahmen. Insgesamt endete das 2. Eschtival allerdings mit einem dicken Minus in der Kasse.

Junge Französinnen von Deutschen überrascht

Das Archiv der Remscheider Museen

Im Rahmen eines Austauschprogramms des Deutsch-Französischen Jugendwerks verbrachten Judith Vidal (17) und Gaëlle Marchand (16), zwei Schülerinnen aus Remscheids französischer Partnerstadt Quimper, vom 29. Juni bis 29. Juli den ersten Teil ihrer Sommerferien in Remscheid, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. In der jeweiligen Gastfamilie, aber auch im Ferienjob in je einem Remscheider Kindergarten, der Kita Henkelshof bzw. der Kita Eisernstein. Darüber und über ihre anderen Eindrücke und Erlebnisse in diesem  für sie bislang fremden Land erzählten sie dem Waterbölles erfrischend ungezwungen im Video.

Schon seit längerem nutzen das Deutsche Werkzeugmuseum und das Deutsche Röntgen-Museum gemeinsam eine ca. 1.600 Quadratmeter große ehemalige Fabrikhalle in Radevormwald-Dahlerau an der Wupper als Museumsarchiv. Diese beherbergt unzählige Röntgenapparaten und -zubehörteile bzw. Maschinen zur Metallverarbeitung und Interieur von Haus Cleff, das zur Sanierung ausgeräumt werden musste. Alles Dinge, die (noch) nicht reif sind für eine Präsentation in den öffentlichen Museumsräumen oder die dorthin eines Tages zurückkehren sollen. Dem Waterbölles stellten Dr. Uwe Busch, der Leiter des Röntgen-Museums, und Thomas Judt, Chef des städtischen Gebäudemanagements, die vielen „Schätze“ vor. Dass die Museumsstücke im  engen Tal der Wupper wegen der dortigen hohen Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen nicht optimal untergebracht sind, hat inzwischen ein Experte des Landschaftsverbandes Rheinland der Stadt Remscheid bescheinigt. Und deshalb gab die Politik grünes Licht für die Suche nach einer neuen Lagerhalle, möglichst im Stadtgebiet.

Allen Leserinnen und Lesern ein frohes Weihnachtsfest

... wünscht der Waterbölles.

Καλά Χριστούγεννα και ευτυχισμένο το νέο έτος επιτυχή
Buon Natale e un felice anno nuovo successo
Čestit Božić i sretna nova godina uspješnog
Wesołych Świąt i szczęśliwego nowego roku udanego
Feliz Natal e um feliz ano novo sucesso
Craciun Fericit si un An Nou fericit de succes
Веселого Рождества и счастливого Нового Года успешным
Честита Божић и сретна нова година успешног
Feliz Navidad y un feliz año nuevo éxito
Веселого Різдва і щасливого Нового Року успішним
חג המוֹלד שׂמח ושנה חדשה שׂמחה ומצליחה
Selamat hari Natal dan tahun baru berhasil senang
Merry Christmas and a happy successful new year
Joyeux Noël et une heureuse nouvelle année réussie
Yeni yilinizi kutlar saglik, mutluluk ve basarilar dileriz.

Laschet will kommunalen Schuldenstand reduzieren

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das seit neun Jahren um die Wiederherstellung kommunaler Gestaltungsfähigkeit kämpfende parteiübergreifende Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" von 70 Städten und Gemeinden aus neun Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern hat in Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Armin Laschet einen engagierten Unterstützer gefunden. Sie hatten ihm und seiner Kommunalministerin Ina Scharrenbach Vorschläge zur Lösung des weitgehend nicht von den Kommunen selbst verursachten Altschuldenproblems unterbreitet.

In einem Brief schreibt der Ministerpräsident: "Es gehört zu den vorrangigen Zielen des Landesregierung, die finanzielle Situation der Kommunen in den kommenden Jahren nachhaltig zu verbessern und sie spürbar zu entlasten. Dabei ist vor allem wichtig, den hohen Schuldenstand der Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen nachhaltig zu reduzieren." Laschets Schreiben werten die Kommunen als ein über Nordrhein-Westfalen hinaus wirkendes politisches Signal: "Ich teile Ihre Auffassung, dass die Mitwirkung des Bundes für eine erfolgreiche Lösung der Altschuldenproblematik unerlässlich ist. Es waren nicht zuletzt die durch bundesgesetzliche Regelungen verursachten und immer weiter anwachsenden Soziallasten, die zum Anstieg der kommunalen Verschuldung beigetragen haben. Die Landesregierung begrüßt es daher sehr, dass sich der Bund mit der Einrichtung der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" inzwischen zu seiner Verantwortung bekannt hat und in einer Facharbeitsgruppe dieser Kommission Vorschläge zur Lösung des Problems der kommunalen Altschulden erarbeiten wird."

Wie es dann weitergehen soll, spricht der Ministerpräsident konkret an: Die Landesregierung werde abgestimmt auf die Ergebnisse der Kommission und die vom Bund vorgesehenen Maßnahmen "eigene Maßnahmen ergreifen, mit denen die langfristige Sicherung der Zinsen von Liquiditätskrediten zu tragbaren Konditionen, die Tilgung eines größeren Teils der Verbindlichkeiten und die Vermeidung der Aufnahme neuer Schulden angestrebt werden wird." Dass für Ministerpräsident Laschet und sein Kabinett die Lösung der kommunalen Altschulden dringlich ist, macht auch der aktuelle Bericht der Landesregierung an den Ausschuss für Heimat, Kommunales, Bauen und Wohnen des Landtags deutlich. Danach wird die Kommunalministerin dem Kabinett im März 2019 einen Sachstandsbericht vorlegen, "der den aktuellen Stand der Verhandlungen auf Bundesebene skizzieren, die Entwicklung auf dem Kreditmarkt darstellen und einen Vorschlag zur Umsetzung der kommunalen Kredithilfe enthalten wird."

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Stadtkämmerer Sven Wiertz erklären dazu: "Wir sind dankbar für die klaren Worte und sehr ermutigt, wenn auch noch nicht am Ziel. Besonders freut uns, dass NRW neben einem eigenen Beitrag sich für eine Mitwirkung des Bundes einsetzt. Sehr wichtig ist für uns außerdem, dass nicht nur eine Absicherung gegen steigende Zinsen, sondern vor allem eine nachhaltige Reduzierung der kommunalen Altschulden angestrebt wird. Wir erwarten, dass auch andere Landesregierungen sich der nordrhein-westfälischen Initiative anschließen."

Im Nachgang zu dieser Pressemitteilung teilte Stadtkämmerer Sven Wiertz mit, „dass sich die Altschulden Remscheids zum 31. Dezember 2018 auf 560,8 Mio. Euro belaufen werden. Damit verringert sich der Schuldenstand gegenüber dem Vorjahr um 25,9 Mio. Euro.“

Der Treckerfreunde Remscheid e.V. muss umziehen

Die alte Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßen NRW, erbaut 1956, liegt 200 Meter von der Autobahnanschlussstelle Lennep entfernt gegenüber dem Gartencenter Kremer. 1993 hatte sie ausgedient. Damals wurde das ca.7.760m² große Gelände an die Stadt  Remscheid verkauft, die früheren Betriebsgebäude und das Wohnhaus blieben allerdings ungenutzt verfielen zusehends.

Neue Heimstatt für historische Trecker und Landmaschinen“, titelte der Waterbölles am 5. November 2012. Damals hatten die Treckerfreunde Remscheid e.V. die alte Wagenhalle der Straßenmeisterei angemietet, wie Vorsitzender Manfred Dörpfeld beichtete, um dort ihre  rund 100 historischen Trecker und Landmaschinen unterzustellen, die bis dahin nicht nur in Schuppen und Garagen  in Remscheid, sondern auch  in Wermelskirchen, Odenthal, Dabringhausen und Wuppertal standen. Der Verein muss sich nun nach einem neuen Domizil für ihre Oldtimer umsehen. Denn Gebäuden und Grundstück wollen sich zwei Investoren annehmen:  Der Lenneper Rechtsanwalt Arndt Krienen, CEO einer Aktiengesellschaft mit Sitz in Berlin, und Frederik Kappenstein.

Krienen ist auch Aufsichtsrat der Grillardor AG, die auf dem Gelände ein Restaurant betreiben will. Frederik Kappenstein leitet künftig das operative Geschäft von Grillardor. Die neue „Grillardor-Erlebniswelt“ ist mit rd. 2.270 qm Nutzfläche geplant. Oberhalb  sind zwei Wohngebäude mit rd. 1.500 qm Wohnfläche vorgesehen. Das ältere Wohnhaus soll erhalten bleiben. In dem neuen „Grillardor“–Projekt soll das Thema „Grillen“ vielfältig in Szene gesetzt werden mit dem Ziel einer Erlebniswelt (Gastronomie und Erlebniseinkauf / ständige Grillausstellung im Gastronomiebereich).

Wie der städtische Wirtschaftsförderer Ingo Lückgen dem Waterbölles auf Anfrage mitteilte, will sich die Stadtverwaltung „bei bzw. vor einem Verkauf der Liegenschaft mit dem Verein der Treckerfreunde ... bzgl. der Anforderungen an einen alternativen Standort und der Suche nach einem solchen austauschen.“