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Samstag kamen so viele Modellbauer wie noch nie

Im Freibad Eschbachtal fand am vergangenen Wochenende die 12. Schiffsparade statt. Viele Aussteller von Modellbooten über und unter Wasser ( U-Boote ) hatten sich für beide Tagen angesagt, sehr zur Freude von Stefan Grote, dem Vorsitzenden des Förderverein. Einige Bastler kamen schon am Freitag und übernachten im Freibad bis Sonntag. Würde man alle angemeldeten Boote aneinander reihen, ergäbe sich eine Gesamtlänge von mehr als 100 Metern, so Stefan Grote. „Dank des guten Wetters kamen am Samstag so viele Aussteller wie noch nie“, sagte er dem Waterbölles am Samstag zum Start der Schiffsparade im Video. Was die dringend notwendigen Investitionen in das technisch veraltete „Strandbades“ angeht, zeigte sich Grote für das nach nächste Jahr zuversichtlich. Im (Bild der Aussteller mit der weitesten Anreise; er kam aus Bremen)

Kita Hölterfeld lud zu nostalgischer Zeitreise ein

Ihr vierzigjähriges Bestehen feierte am Samstag die Städtische Kindertageseinrichtung Hölterfeld. Und dazu begrüßten Viola Borchers und ihr Team nicht nur zahlreihe Eltern, sondern auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend, Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates, und Gabi Leitzbach, die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses. Das Kita-Team begrüßte die Gäste mit einem bekannten Lied und neuem Text. Und im Flur der Kita konnten sie sich anschließend auf eine nostalgische Zeitreise begeben mit vielerlei beinahe schon vergessenen Utensilien und vielen, teil verblichenen Fotos von den Jungen und Mädchen, die diese Kita in den vergangenen vierzig Jahren besucht haben. Aus einigen dieser Kinder seien inzwischen Väter und Mütter geworden, die ihren Nachwuchs der Kita Hölterfeld in Obhut gegeben haben, berichtete Viola Borchers dem Waterbölles im Video.

Blaue Schafe mit Weiderecht in Stachelhausen

Seit 2009 ist eine Herde von 50 bis 100 Blauschafen unterwegs, um europaweit für ein menschliches Miteinander zu werben. Das Blau als Friedensfarbe findet seine Entsprechung im Blau der EU, der UN, der UNESCO oder UNICEF. Sie ist die Farbe der europäischen Friedensbewegung. Und seit 2012 steht die blaue Friedensherde unter der Schirmherrschaft des EU-Parlaments. Die Illusion einer friedlich weidenden Schafherde wurde zum Symbol für eine solidarische Gesellschaft, appelliert an soziale Verantwortung und wirbt für eine tolerante Geisteshaltung.

Die Künstler Bertamaria Reetz und Rainer Bonk waren mit ihren blauen Schafen schon in mehr als 160 Großmetropolen zu Gast, so auch in Venedig, Berlin, Köln, Brüssel, Kopenhagen, Wien, Luxembourg. Und derzeit haben 30 Tiere aus ihrer Blauschäferei „Weiderecht“ im Treppenhaus des soziokulturellen Zentrums „Kraftstation“ an der Honsberger Straße. Bertamaria Reetz war dort gestern Nachmittag zu Gast, als Ute Lennartz-Lembeck und Uschi Lauterjung (Kunstschule Heimat), der Remscheider Fotograf Michael Schütz und die Kommunikationsdesignerin Uschi Lauterjung ihre Foto-Ausstellung „Stachelhausen im Porträt“ eröffneten. In den vergangenen Wochen hatten sie im Ortsteil Stachelhausen mit Anwohner/innen über Nachbarschaften und menschliches Miteinander gesprochen, ganz im Sinne der Idee der blauen Friedensherde. Aus den Treffen gingen eine Reihe von Fotos hervor,und andere von kleinen Besucher/innen des Jugendzentrums „Kraftstation“ und der Kunstschule Heimat kamen hinzu. Gemeinsam sind sie nun in der neuen Treppenhausgalerie der „Kraftstation“ zu sehen  als Teil des Kunstprojekts der blauen Friedensherde.

Keine freien Kapazitäten für die Werkzeugtrasse?

Im Oktober 2018 beim Kontrollgang der Remscheider SPD auf der Trasse des Werkzeugs

Da müsse ein Missverständnis vorliegen, sagte Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) am Donnerstag im Haupt- und Finanzausschuss. Wenn die Wählergemeinschaft die Verwaltung auffordere, sich einmal intensiver mit der Werkzeugtrasse zwischen Hasten und Hauptbahnhof zu beschäftigen, dann sei damit das Konzept der Fahrradtrasse von 2006 (Regionale) in keiner Weise in Frage gestellt. Auf dem Hasten wird man diesen Zwischenruf gerne gehört haben. Dort fragt man sich schon seit geraumer Zeit, warum die notwendige „Auffrischung“ der Trasse von Ausschusssitzung zu Ausschusssitzung nur halbherzig besprochen wird – um nicht zu sagen zerredet. Nicht von den Kommunalpolitikern, sondern von den Fachleuten im Rathaus. Die jüngste Stellungnahme der Stadt von August („Offener Diskussionsprozess zwecks Ideen zur Trasse“) lässt da wenig Hoffnung aufkeimen. Zitat: "Die Verwaltung sieht Möglichkeiten und Erfordernisse, die Endpunkte der Trasse und deren Beschilderung neu zu gestalten." Aha! Frage sich nur welche. Die würden die Kommunalpolitiker und die Bürgerschaft insgesamt alsbald mal kennenlernen.

Arbeitsüberlastung auch in diesem Fall? Engagierte Bürger vom Hasten sprechen bereits von einem Trauerspiel. Sie wünschen sich das Ergebnis der angekündigten Bestandsaufnahme noch in diesem Jahr. Das sollte doch leistbar sein.

Bezirksbürgermeister Otto Mähler würde es gewiss freuen. Auch ihm ist die Trasse des Werkzeugs ein Anliegen. Vielleicht könnte ja Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Angelegenheit zur Chefsache erklären, damit sich unter den politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern der Frust nicht weiter ausbreitet.  

Für einen Discounter ist hier eindeutig kein Platz mehr

Gebäude der Spedition Vöpel müssen weichen“, titelte der Waterbölles am 27. April. Seitdem ist auf dem früheren Firmengrundstück der Spedition Vöpel zwischen Kipper- und Haddenbacher Straße auf 6.100 des insgesamt 6.200 Quadratmeter  großen Geländes eine zwei- bis dreigeschossige Lagerhalle entstanden. Uns gestern überzeugten sich alle wesentlich an diesem Projekt beteiligten vom zügigen Innenausbau der Halle: Für die Stadt Remscheid  der Technische Beigeordnete Peter Heinze, Technischer und Ingo Lückgen, Leiter des Fachdienst Wirtschaftsförderung / Stadtmarketing / Liegenschaften; für den  Investor, die W&B Projektentwicklungs GmbH aus Darmstadt deren Geschäftsführender Gesellschafter Dr. Gerald Wörner; für den Mieter, die familiengeführte WM-Firmengruppe (von Hans Heiner Müller) aus Osnabrück, Gebietsleiter Thomas Zafiroudis, Verkaufshausleiter Nils Gravemann und Christine Hergert (Unternehmenskommunikation).

Für die Stadt ist dieses Projekt ist ein weiteres Beispiel für erfolgreiches Gewerbeflächenrecycling in Remscheid. Erfolgreich auch deshalb, weil es durch entsprechenden Maßnahmen der Stadtplanung gelang, die Ansiedlung von Einzelhandel auf dem ehemaligen Vöpel-Gelände zu verhindern, die im Widerspruch zum kommunalen Einzelhandelskonzept der Stadt gestanden hätte. Für den Bau eines neuen Discounters hatten bei der Erbengemeinschaft Vöpel gleich mehrere Investoren auf der Matte gestanden. Doch die Bauverwaltung hatte auf dem Einzelhandelskonzept bestanden und die Erbengemeinschaft zugleich zu einer Entscheidung gedrängt zugunsten einer Aktivierung der Brache als neue Gewerbefläche.

Die WM-Gruppe füllt mit der neuen Niederlassung Remscheid, von der auch die Kunden im Umland bedient werden sollen, einen „weißen Fleck“, wie gestern Thomas Zafiroudis. Denn für das Unternehmen, das mit rund 6.000 Mitarbeiter/innen und 230 Filialen in Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA einen Jahresumsatz von 1,6 Milliarden Euro erzielt, kommt es auf die „just in time“-Belieferung ihrer Kunden, „freie“ Autowerkstätten. Und von denen gibt es im Bergischen Land eine ganze Menge, wie eine von WM  in Auftrag gegebene Marktanalyse ergab.

Hier nun kam als Investor W&B Projektentwicklungs GmbH ins Geschäft. Sie suchte für die WM-Gruppe ein verkehrsgünstig gelegenes Gewerbegrundstück im Bergischen Land, wurde in Remscheid fündig, kaufte das Gelände von der Erbengemeinschaft Vöpel und errichtet nun in Abstimmung mit WM als dem künftigen Mieter die Lagerhalle. Ein Projekt im Gesamtvolumen einer „höheren einstelligen Millionensumme“, so Dr. Gerald Wörner, will sagen: mehr als fünf und weniger als zehn Millionen Euro.

Derzeit sind zahlreiche Handwerksfirmen dabei, die neue Halle in verschiedene Berteiche aufzuteilen. Der größte Teil ist für das dreigeschossige Lager bestimmt, der Platz für rund 70.000 verschiedene Kfz- und Lkw-Ersatzteile, Lacke, und Lackzubehör sowie Ausrüstungsteilen für Autowerkstätten. Die benötigten Teile können die freien Werkstätten sich auf Bestellung liefern lassen, aber auch vor Ort abholen. Dafür ist ein 150 Quadratmeter großer Verkaufsraum eingeplant (auch private Autobastler sind dort willkommen). Daneben ist eine Schulungswerkstatt vorgesehen (allein für die Mitarbeiter der freien Werkstätten). Und über dem Verkaufsraum, in der zweiten Etage, werden weitere Schulungsräume liegen sowie Büros und Sozialräume für die WM-Mitarbeiter/innen. Anfang werden es 15 sein, im Endausbau dann 40. Was die Stadt natürlich freut...

Mit der neuen Halle von WM ist das ehemalige Vöpel-Gelände übrigens noch nicht komplett verplant. Übrig bleiben - ebenfalls in der Vermarktung von W&B Projektentwicklungs GmbH – im rückwärtigen Teil am Wendehammer 2.000 Quadratmeter. Dr. Gerald Wörner: „Dafür gibt es bereits einige Interessenten!“ Das hörten Peter Heinze und Ingo Lückgen natürlich besonders gerne.

Aufs neue Restaurant soll das eigene Ensemble folgen

Zu Gast im städtischen Kulturausschuss war gestern Dr. Volker Schatz (59, rechts im Bild), Initiator, Inhaber und Mäzen der Remscheider Kleinkunstbühne „Schatzkiste“, am Remscheider Markt, Elberfelder Straße 7. Er und seine Frau hatten sich Anfang vergangenen Jahres über dem einstigen Restaurant „Zum Landsknecht“ einen lang gehegten Traum erfüllt. Der Theatersaal, der einst eine Tanzschule und dann eine Computerfirma beherbergte, bietet rund 100 Gästen Platz. In den Farben Rot, Dunkelbraun und Gold wirkt er wie eine Schatzkiste.

Mal abgesehen vielleicht von einem Puppenspiel für Kinder werde sich die „Schatzkiste“ auf Kabarett-Aufführungen konzentrieren, berichtete er den Kommunalpolitikern. Aus einer Aufführung im Monat sind inzwischen schon zwei geworden – auch dank des Intendanten Jürgen H. Scheugenpflug (links im Bild), der zugleich eine Künstleragentur betreibt. Er hat für den Herbst u. a. Anka Zink und Kalle Pohl unter Vertrag genommen.

Dr. Schatz machte klar, dass die Remscheider Kleinkunstbühne auf Dauer ein Zuschussgeschäft bleiben werde. Das Defizit schieße er aus seiner Privatschatulle zu. Damit es sich aber in Grenzen halte, gebe es jetzt dem Förderverein Schatzkiste e.V., als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt. Dorthin flössen nun auch die Spenden der Stadtsparkasse Remscheid und der Fa. Knippex. „Neue Mitglieder sind immer willkommen!“

Kaabarettist Jens Neutag.Zumal es dem Theatermäzen nicht an Ideen mangelt. Dem einstigen Restaurant „Zum Landsknecht“ hat er eine neue Inneneinrichtung beschert (die soll am kommenden Montag der Presse vorgestellt werden). Schatz: „Das habe ich nach meiner Frau benannt: ‚Meine Kleine‘. Es wird das schönste Restaurant, das Remscheid je hatte!“ Es soll allerdings nur an den Tagen geöffnet haben, an denen es in der „Schatzkiste“ auch Programm gibt.

Fehl dann nur noch ein eigenes Ensemble. Geht nicht? Geht doch. Im kommenden Jahr sollen interessierte Remscheider gecastet werden, die Luft (und Talent!) haben, selbst Kabarett zu machen. Sie sollen in der „Schatzkiste“ eine Ausbildung bekommen, und um geeignete Texte will sich später auch der Remscheider Kabarettist Jens Neutag (Foto rechts) kümmern. Der werde „die Texte dann auf Remscheider Verhältnisse umschreiben“. Sein Ziel habe er erreicht, so Dr. Schatz, „wenn die ‚Schatzkiste’ in einem Atemzug mit dem ‚Kommödchen‘ und dem ‚Senftöpfchen“ genannt werden!“

Bleibt die Hoffnung auf ein großes Show-Publikum

Der so genannte Flashmob formiert sich im Morgenmgrauen. Foto: Lothr Kaiser#5630: Ein Flashmob und vier Multimedia-Shows“, titelte der Waterbölles am 23. August und stellte das Projekts #5630 (http://www.5630.eu) von Jochen Peitz, Marcel Haupt, Daniel Sperling, Björn Webert und Cedric Pick vor: Vier Multimedia-Shows am 29./30. November und 1.Dezember in der Halle Neuenkamp, für die inzwischen schon fleißig geprobt wurde. Und den  Flashmob, zu dem sie für Sonntag, 1. September, um 6.55 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz aufgerufen hatten. Das hochgesteckte Ziel sollte es sein, dass „Tausende Remscheider Kinder und Jugendliche ... gleichzeitig loslaufen“, damit „faszinierende und eindrucksvolle Bilder entstehen“ für einen Image-Film über Remscheid, „von mehreren Filmteams mit diversen Kameras (u.a. Drohnen etc.)“ gedreht – „einmalige und noch nie dagewesene Aktion“ (Cedric Pick). Dafür habe das #5630-Team „für mehrere tausend Euro ein Sicherheitskonzept einkaufen“ müssen. Auf die Frage des Waterbölles nach Budget und Sponsoren hatte Cedric Pick damals geantwortet: „Der Kostenaufwand liegt insgesamt bei ca. 200.000 Euro. Über Sponsoren (Hauptsponsor ist die Stadtsparkasse Remscheid), Budget aus dem bergischen Kulturfonds und Eintrittsgelder (für die Shows am 29./30.11 & 1.12 in der Halle Neuenkamp) hoffen wir am 'Ende des Tages' eine 'schwarze Null' schreiben zu können."

Der so genannte Flashmob vom vergangenen Sonntag auf dem Willy-Brandt-Platz

Der Vorverkauf für die Multimedia-Shows im November und Dezember ist inzwischen angelaufen. Die Tickets können über die Seite www.5630.eu bestellt werden zu 26 oder 34 € pro Ticket. Und Marcel Haupt verspricht als künstlerischer Leiter der Shows: „hochklassige Darbietungen“ in einer „einzigartigen Multimedia-Show mit bezaubernder Musik und bewegender Performance“. Und auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz geizte nicht mit Vorschusslorbeeren (siehe unten): „Tolles Zeichen für die Stadt!“ Aber auch ein nachhaltiges? Wenn vier Shows ihr Publikum hatten (was deren begeisterungsfähigen Akteuren sehr zu wünschen ist), wird die Nachhaltigkeit dieses sechsstelligen (?) Sponsorings davon abhängen, ob der geplante Film so ausfällt, dass er auch mittelfristig noch für Remscheid werben kann. Und das bleibt abzuwarten. Bewerten lässt sich  bislang nur der so genannte Flashmob. Der Waterbölles überschrieb seinen Bericht mit Video  am Sonntag um 10.24 Uhr so: „Früher Flashmob floppt, macht aber allen viel Spaß“.

Weitere Zitate aus den Medien:

Radio RSG vom 1. September: „Rund 200 Jugendliche kamen auf den abgesperrten Remscheider Bahnhofskreisel am Willy Brandt Platz. Auch wenn die Organisatoren eigentlich auf um die 2.000 Teilnehmer gehofft hatten, war die Stimmung gut.“
Der Waterbölles vom 1. September, 10.24 Uhr: „Als schließlich der Flashmob um 7.10 Uhr begann, zählte die Polizei gerade mal '100 bis 150 Teilnehmer', darunter zahlreiche Akteure der geplanten vier Shows.“
WDR-Nachrichten vom 1. September, 13.57 Uhr: „Früher Flashmob floppt in Remscheid. 200 statt 2.000 Teilnehmer. (...) Die Organisatoren hatten auf 2.000 Teilnehmer gehofft. Am Ende waren es aber gerade mal 200, vielleicht ein paar mehr. (...) Diejenigen, die da waren, hatten trotzdem viel Spaß. (...) Remscheids Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lobt die #5630-Kampagne als tolles Zeichen für die Stadt."
Der RGA vom 2. September: „Initiatoren zeigen sich mit der Resonanz zufrieden. (...) Der angekündigte Flashmob ... zog nach Veranstalterangaben gestern annähernd 500 meist jüngere Menschen zum Willy-Brandt-Platz.“

Nachfolgend Kommentare aus fünf verschiedenen Remscheider Facebook-Gruppen:

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Remscheid braucht weitere 421 Kita-Plätze

Die Jugendhilfeplanung "Tagesbetreuung für Kinder" der Stadt Remscheid muss aktualisiert werden. Eine entsprechende Beschlussvortage hat die Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am kommenden Donnerstag vorgelegt. Beschrieben wird darin ein bedarfsgerechtes Angebots für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege mit einer Versorgungsquote von 98 Prozent für Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung in Kindertageseinrichtungen und einer Versorgungsquote von 46 Prozent für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen und in Kindertagespflege. Hierfür sollen zusätzlich zum bisher beschlossenen Ausbau von 702 Plätzen bis 2022/23 weitere 421 Betreuungsplätze geschaffen werden, vorrangig in neuen Kindertageseinrichtungen in freier Trägerschaft.

2015 waren 202 zusätzliche Betreuungsplätzen bis 2018 beschlossen worden, 2016 dann (entsprechend der neuen Bevölkerungsvorausberechnung) weitere 500, insgesamt also  702. Die Aktualisierung der Jugendhilfeplanung 2018 ergab einen steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder bis 2020 (ca. 74 weitere Plätze).

Die aktuelle Bedarfsberechnung bis zum Kindergartenjahr 2022/2023 sieht wie folgt aus:

  • 55 dauerhaft geschaffene Plätze bis 2019/2020
  • 20 Plätze KTE Zaunkönig
  • 15 Plätze Ev. KTE Steinackerstr. - Waldgruppe
  • 20 Plätze Städt. KTE Honsberg - Waldgruppe
  • 605 dauerhaft zu schaffende Plätze in sechs neuen Einrichtungen (bereits begonnene und geplante Maßnahmen) ab spätestens 2020/2021
  • 110 Plätze KTE Waldkrönchen – Stepke, Arturstr.
  • 80 Plätze Sterntaler – Initiative Jugendhilfe, Fritz-Ruhrmann-Str.
  • 80 Plätze Weltkinder – Netzwerk ISS, Sedanstr.              
  • 80 Plätze AWO Elterninitiative, Hackenberg
  • 80 Plätze Die Verlässliche, Dörpfeld
  • 75 Plätze AWO Elterninitiative, Engelsberg
  • 100 Plätze AWO Elterninitiative, Burger Str.

62 Plätze sind aktuell im Provisorium Städt. KTE Am Schützenplatz vorhanden und stehen bis zum Ende des Kindergartenjahrs 2019/2020 zur Verfügung. Ab dem Kindergartenjahr 2020/2021 entfallen hier mind. 62 Plätze. Daraus ergibt sich ein weiterer Handlungsbedarf bis 2022/2023 in der Größe von ca. 463 Plätzen, davon ca. 218 Plätze für Kinder ab drei Jahren und ca. 245 Plätze für Kinder unter drei Jahren, d.h. zusätzlich zu den bereits für den Ausbau beschlossenen 702 Plätzen müssen weitere 421 Kita-Plätze geschaffen werden.

„Die finanziellen Auswirkungen des zusätzlichen Ausbaus von 421 Betreuungsplätzen entstehen frühestens im Haushaltsjahr 2021“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für den Haupt- und Finanzausschuss. „Für einen Betreuungsplatz in einer Kindertageseinrichtung in freier Trägerschaft entsteht im kommunalen Haushalt ein durchschnittlicher Aufwand (gesetzliche und freiwillige kommunale Zuschüsse) von ca. 8.520 € je Kindergartenjahr. Demgegenüber stehen Erträge (Landeserstattungen, Elternbeiträge)  in Höhe von durchschnittlich ca. 5.220 € je Platz, sodass die Nettobelastung für die Kommune ca. 3.300 € durchschnittlich je Platz und Jahr beträgt. Bei einem zusätzlichen Bedarf von 421 Plätzen ergäbe sich somit eine finanzielle Belastung  in Höhe von ca. 1.388.000 € jährlich.“ Für Betreuungsplätze in städt. Trägerschaft ergäbe sich für 421 Plätzen eine (höhere) finanzielle Belastung  von ca. 2.443.000 €.

Gymnasium für Gesundheit geht mit der Zeit

Dank einer Spende von 20.000 Euro hat das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg für sein Berufliches Gymnasiums für Gesundheit (BGG), das mit den Leistungskursen Biologie und Gesundheit zur Allgemeinen Hochschulreife führt, 20 Tablets anschaffen können. Das Geld kam von der Bergischen Stiftung für Berufsausbildung, einer im September 2008 gegründeten gemeinnützigen Stiftung der Eheleute Hans und Katharina Ruhbaum, die sich die Förderung der Berufsausbildung im Bergischen Land auf die Fahnen geschrieben hat. Vorstandsmitglied Norbert Niebch, Direktor der Remscheider Commerzbank: “Wenn Mittel für die Ausbildung fehlen, soll geholfen werden.“ Er war dabei, als Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern die neuen Lerngeräte für den Unterricht kennenlernten – vor allem für die Lehrer technisches Neuland. Schulleiter Kai Küchemann: „Als iPad-Klasse haben wir die neue Klasse des Beruflichen Gymnasiums für Gesundheit, die Klasse 11, ausgesucht.“ Beim ersten Umgang mit den neuen Tablets in der Dependance Kremenholl war auch der Waterbölles mit Videokamera dabei und erlebte unter anderem einen Spaziergang durch den menschlichen Körper.

Remscheider bei Kriegsbeginn 1939 festgenommen

von Armin Breidenbach

Mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg. Gleichzeitig wurde im gesamten Deutschen Reich eine Verhaftungsaktion durchgeführt, die seit Mitte der 1930er Jahre mittels der „A-Kartei“ für den Kriegsfall vorbereitet worden war, um gefährliche politische Gegner des NS-Regimes, vor allem kommunistische und sozialdemokratische Funktionäre, festnehmen zu können. Das Geheime Staatspolizeiamt in Berlin hatte in den Nachtstunden des 31. August 1939 mit einem Blitztelegramm angeordnet, dass am nächsten Morgen ab 7 Uhr die unter der Chiffre AI Verzeichneten festzunehmen seien. Bei dieser reichsweiten Festnahmeaktion wurden schätzungsweise mehrere tausend „Reichsdeutsche“, das heißt, deutsche und österreichische NS-Gegner festgenommen. Die Häftlinge aus dem Bereich der Staatspolizei(leit)stelle Düsseldorf – dazu gehörte auch Remscheid – sollten in das Konzentrationslager Sachsenhausen überführt werden.

Zu den damals Festgenommenen gehörte auch Walter Opitz, der am 28. März 1910 in Berlin geboren wurde und mit seiner Familie nach Duisburg-Meiderich verzogen war. Von Beruf Polsterer, war er im „Verband der Sattler und Polsterer“ gewerkschaftlich organisiert; außerdem gehörte er zunächst der SPD an. Wann sich Opitz den Kommunisten angeschlossen hatte, ließ sich bisher nicht ermitteln. Fest steht jedoch, dass er vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 Leiter der Ortsgruppe Duisburg-Nord des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands war. Im November 1933 wurde er vor dem Oberlandesgericht Breslau wegen Vorbereitung zum Hochverrat zunächst zu einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten verurteilt. Am 1. Oktober 1934 wurde er vor dem Landgericht Breslau zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt; diese Strafe und die vom Oberlandesgericht Breslau verhängte Strafe wurden zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zwei Jahren zusammengezogen. Nach Strafverbüßung im Strafgefängnis Breslau wurde Opitz in „Schutzhaft“ genommen und in das KZ Buchenwald eingeliefert, aus dem er im August 1937 entlassen wurde. Anschließend war er bis zum 13. Juni 1939 wieder in Duisburg-Meiderich wohnhaft.

Wie eine Meldekarte belegt, wohnte Walter Opitz ab 15. Juni 1939 in der Scheider Straße in Remscheid, zumindest war er dort gemeldet. Die Gründe für diesen Ortswechsel sind nicht bekannt. Am 1. September 1939 wurde er erneut festgenommen; ob dies in Remscheid oder woanders geschah, ist nicht belegt. Zunächst im Landgerichtsgefängnis Duisburg in „Schutzhaft“, wurde er wenige Tage später in das Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt, wo er die Häftlingsnummer 008037 zugeteilt bekam.

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Ergebnisbericht der Kulturkooperative liegt vor

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im September 2017 haben die Stadtspitzen Remscheids, Solingens und Wuppertals gemeinsam das Projekt der Bergischen Kulturkooperative gestartet. Mit Unterstützung der Kulturexperten um Prof. Dr. Oliver Scheytt wurden in Workshops und zahlreichen Hintergrundgesprächen die Stärken und Schwächen der kulturellen Zusammenarbeit im Bergischen Städtedreieck erörtert. Der breit angelegte Diskurs unter Einbeziehung von Kulturschaffenden aus Bürgerschaft, Verwaltung und Rat hat bestätigt, dass es weitere Potentiale zur kulturellen Zusammenarbeit gibt, um die Region weiter im kulturellen Kanon Nordrhein-Westfalens zu verankern. Ziel des Prozesses war dabei nicht eine Reduzierung der kommunen Finanzmittel für die Kultur zu erreichen sondern auszuloten, ob neue Perspektiven auch unter dem bestehenden Finanzrahmen und unter Einbeziehung von Fördermitteln erreicht werden können. Zu den Ergebnissen des Prozesses zählen:

Die drei bergischen Städte werden ab 2020 jährlich zu einer Bergischen Kulturkonferenz einladen, dabei wird die Organisation von den Städten im Wechsel wahrgenommen. Die Konferenz soll sich als ein Ort etablieren, an dem Kulturschaffende über Herausforderungen der kulturellen Bildung unter Einbeziehung externer Expertise diskutieren sollen. Zu den Themen zählen: Kultur und Digitalisierung, Zukunftskonzepte für Kultur, Perspektiven des Kulturmarketings oder Kultureinrichtungen als Dritte Orte. Diese Konferenzen sollen zugleich Impulse für die kulturpolitische Debatte über die Region hinaus geben.

Bestehende gemeinsame Kulturangebote sollen fortgeführt werden, bspw. das derzeitige Festivalformat „Viertelklang“. Neue gemeinsame Angebote können sich durch die Bündelung bestehender Aktivitäten anbieten, bspw. durch eine „Lange Nacht der Bergischen Kultur“, die auch über die Region aus Wirkung entfalten kann. Darüberhinausgehende zusätzliche kooperative Kulturangebote sind jedoch aufgrund beschränkter Ressourcen und dem bereits bestehenden umfangreichen Angebot nicht möglich.

Die Kommunikation zwischen den Kulturinstitutionen soll verbessert werden. Es ist wichtig, dass die Kulturinteressierten im Bergischen Raum umfassend über das gesamte Angebot in ihrer Heimatregion informiert werden. Das Kulturmarketing kann hier auch mit dem regionalen Tourismusmarketing verknüpft werden, um das Bergische Städtedreieck im Wettbewerb der Kulturregionen besser zu verankern. Diese Ergebnisse sollen in Zusammenarbeit der drei Stadtverwaltungen sukzessive verwirklicht werden. Die Stadtspitzen werden diesen Umsetzungsprozess begleiten und sich regelmäßig über die erzielten Fortschritte austauschen.

Überraschende Auszeichnung für Remscheids OB

Das „Goldene Ehrenzeichen“ ist die höchste Auszeichnung, die die Handwerkskammer Düsseldorf zu vergeben hat. Und das geschieht nicht allzu oft. Die Kammer ist für alle Handwerkebetriebe im Regierungsbezirks Düsseldorf zuständig, also auch für das Bergische Städtedreieck. Und von dort, aus Remscheid, kam in diesem Jahr der Antrag von Hans-Jürgen Althaus, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Remscheid, und deren Geschäftsführer Fred Schulz, wegen herausragender Verdienste um das Remscheider Handwerk Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit dem „Goldene Ehrenzeichen“ auszuzeichnen. „Eine sehr gute Idee“, befanden der „Medaillenausschuss“ und der Vorstand der Handwerkskammer, und so hatte denn Kammerpräsident Andreas Ehlert heute eine große Urkunde, eine wertvolle Anstecknadel und eine Laudatio im kleinen Reisegepäck, als er von Düsseldorf nach Remscheid fuhr, um wie in den vergangenen Jahren an der traditionellen Lehrabschlussfeier der Kreishandwerkerschaft in der Aula des Berufskollegs Technik teilzunehmen. Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ist dieser Termin ebenfalls seit langem selbstverständlich. Und so saß er denn ganz entspannt in der vorderen Reihe, als der Name seiner Heimatstadt Bielefeld fiel und Andreas Ehlert ihn mit dem „Goldene Ehrenzeichen“ überraschte. Und völlig überrascht war wenige Minuten später Fred Schulz, als auch er diese hohe Auszeichnung erhielt.