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Weiße Überraschung mitten im Wald

Schon aus etwa 100 Metern Entfernung erkannte ich den weißen, scheinbar unbeweglichen "Gegenstand" auf dem umgefallenen Baum, konnte aber nicht erkennen, was sich da auf dem Stamm befand. Hier, mitten im Wald in Nähe der Panzertalsperre,  machte diese helle Erscheinung neugierig, und ich ging näher heran. Erst in einer Entfernung von etwa zehnMetern erkannte ich, dass es ein Pelztier sein müsst. Und tatsächlich erschien plötzlich aus dem Fellknäuel ein kleiner Kopf und verriet "Ich bin eine bildschöne, blauäugige Katze!" Sie saß dort, völlig entspannt und beobachtete mich und ihre Umgebung. Auf Ansprache reagierte sie bedächtig, war offensichtlich an die Nähe von Menschen gewohnt - lies sich aber nicht anlocken. Warum auch, wenn man so einen schönen Ruheplatz gefunden hat?! Ich kann nur hoffen, dass es sich um keine entlaufende Katze gehandelt hat und sie wieder in ihr Zuhause zurückfindet.

Blasse Wintersonne an der Talsperre

Wanderweg um die Remscheider Talsperre. Fotoi: Christian Groger.Tatsächlich hatte es sich schon in der Nacht zum Samstag angekündigt: Sternklarer Himmel und eisige Nachttemperaturen -  es könnte ein sonniger Samstag werden...  - und tatsächlich war ich am frühen Morgen nicht der einzige der auf dem Rundweg um die Eschbachtalsperre die Sonne und den blauen Himmel nach so vielen trüben Tagen erleben konnte. Viele Jogger, Hundebesitzer und Wanderer waren schon gegen 9 Uhr auf den Beinen und konnten trotz frostiger Temperaturen herbstliche Lichtspiele an unserer Talsperre genießen.

Hätten Sie`s gewusst? Die Jungfer im Grünen

Ihr biologischer Name (Nigella damascena) bedeutet übersetzt „Schwarzer Samen, aus Damaskus stammend". Diese beliebte Gartenblume wurde auf alten Handelswegen zwischen Venedig und dem Vorderen Orient nach Mitteleuropa eingeführt. Im deutschen Sprachraum wird die Pflanze erstmals in einem Kräuterbuch von 1543 genannt.  Sie galt damals als  "Blüte der verschmähten Liebe". Junge Frauen gaben verschmähten Freiern durch Übergabe dieser Blume ein eindeutiges Signal ihrer Abweisung. Die hübsche, zarte Blüte in ihrem schützenden bzw. abweisenden „Nadelkranz“ spricht in ihrer Blumensprache: Ich will dich nicht - ich wehre mich mit spitzen Nadelstichen gegen dich...

Früher war die "Jungfer im Grünen" eine so genannte Bauernpflanze, die durchaus häufig vorkam. In Deutschland trägt sie weitere Namen wie: Damaszener Kümmel, Gretchen im Busch, Braut in Haaren oder auch Die Venushaarige. Sie blüht in geschützten Gartenbereichen bis in den frühen Herbst, um dann ihre ballonförmige, aufgeblasene Samenkapsel zu bilden. Sie kommt in Deutschland, Belgien, Holland und Frankreich sowie in Großbritannien gelegentlich auch verwildert vor.

 

Hätten Sie`s gewusst? Stinkmorchel verführt Fliegen

Schon etliche Meter  entfernt dringt sein strenger Geruch in die Nase. Es ist der typische "Gestank" des Rutenpilzes oder auch Stinkmorchels ("Phallus impudicus") Er zieht mit dem verwesungsähnlichem Gestank Insekten an und signalisiert: ich bin reif zur Vermehrung, und wenn Ihr mir helft, belohne ich Euch mit einem leckerem (stinkenden) Festmahl. So zieht es denn insbesondere Fliegen zu dem schleimigen Pilzkopf, der mit Sporen übersäht ist. Wenige Tage später verflüssigt sich der Pilz, und die Sporen tropfen auf und in den Waldboden. Dort verwandeln sie sich nächsten Jahr wieder in eine neue Pilzgeneration. Die erscheint dann erst in einer kugeligen, sogar genießbaren Form. Wenn sie aufplatzt, wächst aus der  Kugel der hohle, weiße Stiel hervor und bildet erneut eine stinkende Haube aus.

Hätten Sie`s gewusst? Symbiose von Natur und Technik?

Dieser zarte Korbblüter hat sich einen gefährlichen und dennoch lebensfreundlichen Lebensraum ausgesucht. Alle 20 Minuten rollt die S7 bedrohlich nahe an der Pflanze auf ihrem Gleis in Güldenwerth vorbei und hat auch schon einen Ableger der Pflanze überrollt. Der stirbt ab - aber der Haupttrieb passt sich an, wächst nicht mehr in Richtung Gleis und nur so hoch, dass er vom Zug nicht mehr mitgerissen werden kann. Vielleicht wird er sogar den Fahrtwind des Zuges nutzen, um seine reifen Samen von ihm forttragen zu lassen?

Natürlich ist dies keine Symbiose zwischen Natur und Technik oder gar der S7, aber Bahngleise mit ihren "gepflegten" trockenen Gleiskörpern bieten u.a. recht gleichmäßige Lebensbedingungen über den Jahresablauf hinweg:  trockene Bodenbedingungen, wenig Stauwasser, kaum Konkurrenzwuchs, wenig Fressfeinde und bei Sonnenschein schnelle Aufwärmung des Bodens. Dort können Überlebenskünstler den idealen Sstandort finden.

Hätten Sie`s gewusst? Schnecken "grasen" auf Rost

Foto: Christian Groger.

Auf einem Spaziergang entlang der Werkzeugtrasse in Höhe "Am Bruch" fielen mir mehrere verrosteten Zaunpfähle auf - nicht nur ihre fotogene Oberflächenstruktur zog mich an, sondern insbesondere die Unmengen von Schnecken, die sich an oder direkt neben den rostigen Metallflächen eingekapselt hatten - dabei heften sie sich an einen Untergrund und verschließen die Gehäuseöffnung mit einem festen, kalkartigen Schleimsekret.

Schnecken kapseln sich ein, um sich vor Austrocknung gleichzeitig vor Fressfeinden zu schützen - erst wenn die äußeren Bedingungen wieder gefahrlos sind, geht die Suche nach Nahrung weiter. Aber welche Nahrung zieht die Schnecken zum Rost? Ergänzen sie hier ihren Eisenbedarf  oder ist folgende Beobachtung eher die Antwort: An der rauen Oberfläche der Rostflächen haben winzige Algen und Flechten einen Lebensraum gefunden und bieten nun den Schnecken eine günstige Nahrungsgrundlage. Die Schnecke auf dem Foto hat ihre Umgebung bereits "abgegrast" und nur wenige Algen/Flechten sind übrig geblieben. Wenn sie wieder auf Suche geht, wird sie in wenigen Zentimetern Entfernung einen weiteren Teppich von Algen und Flechten finden...

Hätten Sie`s gewusst? Krebsgefahr bei Kartoffeln

Kartoffeln. Foto: Christian Groger.Kartoffeln sind unser gesündestes Nahrungsmittel und stehen an Nummer Eins auf den deutschen Speiseplänen - habe auch ich bisher gedacht. Aber da hat sich ein böses Monster in unsere Essgewohnheiten eingeschlichen: Unbehandelte Kartoffeln neigen bei zu warmer und feuchter Umgebung dazu zu keimen und auch im Kühlschrank kann sie bei zu langer Lagerung davon nichts abhalten. Um dies natürliche Verhalten zu vermeiden werden Kartoffeln mit s.g. keimhemmenden Mittel behandelt um dem Verbraucher die Illusion der "Perfekten Kartoffel" zu vermitteln. Das häufigste keimhemmende Mittel ist Chlorprophan (weniger Imazalil und Thiabendazol) - Chemikalien, die auf die Kartoffel gespritzt werden. Dort dringt sie durch die Schale und weiter in die ganze Kartoffel. Chlorprophan steht oben auf der Liste der möglichen krebsauslösenden Stoffe. Kochen oder Pellen der Kartoffel reichen nicht aus um diesen Schadstoff zu umgehen.

Im Handel wird diese "Behandlung" auf der Kartoffelverpackung als: "Nach der Ernte behandelt" gekennzeichnet - das ist gesetzlich vorgeschrieben - allerdings in allen Fällen als sehr klein gedruckter Hinweis den man sicher überliest, wenn man nicht genau danach sucht! - ich habe in 5 der größten remscheider Lebensmittelmärkten  das Kartoffel Angebote daraufhin geprüft: etwa 90 Prozent aller Kartoffeln waren behandelt! Lediglich die Bio-Kartoffeln hatte keine Hinweise auf Behandlung mit keimhemmenden Mitteln. Für Bio-Kartoffeln sind keine oder alternative Behandlungen mit Pfefferminzöl-Lösungen erlaubt - und die sind unbedenklich. Erstaunlich war es, das in allen Fünf Supermärkten vom VerkäuferIn  bis zum AbteilungsleiterIn keine Auskunft nach der Bedeutung des  Hinweises "Nach der Ernte behandelt" gegeben werden konnte - es war schlicht unbekannt.

Nur in einem Lebensmittelmarkt in Hasten wurde sofort in meiner Anwesenheit recherchiert und in der Zentrale nachgefragt wo die Schädlichkeit der Behandlung zum Erstaunen und Erschreckens des Filialleiters bestätigt wurde.  - ? Zu Recht fragt man sich: Warum wird es dann noch im Sortiment geführt?

Hätten Sie`s gewusst? Vom Löwenzahn zur Pusteblume

Eigentlich ist er eine Blume des Frühlings und einer der ersten Boten die Farbe in die Wiesen bringen - der Löwenzahn.  Diese Pflanze bildet zunächst einen gelben Blütenstand aus - eine Ansammlung von vielen Zungenblüten. Nach der wenige Tage dauernden Blütezeit ziehen sich die Blütenkelchblättern zusammen und schützen die heranreifenden Samen. Schon wenig später öffnet sich die Pflanze dann wieder, und die reifen Samen werden in der schönen Pusteblume präsentiert. Nun kann der Wind - oder die Puste - kommen.... In dieser Phase wurde dieser Fruchtstand fotografiert. Das Ungewöhnliche dieses Fotos ist der relativ späte Zeitpunkt des Blütenstandes und seiner Samenreife. Das Foto wurde am 19. August dieses Jahres in Hasten gemacht.

Die Samen gehören biologisch zu den Haarschirmfliegern und verlassen sich ganz auf den Wind, der sich leicht in den feinen Härchen verfängt und sie weit weg von der Mutterpflanze trägt, wo sie auf neuem Boden landen und im nächsten Jahr keimen können. Der Löwenzahn ist eine triploide Pflanze und braucht keine Bestäuber  wie z.B. Bienen. Er ist - jetzt kommt etwas für Hobby-Bilogen - durch die Dreier-Struktur seines Chromosomensatzes unabhängig von Fremdbestäubung und "klont" sich in seinen Früchten selber. Er bildet deshalb auch keinen Pollen - verursacht somit auch keinen Heuschnupfen, wie oft fälschlicherweise berichtet wird.

Hätten Sie`s gewusst? In vielen Kellern leben "Eselchen"

Kellerasseln.

Sie haben es sicherlich sofort erkannt: Auf dem Bild sind keine Esel zu sehen, sondern Kellerasseln. Sie wurden für diese Aufnahme mit einer Gurkenschale  angelockt. Der Name "Kellerassel" ist aus dem Volksmund, denn man findet die Asseln oft in feuchten Kellern, wo die Krebstiere zu ihrem natürlichen Lebensraum - dem Wald - alternative Lebensbedingungen finden. "

„Und was soll das mit dem Esel?", werden Sie fragen. Der biologische Name "Assel" ist vom lateinischen "asellus" abgeleitet, was "Eselchen" bedeutet. Die abgebildeten Asseln gehören des Weiteren zur Art "Porcellio scaber"  = das "unsaubere Schweinchen". Als Fäulnisfresser (daher wohl auch der Vergleich mit Schweinen) in und an zerfallenden Pflanzen sind sie häufige und nützliche Mitbewohner in unseren Gärten und Wäldern. Als biologische Abfallbeseitiger und Humusbildner haben Asseln somit eine bedeutende Funktion im Kreislauf der Natur. Und wer bisher eher Scheu vor diesen Krebstieren hatte, sollte sich einmal die perfekte Panzerung dieser Tiere und ihre einmalige Schönheit ansehen.

 

Hätten Sie`s gewusst? Der größte heimische Marienkäfer

"Anatis ocellata"oder einfacher Augenmarienkäfer heißt der größte heimische Marienkäfer. Er ist im Bergischen ein eher selten zu beobachtender Käfer; dieser hier wurde kürzlich in der Nähe der Eschbachtalsperre auf einem Brennesselblatt beobachtet. Der Käfer ernährt sich überwiegend räuberisch von Blattläusen, die er auf Nadelbäumen erbeutet, verschmäht aber auch nicht die Larven diverser Insekten. Den Namen bekam er wegen seiner schönen Zeichnung der Flügeldecken, die wohl die Phantasie der damaligen Namensgeber mit allgemein bekannten Erscheinungen beeinflusst hatte. Der abgebildete Käfer ist übrigens mit einer Körperlänge von etwas über zehn Millimetern ein "Riese" unter Seinesglichen; normal sind acht bis neun Millimeter.