Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Alphorn-Abenteuer mit Musik, Spannung und Humor

Foto by Neomania Design

Pfingstmontag, 21. Mai, 16 Uhr
„Das Alphorn Theo,
der kluge Klaus und Santa Fee“

Der Remscheider Sommer 2018 in der Konzertmuschel mit  „Alpcologne

Das Alphorn Theo will kein Alphorn mehr sein. Es beherrscht die Alphornsprache. Der kluge Klaus weiß wie alles geht und hilft Theo, seine Träume zu verwirklichen. Santa Fee kann mit ihrem Enthusiasmus und Elan (ver-)zaubern. Aus Theo, dem Alphorn, wird ein trötender Elefant, ein Weltallhorn, eine Schranke. Aus Theo, dem verstopften Alphorn, quellen wundersame Dinge heraus. Theo versucht einen neuen Minutenweltrekord aufzustellen. Ein Alphorn-Abenteuer mit viel Musik, Spannung, Humor, ein paar Hindernissen und einem „Happy End“.

Blues mit Soul & Soul mit Blues

Pfingstsonntag, 20. Mai, 16 Uhr
Quartett voll sprühender Spielfreude
Der Remscheider Sommer 2018 in der Konzertmuschel mit  „Get the Cat

Der Sound von „Get the Cat“ kombiniert die Direktheit des Blues mit der Eleganz von Soul. Wie die Butter zum Brot und das Blatt zum Baum, gehört beides zu dem ganz eigenen Klang der Band, BlueSoul eben. Die Stimme von Melanie Bartsch besticht durch eine natürliche Eleganz. Sie ist der Kern, das Zentrum der Musik. Wenn sie den Blues singt, schimmert Soul durch und in ihrer Seele wohnt der Blues. Till Brandt, der Bassist und Kopf der Band, schreibt Stücke, die verführen, Texte zum Hinhören, Musik zum Tanzen. Sie erinnern an Bekanntes, sind aber gleichzeitig erfrischend und neu. „Get the Cat“ wird Ihnen einen Ohrwurm mit auf den Weg nach Hause geben. Garantiert!

Und wer bringt die Katze zum Tanzen? Bernd Oppel natürlich! Der Schlagzeuger webt einen feinen Teppich aus Groove und Sound, der die Musik wunderbar trägt. Von ganz sparsam mit Waschbrett und Schellenkranz bis zum kräftigen Bluesshuffle.

Komplettiert wird das Quartett durch den Harmonienspender und gleichzeitig Solisten der Band: Uli Brodersen an der Gitarre. Mit einer ganz eigenen Ruhe und Konzentration begleitet er die Band, um dann voll sprühender Spielfreude Geschichten auf seiner Telecaster zu erzählen. „Get the Cat“ packt zu, druckvoll durch Groove, berührend durch Leidenschaft.

 

Museen der Stadt haben Pfingsten geöffnet

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Sie haben Ihren Pfingstausflug noch nicht geplant? Das ist gut so, denn dann schlagen wir Ihnen einen Museumbesuch vor. Am gesamten Pfingstwochenende, also auch Montag (21.5.), haben wir für Sie geöffnet. Selbstverständlich können Sie sich im Deutschen Werkzeugmuseum wie im Deutschen Röntgen Museum die ständigen Ausstellungen anschauen und natürlich ganz viel selber ausprobieren. In beiden Häusern sind total spannende Dinge zu entdecken. Aktuell sind darüber hinaus folgende Sonderausstellungen anzuschauen:

Im Deutschen Werkzeug-Museum: Den Bergischen ins Gesicht geschaut. Persönlichkeiten der bergischen Industrie fotografiert von Zbigniew Pluszynski. Neben hervorragenden Portraits der Chefs von Firmen der Werkzeugindustrie bekommen Sie einen informativen Einblick in das Portfolio der jeweiligen Firma. Sie werden staunen, was es alles im Werkzeugbereich gibt und dass das hier in der Region hergestellt wird.

Im Deutschen Röntgen-Museum: Rupert Warren – Fragments. Rupert Warrens Arbeiten zeigen seine Interpretation der Ausstellung hier im Museum und eines Teils der Renovierungsarbeiten im Röntgen-Geburtshaus. Durch die Kombination von verschiedenen Bildern und Perspektiven visualisiert er seine Vorstellung davon, wie Erinnerung funktioniert. Von weitem haben die Bilder eine andere Aussage als von Nahem betrachtet, bis man schlussendlich vielleicht den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann. Der Künstler lebt und arbeitet in Remscheid. In diesem Zusammenhang empfehlen wir Ihnen die Remscheider Museumskarte. Damit können Sie beide Museen für den reduzierten Betrag von sieben Euro besuchen. Spannend sind auch die Familientickets für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder für gerade einmal sechs Euro im Werkzeugmuseum und neun Euro im Röntgen-Museum. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Was morgen in Remscheid so los ist

Der Waterbölles.Sonntag und Montag, 20. und 21. Mai,
Pfingsttrödelmarkt auf der Hindenburgstraße
Wir veranstalten mit dem RTV ein kleines Hoffest im Eventlokal „Löf“, Theodor-Körner-Straße. Es gibt Beats, Bier und lecker Gegrilltes. Am Sonntag legt für DJ Hotte und am Montag Marcel Filodda die Musik auf. Wir versorgen euch mit frisch gezapftem Bier und Gegrilltem und freuen uns auf einen gechillten Nachmittag mit netten Leuten. Kommt rum und lasst es euch gut gehen. Los geht es bei uns ab 13 Uhr, der Trödel startet schon um 11 Uhr. Also erstmal ein paar Schnäppchen sichern und dann vom Einkaufen ausruhen!

Artikel vollständig lesen

Vermeintliche Baustelle sorgt für Unmut

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zu vermehrtem Unmut bei den Anliegern am Neuenhof im Stadtteil Remscheid-Süd hat in den vergangenenen Tagen eine vermeintliche Baustelle auf der Breslauer Straße geführt. Der Verdacht einer brachliegenden Baustelle besteht. Tatsächlich handelt es sich bei der vermeintlichen Baustellenabsperrung aber um eine Sicherungsmaßnahme. Denn die dahinter liegende rund 1,80 Meter hohe Stützmauer unterhalb des Sportplatzes ist so marode, dass Mauerwerk auf die Straße zu stürzen droht. Deswegen sichert im Bereich der Hausnummern 2a bis einschließlich 8 seit rund einem halben Jahr eine etwa einhundert Meter lange Absperrung die öffentliche Verkehrsfläche und damit alle Verkehrsteilnehmer.

Die vergangen sechs Monate hat die Verwaltung dazu genutzt, die Sanierung der Stützmauer vorzubereiten. Zur detaillierten Feststellung der Bodenverhältnisse und Statik wurden zunächst sogenannte Schürfen hinter der Mauer angelegt. Anschließend gab es die notwendigen Bodenuntersuchungen. Auf der Grundlage der statischen Ergebnisse, die aus diesen Untersuchungen resultierten, wurden verschiedene Sanierungskonzepte erarbeitet, die den Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit genügen sollten. Zurzeit werden Preise für die unterschiedlichen Konzepte beziehungsweise deren Ausführungen ermittelt. Sobald eine Entscheidung getroffen ist und die Sanierungsfinanzierung steht, schreibt die Stadt Remscheid die notwendigen Arbeiten aus. Dann wird auch absehbar sein, wie lange der Sicherungsschutz noch notwendig bleibt. Für die Einschränkungen, die für die Anwohnerschaft mit der Absperrung einher gehen – es fallen rund 15 Parkplätze weg –, wird um Verständnis gebeten. Die Stadt Remscheid ist darum bemüht, den Bereich möglichst schnell wieder freizugeben.

Bergische Wirtschaft weiter in der Hochkonjunktur

Pressemitteilung der bergischen IHK

„Die bergische Wirtschaft befindet weiter in der Hochkonjunktur“, freuen sich Thomas Meyer, Präsident der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK), und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. Sie stellten gestern die Ergebnisse der neuen IHK-Konjunkturumfrage vor, an der sich diesmal rund 400 Unternehmen mit circa 20.000 Beschäftigten beteiligt haben.

Aktuell bewerten 42 Prozent ihre Geschäftslage als gut, 50 Prozent halten sie für befriedigend. Der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ verharrt damit unverändert auf einem sehr guten Wert von plus 35. Wenig Bewegung zeigt sich auch innerhalb der drei bergischen Großstädte: Remscheid liegt weiter vorne, gefolgt von Wuppertal. Solingen bleibt auf dem dritten Platz. Etwas stärkere Veränderungen gab es bei den einzelnen Branchen. Deutlich vorn bleiben die Dienstleister einschließlich des Gastgewerbes, gefolgt von der Industrie. Das Verkehrsgewerbe rückt auf den dritten Platz vor. Während die Großhändler schlechter als zum Jahresbeginn dastehen, haben die Einzelhändler eine umgekehrte Entwicklung genommen.

„So gut die Zahlen sind, es deutet sich an, dass der konjunkturelle Höhepunkt überschritten ist“, schränken Meyer und Wenge ein. Die Unternehmen hätten bei einer weiter guten Umsatzentwicklung mit steigenden Kosten zu kämpfen. Sorgen bereiteten insbesondere die Arbeitskosten, aber auch vielfach der Mangel an Fachkräften. Die befürchteten protektionistischen Handelsbarrieren und die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch die USA verschlechtern außerdem das Exportklima.

„Dies drückt auf die Stimmung und die Erwartungen für die nächsten Monate. In Folge dessen sind sowohl die Umsatz- als auch die Ertragserwartungen nur noch leicht aufwärts gerichtet. Die optimistische Grundstimmung hat merklich nachgelassen“, so die beiden IHK-Chefs. Gleichwohl wollten die Unternehmen nicht nur mehr investieren, sondern auch zusätzliches Personal einstellen. Hingegen werde sich der Ausbildungsmarkt nur knapp auf dem bisherigen Niveau halten können.

Digitalisierung? Wichtig für Nachhaltigkeit!

Pressemitteilung der Bergischen Gesellschaft fur Ressourceneffizienz mbH  

Beim Innovationskongress der Neuen Effizienz diskutierten gestern über 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Wuppertaler Schauspielhaus über Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Zu den Referenten gehörte auch Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, der die regionalen Aktivitäten unterstütze. Im Anschluss feierte die Neue Effizienz ihr sechsjähriges Jubiläum.

Der Kongress "Nachhaltige Innovationen – global denken, lokal handeln" zeigte, dass wichtige globale Trends – vor allem aktuell die Digitalisierung - immer auch einen Bezug zur Energie- und Ressourceneffizienz und zur Nachhaltigkeit insgesamt haben. Hierzu gibt es auch im Bergischen Städtedreieck vielfältige Kompetenzen in Wirtschaft und Wissenschaft. Mit der Neuen Effizienz hat die Region – mit Unterstützung des Umweltministeriums NRW - bereits vor sechs Jahren einen Akteur geschaffen, der die Aktivitäten vernetzt und den Wissenstransfer auch mit eigenen Projekte fördert. „Insgesamt konnten durch die Neue Effizienz in den vergangenen sechs Jahren mehr als 25 Millionen Euro Fördergelder in die Region geholt werden.“, berichtet Jochen Stiebel, Geschäftsführer der Neuen Effizienz. Die Digitalisierung sei dabei in den letzten Jahren bereits immer wichtiger geworden, so Stiebel.

Wirtschaftsstaatssekretär Christoph Dammermann erklärte beim Kongress: „Die Vorträge zeigen das breite Themenspektrum, das die Digitalisierung mit Blick auf die Energie- und Ressourceneffizienz hat.“ In seinem Vortrag gab er einen Ausblick auf die Innovations- und Digitalisierungsstrategie des Landes: „Das Bergische Städtedreieck hat in den letzten Jahren durch viele Aktivitäten und die gute Zusammenarbeit von Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen auf sich aufmerksam gemacht. Die Landesregierung möchte die Regionen in Nordrhein- Westfalen noch gezielter dabei unterstützen, sich auf den digitalen Wandel einzustellen. Gerade im Bereich der Energie- und Ressourceneffizienz gibt es viele Ansätze für kreative digitale Lösungen, die öffentliche und private Akteure gemeinsam entwickeln können.“ Der Kongress fand im Rahmen des Projektes „Innovationsnetzwerk GreenTec und Ressourceneffizienz – Chancen aus Industrie 4.0 und Smart City“ (kurz: „Innovationsnetzwerk GreenTec“ statt, gefördert durch das Land und die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Das Innovationsnetzwerk greift damit schon auf eine zweijährige Erfahrung in den beiden Schwerpunkten – Digitalisierung der Industrie sowie der Städte – zurück. Hierzu haben bereits Kongresse, Workshops, Unternehmerreisen und daraus abgeleitet Projekte und Projektanträge stattgefunden.

Artikel vollständig lesen

EU-Fördermittel: Städtedreieck ist groß dabei

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Bergische Städtedreieck ist bei der Inanspruchnahme von Fördermitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung in NRW (EFRE.NRW) sehr erfolgreich. Diese positive Zwischenbilanz ziehen die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) und die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW). Demnach konnte das Städtedreieck mit 26 Euro bewilligten Fördermitteln pro Einwohner außer der Region Aachen alle anderen Regionen in NRW hinter sich lassen, teilweise weit. "Gerade bei den Fördermitteln, die im Rahmen von Wettbewerben vergeben werden, sind wir sehr erfolgreich, freut sich IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Wenge. „Das zeigt die hervorragende regionale Zusammenarbeit und ist natürlich auch ein großer Erfolg unserer gemeinsamen Tochter, der BSW“, so der IHK-Chef. Bei der Region Aachen als Spitzenreiter sei zudem zu beachten, dass sie mit der RWTH Aachen eine Hochschule habe, die - ähnlich wie die Bergische Universität Wuppertal - sehr viel Erfahrung mit der Einwerbung von Fördermitteln habe.

Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der BSW, Stephan Vogelskamp, vertritt Wenge die Bergische Region in dem in Düsseldorf tagenden EU-Begleitausschuss, der sich mit der Förderthematik beschäftigt. Beide weisen darauf hin, dass es nun darum gehen müsse, auch in der Förderperiode ab 2021 wieder als förderfähige Region anerkannt zu werden. Dies sei bei weitem nicht gesichert, da sich durch den Austritt Großbritanniens die Strukturen der EU-Förderung in der nächsten Förderperiode nachhaltig verschieben werden. "Wir sind froh, dass wir mit den EFRE-Mitteln die Region deutlich nach vorne bringen können", so Vogelskamp. „Deshalb wäre es natürlich schlecht, wenn die Förderung ab 2021 abrupt enden würde!“

Preise für Wohnimmobilien steigen weiter

Pressemitteilung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid

 Im Jahr 2017 wurden in Remscheid 1.087 bebaute und unbebaute Grundstücke mit einem Geldumsatz von rd. 249 Mio. € veräußert.  Die Anzahl lag wiederholt über dem langjährigen Durchschnitt, ist gegenüber dem Vorjahr jedoch leicht gefallen.  Unbebaute Grundstücke wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich weniger gehandelt. Die meisten Bauplätze wurden erneut im neuen Wohnbaugebiet des ehemaligen Krankenhauses Lennep veräußert.  Ein durchschnittliches Baugrundstück für ein Einfamilienhaus kosteten unabhängig von der Lage rd. 115.500 €.

Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden rd. Sieben Prozent höhere Kaufpreise gezahlt.  Gewerbe- und Industrieobjekte wurden deutlich weniger gehandelt als im Jahr 2016.  Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden durchschnittlich zu vier Prozent höheren Kaufpreisen veräußert. Der Durchschnittspreis lag bei rund 1.180 € pro Quadratmeter.  Für Neubauwohnungen wurden rund 2.930 €/m² gezahlt.  Bei gebrauchten Immobilien richten sich die Kaufpreise unter anderem nach dem Baujahr. Eine nach Baujahren differenzierte Tabelle mit durchschnittlichen Kaufpreisen liegt für Ein- und Zweifamilienhäuser wie auch für Eigentumswohnungen im Grundstücksmarktbericht 2018 vor.  Die Grundstücksmarktberichte als auch die Bodenrichtwertkarten des Gutachterausschusses stehen unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung.  Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid befindet sich im Rathaus (Theodor-Heuss-Platz 1, Zimmer 153 bis 161).

Produktionsschule: Bangen darum, wie es weitergeht

Im Bild: Die SPD-Europa-Abgeordnete Petra Kammerevert und der Remscheider SPD-Landtagsabgeordnete Sven Wolf und mit der Sozialpädagogin Annika Girbig und Ralf Barsties, Geschäftsführer der Arbeit Remscheid gGmbh. Foto: Danielle Schäfer.Pressemitteilung des Landtagsabgeordneten Sven Wolf und der Europa-Abgeordneten Petra Kammerevert

„Viele unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer hier an der Produktionsschule bekommen bei uns das erste Mal Bestätigung für das, was sie leisten“, betont Ralf Barsties, Leiter der Arbeit Remscheid gGmbH. „Das sind Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen, die bisher schon viele Misserfolge einstecken mussten. Bei uns lernen Sie, in regelmäßigen Strukturen zuverlässig zu arbeiten.“ Doch nun soll die Landesförderung gestrichen werden. Über das drohende Szenario sprachen gestern die Europa-Abgeordnete Petra Kammerevert und der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf vor Ort mit Ralf Barsties und der Sozialpädagogin Annika Girbig, Bereichsleiterin im Maßnahmebereich U 25. „Das Aus der Finanzierung durch die Landesregierung trifft die Produktionsschule hart“, betont Sven Wolf. „Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Produktionsschule hier in Remscheid an den Start ging. Jetzt heißt es auf einmal, die Finanzierung wird eingestampft. Das Werkstattjahr, das die Landesregierung stattdessen unterstützen will, ist kein Ersatz. Wir haben die Landesregierung dringend aufgefordert, die Arbeit der Produktionsschulen auch weiterhin aus ESF-Mitteln zu unterstützen. Bisher ohne Erfolg.“

„Unsere Befürchtung ist: Da bleiben gerade die älteren Jugendlichen über 19 Jahren auf der Strecke. Das Besondere an der Produktionsschule ist, dass die Catering-Tätigkeit Außenwirkung hat. Hier wird nicht für den Papierkorb gearbeitet oder für sich selbst, sondern es gibt ein positives Feedback von Kunden direkt an die Jugendlichen. Für solche Projekte stellen wir auf Europa-Ebene gerne die ESF-Mittel bereit,“ so Petra Kammerevert.

Gestern konnten sich die beiden Abgeordneten von den guten Arbeitsergebnissen und der positiven Entwicklung der Schülerinnen und Schüler in der Produktionsschule im Gespräch und bei der Teilnahme am gemeinsamen Mittagstisch überzeugen. „Wir führen einen realen Betrieb. Das ist unser Plus. Unsere Aufträge sind der rote Faden, der die Teilnehmenden der Maßnahme bei der Stange hält. Im Juni wollen wir außerdem mit einem Stand auf den Markt, an dem wir Gewürzmischungen, Konfitüren, aber auch Fingerfood anbieten wollen. Einen realer Betrieb zu führen, heißt aber auch, dass wir die investierten Mittel für die Küchenausstattung wieder erwirtschaften müssen“, erläuterte Ralf Barsties. 600 Euro pro Kopf monatlich an Landesförderung fallen zukünftig weg. Das ist der größere Teil der Maßnahme. Die restlichen rund 365 Euro werden mit Mitteln des Jobcenters finanziert. Rund ein Drittel der Jugendlichen schaffen im Anschluss den Einstieg in Ausbildung, Beschäftigung oder berufsbildende Maßnahme.

„Wenn wir die Jugendlichen zu früh in einem Praktikum unterbringen, führt das zu unregelmäßiger Teilnahme und Frustrationen auf beiden Seiten. Das endet nur in einem weiteren Misserfolg und hilft auch nicht den Betrieben, die verlässliche Praktikanten und Auszubildende brauchen,“ meinte Ralf Barsties. Das seien die Erfahrungen, dies Teams um Sozialpädagogin Sara Haarmann und Fachanleiter und Koch Jan de Buhr. „Erst einmal müssen wir schauen, dass es für die Jugendlichen weitergeht. Es kann aber auch nicht jeder Rückzug des Landes aus der Finanzierung von der Stadt aufgefangen werden. So wie es derzeit aussieht, wird eine Finanzierung von dritter Seite notwendig werden.“