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Neue Kinderfeuerwehr heißt „Die Löschlöwen“

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Durch den demographischen Wandel wird es immer schwieriger, Kinder und Jugendliche für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu begeistern. Um diesem Trend entgegen zu wirken, hat der Rat der Stadt Remscheid mit dem Beschluss vom 22. November 2018 die Gründung einer Kinderfeuerwehr zum 1. Januar 2019 beschlossen. Vierzig Jahre nach der Gründung der Jugendfeuerwehr Remscheid wird die neue Kinderfeuerwehr, die erste im Bergischen Städtedreieck, ihr erstes Gruppentreffen am 12. März veranstalten. Die Gruppenabende der „Löschlöwen“ werden im Gerätehaus der Löscheinheit Hasten, Oberhützer Straße 21, stattfinden. Betreut werden die Kinder während dieser Zeit durch besonders geschulte ehrenamtliche Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr, von denen mehrere eine pädagogische Ausbildung absolviert haben.
Um die Gruppentreffen flexibel und umfänglich gestalten zu können, wurde entsprechendes Material und ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft, gefördert durch das Land. In die Kinderfeuerwehr können Kinder ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr eintreten, wobei ein Übertritt in die Jugendfeuerwehr mit dem vollendeten zehnten Lebensjahr möglich ist. Wer Gründungsmitglied werden möchte, kann sein Interesse ab sofort unter E-Mail
Feuerwehr@Remscheid.de">Feuerwehr@Remscheid.de  oder Tel. RS 162552 anmelden.

Termine des Westdeutschen Tourneetheaters

​Samstag, 16. Februar, 20 Uhr
Sonntag, 17. Februar, 18 Uhr
URFAUST  - Ein Kindsmord“ nach J.W. Goethe mit Gastschauspielern. Eintritt je 14 € / zehn € ermäßigt.

Donnerstag, 21. Februar, 20 Uhr KINO im WTT: „3 Tage in Quiberon“ Film über Romy Schneider mit Marie Bäumer,  Eintritt: fünf €,  http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/filmtheater/

Freitag, 22. Februar, 15 Uhr SeniorenKINO im WTT: „About Schmidt“ mit Jack Nicholson,  Eintritt: drei €. Ab 14 Uhr Kaffee und Kuchen im Foyer - Kuchen auf Spendenbasis: Wer möchte, darf mitbringen!  http://www.wtt-remscheid.de/content/programm/filmtheater/

Karten/Reservierungen unter Tel. RS 32285 oder E-mail info@wtt-remscheid.de">info@wtt-remscheid.de.

Vorlesewettbewerb am 18. Februar in der Bücherei

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Wer ist die beste Vorleserin oder der beste Vorleser der Stadt Remscheid? Beim Regionalentscheid des 60. Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels treten die Siegerinnen und Sieger der Schulentscheide in Remscheid an. Er findet statt am Montag, 18. Februar, um 14.30 Uhr in der Zentralbibliothek an der Scharffstraße. Schüler und Schülerinnen der 6. Jahrgangsstufe lesen vorbereitete und unbekannte Texte vor, und eine Jury aus Bibliothekaren, Lehrern, Buchhändlern und Jugendlichen entscheidet über die Sieger. An den regionalen Entscheiden der Städte und Landkreise beteiligen sich bundesweit rund 7.000 Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen.

Mit rund 600.000 Teilnehmern jährlich ist der 1959 ins Leben gerufene Vorlesewettbewerb Deutschlands größter Lesewettstreit. Er wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels-Stiftung veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Öffentliche Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erregen, Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, gehört zu den zentralen Anliegen des Vorlesewettbewerbes. Die Etappen führen über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale am Mittwoch, 26. Juni, in Berlin. Die über 600 Regionalwettbewerbe werden von Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und anderen kulturellen Einrichtungen organisiert. Alle teilnehmenden Kinder erhalten vom Börsenverein eine Urkunde und einen Buchpreis, außerdem einen Buchpreis der lokalen Buchhandlungen sowie einen Gutschein für eine Theateraufführung im Teo-Otto-Theater. Der aktuelle Stand des 60. Vorlesewettbewerbs sowie alle Infos, Termine und Teilnehmerschulen finden sich auf der Internetseite www.vorlesewettbewerb.de.

Was morgen in Remscheid so los ist

Samstag, 16. Februar,
Micky Ventura im Miro, Scharffstraße 5
Am morgigen Samstag steht Micky Ventura, Frontmann von Casa de Locos, auf der Bühne. In diesem Jahr soll es mehr Live Gigs im Miro geben, und das querbeet: Coverbands treten ebenso auf wie Country-Sängerin Jodie oder Soul Pop Ikonen wie Oliver Hanff und Jenny Rizzo auf. Haus-DJ Hotte wird mehrfach auflegen („Kölsche Nacht“, „Tanz in den Mai“, „Schlagerparty“). Miro-Wirt Torsten Dehnke freut sich schon auf den Sommer, wenn der Biergarten wieder öffnet.

Samstag, 16. Februar
Die Band „Monophonist! im Remscheider „Kultshock“
Einlass 19.30 Uhr, Beginn 20 Uhr. VVK sieben € (inkl. Gebühren) / AK zehn €. Das neue Album „Über die Freiheit der praktischen Unvernunft“ der Band wird durch den Musikfonds e.V. gefördert unter Vorsitz von Prof. Martin Maria Krüger, Präsident des Deutschen Musikrates.

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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

"Hilfen innerhalb von Einrichtungen" eingeschränkt. Der Bereich „Hilfen innerhalb von Einrichtungen“ (Sozialhilfe und Pflegewohngeld) im Verwaltungsgebäude Alleestraße 66, ist zur Zeit wegen krankheits- und urlaubsbedingter personeller Engpässe nur eingeschränkt erreichbar. Die Stadt bittet darum, Anträge möglichst per Post einzureichen. Persönliche Vorsprachen sind nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung unter den Rufnummern RS 163760 und 163343 möglich. Außerdem ist mit längeren Bearbeitungszeiten zu rechnen. Hierfür wird um Verständnis gebeten.

Pflegeberatung „Vollstationäre Pflege und Eigenanteil zu den Kosten“. Das ist das Thema bei GUT BERATEN am Montag, 18. Februar, von 10 bis 11.30 Uhr in der städtischen Pflegeberatung, Alleestraße 66. Was kostet die Pflege in einer vollstationären Einrichtung und wie wird sie finanziert? Antworten erhalten Interessierte in einem Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde.

Qigong-Schnupperkurs. „Qigong“ bedeutet "Pflege der Lebensenergie", und hat in China eine lange Tradition. Im alten China entwickelten die Menschen eine Vielzahl von Übungen, die überwiegend mit fließenden und langsamen Bewegungen durchgeführt werden. Ziel dieser Übungen ist es, Körper, Geist und Seele in Harmonie zu bringen und damit positiv auf die Gesundheit zu wirken. Am Dienstag, 19. Februar, 11.15 bis 12.45 Uhr, beginnt im Ämterhaus, Raum 227, Elberfelder Str. 32, ein VHS-Kurs, der 12 x dienstags stattfinden soll. Die Kursleitung hat Andrea Knorr. Entgelt: 59 Euro.

Spanisch-Intensivkurs für Anfänger ohne Vorkenntnisse. Dieser VHS-Kurs 15 x dienstags ab 19. Februar, jeweils 18.30 bis 20.45 Uhr, im Röntgen-Gymnasium, EG / 032 (vormals Pavillon II, Raum 1), Röntgenstr. 12,  richtet sich an alle, die keine oder sehr geringe Spanischkenntnisse haben und schnell Fortschritte machen möchten. Praxisnahe Übungen und die freie Konversation werden von Anfang an gefördert. Kursleitung: Maria Dolores Heckmann. Entgelt: 141,75 Euro.

PC-Grundwissen mit Internet-Kurzeinführung für Seniorinnen und Senioren. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet die Volkshochschule Remscheid einen zusätzlichen Kurs an für alle, die sich bisher vor der Benutzung eines Computers gescheut haben. Dieser richtet sich 5 x dienstags ab 19. Februar, jeweils 9 bis 12 Uhr, im Ämterhaus, Raum 129, Elberfelder Str. 32, an alle Seniorinnen und Senioren, die den praktischen Umgang mit dem Computer in Ruhe und Gelassenheit mit Gleichgesinnten Schritt für Schritt erlernen möchten. Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, in einer entspannten Lernumgebung mehr Sicherheit im Umgang mit dem Computer zu entwickeln und erste Kenntnisse in Word und im Internet für die persönliche Verwendung im privaten Bereich zu erwerben. Vorkenntnisse: keine. Kursleitung: Birgit Dominicus. Entgelt: 96 Euro.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

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Hangrutsch in Wuppertal führt zu Umleitungen

Pressemitteilung der Bahn AG

Wegen eines Hangrutsches zwischen Wuppertal Hbf und Wuppertal-Vohwinkel ist ein Gleis bis auf Weiteres nicht zu befahren. Deshalb wird die ICE-Linie 10 aus Richtung Berlin nach NRW über die Ruhrschiene mit Haltausfällen in Hagen und Wuppertal umgeleitet. Die Züge der ICE-Linie 10 aus NRW in Richtung Berlin fahren planmäßig. Zusätzlich gibt es eine Einschränkung im Nahverkehr: Die S-Bahn-Linie 9 endet wochentags bis 19 Uhr bereits in Wuppertal-Vohwinkel.

Der Hang ist im Bereich Wuppertal, Zoologischer Garten, auf einer Länge von etwa 20 Meter abgerutscht. Sachverständige der Deutschen Bahn und externe Gutachter waren heute vor Ort und haben die Schäden begutachtet. In Abstimmung mit einem Geologen muss dann in den nächsten Tagen entschieden werden, welche Reparaturmaßnahmen notwendig sind. Wir bitten die Reisenden um Verständnis für die Beeinträchtigungen. (Kirsten Verbeek)

Frank Dehnke weitere fünf Jahre Vorstandsvorsitzender

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Der Rat der Stadt Remscheid hat Frank Dehnke für weitere fünf Jahre als Vorstandsvorsitzenden der Stadtsparkasse Remscheid bestätigt und folgte damit dem einstimmigen Beschluss des Sparkassen-Verwaltungsrates. Damit sprachen die Politikerinnen und Politiker dem Vorstandsvorsitzenden erneut ihr Vertrauen aus und setzten sich gleichzeitig für Kontinuität an der Spitze des Sparkassen-Vorstands ein. Frank Dehnke tritt am 1. April  seine nunmehr dritte Amtszeit an. „Ich freue mich, dass ich mit diesem Vertrauensbeweis im Rücken gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen Michael Wellershaus und Herbert Thelen den erfolgreich eingeschlagenen Weg  fortsetzen kann“, sagt der 49-Jährige. 

Am 1. Januar 2011 wurde Frank Dehnke erstmals nach 21 Monaten als Vorstandsmitglied zum Sparkassenvorstandsvorsitzenden bestellt, eine erste Vertragsverlängerung beschloss der Rat der Stadt Remscheid im Juni 2013. Den schwierigen Rahmenbedingungen mit der anhaltenden Nullzinsphase und einer wachsenden Regulatorik zum Trotz hat der Vorstand die führende Marktposition der Stadtsparkasse Remscheid festigen und ausbauen können. Gleichzeitig macht Frank Dehnke immer wieder deutlich, dass er den Schwerpunkt seiner Arbeit im Einsatz für die Menschen und Unternehmen in Remscheid sieht. Sie sollen sich mit ihren Bankangelegenheiten vertrauensvoll an die Stadtsparkasse Remscheid wenden können. Als wichtige Partnerin für den Mittelstand sei die Remscheider Sparkasse ein Garant für Wachstum und sichere Arbeitsplätze, so Dehnke.
Ehrenamtlich engagiert sich Frank Dehnke unter anderem im Lions Club Remscheid, als Vorsitzender der Stiftergemeinschaft „Gut für Remscheid“ und als Vorstand im kommunalen Arbeitgeberverband NRW. (Ann-Kristin Soppa)

Früher Nein zu Fahrrädern, jetzt freie Fahrt für Pkw?

Postkarte der Alleestra0e aus 1970.Parkplätze vor der Ladentüre lassen die Kassen klingeln“, titelte der Waterbölles am 18. Mai 2011. An diesem Tag hatten Oberbürgermeisterin Beate Wilding, Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein und Prof. Dr. Dirk Temme („Schumpeter School of Business and Economics“ der Universität Wuppertal) das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ präsentiert, das die Stadt Remscheid bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Kein Grund, darüber heute noch Lobgesänge anzustimmen (siehe Kasten). Aber Politiker können ja so vergesslich sein, wenn es ihnen in den Kram passt. Und so verfasste die CDU-Fraktion fünfeinhalb Jahre später, im Dezember 2016, den Antrag an die Bezirksvertretung Alt-Remscheid, die Verwaltung möge ein (Parkraum-)Konzept erstellen für künftigen motorisierten Individualverkehr auf der unteren Alleestraße vom Markt bis zur Scharffstraße sowie ein zweites für Wohnbebauung in diesem Bereich der Alleestraße.

Kein Grund für Lobgesänge

Für alle, die in „geschichtlicher Verklärung“ heute das „Gutachten zur Auswirkung der probeweisen Öffnung der unteren  Alleestraße (Fußgängerzone) in Remscheid für den motorisierten Individualverkehr“ von Prof. Dr. Dirk Temme ( Universität Wuppertal) vom Mai 2011 hochloben, hier ein Zitat: „Eine Auswertung der Informationen über die Kassenvorgänge (Anm.: der Einzelhändler) war ...aufgrund fehlender Daten sowie der Unterschiedlichkeit der Art der Angaben nicht möglich. Die subjektiven Einschätzungen der zwölf Einzelhändler, die die Fragebögen ausgefüllt zurückgeschickt haben (Anm.: von insgesamt 20 angeschriebenen), ergeben lediglich eine Stimmungslage, die nicht repräsentativ ist!“

An einer schriftlichen Kurzbefragung der Universität nach Ende der damaligen Testphase beteiligten sich von 34  angeschriebenen Einzelhändlern nur noch neun; lediglich sieben Fragebögen konnten ausgewertet werden. Auf die Frage, ob die untere Alleestraße nach Abschluss der Probephase wieder für den privaten Fahrzeugverkehr geöffnet werden sollte oder nicht, antworteten vier Geschäfte mit Zustimmung, während drei Geschäfte eine solche Öffnung ablehnten. Kein Grund für Lobgesänge also!

Damals zeichneten sich bereits Pläne für eine Revitalisierung der gesamten Innenstadt ab. Deshalb warnte damals Bezirksbürgermeister Otto Mähler zu Recht: „Wir stehen kurz vor Beginn eines Prozesses, der für die gesamte Innenstadt gilt, Millionen kosten wird und hoffentlich bis zum Jahr 2020 abgeschlossen ist. Da nutzt es nicht, das Pferd von hinten aufzäumen mit irgendwelchen Vorschlägen, die womöglich die Vorschläge der Planer konterkarieren würden.“ Und der Waterbölles kommentierte „Was soll es zum jetzigen Zeitpunkt bringen, gebetsmühlenartig mehr Autos auf der unteren Alleestraße zu fordern? (...) Es würde sogar Sinn haben, das Thema ruhen zu lassen, bis die geforderten neuen Wohnungen  bezugsfertig sind. Vielleicht interessieren sich dafür ja insbesondere ältere Mitbürger ohne eigenes Auto, die ihren Lebensabend gerne stadtnah verbringen möchten – aber ohne viele Autos  anderer vor ihrer Haustür!“

Nun also ein neuer Antrag zum alten Thema, wieder von der CDU und wieder in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid (BV). In der Sitzung am Dienstag wurde er diskutiert und schließlich mit neun Stimmen (von SPD, WiR und Pro Deutschland) gegen sieben Stimmen von SPD, Grünen und FDP bei Enthaltung von Ilsedore Uibel (SPD) angenommen. Bezirksbürgermeister Otto Mähler hatte zuvor vergeblich empfohlen, erst die vom Oberbürgermeister für die nächste Sitzung angekündigte „ausführliche Vorlage zum Thema“ abzuwarten, während Alexander Ernst (WiR) darauf verwies, dass „Fachleute schon seit Jahren für Autoverkehr plädieren“. (Die Abstimmung in der BV lässt eine weitere „muntere“ Debatte erwarten bei der endgültigen Abstimmung in der nächsten Ratssitzung.)

Der neue Antrag der CDU, über den der Waterbölles schon am 4. Februar berichtete, ist eigentlich der alte: „Die untere Alleestraße wird im Bereich vom Markt bis zur Höhe der Scharffstraße probeweise für einen Zeitraum von mindestens zwei Jahren für den motorisierten Individualverkehr geöffnet. (...) Für diesen Bereich wird ein Parkraumkonzept erarbeitet.“

Als erste Kritikerin der CDU meldete sich Beatrice Schlieper von den Grünen zu Wort. Sie erinnerte an den Antrag ihrer Partei von September 2014, in der Fußgängerzone der Alleestraße Fahrräder zuzulassen. Den zogen die Grünen allerdings einen Monat später wieder zurück, nachdem die Polizei, wie es damals hieß, Sicherheitsbedenken geäußert hatte. Vehement hatte sich zuvor auch die Vorsitzende der Senioren-Union Remscheid, Elke Rühl (CDU),  im Seniorenbeirat gegen den Fahrradverkehr auf der Allee ausgesprochen:  „Wir glauben nicht, dass eine solche Öffnung maßgeblich zur Belebung der Allee in der Innenstadt beitragen würde. Vor allem aber haben wir Sorge um die Sicherheit der älteren Menschen, Behinderten und Kinder, die über die Alleestraße gehen.“ – „Damals gegen Fahrräder, heute für Pkw, das ist nicht zu verstehen“, sagte Schlieper am Dienstag. Widerspruch von der CDU. Alexa Bell: „Wir glauben an die untere Alleestraße“; Bernd Quinting: „Die Leute, die dann im Straßencafé sitzen, die wollen was sehen!“. Latte Macchiato im Auspuffdunst?

Autoverkehr und Außengastronomie auf der Alleestraße, das sei ein Widersprich in sich, meinte Fritz Beinersdorf von den Linken. Da seien ihm Spielgeräte und ein Sandkasten für Kinder schon lieber. „Außengastronomie? Welche? Straßencafés brauchen Aufenthaltsqualität“, meinte Schlieper. „Bei Autos auf der Mitte der Straße wäre für Tische und Stühle kaum noch Platz!“ Ihr Fazit: „Für alle Konzepte, die wir uns für die untere Alleestraße noch einfallen lassen könnten, wären Autos nur störend. Erst recht bei neuen Wohnungen rechts und links. Da müsse schließlich auch an „Aufenthaltsqualität“ gedacht werden.

Rosemarie Stippekohl (CDU) ging darauf nicht ein, wohl aber auf den Radfahrverkehr. Der werde sich bei Autoverkehr auf der Alleestraße nicht verhindern lassen. Das stehe schließlich so in der Straßenverkehrsordnung.

Städtedreieck greift tief in den Topf der EU

Pressemitteilung der Bergischen IHK

Das Bergische Städtedreieck war im Jahr 2018 wieder äußerst erfolgreich bei der Bewerbung um EU-Fördermittel: Nahezu 40 Euro pro Einwohner konnte die Region aus den unterschiedlichen Förderprojekten der Europäischen Union gewinnen. Damit liegt das Städtedreieck wie im Vorjahr an zweiter Stelle in Nordrhein-Westfalen, wird nur von der Region Aachen übertroffen und lässt die Nachbarregionen Köln/Bonn, Niederrhein und sogar das Ruhrgebiet deutlich hinter sich.

Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK, der die Region im Begleitausschuss für das EFRE-Programm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) beim Wirtschaftsministerium in Düsseldorf vertritt, freut sich ebenso wie Stefan Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH, über dieses positive Ergebnis: „Bei allen Prioritätsachsen, also Forschung und Innovation, Förderung von Klein- und Mittelbetrieben, Klimaschutz und Stadtentwicklung liegt das Bergische Städtedreieck auf dem zweiten oder dritten Platz aller Regionen in Nordrhein-Westfalen. Im Bereich Stadtentwicklung sind wir sogar mit deutlichem Abstand an der Spitze“, unterstreicht Wenge. Das Projekt „Digitale Modellregion“ sei in dieser Aufstellung gar nicht enthalten, weil es aus anderen Töpfen finanziert werde. Für den IHK-Hauptgeschäftsführer ist dieses positive Ergebnis auch ein deutliches Zeichen für die insgesamt doch sehr erfolgreiche Zusammenarbeit der drei Kommunen, wenn es um die gemeinsame Akquise von Fördergeldern geht. „Diesen Weg müssen wir konsequent fortsetzen und dürfen uns dabei nicht von kleineren Differenzen abbringen lassen!

Jetzt fördern, statt immer nur fordern

Pressemitteilung des DGB Remscheid

Zu den Arbeitsmarktzahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Monat Januar hat heute Peter Lange, Vorsitzender des DGB-Stadtverbands Remscheid, Stellung genommen: „Um das Problem der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit in Remscheid in den Griff zu bekommen, setzt das Jobcenter Remscheid das neue Teilhabechancengesetz der Bundesregierung, das seit dem 1.1.2019 in Kraft ist, zügig um. Dazu müssen aber auch die Betriebe handeln. Mit den Programmen werden durch großzügige Lohnkostenzuschüsse, Weiterbildungsförderung und Coaching gute Voraussetzungen geschaffen, Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg ins Arbeitsleben zu ermöglichen und Fachkräftesicherung zu verbessern. Die Zeit der Ausreden ist vorbei.“

Nach Daten des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) stehen dem Jobcenter Remscheid in diesem Jahr über 9,5 Mio. Euro für „Leistungen zur Eingliederung nach dem SGB II" zur Verfügung. Das sind rund 1,5 Mio. Euro mehr als im Vorjahr. Der DGB unterstützt das Jobcenter in Remscheid, die Mittel zielgenau einzusetzen: „Die zusätzlichen Mittel sind zunächst nicht zweckgebunden. Sie müssen aber bei den Personen ankommen, die der Gesetzgeber dafür vorsieht und zwar nach den entsprechenden Kriterien, wie z.B. tariflicher Entlohnung und der Vermeidung von Verdrängungseffekten am Arbeitsmarkt. Diese neue Gesetzgebung ist eine gute Chance, Langzeitarbeitslose wieder in gute Arbeit zu führen“, so Lange.

Im Hinblick auf das demnächst bevorstehende Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Legitimität von Sanktionen im Hartz IV-System betont der Gewerkschafter: „Bei den neuen Förderinstrumenten muss das Prinzip der Freiwilligkeit gelten. Wir lehnen Sanktionen ab, weil sie die verfassungsrechtliche Vorgabe verletzen, wonach ein menschenwürdiges Existenzminimum zu gewährleisten ist. Statt die Betroffenen mit Forderungen zu belasten, gibt es jetzt gute Möglichkeiten, sie zu fördern.“ (Guido Grüning)