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Der Gewerkschaft über Jahrzehnte die Treue gehalten

Aus welchen Gewerkschaften vor Jahren die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hervorgegangen ist (ÖTV, HBV, IG Medien, DPG und DAG), wussten die Gewerkschafter noch ganz genau, denen der ver.di-Bezirk Rhein-Wupper gestern Abend im Saal des Schützenhauses für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaftsbewegung (25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 65 Jahre und 70 Jahre) dankte. Von den 30 Jubilarinnen und Jubilare aus Remscheid uns Umgebung waren vier seit 25 Jahren Gewerkschaftsmitglied, 17 seit 40, sechs seit 40, zwei seit 65 und einer seit 70.Da wurde Elke Ellenbeck, die Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Remscheid, der sich im Januar mit zehn Mitgliedern neu aufgestellt hatte, fast ein wenig wehmütig (oder andächtig?). Denn sie selbst ist in diesem Jahr gerade mal zehn Jahre lang in einer Gewerkschaft.

In dieser Zeit habe sie erfahren können, wie viel die Gewerkschaften ihren langjährigen Mitgliedern zu verdanken haben, sagte sie zur Begrüßung. Und Sven Wiertz, Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Remscheid, gab ihr Recht, als er herzliche Glückwünsche von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überbrachte. Und daran erinnerte, dass im Saal des Schützenhauses 1995 der ÖTV-Sekretär Willi Hartkopf mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden sei. „Es ist schön, hier heute eine so stattliche Anzahl von Mitgliedern unserer Gewerkschaft für ihre langjährige Mitgliedschaft ehren zu dürfen. Alle haben unserer Organisation über Jahrzehnte die Treue gehalten - und dafür gebührt ihnen ausdrücklicher Dank und Anerkennung!“

Sicher sei es ihnen in den vielen Jahren der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nicht immer leicht gefallen, sich für die Ziele der Gewerkschaft einzusetzen und sich dafür auch in der Öffentlichkeit zu positionieren, sagte Wiertz. Denn: „Wenn man Gutes bewirken will, wird das nicht gleichermaßen von allen anderen auch so gesehen und gutgeheißen. Sicher seid auch Ihr in den vergangenen Jahren häufig mit Unverständnis konfrontiert worden. Aber das hat Euch nicht entmutigt oder gar abgehalten zu Eurer, unserer Gewerkschaft zu stehen. Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Meinungen und dem Widerstreit um den richtigen Weg. Im Arbeitsleben braucht es aber eines starken Zusammenhalts. Die einzelne Stimme bliebe ansonsten ungehört. Deshalb sind Gewerkschaften gleichermaßen wichtig und richtig. Sie sind Stützen unserer Gesellschaft, in der durch die betriebliche Mitbestimmung auch das Wirtschaftsleben demokratisch verfasst sein soll. Freie Gewerkschaften sind Ausdruck einer lebendigen Demokratie in unserem Staat!“

Unter den Jubilaren seien gewiss viele, die im Laufe ihrer Mitgliedschaft am eigenen Leibe erfahren hätten, wie wichtig es sei, geschützt zu werden, wenn man eine unbequeme Meinung hat und diese auch öffentlich vertritt, meinte der Stadtdirektor. Die langjährige Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sei ein Zeichen gelebter Solidarität, und Engagement und Solidarität seien ihr Motor. Das passende Zitat dazu hatte Wiertz beim französischen Schriftsteller Moliere gefunden: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Also tun wir was und zwar gemeinsam!“ So könne es gelingen, unsere Gesellschaft gerechter und lebenswerter zu machen. Aber da habe die Gewerkschaft noch viel zu tun, so Sven Wiertz weiter:

„Wenn wir uns heute in Deutschland, in Europa und in der Welt ein wenig umschauen, dann müssen wir feststellen, dass Vieles aus den Fugen zu geraten scheint. Italien fährt wider besseren Wissens einen riskanten Verschuldungskurs, die USA kündigen Atomwaffensperrverträge, und die Debatten zum Dieselfahrverbot und den Betrügereien einiger Automobilkonzerne finden keinen Schlusspunkt. Errungenschaften, die wir als Gewerkschaften erkämpft haben, müssen wir verteidigen. Ich denke dabei zum Beispiel an sichere Arbeitsplätze und meine damit in erster Linie unbefristeten Arbeitsverhältnisse. Was ist das für ein Leben, wenn ein Arbeitnehmer ständig von Kündigung und Arbeitslosigkeit bedroht ist, wo bleibt da das Gefühl von Sicherheit? Sicherheit - für sich und seine Familie? Was bedeutet es, wenn der Lohn so niedrig ist, dass man davon kaum leben kann, und was bedeutet das für die spätere Höhe der Rente? Das sind Themen, für die es sich für uns Gewerkschafter immer wieder lohnt aktiv zu sein, nicht aufzugeben und nach vorne zu gehen. Populistische Parolen, Hetze, Hass und Rassismus greifen um sich und bereiten so den Nährboden für brutale Gewalttäter und geistige Brandstifter. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer – und gerade die Schwachen der Gesellschaft drohen dabei unter die Räder zu kommen. Das Grundversprechen unserer sozialen Marktwirtschaft, nämlich mit guter Arbeit, ein auskömmliches Einkommen zu haben, das auch ausreicht, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren oder langfristig ein kleines Eigentum in Form eines Hauses oder einer Wohnung aufzubauen, gilt für eine wachsende Zahl von Menschen in unserem Land nicht mehr. Dieser Widerspruch gefährdet den inneren Zusammenhalt unseres Staates und spaltet die Gesellschaft. Aber weil ein geteiltes Haus keinen dauerhaften Bestand haben kann, ist es so ungemein wichtig, diese Tendenzen klar zu benennen und für Veränderungen zu streiten. Dafür bedarf es einer starken und selbstbewussten Demokratie – und genau deshalb auch starker und durchsetzungsfähiger Gewerkschaften, deren Teil die heutigen Jubilarinnen und Jubilare seit 25, 40, 50, 65 und 70 Jahren sind!“

Wir wollten doch hier nur kurz arbeiten, Geld verdienen

Hüseyin Topaloglu, geboren 1.7.1934 in Rumänien und seine Ehefrau Ummügül Topaloglu, geboren 6.2.1935 in Yenice/ Corlu, seit 1969 in Deutschland, seit 1972 in Remscheid:

„Çorlu ist eine Kreisstadt in der Provinz Tekirda? in Thrakien in der Türkei mit ca. 150.000 Einwohnern. Sie befindet sich ca. 90 km westlich von Istanbul. Çorlu ist heute eine der am schnellsten wachsenden Industriestädte in der Türkei und ist geprägt durch zahlreiche Textilfabriken und Lebensmittelindustrie.

Ich, Hüseyin Topaloglu, bin im Alter von einem Jahr von Rumänien in die Türkei gekommen. Meine Eltern sind schon in Rumänien geboren. Attatürk hatte damals alle „Auslandstürken“, die wegen kriegerischer Auseinandersetzungen aus der Türkei ausgereist waren, aufgerufen, wieder zurück in die Türkei zu kommen. Meine Eltern sind diesem Aufruf gefolgt. Mein Vater starb, als ich sieben Jahre alt war. Ich habe keine Schule besucht, keine Ausbildung gemacht. Ich musste Geld verdienen für die Familie und habe auf die Tiere auf einem Bauernhof aufgepasst, bis ich 19 Jahre war. Dann habe ich meinen Militärdienst drei Jahre lang bis 1953 absolviert.

Ich, Ümmügül Topaloglu bin in Yenice/ Corlu geboren. Das ist ca. 100 km von Istanbul entfernt. Als ich 13 Jahre alt war, hatten wir in unserem Dorf auch eine Schule, die ich dann vier Jahre lang besucht habe. Dann musste ich die Schule mit 17 Jahren verlassen, ich war zu alt. Ich habe dann meine Mutter bei der Hausarbeit unterstützt. Wir haben 1954 geheiratet. Wir hatten eine normale Hochzeitsfeier mit ca. 200 Personen. Hüseyin konnte direkt nach dem Militärdienst wieder als landwirtschaftlicher Helfer arbeiten. 1962 sind wir nach Istanbul gegangen um dort in einer Textilfabrik zu arbeiten. Bis 1969 haben wir beide dort gearbeitet. Diese Textilfabrik hat uns dann angeboten, für eine kurze Zeit nach Deutschland in eine Großschneiderei zu gehen, um Kleidung zu nähen. Die beiden Betriebe hatten Verträge geschlossen. Diese Verträge wurde über das Arbeitsamt koordiniert. Bei dieser Vereinbarung der beiden Firmen gab es allerdings Altergrenzen. Hüseyin war zu alt, er dürfte nicht nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme. Ich bin dann alleine nach Deutschland gefahren.

Die ca. 3000 km lange Reise erfolgte mit dem Zug über Bulgarien, Jugoslawien und Österreich nach Deutschland, nach Goslar. Verpflegung und Fahrtkosten hatte die deutsche Firma namens Odermark aus Goslar übernommen. Als der Zug in Istanbul losfuhr waren in dem Zug ca. 200 Personen, die nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme reisten. In München verteilten sich dann alle, bis Goslar, in die Großschneiderei waren wir noch eine Gruppe von drei Frauen. Ich bin am 27. Juli 1969 in Goslar angekommen, am 1. August war bei Odermark Arbeitsbeginn. Wir hatten bei der Firma einen Acht- Stundentag und einen Stundenlohn von 3,20 DM. Das machte monatlich einen Verdienst von ungefähr 500 DM.

Für Hüseyin war es schon eine komisches Gefühl, die Ehefrau allein nach Deutschland zu lassen; getröstet hat, dass es nur für kurze Zeit, ein Jahr, sein sollte. Welche Chancen hatten wir denn sonst? Nach Ablauf des Jahres bin ich zurück zu meinem Mann in die Türkei. Zwei Monate nach meiner Rückkehr in die Türkei wurden die besseren Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten offenkundig. Für die gleiche Arbeit bekam ich in der Türkei 1,20 Lira, das waren umgerechnet ca. 0,50 DM Stundenlohn. (weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen 2018 (I)

45 Veranstaltungen am 28. OktoberVielfältig und kreativ, so zeigt sich Remscheid während der 14. „Vaillant Nacht der Kultur und Kirchen“ am 27. Oktober, auch diesmal am Vortag des Röntgen-Laufs. Eine Auswahl an Remscheider Kulturschaffenden präsentieren Musik, Theater, Gestaltung, Lesungen oder Film an den unterschiedlichsten Orten in Remscheider Stadtteilen. Oberbürgermeiszter Burkhard Mast-Weisz: „Mit ihrem eindrucksvollen Können ermöglichen die Besuchern eine Reise in eine Welt abseits des Alltags und des gewohnten Umfeldes“

Und damit der Besuch der Veranstaltungsorte bequem möglich ist, bieten die Stadtwerke Remscheid GmbH an diesem Tag ab 17 Uhr den ÖPNV kostenlos an, auch dank der Unterstützung der benachbarten Verkehrsunternehmen WSW, RVK, OVAG, BVR und Abellio. Zusätzlich zu den Buslinien der Stadtwerke Remscheid gilt das Angebot für folgende Linien und Abschnitte:

Linie S7 (Abellio) zwischen Lüttringhausen und Güldenwerth,
Linie 615 /NE15 (WSW-Fahrten) zwischen Gerstau und RS Mitte,
Linie 620 (WSW) zwischen Am Blaffertsberg und Lüttringhausen,
Linie 669 (WSW) zwischen Wuppertal-Beyenburg und RS-Lennep
Linie 636 (BVR) zwischen Tannenbaumer Weg und Lüttringhausen,
Linie 671 (OVAG-Fahrten) zwischen Wassermühle und Lennep,
Linie 260 (RVK) zwischen Preyersmühle und RS Mitte,
Linie 336 (OVAG) zwischen Langenbusch und Lennep.

DieNacht der Kultur“, ist auch diesmal wieder verbunden mit der „Nacht der Kirchen“.

Innenstadt, Honsberg, Süd

1 | ”Irish Night at Luther Church“
18 Uhr: Abendgottesdienst
19.15 Uhr, 19.50 Uhr
und 20.30 Uhr: Ein irischer Abend mit Liedern
wie „Molly Malone“, „Durham Jail“, „Carolan´s Cup“; Orgelstücke von Hans-Andé Stamm – Celtic Hymn, Toccata Celtica – runden das Programm ab. Irish Folk in der Kirche! Dies impliziert die Mitwirkung der Orgel! Lassen Sie sich in den drei Konzerten von den volkstümlichen und schwungvollen Melodien mitreißen.
Veranstalter: Ev. Luther-Kirchengemeinde Remscheid
Ort: Lutherkirche Remscheid, Martin-Luther-Str. 59a,
42853 Remscheid
Zeit: 18: bis 21 Uhr

2 | Stoff und Stein trifft Kunstdesign
Schmeichler für die Sinne in Form von Unikatschmuck und fantasievollen Stoffkreationen. Textilkunst und Edelsteine für die Seele von Annette Valtl und Brigitte Lindenbaum.
Veranstalter: Quilt Station
Ort: Hindenburgstr. 134, 42853 Remscheid
Zeit: 17: bis 22 Uhr

3 | ”Wechselwirkung“
„Die Fotografie ist der Todfeind der Malerei. Sie ist die Zuflucht aller gescheiterten Maler, der Unbegabten und der Faulen.“ (Charles Baudelaire). – „Ich mache Fotos nicht, um sie in die Schublade zu tun.“ (Helmut Newton). – Bilder gestaltet mit Computer und Kamera von Stephan Fahlenbock.
Veranstalter: amadeus hifi Studio
Ort: Hindenburgstr. 31, 42853 Remscheid
Zeit: 19: bis 00:30 Uhr

4 | Musik im Hutsalon
Von 18 bis 19 Uhr gibt die Modisten-Meisterin Susanne Bollmann Einblick in verschiedene Techniken des Hutmachens. Ab ca. 19 Uhr begeistert das Duo Micky und Gustavo (Gitarre und Gesang) von der bekannten Band Casa d’Locos durch sein virtuoses Gitarrenspiel und die mediterrane Lebensfreude.
Veranstalter: Hutsalon Bollmann
Ort: Hindenburgstr. 26, 42853 Remscheid
Zeit: 18: bis 23 Uhr

5 | Live Konzert mit den „HeartDevils“
Seit 10 Jahren haben sich Joachim Heinemann und Rolf Kaudelka in ganz NRW eine große Zuhörergemeinde erspielt. Bei Festivals, Kneipengigs, Stadtfesten, Radioauftritten, Kulturveranstaltungen oder Benefizkonzerten: das Publikum bekommt von den HeartDevils neben Acoustic Rock´n Roll, Country & Songs aus den 50er und 60er Jahren auch immer die „Stories behind the songs“ zu hören.
Veranstalter: POM
Ort: Hindenburgstr. 12a, 42853 Remscheid
Zeit: 19: bis ca. 23:00)

6 | Nacht des Bieres
Biertastisch! Genießen Sie bei der „Nacht des Bieres“ die moderne und gemütliche Atmosphäre der ErlebBar im Herzen Alt-Remscheids. Tauchen Sie bei Bier-Tastings in die Welt der Biere ein, lernen den Herstellungsprozess kennen und probieren verschiedene Sorten aus. Neben besonderen Craft-Bieren gibt es natürlich auch unsere lokalen Biere vom Fass.
Veranstalter: ErlebBar
Ort: Hindenburgstr. 8, 42853 Remscheid
Zeit: 20: bis 24 Uhr

7 | 11 + 1 Kunstausstellung und -werkstatt
>> 11 + 1 << --- Baustelle 12 Apostel – Patrick Stöter zeigt uns sein Verständnis der zwölf Apostel – mit viel Phantasie, mit Farbe, Spachtelmasse und Klebeband. Wie entstehen seine Bilder? Sehen Sie selbst! Live-Werkstatt (21 Uhr), Live-Musik (22 Uhr), kleine feine Häppchen – all das erleben Sie bei uns, bei der NdK 2018!
Veranstalter: Friedenskirche Remscheid, Foyer
Ort: Schützenstr. 32, 42853 Remscheid
Zeit: 20: bis 23 Uhr

8 | Steven Heart Live
Steven Heart, ein Profi mit vielen Jahren Bühnenerfahrung. Er war mehrere Jahre in Spanien (Festland und Kanaren), der Schweiz und den Niederlanden musikalisch on Tour, in Deutschland von Nord bis Süd, z. B. Borkum, Bayern, NRW u.v.m. Als Sänger und Entertainer, aber auch als Texter und Komponist bringt Steven Heart ein hohes Maß an Erfahrung mit, mit dem richtigen „Näschen“ für die passende Songauswahl. Tolle Stimme, authentisch, fröhlich und mit Leidenschaft – eben ein Vollblutmusiker.
Veranstalter: Grüne Gans
Ort: Theodor-Heuss-Platz 9, 42853 Remscheid
Zeit: 20 Uhr – Ende offen

9 | Die Bergischen Symphoniker sind los!
Das ganze Theater schallt und tönt: es gibt Filmmusik und ein Klavierkonzert; außerdem Salonmusik, Blechbläser und wer Lust hat, mag auf der Bühne sitzen, um die Musik hautnah zu genießen. Dazwischen ist Zeit, umher zu wandeln und mit den Musikern und den Dirigenten zu plaudern. Selbstverständlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt sein. Eintritt frei.
Veranstalter: Teo Otto Theater
Ort: Konrad-Adenauer-Str.31-33, 42853 Remscheid
Zeit: Einlass ab 18:30 Uhr

10 | Brücken bauen
Unter dem Motto „Brücken bauen“ veranstaltet das Kommunale Bildungszentrum ein vielfältiges Programm in seinen Häusern in der Scharffstraße. Im Foyer (Scharffstr. 4-6) treten verschiedene Bands der MKS auf. Horst Kläuser führt Interviews zum Thema Integration. Lioba Wagner wird gemeinsam mit den Gästen eine Bücherbrücke bauen. Wer daran teilnehmen möchte, kann sich gerne mit einem mitgebrachten Buch beteiligen. Ab 22 Uhr lädt „Just for fun“ zur Brückenparty ein. In den Räumen in der Scharffstr. 7-9 (ehemals Galerie) werden mit Gedichten, Liedern und kurzen Texten sowie internationalen Speisen Brücken zu anderen Ländern und Kulturen gebaut.
Veranstalter: Kommunales Bildungszentrum Remscheid
Ort: Scharffstr. 4-6 und 7-9, 42853 Remscheid
Zeit: 19: bis 24 Uhr

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Denkerschmette: Programm im Oktober

Mittwoch, 24.  Oktober,  14.30 Uhr
 „Auf die Würfel, fertig los“
Spielenachmittag in der Schmette!
In lockerer Runde wird gewürfelt, gezockt und natürlich geschlemmt.

Donnerstag, 25.  Oktober,  19 Uhr
Skat, Rommé, Doppelkopf

Samstag, 27.  Oktober,  15 Uhr
"Nicht gestorben"
Mehr oder weniger »grimmige« Märchen von
Torsten Kelsch
Ein Märchennachmittag bei Kaffee und Kuchen

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"Das waren schon harte Zeiten manchmal!"

 Roman Zlobko, geboren 4.8.1946 im Dorf Latkova vas in der Nähe von Zalec in Slowenien, seit 40 Jahren in Remscheid:

Žalec ist ein Wirtschaft- und Verwaltungszentrum in der gleichnamigen Gemeinde, die im Tal Savinjska dolina liegt, eine Stadt seit 1964. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gilt die Stadt als ein Zentrum des slowenischen Hopfenbaus. Zu anderen Wirtschaftstätigkeiten gehören noch das Gewerbe, der Handel und die Metallurgie (Glockengießerei).

„Ich bin gelernter Maschinenschlosser. Ich habe in Slowenien dafür meinen Gesellenbrief erhalten. Ich habe nach der Ausbildung und nach meinem 18-monatigen Militärdienst in einem landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb ca. 1 ½ Jahre gearbeitet Im Arbeitsamt in Celje waren Deutsche, die Facharbeiter angeworben haben, auch von dem Remscheider Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW). Uns wurde erklärt, dass in Deutschland bessere Arbeitsbedingungen und bessere Verdienste als in der Heimat wären. Wir sind damals mit fünf Männern aus dem Produktionsbetrieb – landwirtschaftlicher Maschinenbau – nach Remscheid zu DEW gegangen. Wir haben in Slowenien Hopfenmaschinen gebaut nach bayrischem Vorbild.

Wir waren jung und dynamisch, wir haben nicht lang überlegt, sondern gesagt, wir machen das! Wir arbeiten in Deutschland! Nach der gesundheitlichen Untersuchung erhielten wir ein Visum von der deutschen Botschaft aus Zagreb. Alle Papiere wurden nach Hause geschickt. Ich musste das als Geheimnis bewahren, meine Eltern wollten nicht, dass ich ins Ausland, nach Deutschland, gehe. Sämtliche Formalitäten hat DEW erledigt, wir brauchten uns um nichts zu kümmern.

Ich habe meine Eltern dann versprochen nur kurz in Deutschland zu bleiben, höchstens ein Jahr. Ich hatte zuvor versucht, einen Platz an der technischen Hochschule in Celje zu bekommen, das hat aber nicht geklappt, ich sollte auf den Platz ein Jahr warten. Dieses Wartejahr wollte ich  in Deutschland arbeiten. Damit konnte ich mich dann bei meinen Eltern durchsetzen.

In Remscheid angekommen war es nebelig und kalt und das am 7. August!! Ich wollte sofort wieder zurück. Ich hatte Sommerkleidung an, in Slowenien waren 30 – 35 Grad bei der Abreise. Vor der Abreise hatten wir gerade noch meine Geburtstag und Hopfenfest zwei Tage lang gefeiert. Es war so warm, dass man das Bier nicht auf dem Tisch stehen lassen konnte. (weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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Einzelhändler aus der Lenneper Altstadt haben Sorgen

In einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep haben sich 16 Gewerbetreibende aus der Lenneper Altstadt Lennep kritisch zu den Rahmenbedingungen geäußert, unter denen der Einzelhandel in der Lenneper Altstadt nach ihren Erkenntnissen seinen Geschäften nachgeht. Zitat: „Seit Jahren leidet der Einzelhändel in der Lenneper Altstadt unter Baustellen in und um Lennep. Das Weinfest bringt weitere Umsatzverluste. Dieses Jahr durch eine Veranstaltung des Lenneper Sommers und die Verlegung des Wochenmarktes über fast fünf Wochen auf einen Parkplatz ohne Wasser und Toilette außerhalb der Innenstadt haben die Umsatz-Verluste dramatisch zugenommen. Durch Aufschütten von Sand wurden über Wochen sinnlos die einzigen nahen Parkplätze blockiert.“ Fehlende innerstätischen Parkplätze und der verlegte Wochenmarkt hätten die Laufkundschaft reduziert und zu einer weiteren Verödung der Innenstadt geführt. Die Politik erwarte durch den Bau des DOC eine Belebung der Lenneper Innenstadt und eine Stärkung des Lenneper Handels – „falls es ihn bis dahin nach solchen Aktionen noch gibt.“

Die Verwaltung erkennt darin die Sorgen und Befürchtungen der Unterzeichner, „dass unter den geschilderten Umständen möglicherweise sogar ihre Existenz nachhaltig in Frage gestellt werden könnte“, hat den Brief aber dennoch nicht zur Beratung auf die Tagesordnung der BV-Sitzung am 31. Oktober gesetzt mit der Begründung, es handele sich nicht um eine Eingabe im Sinne des § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, sondern um eine Situationsbeschreibung aus Sicht der Verfasser, die „lediglich der Unterrichtung der Bezirksvertretung“ diene.

Auf Erkundung mit einem Remscheider Stadtführer

Sonntag, 28. Oktober, 14.45 Uhr
Müngsten – von einem verschwundenen Dorf zur Müngstener Brücke.
Tief unten im Tal der Wupper liegt die Hofschaft Müngsten, bis ins 19. Jahrhundert Sitz der Sensenfabrikation Remscheids und Wohnsitz der Familie Halbach. Heute prägen die Müngstener Brücke, Deutschlands höchste Eisenbahnbrücke, der noch immer betriebene Schaltkotten und der Brückenpark diesen Ort. Leitung: Klaus Fickert. Preis: fünf €. Treffpunkt: Parkplatz Brückenpark, Solinger Straße (Remscheider Seite). Anmeldung: C. Holtschneider, Tel. RS 7913052.

Donnerstag, 22. November, 15 Uhr
„Trümmerkindertreff“ mit Lothar Vieler im „Backhaus“
Während seiner jüngeren Führungen ist Lothar Vieler, Stadtführer in Lennep, des Öfteren darauf angesprochen worden, dass es an der Zeit wäre,  die außergewöhnlichen Umstände während und nach dem 2. Weltkrieg in Lennep in Erinnerung zu bringen: „Viele Remscheider und Lenneper Mitbürger haben zu diesem Thema sicherlich vieles zu berichten, zu fragen und zu ergänzen. In Zusammenarbeit mit „ Augusta Hardt Horizonte“  lade ich gerne für den 22.11. ins Backhaus, Sauerbronnstraße/ Ecke Rotdornallee, ein in der Hoffnung auf  viele interessante Erzählungen. Wer Bilder aus dieser Zeit hat, kann diese gerne mitbringen.“ Vieler wird mit seinem großen Bilderfundus hilfreich zur Seite stehen, um an diesem Nachmittag Erinnerungen noch lebendiger werden zu lassen. Für das leibliche Wohl sorgt das Team des Backhauses zu zivilen Preisen. Voranmeldung erbeten bis 19.11. Lothar Vieler, Tel. RS 666861.

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Ich war ziemlich geschockt vom Wetter und der Kälte

 Raffael Altieri, geboren am 6.3.1949 in Irsina / Italien, seit 1968 in Remscheid:

Irsina ist ein Ort in der Provinz Matera in der italienischen Region Basilikata. In Irsina leben 5399 Einwohner (Stand am 30. November 2006). Der Ort liegt 48 km westlich von Matera. Die Nachbargemeinden sind Genzano di Lucania (PZ), Grassano, Gravina in Puglia (BA), Grottole, Oppido Lucano (PZ), Tolve (PZ) und Tricarico.

Ich komme aus Italien, der Provinz Matera, aus dem Dorf Irsina. Ich bin im Februar 1968 im Alter von 19 Jahren nach Remscheid gekommen. Damals, als ich aus meinem Dorf wegging, lebten dort ca.18.000 Menschen. Ich habe in Italien fünf Jahre die Schule besucht. Ich galt mit diesen fünf Jahren Schulbesuch als durchaus gebildet, die meisten Menschen in Italien besuchten damals nur ungefähr zwei Jahre oder gar nicht eine Schule. In Italien habe ich in der Landwirtschaft als Schweinehüter gearbeitet, ich habe damals 19.000 Lire monatlich verdient, also umgerechnet 9 Euro. Das war nicht viel, davon war kein (gutes) Leben möglich. Ich habe dann in Italien ohne Papier im Baugewerbe gearbeitet, ca. 1 ½ Jahre und mir dabei einige Kenntnisse erworben. Das wurde auch relativ gut bezahlt, ich habe täglich ungefähr 10.000 Lire verdient, dass sind heute umgerechnet ca. fünf Euro. In Italien gab es damals nur wenig Arbeit und noch weniger Geld. (weiter 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Stadtwerke Remscheid / Schließung des MobilCenters am Friedrich-Ebert-Platz. Bis 24. Oktober ist das MobilCenter aufgrund des Umzugs ins Allee-Center geschlossen. Neueröffnung ist am Donnerstag, 25. Oktober, ab 10 Uhr in der 1. Etage direkt neben dem EWR-Service-Center im Allee-Center. Fortan gelten dort folgende Öffnungszeiten: Montag – Freitag  8.30 bis 18 Uhr, Samstag 9 bis 13 Uhr. Während der Schließung des MobilCenters steht für Tarif- und Fahrplanauskünfte die Schlaue Nummer für Bus und Bahn zur Verfügung (0 18 06 – 50 40 30, Festnetz 20 Cent/Anruf, Mobil max. 60 Cent/Anruf). Tickets können in diesem Zeitraum auch in allen Stadtwerkebussen, den privaten Verkaufsstellen und über Handy-Ticket Deutschland erworben werden. (Nicole Druschke)

Lennep Offensiv e.V. / Stammtisch diskutiert mit dem Baudezernenten. Lennep Offensiv lädt herzlich ein zum nächsten Lenneper Stammtisch am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr in der Gaststätte „Zum Hasenberg“, Hasenberger Weg 53. Als Gast erwartet der Verein den Dezernenten für Stadtentwicklung, Bauen und Wirtschaftsförderung der Stadt Remscheid, Herrn Peter Heinze. Herr Heinze wird die aktuellen Entwicklungen für Lennep darstellen und für Diskussionen zur Verfügung stehen. Themen gibt es genügend: Straßenpflasterung, Kanalarbeiten, Parkraumsituation, Stand der Planungen des DOC, Vorstellungen der Stadt für die Bauphase des DOC usw. Vorstand und Beirat werden darüber hinaus über die geplanten Aktionen für die Advents- und Weihnachtszeit berichten: Stellen der Weihnachtsbäume, Lenneper Adventskalender und Weihnachtstreff.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen & F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen / Afrika entdecken: „Wir müssen etwas für die afrikanischen Länder tun, wenn wir Fluchtursachen bekämpfen wollen.“ Das ist übereinstimmende Meinung – zu Recht, aber zu oft nur beschworen. Längst tun viele Afrikanerinnen und Afrikaner etwas für sich selbst und produzieren ausgezeichneten Kaffee und Kakao auf ökologische Weise. Darauf macht der F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen aufmerksam und verweist auf eine Initiative, Afrika auch im Fairen Handel nicht zu übersehen. In afrikanischem Design sind würzige Kaffees erschienen – nur in Welt- und Bioläden zu bekommen, z.B. aus dem ehemaligen Königreich Ankole in Uganda. Es ist zum Namensgeber einer erfolgreichen Kooperative geworden, von denen viele Mitglieder Frauen sind. Keine Selbstverständlichkeit in Afrika. Die würzigen Kaffeemischungen werden im schonenden Langzeitverfahren geröstet, um alle Geschmacksnuancen zur Geltung zu bringen.
Ein anderes Beispiel: Auf der westafrikanischen Insel São Tomé gedeiht Kakao von ausgezeichneter Qualität. Im feuchtheißen Tropenklima entfalten die Bohnen einen Aromareichtum, der den Schokoladen einen besonderen Charakter verleiht. Durch eigene Fermentations- und Trocknungsanlagen sind die Kleinbauern frei von Zwischenhändlern und haben die Qualität ihres Kakaos selbst in der Hand. Über den Fairen Handel erzielen sie angemessene Preise und erhalten eine Fair-Trade-Prämie, die Investitionen in Bildung und bessere Lebensbedingungen möglich macht.
Welche Konsequenzen es hat, solche Entwicklungen zu fördern, indem man sich aktiv für sie interessiert, ist derzeit in Äthiopien zu beobachten. Der neue Ministerpräsident Abiy Ahmed ist zwar der Regierungspartei, die seit fast 30 Jahren herrscht, treu ergeben, aber er scheint das Land politisch öffnen zu wollen. Er stammt aus der Region Oromia, aus der seit vielen Jahren ein ein berühmter Kaffee im Fairen Handel angeboten wird.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Wochenrückblick vom 15. bis 21. Oktober 2018