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Für Wohnhaus bestand keine akute Einsturzgefahr

Gestern gegen 17.20 Uhr wurde der Hilfeleistungszug der Feuerwehr Remscheid zur Burger Straße gerufen, weil ein LKW gegen eine Hauswand gerollt sei. Aus dem Wagen liefen Betriebsmittel aus, und eine Betonstütze des Wohnhauses sei beschädigt worden. Nach Eintreffen konnte das Gebäude zunächst provisorisch mit Baustützen abgesichert werden. Durch einen hinzugezogenen, fachkundigen Kollegen der Bauaufsicht konnte eine akute Einsturzgefahr des Gebäudes ausgeschlossen werden, so dass die Bewohner im Haus verbleiben konnten. Insgesamt war die Feuerwehr mit zwölf Kräften und vier Fahrzeugen etwa eine Stunde vor Ort im Einsatz. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Zwei Räuber und zwei Schwerverletzte

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen der Autobahnpolizei Düsseldorf befuhr gestern um 11 Uhr eine 26 Jahre alte Frau aus Olpe mit ihrem Pkw die A 1 in Fahrtrichtung Köln. Kurz vor der Anschlussstelle Remscheid-Lennep kam sie aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und überschlug sich mit ihrem Auto. Dabei verletzte sich die Fahrerin schwer; sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Für die Dauer der Unfallaufnahme wurde der Verkehr einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Gegen 13.10 Uhr konnten alle Fahrspuren wieder freigegeben werden. Der Verkehr staute sich bis dahin bis auf eine Länge von acht Kilometern.

82-Jährige bei versuchtem Raub verletzt. Am 22.11.um 18.40 Uhr kam es an der Lockfinker Straße zu einem versuchten Raub. Als es klingelte, öffnete eine 82-jährige Frau die Wohnungstür. Sie wurde unvermittelt von einem Mann ins Gesicht geschlagen und dabei verletzt. Der Täter forderte Bargeld von der Seniorin, die jedoch laut um Hilfe rief. Der Täter flüchtete ohne Beute. Er wird als circa 1.65 bis 1.70 m groß und schlank beschrieben. Er hat dunkle bis schwarze Haare und trug während der Tat dunkle Kleidung mit weißer Aufschrift. Die Geschädigte wurde rettungsdienstlich behandelt und ins Krankenhaus gebracht. Zeugen werden gebeten, sich unter Tel. 0202 / 2840 bei der Polizei zu melden.

Raub im Treppenhaus. Am Abend des 22.11. gegen 20 Uhr kam es in einem Mehrfamilienhaus an der Rosenhügeler Straße zu einem Raub. Als ein 55-jähriger Mieter in seine Wohnung zurückkehrte, griff ihn ein bislang Unbekannter an. Nach einer kurzen Auseinandersetzung nahm der Täter Bargeld, fragte nach Drogen und lief in der Folge weg. Der Räuber soll 20 bis 30 Jahre alt und 160 cm groß sein. Er trug eine schwarze Jacke und eine schwarze Wollmütze. Mutmaßlich ist er osteuropäischer Herkunft. Die Polizei bittet Zeugen sich unter Tel. 0202/2840 zu melden.

Pedelec-Fahrer schwer verletzt. Am vergangenen Samstag (21.11.), gegen 17.05 Uhr, zog sich ein Pedelec-Fahrer in Remscheid schwere Verletzungen zu. Aus noch ungeklärter Ursache stürzte der 62-Jährige mit seinem Gefährt im Bereich der Straße Fürberg. Dabei erlitt er mehrere Verletzungen am Oberkörper und am Kopf. Der von unbeteiligten Zeugen alarmierte Rettungsdienst brachte den Mann ins Krankenhaus. Die Polizei bittet Zeugen des Unfalls sich unter Tel. 0202/2840 zu melden. (aus dem Polizeibericht)

Herkulesaufgabe: 75 Millionen Quadratmeter aufforsten

In einer am Donnerstag, 12. November verfassten Resolution fordert die Regionalkommission beim Regionalforstamt Bergisches Land, den Verbiss durch Schalenwild endlich auf ein waldverträgliches Maß zu reduzieren. Denn sonst könne der Wiederaufbau klimastabiler, gemischter und zukunftsfähiger Wälder ohne teure technische Schutzmaßnahmen nicht gelingen. Unterzeichnet ist die Resolution vom Vorsitzende der Regionalkommission, Hans-Friedrich Hardt, und dem stellvertretende Vorsitzende Markus Wolff (TBR Remscheid). Gemäß der Verordnung über die Beratung der Landesforstverwaltung NRW berät die Regionalkommission die jeweiligen Regionalforstämter und ist vor allen wichtigen Entscheidungen anzuhören bzw. zu beteiligen. Die Regionalkommission besteht aus den von den jeweiligen Verbänden entsandten und bestellten Vertreterinnen des Privat-, Kommunal- und Staatswaldes, aus Vertreter*innen der Bediensteten, des Naturschutzes., der Biologischen Station sowie der Holzwirtschaft. Der Waterbölles dokumentiert die Resolution nachfolgend:

„Das Bergische Land ist in besonderem Maße seit 2018 von den dramatischen Waldschäden durch die dreijährige Trockenheit und die dadurch ausgelöste Explosion der Borkenkäferpopulation in betroffen. Alleine im Bereich des Regionalforstamtes Bergisches Land mit seinen insgesamt 76.000 ha Wald und gut 30.000 Waldbesitzenden beläuft sich aktuell die Wiederbewaldungsfläche bislang auf mehr als 7.500 Hektar (1 ha = 10.000 Quadratmeter). Betroffen davon sind nicht nur Fichtenwälder, sondern zunehmend auch Laubholzbestände von Buche und Eiche. Der Wiederaufbau klimastabiler, gemischter und zukunftsfähiger Wälder kann ohne teure technische Schutzmaßnahmen nur gelingen, wenn der Verbiss durch Schalenwild endlich auf ein waldverträgliches Maß reduziert wird. Gleichzeitig wird die veränderte Waldstruktur die Lebensraumkapazität vor allem für das Rehwild absehbar erhöhen und somit dessen Bejagung erheblich erschweren.

Da das Jagdrecht im Bergischen Land aufgrund der meist kleinteiligen Waldbesitzstruktur überwiegend über die örtlichen Jagdgenossenschaften organisiert wird, sind auch die Waldbesitzenden zukünftig mehr gefordert, ihren Einfluss in den jeweiligen Jagdgenossenschaftsversammlungen geltend zu machen und dort den Waldbelangen endlich eine hörbare Stimme zu geben. Die Möglichkeiten zur dortigen Mitgestaltung im Sinne einer zukunftsfähigen Waldentwicklung sind - gemeinsam artikuliert - auch für einzelne Waldbesitzende vielgestaltig.

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Stadt lehnt Forderung der AfD nach Neuauszählung ab

E. O. Girke, Sprecher des Kreisverband Remscheid der rechtsgerichteten „Alternative für Deutschland“ (AfD), hat per Einschreiben an das Wahlamt der Stadt Remscheid form- und fristgerecht Einspruch eingelegt geben das Wahlergebnis der Kommunalwahl vom 13. September. Damit wird sich der Wahlprüfungsausschuss des Rates in seiner konstituierenden Sitzung beschäftigen, die am Mittwoch, 2. Dezember, um 17 Uhr in großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses beginnt. Girke bezieht sich in seinem Einspruch auf die Wahlergebnisse in den Stimmbezirken 1052, 3191 und 2161 und meint, weil diese erheblich von den Ergebnissen der letzten Wahlgange (Europa/Land/Bund) abwichen, sei „eine Neuauszählung in allen fünf Bezirken … geboten“. Auch müssen die ungültigen Stimmen überprüft werden. Die AfD begründet das so: „Im Stimmbezirk 2161 mussten wir eine Abweichung zu unseren Ungunsten von 86 Prozent feststellen Dies ist rein statistisch bereits unmöglich. Wir bitten daher um Neuauszählung der Stimmen zur Ratswahl, um eventuelle unbeabsichtigte Zählungs- oder Zuordnungsfehler zu korrigieren.“

Girkes Schreiben trägt das Datum vom 6. Oktober . Darin wird der Stadtverwaltung eine Frist bis zum 21. Oktober gesetzt, der Aufforderung zur Neuauszählung nachzukommen. Andernfalls, so die AfD, „sind wir nach Rücksprache mit dem Rechtsbeistand unseres Landesverbandes gehalten, Klage beim Verwaltungsgericht einzureichen“.

Die Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke antwortete mit Schreiben vom 8. Oktober, wie ebenfalls aus den Unterlagen die Sitzung am 2. Dezember hervorgeht. Zitat: „Sehr geehrter Herr Girke, (…)  für die von Ihnen geforderte Nachzählung in einigen Stimmbezirken, in meiner Funktion als Wahlleiterin, gibt es keine rechtliche Grundlage. Auch der mir von Ihnen als Ultimatum gesetzte Termin 21. Oktober 2020 ist irrelevant.
Nach § 40 Absatz 1 ff Kommunalwahlgesetz hat d/e neue Vertretung (Rat der Stadt) nach Vorprüfung durch einen hierfür gewählten Ausschuss unverzüglich über die Einsprüche sowie über die Gültigkeit der Wahl von Amts wegen in folgender Weise zu beschließen ...
Die Wahlperiode des neuen Rates beginnt am 1. November 2020. Für den 5. November 2020 ist die erste, konstituierende Sitzung des Rates angesetzt. In dieser Ratssitzung soll der Wahlprüfungsausschuss gebildet werden, der für die Vorprüfung der Einsprüche zuständig ist, über die der neue Rat dann unverzüglich zu beschließen hat. Das könnte dann, nach jetzigem Stand, in der Sitzung des Rates am 10. Dezember 2020 sein.“

Als Senf noch mit der Pferdekarre geliefert wurde

Die Senffabrik Thomas in Lennep.

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
neulich erhielt ich dieses schöne historische Foto zugeschickt, es zeigt das Anwesen an der Lenneper Knusthöhe 14 vor mehr als 100 Jahren. Auf dem Verkaufskarren, der damals noch von Pferden gezogen wurde, steht "Senffabrik Hugo Thomas Lennep". Später wurde das Geschäft von dessen Sohn Ernst weiter geführt.

Viele ältere Lenneper verbinden mit dem Namen Thomas in der Tat noch eine frühere Senffabrik. Meist jedoch wird der Name mit den früheren Besitzern des Eckhauses an der Lüttringhauser Straße zum Thüringsberg in Verbindung gebracht, das auf vielen historischen Fotografien des früheren Kaiserplatzes (später Mollplatz) zunächst als Restauration zur gegenüber liegenden Postanstalt zu sehen ist und auch heute noch existiert. So ganz falsch ist die Vermutung aber nicht, denn die dortige Familie Thomas war verwandt. Allerdings führte der Unternehmer Karl Thomas an der Lüttringhauser Straße 1 einen Lebensmittelgroßhandel, bei dem es sicherlich auch den Thomas-Senf zu kaufen gab.

Künstler wünschen viel Freude bei der Bildersuche

Kunst, die nicht präsent ist, ist tot, und eine Stadt ohne Kunst ebenfalls. Es müssen also andere Wege der Präsentation gesucht werden damit Kunst nicht nur hinter verschlossenen Türen von Ateliers, Museen oder Galerien stattfindet, sondern im öffentlichen Raum. Hierfür bieten sich leere Plakatwände an. Der ersten Plakataktion „Offene Galerie – Wir sind Remscheid!“ vom Juli soll nun eine zweite folgen. Dafür konnte die Initiatorin Tessa Ziemssen, freischaffende Künstlerin vom Honsberg, neun Remscheider Künstler/Innen begeistern. Die Fotos für die 25 großformatigen Plakate der neuen Aktion kamen von Elisabeth Herold, Simone Kirsch, Mike König, Margitta Krüllmann, Maren Meinecke-Feddersen, Arno Mersmann, Maria Müller, Gerda Schwarz, Rupert Warren und Tessa Ziemßen. Und wie bei der ersten Aktion wird auch diesmal wieder die Ströer Deutsche Städte Medien GmbH Plakatwände im Remscheider Stadtgebiet ab dem 5. Dezember für mindestens zehn Tage kostenfrei zur Verfügung stellen. Weitere Unterstützung kommt von der Stadt Remscheid, die im Rahmen des Remscheider „Notfallfonds Kultur“ die gesamten übrigen Kosten des Projektes übernimmt. Alle Projekt-Beteiligten wünschen viel Freude bei der Bildersuche in der Innenstadt in der Vorweihnachtszeit. Wo die Plakate hängen werden, wird auf der Webseite https://www.tessa-ziemssen.de/plakataktion zeitnah bekannt gegeben, ebenso die Kontaktdaten der beteiligten Künstler/innen. Ein auf den Plakaten platzierter QR-Code führt den interessierten Betrachter direkt auf diese Webseite.

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

„Kultur untereinander“ / Markus Heip zu Gast. Markus Heip vom Durchsholzer Marionetten- und Puppentheater war zu Gast in Steph Hoffmanns „Podcast Kultur“ untereinander. Darin erfährt man etwa, dass Schneewittchen sich nie die Nase putzen darf und Michael Jackson sich in den Schritt greifen muss. Auf Steph Hoffmanns Fragen „Wie viele Puppen schaffste? Mit wie vielen Puppen machste es gleichzeitig?“ antwortete er hingegen ausweichend. Dafür weiß man nun, dass Bier als isotonisches Ausgleichsgetränk nach einer krassen Performance gilt, besonders nach einem vergessenen Bluetooth-Lautsprecher. Und Sie wollen wissen was ein 45-minütiger Toilettengang mit Playback zu tun hat? In dieser neuen Ausgabe erfahren Sie das alles und noch viel mehr. Gute Unterhaltung. Den Podcast gibt es über die üblichen Podcast-Portale und über die Webseite www.kultur-untereinander.de kostenlos zu hören.

Lennep Offensiv e.V. / Adventswald in Lennep. Am Samstag (21.11.) hat sich Lennep wieder in einen vorweihnachtlichen Wald verwandelt. Rund zwei Dutzend Aktive von Lennep Offensiv haben die Altstadt, die Kölner Straße und angrenzende Gebiete mit 210 Weihnachtsbäumen für die Adventszeit vorbereitet. Die Bäume, die größtenteils von Geschäften, Gastronomen und auch Privatpersonen vorbestellt waren, wurden an den vereinbarten Stellen aufgestellt und warten nun darauf, von ihren Paten auch noch geschmückt zu werden. "Wir freuen uns sehr, dass sich trotz Corona so viele freiwillige Helfer gefunden haben, die wegen der Hygiene- und Abstandsbestimmungen unter erschwerten Bedingungen arbeiten mussten" freut sich Thomas Schmittkamp, der Vorsitzende von Lennep Offensiv. Der Verein will trotz aller notwendigen Einschränkungen zu einer positiven Weihnachtsatmosphäre  in Lennep beitragen. "Wir wollen unterstreichen, dass der Lenneper Einzelhandel auch in dieser Zeit für seine Kunden da ist. Trotz oder gerade wegen Lockdown, Kontaktbeschränkungen und online-Handel ist es wichtiger denn je, diese Einkaufsmöglichkeiten zu haben und zu nutzen" erklärt Schmittkamp weiter. "Auch für Auswärtige lohnt es sich immer, nach Lennep zu kommen." (Dr. Gerhard Wollnitz)

Die Polizei Wuppertal stellt immer wieder Taschendiebstähle im Bergischen Städtedreieck fest. Die Täter sind überall da aktiv, wo viele Menschen zusammenkommen und Gedränge herrscht - beispielsweise in Bussen und an Bushaltestellen. Aber auch in Geschäften und Fußgängerzonen finden Taschendiebe ihre Opfer. In Remscheid schlugen Taschendiebe am Samstagnachmittag, 14.11., unter anderem in einem Geschäft an der Neuenkamper Straße zu. Eine 65-jährige Remscheiderin hatte ihr Portmonee im Hauptfach ihrer Handtasche deponiert. Als sie zahlen wollte, war der Reißverschluss der Tasche geöffnet und das Portmonee fehlte. Zeugen, Hinweise auf mögliche Verdächtige geben können, werden gebeten, sich unter 0202/284-0 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.
Grundsätzlich gilt: Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen Fremde auf der Straße oder in der Öffentlichkeit zu nahe kommen. Viele Taschendiebe sind professionelle Täter und gehen arbeitsteilig in Teams vor. Sie lenken die Opfer ab, rempeln die Geschädigten an, provozieren im Gedränge einen Stau. Häufig geben sie auch vor, nach der Uhrzeit oder dem Weg zu fragen. Ein Mittäter nimmt die Geldbörse oder das Handy aus den Taschen der Opfer und verschwindet unauffällig. Für die Opfer bedeutet ein Taschendiebstahl viel Aufwand und mitunter hohe Kosten für die Wiederbeschaffung der gestohlenen Dokumente. Mit erbeuteten EC- oder Kreditkarten verursachen die Täter zudem hohe Folgeschäden, wenn sie Geld vom Konto ihrer Opfer abheben. Im schlimmsten Fall werden gestohlene Ausweise sogar für Rechtsgeschäfte genutzt. Wird das Handy gestohlen, sind viele persönliche Daten wie Adressen, Telefonnummern oder auch abgespeicherte Bilder und Erinnerungen für immer verloren. Die gängigsten Maschen der Trickbetrüger sowie Tipps und Hinweise, wie Sie sich schützen können, finden Sie unter https://wuppertal.polizei.nrw/artikel/augen-auf-tasche-zu-so-schuetzen-sie-sich-vor-taschendieben. Melden Sie jeden Diebstahl oder verdächtige Beobachtungen sofort der Polizei! Haben Sie keine Hemmungen, in einer solchen Situation die 110 zu wählen.

Bergischer Verlag / Ab sofort im Buchhandel: „Die Henkerin von Köln - Flucht nach Limburg“ von Peter vom Falkenberg. Im zweiten Buch über die Henkerin von Köln  können die Leser/innen der Hauptfigur auf ihrer Flucht aus Köln nach Limburg folgen, wo der Bader Wilhelm aufgewachsen ist und ein Stück Land geerbt hat. Gisela und ihre jüngeren Geschwister vertrauen auf Wilhelm und wollen einen neuen Anfang in Limburg wagen. Aber auch hier gibt es Neider und Widersacher, gegen die man sich zur Wehr setzen muss. (Kartoniert, 288 Seiten, 16 Euro,  ISBN 978-3-945763-99-5).

„Kultur untereinander“ / Annette Konrad zu Gast bei Steph Hoffmann. Die divatöse Annette Konrad, auch bekannt als "Die blonde Carmen", Chansoneuse aus Wuppertal, war zu Gast bei Steph Hoffmann. Was die blonde Carmen mit Visagisten und Kleidern schon erlebt hat und wie sie vom Flippern zur Neuen Deutsche Welle kam, gehört zu den intimen Fragen des frechen Podcasts. Auch die Serie „Babylon Berlin“ ist ein wiederkehrendes Thema im Gespräch der beiden Damen, wenn sie auch zu manchem Musikstück konträre Standpunkte beziehen. Nicht aufgefallen ist Steph Hoffmann dort das ungarische Selbstmörderlied, über das Annette Konrad die Zuhörenden aufklärt. Kultur sei systemrelevant, sind sich die beiden sehr einig. Den Podcast gibt es über die üblichen Podcast-Portale und über die Webseite www.kultur-untereinander.de kostenlos zu hören.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen / F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen / Durchgehend geöffnet. „Unsere Kunden müssen nicht mehr auf die Uhr sehen, um den Weltladen geöffnet vorzufinden,“ sagt der Vorsitzende der Ökumenischen Initiative Lüttringhausen, Johannes Haun. Dank des großen Einsatzes der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen sei es möglich, den Weltladen mit Buchhandlung, der auch Fachgeschäft für Herrnhuter Sterne ist, durchgehend von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18 Uhr zu öffnen. Samstags ist weiterhin zwischen 10 und 13 Uhr geöffnet. Die neuen Öffnungszeiten gelten für November und Dezember 2020. Die Lüttringhauser Fair-Trader möchten dazu beitragen, in Corona-Zeiten gelassen und mit Abstand und Ruhe die vielen Angebote im Weltladen wahrzunehmen und auszusuchen. „Gerade für Kunden aus anderen Stadtteilen lohnt es sich noch mehr, in die zur Gertenbachstr. 17 zu kommen!“

TV Judoteam / Finalturnier im Internet. Das Finalturnier der 2. Judo-Bundesliga (Nordwest) am 12. Dezember in Remscheid wird LIVE bei Sportdeutschland.TV übertragen und anschließend als Aufzeichnung auf der Plattform des Deutschen Olympischen Sportbundes und der ProSiebenSat.1 Gruppe ausgestrahlt. Somit können auch alle Fans und Freunde, die nicht in Sporthalle Neuenkamp mit dabei sein können, die Begegnungen des Remscheider TV JUDOTEAM gegen den 1. JC Mönchengladbach, den JC Koriouchi Gelsenkirchen und den Braunschweiger JC live verfolgen. Die Links zur Übertragung: https://sportdeutschland.tv/judo/2-bundesliga-nordwest-finalturnier-matte-1 und https://sportdeutschland.tv/judo/2-bundesliga-nordwest-finalturnier-matte. (Cedric Pick)

Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Tag.
Die Leserinnen und Leser, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken.


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Wochenrückblick vom 16. bis 22. November 2020

 

Ein Schwerverletzter und eine Wohnung unter Wasser

Gestern war für die Feuerwehr Remscheid ein einsatzreicher Tag. Um 12:26 Uhr geriet dein Mitarbeiter einer Fabrik an der Borner Straße zwischen Walzen und wurde schwer verletzt. Bei Eintreffen der Rettungskräfte hatten andere Mitarbeiter ihren Kollegen bereits aus der Maschine befreien, so dass er sofort umfassend rettungsdienstlich versorgt und im Anschluss in eine Spezialklinik nach Bochum gebracht werden konnte.

Aus der Decke einer Obergeschosswohnung an der Lange Straße trat gestern Wasser aus, und die Bewohner hörten ein Rauschen in der Wohnung über sich. Da sich offensichtlich zu diesem Zeitpunkt niemand in der oberen Mietwohnung befand, hatten stellten sie im Keller den Wasserhaupthahn ab und  benachrichtigten den Mieter. Diesem bot sich bei seinem Eintreffen ein Bild der Verwüstung mit schadhaften Wasserarmaturen, aus denen immer noch Wasser lief. Die Feuerwehr stoppte den Wasserfluss stoppten und kontrollierte die darunter liegenden Wohnungen. Da nicht eindeutig sicher war, wieviel Wasser in die Zwischendecken gelangt war, und ob diese die Wasserlast tragen, wurde das Haus geräumt und die Bauaufsicht angefordert, die mit einem Statiker den Schaden in Augenschein nahm. Glücklicherweise konnten die Wohnungen alle wieder freigegeben werden.

Gegen 12:38 Uhr fuhr an der Kreuzung am Amtsgericht ein Pkw-Fahrer auf einen Lkw auf und verletzte sich leicht.. Die Aufräumarbeiten führten zu einem zeitweisen Rückstau des Verkehrs. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Oktober 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Im Bild von li. n. re. Rainer und Kathrin Gilberg, Wilfried Milz, Hannelore Dörschler, Eija Tirkkonen und Adolf Wischt. Foto: Lothar KaiserTrimm-Dich-Geräte für jedermann werden jetzt aufgestellt“, berichtete der Waterbölles am 1. Oktober 2010. Vorstands- und Stiftungsratsmitglieder der Bürgerstiftung hatten bei Nieselregen selbst Hand an die neuen Sportgeräte gelegt, die neben dem Sportbad am Stadtpark aufgestellt wurden. "Die Sportgeräte machen einen sehr stabilen Eindruck, vandalensicher und wetterfest“, lobte dabei Markus Dobke, stellvertretender Leiter des städtischen Sportamtes. Er war als Sportexperte an der Auswahl der Geräte beteiligt. Ein „Airwalker“ soll beispielsweise den Gleichgewichtssinn (älterer Mitbürger) anregen.

Im Oktober 2010 stellte die Stadtverwaltung erstmals nach drei Jahren wieder im "Geoportal"  aktuelle Luftbilder für das Stadtgebiet zur Verfügung. Aus 1610 Einzelaufnahmen, die in einer Flughöhe von rund 900 Metern aufgenommen wurden, war ein Gesamtbild der Stadt erzeugt worden. Durch die Möglichkeit, nicht nur auf die aktuellen, sondern auch auf ältere Aufnahmen zugreifen zu können, ist auch ein Blick auf die Entwicklung der Stadt möglich.

Foto: Lothar Kaiser Im Oktober 2010 wurde deutlich, wie künftig Fußgänger vom Bahnhof in die Innenstadt gelangen können. Damals war das erste stählerne Teil des neuen Nordstegs am Hauptbahnhof eingetroffen und von einem Spezialkran in seine endgültige Position gebracht worden. Es zeigte die Richtung zur Innenstadt an.

Unter dem Motto „klein, aber oho“ beteiligte sich der bergische Städtedreieck im Oktober 2010 an der Expo Real, der Internationalen Gewerbeimmobilienmesse in München. Es war das achte Mal. Allerdings hatte man den Stand deutlich verkleinert, statt über 120 Quadratmeter waren es lediglich 45. Reichte auch, gemessen an den alljährlich eher „bescheidenen“ Ergebnissen.Im Oktober 2010 stand ein Flachdach der Albert-Einstein-Schule in Flammen. Nachts gegen 2.36 Uhr und auf einer Fläche von etwa zehn mal zehn Metern. Dort entdeckten die Feuerwehrmänner Gasflaschen, an denen bereits die Flammen leckten. Die Flaschen wurden gekühlt und mit einer Wärmekamera kontrolliert. Sie explodierten nicht. Foto: Lothar Kaiser Schienenverkehr auf der Balkantrasse gab es vor zehn Jahren zwischen Bergisch Born und Lennep ein letztes Mal. Allerdings anders als früher: Bevor die Stadtwerke Remscheid auf dem Trassengelände mit der Verlegung einer neuen Stromleitung begann, veranstaltete „Lennep-Offensiv“ Fahrten mit einer Freiluft-Draisine, einem alten, rot gestrichener  VW-Kübelwagen der Bundeswehr. Für die rund 40 Minuten dauernde Fahrt erwartete der Verein von jedem Fahrgast eine

Das neue Ratsinformationssystem der Stadt ging vor zehn Jahren online. Es bietet seitdem auf der Startseite der Stadt Remscheid unter http://www.remscheid.de/Sessionnet/bi/infobi.php einen umfassenden Überblick über die Sitzungen des Rates, seine Ausschüsse und Beiräte sowie die Bezirksvertretungen. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner finden dort neben dem Terminkalender weitergehende Informationen zu den Sitzungen der einzelnen Gremien wie beispielsweise Tagesordnungen, öffentliche Beschluss- und Mitteilungsvorlagen der Verwaltung, Abstimmungsergebnisse oder Niederschriften. Verbesserungswürdig ist nach wie vor eine Recherchefunktion.

Foto: Lothar KaiserGesamtschule ist kein Allheilmittel für notwendige Integration“, titelte der Waterbölles am 6. Oktober 2010. Zu einer Diskussion über eine dritte Gesamtschule in Remscheid hatte damals der Türkische Elternverein Remscheid e.V. ins Haus des Türkischen Kultur- und Sportzentrums Remscheid e.V. an der Freiheitstraße eingeladen hatte. Da berichtete Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Interkulturelle Erziehung e.V. (IKE), über eine Migrantenquote von zehn Prozent bei den Neuaufnahmen in die Sophie-Scholl-Gesamtschule - trotz eines doppelt so großen Migrantenanteils in der Stadt. Da wunderte sich ein türkischer Vater über zwei Parallel-Klassen in der zweiten Gesamtschule Remscheids, der Albert-Einstein-Schule: In der einen Klasse sei der Migrantenanteil sehr hoch, in der anderen dagegen sehr niedrig. Durchmischung sieht anders aus! Welche pädagogischen Gründe es dafür gibt – Stichwort „integrativer Unterricht“ – konnte während der gestrigen Diskussion niemand beantworten, auch nicht die Politiker auf dem Podium. Und Pädagogen, die es hätten wissen müssen, fehlten in der Runde. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans Peter Meinecke, seit vielen Jahren Vorsitzender des städtischen Schulausschusses, beschrieb die Aufgabenverteilung zwischen Politik und Schule so: „Der Schulträger stellt die Räume zur Verfügung. Die Auswahl der angemeldeten Schüler/innen und die Zusammenstellung der Klassen ist Sache der Schulleiter und des Lehrerkollegiums!“

Einen optischen Vorgeschmack auf die 39 Weihnachtssterne aus Sachsen, die so genannten Herrnhuter Sterne, die im November 2010 erstmals über der Gertenbachstraße in Lüttringhausen aufgehängt wurden, gab es einen Monat zuvor bei einem Pressetermin. Präsentiert wurde dabei ein Exemplar von Peter Maar, dem damaligen Vorsitzenden des Lüttringhauser Heimatbundes. „Ruhe und Eleganz strahlen die Sterne aus“, befand Marlies Schwarz, Beiratsmitglied des Heimatbundes Lüttringhausen, die für die neuen Sterne ebenfalls gespendet hatte. Bei einem Besuch in Ostdeutschland in der Adventszeit waren sie ihr aufgefallen.

Als energetische Maßnahme bekam das Remscheider Rathaus ab Oktober 2010  neue Fenster. Und obendrein noch eine neue Heizung. Dass die alten Fenster undicht waren und in der kalten Jahreszeit viel warme Luft nach draußen entwich, war in jeder Ratssitzung bemerkbar: In der Nähe der Fenster zog es „wie Hechtsuppe“. Die Kosten für den Bauabschnitt I (Fassadenseiten Hochstraße, Fastenrathstraße, Theodor-Heuss-Platz bis Haupteingang Rathaus) waren mit 676.000 Euro veranschlagt – 231.000 Euro aus der Rückstellung und 445.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II, das der Bund 2009 zur Ankurbelung der Wirtschaft und Unterstützung der Kommunen aufgelegt hatte.

Belastet ein fragwürdiges Verständnis von Ehre das Zusammenleben von Deutschen und Türken – von Deutschen und Migranten? –  „Man muss darüber reden“, meinte vor zehn Jahren die städtische Gleichstellungsbeauftragte Christel Steylaers und lud b im Namen des Remscheider „Tisches gegen häusliche Gewalt“ vier türkische und deutsche Schauspieler/innen des „Freien Werkstatt Theaters Köln“ mit ihrem Theaterstück „Wegen der Ehre“ / „Namus için“ ins Forum Hackenberg ein. Dass es seit seiner Premiere im Dezember 2005 nichts von seiner Aktualität und Brisanz verloren hatte, zeigte sich gestern in der anschließenden Diskussion zwischen den Schauspielern und dem Publikum, zu dem auch zahlreiche Jugendliche mit Migrationshintergrund gehörten.

Die erste Einbürgerungsfeier der Stadt Remscheid fand am 30. Oktober 2010 statt.  Dazu hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding zwölf neue deutsche Staatsbürger/innen und deren Angehörige in den Großen Sitzungssaal des Rathauses eingeladen. Die meisten stammten aus Süd- oder Osteuropa. Feierlich erklärten sie, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten und alles zu unterlassen, was ihr schaden könnte.

Anwohner eines Hauses an der Stauffenbergstraße informierten am Abend des 30. Oktober 2010 die Polizei, weil sie in ihrem Keller eine seltsame schwarzgelb gemusterte "Echse" entdeckt hatten. Im Biologieunterricht nicht aufgepasst? Die Beamten identifizierten das Tier als Feuersalamander und setzten es einem Bach aus. Die Polizei, Dein Freund und Helfer!

Die Schmiede und Schleifer waren äußerst begehrt

Der letzte Kotten in der Beckerau, der Biedebachskotten, wurde 1657 von Drieß Pickart als Schleifkotten gebaut. Sein Sohn Johannes setzte einen Kotten daneben, und ein Breithammer des Caspar Honsberg zu Cronenberg gesellte sich hinzu. Möglicherweise setzte im Laufe des 17. Jahrhunderts Johannes Pickart noch einen Schleifkotten hinzu, denn es wird von vier Kotten in historischer Zeit gesprochen. Jeder Kotten hatte ein unterschlächtiges Wasserrad, der Breithammer jedoch wurde durch drei Wasserräder bedient, wobei ein Kraftrad zum Antrieb der Hammerwelle und zwei Räder für die Blasebälge fungierten. 1901 erscheint Wiegand Biedebach als neuer Besitzer in der Steuerliste. Mündlich ist überliefert, dass der vorige Besitzer den Kotten buchstäblich "versoffen" hatte, was in damaligen Zeiten nicht außergewöhnlich war. Hierzu das alte Sprichwort der damaligen Arbeiter: „Schrecklich ist´s, den Leu´ zu wecken, schrecklich schlechte Leberwurst, doch der schrecklichste der Schrecken, ist der Hammerschmiede Durst...“

Der Enkel von Wiegand Biedebach betrieb 1998 in Cronenberg noch ein Schreibwarengeschäft; er erklärte folgendes: Sein Opa lebte von 1860 bis 1929 und war mit ca. 20 Jahren aus dem Hessischen gekommen. Dort hatte dem Bauernsohn ein Handelsvertreter aus Sudberg die Schleiferei und die guten Verdienstmöglichkeiten schmackhaft gemacht. Wiegand Biedebach riskierte den Wechsel und wurde weiterhin durch diesen Handelsvertreter betreut. Er wurde im Kirschbaumskotten nahe Müngsten ausgebildet und fand sich schnell in dem Schleifermetier zurecht. Sein Pferd stellte er in Sudberg unter und lernte in den Jahren bei Kohlfurth seine spätere Frau kennen. Mit 24 Jahren heiratete er und kaufte in Hintersudberg ein Haus mit Stallungen und landwirtschaftlichen Grundstücken.

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Die Gebehochzeit kam vor der "Hieling" und brachte Geld

Bis etwa 1780 nahm der Arbeiter in Remscheid statt des Kaffees morgens einen Brei aus Hafermehl und aß Kuchen von demselben (...ist der berg. Schmierbrei nicht ähnlich?). Brot wurde halb aus Roggen und halb aus Hafer gebacken, da 1750 nur wenig Korn oder gar keins im bergischen Land angebaut wurde. Auf frohen Festen ging es dann hoch her: Bei Hochzeiten wurden "Bohnen mit Schinken und Riesbräi met Prumen" gereicht und der Hochzeiter (Hielingsbitter) amtierte als Küchenmeister auf dem großen Holzfeuer im Freien mit kupfernen Kesseln. In älteren Zeiten wurden Messer und Gabel mitgebracht. In der Einladungsformel heißt es weiter neben der Aufzählung des Gerichtes: "Dann en kaulen Dronk on en löstgen Spronk (Tanz). Früö kuomen on lang dobliewen! Et Metzken on et Gäffelken nit vergeten, et Büelschen met dem Geil gar nit!"

Die "Hieling" wurde nach der kirchlichen Verkündigung des Brautpaares gefeiert; die Gebehochzeit war ein willkürlich angesetzter Termin, an dem sich die jungen Leute oftmals noch nicht über einen Hochzeitstag einig waren. Zudem war die Gebehochzeit zweckgebunden. Einladungen erfolgten ausschließlich der Geschenke - und zwar bloßer Geldbeträge wegen. Deshalb wurden Listen erstellt, die einzusehen waren.

Es gibt eine interessante Begebenheit zur Hochzeit des Peter Hütz mit Maria Cornelia Engels zu Morsbach am 18.1.1820: (…) Der kirchliche Trautag und der Tauftag des Sohnes Nathanael sind identisch, was aus den Kirchenbüchern der alten ev. Gemeinde Remscheid hervorgeht. Bereits am 28.August 1819 hatte das Paar im Brautstande die "Gebehochzeit" veranstaltete. (…) Diese gab es zwar schon seit vielen Generationen (schon im 16. und 17. Jhdt. wandte sich die herzoglich bergische Regierung gegen solche Erscheinungen), doch nahmen solche Gepflogenheiten in jener Zeit zu, als altes Brauchtum durch Bevölkerungszuwanderung, sowie säkulare Tendenzen (nach 1770 bzw. nach der Französischen Revolution) verändert, gar aufgehoben wurde. (…)

Die Remscheider … hatten vor etwa 200 Jahren eine besondere Tracht. Man trug lange Röcke, Kniehosen, Wadenstrümpfe und Schnallenschuhe. Die besser gestellte Gesellschaft trug ein "Schleppenkamisol" mit blanken kupfernen Knöpfen. Ein schwerer Spazierstock aus braun poliertem spanischen Rohr mit Silberbeschlag, Elfenbein oder Silberknopf und eine wohlgepflegte Tabakspfeife mit einem silberbeschlagenen Ölkopf und silbernen Ketten und Ringen am Rohr … vervollständigte das Bild des in guten Verhältnissen lebenden Meisters oder Handelsherrn. (Aus „Die Morsbach, Hämmer- und Kottenforschung in Remscheid“ von Günther Schmidt, einem 1999 erschienenen Bildband zum 630-jährigen Bestehen einer der ältesten Remscheider Hofschaften.)