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Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Caritasverband Remscheid / „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“. Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2021 möchten wir im Sinne gesellschaftlicher Partizipation auch einen Blick auf unterschiedliche Ressourcenausstattungen und die damit einhergehenden unterschiedlichen Lebensbedingungen von bestimmten Gruppen werfen. Die Pandemie hat die Auswirkungen der sozialen Schieflage insbesondere bei  Kindern und Jugendlichen nochmal immens verstärkt, aber zugleich auch verdeutlicht. Aus diesem Grund hat die Integrationsagentur des Caritasverband Remscheid e.V. den Kölner Ungleichheitsforscher Christoph Butterwegge zusammen mit seiner Frau Carolin eingeladen. Die beiden werden die Kerninhalte aus ihrem aktuellen gemeinsamen Buch „Kinder der Ungleichheit. Wie sich die Gesellschaft ihrer Zukunft beraubt“ vorstellen. Dargestellt werden das Ausmaß der Kinderungleichheit, die Ursachen und mögliche Gegenmaßnahmen. Die Online Lesung findet am 28. September von 18 bis ca. 20 Uhr via Zoomstatt und ist kostenfrei. Anmeldung per E-Mail an k.becklas@caritasverbandremscheid.de">k.becklas@caritasverbandremscheid.de.

Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V. / Bingo auf dem Hohenhagen. Am Mittwoch, 29. September von 15 bis 17 Uhr bietet der Förderverein WohnQuartier Hohenhagen in Kooperation mit der evangelischen Auferstehungs-Kirchengemeinde im Gemeinde- und Stadtteilzentrum Esche in der Eschenstraße einen Bingo-Nachmittag an. Für einen Unkostenbeitrag von drei € werden drei Gewinnrunden ausgespielt , wobei jeweils der erste, zweite und dritte Gewinner mit einem Geschenk belohnt wird. Es werden außerdem Getränke zu moderaten Preisen angeboten. Die Veranstaltung findet gemäß der 3G-Regel (geimpft , genesen oder getestet) statt. Entsprechende Nachweise sind bitte vorzulegen. Außerhalb des Veranstaltungsraumes besteht Maskenpflicht. Die Abstandsregel wird durch die vorhandene Bestuhlung garantiert. (Eberhard Schulze)

SPD Remscheid / „Zeitspuren“, oder: Die bunte Welt auf der Leinwand. Am Samstag, 2. Oktober, 19 Uhr, eröffnet die SPD in ihrer Geschäftsstelle an der Elberfelder Straße eine Ausstellung mit Werken des Remscheider Künstlers José-Luis Ortega. Seit seiner Kindheit ist der gebürtige Spanier von der Malerei fasziniert. Nach dem Erlernen eines „ordentlichen Berufs“ und dank seines Mentors, des bekannten spanischen Maler und Bildhauers Professor Nicolás Prados, entstand das Fundament für seine künstlerische Arbeit. Abstrakter Expressionismus im Wechsel zu gegenständlicher Malerei sind heute sei Markenzeichen.  Seit mehr als 20 Jahren ist Ortega Dozent an der VHS Remscheid für Aquarell- und Acrylmalerei. Sehr erfolgreich sind seine Malkurse für Kinder an den Remscheider Grundschulen. Die Ausstellung läuft bis 31. März 2022 und kann künftig regelmäßig mittwochs von 10 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung besucht werden. Der Eintritt ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung unter Tel. RS 4600622 oder E-Mail UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de.

„Die Schlawiner“ gGmbH / Wieder Rechtsberatung. „Die Schlawiner“ gGmbH bieten am Mittwoch, 6. Oktober, von 17 bis 19 Uhr eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Eine Rechtsanwältin berät in allen juristischen Fragen. Bitte beachten: Die Rechtsberatung findet im neuen Quartierstreff Klausen, Karl-Arnold-Str. 4a, statt. Telefonische Anmeldung bei Anja Westfal unter 6913878 (Handy: 0172 90 71 545) oder E-Mail anja.westfal@dieschlawiner.de.

Ambulantes Hospiz Verein Remscheid / Vortrag zur Patientenverfügung und Vorsorge am "Tag der seelischen Gesundheit“. Im Rahmen unserer Beteiligung am "Tag der seelischen Gesundheit" bieten wir in unseren Räumen Elberfelder Str. 41 am Samstag, 9. Oktober, um 12 Uhr einen Vortrag zu Patientenverfügung und Vorsorge an. Besucher haben von 11 bis 14 Uhr auch die Möglichkeit, die Ambulante Hospizarbeit kennenzulernen. Ehrenamtliche Mitarbeiter informieren darüber, und ein Hospiz-Film gibt Einblicke in die ambulante, hospizliche Begleitung. Eine Anmeldung  unter Tel. RS 464705 bzw. E-Mail info@hospiz-remscheid.de">info@hospiz-remscheid.de  ist erforderlich. Es gilt die 3G-Regel.

Sportbund Remscheid / Lehrgang Sporthilfe. Für den Lehrgang „Sporthelfer 1“ in den Herbstferien gibt es noch freie Plätze! Der Lehrgang findet als Blockveranstaltung in der ersten Woche der Herbstferien statt (Sporthelfer/in, 14. – 17. Oktober. Die Anmeldung erfolgt online auf folgender Seite: Sporthelfer 1.

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Rote Ameise hat sich in Dörpholz wieder bekrabbelt

Als eine Folge der drei vergangenen extrem heißen und trockenen Sommer (Klimawandel) sind (auch) am Dörpholz die Fichtenbestände abgestorben. Dort hat die geschützte Rote Waldameise ihren Lebensraum. Im Vorfeld der notwendigen Baumfällungen wurden die Ameisennester zum Schutz markiert. Trotzdem wurden einige der Nester bei den Forstarbeiten zerstört. Das war ein Thema in der Juni-Sitzung des Naturschutzbeirats. Denn die Rote Waldameise ist gemäß Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt (§ 44 Abs. 1).  Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG, Zugriffsverbote). Darauf hatten bei Ortsterminen Mitarbeiter des Forstamtes, der Biologischen Station und der Naturschutzbehörde den Waldbesitzer und den Forstunternehmer aufmerksam gemacht. Den Verstoß gegen die Bundesartenschutzverordnung jetzt noch zu ahnden, ist allerdings nicht vorgesehen. In einer Vorlage zur Sitzung des Naturschutzbeirats  am 28. Juni heißt es lediglich, eine aktuelle Nachkontrolle der Biologischen Station habe ergeben, „dass sich Nester der Rote Waldameise dank des günstigen Wetters sowohl in den verbliebenen Dürrständern als auch in den Einschlagflächen gehalten haben. Einzelne Nester sind zerstört, andere vermutlich umgezogen, und es sind auch neue Nester entstanden. Die verbliebenen Buchen und Eichen werden massiv belaufen, vor allem der Eichenwald nördlich des Ochsensiepens. Dort ist inzwischen mindestens ein Nest mitten im Laubwald entstanden. Die Biostation erwartet, dass weitere Nester folgen“. Die Botschaft: Alle noch mal gutgegangen.

14. Juli zeigte: Menschen halten in der Not zusammen

Die Spenden an die „Fluthilfe Remscheid“ (IBAN: DE12 3405 0000 0012 1212 16) reißen nicht ab:  Über 7.210 Euro von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“), die er wenige Stunden zuvor erhalten hatte, berichtete Horst Kläuser gestern im Garten der Gaststätte Wildschütz Aue. Dorthin („auf Wuppertaler Stadtgebiet…“) hatte er spontan und kurzfristig die vom Hochwasser am 14. Juli Betroffenen aus dem Morsbachtal und den umliegenden Tälern einladen, damit sie sich kennenlernen konnten (falls sie das nicht schon taten), vor allem aber, um ihnen Gelegenheit zu geben, Erfahrungen (etwa mit Versicherungen), Ideen und Tipps auszutauschen. An dem „freundlichen Get-Together ohne großes Programm“ (Kläuser) nahmen auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Feuerwehrchef Guido Eul-Jordan, Pfarrer Siegfried Landau, Mitglieder des für die Fluthilfe-Spenden eingerichteten „Verteilerkreises“ sowie einige "Bekieker" teil, die die Hochwasserschäden im Tal in Augenschein genommen  hatten. Den Namen in Remscheider Platt hatte Stephanie Hoffmann („Steph“) beigesteuert. Sie gehört ebenso zum Initiativkreis um Kläuser wie Thomas E. Wunsch und Maximilian Süss. Und die „Bekieker“ seien alles gute Freunde von ihm, verriet der pensionierte WDR-Reporter gestern: „Auch einstige Klassenkameraden sind dabei!“

Bewirtet wurden die Betroffenen mit Würstchen, belegten Brötchen, Kuchen, Bier und Softdrinks. Um das zu organisieren, hatte es nur einiger weniger Telefonanrufe bei einer Metzgerei, einer Bäckerei etc. bedurft. Horst Kläuser ist in Remscheid gut vernetzt. Die Aussage „Alles, was angeboten wird, ist extra gespendet, es fließt kein Spendengeld der Fluthilfe Remscheid“ war ihm wichtig. „Es ist kein Abschiedsbier, das Sie heute trinken“, sagte er in die Runde. Vor den vom Hochwasser Betroffenen liege noch eine schwierige Zeit. „Aber Sie bleiben auch künftig nicht allein. Die Erfahrung nach dem 14. Juli hat gezeigt, dass die Menschen zusammenhalten!“

Und das sogar über die Grenzen Remscheids hinaus. Davon wurde Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überrascht, wie er berichtete. Ralf Scheler, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Eilenburg in Nordsachsen, hatte ihm schon Ende Juli eine Unterstützung der Remscheider Flutopfer angekündigt und in einem ersten Schritt 21.000 Euro überwiesen. Daraus seien inzwischen 30.000 Euro geworden, so Mast-Weisz bei dem gestrigen Treffen. Dazu hatte der OB Kopien von Antragsformularen und Erläuterungen mitgebracht. Die wurden an die Betroffenen verteilt, um ihnen eventuelle weitere Anträge auf Fördermittel an das Land zu erleichtern. „Wenn Sie sonst noch Sorgen haben, einfach anrufen. Wir kümmern uns dann!“ Horst und Elke Kläuser sowie ihren Unterstützern in der Fluthilfe Remscheid“ dankte Mast-Weisz herzlich für ihr Engagement.

Übrigens, zu den Flutopfern gehört auch der Wirt der Gaststätte Wildschütz Aue, wie Kläuser berichtete: „Der Keller war überflutet. Der Bierkühlschrank dort sah aus wie ein Schlammlager!“

500.000 Euro für Sportgeräte im Stadtgebiet

54 Kreis- und Stadtsportbünde erhalten vom Land NRW aus dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ 300 Millionen Euro für Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen in vereinseigener Trägerschaft. Über 500.000 Euro kann sich der Sportbund Remscheid freuen, wie in der vergangenen Woche im Sportausschuss Sportdezernent Thomas Neuhaus bestätigte. Was der Sportbund damit im kommenden Jahr machen will, skizzierte in der Sitzung Vorstandsmitglied Joachim Hartenstein:

  • Überdachte Spielfläche am Neuenkamp
  • Spielplatz in Lüttringhausen (Absprache mit dem CVJM)
  • Ertüchtigung der Bachtalrunde in Lennep
  • Erweiterung des Parcours an der "Deutschen Eiche"
  • Altersgerechte Geräte am Spielplatz in Ehringhausen
  • Sportboxen für den Stadtpark und in Lennep
  • Parcourgeräte für die Werkzeugtrasse Hasten - Bahnhof

Bis zum Jahresende erwartet der Sportbund von seinen Mitgliedsvereinen weitere Vorschläge für neue Sport- und Freizeitgeräte in der Öffentlichkeit. Sollte dabei an städtischen Grund und Boden gedacht sein, müsse mit der Stadt über die Kosten für Pflege und Unterhalt gesprochen werden, so Thomas Neuhaus. Die Verwaltung stehe darüber bereits mit dem Sportbund in Kontakt.

Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, besuchte am Donnerstag stellvertretend einen Sportverein  in Düsseldorf, der bereits seine Fördermaßnahme abgeschlossen hat: „Unser gesamtes Leben ist von Gemeinschaft und sozialem Miteinander geprägt. Das Förderprogramm ‚Moderne Sportstätte 2022‘ schafft die Möglichkeit, die im Sport vereinten Gemeinschaften langfristig zu unterstützen.“

Von der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Remscheid kommt der Vorschlag, in Remscheid Sportboxen aufzustellen nach dem Beispiel von Bonn, Mannheim, Marburg und Münster. Mittels einer speziellen App können aus diesen Boxen an öffentlichen Plätzen Sport- und Fitnessgeräte wie Hanteln, Matten, Terrabänder, Yogamatten oder Faszien-Rollen ausgeliehen werden. Auch Desinfektionsmittel und Tücher zum Reinigen der Geräte befänden sich in den Sportboxen, so die CDU. Sollte es einen Corona-Fall geben, so ermögliche die App die Nachverfolgung. In Münster sei die Sportbox ein voller Erfolg. Die Kosten einer solchen Box k liegen bei 17.500 Euro.

Rock, Pop, Reggae, Soul, R&B , Rap…

Multikulturelles Zusammenleben im Blick“, überschrieb der Waterbölles am Dienstag die Pressemitteilung, in der der AGOT e.V. für Samstagabend das 6. „RS UNITED FESTIVAL“ ankündigte, diesmal aus Corona-Gründen im Garten der Gelben Villa an der Eberhardstraße. Einlass war um 18 Uhr, und da standen auch schon die ersten Besucher:innen am Eingang, um sich in die Teilnehmerliste einzutragen und die 3G-Regeln zu bestätigen. Drei Bands bestritten das musikalische Live-Programm: Die Nachwuchsband THE CUBE eröffnet das Festival unter rotem Scheinwerferlicht (Foto), gefolgt von der Gruppe LIONESS und dem Künstlerkollektiv NDRA. Sie hatten vielerlei im Repertoire: Rock, Pop, Reggae, Soul, R&B , Rap…  da war für jeden etwas dabei. Insgesamt zählte der Veranstalter an diesem Abend rund 180 Gäste, da wäre also noch etwas Platz gewesen für weitere – und auch von der Ordnungsbehörde erlaubt. Aber vielleicht hatte an diesem Abend die Kirmes auf dem Schützenplatz größere Anziehungskraft…

Wochenrückblick vom 13. bis 19. September 2021

Hochwasser-Schadensmeldung über 8.315.500 Euro

Auf insgesamt 8.315.500 Euro beläuft sich die vorläufige Schadensmeldung der Stadt Remscheid an das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung mit den im Juli in Remscheid entstandenen Hochwasserschäden. Die Schadensmeldung wurde am 4. August 2021 dem Ministerium übermittelt und basiert auf folgender vorläufigen Kostenschätzung:

  • Denkmäler 1.034.000 Euro
  • Entsorgungseinrichtungen 112.000 Euro
  • Gewässer 4.157.500 Euro
  • Städt. Straßen, Wege, Plätze und Brücken 2.069.000 Euro
  • ÖPNV, SPNV, Verkehrseinrichtungen 3.000 Euro
  • Grünflächen 100.000 Euro
  • Sportstätten und -bäder 60.000 Euro
  • Forstwirtschaft 79.500 Euro,
  • sonstige öffentliche Einrichtungen, 70.000 Euro,
  • Beseitigung von Treibgut, Erdmassen etc. 130.500 Euro

Wie Stadtkämmerer Sven Wiertz am Donnerstag in der Ratssitzung mitteilte, befinden sich die beschädigten Denkmäler in den Ortsteilen Clemenshammer, Gerstau und Hammertal. Darunter sind 36 Bodendenkmäler, die Überreste von Kotten und Hammerwerken. Zum ebenfalls in Mitleidenschaft gezogenen Freibad Eschbachtal sagte Wiertz, für den Fall, dass dessen grundlegende Sanierung erst im Herbst 2022 beginnen könne, werde es im Frühjahr auf jeden Fall geöffnet werden.

Die Sanierung des Freibads sollte nicht ohne Einbeziehung wertvoller Ideen aus der Bürgerschaft erfolgen, meinte die CDU-Fraktion und stellte einen entsprechenden Antrag auf „Nutzerbeteiligung“. Einstimmig angenommen wurde vom Rat der Stadt gestern aber nur Punkt 2 des Antrags: „Die Verwaltung wird beauftragt, mittels der neuen Stabsstelle Fördermanagement entsprechende Förderprogramme zur Finanzierung der Maßnahmen zu eruieren und entsprechende Anträge zu stellen.“ Zuvor hatte Sportdezernent Thomas Neuhaus klar gemacht, dass im Rahmen der Sanierungsmaßnahme drei (!) Bürgerforen vorgesehen seien.

Freiflächenverbrauch aus reiner Phantasielosigkeit?

Zu Beginn der Ratssitzung am Donnerstag äußerte sich in der „Einwohnerfragestunde“ Stephan Jasper, früheres Ratsmitglied der Grünen, kritisch zum Freiflächenverbrauch in Remscheid:

Anders als der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen bin ich der Meinung, dass das schockierende Regenereignis Mitte Juli sehr wohl ein Anlass ist, Grundzüge der bisherigen Politik zu überdenken.

Wie wir bitter erfahren mussten, trägt auch die Versiegelung des Erd­bodens erheblich dazu bei, kleinere Fließgewässer in tosende Fluten zu verwandeln, wenn riesige Regenmassen auf die Täler niederprasseln. Die Entfesselung der Freiflächenüberbauung von jeglichem Hektar-Limit begünstigt offenbar die Entfesselung von Naturgewalten, und zwar so, dass die Grenzen des technischen Hochwasserschutzes aufscheinen. Die Besinnung auf die Tugend der Genügsamkeit scheint unumgänglich. Als Betätigungsfeld par excellence bietet sich die Flächennutzungsplanung an, ein Prozess, den der Gesetzgeber in die Hände der Kommunen gelegt hat.

Doch leider ist davon in Remscheid noch so gut wie nichts zu spüren, wie beispielsweise der "Blick nach Bergisch Born zeigt. Ganz in der Nähe dreier Bachquellen müssten freie Felder und ein Eichenwäldchen verschwinden, damit im Gleisdreieck Gewerbehallen entstehen können. ..Bebauungen verursachen neue Abflussverhältnisse" - ob Dachbegrünung und Rasengittersteine als wasserwirtschaftliche Kompensation ausreichen, darf bezweifelt werden. Nebenbei bemerkt sind bisher Gründächer nicht als Nistplätze der Feldlerche bekannt geworden und Rasengittersteine nicht als Retter der Nahrung spendenden Ackerkrume in Erscheinung getreten.

Vor diesem Hintergrund, sehr geehrter Herr Mast-Weisz, würde ich gerne von Ihnen erfahren: Was halten Sie von dem Vorschlag, sich mutig von der Verplanung weitläufiger Freiflächen für Bauzwecke zu verabschieden und statt­dessen unter dem Motto „Begrenzung fördert Kreativität" eine Ideen­börse einzurichten, wo auszuloten wäre, wie sich ein signifikantes Ab­bremsen der andauernden, einfallslosen und gefährlichen Offenlandversiegelung vereinbaren lässt mit dem wirtschaftlichen Gedeihen der Stadt. Könnte sich nicht ein „Gewerbearchitekturgipfel“ als brauchbarer Impuls erweisen, um endlich den Aufbruch in eine Ära einzuleiten, in der hochproblematische Eingriffe in den Naturhaushalt zwecks Sicherung des Kommunalhaushaltes der Vergangenheit angehören?

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz antwortete darauf in der Ratssitzung:

„Mir ist es sehr bewusst, dass es eines Spagats bedarf, die Themen 'Flächenentwicklung für Gewerbe und Wohnen' und 'Anpassung an den Klimawandel' unter einen Hut zu bringen. Um genau diesen Spagat zu bewältigen wird derzeit an der Nachhaltigkeitsstrategie für den Konzern Stadt Remscheid gearbeitet. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll im Dezember 2021 in die politische Beratung eingebracht werden. Ich stehe voller Überzeugung hinter dem Ratsbeschluss vom 26.09.2019, der im Zusammenhang mit der Diskussion um den Klimanotstand und der Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie gefasst wurde: 'Die Belange des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung sind bei allen Entscheidungen der Stadt zu untersuchen, darzustellen und abzuwägen. Dabei erhalten die Belange von Klimaschutz und Klimafolgenanpassung die gleiche Gewichtung wie die Belange des Haushalts.'

Ich bekenne mich klar zur Nachhaltigkeitsstrategie und deren Umsetzung, muss dabei aber verdeutlichen, dass weitere Flächen für Gewerbe und Wohnen benötigt werden. Die heimische Wirtschaft sowie ansiedlungsinteressierte Unternehmen suchen in Remscheid händeringend nach verfügbaren und geeigneten Gewerbeflächen. Ein Teil der v. a. endogenen Nachfragen können, oft unter intensiver Mitarbeit der Stadtverwaltung, in verfügbaren gewerblichen Bestandsimmobilien untergebracht werden. Diese Möglichkeiten sind jedoch begrenzt und erfordern von den Unternehmen teils erhebliche Zugeständnisse und Flexibilität was die Umsetzung von Expansions- und Verlagerungsnotwendigkeiten angeht. Einige Unternehmen kehren dem Standort Remscheid aber auch den Rücken, weil es an einem geeigneten Gewerbeflächenangebot fehlt.

Die Standortverlagerungen der Fa. Dönges nach Wermelskirchen sowie der Messerfabrik Neuenkamp nach Hückeswagen sind Ihnen allen mahnende Beispiele. Beiden Unternehmen konnten am Standort Remscheid keine den Standortanforderungen entsprechende Flächenangebote unterbreitet werden. Möglichen Unternehmensabwanderungen können wir von Seiten der Stadtverwaltung nicht tatenlos gegenüberstehen, bei allen Aktivitäten des Brachflächenrecyclings sowie der Nachnutzung gewerblicher Bestandsimmobilien. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass wir unter Beachtung aller Rahmenbedingungen auf die maßvolle Ausweisung und Entwicklung neuer Gewerbeflächen nicht verzichten können, wenn wir dem Wirtschaftsstandort Remscheid und somit auch der Stadtgesellschaft eine Perspektive bieten wollen.

Ähnlich verhält es sich bei der Ausweisung und Entwicklung neuer Wohnbauflächen, auch hier müssen wir Bürgerinnen und Bürgern, welche sich in Remscheid niederlassen oder ihren Wohnstandort verändern wollen, eine Perspektive bieten. Die demographische Bevölkerungsentwicklung tendiert zu einer Überalterung der Gesellschaft, das Nachrücken junger Familien mit Kindern ist essentiell für die Stadtgesellschaft und den Fortbestand öffentlicher Infrastrukturen. Dieser jungen Bevölkerungsgruppe müssen attraktive Wohnangebote gemacht werden. Auch bei Wohnbauflächen funktioniert bei passenden Angeboten das Recycling, siehe die Nachnutzung des ehemaligen Krankenhausareals in Lennep oder die künftige Besiedlung des ehemaligen Schulstandortes Am Schützenplatz in Lüttringhausen. Bei allen Aktivitäten des 'Nachnutzens' und 'Verdichtens' in bereits urbanen Strukturen können wir aber auch bei Wohnbauflächen perspektivisch nicht auf die Entwicklung neuer, attraktiver Bauareale verzichten.

Der wahrnehmbare Klimawandel und zuletzt das Starkregenereignis Mitte Juli zeigen uns, dass wir ökologische Notwendigkeiten und Ausgleiche bei Flächenentwicklungen noch intensiver und kreativer mitdenken müssen als das bislang schon der Fall ist. Bei der Inanspruchnahme von nicht-versiegelten Flächen sind in den notwendigen Planverfahren ökologische Ausgleichsmaßnahmen zu erbringen, dies ist gelebte Praxis, die sukzessive auf die aktuellen Gegebenheiten angepasst und weiterentwickelt werden muss. Bei den Diskussionen zur Nachhaltigkeitsstrategie ist klargeworden, dass zukünftig über die üblichen Ausgleichsmaßnahmen hinausgehende Maßnahmen erforderlich sind, um dem Klimawandel zu begegnen. Ich war an diesen Gesprächen beteiligt. Deshalb sage ich klar, dass im Falle einer Realisierung der geplanten Gewerbe- und Wohnbaugebiete alles unternommen wird, um der Anpassung an den Klimawandel gerecht zu werden – auch über die bisher üblichen Anforderungen hinaus.

Seien Sie sich sicher, dass wir von Seiten der Stadtverwaltung keine kurzsichtige Flächenentwicklung mit der 'Brechstange' betreiben. Die ggf. entstehenden Folgeschäden würden unsere Stadt teuer zu stehen kommen. Die sich derzeit in der Erarbeitung befindliche Nachhaltigkeitsstrategie für die Stadt Remscheid greift viele Aspekte Ihrer Einwohnerfrage und der von mir geschilderten Rahmenbedingungen auf. Wir können es uns bei aller Notwendigkeit für die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnbauflächen nicht leisten, die Herstellung eines angemessenen ökologischen Ausgleiches dabei aus den Augen zu verlieren.

Begräbniswälder Ehringhausen und Kleebach

Die Technischen Betriebe beabsichtigen, zwei weitere Begräbniswälder anzulegen, da der bisherige Standort „Im Kempkenholz“ demnächst nur noch für Zweitbelegungen an vorhandenen Bestattungsbäumen zur Verfügung stehen wird. Bei den zwei neuen Standorten, die voraussichtlich von einer eigenen Gesellschaft bewirtschaftet werden, handelt es sich um Waldbesitz beiderseits der Burger Straße, wobei anfänglich ausschließlich der Teil nördlich der Burger Straße zwischen den Häusern 262 und 276 in Anspruch genommen werden soll. Darauf bezieht sich der aktuelle Antrag der Verwaltung an den Naturschutzbeirat auf Befreiung gem. § 67 Landesnaturschutzgesetz. Die Gesamtfläche beträgt ca. 75.000 Quadratmeter brutto zuzüglich 10.000 bis 14.000 Quadratmeter Potenzialflächen.

Der zweite Begräbniswald („Kleebach“) soll in einem Waldgebiet zwischen Hackenberg und Vorsperre der Wuppertalsperre auf einer Fläche von 210.000 Quadratmetern brutto angelegt werden. „An beiden Standorten wurde kürzlich die Beprobung der Böden vorgenommen", teilt die TBR mit. Sie seien für die Bestattung von Totenaschen grundsätzlich geeignet. Für beide Standorte wird insgesamt mit rund 130 Bestattungsbäumen bei rund 220 Bestattungen pro Jahr gerechnet. Der Gesamtcharakter der Waldstücke werde sich dadurch nicht verändern. Auch in diesen Begräbniswäldern werden Grabkennzeichnungen und -ausschmückungen unzulässig sein. Mit Asphalt befestigte Wege sind nicht vorgesehen, wohl aber je Standort zumindest ein Unterstand geplant in Eingangsnähe. Die Entscheidung über die Einrichtung mobiler WC stehe noch aus, so die TBR.

Künftig „Werkzeug- und Röntgenstadt Remscheid“

Zur heutigen Ratssitzung liegt der Vorschlag der Verwaltung vor, von Paragraf 13 der Gemeindeordnung Gebrauch zu machen und – vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, – für die Stadt Remscheid die Bezeichnung „Werkzeug- und Röntgenstadt Remscheid“ zu beschließen. Hierfür ist eine Mehrheit von mindestens drei Viertel der Mitglieder des Rates erforderlich. Dem Rat gehören 58 Ratsmitglieder und der stimmberechtigte Oberbürgermeister an, so dass für die Abstimmung eine gesetzliche Mindestzahl von 59 Mitgliedern zugrunde gelegt werden muss. Das Quorum beträgt demnach 45 Stimmen.

Von der Möglichkeit einer Namensergänzung, die in der Gemeindeordnung seit Oktober 2011 besteht, haben bis Februar 2019 36 Städte und Gemeinden Gebrauch gemacht. Davon entschieden sich sieben für „Hansestadt“. Die Ortschilder von Solingen tragen künftig den (schon vorher oft gehörten) Zusatz „Klingenstadt“.
Für eine Ergänzung des Namens der Stadt Remscheid um eine Bezeichnung mit Bezug auf die Stadtgeschichte oder ihre heutige Eigenart hatte es in der Vergangenheit verschiedene Vorschläge gegeben. Wiederholt war die Bezeichnung „Werkzeug- und Röntgenstadt“ diskutiert worden. „Diese Bezeichnung setzte sich zuletzt auch bei einer Befragung des Remscheider General-Anzeiger mit deutlichem Vorsprung gegenüber Alternativbezeichnungen durch“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. „Die Verwaltung empfiehlt diese Bezeichnung, da sie auf die historische Entwicklung Remscheids und seiner Stadtteile Bezug nimmt und zugleich die Alleinstellungsmerkmale des ‚Deutschen Röntgen-Museums‘ und des ‚Deutschen Werkzeugmuseums‘ würdigt.“ Der Name Wilhelm Conrad Röntgen steht für Superlative wie „genial“, „einmalig“, „wegweisend“, „revolutionär“. Sowohl die Entdeckung der Materie durchdringender Strahlen und ihre Anwendungsmöglichkeiten, als auch das Wirken von Röntgen als Person und seine Einstellung zu Wissenschaft und Forschung hätten auch nach 126 Jahren nichts an Modernität verloren.

Zitat: „Mit der Entdeckung der X-Strahlen am 8. November 1895 im Physikalischen Institut der Universität Würzburg erfolgte der wahrscheinlich bedeutendste Schritt in den menschlichen Bestrebungen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Nicht nur die Möglichkeit, dieses mit Hilfe der Röntgenstrahlen tun zu können, sondern dies auch ohne Zerstörung oder nachhaltige negative Wirkungen auf den Untersuchungsgegenstand anzuwenden, war die Grundlage für den bis heute anhaltenden und interdisziplinären Welterfolg dieser Entdeckung. Sich unsere heutige Welt ohne die vielfältigen Möglichkeiten der modernen Röntgentechnik vorzustellen ist schlichtweg unmöglich. Ihr besonderer Stellenwert für die Medizin und die wissenschaftliche Forschung ist unbestritten. Als Prototyp des modernen, kreativ-disziplinübergreifenden naturwissenschaftlichen Denkers wurde Röntgen Gütesiegel und Markenzeichen für (natur)wissenschaftliche Höchst- und Spitzenleistungen der Forschung und Entwicklung in Deutschland um 1900: Röntgen hat mit seinem Werk den Nimbus 'Made in Germany' der Ingenieurkunst, Technologie, Wissenschaft und Forschung hierzulande wesentlich mitbegründet. Als erster Nobelpreisträger überhaupt, hat die Auszeichnung Röntgens im Jahr 1901 hohe Standards gesetzt und entsprechende Ansprüche für die weitere Verleihung der Nobelpreise begründet.“

Auch mit Werkzeugen sei Remscheid untrennbar verbunden, so die Verwaltung weiter. „Die Entstehung, die Entwicklung und die heutige wirtschaftliche Kraft basieren auf der Herstellung und dem Handel des Werkzeugs. In Deutschland gibt es drei Zentren der Werkzeugherstellung – den Bereich Schmalkalden in Thüringen, die Umgebung von Esslingen in Baden-Württemberg und natürlich Remscheid. Im Mittelalter und der frühen Neuzeit waren Remscheid und Umgebung eindeutig der wichtigste und größte Brennpunkt. Insofern können wir auf eine Tradition von mehreren hundert Jahren zurückblicken. Hierbei handelt es sich nicht um Geschichte, sondern um gelebte Tradition. Große aktuelle Weltmarktführer haben eine Firmengeschichte von ca. 400 Jahren (Dirostahl) oder 228 Jahren (Arntz-Sägen) oder deutlich über 150 Jahre (Hazet, Flott-Werkzeugmaschinen) oder über 100 Jahre (A+N | Pott, Gedore). Dieses ist nur eine kleine Auswahl an Remscheider Firmen, die gerade aufgrund ihrer langen Tradition und ihrer Innovationsbereitschaft noch immer als Familienunternehmen mit Stammsitz in Remscheid eine führende Position auf dem Weltmarkt einnehmen. Im Landesvergleich resultieren daraus im Verhältnis die meisten Patentanmeldungen. (…) Besonders herauszustellen ist, dass die industrielle Revolution insgesamt ohne eine Erfindung aus Remscheid vollkommen anders verlaufen wäre. Erst durch die Erfindung der nahtlosen Rohre durch die Gebrüder Mannesmann konnte die Effizienz der Dampfmaschinen so gesteigert werden, dass die Kraft ausreichte, um die vielen Maschinen in den aus dem Boden schießenden großen Fabriken betreiben zu können.“

Die Verwaltung wird nach einem befürwortenden Beschluss die Genehmigung beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen beantragen. Nach Eingang der Genehmigung wird  die Verwaltung dem Rat eine Drucksache zur Änderung der Hauptsatzung zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen. Danach werden dann die Ortseingangsschilder nach und nach ersetzt. Gleiches gilt für Schilder, Vordrucke, Dienstsiegel und Umschläge. „Noch vorhandene Bestände sind aufzubrauchen. Die Umstellung von DV-Vorlagen und E-Mail-Signaturen erfolgt sofort. Das bestehende Signet der Stadtverwaltung Remscheid ist entsprechend zu überarbeiten“, teilt die Verwaltung abschließend mit.

Rat entscheidet heute über Ankauf von Sinn/Leffers

Auf der Tagesordnung der heutigen Ratssitzung steht der Beschlussvorschlag der Verwaltung, das Vorkaufsrecht der Stadt für die Immobilie Alleestraße 21-25 (ehem. Sinn/Leffers) geltend zu machen. Ziel der Stadtplanung sei es, „durch geeignete städtebauliche und sonstige Maßnahmen die Alleestraße und deren Umfeld aufzuwerten und so eine attraktive, lebenswerte und am Gemeinwohl orientierte Remscheider Innenstadt zu schaffen". Dazu gehöre auch eine neue Nutzung des Textilkaufhauses. Dieses stelle einen elementaren Baustein der anstehenden Sanierung der Alleestraße dar. Der langjährige Leerstand solle durch öffentliche und niederschwellige Nutzungen ersetzt werden wie etwa „eine kulturelle Ankernutzung (z.B. die Zentralbibliothek oder ein Standort der Volkshochschule), bislang fehlende Veranstaltungs-, Versammlungs- und Gruppenräume für Vereine und Gruppen, (DIY-)Werkstätten und Pop-Ups“. Daraus ergebe sich dann „ein bislang nicht da gewesenes Zentrum im Zentrum der Remscheider Innenstadt“. Denkbar sei auch „eine Dachterrasse mit Panoramablick in die Kölner Bucht, eine gastronomische Nutzung durch einen karitativen/gemeinnützigen Verein oder eine Passage zur besseren Vernetzung von Alleestraße und Bank- bzw. Blumenstraße.“ So werde ein langjähriger Missstand durch eine attraktive Anlaufstelle für die Bevölkerung ersetzt. Und die von Trading-Down-Prozessen besonders betroffene untere Alleestraße erhalte einen Publikumsmagneten, was ihre Position gegenüber der belebten und vielfrequentierten oberen Alleestraße rund um das Allee-Center stärke.

An der Schleifmaschine nagt der Rost

Das blaue Objekt im Museumspark des Deutschen Werkzeugmuseums. Foto: Lothar Kaiser        Die Maschine, wie sie heute aussieht. Foto: Lothar KaiserEin strahlend blauer Koloss aus Schmalkalden war im November 2008 der Neuzugang im Park des Deutschen Werkzeugmuseums – eine zehn Tonnen schwere, 46 Jahre alte Maschine zum Schleifen von Werkzeugstählen. Der Remscheider Unternehmer Peter Recknagel, inzwischen der Vorsitzende des Fördervereins, hatte die ausgemusterte Maschine frisch anstreichen und nach Remscheid transportieren lassen. Von der frischen Farbe war allerdings zehn Jahre später allerdings nichts mehr zu sehen. nd heute erst recht nicht.