Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Artikel für die Landwirtschaft hatten eine lange Tradition

Alte bergische Sägenschmiude, rekonstruiert im Remscheider Heimatmuseum. Foto: Mende.Das wichtigste Remscheider Holzbearbeitungswerkzeug ist die Säge. Als man noch keine Walzwerke kannte, wurden alle Sägen in den Wasserhämmern aus Raffinierstahl gebreitet. Die „Sägenschmiede" schmiedeten sie dann auf dem Amboss in die richtige Form, Breite und Stärke. Danach wurden die Zähne auf einem Holzklotz mit Meißel und Hammer ausgeschlagen, später mit Hebeln ausgestanzt. Auf der nebenstehenden Abbildung einer alten Sägenschmiede erkennt der Leser im Hintergrund die Esse, den Blasebalg, der durch Zug an einer Kette in Tätigkeit gesetzt wird, und Geräte zum Ausschlagen der Zähne. Mit der Herstellung von Sägen aus Stahlblech wurde die Produktion umgestaltet, und geschmiedete Sägen wurden kaum mehr hergestellt. Es fehlte dazu auch an geschulten Arbeitern, das Rohmaterial war zu teuer und die Herstellungsweise schwieriger. Die Sägen wurden nunmehr aus den Blechen geschnitten. Die Säge entwickelte sich nächst der Feile zu einem der bedeutendsten Remscheider Artikel. Und zwar werden Sägen für Hand- und Maschinengebrauch verfertigt. Sägen dienen auch der Metallbearbeitung. Metallsägen wer­den gleichfalls in Remscheid hergestellt.

5. Ein anderer Industriezweig von ganz ausgeprägter Bergischer Bodenständigkeit ist die Herstellung gewerblicher Messer. In der Hauptsache handelt es sich um Maschinenmesser mit dem ausgesprochenen Standort in Remscheid; sie stehen im Gegensatz zum Hand- und Tafelmesser, das vor allem in Solingen heimisch ist.

Alle Versuche, die Remscheider Maschinenmesserindustrie in andere Gegenden Deutschlands oder das Ausland zu verpflanzen, sind gescheitert, so dass — sieht man von einigen schwedischen, englischen und nordamerikanischen Erzeugungsstätten ab — Remscheid unbestritten als Zentrale der Weltversorgung mit hochwertigen Maschinenmessern für die Holz-, Metall-, Papier-, Tabak­industrie usw. anzusehen ist. Die Fabrikation erlangte in dem Augenblick ihr eigentliches Übergewicht über den ausländischen Wettbewerb, als führende Betriebe dazu übergingen, mit Hilfe eigener Stahlhammerwerke, physikalisch-chemischer Laboratorien u. a. systematisch nach wissenschaftlichen Arbeitsmethoden die Güte der Erzeugnisse zu verbessern. Auf diese Weise gelang es ihnen, sich in einzelnen Industriezweigen und Messerarten durch überlegene Qualität gegen England, Schweden und Amerika sogar eine Monopol-Stellung zu erkämpfen.

In bemerkenswerter Weise entwickelte sich ein besonderer Zweig der Herstellung von Maschinenmessern: die Industrie landwirtschaftlicher Messer und Maschinenteile (Mähmesser, Häcksel-und Rübenmesser, Sägen verschiedener Art). Damit wurde die alte Tradition der Remscheider Industrie, Artikel für die Landwirtschaft zu verfertigen, fortgesetzt. Die eigentliche Aufgabe lag jedoch in der neuen Zeit darin, gegen einen übermächtigen amerikanischen Wettbewerb in zähem Vordringen Remscheid seine jetzige beachtenswerte Stellung erst zu erringen. Denn die Vereinigten Staaten von Nordamerika sind seit Jahrzehnten das Land der maschinellen Bodenbearbeitung; ihre überaus leistungsfähige Landmaschinen- und Ersatzteilindustrie überschwemmte alle Welt mit ihren Erzeugnissen.

Artikel vollständig lesen

Neue Ausstellung im Wülfing-Museum in Dahlerau

Eine Fotoausstellung über „Frühes Bauen in Lennep und an der Wupper –  Vier Generationen Bauunternehmung Schmidt“ ist ab Sonntag, 4. Oktober, im Wülfingmuseum in Radevormwald-Dahlerau a. d. Wupper zu sehen (Tel. RS 6922851, E-Mail )info@wuelfing-museum.de">info@wuelfing-museum.de. Die Öffnungszeiten: Sonntag, 11 bis 17 Uhr, Dienstag und Samstag, 10 bis 12 Uhr. Der Aussteller, Dr. Wilhelm R. Schmidt M.A., geboren 1947 am Lenneper Mollplatz, bemüht sich seit 1989 um das Lebenswerk seines Lenneper Urgroßvaters Albert Schmidt (1841-1932). Im Tuchmuseum richtete er bislang acht Ausstellungen zu verschiedenen Lennep-Themen aus. Weitere Ausstellungen wurden in der e Lennep und im Rathaus Lüttringhausen realisiert. Die Ausstellung in Dahlerau läuft zunächst bis Ostern 2021

Traditionell ist vor allem der Lenneper Baumeister, Architekt, Ingenieur und Talsperrenbauer Albert Schmidt als wichtiger Partner der Lenneper Industrieherren Hardt, Schürmann, Hilger, Karsch, Schröder u.a. bekannt. Es finden sich aber seit einiger Zeit vermehrt auch Dokumente über seinen Vater Christian Schmidt (1805-1865), der bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an der Wupper und in Lennep ein großes Baugeschäft mit Zimmerei und Ziegelei betrieb. Die Ausstellung in Dahlerau umfasst 20 Tafeln mit Bild- und Textinformationen, die dem Lenneparchiv Schmidt, dem Tuch- und dem Wülfing-Museum sowie neueren Aufsätzen aus einem 2016 veröffentlichten Sammelband zur Bergischen Industriekultur entstammen. Außer Christian Schmidt gilt die Ausstellung vor allem dessen Sohn Albert Schmidt, der in seiner Jugend über eine längere Zeit die Geschäfte mit seinem Vater zusammen betrieb, sowie Arthur Schmidt, der ab 1903 seinen Vater Albert Schmidt im Lenneper Baugeschäft ablöste. Die Zusammenarbeit der Lenneper Bauunternehmung mit den Wupperfabriken erstreckte sich insgesamt bis in die 1960er Jahre.

 

Schwerer Raub nach Hammerschlägen auf Kopf und Hand

Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und der Polizei

Am 28. September gegen 22.15 Uhr kam es auf der Rosenhügeler Straße zu einem schweren Raub. Ein 46-jähriger Remscheider wurde im Eingangsbereich seines Wohnhauses zum Opfer der Tat, als er von der Arbeit nach Hause kam. Der mutmaßliche Täter, ein 38 Jahre alter Remscheider,  bedrohte nach bisherigen Erkenntnissen sein Opfer zunächst mit einem Messer und einem Hammer, bevor er ihm mit dem Hammer auf den Kopf und auf die Hand schlug. Danach entriss er dem 46-Jährigen seine Tasche. Der Tatverdächtige flüchtete und ließ sein blutendes Opfer zurück. Er konnte jedoch kurze Zeit später im Nahbereich des Hauses von Polizeibeamten mitsamt Beute und Tatwerkzeugen aufgegriffen werden.

Im Vorfeld der Tat - gegen 21.45 Uhr – waren die beiden Männer bereits zu in einem Supermarkt aufeinander getroffen, als der Tatverdächtige versuchte, dort  etwas zu stehlen, und daraufhin durch das spätere Opfer des Ladens verwiesen wurde. Nach jetzigem Ermittlungsstand verfolgte der Tatverdächtige den 38-Jährigen anschließend auf dessen Nachhauseweg.

Der Geschädigte wurde medizinisch vor Ort und ambulant im Krankenhaus versorgt. Er erlitt durch die Schläge Platzwunden am Kopf sowie eine Verletzung an der Hand. Der Tatverdächtige wurde festgenommen und am gestern dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Den Tatverdächtigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen schweren Raubes, für den das Gesetz Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren vorsieht. (aus dem Polizeibericht)

Die Fabrik von Mannesmann, Pionier einer neuen Betriebsform

Reinhard Mannesmann schuf mit seinem Bruder Arnold die erste fabrikmäßige Anlage in Remscheid.geschäftshausAls Napoleon 1809 dem Herzogtum Berg die Gewerbefreiheit schenkte, war bereits durch die Bergischen Kaufleute tatkräftig eine neue Betriebsform geschaffen und dem in den Zunftschranken erstarrten Handwerk entgegengestellt worden: Die Hausindustrie. Mit dieser Organisation hatten sie sich zu Herren eines Teiles der Produktion gemacht und waren so erfolgreich der Gefahr begegnet, dass sich auch die nicht einer Zunft angehörenden Handwerker zusammenschlössen oder gar dem der freien Gewerbetätigkeit feindlichen Lande den Rücken kehrten. (Zahlreiche Remscheider Unternehmer und Arbeiter wanderten noch in der Zeit der Zunftherrschaft, erst recht aber nach deren Ende in fremde Staaten aus, hoben deren Industrie und machten ihrer alten Heimat Wettbewerb. Im 18. Jahrhundert gründete Peter Hasenclever z. B. bedeutende Eisenwerke in Nordamerika und versuchte, Remscheider Schmiede nach dort zu ziehen.)

Der auch hier (in der Hausindustrie) zum Ausdruck kommende Unternehmungsgeist der Kaufmannschaft hat fraglos einer großen Zahl kleiner Betriebe in die moderne Zeit hineingeholfen. Die Träger der Hausindustrie waren zwei äußerlich getrennte und unabhängige Personengruppen: Kaufleute (Kommissionäre) und Schmiedemeister sowie andere Handwerker. Neben Betrieben dieser Art bestanden anfangs des 19. Jahrhunderts Handwerksbetriebe der sogenannten Kleinschmiede, beide im Wesentlichen unterschieden durch die Gestaltung des Absatzes. Im einen Falle setzten die Meister ihre Waren selbst an die Verbraucher ab. Sobald der Absatz an Großabnehmer (Kaufleute) geht, die ihrerseits die Erzeugnisse weiter vertreiben, haben wir im Allgemeinen einen hausindustriellen Betrieb vor uns. Der wesentliche Vorteil lag für den Kaufmann darin, dass er ein Konjunkturrisiko beliebig auf den Hersteller abwälzen konnte, denn die Betriebsstätten und -einrichtungen gehörten ihm. Später trat eine andere Form der Hausindustrie, die Miete der Arbeitsräume, hinzu. In dieser Beherrschung des Absatzes lag die Überlegenheit des Verlegers — auch „Fabrikkaufmann" genannt" — über den Handwerker, der rasch an Boden verlor. Die Grenzen beider Betriebsarten waren fließend. Ein mächtiger Gegner entstand dem Verlag in der Fabrik, die bis heute die alte Betriebsform fast ganz verdrängte, wenn auch noch immer eine Reihe von kleinen Betrieben für kaufmännische Firmen arbeitet und von ihnen abhängig ist, bzw. noch einige andere Reste hausindustrieller Tätigkeit sich erhalten haben. Die moderne Fabrik kam auf als organisierter Betrieb, der in der Lage war, sich den wachsenden Forderungen des Marktes nach Ware anzupassen und zugleich, weil er die verschiedenen, bisher örtlich getrennten Produktionsstufen eines Erzeugnisses an einem Orte vereinigen konnte, rationeller zu arbeiten.

Vorstufen einer Fabrik begegneten uns in der Sensenfabrikation und der Klingenindustrie. Die Sensen wurden in „Fabriken" (Sensenhämmern) verfertigt, die Handelshäusern gehörten. Die in ihnen Beschäftigten waren von den Besitzern abhängig. Im anderen Fall hatten Robert und Hermann Böker sämtliche Produktionsglieder zu einer einheitlichen, wenn auch örtlich getrennten Erzeugung zusammengefasst. Die erste Fabrik schuf Reinhard Mannesmann (Foto) zusammen mit seinem Bruder Arnold, indem er (etwa 1840) Feilenschmiede, Ausglüher, Härter und Packer in einer Feilenfabrik vereinigte. Schleifer und Hauer leisteten zunächst noch Heimarbeit, wurden aber bald auch in den Betrieb eingegliedert (1850—52). „Die Fabrik von Mannesmann ... ist für Remscheid das, was Henckels für Solingen ist — der Pionier einer neuen Betriebsform," schrieb die Firma damals selbst. Andere Fabriken folgten. Sie waren etwa bis 1860 größtenteils Manufakturen. Dann trat die moderne Form der Fabrik (Maschinenarbeit) in den Vordergrund.

Artikel vollständig lesen

Politische Meinungsäußerung von Ralf Krüger war zulässig

Bezirksbürgermeister Stefan Grote ist fassungslos“, titelte der Waterbölles am 13. August, nachdem die CDU in der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am Vortag die Wiederwahl des Schiedsmannes Ralf Krüger für den Schiedsamtsbezirks Süd hatte platzen lassen. Auch bei anderen Kommunalpolitikerinnen und -politikern (außerhalb der CDU) stieß das damals auf Unverständnis. Inzwischen liegt im Ratsinformationssystem der Stadt das Protokoll dieser BV-Sitzung vor.

Zitat: „Auf Bitten von Herrn Grote erhält Herr Krüger Gelegenheit, über seine Tätigkeit als Schiedsmann im Schiedsamtsbezirk 2 – Remscheid Süd zu berichten. Herr Schabla wie auch Frau Rühl zeigen sich irritiert darüber, dass sich Herr Krüger nach ihren Erkenntnissen in einem im Internet abrufbaren Statement mit Bild und dem Untertitel „Ich wähle SPD. Was wählst du?“ für die Unterstützung der Partei SPD bei den anstehenden Kommunalwahlen ausgesprochen habe. Eine solche öffentliche Äußerung als Werbung für eine politische Partei stehe ihrer Meinung nach im krassen Widerspruch zu dem Amt eines Schiedsmannes, der nach ihrem Wissen und nach ihrem Verständnis in seinem Verhalten besondere Sorgfalt darauf verwenden müsse und darauf zu achten habe, dass er in jedem Falle absolute Neutralität wahrt.

Im weiteren Verlauf der Aussprache, bei der Herr Krüger seiner tiefen Empörung über diesen von ihm als völlig ungerechtfertigt empfundenen Angriff auf seine Person Ausdruck verleiht, bittet Frau Dr. Bluth die Verwaltung um ihre rechtliche Beurteilung und hierbei um Beantwortung der Frage, ob und inwieweit das Bekenntnis einer Privatperson, die auch als Schieds-person tätig ist, zu einer politischen Partei im Widerspruch steht zu dem Schiedsamt. Von dem Ergebnis dieser Rechtsauskunft der Verwaltung macht Frau Dr. Bluth ihre Entscheidung in der Sache selbst abhängig.

Nachdem es der Verwaltung nicht möglich ist, hierzu ad hoc eine erschöpfende rechtliche Beurteilung und Stellungnahme abzugeben, schlägt Frau Dr. Bluth vor, die Angelegenheit heute zu vertagen und die Verwaltung zugleich aufzufordern, bis zur nächsten Sitzung in einer ergänzenden Berichterstattung im Einzelnen darzulegen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und auf welcher rechtlichen Grundlage eine mit dem Schiedsamt betraute Person in ihrer Freiheit, ihre persönlichen politischen Ansichten nach außen hin kundzutun und zu vertreten, eingeschränkt ist. Herr Grote stellt daraufhin diesen Vorschlag zur Abstimmung. Ergebnis: Ja 8, Nein 2.

Beschluss: Die Bezirksvertretung vertagt die Angelegenheit der Wiederwahl des Schiedsmannes Ralf Krüger im Schiedsamtsbezirk 2 – Remscheid-Süd auf ihre folgende Sitzung. Zugleich bittet die Bezirksvertretung die Verwaltung darum, bis zur folgenden Sitzung der Bezirksvertretung in einer ergänzenden Berichterstattung im Einzelnen darzulegen, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und auf welcher rechtlichen Grundlage eine mit dem Schiedsamt betraute Person in ihrer Freiheit, ihre persönlichen politischen Ansichten nach außen hin kundzutun und zu vertreten, eingeschränkt ist.“ (Ende des Zitats aus dem Sitzungsprotokoll.

Am 7. Oktober steht die Wiederwahl von Ralf Krüger erneut auf der Tagesordnung der BV Süd. Seine gegenwärtige Amtszeit endet am 13. Oktober. Krüger ist seit dem 14. Oktober 2015 als Schiedsmann im Bezirk Süd tätig – und bereit, das Amt für eine weitere Amtsperiode von fünf Jahren zu übernehmen. „Die Verwaltung empfiehlt in Absprache mit dem Amtsgericht Remscheid die Wiederwahl von Herrn Krüger“, heißt es in der Beschlussvorlage. Im Anhang findet sich die Stellungnahme des Amtsgerichts Remscheid als Aufsichtsbehörde für die Schiedspersonen, unterzeichnet von Amtsgerichtsdirektor Dr. Peter Lässig, um die die Stadtverwaltung gebeten hatte.  Dr. Lässig schreibt:: „Für die Beurteilung, ob ein inner- oder außerdienstliches Verhalten vorliegt, ist der Zusammenhang zum konkret-funktionellen Amt, hier also dem Schiedsamt, entscheidend (Beck-Onlinekommentar-Werres, § 33 BeamtStG, Rn. 21). Ein solcher Zusammenhang der Äußerung einer politischen Meinung der Schiedsperson – hier dem Post: “Ich wähle SPD. Was wählst du?“ auf einem privaten Internet-Account – zur Schiedsamtstätigkeit besteht erkennbar nicht, so dass von einem außerdienstlichen Verhalten auszugehen ist. Aber auch ein etwaiger Einfluss auf die Amtstätigkeit durch die private Äußerung ist hier nicht ersichtlich, so dass aufsichtliche Maßnahmen nicht veranlasst sind. Im Übrigen dürfte es sich aber auch unter Anwendung allgemeiner beamtenrechtlicher Gesichtspunkte um eine zulässige Äußerung gehandelt haben."

Allgemein merkt der Amtsgerichtsdirektor weiter an:

Artikel vollständig lesen

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Die neue Boule-Anlage auf dem Sportplatz Neuenkamp. Foto: BV 10.Ballspielverein 1910 e.V. Remscheid / Neue Boule-Anlage. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Bezirksbürgermeister Stefan Grote, Günter Schürmann (1. Vorsitzender), Reinhard Ulbrich (Sportbund Remscheid), Harald Maier (früherer 1. Vorsitzender), Berthold Bouvermann (Förderverein Hohenhagen) und v.a. von Sport, Verwaltung und Politikwaren dabei, als .der BV 10 seine neue Boule-Anlage der Öffentlichkeit vorstellte.  Der Förderverein Hohenhagen nutzt den Sportplatz Neuenkamp auch vorher schon zum Boulespiel.Die Schlawiner GGmbH / Kinderbereich jetzt auch samstags geöffnet. Jeden ersten Samstag im Monat, haben Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren die Möglichkeit, in der Zeit von 11 bis 14 Uhr ihre Freizeit mit uns zu verbringen. Durch den Feiertag findet der nächste offene Samstag erst am 10. Oktober im Kinder- und Jugendzentrum Lüttringhausen, Klausen 22, statt. Selbstverständlich gelten die bestehenden Corona-Hygienevorschriften. Wir bitten um Voranmeldung unter der Tel. RS 953266.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen, Gertenbachstr. 17 / „Die Faire Kiste“ im Monats-Abo. Von Mitte Oktober an bietet der F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen einen Lieferservice an, um Lebensmittel aus dem Fairen Handel regelmäßig beziehen zu können: „Die Faire Kiste“. Jeden Monat wird ein jahreszeitlich passendes Sortiment zusammengestellt. Im Oktober zum Stichwort „Italien“. Von dort werden Waren von „Libera terra“ bezogen, einer Organisation, die „von der Mafia befreites Land“ auf Sizilien bewirtschaftet. Beim Thema „Italien“ kann man natürlich mit Pasta und Tomatensauce in der Fairen Kiste rechnen und vielem anderen mehr, alles biologisch-organisch produziert. Für November ist das Thema „Frühstück“ vorgesehen. Der F(l)air-Weltladen liefert gern nach Hause. Wer die Kiste selbst abholen möchte, kann dies natürlich gern tun. ‘Die Faire Kiste‘ gibt es für 30 oder 50 Euro zu kaufen. Für die Kiste wird eine einmalige Pfandgebühr von vier bzw. fünf Euro erbeten. Der Bezug der Fairen Kiste kann jederzeit unterbrochen werden (z.B. wenn man längere Zeit nicht Zuhause ist). Auch eine Kündigung des Abonnements ist jederzeit möglich. Um Bestellung wird gebeten: im Laden oder unter Tel. RS 564016 bzw. E-Mail: flair-weltladen@t-online.de.

Remscheid Tolerant e.V. / Gespräch zwischen Muslimen und Christen. Remscheid Tolerant lädt für Montag, 5. Oktober, ab 19 Uhr zum "Runden Tisch" ins Bürgerhaus-Süd, Auguststraße 24 , ein. Thema im Gespräch zwischen Muslimen und Christen sind typische Alltagsfragen (https://www.remscheid-tolerant.de/05-10-2020-christen-und-muslime-am-runden-tisch/). (Anne Marie Faßbender, Sascha von Gerishem)

Kulturwerkstatt Ins Blaue e.V. / Ausstellung im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie. Die Dürre in den Wäldern wird immer sichtbarer, Herbststürme lassen massive Schäden erwarten. Das ist ein Thema, mit dem sich eine Künstlergruppe seit zwei Jahren auseinandersetzt. Wie freuen uns sehr, die Arbeiten jetzt im Wuppertal-Institut zeigen zu können und laden Sie herzlich ein zu „Der Wald und der Sturm“, Malerei, Fotografien, Objekte, Installationen, am Donnerstag, 8. Oktober, um 18 Uhr im  Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, in Wuppertal, Döppersberg 19. Die Eröffnungsansprache hält Prof. Dr. Uwe Schneidewind. Es gelten die üblichen Corona-Hygienemaßnahmen. Die Ausstellung ist bis zum 6. November Mo.– Do. 9 – 16.30 Uhr und Fr. 9 – 15 Uhr geöffnet. Künstlergespräche: Dienstags 13./20./27. Okt. 3. Nov. jeweils 15 – 16 Uhr. Voranmeldung unter E-Mail gemeinsam@ins-blaue.net  oder Tel. 0177-705 50 72 C. v. Grumbkow bzw. 0151 - 26 88 65 35 K. Wickert.

Bergischen IHK / Unternehmer diskutieren über Stadtentwicklung, WSW und „Circular Valley“. Welche städtebaulichen Perspektiven hat Wuppertal, wie ist die aktuelle Situation der Wuppertaler Stadtwerke und wie soll das „Circular Valley“ als Ideenschmiede für Kreislaufwirtschaft funktionieren? Diese spannenden Fragen beschäftigen den Bezirksausschusses Wuppertal der Bergischen IHK in seiner kommenden Sitzung am 8. Oktober. Beantworten werden diese Fragen hochkarätige Gäste: Arno Miras, neuer Beigeordneter für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Klimaschutz, Bauen und Recht, Markus Hilkenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der WSW GmbH, sowie Dr. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung e.V. Die Sitzung unter der Leitung von IHK-Vizepräsidentin Christina Victoria Kaut beginnt am 8. Oktober um 16 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle Wuppertal am Heinrich-Kamp-Platz 2. Interessierte bergische Unternehmerinnen und Unternehmer sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.  Die Veranstaltung wird unter Beachtung der gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt. Daher ist eine vorherige Anmeldung unter https://bit.ly/3kYB8q9 oder s.luetkereinke@bergische.ihk.de">s.luetkereinke@bergische.ihk.de erforderlich.

Eingeschränkte Papierabfuhr wegen Warnstreik. Aufgrund des Warnstreiks am 22. September ist es zu Einschränkungen bei der Papierabfuhr gekommen. Die Leerung der Papiertonnen in Alt-Remscheid sowie die Gewerbetour mussten ausfallen, um die Restmüllabfuhr sicherzustellen. Ein Nachholtermin kann aufgrund der angespannten Personalsituation noch nicht genannt werden. Privatpersonen nutzen bitte bis zur nächsten Leerung die Möglichkeit, das Papier an den Sammelcontainern zu entsorgen.

Eine herzliche Bitte an alle Vereine und Institutionen, die diese Rubrik nutzen.
Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Tag. Also nicht “am 31. März”, sondern “am Sonntag, 31. März”. Die Leserinnen und Leser des Waterbölles, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken. Die Jahrszahl können sie dafür gerne weglassen, es sei denn, der Termin wäre erst nach dem 31. Dezember.


Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

Artikel vollständig lesen

Brand in einem Entsorgungsfahrzeug der TBR

Gegen 15 Uhr kam es heute in einem Entsorgungsfahrzeug der TBR zu einem Brand. Nachdem Mitarbeiter mehrere "Explosionen" im Inneren des Fahrzeuges gehört hatten, war das Feuer ausgebrochen. Bei Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter Rauch aus dem Fahrzeug, und Flammen schlugen aus der Trommel im rückwärtigen Bereich. Um ein Übergreifen der Flammen auf das gesamte Fahrzeug zu verhindern, musste der gesamte Inhalt des Müllwagens auf einem Betriebsgelände entleert werden. Unglücklicherweise war das Fahrzeug fast komplett mit Restmüll gefüllt. Über die TBR wurde ein Container und ein Verladefahrzeug angefordert, um den Restmüll entsorgen zu können. Zum Ablöschen von Glutnester im Müllberg blieb die Freiwillige Feuerwehr Lüttringhausen vor Ort. Das Entsorgungsfahrzeug blieb dank des schnellen Eingreifens unbeschädigt. (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Streifenwagen schleuderte: 50.000 Euro Schaden

Am 26.September kam es um 21.20 Uhr, wie die Polizei gestern mitteilte, zu einem Unfall mit vier Autos auf der Burger Straße. Eine Streifenwagenbesatzung nahm einen Einsatz mit einer randalierenden Person wahr, als der Fahrer auf regennasser Fahrbahn aus bislang nicht geklärter Ursache in einer Linkskurve die Kontrolle über den Funkwagen verloren. Dieser kollidierte zunächst mit einem am rechten Fahrbahnrand abgestellten roten 3er BMW, der seinerseits auf einen schwarzen Ford Mondeo geschoben wurde. Danach schleuderte der Polizeiwagen auf die Straße zurück und touchierte einen am linken Straßenrand abgestellten grauen Toyota Avensis. Der Sachschaden liegt bei circa 50.000 Euro. Verletzt wurde niemand. (aus dem Polizeibericht)

Kein Pöhlsches`schieten am 30. September wegen Corona

Und so wird gespielt...

Die Utensilien zum Pöhlsches`schieten. Der diesjährige Fahrplan für den traditionellen Freizeitsport am Seniorentreff Carl–Hessenbruch–Weg 1, Karl– Wiesemann– Platz, im Stadtpark, wird unterbrochen, wie Otto Mähler mitteilt: "Ein Hallo an alle. Am 30. September fällt das Pöhlsches `schieten ( Stadtmeisterschaft  ) aus bekannten Gründen (Corona) aus. Dieser Termin wird durch eine gesonderte Einladung nachgeholt  Platt Aff!"

Neun neue Bürgerlotsen werden jetzt eingewiesen

Dank an Grundschul-Eltern für wichtigen Lotsendienst“ titelte der Waterbölles am 10. Januar 2019. Otto Mähler, der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Remscheid, und Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein von der Polizeiinspektion Remscheid (Verkehrsunfallprävention) hatten ins Deutsche Werkzeugmuseum eingeladen, um den Eltern für ihren Lotsendienst zu danken. Sie wurden von Mähler gebeten, in Elternkreisen für diesen Einsatz zu werben. Denn der sei unter Umständen auch an anderen Grundschulen in Remscheid sinnvoll, in denen man sich dazu bislang noch nicht entschlossen habe.

Bürgerlotsen und Bürgerlotsinnen helfen an Grundschulen Schülerinnen und Schülern beim sicheren Überqueren der Straßen. Die Ausbildung übernehmen Polizeibeamte der Verkehrssicherheitsberatung. Die notwendige Bekleidung steuert die Verkehrswacht Remscheid bei. In diesem Jahr sah es jedoch zunächst so aus, als könnten wegen der Corona-Pandemie an den drei Lotsen-Grundschulen in Remscheid keine neuen Bürgerlotsen ausgebildet werden.

Weil keine Elternabend in den Schulen stattfanden, an denen die Polizei für diesen wichtigen Dienst hätte werben können! Ein Personalengpass ergab sich insbesondere für die Gemeinschaftsgrundschule Walther-Hartmann. Aber dann kamen dort doch noch zwei Elternabende für die 1. und 2. Klassen zustanden, auf der Werbung für den Lotsendienst möglich war. Und so konnten neun neue Lotsinnen und Lotsen gefunden werden. Sie bekommen in dieser Wochenende ihre Einweisung.

1944 wegen „Wehrkraftzersetzung“ festgenommen

von Armin Breidenbach

Wie das 2018 wiederaufgetauchte „Aufnahmebuch des Polizeigefängnisses Remscheid von 1944/45“ dokumentiert, wurden am 23. Oktober 1944 drei Remscheider in das hiesige Polizeigefängnis in der Uhlandstraße eingeliefert, darunter der Autoschlosser Hans Dürhager und der Packer Albert Schumacher. Beide waren wegen Zersetzung der deutschen Wehrkraft festgenommen worden; zwei Tage später wurden sie in das Amtsgerichtsgefängnis Remscheid überstellt. Nachdem am 28. Oktober 1944 gegen beide ein Haftbefehl erlassen worden war, wurden sie zunächst wieder in das Polizeigefängnis Remscheid zurückgebracht. Zwei Tage später erfolgte ihre Überstellung in das Gerichtsgefängnis Wuppertal.

In der über Hans Dürhager nach dem Zweiten Weltkrieg angelegten Wiedergutmachungsakte befindet sich ein längerer Bericht von Albert Schumacher, in dem es unter anderem heißt: „Hans Dürhager und ich wurden gemeinsam am 23.10.1944 von der Gestapo Remscheid verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat unter Anklage gestellt. Nachdem wir zunächst in das Gefängnis Wuppertal-Bendahl überführt wurden, kamen wir anschließend in das Gefängnis Berlin-Plötzensee […].“

Als bei einem schweren US-Luftangriff auf Berlin am 3. Februar 1945 unter anderem auch das Gebäude des berüchtigten Volksgerichtshofs zerstört und dabei dessen Präsident Roland Freisler getötet worden war, ordnete Hitler zwei Tage später an, den Volksgerichtshof nach Potsdam auszulagern und die für Hoch- und Landesverrat zuständigen Senate nach Bayreuth zu verlegen. Einen weiteren Tag später, am 6. Februar 1945, „wurden aus den Berliner Haftanstalten ca. 300 Untersuchungs- und Strafgefangene zusammengezogen, um sie ins Zuchthaus St. Georgen nach Bayreuth zu bringen. […] Die Gefangenen wurden am Berliner Westhafen in geschlossene Frachträume von Lastkähnen gepfercht und sechs Tage spreeabwärts transportiert. Am 11. Februar 1945 wurde die Fahrt von Coswig in überfüllten Güterwaggons nach Bayern fortgesetzt. In Erinnerungsberichten schildern Überlebende die katastrophalen Bedingungen dieser Fahrt: die völlig unzulängliche Versorgung mit Lebensmitteln, die Enge, die unmenschliche Behandlung durch die begleitenden Wachmannschaften und schließlich die Fliegerangriffe. Als der Transport am 17. Februar in Bayreuth ankam, wurden die erschöpften Häftlinge nach einem Fußmarsch in das überfüllte Zuchthaus eingeliefert.“Wie das im Nationalarchiv Prag verwahrte „Gefangenenbuch des früheren Zucht- und Arbeitshauses St. Georgen-Bayreuth“ dokumentiert, befanden sich unter diesen Gefangenen auch Hans Dürhager und Albert Schumacher; sie wurden unter den Nummern U 1298/44 und U 1329/1944 in dieses Gefangenenbuch eingetragen. Die Gefangenenanstalt St. Georgen-Bayreuth hatte 1935 eine Belegungsfähigkeit für insgesamt 750 Männer gehabt. Später war sie für 1.200 Häftlinge vorgesehen; gegen Kriegsende, als sie „zu einer Schwerpunktanstalt für Gefangene aus dem heutigen Tschechien“ geworden war, war sie mit etwa 5.000 Häftlingen völlig überbelegt.

Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick vom 21. bis 27. September 2020