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Ausstellung: 90 Jahre Großstadt Remscheid

Kapitelweise hat der Waterbölles in den vergangenen Tagen die Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren veröffentlicht. Sie war im August im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums zu sehen. Der Text der Ausstellung stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“, und das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles dankt für die freundliche Genehmigung zur Übernahme in den Blog. Hier noch einmal eine Übersicht über die einzelnen Kapitel.

  1. Langsames Wachsen Richtung Stadtkegel
  2. Von fleißigen Kaufleuten und Tuchmachern
  3. Lütterkusen in der Bruderschaft der Metzmacher
  4. Remscheid verlässt den Landkreis Lennep
  5. Mehr Raum für wirtschaftliche Entwicklung
  6. Protest kommt von Bürgermeister und Landrat
  7. Abstimmung in Berlin bleibt bis zum Ende unklar
  8. Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt?
  9. Als Betriebe als kriegsentscheidend galten
  10. In Groß-Remscheid gibt es zehn Kinos
  11. Deutsche Meister im Rollhockey 1966
  12. Die Lenneper Altstadt wird saniert
  13. Arbeitslosenquote auf über acht Prozent
  14. Förderverein übernimmt Trägerschaft für Freibad
  15. Die Stadt schrumpft und spart
  16. Längst tragfähige Brücken geschlagen
  17. Betriebe beantragen Kurzarbeit
  18. Seit 2015 strahlt der Blaue Mond nicht mehr

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Os Campinos de Remscheid e.V. / Fado-Abend im Neuen Lindenhof. Am Samstag, 9. November, veranstalten wir im Neuen Lindenhof, Honsberger Str. 38, ab 18 Uhr wieder einen portugiesischen „Fado-Abend“ (www.oscampinos.blogspot.com). Es soll ein Abend in gemütlich-entspannter Atmosphäre werden. Es werden portugiesische Snacks und Weine serviert. Die Plätze sind limitiert, es ist eine Reservierung mit Vorkasse bis zum 4. November nötig. Sie können per Email (info@oscampinos.de) reservieren oder unter RS 26247/(ab 19 Uhr).
Der Fado ist nicht nur ein von Gitarren begleitetes Lied. Es ist die Seele des portugiesischen Volkes. Beim Hören der Worte des Fado kann man die Anwesenheit des Meeres spüren, das Leben der Fischer und Seeleute, Gassen und Gässchen von Lissabon, den Abschied, das Schicksal und die Sehnsucht. Der Fado, weil er allen Portugiesen gehört, ist in Tavernen sowie Festsälen präsent. Erschienen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, wurde er schnell zu einem populären Gesang Lissabons. Seitdem behielt er immer, verbunden mit der Unausweichlichkeit des Schicksals, die Merkmale des Ausdrucks der Gefühle. 2011 wurde der Fado in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.  (Vitor Estradas, Os Campinos de Remscheid e.V.; Ralf Noll, Stadtteil e.V.)

Histamin Intoleranz Gruppe Bergischland / Treffen im Wiedenhof. Die Gruppe trifft sich am Dienstag, 15. Oktober, um 19 Uhr im Seniorenzentrum Wiedenhof, Wiedenhofstraße 7, Ecke Erholungsstraße, Über eine rege Teilnahme freut sich Barbara Bontemps.

Wertschätzung für dich. In diesem VHS-Seminar (drei Tage von Dienstag, 15., bis Donnerstag, 17. Oktober, jeweils 18 bis 20.15 Uhr, im Ämterhaus, Raum 231, Elberfelder Str. 32) nehmen wir uns Zeit für den wichtigsten Menschen in unserem Leben - uns selbst! Wir halten Ausschau nach Ressourcen, die unser Leben leichter, glücklicher und erfolgreicher werden lassen. Mit achtsamkeitsbasierten und lebendigen Methoden der Psychosynthese schaffen wir Raum uns zu spüren, tauchen in unser inneres Wissen ein und bringen von dort Schätze mit, die uns dann in unserem täglichen Leben zur Verfügung stehen. Bitte bringen Sie ein Getränk mit. Kursleitung: Andrea Budde, Entgelt: 39 Euro.

SPD Remscheid / Fahrt zur GEPA nach Wuppertal. Im Rahmen der SPD-Klimaschutzwochen besichtigt die SPD Remscheid die Deutschlandzentrale der GEPA in Wuppertal-Vohwinkel. GEPA ist die Marke und Vorreiter des Fairen Handels. „Wir freuen uns, dass über die Hälfte der Plätze im Bus schon besetzt sind. Aktuell sind noch 16 Plätze frei, die nach dem Windhund-Prinzip vergeben werden.“ so die Organisatorin der Klimaschutzwochen, Ursula Wilberg. Der Reisebus startet am Mittwoch, 16. Oktober, um 14.15 Uhr vom Bussteig E1 am Friedrich-Ebert-Platz. Rückkehr gegen 18.30 Uhr, Kosten keine. Nach einem Vortrag des GEPA-Teams werden Fragen zum Thema Fairer Handel und Faire Produktion in Bio-Qualität erörtert. Daran schließt sich eine Besichtigung des Zentrallagers der GEPA an. Für alle Besucherinnen und Besucher besteht die Möglichkeit, Kaffee, Tee, Schokolade, Wein bis hin zu handgemachten Wohnaccessoires zu erwerben. Wer mitfahren möchte kann sich unter Tel. RS 4600622 oder E-Mail UB.Remscheid.NRW@spd.de">UB.Remscheid.NRW@spd.de anmelden.

ADFC Remscheid / Radfahrer-Stammtisch. Der ADFC Remscheid für Mittwoch, 16. Oktober, um 19.30 Uhr zum Radfahrer-Stammtisch in die Gaststätte „Kölner Hof“, Kölner Straße 34, Lennep-Altstadt, ein. Neben allgemeinen Themen geht es auch um die Verbesserung des Radverkehrs in Remscheid und um die ADFC-Touren des kommenden Jahres. Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. (Andreas Roeschies)

Bergische IHK /„Digitalisierung: Wohin steuert das Taxigewerbe?“ Die Digitalisierung verändert auch die Bedingungen für das Taxi- und Mietwagengewerbe. Wie kann sich die Branche künftig behaupten? Wie kann das Gewerbe auch selbst die Chancen der Digitalisierung nutzen? Diese und viele weitere Fragen wollen am Montag, 21. Oktober, um 16 Uhr in der IHK-Hauptgeschäftsstelle Wuppertal, Heinrich-Kamp-Platz 2, im Plenarsaal (3. OG) in der Veranstaltung "Digitalisierung: Wohin steuert das Taxigewerbe?" mit Experten und Praktikern diskutieren. Anmeldung unter www.bergische.ihk.de, Dokument-Nr. 181128620.

Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Immer wieder gerne ins Deutsche Werkzeug-Museum

Mittwoch, 16., bis Donnerstag, 17. Oktober, jeweils 10 bis 13 Uhr
Ferienworkshop
Auf in die Werkstatt des DWM
Es sind Ferien und was nun? Nicht lange überlegen, auf ins Deutsche Werkzeugmuseum, da gibt es einen spannenden Workshop. Nette Leute treffen, gemeinsam ein Projekt realisieren und eine gute Zeit haben.
Wer einmal einen Drachen gebaut hat, vergisst das nie. Doch wie geht das? Fertige Plastikdrachen kann jeder kaufen, aber selber bauen… In diesem Workshop werdet Ihr einen ganz klassischen Drachen aus Holz, Papier und Schnur selber bauen. Dazu müsst Ihr das Holz sägen und verleimen, das Papier zuschneiden und verkleben und natürlich dürfen der Schwanz und die Schnur nicht fehlen. Wenn wir Glück haben und das Wetter passt, können wir die Drachen am Ende steigen lassen.
Der Herbstferienworkshop im Deutschen Werkzeugmuseum findet am 16. und 17. Oktober, also Mittwoch und Donnerstag, von 10 bis 13 Uhr unter der Leitung von Markus Heip und Horst Kaiser in der großen Halle des Museums statt. Die Kosten für diesen zweitägigen Workshop betragen inklusive Materialkosten insgesamt zehn Euro. Um Anmeldung unter der Tel. RS 162519 oder E-Mail Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de">Werkzeugmuseum-Hiz@remscheid.de bis spätestens 14. Oktober wird gebeten.

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Neue Außenanlage begeistert Hastener Kiga-Kinder

von Tobias Lüttenberg, 2. Vorsitzender des Fördervereins „Kiga Hasten“

Als am Freitag, 4. Oktober, um 8.30 Uhr rund 25 Eltern und Helfer am Hastener Kindergarten an der Moltkestraße zusammenkamen, konnte noch niemand von ihnen ahnen, was für spannende, konstruktive und vor allem lustige zwei Tage vor ihnen liegen würden. Alle waren gekommen, um beim Aufbau der neuen Außenanlage des Kindergartens zu helfen. Geplant waren u. a. drei Spielhäuser, zwei Schaukeln, eine „Tankstelle“ (für Spielautos), ein Spielgrill, eine Wasserstation für die U3-Kinder, ein großes Holzpferd und eine Bewegungsbaustelle. Die Geräte waren von der Firma Jörgens gebaut und geliefert worden, die auch die Anleitung beim Aufbau der insgesamt zehn Stationen übernahm.

Während des normalen Kindergartenbetriebes bohrten, hämmerten, gruben und schaufelten die Helfer in der bestehen Anlagen für die neue Gerätschaften, und manche Kindernase drückte sich vor Verwunderung und Staunen an den Fenstern der Gruppen platt; was denn wohl die Menschen da draußen so alles machen würden. Im Laufe des Vormittags hatten manche Kinder auch großen Spaß daran, selbst hier und dort die (kleine) Schippe zu ergreifen und eifrig zu buddeln oder auch die eine oder andere kritische Anmerkung zum Werk der Eltern beizusteuern.

Trotz des Dauerregens am Freitag gingen die Arbeiten gut voran, so dass die Helfer – Immer wieder vom Kindergarten großzügig mit Essen und Getränken versorgt – mit viel Spaß an der Sache und einer guten Portion Durchhaltevermögen schließlich am Abend gegen 18 Uhr mit dem Großteil des Aufbaus fertig wurden. Am nächsten Tag mussten die letzten Arbeiten und der „Feinschliff“ für die große Eröffnung am Sonntag erfolgen. Wieder erfreute sich der Kindergarten an einer großen Helferschar. Am frühen Nachmittag konnte die komplette Umgestaltung und Erneuerung abgeschlossen werden. und die Außenanlage erstrahlte nun im neuen Glanz, mit ganz neuen und spannenden Geräten zum Spielen und Phantasieren.

Am Sonntag, 6. Oktober,  wurde dann das neue Außengelände eingeweiht. Nach einem schönen Gottesdienst in der Pauluskirche versammelten sich alle in der neuen Außenanlage. Und nach Einweihungsreden und Danksagungen der Kindergartenleitung Monika Hesse, des Elternratsvorsitzenden Tobias Krupp und der Vorsitzenden des Fördervereins ,Stefanie Runge, konnten alle Kinder (und auch der eine oder andere Erwachsene) „drauflosspielen“ und ihr neues Außengelände ausgiebig testen.

Der große Dank gilt der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Remscheid als Träger des Kindergartens Hasten, unseren großzügigen Spendern (u. a. “Ein Herz für Kinder“, der Volksbank Remscheid, der Sparkasse Remscheid sowie der Ulrike-und-Lothar-Kaiser Stiftung und dem Stadtteilverein Hasten für Hasten e.V.), den Erzieherinnen und Erziehern für ihren unermüdlichen Einsatz und natürlich ganz besonders den Eltern die tatkräftig und vor allem auch finanziell die Spendenaktionen des Fördervereins unterstützt haben. Ohne alle diese großartigen Menschen und Institutionen wäre dieses schöne Außengelände nicht möglich gewesen. (siehe auch Waterbölles vom 8- Juni: Kindergarten Hasten hofft auf erfolgreiches Crowdfunding).

Unser Freibad muss fit werden für die Zukunft

Waterbölles-Gastkommentar

von Thomas Neuhaus, Beigeordneter für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport der Stadt Remscheid

Unser Freibad Eschbachtal ist eine bedeutende Einrichtung in unserer Stadt. Undenkbar ist es, wenn unsere kleine Großstadt Remscheid ohne Freibad dastehen würde. Es garantiert Sommererlebnisse in Remscheid für Jung und Alt seit 1912. Es ist damit ein Relikt der Gründerzeit und der Industrialisierung.

Das Freibad Eschbachtal garantiert seit seiner Eröffnung schöne Sommerferienerlebnisse insbesondere für diejenigen, die nicht in den Urlaub fahren können, und ist Teil der Gesundheitsförderung der Stadt. Überwiegend wird es von Jugendlichen und jungen Leuten besucht. Es ist das älteste Binnenfreibad Deutschlands mit natürlicher Wasserzuführung. In seinem jetzigen Zustand verfügt es über die Technik der 1960-er Jahre. Bis zu 70.000 Besucherinnen und Besucher kommen in einer Saison in unser Freibad. 

Die Stadt Remscheid hat aufgrund des hohen Schuldenstandes vielfältige Sparmaßnahmen in den letzten 25 Jahren vornehmen müssen. Einer weisen Entscheidung des Rates der Stadt ist es zu verdanken, dass das Freibad nicht geschlossen wurde. Derartige Bestrebungen gab es. Durch den in 1995 gegründeten Förderverein konnte die notwendige bürgerschaftliche Unterstützung sichergestellt werden und mit innovativen Maßnahmen (Hundeschwimmen, Schiffsparade, Eschtival) erhebliche Mittel (500.000 €) eingenommen werden, die nachhaltige Beiträge für die Nutzung, Attraktivierung und die Erhaltung des Bades darstellen.

Durch engagierte und versierte Mitarbeiter des Fachdienstes Sport und Freizeit der Stadt Remscheid war es möglich, in jeder Saison das Freibadvergnügen sicherzustellen. So wurden nach der Frostperiode in jedem Jahr 200 - 300 Fliesen in den Schwimmbecken ausgetauscht, die durchgerosteten Ringleitungen wurden ersetzt, WC-, Dienst-, Umkleide- und Duschräume wurden renoviert und echte Meisterleitungen im Maschinenraum vollbracht. Ergänzt wurde die Pflege der Anlage stets durch die tollen Mitarbeiter/innen der Arbeit Remscheid.

Allen Verantwortlichen in der Politik, Verwaltung und im Förderverein ist bewusst, dass der Zustand des Freibades sicherlich für das Saisonvergnügen in kommenden Jahren reichen wird, aber Zukunftsfähigkeit und höhere Attraktivität des Bades nur durch eine grundlegende Sanierung möglich wird.

Daher hat der Fachdienst Sport und Freizeit in 2018 die Sanierung in einem Bundesprogramm beantragt und hierfür die Unterstützung des Rates erhalten. Mit der Planung wurde ein renommiertes Planungsbüro für Freibäder mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt, um das Freibad als attraktives Familienbad auf den neusten Stand der Technik (geringere Wasserfläche, Edelstahlbecken, Neubau der Umkleiden und Duschen, Erneuerung der Technik, Gastronomie, Wärmeversorgung durch Heizung und Solar, Erlebnisbecken und Großrutsche) zu bringen. Dabei orientiert sich die Machbarkeitsstudie an den historischen Wurzeln des Freibades Eschbachtal, das 1912 als Strandbad mit Sandaufschüttung konzipiert wurde.

Leider war der Antrag für das Bundesprogramm in 2018 nicht erfolgreich.

Da das Land NRW sein Programm „Soziale Integration im Quartier“ auch für Freibäder geöffnet hat, konnte kurzfristig die in 2018 erarbeitete Sanierungs- und Modernisierungskonzept bzw. die Machbarkeitsstudie überarbeitet werden (insbesondere Aktualisierung der Kosten) und rechtzeitig vor Abgabeschluss (30.9.2019) beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW eingereicht werden. Aufgrund der Kurzfristigkeit wird der erforderliche Ratsbeschluss nachgeholt. Jetzt ist erneut die Hoffnung groß, dass Remscheid für sein „Eschi“ mit der großen Bedeutung für seine Quartiere und seiner Sozialstruktur die benötigten Mittel für die Sanierung erhält. Die Gesamtsumme der Maßnahmen der Modernisierung des Freibades belaufen sich auf 14.417.706,70 €. Der Eigenanteil der Finanzierung beträgt in dem Landesprogramm „Soziale Integration im Quartier 2020“  zehn Prozent (gleich 1.441.770,67 €).

Die Stadt Remscheid hatte angekündigt, dass sie sich weiterhin um die grundlegende Erneuerung durch Förderprogramme des Bundes und des Landes kümmern wird. Wir sind sicher, dass sich unsere Abgeordneten in Bund (Jürgen Hardt) und Land (Jens Nettekoven und Sven Wolf) unvermindert für die Förderung unseres Freibades einsetzen werden.

Ich bin mir sicher, dass das Team im Freibad, im Fachdienst Sport und Freizeit bei der Arbeit Remscheid alles dafür tun, um eine Öffnung in 2020 hinzubekommen. Möglicherweise müssen wir wieder die maximale Besucher/innenzahl auf 1.500 Personen begrenzen, um die nötige Wasserqualität sicherzustellen.

Öffnen werden wir unser Freibad Eschbachtal in 2020 garantiert. Und am liebsten mit einem Bewilligungsbescheid für die grundlegende Modernisierung.

Schon seit 2015 strahlt der Blaue Mond nicht mehr

2013: Die Bergischen Symphoniker bleiben bestehen. Mit großer Mehrheit stimmt die Politik dem Fortbestand des Orchesters zu. Der mit der Stadt Solingen ausgehandelte Gesellschaftervertrag wird unterschrieben. Die Musiker selbst ermöglichen durch eine Reduzierung der Stellen und Gehaltsverzicht die Rettung ihres Orchesters. Der Grundsatzbeschluss für ein Design Outlet Center (DOC) in Lennep ist gefasst, 45 Ratsmitglieder votierten mit Ja, vier mit Nein. Der Vertrag zwischen der Stadt und dem Investor McArthur Glen tritt erst in Kraft, wenn ein entsprechender Bebauungsplan rechtskräftig geworden ist. Die Stadt erhält 15 Millionen Euro. McArthur Glen will 120 Millionen Euro investieren. Beginn der Sanierung der Müngstener Brücke. Dazu muss die Brücke für den Zugverkehr gesperrt werden. Ein ganzes Jahr sind Pendler auf den Schienenersatzverkehr angewiesen. Erst im Dezember 2014 kann die Strecke wieder freigegeben werden.

2014: Kommunalwahl in Remscheid. Die Stadt erhält einen neuen Oberbürgermeister. Nachdem Beate Wilding ihre Amtszeit vorzeitig beendet hat, setzt sich Burkhard Mast-Weisz (SPD) in einer Stichwahl gegen den Konkurrenten Jochen Alfred Siegfried von der CDU durch. Mit der „Löwenparade“ feiert die Stadt ihr 85-jähriges Stadtjubiläum als Großstadt. Auffälligstes Symbol dieser Aktion sind die lebensgroßen, bunt bemalten Löwenskulpturen. 136 Stück, dekoriert von Unternehmern, Vereinen, Schulen und Kindergärten, mithin Bürgern der Stadt, treffen sich zum großen Event auf dem Rathausplatz. Die Aktion stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Stadtbewohner. Remscheid gewinnt das Finale der Aktion „WDR 2 für eine Stadt“. Am 6. September sendet der WDR 2 einen ganzen Tag aus der Siegerstadt. Mit dabei sind viele Stars. Beim großen Sommer Open Air auf dem Remscheider Schützenplatz stehen die schwedischen Superstars Mando Diao, Echo-Gewinnerin Christina Stürmer, die deutschen Bands Element of Crime und Jupiter Jones sowie die Newcomerin Madeline Juno auf der Bühne.

2015: Der „blaue Mond“, das heimliche Wahrzeichen Remscheids, strahlt nicht mehr. Der Mannesmann-Turm bleibt dunkel. Während eines Sturms kappt die Feuerwehr Remscheid die Spitze des Industriedenkmals. Man befürchtet den Bruch des alten Stahlgerüstes. Eine langer Streit um die Besitzverhältnisse und den geforderten Wiederaufbau beginnt. Ein Hauch von Hollywood in Remscheid: Gleich zweimal wird die alte Feilenfabrik Ehlis zur Film-Location. Im Mai spielt Emma Thompson in der amerikanischen Produktion der Falada-Verfilmung „Jeder stirbt für sich allein“ im Tal des Eschbachs und im Herbst entsteht dort ein Film zur Lebensgeschichte der Dassler-Brüder. Unter dem Titel „Turnschuhgiganten“ verfilmt RTL die Entstehungsgeschichte der Sportunternehmen Adidas und Puma. Remscheider konnten sich bei der Produktionsfirma als Komparsen bewerben. Die Stadt baut innerhalb von 26 Stunden eine Notunterkunft in Lennep auf. Asylsuchende werden in einem Schulgebäude, das nun als Erstaufnahmeeinrichtung dient, beherbergt. Auch viele Kinder sind darunter. In den folgenden Wochen und Monaten reißt die Flüchtlingswelle nicht ab. Die Flüchtlingshilfe wird nicht nur in Remscheid das bestimmende Thema des Jahres 2015. Viele Remscheider zeigen sich hilfsbereit und unterstützen die Helfer mit Geld- und Sachspenden wie Kleidung und alte Möbel.

2016: 28. Mai: Kämmerer Sven Wiertz erlässt eine Haushaltssperre. Er muss die Ausgaben der Verwaltung kürzen. Auch die Zahl der Mitarbeiter im Rathaus sinkt. Die steigende Zahl der Flüchtlinge bereitet Kopfzerbrechen. Rund 850.000 Euro muss die Kommune mehr zahlen als vorgesehen. Die Höhe der Kassenkredite beläuft sich zu diesem Zeitpunkt auf 621 Millionen Euro. Abriss des alten Hertie-Gebäudes in Lennep. Im denkmalgeschützten und renovierten Altbau sowie einem neu erstellten Anbau sollen neue Geschäfte entstehen. 2018 lassen sich zwei Supermärkte nieder. Eine erhoffte Belebung für Lennep. Das erste „Parkfood-Festival“ im Remscheider Stadtpark. Ein neues Veranstaltungskonzept – Foodtrucks aus ganz Deutschland mit internationalem „Fastfood“ – lockt viele Besucher auch aus den umliegenden Städten.

2017: Freiluftkonzert im Schwimmbad Eschbachtal mit der Gruppe „Köbes Underground“. Das 1. Eschtival – so der Name der neuen Veranstaltung - entstand durch eine Wette. Über 1.000 begeisterte Besucher kommen in das älteste Freibad Deutschlands und förderten damit auch dessen Erhalt.

2018: Am 1.07.2018 eröffnet das neu erbaute Feuerwehrgerätehaus Lennep an der Karlstraße 22. Nachdem das alte Domizil an der Mühlenstraße wegen des geplanten DOC aufgegeben werden musste, hat die freiwillige Feuerwehr nun auf dem ehemaligen Gleisfeld des Bahnhof Lennep ihr neues Zuhause. Nach vielen Jahren besitzt Remscheid wieder ein Kino. Im Dezember eröffnet das neue Haus der Cinestar- Gruppe mit sechs Sälen am Hauptbahnhof.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Alte Werkzeuge zu neuem Leben erweckt

Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht und Fotograf Dr. Heinz-Eberhard Boden mit dem Plakat der Ausstellung „Ans Licht geholt…“ und dem gleichnamigen Jahreskalender für 2020.  Foto: Lothar KaiserEin schönes Weihnachtspräsent für die Geschäftsfreunde RemscheiderWerkzeugfabrikanten, aber auch für Privatleute mit Sinn für fotografische Ästhetik ist der Kalender „Ans Licht geholt…“, den gestern auf einer Pressekonferenz im Deutschen Werkzeugmuseum“ Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht und Dr. Heinz-Eberhard Boden vorstellten. Von ihm und Frauke Fuck stammen die zwölf quadratischen Fotos des Kalenders in der Größe von 30 mal 30 Zentimetern. Es ist die „Besten-Auswahl“ aus der Ausstellung „Ans Licht geholt", die im Frühjahr im Museum auf große Resonanz gestoßen war – 39 künstlerische Aufnahmen von ganz unterschiedlichen Werkzeug-Objekten, die im großen Magazin des Museums lange Zeit unbeachtet geschlummert hatten. Aus der Nähe fotografiert, erwachten sie zu neuem Leben. Einige dieser Bilder fanden sich bereits in dem Kalender für 2019. Nun also „Part 2“, wiederum für 12,90 Euro im Museum zu erwerben (geöffnet Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr) oder unter der ISNB-Nummer 978-3-947740-02-4 in jeder Buchhandlung bestellbar.

„Die Bilder verändern das Sehen“, sagte Dr. Dr. Heinz-E. Boden gestern. „Und das Sehen verändert die Bilder!“ Daran zu arbeiten, habe ihm viel Spaß gemacht. Mit Formen zu spielen und mit Ausschnitten, durch die die Gegenstände eine neue Geschichte bekommen hätten, auch mit Hilfe von Assoziationen der Betrachter! So wurden beispielsweise aus Sensen zum Blütenblättern, ein verpackte Feile zu einer aufspringenden Knospe und die nach oben zeigende Spitze eines Bohrers zu einer Balletttänzerin. Boden: „Schön, dass das gelungen ist!“

Betriebe beantragen Kurzarbeit

Pleiten und Krisen

Die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts brachte viele Krisen und Veränderungen. Wirtschaftlich ging es zumindest für Deutschland nach der Überwindung der 2009 durch die Lehmann-Pleite ausgelösten Weltwirtschaftskrise steil bergauf. Die Kurve der Arbeitslosenzahlen zeigte nach unten, gleichzeitig stiegen die Löhne kontinuierlich. International wurden die Zeiten unruhiger. 2014 annektierte Russland die Krim. Der 2011 ausgebrochene Bürgerkrieg in Syrien entfesselte eine beispiellose Flüchtlingswelle, die 2015 auch Deutschland und Remscheid erreichte. Insgesamt 890.000 Schutzsuchende registrierte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in dem Jahr. Im Gefolge des starken Zustroms von Flüchtlingen entwickelte sich in Deutschland eine gesellschaftliche Debatte über die Ausrichtung der Asyl- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union sowie der Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik Deutschlands.

Die ungeklärte Bewältigung der Flüchtlingskrise und die in vielen Ländern als Bedrohung der eigenen Identität betrachtete Zuwanderung führten in vielen europäischen Staaten zu Abwehrreaktionen. Politische Parteien mit fremdenfeindlichen Programmen und „nationaler Gesinnung“ fanden mehr und mehr Zulauf. Gefördert wurden diese Tendenzen durch die Angst vor islamistischen Terroranschlägen, die in den Jahren 2015 und 2016 Europa erschütterten. Allein in Paris, Nizza, Brüssel und Berlin wurden dabei mehr als 1.500 Menschen verletzt oder getötet.

Gefördert durch die „Verteilungskrise“ bei den Flüchtlingen und die in vielen europäischen Ländern immer noch schwelende Finanz- und Wirtschaftskrise geriet auch die EU in schwieriges Fahrwasser. 2016 beschloss Großbritannien den „Brexit“, den Austritt aus der Europäischen Union. Mit der Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen Präsidenten Ende 2016, der seinen Wahlkampf mit den Parolen „Make America great again“ und „America first“ geführt hatte, entstanden weitere Probleme. Die lange gepflegte Freundschaft und die enge Zusammenarbeit in wirtschafts- und sicherheitspolitischen Belangen wurden plötzlich in Frage gestellt. Mit dem gleichzeitigen erstarken Russlands unter Wladimir Putin, das spätestens seit der Intervention auf der Krim eine neue Führungsrolle beanspruchte, endete für Europa eine lange Phase der friedlichen Entspannung.

Stadtleben

2010: Die Wirtschaftskrise bestimmt in vielen Bereichen die Remscheider Arbeitswelt. Betriebe beantragen Kurzarbeit. Ein starker Wintereinbruch macht Arbeiten im Außenbereich unmöglich. Die Arbeitslosenquote steigt auf 10,8 Prozent. Die künstliche Skipiste, die nach einem Planungswettbewerb unter dem Titel „SNOW“ auf der alten Mülldeponie an der Solinger Straße entstehen sollte, wird ad acta gelegt. Ein Investor für die futuristische Freizeitanlage lässt sich nicht finden. Remscheid drückt eine riesige Schuldenlast. Durch Streichungen, vor allem im sozialen Bereich, sollen in den nächsten fünf Jahren bis zu 60 Millionen Euro gespart werden. Das jährliche Defizit im städtischen Haushalt liegt bei 100 Millionen Euro. Damit steht Remscheid nicht allein. Die Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise werden 2010 in den Kommunen immer stärker spürbar. In Lennep wird der neue Bahnhof eröffnet. „Ist die Müngstener Brücke dem Bahnverkehr weiter gewachsen“, fragen sich Stadt und Bürger. Die Deutsche Bahn sieht keine Probleme für den Zugverkehr auf der Strecke des für Remscheid so wichtigen RB 47.

2011: Großbrand an der Freiheitsstraße. Das „Teppichlager“ wird ein Raub der Flammen. Das Feuer ist so heiß, dass umliegende Häuser und etliche Feuerwehrfahrzeuge beschädigt werden. Menschen sind zum Glück nicht verletzt. Der zweite Großbrand an dieser Stelle. Schon 1978 vernichteten hier Flammen ein großes Holzlager.

2012: Die Grundschule Eisernstein in Lüttringhausen steht in Flammen. 50 Kinder, 25 Lehrer und Betreuer sowie der Hund des Hausmeisters sind im Gebäude, als ein Computer in Brand gerät. Im Nu sind Berufsfeuerwehr, Freiwillige Wehren und das Rote Kreuz am Ort des Geschehens. Verletzt wird niemand. Das Designer Outlet Center (DOC) überdeckt alle anderen Themen in der Stadt - das ganze Jahr über. Am Rand der Lenneper Altstadt könnte es angesiedelt werden. Wenn man denn einen anderen Standort für die Kirmes und das Stadion finden kann. Die erste Sekundarschule in Remscheid. Sie wird in den Räumen der ehemaligen Hauptschule Rosenhügel angesiedelt und muss öffentlich vorgestellt werden, damit zum voraussichtlichen Start im September 2013: mindestens 75 Schüler einsteigen. Die Sekundarschule ist ein erster Schritt zum zweigliedrigen Schulsystem.

Der Text der Ausstellung „90 Jahre Großstadt Remscheid“ zur Remscheider Stadtgeschichte und speziell zur kommunalen Neugliederung vor 90 Jahren, zu sehen im Remscheider Rathaus im Rahmen des Stadtjubiläums, stammt von Jörg Holtschneider von der Agentur „Via Temporis“. Das Layout gestaltete die rsn-Medienagentur GmbH, Hindenburgstraße  78, www.rsn-medienagentur.de. Der Waterbölles veröffentlicht die einzelnen Kapitel der Ausstellung mit freundlicher Genehmigung des Autors und der Agentur.

Stadt befürwortet Hundewiese am Hohenhagen

Im Rahmen des Projektes MOSAIK (Modellhafte Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung) fand am 11. Mai im Stadtteilzentrum „Die Esche“ auf dem Hohenhagen eine Zukunftswerkstatt statt. Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers hatten dabei die Gelegenheit, Ideen und Vorstellungen für künftige Entwicklungen des Stadtteils einzubringen. In der Sitzung der Sitzung der Bezirksvertretung Süd befürwortete die Verwaltung am vergangenen Mittwoch die Einrichtung einer Hundewiese am Hohenhagen: danach hatte die CDU-Fraktion gefragt. „Dadurch würde sich die in Remscheid bisher verfügbare Anzahl an Hundeauslaufflächen von zwei (Kuckuck und Stadtpark Remscheid) auf drei erhöhen. Das würde den Anmarschweg der Hundehalter die verkürzen.“ Allerdings sei zu beachten, „dass

  • die Lage des Grundstücks nicht mit den Belangen aus Naturschutz bzw. Landschaftsschutz kollidieren sollte,
  • das Grundstück nicht zu dicht an vorhandener Wohnbebauung liegt, da sonst erfahrungsgemäß Beschwerden von Anwohnern über Lärm zu erwarten sind, und
  • beschilderte Parkplätze ausgewiesen werden können, um Klagen über Falschparker zu vermeiden.
  • das gewählte Grundstück über Einzäunung, Entsorgungsbehälter für Müll, Kotbeutelspender, Sitzgelegenheiten (Bänke mit/ohne Wetterschutz, Baumstämme etc.) und (optional) Wasserstellen für Hunde verfügt.“

Fazit: „Nach Abwägung der Vor- und Nachteile ist die Einrichtung einer Hundewiese am Hohenhagen aus Sicht des Fachdienstes Bürger, Sicherheit und Ordnung zu befürworten.“

Poitik sieht Bemühung um Radverkehr als Daueraufgabe

Einstimmig angenommen wurden am Dienstag von der Bezirksvertretung Alt-Remscheid drei Anträge zum neuen Radverkehrskonzept der Stadt. Und mit Zustimmung der übrigen Bezitksvertretungen ist zu rechnen.

  • Von den Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, DIE LINKE und FDP kam der Antrag, die Detailplanung dahingehend zu ändern, dass die früher vorhandenen Radfahr- und Schutzstreifen nicht nur am Bahnhof Lennep, sondern im gesamten Stadtgebiet reaktiviert werden. Neu: An allen zentralen Bus- und Bahnhaltepunkten sollen sinnvolle Abstellflächen, wenn nötig überdacht, geschaffen werden, aber auch an anderen Stellen im Stadtgebiet. Dazu gehören die Bahnhöfe Hauptbahnhof, Güldenwerth, Lennep und Lüttringhausen wie auch die zentralen Bushaltestellen, z.B. Friedrich-Ebert-Platz und Zentralpunkt.
  • Die Ratsgruppe der W.i.R. hatte beauftragt, die Stadtverwaltung möge in das Konzept er Streckenführung der Alltagsverkehre die Verbindungen vom Bahnhofskreisel nach Westhausen und nach Hasten über die Trasse des Werkzeugs einbeziehen. Die Wegeführung über die Trasse des Werkzeugs sei unbestritten die schnellere und sichere als die Routenvorschläge über die topographisch schwierigen Stadtstraßen.
  • Die Fraktionen und Gruppen von SPD, GRÜNEN, DIE LINKE und FDP möchten sichergestellt wissen, dass „das Radverkehrskonzept als Radverkehrsmasterplan für das Gesamtstadtgebiet von Remscheid dient und Grundlage für alle Rad -Verkehrsmaßnahmen ist. Auch solle es regelmäßig fortgeschrieben werden. Dazu wird von der Verwaltung ein jährlicher Maßnahmen- und Umsetzungsplan erwartet. Zitat aus der Begründung: „Nicht nur sportlich ambitionierte Remscheiderinnen und Remscheider benutzen immer öfter das Fahrrad. Die rasante Entwicklung von Pedelecs, E-Bikes und E-Scootern haben dem Radverkehr im Bergischen Land neue Perspektiven eröffnet. Dies zeigt sich unter anderem im großen Erfolg der Trassen.“ Auch bei den städtischen Klimazielen müsse der Radverkehr muss bei allen Verkehrsmaßnahmen mitgedacht werden.

Ämterhaus muss lüftungstechnisch ertüchtigt werden

Dicke Luft im Ämterhaus – jedenfalls an heißen Sommertagen. Dann es in der Wartezone unter dem Flachdach kaum auszuhalten, berichtete gestern in der Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann: „Das Ämterhaus muss lüftungstechnisch ertüchtigt werden!“ Das sei schon geraume Zeit bekannt, und nun solle darüber mit dem Vermieter, der städtischen Tochtergesellschaft GEWAG, endlich intensiv gesprochen werden. In der Planung sei bereits ein Windfang für den Haupteingang. Das Ämterhaus werde an jedem Werktag von ca. 450 Remscheider/innen aufgesucht, berichtete Beckmann.

Gärten und Wohnhäuser auf altem Sportplatz

Aus dem ehemaligen Sportplatz Düppelstraße zwischen Düppelstraße und Ronsdorfer Straße und seinen angrenzenden Flächen mit dichtem Baum- und Gehölzbestand soll ein neues Wohngebiet werden. Die baurechtlichen Voraussetzungen dafür soll der Bebauungsplanes Nr. 678 schaffen, den die Verwaltung jetzt der Politik vorgelegt hat. Gestern stand der Plan auf der Tagesordnung der Bezirksvertretung (BV Alt-Remscheid. Bei dem Sportplatz selbst handelt es sich um einen Ascheplatz (Tennenplatz), der in der Vergangenheit einige Zeit als Ausweichplatz genutzt wurde und in den letzten Jahren gar nicht mehr.

Um alle von der Planung Betroffenen und an der Planung Interessierten frühzeitig in den Planungsprozess mit einzubeziehen, hält es die Verwaltung eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie die Beteiligung gem. § 4 (1) BauGB für sinnvoll. Dies schaffe die Möglichkeit eines umfassenden Austausches sämtlicher bei der Planung zu berücksichtigenden Sachzusammenhänge und ermöglicht die optimierte Gewichtung aller Belange. Der Plan soll im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung aufgestellt werden. Begründung: Da es sich bei dem Plangebiet – mit Ausnahme des Bereichs an der Ronsdorfer Straße – um eine nahezu allseitig von Wohnbebauung umschlossene, durch eine bauliche Anlage gegenwärtig bereits genutzte Fläche von weniger als 20.000 m² handele, ermögliche der Plan keine Bauvorhaben, die einer Umweltverträglichkeitsprüfungspflicht unterliegen könnten.

Vorgesehen ist die „Wohnbebauung auf durchgrünten Privatparzellen bei Teilentsiegelung von Flächen des heutigen Sportplatzes, z.B. durch Anlage von Privatgärten. Auch bestehen „Überlegungen zu einer Regenrückhaltung, die sich langfristig zu einem Biotop und damit zu einer der Überhitzung in den Stadträumen entgegenwirkenden Maßnahme entwickeln“ könne. Die BV stimmte der Aufstellung des Bebauungsplanes gestern einstimmig zu.