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Nettekoven: Selbstbestimmter Abschied vom Amt

Auf dem digitalen 73. Kreisparteitag der CDU Remscheid, der erstmals lediglich online stattfindet, sprach Jens Peter ´Nettekoven ein letztes Mai als Kreisvorsitzender zu den Parteimitgliedern, die per PC zugeschaltet waren. „Nach elf Jahren und 20 Tagen an der Spitze unserer Partei werde ich den Staffelstab an meinen Nachfolger, meine Nachfolgerin übergeben“, sagte der Landtagsabgeordnete in seiner Rede im Vorfeld der Vorstandswahlen. „Vor 11 Jahren war ich 31 Jahre jung, kam gerade von meinem Studium der Betriebswirtschaft aus München zurück und nahm an der Aufstellungsversammlung für die Landtagswahl teil. Eine Veranstaltung die ich so schnell nicht vergessen werde. Eine übervolle RTV-Gaststätte und aufgeheizte Stimmung. Roswitha Müller-Piepenkötter und Elke Rühl hatten sich für das Mandat beworben. Ich habe mich damals zu Wort gemeldet und mich an der Diskussion – welche teilweise sehr abstrus war – beteiligt. Roswitha Müller-Piepenkötter wurde an diesem Abend gewählt.

Ich habe damals meiner Frau gesagt, ich könne mich vorstellen, als Stadtbezirksvorsitzender von Lüttringhausen zu kandidieren. Als ich meine mögliche Kandidatur in meinem Stadtbezirksverband bekanntgab wurde folgender Satz gesagt: „Die Jungen sollen erst mal Plakate aufhängen – später können sie immer noch für Posten kandieren!“ Ich weiß noch als wäre es gestern gewesen. Es war genau in der Zeit als Elke Rühl bekannt gab nicht mehr für den Kreisvorsitz zu kandieren. Ich saß mit meiner Frau im Wohnzimmer und habe ihr gesagt: „Wenn ich nicht Stadtbezirksvorsitzender werden soll, dann kandidiere ich halt als Kreisvorsitzender!“ Das aus diesem Satz Realität werden würde, habe ich zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht!“

Der Waterbölles dokumentiert Nettekovens Abschiedsrede nachfolgend:

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Die Kommunen solidarisch unterstützen

Zur Ratssitzung am vergangenen Donnerstag legte die Fraktion der Linken den Entwurf einer Resolution vor, in der das Land Nordrhein-Westfalen und der Bundestag aufgefordert werden, „die Kommunen im Lichte der coronabedingten Mindereinnahmen und Mehrausgaben deutlicher und nachhaltiger als bislang zu unterstützen“. Doch beschlossen wurde die Resolution noch nicht. Vielmehr forderten SPD und Grüne den Antragsteller auf, Vertreter der anderen Fraktionen und Gruppen im Rat der Stadt zu einer Art Redaktionskonferenz einzuladen. Das war ganz im Sinne von Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz, der sich zu Beginn dieses Tagesordnungspunktes eine „breiteste Mehrheit für eine knackige Resolution“ gewünscht hatte. Dafür aber erschienen den Fraktionsvorsitzenden David Schichel (Grüne) und Sven Wolf (SPD) vorliegende Entwurf „noch nicht rund genug“.

Zur Begründung ihres Antrags hatte die Fraktion der Linken ausgeführt: „Bereits vor Ausbruch der Corona-Pandemie war die finanzielle Situation vieler Kommunen angespannt. Diese Situation war im Wesentlichen fremdverschuldet. Denn selbst finanzschwache NRW-Kommunen wurden zur Finanzierung der Deutschen Einheit bzw. des ›Aufbau Ost‹ herangezogen. In NRW –aber auch im Saarland und in Hessen –wurden die kommunalen Finanzen zudem durch die Folgen des wirtschaftlichen Strukturwandels erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Zudem hatten die Steuergesetzgebung um die Jahrtausendwende sowie die globale Finanzkrise weitere Einnahmeausfälle zur Folge. Durch die Corona-bedingten Mehrausgaben und Mindereinnahmen drohen die Kommunen zusätzlich in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Die drohende Entwicklung ist nicht unvermeidlich: Das Land NRW kann diese zusätzlichen Ausgaben über die Notlagenverschuldung nach Art. 115 GG finanzieren. Die vorgeschriebene Tilgung kann über 50 Jahre oder länger erfolgen. Ansonsten drohen alle konsolidierungsbedingten Entbehrungen, die Kommunen unter dem ›Stärkungspakt Stadtfinanzen‹ auf sich genommen hatten, durch Corona annulliert zu werden. Zugleich sind die Aufgaben der Kommunen und die Erwartungen an sie nicht geringer geworden. Im Gegenteil: Der Ausbau von Sorge-Dienstleistungen und klimafreundlich-ökologischer Umbau sind inzwischen erfreulicherweise weitgehend politischer Konsens. Allerdings muss beides in erheblichem Umfang, etwa durch Ausbau von Kindertagesstätten und des ÖPNV, durch kommunale Wohnungs- und Verkehrsbetriebe geleistet werden.

Deshalb ist es nur sachgerecht und folgerichtig, wenn Bund und Land die Kommunen finanziell unterstützen, um einen Kahlschlag in der öffentlichen Daseinsvorsorge und ein ansonsten absehbares Scheitern an den Herausforderungen der Klimaschutzpolitik im kommunalen Bereich zu verhindern. Die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die hohe Nachfrage nach sicheren Anleihen in unsicheren Zeiten erlauben nicht nur dem Bund, sondern auch den Ländern historisch niedrige Finanzierungskosten. Das Land Nordrhein-Westfalen hat jüngst eine 100-jährige Landesanleihe mit einer Rendite von weniger als ein Prozent platziert. NRW verfügt infolgedessen über hinreichend Spielraum, um die Kommunen zu unterstützen, und sollte dies auch tun. Die übergroße Mehrheit der Menschen hat sich an die Auflagen während der Corona-Pandemie gehalten, die für sie mit oft empfindlichen Entbehrungen verbunden waren. Sie können und sollten dafür nicht mit einem Kahlschlag in der öffentlichen Daseinsvorsorge bestraft werden. Ein solcher Kahlschlag droht aber, wenn die Kommunen keine Unterstützung erfahren."

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Caritasverband Remscheid e.V. / Märchenstammtisch für Erwachsene. Die professionelle Märchenerzählerin Frau Ingrid Reinhardt (www.maerchenglueck.de) ist im neuen Jahr wieder online am 2. März von 19 bis 20.15 Uhr. Den Link dazu gibt’s nach der Anmeldung per E-Mail unter Projekt-QE@caritasverbandremscheid.de">Projekt-QE@caritasverbandremscheid.de oder. Info@bildungswerk-wuppertal.de">Info@bildungswerk-wuppertal.de. Teilen Sie gerne diese Nachricht mit Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder. Jeder kann digital mitmachen. Sollten Sie Zuhause nicht die Möglichkeit eines Endgerätes zur Verfügung haben, fragen Sie gerne in Ihrem Bekanntenkreis nach oder melden Sie sich bei uns im Caritasverband Remscheid bei mir. Haben Sie keine Sorge, wenn etwas nicht sofort klappt. Wir probieren es gemeinsam! Bei Bedarf kostenloser Support nach E-Mail an kontakthalten@caritasnet.de">kontakthalten@caritasnet.de. (Caroline Moll, Gemeindecaritas)

Schule für Musik, Tanz und Theater / Rotationstheater, Jugendkunstschule Lennep e.V. / Instrumental-Einzelunterricht. Seit Montag, 22. Februar, können wir Kinder bis zum Eintritt in die weiterführende Schule wieder im Instrumental-Einzelunterricht hier im Haus der Musikschule in Lennep unterrichten. Unsere Instrumental-Lehrer/innen freuen sich darüber sehr. Für alle übrigen Schülerinnen und Schüler müssen findet hier nach wie vor der Online-Unterricht statt. Mehr Infos auf www.jugendmusikundkunstschule.de.

FDP Remscheid / Digitale Bürgersprechstunde für Alt-Remscheid. Die Freien Demokraten in Remscheid setzen ihre digitalen Bürgersprechstunden für die Stadtbezirke fort. Diesmal ist Alt-Remscheid an der Reihe: Am Mittwoch, 3. März, um 18 Uhr steht Bezirksvertreter Sven Stamm für ein Gespräch zur Verfügung und tauscht sich gerne mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern über Themen des Stadtbezirks aus. Bei Interesse wird um Anmeldung unter Telefon RS 21653 (FDP-Geschäftsstelle) oder per E-Mail information@fdp-remscheid.de bis Mittwoch, 3. März, um 15 Uhr gebeten. Die Interessierten erhalten dann den Zugangslink zum Online-Konferenzraum.
 Am Donnerstag, 11. März, um 17.30 Uhr freut sich der Lüttringhauser FDP-Mann Christian Arntzen über Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern über Themen des Stadtbezirks. Bei Interesse wird um Anmeldung unter Telefon 02191 21653 (FDP-Geschäftsstelle) oder per E-Mail unter information@fdp-remscheid.de bis Donnerstag, 11. März 2021, um 15 Uhr gebeten. Die Interessierten erhalten dann den Zugangslink zum Online-Konferenzraum.

Die Schlawiner gGmbH / Wieder Rechtsberatung. „Die Schlawiner“ bieten am Mittwoch, 3.März, von 17 bis 19 Uhr wieder eine Rechtsberatung für diejenigen Bürgerinnen und Bürger an, die Beratungs- und Prozesskostenhilfe in Anspruch nehmen können. Ein Rechtsanwalt berät in allen juristischen Fragen. Aufgrund der aktuellen Corona Pandemie ist leider nur eine telefonische Beratung möglich. Anmeldung bei Anja Westfal, Tel: 0172 90 71 545 oder per E-Mail anja.westfal@dieschlawiner.de">anja.westfal@dieschlawiner.de.

Ökumenische Initiative Lüttringhausen & F(l)air-Weltladen Lüttringhausen / Gespräch mit Franco Calle Patroni und Marco Antonio Perez Rojas aus Bolivien. Die moderne Technik macht es auch in Corona-Zeiten möglich, über viele tausend Kilometer das Gespräch zu suchen. Am Mittwoch, 3. März, veranstaltet die Ökumenische Initiative Lüttringhausen gemeinsam mit dem Katholischen Bildungswerk und dem katholischen Hilfswerk Misereor ab 19 Uhr eine Zoom-Konferenz mit Franco Calle Patroni und Marco Antonio Perez Rojas aus Bolivien. Sie berichten über Projekte mit indigenen Gemeinschaften im Regenwald und gehen der Frage nach, wie man im Urwald so leben kann, dass der natürliche Lebensraum erhalten bleibt und die Menschen sich zugleich gesund und vielseitig ernähren können.  Anmeldungen nimmt bis zum 2. März Manfred Brauers entgegen unter E-Mail m.brauers@t-online.de. Dann werden die Zugangsdaten übermittelt.
Das Konzept der beiden Referenten heißt „Waldgärten: Landwirtschaft im Einklang mit dem Wald“. Und das hat verheißungsvolle Ergebnisse. Antonia Lurisi berichtet: "Ich säe heute eine Vielfalt von Pflanzen: Reis, Mais, Yucca, Bananen, Feigenbananen, Bohnen, Canavalia-Hülsenfrüchte. Ich hätte nie geglaubt, dass das alles keimt. Doch die Mitarbeiter der Caritas haben uns die neuesten Techniken gezeigt, wie man die Qualität der Ernte verbessert." Indem die Menschen mit und im Wald leben, schützen sie ihn. Ohne sie gäbe es die Regenwälder im Norden Boliviens vielleicht gar nicht mehr. Und von denen profitieren auch wir in Europa. Dahinter steht die Misereor-Partnerorganisation „Pastoral Social Caritas Reyes“. Sie stärkt indigene und kleinbäuerliche Gemeinschaften. Ihr Direktor ist Marco Antonio Perez Rojas. Für Übersetzung ist gesorgt. (Johannes Haun)

Ev. Kirchengemeinde Lüttringhausen, kath. Pfarrgemeinde St. Bonaventura und Hl. Kreuz, CVJM Lüttringhausen e.V. / Ökumenische Kinderbibelwoche 2021“Schalom - Komm, wir suchen Frieden“. Die diesjährige ökumenische Kinderbibelwoche findet vom 29. März bis 1.April täglich ab 10 Uhr statt. Aufgrund der aktuellen Lage nicht im CVJM-Haus, sondern als "KiBiWo Zuhause" im Kinderzimmer. Dazu erhalten die Kinder Projekttaschen mit allen Materialien und Anleitungen. Die Teilnahme ist wie immer kostenlos, um eine Spende zur Deckung der Materialkosten wird gebeten. Eine Anmeldung ist in diesem Jahr erforderlich unter https://www.kibiwo-luettringhausen.de bzw. im Jugendbüro des CVJM Lüttringhausen (http://www.cvjm-luettringhausen.de). (Klaus Rörig)

Käthe-Kollwitz-Berufskolleg / Ab sofort beginnt die Anmeldephase für das kommende Schuljahr. Sie möchten einen qualifizierten Berufsabschluss als Assistent/in für Ernährung und Versorgung, Sozialassistent/in, Kinderpfleger/in oder Erzieher/in erwerben? Sie würden gerne einen Hauptschulabschluss erlangen und sich beruflich orientieren? Sie haben Interesse an der Fachoberschulreife oder Fachhochschulreife oder möchten unsere gymnasiale Oberstufe am Beruflichen Gymnasium besuchen? Als größter Ausbilder der Stadt Remscheid in den Bereichen Ernährung und Versorgung, Gesundheit & Pflege und Erziehung & Soziales bietet das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg neben der dualen Ausbildung zum Friseur/zur Friseurin ein breites Spektrum an Bildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten an. Schauen Sie einfach vorbei unter www.kkb-rs.de. Alle wichtigen Informationen und Fristen zur Anmeldung inklusive Anleitungen, Ansprechpartnern und Terminen zur individuellen Beratung finden Sie unter www.kkb-rs.de/anmelden-am-kkb/. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen bieten wir Ihnen telefonische Beratung samt Hilfestellung zur Anmeldung.

Vergessen Sie zum Datum Ihrer Veranstaltung bitte nicht den Tag.
Die Leserinnen und Leser, die sich für Ihre Veranstaltung interessieren, werden es Ihnen danken.


Kurzmeldungen zu späteren Terminen siehe nächste Seite:

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Die Todesursache ist, dass er gestorben ist

Auszüge aus dem bergischen Krimi " Dunkle Geheimnisse " von Petra Pallandt mit freundlicher Genehmigung des Bergischen Verlages, Remscheid. 440 Seiten, kartoniert, ISBN 978-3-945763-98-8, 15 Euro.
Alte Naziseilschaften und aktuelle gesellschaftliche Strömungen beobachtet die Autorin mit professionell--psychologisch geschultem Auge und verwebt den Stoff auf spannende Art und Weise zu einem neuen Kriminalfall mit gleich mehreren Mordopfern.

„Ich kann nichts Ungewöhnliches entdecken“, sagte Bellers. „Er sieht für mich aus, als hätte sein Herz einfach aufgehört zu schlagen.“ „Natürlich hat es aufgehört zu schlagen, sonst wäre er ja nicht tot“, entgegnete die Frau. „Deswegen hat Dr. Quacksalber ja auch ,Herzversagen‘ auf den Totenschein schreiben wollen. Was in etwa so viel aussagt, wie wenn er geschrieben hätte, die Ursache für Herrn Hombachs Tod sei, dass er gestorben ist.“ „Aber ist das nicht manchmal so? Dass ein altes Herz einfach aufhört zu schlagen, ohne dass irgendwelche besonderen Krankheiten oder sonstige Umstände dazu beitragen?“

„Das gibt es, keine Frage, und das ist ein sehr schöner Tod. Nur bin ich mir sicher, dass das bei Herrn Hombach nicht so war. Und kommen Sie mir nicht mit irgendeinem unentdeckten Herzfehler. Herr Hombach ist der wahrscheinlich am besten untersuchte Mensch der Welt, weil seine Tochter mit einer wahren Affenliebe an ihm hängt und ihn ständig zu Ärzten schleppt.“ „Also? Was glauben Sie?“, fragte Sandra. „Ich glaube, es wurde nachgeholfen“, sagte Frau Komorski ohne Zögern. „Ob absichtlich oder unabsichtlich, weiß ich natürlich nicht. Auch nicht, ob er es selbst war oder jemand anderes, aber er ist nicht einfach so gestorben.“ Eine Weile herrschte Schweigen. Dann fragte die Pflegerin: „Was ist? Habe ich Sie schockiert?“

„Das ist schon eine schwerwiegende Behauptung“, antwortete Bellers .„Ich beschuldige ja niemanden direkt. Wie gesagt, könnte es sich auch um irgendein Versehen handeln.“ „Könnte er vielleicht die falschen Medikamente bekommen haben?“, fragte Sandra .„Das ist zu 99,9 Prozent ausgeschlossen. Ich habe ein System entwickelt, mit dem Fehler in der Medikamentengabe nahezu ausgeschlossen sind. “Sie erklärte, dass jede Bewohnerin und jeder Bewohner ein eigenes Fach besaßen, in denen ihre - und nur ihre Medikamente - sowie der Medikamentenplan verwahrt wurden. Wöchentlich wurden dann die Medikamente gestellt und in Boxen, die einzelne Fächer für jeden Wochentag sowie für morgens, mittags, abends und nachts besaßen, gefüllt. Eine zweite Pflegeperson kontrollierte anschließend, ob auch kein Fehler gemacht worden war.

„Und unsere verwirrten Bewohner, wie zum Beispiel Herr Hombach, bekommen ihre Medikamentenbox nicht etwa ins Zimmer gestellt, wo sie dann vielleicht die gesamte Wochenration auf einmal zu sich nehmen, sondern sie erhalten zu jeder Mahlzeit die entsprechenden Tabletten oder Tropfen in einem kleinen Gläschen. Wobei Herr Hombach allerdings außer einem Medikament für die Schilddrüse keinerlei Tabletten bekam.“ „Auch nichts für die Demenz? Oder genauer: gegen die Demenz?“, fragte Bellers. „Nicht mehr. Anfangs schon, aber nachdem die Demenz einmal vollständig entwickelt war, hatte seine Tochter das Gefühl, dass die Medikamente eher schadeten als nützten. Und ich stimme ihr zu. “

Bellers nickte und machte sich im Kopf wahrscheinlich eine Notiz, den Arzt seines Vaters auf dessen Medikamente anzusprechen. „Übrigens wird seine Tochter gleich hier sein. Möchten Sie mit ihr sprechen?“ „Das wäre gut“, stimmte Bellers zu. „Dann lassen Sie ihr doch erstmal einen Moment alleine mit ihrem Vater und kommen Sie, sagen wir, in einer Stunde wieder hierher? So lange können Sie gerne in unsere Cafeteria im Erdgeschoss gehen.“

Online-Etat erspart der Stadt 300 kg Papier

Der Doppelhaushalt 2021/2022, das Investitionsprogramm 2020-2025, der Gesamtergebnisplan 2020-2025 , der Gesamtfinanzplan 2020-2025 und die Haushaltssatzung der Stadt Remscheid für die Jahre 2021/2022 sind seit der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag beschlossene Sache. Weitergehende Informationen zum Haushalt sowie den Einzel- und Gesamtabschlüssen hat die Verwaltung auf der Internetseite https://remscheid.de/rathaus-und-politik/finanzen/146380100000087027.php interaktiv zusammengestellt. Auch aus Kostengründen. Darauf hat der Rat der Stadt schon vor zwei Jahren Wert gelegt: Seitdem liegt der Haushaltsplan nicht mehr in Papierform vor, sondern lediglich ungedruckt online. Die Auflage für die beteiligten politischen Gremien betrug einst rund 200 Stück. Bei einer durchschnittlichen Seitenanzahl von 600 je Exemplar werden nun je Auflage ca. 60.000 Blatt Papier eingespart.

  • Gesamtgewicht der eingesparten Papiermenge: ca. 300 kg
  • Wasser-Einsparung durch reduzierte Papiermenge: ca. 6.140 Liter
  • CO2-Einsparung durch reduzierte Papiermenge: ca. 265 Kilogramm.

Alle Fenster waren komplett mit Ruß bedeckt

Gestern kurz nach 21 Uhr wurde die Feuerwehr Remscheid um zu einem unklaren Brandereignis ab die Metzer Straße gerufen. Anwohner hatten Rauch und Brandgeruch gemeldet, woraufhin der Löschzug der Berufsfeuerwehr sowie die Freiwillige Feuerwehr Nord ausrückten. Vor Ort stellte sich heraus, dass es in einem Lagerraum im Erdgeschoss eines mehrstöckigen Mehrfamilienhauses brannte. Aufgrund der Rauchentwicklung waren in dem Raum bereits alle Fenster komplett mit Ruß bedeckt. Ein Trupp ging unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor und konnte das Feuer zügig unter Kontrolle bringen. Ein weiterer Trupp führte, ebenfalls unter Atemschutz, eine Treppenraumkontrolle durch und sorgte im Obergeschoss für Abluft. Die Brandursache war vermutlich ein in dem Raum abgestelltes E-Bike. Alle Bewohner konnten nach Ende des Löscheinsatzes wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Insgesamt war die Feuerwehr mit zehn Fahrzeugen und 27 Kräften im Einsatz.  (aus dem Bericht der Feuerwehr)

Wochenrückblick vom 22 bis 26. Februar 2021

Pandemie verhindert Tilgung des Schuldenberges

Als Tischvorlage erhielten am Donnerstag die Mitglieder des Rates der Stadt in der Aula des Albert-Einstein-Gesamtschule „3. Nachtrag“ – 16 Seiten mit elf Tagesordnungspunkten. Acht davon betrafen (Nach-)Forderungen der CDU-Fraktion zum Doppelhaushalt der Stadt für die Jahre 2021 und 2022. Der Beschlussvorschlag der Verwaltung zum Etat fand im Rat eine Mehrheit, die Anträge der CDU jedoch wurden „allesamt abgelehnt“, wie der RGA feststellte. Hätten diese Anträge (z. B. zum Remscheider Notfallfonds Kultur, „Urban Gardening“, kostenfreien KiTas,  höheren Zuschüsse für die Freie Wohlfahrtspflege, Teilnahme am European Climate Adaptation Award, „Modernste Schulen“ und der Unterstützung von Einzelhandel und Gastronomie“) eine Mehrheit gefunden, hätte Stadtkämmerer Sven Wolf auf der Ausgabenseite einige Millionen Euro zusätzlich eintragen müssen.

So aber blieb der vorgelegte Etat unverändert. Er enthält allein für das laufende Jahr Ausgaben in Höhe von Ausgaben von rund 445 Millionen Euro. Davon betreffen rund 95 Millionen Euro die innere Verwaltung (Personalkosten), rund 90 Millionen Euro soziale Leistungen und 88,5 Millionen Euro. die Kinder-, Jugend-und Familienhilfe. Zu den erwarteten Einnahmen über rund 163 Millionen Euro gehören 59 Millionen Euro aus der Gewerbesteuern, 27 Millionen aus der Grundsteuer B, 51,9 Millionen Euro als Anteil der Stadt an der Einkommenssteuer sowie 14,15 Millionen Euro an der Umsatzsteuer.

Dass die Corona-Pandemie die städtischen Einnahmen hat sinken und die Ausgaben steigen lassen, Ist dem Haushaltsplan nicht anzumerken, sonst würde er nicht einen Überschuss aufzeigen. Die Erklärung: Ein eigens hierzu von der Landesregierung NRW beschlossenes Gesetzes ermöglicht es den Kommunen, ihre Corona-Ausgaben als „Sondervermögen“ zu separieren und getrennt über einen Zeitraum von 50 Jahren abzuschreiben, beginnend 2025. Dazu heißt es in den „Nachrichten aus dem Bergischen Land“ des WDR-Studios Wuppertal, Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz rechne damit, dass die Corona-Bekämpfung die Stadt in den kommenden Jahren noch einmal 200 Millionen Euro zusätzlich kosten werde. Dies werde die nachfolgenden Generationen stark belasten. So sei eine Tilgung des Schuldenberges von fast nahezu 600 Millionen Euro unmöglich.

35.000 Euro Schaden bei zwei Unfällen

Gestern gegen 11.10 Uhr kam es in Lennep zu einem Verkehrsunfall mit einem Verletzten und hohem Sachschaden. Eine 41-Jährige befuhr mit ihrem VW Sharan die Straße Am Stadion. Als sie die Kreuzung zur Wupperstraße passierte, kam es zum Zusammenstoß mit dem Ford Fiesta eines 82-Jährigen; er musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 15.000 Euro.

zwei Personen wurden verletzt, als am 25. Februar gegen 18.30 Uhr der 67-jährige Fahrer eines Subaru auf der Kratzberger Straße wenden wollte, dabei er die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und das Tor einer Hofzufahrt durchbrach. In der Folge prallte er gegen einen abgestellten Anhänger. Beide Fahrzeuge rollten weiter einen Abhang hinunter, bevor sie zum Stillstand kamen. Der Autofahrer sowie seine 72-jährige Begleiterin zogen sich dabei Verletzungen zu. Der Rettungsdienst brachte sie ins Krankenhaus. Ein Abschleppunternehmen barg die Fahrzeuge. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden in Höhe von circa 20.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

So sah die Lenneper Altstadt vor 1908 aus

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Lennepfreunde,
das ist Lennep von oben, genauer gesagt die Schwelmer Straße aufwärts gesehen von der ev. Stadtkirche aus. Die Ansichtskartenaufnahme stammt aus der Zeit vor 1908. So manches Gebäude auf dem Foto gibt es heute nicht mehr, wie z.B. das sog. Bezirkskommando, wo die jungen Männer sich zum Militärdienst melden mussten. Zuvor hatte sich in diesem Gebäude die alte Lenneper Bürgerschule befunden, bevor sie 1868 in die Hardtstraße verlegt wurde. Es handelt sich dabei um das langgestreckte große Gebäude auf dem Foto, das nach rechts von der Schwelmer Straße ausgeht. Die älteren von uns haben es ja vielleicht noch gekannt, heute gehört das Areal zu dem Neubaugebiet um die Klosterkirche herum, das nun auch schon rund fünfzig Jahre alt ist.

Oben links erblickt man zwar schon die sog. Tränenallee, die später offiziell zur Albert-Schmidt-Allee wurde, aber darunter noch nicht die Schillerstraße, die als vornehme Wohngegend in der Gartenstadt Lennep von der Knusthöhe her kommend im Jahre 1907 an der Schwelmer Straße anlangte. Sie verdrängte dort übrigens die "Reeperbahn" der dortigen Seilerei Neuhaus. Immerhin erkennt man noch das Wohnhaus der Familie Neuhaus an der späteren Straßenecke.

Gestaltungsvereinbarung trägt alle Unterschriften

Nachdem in der vergangenen Woche die Gremien der Parteien von SPD, Grüne und FDP , bzw. im Falle der SPD die Mitglieder, mit jeweils weit über 90 Prozent der abgegebenen Stimmen der Gestaltungsvereinbarung zugestimmt haben, wurde am Donnerstag im Foyer des Teo-Otto-Theaters die Gestaltungsvereinbarung unterschrieben. Im Bild von li. na. Re. David Schichel(Grüne), Ilka Brehmer (Grüne), Thomas Neuhaus (Grüne), Burkhard Mast-Weisz(SPD), Christine Krupp (SPD), Sven Wolf (SPD); Sven Chudzinski (hinten, FDP) und Torben Clever (vorne, FDP). Foto: Thomas Wunsch.

CDU-Preis für die Ärztliche Kinderschutzambulanz

Die CDU Remscheid hat ihren gläsernen CDU-Preis in diesem Jahr der Ärztlichen Kinderschutzambulanz Bergisch Land e.V. vergeben. Am Mittwoch übergab Jens Peter Nettekoven den Preis der Leiterin Birgit Köppe-Gaisendrees. „Die Vergabe des CDU-Preises an die Ärztliche Kinderschutzambulanz ist mir eine Herzensangelegenheit. Dort erhalten Kinder Hilfe, die Opfer von körperlicher Misshandlung, Vernachlässigung oder sexueller Gewalt geworden sind. Dort kümmert man sich um die Schwächsten der Gesellschaft. Ich danke dem gesamten Team der Ärztlichen Kinderschutzambulanz für ihre wertvolle und engagierte Arbeit zum Wohle der Kinder, die bereits in jungen Jahren Schlimmes erfahren mussten“ sagt der CDU-Kreisvorsitzende. „Ich stehe sowohl in meiner Funktion als Kreisvorsitzender als auch als Landtagsabgeordneter im stetigen Kontakt mit den Verantwortlichen der Kinderschutzambulanz und habe wiederholt Einblicke in deren Arbeit erhalten. Viele Geschichten haben mich tief erschüttert. Es ist wichtig, dass Kindern, die diese grausamen Erfahrungen gemacht haben, schnelle und professionelle Hilfe erhalten. Dafür steht das Team der Ärztlichen Kinderschutzambulanz.“

In regelmäßigen Abständen verleiht die CDU Remscheid ihren Ehrenpreis, um die Arbeit von Personen oder Institutionen zu würdigen. So wurde der Preis beispielsweise schon an den Remscheider Ehrenbürger Gerd-Ludwig Lemmer, die Feuerwehr Remscheid, das Blutspendeteam des DRK oder den SAPV vergeben.