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1949 fuhren 26 Unternehmer zur Hannover-Messe

Das Jahr 1949 bricht an. Inzwischen ist das Ruhrstatut erlassen, jenes Abkommen zwischen England, Frankreich, den USA und den Beneluxstaaten, mit dessen Hilfe die deutsche Kohle- und Stahlproduktion an der Ruhr durch die Internationale Ruhrbehörde, der auch Deutschland ange­hörte, kontrolliert werden soll. Es wird 1952 mit der Errichtung der Montanunion aufgehoben. Auch der Atlan­tikpakt, in dem die werdende Bundesrepublik Deutschland eine wichtige Rolle spielen wird, ist errichtet. Aber ungeachtet solcher Ereignisse in der großen Welt geht das Leben in der Provinz seinen eigenen Gang. Auch ein halbes Jahr nach der Währungsreform werden noch Lebens­mittelkarten verteilt, ganz so, als hätte es die wunderbare Brotvermehrung im Gefolge des neuen Geldes nicht gege­ben. Doch irgendwann im Laufe dieses Jahres geben auch die begeistertsten Planer und Bewirtschafter ihre Schaltstel­len auf. Was elf bis zwölf Jahre lang die Menschen in Atem hielt, die Nahrungsbeschaffung, die Kunst des schlichten Überlebens, verliert jetzt ihre zentrale Bedeutung. Die Remscheider Industrie regt sich immer kräftiger und ist im Jahre 1949 mit 26 Unternehmen aus den verschiedensten Branchen auf der wiedereröffneten Hannover-Messe ver­treten.

Der Krieg hatte, namentlich in seinem Endstadium, die Sitten gelockert. Die Weltuntergangsstimmung, von der viele ergriffen waren, hatte sich auch im allermenschlichsten Miteinander niedergeschlagen. Kritikloser Partnerwechsel, der sich auch in den ersten Jahren der Besatzungszeit fortsetzte, blieb nicht ohne Folgen. Geschlechtskrankheiten grassierten. Darum machte der brutale Aufklärungsfilm »Gift im Blut« die Runde. Er zeigte an klinischen Fällen die Folgen von Tripper und Syphilis auf. Bei den Vorführungen in öffentlichen Lichtspieltheatern - in Remscheid beispiels­weise im Bunker Homberg - mussten Männer und Frauen getrennt sitzen. Wie notwendig solche Aufklärung war, erhellen uns nüchterne Zahlen. 1949 (in diesem Jahr wurde in Remscheid auch ein großes Oktoberfest gefeiert - siehe Fotos) lagen die Tripper­erkrankungen zweimal, die der Syphilis-Erkrankungen fünf- bis sechsmal so hoch wie 1944.

Doch nach so vielen Jahren der Düsternis hellte sich der Lebenshorizont hier und dort auf. Noch ließ der Wiederauf­bau der Stadt zu wünschen übrig, fehlte es an Material, auch an Geld. Aber die Freude am Dasein, die Lust am Leben, der innere Jubel, alles Elend des Krieges hinter sich gelassen, einfach überstanden zu haben, brach sich Bahn. Am 9. Juli 1949 gibt Remscheid ein weithin sichtbares Signal dafür, dass es sich nun auf dem Weg in eine bessere Zukunft glaubt: ein Brillantfeuerwerk vor dem Rathaus. An kriegeri­schem Feuerwerk hat es den Menschen in den letzten Jahren nicht gefehlt, wohl aber an den Himmelskünsten der Pyro­techniker. Eine Generation ist herangewachsen, die den Zauber der Verwandlungsbomben, das bunte Schauspiel am nächtlichen Himmel mit der lautstarken Begleitmusik nie erlebt hat. Jetzt stehen die Jungen gemeinsam mit den Alten, für die alle friedlichen Spiele der Pyrotechniker vergangene Zeiten beschwören, Schulter an Schulter und erblicken im Widerschein dieser fröhlichen Raketen einen Hinweis dar­auf, dass bessere Zeiten bevorstehen. Mag sein, dass dem einen oder anderen Betrachter dabei auch die »Christ­bäume« wieder ins Gedächtnis kommen, die - kaum sechs Jahre vorher - Remscheid erhellten, auf dass es um so zielsicherer zerstört werden könne. Und ein paar Beobach­ter des Feuerwerks mögen auch daran gedacht haben, dass Leuchtkugeln dazu dienen, der Artillerie das richtige Zielge­biet auszuweisen. (Der Autor spricht sich von solchen Reminiszenzen nicht frei, denn er war - mit gleichaltrigen Freunden - kurz vor Kriegsende mit einer gefundenen Leuchtpistole zwischen den Fronten des Ruhrkessels unter­wegs und verschoss ahnungslos Signalpatronen, wurde von deutscher Feldgendarmerie gestellt und verdankt seinem allzu jugendlichen Alter oder einer humanen Regung des Uniformierten sein Leben.)

Das Feuerwerk war nicht das einzige Signal zurück gewon­nener Lebensfreude. Zu Pfingsten hatte das erhalten geblie­bene Strandbad die Pforten wieder geöffnet. Die Prominentenmannschaft des damaligen Nordwestdeut­schen Rundfunks (NWDR) trat zum 25. Male auf, und dies in Remscheid. Die Honoratioren der Stadt, an der Spitze der Oberbürgermeister, stellten sich zum Kampf. Nur ein Ergebnis dieses Spiel ist es wert, überliefert zu werden: Es kamen 20.000 Zuschauer. (aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978. / (Foto links aus: „Remscheid“ von Hans Funke, erschienen 2002 im Sutton-Verlag in Erfurt in der Reihe „Archivbilder“)

Remscheider Institutionen berichten oder laden ein

Remscheider Sportjugend / Zoom-Konferenz zu sexualisierter Gewalt. Der Sportbund Remscheid e.V. und die Remscheider Sportjugend sind Mitglied im „Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter Gewalt im Sport“. Ein wichtiges Anliegen ist es folglich, die Sportvereine und ihre Übungsleiter*innen, sowie weitere interessierte Personen bezüglich dieses Themas zu informieren und vor-zubereiten, um so sexualisierter Gewalt im Sport vorzubeugen und zu bekämpfen. In diesem Rahmen bietet der Sportbund Remscheid e.V. regelmäßig Informationsveranstaltungen an! Die nächste Veranstaltung findet am 4. Mai digital per Zoom statt. Die Seminarteilnehmer/innen setzen sich in der Zeit von 18 bis 21 Uhr mit folgenden Themen auseinander: Woran erkenne ich sexualisierte Gewalt, Formen der Prävention, Interventionsmöglichkeiten, Tipps für den Alltag , rechtliche Aspekte. Während der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die Ansprechpartner/innen verschiedener Institutionen in Remscheid wie z.B. „Weißer Ring“ oder „Kinderschutzbund“ kennenzulernen. Anmeldungen unter Tel. RS 341443.

Falken Bildungs- und Freizeitwerk Bergisch Land e.V., Wuppertal / Web-Seminar am 14. April. Das vorläufige Gesamtprogramm unseres Bildungs- und Vernetzungsprojekts „Klimagerechtigkeit machen – Hier und Jetzt!“ ist jetzt online abrufbar. Über die bereits bekannte Internetadresse PrimaKlima21.net finden sich künftig alle Informationen zu den Einzelveranstaltungen, den beteiligten Organisationen und zum Teilnahmeverfahren. Anmeldung zu den einzelnen oder allen Veranstaltungen der Bildungsreihe bitte an anmeldung@primaklima21.net">anmeldung@primaklima21.net. Starten werden wir am Mittwoch, 14. April,  um 19 Uhr mit dem Web-Seminar „Das 1,5-Grad Ziel – Wie werden Kommunen klima- und global gerecht?“ (Jürgen Regneri)

SPD-Unterbezirk Remscheid / Online-Diskussion zum Lieferkettengesetz. Nach der ersten beiden, sehr erfolgreichen Online-Diskussionen lädt die SPD-Remscheid nun zur 3. Online-Diskussion ein. Wir wollen mit interessierten Menschen am 15. April  um 19 Uhr über das Lieferkettengesetz sprechen. Dieses Thema nehmen wir täglich in den Medien wahr. Fast Fashion – Bekleidung zum Wegwerfen, verschmutzte Flüsse, unhaltbare Lebensumstände für Menschen in der Textilindustrie, Kinderarbeit, „Wirtschaften auf Kosten der Umwelt – damit wollen wir uns beschäftigen. Das Lieferkettengesetz soll für die Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards entlang ihrer Lieferketten Sorge tragen. Profitieren werden davon nicht nur die Produzierenden, sondern auch die Unternehmen mit reiner Weste. Am Ende entscheiden die Verbraucher, ob sie „saubere“ Ware erwerben möchten. Zum Glück gibt es schon einige Unternehmen, die sich vorbildlich verhalten – leider viel zu wenig.
Unsere Gäste: Elke Ellenbeck, Vorsitzende ver.di Ortsverein Remscheid; Josef Neumann+,  SPD-Landtagsabgeordneter; Ingo Schäfer, SPD-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Solingen, Remscheid, Cronenberg & Ronsdorf; Christian Wimberger, Christliche Initiative Romero, Münster; Moderation: Sophia Merrem, Eine-Welt-Promoterin Bergisch Land. Dem Zoom-Meeting beitreten?= Bitte sehr: https://zoom.us/j/96445403345?pwd=OU1heXRIQTRtdk9lL0FjSys1OGlPZz09. Wir freuen uns auf eine lebendige Diskussion!

Caritasverband Remscheid e.V. / Wieder gibt es einen Märchenstammtisch für Erwachsene mit der professionellen Märchenerzählerin Ingrid Reinhardt (www.maerchenglueck.de, und zwar jeweils Dienstag, 4. Mai und 1. Juni online von 19 bis 20.15 Uhr. Den Link erhalten Interessierte per E-Mail. Anmeldungen über Projekt-QE@caritasverbandremscheid.de">Projekt-QE@caritasverbandremscheid.de oder Info@bildungswerk-wuppertal.de">Info@bildungswerk-wuppertal.de. Leiten Sie diese Nachricht gerne an Ihre Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder weiter. Auch diese sollten alle die Möglichkeit haben, an diesem digitalen Angebot teilzunehmen. Wegen technischer Unterstützung wenden Sie sich an unserem kostenlosen Support: kontakthalten@caritasnet.de">kontakthalten@caritasnet.de.

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KOD legt wegen Ausgangssperre Nachtschicht ein

In diesem Jahr beginnt für die rund zwei Milliarden Muslime auf der Welt der Fastenmonat Ramadan (arabisch رمضان) heute Abend und endet am Mittwoch, 12. Mai. In dieser Zeit verzichten gläubige Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Zigaretten und Sex. Ausgenommen vom Fastengebot sind kleine Kinder, alte, kranke und gebrechliche Menschen sowie Schwangere, stillende Mütter und Reisende. Essen und Trinken ist erlaubt, nachdem die Sonne untergegangen ist, und zwar laut dem Koran „bis Ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt!"

Die islamischen Gebetszeiten in Remscheid finden sich im Internet unter https://www.gebetszeiten.de/Remscheid/gebetszeiten-Remscheid/161605-dit17de. Demnach dürfte das traditionelle Iftar-Essen heute Abend um 20.30 Uhr beginnen, wenn, ja wenn nicht heute die Ausgangssperre in Kraft getreten wäre, die die Stadtverwaltung wegen der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie zunächst zum 18. April angeordnet hat, täglich für die Zeit von 21 bis 5 Uhr morgens. Ausnahmeregelungen für bestimmte religiöse Gruppen sieht die Ausgangssperre nicht vor. „Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich“, stellte Pressesprecherin Viola Juric zu Recht fest. Gemeinschaftliche Iftar-Essen in den Moscheen fallen somit in diesem Jahr flach. Dafür würde die Zeit bis zur vorgeschriebenen Ausgangssperre um 21 Uhr nicht reichen.

 Vermutungen in Remscheider Facebook-Gruppen, der Kommunale Ordnungsdienst der Stadt (KOD) werde Einhaltung der Ausgangssperre nicht kontrollieren, hat die Stadt Remscheid auf Anfrage es Waterbölles widersprochen. Vorgesehen ist vielmehr eine Nachtschicht des KOD bis 0 Uhr, um  j e d w e d e n  Verstößen nachgehen zu können. Ob auch die Leistelle des Ordnungsamtes (Tel. RS 169000) bis 0 Uhr dienstbereit ist, will die Stadt im Laufe des Tages noch mitteilen.
Dass es sich bei dem „Hausarrest“ von 21 bis 5 Uhr weder um Bestrafung noch um Schikanen handele, hatte am Sonntag auf einer digitalen Pressekonferenz Ordnungsdezernentin Barbara Reul-Nocke betont. Und Sevinc Brilling, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums, hatte darauf aufmerksam gemacht, dass wegen der Corona-Pandemie auch in der Türkei das gemeinsame Essen und Beten abends in den Moscheen verboten worden.

Propaganda spielte 1939 auch in RS eine große Rolle

Rückblick auf die Zeit, als der Zweite Weltkrieg unmittelbar bevor stand. Ehe, wie Hitler das ausdrückte, »zurückgeschossen« wurde, damals am 1. September 1939, hatte ein publizistisches Trommel­feuer viele Zweifler mürbe gemacht. Sie dachten an Pflicht­erfüllung, auch wenn ihnen die ganze Richtung nicht passte. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, steht in Remscheid in der Zeitung, dass die Stadt 21.000 Rundfunkteilnehmer hat. In den darauffolgenden Tagen wird auf diese Weise Stimmung gemacht: „Remscheid ist in Bereitschaft. Der Führer hat gesprochen. Zuversicht, Mut und Entschlossenheit erfüllt alle. Trotz der erregenden Atmosphäre, die die Wucht der ungeheuren Entscheidung erzeugt, ist keine Spur von nervö­ser Hast zu bemerken. Jeder ist entschlossen, zu seinem Teil zum guten Gelingen unserer heiligen Sache beizutragen. Es ist gänzlich unwichtig, dass wir leben. Notwendig ist es, dass unser Volk, dass Deutschland lebt.“

Und sehr konkrete Hinweise auf veränderte Lebensbedin­gungen: »Alle Verdunklungsmaßnahmen sind durchzufüh­ren. Die Aufforderung des Polizeipräsidenten ist zu beachten, wonach die Straßen freizumachen sind, wenn feindliche Flugzeuge auftauchen. Es wird bitter ernst. Jede Neugier rächt sich. Um Euch vor dem Abwurf feindlicher Bomben zu schützen, muss die Flak schießen. Dabei können stets Geschoßsplitter und auch größere Teile herunterfallen. Also, weg von den Straßen, hinein in die Luftschutzräume.«

In der dritten Kriegswoche nimmt die Bevölkerung zur Kenntnis, dass es noch einige Textilwaren bezugscheinfrei gibt, so naturseidene Gewebe aller Art, Wachstuch, Lino­leum, Balatum und Stragula, Teppiche, Kokosläufer, Gardi­nen, Morgenröcke und Hausjoppen. Doch eine solche Nachricht hat nur Kuriositätenwert, denn von all diesen Sachen ist in den Läden nichts mehr zu haben.

Am 15. September 1939 meldet das Führerhauptquartier 60.000 gefangene Polen bei Radom. Doch in Remscheid werden auch die ersten Todesanzeigen veröffentlicht, von den Eltern, die »in stolzer Trauer« den Tod ihres Sohnes bekanntgeben, von jungen Frauen, die auf diese Weise das frühe Ende ihres Ehemannes vermelden. Sieben Lebensmittelkarten (Reichsbrotkarten [rot], Reichs-fleischkarte [hellblau], Reichsfettkarte [gelb] und so weiter) werden ausgegeben. Jungen ab siebzehn bekommen Rasier­seife.

Ende September 1939 feiert die Schule Neuenkamp Richtfest. Die Remscheider Milchversorgung wird neu geordnet. Arbeiter aus rüstungswichtigen Betrieben erhalten ihre UK-Stellung. In den Kinos laufen Filme wie »Robert Koch« mit Emil Jannings (Capitol), »Kitty und die Weltkonferenz« mit Hannelore Schroth (Apollo), »Menschen vom Variete« mit La Jana und Attila Hörbiger (Modernes). In Sondervorstel­lungen ist der dokumentarische Film über »den größten Festungsbau aller Zeiten«, den Westwall, zu sehen. Noch dürfen auch russische Stoffe sein, so »Stjenka Rasin« (Union-Theater).

Schlaglicht aus dem Kriegsjahr 1940, in dem die Deutschen über Holland, Belgien und Frankreich hereinbrechen: Remscheider unterhalten 58282 Sparkonten mit 55 863106 Reichsmark. Das sind pro Konto 963 Reichsmark im Durchschnitt. Von 100 Einwohnern besitzen 56 ein Spar­buch.

Trotz der militärischen Erfolge, die bei vielen Remscheidern die nationalsozialistischen Parolen zu Selbstläufern machen, setzt die NSDAP die Propagandaarbeit fort. Ein Beispiel: Am 27. Oktober 1940 findet ein Generalmitgliederappell der Ortsgruppe Schüttendelle statt. Es gibt wieder einmal eine Fahnenweihe. Aus Düsseldorf ist der Gauleiter Florian gekommen, zur Feier des Tages. Ihm dankt Kreisleiter Brinkschulte und gelobt, »dass die Ortsgruppen des Kreises Bergisch-Land helfen wollen, das Ziel Adolf Hitlers zu verwirklichen, ein freies, stolzes Deutschland zu schaffen. In der Partei darf es kein Spießertum geben, denn sie, eine idealistisch verschworene Gemeinschaft von wenigen Mil­lionen, muss eine gigantische Kraft entfalten, um das 86-Millionen-Volk (Österreich mitgezählt) für alle Ewigkeit auf das Hochplateau eines menschenwürdigen Lebens zu füh­ren.« Das war der Ton der Zeit. So redete man damals wirklich. In der Zwischenzeit aber hatte Hitlers  Krieg begonnen, Menschen zu fressen. Immer mehr Remscheider mussten in den grauen Rock, immer mehr junge Männer auch, Abituri­enten darunter. Frauen rückten auf frei werdende Arbeits­plätze. Noch geschah das alles mit der Mutmaßung, es helfe den Krieg zu einem für Deutschland guten Ende zu führen. Die Siegesmeldungen waren noch in der Überzahl. Die Menschen ließen sich motivieren.

Indoktrination war aber auch weiter an der Tagesordnung. Das wurde in Remscheid erfahrbar, als am 29. Oktober 1940 der Städtische Lesesaal seiner Bestimmung übergeben wurde. Bei seiner Eröffnung hieß es, er sei »dem Geist der Gegenwart angepasst, ein Instrument der politischen Willensbildung. Hier wird das Buch im kämpferischen Einsatz für Reich und Volk gesehen.« Krasser konnte die geistige Entmündigung der Bevölkerung kaum noch ausgedrückt werden. Bücher waren nicht länger Zeugnisse individueller Bemühungen um die Probleme der Zeit, nicht länger Her­ausforderung an andere, den eigenen Standort zu überprüfen und ihn auch in entgegengesetzter Position zu finden, Bücher waren jetzt Erfüllungsgehilfen zur Erkenntnis der einzig zugelassenen nationalsozialistischen Wahrheit. Man kann sich das Autorenregister des Städtischen Lesesaals Remscheid vorstellen. (aus: „Remscheid so wie es war 2“, von Dr. Gerd Courts, erschienen im Droste Verlag, Düsseldorf, im Jahre 1978.)

Literaturanalyse zum Mord in der Wenzelnbergschlucht

von Armin Breidenbach

Die letzten Monate vor Ende des Zweiten Weltkriegs gingen vielerorts noch mit Massenexekutionen von Gegnern des NS-Regimes und „gefährlichen“ Gefangenen einher. Auch im Bereich der Gestapoleitstelle Düsseldorf kam es zu einer Steigerung der Brutalität in der Verfolgung vor allem von flüchtigen Kriegsgefangenen und Fremdarbeitern und schließlich auch zur Erschießung von Häftlingen kurz vor dem Eintreffen der alliierten Truppen: So wurden zum Beispiel am 13. April 1945, also vor genau 76 Jahren, in der Wenzelnbergschlucht bei Solingen-Ohligs 71 Gefangene erschossen, von denen 60 aus dem damaligen Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen und elf aus Wuppertaler Strafanstalten stammten.

Ein Jahr später, am 12. April 1946, berichtete die kommunistische Tageszeitung „Freiheit“ über jenen Massenmord und erwähnte auch die Namen von acht ermordeten politischen Häftlingen, die alle aus dem Zuchthaus Lüttringhausen stammten. In der Ausgabe der „Freiheit“ vom 12. September 1947 wurden nicht nur die Namen von 14 politischen Häftlingen, sondern auch die von 50 „anderen“ und vier ausländischen Häftlingen genannt; drei Opfer konnten nicht identifiziert werden. 

Bei der im April 1969 im Solinger Tageblatt veröffentlichten fünfteiligen Serie mit dem Titel „Bleibt der Massenmord am Wenzelnberg ungesühnt?“ dürfte es sich vermutlich um die erste ausführlichere Darstellung dieses Verbrechens gegen Ende des Zweiten Weltkriegs handeln. Es sollte aber noch weitere 46 Jahre dauern, bis der Wuppertaler Historiker Dr. Stephan Stracke in seiner 2015 erschienenen Veröffentlichung ausführlich auf den Massenmord in der Wenzelnbergschlucht und auch auf die Schicksale der meisten der damals Ermordeten einging. Die beiden Wenzelnberg-Opfer Adolf R. und Ferdinand M. sind bei ihm allerdings nicht erfasst: Der Maurer Adolf R., geboren am 11. Juni 1884 in Elberfeld, war mehrfach vorbestraft. Am 15. März 1945 vom Sondergericht Wuppertal als „Volksschädling und gefährlicher Gewohnheitsverbrecher wegen Rückfallbetruges, Diebstahls und Widerstandsleistung“ zum Tode verurteilt, wurde er 15 Tage später vom Gefängnis Wuppertal aus in das Zuchthaus Lüttringhausen eingeliefert. Im Garten de Weerth in Wuppertal-Elberfeld erinnert das „Denkmal der Namen für die Wuppertaler Opfer des Nationalsozialismus“ unter anderem auch an Adolf R.

Auch Ferdinand M., geboren am 4. April 1892, war mehrfach vorbestraft. Von der Strafkammer des Landgerichts Köln war er wegen Rückfalldiebstahls und Hehlerei zu einer Gefängnisstrafe von fünf Jahren verurteilt worden, die er im Zuchthaus Lüttringhausen verbüßen musste.

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Keine generelle Beitragsbefreiung ab Februar

Kita-Gebühren werden Eltern erstattet“, hieß es am 12. Januar in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid. Die Gebühren für November und Dezember 2020 würden den Eltern zurück erstattet, sofern die Kita, die Tagespflege oder die OGS als Folge behördlich verfügter Corona-Quarantäne geschlossen war beziehungsweise coronabedingt nur eine reduzierte Regelbetreuung angeboten werden konnte. Weiter ging’s am 23. März mit einer Anfrage der SPD-Fraktion nach der weiteren Rückerstattung der Gebühren für Kita, Kindertagespflege und OGGS. Die Antwort der Verwaltung darauf liegt nun vor und steht am 22. April auf der Tagesordnung des Hauptausschusses:

Frage: Wie viele Anträge auf Rückerstattung der Elternbeiträge im Bereich der Kita, Kindertagespflege und OGGS gab es aufgrund behördlich verfügter Corona-Quarantäne und reduziertem Regelbetrieb für die Dauer der epidemischen Lage seit Dezember?
Antwort: 218 (Stichtag 31.3.21)

Frage: Wie viele Anträge gab es auf Erstattung, weil Eltern aufgrund der Empfehlungen zur Einschränkung von Kontakten auf eine Betreuung verzichtet haben?
Antwort:  358 (Stichtag 31.3.21)

Frage: Gibt es noch zeitliche Lücken, für die keine Regelung getroffen wurde?
Antwort: Nein, es gelten grundsätzlich die Regelungen aus den drei Beitragssatzungen. Ausnahmen zur Beitragspflicht wurden für den Dezember 2020 durch den Rat der Stadt Remscheid sowie den Januar 2021 durch eine generelle Landesregelung NRW festgelegt. Für die Zeit ab Februar 2021 gelten wiederum die Beitragsverpflichtungen aus den vorhandenen Beitragssatzungen. Eine Regelung (weder seitens der Stadt Remscheid noch durch das Land NRW) für eine generelle Beitragsbefreiung ab Februar 2021 existiert nach wie vor nicht.

Frage: Wie wurden die Eltern über die Regelungen informiert?
Antwort : Die Eltern wurden durch die jeweiligen Einrichtungen über die Beitragsregelungen für Dezember 2020 und Januar 2021 informiert. Im Übrigen sind die Eltern durch die jeweiligen Beitragsfestsetzungsbescheide über Zeitraum und Höhe der zu zahlenden Beiträge informiert.

Stadionbewässerung und Kunstrasen wie geplant

Am 9. Dezember 2020 hatte die Ratsgruppe der W.I.R. die Stadtverwaltung um einen aktuellen Sachstandsbericht zu den angekündigten Umbaumaßnahmen in Reinshagen gebeten. Die liegt nunmehr zur Sitzung des Sportausschusses am 20. April vor, verbunden mit der Bitte um Verständnis für die späte Beantwortung. Zunächst habe man die Freigabe des Kampfmittelräumdienstes für die notwendigen Erdbewegungen abwarten müssen, und das habe sich „auch witterungsbedingt einige Zeit hingezogen“.

Mittlerweile liegt die Stellungnahme des Kampfmittelräumdienstes vor, und die Arbeiten konnten fortgesetzt werden. Auch habe die Baufirma nunmehrden Bauzeitenplan aufdgestellt, teilt die Verwaltung weiter mit. Demnach könne die Bewässerungsanlage im Stadion wie geplant im Frühjahr 2021 erneuert und der Tennenplatz in einen Kunstrasenplatz umgebaut werden. Einschränkung der Verwaltung: „Es muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass es witterungsbedingt natürlich immer noch zu Verschiebungen kommen kann.“ Das Impfzentrum in der Sporthaller West auf Reinshagen werde die geplanten Umbaumaßnahmen allerdings nicht beeinträchtigen dank „umsichtiger Planung aller an der Errichtung des Impfzentrums beteiligten Dienststellen“.

Klinische Situation in Remscheid ist dramatisch

Die Inzidenzzahl ist heute auf 217,4 (Land NRW 125) gestiegen. Gestern lag sie noch bei  190,9. Die örtlichen Krankenhäuser meldeten 31 positive Fälle (zwölf mehr als gestern), darunter elf intensivpflichtige Behandlungen (neun beatmet). Laut Prof. Ulrich Sliwka, Ärztlicher Direktor der Remscheider Sana-Klinik, ist ein erheblicher Anstieg von Corona-Erkrankten im stationären Bereich zu verzeichnen. Der Anteil an jüngeren Patientinnen und Patienten, bei denen eine deutlich längere Verweildauer im klinischen Bereich festzustellen sei als bei dem anfänglich überwiegend hochaltrigen Patientenkreis, sei deutlich gestiegen. Man müsse davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen die Intensivbettenkapazitäten ausgeschöpft seien, so der Mediziner.

Die aktuellen Infektionsgeschehnisse in Remscheid lassen sich zurzeit nicht auf bestimmte Einrichtungen oder bestimmte Orte eingrenzen beziehungsweise nicht auf ganz bestimmte, einzelne Aktivitäten im öffentlichen Raum zurückverfolgen. Insgesamt stellt sich die Virusverbreitung daher als diffus dar. Nachweislich findet aber ein großer Teil der Ansteckung im privaten Bereich statt.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 450 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Weiter herrscht ein diffuses Infektionsgeschehen, alle Altersgruppen sind betroffen. Damit gibt es insgesamt 4.752 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 4.162 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 140 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 961 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 526 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Corona-Variante und einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Drogenkonsument flüchtete mit gestohlenen Kennzeichen

Etwa eine viertel Stunde lang ist am späten Samstagabend ein Autofahrer vor der Polizei geflüchtet; die Flucht endete in Remscheid-Lüttringhausen auf dem Gelände eines Krankenhauses. Eine Streifenwagenbesatzung hatte den 27-jährigen Remscheider gegen 23.40 Uhr auf der Elberfelder Straße in Radevormwald mit seinem VW Golf anhalten wollen. Der Mann ignorierte die Anhaltezeichen der Polizei und fuhr weiter in Richtung Remscheid-Lennep. Bei Geschwindigkeiten um die 70 km/h fuhr der 27-Jährige in deutlichen Schlangenlinien und bremste seinen Golf zwischenzeitlich immer wieder scharf ab. Während seiner Flucht über das Wuppertaler und Remscheider Stadtgebiet missachtete er mehrfach das Rotlicht von Ampeln und fuhr entgegen von Einbahnstraßen; aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens kam es dabei zu keinen Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer.

In Remscheid-Lüttringhausen bog er auf das Klinikgelände eines Krankenhauses an der Remscheider Straße ab, wobei er mit seinem Wagen die geschlossene Schranke in der Zufahrt durchbrach. Kurz darauf fuhr er sich aber in einer Sackgasse auf dem Krankenhausgelände fest. Der Remscheider hatte vor der Fahrt Drogen konsumiert, war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis und die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen hatte er zuvor gestohlen. Im Fahrzeug fand die Polizei noch ein weiteres Kennzeichenpaar, das sich ebenfalls als gestohlen herausstellte. Die Polizei veranlasste eine Blutprobenentnahme und stellte das Auto samt der entwendeten Kennzeichen sicher. (aus dem Polizeibericht)

Wochenrückblick vom 5. bis 11. April 2021

Dieser Terminplan war geradezu verwegen

Das Remscheider Rathaus aus der Vogelperspektive. Foto: Stadt Remscheid

Neubau einer Rettungswache und Rathauserweiterung“ überschrieb der Waterbölles am 22. Juni 2016 die Pressemitteilung, in der die Stadt Remscheid den Abschluss dieses ambitionierten Projekt im Innenhof des Remscheider Rathauses für den 31. Dezember 2018 ankündigte. Dass dieser Terminplan geradezu verwegen war, stellte sich schon bald heraus. Jetzt aber soll der Bebauungsplan Nr. 675 für das „Gebiet Rathaus Remscheid, östlich der Hochstraße, südlich der Konrad-Adenauer-Straße und des August-Weider-Platzes, westlich des Theodor-Heuss-Platzes und nördlich der Rathausstraße“ endlich konkreter werden: Der Bezirksvertretung Alt-Remscheid liegt zur Sitzung am 13. April die Beschlussvorlage der Verwaltung vor, die der Offenlage des B-Plans dienen soll.

Hierzu gehört ein schalltechnisches Gutachten, das die Stadt beim „Ingenieurbüro Stöcker“ (IST) aus Burscheid in Auftrag gegeben hatte. Es umfasst rund 90 Seiten. Weitere 16 Seiten nehmen die „Entwurfsbegründung zur Offenlage“ ein. Zitat: „Die Stadtverwaltung Remscheid umfasst derzeit circa 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die unterschiedlichen Ämter sind nahezu über das gesamte Stadtgebiet verteilt angesiedelt. Mit der Erweiterung des vorhandenen denkmalgeschützten Rathauses sollen die Standorte Martin-Luther-Straße, Hastener Straße und Alleestraße aufgegeben und die dortigen Mitarbeiter an den zentralen Standort am Theodor-Heuss-Platz integriert werden. Die Verwaltung ist dann auf die insgesamt vier Standorte Rathaus Remscheid, Rathaus Lüttringhausen, Ämterhaus und Lenneper Straße im Stadtgebiet konzentriert.“

Durch kürzere Wegezeiten und eine verbesserte ÖPNV-Anbindung könne die Attraktivität der verbleibenden vier Standorte für die Bürgerinnen und Bürger sowie für die städtischen Mitarbeiter selbst deutlich erhöht werden, heißt es in der Vorlage weiter. Vorgesehen sei neben dem Rathaus eine neue Rettungswache, um die Hilfsfristen für die umliegenden Siedlungsbereiche erfüllen zu können: „An gleicher Stelle war bis zum Ende der 1980er Jahre die verortet. Die ehemaligen Gebäude sind jedoch in einem schlechten baulichen Zustand .“ Diese Gebäude sowie der aus den 1950er Jahren stammende Erweiterungsbau des Rathauses sollen abgerissen werden. Auf den dann freien Flächen soll die neue Rettungswache und ein neuer Erweiterungsbau entstehen.

ÖPNV: Bezahlbar, klimafreundlich und sauber

Zur Sitzung des Hauptausschusses am 22. April hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, die Verwaltung möge gemeinsam mit der Stadtwerke Remscheid GmbH im Zusammenhang mit dem aktuell aufzustellenden Nahverkehrsplan die Auslastung von Bussen und Bahnen bewerten und die Taktzeiten tagsüber und im Nachtverkehr an die Nachfrage anpassen. Außerdem wünscht sich die CDU „eine Linienbetrachtung mit digitalen Daten der Nutzerinnen und Nutzer im Sinne einer bedarfsorientierten Planung“, ein „Konzept, mit welchen Mitteln die Taktverdichtung im Sinne der Fahrgäste umgesetzt werden kann“ und ein weitertes „Konzept für ein attraktives Ticketangebot für Pendlerinnen und Pendler“, einzubringen in die Gremien des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Im Rahmen einer „Park-and-Ride-Offensive“ soll die Verwaltung ferner beauftragt werden, die vorhandenen Park-and-Ride-Möglichkeiten in Remscheid in puncto Qualität und Quantität zu prüfen und ggf. anzupassen und sich bei den Stadtwerken für die Implementierung des eTarifs NRW in deren App einzusetzen und hierfür die Förderung durch das Land NRW zu nutzen.

„Die Gutachter der Stadtwerke mögen klimaneutrale Antriebstechniken für die Flotte der Stadtwerke prüfen. In allen Bussen werden kostenloses W-Lan und Lademöglichkeiten für digitale Endgeräte sichergestellt“, heißt es im Antrag der CDU weiter. Auch solle die Verwaltung darauf hinzuwirken, „intensive Grundreinigungen und Instandhaltungen an Bahnhöfen und Haltestellen wesentlich häufiger als bisher vorzunehmen du an Haltestellen und Bahnhöfen kostenloses W-Lan sicherzustellen. Wiederholt wird die schon ältere Forderung, sich beim VRR verstärkt für Direktverbindungen nach Düsseldorf und Köln einzusetzen. In der Begründung heißt es: „Auf kommunaler wie Landesebene strebt die CDU das Ziel an, den Bürgerinnen und Bürgern ein überzeugendes Mobilitätsangebot zu machen, das sauber, flexibel und kundenfreundlich ist. (…) Durch ein einfacheres Informations-, Vertriebs- und Bezahlsystem wie den eTarif NRW können unserer Auffassung nach mehr Gelegenheitskunden für den ÖPNV gewonnen werden.“