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Die Pferdefuhrwerke konnten durch die ganze Mühle fahren

von Dr. Wilhelm R. Schmidt

Liebe Freunde des Bergischen Landes, liebe Lenneper,
Der historisch sehr interessierte Handelskapitäns a.D. Paul Windgassen (1888-1965) aus Lennep. Windgassen, wurde nach dem Ersten Weltkrieg als Handelskapitän aufgrund der internationalen Bestimmungen arbeitslos und von der Stadt Remscheid eine Zeit lang u.a. als Museumswart im Röntgenmuseum und für das Lenneper Stadtarchiv beschäftigt. Er zeichnete zudem für eine Geschichte des Röntgengymnasiums sowie der Lenneper Lateinschulen verantwortlich, und er verfasste mehrere Aufsätze zu Lenneps umgebenden Anhöhen, u.a. zum Lindenberg nahe der Kölner Straße. Die handschriftlichen Aufzeichnungen befinden sich heute im Remscheider Stadtarchiv. Windgassens historische Arbeiten fußen u.a. auch auf den damals nur z.T. bekannten Erinnerungen des Lenneper Baumeisters Albert Schmidt (1841-1932), die er übernahm, kommentierte, mit Bildmaterial versah und mit eigenen Erkenntnissen erweiterte:

„Das Areal zwischen Kölner- und Leverkuser Straße aufwärts nannte man früher in Lennep den Lindenberg. Auf dem höchsten Punkt, auf 341 m Höhe stand lange Zeit ein altes Wahrzeichen: die alte (zweite) Lenneper Windmühle. Der große, mächtige Bau, in den man mit Pferd und Wagen hineinfahren konnte, lag an der Ecke von Friedrich- und Albertstraße. Auf einer Ansicht von Lennep vom Jahre 1824 von C.W. Sennewald sieht man die alte Windmühle deutlich links von der damaligen „Cölner Landstraße“, in gleicher Höhe mit den Häusern des Bereichs "an der Glocke". Die Mühle wurde in den Jahren 1871/72 von der Baufirma Albert Schmidt abgebrochen. Außer zwei kleinen Häusern in der verlängerten Friedrichstraße war der Lindenberg damals noch unbebaut. Der Ausbau des Straßennetzes auf dem Lindenberg erfolgte erst nach dem Bau der Eisenbahn 1867, der zu einer erheblichen Stadterweiterung führte."

Wenig Informationsmaterial ist über die Windmühle erhalten geblieben, und wir wüssten davon noch weniger, wenn nicht der von Paul Windgassen erwähnte Lenneper Baumeister Albert Schmidt im Jahre 1922 darüber im Kreisblatt geschrieben hätte: „Die Windmühle auf dem Lindenberg war noch bis Mitte der 1850er Jahre in Betrieb, dann musste sie der neuen Zeit weichen, sie konnte bei ihrem immer wieder unterbrochenen Betrieb mit den gleichmäßig arbeitenden Dampfmühlen nicht konkurrieren. (…) Das mächtige Gebäude bestand aus einem runden massiv aus Bruchsteinen erbauten Turm von etwa acht Meter Durchmesser und 20 Meter Höhe mit einem drehbaren Dach, aus welchem die Flügelwelle hervorragte. Der innere Turm war von einer ebenfalls runden Terrasse von etwa 18 Meter Durchmesser und sieben Meter Höhe umgeben. Auch diese Terrasse war massiv aus Bruchsteinen erbaut, sie war zweistöckig und enthielt die Wohnräume des Müllers, die Lagerräume und in der Mitte das Mühlengetriebe.
An der Nordseite nach der Friedrichstraße hin, die damals noch ein Hohlweg war, ging eine breite Einfahrt in das Mühlengebäude. Die Wagen (Anm,.: Pferdrefuhrwerke) konnten quer durch das ganze Gebäude fahren und in der Mitte unter dem Mühlengetriebe ent- und beladen werden. An den dicken Mauern des inneren eigentlichen Mühlenturmes war eine massive Wendeltreppe angebracht, durch welche die sieben Stockwerke des Bauwerks erreichbar waren. Die Mahlgänge und das Lager des Königsbaums, der mittleren senkrechten Welle des Mühlengetriebes, lagen auf einem Gebälk von Eichenholz in einer solchen Höhe, dass die Wagen unten durchfahren konnten. In dem drehbaren Dachraum waren die konischen Triebräder angebracht, die die rotierende Bewegung der Flügelwelle auf die senkrechte Königswelle übertragen mussten.
An der Flügelwelle waren vier große Flügel angebracht von etwa zehn Meter Länge und einem Meter Breite, deren Spanntuch durch einen Zugmechanismus verbreitert oder schmaler gemacht werden konnte, so dass bei Sturm oder starkem Wind eine geringe Druckfläche und bei geringerer Windgeschwindigkeit größere Flächen wirksam waren. Die Flügel waren von der Terrasse aus erreichbar und wurden dort immer nach der Windrichtung hingedreht."

 

Als die Remscheider Eisenindustrie sich weiter ausbreitete

Das Gebiet der drei Gemeinden Cronenberg, Lüttringhausen und Remscheid bildete in den Zeiten des Bergischen Sensenhandwerks eine wirtschaftliche Einheit; es besaß eine gemeinsame Zunftverfassung. Als die Herstellung von Werkzeugen in den Vordergrund trat, wurde Cronenberg als gewerblicher Vorort von Remscheid abgelöst. Äußerlich kam dies in der Verlegung des Sitzes des Handwerksgerichts nach Remscheid zum Ausdruck. Aber auch jene anderen Teile der Remscheider Umgegend stellten sich frühzeitig von der Herstellung der Sensen auf die anderer Artikel um. In diesen und weiteren Orten suchte das Remscheider Gewerbe Anfang des 19. Jahrhunderts nach Ausdehnungsmöglichkeiten. Es heißt in einer amtlichen Gewerbestatistik aus jener Zeit der französischen Herrschaft im Bergischen Land: „Da die Bäche die Grenze der Mairie Remscheid bildeten, so liege eine bedeutende Anzahl der Werke, welche Remscheider Fabrikanten gehörten, in den angrenzenden Mairien Burg, Cronenberg und Lüttringhausen, und das Eisenkommerz von Remscheid könne in seiner Gesamtheit nicht anders als in Verbindung mit den genannten drei Mairien berechnet werden."

Als im Laufe des 19. Jahrhunderts die Herstellung von Werkzeugen und sonstigen Artikeln aus Eisen und Stahl erheblich zunahm, wuchs die Eisenindustrie von Remscheid aus in die übrigen Städte des Landkreises Lennep hinein und nahm auch dort größeren Umfang an. Gleichzeitig beeinflusste die Ausdehnung der Metallindustrie das Wachstum der Bevölkerung in Remscheid und den anderen Städten. Im Einzelnen lässt sich über die Entwicklung etwa folgendes sagen: Nägel waren früher die wichtigsten Cronenberger Artikel. Cronenberg musste aber seinen Ruf als „Hort der Nagelschmiedekunst" einbüßen, als die Fortschritte der Technik die weitere Ausübung des alten Gewerbes unrentabel gestalteten. Die dortigen Schmiede suchten zwar „mit der ihnen eigenen Zähigkeit das ihrem Temperament so sehr angemessene Schmiedehandwerk" möglichst lange festzuhalten, der Industriezweig nahm aber seit Mitte des vorigen Jahrhunderts ständig ab und zog in die Mark. Heute finden wir in Cronenberg eine bedeutende Schraubenindustrie sowie die Herstellung von Grobwerkzeugen und Bohrern. Die Eisenindustrie in Lüttringhausen wuchs durch den Zuzug einer Anzahl von Remscheider Firmen. Vorherrschend ist die Herstellung von Werkzeugen (Kluppen, Bohrer, Reibahlen, u. a.), Gas-und Wassermessern und Elektrizitätszählern.

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Haushalt- und Küchenmaschinen aller Art kamen aus RS

Hobeleisen-Schleifer. Foto: SchmidtDie Herstellung eines Schlittschuhes gab dem Bergischen Kleinschmiede Arbeit, in der er seine traditionelle Geschicklichkeit zeigen konnte. Nirgendwo in Deutschland blühte dieser Fabrikationszweig so wie in Remscheid, und trotz aller technischen Umgestaltungen behielt er im Wesentlichen dort seinen Standort. Diese Konzentration ist vor allen Dingen darauf zurückzuführen, dass die zur Fabrikation erforderlichen Vorprodukte ebenfalls in Remscheid hergestellt bzw. weiter verarbeitet werden. Die Remscheider Walzwerke haben schon manches Profil, welches die Schlittschuhindustrie für die Läufe benötigt, gewalzt. Die älteren Schlittschuhe bestanden teilweise aus Holz. Die Hölzer wurden in der Hausindustrie von den sog. „Schlittschuh-Hölzern" verfertigt, kleinere Betriebe stellten sich später auf maschinelle Herstellung der Hölzer um. Die sog. Schlittschuhschmiede waren auf die Wasserhammerwerke in der Umgebung von Remscheid angewiesen, die den zur Herstellung der Läufe nötigen Raffinierstahl erzeugten. Der Holzschlittschuh erhielt sich in seiner Grundform bis auf den heutigen Tag.

In den18 70er Jahren ging man zur Anfertigung von Metallschlittschuhen über. Seit 1875 wurde in Remscheid der neue Hebel-Schlittschuh ,,Halifax" hergestellt. Obwohl er seine Heimat in Amerika hatte, stellten ihn die tüchtigen Remscheider Fabrikanten sogar für den Export nach dorthin her und nahmen erfolgreich den Kampf gegen den amerikanischen Wettbewerb auf. Ende der 1870er Jahre erfand ein Remscheider Fabrikant den Schraubenschlittschuh. Diese Verbesserungen führten zu einem förderlichen Wettbewerb unter der Remscheider Unternehmerschaft. Recht vielseitig ist heute die Auswahl von in Remscheid hergestellten Schlittschuhen für Kunst-, Hockey- und Schnellauf.

Der Schlittschuh ist als ausgesprochener Saisonartikel zu betrachten. Die Fabrikation hatte stets unter einer starken Ungewissheit zu leiden. Ein milder frostarmer Winter lässt die Zahl der Bestellungen sofort zurückgehen, während nach frostreichen Wintern die Betriebe das ganze Jahr voll beschäftigt sind. Heute wirken auch noch weitere Umstände ungünstig ein: andere Sportarten (Ski- und Rodelsport) erfreuen sich stärkerer Beliebtheit, weil die Möglichkeiten zu ihrer Ausübung größer sind. In den letzten Jahren hatte ferner die immer weiter um sich greifende Halbschuhmode einen absatzhemmenden Einfluss.

Dem Beispiel der Schlittschuhschmiede folgend, nahmen auch die Fabrikbetriebe andere Artikel auf, um einen Ausgleich der Produktion zu schaffen (z. B. alle Arten Gartengeräte und andere Massenartikel zur Beschäftigung der Stanzwerke). Aber nur durch eine folgerichtige Durchführung dieser Maßnahme konnte ein dauernder Erfolg erzielt werden. Sehr wichtig war früher der Rollschuh, der seine Bedeutung infolge der Auswirkung von Polizeiverboten, der Erfindung neuer Jugendsportgeräte wie des Rollers u. a. verlor. Trotz dieser Bemühungen blieben die Betriebe jedoch im Wesentlichen auf die Herstellung von Schlittschuhen trotz aller Unsicherheiten angewiesen, da sich eine weitergehende Umstellung auf andere Waren wegen der in der Natur der Fabriken bedingten hohen Kosten nur in der Richtung einer untragbaren Erhöhung des Betriebsrisikos auswirken würde.

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Institutionen berichten oder laden ein (6. Archiv 2020)

Käthe-Kollwitz-Berufskolleg / Intensivwoche in der Kinderpflege. Vom 5. bis 9. Oktober bereitete sich die beiden Klassen der Oberstufe der Berufsfachschule für Kinderpflege intensiv auf ein Praktikum in der Kindertagespflege vor, das nach den Herbstferien beginnt. Ein ganz besonderes Arbeitsfeld! Mit bestandener Prüfung zum/zur staatlich geprüften Kinderpfleger/in ist die Qualifikation verbunden, sich als Kindertagespflegeperson selbstständig machen zu können.
In der Intensivwoche setzten sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise mit der Säuglingspflege auseinander und übten das Wickeln von Säuglingen. Sie lernten Fingerspiele für die Kleinsten kennen und versuchten die Mathematik aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten, indem sie Alltagssituationen für die mathematisch-naturwissenschaftliche Frühförderung konzipierten.
Zudem kam Mirjam Weck in den Unterricht, freiberufliche Hebamme und Mutter von vier Kindern. Die gelernte Kinderkrankenschwester brachte den Schülerinnen und Schülern Themen wie Empfängnis, Geburt und Stillen, aber auch Alkohol in der Schwangerschaft und Entwicklung von Kleinstkindern nahe. Besonders gut kamen ihre praktischen Übungen zur  Nahrungszubereitung und zum Baden eines Babys nebst vielen Sicherheitstipps an.

Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) / Spende an „Nummer gegen Kummer“. Das Kinder- und Jugendtelefon in Remscheid ist ein wichtiges Angebot, um jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zur Seite zu stehen. Dieses Beratungsangebot zu unterstützen, ist ein Anliegen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI). 1.125,48 Euro kamen als Reinerlös bei den letzten Tagen der offenen Tür zusammen, die jetzt Gerda Becker, Senay Mumcuoglu-Gräbel und Mehmet Kanatli – alle vom BZI-Team Vermittlungsmanagement – an Andrea Homfeld vom Kinderschutzbund Remscheid e.V. überreichten. Als Bildungseinrichtung, die sich im Bereich der frühen Berufsorientierung und der Ausbildung explizit an junge Menschen wendet, wisse man das Kinder- und Jugendtelefon als Anlaufstelle bei Problemen sehr zu schätzen. „Die so genannte ´Nummer gegen Kummer` trägt dazu bei, belasteten Kindern und Jugendlichen in einer sorgenvollen Zeit zu helfen. Wir freuen uns, zu dieser wertvollen Arbeit des örtlichen Kinderschutzbundes einen Beitrag leisten zu können“, sagte Gerda Becker bei der Spendenübergabe.
Auf ihre Aufgabe werden die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch umfangreiche Schulungen vorbereitet, berichtete Andrea Homfeld, Koordinatorin des Kinderund Jugendtelefons in Remscheid. Weiterhin werde in regelmäßigen Supervisionen die Kompetenz der Teams stetig erweitert. Ziel ist, die rat- und hilfesuchenden Kinder und Jugendlichen zu ermutigen, Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten zurückzugewinnen und mit den Beraterinnen und Beratern Lösungsstrategien für ihr individuelles Problem zu erarbeiten. 2019 nahmen die Mitarbeiter/innen knapp 3.100 Anrufe entgegen. Daraus entwickelten sich 605 Beratungen von rat- und hilfesuchenden Kindern und Jugendlichen. Die angesprochenen Themen reichten von Pubertät und Partnerschaft bis zu Gewalterfahrungen. Das Kinder- und Jugendtelefon ist montags bis samstags von 14 bis 20 Uhr unter der Rufnummer 116 111 zu erreichen.

Eingeschränkte Papierabfuhr wegen Warnstreik. Aufgrund des Warnstreiks am 22. September ist es zu Einschränkungen bei der Papierabfuhr gekommen. Die Leerung der Papiertonnen in Alt-Remscheid sowie die Gewerbetour mussten ausfallen, um die Restmüllabfuhr sicherzustellen. Ein Nachholtermin kann aufgrund der angespannten Personalsituation noch nicht genannt werden. Privatpersonen nutzen bitte bis zur nächsten Leerung die Möglichkeit, das Papier an den Sammelcontainern zu entsorgen.

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Drei Verletzte bei Kollision im Gegenverkehr

Gestern gegen 13.20 Uhr kam es auf der Straße Ehringhausen zu einem schweren Verkehrsunfall. Nach derzeitigem Ermittlungsstand geriet eine 19-jährige Solingerin mit ihrem Opel Corsa in den Gegenverkehr und prallte mit einem entgegenkommenden Bus der Stadtwerke zusammen. Sowohl die Fahrerin als auch ihre 17-jährige Beifahrerin wurden durch den Zusammenstoß in dem Kleinwagen eingeklemmt. Ein zufällig vor Ort befindlicher Feuerwehrmann und eine weitere Zeugin betreuten die Verletzten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Dieser befreite die beiden Frauen aus ihrem vollständig zerstörten Fahrzeug und brachte sie zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Im Linienbus erlitt eine 37-Jährige (Fahrgast) leichte Verletzungen. Die 59-jährige Busfahrerin blieb unverletzt. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf etwa 30.000 Euro. (aus dem Polizeibericht)

Wochenrückblick vom 5. bis 11. Oktober 2020

 

Laudatio von Andreas Ehlert auf Oberbürgermeister a.D. Fred Schulz

Festakts zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Oberbürgermeister a.D. Fred Schulz und Oberbürgermeisterin a.D. Beate Wilding heute im Teo Otto Theater

Wir alle haben viel gelernt in den vergangenen Monaten. Wie verletzlich wir sind. Aber auch, wie handlungs- und anpassungsfähig wir sind. Und es ist richtig, dass wir ein Stück weit zu einer achtsamen Normalität zurückkehren und lernen, unter den gegebenen Umständen beieinander zu sein. Wir haben einen bestimmten Wertekonsens, dem wir uns verpflichtet fühlen. Zu einem solchen Wertekonsens gehört die Überzeugung, dass Menschen, die sich um eine Sache oder auch konkret um eine Stadt verdient gemacht haben, geehrt werden sollten. Dass sie öffentlich und sichtbar geehrt werden sollten.

Allein das verbindet uns alle hier schon miteinander, und deshalb freue ich mich, dass auch Sie einer Einladung gefolgt sind, die für den Zusammenhalt einer Gesellschaft so wichtig ist. Und zum anderen freue ich mich auch deshalb, weil ich mir der Ehre bewusst bin, hier einen aktiven Part bei der Verleihung des Ehrenbürgerrechts Ihrer Stadt Remscheid an Fred Schulz spielen zu dürfen —ein Beschluss, zu dem ich die Stadt Remscheid schon jetzt beglückwünschen möchte!

Für diese Entscheidung werden der Rat mit Oberbürgermeister Mast-Weisz an seiner Spitze gewiss viele gute Gründe gehabt haben. Ich möchte kurz darlegen, warum ich überzeugt davon bin, dass es sich um eine angemessene und ausgezeichnete Entscheidung der Stadt Remscheid handelt. Dabei bitte ich mir nachzusehen, dass ich dies vorrangig aus Sicht der Wirtschaft und natürlich besonders aus Sicht des Handwerks tun werde.Lassen Sie mich mit einem persönlichen Erlebnis beginnen: Als ich 2014 zum Präsidenten der Handwerkskammer Düsseldorf gewählt wurde, war das natürlich eine große Herausforderung: ein neues Amt, mit vielen neuen Aufgaben. Ich tat das, was vermutlich die meisten Menschen tun, die in eine neue Funktion kommen: ich versuchte, mich ,zu orientieren´. Was nichts anderes hieß, als möglichst rasch einschlägige Informationen einzuholen: Welche Sachfragen haben Priorität? Und welche sind zunächst einmal eher nachrangig? Und was für Sachfragen gilt, gilt ähnlich für Personen: Wer sitzt wo? Wer ist wichtig? Und mit wem muss man sprechen, wenn man Dinge vorantreiben will?

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Laudatio von Sven Wiertz auf Oberbürgermeisterin a.D. Beate Wilding

Festakts zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Oberbürgermeister a.D. Fred Schulz und Oberbürgermeisterin a.D. Beate Wilding heute im Teo Otto Theater

Es ist mir eine besondere Ehre heute an dieser Stelle die Laudatio auf Beate Wilding als erste Ehrenbürgerin in der Geschichte unserer Heimatstadt halten zu dürfen. Die Ehrenbürgerschaft ist die höchste Ehrung, die Städte jenen zu teil werden lassen, die sich um die Gemeinde und ihre Bewohnerinnen und Bewohner verdient gemacht haben. Sie ist zugleich Ausdruck kommunalen Selbstbewusstseins und Selbstverständnisses gleichermaßen. Denn: Ohne Städte und Gemeinden ist kein Staat zu machen. Es gibt nur wenige Länder in der Welt, die auf eine seit Jahrhunderten historisch gewachsene Autonomie der lokalen Gemeinschaft freier Bürgerinnen und Bürger zurückblicken können. Die Wurzeln kommunaler Eigenständigkeit reichen in Deutschland bis ins Mittelalter zurück. In dieser Tradition stehend haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes die kommunale Selbstverwaltung als eines der Grundprinzipien unseres Staates fest in unserer Verfassung verankert.

Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister stehen dabei vor der Herausforderung einerseits die Leistungsfähigkeit der Städte sicherzustellen und andererseits auch die Lebenswirklichkeit ihrer Bürgerinnen und Bürger zu gestalten. Das Amt erfährt dabei die höchste demokratische Legitimation in unserem Lande, weil die Leitung von Rat und Verwaltung aus unmittelbarer Wahl durch die Bürgerinnen und Bürger hervorgeht. Beate Wilding wird mir – genauso wie Fred Schulz und Burkhard Mast-Weisz – recht geben, wenn ich feststelle, dass diese schöne verantwortungsvolle Aufgabe stets den vollen persönlichen Einsatz fordert. Die Persönlichkeit des Amtsinhabers ist dabei prägend für das Amt und seine Ausübung. Beate Wilding hat dieses Amt mit der ihr eigenen Herzlichkeit und Zugewandtheit zu den Menschen geprägt. Die Remscheiderinnen und Remscheider haben Dich in ihr Herz geschlossen, weil Du auf sie zugegangen bist und sie – wortwörtlich – in den Arm genommen hast. Das schafft Nähe, vermittelt Geborgenheit, spendet Trost und gibt Hoffnung. Vor allem bekräftigt es den eigenen Anspruch das Amt nicht zwischen sich und den Menschen zu stellen. Zugleich hat es etwas sehr Entwaffnendes, indem es auch spannungsgeladene Momente aufzulösen weiß.

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Mast-Weisz: Widerstand gegen politische Ränkespieler

Festakts zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft an Oberbürgermeister a.D. Fred Schulz und Oberbürgermeisterin a.D. Beate Wilding heute im Teo Otto Theater

Niemand weiß, wie oft Beate Wilding und Fred Schulz während ihrer Amtszeit als Oberbürgermeisterin bzw. Oberbürgermeister (Ehren-)Gäste dazu eingeladen haben, sich in Goldene Buch der Stadt Remscheid einzutragen. Im Teo Otto Theater wurde ihnen diese Ehre heute selbst zuteil – im Rahmen des „Festakts zur Verleihung der Ehrenbürgerschaft“ , der ihnen galt. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hatte dazu unter Corona-Bedingungen eingeladen. Ursprünglich hatte der Festakt dort am 14. März stattfinden sollen. Doch die beginnende Corona-Krise hatte für die Verleihung der Ehrenbürgerschaft keinen gebührenden Rahmen erwarten lassen. „Ja, die Feier ist coronabedingt anders als geplant. Aber wir wollten sie nicht noch einmal verschieben. Daher waren wir mit Beate Wilding und Fred Schulz einer Meinung, sie jetzt – wenn auch mit Einschränkungen – stattfinden zu lassen. Auf Sekt und Kanapees müssen wir leider verzichten, sagte Mast-Weisz zur Begrüßung.

Begonnen hatte er mit einem Zitat aus dem Alten Testament: „Suchet der Stadt Bestes, und betet für sie! Denn wenn es ihr gut geht, geht es auch euch gut.“ Das schlug die Brücke von Amtszeiten seiner beiden Vorgänger zur aktuellen Politik: „Suchet der Stadt Bestes, das ist Auftrag für alle, die in unserer Stadt Verantwortung tragen. Was ist ihr Bestes? Geht es um die Alleestraße, den Ebertplatz, das DOC, die Gewerbegebiete? Haben Bildung und Betreuung Priorität? Muss nicht zunächst einmal der Haushalt auf gesunde Füße gestellt werden? Und überhaupt, jetzt zu Zeiten von Corona, geht es doch erst einmal nur um das Thema Gesundheit – oder?“

Wenn sich am 5. November der neue Rat konstituiert haben wird, erwartet der OB „fünf spannende Jahre der Zusammenarbeit mit allen (!!) demokratischen Fraktionen und Gruppen“. Denn Remscheid brauche „in vielen Handlungsfeldern einen Wettstreit der Ideen und kluge Antworten auf die zentralen Fragen. Vor allem aber brauchen die Menschen, die hier leben, die Gewissheit, dass Politik sich engagiert um ihre Belange kümmert.“ Da gebe es schon viel zu viele Zweifler. Menschen, die Sorgen haben, müsse die Politik ernst nehmen. Widerstehen müsse sie aber all jenen, „die die Corona-Krise zum Anlass nehmen, unsere Verfassung in Frage zu stellen, die die Verunsicherung für ihre politischen Ränkespiele ausnutzen, die einen anderen Staat haben wollen, die Freiheit und Toleranz bekämpfen“.

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Deutsches Werkzeugmuseum bekommt Infoterminals

Im Deutschen Werkzeugmuseum zieht eine neue Technik ein: Weitergehende Informationen für Besucherinnen und Besucher soll es dort künftig ganz ohne zusätzliche Hilfsmittel geben – an so genannten Infoterminals. Den Prototyp für die neuen Geräte stellten in dieser Woche Michael Schwerdtfeger, 1. Vorsitzender des Förderkreises Deutsches Werkzeugmuseum, Museumspädagoge Markus Heip und Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht vor.

Pressemitteilungen 2020 der Verwaltung u.a. im Archiv (4)

Das freut den Waterbölles: Stadtmarketing verkauft neue Buchstütze „Waterbölles“. Mal wieder liegen die Bücher umgekippt im Bücherregal? Es ist an der Zeit für eine Buchstütze im Stil der Remscheider Wahrzeichen. Endlich werden Ihre Romane, Taschen- oder Kochbücher alle beisammengehalten. Ab sofort ist neben dem Remscheider Löwen ein weiteres Motiv erhältlich: der Remscheider Waterbölles. Als nützliches Highlight für Ihr Bücherregal, schönes Mitbringsel für Ihre Liebsten oder nettes Geschenk! Zusammen mit dem Rathausturm prägt der Waterbölles charakteristisch die Silhouette der Stadt. Mit seinem Fassungsvermögen von 1500 m³ ist er an das Leitungsnetz der Eschbachtalsperre angeschlossen und stellt zusammen mit den drei weiteren Wassertürmen im Stadtgebiet die Trinkwasserversorgung von Remscheid sicher. Kaufen können Sie die Buchstütze ab sofort beim Stadtmarketing der Stadt Remscheid (Mo - Do: 9 – 15 Uhr und Fr: 9 – 12 Uhr in der Alleestr. 6-8) und in der ErlebBar (Mo – Sa: 11 – 22 Uhr in der Hindenburgstr. 8): Buchstütze (Art. Nr.: 2006.2) aktuell: 15,50 € ( 13,36 € netto, 16% MwSt.); regulär: 15,90 € ( 13,36 € netto, 19% MwSt.).

Remscheider Kämmereileiter wurde vom Rat der Stadt Schwerte einstimmig zum Beigeordneten gewählt. Der Rat der Stadt Schwerte hat in seiner gestrigen Sitzung den Remscheider Kämmereileiter Niklas Luhmann einstimmig zum Beigeordneten gewählt und zum Kämmerer berufen. Der studierte Sozial- und Verwaltungswissenschaftler ist seit 2014 bei der Stadtverwaltung tätig und begann seine Tätigkeit mit der Leitung des Beteiligungsmanagements, bevor er vor zwei Jahren die Leitung der Kämmerei übernahm. Zuvor war er Referent für Kommunalwirtschaft im Geschäftsbereich des Leipziger Oberbürgermeisters.
Stadtdirektor und Stadtkämmerer Sven Wiertz erklärte dazu: „Wir bedauern sehr, dass wir mit Herrn Luhmann einen engagierten und innovativen Mitarbeiter verlieren. Zugleich ist aber auch klar, dass die Wahl zum Beigeordneten mit einem erweiterten Aufgabenfeld für die Bereiche Finanzen, Ordnung und Feuerwehr eine neue berufliche Herausforderung darstellt, für die Herr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und ich ihm alles Gute und stets eine glückliche Hand wünschen.“ Niklas Luhmann wird nach Absprache zwischen den Städten Remscheid und Schwerte seine neue Aufgabe ab 30. November  wahrnehmen und an diesem Tage in einer Sitzung des Rates der Stadt Schwerte vereidigt werden.

Hinweistafel der Stadt Remscheid. Kleine Nester des Eichenprozessionsspinners entdeckt. Fundbäume werden kurzfristig abgesperrt. Fachfirma ist mit Beseitigung beauftragt.  Am 19. Juni wurden im Remscheider Stadtpark drei weitere Bäume mit Gespinstnestern ausgemacht. Ein Baum befindet sich auf dem Spielplatz. Außerdem ist eine Eiche auf dem Gelände der Kita Sedansberg befallen.
Am 17. Juni wurden m Remscheider Stadtgebiet in folgenden Bereichen weitere Gespinstnester des Eichenprozessionsspinners gefunden: Spielplatz Von-Bodelschwingh-Siedlung, Berufskolleg Technik, Johann-Vaillant-Platz, Sportanlage Neuenkamp, Adlerstraße, Sportanlage Neuenhof, Friedhof Reinshagen und Freibad Eschbachtal.
Am 9. Juni sind an Bäumen im Stadtgebiet Remscheid Eichenprozessionsspinner festgestellt worden. Befallen sind Eichen an der Gemeinschaftsgrundschule Stadtpark, am Sportplatz Stadtpark und am Spielplatz Sonnenbad im Stadtteil Honsberg. Alle Einrichtungen und beteiligten Akteure sind informiert, die betroffenen Bereiche sind abgesperrt.
Am 8. Juni waren an städtischen Grundstücken  weitere Bäume mit Befall durch den Eichenprozessionsspinner ausgemacht. worden Betroffen sind die Kindertageseinrichtung Fürberg und das Schulzentrum Klausen. Die Gespinste werden in den nächsten Tagen von einer Fachfirma entfernt. Solange bleiben die Fundbäume abgesperrt. Die Gefährdungsbereiche sind mit Warnhinweisen versehen; die Einrichtungen sind entsprechend informiert. In der vergangenen Woche hatten die Technischen Betrieb Remscheid (TBR) an drei Fundorten den Eichenprozessionsspinner ausgemacht. Betroffen waren Remscheider Stadtpark zwei Bäume an der Grillwiese und ein Baum in Nähe des Spielplatzes Elsa-Brandström-Weg. Kleine Nester fanden sich außerdem in einem Baum am Spielplatz Bökerhöhe und in einem Baum am Waldfriedhof. Die Gespinste wurden von einer Fachfirma entfernt.

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