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Freizeitgestaltung in den Ferien bei freiem Eintritt?

Sympathie mit dem Antrag der Linken, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene unter 26 Jahren in den Sommermonaten Juli und August den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im gesamten Remscheider Stadtgebiet kostenlos nutzen zu lassen, zeigten im Hauptausschuss am vergangenen Donnerstag auch Sprecher anderer Fraktionen. Für Kinder und Jugendliche wünschten sich die Linken auch freien Eintritt ins Badeparadies H²O und das Freibad Eschbachtal (falls geöffnet), und für den "Kräwi-Bus" im Juli und August einen doppelt so großen Fahrplan. .Doch beschlossen wurde über den Antrag nicht, sondern er wurde bis zur Ratssitzung am 24. Juni vertagt. Denn dabei hätten unter Umständen auch die Stadtwerken und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr als Geldgeber ein Wort mitzureden, so Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz.

Besonders die Antragsbegründung hatte es dem Hauptausschuss angetan: „Kinder und Jugendliche gehören zu der Gruppe, die unter der Pandemie und unter den dazugehörigen Maßnahmen am meisten zu leiden hatten und haben. Sie haben sich größtenteils vorbildlich an die geltenden Maßnahmen gehalten und damit auf ihre gewohnten und für ihre Entwicklung wichtigen Aktivitäten und Kontakte verzichtet – v. a. um Menschen aus den Risikogruppen zu schützen. Neben der (partiellen) Schließung von Kindergärten und Schulen trafen sie auch die Schließungen von Jugendzentren, Sportvereinen, Musikschulen und anderen Einrichtungen übermäßig. Auch die Ausgangssperre und private Kontaktverbote waren Maßnahmen, die überproportional zulasten der jungen Generationen gingen.“

Gleichzeitig hätten sich viele junge Menschen von staatlichen Hilfspaketen und dem allgemeinen gesellschaftlichen Diskurs über die Pandemie ausgeschlossen gefühlt, stellten die Linken fest. Deshalb sei es richtig, der jungen Generation „wenigstens ein Stück weit entgegenzukommen und ihr in der ausklingenden Pandemie mehr Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zu bieten. Denn viele Familien und junge Menschen werden auch in diesem Sommer auf Urlaub verzichten müssen, und viele Einrichtungen in Remscheid werden auch weiterhin nicht im Normalbetrieb laufen können.“ Auch könne der Gebührenerlass  zur Wiederbelebung der Innenstädte und Stadtteilzentren beitragen.

Dreimal Theater live bis zur Sommerpause

Pressemitteilung des Teo Otto Theaters

Das Teo Otto Theater öffnet wieder seine Pforten. Ende Juni bis Anfang Juli wird es drei Liveveranstaltungen und zwei neue digitale Formate geben. Ab dem 15. Juni öffnet die Theaterkasse für die Liveveranstaltungen, die digitalen Angebote sind kostenlos. Den Link zu unserer digitalen Vorstellungsbroschüre für Juni/Juli 2021 finden Sie hier: www.teo-otto-theater.de/fileadmin/Mediendatenbank/PDF_Dokumente/Broschuere_Almanach.pdf oder www.teo-otto-theater.de/programm/spielzeitheft und dann auf „PDF zum Download“ klicken. Eintrittskarten können ab 15. Juni an der Theaterkasse, Konrad-Adenauer-Str. 31-33, oder online im Webshop (theaterticket.remscheid.de) erworben werden.

Die Live-Veranstaltungen im Teo Otto Theater beginnen am 23. Juni mit den Bergischen Symphonikern und dem 10. Philharmonischen Konzert. Hiermit verabschiedet das Orchester sein treues Publikum in den Sommer und wirft einen hoffnungsfrohen Blick in die nächste Spielzeit. Am 2. Juli kommt mit „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ ein Klassiker der Horrorliteratur auf die Bühne – ein brandneues Bühnenerlebnis, das sich nur live und nicht am Bildschirm entfaltet. Am 3. Juli kommt Sven Ratzke zurück nach Remscheid. Mit seinem weltweit hochgelobten David Bowie Abend „Where are we now?“ nimmt der Musiker und Entertainer sein Publikum mit auf eine musikalisch-verrückte Reise, die David Bowie so sehr gerecht wird, dass Ratzke seinerzeit von Bowie selbst die Rechte für die Interpretationen bekommen hat.

Auch die kostenfreien digitalen Produktionen halten spannende neue Formate bereit: Vom 12. bis zum 20. Juni erwartet Sie der preisgekrönte Tanzfilm „The Circadian Circle“ des Australien Dance Theatres. Ein mehrfach ausgezeichneter, ca. 15-minütige Film mit atemberaubenden Landschaften und hochkarätigem modernen Tanz für eine begrenzte Zeit. Zugang über die Homepage des Teo Otto Theaters (www.teo-otto-theater.de).

Ab dem 20. Juni zeigen wir wöchentlich eine neue Folge von Mystische Kreaturen & wo sie zu finden sind auf unserem YouTube-Kanal und über unsere Homepage (www.teo-otto-theater.de). Dabei handelt es sich um vier Folgen à 10 - 15 Minuten, die gerade im Teo Otto Theater produziert werden. Darin werden die immer mehr in Vergessenheit geratenden Geschichten über Fabelwesen von dem Sagenforscher Florian Schäfer und der Musikerin Christine „Tini“ Rauscher neu belebt. Etwas für Fantasten jeden Alters.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen: Es bleibt weiterhin jede zweite Sitzreihe des Teo Otto Theaters ausgebaut, so dass wir mehr Sicherheitsabstand als aktuell gefordert einhalten können. Auf diese Weise können wir ca. 250 Plätze pro Aufführung besetzten. Aktuell benötigen Sie keinen Negativnachweis für einen Besuch im Teo Otto Theater. Jedoch besteht weiterhin die Verpflichtung zum Tragen eines medizinischen Mund- und Nasenschutz vor und während der Aufführung und die Einhaltung des Mindestabstands außerhalb des Saals. (Aufgrund regelmäßiger Aktualisierungen kann es kurzfristig zu Änderungen der geltenden Corona-Bestimmungen kommen. Weitere Informationen zu Vorstellungen, Ticketverkauf und aktuellen Corona-Bestimmungen finden Sie auf unserer Website www.teo-otto-theater.de).

Gewerbegebiet muss auf Vögel Rücksicht nehmen

Zum wiederholten Mal beschäftigte sich der Naturschutzbeirat am morgigen Dienstag mit dem interkommunalen Gewerbegebiet „Gleisdreieck", das die Städte Hückeswagen, Remscheid und Wermelskirchen an dem gemeinsamen Grenze planen. Auf der Tagesordnung der Sitzung steht die Artenschutzprüfung (Stufe II) sowie ein “digitales Fachgespräch”, das sich darauf bezieht. Dabei ging es um die Frage, ob sich für das Gleisdreieck aus dem Bundesnaturschutzgesetz Verbotstatbestände ergeben, die die Planung verhindern oder gar einschränken können. Letzteres könnte der Fall sein, wie sich aus den Ergebnissen der artenschutzrechtlichen Prüfung ergibt. Zitat: „In unmittelbarer Umgebung des Plangebietes wurde eine Fortpflanzungs- und Ruhestätte des Baumpiepers festgestellt. Es wurden eine Vermeidungs-/ Minderungsmaßnahme formuliert, die die betriebsbedingten Störwirkung des Vorhabens abschwächen.“ Möglich sei eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (Auflichtung von Wäldern / Waldrändern und Anlage von Krautsäumen) umzusetzen, um die ökologische Funktion des Baumpieper-Areals zu erhalten.

In dem Plangebiet tritt zudem die Feldlerche (mit einem Brutpaar) auf. Darauf müsse durch eine Regelung der Bauzeiten Rücksicht genommen werden, damit sich für die Vögel  das Risiko nicht erhöht, verletzt oder gar getötet zu werden. Sollten während der Bauarbeiten Gehölze gefällt werden, seien u. U. die Fledermäuse in ihren Tagesverstecken bzw. Winterquartieren sowie brütende Vögel beeinträchtigt. Auch dies erfordere eine Bauzeitenregelung. Ferner könne „die Überbebauung der kulissenarmen Freiflächen je nach Glaseinsatz“ Vögel mit bestimmtem Flug- und Jagdverhalten in Gefahr bringen, weshalb eine vogelfreundliche Gestaltung von Glasflächen notwendig sei. Das Fazit aber fällt positiv aus: „Mit der Planung werden unter Berücksichtigung der Maßnahmen keine Verbotstatbestände gemäß §44 Abs. 1 i.V. m. Abs. 5 BNatSchG ausgelöst. Somit stehen dem Vorhaben aus Sicht des gesetzlichen Artenschutzes keine zulassungshemmenden oder zulassungsversagenden Hindernisse entgegen.“

Ordnungsamt widerspricht: Kölner Straße im Blick

Über „zum Teil unzumutbare Zustände an der Kölner Straße“ hat sich David Schmidt vom Lenneper Rotationstheater und -Café bei den Mitgliedern der Bezirksvertretung Lennep und der Stadtverwaltung beschwert: „Wir sind nach wie vor mit den Parksituationen sehr unzufrieden, da unsere Ladenlokale permanent – insbesondere an den Wochenenden – zugeparkt werden. Es geht sogar so weit, dass unsere Kunden noch nicht einmal unser Café bzw. die Kunstschulräumlichkeiten (Kölner Straße 6 und 8-) betreten können, da die Hausturen zugeparkt werden.“ In diesem Zusammenhang weist Schmidt darauf hin, dass das Rotationstheater ein weiteres leerstehendes Ladenlokal in unmittelbarer Nachbarschaft seiner außerschulischen kulturpädagogischen Angebote für Kinder und Jugendarbeit anzumieten gedenke. „Das wäre dann das vierte Ladenlokal an der Kölner Straße, das wir seit dem Jahre 2007 vor einem Leerstand bewahren!“ Sollte geplant sein, die Poller auf der Straße abzubauen, würde sich für die Autofahrer die Parksituation verbessern. „Und die Fahrzeuge würden dann noch dichter an den Schaufenstern stehen.“

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 23. Juni liegt die Antwort der Verwaltung vor: „Die Verkehrssituation in der Lenneper Altstadt wird regelmäßig durch Mitarbeitende des Kommunalen Ordnungsdienstes kontrolliert und weist keine signifikanten Besonderheiten auf. Im Rahmen des Entschließungs- und Auswahlermessens erfolgt eine entsprechende Ahndung von Ordnungswidrigkeiten – im Falle von verkehrsgefährdenden Verkehrssituationen wird im Rahmen des Verwaltungsvollstreckungsgesetztes vor Ort unmittelbar eingeschritten.“ Im Rahmen bevorstehender Arbeiten auf der Kölner Straße würden Poller nur vereinzelt entfallen, „wenn sie im jeweilige Baufeld stehen und aus heutiger Sicht verzichtbar sind.“ Das werde aber „auf die Parksituation (hier: unerlaubtes Parken) nur einen unwesentlichen Einfluss haben.“

Die Pflasterarbeiten auf der Kölner Straße, mit denen am 25. Mai begonnen worden sei, würden punktuell insgesamt acht Wochen andauern, jeweils in Abschnitten von ca. 20 Metern wechselseitig auf der rechten und linken Fahrbahnseite. „Dabei ist eine Durchfahrt für Fahrzeuge jederzeit gewährleistet, und die Zugänge zu den Häusern sind ebenfalls jederzeit möglich. Bei den Arbeiten werden die Abflussrinnen teilweise reguliert und instandgesetzt.“

Wochenrückblick vom 7. bis 13. Juni 2021

Eine Million Euro für die Sportfreianlagen

 Pressemitteilung von SPD, Grünen und FDP

SPD, GRÜNE und FDP wollen Mittel in Höhe von einer Million Euro zu Gunsten der Sportanlagen in Remscheid umschichten. Damit steht mehr Geld für die Maßnahmen aus der Sportentwicklungsplanung zur Verfügung. Für den Umbau der Sportanlage Hackenberg waren neben den Erlösen aus den Grundstücksverkäufen für das DOC auch städtische Eigenmittel in Höhe von 2,5 Millionen Euro eingeplant. Die nunmehr favorisierte Umbauvariante für die Sportanlage Hackenberg wird jedoch um eine Million Euro geringere Aufwendungen zur Folge haben. Diese Mittel wollen SPD, GRÜNE und FDP künftig für andere Sportfreianlagen in Remscheid nutzen.

  • Michael Büddicker, sportpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion: „Auf Antrag der drei Fraktionen war im vergangenen Dezember die Aktualisierung der Sportentwicklungsplanung beschlossen worden. In Kürze werden aktuelle Bedarfszahlen sowie eine Kalkulation der voraussichtlichen Investitionen und eine Folgekostenschätzung vorliegen. Die Zukunft der Sportplätze Neuenkamp und Klausen wird dabei natürlich auch eine große Rolle spielen.“
  • Bernd Fiedler, sportpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen: „Bei der aktualisierten Sportentwicklungsplanung geht es um den Bedarf und die Kosten, aber auch um die mögliche Gestaltung der Plätze. Naturrasen und Kunstrasen, aber auch Hybridrasen und die ‚Grüne Asche‘ sind Beläge, die künftig grundsätzlich in Betracht kommen. Wir wollen die Empfehlungen möglichst schnell umsetzen und dafür Mittel bereitstellen.“
  • Torben Clever, sportpolitischer Sprecher der Freien Demokraten: „Wir wollen optimale Bedingungen für alle Sportarten und Vereine in Remscheid schaffen. Dabei werden wir den Fußballsport ebenso berücksichtigen wie etwa die Leichtathletik und den Schulsport. Dazu gehört auch ein Stadion als moderne Wettkampfstätte. Mit den weiteren Mitteln in Höhe von einer Million Euro kommen wir unserem Ziel ein großes Stück näher.“

Umstrittenes Gutschein-Modell wurde abgelehnt

Bei einer Enthaltung und nur sieben Ja-Stimmen lehnte der Hauptausschuss am Donnerstag den Antrag der CDU-Fraktion ab, die Verwaltung möge ein Gutscheinprogramm auflegen, um den lokalen Einzelhandel und die lokale Gastronomie zu unterstützen. „Welcher Betrag angesichts der weiterhin bestehenden pandemischen Lage und der damit verbundenen Einschränkungen als angemessen, wirksam und verantwortbar“ erscheine, möge die Verwaltung prüfen. Und: „Über die genauen Modalitäten und das Konzept des Remscheider Stadtgutscheins sollte unsere Wirtschaftsförderung für alle interessierten Teilnehmer digitale Informationsveranstaltungen abhalten.“

Schon einmal, in der Ratssitzung am 25. Februar, hatte die CDU für diesen Antrag keine Mehrheit gefunden. Sie wiederholte ihn nun mit der Begründung, es gelte, „die lokale Kaufkraft zu stärken und Geschäfte in unserer Stadt zu unterstützen.“ David Schichel von den Grünen reagierte darauf leicht unwirsch. Die Stadt werde die Gastronomie unterstützen, wo sie nur könne. „Aber ein Gutscheinmodell gehört nicht dazu!“ Denn dessen Auswirkung auf die Einkommen der Betroffenen könne bei dem erwartbaren begrenzten finanziellen Einsatz nur gering ausfallen. In der Frage, ob ein Gutschein-Modell von den Gastronomen überhaupt gut geheißen werde, waren Antragsteller und Antragsgegner im Übrigen unterschiedlicher Meinung.

Barrierefreier Zugang zum Rathaus ist geplant

Wie Stadtdirektor Sven Wiertz am Donnerstag im Hauptausschuss mitteilte, wird im Rahmen der laufenden Arbeiten zur Vorbereitung der Rathauserweiterung und der Sanierung des historischen Rathauses auch ein zeitgemäßer und denkmalgerechter barrierefreier Zugang zum Rathaus geplant. Die gegenwärtigen Zugangsbeschränkungen könnten bei anhaltend positivem Trend der pandemischen Entwicklung in der Sommerpause aufgehoben werden, berichtete Wiertz. „Unabhängig hiervon hat die Verwaltung bereits den Einbau einer Gegensprechanlage zwischen Innenhof (Fahrstuhl) und Pförtnerloge beauftragt, die in den kommenden vier Wochen installiert wird. Der Aufwand hierfür beläuft sich auf 2.500 Euro.“

Bedarf an Avataren für Remscheider Schulen?

So genannte Avatare, kleine Roboter, können für langzeiterkrankte Schülerinnen und Schüler eine große Hilfe sein, indem sie diese quasi in ihren Klassen „vertreten" und so den sozialen Anschluss an die Klassengemeinschaft sicherstellen. „Technisch sieht es so aus, dass Bild und Ton direkt durch eine Kamera beziehungsweise ein Mikrophon gestreamt werden. Wenn der Schüler oder die Schülerin sich melden möchte, leuchtet der Kopf des Avatars auf. Wichtig dabei: Der Ton wird in beide Richtungen übertragen, das Videobild dagegen nur auf das Tablet des kranken Kinds. Das Kind wird also nicht gesehen. (…) Betroffene Schülerinnen und Schülern könnten so am gemeinsamen Lernen teilnehmen.“ So begründete die CDU-Fraktion  am Donnerstag ihren Antrag im Hauptausschuss, den Bedarf anAvatarne für Remscheider Schulen  Avatare an Remscheider Schulen zu prüfen. Dem hatte der Schulausschuss bereits zugestimmt, allerdings in veränderter Form. Zitat: „Die Verwaltung wird gebeten, in Zusammenarbeit mit Schulleitungen und Anbietern zu prüfen, inwieweit Avatare unter welchen Bedingungen im Unterricht eingesetzt werden können.“ Das Ergebnis wird dem Ausschuss für Schule im 4. Quartal vorgestellt.“ Der Hauptausschuss schloss sich dem einstimmig an.

Attraktive Freizeitangebote in den Schulferien

Dass in der gegenwärtigen Corona-Pandemie attraktive Freizeitangebote in den Schulferien für Kinder und Jugendliche besonders wichtig sind, unterstrichen heute Mittag in einer Online-Pressekonferenz (Zoom) Egbert Willecke, Fachdienstleiter Jugend, Michael Ketterer (Kinder- und Jugendförderung der Stadt Remscheid),  Daniela Gradante (RTV),  Rolf Haumann (Ev. Kirchenkreis Lennep),  Jörg Liesendahl (Naturschule Grund),  Angela Preuß (Ev. Kirchengemeinde Lennep),   Michael Schiffer (Die Welle gGmbH),  Julia Sebig (Ev. Stadtkirchengemeinde), Ricky Ulrich (Die Schlawiner gGmbH) und Wolfgang Zöller (Kraftstation). Gemeinsam hatten unterschiedliche Akteure der Jugendhilfe in den vergangenen Wochen eine Vielzahl an Angeboten für die Sommerferien zusammengestellt. Zu finden ist das Angebot auf der Internetseite der Stadt Remscheid unter https://remscheid.de/leben/medienpool/dokumente020/Uebersicht_Sommerferienangebote_2021.pdf

Unzufrieden mit der Informationspolitik der Sana-AG

Gewerkschaft und Arbeitgeber setzen heute bei Sana ihre Verhandlungen fort. In diesem Zusammenhang haben sich die Mitarbeiter/innen vor dem Klinikum zu einer “aktiven Mittagspause“ verabredet, um ihren Unmut über die angekündigten Kündigungen zu verdeutlichen. Unmut wird auch in dem Schreiben von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Sozialdezernent Thomas Neuhaus vom 7. Juni an den Vorsitzenden des Vorstands der Sana-Kliniken AG, Thomas Lemke, deutlich, in dem auf einen Artikel in der RGA-Ausgabe vom 05.Juni Bezug genommen wird. Darin hatte die Redaktion berichtet, dass die Sana-Tochtergesellschaft DGS Pro-Service GmbH nach einem ersten Verhandlungsgespräch mit dem Betriebsrat weiterhin am Abbau von insgesamt 64 Arbeitsplätzen bis zum Jahresende in Remscheid festhalte und bundesweit insgesamt 1.000 Stellen von einer Kündigung bedroht seien. Zu dem Schreiben an Lemke sah sich die Stadt veranlasst „auf Grund der unzureichenden Informationspolitik der Sana-Kliniken AG gegenüber der Stadt Remscheid als Anteilseignerin als auch in der Mitverantwortung der Stadt Remscheid gegenüber den von Kündigungen bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“.

In dem Schreiben heißt es: „Der Samstagsausgabe der örtlichen Tageszeitung RGA haben wir entnommen, dass es wohl bereits Ergebnisse eines Verhandlungsgesprächs zwischen der SANA-DGS und dem Betriebsrat gibt und alle Mitarbeiterinnen bis zum 31.12.2021 gekündigt werden sollen. Dies wurde uns nur durch den Bericht in der Zeitung bekannt. Wir sind daher weiterhin unzufrieden mit Ihrer Informationspolitik, obwohl Sie uns in der Sondersitzung des Aufsichtsrates zugesichert hatten, dass die Stadt Remscheid als Mitgesellschafterin des örtlichen Klinikums zukünftig bei weiteren Entscheidungen rechtzeitig informiert wird. Durch die jetzt in Frage stehenden Dienstleistungen ‚Patientenbegleitung, Reinigung, Bettenreinigung, Pförtnerdienste und Hol- und Bringdienste‘ ist das Funktionieren des Klinikums unmittelbar berührt.
In unserer Mitverantwortung als Anteilseignerin und in unserer Verantwortung für die von Kündigungen bedrohten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihren Familien erwarten wir daher eine umfassende Darstellung des aktuellen Sachstandes. Klarheit für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit eindeutigen Aussagen über ihre künftigen Beschäftigungsperspektiven in Unternehmen des SANA-Konzerns sowie über Qualifizierungsangebote zum Verbleib im Beschäftigungsverhältnis bzw. Übernahme in ein Folgeunternehmen, und belastbare Aussagen über die zukünftige Sicherstellung der Dienstleistungen im Klinikum Remscheid.“

Gestern legte die Stadt das Schreiben als Mitteilungsvorlage den Mitgliedern des Hauptausschusses vor. Und auch der Rat soll davon in Kenntnis gesetzt werden, „da dieser durch An- und Nachfragen sowie Statements ein hohes Interesse an der Entwicklung in dieser Angelegenheit gezeigt hat.“

Städte sehen gute Chancen für „Welterbe“-Votum

„Die Müngstener Brücke hat sehr gute Chancen, als UNESCO-Welterbe-Kandidat für Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene nominiert zu werden und damit die erste große Hürde im Welterbe-Verfahren zu nehmen: Die Welterbe-Fachjury Nordrhein-Westfalen 2021 empfiehlt dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die Nominierung der "Großbogenbrücken des 19. Jahrhunderts" für die Fortschreibung der Deutschen Tentativliste in Erwägung zu ziehen. Die Entscheidung triff das Landeskabinett voraussichtlich im September“, reagierte die Stadt Remscheid gestern in einer Pressemitteilung auf das bekanntgewordene Votum der Jury. Die Bewerbung der Müngstener Brücke in internationaler Gemeinschaft mit den Brücken Ponte Maria Pia und Ponte Dom Luis I. in Portugal, dem Garabit-Viadukt und dem Viaduc du Viaur in Frankreich und der Ponte San Michele in Italien sei der einzige Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen, der im weiteren Verfahren Chancen habe, heißt es in der Stellungnahme. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Mit der heutigen Empfehlung der Welterbe-Fachjury und einer hoffentlich im Herbst folgenden Nominierung wird dieses wichtige Projekt auch für die Menschen in unseren drei Städten immer greifbarer. Im internationalen Kontext haben diese Brücken, die als außerordentliche Ingenieursleistungen gelten, dadurch die Chance zu völkerverbindenden Elementen zu werden."

Zitiert wird auch Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach: „Wir haben eine erste wichtige Station auf dem Weg zum Welterbe erreicht. Und mit Volldampf geht es nun weiter. Ich freue mich auf den weiteren Weg, gemeinsam mit unseren Partnern im Städtedreieck, bei der Deutschen Bahn und in Europa.“

Wuppertals Oberbürgermeister Uwe Schneidewind stellt fest: „„Schon jetzt ist die Müngstener Brücke ein wunderbares touristisches Ziel. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe würde ihr zusätzlichen Glanz und Anziehungskraft verleihen. Dass das auch noch verbunden ist mit dem europäischen Gedanken und dem Zusammenspiel mit anderen bedeutenden Brückenbauwerken, freut mich besonders.“ Und für Günter Gewehr, Projektleiter bei der Deutschen Bahn, wäre die Nominierung „dieser in Deutschland einzigartigen Brücke zum Weltkulturerbe die Krönung der Brückensanierung, die wir in den nächsten Wochen abschließen werden.“

In den nächsten Wochen muss der Antrag zwar noch ergänzt und überarbeitet werden, wie von der Jury gefordert, dennoch aber sei „das Votum für uns großartig“, so Welterbe-Koordinator Carsten Zimmermann, Solingen. „Es zeigt, dass unsere Bewerbung vom Grundsatz her überzeugt. Jetzt geht es um die weitere Ausarbeitung – und die werden wir pünktlich liefern.“

Bereits vor zehn Jahren hatte sich das Bergische Städtedreieck am Interessensbekundungsverfahren des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Damals attestierte die Jury der Region eine hervorragende Bewerbung und forderte ausdrücklich auf, eine serielle transnationale Bewerbung mit vergleichbaren Brückenbauwerken in Europa auf den Weg zu bringen. „Diese Anregung haben wir aufgenommen“, erläutert Zimmermann. Die schriftliche Bewerbung habe die gesamte Serie der Großbogenbrücken berücksichtigt, dabei stand aber zunächst das in NRW beheimatete Bauwerk „Müngstener Brücke“ im Fokus. Nun werde man die bereits vorhandenen Überlegungen und Konzeptionen noch ausführlich schriftlich in den Antrag einarbeiten, so Zimmermann.