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Kolpingfamilien auf Wallfahrt nach Köln

Die beiden Kolpingfamilien von Remscheid und Lennep machten sich am vergangenen Sonntag auf zur Wallfahrt nach Köln – eine Gruppe von mehr als 50 Personen. Schon länger arbeiten die beiden Familien eng zusammen und planen manches gemeinsam, immer auch offen für Gäste. So war es auch diesmal. Ziel war die Minoritenkirche in der Nähe des Kölner Doms, wo der inzwischen selig gesprochene Adolf Kolping einst tätig war und auch begraben liegt. Präses Hans Jürgen Roth begleitete die Gruppe und brachte unterwegs Pilgertexte und Gebete, sowie Geschichten aus Kolpings Leben zur Sprache. Am Gottesdienst in der Minoritenkirche nahmen auch die Kolpingfamilien aus dem Oberbergischen teil. Danach ging es weiter nach Bornheim bei Bonn zum Mittagessen in einem gemütlichen Waldhotel. Dort geriet die Gruppe in ein Schützenfest und erlebte einen kilometerlangen farbigen Schützenzug mit. Ein weiteres Ziel war danach das Museum der deutschen Geschichte in Bonn. Zum Ausklang der Fahrt durfte dann natürlich das Bergische Heimatlied nicht fehlen.

„Katia Belley Band“ eröffnet den Lenneper Sommer

Der „Lenneper Sommer“ geht in die nächste Runde! „Die Lenneper Vereine haben für die Zeit vom 29. Juni bis zum 31. August auf dem Alter Markt in der Lenneper Altstadt wieder ein tolles und vor allem abwechslungsreiches Programm für die auf die Beine gestellt“, versprachen gestern in einer Pressekonferenz in der Volksbank-Zentrale am Tenter Weg Vertreter des Bühnenbeirats der Lenneper Vereine. Dazu gehören Open-Air-Konzerte auf der LTG-Volksbank-Bühne mit namhaften, hörenswerten Bands, gesellige „Open Air“-Treffen auf dem Platz zum Schlemmen, Genießen und Klönen sowie vielfältige Angebote für Kinder.

Samstag, 29. Juni, 18 Uhr
„Katia Belley Band“
Das Programm im Einzelnen, gestern vorgestellt in der Reihenfolge der Termine von Andreas Otto, Sabine und Thomas Schmittkamp, Gunther Brockmann, Zbigniew Pluszynski, Rolf New, Erwin Rittich, Willi Oberlies und Frank Ebbinghaus:

  • 29. Juni
    Volksbank-Abend mit der „Katia Belley Band“ ab 18 Uhr (Volksbank & Bühnenrat)
  • 30. Juni
    Sommerfest mit verkaufsoffenem Sonntag ab 11 Uhr (Lennep Offensiv e.V.)
  • 6. Juli
    Tischlein deck dich ab 16 Uhr (Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V.)
  • 7. Juli
    Kinder- & Jugendkulturtag ab 11 Uhr (Die Welle gGmbH)
  • 13. Juli
    Sadtteilkonzert der Bergische Symphoniker (nur bei geeignetem Wetter) (Deswegen pausiert an diesem Tag der „Lenneper Sommer“)
  • 20. Juli
    Rockin the Blues mit White Hot & Blue ab 18 Uhr / Musik ab 19 Uhr (Lenneper-Schwimm-Verein 1898 e.V. & TV „Frisch auf“ Lennep 1933 e.V.)
  • 27. Juli
    Reggae-Summer-Feeling ab 18 Uhr ab 20 Uhr Musik der Gruppe „Tribal“ (Lenneper Turngemeinde 1860 e.V.)
  • 28. Juli
    Pilger- und großes Familienfest ab 12 Uhr Familienfest (Lenneper Pilgerfreunde e.V.)
  • 2. bis 4. August
    Sommer- & Winzerfest (Lenneper Karnevalsgesellschaft e.V.)
  • 17. August
    Lennep lecker ab 17 Uhr / ab 19 Uhr Musik (Augusta Hardt Horizonte gGmbH)
  • 31. August
    Karaoke ab 16 Uhr (König von Preußen)

Eröffnet wird der 8. „Lenneper Sommer“ durch den LTG-/Volksbankbühnenbeirat und Bezirksbürgermeister Markus Kötter am 29. Juni um 18 Uhr. Für den Fall, dass es regnen sollte: Aufgestellten Pavillons sollen ausreichend für den Schutz der Besucher sorgen. Erwin Rittich (LTG) dankte gestern allen Beteiligten für ihren Programmbeiträge und der Volksbank im Bergischen Land für das jährliche Sposoring des „Lenneper Sommern“ über die hälftige Finanzierung der Freiluftbühne auf dem Alter Markt hinaus. Auch lobte er die gute Zusammenarbeit der Vereine im Bühnenbeirat. Eine „Beach Party“ werde es in diesem Jahr nicht geben (auch weil ein Gastwirt sich diesmal nicht hatt4e beteiligen wollen). Aber für das nächste Jahr werde die Party auf Sand wieder eingeplant, versicherte Gunther Brockmann. Auch Lennep offensiv hält sich in diesem Jahr als Veransalter etwas zurück. „Was nicht heißt, dass wir untätig sind; wir agieren mehr hinter den Kulissen“, sagte Thomas Schmittkamp. Erwin Rittich zum Programm insgesamt: „Wir hoffen natürlich wieder auf eine volle Hütte!“

Auch ein Teil der europaweiten Aktion "vote together"

Remscheid macht mit beim Bündnis "vote together"“, titelte der Waterbölles am 9. Mai. Im Teo Otto Theater hatten Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und Ute Lennartz-Lembeck („Kunstschule Heimat“ in der “Kraftstation“) die europaweite Aktion "vote together" des international bekannten Künstlers und Fotografen Wolfgang Tillmans zur Europa-Wahl vorgestellt. Zur Teilnahme an dieser Wahl aufzurufen, sei aller Ehren wert, war sich der OB mit Ute Lennartz-Lembeck einig. Inzwischen hat die Künstlerin nachgelegt und weitere Wahlaufrufe in verschiedenen Sprachen entlang des Zaunes der „Kraftstation“ an der Freiheitstraße aufgehängt. Motto: „Wählen gehen!“

 

Petition ist nur bei kommunalen Belangen zulässig

In einem Schreiben an Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat ein Remscheider Bürger („Herr F.“), dessen Namen die Verwaltung aus Gründen des Datenschutzes nicht nennt, angeregt, der Rat der Stadt möge sich der Resolution zur Ausrufung des Climate Emergency („Klimanotstand“) anschließen: „Weltweit haben Kommunen wie Los Angeles, Vancouver, London und Basel den Klimanotstand ausgerufen und damit ein Signal gesetzt. Es ist Zeit zu handeln!“ Zitat aus dem Text der Resolution: „Die Kommune wird die Auswirkungen auf das Klima sowie die ökologische, gesellschaftliche und ökonomische Nachhaltigkeit bei jeglichen davon betroffenen Entscheidungen berücksichtigen und wenn immer möglich jene Entscheidungen prioritär behandeln, welche den Klimawandel oder dessen Folgen abschwächen.“ Des Weiteren soll die Stadt Remscheid die Bundes- wie auch die Landesregierung auffordern, umfassend über den Klimawandel, seine Ursachen und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen, welche gegen den Klimawandel ergriffen werden, zu informieren.

Damit wird sich heute der städtische Beschwerdeausschuss beschäftigen. Ihm hat die Verwaltung empfohlen, der Petition nicht zu folgen. Hierfür sei „ein konkret bestimmter spezifischer Ortsbezug zur Stadt Remscheid und ihren Bürgerinnen und Bürgern, erkennbar nicht gegeben“. Dieser sei aber „§vom Bundesverfassungsgericht (BVerfG) als Voraussetzung für eine zulässige Befassung im Einzelfall herausgestellt worden“. Das bezieht sich auf die Paragrafen zu den 24 und 2 der Gemeindeordnung von NRW. Danach hat zwar jeder das Recht, sich schriftlich mit Anregungen in Angelegenheiten der Gemeinde an den Rat der Stadt zu wenden. Allerdings bestehe das Petitionsrecht nur in den Fällen, in denen Angelegenheiten der Gemeinde angesprochen seien. Die Gemeinde dürfe sich „nicht mit Angelegenheiten beschäftigen, die in die ausschließliche Zuständigkeit eines anderen Trägers öffentlicher Gewalt (z.B. Bund, Land) fallen, ohne dass ein konkreter Sachzusammenhang mit Angelegenheiten der Gemeinde besteht.“ Dazu zählten jedoch „nur solche Aufgaben..., die in der örtlichen Gemeinschaft wurzeln ... und von dieser örtlichen Gemeinschaft eigenverantwortlich und selbständig bewältigt werden können“, so das BVerfG in mehreren Entscheidungen. Der Rat einer Gemeinde sei grundsätzlich nicht berufen, im Bereich ausschließlich staatlicher Entscheidungskompetenzen als Repräsentant der Gemeindebevölkerung Erklärungen abzugeben.

Fazit der Verwaltung: „Die Eingabe des Herrn F. an den Rat der Stadt ist als unzulässig zurückzuweisen. (...) Unstrittig ist, dass der Klimawandel die Stadt Remscheid und ihre Bürger/innen betrifft und auch noch weiter beschäftigen wird. Unstrittig ist aber auch, dass der Klimawandel seinen Ursprung nicht in Remscheid hat und damit kein spezifisches und ausschließliches Remscheider Problem ist, sondern eine Angelegenheit von überregionaler bis weltweiter Bedeutung darstellt. Nicht zuletzt die jüngsten Ereignisse und die zahlreichen Protestaktionen in vielen Städten und Ländern belegen dies auf eindrückliche Weise. (...) Mit Blick auf die gerade erst in jüngster Vergangenheit wieder zu beobachtenden ungewöhnlichen und teils extremen Wetterlagen, die man in Fachkreisen in einen Zusammenhang bringt mit dem Klimawandel, werden sich der Rat und seine Ausschüsse wie auch die Verwaltung auf ihren diversen fachlichen Ebenen vermutlich in naher Zukunft noch viel intensiver und ausführlicher als bisher mit diesem vielschichtigen Fragenkomplex beschäftigen (müssen). Aus diesem Grund schlägt die Verwaltung vor, die schriftlichen Ausführungen des Herrn F. dem Ausschuss für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung als dem in Fragen zu Umwelt und Klimaschutz zunächst federführend zuständigen Fachausschuss zur Kenntnis zu geben. Hierbei sollte es dem Fachausschuss anheimgestellt werden darüber zu befinden, ob und inwieweit man die hier formulierten Denkansätze auf Remscheider Verhältnisse übertragen und daraus beispielsweise ein entsprechendes Handlungskonzept entwickeln könnte oder sollte.“

Tipps zum Umgang mit Bioabfällen und Biotonne

So nutzen Sie die Biotonne für Küche und Garten richtig:

  • Wickeln Sie feuchte Abfälle, z. B. nasse Salatblätter oder Kartoffelschalen, in Zeitungspapier ein (eine oder zwei Seiten reichen).
  • Gekochte Essensreste, Fleisch, Fisch und Milchprodukte sowie angemachte Salate und Suppen geben Sie wie bisher in die Restmülltonne.
  • Lassen Sie Rasenschnitt nach dem Mähen antrocknen und werfen Sie ihn erst kurz vor der Abfuhr in die Biotonne.
  • Astwerk mit einem Durchmesser von mehr als 8 cm darf nicht in die Biotonne.
  • Strauchwerk und Äste sollen nicht länger als der Behälter selbst sein.
  • Nutzen Sie für große Mengen Gartenabfall bitte die Gartenabfallsammlung.
  • Verwenden Sie zur getrennten Sammlung von Bioabfällen im Haushalt ein Vorsortiergefäß (z. B. einen Eimer), den Sie alle zwei bis drei Tage in Ihre Biotonne entleeren.
  • Kleiden Sie den Sammeleimer mit saugfähigem Zeitungspapier aus (keine Illustrierten) und entleeren Sie ihn samt Zeitungspapier.
  • Halten Sie die Feuchtigkeit in Ihrer Biotonne so gering wie möglich, das hilft Geruchsbildung und Insektenbefall zu vermeiden.
  • Wählen Sie für Ihre Biotonne, wenn möglich, einen schattigen Standort.
  • Geben Sie eine Lage zerknülltes Zeitungspapier auf den Boden Ihres Behälters, das nimmt die Feuchtigkeit auf.
  • Legen Sie eine Lage Zeitungspapier zwischen die nassen Küchenabfälle oder mischen Sie Strukturmaterial, z. B. Zweige oder Heckenschnitt, aus dem Garten unter.
  • Halten Sie den Tonnenrand sauber und trocken. Mit einem Papierküchentuch oder einem Stück Zeitungspapier, das Sie gleich mit hineinwerfen, ist das ganz einfach.
  • Um das Entleeren von Biotonnen mit festgefrorenem Inhalt zu ermöglichen, empfiehlt es sich, die Behälter vor der Entleerung in einen frostfreien Raum zu stellen.

(Infos der Technischen Betriebe Remscheid, die der Stellungnahme zur heutigen Sitzung des städtischen Beschwerdeausschuss beiliegen)

3. Bergisches Klima-Forum dient Erfahrungsaustausch

Nach den erfolgreichen Bergischen Klima-Foren in 2016 und 2017 wird sich am Donnerstag, 16. Mai, das 3. Bergische Klima-Forum im Neuen Lindenhof, Honsberger Str. 38, von 9.30 bis 16 Uhr mit Klimaschutz und Klimaanpassung im bergischen Städtedreieck befassen. Auch dieses Forum soll als Plattform dienen und eine Übersicht bieten über aktuelle Projekte, die sich mit den Themen Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel beschäftigen. Wuppertal, Solingen und Remscheid sind seit vielen Jahren in diesen Bereichen aktiv; auch in gemeinsamen Projekten. Das Programm beinhaltet praxisorientierte Fachvorträge zum Thema Klimaanpassung, Klimaschutz und Mobilitätsstrategien im Bergischen Land. Darüber hinaus bieten sich die Möglichkeiten zum weiteren Networking und einem damit verbundenen Erfahrungsaustausch, um eine zukunftsorientierte Grundlage für die Klimaanpassung und den Klimaschutz auf lokaler, regionaler und überregionaler Ebene zu ermöglichen.

Eingeladen sind Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und Forschung der bergischen Großstädte sowie weitere Teilnehmende aus anderen Institutionen zu einem intensiven fachlichen Austausch. Dabei soll die kombinierte Betrachtung sowohl von Themen des Klimaschutzes als auch der Anpassung an den Klimawandel im Fokus stehen. Gesprächsteilnehmer während der Tagung sind Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Andrea Stamm (Klimaschutzbeauftragte der Stadt Wuppertal), Ute Bücker (Klimaschutzmanagerin der Stadt Wuppertal), Peter Vorkötter (stellv. Stadtdienstleiter Solingen), Monika Meves (Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid), Carolin Schäfer-Sparenberg (Wuppertal-Institut für Klima, Umwelt, Energie), Frank Meyer (Beigeordneter der Stadt Wuppertal für Stadtentwicklung, Bauen, Verkehr, Umwelt), Guido Halbig (Deutscher Wetterdienst Essen); Stephan Bongwald (Referent für Nachhaltigkeit und Kommunikation der Barmenia, Wuppertal) und Christian Massing (Wuppertaler Stadtwerke AG). Um Anmeldung von Akteuren, Umsetzern, Multiplikatoren und Entscheidungsträgern wird gebeten bis zum 9. Mai unter E-Mail umweltamt@remscheid.de">umweltamt@remscheid.de.

Vierwöchige Leerung der Biotonne wäre zu teuer

Biotonnen werden zurzeit im Remscheid 14-tägig geleert, und zwar das ganze Jahre hindurch. Hierin sieht ein Remscheider Bürger, dessen Namen die Verwaltung aus Gründen des Datenschutzes nicht nennt, ein hygienisches bzw. gesundheitliches sowie ein ökologisches Problem: „Öffnet man im Sommer die Biotonne, steht man in einer Wolke aus Pilzsporen, Bakterien und Insekten, die sich im feuchtwarmen Klima der Tonne in Massen vermehren. Dies und auch die Geruchsbelästigung nimmt im Laufe von zwei Wochen zwischen den Leerungsterminen drastisch zu und ist möglicherweise mit gesundheitlichen Schäden verbunden.“ Aus Pilzsporen und Bakterien ergebe sich möglicherweise auch eine gesundheitliche Gefährdung der Müllwerker, die t den Biotonnen tagelang zu tun hätten. Das schrieb der Remscheider der Stadtverwaltung und regte die zeitliche Aufteilung in eine wöchentliche Leerung im Sommer und eine vierwöchentliche im Winter an. Denn im Winter seien die Tonnen erfahrungsgemäß weniger gefüllt. Ökologischer Vorteil: Weniger Treibstoff (Diesel). Insgesamt würde sich die Anzahl der Leerungstermine im Jahr nur leicht erhöhen. „Die hierdurch anfallenden Mehrkosten für die Bürger dürften sich also in Grenzen halten!“

Mit diesem Vorschlag wird sich am 14. Mai der städtische Beschwerdeausschuss befassen - und wird ihn aller Voraussicht nach ablehnen. Das hat jedenfalls die Verwaltung empfohlen, und sie begründet das ausführlich in einem vierseitigen Schreiben. Darin wird auf eine kleine Anfrage im Bundestag vom 25.7.1995 zur Keimbelastung bei Abfällen in Biomüll verwiesen. Darauf habe die Bundesregierung damals geantwortet, „dass man nach vergleichenden Untersuchungen von Biomüll  nach jeweils  2, 7, 14 und 21 Tagen zu dem Ergebnis gekommen sei, dass sowohl Nass- (=Bio)  als auch Hausmüll im 14tägigen Rhythmus entsorgt werden kann. Für gesunde Personen bestünden keine größeren Gefahren durch Pilzsporen bei der Befüllung von Biotonnen, Wertstofftonnen oder Hausmülltonnen mit organischen Inhalten.“ Das habe ein Forschungsprojekt der FH bestätigt. Eine Abfuhr nach einer Standzeit von zwei Wochen sei trotz höherer Keimgehalte nicht mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko verbunden. Im Übrigen würde eine Verkürzung des Leerungsintervalls auf einen wöchentlichen Rhythmus „zu nicht unerheblichen organisatorischen Problemen und Mehrkosten“ führen, so die Verwaltung. Eine saisonale Verkürzung des Leerungszyklus in den Sommermonaten könne zwar zu einer geringfügigen Verbesserung der hygienischen Rahmenbedingungen bei den Biotonnen führen, wäre aber mit den Aspekten der Wirtschaftlichkeit der Abfallsammlung und der Höhe der Abfallgebühren abzuwägen. Und weiter: „Ob eine vierwöchentliche Leerung der Biotonne in den Wintermonaten überhaupt zulässig sei, ist, soweit hier ersichtlich, wissenschaftlich noch nicht untersucht. Hierzu bestünde in jedem Fall Aufklärungsbedarf. Es besteht allerdings die Gefahr, dass mit einer Verlängerung des Leerungszyklus die Bioabfälle auch eine längere Zeit in der Wohnung (Küche) verbleiben.“

Zur Wirtschaftlichkeit der Bioabfallsammlung haben die Technischen Betriebe (TBR) in ihrer Stellungnahme festgehalten: „In den Jahren 2016 bis 2018 wurden in den Monaten November bis April durchschnittlich 187 Mg (Tonnen) und in den Monaten Mai bis Oktober durchschnittlich 242 Mg Bioabfälle monatlich aus Biotonnen gesammelt.“ Bei einem Bestand von 5.930 Tonnen (5.930 und 1.348 Tonnen (240 l) – Stand 31.12.2018 –  erfolge die Bioabfallsammlung täglich mit zwei Müllwagen und jeweils drei Mitarbeitern. Der jährliche Aufwand (ohne Entsorgungskosten) beträgt nach der Gebührenkalkulation für 2019 ca. 664.000 €. Bei wöchentlicher Leerung “müssten vier Fahrzeuge mit zwölf Mitarbeitern eingesetzt werden. Der Aufwand würde sich in diesen Monaten also verdoppeln. Die hierfür vorzuhaltenden zusätzlichen Fahrzeuge und Mitarbeiter wären in den Wintermonaten nicht erforderlich. Um dies wirtschaftlich darstellen zu können, müssten die Fahrzeuge angemietet und die Mitarbeiter als Saisonkräfte eingestellt werden. (...) Bei einer wöchentlichen Leerung der Biotonnen in den Wintermonaten könnten sich allenfalls Verschiebungen von 240 Liter- zu 120 Liter. Tonnen ergeben, wenn festgestellt würde, dass die großen Tonnen jeweils nur zur Hälfte gefüllt wären. Der Aufwand für die Leerung dieser Tonnen bliebe jedoch gleich. Fazit: „Nach einer überschlägigen Kalkulation würden bei einer wöchentlichen Leerung der Tonnen von Mai bis Oktober und einer 14- tägigen Leerung von November bis April die Bioabfallgebühren um ca. 23 Prozent steigen. Fraglich erscheint, ob diese Steigerung den Gebührenzahlern zu vermitteln ist.“

„CineStar“ zeigt Mittwoch „Die Kinder der Utopie“

Das Remscheider „CineStar“ gehört zu den Kinos in Deutschland, die am Mittwoch, 15. Mai (20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr, Eintritt sieben Euro), den neuen Film von Hubertus Siegert zeigen – „Die Kinder der Utopie“. Der  Dokumentarfilm berichtet über sechs junge Erwachsene – drei mit und drei ohne Behinderung –, die sich zwölf Jahre nach ihrer Grundschulzeit wiedertreffen. Schon einmal hat der Regisseur Hubertus Siegert die Mädchen und Jungen porträtiert: sein Film „Klassenleben“ (2005) erzählte von einer Berliner Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderungen und mit sehr unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernten (damals war das noch außergewöhnlicher als heute). Nun, 14 Jahre später, begegnen sich die Klassenkameraden von einst wieder und blicken auf ihr eigenes Leben und auf das der anderen. „Sie sind entschlossen, ihre Zukunft anzupacken, und sind dabei voller Träume und Zweifel -und voller Respekt miteinander. (...) Die Inhalte vermitteln einen frischen, ehrlichen, fundierten und oftmals ganz neuen Blick auf die aktuelle Diskussion um den Umsetzungsstand der schulischen Inklusion in Deutschland. (...) Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt, und wir erleben, wie die Generation Y heute die Inklusion lebt. Sie sind „die Kinder der Utopie“, heißt es auf dem Flyer, der am Samstag am Rand des „MyViertel“-Festes auf der Alten Bismarckstraße verteilt wurde.

Im redaktionellen Angebot der Webseite DIE KINDER DER UTOPIE werden jede Woche neue Artikel, Castbeiträge und Videos rund um das Thema inklusive Bildung veröffentlicht. Der Schauspieler Wotan Wilke Möhring: „Der Film will kein Plädoyer für Inklusion sein, und doch ist er genau das: Er zeigt, wie reich, bunt und verschieden die Welt von uns Menschenwesen sein kann und welche Möglichkeiten und großer Reichtum in den Aufgaben liegen, die uns diese Vielfalt schenkt."

Muttertagscafé in der „Esche“

Foto: privat.Gute Traditionen sind es wert gepflegt zu werden, sagt sich die Remscheider SPD. Einmal im Monat findet im Gemeindezentrum "Die Esche" der evangelischen Auferstehungsgemeinde auf dem Hohenhagen, Eschenstraße 25, ein Stadtteilcafé statt. Seit nunmehr fünf Jahren ist es Brauch, dass der SPD-Ortsverein Remscheid-Süd und das Ratsmitglied für den Hohenhagen, Stefanie Bluth, an Muttertag das Café ausrichten. Und so warteten denn auch gestern von 14:30 bis 17Uhr wieder zahlreiche von Mitgliedern gebackene leckere Kuchen und Torten darauf, kostenlos verspeist zu werden. Eingeladen waren alle, die sich der Fichtenhöhe und dem Hohenhagen verbunden fühlen. Stefanie Bluth: „Mir ist es wichtig, dass man sich kennt und miteinander im Gespräch bleibt!“ Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter der beiden Hohenhagener Bürgervereine – dem Förderverein Wohnquartier Hohenhagen e.V. sowie „Treppenhaus und Gartenzaun“ – und Bezirksbürgermeister Stefan Grote mit seiner Familie.

Wochenrückblick vom 6. bis 12. Mai 2019

Grüner und ruhiger, das wird Fußgänger freuen

Bis zu fünf Terrassen für die Außengastronomie“, überschrieb der Waterbölles am 16. März die Bürgerversammlung im Innenstadtbüro Markt , auf der u. a. Landschaftsarchitekt Stefan Bracht von der SAL Landschaftsarchitektur GmbH aus Münster neue Ideen für die Alte Bismarckstraße vorgetragen hatte. Seine Firma hat von der Stadt den Auftrag erhalten, im Rahmen des vom Rat der Stadt beschlossenen Revitalisierungskonzepts insgesamt sechs Innenstadtstraßen zu überplanen. Dazu gehört auch die Fastenrathstraße am Rathaus. Was sich der Landschaftsarchitekt dazu hat einfallen lassen, stellte er in dieser Woche im Ausschuss für Bauen, Gebäudemanagement, Liegenschaften und Denkmalpflege vor – als „Vorentwurf“, wie er einschränkend feststellte.

Es überraschte die Ausschussmitglieder nicht: Auch in Zukunft werden Autos von der Alleestraße über die Fastenrathstraße zur Hochstraße fahren oder vorher in die Tiefgarage unter dem Rathausplatz abbiegen. Stellenweise wird der Autoverkehr jedoch den Fußgängern weichen müssen. Denn Stefan Bracht will den Verkehr „entschleunigen“. Um das zu erreichen, soll es eine neue, kleine Grünfläche zwischen Stadtsparkasse und Parkplatzeinfahrt geben, wo jetzt lediglich eine kleine Bronze-Skulptur steht. Und die Abbiegespur zur Tiefgarage soll kürzer werden und eine engere Kurve erhalten.

Um mehr Grün ins Stadtbild zu bringen, sollen an dem Gehweg Richtung Rathaus weitere Bäume gepflanzt werden. Und Bänke sollen zu einer kleinen Rast einladen. Den Brunnen auf dem gegenüberliegenden Bürgersteig hält Bracht für verzichtbar, zumal er ohnehin schon lange nicht mehr sprudelt und zum Abfalldepot verkommen ist. Der Brunnen soll durch einen Baum ersetzt werden. Auf diese Straßenseite soll nach Brachts Plänen der Taxistand umziehen. Die Standspur für die Taxis soll drei Meter breit werden (bei schmalerer Straße), genug Platz also für die rechts einsteigenden Fahrgäste, um nicht dem fließenden Verkehr in die Quere zu kommen.

„Nichts gegen zusätzliche Pflanzbeete“, wandten im Ausschuss Ralf Wieber (CDU) und Lothar Schiffer (FDP) ein. Aber zwischen Zange und Bäumen müsse für den Lieferverkehr von der Alleestraße die Ausfahrt auf die Fastenrathstraße frei bleiben. Das sei sichergestellt, sagte der Architekt, nachdem Wieber ihm dem Begriff der „Zange“ erklärt hatte. Denn der war dem Planer aus Münster bislang noch nicht untergekommen.

THW-Spezialisten aus Remscheid in Haltern im Einsatz

Das Technische Hilfswerk (THW), Ortsverband) Remscheid, wurde am Mittwochabend zur Überwachung eines einsturzgefährdeten Gebäudes an der Münsterstraße in Haltern am See gerufen. Nach einem Wohnungsbrand im Dachgeschoss des Hauses war das Gebäude einsturzgefährdet. Da ein Hausbewohner vermisst wurde, mussten vor der Personensuche zunächst Gebäudeteile mittels Baustützen durch die zusätzlich alarmierte Bergungsgruppe aus Remscheid gesichert werden.

Das THW Remscheid setzte das Einsatzsstellen-Sicherungssystem (ESS) ein, um die Hauswand des einsturzgefährdeten Gebäude millimetergenau zu beobachten. Diese Technik warnt im Fall eines möglichen Einsturzes die eingesetzten Rettungskräfte frühzeitig über ein Sirenensignal. Somit sind die eingesetzten Helfer während ihres Aufenthaltes im Gefahrenbereich beim Bau der Gebäudesicherung geschützt.

Im ganzen Bundesgebiet gibt es 20 Spezialteams mit einem solchen System. In Nordrhein-Westfalen ist das System in den THW Ortsverbänden Hürttgenwald, Beckum und Remscheid stationiert. Die Außenwand des einsturzgefährdeten Hauses wurde durch den THW Ortsverband Gelsenkrichen mit einem speziellen Abstützsystem (ASH) gesichert Weiteres Material für die Deckenabstützung lieferten die Ortsverbände Wuppertal und Schwelm. Erst um 3.30 Uhr war der Einsatzt für den Ortsverband Remscheid beendet. (Florian Berger, THW)