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Haus Berliner Str. 10 und einstige Einzelhändler

Fotoarchiv: Marcel Bünten.von Marcel Bünten

Metzger Ernst Karthaus, einst Berliner Straße 10, wie im Waterbölles zu lesen? Ich bin mir sicher, dass in der Berliner Straße 10 kein Metzger war, denn das Haus gehörte einst meiner Großmutter und davor ihrer Schwester. Vor dem Krieg war dort ein Cigarrenladen und Friseur. Nach dem Krieg war dort die NSU-Vertetung David Stein, dann ein Konsum und später wieder ein Friseur. Das Haus brannte vor ca. zehn Jahren ab und wurde neu aufgebaut. Anbei Fotos von der Berliner Straße 10 aus meinem Besitz.

"Hoffen wir, dass Museen bald wieder öffnen können!"

von Franz Werner von Wismar

In Corona-Zeiten stehen auch in Lennep die Räder still. Keine Besucher zu haben ist für viele Museen das Aus. In diesen Zeiten des Stillstands dankt das Tuchmuseum all denen, die es möglich machen, dass das Museum überleben kann. In erster Linie ist es die Familie Hardt, die das Museum vor vielen Jahren ermöglicht hat. Heute ist es der Verein Anna- Hardt-Stiftung der sich um das Museum kümmert. Es sind aber auch die Mitarbeiter des Museums, die immer noch Gewehr bei Fuß stehen, wenn es wieder losgeht, das Besucher das Museum besuchen können. Den Besuchern wollen wir natürlich einen ganz besonderen Dank aussprechen. Durch ihre Spenden und Einkäufe in dem kleinen Museumsshop, haben sie es immer ermöglicht das Museum zu erhalten.

Viele Besucher haben in den Räumen des Museums eine Führung gebucht und ein solches Ereignis als Geschenk an Gratulanten geben können. Mit allen hoffen wir, das es wieder so werden wird. Auch die SchülerInnen, die uns besuchten, hatten nicht nur museumsreife Stoffe angeschaut, sie erfuhren in erster Linie über die Probleme die durch die Textilindustrie entstanden. Soziales und Umwelt war und ist ein großes Thema. Leider wiederholen sich die Fehler die die Textilindustrie vor ca. 200 Jahren machte, an anderen Orten auf der Welt. Ein Besuch im Museum ist im Augenblick nur über die Website möglich. Virtuell können sie bei uns einkehren. Unter www.tuchmuseum.de erfahren sie viel über die Geschichte der Herstellungsabläufe der Textilherstellung und unter www.wuelfing-museum.de  können sie die Technik der Textilproduktion anschauen, eine Website des Johann Wülfing & Sohn - Museum e.V.

In die Landschaft der Remscheider Museen reihte sich das Tuchmuseum Lennep vor 24 Jahren ein. Damals stellte die Anna-Hardt-Stiftung das Museum den Remscheidern als weitere Ausstellung zur Verfügung. Die Stadt Remscheid ermöglichte die Unterbringung in der GGS Freiherr vom Stein, Hardtstr. 2 (historisches Foto)

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Spendenaktion "Kleines Geld für großes Lächeln"

Liebe Eltern, liebe Remscheiderinnen, liebe Remscheider,
Wir, der Jugendamtselternbeirat Remscheid (JAEB), wenden uns heute mit einem besonderen Anliegen und einer herzlichen Bitte an Sie! Wir alle, insbesondere aber unsere Kinder, haben unter den Auswirkungen der Corona-Krise zu leiden; es fehlen soziale Kontakte, es fehlen Freizeitaktivitäten, es fehlen Hilfsangebote…

Leider gibt es in Remscheid Familien und Kinder, die es in den letzten Monaten schlimmer getroffen hat als andere. Der Jugendamtselternbeirat möchten daher diese Familien und Kinder besonders unterstützen und würden uns sehr freuen, wenn Sie sich uns anschließen: Wir haben die Spendenaktion „Kleines Geld für großes Lächeln“ ins Leben gerufen zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbund Remscheid e.V., um hilfebedürftige Familien und Kinder in Remscheid zu unterstützen, deren Lage sich insbesondere durch die Corona-Krise noch verschärft hat. Es wäre toll, wenn Sie sich uns anschließen könnten! Jeder Euro kann etwas Tolles in Remscheid bewirken! Wir würden uns freuen, wenn Sie direkt an den Kinderschutzbund Remscheid e.V. spenden:

Deutscher Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid
Spendenkonto: DE 02 3405 0000 0000 0072 60
Stichwort: „Kleines Geld für großes Lächeln“. (Wenn gewünscht, kann der Deutsche Kinderschutzbund e.V., Ortsverband Remscheid, Spendenquittungen ausstellen. Als Nachweis reicht jedoch meist auch der Überweisungsbeleg.)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!
Die Vorsitzenden Marco Marquard und Miriam Wetzel

Zur Information über den JAEB:  Der Gesetzgeber des Landes NRW hat seit 2011 im Kinderbildungsgesetz (KiBiz) die Elternmitwirkung in Kindertagesstätten formuliert. Wir sind die KiTa-Elternvertretung aller Träger in Remscheid. Wir vertreten die Interessen im Sinne der Eltern und ihrer Kinder gegenüber den öffentlichen Trägern (Stadt Remscheid), der Jugendhilfe und freien Trägern der Jugendhilfe. Der JAEB ist parteilos, unabhängig und alle Mitglieder arbeiten ehrenamtlich.

Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt

von Thomas Neuhaus, Beigeordneter der Stadt Remscheid für Bildung, Jugend, Soziales, Gesundheit und Sport

Ich habe mich sehr über die Nachricht von Herrn Hardt gefreut. 2,58 Millionen € für das älteste Binnenfreibad Deutschlands ist insbesondere in der aktuellen schwierigen Zeit ein tolles, aufmunterndes Signal für alle Remscheiderinnen und Remscheider. Nach zwei vergeblichen Versuchen, Mittel des Bundes für unser Freibad Eschbachtal zu bekommen, waren wir zusammen mit dem Förderverein sehr enttäuscht. Nachdem wir beim letzten Mal nicht berücksichtigt wurden, versprach Herr Hardt, dass er sich erneut um die Förderung bemühen würde.

Unsere Hartnäckigkeit hat sich ausgezahlt: Jetzt ist es gelungen, den Zuschlag zu erhalten, und wir können in den kommenden Jahren sicherstellen, dass mit den Mitteln des Bundes und der Stadt Remscheid eine Grunderneuerung des Freibades mit einem Volumen von insgesamt 14 Millionen € erfolgen kann. Unser technisch in die Jahre gekommenes Freibad wird vollständig erneuert und ist dann für die kommenden Jahre ein besonders attraktiver Ort der Freizeitgestaltung und Naherholung für die Bürgerinnen und Bürger – insbesondere für Familien, Kinder und Jugendliche - unserer Stadt. Ein attraktives Freibad erhöht die Qualität als Wohnstandort und trägt dazu bei, dass auch Besucher*innen aus anderen Städten in unsere schöne Stadt kommen.

Gut, dass Bürger*innen, Förderverein, Politik und Verwaltung immer an unserem Freibad festgehalten haben und nicht den Weg des Rückbaus des Freibades – wie andere Kommunen es praktiziert haben – gegangen sind. Ich bedanke mich bei allen, die sich für unser Freibad eingesetzt haben.

CDU fordert Schnelltest für Kommunalpolitiker

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, lieber Herr Mast-Weisz,

die derzeitige pandemische Lage erfüllt uns mit Sorge. Wir müssen alles tun, um die Infektionszahlen zu senken. Wir müssen aber auch alles tun, dass wir so normal wie möglich leben und arbeiten können. Unsere kommunale Demokratie ist ein hohes Gut. Leider ist auch sie zurzeit einigen Einschränkungen unterworfen. Unsere Ausschüsse und Bezirksvertretungen sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Auch dort sind ältere Personen und Angehörige von Risikogruppen vertreten.

Wir bitten Sie daher, so schnell wie möglich im Krisenstab zu diskutieren, ob die Stadt für diejenigen, die an den Sitzungen des Rates, der Ausschüsse und der Bezirksvertretungen teilnehmen (also die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung, die Politikerinnen und Politiker, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fraktion und Gruppen, Besucherinnen und Besucher) besser schützen kann. Hier greifen wir einen Vorschlag unserer Ortspolitikerin Susanne Pütz auf und denken an Schnelltests für diesen Personenkreis, die die Stadt unserer Auffassung zur Verfügung stellen sollte.

Wir stellen dieses Schreiben auch den übrigen Geschäftsstellen der Fraktionen und Gruppen sowie der Presse zur Verfügung und hoffen auf eine schnelle und gute Lösung. Lassen Sie uns gemeinsam dem Virus den Kampf ansagen!

gez. Markus Kötter, CDU-Fraktionsvorsitzender, u-a.

Für Auswärtige war der Hohenhagen gesperrt

Chronist von gestern, 16:57 Uhr:
Nach Angaben der Stadt Remscheid haben heute wieder Polizei und Kommunaler Ordnungsdienst (KOD) mit Straßensperren den Hohenhagen abgeriegelt. Trotz mehrfacher Warnhinweise hätten wieder zahlreiche Auswärtige den Rodelhang angesteuert. "Die Parkpl ätze sind überfüllt. Das Wohngebiet wird wie angekündigt großräumig für den Schneetourismus gesperrt", so die Verwaltung.

von Michael Schad

Trotz vergleichsweiser leerer Wiesen wurden gestern die Zufahrten zum Rodelgebiet Hohenhagen gesperrt. Grund dafür war jedoch nicht eine Überfüllung auf den Wiesen und Pisten. Vielmehr sollte ein erneutes Verkehrschaos verhindert werden, weil alle Parkplätze belegt waren. An den vier Kontrollstellen wurden nur Anwohner durchgelassen, auswärtige Rodeltouristen mussten umkehren. Die Stadt Remscheid und die Polizei hatten den Hohenhagen bereits am vergangen Wochenende gesperrt, nachdem das Wohngebiet vollkommen zugeparkt worden war. Für künftige Schneetage waren konsequente Zufahrtsbeschränkungen angekündigt worden.

Angesichts der absolut ausreichenden Abstände, die die Besucher auf den Rodelwiesen zueinander hatten, wäre es vielleicht angebracht, das Parkhaus der Sophie-Scholl-Gesamtschule zusätzlich zur Verfügung zu stellen und mit anliegenden Firmen über die Bereitstellung der am Wochenende ohnehin leeren Parkplätze zu sprechen. Sollte dies von der Stadt nicht gewollt sein, könnte man sich des Eindrucks nicht mehr erwehren, dass die Stadt hier eine Regel durchsetzen will, die die aktuelle Corona-Rechtslage nicht hergibt: Kein Zutritt für Auswärtige.

Remscheider Bürgerbus fährt trotz Corona

von Ottmar Gebhardt

Beim ersten Corona-Lockdown im Frühjahr musste der Bürgerbusverkehr eingestellt werden. Diesmal dürfen wir fahren. Die Menschen, die in den entlegenen Quartieren wohnen, freut das. Sie können ihre Einkäufe leichter erledigen und ihre Arzttermine wahrnehmen. Es herrscht Maskenpflicht, wir dürfen nur sechs statt acht Fahrgäste mitnehmen, der Bus wird regelmäßig über Tag desinfiziert. Leider sind wir nur Montags, Dienstag, Freitag und Samstag unterwegs. Da die ehrenamtlichen Fahrer zum Teil zur Risikogruppe gehören, haben wir nicht für alle Tage einen Fahrer gefunden. Wir hoffen auf eine baldige Impfung, damit wir wieder jeden Tag für unsere meist älteren und behinderten Fahrgäste da sein können.

Hinweis des Bürgerbusvereins: " Auf Grund technischer Probleme kann der Bürgerbus am 21.12. nicht fahren."

"Ein abwegiger und total überzogener Vorwurf!"

von Peter Maar

Fast 600 Tote an nur einem Tag; 20.000 Todesfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie; 124.000 neue Fälle in Deutschland in nur einer Woche; schwere Corona-Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen, Intensivstationen am Rande der Belastung; Gaststätten und Hotels seit Wochen geschlossen; Schulen und Kindertageseinrichtungen immer wieder von Schließungen betroffen und Einschränkungen ausgesetzt; Hunderttausende in Kurzarbeit oder von Arbeitslosigkeit bedroht; die Bundeskanzlerin fleht förmlich um schärfere und wirksamere Maßnahmen; usw., usw. Das ist die Corona-Situation in Deutschland.

In Remscheid ist der eingesetzte Krisenstab seit Monaten mit großem Engagement damit befasst, diese Krise, die alle Lebensbereiche betrifft, auf lokaler Ebene im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger zu managen. Das Gemeinwohl muss dabei das Handeln prägen, Einzelinteressen müssen zurückstehen. Schnelles Handeln ist erforderlich.

Und vor dem Hintergrund dieser riesigen Herausforderung geht der Stadtsportbund her und wirft der Stadt ein "miserables Krisenmanagement" vor (Waterbölles: Siehe „Sportbund kritisiert ‚miserables Krisenmanagement‘“). Und warum? Weil man auf der Grundlage der vom Land vorgegebenen Anforderungsmerkmale es doch tatsächlich gewagt hat, für das einzurichtende Impfzentrum eine städtische Sporthalle auszuwählen! Und das auch noch, ohne vorher die Interessenvertreter des Sports zu fragen.

Wo findet hier eigentlich seitens der Sportvertreter ein Abwägungsprozess statt, bevor man die Keule herausholt? Was ist denn hier eigentlich mit absolutem Vorrang zu betrachten? Die Bewältigung einer Jahrhundertkrise, um weitere Tausende Tote zu verhindern, oder der vorübergehende Verzicht auf Hüpfen, Springen, Laufen in einer Sporthalle?

Es war schon ein Fehler seitens der Stadt, die Entscheidung für den besseren Standort Hackenberg aufzugeben. Und das im Wesentlichen nur wegen einer Sportart, von der große Teile der Bevölkerung noch nie etwas gehört haben geschweige denn sich dafür interessieren. Vorrang für Einzelinteressen!

Den Dank für dieses Entgegenkommen können jetzt die Verantwortlichen erfahren. Der Dank besteht aus einem aus  egoistischen Interessen geleiteten abwegigen und total überzogenen Vorwurf. Ich kenne Einige der hier kritisierten Sportfunktionäre sehr gut und schätze diese auch. Aber hier, liebe Freunde, liegt Ihr mit Eurem Verhalten total daneben.

Waterbölles: Sehr geehrter Herr Maar, danke für Ihren Kommentar. Meine Einleitung von gestern auf der Facebook-Seite von Waterbölles zur Pressemitteilung des Sportbundes („Klingt da auch eine Portion Selbstüberschätzung durch??“) war zu kurz gegriffen. Das hat mir Ihr Kommentar klar gemacht; er ist deutlicher, richtig und notwendig. Bleibt die Frage, ob der Vorstand des Sportbundes, wie der Text seiner Pressemitteilung feststellt, tatsächlich komplett dahinter steht. Dann sollte der Vorstand auch komplett zurücktreten und den Weg freimachen zu einem gesünderen, unverkrampfteren Verhältnis zwischen Sportbund und Stadt Remscheid. Das würde allen Beteiligten nur dienlich sein! Nach so vielen nervigen Jahren!

Gummersbach meldete sich erst, als alles vorbei war

von Karin Friederich**

Zum Thema „Überlastung“ der Gesundheitsämter möchte ich Ihnen gerne mal etwas persönlich Erlebtes berichten:

Am Mittwoch, 18.11., wurde eine Mitarbeiterin in der Firma meines Lebensgefährten positiv auf Corona getestet (Wohnort Radevormwald, Gesundheitsamt Gummersbach zuständig). Mein Lebensgefährte begab sich als Geschäftsführer dieser Firma in Remscheid am nächsten Tag, Donnerstag, 19.11., freiwillig in Quarantäne. Mittlerweile kündigten sich auch Symptome an. Er meldete sich selbständig beim Gesundheitsamt Remscheid, wo er auch als Kontaktperson 1. Grades aufgenommen wurde. Am Montag, 23.11., wurde im Gesundheitsamt Remscheid ein PCR–Test gemacht. Dort wurden auch meine Kontaktdaten als mögliche Infizierte aufgenommen. Er wurde bis Dienstag, 1.12., in Quarantäne gesetzt.

In der Nacht zwischen Montag, 23.11., und Dienstag, 24.11, bekam er eine SMS, wonach ihn das Labor informierte, dass er leider positiv getestet worden sei. Die Quarantäne lief ja schon. Es wurde tgl. telefonisch kontrolliert (Gesundheitsamt Remscheid), wie denn sein Gesundheitszustand sei.

Da ich somit als Kontaktperson 1. Grades folgte, telefonierte ich freiwillig am Dienstagmorgen, 24.11., ebenfalls mit dem Gesundheitsamt Remscheid und meldete mich als Kontaktperson. Dabei wurde für mich eine Quarantäne bis 3.12. angeordnet und eine schriftliche Ordnungsverfügung (für den Arbeitgeber wichtig) zugesagt.

Ich entschied mich dann, bei meiner Hausärztin am Mittwoch, 25.11., einen PCR-Test machen zu lassen. Am Donnerstag, 26.11., hatte ich bereits das Ergebnis: gottseidank negativ! Ich hatte mich nicht angesteckt!

Da ich bis Freitag, 27.11., noch keine Ordnungsverfügung erhalten hatte, rief ich noch einmal das Gesundheitsamt Remscheid an. Leider war ich dort nicht als Kontaktperson geführt; ich war also schlichtweg vergessen worden. Bei diesem Anruf wurde ich „nacherfasst“.  Na ja, es war ja nichts passiert, zum einen war ich ja in Quarantäne, und zum anderen negativ getestet. Von diesem Tage wurde ich täglich telefonisch vom Gesundheitsamt Remscheid über meinen Gesundheitszustand befragt (dies empfand ich als sehr positiv).

Als ich am Sonntag, 29.11., wiederum angerufen wurde, fragte ich nochmal nach meiner Ordnungsverfügung. Diese war wohl schon abgeschickt worden für die Quarantäne-Zeit vom Datum 27.11, bis 3.12.  Merke: 27.11. statt 24.11. Falsch! Am Montag, 30.11., konnte ich dann mit den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes Remscheid das Versehen aufklären. Nach mehreren Telefonaten erhielt ich schließlich am Mittwoch, 1.12., also kurz vor Quarantäne Ende, die Ordnungsverfügung.

Mein Quarantäne-Ende war der 3.12. Soweit so gut. Aber das Interessante kommt ja erst. Nachdem wir beide also wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung standen, nach Infektion bzw. Quarantänen, kam am Montag, 7.12., ein Anruf vom Gesundheitsamt Remscheid bei meinem Lebensgefährten, dass er als Kontaktperson der in Radevormwald wohnhaften infizierten Mitarbeiterin genannt worden sei und sich demzufolge in Quarantäne gegeben müsse. Nach telefonischer Aufklärung des Sachverhalts, konnte man sich im Gesundheitsamt Remscheid nicht erklären, warum die Meldung durch das Gesundheitsamt Gummersbach erst am Morgen des 7.12. nach Remscheid erfolgt war. Man verzichtete natürlich auf die Anordnung einer erneuten Quarantäne meines Lebensgefährten.

Aber es geht ja noch weiter. Am heutigen Tag, Dienstag,8.12., meldete sich das Gesundheitsamt Gummersbach bei meinem Lebensgefährten. Er sei ja Kontaktperson 1. Grades, deshalb wolle man jetzt seine Daten aufnehmen. Und trotz erneuerter Aufklärung des Sachverhalts bestand das Gesundheitsamt Gummersbach auf der Aufnahme der Daten.  U.a. wurde auch ich als Kontaktperson nunmehr wieder zweiten Grades aufgenommen.

Um es kurz zusammenzufassen: Erst nach ca. drei Wochen wurde mein Lebensgefährte vom ersten zuständigen Gesundheitsamt Gummersbach informiert. Also nach Kontakt mit einer Infizierten, nach Ansteckung, nach Feststellung der Ansteckung, nach Quarantäneanordnung, nach Kontaktpersonen-Nachverfolgung, nach Quarantänesetzung der Kontaktperson, nach Gesundung und nach Quarantänebeendigung des Infizierten und der Kontaktperson. Hätten wir selber nicht die Initiative ergriffen, hätte zumindest mein Lebenspartner hunderte Leute mit dem gefährlichen Virus anstecken können. Und: Doppelte und dreifache Arbeit des Gesundheitsamtes Gummersbach, viel zu spät dadurch völlig unnütz, unkoordiniert und gefährlich für die Mitbevölkerung!
Ich bin jetzt gespannt darauf, ob ich ebenfalls einen Anruf des Gesundheitsamtes Gummersbach erhalte und wie die Geschichte dann weitergeht…

Remscheid, 8. Dezember 2020  
** Pseudonym. Verfasserin ist dem Waterbölles bekannt.

Eltern aus Lennep Kita auf Hasten empfohlen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
auf die Frage, mit welchen Maßnahmen die Stadt Eltern unterstützt, die bei der Platzvergabe leer ausgegangen sind, lautete die Antwort der  Verwaltung, „dass andere Stadtbezirke den Bedarf fehlender Plätze mit versorgen.“  In der Praxis sieht diese Versorgung allerdings so aus, dass z.B. Kinder aus Lennep einen Kindergartenplatz am Hasten angeboten bekommen. Damit wird  man zwar dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht, allerdings  stellt dies die Eltern vor eine alltägliche Herausforderung. Wir bitten in diesem  Zusammenhang um die schriftliche Beantwortung nachfolgender Fragen.

  • Unter welchen Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, den Betreuungsplatz  zu wechseln?
  •  Wie wird gewährleistet, dass Eltern die keinen Betreuungsplatz in ihrem  gewünschten Stadtbezirk erhalten haben, auch weiterhin als „suchend“ für Kindergartenplätze im Stadtbezirk registriert und bei der Vergabe auch  berücksichtigt werden?

 Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid
 Bettina Stamm

Eine neue Steinwüste in Lüttringhausen

Ein Beet voller Steine Ecke Lindenallee / Reinwardtstraße in Lennep. Foto_ Jürgen Koball.von Jürgen Koball

Mit großem Erstaunen und großer Verwunderung entdeckte ich dieser Tage Ecke Lindenallee / Reinwardtstraße in Lüttringhausen diese (neue) Steinwüste.  Ich habe eine Zeit lang überlegt, was sie mir sagen sollte. Handelt es sich hierbei um ein Kunstwerk, oder hat der Steinhaufen gar eine prähistorischen Hintergrund? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, dass diese Steinwüste meiner Meinung nach grottenschlecht aussieht. Verkehrsinseln werden normalerweise begrünt. Dort aber liegen tonnenweise „Klamotten“ herum.

Temporäre Fahrradwege für die ganze Stadt

Offener Brief an alle Bezirksvertretungen und Ausschüsse der Stadtverwaltung Remscheid

von Friedhelm Reska, Dipl.-Ing. und Architekt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren in den politischen und verwaltungstechnischen Ebenen der Stadt Remscheid,
nachdem nun das DOC auf die „lange Bank“ durch gerichtlichen Beschluss geschoben wurde, erlaube ich mir, hier mit einer machbaren Idee an Sie heranzutreten mit der Bitte um Ihre Prüfung und Umsetzung innerhalb Ihres jeweiligen Entscheidungs- und Planungsbereiches.

In den letzten vier bis fünf Jahren wurden rund um Lennep enorme Investitionen für Erschließungsstraßen des geplanten DOC getätigt ohne Berücksichtigung von Angebotsflächen (Fahrradwege) für den „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer, den Fahrradfahrer! Bitte befahren Sie einmal die neu angelegten Verkehrsflächen rund um den „alten Siedlungs-Stadtbereich“ Lennep mit dem Fahrrad oder gehen Sie diese Bereiche einmal zu Fuß ab mit dem Augenmerk der Zuordnung der versiegelten Verkehrsflächen. Wiederum wurde hier eine Verkehrsplanung getätigt für eine autogerechte Stadt! Die Zeichen der Zeit wurden sträflich missachtet.

Fahrradwegplanung ist mehr als das Anlegen von einer Trasse von A nach B (Bahntrasse). Hier erinnere ich an den schweren Kampf der Planung für den Fahrradweg in der Wilhelmstraße und Schützenstraße in der Innenstadt auf dem Kopf von Remscheid vor ca. 20 Jahren. Damals hatten sich die Befürworter der BV 1 noch den Argumenten der Widersacher zu erwehren: „ In Remscheid sind doch alle Straßen zu steil, um Fahrrad fahren zu können.“ Der Fahrradweg wurde dann aber beschlossen und gebaut, da auf dem Kopf von Remscheid die Steigungen moderat sind.

Neues Bewusstsein, einhergehend mit neuer Fahrradtechnik erfordert, nein zwingt nun wirklich alle Verantwortlichen zu neuem Handeln in der Verkehrspolitik! Remscheid ist nun in der Lage, die Zeit nicht nur mit Abwarten auf höhere Gerichtsurteile mit ungewissem Ausgang zu nutzen und politisch tätig zu werden mit kleinem „Hoffnungsschimmer“ für die Zukunft einer Neuausrichtung von Stadtplanung.(Übrigens werden von Land und Bund zusätzliche Fördermittel für „Pop-up-Bikelanes, also „temporäre Fahrradwege“ in Aussicht gestellt.)

Neben diesen und aus diesen neuen Planungen bestehen Möglichkeiten zur Entwicklung zukunftsweisender Alternativen von Stadtentwicklung unkonventioneller Art und Weise mit experimentellem Motivationsschub. Hierzu bedarf es intensiver Beteiligung der Bürger einer Stadt auf allen Ebenen.(Investoren alleine sind für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder kein Maßstab! – siehe die „Investitionsleichen“ links und rechts der Alleestraße.) Gerade unsere wunderschöne „Altstadt“ Lennep bietet in unmittelbarem Umfeld ein größeres Potential an nachhaltiger Entwicklung als neue „Verkaufscontainer mit Hausfassade“ für Massenprodukte aus Übersee!

In diesen Zeiten, auch mit Corona oder insbesondere unter der Corona-Plage, sollten wir einer möglichen Aufbruchstimmung eine Chance geben. Gerichtsbedingt liegen die erbrachten Planungen bis zur Baugenehmigung des DOC still. Aber kein Richter der Welt kann es uns verbieten, neue Wege zu denken! Ein sehr geschätzter und verehrter Professor in meinem Studium hat sein Vorträge oft mit dem Schlusssatz enden lassen: „Planung ist die ständige Bereitschaft zur Verbesserung und Neuausrichtung von Planungen nach neuen Erkenntnissen.“ (Zitat aus dem Gedächtnis – Prof. Karl Ganser, Geschäftsführer IBA Emscher-Park)