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Lieber Schwammstadt statt Betonstadt!

von Alfred Leonhardt

Als Mitglied des Naturschutzbeirates beschäftigt mich ein vorgestelltes Projekt zum Hochwasserschutz am Müggenbach, das mit weiteren geplanten Maßnahmen den Hochwasserschutz im Morsbachtal verbessern soll. Der RGA hat das in seiner gestrigen Ausgabe thematisiert: "Betonbecken sollen vor Flut schützen". Im Folgenden meine Meinung dazu: Die TBR hat auf der Sitzung des Naturschutzbeirates am 20.9.2022 ein Hochwasserschutzprojekt am Müggenbach vorgestellt, das als „alternativlos“ bezeichnet wurde und das zugleich allen Nachhaltigkeitsstrategien, zu denen sich die Stadt bekennt, widerspricht.

Seit es Dächer, Höfe und Wege gibt wird das Regenwasser über Rinnen, Rohre oder Abzugsgräben abgeleitet. Was in ländlichen Gebieten kein großes Problem ist, funktioniert mit zunehmender Bebauung und Versiegelung bald nicht  mehr. Es ist dann nur eine Frage der Zeit, dass stärkere Regenereignisse zu gefährlichem Hochwasser bzw. trockene Sommer zu versiegenden Gewässern und zu Dürre führen - auch ganz ohne Klimawandel, der jetzt noch erschwerend hinzukommt. Die Probleme sind da und stellen uns unbestritten vor große Herausforderungen. Jahrzehntelange städtebauliche Fehlentwicklungen sollen jetzt mit einer mehrere tausend Quadratmeter großen Betonwanne buchstäblich aufgefangen werden. Diese Betonwanne soll tief in den Grundwasserkörper hineingedrückt werden, um zusätzliches Volumen zu gewinnen.

Da tun sich eine ganze Reihe von Folgeproblemen auf:

  • Das weggedrückte Grundwasser wird sich das nicht gefallen lassen und in der Nachbarschaft zu Vernässungen und Wasseraustritten führen.
  • Das im Bereich der geplanten Betonwanne bestehende Wald- und Röhrrichtbiotop soll weggebaggert werden. Das wiederum bedeutet zunächst einen Verlust an Biodiversität.
  • Die ausgleichende Wirkung auf das Mikroklima entfällt, wenn beispielsweise im Hochsommer die trockene Betonwanne aufgeheizt wird.
  • Die günstige Wirkung der bestehenden, üppigen  Vegetation auf die Klimabilanz entfällt.
  • Die Klimabilanz wird im Gegenteil negativ, weil der über Jahre aufgebaute Kohlenstoffvorrat des Feuchtgebietes  mit der Baumaßnahme als CO2 freigesetzt wird.
  • Was sagen die Nüdelshalbacher zu so einer „Visitenkarte“?


Dabei ist das  millionenteure Projekt „Betonwanne“ keineswegs, wie behauptet, alternativlos.  Nach dem Konzept der „Schwammstadt“ wird das Regenwasser nicht möglichst schnell abgeleitet, sondern im Gegenteil möglichst vor Ort gehalten. Das ist gut für den Hochwasserschutz und das ist gut, wenn der Regen mal längere Zeit ausbleibt. Dazu könnten viele kleine und einfache Maßnahmen in den kommenden Jahren gefördert und umgesetzt werden, zum Beispiel naturnahe Sickermulden oder Rigolen unter Parkplätzen. Auch naturnahe Rückhaltebiotope, wie sie auch von den TBR schon gebaut wurden, dienen nicht nur dem Hochwasserschutz, sondern gleichzeitig Tieren und Pflanzen, dem Mikroklima, der CO2-Minderung und nicht zuletzt der Lebensqualität in unserer Stadt. Also: Schwammstadt statt Betonstadt!

Kein Obstwiesenfest auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof

von Gabriele Lipka

Die kurzfristige Absage des Obstwiesenfestes am 25. September auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof hat nicht nur bei den Remscheider RBN-Mitgliedern großes Unverständnis und Betroffenheit ausgelöst. Erfreulicherweise sind Beratungen der Geschäftsführung der Stiftung , der Biologischen Station Mittlere Wupper und der Unteren Landschaftsbehörde zur Neupflanzung von Apfelbäumen geplant. Der RBN steht auch weiterhin beratend im Rahmen seiner Möglichkeiten zur Stärkung der Artenvielfalt, der CO2-Minderung und der Reduzierung der Klimaerwärmung auf dem des Geländes zur Verfügung. Der Remscheider Naturschutzbeirat hat dieses Vorhaben in seiner gestrigen Sitzung ausdrücklich unterstützt.

Die vielfältigen baulichen Aktivitäten auf dem Gelände der Stiftung Tannenhof habe ich begrüßt. Aus meiner jahrelangen beruflichen Tätigkeit in der psychiatrischen Klinik weiß ich, was die Menschen erleiden, die psychisch erkrankt sind. Die Belastungen des Alltags, naturferne Techniken, Drogenkonsum lassen die Zahlen der Patienten stetig ansteigen. Moderne medizinische und therapeutische Behandlung braucht Raum.  

Während der 1990er Jahren gab es einen Austausch der Geschäftsführung und interessierten Mitarbeitern der Stiftung Tannenhof mit dem RBN (Bergischer Naturschutz Verein). An geeigneten Freiflächen des Geländes der Klinik entstanden Biotope, die die Artenvielfalt fördern sollten. Beobachtungen von Tieren wie Mauerseglern, Fledermäusen und Insekten sowie auch die Farbe von Blühpflanzen, kann auch das Leben  der Menschen bereichern, denen es nicht möglich ist, das Gelände zu verlassen. Das Kunstwerk „Baumscheiben“ der Künstlerin Angela Clement im früheren Eingangsbereich gründete sich auf das Baumkataster der Stiftung Tannenhof. Die wohltuende und somit  heilsame Wirkung von Bäumen auf Menschen ist heute auch wissenschaftlich nachgewiesen.

Bäume mussten durch die Baumaßnahmen im Rahmen der Baugesetze entfernt werden. Eine zeitgemäße Planung, in der vorhandene Bäume in den Bebauungsplaneingefügt worden wäre, ist nicht erkennbar. Der versiegelte, besonnte Parkplatz mit Zufahrt von der August-Erbschlöh-Straße verfehlt alle Erfordernisse, der Klimaerwärmung entgegenzuwirken, CO2 durch Baumerhalt  zu mindern.  Kulturell, historisch, medizinisch, naturwissenschaftlich waren die ca. 70 Jahre alten entfernten Gingkobäume eine Bereicherung. Nicht nachvollziehbar ist die Entfernung aller Obstbäume, obwohl das Obstwiesenfest zum wiederholten Mal hier stattfinden sollte. Zusammen mit der AG Arbeitsgemeinschaft Streuobstwiesen im Städtedreieck war es lange geplant worden.

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Der Blaue Mond leuchtet – nicht!

von Stefan Holzhauer

Nach langjährigen Querelen hatte Aldi endlich ein Einsehen und der "Blaue Mond" steht wieder. Erfreulicherweise wurde er mit moderner und energiesparender LED-Technik ausgerüstet, so dass er mit wenig Strom betrieben werden kann. So weit, so gut. Vorige Woche erfahre ich dann aus den lokalen Medien, dass der Mond nur kurz geleuchtet hat, nämlich einmal für einen Test und einmal zur offiziellen (Wieder-) Inbetriebnahme der Beleuchtung für Politik und Presse. Da es noch keine feste Installation gibt, wurde hierfür Strom mittels einer Kabeltrommel vom bekanntermaßen nahe gelegenen Aldi herbeigeführt, und diese Leitung wurde nach dem Termin natürlich wieder abgebaut. Jetzt kann der Blaue Mond zwar wieder herumstehen, aber leuchten kann er nicht, da es keine Stromversorgung gibt und offenbar niemand weiß, wie man eine solche herstellen kann, zumindest klingt das bislang so.

Manchmal habe ich den Eindruck, dass nicht nur der Mond nicht leuchtet, sondern auch in Hirnen bisweilen keine Lampe angeht... Zwei, drei Solarzellen und ein Akku an den Mond montiert lösen das Problem sofort und höchst umweltverträglich. Die LED-Technik verbraucht so wenig Strom, dass man in der Lage wäre, mit wenigen und preiswerten Komponenten zu agieren. Man kann das Einschalten an einen Lichtsensor koppeln, der die Beleuchtung nur dann aktiviert, wenn es dunkel wird. Und selbst wenn der aus Sonne und Akku gelieferte Strom nur für ein paar Stunden nach Einbruch der Dunkelheit Energie liefert, dann sollte auch das völlig ausreichend sein und würde mitten in der Nacht die Lichtverschmutzung reduzieren.

Bei den Leistungen, über die wir sprechen, sollten kleinere Photovoltaikzellen und Akkus mit geringerer Kapazität völlig ausreichen, damit wären auch die Kosten deutlich geringer, als aufwendig eine Stromleitung dorthin zu ziehen. Vielleicht wäre ja sogar eine Firma aus dem Bereich Elektrik oder Photovoltaik Willens, das zu finanzieren, nach meinen Kenntnissen über moderne Solaranlagen sollte das Material vielleicht 1000, höchstens 1.500 Euro kosten dürfen, dazu käme die Installation. Im Vergleich zu den bisher angefallenen Kosten für die Wiederherstellung sicherlich die so gern zitierten "Peanuts"! Leider habe ich den Eindruck, dass die Existenz moderner, energiesparender und umweltfreundlicher Technologien noch nicht in den Köpfen mancher Remscheider angekommen ist.

Obdachlose brauchen Hilfe bei der Wohnungssuche

von Fraktion der Linken

Bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWAG kann die Wohnungssuche nur noch online erfolgen. Grundsätzlich ist die Digitalisierung der Verwaltung und der städtischen Töchter zu begrüßen und wurde und wird von der Politik stets gefordert. Allerdings darf dabei nicht vergessen werden, dass es Menschen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen die digitale Kommunikation nicht nutzen können. Dies trifft Menschen, die sprachliche Probleme haben, im Umgang mit PC oder Smartphone keine oder zu wenig Erfahrung haben oder die schlichtweg nicht über diese Hardware verfügen. Auch hier sind wieder die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft besonders betroffen, wie Obdach- und Wohnungslose. Sie verfügen in der Regel nicht über einen E-Mail-account, können sich nicht online auf Wohnungssuche begeben. Gerade diese Menschen benötigen aber Unterstützung dabei endlich eine Wohnung zu finden. Da sie auf dem freien Wohnungsmarkt kaum eine Chance haben, ist für sie die städtische Wohnungsbaugesellschaft in der Regel die einzige Möglichkeit, ein Dach über dem Kopf zu
bekommen.

Beleuchtungstest ist geglückt, alle sind zufrieden!

von Martin Gerhardts

Die Erbauer des Mondes haben uns ein kleines Geschenk hinterlassen, was das Einziehen des Hauptkabels fast unmöglich gemacht hätte. Unten am Auslass war quer durch die Hauptsäule ein Rohr gezogen. Warum, kann man nicht mehr ermitteln. Auf dem Verschluss lag dann unser Hauptkabel auf, und man konnte es von unten so gut wie nicht erreichen. Keine der Handmaschinen hatte genügend Arbeitsraum. Es wurde dann mit allen Mitteln getrickst, um überhaupt eine Öffnung zu bekommen. Irgendwann konnte man das Kabel dann sehen. Aber leider nicht rausziehen. Wir haben dann beschlossen das Kabel weiter in den Mast zu schieben und das Problem am nächsten Tag zu lösen. Die Montage des Kopfes durfte sich nicht weiter verzögern.

Dann kam das nächste Problem. Das Kabel baute sich in der Säule immer weiter auf, und die letzten zwei bis drei Meter konnten nicht weiter rein geschoben werden. Es gab die Ansage das Kabel zu kappen und die Montage fortzusetzen. Ich habe inständig um einen letzten Versuch gebeten.  Also alles wieder raus und ein paar Meter abschneiden. Und alles wieder rein. Der Monteur auf dem Steiger hat zudem das Kabel weiter abisoliert und einen Knäuel aus den Einzeldrähten gezaubert. Den konnte man unten an einem Zipfel erreichen und das Kabel dann doch raus ziehen.

Weil keiner wusste, in wie weit das Kabel bei der ganzen Aktion gelitten hat, habe ich spontan beschlossen den Mond am Mittwochabend kurz anzuschließen. Um auch am 21. August eine böse Überraschung zu vermeiden. Es wurde bewusst an keiner Stelle kommuniziert und auch sonst niemand in Kenntnis gesetzt. Die Erwartungshaltung der letzten Wochen war so schon hoch genug. Aber: Beleuchtungstest ist geglückt, alle sind zufrieden! (Ich hab das Banner bei ALDI übrigens mit einer Dankesbotschaft überklebt. Und anbei noch ein bisher noch unveröffentlichtes Foto vom ersten Beleuchten am Mittwochabend.)

Förderung von Lastenfahrrädern, aber wie?

von Bettina Stamm (Ratsmitglied, echt. Remscheid e.V.)

Am 28. April hat der Rat der Stadt die Richtlinie zur Förderung von Lastenfahrrädern beschlossen. Für dieses Förderprogramm wurden zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von 20.000 € eingeplant. Der Richtlinie ist zu entnehmen, dass, „Im Falle einer Förderung sich die Fördernehmerin / der Fördernehmer gegenüber der Stadt Remscheid verpflichtet, den Fördergegenstand über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren überwiegend im innerstädtischen Verkehr als Ersatz für die Nutzung eines Pkw im Stadtgebiet Remscheid zu nutzen.“ Weiter ist auf Anfrage die Nutzung des Lastenrads für die Dauer von drei Jahren nachzuweisen. Auf unsere mündlichen Nachfragen zur Art der Erbringung des Nachweises haben wir keine Antwort erhalten. Wir bitten deshalb nun um die schriftliche Beantwortung der Frage, wie der Nachweis über die Nutzung eines geförderten Lastenrades über mindestens drei Jahre im innerstädtischen Verkehr vom Fördernehmer zu erbringen ist, in der Sitzung des Haupt und Finanzausschuss am 18. August.

Deutsch-ukrainisches Grillfest am Neuen Lindenhof

Fotos;: privat.von Mirjam Starke

Bei bestem Wetter wurde am vergangenen Wochenende im Neuen Lindenhof gegrillt. Eingeladen hatten zum „Willkommensfest für neue ukrainische Nachbarn und ihre Unterstützer“, Bernd Hofmann und ich, Mirjam Starke. Bernd Hofmann ist seit vielen Monaten bereits intensiv engagiert bei der Hilfe für Flüchtlinge. Er kümmerte sich um Möbeltransporte, Hilfe bei Behördengängen und einer guten Vernetzung innerhalb Remscheids. Viele Flüchtlinge betreute er von der ersten Minute an. Es sollte ein schöner gemeinsamer Abend werden, wo Helfer und Flüchtlinge zusammen kommen und Sorgen und Nöte der letzten Wochen einmal nicht im Vordergrund stehen. Und das wurde er auch. Dank der Unterstützung vom Land NRW „2000 x 1000 Euro für Engagement in NRW“, konnte in entspannter Runde am Lindenhof gefeiert werden. Bei deutschem Kartoffelsalat und ukrainischen Schaschlik-Spießen , einem kühlen Getränk und Eis für die Kinder kamen alle auf ihre Kosten. Es tat gut, so viele Menschen Lachen zu sehen. Auch nach dem Ankommen in Remscheid bleibt es wichtig sich auszutauschen.

" Der Zustand ist untragbar und völlig inakzeptabel!"

von Stefan Holzhauer

Seit Monaten ist der Aufzug zu den Gleisen am Hauptbahnhof Remscheid defekt. Dies hindert nicht nur Radfahrende an einer Nutzung des ÖPNV auf der Schiene, sondern stellt auch eine ganz erhebliche Einschränkung für Mütter und Väter mit Kinderwagen, körperlich eingeschränkte NutzerInnen, SeniorInnen und andere Betroffene dar, bis hin zur Möglichkeit von Unfällen (tatsächlich hat es diese bereits gegeben, wenn Mütter mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer die Treppe nutzen mussten und auf Hilfe Dritter angewiesen waren). Der Zustand ist untragbar und völlig inakzeptabel.

Die Deutsche Bahn ergeht sich in immer neuen Ausreden, warum der Aufzug nicht repariert werden kann, erst fehlte ein Ersatzteil, dann wartet man angeblich auf einen Gutachter, aus diesen sinnlosen Informationen lässt sich meiner Ansicht nach leicht entnehmen, dass es sich um Schutzbehauptungen handelt.

Welche konkreten Maßnahmen hat die Stadt Remscheid bereits ergriffen, um Druck auf den Betreiber Deutsche Bahn auszuüben? Falls keine konkreten Maßnahmen ergriffen wurden, warum nicht? Und: Wann werden sie ergriffen, um Druck auf die Deutsche Bahn auszuüben? Die Diskriminierung von Eltern, Senioren, Behinderten und Radfahrern könnte auch rechtsrelevant sein (Diskriminierungsverbot)? Warum nimmt die Stadt Remscheid die durch die Deutsche Bahn zu verantwortende erhebliche Unfallgefahr am Bahnhof monatelang ohne konkrete Maßnahmen hin? Hat die Stadt Remscheid mit der Bahn alternative Lösungen zu den offensichtlich technisch wie fachlich unzureichenden Aufzügen diskutiert (Rampen, Übergänge über die Gleise)?

Dass der Aufzug nach einer Reparatur nicht lange funktionieren wird, ist aus Erfahrung der Vergangenheit abzusehen. Die notwendige Mobilitätswende wird bei solchen Problemen nicht stattfinden, da Nutzer den ÖPNV zugunsten des Pkw meiden werden.

Übrigens: Auch der Aufzug am Bahnhof Lennep ist defekt.

Kahlschlag auf der Trasse einmal im Jahr sollte reichen

von Stefan Holzhauer

In jedem Frühjahr und Herbst sehe ich mit großer Bestürzung, wie Arbeitende an der Trasse des Werkzeugs für einen Kahlschlag der bewachsenen Ränder sorgen. Dieser massive Eingriff in den Bewuchs an der Trasse ist meiner Ansicht nach angesichts des katastrophalen Insektenrückgangs nicht mehr zeitgemäß, denn das Abmähen blühender Blumen und anderer Gewächse entzieht Insekten und damit auch Vögeln, sowie anderer Fauna, die Lebensgrundlage, insbesondere bei Nutzung der laut Studien massiv umweltschädlichen Fadenmäher. Noch am ehesten zu akzeptieren wäre es, wenn nur der Bewuchs zurückgetrimmt werden würde, um eine gefahrlose Nutzung der Trasse sicherzustellen.

Auf meine letzte Anfrage zum Herbst-Kahlschlag wurde mir von Verantwortlichen bei der Stadt Remscheid geantwortet, dass dies notwendig sei, um einer "Verbuschung" vorzubeugen. Auch diese Antwort kann ich nicht nachvollziehen, denn auch eine Verbuschung ist nicht grundsätzlich abzulehnen und würde Lebensraum für Insekten, Vögel und Kleinlebewesen schaffen. Dennoch kann ich die Arbeiten im Herbst zumindest ansatzweise nachvollziehen, den Kahlschlag in jedem Frühjahr jedoch nicht. Ich muss jedes Mal erschreckt zusehen, wie aus einer gesunden Blumen- und Brennnesselwiese (letztere insbesondere wichtig für Schmetterlinge) eine weitestgehend tote Fläche gemacht wird, die Wochen bis Monate benötigt, um sich zu regenerieren.

Ich möchte dringend darum bitten, den Frühjahrskahlschlag an der Trasse des Werkzeugs zu unterlassen oder aber mindestens auf das Allernötigste zur Verkehrssicherung zu beschränken. Insbesondere möchte ich darum bitten, die Fläche hinter den Häusern Kremenholler Straße 19 & 21 so zu belassen wie sie ist.

Wieder Geld für energieeffiziente Haussanierung

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Nach dem plötzlichen Antragsstopp für die BEG-Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Januar 2022, können seit dem 22. Februar wieder Förderanträge für die energieeffiziente Sanierung von Gebäuden gestellt werden. Ab heute, 20. April, ist es wieder möglich, Förderanträge bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der KfW-Bank, für die Neubauförderung für Effizienzhäuser 40 (EH 40) zu stellen. Die Neubauförderung des Effizienzhauses 55 (EH55) wurde bereits zuvor endgültig eingestellt.

Insgesamt stellt der Haushaltsauschuss für die Wiederaufnahme der Sanierungs- und Neubauförderung 9,5 Milliarden Euro bereit. Um möglichst vielen Antragstellenden eine Förderung zu ermöglichen, wurden die Fördersätze halbiert. Bis Januar 2023 soll das neue Förderprogramm „Klimafreundliches Bauen“ fertiggestellt werden. Ziel ist es, das Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen weiterzuentwickeln. Hierbei liegt der Fokus verstärkt auf den Treibausgas-Emissionen im Lebenszyklus der Gebäude. Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten von ALTBAUNEU unter www.alt-bau-neu.de/remscheid.

Das Bergische packt Pakete zum Überleben

von Tobias Dehler

In der Ukraine herrscht Krieg. Bergische Bürgerinnen und Bürger helfen jetzt den Menschen vor Ort mit einer besonderen Aktion, die sich von anderen unterscheidet: Sie kommt aus der Region, hilft schnell und ausschließlich mit Grundnahrungsmitteln, greift auf die logistische Erfahrung einer eingespielten Katastrophenhilfe zurück und ist für alle Teilnehmenden mit geringem Aufwand verbunden.

Die Aktion „Das Bergische packt Pakete zum Überleben“ ist in dieser Form einzigartig, bereits erfolgreich angelaufen und weiterhin auf der Suche nach Unterstützerinnen und Unterstützern. Die Aktion richtet sich insbesondere an Bürgerinnen und Bürger aus dem Bergischen Land und funktioniert so: Überall in der Region gibt es Verteilstellen für leere Kartons, die dort abgeholt, von Bürgerinnen und Bürgern mit Grundnahrungsmitteln (Warenwert ca. 15 Euro) befüllt und dann wieder in den Verteilstellen abgegeben werden. Die Kartons werden dort gesammelt und anschließend per Lkw in die Krisengebiete (Ukraine und Anrainerstaaten mit vielen Geflüchteten) gebracht. Schon in den ersten fünf Tagen sind auf diese Weise 1.500 Kartons in Umlauf gekommen, knapp die Hälfte davon wurde bereits befüllt und wird in den nächsten Tagen auf den Weg geschickt.

Die verheerende Situation in der Ukraine zeigt, dass die zivilen Opfer im Land und auf der Flucht unsere Unterstützung brauchen. Hier wollen wir langfristig helfen. Bei der Aktion greifen wir auf die seit Jahrzehnten eingespielte Auslands- und Katastrophenhilfe des Bundes (FeG) zurück, die regelmäßig Hilfsgüter nach Ost- und Südeuropa bringt und über bewährte Logistik und Infrastruktur verfügt. Auf diese Weise kann die Aktion helfen, wie es aktuell nötig ist: Schnell und unkompliziert.

Gleichzeitig ist „Bergische packen Pakete zum Überleben“ auf Langfristigkeit angelegt: Unser Ziel ist es, so lange wie nötig jeden Monat einen Sattelzug mit Paketen aus dem Bergischen loszuschicken. Eine ambitioniertes Ziel, dass wir nur schaffen können, wenn viele Menschen, Unternehmen, Vereine, Kindergärten und Schulen mitmachen. Ob es klappt wissen wir natürlich nicht, aber die Reaktionen der ersten zwei Woche sind überwältigend gut. Neben den Kartons, die natürlich kostenlos ausgegeben werden, bekommen alle, die mitmachen, eine detaillierte Einkaufsliste und einen Packplan, der leicht umsetzbar ist, aber alle Transport- und Einfuhrvorschriften berücksichtigt. Wichtig ist den Initiatoren nicht nur die praktische Hilfe, sondern auch die emotionale Unterstützung der Ukrainerinnen und Ukrainer. Die Spenderinnen und Spender erhalten daher zu dem Karton einen Briefbogen, den sie mit einer persönlichen Nachricht dem Paket beilegen können. Alle Kartons werden mit einem Sticker “From Germany with Love” beklebt. Eine Liste aller Ausgabestellen finden Sie auf www.paketezumüberleben.de.

Bei Bedarf Fahrrad-Abstellplatz am Rögy?

von Bettina Stamm, echt. Remscheid e.V.

Am 21.2.2013 beschloss der Haupt- und Finanzausschuss, dass die Parkplätze an Verwaltungsgebäuden und Schulen an die Bediensteten vor Ort vermietet werden sollen. Offensichtlich sind am RöGy keine oder nur wenige Mietverhältnisse abgeschlossen worden, denn seit fast zehn Jahren steht der Parkplatz so gut wie leer.
Die Remscheider Mobilitätsstrategie beinhaltet die Förderung und Attraktivitätssteigerung des Fahrradverkehrs. Dazu gehören neben der Schaffung von Radwegen auch komfortable, diebstahlsichere Abstellmöglichkeiten. Unseres Wissens gibt es keine zentrale Abstellmöglichkeiten für Fahrräder an der Schule. Es gibt einige Schüler, die mit dem Rad zur Schule kommen oder vielleicht auch das Rad nutzen würden, wenn entsprechende Abstellmöglichkeiten vorhanden wären. Unter der Voraussetzung, dass ein Bedarf in der Schülerschaft besteht, könnte dieser Platz auch als Fahrrad-Abstellplatz sinnvoll genutzt und entsprechend ausgestattet werden.