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Ahnenlinie bis zum Urahn C. W. Platte zurückverfolgt

von Hubert Löffler

Ich habe bereits viele Waterbölles-Veröffentlichungen über die Remscheider Industriegeschichte gelesen. Dabei bin ich wiederholt auf Namen aus meinen Familienakten gestoßen. Mein Schwiegervater, Forstdirektor Dr. Günter Platte, stammt von Remscheider Schmieden ab. Er war Forstdirektor in der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg und u.a. Vorsitzender des Bundes Deutscher Forstleute e.V. Sein Bruder Dr. Hans Platte war von 1962 - 1971 Direktor des Kunstvereins in Hamburg. Die Ahnenliste habe ich mithilfe der Stadt Remscheid zurückverfolgen können bis zum Urahn Carl Wilhelm Platte, der mit Catharina Magdalena Lüdorff verheiratet war. Deren Sohn war der Kleinschmied und Zangenfabrikant Carl Theodor Platte, geb.3.7.1801, der am 30.7.1827 die am 1.10.1809 geborene Theresia Hasenclever heiratete (Eltern: Arnold Hasenclever Arnold und  Maria Catharina Birken).

Vieles spricht für eine Verbindung zum Spelsberger Hammer im Eschbachtal/Preyersmühle. Dort ist um 1709 ein Peter Caspar Platte erwähnt. Ein Carl (Karl) Platte hat 1895 den Spelsberger Hammer übernommen. Nach dessen tödlichem Unfall ging der Betrieb an den Bruder August Platte über, der zwei Söhne hatte, August jun. und Gustav. Gustav Platte hat bis vor kurzem noch dort auf dem Spelsberger Hammer gearbeitet. Um 1800 war ein Peter Josua Hasenclever Eigentümer des Spelsberger Hammers. In meiner Ahnenlinie ist eine Theresia Hasenclever als Frau von Carl Theodor Platte aufgeführt. Heiratszeuge war u.a. Fabrikant Gustav Herbener.

Gerne würde ich die Platte-Ahnenlinie mit Hilfe von sachkundigen Remscheider erweitern bzw. absichern. E-Mails gerne an hubert.loeffler@gmx.de.

Eine Liebeserklärung für das Freibad Eschbachtal

von Nicole Lange

Sehr geehrte Verantwortliche und Unterstützer des Freibads Eschbachtal,

„Freibad Eschbachtal schließt bereits einige Tage vor Saisonende.“ Dieser Satz hat mir und vielen anderen Badegästen des Freibades ordentlich die letzten Sommerferientage dieses Jahres verdunkelt. Und ja, ich gebe es zu: Ich liebe mein Eschi, und ich habe tatsächlich auch eine kleine Träne verdrückt aufgrund des so plötzlichen Schwimmendes. Es hat mir als einer von zwei Besuchern am Eröffnungstag und einem doch recht mutigen Anschwimmen bei 11,8 Grad und Regen – übrigens ganz im Rahmen der Tradition, wo es doch auch bei der Eröffnung 1912 wohl in Strömen geregnet haben soll – zu abrupt so gar kein abschließendes Schwimmen vor der langen Winterpause mehr erlaubt – und das trotz strahlenden Sonnenscheins. Eine Nachricht also, die sicherlich eine unter vielen, mit Sicherheit in unserer komplexen Welt ‚bedeutenderen‘ Schlagzeilen ist, die einen aber dennoch traurig macht. Nicht nur die ‚Eisenmännchen‘. Nicht nur mich. Ganz Remscheid.

Sie macht aber zudem nachdenklich und verursacht ein seltsam mulmiges Gefühl in der Magengegend. Die Notwendigkeit einer Sanierung ist definitiv das aktuelle Thema. Hin und wieder dringen Infos dazu an die Öffentlichkeit. Ausschüsse haben in den letzten Wochen getagt. Aber: Die Informationen bleiben oberflächlich. Sie kommen nur vereinzelt und aus verschiedenen Richtungen. Der Tonfall der Informationen zur Lage und das, was da hinter den Kulissen so vor sich geht, wirkt auf den aufmerksamen Beobachter doch seltsam ernst und plötzlich deutlich verschärft. 

Mir fehlen vor diesem Hintergrund eine sichtbare Vernetzung der zuständigen Stellen und eine ernsthaftere, offenere und letztlich effektivere Kommunikation mit der Remscheider Bevölkerung, welche diese konkret anspricht, erreicht und damit endlich mehr mit ‚ins Boot‘ holt. Warum könnte die Überschrift des SPD-Sanierungsantrages statt „Freibad Eschbachtal 21 – Wenn keiner hilft, dann hilf dir selbst!“ nicht heißen „Wenn keiner hilft, dann lasst uns jetzt zusammen helfen!“?

Sicherlich werden viele von Ihnen sagen: „Wir machen das doch. Wir wissen schon selbst am besten, was zu tun ist. Wir haben alles im Griff. Wir lassen das Eschbachtal sicher nicht sterben.“ Ich möchte das ja sehr gerne glauben. Aber in den aktuellen (politischen) Zeiten, in denen Politiker und andere Offizielle nicht immer durchsetzen (können), wofür sie augenscheinlich kämpfen, und es manchmal einer Erweckung der öffentlichen Aufmerksamkeit à la Greta bedarf, sind meines Erachtens Zweifel nicht unangebracht. Vielleicht ist das alles jetzt bloß viel politischer Lärm um letztlich vielleicht einfach – nichts?

Denn: was wenn, obwohl eigentlich niemand dies möchte, die Überschrift auf ihren Zusatz „einige Tage vor Saisonende“ verzichten müsste und tatsächlich eine Schließung des Bades angekündigt würde, weil man hinter verschlossenen Türen feststellt, dass finanzielle Mittel einfach doch nicht ausreichen, um es zu erhalten? Wenn es das Bad einfach plötzlich nicht mehr geben würde, welches doch vielen eine selbstverständliche Einrichtung ist, ohne die sie sich die Stadt gar nicht vorstellen können? Der Aufschrei wäre dann riesengroß. Und es wäre schlichtweg zu spät. Möchten Sie das riskieren? Die augenblickliche Situation macht mit Blick auf die Zukunft wirklich besorgt.

Aber vielleicht ein kurzer Exkurs dazu, warum mir das Freibad eigentlich so am Herzen liegt. Das hat seine eigene, vielleicht etwas verrückte Geschichte. 2015 habe ich im Freibad meinen Lebensgefährten kennengelernt, der damals im Sommer dort als Rettungsschwimmer tätig war. Als auf meinen Hinweis hin, dass im nahezu paradiesischen Eschbachtal eigentlich nur noch Delfine fehlen würden, beim nächsten Besuch ein riesiger Plastikdelfin auf mich wartete, wusste ich - der Mann ist er Richtige und das Freibad nun wirklich einer der besten Orte der Welt. Ein Ort, dem eigentlich aus meiner, selbstverständlich an dieser Stelle augenzwinkernden Sicht nur noch ein Delfinbrunnen fehlt, wie ich ihn kürzlich in einer MOMA-Reportage zu Freibädern entdecken konnte.

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Seltsamer Beitrag zum Weltkindertag

von Brigitte Neff-Wetzel, sozial- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE

 „Sportplatz Kommune- Einführung eines Sportgutscheins“,  unter dieser Überschrift legte die Verwaltung am Mittwoch im Jugendhilfeausschuss – wie zuvor im Sport- und Schulausschuss – das Konzept zur Einführung eines Sportgutscheins vor. Stolz formuliert die Verwaltung schon auf der ersten Seite: „Mit der Aktion …möchte die Stadt Remscheid vier- bis sechsjährige Kinder in Bewegung bringen, indem sie jedem Kind einen Gutschein für eine einjährige Mitgliedschaft in einem Sportverein schenkt“. Soweit – so toll – sollte man meinen! Allerdings: auf Nachfrage der sozial-und jugendpolitischen Sprecherin der Linken antwortete der Sozialdezernent Herr Neuhaus erst sehr blumig – dann allerdings konkret- , dass bei allen Kindern, die einen Rechtsanspruch auf Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket haben, der Sportgutschein aus diesen Mitteln bezahlt werden soll.

Im Klartext: Kinder, deren Eltern Transferleistungen (auch Wohngeld und Kinderzuschlag) beziehen, haben einen Rechtsanspruch auf Mittel aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, zurzeit maximal 15 € im Monat. Dieses Geld ist gedacht für die Teilhabe an sportlichen oder kulturellen Angeboten (musikalische Früherziehung!) sowie sozialen Aktivitäten – also z.B. auch einmal einen Zoobesuch mit der Familie. Herr Neuhaus will nun mit diesen 15 € den „geschenkten“ Gutschein bezahlen. Die bedürftigen – sprich: armen – Kinder in Remscheid haben wieder einmal das Nachsehen. Während allen anderen Kindern  unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und unabhängig davon, welche Aktivitäten sie sonst in ihrer Freizeit unternehmen, der Gutschein wirklich GESCHENKT wird, gibt die Kommune  für die benachteiligten Kinder keinen Cent aus und schenkt ihnen NICHTS! Nehmen sie den Gutschein in Anspruch, ist das Geld für andere sportliche, kulturelle, soziale Aktivitäten für ein ganzes Jahr weg! Sieht so die viel beschworene Kinderarmutsbekämpfung in Remscheid aus?

Den Bürgern eine bestimmte Meinung ans Herz gelegt?

Schildkrötenjagd auf dem Stadtparkteich ohne Halali (Waterbölles-Video vom 22. August 2015

von Ute Pohlhaus

Ich empfand während der Bürgerwerkstatt zum Stadtparkteich es zeitweilig, als ob man den Bürgern eine bestimmte Meinung ans Herz legen wollte. Im Edelhoffpark gebe es eine Quelle, vielleicht sei ein Teich da ja besser aufgehoben... Braucht man den überhaupt? 

Das so genannte „Speeddating“ an drei Tischen war in meinen Augen das Beste an der Veranstaltung, weil man zu drei Themen jeweils 20 Minuten Ideen einbringen konnte:

  • Wie kann ein Teich aussehen wenn man träumen darf? (Sandstrand, Steg, Modellbau, Tiere  Biotop Schwimmteich).
  • Wie kann man den Stadtpark verändern und was fehlt? (Kiosk, Poehlschen Schieten, abgezäunte Hundewiese, Kletterwand am Wasserbunker, Wasserspielplatz für Kinder, Toiletten).
  • Wo sollte der Teich hin? Die Grundmeinung schien mir die zu sein: Er soll da bleiben, wo er ist, wenn man eine Möglichkeit der Wasserzufuhr findet, eventuell, indem Regenwasser vom Bunker oder der umliegenden Häuser in den Teich geleitet wird. Mit Wassertanks zum Zwischenspeichern.

Für mich hat die Stadt Remscheid eigentlich eine moralische und vertragliche Verantwortung, den Stadtteich zu sanieren und nicht weitere drei Jahre verstreichen zu lassen. Ist überhaupt eine Sanierung in den von der Verwaltung genannten Dimensionen nötig, nur um Fördermittel zu bekommen? Ich bin der festen Überzeugung, dass man die Bürger und auch große Firmen in Remscheid dazu bewegen könnte, den Teich wieder neu herzurichten und wieder zu altem Glanz verhelfen. Und bei den Bürgern müsste die Einsicht wachsen, dann nicht wieder so viel Brot an die Enten zu verfüttern wie bisher, oder die zu groß gewordenen Wasserschildkröten in die Natur zu entlassen.

Meine neuen Lieblingsworte nach dieser Bürgerwerkstatt sind übrigens Hydrologie und Nachhaltigkeit. ;-)

„System Error“ bringt Kirche und Politik zusammen

von Ulla Wilberg

Die große Hitze passte zum heißen Thema des Films um die Frage: „System Error“, sind wir bereit, für den Kapitalismus alles zu opfern? Wie endet der Kapitalismus? Schwindende Regenwälder und Gletscher, das Wissen um die Endlichkeit der Natur bremsen nicht die den blinden Glauben Wirtschaftswachstums. Dass wir alle von dieser Entwicklung betroffen sind, führte die ungewöhnliche Veranstaltergemeinschaft aus Kirche und Politik am Mittwoch erneut zusammen. Schon 2018 zum 200. Geburtstag von Karl Marx fanden drei gemeinsame Veranstaltungen statt.  Nun zeigten der Katholikenrat Remscheid und die Katholische Arbeitnehmerbewegung Remscheid den bundesweit in Kinos aufgeführten Film in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Wuppertal/Solingen/Remscheid, dem SPD Unterbezirk Remscheid, dem Kreisverband Remscheid der Linken und Bündnis 90 Die Grünen Remscheid.

„SYSTEM ERROR“ sucht Antworten auf diesen großen Widerspruch unserer Zeit und macht begreifbar, warum trotzdem alles so weiter geht wie gehabt. Der Film zeigt die Welt aus der Perspektive von Menschen, die von den Möglichkeiten des Kapitalismus fasziniert sind. Ob europäische Finanzstrategen, amerikanische Hedgefondsmanager oder brasilianische Fleischproduzenten: Eine Welt ohne eine expandierende Wirtschaft können, dürfen oder wollen sie sich gar nicht erst vorstellen.

Zur anschließenden Diskussion stand der jahrzehntelange Afrika-Referent MISERIOR, Karl Wirtz, für Fragen zur Verfügung. Wichtige Erkenntnis: der Kapitalmarkt hat den Bezug zur Realwirtschaft verloren. Wie kann die Zerstörung der Umwelt durch Überproduktion gestoppt werden? Unser Bewusstsein für Nachhaltigkeit muss gestärkt werden und in ein nachhaltiges Handeln münden. Die Klima Aktivisten müssen ihren eigenen Konsum beleuchten. Der Systemfehler des permanenten Wachstums ist ein globales Problem, dass nicht durch weniger Fleischkonsum in Privathaushalten gelöst wird. Es ist eine Frage, wie billig wir alles zu jeder Zeit haben wollen und wie anfällig wir für die Werbung von Konzernen sind. Remscheider Leitungswasser schlägt jedes Wasser multinationaler Konzerne. Ein Anfang, darüber nachzudenken.

Brunnen am Markt hat die einzigen öffentlichen Sitzplätze

von Dr. Bernd Kuznik

Um wieviel ärmer sind Remscheider Plätze und die Alleestraße ohne Wasserspiele und Brunnen. Zur Sanierung des städtischen Haushalts fasste der Rat 2010 den Beschluss, die Brunnen im gesamten Stadtgebiet abzuschalten. Das Plätschern und Rauschen ist verstorben, Oasen sind ihrer Anziehungskraft beraubt.

Brunnen waren jahrhundertelang lebensnotwendige Voraussetzungen für die Versorgung mit Trinkwasser und Brauchwasser. Brunnen wurden deshalb zentral errichtet und bestimmten mit Gewerbebächen das Bild der Stadt. Neben der Versorgungsfunktion waren Brunnen auch künstlerische und architektonische Objekte, um sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Städte zeigten damit ihre Macht, Reichtum und die politische Einstellung. Die Brunnenplätze waren frei zugänglich und bildeten Zentren der Öffentlichkeit und der Kommunikation.

Durch den Bau zentraler Wasserversorgungsnetze wurden Brunnen in ihrer ursprünglichen Form überflüssig. Die Bedeutung von Brunnen und ihre Funktion haben sich gewandelt. Heute dienen Brunnen als Denkmäler und Kunstwerke zur Verschönerung und zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität in den Städten.

Der Kunstbrunnen am Markt wurde von dem Bildhauer Reiner Uhl geschaffen und durch die Jubiläumsstiftung der Stadtsparkasse Remscheid 1994 errichtet.  Der Kunstbrunnen thematisiert die Elemente des Bergischen Landes – Feuer, Wasser und Wind auf einem zentralen Sandsteinblock, der die Berge und Täler mit dem Wasserspiel zusammen unsere Heimat und den Ursprung der Bergischen Metallindustrie wiederspiegelt. Die am Grund des Wassers befindlichen Fliesen wurden in den Farben und Strukturen nach Luftaufnahmen des Bergischen Landes gestaltet.

Der Kunstbrunnen befindet sich auf der durch den Busverkehr gebildeten Insel an der oberen Seite  des Marktes zwischen Brauerhaus, dem Sozialkaufhaus und dem BarBeya. Bereits 1755 erhielt das Dorf Remscheid an diesem Ort das Privileg zur Abhaltung eines wöchentlichen Marktes, das im 19. Jahrhundert auf zwei Wochentage ausgedehnt wurde.  Dort befand sich auch die so genannte Hesseninsel. Samstags und Sonntag trafen sich dort Arbeiter, die aus Hessen nach Remscheid gezogen waren und die dort Nachrichten aus ihrer Heimat austauschten.

Die heutige Aufenthaltsqualität hängt maßgeblich von Sitzgelegenheiten, Bepflanzung und Wasserspielen ab. Der Kunstbrunnen mit seinem Durchmesser von 6,5 Metern bietet viele Sitzgelegenheiten (mehr als 20). Dies sind die einzigen Sitzgelegenheiten an einem historischen Ort von Remscheid; sie werden von vielen Bewohnern gerne genutzt.

Viele Brunnen wurden, wie der Kunstbrunnen am Markt, als künstlerische Anlagen errichtet. Sofern keine vertraglichen Regelungen getroffen wurden, können Künstler bis an ihr Lebensende – und in der Folge ihre Erben – Urheberrechte geltend machen, wenn an den Brunnen Veränderungen vorgenommen werden, oder auch wenn die Plätze verändert werden. Exemplarisch für eine solche Situation steht der Narrenbrunnen in Bühl, der 1995 als Kunstwerk auf dem Kirchplatz realisiert wurde. Im Jahr 2007 legte die Stadtverwaltung dem Gemeinderat Pläne zur Neugestaltung des Kirchplatzes vor. Der Narrenbrunnen sollte versetzt und anstelle dieser Anlage ein bodenebenes Fontänenfeld errichtet werden. Nachfolgend wurde mit der Künstlerin gesprochen. Sie berief sich auf ihr Urheberrecht, welches sich ihrer Auffassung nach ausdrücklich auf den realisierten Standort bezog. Vertragliche Regelungen zwischen Stadt und Künstlerin gab es nicht. Mit dem Tod der Künstlerin im Jahr 2012 gingen die Urheberrechte für weitere 70 Jahre an die Erben über.

Historisches Hammertal ist geschädigt

Von Wilfried Eisenberg

Wieder mal habe ich einen beeindruckenden Gang durch das wunderschöne Hammertal mit seinen geschichtsträchtigen vielen alten Hämmern und deren Teichen durchgeführt. Vergangenes Jahr wurden für die Industriegeschichte neue Erklärungsschilder gesetzt und durch einen Einweihungsgang mit unserem OB und unserem Geschichtsvereinvorsitzenden im großen Interessenkreis vorgestellt (siehe Video). Das waren schöne und interessante Stunden.  Der einzige noch wasserführende Teich war der des Jagenbergs Hammer. Sein Ablauf in den Hammer war – jetzt noch sichtbar – extra mal verschlossen worden. So blieb die einstige Hammerwasserversorgung mit Deich und Überlauf noch erkennbar – als einzige im ganzen Hammertal. Zudem behielten so auch die Wasservögel ihre Heimat. Bei einem Starkregen mit Wasserwelle des Lobachs wurde leider der Einlauf des Teiches zerstört. Das Teichwasser ist versickert, und der Teich bietet nun einen sehr unschönen Anblick. In der Geschichte des Hammertals fehlt er leider jetzt.  Es wäre schön, wenn der Einlauf des alten Teiches wieder hergestellt werden könnte.

Waterbölles-Video über das Hammertal
von November 2016

Lebensqualität in Remscheid für Generationen sichern

Offener Brief der Bürgerinitiative Lennep e.V. an den Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Remscheid, Sven Wolf

Sehr geehrter Herr Wolf,

die Bürgerinitiative Lennep e.V. begrüßt Ihren Vorschlag, das Engagement der Bewegung „Fridays for Future“ aufzugreifen und unter Einbeziehung vieler lokaler Akteure an einem „Runden Tisch“ Ideen zu entwickeln und Hilfestellung bei der Umsetzung zu geben. Mit ihrem Vereinszweck „Umweltschutz“ verfolgt die BI-Lennep e.V. Ziele, die dem Klimaschutz und einer nachhaltigen Klimapolitik in Remscheid dienen. Dazu zählt natürlich die Verhinderung des DOC und damit eines der größten Umweltfrevel in der jüngeren Geschichte unserer Stadt. Denn wenn die Remscheider Politik weiterhin an der fatalen DOC-Planung festhält, konterkariert sie sämtliche Bemühungen, die örtlichen CO2-Emissionen von 2011 bis 2022 um 14 Prozent und bis 2030 um 20 Prozent senken, und den Strombedarf um fünf bzw. zehn Prozent zu reduzieren, wie im Bericht zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel in Remscheid von 2018 postuliert.   Nicht nur wir als erklärte Gegner des geplanten DOC, sondern auch die Jugendlichen von Fridays for Future wissen, was eine Verkehrslawine von weit über einer Million unnötigen Autofahrten, verursacht durch 2,5 Millionen Shopping-Besucher pro Jahr, die nahezu ausschließlich mit Kraftfahrzeugen anreisen sollen, für die Klimabilanz in Remscheid bedeuten würde. Das DOC Zweibrücken hat bei vergleichbarer Größe sogar 3,8 Millionen Besucher pro Jahr mit entsprechend mehr Autofahrten. Auch fragen wir uns, wie ein Großteil der Remscheider Politiker die unnötige Fällung von mehr als 200 großen Bäumen, die für das DOC-Projekt vernichtet werden sollen, mit ihrem plötzlichen Engagement für den Klimaschutz vereinbaren können.

Leider haben Sie es versäumt, am 11. April 2019 zumindest ein Zeichen gegen die Verkehrslawine zu setzen, die mit dem geplanten DOC über Remscheid hereinbrechen wird. Bei dieser Ratssitzung bestand immerhin die Möglichkeit, durch Ablehnung der aktualisierten Gutachten den neuesten Erkenntnissen und Entwicklungen im Klimaschutz Rechnung zu tragen.

Wer die Bewegung der Jugendlichen nicht nur als Vehikel zur nächsten Wahl benutzen will, der muss Taten folgen lassen, will er sich nicht den Vorwurf der Doppelzüngigkeit einhandeln. Dabei hebt die Bewegung aber nicht nur auf den Verkehr ab, sondern denkt globaler. Die Remscheider Schülerinnen und Schüler fordern auch zu weniger Verpackungsmüll und zu weniger Fleischkonsum auf. Auch die Fashion Revolution Week setzt mit ihrem Motto „Who made my clothes?“ in diesen Tagen Zeichen. Wir sind auch der Meinung, dass alle über den Tellerrand hinausschauen sollten, und jetzt, da die Umsetzung der DOC Planung weiterhin in den Sternen steht, über eine klimafreundliche und nachhaltige Planung für die Gestaltung der zur Verfügung stehenden Grundstücksflächen nachdenken sollten. Nachhaltige Planung bedeutet dabei für die BI-Lennep e.V. eben nicht, dass die Flächen im Falle des Scheiterns der DOC-Planung wieder für das Profitstreben Einzelner oder für kurzfristige Konsumbedürfnisse auf Kosten der Umwelt geopfert werden dürfen, sondern dass eine völlig neue Konzeption erarbeitet werden muss.

Wir fordern und unterstützen daher eine Planung, die den Bedürfnissen der Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt dient und eine hohe Lebensqualität in Remscheid für die Generation sichert, die jetzt engagiert und überzeugend für den Klimaschutz auf die Straße geht. Mögen viele Akteure an einem Runden Tisch Ideen entwickeln und realisieren. Die Bürgerinitiative Lennep e.V. ist gerne dabei. Dazu, sehr geehrter Herr Wolf, erwarten wir ihre Stellungnahme. Mit freundlichen Grüßen
Ursula Wilms

Ein-Cent-Stück leuchtet in frischem Asphalt

Glücks-Cent im Asphalt. Foto: privat.von Gisela Cuerten

Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) haben vor unserem Haus den Gehweg neu asphaltiert. Jetzt ist uns in dem neuen Asphalt ein Ein-Cent-Stück aufgefallen, das mit einasphaltiert worden ist .Wir bedanken uns bei den TBR für diesen Glückspfennig.

Die Blume, eine äußerst reizvolle Freifläche

von Christiane Karthaus, 1. Vorsitzende des Heimatbundes Lüttringhausen e. V.

Mit Verwunderung hat der Heimatbund den erneuten Vorstoß des Lenneper Bezirksbürgermeisters Markus Kötter zum Gewerbegebiet Blume zur Kenntnis genommen. Trotz der Hinweise seiner Parteikollegen Jens Nettekoven (MdL) und Lüttringhausens Bezirksbürgermeister Andreas Stuhlmüller hält Herr Kötter beharrlich an seiner Meinung zum Gewerbegebiet Blume fest.

Dieses Gebiet ist als Gewerbegebiet nicht verhandelbar, da hier nicht nur die politische Mehrheit fehlt. Die Mitglieder der CDU haben sich mehrheitlich gegen dieses Gewerbegebiet ausgesprochen; auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat sich nicht zuletzt auf dem Kottenbutteressen dagegen positioniert. Einige der betroffenen Eigentümer haben sich zudem gegenüber dem Heimatbund in einer zuletzt eingeholten Stellungnahme deutlich dahingehend ausgesprochen, dass ein Verkauf ihrer Flächen jedenfalls derzeit nicht ansteht.

Vielleicht ist dies nunmehr ein deutliches Signal, auch an den Bezirksbürgermeister der Nachbargemeinde Lennep, diese unnütz geführte Diskussion zu beenden. Jedenfalls ist davon auszugehen, dass sich der Heimatbund auch weiterhin für den Erhalt der landschaftlich äußerst reizvollen Freifläche an der Blume, mit aller zur Verfügung stehenden Energie, einsetzen wird.

Auto-Versuch kann klares Konzept nicht ersetzen

von Ursula Wilms

Zu Dritte Debatte zu Autos auf der Allee am 28. März. Es wäre interessant zu erfahren, wer von den seinerzeit angeschriebenen Einzelhändlern auf der unteren Alleestraße, die auch geantwortet haben, noch ein Geschäft dort betreibt. Möglicherweise reden wir sonst nicht nur von einer veralteten, nicht repräsentativen Studie, sondern nur noch von Phantomdaten. Auf der Basis von solchen Daten einen zweijährigen "Versuch" anzusetzen, der wiederum eigene Auswirkungen haben kann und wird, ist unwissenschaftlich und verhindert ein durchdachtes Konzept für die Alleestraße.

Doch nicht nur die Tatsache, dass es noch kein durchdachtes Konzept gibt, sollte diesen Versuch jetzt unangemessen erscheinen lassen, auch die diversen angedachten Möglichkeiten müssten zunächst einmal auf ihre Realisierung hin abgeklopft werden.

Soll an der unteren Alleestraße nun Wohnbebauung stattfinden, soll es dort Cafés, Bibliothek und Treffpunkte geben, oder dürfen wir den Versprechungen der DOC-Befürworter Glauben schenken, die doch immer wieder eine Belebung auch der Innenstadt von Remscheid durch das DOC angekündigt haben?

Sollte nicht auch das Kino an die Innenstadt angebunden werden, und der Bahnhof? Eine direkte Verbindung in Form eines kleinen Pendelbusses vom Bahnhof zur unteren und oberen Alleestraße könnte dies möglich machen.

So viele Möglichkeiten sind offen, und nun soll ein Versuch auf der Basis von wackeligen, veralteten Daten stattfinden, der eigene Auswirkungen haben wird und die Macht des Faktischen auf den Plan ruft? Darüber hinaus setzt dieser Versuch auf den Individualverkehr, der kein zukunftsträchtiges Modell mehr darstellt.

Ein Konzept anstatt eines Versuchs dürfte man von der Politik doch wohl erwarten – auch in Remscheid. Insofern ist hier zunächst die Politik gefordert, dann erst die Verwaltung.

Lob an die Stadt für prompte Erledigung

von Bernhard Dehler

Am 14. Januar hatte ich die Stadtverwaltung auf diese nicht mehr standsicheren Mauerreste an der Trasse des Werkzeugs im Bereich der Kippdorfstraße unterhalb eines Discounter-Grundstücks hingewiesen. Innerhalb weniger Tage wurden die offensichtlich instabilen Mauerreste abgebrochen und entsorgt.

Der sanierte Zustand lässt die ehemalige Gefahrenstelle nicht mehr erahnen. Egal, ob die Stadt oder der Grundstückseigentümer in der Verkehrssicherungspflicht steht, das schnelle Ergebnis zählt. Für die prompte Reaktion ist auf jeden Fall ein Lob an die Stadtverwaltung fällig.