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Eltern aus Lennep Kita auf Hasten empfohlen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
auf die Frage, mit welchen Maßnahmen die Stadt Eltern unterstützt, die bei der Platzvergabe leer ausgegangen sind, lautete die Antwort der  Verwaltung, „dass andere Stadtbezirke den Bedarf fehlender Plätze mit versorgen.“  In der Praxis sieht diese Versorgung allerdings so aus, dass z.B. Kinder aus Lennep einen Kindergartenplatz am Hasten angeboten bekommen. Damit wird  man zwar dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz gerecht, allerdings  stellt dies die Eltern vor eine alltägliche Herausforderung. Wir bitten in diesem  Zusammenhang um die schriftliche Beantwortung nachfolgender Fragen.

  • Unter welchen Voraussetzungen besteht die Möglichkeit, den Betreuungsplatz  zu wechseln?
  •  Wie wird gewährleistet, dass Eltern die keinen Betreuungsplatz in ihrem  gewünschten Stadtbezirk erhalten haben, auch weiterhin als „suchend“ für Kindergartenplätze im Stadtbezirk registriert und bei der Vergabe auch  berücksichtigt werden?

 Mit freundlichen Grüßen
echt. Remscheid
 Bettina Stamm

Eine neue Steinwüste in Lüttringhausen

Ein Beet voller Steine Ecke Lindenallee / Reinwardtstraße in Lennep. Foto_ Jürgen Koball.von Jürgen Koball

Mit großem Erstaunen und großer Verwunderung entdeckte ich dieser Tage Ecke Lindenallee / Reinwardtstraße in Lüttringhausen diese (neue) Steinwüste.  Ich habe eine Zeit lang überlegt, was sie mir sagen sollte. Handelt es sich hierbei um ein Kunstwerk, oder hat der Steinhaufen gar eine prähistorischen Hintergrund? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, dass diese Steinwüste meiner Meinung nach grottenschlecht aussieht. Verkehrsinseln werden normalerweise begrünt. Dort aber liegen tonnenweise „Klamotten“ herum.

Temporäre Fahrradwege für die ganze Stadt

Offener Brief an alle Bezirksvertretungen und Ausschüsse der Stadtverwaltung Remscheid

von Friedhelm Reska, Dipl.-Ing. und Architekt

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren in den politischen und verwaltungstechnischen Ebenen der Stadt Remscheid,
nachdem nun das DOC auf die „lange Bank“ durch gerichtlichen Beschluss geschoben wurde, erlaube ich mir, hier mit einer machbaren Idee an Sie heranzutreten mit der Bitte um Ihre Prüfung und Umsetzung innerhalb Ihres jeweiligen Entscheidungs- und Planungsbereiches.

In den letzten vier bis fünf Jahren wurden rund um Lennep enorme Investitionen für Erschließungsstraßen des geplanten DOC getätigt ohne Berücksichtigung von Angebotsflächen (Fahrradwege) für den „schwächeren“ Verkehrsteilnehmer, den Fahrradfahrer! Bitte befahren Sie einmal die neu angelegten Verkehrsflächen rund um den „alten Siedlungs-Stadtbereich“ Lennep mit dem Fahrrad oder gehen Sie diese Bereiche einmal zu Fuß ab mit dem Augenmerk der Zuordnung der versiegelten Verkehrsflächen. Wiederum wurde hier eine Verkehrsplanung getätigt für eine autogerechte Stadt! Die Zeichen der Zeit wurden sträflich missachtet.

Fahrradwegplanung ist mehr als das Anlegen von einer Trasse von A nach B (Bahntrasse). Hier erinnere ich an den schweren Kampf der Planung für den Fahrradweg in der Wilhelmstraße und Schützenstraße in der Innenstadt auf dem Kopf von Remscheid vor ca. 20 Jahren. Damals hatten sich die Befürworter der BV 1 noch den Argumenten der Widersacher zu erwehren: „ In Remscheid sind doch alle Straßen zu steil, um Fahrrad fahren zu können.“ Der Fahrradweg wurde dann aber beschlossen und gebaut, da auf dem Kopf von Remscheid die Steigungen moderat sind.

Neues Bewusstsein, einhergehend mit neuer Fahrradtechnik erfordert, nein zwingt nun wirklich alle Verantwortlichen zu neuem Handeln in der Verkehrspolitik! Remscheid ist nun in der Lage, die Zeit nicht nur mit Abwarten auf höhere Gerichtsurteile mit ungewissem Ausgang zu nutzen und politisch tätig zu werden mit kleinem „Hoffnungsschimmer“ für die Zukunft einer Neuausrichtung von Stadtplanung.(Übrigens werden von Land und Bund zusätzliche Fördermittel für „Pop-up-Bikelanes, also „temporäre Fahrradwege“ in Aussicht gestellt.)

Neben diesen und aus diesen neuen Planungen bestehen Möglichkeiten zur Entwicklung zukunftsweisender Alternativen von Stadtentwicklung unkonventioneller Art und Weise mit experimentellem Motivationsschub. Hierzu bedarf es intensiver Beteiligung der Bürger einer Stadt auf allen Ebenen.(Investoren alleine sind für die Zukunft unserer Kinder und Enkelkinder kein Maßstab! – siehe die „Investitionsleichen“ links und rechts der Alleestraße.) Gerade unsere wunderschöne „Altstadt“ Lennep bietet in unmittelbarem Umfeld ein größeres Potential an nachhaltiger Entwicklung als neue „Verkaufscontainer mit Hausfassade“ für Massenprodukte aus Übersee!

In diesen Zeiten, auch mit Corona oder insbesondere unter der Corona-Plage, sollten wir einer möglichen Aufbruchstimmung eine Chance geben. Gerichtsbedingt liegen die erbrachten Planungen bis zur Baugenehmigung des DOC still. Aber kein Richter der Welt kann es uns verbieten, neue Wege zu denken! Ein sehr geschätzter und verehrter Professor in meinem Studium hat sein Vorträge oft mit dem Schlusssatz enden lassen: „Planung ist die ständige Bereitschaft zur Verbesserung und Neuausrichtung von Planungen nach neuen Erkenntnissen.“ (Zitat aus dem Gedächtnis – Prof. Karl Ganser, Geschäftsführer IBA Emscher-Park)

Laternenaktion zu St. Martin: „Lasst RS leuchten!“

Hallo, liebes Team vom Waterbölles,

ich möchte Euch auf die Aktion, "Lasst Remscheid Leuchten - Laternenaktion  zu St. Martin" hinweisen und würde mich freuen wen ihr darüber berichten könnt. Natürlich mit dem Ziel das so viele wie möglich in Remscheid daran teilnehmen. Wir Betreuer der E-Dancer vom Ev. Stadtteilzentrum Hohenhagen („Die Esche“) haben in den v ergangenen Wochen erlebt, wie die Kinder sich auf St. Martin freuen. Aber ein Martinszug und auch das Martinssingen von Tür zu Tür ist dieses Jahr nicht möglich. Daher kam mir die Idee die Fensterlichter / Fensterlichteraktion, die ich aus anderen Städten, kenne auch für uns in Remscheid umzusetzen.

Ziel ist es, dass die Kinder ihre Martinslaternen basteln und in ihren Einrichtungen (Kita, Grundschule) so gut es möglich ist St. Martin feiern. Und gegen die Traurigkeit, dass kein Umzug und kein Tür-zu-Tür-Singen möglich ist, wollen wir uns allen etwas Hoffnung schenken. Dies erreichen wir, indem wir unsere gebastelten Laternen in ein Fenster hängen, was am besten zur Straße hin liegt. So können wir dann Abends uns an den Lichtern erfreuen und doch noch St. Martin feiern. Nicht nur unsere Kinder waren sofort begeistert und freuen sich darauf, sondern auch viele Senioren / Seniorinnen.

Daraufhin habe ich bei anderen Einrichtungen nach gefragt, was sie davon halten und ob sie mit machen würden. Wir freuen uns, dass wir so viel Unterstützung erhalten haben. Folgende Einrichtungen beteiligen, basteln mit und unterstützen uns: Evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde, Katholische Kirchengemeinde St. Suitbertus, E-Dancer, Förderverein WohnQuartier Hohenhagen e.V., Nachbarschaftsgruppe Treppenhaus & Gartenzaun, Ev. Kindertagesstätte Reinshagen, Ev. Kindertageseinrichtung Siepen, Montessori-Kinderhaus Ronsdorfer Straß1, Kath. Kita St. Suitbertus, Kath. Integrative Kita St. Joseph, Kath. Kindertagesstätte St. Engelbert, Kath. Kita St. Marien, Städt. Kindertagesstätte Sedanstraße, Kindertagesstätte Ahörnchen, Förderverein Walther-Hartmann-Grundschule e.V., Eritrean Community in Remscheid e.V., Deutsche Beamtenbund - Jugend Remscheid, Johanniter Jugend, Malteser Jugend. 

Gerade in dieser schweren Zeit wollen wir durch unsere Laternen allen Hoffnung schenken. Wir halten zusammen und werden es meistern.

Beste Grüße, bleibt gesund
Tomas van Aken

Corona-Leugner wollen wieder mobil machen

von Susanne Fiedler

Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, ziehen wieder einmal die Corona-Gegner und -Leugner durch die Stadt, um sich dann vor dem Rathaus zu versammeln. Man darf gegen Gesetze oder Regelungen demonstrieren, das ist ein Grundrecht. Aber dieses Recht entbindet nicht von der Einhaltung dieser Regeln. Wenn entsprechende Verstöße „mit Ansage“ zu erwarten sind und wenn damit eine gesundheitliche Gefährdung anderer einhergeht, muss man darauf reagieren, Strafen aussprechen und Bußgelder verhängen.

Ja, diese Menschen dürfen gegen den Mund-Nasen-Schutz demonstrieren, auch gegen Abstandsgebote und andere Corona-bedingte Einschränkungen. Das ist ihr Grundrecht. Und dennoch müssen sie bei der Ausübung desselben den Mund-Nasen-Schutz tragen und die Abstände einhalten. Dass Gerichte dies anders bewertet, diese Demonstrationen nicht verboten haben und der Versammlungsfreiheit einen höheren Stellenwert einräumen, beweist, dass unser demokratisches System mit seinen unabhängigen Gerichten funktioniert. Allein das würde den Vorwurf einer herrschenden Diktatur bereits widerlegen.

Auch wenn eine von Gerichten zugelassene Demonstration am Ende aufgelöst wird, weil dabei gegen geltendes Recht verstoßen wird, ist das keine Diktatur, sondern das Ergebnis der Ignoranz der Betroffenen. Man kann dagegen demonstrieren, dass innerorts nur 50 km/h erlaubt sind. Das ist auch unser Recht. Wenn ich dann aber mit Tempo 70 geblitzt werde und mein Knöllchen bekomme, dann ist das meine Dummheit – nicht Ausdruck eines diktatorischen Systems.

Bei zu hoher Geschwindigkeit kann man sich aber auch selbst umbringen, leider auch andere in Gefahr bringen. So ist das bei der Corona-Demonstration am kommenden Sonntag auch: Es besteht ein hohes Gefahrenpotential für die Gesundheit der Teilnehmer, aber auch für andere und vor allem für die Polizisten.

Ohne Akzeptanz der angeordneten notwendigen Maßnahmen geht es nicht. Die Bevölkerung muss verstehen können, was unvermeidlich ist, um eine Corona-Welle oder gar ein 2. Lockdown zu verhindern. Als die Infektionszahlen im Frühjahr immer höher wurden, war das der Fall. Die allermeisten akzeptierten die Maßnahmen. Die Akteure der Corona-Demonstrationen zeigen, dass es eine aggressive und sich immer weiter radikalisierende Ignoranz und fehlende Solidarität gibt.

Wer ist für diesen skandalösen Zustand verantwortlich?

von Peter Maar

Seit Wochen wird von Gesundheitspolitikern und Medizinern an die Bevölkerung und besonders an die Risikogruppen appelliert, sich an der Grippeschutzimpfung zu beteiligen. Heute musste ich von meiner Hausarztpraxis erfahren, dass der Impfstoff nicht vorrätig sei und an die Apotheke verwiesen. Von zwei Apotheken erhält ich dann ebenfalls die Information, dass aktuell der Impfstoff nicht verfügbar sei. Ich könne mich in eine Warteliste eintragen lassen. Wann der Impfstoff wieder vorrätig sei, könne man aber nicht sagen. "Das kann nächste Woche der Fall sein, aber auch erst im Dezember", war die Auskunft der Apotheke.

Ich finde, dass es ein Skandal ist, wenn schon zu Beginn der Impfungen der Impfstoff nicht zur Verfügung steht. Wer ist für diesen skandalösen Zustand verantwortlich? Da wird immer behauptet, Deutschland habe eines der leistungsfähigsten Gesundheitssysteme der Welt, und dann ist dieses Gesundheitssystem nicht in der Lage, angeblich über 25 Millionen Dosen Impfstoff zeit- und bedarfsgerecht auszuliefern.

Kein Ersatztermin für die blaue Tonne

von  Volker Grünberg

Letzten Dienstag wurde die Müllabfuhr bestreikt, weshalb unsere blaue Tonne nicht geleert wurde. Auf Nachfrage hieß es am Mittwoch, dass man sich einen Ersatztermin überlege, möglicherweise diese Woche. Heute bekam ich die Auskunft, dass es keinen Ersatztermin gibt.
Ich finde Streiks in Ordnung, wenn sie den Arbeitgeber treffen. Wenn der Arbeitgeber seinen Schmerz an seine Kunden weitergibt, finde ich das nicht in Ordnung. Anbieterwechsel wie beim Strom ist nicht möglich, oder?

Leitzbach: Kulturausschuss stellt sich ins Abseits

von Volker Leitzbach

Hiermit erkläre ich, dass ich aus Protest nicht an der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Weiterbildung am Mittwoch den 26.08.2020 teilnehmen werde. Eine Ausschusssitzung ohne auch nur in einem Tagesordnungspunkt zur prekären Situation der Künstler und Veranstaltungsbranche ist eines Fachausschusses nicht würdig. Ich werde in einer Gedenkstätte jedoch keinen Streit darüber austragen.

Nach 25 Jahren der Mitgliedschaft in diesem Fachausschuss, sollte dies meine letzte Sitzung als ordentliches Mitglied sein. Auch in Remscheid sind nach wie vor zahlreiche Künstler und in der Veranstaltungsbranche tätige Menschen aufgrund des bereits seit Monaten gültigen Berufsverbots von der Insolvenz bedroht. Bundesweite Aktionen und Demonstrationen an denen auch Remscheider Musiker, Schausteller, Eventmanager und Veranstaltungstechniker teilnahmen, blieben bislang ohne nennenswerte Erfolge. Weitere Aktionen und Großdemos (u.a. in Berlin) sind für September geplant.

Die Mehrheit der Mitglieder im Ausschuss waren in der letzten Sitzung nicht bereit, sich bei unseren Landtags- und Bundestagsabgeordneten für die Belange der Betroffenen einzusetzen. Trotz mehrfacher Anfragen und Gespräche sowie Angebote an die Verwaltung, an einem Corona konformen Veranstaltungskonzept für den Remscheider Sommer mitzuwirken, fand der Vorschlag keine Beachtung und es gab keine Veranstaltungen, außer Zeugnisausgaben an Schulabgänger, zum Beispiel in der Konzertmuschel im Stadtpark. Veranstaltungen dort hätten Künstlern Gagen bringen können, und wären eine wirkliche Bereicherung für den tristen unterhaltungsarmen Sommer in Remscheid gewesen.

Remscheids Kommunalpolitiker stellen sich selbst ins Abseits, wenn die Konzertmuschel für corona-konforme Veranstaltungen angeblich nicht geeignet ist, aber aktuell mehrere Wahlveranstaltungen mit Publikum dort stattfinden und einige Spitzenkandidaten, wie auf Pressefotos gut zu sehen, ohne Masken und ohne Einhaltung des erforderlichen Sicherheitsabstandes agieren.

Anderen Kommunen ist es gelungen, mit neuen Formaten wie Pop Up Kirmes, Livekonzerten in Auto-Event-, Strandkorb- oder Sitzgruppen-Arenen, Auto Circus- Shows oder Fenstertheater (Walder Theatertage in Solingen) wenigstens ein wenig der kunst- und kulturfeindlichen Zeit zu trotzen und sich dem Wegsterben der Kultur entgegenzustellen. Vielleicht ist das Fernbleiben aus der Sitzung nicht das richtige Zeichen, doch es ist eines, hinter dem ich mir selbst und meinen Ansprüchen treu bleiben kann.

Der letzte macht hoffentlich nicht das kulturelle Licht Remscheids aus. Der Kampf um die Kultur in Remscheid muss wohl an einem anderen Ort geführt werden.

Da bleiben die Schulkinder auf der Strecke

von Gerda Spaan

Angesichts in der Breite steigender Infektionszahlen Corona ist nicht zu verstehen, warum den Schulen der quasi Normalunterricht verordnet wird, ohne gleichzeitig ein schlüssiges Konzept vorzulegen, wie zu verfahren ist, wenn doch der Worstcase eintritt und umgestellt werden muss auf online-Unterricht. Zumal hier die gleiche Benotung erfolgen wird. Die Grundausstattung (z.B. Strom) ist fragwürdig vorhanden. Die Personalkosten und Wartung gehen zu Lasten klammer Kommunen. Es scheint, als würde hier nur auf Sicht gefahren, mit der Hoffnung verbunden, dass es schon irgendwie gehen wird.

Leider ist es – was Schule und Bildung angeht – unverändert seit über 50 Jahren so, dass die Schulräume uralt und nicht mehr angemessen sind. Die Schulgebäude sind teilweise mehr als 100 Jahre alt und viel zu klein. Und die Lehrpläne wurden trotz Corona nicht "entrümpelt", sondern gaukeln weiterhin Scheinnormalität vor. Viel zu wenige Obendrein  gibt es viel zu wenige Lehrer, ausgerechnet in den Grundschulen. Notbesetzungen und Notlösungen - aber alles soll mal eben so laufen. Die Hoffnung: Es wird schon gut gehen.

Was soll man von dieser Art von Landespolitik in Sachen Bildung noch halten. Zu erwarten ist da nun auch noch ein Verschleißen von engagierten Pädagogen. Denn die wissen ja, dass die Kinder  sie und ihren  Unterricht brauchen. Es ist sehr bedauerlich, dass auch in dieser schwierigen Zeit die Landesregierung nicht in der Lage ist, unbürokratische und praktizierbare Wege zu eröffnen, um digitales Lernen zu ermöglichen. 

Pleite-Kommunen wie Remscheid oder besser die Kinder hier bleiben dann eben " auf der Strecke". Die Probleme werden von der Landesregierung einfach nach unten - auf die kommunale Ebene – weitergereicht, wo man an den Geldsack nicht mehr ohne Weiteres herankommen oder er nicht rechtzeitig nutzbar geöffnet werden kann. Ein Armutszeugnis!

Neu: Podcast „Kultur untereinander“

von Sascha von Gerishem 

Corona ist Bremse und Katalysator zugleich. Während ganze Teile des etablierten Kulturbetriebes in Remscheid angeschlagen sind, sprießen -wie aus Trotz- neue Formate aus dem fruchtbaren Kulturboden: Podcast aus Remscheid: Kultur untereinander! Stephanie Hoffmann, in Remscheid als Schauspielerin, Autorin und Kolumnistin bekannt, hat einen Podcast mit Namen "Kultur untereinander" ins Leben gerufen. Hoffmann trifft sich mit Menschen, die in und für Remscheid Kultur schaffen, zu einem launigen Talk über Kunst, Kultur und das Leben. Gast der ersten Ausgabe ist Theaterautor und Theaterschauspieler Christian Wüster aus Remscheid-Lüttringhausen. Er ist Vorsitzender der Lüttringhauser Volksbühne, die in historischer Kulisse der Lütterkuser Heimatbühne mundartliches Theater präsentiert. Gemeinsam schwelgen Stephanie Hoffmann und Christian Wüster in gemeinsamen Erinnerungen und erörtern die Auswirkungen von Corona aufs Leben und den Kulturbetrieb. Der Podcast ist über die Plattformen Deezer, Podcast.de, Spotify, Apple-Podcast, Google-Podcasts und über www.kultur-untereinander.de kostenfrei abrufbar.

"Jetzt aber geht es erst einmal in die Sommerpause!"

von Gabriele Leitzbach und Arndt Köhler für den Initiativkreis Kremenholl e.V.

Wir vom Initiativkreis Kremenholl e.V. verabschieden uns in die Sommerpause und wünschen eine schöne Sommerzeit! Wir haben aktuell wieder ein wenig "Normalität" zurückgewonnen, allerdings anders als gewohnt! Strenge Hygienevorgaben und Abstandsregeln zeigen uns nach wie vor deutlich, dass das Virus, dass uns die Pandemie durchaus noch "im Griff" hat (und weiterhin haben wird!). Da dürfen wir nicht nachlassen, und wir sollten nach wie vor verantwortungsvoll handeln. Allerdings bedeutet das auch, dass wir auf unseren diesjährigen Frühjahrsempfang, auf unsere Kinder-Musikveranstaltung, die Spielplatzaktivitäten (Kremenholler Flohkiste) und auf unser Stadtteilfest verzichten mussten bzw. müssen. Es war und ist an unseren traditionellen kulturellen Austragungsorten (Schulaula des Käthe Kollwitz Berufskolleg -Schulgebäude Tersteegenstraße u. die Räumlichkeiten der Kinder- und Jugendwerkstatt "echt Kremig" e.V. in der Bernhardstraße) nicht möglich, die erforderlichen Hygieneauflagen gemäß aktueller Erlasslage zu erfüllen.

Wir danken allen Kremenholler BürgerInnen und allen Kooperationspartnern für ihr Verständnis zur Sachlage und ihre Disziplin! Natürlich arbeiten wir vom IK weiterhin aktiv im Hintergrund im Sinne der kulturellen Stadtteilbelebung. Es wurden u.a. Gespräche im Rathaus mit der Verwaltungsspitze geführt. Wichtige Gesprächspunkte: Wie kann altengerechte Quartiersarbeit aussehen? Wie geht es generell weiter auf dem Kremenholl? Sind wir mit unseren ehrenamtlichen Aktivitäten am Ende unserer Möglichkeiten angekommen?

Der Vorstand tauscht sich regelmäßig kontaktlos aus. Das vereinsinterne Material wird komplettiert, gesichtet und falls notwendig repariert. Die Schaukästen werden regelmäßig aktualisiert. Die Kremenholler Flohkiste (Spielplatz Bogenstraße) wurde in der Zwischenzeit renoviert (Da gilt unser Dank Inga Smeets und ihren Helfern!) Außerdem durften wir Gitta Dicke (Leiterin des Familienzentrums KTE Kremenholler Straße) in ihren wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Diese kleine Auflistung zeigt, wir vom Initiativkreis Kremenholl sind, wenn auch zurzeit ausschließlich im Hintergrund, immer für unser Quartier im Einsatz. An unserem 8. Kremenholler Comedy Kleinkunstpreis 2020, geplant für den 14. November, halten wir noch fest. Zugegebenermaßen wissen wir leider heute noch nicht, wie sich die Veranstaltung gestalten wird. Allerdings haben wir bereits zu Jahresbeginn mit den maßgeblichen AkteurInnen der Veranstaltung Verträge abgeschlossen. Seit ca. 25 Jahren ist der  Initiativkreis Kremenholl ein absolut zuverlässiger Vertragspartner, so dass wir für den Kleinkunstpreis u.a. mit einigen KünstlerInnen in der Zwischenzeit Ausfallhonorare vereinbart haben. Die Veranstaltungsbranche liegt brach und wir möchten auf diesem Wege unsere Solidarität bekunden.

Jetzt aber geht es erst einmal in die Sommerpause! Wir hoffen, dass wir uns spätestens im September wieder persönlich treffen können, da wir ja noch unsere Jahreshauptversammlung nachholen müssen. Erhalten wir "grünes Licht", werden wir fristgerecht einladen-versprochen!

In diesem Sinne: bitte bleibt weiterhin umsichtig und aufmerksam! Zudem sollte man immer die Lebensfreude, den Humor und Optimismus bewahren. Darum gilt für uns: „Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln.“ Vorerst muss dieses Lächeln eben auch auf zwei Meter Abstand und trotz Maske erkennbar sein. Bitte weiterhin gesund bleiben und wir sehen uns! Eine schöne und erholsame Sommerzeit wünschen.