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Spannendes von Weißwurz und Salomonssiegel

Weißwurz in BlüteDie Vielblütige Weißwurz sieht man beim Spaziergang im Laub-Nadelmischwald mit viel krautigem Bewuchs am Waldboden. Sie wächst mit einem gebogenen Stängel und mit einer Anordnung der Laubblätter, die sehr exakt und ordentlich wirkt. Es sitzen immer zwei Laubblätter wechselständig und zweizeilig angeordnet am Stängel. Aus den Blattachseln wachsen hängend die traubigen Blütenstände. Der Nektar der glockenförmigen Blüte kann nur von langrüsseligen Hummeln und Schmetterlinge erreicht werden. Selbstbestäubung ist häufig.

In Remscheid und dem Bergischen Städtedreieck ist die Vielblütige Weißwurz viel häufiger zu finden als das Salomonssiegel, auch genannt „Echte“ oder „Duftende Weißwurz“. Weißwurz und Salomonssiegel sind mit dem Maiglöckchen verwandt und durch ihren Gehalt an Saponinen ebenfalls in allen Teilen giftig. Der Verzehr verursacht Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
Die blauen Beeren werden als widerlich süß beschrieben und dürfen wegen ihrer Giftigkeit nicht mit Heidelbeeren verwechselt werden.

Der unterirdische Wurzelstock des Salomonssiegels ist ein sogenanntes „Rhizom“, ein horizontal wachsender, verdickter Teil der Sprossachse zur Stoffspeicherung. An diesen Wurzelstöcken entstehen durch das Verwelken der Pflanzenstängel Jahr für Jahr scheibenförmige „Narben“, die Form und Aussehen eines Siegels haben und an den Siegelring König Salomos erinnern sollen.
König Salomo nutzte der Legende nach die Zauberkraft der Wurzel, um für den Bau seines Tempels einen Felsen zu sprengen. So kam die „Springwurzel“, wie die Weißwurz auch genannt wird, zu ihrem Namen.

Nach einer Sage weiß sonst nur der Specht, wo sie zu finden ist. Verklebt man den Zugang zu seiner Höhle, wenn er zur Nahrungssuche ausgeflogen ist, wird er uns zur Wurzel führen, da er sie zum Öffnen seiner Höhle braucht.
Rudolf Baumbach hat dem Wissen des Spechts ein Gedicht gewidmet:

Der Schwarzspecht ist ein Kräutermann,
kennt manches Zauberkraut im Tann,
das im Verborgnen sprießet,
er hält ob der Wurzel Wacht,
die alle Schlösser springen macht
und jede Tür erschließet.

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp, Ihre / Eure Stefanie Barzen.

Sumpfdotterblumen lieben sumpfigen Boden

Die ab April blühende Sumpfdotterblume gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse. Deren lateinischer Name, „Ranunculaceae“, erinnert Gartenbesitzer an die beliebte Frühjahrsgartenpflanze, die Ranunkel, die ebenfalls in diese Familie gehört. Die Sumpfdotterblume mag es feucht. Sie wächst auf Sumpfwiesen, an Quellen, Bächen, Gräben und in Auwäldern. Trockengelegte Wiesen zerstören ihren Lebensraum und führen in manchen Landesteilen zur Gefährdung ihrer Art. Sumpfdotterblume mit nassen Füßen

Die Sumpfdotterblume blüht mit großen, glänzend goldgelben Blütenblättern, die eine hohe Leuchtkraft besitzen. Ihre Farbe erhalten sie durch eingelagerte Karotinoide, die auch der Karotte ihren Namen geben.
Der häufig verwendete Name „Butterblume“ hat seinen Ursprung in der Verwendung der Pflanze zur Gelbfärbung von Butter in früheren Zeiten. Andere volkstümliche Namen sind Dotterblume, Wiesengold, Schmalzblume, Eierblume oder Goldrose.

Die einfachen Scheibenblumen werden von Bienen, Käfern, Fliegen und besonders von Schwebfliegen besucht. Insekten, die im UV Bereich sehen können, werden am Pollen vorbei durch „Saftmale“ zum Nektar geleitet. Die Pflanze bildet sternförmige Balgfrüchte mit schwimmfähigen Samen, die durch auftreffende Regentropfen herausgeschwemmt werden. Die Sumpfdotterblume ist daher ein „Regenschwemmling“. Sie ist durch ihren Gehalt an Anemonin schwach giftig. Der Verzehr führt zu Schwindel, Erbrechen und Krämpfen. Auf der Weide wird sie vom Vieh verschmäht. Sumpfdotterblumen sind in der Wasserrand- oder Sumpfzone eine Bereicherung für den Gartenteich. Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp aus der Natur-Schule Grund! (Stefanie Barzen)

Lakritz für den Garten: Die Süßdolde

Die Süßdolde im Garten der Natur-Schule GrundDie Süßdolde (Myrrhis odorata) ist eine sehr aromatische Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, die durch ihre häufig etwa handflächengroßen, weißen Dolden auffallen. Sie befindet sich in dieser Familie in guter Gesellschaft mit anderen schmackhaften Vertretern wie Petersilie, Dill, Anis oder auch Liebstöckel („Maggikraut“) und sollte in keinem Garten eines Lakritzliebhabers fehlen, da sie in allen Pflanzenteilen nach einer Mischung aus Anis und Lakritz schmeckt. Sie wächst bis 1.20 m hoch, buschig, farnartig und ist in Europa aus Klöster- und Bauerngärten verwildert.
Außerhalb eines Gartens sollte man auf die Verwechslungsgefahr mit den giftigen Pflanzen Farn und Schierling achten. Bester Test vor dem Verzehr eines Blattes: Geruchsprobe an einem zerrupften Blatt. Nur die Süßdolde verbreitet den typischen Anis-/Lakritzgeruch. Sie ist als Gewürz- und Gemüsepflanze vielfach verwendbar und ein natürliches Süßmittel. Die unreifen Samen schmecken nussig in Obstsalat oder Müsli. Reife Samen mit ihrem Lakritz- und Anisgeschmack können in Kohlgerichten, Fisch, Eintöpfen oder asiatischen Gerichten verwendet werden. Die dicke Pfahlwurzel mit weißem, aromatischem Fleisch wird in Scheiben geschnitten gekocht und im Salat oder als Gemüse gegessen.

Als Arzneipflanze wirkt Süßdolde krampflösend, verdauungsfördernd und magenstärkend. Der gekaute Samen sorgt für frischen Atem und pflegt das Zahnfleisch. Er ist Bestandteil von Kräuterlikören wie z.B. des französischen Chartreuse. Wer die Süßdolde im Garten haben möchte, sollte bedenken, dass die Pflanze ein Frostkeimer ist, d.h., die Samen sollten im Spätsommer/Herbst in den Boden, da sie erst nach einigen kalten Wintermonaten keimen. Im Garten der Natur-Schule Grund in Remscheid ist die Süßdolde inzwischen etabliert und vermehrt sich aus eigenem Samen. (Text und Foto: Stefanie Barzen / Natur-Schule Grund)

Projekt für Erwachsene und Kinder: Vögel beobachten

Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während der eingeschränkten Freiräume wegen des Coronavirus hat die Natur-Schule Grund einen tollen Tipp:Wie wäre es mal damit, Vögel zu beobachten? Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Der Vorteil ist, dass das während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald. Jetzt in der Brutzeit gibt es besonders viel zu sehen." Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen.
 
Warum also nicht mal gucken und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen. Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang möglicherweise gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem Raum aufzuhalten, damit die Vögel den sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen.Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.
 
Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html).
Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/voegel-bestimmen/index.html.Wer mag, kann sich zudem über die Regeln für die "Stunde der Gartenvögel" informieren, die vom Freitag dieser Woche an über das Muttertags-Wochenende stattfindet (https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/index.html?werbecode=rk) und für die Aktion zwischen dem 8. und 10. Mai "trainieren". Dabei geht es vor allem darum, die wahre Zahl der Vögel zu erkennen und nicht darauf reinzufallen, wenn ein- und dieselbe Meise innerhalb einer halben Stunde dreißigmal hin- und hergeflogen ist. Dann ist es nämlich immer noch nur eine Meise.
 
Apropos Meise: Da derzeit auch in der Nachbarschaft der Bergischen Großstädte Blaumeisen an einem bakteriellen Erreger erkranken, wird es besonders interessant sein, die letztendliche Zahl beobachteter Blaumeisen im Städtedreieck zu erfahren. Deshalb ist es besonders wichtig, dass eine große Zahl von Beobachtungen aus Remscheid, Solingen und Wuppertal zusammen kommt, um aussagefähige Zahlen zu ermitteln.Diese Zahlen für alle Vogelarten sollten schnell an den NABU gemeldet werden. Wie es geht, dazu gibt es zahlreiche Informationen auf den genannten Internet-Seiten

Natur erleben: Das Gänseblümchen

Die Pflanze, die heute den Naturerlebnis-Tipp aus der Natur-Schule Grund für Kinder und Eltern mit Leben füllt, kennt tatsächlich (fast) jedes Kind: Das Gänseblümchen – hübsch, heilsam, schmeckt und schmückt! Das Gänseblümchen, von WissenschaftlerInnen „Bellis perennis“ genannt, trägt sein Aussehen bereits in seinem lateinischen Namen: bellus = schön. Seine Laubblätter wachsen in einer dicht am Boden anliegenden Blattrosette. Da Gänse auf ihren Weiden diese Blättchen mit ihren Schnäbeln nur schwer zu fassen kriegen, bleiben die Rosetten stehen; daher der Name „Gänseblümchen“.

Was aussieht wie eine einzige Blüte ist ein Blütenkörbchen aus über 100 äußeren Zungen.- und inneren Röhrenblüten. Das Gänseblümchen richtet sich tagsüber nach der Sonne (Heliotropismus) und geht nachts schlafen. Seine Gäste sind hauptsächlich Fliegen, aber auch Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Die komplett behaarte Pflanze lädt zum Fühlen ein und hat auch für den Geschmackssinn etwas zu bieten: Blüten und Knospen schmecken frisch von der Wiese.
Verwendet werden können sie und auch die jungen Blätter in Salaten, Gemüse oder Kräuterquark. Knospen dienen, eingelegt in Estragonessig, als Kapernersatz. Die Blütenköpfe sind eine hübsche Deko auf Süßspeisen. Die Pflanze ist reich an Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen und enthält die Vitamine A und C. Ihr Gehalt an Saponinen macht sie zu einem geeigneten Hustenlöser.

Basteltipp: zum nächsten Spaziergang ein kleines, verschließbares Gefäß mitnehmen, das zuvor mit etwas „Mehlpampe“ (wenig Mehl mit einigen Tropfen Wasser zu einer zähen, klebrigen Masse verrührt) gefüllt wurde. Ein komplett stielloses Gänseblümchen mit dieser Masse bestreichen und auf das Ohrläppchen kleben ergibt einen attraktiven Ohrschmuck! Bis zum nächsten Naturtipp! Stefanie Barzen.

Naturerlebnis-Tipp Nr. 4: Huflattich

Blüten des HuflattichsEin sonnig-gelber Frühblüher, der Huflattich, ist jetzt noch am Wegesrand zu sehen.Sein lateinischer Name „Tussilago farfara“ weist auf seine medizinische Wirksamkeit hin (tussis = Husten, agere = vertreiben). Die schleimstoffreichen Blätter werden z.B. getrocknet als Tee gegen trockenen Reizhusten eingesetzt. Bereits Hildegard von Bingen (1098-1179) wusste um die Heilkraft des Huflattichs. Seine Blüten können zum Aromatisieren von Tee verwendet werden. Die mit schuppenförmigen Blättchen besetzten Blütenstängel schmecken in Salat und Gemüse. Ihr Geschmack ähnelt dem des grünen Spargels.

Das Ende März aufgenommene Foto zeigt aus der Erde wachsende Blütenstängel und Blüten. Die herzförmigen Laubblätter erscheinen erst später im Frühjahr, wenn die Pflanze verblüht ist.
Der Huflattich ist ein Körbchenblütler, jeder Blütenkopf setzt sich aus etwa 40 männlichen Röhrenblüten (Mitte) und 200 weiblichen Zungenblüten (Rand) zusammen.
Sie dienen Bienen, Käfer und Schwebfliegen als frühe Nahrungsquelle. Die Verwandtschaft des Huflattichs mit dem Löwenzahn zeigt sich, wenn er seine Samen an kleinen Fallschirmen dem Wind übergibt. (Text und Foto: Stefanie Barzen / Natur-Schule Grund)

Ein Märchen zum Kennenlernen der Douglasie

Beim Spaziergang durch den Wald liegt der Waldboden oft voll mit den unterschiedlichsten Zapfen, aber welcher gehört zu welchem Baum? Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche oder gar – Douglasie?Zur Bestimmung der Douglasie gibt es ein schönes Märchen der nordamerikanischen Ureinwohner; hier die Kurzform:

Zapfen der Douglasie.Eine junge Douglasie wurde langsam erwachsen und Mutter Erde schenkte ihr die Fähigkeit, Zapfen zu bilden. Eines Morgens erwachte der junge Baum aus tiefem Schlaf und merkte, dass sich in der Nacht Diebe an seinen Zapfen zu schaffen gemacht hatten. Während einige Zapfen ganz fehlten, waren aus anderen die Samen verschwunden. In der folgenden Nacht gelang es der Douglasie, wach zu bleiben, und so spürte sie gegen Mitternacht, wie etwas erst an ihrem Stamm kitzelte, dann in der Krone und schließlich in ihren Ästen. Etwas zupfte und zog an ihren Zapfen! Die Douglasie zog erschrocken alle ihre Zapfenschuppen zu und am andern Morgen war zu sehen, dass unter jeder Zapfenschuppe eine kleine Maus hing.

Das Zapfenfoto liefert den Beweis für diese Geschichte: Schwanz und Hinterbeine der Maus sind unter jeder Zapfenschuppe gut zu erkennen! Die komplette Erzählung ist übrigens unter http://www.wald-und-forst.de/douglasien-maerchen.php zu finden.
Ich hoffe, Ihr hattet Spaß mit diesem Märchen und schaut auch beim nächsten Naturerlebnis-Tipp der Natur-Schule Grund wieder rein.
Bleibt gesund, eure Stefanie Barzen (Foto und Text)

Vom Klopfen im Walde

Wenn Ihr denn schon mal zum Bärlauchsuchen im Wald seid, liebe Kinder, liebe Eltern, dann könnt Ihr mit einem dritten Sinn gleich noch mal tolle Erfahrungen machen: Dem Hören! Hier unser 3. Tipp für Kinder und Eltern im Corona-Lockdown:

Ohren auf beim Waldspaziergang! Durch aufmerksames Hinhören entstand dieses Foto von Stefanie Barzen: Zu hören waren energisches Klopfen und laut, in schneller Folge ein „twett, twett, twett...“. Das ist der Warnruf des Kleibers. Der klopfte in der verlassenen Spechthöhle, die auf dem Foto in der Stammmitte etwas im Schatten zu sehen ist. Der Kleiber wird den Eingang zur Bruthöhle mit Lehm und Speichel exakt seiner Körpergröße anpassen, um seine Brut vor Fressfeinden wie Krähe oder Marder zu schützen. Seinen Namen hat der Vogel übrigens vom mittelalterlichen Handwerk des „Kleibers“, der mit feuchtem Lehm die Wände von Fachwerkhäusern füllte.

Der Kleiber ist der einzige einheimische Vogel, der kopfüber einen Stamm herunterlaufen kann. Dafür krallt er einen Fuß in die Baumrinde und setzt den anderen vor. So entsteht das typische, ruckhafte Laufen. (Jörg Liesendahl)

Der 2. Tipp dreht sich um den Bärlauch

Frühling kann man essen! Und riechen... Die leckeren Bärlauchblätter mit dem intensiven Knoblauchgeschmack können jetzt, von März bis April, geerntet und verarbeitet werden. Sie schmecken gut in Quark, Gemüse, Saucen oder einfach so aufs Butterbrot. Auch die Samen kann man, grün oder getrocknet, wie Pfeffer verwenden. Die Pflanze enthält viel Vitamin C und Kalium, wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und schleimlösend.

Nicht mit dem giftigen Maiglöckchen verwechseln, das auch lanzettlich geformte Blätter besitzt, die aber nicht gestielt sind. Einfachster Test: riechen! Nur Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch.

Sonnenblumen für den Insekten-Sommer

Liebe Kinder, liebe Eltern,
damit Euch nicht langweilig wird, werden wir von der Natur-Schule Grund in den nächsten Wochen einige Tipps aus Natur und Umwelt veröffentlichen.
Vielleicht habt Ihr ja Lust, die Tipps mal auszuprobieren?
Hier der 1. Tipp:
Wer noch Vogelfutterreste zu Hause hat, kann Sonnenblumenkerne, die noch in der Schale stecken, heraussuchen und im Garten oder in einen Blumentopf pflanzen. Gießen nicht vergessen! Und dann beobachten, was geschieht: Ein Sonnenblumen-"baby" hat zunächst nur zwei Blätter. Diese Keimblätter sehen anders aus als die folgenden Laubblätter.
Wenn die Sonnenblume im Sommer blüht, bietet sie Bienen, Hummeln und anderen Insekten eine gute Futterquelle. Und im Winter freuen sich die Vögel dann wieder über die Sonnenblumenkerne. Und was herunterfällt, wird im Frühling eine neue Pflanze... Ein schöner Kreislauf!
Da sich der aus vielen Einzelblüten bestehende hübsche Kopf der Sonnenblume immer nach der Sonne dreht, hat sie in Frankreich den Namen „tournesol“.

Frühe Blüten trotzen dem Nachtfrost

Trotz der aktuellen Nachtfröste sind die (wärmeren) Tage erfüllt von Leben. Pflanzen blühen und spenden Pollen und Nektar für Insekten, die aus der Winterstarre erwacht sind oder sich gerade erst zum erwachsenen Insekt entwickelt haben.
Jörg Liesendahl, Biologe an der Natur-Schule Grund, bittet deshalb alle GartenbesitzerInnen, z.B. Weidenkätzchen und Löwenzahn blühen zu lassen und bei einer eventuellen Neubepflanzung vor allem insektenfreundliche Pflanzen in den Garten zu holen. Im Bild einige schöne Bilder aus der Natur-Schule Grund. Bild oben: Blüten der Sal-Weide, jeweils nur eingeschlechtlich auf einer Pflanze blüht. Die gelben Staubblätter stehen  auf einer männlichen, die grünlichen Blüten  auf einer weiblichen Pflanze. Rechts daneben Blüten der Schlehe (Schwarzdorn).

Bild rechts: Blüten früher Formen des Löwenzahns und das Garten-Blaukissen, eine Zierpflanze mit großer Bedeutung für zahlreiche Insekten.

 

Krabbelviecher sind Thema im NaturTreff

Artenvielfalt und ihre akute Bedrohung - ein Thema von erheblicher Brisanz für die Zukunft. Anhand einiger typischer Insekten-, Spinnen- und anderer Gliederfüßerarten zeigt Biologe Jörg Liesendahl Gründe auf, warum auch unscheinbare Arten eine große Bedeutung für Ökosysteme haben. Und natürlich geht es auch um die Arten, von denen Stadtmenschen oft kaum noch etwas wissen. Die Veranstaltung findet am Freitag, 13. März, um 150 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, statt. Der NaturTreff am Nachmittag richtet sich in erster Linie an Damen und Herren im Alter 50+, aber natürlich sind auch jüngere TeilnehmerInnen herzlich willkommen. Die Teilnahme kostet pro Person sechs Euro. Um Anmeldung wird gebeten unter E-Mail info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de oder Terl. RS 3748239.