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Den Reichtum der Kräuter genießen

Sandra Krawetzke erläutert die KräuterweltDie Frühlingskräuter entwickeln sich zur Zeit gewaltig. Viele Arten stehen schon in Blüte und sind jetzt besonders gut erkennbar. Die Natur-Schule Grund bietet deshalb für Samstag, 7. Mai einen Kräuterspaziergang an, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Kräuter kennen zu lernen und Vieles über ihre Nutzbarkeit zu erfahren. Kräuterfachfrau Sandra Krawetzke wird zunächst zu einem Kräuterquiz einladen und dann ca. ein bis 1,5 Stunden durch das Gartengelände der Natur-Schule Grund führen und Kräuter probieren lassen. Dazu gibt es Geschichten und natürlich die Möglichkeit, viele Fragen zu stellen.Die Veranstaltung beginnt um 10.30 Uhr vor dem Haupteingang der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid.Der TeilnehmerInnen-Beitrag beträgt 150 Euro pro Person.
 
Die Veranstaltung erfolgt nach den jeweils aktuell geltenden Coronaschutz-Regeln. Die Verwendung einer Mund-Nase-Bedeckung kann erforderlich sein, falls es mal zu eng wird um einzelne Pflanzen, sonst ist i.d.R. ein Mindestabstand von 1,5 m zu beachten.Eine verbindliche Anmeldung unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de unter Angabe der Anschrift und einer Telefon-Nr. ist zwingend erforderlich. Im Einklang mit dem Hygienekonzept der Natur-Schule findet die Veranstaltung vollständig im Freien statt, dem Wetter angepasste Kleidung und wetterfestes Schuhwerk wird empfohlen.

Kräuterspaziergang am kommenden Samstag

Es ist endlich Frühling und die Kräuter wachsen heran. Einige blühen schon, andere sind zumindest deutlich zu sehen.Die Natur-Schule Grund bietet einen Kräuterspaziergang an, bei der die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Kräuter kennen zu lernen und Vieles über ihre Nutzbarkeit zu erfahren.
Kräuterfachfrau Sandra Krawetzke wird zunächst ein Kräuterquiz durchführen und dann ca. 1bis 1,5 Stunden durch das Gartengelände der Natur-Schule Grund führen und Kräuter probieren lassen. Dazu gibt es Geschichten und natürlich die Möglichkeit, viele Fragen zu stellen.Sandra Krawetzke lädt ein zu ihrem Kräuterspaziergang am Samstag, 23. Apüril, um 10.30 Uhr. Ort der Veranstaltung ist die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13. Der TeilnehmerInnen-Beitrag beträgt 150 Euro pro Person. Eine Anmeldung NUR per Mail mit Angabe von Name, Anschrift und Telefon-Nr. ist bis Freitag, 22. April., 12 Uhr, unbedingt erforderlich: info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.Weitere Informationen: www.natur-schule-grund.de/programm/.

Natur erleben mit allen Sinnen im Osterferienprogramm

Osterferienprogramm 2022 der Natur-Schule Grund
 

"Riechen, Tasten, Schmecken, barfuß laufen". Das und vieles mehr in einem spannenden und anregenden Umfeld bietet die Natur-Schule Grund in den Osterferien. Zielgruppe sind Kinder im Grundschulalter, also von ca. 6 Jahren bis zu ca. 11/12 Jahren.Von Montag, 11. April, bis Mittwoch, 13. April, wird Biologin Stefanie Barzen jeweils mit den Kindern unterschiedliche Sinnesaspekte bespielen. Vom Sinneserlebnis im Außengelände der Natur-Schule (Hühnerstreicheln und mehr) am Montag über das Erforschen und Erleben von Kräutern am Dienstag bis zum Naturerleben im Frühlingswald am Mittwoch sind drei spannende Aktionen geplant.

 
Die Kurse finden jeweils von 10:00 - 13:00 Uhr statt. Die Preise belaufen sich auf 10,00 Euro je Kind am Montag und Mittwoch bzw. 12,00 Euro am Dienstag. In allen Kursen sind noch Plätze frei.Nähere Informationen zu allen Kursen, v.a. zu den Anmeldemodalitäten, bieten die Homepage unter https://neu.natur-schule-grund.de/programm sowie die Facebook-Seite www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/.

Das Ferienprogramm "Natur" zu den Osternferien

Logo zum Osterferienprogramm der Natur-Schule GrundDas Osterferienprogramm der Natur-Schule Grund ist jetzt online. Naturinteressierte Kinder vor allem im Grundschulalter sind herzlich eingeladen, ihre Umwelt zu erleben und zu  erforschen.Wie immer startet das Programm am ersten Samstag der Ferien mit einer Nachtwanderung für Familien (9.4.). Es folgen dann ab dem 11.4. die Kinderangebote.Kräuter und Eier, Natur erleben mit allen Sinnen, den Wald im Frühling erkunden: Die Themen sind wie immer vielfältig. Am Programm beteiligt sind die Diplom-Biologinnen Jörg Liesendahl und Stefanie Barzen sowie  Lehramts-Student Tobias Marsch.
 
Für alle Veranstaltungen fallen Kosten an. Eine frühzeitige Anmeldung ist unbedingt erforderlich.Zu finden sind alle Angebote auf www.natur-schule-grund.de/programm sowie auf dem Facebook-Account der Natur-Schule: www.facebook.com/Umweltbildungsstation.remscheid/

Schnupperplätze für Kinder-Umweltgruppe verfügbar

Eichelhäher beim Fütterungsversuch (Foto: Natur-Schule Grund)
Eichelhäher beim Fütterungsversuch (Foto: Natur-Schule Grund)

Du kennst die Kinder-Umweltgruppe der Natur-Schule Grund noch nicht? Bist aber sehr an Natur interessiert und zwischen sechs und zehn  Jahren alt? Dann bewirb Dich doch schnell für einen von vier chnupperplätzen für angehende Naturforscher:innen und sei dabei am Samstag, 19. Februar. Die Gruppe startet um 10 Uhr und endet um 13 Uhr.Die Teilnahme kostet zehn Euro. Anmeldungen schnellstmöglich per E-Mail an info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de. Weitere Termine folgen dann im 14tägigen Abstand, immer unter Anleitung von Tobias Marsch, der noch viele weitere spannende Naturerlebnisse vorbereitet hat.

Das Thema am komenden Samstag: Was futtern Vögel im Winter? Die Kinder-Umweltgruppe der Natur-Schule Grund hat zu diesem Thema am Samstag, 05.02.2022, schon mal vorgearbeitet und einen Fütterungsversuch mit getrockneten Mehlwürmern bzw. Streufutter vor laufenden Wildkameras gestartet.
Nicht jedes Futter ist für jeden Vogel geeignet. Haben die Kameras Entsprechendes aufgenommen? Welche Arten sind an den Futterplatz gekommen?

Naturschule Grund: Ein Jahr für mich und die Umwelt

Die FÖJler:innen der Natur-Schule Grund betreuen u.a. die Hühner
Die FÖJler:innen der Natur-Schule Grund betreuen u.a. die Hühner

"Ich mache das FÖJ, weil es mir Spaß macht, draußen zu arbeiten, und weil ich hier meine ökologischen Kenntnisse erweitern kann." Die Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) in der Natur-Schule Grund versorgen u. a. die Hühner der Natur-Schule und sind für Planung, Pflege und Pflanzungen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z.B. umweltpädagogische Materialien, die in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter und säen Salat, Kräuter und Gemüse, pflegen die Staudenbeete und sind bei Wind und Wetter draußen aktiv. Dazu kommt ganzjährig die Erstellung und Bearbeitung / Pflege digitaler Medien.

Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet Einblicke in ökologische Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung. Es bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zu verbessern. Denn zum FÖJ gehört u.a. die Teilnahme an fünf jeweils fünftägigen Seminaren, an Praktika und vielem mehr.

Auch ab dem kommenden August sollen wieder engagierte Freiwillige ihr FÖJ in der Natur-Schule leisten. Ab dem 15. Februar 2022 können sich Interessierte über das online-Bewerbungsportal des LVR bei der Natur-Schule Grund in Remscheid für das FÖJ 2022/2023 bewerben, das vom 1. August dieses Jahres bis Ende Juli 2023 dauern wird.

Die BewerberInnen sollten sich dazu auf der Internetseite des Landschaftsverbandes Rheinland, der hier zuständigen FÖJ-Zentralstelle, unter www.foej.lvr.de über das FÖJ informieren und mit den dort verfügbaren Formularen direkt bei den Einsatzstellen bewerben, also z. B. bei der Natur-Schule Grund. Ausdrücklich erwünscht ist eine online-Bewerbung auf https://foej-bewerbung.lvr.de/ für die Einsatzstelle "Natur-Schule Grund", doch ist auch weiterhin eine Bewerbung per Post möglich, die dann aber direkt an die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in 42855 Remscheid gerichtet werden muss.

Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung vor allem in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben."

Duftschuppen locken paarungsbereite Weibchen an

Der "Kaisermantel".Ein schöner, großer Tagfalter, der in warmen Sommern auch an der Natur-Schule Grund gesichtet werden kann, ist der „Kaisermantel“ (lat. rgynnis paphia), vom BUND mit der Naturschutzstiftung seines Landesverbandes Nordrhein-Westfalen zum "Schmetterling des Jahres 2022" ernannt. Auch wenn der Der Tagfalter, der auch als „Silberstrich“ bezeichnet wird, derzeit nicht als gefährdet gilt, soll so auf seinen bedrohten Lebensraum aufmerksam gemacht werden.

Der „Kaisermantel“ aus der Familie der Edelfalter (Nymphalidae) ist mit einer Spannweite von bis zu sechseinhalb Zentimetern einer der größten heimischen Perlmutterfalter. Sein Körper ist dicht behaart, die Flügeloberseite leuchtend orange mit braunen, regelmäßig verteilten Flecken. Nur männliche Schmetterlinge tragen dunkle Duftschuppenstreifen, die zur Balzzeit Pheromone, also Sexuallockstoffe, absondern, um das Weibchen paarungsbereit zu stimmen. Von unten betrachtet sind die Vorderflügel blass orange, die Hinterflügel zart grünlich. Diese tragen zudem einen längeren und zwei kürzere silberne Streifen. Kaisermantelweibchen sind noch etwas dunkler orange und grünlicher.

Der „Kaisermantel“ ist ein Waldschmetterling. Sein Lebensraum sind lichte Wälder, Waldränder, sonnige Lichtungen und Parkanlagen sowie Gärten, wenn sie seinen Lebensansprüchen für die Art der Eiablage und das Überwinterungsverhalten entsprechen. Erwachsene Schmetterlinge, die von etwa Juni bis September fliegen, brauchen Brombeeren, Baldrian, Dost, Disteln, Skabiose, Mädesüß oder Sommerflieder als Nektarlieferanten. Sie sind ruhige Trinker, die sich gut beobachten lassen.

Während der Balz im Frühsommer umfliegt das Männchen das Weibchen kreisend, während dieses ruhig weiterfliegt. Kann das Männchen, auch mit Hilfe der Duftstoffe, seine Herzdame von einer Paarung überzeugen, erfolgt diese geschützt auf Blättern, Blüten, Zweigen oder am Boden.

Da Eiablageplatz und Futterpflanze für die jungen Raupen nicht gleich sind, braucht das Weibchen einen Ort, der beide Ansprüche erfüllt. Futterpflanzen für die Raupen sind Wald-, Raues- oder Wohlriechendes Veilchen. Hat das Weibchen sie am Waldboden entdeckt, braucht es noch einen Baum, dessen Rinde zur Eiablage Rindenschuppen oder Rinden mit Spalten bietet, wo das Weibchen seine Eier ablegen kann. Gerne genommen werden Kiefern und Fichten.

Das Weibchen umfliegt den Baum von unten nach oben in Kreisen und legt die anfangs transparenten, später gelbgrauen, kegelförmigen Eier vor Blicken, Sonne und Regen geschützt an der Baumrinde ab. Im Spätsommer, nach etwa fünfzehn Tagen, schlüpfen die knapp vier Zentimeter langen, noch transparenten Raupen. Sie bleiben im Verborgenen und ernähren sich nur von der Eihülle. Im März/April/Mai begeben sich die Raupen auf Veilchensuche. Sie fressen nur nachts und verbringen den Tag geschützt unter trockenem Laub. Ihr Aussehen hat sich verändert. Sie sind jetzt dunkelbraun mit zwei gelben Rückenlinien, orange braunen Dornen am Körper und zwei schwarzen Dornen am Hinterkopf, die fühlerartig nach vorne ragen.

Die Entwicklung zum fertigen Schmetterling erfolgt mit einer Stürzpuppe, wofür sich die Raupe kopfüber mit dem Hinterteil an einem Pflanzenteil aufhängt. Dieser Schritt dauert etwa 24 Tage, die komplette Entwicklung erstaunliche neun Monate. Der Namensteil „paphia“ des wissenschaftlichen Namens bezieht sich übrigens auf einen Beinamen der Aphrodite, der Göttin der Liebe und der Schönheit der griechischen Mythologie. (Stefanie Barzen)

Die Natur mittels künstlicher Intelligenz erfassen

Allein oder gemeinsam mit Hilfe künstlicher Intelligenz Arten erfassenWas kann ich allein schon ausrichten?“ – eine Frage, die sich viele stellen, wenn es um Naturschutz und Artenvielfalt geht.  Seit dem 1. Januar 2022 ist eine mögliche Antwort: Einfach am deutschlandweiten „Bioblitz 2022“ (#bioblitz2022) der Landkreise und / oder kreisfreien Städte teilnehmen, denn man kann bekanntlich nur schützen, was man kennt! Das LWL-Museum für Naturkunde des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) ruft zusammen mit vielen regionalen Partnern und der Naturbeobachtungsplattform Observation.org zum Wettbewerb der Artenvielfalt zwischen Kreisen und kreisfreien Städten in ganz Deutschland auf. n Remscheid beteiligt sich u.a. die Natur-Schule Grund am Bioblitz 2022. Insgesamt vier Beobachter:innen haben innerhalb von fünf Tagen bereits über 100 Pflanzen-, Pilz- und Tierarten beobachtet; für Remscheid ist also eine große Zahl von Neufunden im Verlauf des Jahres zu erwarten, da ein sehr großer Teil des Stadtgebietes überhaupt noch nicht angesehen wurde. Eine Gelegenheit auch für Schulklassen, Jugend forscht, die Aktion "Naturtagebuch" und viele Naturfreund:innen, sich zu beteiligen.

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Freitag Wintervögel beobachten und zählen

Die Natur-Schule Grund begleitet die bundesweite NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" (06. - 09.01.2022) mit zwei Veranstaltungen, die sich nicht nur an erwachsene Teilnehmer:innen richten. Am Freitag,7. Januar, stellt der pädagogische Leiter der Natur-Schule, Dipl.-Biol. Jörg Liesendahl, in zwei Veranstaltungen Wintervögel in Deutschland allgemein und speziell im Gebiet rund um die Natur-Schule Grund vor und erläutert wichtige Bestimmungsmerkmale. Anschließend gibt es jeweils die Möglichkeit, Wintervögel im Außengelände der Natur-Schule zu beobachten. Dabei kommt u.a. die Vogelbeobachtungsstation im Garten der Natur-Schule zum Einsatz. Teilnehmende sollten ein Fernglas und ggf. auch ein Lieblings-Vogelbestimmungsbuch mitbringen. Aufgrund der Corona-Bestimmungen ist ein Verleih von Ferngläsern leider nicht möglich.

Ein Angebot für Eltern / Großeltern mit Kindern / Enkel:innen im Alter ab 7 Jahren startet um 10:00 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in Remscheid-Grund, und dauert zwei Stunden. Die Teilnehmer:innen zahlen sechs €, Kinder bis 15 Jahren ,vier €. An erwachsene Teilnehmer:innen richtet sich das zweite Angebot des Tages von 14 - ca. 16 Uhr. Hier sind nur noch wenige Plätze verfügbar, eine schnelle Anmeldung ist also zu empfehlen. Der Teilnehmer:innen-Beitrag für diese Veranstaltung liegt bei sieben €.

Um den Corona-Regeln zu genügen, müssen die Teilnehmer:innen eine Mund-Nase-Bedeckung dabei haben. Für die Erwachsenen gilt die 2G-Regel. Die Kinder müssen negativ getestet sein mit einem Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Zur Vorbereitung der Veranstaltung benötigt die Natur-Schule neben den Namen der angemeldeten Personen auch deren Anschrift und Telefon-Nr., deshalb muss die Anmeldung per Mail erfolgen: info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.

Natur-Schule stellt das Moos des Jahres 2021 vor

Das Sparrige Kranzmoos ist häufig in Rasenflächen zu findenDas Sparrige Kranzmoos mit dem leicht sperrigen wissenschaftlichen Namen Rhytidiadelphus squarrosus wurde von der Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa, kurz BLAM, zum Moos des Jahres 2021 gewählt (Bryologie = Mooskunde, Lichenologie = Flechtenkunde). Ein guter Grund für die Natur-Schule Grund, dieses Moos im Rahmen eines Naturerlebnis-Tipps vorzustellen.

Eingängiger, wenn auch weniger eindeutig, seien deutsche Volksnamen wie „Sparriger Runzelpeter“ oder „Sparriger Runzelbruder“, sagt Stefanie Barzen, Biologin an der Natur-Schule Grund und Autorin des Naturerlebnis-Tipps, der neben anderen auf der Homepage der Remscheider Umweltbildungsstation zu finden ist: www.natur-schule-grund.de.  Allgemein gehören Moose mit 440 bis 450 Millionen Jahren zu den ältesten Landpflanzen der Erde. Sie bilden keine Wurzeln, sondern sogenannte Rhizoide (Haftorgane), und sind zur Wasserversorgung auf das Wasser in der Umgebung angewiesen, das sie über die gesamte Blattoberfläche aufnehmen können.

Das Sparrige Kranzmoos gehört zu den Laubmoosen, den Bryophyta, die, im Gegensatz zu den Lebermoosen, kleine Stämmchen mit Leitelementen und Blättchen entwickeln. Die aufrecht stehenden Stämmchen des Sparrigen Kranzmooses sind von rotbrauner Farbe, können bis zehn Zentimeter hoch wachsen und sind unregelmäßig verzweigt. An den Seitentrieben werden die Sporenkapseln gebildet, was aber nur selten vorkommt. Das Pflänzchen vermehrt sich eher über abgebrochene Sprossabschnitte, die durch Haften an Tieren und Menschen verbreitet werden. Der Namenszusatz „sparrig“ bezieht sich auf die hell grünen, durchscheinend wirkenden Blättchen. Sie sind von breit ovaler Form und laufen spitz zu. Die Blattspitze ist im neunzig Grad Winkel nach hinten geschlagen und steht damit „sparrig“ ab. Am Stämmchen-Ende stehen die Blättchen waagerecht und bilden einen Kranz. In der Aufsicht wirkt die Anordnung sternförmig und gibt dem Moos sein spezielles Aussehen.

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Gerne auch mitten in der Stadt

Ein Lager der Gewöhnlichen Mauerflechte auf einer Mauer der Sportanlage GrundIm Rahmen ihrer Naturerlebnis-Tipps stellt Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund die häufige und weitverbreitete Gewöhnliche Mauerflechte, Lecanora muralis, vor. Die Art wurde von der BLAM, der Bryologisch-Lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa, zur Flechte des Jahres 2021 gewählt. Zum besseren Verständnis: Bryologie bezeichnet die Mooskunde, Lichenologie die Flechtenkunde. Nach Art der Flechten lebt auch hier eine Alge mit einem Pilz zusammen. Für die Form der Flechte ist der Pilz verantwortlich; unter dem Geflecht aus Pilzfäden lebt die jeweilige Alge, hier die Gattung Trebouxia. Sie enthält Chlorophyll und kann Photosynthese betreiben, also mit Hilfe von Kohlendioxid, Wasser und Sonnenenergie Kohlenhydrate herstellen, während der Pilz für eine bessere Versorgung mit Wasser und Mineralien sorgt.Trebouxia kann unterschiedliche Pilze bewirten, was dann jeweils unterschiedliche Flechten zur Folge hat. Die Gattung ist an sehr vielen einheimischen Flechtenarten beteiligt.

Nach der Art ihres Wachstums gehört die Mauerflechte zu den Krustenflechten. Sie bildet eine hell olivfarbene bis blassgraue Rosette von bis zu zehn, maximal sogar zwanzig Zentimetern Durchmesser. Dieses „Lager“ zeigt nach außen einen etwa einen Millimeter großen, unregelmäßig lappig geformten Rand. Das Innere des Lagers ist voll mit Fruchtkörpern, den Apothecien, die wie kleine, braune Scheiben mit hellem Rand aussehen. Sie haben einen Durchmesser von etwa 1,5 mm und bilden und entlassen die elliptisch geformten, hellen bis farblosen, maximal 15x7 Mikrometer großen Pilzsporen (Ascosporen). Ältere Lager können in der Mitte auch abgestorben sein. Mit „Lager“ wird eine Wuchsform bezeichnet, ein Thallus, also ein Vegetationskörper, der nicht in Sprossachse, Blatt und Wurzel unterteilt ist.Die Pilzsporen haben offenbar kein Problem damit, in ihrer Umwelt einen geeigneten Algenpartner zu finden, um mit diesem wiederum eine Flechte bilden zu können.

 
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Schön, giftig, anspruchsvoll - weg damit?

Der Weihnachtsstern, auch als Adventsstern oder Christstern bekannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Euphorbia pulcherrima, ist ein WWeihnachtssterne mit traditionell roten Hochblättern Foto: pixabay.comolfsmilchgewächs (Euphorbiaceae) und mit unseren einheimischen Pflanzen Zypressen-Wolfsmilch und Garten-Wolfsmilch verwandt. Den Namen „Pulcherrima“, die Schönste, verlieh ihm der Botaniker Carl Ludwig Willdenow. Ein weiterer Name, Poinsettie, geht zurück auf einen amerikanischen Botschafter in Mexiko, Joel Roberts Poinsett. Die ursprüngliche Heimat des Weihnachtssterns sind Mittel- und Südamerika, Mexiko, die Karibik. Alexander von Humboldt brachte ihn 1803 von seiner Südamerikareise mit in unsere Gefilde.

Unsere Zimmerpflanze wächst im tropischen Laubwald als etwa vier Meter hoher Strauch oder kleiner Baum. Dort ist es warm, nicht zu hell, da direkte Sonneneinstrahlung fehlt, und Tageslicht gibt es für weniger als zwölf Stunden. Diese Umweltbedingungen machen den Weihnachtsstern zu einer Kurztagspflanze, die nur dann blüht, wenn die Tage kurz genug, also unter zwölf Stunden lang, sind. Die zart behaarten Blätter der Pflanze stehen wechselständig, nach oben hin gegenständig am Stämmchen, sind verkehrt eiförmig und laufen spitz zu. Ihre Oberseite ist dunkler als ihre Unterseite. Der Blattstiel ist bis fünf Zentimeter, das Blatt sechs bis zwanzig Zentimeter lang und vier bis zwölf Zentimeter breit.

Attraktiv wird die Pflanze durch ihre kräftig roten, sternförmig angeordneten Hochblätter, die sogenannten Brakteen, die bestäubende Insekten anlocken sollen. Sie sind kein Bestandteil der eigentlichen, unscheinbaren, gelblichen Blüte, die sie umgeben. Das, was in der Mitte der Hochblätter aussieht wie mehrere kleine Blüten, ist jeweils ein kleiner Blütenstand. Sie bestehen aus je einer weiblichen Blüte (gestielter Fruchtknoten mit Griffel) umgeben von mehreren männlichen Blüten (ein gestieltes Staubblatt) und ein bis zwei lippenförmigen Nektardrüsen. Zuchtformen gibt es in rosa, weiß, gelb, zweifarbig oder mit panaschierten Hochblättern. Blaue Hochblätter sind künstlich gefärbt.

Weihnachtssterne sind als Zimmerpflanzen nicht ganz pflegeleicht. Sind die Blätter gelb, steht die Pflanze zu trocken, verliert sie die Blätter, zu nass. Sie mögen keinen Durchzug, keine zu warme Heizungsluft, keine direkte Sonneneinstrahlung. Sie können im Halbschatten im Freien „übersommern“. Möchte man sie zur nächsten Weihnachtszeit zum Blühen bringen, muss man den Kurztag ihrer Heimat imitieren, also sechs bis acht Wochen vor Weihnachten ab in den dunklen Keller, spärlich gießen nicht vergessen, oder den Kurztag durch abdecken mit einer Kiste oder ähnlichem nachahmen.

Der Weihnachtsstern führt, wie alle Wolfsmilchgewächse, für den Menschen leicht giftigen Milchsaft. Verzehr kann zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall führen, Hautkontakt zu Ausschlägen. Wesentlich gefährlicher ist er für Haustiere. Die ersten Weihnachtssterne waren „Weihnachtsblumen“, also Schnittblumen. In Mexiko gibt es jährlich am 12.12. einen „Poinsettia Day“, die Poinsettie ist die Blume des Heiligabends („La Flor de la Nochebuena“). Bereits den Azteken war die Pflanze bekannt. Sie nutzten die roten Hochblätter zur Herstellung violetter Farbe und den Milchsaft als Mittel zur Fiebersenkung. Zum Nachdenken: diese Pflanze, die für viele Käufer:innen nur ein nachweihnachtliches Wegwerfprodukt ist, wird als Steckling in einer Anzahl von ungefähr dreißig Millionen Stück nur für den deutschen Markt aus Afrika eingeflogen...

Frohe Weihnachten!
Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp
Eure / Ihre Stefanie Barzen