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Fledermäuse beobachten mit der Naturschule Grund

 

In Anlehnung an die "International Bat Night" bietet die Natur-Schule Grund innerhalb von zwei Wochen jeweils samstags (28. August und 4. September), eine Fledermaus-Wanderung im Grenzbereich von Wuppertal und Remscheid an.
Zwergfledermäuse und - über größeren Wasserflächen - auch Wasserfledermäuse sind inzwischen in den Bergischen Großstädten häufiger anzutreffen. Insbesondere die Zwergfledermaus ist dabei ein oft unerkannter Mitbewohner in Häusern, die z. B. hinter der Fassadenverschieferung oder unter Dachschindeln ihren kleinen Wohnraumbedarf deckt. Waldränder, Hecken, Weideflächen und Wiesen sowie die Oberfläche von Gewässern locken die Tiere, da sie hier ihre Insektennahrung finden. Hören können wir Fledermäuse im Normalfall nicht, es sei denn, man macht die Ultraschallrufe mit geeigneter Technik hörbar.
Bei einer Wanderung rund um Heidt in Wuppertal-Ronsdorf stellt Diplom-Biologe Jörg Liesendahl die Lebensräume der Fledermäuse am Rande der Stadt vor und erläutert ihre Biologie.
Die Nachtwanderungen starten am 28.August um 20.30 Uhr bzw. am 4. September um 20 Uhr; sie dauern ca. drei Stunden. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz "Talsperrenstr. / Ronsdorfer Talsperre" in Wuppertal-Ronsdorf. Wetterfeste Kleidung, festes Schuhwerk und eine starke Taschenlampe mit Ersatzbatterien werden empfohlen.

Die Veranstaltung ist geeignet für interessierte Einzelpersonen bzw. Kleingruppen und Familien mit Kindern ab ca. sieben Jahre. Der Weg ist stellenweise nicht gut ausgebaut.Erwachsene zahlen sieben Euro, Kinder 3,50 Euro; für Familien mit zwei eigenen Kindern wird ein Teilnehmerbeitrag von 17,50 Euro erhoben (jedes weitere eigene Kind zwei Euro).Wegen der Corona-bedingten Begrenzung der Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung zwingend erforderlich bis jeweils Freitag vor der Wanderung, 12:00 Uhr, NUR unter info@natur-schule-grund.de" rel="noopener" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.Bitte geben Sie jeweils die Namen der Angemeldeten, ihre  Anschrift(en) und jeweils eine persönliche Telefon-Nr. an. Aus den Daten wird eine TeilnehmerInnen-Liste vorbereitet, die ggf. dem Gesundheitsamt zur Rückverfolgung übermittelt werden muss.Die Teilnehmenden müssen zwingend einen aktuellen Corona-Negativtest oder einen Nachweis der vollständigen Impfung oder Genesung vorlegen. Außerdem ist es erforderlich, eine medizinische oder FFP2-Maske mitzuführen.

Ferienprogramm "Natur" gut besucht

Nach einer gut besuchten 2. Ferienwoche freut sich das Team der Natur-Schule Grund nun schon auf die dritte Woche mit tollen Kindern. Frisch aus dem Urlaub zurück wird Biologin Stefanie Barzen das Team verstärken, aber auch Tobias Marsch und der Leiter der Natur-Schule, Jörg Liesendahl, sind wieder am Start."Fleißig wie eine Biene" heißt das Angebot an Kinder von sechs bis zwölf Jahren, das Stefanie Barzen am Montag, 19. Juli, zum Start in die neue Woche veranstalten wird. Alles rund um Bienen, Blüten und natürlich den Honig zeigt sie und die Kinder werden viel erleben können.
Am Dienstag geht es dann um das leibliche Wohl. Die Kinder stellen Teig für eine Pizza her und gestalten ihre Pizzen selber, die dann im Holzofen gebacken werden.
Jörg Liesendahl wird am Mittwoch, 21. Juli,  mit den Kindern eine  Waldolympiade durchführen. Viele schlaue und einige "dumme" Fragen sowie interessante Aufgaben rund um Tiere, Pilze und Pflanzen werden den Wald erlebbar machen.
Für Donnerstag und Freitag, 22. und 23. Juli., hat sich Tobias Marsch einen Doppeltermin unter dem Motto "Natur ist lecker" einfallen lassen. Ein veganes Müsli, Jogurt, Früchte und vieles mehr zum Thema "Essen und Naschen in der Natur" sind die Inhalte. Die Anmeldung nur für einen dieser beiden Tage ist leider nicht möglich.
Alle Veranstaltungen finden in der Natur-Schule Grund und ihrem Außengelände statt und dauern immer von 10 bis 13 Uhr. Die Kosten bewegen sich pro Kind und Tag zwischen zehn und zwölf €.Nähere Angaben zu allen Kursen gibt es auf www.natur-schule-grund.de/programm.Die Kinder müssen wetterfest angezogen sein und gutes Schuhwerk tragen. Auf kurze Hosen, Röcke oder Kleider muss verzichtet werden, um maximale Beweglichkeit zu gewährleisten.
Wenn Sie Ihr Kind anmelden wollen, dann braucht die Natur-Schule Informationen zum Namen des / der Kinder sowie jeweils die Anschrift und eine Telefon-Nr. für eine evtl. erforderliche Corona-Rückverfolgung per Mail unter info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de. Wegen der großen Nachfrage sollten auch Rückfragen zu den Ferienkursen möglichst per Mail erfolgen.Bitte beachten Sie, dass es auch in diesen Sommerferien gewisse Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie gibt, so dass die Kinder mindestens eine Alltagsmaske mitführen und möglichst zweimal in der Woche getestet werden sollten.

Ferienprogramm "Natur" geht in die zweite Woche

Die Natur-Schule Grund ist erfolgreich in die Sommerferien gestartet.Die spannenden Erlebnisse in der Natur, die Kinder im Grundschulalter hier haben, gehen nun schon bald in die zweite Ferienwoche. Die Kinder-Ferienkurse finden von Montag bis Freitag immer von 10 bis 13 Uhr in der Natur-Schule und deren Außengelände statt. Näheres zu den einzelnen Kursen, z.B. auch Informationen zu den Kosten, ist zu finden auf www.natur-schule-grund.de.
 
 Kinder können am Montag und Dienstag, 12. und 13 Juli, interessante Dinge aus dem Leben der Pflanzen entdecken. Wieso "brennt" eine Brennnessel, wie windet sich eine Winde und viele andere Fragen können sich die Kinder u.a. unter der Stereolupe selbst beantworten, natürlich angeleitet von erfahrenen Naturpädagogen.
Am Mittwoch, 14.7., geht es dann um die "kleinen Krabbeltiere", die im Gelände der Natur-Schule zu finden sind.
Donnerstag, 15.7., werden die Kinder eigene vegane Flammkuchen kreieren, den Teig herstellen und das gebackene Ergebnis genussvoll aufessen.
Am 16.7. (Freitag) heißt es "Grunder Tierleben". Hier geht es dann u.a. um die Hühner und die Bienen, aber auch sonstige Kleintiere, die zu finden sind.
 
Am Samstag, 17.7., endet die zweite Ferienwoche mit einer Nachtwanderung für Familien, die um 21:00 Uhr beginnt und zwischen 2,5 und 3 Stunden dauern wird.
 
Es gelten wegen der Corona-Pandemie geringe Einschränkungen (s. Homepage). Anmeldungen müssen per Mail erfolgen (info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de) und sollten je angemeldetem Kind / Familie folgende Daten umfassen: Name, Anschrift und eine Telefon-Nr., um im Falle eines Corona-Ausbruches die Rückverfolgung der Teilnehmenden durch das Gesundheitsamt zu ermöglichen.

Kräuterspaziergang am kommenden Samstag

Es ist Frühling und die Kräuter blühen, andere stehen in Knospe und wieder andere sind kurz vor Mitte des Jahres schon zur Ernte bereit. Die Natur-Schule Grund bietet deshalb an diesem Samstag einen Kräuterspaziergang an, bei dem die Teilnehmenden die Möglichkeit haben, Kräuter kennen zu lernen und Vieles über ihre Nutzbarkeit zu erfahren. Kräuterfachfrau Sandra Krawetzke wird den ersten Kräuterspaziergang am Samstag, 19. Juni, um 10.30 Uhr in der Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, anbieten. Dort wird sie im Anschluss an ein Kräuterquiz ca. 1,5 Stundendurch das Gartengelände  führen und Kräuter probieren lassen. Dazu gibt es Geschichten und natürlich die Möglichkeit, viele Fragen zu stellen. Der Treffpunkt befindet sich vor dem Haus. Da die Gruppe nach der Begrüßung gemeinsam in das Gartengelände gehen wird, wird ein pünktliches Ankommen dringend empfohlen. Wegen der Einschränkungen in Corona-Zeiten muss die Teilnehmenden-Zahl begrenzt werden. Der Teilnahme-Beitrag beträgt 15 Euro pro Person.

Die Verwendung einer Mund-Nase-Bedeckung (bitte mitbringen) und i.d.R. ein Mindestabstand von 1,5 m sind grundsätzlich notwendig. Ob ein Corona-Negativtest (nicht älter als 24 Stunden) erforderlich sein wird, prüft die Natur-Schule derzeit noch. Eine verbindliche Anmeldung per Mail (info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de) unter Angabe der Anschrift und einer persönlichen Telefon-Nr. ist zwingend erforderlich. Damit ist auch die Einwilligung zum Datenschutz verbunden, denn die Daten der Veranstaltung müssen zum Zweck der Rückverfolgbarkeit ggf. für das Gesundheitsamt verfügbar gemacht werden. Im Einklang mit dem Hygienekonzept der Natur-Schule findet die Veranstaltung (fast) vollständig im Freien statt; dem Wetter angepasste Kleidung und wetterfestes Schuhwerk wird empfohlen.

 

Das Lungenkraut widersteht wechselhaftem Wetter

Dem wechselhaften Wetter schon seit Wochen trotzend ist auf seine Blüten Verlass. Die Rede ist vom Lungenkraut, auch als Fleckenkraut, Blaue Schlüsselblume, "Brüderchen und Schwesterchen" bezeichnet. Das Gefleckte oder Echte Lungenkraut, Pulmonaria officinalis, ist - --, zusammen mit Vergissmeinnicht, Beinwell und Borretsch - ein Familienmitglied der Raublattgewächse, der Boraginaceae. Das Lungenkraut ist mit einer Blütezeit von März bis Mai ein Frühblüher. Die Pflanze wird bis zu dreißig Zentimeter hoch und mag Mischwälder, Laubwälder, feuchte Wiesen und Gärten.

Ihre eiförmigen, ganzrandigen Laubblätter zeigen weiße Flecken und sind, wie auch der Rest der Pflanze, komplett mit abstehenden, borstigen Haaren bedeckt. Ihre trichterförmigen, fünfzipfeligen, bis sechzehn Millimeter langen Blüten sind zu Beginn der Blütezeit rosa und werden nach drei bis vier Tagen blau. Die jüngeren, rosa Blüten liefern mehr Nektar als die älteren, blauen und werden bevorzugt von einer Pelzbienenart, Anthophora plumipes, besucht. Allgemein ist der Nektar nur langrüsseligen Insekten wie Bienen (Wildbienen, z.B. Hummeln) oder Schmetterlingen zugänglich. Schwebfliegen begnügen sich mit dem Naschen von Blütenstaub. Lungenkraut bildet sogenannte Klausenfrüchte, die sich selber ausbreiten oder, da sie einen für Ameisen attraktiven Ölkörper tragen, von diesen verbreitet werden.

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Ostern, Corona und kein Ferienprogramm

Schweren Herzens hat die Natur-Schule Grund auch die zweite Woche ihres Osterferienprogramms abgesagt. Leider, so der Leiter der Remscheider Umweltbildungsstation, Jörg Liesendahl, wurden nicht genug Kinder für das viertägige Programm angemeldet, so dass die erforderliche MindestteilnehmerInnenzahl nicht erreicht werden konnte.Liesendahl sieht in der geringen Zahl von Anmeldungen einen Hinweis auf die Unsicherheit, die in Zeiten des Corona-Lockdown bei vielen Eltern herrschen dürfte. Auch das Team der Natur-Schule habe lange überlegt, ob ein Programmangebot überhaupt verantwortbar wäre. Aufgrund der Tatsache, dass das Programm komplett draußen und natürlich unter Wahrung von Hygiene, Abstand und mit Maskenpflicht ein überzeugendes Hygienekonzept hatte, sei das Team aber zu der Meinung gelangt, dass ein solches Naturerlebnisangebot "sicher" umsetzbar sei.
 
Gleichwohl hat Jörg Liesendahl größtes Verständnis für Eltern, die bei der derzeit  hohen Inzidenz in Remscheid und anderen Unsicherheiten ihr Kind nicht angemeldet haben.Das Team der Natur-Schule Grund hofft inständig, dass nach dem aktuellen Lockdown die Zahlen wieder sinken und im Sommerferienprogramm auch wieder Kinder an Kursen in der Natur-Schule werden teilnehmen können.

So wird der Garten insektenfreundlicher

Viele Menschen beklagen, dass immer weniger Insekten zu sehen seien. Dabei ist es relativ leicht möglich, Insekten zu fördern!
Jörg Liesendahl, Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule Grund in Remscheid: "JedeR, die / der im Besitz eines Balkons oder Gartens ist, kann dazu beitragen, gute Lebensbedingungen für Schmetterlinge, Käfer und viele andere zu schaffen."Wir brauchen dazu:
  • Zitronenfalter im Anflug auf die Blüten einer Nachtviole Foto: Jörg Liesendahl / Natur-Schule GrundEinheimische Pflanzen im Garten und auf dem Balkon. Auf diese sind unsere Insekten spezialisiert. Absolut unerlässlich ist es für viele Insekten, geeignete Futterpflanzen für ihren Nachwuchs zu finden.
    Und wenn es denn schon Zierpflanzen sein müssen, dann sollten diese eher dem natürlichen Zustand entsprechen und nicht dem Lob der gärtnerischen Zuchtleistung dienen. Gefüllte Blüten z.B. gehen gar nicht!
  • Geben wir der Natur mindestens eine "wilde Ecke" unseres Gartens ab und lassen dort der Natur freien Lauf. Und verschieben wir die "Aufräumarbeiten" im Ziergarten auf Ende März / Anfang April. Lassen wir die Reste der Stauden bis zum Winterende stehen!
    Viele Schmetterlinge überwintern als Puppe, fest eingesponnen an Pflanzenstengeln. Aber auch in den Stängeln überwintern oft kleine Insekten oder deren Larven. Werden diese nun abgemäht oder gar gemulcht, sterben oft auch die Tiere darin.
  • Totholzstapel sowie dichte, möglichst artenreiche Hecken, die sich frei entfalten können und nicht mehrfach im Jahr geschnitten werden.
  • Rücksichtnahme: Wenn Raupen und Blattwespenlarven an Stauden, Bäumen oder Sträuchern ein Blatt nach dem anderen fressen, dann können wir das aushalten, wenn wir wollen!
    Die Pflanzen aber sind darauf eingestellt und treiben oft danach wieder aus.
  • Absoluten Verzicht auf Gifte und künstliche Düngemittel. Zu gut gedüngte Pflanzen sind oft für Insekten und ihre Larven nicht essbar. Und Gift töten i.d.R. auch viele Arten ab, die gar nichts gemacht haben oder sogar nützlich sein könnten.
    Dieses sind nur ein paar Tipps zur Förderung von Insekten. Noch viel mehr solcher Tipps gibt es bei der Natur-Schule Grund, die für Fragen per Mail, über Facebook oder Instagram angesprochen werden kann. Und regelmäßig Naturerlebnis-Tipps veröffentlicht, die dieses Thema behandeln.Übrigens: Erdkröten und Molche, Eidechsen an der Trockenmauer, viele Arten von Vögeln und natürlich Fledermäuse zeigen uns, dass unsere Maßnahmen Erfolg hatten.
    Jörg Liesendahl: "Lasst uns gerne auch teilhaben an den guten Ergebnissen Eurer ganz eigenen Insektenförderung."

Natur-Schule macht am Freitag beim Klimastreik mit

Die Natur-Schule Grund wird sich am kommenden Freitag. 19. März, am internationalen Klima-Streik der Fridays for Future-Bewegung und zahlreicher Naturschutzverbände beteiligen. Verbunden mit der Bitte an zukunftsbewusste Menschen in allen drei Bergischen Großstädten und darüber hinaus, an diesem Tag ebenfalls deutlich sichtbare Zeichen für Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu setzen.Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Es geht darum, das 1,5°-Ziel endlich tatkräftig zu verfolgen. Derzeit aber sieht es eher so aus, als würden viele PolitikerInnen in trügerischer Hoffnung auf eine nicht vorhandene technische Rettung eine Erderhitzung von deutlich mehr als 2° billigend in Kauf nehmen."
 
Die Natur-Schule wird an diesem Tag geschlossen sein, weil die MitarbeiterInnen sich an diesem Streik beteiligen wollen. Und sich dann voraussichtlich an Orten aufhalten, die eine Demonstration live vor Ort ermöglichen. Da das aber nicht überall möglich sein wird, gibt es auf der Facebook-Seite der Natur-Schule unter @umweltbildungsstation.remscheid eine kleine Übersicht über die Aktivitäten im Bergischen Städtedreieck, die ggf. auch aus dem Homeoffice verfolgt werden können.
Das Bündnis Remscheid, an dem die Natur-Schule Grund beteiligt ist, plant eine Aktion in Remscheid: "Wir möchten auf dem Rathausplatz Farbe bekennen. Diesmal leider nicht mit Menschen, dafür aber mit Plakaten. Die markanten und individuell gestalteten Plakate haben sich weltweit zu einer Art Markenzeichen für die Freitagsdemonstrationen entwickelt und waren auch auf den Remscheider Demos oft im Fokus. Mit anderen Worten: es soll bunt und auffällig werden auf unserem Rathausplatz.", so Daniel Pilz, Initiator und Organisator des Bündnis Remscheid.Dazu sollen bitte alle RemscheiderInnen Plakate malen und für die Aktion zur Verfügung stellen. Diese Plakate können bis Mittwoch dieser Woche, 12 Uhr, z.B. in der Natur-Schule Grund abgelegt werden. Weitere Ablageorte sind angefragt und werden, sobald bekannt, hier mitgeteilt werden.Jörg Liesendahl: "Bitte beteiligt Euch / machen Sie mit bei der Aktion in Remscheid auf dem Rathausplatz."

Natur-Schule Grund sucht seltene Kelchbecherlinge

Kelchbecherlinge aus Wuppertal-Cronenberg, da aus Remscheid noch kein Fundort bekannt ist
 

Jetzt im März erscheinen die Fruchtkörper einer Pilzgattung, die im Bergischen Land offenbar sehr selten ist: Kelchbecherlinge. Die Natur-Schule Grund, die eng mit dem Mykologischen Arbeitskreis Bergisches Land (MAB) zusammenarbeitet, sucht jetzt öffentlich nach Fundorten dieser Pilze, um pilzökologische Fragen zu klären. Jörg Liesendahl, Biologe an der Natur-Schule, erläutert die Charakteristika der gesuchten Arten: "Die Arten der Gattung Sarcoscypha gehören zu den Schlauchpilzen und produzieren ihre Sporen anders als die meisten der als Speisepilze begehrten Ständerpilze. Den drei möglichen Arten gemeinsam ist, dass ihre Fruchtkörper einen gestielten Becher bilden, der innen orangerot ausgekleidet ist. Hier findet sich auch die Fruchtschicht, in der sich die Schläuche mit den Sporen befinden."
Die PilzkundlerInnen des Mykologischen Arbeitskreises Bergisches Land (MAB) konnten mindestens die häufigste Art, den Österreichischen Kelchbecherling (Sarcoscypha austriaca), in den letzten Tagen an zwei bisher unbekannten Standorten (je einmal in Wuppertal und Wermelskirchen) nachweisen; ein weiterer Standort in Wermelskirchen und einer nahe Wuppertal-Beyenburg müssen noch untersucht werden. Dazu ist es notwendig, reife Fruchtkörper zu mikroskopieren.Alle Arten der Kelchbecherlinge leben an totem Laubholz, das gerne auf kalkhaltigem Boden liegen darf. Vielleicht erklärt das auch die Seltenheit der Arten im kalkarmen Bergischen Land. Gerne wachsen sie auf Totholz, das schon weiter fortgeschritten morsch ist und von Moos überwuchert wurde. Eine Art wächst nur an Lindenholz, die anderen an verschiedenen Holzarten, v.a. an Weide. Erste Fruchtkörper bilden sich bei milden Temperaturen bereits im Herbst, reif werden sie allerdings erst im Endwinter oder im zeitigen Frühjahr. Reife Fruchtkörper können bis zu 5 cm Durchmesser eKelchbecherlinge auf unterirdischem Totholzrreichen und strahlen dann mit zahlreichen kleineren Exemplaren rotorange vom Boden aus. Dennoch werden sie gerne übersehen, da es außer den MAB-Mykologen kaum jemanden gibt, der Kelchbecherlinge im Bergischen Land sucht.

Die Natur-Schule Grund, in deren Räumen der MAB seit 2016 Zusammenkünfte abhält, veröffentlicht deshalb jetzt eine Suchanfrage an Menschen, die mit offenen Augen durch das Bergische Land streifen und dabei ggf. auch Kelchbecherlinge finden könnten.Wo haben Sie / habt Ihr Kelchbecherlinge gefunden und wie sah es da vor Ort aus (bitte zunächst nur die Stadt angeben und gerne ein zwei Fotos in den Kommentaren posten)? Bitte keine Fruchtkörper ausgraben oder vom Holz reißen. Fundorte mit möglichst genauen Angaben können auch per Mail an die Natur-Schule gemeldet werden: info@natur-schule-grund.de" target="_blank">info@natur-schule-grund.de.Jörg Liesendahl: "Die Jagd ist eröffnet. Mushroom-Hunting!"

Naturschule Grund: Den Frühling sinnlich erleben

Die Natur-Schule Grund fordert in einem aktuellen Naturerlebnis-Tipp dazu auf, den Frühling mit allen Sinnen zu erleben: „Frühling“ könnt Ihr hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken!" sagt Stefanie Barzen, Biologin in der Natur-Schule. Und gibt gleich einige Beispiele.

Ohren auf im Wald, einfach einmal innehalten und lauschen. Nach dem eher stillen Winter können wir jetzt, zur Balz- und Brutzeit, die unterschiedlichsten Vogelstimmen hören, wie z.B. die der aufgeregten Meisen auf Inspektionsflug zu Baumhöhlen oder zu den im Wald hängenden Nistkästen. Der Specht hämmert in schneller Folge an einen Baum, er fordert damit die Aufmerksamkeit einer Spechtin und grenzt sein Revier ab. Gerne nimmt er hohle Bäume und totes Holz, wegen des besseren Resonanzkörpers. Häufig vernimmt man in der Ferne eine geklopfte Antwort.

(Rote) weibliche Blüten und männliche Kätzchenblüten der Hasel
 
AugeJunge Königin der Erdhummel kopfüber in der Blüten eines Elfenkrokusn auf und Frühling sehen, eine Wiese mit Schneeglöckchen, frisch geworfenen Maulwurfshügel, die ersten Krokusse, Knospen an Bäumen und Sträuchern kurz vor dem Aufgehen, bereits mit grünen Spitzen. Die Kätzchen der Haselnüsse lassen den Blütenstaub frei. Geht doch einmal hin zu solch einem Kätzchen und schüttelt es vorsichtig (bitte nur für Nicht-Allergiker). Zu sehen ist die gelbe Blütenstaubwolke der männlichen Blüte.

Vielleicht findet Ihr auch die viel schwieriger zu entdeckende weibliche Blüte. Sie ähnelt einer rundlichen Blattknospe, aus deren oberem Ende rosa Pinselchen herauswachsen. Geht doch mal auf die Suche!

Märzfliegen (schwarz behaarte Haarmücken) tanzen in Schwärmen auf und ab. Keine Angst, sie haben es nicht auf uns abgesehen, es sind keine Stechmücken, sondern Blütenbesucher, die sich von Nektar und Pflanzensäften ernähren.

Die ersten Zitronenfalter sind auf Blütensuche. Ab Februar/März lösen sie sich aus der Winterstarre, nachdem sie den Winter, geschützt an Bäumen hängend oder verborgen im Laub, überstanden haben. Nach Paarung und Eiablage im April sterben sie meist, noch bevor die Raupen geschlüpft sind.

Schön zu beobachten sind auch, gerne auf Krokussen, die ersten, besonders dicken und großen Hummeln. Es sind bereits begattete, junge Königinnen, die Nester anlegen und Eier legen werden. Sind die ersten Arbeiterinnen geschlüpft, sieht man die Königinnen nicht mehr. Wer eine Hummelkönigin auf einer Blüte sieht: Genau hinschauen, vielleicht entdeckt Ihr außer dem dichten Pelz ja auch ein kleines Krönchen...

Frühling lässt sich fühlen, z.B. indem man von Knospe zu Knospe geht und spürt, wie spitz Rotbuchenknospen, wie klebrige Kastanienknospen und wie flauschig Magnolienknospen sind. Sehr zu empfehlen hierfür sind auch die „Kätzchen“ der Salweide mit ihrem „Fell“, aber bitte vorsichtig, sie sind für viele Insekten die erste Nahrung im Frühling. Sie sollten nicht abbrechen und daher auch nicht zu Dekozwecken mit nach Hause genommen werden. Für lange anhaltende Fühlerlebnisse: auch die ersten Brennnesseln wachsen bereits...

Frühling kann man besonders gut riechen, wenn die Sonne schon Kraft hat und die Umgebung erwärmt. Aber auch ohne Sonne kann man sich von Blüte zu Blüte schnuppern. Macht das Gänseblümchen seinem Namen alle Ehre? Riecht Löwenzahn nach Löwe oder eher doch nach Blume? Wie riecht eine Hand voll Waldboden oder das Harz, das an einem Baum austritt?

Frühling schmeckt lecker! Probiert doch einmal Gänseblümchenblüten, etwas scharf und gleichzeitig schleimlösend. Junge Löwenzahnblätter, leicht bitter, aber mit viel Vitamin C. Die mild schmeckende Vogelmiere, die würzigen, jungen Blätter des Gundermanns, Giersch, Sauerampfer, Knoblauchsrauke oder die nach frischen Champignons schmeckenden Knospen des Spitzwegerichs, um nur einige zu nennen. Macht / Machen Sie den nächsten Spaziergang zu einem Erlebnis für die Sinne! Vielleicht lässt sich so die ganze Familie vor die Tür locken... Verteilt Aufgaben: wer findet... wer sieht... Einfach nur vor sich hin laufen kann jeder...

 

Jetzt Gartenvögel beobachten

Gegen Langeweile von Kindern und Erwachsenen während des andauernden Corona-Lockdown hat die Natur-Schule Grund einen tollen Naturerlebnis-Tipp: ie wäre es mal damit, die Vögel im Garten zu beobachten? Jörg Liesendahl, Diplom-Biologe und Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Der Vorteil ist, dass das während der hellen Tagesstunden jederzeit und an jedem Standort möglich ist, also sowohl zu Hause beim Blick aus der eigenen Wohnstube in den Garten oder auch im Wald. Jetzt in der beginnenden Brutzeit gibt es viel zu sehen." Leider, so der Biologe, könnten heute viele Menschen die Vogelarten in ihrem Umfeld gar nicht mehr richtig benennen. Deshalb wird die Natur-Schule Grund in den kommenden Wochen an jedem Wochentag einen typischen Gartenvogel mit Bestimmungsmerkmalen vorstellen.Warum also nicht mal gucken und gemeinsam mit Spaß lernen? Und wer einmal Erfahrung gesammelt hat, kann daraus ein längerfristiges Projekt für Frühjahr und Sommer machen.

 
Die "Topographie" eines typischen Gartenvogels
 

Der Experte weist darauf hin, dass das Naturerlebnis nicht viel braucht. Ein gutes Fernglas hilft, die Tiere näher zu beobachten, die häufig relativ scheu auf den Menschen reagieren. Da wäre es für den Anfang sicher gut, sich bei geschlossenem Fenster in einem nicht beleuchteten Raum aufzuhalten, damit die Vögel die sie beobachtenden Menschen nicht so leicht erkennen.Besonders ertragreich sind die ersten Stunden nach Tagesanbruch und die Zeit vor der Abenddämmerung, da dann die Vögel intensiv auf Nahrungssuche sein werden.

Die Schnabelform verweist auf das NahrungsspektrumTagsüber wird sich sicherlich das Balzverhalten einiger Arten gut beobachten lassen. Für weniger erfahrene Beobachtende ist sicher eine Bestimmungshilfe sinnvoll, entweder als Buch, über einschlägige Internetseiten oder aber mit einer App für das Smartphone (z.B. vom Naturschutzbund NABU, https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/natur-erleben/spiele-apps-klingeltoene/vogelwelt.html).
Vielfältige Hinweise zu den Grundlagen der Vogelbestimmung bietet ebenfalls der NABU unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/voegel-bestimmen/index.html

  Auf www.natur-schule-grund.de sowie auf Facebook und Instagram stellt die Natur-Schule zudem die "Topographie" der Vögel und charakteristische Schnabeltypen vor, die für die Zuordnung bestimmungsrelevanter Merkmale besonders wichtig sind.Dabei beschreibt die "Topographie" jene Stellen eines Vogelkörpers, die richtig angesprochen werden sollten, um mit App oder Buch erfolgreich zu bestimmen.

Naturschule: Bewerbungsverfahren für das FÖJ läuft

"Ich mache das FÖJ, weil es mir Spaß macht, draußen zu arbeiten, und weil ich hier meine ökologischen Kenntnisse erweitern kann." Die Freiwilligen im Ökologischen Jahr (FÖJ) in der Natur-Schule Grund versorgen u. a. die Hühner in der Natur-Schule und sind für Planung, Pflege und Pflanzungen im Garten und der Außenanlage verantwortlich. Im Winterhalbjahr erstellen sie z.B. umweltpädagogische Materialien, die in den Veranstaltungen der Natur-Schule Anwendung finden. Im Frühjahr jäten sie Wildkräuter und säen Salat, Kräuter und Gemüse, pflegen die Staudenbeete und sind bei Wind und Wetter draußen aktiv. Dazu kommt in Corona-Zeiten und vermutlich weit darüber hinaus die Erstellung und Bearbeitung / Pflege digitaler Medien.

Das FÖJ-Bewerbungsverfahren hat begonnen
 

Das Freiwillige Ökologische Jahr bietet Einblicke in ökologische Berufsfelder und hilft bei der beruflichen Orientierung. Es bietet jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren die Gelegenheit, sich konkret für die Umwelt und für andere Menschen einzusetzen und dabei ihre Kenntnisse über Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz zu verbessern. Denn zum FÖJ gehört u.a. die Teilnahme an fünf jeweils fünftägigen Seminaren, an Praktika und vielem mehr.

Auch ab dem kommenden August sollen wieder engagierte Freiwillige ihr FÖJ in der Natur-Schule leisten. Seit dem 15. Februar 2021 können sich Interessierte über die online-Bewerbung beim LVR bei der Natur-Schule Grund in Remscheid für das FÖJ 2021/2022 bewerben, das vom 1. August dieses Jahres bis Ende Juli 2022 dauern wird.

Die BewerberInnen sollten sich dazu auf der Internetseite des Landschaftsverbandes Rheinland, der hier zuständigen FÖJ-Zentralstelle, unter www.foej.lvr.de über das FÖJ informieren und mit den dort verfügbaren Formularen direkt bei den Einsatzstellen bewerben, also z. B. bei der Natur-Schule Grund. Ausdrücklich erwünscht ist eine online-Bewerbung auf https://foej-bewerbung.lvr.de/ für die Einsatzstelle "Natur-Schule Grund", doch ist auch weiterhin eine Bewerbung per Post möglich, die dann aber direkt an die Natur-Schule Grund, Grunder Schulweg 13, in 42855 Remscheid gerichtet werden muss.
Jörg Liesendahl, Pädagogischer Leiter der Natur-Schule: "Wir laden alle ein, die nach der Schule eine berufliche Orientierung vor allem in ökologischen Berufsfeldern suchen, sich für das FÖJ in der Natur-Schule zu bewerben."