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Auf Brutplatzsuche im Eschbachtal

Auf dem Neuenhammer- und dem Altenhammerteich sucht jeweils ein Paar Kanadagänse den richtigen Platz für ihre Kinderstube. Es ist Zeit für den Nachwuchs zu sorgen. Im vorigen Jahr waren die Vögel schon einmal erfolgreich mit der Aufzucht von einigen Küken. Etwa bis zu 2600 Paare brüten in NRW, wobei das Ruhrgebiet mit ihrem Gewässer das Zentrum die meisten Kanadagänse vorzuweisen hat ( NABU). Es ist eine gebietsfremde Art, die aus dem Norden Nordamerikas über Großbritannien, im 17. Jahrhundert bei uns vom Menschen angelandet worden ist. Wenig größer als die Graugans, kleiner als der Höckerschwan ist der gut sech Kilogramm schwere Wasservogel. Noch einige Wochen werden vergehen, bis die ersten Jungvögel an den Hammerteichen im Eschbachtal anzutreffen sind.

Die Wasseramsel singt am Eschbach

Wasseramsel am Eschbach. Foto: Hans Georg Müller.Schon ca. 20 Jahre ist es her, dass der Remscheider NABU ( Naturschutzbund Deutschland) Brutkästen für die Wasseramsel unter die Stege und Brücken der Bäche um Remscheid aufhängte. Mit nachhaltigem Erfolg, wie sich längst gezeigt hat: Der Bestand Wasseramsel sieht gut aus. Schon ab Januar sind die Balztätigkeit und der typische Gesang der Vögel in vollem Gang. Schnalzend, trillernd, dabei spatzenähnlich klingend, trägt die Wasseramsel ihr Lied vor, das dem Rauschen des Baches Paroli bietet. Nach diesem „Vortrag“ tippelt sie, immerfort knicksend, ähnlich dem Zaunkönig, am Bachufer auf und ab, ehe sie im Wasser wieder nach Nahrung taucht. Mit der Amsel oder Schwarzdrossel ist die Wasseramsel nicht verwandt, wohl aber mit dem kleinen Zaunkönig.

Trompetenhafter Kranichruf ist unüberhörbar

Kranichzug über Remscheid.

Wenn am Himmel der trompetenhafte Ruf der Kraniche erklingt, zieht in diesen Tagen wieder einmal ein Schwarm dieser "Glücksvögel" von Südfrankreich und Spanien über Remscheid gen Norden. Sie kommen aus Richtung Südwesten und haben Rheinland-Pfalz und Hessen hinter sich gelassen. In diesem Jahr ziehen die Vögel massiert über NRW  (NABU).  Etwa 10.000 Exemplare fliegen täglich über NRW in ihr Brutgebiet u. a. in den Norden Deutschlands oder nach Skandinavien. Sie sparen Kraftreserven für ihren Flug durch einen ständigen Wechsel des Leitvogels an der Zugspitze . Die hinten fliegenden Kraniche genießen den Windschatten.

Im Schnee auf Spurensuche

Spuren im Schnee. Fotos: Hans Georh Müller.Spuren im Schnee, ähnlich germanischen Runen, gab es auf dem Weg auf Ehringhausen, im Hasenclever-Fichtenwald, zu sehen (links):  Der Graureiher (Fischreiher) war dort gelandet und einige Tippelschritte marschiert; daneben ein Fußtritt des Homo sapiens  ( Mensch). Wenig weiter hatte ein Reh gestanden (rechts). Bildmitte zeigt die Fährte  eines hundeähnlichen Waldbewohner:   Derhatte vor einigen Tagen an meiner Haustür gestanden und zum Küchenfenster geblickt - Reinecke Fuchs, der Schlauberger.

Das Reh, Wildtier des Jahres 2019

Ricken im Schnee. Foto: Hans Georg Müller.Zum Wildtier des Jahres 2019 hat die Deutsche Wildtierstiftung das Reh gekürt. Diese Tierart steht oft in Kollision mit den menschlichen Bedürfnissen. Im Mai werden die Kitzen in Wiesen und Agrarflächen von den  Ricken geboren, und die erste Heumahd wird den " Kleinen" oft zur Todesfalle.

Gerne knabbern die Vierbeiner junge Baumsetzlinge und schälen schmackhafte Rinde vom Försterholz. Also wird der Bestand nach Quote bejagt, um den Ansprüchen der Forstbetriebe zu genügen.

Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) glauben viele, das der Hirsch ( Rotwild) der Mann des Rehweibs ist. Aber: Schon seit etwa 25 Millionen. Jahren existieren Rehe, während erst vor zehn Millionen Jahren die Hirsche auf der Erde erschienen. Besonders im Winter ist Ruhe im Wald geboten. Bei Schnee und Frost haben es die Tiere schwer, ihre Nahrung zu finden; bei Ausweichrennen vor dem Menschen verlieren sie viel Energie.

Ein winterlicher Ausflugstipp: Die Lobachseen

Ehe der Schnee alles zudeckt, wäre das Lobachtal ein schönes Wander- und Fotoziel. Zu Fuß über den Honsberg von Norden oder von der Burger Straße in Höhe vom Eingang Forstgut Hasenclever führt der Weg zu den Lobachseen, die dank nassem Dezember gut gefüllt sind. Väterchen Frost hat alles in seinem eisigen Griff und eine Eisfläche gebildet, die  durch den variierende Wasserspiegel bizarr gebrochen ist. Bei Windstille sist die Kristallisation von feinen Eisnadeln ist dekorativ gewachsen. Stalaktitisches Eis hat den Lehm gehoben. Der renaturierte Boden atmet immer noch Gase aus, die blubbernd unter der Eisfläche den Weg nach oben suchen. Man gehe nicht zu nah in den Uferbereich herein, da das Wasser durch Graswuchs und Eisbildung gut getarnt ist und man sich sonst nasse Füße holen kann.

Behäbige Wetterlagen auf längere Zeit

Eisiger Farn. Foto: Hans Georg MüllerDas Nordhoch "Brigida" zeigt uns wie Winter aussehen kann. Wie überzuckert zeigt sich der alte Farn am Waldrand. Die Meteorologen sagen eine längere Kälteperiode vorraus. Langsamer wird der Wechsel zwischen " Hochs" und "Tiefs" nach Aussagen von Wettermann Sven Plöger . Das Temperaturgefälle von kaltem Norden und warmem Süden ist geringer geworden. Stärkere Unterschiede würden eine schnellere Verwirbelung und schnelleren Transport der Luftdruckgebiete bewirken. Also bekommen Fotografen verstärkt dekorative Eisformationen aufs Bild.
Astrofotografen sind in der Nacht von Sonntag auf Montag wohl eher mit dem " Blutmond" beschäftigt. Ab 5 Uhr 41 beginnt die totale Verfinsterung des Erdbegleiters. Ab 6 Uhr 44 zeigt er sich dann wieder schrittweise. (Tipp: Kamera auf Selektivmessung einsrellen, d. h. auf ein enges Meßfeld).

Die Nordsee wird nicht austrocknen

Der gut gefüllte Eschbach. Fotoi: Hans Georg Müller.Der Remscheider "Berg" sammelt zur Zeit viel Wasser, das in den Siepen rauschend in die Bachtäler fließt. Im Eschbachtal sind die Hammerteiche wieder gut gefüllt, und auch der Eisvogel warnach langer Zeit wieder im Focus des Fotografen, aber wegen seines sein Flugtempos konnte er nicht abgelichtet werden . Dafür der brausende Eschbach, der mit seinen zwölf Kilometern Länge das Wasser bekanntlich in die fast 120 Kilometer lange Wupper führt, die wiederum ihr Wasser an den Rhein abgibt, der mit 1200 Kilometern Länge plus zehn Prozent sein Wasser in die Nordsee führt. Merke Faktor 10!

Jetzt mitmachen bei der Wintervogelzählung

Gebirgsstelze im Eschbachtal. Foto: Hans Georg MüllerGanz Deutschland lädt der Naturschutzbund zur alljährlichen Wintervogelzählung ein. Voriges Jahr wurden die Piepmätze von 136.000 Naturfreunden in 92000 Gärten notiert. Eine Stunde wird gezählt vom 4. bis zum 6. Januar, und nur die Höchstzahl einer Art, die Moment gesehen wird, erfaßt. Die Meldung erfolgt dann an den NABU-Naturschutzbund Deutschland, der die Zählergebnisse auswertet. Besonders im Blick sind die Zahlen der Amseln, deren Population durch einen Virus rückläufig waren Aber alle Vögel stehen im Blickpunkt, da die Artenvielfalt nachlässt. Das Gesamtzählergebnis gibt eine gute Analyse, wenn möglichst viele Teilnehmer gewonnen werden.

 

Die Kirgisen lieben Karneval und Bayrische Lebensart

Fotoausstellung im Inneren der 'Honsberger Jurte'. Foto: Han s Gorg Müller.4.800 Kilometer entfernt, meist mehr als 1.000Meter hoch, umrahmt von 5.000 Meter hohen Bergen und bewohnt von sechs Millionen Menschen, liegt  im Osten das von der Fläche gut halb so große Land wie Deutschland: Kirgisien oder Kirgistan.  "Kirk Gyse" übersetzt lautet 40 Mädchen- ein Symbol für die 40 Stämme des Landes. Gerne feiern die Einwohner Karneval und Oktoberfest und  genießen dann Leberknödel, Schweinshaxen und Weißwurst im Hofbräuhaus in der Hauptstadt Bischkek. Und daher stammt die Jurte, die bis zum 26. Dezember auf dem Honsberg den Rahmen für viele Aktionen bildet. Nun hängen 40 schwarzweiße, quadratische Fotos in dem hohen Zelt und zeigen  " geflügelte Wesen " oder " Engel" mit Wiedererkennungseffekt, denn es sind allesamt Einwohner  der Ortsteile Stachelhausen und Honsberg.

Der Honsberg bekam eine kirgisische Behausung

Die Jurte auf dem Honsberg. Foto: Hans Georg Müller.Nur gut 2,5 Stunden hatten zwei starke Männer zu tun, um die kirgisische Jurte zwischen die Häuser Halskestraße-Siemensstraße aufzustellen. Entspannt und glücklich über die pünktliche Anlieferung war vor allem die Akteurin des Projekts " Friedenszelt", Frohmut Annemone Klemm. Sonntag, 16. Dezember, um 17 Uhr wird die Jurte offiziell eröffnet, verbunden mit dem Honsberger Adventsingen. Eine Text und Klang-Installation von Frohmut A. Klemm mit Krysztof Burdzy lädt dann zum Nachdenken und Lauschen ein. Auch die Fotoausstellung " Geflügelte Wesen " von Maria und Hans Georg Müller hat dann ihren Start.

  • Am 17. Dezember um 20 Uhr zeigt das Theater "Filidonia" die Tanzperformance " Wie vom Winde verweht".
  • Für den Heiligen Abend sind alle, die die Gesellschaft suchen und  gegen Überraschungen nichts einzuwenden haben, un- und außerhalb der Jurte herzlich eingeladenn.
  • Bis zum 26. Dezember. ist dort täglich von 18 bis 18.30 Uhr stille Meditation angesagt.