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Wunden in der Landschaft sind unübersehbar

Das Getöse von schwerem Maschinengerät ist schon von Ehringhausen aus gut zu hören. Kein Zweifel - im Tal werden Bäume gefällt. Unten stehe ich vor der Absperrung der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) und bekomme vom Arbeitspersonal bestätigt, dass der Borkenkäfer unter den Fichten an einem Südhang mächtig zugeschlagen hat. Die Bäume müssen gefällt werden. Auch was sich jetzt noch Grün zeigt, kommt morgen unter die Säge, weil es ebenfalls befallen ist. Zum Feierabend wird der Weg wird wieder geöffnet. Die Trockenheit hat auch den beliebten Sitzplatz am Altenhammerteich zur Farce gemacht. Es müffelt, Faulgase ziehen über den fast ausgetrockneten Teich. Vor etwa zwei Tagen sprach noch jemand vom Fischbesatz. Dafür fehlt heute das Wasser? Der Wupperverband hat den Zulauf zwar mit einem Bagger tiefer gelegt und ein verstopftes Regenrohr vom Unrat der letzten Sturzregen befreit. Doch das kleine Rinnsal erreicht das Teichbett gar nicht erst. Es tut sich was in der Natur,  und schöne Bachtäler wie das Eschbachtal verlieren ihren Charme.

Habe ich eine besondere Art entdeckt?

Frisch geschlüpfte Libelle. Foto: Hans Georg Müller.Flügelraschelnd flog sie vom Teich, um sich an der Pflanze ihre Flugsicherheit durch Flügeltrocknen zu holen. Sie war wohl vor Kurzem ihrem Larvenstadium im Wasser entschlüpft. Eine Bestimmung fällt mir schwer. Vielleicht eine Heidelibelle? Bei 81 Arten in Deutschland, die in 9 Familien aufgeteilt werden , wobei die Männchen oft anders aussehen als die Partnerin ist das dem Fachbiologen überlassen.

Im Kochtopf liegt ein Feuerwerk in Rot

Tomaten aus aktueller bergischer Ernte. Foto: Hans Georg Müller.Die Gärtnerin freut sich über ihre üppige Tomaten-Ernte: Ananas-Fleischtomaten, Buschtomaten der Sorte Solanum lysopersicum (auch "Fuzzy Wuzzy" genannt) und verbesserte Cherrytomate der Sorte „SweetMillion", jetzt „Gourmelto“ genannt, warten - schon mit Brühpulver gewürzt - im Kochtopf darauf, zu einer köstlichen Tomatencremesuppe zu werden. Alle selbst angebauten Früchte sind übrigens zuckersüß. Denn weil die Früchte erst mit der Vollreife geerntet wurden, konnten sie Traubenzucker ansammeln. Das kann der Einzelhandel mit früher (unreif?) geernteten Tomaten nicht bieten.

Auf der Mauer, auf der Lauer, saß ne kleine Wanze

Foto: Hans Georg Müller.Die kleine Lavendelhecke versorgte wochenlang das Hummel- und Bienenvolk. Die Blüte ist nun fast zu Ende. Nun sitzen kleine gepanzerte Wesen minutenlang an einer Stelle, um mit ihrem Rüssel, auch Rostrum genannt, letzte Nektarreste auszusaugen. Möglich ist auch, dass sie  Pflanzensaft aus den Lavendelstengeln saugen. Einen schlechten Ruf in Bezug auf ihren "Duft" kann man der ganzen Insektenfamilie generell nicht nachsagen. Wenn sie ihre Duftdrüsen gegen einen Feind ausleeren, kann es auch mal nach Vanille duften. Bei in Deutschland lebenden etwa 900 Arten fällt mir die Bestimmung (Foto) schwer. Weltweit weist die Tierfamilie der Schnabelkerfen (Hemiptera) 40.000 Arten auf.

Haben wir ein Mäusejahr?

Fast jeden Morgen stellt meine Nachbarin eine Plastiktasche an meine Haustür. Darin raschelt es geheimnisvoll. Heute wieder. Der Tasche entnehme ich zwei Lebendfallen für Nagetiere. In jeder Falle sitzt eine Gelbhalsmaus. Die ungebetenen Gäste fängt die Nachbarin auf der Terrasse ihres Einfamilienhauses. Die Terrasse befindet sich im ersten Stock, aber die Tierchen können gut klettern, sogar an einer senkrechten Rauhputzwand. In den Fallen wartete alter Baumkuchen auf sie, angereichert mit Nutella. Diesem Angebot konnten die Mäuse nicht widerstehen. Auf meinem morgendlichen Spaziergang nehme ich die kleinen Käfige mit und lasse die Tiere dann später im Wald, weit entfernt vom nächsten Haus, wieder frei.

Ein Insektenjäger im Rosenstrauch

Es war nicht sein lautes Zirpen, wodurch ich auf das große Insekt aufmerksam wurde. Flügelrauschend flog es an meinem Kopf vorbei in den Rosenbusch. Im Blättergrün war es dann kaum noch auszumachen. Aber die schnell herbeigeholte Macrokamera zeigte mir, dass dort ein Weibchen (erkennbar an der Legeröhre) des grünen Heupferdes gelandet war. Etwa sieben Zentimeter groß ist das Weibchen, das Männchen nur etwa 4,5 Zentimeter. Das "Pferdchen" ist trotz des Namens kein Vegetarier. Blattläuse, Fliegen und Käferlarven stehen auf seinem Speiseplan, wobei die Beute mit den Vorderbeinen gepackt wird. Flügelschnarrend flog es in den Nachbargarten. 80 Arten von Heuschrecken leben in Deutschland (Nabu).

Unübersehbar: Wasser ist d a s Lebenselexier

Unter der großen Hitze dieserTage leiden alle: Menschen, Pflanzen und Tiere. Zum Beispiel diese Bäume am Willy-Brandt-Platz (Foto oben). Sie sehen aus, als könne man die Zahl ihrer Blätter an zwei Händen abzählen. Stadtförster Markus Wolff macht das Sorgen: „Zwei trockene Sommer hintereinander, das ist arg! Und in diesem Jahr fallen die Blätter so früh, da haben die Bäume noch gar keine Knospen für das nächste Jahr bilden können!“ Das lässt für 2020 eine Vielzahl von abgestorbenen Bäumen befürchten, sofern nicht bald ergiebiger Regen fällt. Vor allem die Straßenbäume sind stark gefährdet. Der Grund, so Wolff: „In der Vergangenheit hat man sich zu wenig Gedanken  gemacht, ob sie auch an der richtigen Stelle stehen!“ Heute will er die Bäume am Bahnhofskreisel zusammen mit einem Baumexperten näher in Augenschein nehmen.

Insekten trinken am Teich. Foto: Hans Georg Müller.Zum Beispiel Insekten. Gartenteiche werden in dieser Hitze eifrig von Bienen,  Wespen, Wildbienen und Hornissen besucht. Sie landen gerne auf den moosigen Uferstreifen oder auf den Rändern von Seerosen oder eigens aufgestellten künstlichen Vogeltränken. Die einfache Bauanleitung: Eine flache Schüssel mit einem flachen Stein, der nur wenig von Wasser bedeckt ist. Auf diesem kleinen „Strand“ können sich Vögel und Insekten gleichermaßen erfrischen. Aber wohlweislich nicht gleichzeitig. ;-)

Was der Schwalbenschwanz auf dem Fenchel wollte

Foto: Hans Georg Müller.In einem Garten auf Ehringhausen war jetzt für wenige Stunden einer unserer dekorativsten Schmetterlinge zu beobachten  Immer wieder flog er mutig, den Fotografen nicht beachtend, eine Fenchelstaude an. Der Wind wehte stark, und was den "Schwalbenschwanz" zu dem Fenchel hinzog, stellte sich erst in der Ausschnittsvergrößerung des Fotos heraus: Der Schmetterling nutzte die Pflanze zur Eiablage. 

Libellenmangel am Gartenteich ist auffällig

Mit die schönsten Fotomotive am Gartenteich sind Libellen. Schon einige Wochen warte ich in diesem Jahr meist vergeblich auf diese Insektenfamilie. Heute stellten sich zwei weibliche blaue Königslibellen zur Eiablage ein. Erst gejagten sie sich gegenseitig, gingen aber dann in einigen Metern auf Distanzdoch ihrer drängenden Beschäftigung nach.

Nach ihrer Larvenzeit haben geschlüpfte Libellen gerade mal zwei bis drei Monate Zeit, um  Insekten (sogar Schmetterlinge) zu jagen.  Bis zu  elf Zentimeter lang wird eine Königslibelle. Für Menschen ist sie völlig harmlos , auch wenn sie beim Anflug gefährlich wirkt: Libellen fehlt der Stachel!

Grünspecht mit Nachwuchs auf Ehringhausen

Ein bischen Glück muss man haben , wenn man den Grünspecht einmal zu Gesicht bekommen will. An der Straße Am Ueling waren die Vogel jetzt präsent. Und auch ein noch junger Grünspecht stellte sich vor. Eifrig stocherte der Altvogel im Straßenrand auf der Suche nach Ameisen (seine Leibspeise) und Insekten. Einen Schritt des Fotografen zuviel und die beiden machten den Abflug.

Das gilt auch für Vögel: Viel Hitze, viel Durst

Der Gartenteich ist in der Nähe. Trotzdem nehmen die gefiederten Freunde die Wasserschale unterhalb der Futterstelle gerne an. Viel Uferbewuchs machen es den Vögeln schwer,  an das gegehrte Nass des Teichs zu kommen. Jeden Tag lockt nun frisches Wasser in der Schale,  und auch ein Bad wird darin gerne genommen . Der flache Stein in der Schale ermöglicht es, dass auch kleine Meisen einen Zugang haben. Auf dem Foto schätzt gerade ein Grünfink das erfrischende Angebot.