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Der Kindergarten der Lämmer in Tyrol

Lämmer und Mutterschafe im Hammertal. Foto: Hans Georg Müller.Frische Luft tut gut in Corona-Zeiten. Also auf nach Tyrol ins Hammertal. Dort, am Lobach, ist der Kindergarten der Lämmer unter Aufsicht geöffnet. Munter springen die Kleinen [ohne Sicherheitsabstand zu ihren Geschwistern ;-) ] über die grüne Wiese, immer mal wieder die Zitzen der Muitterschafe aufsuchend. In Holland lädt die Touristenwerbung zum " Lammertjes knuffelen ein " . Wäre das auch was für die Remscheider Tyroler?

Zwei Füchse, die flattern können

Der Große Fuchs. Foto: Hans Georg Müller.Auf der Suche nach einer süssen Labung torkelt ein rot-orange-farbener Schmetterling an mir vorbei. Auf einem Fels nimmt er Platz, und mit der Macrotelelinse ist er digitalisiert. Auf den ersten Blick kommt er mir bekannt vor: Das ist doch wohl der Kleine Fuchs - oder? Aber seine Größe macht mich stutzig, und nach einem Blick ins Buch der Schmetterlinge zeigt sich seine wahre Identität: Es ist der in NRW vom Aussterben bedrohte Große Fuchs. Der BUND hat ihn 2018 auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt. Das Foto links zeigt den Kleinen Fuchs auf einer Blüte.Der Kleine Fuchs. Foto: Hans Georg Müller.

Das Spieglein am Zaun und die Blaumeise

Natürlich sorgt ein Spiegelfenster, aufgehängt am Gartenzaun, für optische Impressionen beim Betrachter, aber es kann auch dieVogelwelt irritieren. Etwa diese Blaumeise, die sich dort stundenlang beschäftigen kann. Immer wieder flog sie das Objekt an, wohl um einen Konkurrenten loszuwerden oder auf der Suche nach einem Spielgefährten.

Der Hausherr reagiertedarauf  und klebte eine Tageszeitung fast über die gesamte Spiegelfläche. Das nutzte aber nichts. Ein kleiner Sichtspalt war noch offen und der Kopf der Meise war noch gespiegelt. Daraufhin zerrte derVogel das Papier etwas herunter und kuschelte zwischen Zeitung und Spiegelfläche mit seinem Spiegelbild. Einen ganzen Nachmittag lang war die Meise damit voll beschäftigt.

Frühlingsgefühle: Nur der Bisam ist noch solo

Zur Zeit rauscht der Eschbach laut am Teich des Alten Hammers vorbei. Sein Wasser hat den Wasserstand nicht erhöht, wohl aber der Ehringhauser Siepen, dessen Einlauf man klug sanierte. Unterhalb des nahe liegenden Wermelskirchener Tierheims sperren gerade Amphibienzäune den Zugweg von Kröten und Fröschen. Erfolgreich sammeln die Tierschützer jeden Tag, die in Eimer gefallenen Straßenüberquerer. Die Paarung steht noch am Anfang. Die gelbschwarze Gebirgsstelze flirtet mit ihrem Artgenossen am Vogelhaus. Am alten Baumstamm macht sich die Haubenmeise mit Partner an einem Einflugloch zu schaffen. Der Bisam zieht alleine seine Runden, um dann auf einemumgestürtzten Baum auszuruhen. Der Gesang des Zilpzalps und der der Mönchsgrasmücke ist hören. Sie sind aus ihrem  Winterquartier zurück. Der sonnige Südhang lockt erste Zitronenfalter.

Frühlingsstart am Lobachsee

Frühlingsboten am Lopbachsee. Fotos: Hans Georg Müller..Für den Naturfreund ist es eine Augenweide: Der Lobachsee im gleichnamigen Tal ist wieder bis zum Überlauf mit Wasser gefüllt. Frisches sauberes Wasser hat Amphibien zum Ablaichen annimiert. Am Rand wagt sich der Huflattich mit Blüte ans Licht. Ein Rohrkolbenwald ist angewachsen. Singdrosselgesang begleitet den Gartenbaumläufer (rechts unten)  bei seinen Klettertour am Baumstamm. 

Naturschützer wollen ihr Vorgehen koordinieren

Zwischen Eichholz und der Straße Buchholzen in Bergisch Born sollen Gewerbe- und Industriebetriebe angesiedelt werden. Bei einem Spaziergang haben die Remscheider Naturschutzverbände am Freitag rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger, darunter Mark vom Hofe, Vorsitzender des Rheinisch-Bergischen Naturschutzvereins, über die Planungen für ein neues interkommunales Gewerbegebiet im so genannten Gleisdreieck im Grenzbereich der Regierungsbezirke Remscheid/Rheinisch-Bergischer Kreis/Oberbergischer Kreis informiert – angrenzend an das auf Remscheider Stadtgebiet bestehende Gewerbegebiet.

Die Umweltverbände und -vereine sehen diese Planung kritisch. Die Naturschützer messen dem Vorhaben große ökologische Auswirkungen zu, wie Gabriele Lipka (Naturschutzbeirat Remscheid) und Moritz Schulze (Naturschutzbund Deutschland) schon in ihrer Einladung betont hatten: „In den vergangenen 25 Jahren wurde der Bereich vielfältig beobachtet, und die Ergebnisse wurden dokumentiert. Wie auch die im Regionalplan aufgeführten Gewerbeflächen Blume und Erdbeerfelder liegt dieser Bereich in einem Quellgebiet (Eifgen), an einer Wasserscheide und wirkt als Pufferzone zum angrenzenden Naturschutzgebiet, ist wertvolles Ackerland und Biotopvernetzungsgebiet. Alle Bereiche sind aus naturschutzfachlicher Sicht nicht ausgleichbar.“ Auf den Äckern, aus denen Gewerbegebiet werden sollen, seien Kiebitze, Regenpfeifer, Feldlerchen und Feldsperlinge beobachtet worden, berichtete am Freitag Hubert Benzheim vom Bund für Umwelt und Naturschutz.

Remscheid mangelt es an unbebauten Gewerbeflächen, die Stadt befindet sich im „Flächennotstand“. Es gibt also gute Gründe, der Industrie Raum zu geben. Aber die Naturschützer sorgen sich um den Gewässerschutz. Denn das Quellgebiet des Bergisch Borner Bachs gehört zum Wassereinzugsgebiet des Eifgenbaches. In vier Wochen ist ein weiteres Treffen angesagt, um eine die Natur schützende Vorgehensweise zu vereinbaren.

Reger Vogelbetrieb auf der Wuppersperre

An der Kläranlage Hückeswagen ist die Sicht auf das Wasser oft frei, und man kann dem Treiben der Wasservögel mit der Kamera näherrücken. Dort wird von der Anlage warmes Wasser eingeleitet, was den Tieren und der Vegetation in der Wupper gefällt. Da setzten sich zwei Kormorane in Szene. Selten bei uns zu sehen ist ein Trupp Schnatterenten, er in Braungrau, und das Weibchen ähnelt der weiblichen Stockente. Zwei Tafelenten mit rostrotem Kopf ließen sich von den großen Höckerschwänen nicht stören, er im Vordergrund hat einen größeren Nasenhöcker als der des Weibchens. Die Nilgänse ließen sich beim Baden nicht stören.Viele dunkle Reiherenten und die obligatorischen Blesshühner mit weißer Stirn zogen ihre Kreise. Immer wieder ist das Tirilieren der kleinen Zwergtaucher zu vernehmen; die aber wollten leider nicht aufs Bild.

Im neuen Jahr vier Apotheken weniger in RS

Einige Male klingelte noch das Telefon in den musealen Räumen der Apotheke an der Honsberger Straße. Den Anrufern musste gesagt werden, dass die Apotheke seit dem 31. Dezember geschlossen ist. Auf dem Honsberg ist allerdings den meisten Anwohnern schon länger bekannt, dass wieder ein Nahversorger weggefallen ist. Seit den 1980er Jahren haben im Stadtteil etwa 20 Läden dicht gemacht. In der Apotheke hatten sich Bürger gerne beim Ausfüllen von Formularen und Anträgen unterschiedlichster Art helfen lassen, und am Tresen wurde auch manch tröstendes Gespräch geführt.

Seit dem Jahreswechsel haben in Remscheid drei weitere Apotheken ihren Dienst eingestellt – „Regenbogen“ an der Alleestraße, „Delfin“ an der Hindenburgstraße und „die Bliedinghauser“ an der Burger Straße. Auf dem Honsberg hat das Alter den Ausschlag gegeben. Nun werden die Honsberger und die Regenbogen-Apotheke von den Fotografen Maria und Hans Georg Müller mit Fotos ansehnlicher gemacht.

Ein willkommenes Siedlungsgebiet für den Kolkraben

Das liebt der Kolkrabe - eine "wildschweingepflügte" große Wiese am Waldrand. Hier im Hasenclever Wald nahe Ehringhausen hat er und seine Frau Einzug gehalten. Zur Zeit sind Turtelflüge  an der Tagesordnung, denn es ist Balzzeit. Sattsam bekannt ist die überall zu sehende Rabenkrähe, eine Verwandte. Der um 1930 in NRW ausgestorbene Kolkrabe ist mit einer Flügelspannweite von 120 Zentimetern etwas so groß wie ein Bussard, also etwa doppelt so groß wie die Rabenkrähe. Er hat ganzjährig Schonzeit, und sein Vorkommen erweitert sich wieder. Der Geier des Nordens, wie er auch genannt wird, lebt in lebenslanger Partnerschaft. Er ernährt sich u.a.von Aas, Insekten, Würmern, und sogar ein Junghase kann seine Beute werden. Bald wird sich vielleicht ein Bruterfolg einstellen. Sein Stimme klingt nicht wie die der Rabenkrähe ("raab-raab") sondern eher wie "krock - klong" - mit vielen Variationen.

Vorwitzige Pflanzenwelt hat sich im Monat vertan

Frühlingsvorboten 20230. Fotos: Hans Georg Müller.Im Haselbusch hüpft eine Schar Schwanzmeisen, im Garten zeigt sich die Christrose, der Goldlack, Mahonienblüte, Calendula, Bergenie, Immergrün mit weißer Blüte, Winterjasmin, Winterschneeball, Eine Rhododendronblüte, weiße Schleifenblumen - und die Primel aus dem Kaufhaus. ;-) Alles Vorboten auf den Fühling, die sich im Monat vertan haben.

Die Naturschule Grund ist ein Vogelland

Der Naturschutzbund Deutschland ( NABU) hatte zur diesjährigen Wintervogelzählung eingeladen. 100.000 Teilnehmer waren es bundesweit im Vorjahr. Die Naturschule hatte gestern Morgen schon gezählt, und Vogelkenner Jörg Liesendahl erklärte am Nachmittag den anwesenden Naturfreunden die Zählweise und animierte dazu, den NABU bei der Zählarbeit zu unterstützen. Die Naturschule liegt in einer vogelfreundlichen Örtlichkeit mit einem großen Garten, der weitgehend naturbelassen ist.Dort bleibt verblühtes Pflanzengut stehen und wandert erst im Frühjahr auf den Kompost. So können die gefiederten Freunde die Samen im Winter abernten. Natürlich im Winter mit einem unterschiedlichen Körnerangebot zugefüttert. Ein von der Stadtsparkasse gesponsertes "Vogelhaus" dient als Beobachtungsstelle und Nistplatz. Mit dem Fernglas beobachteten gestern die Besucher meist Blau-und Kohlmeisen an den Futterstellen

Der Vorgarten ist eisig verzuckert

Bizartreis nach nachtlichem Frost. Foto: Hans Georg Mü+ller.Frostige Kaltluft strömt gerade von Nordosten in unsere Gefilde. Da der Wind kaum spürbar ist ist, hatten die Wassermoleküle genug Zeit, um bizarre Nadeln wie Aragonit oder zarte Eisperlen auszubilden.  Zum Jahreswechesl soll der Strömungsverlauf wohl wieder wechseln, und mit Westwinden wird es wärmer werden.