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Grünspecht mit Nachwuchs auf Ehringhausen

Ein bischen Glück muss man haben , wenn man den Grünspecht einmal zu Gesicht bekommen will. An der Straße Am Ueling waren die Vogel jetzt präsent. Und auch ein noch junger Grünspecht stellte sich vor. Eifrig stocherte der Altvogel im Straßenrand auf der Suche nach Ameisen (seine Leibspeise) und Insekten. Einen Schritt des Fotografen zuviel und die beiden machten den Abflug.

Das gilt auch für Vögel: Viel Hitze, viel Durst

Der Gartenteich ist in der Nähe. Trotzdem nehmen die gefiederten Freunde die Wasserschale unterhalb der Futterstelle gerne an. Viel Uferbewuchs machen es den Vögeln schwer,  an das gegehrte Nass des Teichs zu kommen. Jeden Tag lockt nun frisches Wasser in der Schale,  und auch ein Bad wird darin gerne genommen . Der flache Stein in der Schale ermöglicht es, dass auch kleine Meisen einen Zugang haben. Auf dem Foto schätzt gerade ein Grünfink das erfrischende Angebot.  

Was der Rabenkrähennachwuchs alles lernt

Foto: Hans Georg Müller.Drei Junge haben die Krähen am Ueling in die Welt gesetzt. Sie sind schon so groß, dass man sie sie von den " Alten" kaum mehr unterscheiden kann. Allerdings sind sie noch recht tapsig, und die Flugkapriolen, die sie mit ihren Eltern um die Häuser vollführen, sind nicht so elegant wie die der Altvögel. Sturzflüge lernen und Haken in der Luft schlagen ist für die Vögel überlebenswichtig. Der Mäusebussard ist zwar nicht ihr Feind, dafür aber der größere Habicht.
Die jungen Raben sind noch recht verspielt und suchen Gemeinschaft. Fernsehantennen und Schüsseln werden bepickt, und manche Gummidichtung muss unter ihren Schnabelhieben leiden. Falsch verstandene Tierliebe ist es, die Vögel zu füttern, etwa mit trockenem Brot. Ich habe beobachtet, wie eine Krähe trockenes Brot in einem Teich erst aufweichte, bevor sie es dann ihren Jungen anbot.

Altenhammerteich belegt Wassermangel im Eschbachtal

Der kleine Siepen, der sonst dem Altenhammerteich im Eschbachtal frisches Wasser zuführt, liegt schon länger trocken, und die wenigen Regengüsse der letzten Zeit sind der besagte Tropfen auf den heißen Stein. Die kleine Seerosenkolonie liegt im abgetrockneten Uferbeireich. Von dort flog vor nicht langer Zeit der Eisvogel zum Fischen. Noch vor zehn Tagen dümpelten einige Karpfen im immer trüberen Wasser. Nun ist das Ende für sie da. Es sind wohl Moderlieschen die ihre Kadaver verwerten. Faulgase perlen an die Brackwasseroberfläche. Der Eschbach fließt hinter einem Damm nur wenige Meter an dem traurigen Naturschauspiel vorbei. Gibt es noch eine Rettung für die ökologische Nische Altenhammerteich?

Vom Schwanenteich ist nichts mehr zu sehen

Sanierung des Schwanenteichs beginnt im Januar“, kündigte der Waterbölles am 24. Dezember 2018 in einer Pressemitteilung der Stadt Remscheid an. Und so war auch. Das Wasser wurde abgelassen und der Teichboden verwandelte sich optisch in eine Wiese. Stadtförster Markus Wolff auf Anfrage des Waterbölles: „Die gestartete Renaturierung verläuft absolut planmäßig. Auch wenn am Schwanenteich nach dem Winter wieder Ruhe eingekehrt zu sein scheint, laufen sehr viele Maßnahmen zur Vorbereitung der eigentlichen Arbeiten im Hintergrund weiter. Darüber sollte eigentlich auch ein Bauschild – wie seinerzeit bei der Renaturierung des Lobach – die BürgerInnen informieren; Dies bereiten wir aktuell auch noch vor.“ Momentan gehen die beteiligten Behörden vom Beginn weiterer konkreter Baumaßnahmen mit Ende der Vegetationszeit ab dem 1. Oktober aus. Bis zum 28. Februar waren die Balsampappeln auf den beiden bisherigen Inseln im Schwanenteich sowie weitere am Teichrand gefällt worden; seit dem 1. März bis zum 30. September erlaubt der Naturschutz wegen der Brut- und Setzzeiten keine weiteren Forst- und Tiefbauarbeiten. In der Zwischenzeit werden die Ausschreibungen der Baumaßnahme vorbeireitet und die Detailplanungen abgeschlossen.

Vorgesehen sind Rückbau und Entschlammung des Schwanenteichs, der Umbau des Zulaufs, der Rückbau des Auslaufbauwerks sowie die Verlegung von Eschbach und Tenter Bach. Die auf 1,1 Millionen Euro veranschlagten Kosten werden zu 90 Prozent vom Land NRW getragen und zu zehn Prozent vom Landesbetrieb Straßen NRW.

Auch wenn vom früheren Schwanenteich nichts mehr zu sehen ist, haben die Bisamratten in den Wasserresten Junge bekommen. Und auch die Stockente führte ihren Nachwuchs - zwölf an der Zahl - über den Schlick spazieren.

Straßenrandstreifen leuchtet strahlend orangerot

Selbst der Autofahrer, der in Richtung Unterburg fährt, wird ausgangs Ehringhausen abgelenkt von einem Straßenrandstreifen, der strahlend orangerot leuchtet. Der Botaniker erklärt, dass auf dem steinigen, nährstoffarmen Areal das Habichtskraut seine ökologische Nische hat. Im Bild das dominierende Orangerote Habichtskraut. Insgesamt gibt es 850 bis 1000 Arten von Habichtskräutern Sie sind auch als Heildroge in der Medizin nützlich.

Der Berglorbeer, ein verkanntes Heidekrautgewächs

Der giftige Berglorbeer. Foto: Hans Georg Müller.Auf Ehringhausen hatte die Gärtnerin vor drei Jahren eine Besonderheit gepflanzt. 25 Euro hatte sie inverstiert, um eine Kalmia in ihrem Garten zur Blüte zu bringen. Nun blüht er - der Berglorbeer. Er kann bis zu zwei Meter hoch werden und wächst bei Vollsonne bis Halbschatten. Er ist selten in unseren Gärten anzutreffen. Offensichtlich ist bekannt, dass er für den Menschen tödlich giftig sein kann.

Insekten: Was fleucht auf zehn Quadratmetern?

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) lädt wieder zu einer Zählung ein. Nicht nur die Vogelwelt wird beachtet mit einer Sommer - und Winterzählung . Die Insektenwelt bei uns hat einen schlechten Status. Monokulturen ohne Randbegrünung , einfältige Gärten (Kirschlorbeer , Golfrasen)  Steinwüsten als Vorgarten machen vielen Arten ein Überleben unmöglich. Zur Zeit leben etwa 33000 Arten von Insekten bei uns , wobei die Artenvielfalt stark fallend ist. Nun bittet der Nabu um Mitarbeit die Bestandslisten wissenschaftlich zu untermauern. In einem Bereich von ca. 10 Metern soll eine Stunde in Wald , Garten oder Wiese bestimmt werden. Anleitung gibt es näher beim Nabu.

Die Säckelblume verströmt süßen Honigduft

An der südlichen Hauswand strotzt die Pflanze mit ihrer blauen Blütentracht. Zu deutsch wird sie "Säckelblume" oder "kanadischer Flieder" genannt, lateinisch "Ceanothus blue". Angeblich soll die Wuchshöhe etwa einen Meter betragen. Hier am Ueling hat der Strauch die Zweimetermarke geknackt. Er wird viel von Insekten  besucht, und im  weiten Umkreis duftet es nach süßem Honig.

Königsschuss von einer harmlosen Ringelnatter

Da - im Gartenteich bewegt sich etwas Ungewöhnliches. Eine Ringelnatter ist auf Beutesuche. Molche, Moderlieschen und schon mal eine Maus sind ihre Speise. Geduldig und ruhig wartete die Fotografin nahe am Jagdgeschehen. Die Natter züngelt. Die Zunge ist ihr Geruchsorgan. Mehrfach klickt die Kamera. Und dann der Königsschuss. Dank der Spegelung auf der Wasseroberfläche. Die setzt der Fotografie das Sahnehäubchen auf. Bis zu 1,2 Meter lang kann eine (harmlose) Ringelnatter übrigens werden. Zurzeit sind die Tiere auf Paarungssuche. Dass es sie in heimischen Gärten gibt, zeugt von einer lebenswerten Umwelt.

So sieht der Nachwuchs der Hausrotschwänze aus



Ende März war der Hausrotschwanz am Am  Ueling mit seinem an einen Stromschlag erinnernden Quetschgesang wieder zu hören. Er war aus seinem Winterquartier gekommen - wohl vom Mittelmeer. Schon ist sein Bruterfolg mit Nachwuchs gekrönt, und zwei Junge sind zu sehen. Mitten auf der Straße bekommt eines seine Insektennahrung in den Schlund gestopft. Ein Plätschern aus einer nicht ganz einzusehenden Garagendachrinne verrät die Anwesenheit des zweiten Jungvogels. Nach dem Bad konnte es fotografiert werden. Federn ordnen und durch den Schnabel ziehen war angesagt. Nr. 1 hatte sich auch auf der Dachrinne eingefunden, und Beide rückten zusammen, um sich mit Schnabelpieksen zu foppen und auf Mutters Futter zu warten.

Gabionenmauer hielt dem Lobach nicht stand

In der Natur ist selten etwas "fertig". Mit schwerem Gerät rückte der Wupperverband wieder an den Lobach. Die Wasserbehörde Remscheid hatte Unregelmäßigkeiten am Kreuzungsbereich Ehringhausen- Honsberg an der Wasserführung und an der Verrohrung festgestellt. Eine Gabionenmauer zum Nordhang war unterspült worden und muß nun durch schwereren Fels ersetzt werden. Auch der Bachgrund im Bereich des Wassertunnels war nicht mehr als ökologisch vertretbar zu bewerten. Der Natur wird jetzt wieder eine Möglichkeit gegeben, auch in diesem Bereich wieder  eine Wasserfauna und -flora zu entwickeln.