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So sieht der Nachwuchs der Hausrotschwänze aus



Ende März war der Hausrotschwanz am Am  Ueling mit seinem an einen Stromschlag erinnernden Quetschgesang wieder zu hören. Er war aus seinem Winterquartier gekommen - wohl vom Mittelmeer. Schon ist sein Bruterfolg mit Nachwuchs gekrönt, und zwei Junge sind zu sehen. Mitten auf der Straße bekommt eines seine Insektennahrung in den Schlund gestopft. Ein Plätschern aus einer nicht ganz einzusehenden Garagendachrinne verrät die Anwesenheit des zweiten Jungvogels. Nach dem Bad konnte es fotografiert werden. Federn ordnen und durch den Schnabel ziehen war angesagt. Nr. 1 hatte sich auch auf der Dachrinne eingefunden, und Beide rückten zusammen, um sich mit Schnabelpieksen zu foppen und auf Mutters Futter zu warten.

Gabionenmauer hielt dem Lobach nicht stand

In der Natur ist selten etwas "fertig". Mit schwerem Gerät rückte der Wupperverband wieder an den Lobach. Die Wasserbehörde Remscheid hatte Unregelmäßigkeiten am Kreuzungsbereich Ehringhausen- Honsberg an der Wasserführung und an der Verrohrung festgestellt. Eine Gabionenmauer zum Nordhang war unterspült worden und muß nun durch schwereren Fels ersetzt werden. Auch der Bachgrund im Bereich des Wassertunnels war nicht mehr als ökologisch vertretbar zu bewerten. Der Natur wird jetzt wieder eine Möglichkeit gegeben, auch in diesem Bereich wieder  eine Wasserfauna und -flora zu entwickeln.  

Feuerwanzen attackieren keine Menschen

Am sonnenbeschienenen Hang leuchtet es dem Fotografen rot entgegen. Dutzende Gruppen von Feuerwanzen bildeten dort eine Hochzeitsgesellschaft. Feuerwanzen Sie sind nicht nur Vegetarier. Mit einem Saugrüssel stechen sie andere Instekten, beispielsweise Blattlkäuse, injezieren einen giftigen Verdauungssaft und saugen ihn dann wieder aus. Aber keine Angst - Menschen werden nicht attackiert. Um die Insekten fern zu halten, kehre man sie am besten zusammen und setze sie im Grünen aus, denn sie sind im Kreislauf der Natur bestimmtnützlich.

Es summt und brummt beim Cotoneaster im Vorgarten

Die Zwergmispel, eine wahre Insektenweide. Foto: Hans Georg Müller.Das fällt sofort auf: Ein Strauch voller roter Blüten, aus dem deutlich ein Insektenkonzert zu hören ist. Es ist die Felsen- oder Zwergmispel, die von Hummelarten (im Bild die Baumhummel), Hornissen, Wespen, Honig- und andere Bienenarten und vielen nicht auf den ersten Blick bestimmbaren Insekten umschwirrt wird. Das süße Angebot der Blüten ist auch allzu verlockend.

Cotoneaster“ wird die Pflanze auch genannt. Sie bekam ihren Namen in Römischer Zeit, was übersetzt "unnütze Quitte" heißt. Das Rosengewächs ist ein dankbarer Bodendecker und könnte in manchen  "Schottergärten" eine ökologisch nützliche Lücke schließen. ;-) „Amselbrotbaum" ist der dritte Name der Zwergmispel; er  steht dafür, dass die reifen Beeren des Strauches im Winter ein leckeres Zubrot nicht nur für Drosseln sind.

"Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus"

Zuerst zeigte sich das helle Buchengrün, und nun treiben auch die Eichen in den Remscheider Wälder frisches Maiengrün aus, und auch die Fichten zeigen an den Zweigspitzen hellgrüne Triebe. Die Tiefdruckgebiete Yukon und Zacharias verstärken das Pflanzenwachstum durch den von der Natur dringend benötigten Regen. Nur die Temperatur hält (noch) nicht mit: In diesem Jahr ist der Mai um drei bis fünf Grad kälter als im vergangenen Jahr. Damals kletterte das Thermometer bis auf 28 Grad.

Foto rechts: Wer kennt diese Pflanze.
Im beginnenden Frühjahr sieht sie meist aus, als sei sie über den Winter vertrocknet. Als eine der letzten Stauden im Garten zeigt sie  junge Triebe. Und im Sommer ist sie über und über mit Blüten bedeckt, die an eine beliebte Zimmerpflanze erinnern.

Mitmachen bei der Stunde der Gartenvögel

Nach der Wintervogelzählung des Naturschutzbundes Deutschland ( Nabu) folgt am 10., 11. und 12. Mai traditionsgemäß die Sommerinventur. Bis zum 20. Mai kann jeder Naturfreund beim Nabu seine Zählergebnisse abgeben - am einfachsten per Mail. Gezählt wird eine Stunde lang, egal zu welcher Tageszeit, die im Moment gesehene oder gehörte Vogelart notiert. Also - ich sehe drei Amseln und später zwei Amseln. Dann werden nur die drei gleichzeitig gesehenen Amseln notiert. Es ist wichtig, der Naturschutzorganisation mit ihrer großen Lobby mit diesen Daten zu helfen, um damit eine wertvolle, größere Bestandsaufnahme zu ermöglichen. 

Auf der Remscheider Talsperre wird gebrütet

Der Höckerschwan hat unter einigen ins Wasser der Eschbachtalsperre gestürtzten Fichten sein Nest gebaut. Der Haubentaucher nistet in Ufernähe. Mehrere Brutstätten von Bleßrallen (auch Bleßhuhn genannt)  - aus knorrigen Zweigen zusammengesteckt - findet man nahe am Ufer des Talsperrenwegs. Auf dem Foto sieht man eine Ralle, die einer Bisamratte beim Umrunden ihres Nestes zusieht. Tatsächlich ist es keine Ratte, sondern die größte Wühlmausart, die sich vegetarisch ernährt und so für das Huhn keine Gefahr darstellt. 

Gefleckte Sänger treffen sich auf der Drosselwiese

Schon seit einigen Jahren beobachte ich das Vorkommen der größten Drossel, der Misteldrossel (Fopto rechts), auf der Wiese im Forstgut Hasenclever auf Ehringhausen. Sie ist bräunlich, beige-dunkel gefleckt von Schnabel bis Schwanz und ist mit ihrem traurig klingenden, kurzstrophigen Lied weithin zu hören. Oft gesellt sich die etwa halb so große Singdrossel hinzu, auch sie auf Futtersuche in den von Wildschweinen aufgeworfenen Grassoden. Auch die Singdrossel ist ähnlich gesprenkelt gefleckt. Auf der Wiese sind nun seit etwa einer Woche der Singdrossel ähnliche, aber kleinere, am Bauch hellbeige Vögel zu sehen. Ihr Lied hat mir ihre Art verraten: Es sind von mir an dieser Stelle noch nie gesehene Baumpieper (Foto links). Ihre Besonderheit ist ein Steigflug mit anschließendem "Absturz", der mit lautem "ZiäZiäZiä" verbunden ist.

Stockenten-Familie nahm vor Reiher Reißaus

Der Teich vom Alten Hammer bietet schon wieder nur seichtes Wasser an, und dicke Karpfen schnappen deshalb nach Sauerstoff. Das stört den Nachwuichs (zwölf!!) dieses Stockenten-Paares (auf dem Foto nur die" Mama") allerdings nicht. Doch kurz vor der Fotoaufnahme war Alarm und die Kleinen wurden unter ufernahes Gestrüpp befohlen. Der Graureiher hatte es auf die keinen Federbällchen abgesehen. Er flog aber beimAnblick des Fotografen auf eine nahe Fichte.

Der Ostertanz der Langhorn-Motte

Mottentanz. Foto: Hans Georg Müller.Diese kleinen schwarzen Gesellen sind Langhorn-Motten. Sie stammen aus der Familie Adelia und haben ca. 200 Arten. Im Bild tanzen Dutzende von ihnen an den Spitzen von frischem Buchenlaub.Ihre Fühler sind dreimal solang wie ihr Körper. Es sind tagaktive Schmetterlinge, und die Männchen wollen im April und Mai mit ihrem Auf und Ab Weibchen anlocken.

Löwenzahn, Schönheit mit Heilkraft

"Oh wei, der Löwenzahn blüht!", sagte der Kleingärtner-- und richtig, beim Gang durch die Siedlung leuchten mir ungezählte goldgelbe Blütenköpfe der meist ungeliebten Pflanze entgegen. Mit seiner Wuchskraft sprengt der Löwenzahn sogar Teerwegdecken und schaut aus engsten Mauerritzen hervor. Er hat eine Pfahlwurzel, und braucht der Gärtner beim Herausstechen schon Spezialwerkzeug, damit keine verbliebenen Wurzelreste eine neue Pflanze bilden. Der Löwenzahn ist eine Schönheit mit Heilkraft. Meine Warze an der Hand bekämpften Chirurgen mit Elektrobrennern vergeblich. Der weiße Saft aus den Blütenstengeln verödete sie nach mehrfachem Auftragen.