Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

In der Vogelwelt kehrt Ruhe ein und Abflugstimmung

In der Vogelwelt ist bei den meisten Arten die Brutsaison vorbei und so ist auch der Vogelgesang fast vestummt. Kurz war die Stimme des Zilpzalps (Foto ) zu vernehmen , der wie alle Laubsänger binnen 14 Tagen den Zug nach Süden antritt. Auch der Hausrotschwanz gab seinen, dem Entkorken einer Flasche ähnlichen Ruf nochmal zu Gehör.  verläßt uns ebenfalls in Kürze.Die Kohlmeise und das Rotkehlchen stimmten irgendwann mit ein. Aber alle nur kurz und sparsam.Ungewohnte Gäste stellten sich am späten Abend im Hochwald am Uehling ein. Ein Uhu-Paar unterhielt sich wohl eine halbe Stunde lang mit einem einsilbigen "Uhuu-uhuu-uhuuu".

Für diese Wespe gibt es kein Entkommen mehr

Die Efeublüten am Wegesrand lockten hunderte Insekten an, besonders die heuer viel vertretenen Wespen. Und schon sind andere Insekten zur Stelle, die Jagd machen auf die stech-und beißfreudigen, dem Menschen lästigen Tierchen: Eine große, angriffslustige  Hornisse (rechts) hat nach einigen vergeblichen Angriffen eine Wespe gefangen und setzt auf dem Foto zum letzten, todbringenden Biss an.

Hoffentlich kommt diesmal ein regenreicher Winter

Fotos: Hans Georeg Müller.Die Wuppertalsperre dürstet nach Regen. Ungewohnte Ein- und Ausblicke präsentieren sich gegenwärtig dem Wanderer an der Sperre nahe dem Dörpezufluss. Alte Straßenzüge im Gebiet des damaligen Krebsöge sind frei zugänglich und gestatten einen sonst nicht begehbaren Uferzutritt. Vorsicht Steinschlag, denn senkrecht stehendes Sedimentgestein säumt den "Weg". Auch Relikte aus alter Zeit und mancher Unrat kommen zum Vorschein. Ein verotteter Anglerstuhl, gebrochene Tongefäße aus alter Zeit und Flaschenmüll. Noch kann die Sperre den Wupperwasserstand regulieren, so dass Wuppertal sein Fliesgewässer behält. Früher trocknete der Fluß in Wuppertal bei längerer Dürre zu einem stinkenden Rinnsal aus. Heute verhindern das Bever- und Wuppertalsperre und weiter flußabwärts auch die Dhünntalsperre.

Wetterkapriolen, oder: Kaum Regen im Südbezirk

Schon seit Wochen vertrocknet der Garten am Ueling in Remscheider Südbezirk. Wenn sich dann " Wetter" aufbaut, meist im Südwesten, sieht man dem vermeintlich kommenden Regenguß sehnsüchtig entgegen. Aber weit gefehlt. Ein meteorologisches-  oder ist es ein menschengemachtes? -  Phänomen verhindert das Abregnen bei uns. Richtung Südwest schüttet es (Bild) und die ganze nasse "Herrlichkeit" zieht im Süden an uns vorbei. Ähnliches geschieht auch im Norden. Wuppertal wird gewässert, und das Nass zieht im Osten ab. Sind es die Kraftwerkswolken von u.a. Niederaussem, oder sind es die rund 40 Talsperren im Osten von Remscheid, die das Wetter lenken? "Regenloch" wurde vor Jahrzehnten Remscheid betitelt! Aber auch hier ist das Klima wohl  im Wandel. Am Freitag war es dann soweit - ein Schäuerchen schaffte es bis zu uns.

Auch die Insektenwelt spürt die Hitze

Vom Nachtflug zurück, landet die Gammaeule (Foto rechts) , die uns im Sommer aus dem Süden besucht, auf einemvergilbten Seerosenblatt. Sie taucht ihren Saugrüssel tief in das "Nass" und trinkt fast eine Viertelstunde lang. Danach flog sie zu einem dunklen Unterschlupf am Gartenhäuschen, um den Tag zu verschlafen .
Am frühen Nachmittag stellt sich am Teich die Heidelibelle (Foto links). War es die Gemeine Heidelibelle oder doch die aus dem Süden kommende Feuerlibelle? Immerhin gibt es 63 Arten (nach Wikipedia). Sie landet auf dem Kugellauch und hat wohl auch unter den hohen Temperaturen zu leiden. Stundenlang bleibt sie ruhig auf der Blüte sitzen. Ermattet von der Hitze?

Kanadagans und Nilgans, oder: Die Geister, die ich rief

Kanadagans und Nildganss sind Einwanderer. Foto: Hans Georg Müller.Kanadagans und Nilgans gehören in Deutschland zu den Einwanderern. Der Biologe spricht hier von "Neozoen" oder Herbeigeholten, die bei uns eigentlich nicht heimisch waren. Die Kanadagans aus Nordamerika wurde schon im 17. Jahrhundert „eingebürgert“ und die Nilgans aus den Ländern jenseits der Sahara, wohl im 18. Jahrhundert (wegen ihres Outfits).

Seit 1970 ist die bis etwa fünf Kilogramm schwere Kanadagans als Brutvogel bei uns und vermehrt sich rasant. Ornithologen, Jäger und Landschaftsschützer sind sich nicht einig, ob das ökologische Gleichgewicht durch beide Arten nicht empfindlich gestört wird. Im Ruhrgebiet  etwa wird die Kanadagans schon in  Massen angetroffen und bei uns auf Talsperren und Teichen auch schon recht oft. Sehr wichtig: Es gilt ein absolutes Fütterungsverbot! Die Kanadagans hat in einigen Gegenden die natürliche Menschenscheu bereits abgelegt und ermuntert mit angelerntem Bettelverhalten zum Füttern.

Der Kindergarten der Haubentaucher

Nach einem kurios anzusehenden Balzgehabe und der späteren Vogelhochzeit ist nun, Wochen später, der Erfolg unübersehbar: "Die Haubentauchers" haben Nachwuchs. Fast überall auf unseren stehenden Gewässern sind die Bettelrufe den kleinen "Gestreiften" nach Futter zu hören. Foto: Nur noch eine kurze Zeit darf das vielleicht schwächste Glied der Familie " Huckepack" reisen. Mutter schwimmt voraus und äugt nach dem Vater, der auf Tauchgang nach kleinen Fischen, Quappen oder anderen Leckereien ist. Fast überall ist der prächtige, entengroße Vogel zu sehen. Er war Vogel des Jahres 2001.

Käfer bei kleiner Rast auf Blüte der Schafgarbe

Fotos: Hans Georg Müller.Die Blüten der Schafgarbe sind offenbar ein ergiebiger Nektarspender. Diverse Bienen- und Hummelarten, Wespen und auch dekorative Käfer fliegen die Blütendolden an, naschen vom Pollen oder machen einfach nur eine kurze Rast. Da begegnet dann manchmal auch der er im Flachland fehlende Pinselkäfer (rechts), leicht behaart, seinem Verwandten, dem Gold-Rosenkäfer (links), 20 Millimeter groß, glatt und goldgrünlich schimmernd. Er hat eine ganz besondere Flugeigenschaft: Er fliegt mit geschlossenen Flügeldecken; die Flugflügel schieben sich seitlich unter den Decken hervor, wenns in die Luft geht.

Muntere bunte Gäste an der Futterstelle

Stieglitze an einer Futterstelle im Garten. Foto: Hans Georg Müller.Im Süden Remscheids, am Ueling, war der Distelfink, auch Stieglitz genannt, schon lange nicht mehr gesichtet worden. Hat sich dort inzwischen die Pflanzenwelt verändert und bietet ihm eine neue ökologische Nische? Jedenfalls sind dort jetzt Altvögel mit ihrem Nachwuchs zu beobachten, die „im Trupp“ die Futterstelle im Garten anfliegen.

Die Brutsaison ist vorbei, und das Lied des Stieglitz – ein "stieglitt , stieglitt" mit schwätzendem Nebengesang – ist kaum noch zu hören. Übrigens: Dem Jungvogel fehlt noch der rot gemusterte Kopf; er ähnelt deshalb vorrübergehend einem Buchfink. Ansonsten ist er schon beinahe ausgefärbt.

Wenn Waldgeister das " Waldbaden" beobachten...

Fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge ist in Fernost, besonders in Japan, das „Shinrin Joku“, zu Deutsch ein Luftbad im Wald. Ausgebildete "Waldbademeister/innen nehmen“ sich dort der „Badegäste“ an – wissenschaftlich untermauert, versteht sich.  Auch in Deutschland hat diese Gesundheitsmeditation inzwischen ihre Anhänger gefunden. Das "Baden" sei mit einem einfachen Waldspaziergang nicht vergleichbar, meinen sie. Dabei hat man zumeist ein Ziel (Waldcafé) vor Augen. „Luftbaden“ bedeutet dagegen langsames, achtsames Unterwegssein mit unregelmäßigen Pausen, in denen man mit einer ruhigen Betrachtung von Blattwerk, Rindenstruktur und der Gestalt eines Baumveteranen die Zeit vergessen soll. Nicht zu vergessen die Duft- und akustischen Zutaten wie vermoderndes Laub oder Vogelgezwitscher. Und dann seinen Blick schweifen weitschweifen lässt, entdeckt vielleicht plötzlich „Waldgeister“ wie diese beiden auf den Fotos.

Zwei "Artisten" an der Mauer der Neyetalsperre

Was erwartet den Besucher des Neyetalsperrendamms gerade? Wird hier gerade Bungee-Springen vorbereitet? Nein - der Wupperverband hat die  Wuppertaler Firma WIK GmbH beauftragt, den Talsperrendamm von unliebsamen Bepflanzungen zu entfernen, die " Natur" so einbringt. Deshalb wurden zwei Industriekletterer an die Mauer der Talsperre geschickt, gesichert von der etwa 30 Meter höheren Talsperrenkrone aus. Aus den Mauerfugen entfernen die „Artisten“ Kräuter und Baumschösslinge , die teils schon weit ausgetrieben sind. Sogar kleine Birken sind dabei. Die Kraft der Wurzeln ist gewaltig und würde den Damm auf Dauer schädigen. Komplett saniert wurde das 112 Jahre alte Bauwerk erstmals in den Jahren 1964 bis 1969. Als Trinkwassersperre diente die Neyetalsperre bis 2004. Heute übernimmt sie im Bedarfsfall die Notwasserversorgung.