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Bizarre Atmosphäre vorzugsweise in Schwarz und Grau

Kurz vor dem Anpfiff der Fussball-Weltmeisterschaft zog es gestern Kunstinteressierte in die Siemensstraße 21 auf dem Honsberg, um die Vernissage einer Kunstausstellung zu erleben. „Vier Zimmer / Küche / Bad“ lautet der Titel der Ausstellung von Daniela Baumann in der Ins Blaue Art Gallery. Der Titel assoziiert eine Wohnungsanzeige, und so ist Daniela Baumann mit ihrer Kunst sinnbildlich in die vier Räume der ehemaligen Wohnung eingezogen. Kaffeekannen, Löffel, Mehl, Kleider, Schuhe - alltägliche Dinge hat die Künstlerin verfremdet und arrangiert.  In ihrer eigenen künstlerischen Bild- und Wortsprache erzeugt sie vorzugsweise mit der Farbe Schwarz, zum Beispiel mit Tusche, Lackspray oder schwarzer Kreide,  eine bizarre Atmosphäre, die thematisch Vergänglichkeit, Erinnerungen, intime Dramen und Alltägliches widerspiegelt.

Im Treppenhaus hat der Künstler Tim Löhde seine Soundinstallation „Magnetische Norden“ beigesteuert; diese befasst sich mit unserer Vorstellung von Skandinaviens   „Weite“ und „Unbeschwertheit“. Welche Einsamkeit kann eine Region ausstrahlen? Wie klingt Isolation?  Wie lässt sich Stille musikalisch konservieren? Oder ist die Ruhe des Nordens nur ein Klischee? Die Ausstellung ist bis 8. Juli sonntags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung (Tel. 0151 / 2688 6535) zu sehen.

 

Keine Gleichberechtigung in der Namensgebung

Meist fallen die Männchen der Blauflügel Prachtlibellen  durch ihre saphirblauen Flügel an unseren sauberen Fließgewässern ( hier am Eschbach) auf. Im Bild das mindest genau so farbschöne Weibchen. Von Gleichberechtigung in der Namensgebung machten die Biologen keinen Gebrauch. Hätte man doch einfach die beiden Geschlechter " durchgefärbte  Prachtlibelle" nennen können, um sie von der gebänderten Art  zu unterscheiden.

Kleiner Katastrophe nur knapp entgangen

"Plopp" machte es im Wintergarten, und mir war klar, dass ein Vögelchen die Glasscheibe nicht gesehen hatte. Und da sitzt es nun ein bisschen zitternd vor der Verglasung. Es ist ein Dompfaffjunges, was man unschwer am bräunlichen Federkleid erkennen kann (beim jungen Vogel noch ohne schwarze Kopfplatte). Vorsichtig nehme ich es auf die Hand und lasse nur das Köpfchen aus den Händen schauen. So kann es den Stress des Aufpralls abbauen in der warmen "Handstube". Ich brauchte ihm nur zehn Minuten Geborgenheit zu geben, mit kleinen Bewegungen auf und ab ermunterte ich es dann zum Abflug. Die häufigste Todesursache in der europäischen Vogelwelt ist die Kollision mit Glasscheiben da diese von den Tieren nicht geortet werden können. Im Handel angebotene Aufkleber oder Reflexionsfolien können helfen, solche die kleinen Katastrophen zu verhindern.

Ein Arbeitsgerät oder ein seltsames "Früchtchen"?

Seltene Raupe: Der Schlehenspinner und der Buchenrotschwanz. Fotos: Hans Georg Müller.

"Esskastanien sammeln" war angesagt im Vorgarten. Etwas Zitronengelbes schimmerte aus dem Laub und der Fruchtfülle (Foto rechts). Das Arbeitsgerät einer Putzfrau? Eine kleine Flaschenbürste etwa? Nein, denn es zuckte und rollte sich zusammen beim Aufklauben. Und schnell war erkannt, dass es sich um eine Raupe handelte. Aber so ein Aussehen?! Wo ist vorne, wo hinten? Ein rotes Schwänzchen zeigte, wo wohl hinten ist. Und dieses Schwänzchen war für die Namensgebung maßgeblich. Die Raupe des "Buchenrotschwanzes" war gefunden, eines Schmetterlings aus der Familie der Nachtfalter, auch "Buchen-Streckfuß" genannt, weil der Falter seine Vorderbeine weit nach vorne strecken kann. (Wikipedia). 

Das war im Oktober 2013. Am vergangenen Wochenende kam mir nun nach einem Gewitterregen ein zweites Exemplar dieser seltenen Raupe vor die Kameralinse (Foto links). Diesmal weniger haarig, ein wenig rötlicher und mit gelben Punkten? Mutation oder Unterart? Natur kann ja so verschieden sein. Und tatsächlich: Es handelte sich um einen so genannten Schlehenspinner. Diese gehören wie die Raupen des Buchenrotschwanzes zur Familie der Trägspinner. Der ausgewachsene männliche Falter sieht völlig anders aus als das Weibchen. Der Biologe spricht hier von Geschlechtsdimorphismus. Während das 2,5 Zentimeter große Männchen fein gebaut ist und gekämmte Fühler hat, verfügt das ein bis 1,5 Zentimeter große Weibchen nur Flügelstummel kann mit seinen schwachen Beinchen  kaum kriechen.

Einladung zum Graffitiworkshop auf dem Honsberg

Der Graffitikünstler Marko Leckzut lädt zum Graffitisprühen am 9. bis 10. Juni an die Halskestraße auf dem Honsberg ein. Er ist als Aktionskünstler ständig in Sachen Graffiti unterwegs und kreierte zuletzt an der Halskestraße gegenüber den Häusern Siemensstraße ein hübsches Sommerbild mit Marienkäfern. Die Ergebnisse des Workshops sollen später im Neuen Lindenhof und auf den Grünflächen der Halskestraße ausgestellt werden. Anmeldungen für die wenige noch freien Plätze unter Mobiltelefon 0163-6294139 oder E-Mail marko@leckzut.de.

Im Teich herrscht noch eine Wohlfühltemperatur

In Ufernähe döst im Schatten eines Bambusstrauchs ein Frosch an seinem Lieblingsplatz. Eben noch saß eine Vierflecklibelle zwischen seinen Augen. Leider gelang kein Fotoschuss, weil das Tele blockierte. Der Teich im Süden Remscheids bietet vielen Lebewesen Lebensraum. Hunderte Moderlieschen in mehreren Generationen ziehen darin im Schwarm ihre Bahn. Teichmolche steigen ab und zu an die Wasseroberfläche, um Sauerstoff zu tanken. Nur – dieses Jahr fehlen die Wasserläufer. Auf dem Teichgrund krabbeln die unterschiedlichsten Libellenarten; gerne schnappen sie sich eine Kaulquappe.  In der Luft über der Wasseroberfläche sirrt ein Geschwader von Libellen, die sich ständig um die Ortshoheit. Einige Arten, wie Königslibelle und Blaupfeil, legen  ihre Eier an ausgesuchten Stellen ab. Die Vogelwelt kommt zum Trinken und Baden. Hier scheint "Natur" noch intakt  zu sein?! 

Nur 25 Autominuten von Remscheid entfernt

Einen schnellen Ausstieg aus der Bergischen Topographie bietet das linke Rheinufer. Am besten mit dem Fahrrad lassen sich interessante Ziele ansteuern. Da nimmt man am besten die Fähre von Hitdorf nach Langel und steuert über Roggendorf den Chorbusch an mit seinem Hochwald, der einem schöne Kühle beschert. Kloster Knechtsteden, nördlich davon, ist ein kulturell dankbares Ziel . Auf der Rücktour leuchtete uns rechts der Verbindungsstraße zwischen Thenhoven und Esch ein rotblaues Band entgegen: Ein Landwirt hat dort eine Wildblumenwiese  angelegt,  hauptsächlich mit Mohn, davor und dahinter blaue Kornblumen. Merke: Nach der Blüte ko9mmt der Samen, und der wird eingesammelt.  Und dann noch das: Kurz vor dem Fähranleger Langel gab es  für einen Euro pro Körbchen dicke, süsse Erdbeeren für Selbstpflücker.  

Zurzeit ist hier keine Vogelfütterung möglich

Ob im Sommer die Vögel weiter gefüttert werden sollen, ist bei den "Orni-Wissenschaftlern" strittig. Die Praxis im Uelinger Garten zeigt: Wenn keine Eichhörnchen vor Ort sind, finden Dompfaffen, Grünfinken, Kohl-und Blaumeisen und auch der Buntspecht im Angebot der Futterstelle ein gutes Zubrot zu ihrem anderen,  natürlich vorkommenden Futter. Die NABU-Vogelzählung "Stunde der Gartenvögel" zeigte übnrigens in diesem Jahr leider einen Rückgang bei den Top 15 der VogelaArten: Nach sieben Zähl-Jahren sind sieben Arten  stark auf dem Rückzug sind, besonderd diejenigen, die auf Insekten angewiesen sind..

Topf-Parade mit Stiefmütterchen im Südbezirk

Topf-Parade mit Stiefmütterchen im Remscheider Süden. Foto: Hans Georg MüllerAuf Mallorca wurde schon zweimal  das kleine Dörfchen Fornalutx oberhalb von Soller als schönstes Dörfchen gekürt . Auch da reihen sich Blumentöpfchen in Parade an den Hauswänden . Vielleicht hat die Hausbesitzerin im Remscheider Süden von dort die Anregung bekommen, ihr Stiefmütterchen gefällig und dekorativ zu präsentieren.    

Revierkampf dauert keine zehn Sekunden

Eben war es noch still und die Wasserfläche ruhig am Seitenarm der Eschbachtalsperre. Es ist Brutsaison in der Vogelwelt. Und auch bei den Bleßhühnern, auch Bleßrallen genannt, suchen sich die Männchen paarungswillige Weibchen. Die im Wasser angelegten Nester gilt es dann gegen Nebenbuhler zu  verteidigen. Den Angriff von oben quittiert im Bild der Unterlegene mit hoch gereckten Krallen. Das  Ganze dauert keine zehn Sekunden, und schon weiß jeder von den Beiden, wer die Oberherrschaft am Platze hat.