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Wasser hat auch für Spechte keine Balken

Im Wasser gelandet. Foto: Hans Georg Müller.Erst hatte sich Ehepaar Specht an der Futterstelle das Frühstück gegönnt . Er flog wieder in den Hochwald, und sie verspürte noch Durst. Dern wollte sie am Gartenteich stillen: Sie  zog zunächst noch eine Runde über dem Teich und stieß dann unvermittelt auf die Seeerosenblätter herunter, was auch immer sie da interesssiert haben mag. Aber das war ein schlechter Landeplatz, und sie versuchte, kräftig flügelschlagend, wieder Luft unter die "Tragflächen" zu bekommen  Am nahen Gingkostamm erholte sie sich später von ihrem Abenteuer.

Tauben-Hochzeit im hohen Baum

Wer ein günstiges "Schnäppchen" gemacht hat, z.B. auf dem Trödelmarkt, spricht gerne von einer "Ringeltaube". Picasso malte sie – einfach schön – mit wenigen Strichen als Friedenssymbol. Nach der Sintflut ließ Noah sie aus der Arche aufsteigen, und sie kehrte mit einem Ölzweig zurück als Botschaft von nahem Land. Im Wald sind Ringeltauben meist in einer Gruppe unterwegs. Ihr „Gesang" gleicht einem „huhu hu hu“ mit einem kleinen Hubs am Ende der Strophe. Sie haben den Ruf, sanft und lieb zu sein. Und so wirkte auch die Tauben-Hochzeit im hohen Baum, die dem Fotograf vor die Kamera kam. Stadttauben dagegen können weitaus nerviger sein. Denn wo sie einmal Futter bekommen haben, sind sie meist nicht mehr zu vertreiben. Und aus einer Taube werden dann nicht selten mehrere… Wer weiß, wie sich lästige Stadttauben aus dem heimischen Garten vertreiben lassen, kann das an dieser Stelle gerne berichten.

Den Labkrautspanner übersieht man gerne

In voller Blüte steht derzeit die Wolfsmilch. In diesem Garten werden die Blüten gerade von einem kleinen Schmetterling besucht, genauer, dem Labkrautspanner. Der wird mit seiner Flügelspannweite von gerade mal zwei Zentimetern oft übersehen, steht aber auf keiner Gefährdungsliste.

Die Vögel nisten und die Naturfreunde zählen

Trotz der Wetterkapriolen mit Schneeflocken und vielen Nächten miit Minustemperaturen, sind die Vögel mit der Nachwuchspflege beschäftigt. Der Kleiber nimmt gerne Vogelkästen zur Aufzucht an, aber gerne im Wald auch leere Spechthöhlen. Im Garten haben die Kohlmeisen ein "Fertighaus" aus dem Baumarkt bezogen. Im Fünf-Minuten-Takt erscheinen sie mit Raupen und Insekten. Der Naturschutzbund Deutschland NABU lädt ein vom 13. bis 16. Mai zur Vogelzählung 2021 . Im Vorjahr beteiligten sich über 150.000 Hobbyornithologen an der Aktion. Es gibt auch diesmal wieder etwas zu gewinnen in Form von Sachpreisen. Die Zähldaten werden zum Nutzen der Natur wissenschaftlich ausgewertet.

Üppig leuchtet zum 1. Mai das Frühlingsgrün

Foto: Han s Georg Müller."Nun, was haben Sie heute wieder gesehen?“, fragte mich eine ältere Dame (84), der ich bei meinem (fast) täglichen Spaziergang wieder einmal begegnete. Jeden Tag geht sie den Berg am Ueling herunter durch den Wald und später wieder steil hinauf. Als pensionierte Ärztin weiß sie, was dem menschlichen Körper gut tut. Diesmal konnte ich ihr von Rehwild auf der großen Wiese im Hasenclever Forst berichten. Für die Spaziergänger im Wald und auf den frisch geschlagenen Freiflächen sind auch die jüngsten Forstarbeiten immer wieder ein Gesprächsthema. Der Duft von frisch geschlagenem Fichtenholz gefällt den meisten. Zurzeit leuchtet frisches Frühlingsgrün üppig in den noch vorhandenen Baumbestände. An anderen Stellen sind durch die Abholzung neue, reizvolle Aussichten auf das Eschbachtal entstanden.

Rückepferde bei Einsatz in unwegsamem Gelände

Am Nordhang des Lobachtals bot sich dem Wanderer ein ungewohnter Anblick: Zwei muskulöse Pferde stapften dort in unwegsamem Gerlände durchs niedere Gehölz. Geschickt von "Pferdeflüsterern " mit freundlichen Kommandos geführt, zogen die vierbeinigen Kraftpakete gefälltes Stammholz von beachtlicher Stärke talwärts. Das muss mit angemessenem Tempo geschehen, damit der Stamm die vorne ziehenden Pferde nicht von hinten verletzt. In diesem Fall war es Forstarbeit im Doppelpack: Die stämmigen Rückepferde brachten die Baumstämme dort waldschonend an den Forstweg, wo dies für den an anderer Stelle eingesetzten modernen „Harvester“ nicht möglich war.

Aufbruchstimmung in der Vogelwelt

Fotos: Hans Georg Müller.In großer Vielfalt und unterschiedlichsten Verhaltensweisen präsentiert sich die Welt der Vögel. Das Rotkehlchen (links) neugierig und mit seinem weich tirillierenden Lied ein liebenswerter Geselle. Kräftig laut und weit vernehmbar ist die Stimme des winzigen Zaunkönig (rechts), hier von hoher Warte zu hören. Zurzeit sind die meisten Arten auf Brautschau und machen auch stimmlich auf sich aufmerksam. Meist huscht der Zaunkönig im Gebüsch und Unterholz umher, wo später auch sein Nest zu finden ist. Bildmitte: Stolz flaniert der Höckerschwan an der Sitzwarte des Komorans vorbei; seine Partnerin brütet bereits im nahen Gelege.

Auch Kohlmeisen können sich ernsthaft streiten

Warme Winde konnten es wohl nicht gewesen sein, die zwei Kohlmeisen zu einem solchen "Ringkampf" anstachelten. Erst hüpfen beide friedlich von Zweig zu Zweig und ich vermutete schon, dass es sich wohl um zwei schon zur Paarung bereite Vögel handele. Plötzlich jedoch gehen sie ganz anders als erwartet aufeinander los. Fliegend stoßen sie mit vorgestreckter Kralle aufeinander zu, um bald verkeilt im tauenden Schnee zu stranden. Keiner gibt Ruhe. Flügelschlagend nach dem anderen pickend taumeln geschätzte drei Minuten auf dem Boden herum, bevor sie dort entkräftet längere Zeit reglos liegen bleiben. Dann noch einmal ein kurzes Schnabelhacken, dann fliegen sie in unterschiedliche Richtungen davon. Das Sexualhormon hatte bei ihnen offenbar, wie in der Paarungszeit häufig, die Oberhand gewonnen. Das Gesetz des Stärkeren sollte wohl entscheiden, wer später Nachkommen zeugen darf.

Von Borkenkäfern befallene Fichten müssen fallen

Unüberhörbar ist im Wald des  Forstguts auf Ehringhausen der Maschinenpark der Forstleute in Betrieb. Zum monotonen Gedröhn des Harwesterskommt im Minutentakt das Krachen von Holz, das zu Boden fällt. Mein "Rundweg" im Eschbachtal führt genau durch das mit rotem Band abgesicherte Areal, und ich muß meinen Weg verlassen  und weiträumig die Arbeitszone umgehen. Aus sicherer Entfernung kann ich das" Stürzen" der fast 50 Meter hohen Fichten beobachten. Der Borkenkäfer, von Süden kommend, habe leider auch diese alte Fichtenpflanzung erobert, erklärt mir Forstwirt Hasenclever. Noch ist sie nicht braun und kann noch, wenig kostendeckend, gefällt werden. Die Holzpreise sind bekanntlich im Keller. Nun hat also auch mein täglich begangener Weg sein ursprüngliches "Gesicht" verloren.

Im Rechtsverkehr mit Abstand um die Talsperre

Wer in diesen Tagen um die Remscheider Talsperre spaziert und dabei die Ohren spitzt, kann den trillernden Werbegesang des kleinen Zwergtauchers hören. Im beginnenden Frühjahr macht er die Weibchen neugierig. Auch das Blesshuhn und der Haubentaucher sind zu hören, und aus den hohen Bäumen erklingt das Lied der Singdrossel. Die einsame Kanadagans (Foto) zieht gerade ruhig nahe den Höckerschwänen ihre Bahn. Einem aufmerksamen Naturbeobachter werden Haselkätzchen und zart sprießendes "Grün" auffallen. Auch die Baumrinden am Weg sind mit ihren Moosen ein Fotomotiv, ebenso wie die geschnitzten Ornamenten und Namenszügen und das hölzernen Herz am Beginn der Talsperrenrunde. Auffallend diszipliniert ist übrigens der zumeist Publikumsverkehr. Es gilt Rechtsverkehr mit Corona-Abstand.

Guten Flug ins Sommerquartier!

Fast jeden Tag kann der aufmerksame Naturbeobachter den Zug der Kraniche am Himmel beobachten. Selbst im Haus ist oft der trompetenhafter Ruf der großen Vögel zu vernehmen. Es gibt eine östliche und eine westliche Route. Wir sehen die Tiere der westlichen Tour aus dem Süden anfliegen. Aber nicht immer fliegen die "Glücksvögel" (Volksmund) genau nördlich . Wenn ein Vogelschwarm längere Zeit am Himmel kreist, sucht er meist neue Orientierung.

Die von Staub aus der fernen Sahara-Wüste gelbrot gefärbte untergehende  Sonne war in diesen Tagen ebenfalls ein häufig gewähltes Motiv der Fotografen. Und dank eines starken Teleobjektiv waren plötzlich noch wieder die Kraniche mit auf dem Bild.

Eiskristalle brillieren im Sonnenlicht

Im Sonnenlicht brillieren die Eiskristalle in Bäumen und Sträuchern besonders schön, wie hier an der Trasse nahe Trecknase. Trotz eisiger Temperaturen waren dort gestern nicht nur Spaziergänger/innen, sondern auch Radfahrer unterwegs. Der Wetterdienst hat für morgen mehr Wind angesagt; da dürfte die kristalline Herrlichkeit wohl schnell zu Ende gehen.