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Käfer bei kleiner Rast auf Blüte der Schafgarbe

Fotos: Hans Georg Müller.Die Blüten der Schafgarbe sind offenbar ein ergiebiger Nektarspender. Diverse Bienen- und Hummelarten, Wespen und auch dekorative Käfer fliegen die Blütendolden an, naschen vom Pollen oder machen einfach nur eine kurze Rast. Da begegnet dann manchmal auch der er im Flachland fehlende Pinselkäfer (rechts), leicht behaart, seinem Verwandten, dem Gold-Rosenkäfer (links), 20 Millimeter groß, glatt und goldgrünlich schimmernd. Er hat eine ganz besondere Flugeigenschaft: Er fliegt mit geschlossenen Flügeldecken; die Flugflügel schieben sich seitlich unter den Decken hervor, wenns in die Luft geht.

Muntere bunte Gäste an der Futterstelle

Stieglitze an einer Futterstelle im Garten. Foto: Hans Georg Müller.Im Süden Remscheids, am Ueling, war der Distelfink, auch Stieglitz genannt, schon lange nicht mehr gesichtet worden. Hat sich dort inzwischen die Pflanzenwelt verändert und bietet ihm eine neue ökologische Nische? Jedenfalls sind dort jetzt Altvögel mit ihrem Nachwuchs zu beobachten, die „im Trupp“ die Futterstelle im Garten anfliegen.

Die Brutsaison ist vorbei, und das Lied des Stieglitz – ein "stieglitt , stieglitt" mit schwätzendem Nebengesang – ist kaum noch zu hören. Übrigens: Dem Jungvogel fehlt noch der rot gemusterte Kopf; er ähnelt deshalb vorrübergehend einem Buchfink. Ansonsten ist er schon beinahe ausgefärbt.

Wenn Waldgeister das " Waldbaden" beobachten...

Fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge ist in Fernost, besonders in Japan, das „Shinrin Joku“, zu Deutsch ein Luftbad im Wald. Ausgebildete "Waldbademeister/innen nehmen“ sich dort der „Badegäste“ an – wissenschaftlich untermauert, versteht sich.  Auch in Deutschland hat diese Gesundheitsmeditation inzwischen ihre Anhänger gefunden. Das "Baden" sei mit einem einfachen Waldspaziergang nicht vergleichbar, meinen sie. Dabei hat man zumeist ein Ziel (Waldcafé) vor Augen. „Luftbaden“ bedeutet dagegen langsames, achtsames Unterwegssein mit unregelmäßigen Pausen, in denen man mit einer ruhigen Betrachtung von Blattwerk, Rindenstruktur und der Gestalt eines Baumveteranen die Zeit vergessen soll. Nicht zu vergessen die Duft- und akustischen Zutaten wie vermoderndes Laub oder Vogelgezwitscher. Und dann seinen Blick schweifen weitschweifen lässt, entdeckt vielleicht plötzlich „Waldgeister“ wie diese beiden auf den Fotos.

Zwei "Artisten" an der Mauer der Neyetalsperre

Was erwartet den Besucher des Neyetalsperrendamms gerade? Wird hier gerade Bungee-Springen vorbereitet? Nein - der Wupperverband hat die  Wuppertaler Firma WIK GmbH beauftragt, den Talsperrendamm von unliebsamen Bepflanzungen zu entfernen, die " Natur" so einbringt. Deshalb wurden zwei Industriekletterer an die Mauer der Talsperre geschickt, gesichert von der etwa 30 Meter höheren Talsperrenkrone aus. Aus den Mauerfugen entfernen die „Artisten“ Kräuter und Baumschösslinge , die teils schon weit ausgetrieben sind. Sogar kleine Birken sind dabei. Die Kraft der Wurzeln ist gewaltig und würde den Damm auf Dauer schädigen. Komplett saniert wurde das 112 Jahre alte Bauwerk erstmals in den Jahren 1964 bis 1969. Als Trinkwassersperre diente die Neyetalsperre bis 2004. Heute übernimmt sie im Bedarfsfall die Notwasserversorgung.

Zweites Treffen der Naturschützer im Gleisdreick

Auch die Naturfreunde von BUND und NABU hat die Corona-Zeit in ihren Bemühungen ausgebremst. Vor einigen Monaten traf man sich an der Trasse nahe den Tennisplätzen in Bergisch Born, um Interessierten die Pläne für das neue Gewerbegebiet „Am Gleisdreieck“ zu erklären. Am Sonntag gab es nun dort eine erneute Zusammenkunft, eine 2,5-stündige Wanderung durch das gegenwärtig landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Themen waren dabei  die drohende Flächenversiegelung, die Forderung nach einem Erhalt der älterer Landschaftstrukturen mit der dörflichen Besiedelung und der Naturschutz in seiner jetzigen Artenvielfalt. Das Bornbachtal und seine Nebensenken zeigte sich bei dem Rundgang mit einer Vielzahl blühender Kräuter, untermalt vom Gesang der Garten- und der Mönchsgrasmücke sowie dem eintönigen Werbelied des Zilpzalps. Noch ist das Gewerbegebiet  keine beschlossene Sache; es fehlt noch die Auswertung von Gutachten. Die Kritiker der Pläne, die die Natur erhalten wollen, planen ein bereits weiterer Treffen.

Ein junger Ameisenjäger nach dem Bad

Nach etwa 25 Tagen im Nest erkundet der Jungspecht nun den Garten. Zurzeit sind auf der Veranda unzählige Ameisen unterwegs. Die leckt er mit der Zunge  gierig auf. Der Grünspecht, auch Grasspecht oder Erdspecht genannt, gilt auch als der "lachende Specht", wegen seines kichernden "kjück-kjück"-Rufgesangs. Noch einige Wochen und er hat sein grauweißschwarzes Federkleid gegen das glattgrüne gewechselt. Mit seiner ca. 50 Zentimeter Flügelspannweite hat der Grünspecht etwa die Größe eines Turmfalken. Er ist scheu und meist nur mit der Telebrennweite eindrucksvoll zu fotografieren.

Wertvolle Blütenbestäuber sind unterwegs

Besonders im Lavendel tummeln sich im Vorgarten zurzeit hunderte pelzige Hummeln. Etwa 40 Arten sie in Deutschland , weltweit sind es rund 250. Einige messen gerade mal einen Zentimeter. Die vielzählige Gartenhummel wird 4,5 Zentimeter groß. Auffällig ist die Steinhummel mit einem rötlichbraunen Hinterteil (rechts im Bild, links eine Wiesenhummel). Andere Arten sind gelbschwarz gebändert in vielen Variationen. In der Natur sind alle sehr nützlich als Bestäube . Sie laden mit ihrem Pelz zum Liebkosen ein und halten gerne still oder heben ein Beinchen und gehen in Habachtstellung. Doch Vorsicht! Auch Hummeln können stechen – aber nicht so schmerzhaft ist wie Wespen.

Ein Augenschmaus und gesund obendrein

Schon für das Müsli am Morgen ist die Beerenfülle aus dem (eigenen) Garten eine leckere Bereicherung. Knallrot leuchten die roten Johannisbeeren, daneben die dezenteren schwarzen. Zu den reifen Walderdbeeren mit ihrem kräftigen Aroma muss der Gärtner den Rücken tiefer beugen und hat auf diese Weise schon die Morgengymnastik absolviert. Stachelbeere und Jostabeere springen dann wieder fast von selbst ins Schüsselchen. Sehr gesund  - da frisch, sehr reich an Vitamin C und vielen anderen wertvollen Inhaltsstoffen. Fettfrei und so für eine Diät nützlich.

Viele leckere Möglichkeiten stehen mit den Beerchen offen, bis hin zum "Aufgesetzen" (schwarze Johannisbeeren und Doppelkorn). Das Rezept: die Beeren aus einer randvoll gefüllten Tasse in einen Messbecher, danach ebenfalls brauner gebrochener Kandis. Dann den Messbecher mit Doppelkorn auffüllen bis zum Eichstrich 0,75 (3/4) Liter. Ausgießen in ein größeres, luftdicht verschließbares Glasgefäß, eine halbe bis eine Vanilleestange beigeben und bis Oktober in den Keller stellen. Zwischenzeitlich immer mal wieder schütteln, damit sich der Kandis vollständig auflöst.

Corona scheint die Kondensstreifen abgeschafft zu haben

Ein Düsenflugzeug auf dem Weg zum Mond? Dieser (falsche) Eindruckergibt sich lediglich aus der Perspektive des Fotografen,In Reisehöhe eines Düsenjets kommt es meist zur Bildung eines Kondensstreifens. Der " Mondflieger" befindet sich in warmen Luftschichten , wo es nicht zur Kondensation der Abgase kommt. Nachweislich erhöht das Auftreten von vielen Streifen den Effekt der Klimaerwärmung. Die Abgase verbinden sich mit den eisigen Cirruswolken und sind in großen Höhen bis zu 18 Stunden haltbar. Mehr Flüge bedeutet folglich mehr Umweltbeeinflussungen. Aber wer möchte schon auf das Ferienurlaubsvergnügen verzichten, schnell per Flugzeug erreichbar.

Die Strohner Brücke, oder: Gut Ding braucht Weile

Die Sanierung der Strohner Brücke im Tal der Wupper soll demnächst beginnen. Foto: Hans Georg Müller.Noch ist der Weg über die Strohner Brücke Richtung des Tierheim Solingen bei Glüder versperrt, und der Besucher desselben muss einen satten Umweg machen, um das Tierheim zu besuchen oder die Mauer der Solinger Talsperre zu erreichen. Ein Abbruchgerüst der Technischen Betriebe Solingen zeigt einen Fortgang des Neuprojekts "Brücke" auf , die archtitektonisch an die Form eines Solinger Messers erinnern soll. Gedacht war einmal an eine Eröffnung der erneuerten Brücke zum Jahresende 2019. Probleme auch der Finanzierung mußten beseitigt werden. Sogar aus der Bürgerschaft Solingens wurde gespendet.  In Kürze wird der Abbruchhammer sein Werk beginnen, und zum Somerende 2021 dürften dann Zwei- und Vierbeiner wieder die gewohnte Brückenpassage benutzen können.. 

Lamas für die Therapie und ein Buddha zum Meditieren

Linker Hand, von Lennep kommend Richtung Beyenburg, liegt an der Landstraße 411( Windfoche) das Anwesen der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft "Hof Sondern". In einem anheimelnden Umfeld und in landschaftlich reizvoller Umgebung werden junge Menschen mit psychischen Erkrankungen behandelt. Ein gut sortierter Bio - Hofladen lädt ein zum Kauf von ausgesuchten Lebensmitteln. Der Erlös kommt  "Hof Sondern" zugute.

Das Areal ist ein meditativer Ort, an dem auch eine Buddha-Figur ihren Platz in einem Seerosenteich hat. In einem Gehege bewegen sich Lamas träge und beäugen die Besucher. Zeitweilig sind sie Teil der Therapie. Gerade ist  Fütterungszeit, und das Lama-Duo wartet darauf, dass die die Pflegerin die Türe zur "Mahlzeit" öffnen.

Bald ist Halbzeit der Schmetterlingszählung des NABU

Dickkopffalter. Foto: Hans Georg Müller.Noch bis zum 15. Juli sollen Naturbeobachter deutschlandweit die gezählten und bestimmten Schmetterlinge dem NABU melden. Am Ueling , dem südlichen Stadtteil von Remscheid, komme ich der Aufforderung nach und bin erstaunt, wie wenig Arten sich mir vorstellen. Meist gesehen ist der Kohlweisling und sein Verwandter der Kleine Kohlweisling (Foto oben). Bläulinge geben sich ruhelos flatternd ein Stelldichein. Dann einmal ein Dickkopffalter (Foto rechts) - wohl der Rostfarbene? Mir fehlen leider trotz üppigem Pflanzenangebot in Gärten und Waldrand: Admiral, Kleiner Fuchs, Zitronenfalter, Aurorafalter,C.Falter, Distelfalter und das Tagpfauenauge.