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Das Teo Otto Theater startet eine Online-Befragung

Pressemitteilung des Teo Otto Theaters

Was denken Sie eigentlich über uns? Das möchte das Teo Otto Theater wissen und hat deshalb in Kooperation mit dem Büro der Landestheater NRW, dem Kultursekretariat NRW Gütersloh und der INTHEGA – Interessengemeinschaft der Städte mit Theatergastspielen – eine Publikumsumfrage gestartet. Angesprochen sind alle, denen etwas an der Kultur liegt. Treue Besucherinnen und Besucher ebenso wie ehemalige, aber auch all diejenigen, die (derzeit) nicht viel mit Theater anfangen können. Jede Meinung zählt. Die Umfrage ist vollständig anonym. Ziel ist die Rück- und Neugewinnung von Publikum nach Corona. „Niemand weiß besser, was für einen gelungen Theaterabend notwendig ist, als unser Publikum selbst und nichts hilft uns mehr, als eine direkte Rückmeldung.“, sagt der künstlerische Leiter des Teo Otto Theaters, Sven Graf.

Seit dem Ende der coronabedingten Lockdowns kommen zu grundsätzlichen Interessen auch noch andere drängende Fragen auf die Kulturveranstalter zu: Fühlt sich das Publikum nach wie vor im Theater sicher Spielstätte? Wie sehen die Menschen in Remscheid ihre künftige Freizeitgestaltung, insbesondere die Zukunft des Theaters? „Die alles entscheidende Frage lautet: Wie gewinne ich mein Publikum zurück, wie kann ein neues Publikum für das Teo Otto Theater begeistert werden?“, so Graf. „Deshalb haben wir die Umfrage so gestaltet, dass sich sowohl unsere langjährigen Besucherinnen und Besucher angesprochen fühlen, aber auch jene, die irgendwann das Interesse verloren oder dieses noch gar nicht entdeckt haben, obwohl vielleicht ein ansprechendes Angebot vorhanden wäre.“

Wie das Teo Otto Theater stehen fast alle Veranstaltungsstätten vor der großen Aufgabe, nach Corona das kulturelle Leben wieder aktiv zu gestalten. Genau da möchten die Landestheater NRW, mit Unterstützung des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Kultur und Wissenschaft, ansetzen und eine Hilfestellung zur genaueren Analyse des Theaterpublikums geben. In Kooperation mit dem SICP – Software Innovation Campus Paderborn – hat das gemeinsame Büro der Landestheater NRW daher eine digitale Publikumsumfrage entwickelt. Aktuell läuft eine Pilotphase in sechs Städten und Gemeinden. Das Teo Otto Theater hat die Ehre und Chance, eines der ausgewählten Theater sein zu dürfen.

Die Umfrage ist so konzipiert, dass sowohl das Teo Otto Theater, wie auch jede andere teilnehmende Kultureinrichtung eine individuelle Auswertung mit den Antworten der Menschen aus Remscheid und Umgebung erhält. „Die persönlichen Eindrücke und Interessen eines jeden einzelnen ist wichtig und unverzichtbar für uns, um diese anspruchsvolle Zeit zu meistern. Ganz egal, ob Sie nun Kulturangebote wahrnehmen oder nicht: Bitte helfen Sie mit und schenken Sie uns zehn Minuten ihrer Zeit.“, so Graf. Investieren müssen die Teilnehmenden maximal zehn Minuten. Alle Daten werden anonymisiert und nur im Rahmen der Umfrage ausgewertet. Zu finden ist die Besucherumfrage unter: https://www.teo-otto-theater.de/theater/besucherumfrage Die Besucherumfrage läuft bis zum 27. Juni 2022 und wird anschließend zeitnah ausgewertet. (Pia-Anabel Watermeier)

Ehrungen und Beförderungen im Morsbachtal

Pressemitteilung der Freiwilligen Feuerwehr Morsbach

Ein Kameradschaftsabend stellt für die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte immer eine besondere Wertschätzung der Tätigkeiten dar. Zusätzlich ist in der heutigen Zeit eine Auszeichnung über eine 60- bzw. 70-jährige Mitgliedschaft schon ein besonderes Zeichen für die Treue zur Feuerwehreinheit. Am Freitag, 13.Mai, nahm beim diesjährigen Kameradschaftsabend der Freiwilligen Feuerwehr der Leiter der Feuerwehr Remscheid, Guido Eul-Jordan, mehrere Ehrungen und Beförderungen vor. Unterbrandmeister a.D. Harm-Reimer Holst erhielt für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Remscheid die goldene Ehrennadel des Verbandes deutscher Feuerwehren (VdF)und das silberne Strahlrohr der Feuerwehr Remscheid. Oberbrandmeister a. D. Max Dietl erhielt für seine 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Remscheid die goldenen Ehrennadel des VdF und das goldenen Strahlrohr der Feuerwehr Remscheid.

Aufgrund von erfolgreich absolvierten Lehrgängen wurde Amit Jonathan Geiler vom Feuerwehrmann zum Oberfeuerwehrmann, Florian Birker vom Oberfeuerwehrmann zum Unterbrandmeister und Henrik Ahnfeldt vom Unterbrandmeister zum Brandmeister befördert. Unterbrandmeister Tobias Tributh erhielt für seine zehnjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Remscheid die bronzene Ehrennadel des VdF, Hauptfeuerwehrmann Christian Mähler und Unterbrandmeister Dirk Herrmann erhielten für 35 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr das Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW in Gold. Des Weiteren wurden am Kameradschaftsabend der stellv. Löscheinheitsführer Brandinspektor Jochen Holst und Unterbrandmeister Wilfried Forst in die Ehrenabteilung versetzt. (Elvira Rogawski)

Im Bild von li. n. re. Andreas Hackländer, Karsten Funke-Kabus, Guido Eul-Jordan, Wilfried Forst, Jochen Holst, Max Dietl, Dirk Hermann, Amit Jonathan Geiler, Christian Mähler, Florian Böker, Tobias Tributh, Florian Birker, Henrik Ahnfeldt und Harm Reimer Holst.

Wichtiger Service für Geflüchtete aus der Ukraine

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Die Stadtsparkasse Remscheid tauscht ukrainisches Geld in Euro um. Zu den leidvollen Erfahrungen durch Krieg und Flucht aus ihrem Heimatland kommen bei vielen Menschen aus der Ukraine noch die täglichen Sorgen um ihren Lebensunterhalt hinzu. Das von vielen Ukrainerinnen und Ukrainern nach Deutschland mitgeführte Bargeld konnte bislang nicht umgetauscht werden, weil es für die ukrainische Währung Hrywnja (UAH) kaum einen Markt gab. Nun haben das Bundesfinanzministerium und die Deutsche Bundesbank mit der ukrainischen Nationalbank ein Umtauschvolumen von zunächst 1,5 Milliarden Hrywnja vereinbart. Demnach können jetzt Volljährige, die aus der Ukraine geflüchtet sind, bis zum 19. August bis zu 10.000 UAH umtauschen. Der Gegenwert in Euro wird dann dem persönlichen Konto gutgeschrieben. Maßgeblich für den Umtauschwert ist jeweils der von der Bundesbank wöchentlich bekanntgegebene Wechselkurs.

Die Stadtsparkasse Remscheid bietet den kostenlosen Umtauschservice in allen Geschäftsstellen an. Dazu muss ein Girokonto bei der Sparkasse Remscheid geführt und ein Legitimationsdokument (Ausweis, Reisepass) vorgelegt werden. Akzeptiert werden nach den Vorgaben der Bundesbank Banknoten zu 100, 200, 500 und 1000 Hrywnja der derzeit gültigen Banknotenserien der Nationalbank der Ukraine. Scheine mit niedrigerem Wert und Münzen können derzeit nicht umgetauscht werden. In der Sparkassen Hauptstelle, Alleestraße 76 – 88, stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit russischen Sprachkenntnissen zur Verfügung, viele Kolleginnen und Kollegen sprechen zudem englisch. Da die meisten Menschen aus der Ukraine russisch sprechen und viele sich auch in englischer Sprache gut verständigen können, sind Sprachbarrieren somit kein Hindernis. Zudem ist die Sparkassen-App für Android und iOS nunmehr auch auf Ukrainisch verfügbar. Ebenso liegen Informationsflyer in deutscher, englischer und ukrainischer Sprache vor. (Thomas Wingenbach)

Offenes Bachbett gegen größere Überschwemmungen

"Bacherlebnisraum für Kinder als neue Attraktion“, titelte der Waterbölles am 19. Januar. Der soll auf dem Gelände des Remscheider Freibads im Eschbachtal entstehen, dessen Sanierung das Velberter Architekturbüro Krieger im Auftrag der Stadt plant. So sollen  etwa in die bestehenden Betonbecken neue Becken aus Edelstahl eingelassen werden, die Umgebung 70 Zentimeter überragend, damit bei künftigen Überflutungen des Eschbaches durch Starkregen kein Schmutzwasser mehr in die Becken fließen kann, wie 2007 und 2013 geschehen. Und die Verrohrung des Eschbachs, bei Hochwasser ein leidiges Nadelöhr, wird ein Ende haben; der Bach soll unterhalb des Hangs (auf Remscheider Seite) ein neues, offenes Bett bekommen.

Im Sportausschuss holte sich die Verwaltung am Dienstag grünes Licht für Fachgutachten (63.397 Euro) zur Verlegung und Offenlage des Baches und den geplanten Maßnahmen für den Hochwasserschutz ein. Auch stimmten die Ausschussmitglieder der Einrichtung einer Begleitkommission zu, bestehend aus politischen Vertretern und ehrenamtlich engagierten Personen.

Die umfassende Sanierung des Freibades ist kein Pappenstiel. Um hierfür an Gelder aus einem 2018 aufgelegten Förderprogramm des Bundes für zu gelangen, erarbeitete das Büro Krieger eine Machbarkeitsstudie zum Umbau und zur Modernisierung des Freibades. Doch die Summe, die sich die Stadt erhofft hatte, erschien den Fördergebern zu groß. „Mehrere erfolglose Anträge bei Förderprogrammen führten schließlich zum Beschluss des Rates vom 24. September 2020 (DS 15/7706), die Sanierung mit eigenen Mitteln zu realisieren aber auch weiterhin zu versuchen, Fördermittel zu requirieren“, erinnert die Verwaltung in ihrer Vorlage für den Sportausschuss an die Vorgeschichte. „Schließlich erfolgte dann doch im März 2021 der Zuschlag für das Freibad Eschbachtal zur Erneuerung der Technischen Gebäudeausstattung.“ Der diesbezügliche Zuwendungsbescheid datiert vom 28. Februar 2022 gilt für 2.579.756 €.

Daran will die Stadt nun anknüpfen. Dafür wurde der Sanierungsplan für das Freibad noch einmal überarbeitet (Hochwassersschutz). Mit dem neuen Konzept hoffen Rat und Verwaltung auf Gelder aus dem Förderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“. Zitat aus der Vorlage: „Schwerpunkt dieser Konzeptidee ist die Renaturierung des Eschbachs, die von dem Expertenteam als historische Chance gesehen wird. Die daraus resultierenden weiteren Überlungen zur Steigerung der Attraktivität des Freibades u.a. mit einem Bacherlebnisraum runden die Konzeptidee ab.“ Bis September muss der Förderantrag bei der Bezirksregierung Düsseldorf vorliegen. Der Fachdienst Sport und Freizeit unter Leitung von Martin Sternkopf ist zuversichtlich. Denn nicht nur mit Expertinnen und Experten des FD Umwelt, des Wupperverbandes und der Technischen Betriebe (TBR) begrüßen das offene Bachbett für den Eschbach um künftig Überschwemmungen größeren Ausmaßes verhindern zu können, sondern entsprechend habe sich inzwischen auch die Bezirksregierung Düsseldorf geäußerte, so die Verwaltung.

Spannende Stunden mit Feile und Säge im BZI

Pressemitteilung der Berufsbildungszentrum der Remscheider Metall- und Elektroindustrie GmbH

Die vierten Klassen der Adolf-Clarenbach-Grundschule in Lüttringhausen besuchten im Rahmen der frühen Berufsorientierung „Mini-Bo“ das Berufsbildungszentrum der Industrie (BZI). Mit Begeisterung schnupperten sie in die Arbeitswelt hinein. Sägen, Feilen, Bohren und am Ende einen selbstgefertigten Schlüsselanhänger in Herzform mit nach Hause nehmen – die Viertklässler der Adolf-Clarenbach-Grundschule Lüttringhausen/Teilstandort Goldenberg verlebten jetzt spannende Stunden im BZI. So wurden den Schülerinnen und Schülern spielerisch und mit einem großen Praxisanteil handwerklich-technische Berufe nähergebracht. Tom (zehn Jahre) hatte sich „bei Oma und Opa“ schon mal mit der Holzsäge versucht, jetzt bearbeitete er geschickt ein Werkstück mit der Metallsäge. Währenddessen formte Celina (neun) mit der Feile das Herz für den Schlüsselanhänger. „Das macht richtig Spaß“, sagte die Neunjährige. Die im wahren Wortsinn eigenhändig hergestellten Schlüsselanhänger nahmen die Kids stolz mit nach Hause. Celina will ihren selbst nutzen. Vielleicht dient er aber auch als Geschenk zum Vatertag...

Lehrerin Marietta Reppin begleitet „Mini-Bo“ seit den Anfängen vor vier Jahren. „Je früher man mit der Berufsorientierung beginnt, desto besser“, so die Einschätzung der erfahrenen Pädagogin. Auch die aktuellen Viertklässler erzählten begeistert von ihren Erlebnissen. „Manche Kinder leben richtig auf und können hier auch mal andere Stärken als im Klassenraum zeigen.“

Diese Erfahrung teilt auch Steffen Schmidt, Klassenlehrer der 4c. Selbst integrative Schülerinnen und Schüler kämen zu erstaunlichen Ergebnissen. Überhaupt fördere das gemeinsam mit dem BZI erarbeitete Konzept das Selbstbewusstsein und auch die gegenseitige Hilfsbereitschaft der Kinder.

BZI-Ausbilder Georg Palm bestätigte, dass „Mini-Bo“ immer wieder echte Talente sichtbar werden lasse. „Man merkt auch, wenn zu Hause gebastelt und gewerkelt wird. Diese Erfahrungen bringen die Kinder dann schon mit.“ Grundsätzlich geht es darum, den Grundschülern erste Kontakte mit dem Werkstoff Metall sowie mit einem Teilbereich der handwerklich-technischen Arbeitswelt zu ermöglichen und ihnen somit frühzeitig die entsprechenden Ausbildungsberufe näher zu bringen. Schon heute bereitet der Fachkräftemangel den hiesigen Unternehmen Sorge und das Problem wird sich nach

Prognosen von Arbeitsmarktexperten in Zukunft noch verschärfen. So sind die Grundschülerinnen und -schüler von heute die potentiellen Fachkräfte von morgen, wenn ihr Interesse früh für die entsprechenden Berufe geweckt wird. Aktuell läuft das Programm in Kooperation mit der Adolf-Clarenbach-Grundschule durch eine Förderung der Karl-Diederichs-Stiftung. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Gerne würden wir noch weitere Schulen für das Projekt gewinnen, hierzu sind wir jedoch noch auf der Suche nach weiteren Förderern“, erklärt Marc Kalbitz, BZI-Abteilungsleiter Berufsorientierung und Qualifizierung.

Kulturelle Vielfalt als Chance für den Ausbildungsmarkt

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Für Montag, 30. Mai, lädt der Arbeitskreis (KI-KoKo) der Kommunalen Koordinierungsstellen und Kommunalen Integrationszentren der Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal Akteure am Übergang Schule-Beruf und migrantische Unternehmerinnen und Unternehmer zu einem Fachtag ein. Unter dem Titel „Kulturelle Vielfalt nutzen! – Migrantische Ökonomie als Chance für den Ausbildungsmarkt“ wird von 12 bis 15 Uhr im Neuen Lindenhof, Honsberger Straße 38, der Beitrag der sogenannten migrantischen Ökonomie diskutiert. Zielgruppe sind Interessierte migrantische Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Fachkräfte der Jugendsozialarbeit.

In der Unternehmerlandschaft in Deutschland zeichnet sich seit einigen Jahren folgender Trend ab: Während die Zahl der Selbstständigen ohne Migrationshintergrund zurückgeht, steigt die Zahl der Unternehmensgründungen durch Migrantinnen und Migranten. Aktuell haben gut ein Fünftel aller Selbstständigen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Dadurch wird die Angebotsstruktur bereichert und das Innovationspotenzial gestärkt.

In einem Impulsvortrag wird Cem Şentürk von der Stiftung für Türkeistudien und Integrationsforschung über die sozioökonomische Struktur und Entwicklung der migrantischen Ökonomie in Deutschland und in NRW aufklären. In der anschließenden Gesprächsrunde sollen Probleme benannt und Chancen erkannt werden: Wie engagieren sich die Selbstständigen auf dem Ausbildungsmarkt? Und wie kann migrantische Ökonomie stärkere Berücksichtigung finden? Abschließend können sich Institutionen und Fachkräfte aus unserer Region mit den Vertreterinnen und Vertretern der migrantischen Unternehmen vernetzen. Anmeldung bei Melanie Peters, Kommunale Koordinierungsstelle Remscheid, Tel. RS 163416, E-Mail melanie.peters@remscheid.de">melanie.peters@remscheid.de.

Diese Dokumente sollten griffbereit liegen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Katastrophenschutzeinheiten, zu denen beispielsweise Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste, Katastrophenschutzorganisationen und das Technische Hilfswerk gehören, sind auf Katastrophen und deren Bewältigung gut vorbereitet und stehen jederzeit zur Verfügung. Aber auch die beste vorbereitete Hilfe ist nicht immer sofort und für jeden verfügbar. Deswegen ist die persönliche Notfallvorsorge unerlässlich. Dies zeigte sich zuletzt bei der verheerenden Naturkatastrophe im August 2021. Im Ahrtal konnte die Bevölkerung über längere Zeit nur schwer mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Gebrauchs versorgt werden. Das macht deutlich: Jede und jeder von uns sollte dringend zum eigenen Selbstschutz beitragen und für den Notfall vorsorgen. Was zu dieser persönlichen Vorsorge gehört, um persönlich für den Notfall gerüstet zu sein, beschreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in seinem Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handel in Notfallsituationen.Immer wieder kommt es vor, dass Menschen bei einem Brand oder wegen eines Bombenfundes in der Nachbarschaft schnell ihre Wohnung verlassen müssen. Ihnen bleibt dann keine Zeit, persönliche Dinge zusammenzupacken. Die wichtigsten Unterlagen und Gegenstände sollten deswegen immer mit einem Griff parat liegen. Das BKK rät dazu an, eine Dokumentenmappe mit diesen Inhalten anzulegen:

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Zur Diskussion gestellt: Spaziergänge in Stakelhusen (4)

Herr Schmidt, Stakelhusen, hat das was mit Stachelbeere zu tun? Nein, Stakel hat man als Palisaden zur Befestigung benutzt. Angespitzte Holzpfähle oder Staken, die man auch bei Schiffen auf den Kanälen sieht. Daher kommt dieses Stakel, das hat mit Stachel nichts zu tun. Und Stakelhusen ist auch falsch, das muss Stakesen heissen. Stakesen, das ist richtig Remscheider Platt. Nicht Stakelhusen. Wurden die Palisaden hier auch aufgestellt? Das war die Befestigung des Hofes gegen Übergriffe. Vermutlich aus dem 30jährigen Krieg oder früher. Das Hofgut war befestigt mit einem Wall und da oben drauf dann die Palisaden, die Staken. Und Stakelhusen war eine Hofschaft, so wie Remscheid überhaupt aus lauter Hofschaften entstanden ist.

Stachelhausen, das waren drei Hofschaften. Richtung Bahnhof. Da wo auch die Stachelhauser Straße ist, da war Kleinstachelhausen. Dann gab es noch Schmalhausen, ganz klein zwischen Kleinstachelhausen und Großstachelhausen. Und unterhalb der Schienen, also der Sekundärbahn, war dann Honsberg. Und am Kremenholler Kopf, wo die Denkerschmette ist, da unterhalb ist Kremenholl. Da wo das Alexanderwerk war? Ja, noch ein bisschen weiter. Das ist Stachelhausen. Ja dann ist das ja endlich geklärt.

Herr Schmidt, wann ist Stachelhausen entstanden? 1369. Nicht entstanden, aber registriert. Wir haben Dokumente aus der Zeit, wo alle Höfe im Raum Remscheid erfasst wurden. Denn Remscheid ist ja nicht von innen nach außen gewachsen wie andere Städte, sondern durch die Hofschaften. Die Hofschaften breiteten sich immer weiter aus und sind dann bis hoch zum Frohnhof hingewachsen, da wo heute unsere Stadtkirche ist. Da gab es ein Ober- und ein Unterdorf. (…) Unterlagen und Dokumente darüber gibt es im Stadtarchiv. Das Besondere an Stachelhausen ist, dass hier alles zusammen kam. Hier hat man Gänge in die Berge gehauen und Erze geschürft. (…)

Wir sind hier an einem historischen Punkt auf der Trasse. Auf dem Gelände hier wo dieser türkische Supermarkt ist, war vorher Kaufpark. Und vorher war da das Stahl-Walzwerk Ibach. Einige hundert Jahre stand vorne an der Ecke ein kleines Fachwerkhaus, das gehörte zu dem Herrenhof Stachelhausen. Dieser Herrenhof war eine Stiftung des Grafen von Berg an die Johanniter und wurde dann Johanniterhof genannt. Und hier fand jährlich im Mai die Zusammenkunft aller umliegenden Höfe von Ehringhausen bis Westhausen und Reinshagen statt. Die kamen hierhin, mussten ihre Abgaben entrichten in Form von Pfennigen, Hühnern, Schweinen oder Schafen. Danach wurde ein großes Fest gefeiert, mit viel Alkohol. Und das fand genau an dieser Stelle statt. Hier war eine Hofschaft. Remscheid ist aus lauter Hofschaften entstanden, und die sind alle 1369 registriert worden.

(aus „Spurensicherung in Stakelhusen“, herausgegeben vom Caritasverband Remscheid e.V. im August 2019, 94 Seiten, Auflage: 500. Redaktion: Roland Brus, Ursula Lauterjung und Martina Richard. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Caritas.)

Mittelalterfest und Ritterspiele auf Schloss Burg

Pressemitteilung des Schlossbauvereins Burg a/d Wupper e.V.

Christi Himmelfahrt und Pfingsten ist auf Schloss Burg traditionell die Zeit der Ritterspiele. Zum ersten Mal gibt es diese gemeinsam mit dem Mittelaltermarkt in einer großen Veranstaltung vereint. Da Renovierungsarbeiten ein Bespielen der Burghöfe nicht zulassen, nutzen wir die große Außenfläche des ehemaligen Sportplatzes Oberburg an der Talsperrenstraße, nur ca. 1000 Meter fußläufig von Schloss Burg entfernt. Der Eintritt ins Museum ist bereits im Veranstaltungsticket enthalten, so dass sich der Besuch gleich doppelt lohnt, und das Programm kann sich sehen lassen:

In alter Tradition werden die Georgs Ritter dreimal am Tag (ausgenommen freitags) ein eigens für Schloss Burg geschriebenes Theaterstück aufführen, bei dem natürlich auch die bei Groß und Klein beliebten Kampfszenen nicht fehlen dürfen. Aufführungen um 12, 14:30 und 17:15 Uhr.  Hoch zu Ross findet aber auch noch ein weiteres Schauspiel statt – das große Ritterturnier von Heimdalls Erben. Hierbei treten die Ritter täglich um 16 Uhr auf der großen Turnierbahn zum ritterlichen Lanzenkampf mit sechs bis sieben Pferden gegeneinander an. Das Lager der Turnierteilnehmer ist ganztägig zugänglich und zeigt neben Axtwurf und Bogenschießen auch eine große Ausstellung von mittelalterlichen Waffen, Kleidung und Schilden.

Auf dem mittelalterlichen Markt bieten Krämer und Händler ihre Waren an. Musik ertönt von verschiedenen Spielleuten und Feuerspucker, Artisten und Gaukler präsentieren ihr Können. Die Unterhaltung für unsere kleinen Besucher reicht vom handgedrehten Holzriesenrad über verschiedene Spiele bis hin zum Kinderschminken. Die jungen Knappen werden zudem von Ritter Jaruslav zum Ritter geschlagen, und im Lager der Wahren Bergischen Ritterschaft kann man mit den Rittern einmal auf Tuchfühlung gehen und in das Lagerleben der Rittersleute eintauchen. Zudem können noch Greifvögel bestaunt werden (nur 26.-29.5.).

Verpflegung aus Bratereien und Tavernen sowie Live-Konzerte von Klanginferno, de Speelüe und Dragol sorgen für die richtige Stimmung. Das Mittelalterfest mit Ritterspielen ist eine Veranstaltung für Groß und Klein und Alt und Jung und damit der ideale Tagesausflug für die ganze Familie. Eintritt (Tagestickets): zehn Euro (ab 16 Jahre), fünf Euro (3-15 Jahre), 30 Euro (Kleingruppe: 2 Erw.+ 3 Kd.), Kinder unter drei Jahren haben freien Eintritt.
(26.-29. Mai, DO 11-19 / FR 14-20 / SA 11-20 / SO 11-19 Uhr; 3.-06. Juni, FR 14-20 / SA 11-20 / SO 11-20 / MO 11-19 Uhr)

Freibad Eschbachtal eröffnet Saison am 26. Mai

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

An Christi Himmelfahrt (Donnerstag, 26. Mai) um 10 Uhr geht das Freibad Eschbachtal in die voraussichtlich letzte Saison vor seinem Neubau. Aufgrund von begrenzten Kapazitäten der Filteranlage und Personalmangel ist die Zahl der Badegäste auf 1.500 maximal pro Tag begrenzt und der Betrieb nur mit reduzierten Öffnungszeiten mittwochs bis sonntags:

  • 10 - 11 Uhr Frühschwimmen zum Kurzschwimmertarif von 2 Euro
  • 12 - 18 Uhr Erwachsene vier Euro – Kinder- und Jugendliche 2,50 Euro und Familienkarte 10,50 Euro (10er-Karten können aus organisatorischen Gründen nicht angeboten werden.)

Personelle Unterstützung gesucht: Das Freibadteam sucht immer noch mit Hochdruck nach Rettungsschwimmer:innen und Bäderfachangestellten. Vor allem für die anstehenden Sommerferien, um das Freibad auch wie geplant tatsächlich öffnen zu können. Angeboten werden Aushilfsjobs für die Badesaison 2022. Gesucht werden Personen für eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Ende Mai bis Mitte August. Ihr Einsatz erfolgt je nach Wetterlage in Absprache mit dem Freibad-Team. Für die Rettungsschwimmerinnen oder Rettungsschwimmer gelten dabei folgende Einstellungsvoraussetzungen: Sie müssen den DLRG-Rettungsschein Silber und einen Erste-Hilfe-Schein besitzen, mindestens 18 Jahre alt sein und ein erweitertes Führungszeugnis ohne Eintrag vorlegen.
Interessierte wenden sich bitte im Freibad Eschbachtal unter Tel. RS 388601 an Dennis Halbach oder Marc Ottenströer. Die auszufüllenden Personalunterlagen werden auf Nachfrage (bitte E-Mail an
sport@remscheid.de">sport@remscheid.de) gerne zugesandt oder können im Freibad Eschbachtal, Eschbachtal 5, 42859 Remscheid, abgeholt werden.

Stadtteilentwicklungskonzept für Lennep steht an

Die Stadt Remscheid strebt die Ausschreibung eines Stadtteilentwicklungskonzepts Lennep mit den Themenschwerpunkten Aktives und Lebendiges Zentrum, Mobilitätsentwicklung, Entwicklungsimpuls Tourismus und klimagerechte Wohnentwicklung an. Zur Sitzung am 25. Mai hat sie der Bezirksvertretung Lennep einen entsprechenden Beschlussvorschlag unterbreitet. Zitat: „Das Ziel des Stadtteilentwicklungskonzepts ist es, eine Grundlage für zukunftsfähige Planungen zur Attraktivitätssteigerung Lenneps zu schaffen. Es dient u.a. der langfristigen, koordinierten und zielgerichteten Umsetzung von Maßnahmen im öffentlichen Bereich.“

Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts im Januar 2022 und der Beendigung der Projektentwicklung zum DOC müssten die Themen des Stadtteilentwicklungskonzepts mit dem Entwicklungsprozess für die neuen Quartiere Lennep abgeglichen werden, so die Verwaltung. Die zu beauftragenden Büros würden sich hierfür laufend abstimmen. Die Vorlage beschreibt die vier Themenfelder im Einzelnen wie folgt:

  • Aktives und Lebendiges Zentrum: Die Kölner Straße und die Altstadt weisen eine Mischung von vielfältigem Einzelhandel, Dienstleistung sowie Wohnen auf. Der besondere Charakter des Gebietes verdient es, zukünftig zu klären, ob diese Funktionen beibehalten werden können und welche zentrale Funktion – unter Betrachtung des Denkmalschutzes – hier im Fokus liegen wird. Zu einem aktiven und lebendigen Zentrum gehört dabei auch die Stärkung des Erholungs- und Freizeitsektors. Dabei fördern potenzielle Grünentwicklungen nicht nur die Gesundheit, sondern auch das Klima. Die zukünftige straßenbauliche Gestaltung der Kölner Straße wird durch eine separat zu beauftragende Straßenplanung abgedeckt.
  • Mobilitätsentwicklung: Um zu einer gut funktionierenden und nachhaltigen Mobilität im Ort zu kommen, müssen auch die Freizeitbereiche auf kurzem Wege nachhaltig angebunden sein. Hierzu ist es notwendig, neue Anreize zu schaffen und ein Wegeleitsystem für zu Fuß Gehende und Radfahrende zu entwickeln. Weiterhin ist hier das Thema des Parkens in der Altstadt ein zentraler Punkt, der durch das Konzept thematisiert werden soll. Das Thema des ÖPNV-Angebots wird im Nahverkehrsplan behandelt, kann aber entsprechend mit der vorliegenden Mobilitätsentwicklung verzahnt werden.
  • Entwicklungsimpuls Tourismus: Lennep bietet ein hervorragendes touristisches Potenzial. Der gesamte Altstadtbereich steht als Rundling unter Ensembleschutz, ebenso tragen die Einzeldenkmäkler zur Qualitätsbildung bei. Kulturelle Einrichtungen, wie z.B. das Röntgenmuseum, Klosterkirche oder Stadtbibliothek sind vorhanden und werden rege genutzt. Die Freizeitgestaltung unter dem Thema „Wasser“ (Talsperren, H2O, Gradierwerk und Kneipp-Becken) nimmt neben der Landschaft einen großen Raum ein. Diese vorhandenen Qualitäten gilt es weiter zu entwickeln und auszubauen. Es sollen unter Berücksichtigung bestehender Grundlagen und Personengruppen inhaltliche Ziele für einen erfolgreichen Tourismus benannt werden, um diesen aus der Innenperspektive mit Stahlkraft heraus zu entwickeln.
  • Klimagerechte Wohnentwicklung: Die klimagerechte Entwicklung von (Bestands-)Immobilien und Siedlungen ist eine der großen Herausforderungen im Bauwesen. Hier sind besonders zwei Bereiche im Fokus: Für die bestehenden GEWAG-Wohnhäuser an der Ring- und Zeppelinstraße (erbaut zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Stil einer Gartenstadt/Arbeitersiedlung) gilt es im Konzept darzustellen, wie die Gebäude mit Betrachtung der Lage und Zustand zukünftig genutzt werden können. Dabei sollen Varianten eines Umbaus im Bestand oder einer Niederlegung der leerstehenden Gebäude mit anschließendem Neubau unter städtebaulichen und klimabezogenen Aspekten verglichen werden. Zusätzlich ist das Neubaupotenzial Knusthöhe hinsichtlich einer klimagerechten Siedlungsentwicklung zu betrachten.“

Die Stadt will die Öffentlichkeit intensiv an der Erarbeitung des Konzepts beteiligen; ein entsprechendes Beteiligungskonzept sei Bestandteil der Ausschreibung. Auch die laufende Rückkopplung zur Entwicklung der Brachflächen an der Röntgenstraße / Mühlenstraße zu neuen Quartieren für Lennep werde Bestandteil der Aufgabenstellung sein. (Ausgangspunkt war eine Online-Konferenz zur Zukunft von Lennep mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern im September 2021.)

Zur Diskussion gestellt: Spaziergänge in Stakelhusen (3)

Eingangshalle Sona. Der Mann aus dem Vertrieb stellt uns vor: Das sind Bekannt von mir. Ja, wir suchen das Stadtviertel Stachelhausen. Auweia; ich komme aus Wuppertal. (…) Also, ich kenne wenige, die Stachelhausen wirklich benennen können. Bei Vieringhausen oder Honsberg ist es einfacher. Meinen Sie denn, dass das Viertel wirklich existiert? Also, es ist ne Bushaltestelle und ne Straße, die so heißt, weil Stachelhausen auf Remscheider Platt Stakelhusen ausgesprochen wird. Sprechen Sie Remscheider Platt? Ich versteh es noch einigermaßen, aber mein Vater spricht es noch. Ich kann noch „Krüenselstrüekelschen“ sagen. Das ist ein Stachelbeerstrauch. Kommt Stachelhauser Straße von Stachelbeeren? Keine Ahnung, es gibt vom Bergischen Geschichtsverein den „Bergischen Sprachschatz“, da stehen so Sachen drin. Ist aber schwierig zu kriegen. Haben Sie zufällig vom Städtebauprozess gehört? Ich weiß, dass hier vor Jahren mal so Bürgerbeteiligungssachen liefen, wie nennt sich das noch, wo dann ein paar Bürger sich hinsetzen, ja... Ideenwerkstatt. Mitgemacht? Ne, ich hab nur darauf aufgepasst, dass die Leute nicht ins Werk laufen. Das wurde hier gemacht, sogar in den Räumlichkeiten, da war Thyssen Krupp froh, dass sie mal das leere Gebäude kurzzeitig vermietet hatten.

Da ging es damals um den Stadtumbau Süd und da war Stachelhausen am Rande mit dabei. Aber was daraus geworden ist, weiß ich nicht. Stachelhausen nimmt man nie so als Stadtteil wahr. Der ist so dazwischen. Wenn ich mir den so vorstelle, dann ist er so zwischen Alexanderstraße und die Freiheitstraße gequetscht. Alexanderstraße, ist das schon Honsberg? Für mich ist die Grenze zu Honsberg die Bahnlinie, nicht die Trasse, die aktive Bahnlinie, das wäre für mich die Trennung. Das ist vor 150 Jahren technisch dahin gebaut worden. Da ist auch tatsächlich die Bebauung getrennt. Ich würde das als Trennlinie nehmen. Gibt es denn hier wirklich einen Tag der Offenen Tür? Es gibt teilweise sehr alte Maschinen hier, die arbeiten noch. Ist eigentlich eine Perle von Remscheid. Ist ja auch außerhalb von Remscheid gelegen. Die haben das hier gebaut, weil hier Platz war und weil hier die neue Bahnlinie langlief. Der Stadtkern war ja oben. Wir hatten früher auch Schlüssel von der anderen Werkseite. Und da stand drauf: Eingang Stachelhausen. Das heißt also, ein Teil des Werkes gehörte zu Stachelhausen. Und die Straße markierte eine Grenze und lief hier durch.

(aus „Spurensicherung in Stakelhusen“, herausgegeben vom Caritasverband Remscheid e.V. im August 2019, 94 Seiten, Auflage: 500. Redaktion: Roland Brus, Ursula Lauterjung und Martina Richard. Nachdruck mit freundlicher Genehmigung der Caritas.)