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Hoffen wir, dass Phase 3 nie eintreten wird!

Bei schönem Wetter sind die Einschränkungen, die den Bürgerinnen und Bürgern auferlegt sind, um die Corona-Seuche einzudämmen, besonders schwer zu ertragen. Und dieses Wochenende soll wieder sehr sonnig und frühlingshaft warm werden. „Ich habe mich aber davon überzeugt, dass die meisten die Regeln beachten“, berichtete Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz gestern Vertretern der lokalen Medien auf einer Videokonferenz. Die Regeln gelten bislang noch bis zum 14. April. Doch wer glaubt, sie würden dann von Amts wegen aufgehoben, ist Träumer. Bislang ist Remscheid zwar mit 89 positiv Getesteten, von denen 36 als genesen gelten, deutlich besser davongekommen als andere Großstädte in Nordrhein-Westfalen; damit lag Remscheid bisher im unteren Drittel Und einen moderaten Anstieg der Zahl der Erkrankten mit zumeist milden Krankheitsverläufen bestätigte gestern Dr. Frank Neveling, Chef des Remscheider Gesundheitsamtes: „Wir haben bisher Glück gehabt!“

Doch der Corona-Krisenstab unter Leitung non Dezernent Thomas Neuhaus fürchtet, dass das Sana-Krankenhaus bei einer höheren Ansteckungsrate und einer wachsenden Zahl von Infizierten an seine Kapazitätsgrenzen kommen könne. Das könne schon zu Ostern der Fall sein. Frank Neveling schließt um Ostern eine größere Zahl von Erkrankten mit schwereren Verlaufsformen nicht aus. Das wäre dann der Ernstfall, um nicht von einer Katstrophe zu sprechen. Den wünscht sich niemand- Auf den will die Stadt Remscheid aber vorbereitet sei. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Für den Fall der Fälle müssen wir handlungsfähig sein.“ Dafür wurde das gestern vorgestellte „SARS-CoV-2-Stufenkonzept zur Aufrechterhaltung der Behandlungskapazitäten“ aufgestellt. Es besteht aus drei Phasen. Noch gilt Phase I. Der Krankenhausbedarfsplan sieht für das Sana-Klinikum Remscheid 500 Betten und 16 Intensivbetten vor. In Phase 1 werden es 1000 beziehungsweise 36 sein. Dieses Ziel sei bald erreicht, berichtete gestern Dr. Christopher Rose, Ärztlicher Leiter der Feuerwehr Remscheid.

Und wenn das nicht reicht? In Phase 2 sollen die Fabricius-Klinik an der Brüderstraße und die Stiftung Tannenhof in Lüttringhausen sowie der private Pflegedienst 356 Grad in die Krankenbetreuung eintreten. Und für Phase drei hat die Feuerwehr Remscheid, wie deren Chef Guido Eul-Jordan ergänzte, schon jetzt aus der Sporthalle Neuenkamp ein Notfall-Krankenhaus mit 100 Betten (davon zehn mit künstlicher Beatmung) gemacht, das binnen zwölf Stunden in Betrieb genommen  werden könnte dank der zugesagten Unterstützung durch Mitarbeiter des Technischen Hilfswerkes, des Deutsche Rote Kreuz, der Johanniter und (natürlich) der Freiwilligen Feuerwehren. Ausarbeitete Einsatzpläne liegen dafür schon bereit.

Dass aus der Sporthalle an der Neuenkamper Straße kein „Corona-Krankenhaus“ werden solle, ist Eul-Jordan wichtig zu betonen. Es soll vielmehr als eine Art Puffer dienen, wenn in den Krankenhäusern und in den beiden Hotels, in denen die Stadt notfalls noch Betten anmieten will, kein Platz mehr sein sollte. Das größte Problem dürfte dann in der weiteren Personalbeschaffung liegen. Bei privaten Personaldienstleistern werde die Stadt bei Bedarf zusätzliche Pflegekräfte engagieren, gab sich Christopher Rose zuversichtlich…

„Hoffen wir, dass Phase 3 nie eintreten wird!“, betonte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz. Jeder Remscheider könne mit dafür sorgen, indem er die gebotenen Vorsichtsregeln ernst nehme.

Notkrankenhaus Neuenkamp mit 100 Betten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Der Krisenstab der Stadt Remscheid hat im Rahmen der aktuellen Situation ein umfangreiches Stufenkonzept zur Aufrechterhaltung der Behandlungskapazitäten in Remscheid beschlossen. Als Orientierungshilfe diente hierbei das Grobkonzept „Infrastruktur Krankenhaus“, auf das sich der Chef des Bundeskanzleramtes und die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien der Länder am 17. März geeinigt haben. Um diese Vorgaben zu erreichen, wurde in enger Zusammenarbeit mit allen klinischen Einrichtungen im Stadtgebiet Remscheid unter Führung des Gesundheitsamtes der Stadt Remscheid ein Stufenkonzept erarbeitet.

Der Fokus in diesem Konzept liegt auf der Aufrechterhaltung der Behandlungskapazitäten im Sana Klinikum Remscheid. Für Patienten mit schweren Krankheitsverläufen ist es entscheidend, ob sie in einem Krankenhaus mit Intensivkapazitäten behandelt werden oder in nachgeordneten Klinikstrukturen. Durch geschickte Patientenverteilung in den Kliniken und Steigerung der Behandlungskapazitäten im Sana Klinikum konnte dies erreicht werden.

Für den Fall, dass eine Behandlung in klinischen Strukturen nicht mehr möglich ist, hat die Stadt Remscheid weitere Kapazitäten geschaffen. Durch Angebote der örtlichen Hoteliers ist es möglich, Patienten auch in Beherbergungsstätten vorübergehend zu pflegen. Die Infrastruktur solcher Beherbergungsstätten lassen eine schnelle und unkomplizierte Pflege für eine definierte „Patientengruppe“ zu. Personell sind diese Einrichtungen mit ausgebildeten Personal wie beispielsweise Altenpflegekräften zu ergänzen.

Im Rahmen der Katastrophenvorsorge wurden weitere Maßnahmen ergriffen, um bei einem „Massenanfall von Verletzten und Erkrankten“ (definierter Begriff) als Stadt handlungsfähig zu bleiben. Die Sport- und Versammlungsstätte Neuenkamp wurde daher in ein „Notkrankenhaus“ umgebaut. Hier ist die Versorgung von bis zu 100 Patienten möglich. Diese Einrichtung dient nicht der kurativen Behandlung von Patienten, die an dem Erreger SARS-CoV-2 erkrankt sind, sondern vielmehr zur vorübergehenden Versorgung krankenhauspflichtiger Patienten, bis wieder Behandlungskapazitäten in Krankenhäusern frei geworden sind. Hierfür hat der Katastrophenschutz in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Remscheid umfangreiche Anschaffungen getätigt, um die vorhandene Ausstattung des Rettungsdienstes und der Feuerwehr zu ergänzen. So wurden unter anderem die Sauerstoffkapazitäten deutlich erhöht und Beatmungsgeräte des Rettungsdienstes erhielten ein Softwareupdate, so dass auch Beatmungsformen der Intensivmedizin möglich sind.

Eine Mangelressource wird in dieser Stufe das ärztliche und pflegerische Personal sein. Daher wurde das „Notkrankenhaus“ so konzipiert, dass das wenige Personal viele Patienten überwachen und durch kurze Wege versorgen kann. Bedingt durch die Brandschutz- und rettungsdienstliche Ausbildung eines Berufsfeuerwehrangehörigen wird das „Notkrankenhaus“ von diesem städtischen Personal besetzt.

Corona-Lage: 89 positiv Getestete in Remscheid

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zwischenzeitlich gibt es laut Gesundheitsamt 89 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 36 davon gelten als genesen. Die Zahl der bekannten Verdachtsfälle (= angeordnete häusliche Quarantänen) liegt bei 542. Die Krankenhäuser melden sieben stationäre Verdachtsfälle, davon ist einer intensivpflichtig (Testergebnis liegt noch nicht vor), und sechs positiv getestete Personen in stationärer Behandlung; drei davon auf Intensivstation.

Mit Fortschreiten des Infektionsgeschehens gibt es immer mehr Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind und unerkannt bleiben. Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bereits bedeutend höher sein. Das Infektionsgeschehen ist so weit fortgeschritten, dass die Nachverfolgung der Infektionsketten nicht mehr vollständig möglich ist.

*** Bleiben Sie trotz des guten Wetters zuhause! Reduzieren Sie sämtliche sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum – auch in den eigenen vier Wänden! Das Virus ist der unsichtbare Feind!***

Migranten suchen zunehmend Rat bei pro familia

Pressemitteilung von pro familia

Wir möchten Sie hiermit herzlich einladen, sich über unsere Arbeit im letzten Jahr zu informieren. Schwerpunkt: Vernetzung Über 111.000 Menschen erreicht die pro familia jährlich in Nordrhein Westfalen einer unserer über 30 Beratungsstellen oder bei einer unserer vielfältigen Veranstaltungen. Wir treffen auf Menschen jeden Alters, jeder Religion, Schichtzugehörigkeit oder sexuellen Orientierung. Unsere Klient*innen treten mit unterschiedlichen Anliegen an uns heran. In unserem Bestreben ihre Themen möglichst zufriedenstellend zu bearbeiten, arbeiten wir multiprofessionell und schauen immer wieder „über den Tellerrand“ hinaus. Ein Schlüssel dazu heißt „Netzwerkarbeit“. Das bedeutet Zusammenarbeit. Ein wichtiges Netzwerk, mit dem die pro familia im vergangenen Jahr in ganz NRW zusammen gearbeitet hat, ist das Netzwerk der „Frühen Hilfen“. Institutionen, die sich mit schwangeren Frauen und Familien mit Kindern bis drei Jahren beschäftigen, wirken bei den „Frühen Hilfen“ mit. U.a. sind das niedergelassene Ärzt*innen, das Gesundheitsamt, Hebammen, Schwangerschaftsberatungsstellen, Kliniken, die Jugendhilfeträger und psychiatrische Einrichtungen. Auch in Remscheid ist die pro familia Kooperationspartner im Netzwerk „Frühe Hilfen“.

Eine der neueren Herausforderungen der pro familia und ihrer Netzwerkpartner*innen stellen die deutlich gestiegenen Anfragen von Menschen mit Migrationshintergrund oder Personen, die sich noch im Asylverfahren befinden, dar. Die Zusammenarbeit mit dem Sozialamt, dem Jobcenter und Dolmetscher*innen etc. ist unabdingbar, um den Klient*innen eine adäquate Hilfestellung bieten zu können. Gerade vor dem Hintergrund fehlender Sprachkenntnisse ist es häufig nicht ausreichend, Hilfesuchende nur an entsprechende Institutionen weiter zu verweisen. In Remscheid hat das kommunale Integrationszentrum der Stadt ein ehrenamtliches Dolmetschernetzwerk zusammengestellt, auf welches Einrichtungen bei Bedarf zugreifen können.

Weiterhin gibt es durch unsere Angebote der Verhütungs-, Schwangeren- und Konfliktberatung bereits seit vielen Jahren eine gute Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Arztpraxen. Es ist unerlässlich sich gegenseitig über Angebote und Änderungen zu informieren. Bundesweit gibt es z.B. immer häufiger Schwierigkeiten mit der ärztlichen Versorgung im Falle eines Schwangerschaftsabbruches. Hier müssen Beratungsstellen informiert sein, um den sowieso oft schon überforderten Klientinnen verlässliche Praxen und Kliniken nennen zu können, die einen Abbruch durchführen. In Remscheid ist die Situation der Versorgung beim medikamentösen sowie operativen Abbruch seit Jahren kontinuierlich gewährleistet. An dieser Stelle ein Dank an die entsprechenden Praxen für diese leider nicht selbstverständliche Leistung.

Zum Thema Verhütungsmittel besteht seit Jahren eine gute Kooperation mit der Stadt. Sie finanziert den von uns verwalteten Verhütungsmittelfonds und unterstützt damit hilfebedürftige Frauen und Familien. Im Jahr 2019 wurde das Budget des Fonds erhöht. Wir freuen uns, dass nun noch mehr Frauen eine selbstbestimmte verantwortungsbewusste Familienplanung ermöglicht werden kann. Auch um über Angebote wie dieses zu informieren, nutzen wir das Remscheider Netzwerk.

Eine weitere Kooperation unter der Leitung der Stadt Remscheid stellte 2019 das Präventionsprojekt „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der und durch die Jugendhilfe“ dar. Hier arbeitete die pro familia eng mit unterschiedlichen Trägern zusammen, um Jugendliche in Remscheider Schulen über das Thema Sexualisierte Gewalt aufzuklären und zu sensibilisieren. Das Kind im Falle einer Trennung nicht aus den Augen zu verlieren, sondern die Rolle als Eltern weiterhin gut auszuführen, steht im Fokus des Netzwerkes Kind im Blick. Regelmäßig werden Elternkurse nach einem speziell entwickelten Konzept unter der Leitung extra dafür ausgebildeter Fachpersonen zu diesem Thema angeboten. Die Durchführung wäre einer Beratungsstelle alleine nicht möglich. Dies ist ein besonders gutes Beispiel dafür, wie wichtig Netzwerkarbeit ist.

Zu Kooperieren und Kontakte zu knüpfen ist unverzichtbar und wichtig. Im Jahr 2019 konnte auf einer Veranstaltung so z.B. auch das Remscheider Seniorenbüro auf unsere Angebote, Fähigkeiten und Themen aufmerksam werden und gemeinsam einen Abend unter dem Titel „Liebe im Alter“ gestalten. Nach einem Impulsvortrag unserer Psychologin Kerstin Hohs fand ein sehr lebendiger Austausch zwischen den Teilnehmer*innen statt. Qualität

Nochmals gestiegen ist die Zahl der Beratungen zu sozialrechtlichen Themen während der Schwangerschaft (Elterngeld (+), Mutterschutz etc.) angestiegen. Der Bedarf ist enorm und die Beratungen sehr umfangreich. Um trotzdem möglichst vielen Anfragen gerecht zu werden, finden unsere Infonachmittage nun noch häufiger statt. Beratungsfälle, sortiert nach Erstanlass (Übersicht ohne Gruppenveranstaltungen) 31 Personen haben das ehrenamtliche Angebot der rechtl. Information zu Trennung und Scheidung, durch unsere Fachanwältin Fr. Schneider, in Anspruch genommen.

(pro familia Beratungsstelle Remscheid Winkelstr. 2a, 42853 Remscheid remscheid@profamilia.de Tel: 02191 / 973303, Fax: 02191 / 973304 www.profamilia.de Büro- und Anmeldezeiten: Mo – Do: 9:00 Uhr – 13:00 Uhr / Di + Do: 15:00 Uhr –18:00 Uhr Zum Erhalt unserer Arbeit sind wir auf Spenden angewiesen. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung! Stadtsparkasse Remscheid IBAN DE 06 3405 0000 0000 0107 77 – WELADEDRXXX)

Kreditfinanzierung in der Krise sicherstellen

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Die aktuelle wirtschaftliche Krise trifft nach einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Nordrhein-Westfalen bereits 90 Prozent aller Unternehmen. „In vielen Fällen hilft das Sofortprogramm des Landes mit seinen Zuschüssen in Höhe von 9.000 bis zu 25.000 Euro zumindest kurzfristig die Liquidität zu sichern. Aber das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein, gerade für die größeren Unternehmen“, betont Michael Wenge, Hauptgeschäftsführer der Bergischen IHK. „Außerdem gilt das Programm nur bis 50 Mitarbeiter. Der größere Mittelstand hat nichts davon. Deshalb ist es so wichtig, dass die Kreditfinanzierung jetzt reibungslos läuft“, so Wenge weiter. Die öffentlichen Banken würden da auch mitziehen und hätten ihre Finanzierungsangebote mittlerweile erheblich ausgebaut, so Wenge.

„Wir haben aber eine ganze Reihe von Onlinekonferenzen mit verschiedenen Branchen geführt und unisono kamen dabei auch immer wieder Probleme bei der Bankfinanzierung zur Sprache“, erläutert Thomas Grigutsch, der in der Bergischen IHK die Krisen-Unterstützung für Unternehmen koordiniert. Darauf müsse man als IHK reagieren. Man biete sich den Mitgliedsunternehmen daher ab sofort verstärkt als Mediator in Richtung der Hausbanken an. Es sei klar, dass die Kreditinstitute auch weiterhin an alle rechtlichen Regularien bei der Kreditvergabe gebunden seien. Den deutlich ausgeweiteten Haftungsfreistellungen der öffentlichen Finanzierungsprogramme auf bis zu 90 Prozent müssten die Banken aber Rechnung tragen. Wenn Banken in dem Zusammenhang aber zum Teil eine aktualisierte Wirtschaftlichkeitsprognose für die nächsten drei Jahre sehen wollen, ist das im Angesicht der jetzigen Situation befremdlich“, so Grigutsch und weiter: „Auf der anderen Seite muss den Bankkunden auch klar sein, dass es keine Kredite auf die Hand gibt und man als Unternehmen auch bei den staatlichen Angeboten voll im Risiko steht. Auch die öffentlichen Banken lassen sich eine Vollhaftung der Unternehmer schriftlich geben.“
Betroffene Unternehmen können sich ab sofort über die E-Mail-Adresse clearing@bergische.ihk.de an die Bergische IHK wenden. Neben den Kontaktdaten und dem Firmennamen sei dabei eine kurze Schilderung des Sachverhalts wichtig. Die IHK wird dann kurzfristig mit dem betroffenen Unternehmen Kontakt aufnehmen und das weitere Vorgehen, gegebenenfalls unter Einschaltung der Hausbank, absprechen.

Telefonseelsorge auch in den Moscheegemeinden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Zwischenzeitlich gibt es laut Gesundheitsamt 80 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von diesen gelten 33 als genesen. Die Zahl der bekannten Verdachtsfälle (= angeordnete häusliche Quarantänen) unter den Remscheiderinnen und Remscheidern liegt bei 508. Die Krankenhäuser melden vier stationäre Verdachtsfälle (Testergebnisse liegen noch nicht vor). Einer davon ist intensivpflichtig, außerdem sieben positiv getestete Personen in stationärer Behandlung, davon drei auf der Intensivstation.

Nachstehende Ansprechpartnerin und Ansprechpartner kümmern sich in den Moscheegemeinden um die Seelsorge:

  • DITIB: Moschee-Vorsitzender: Metin Göcer, mobil 0177 1751314. Imam: Kerim Koc, mobil 0178 4128295. 
  • ATIB: Moschee-Vorsitzender: Tevfik Baylan, mobil 0172 1808420. Imam: Ibrahim Aksoy, mobil 0178 1645018.
  • Freiheitstraße Ülkü Ocagi: Frau Selma Temizyürek, mobil 0157 78838313.
  • IGMG: Imam: Mehmet Akif Ayvacik, mobil 0172 3786778.

Alle mehrsprachigen Informationen zum Corona-Virus unter www.remscheid.de/KI. Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

Erste Betriebe stocken Kurzarbeitergeld auf

Pressemitteilung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di),  Bezirk Düssel-Rhein-Wupper

In Wuppertal und Solingen wurden Aufstockungen zum Kurzarbeitergeld in verschiedenen Betrieben vereinbart. „Das gesetzliche Kurzarbeitergeld mit 60 bzw. 67 Prozent des Nettogehaltes reicht sehr häufig nicht zum Leben und für die Miete“, betont Uwe Foullong, stellv. Geschäftsführer des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper, „deshalb fordern wir eine deutliche Aufstockung, wie es bereits in einigen Betrieben gelungen ist.“ So werde im Wuppertaler Nahverkehr (WSWmobil) das Kurzarbeitergeld auf 100 Prozent des Nettogehaltes aufgestockt. Bei Rheingold-Reisen in Wuppertal sowie beim Busunternehmen Wiedenhoff in Solingen gilt ein Kurzarbeitergeld in Höhe von bis zu 87 Prozent. Auch die Bäderbetriebe in Hilden haben eine Vereinbarung mit einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes auf 85Prozent des Nettogehaltes unterzeichnet. „Diese Aufstockungen sind dringend erforderlich“, betont Foullong, „So verdient zum Beispiel eine Verkäuferin bei Vollzeit netto 1.354 Euro monatlich und würde bei 60 Prozent nur 812 Euro erhalten, bei einer 90 prozentigen Aufstockung jedoch 1.218 Euro.“

Wer als alleinstehender Beschäftigter vor der Krise nicht mindestens 2.750 Euro brutto pro Monat verdient habe, hat bei einem vollständigen Arbeitsausfall, also bei Kurzarbeit 0, einen Anspruch auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen. Viele Beschäftigte verdienten nur unterhalb dieser Grenze, sodass vielen jetzt der Gang zum Jobcenter drohe. Jetzt räche sich, dass die Politik dem Wuchern des Niedriglohnsektors jahrelang tatenlos zugesehen habe. „Deshalb sind Aufstockungen des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes dringend nötig“, so der Gewerkschafter.

Im Team lässt sich so einiges mehr schaffen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid hat zum 1. April eine Brandmeisteranwärterin und elf  Brandmeisteranwärter eingestellt. Sie erwartet ein umfangreiches Schulungspensum, das Erlernen von Teamwork und die Vorbereitung auf den Ernstfall. Eineinhalb Jahre werden bei der Berufsfeuerwehr Remscheid sehr viel Theorie unterrichtet und praktische Abläufe trainiert. Mehrmals wöchentlich geht es zudem zum Dienstsport, um fit für den anstrengenden Einsatz zu werden. Die Ausbildung wird den Teilnehmern in den kommenden 18 Monaten geistig und körperlich einiges abverlangen und den einen oder anderen an seine Grenzen bringen. Jedoch lernen die Auszubildenden auch, dass man im Team so einiges schaffen kann…

Los geht es mit einer fünf Monate dauernden Grundausbildung. Während dieser Zeit wächst der Lehrgang immer mehr zusammen. Die Grundtätigkeiten im Brandschutz, der technischen Hilfeleistungen sowie bei Gefahrstoffunfällen werden durch die Ausbildungsabteilung der Feuerwehr Remscheid geschult, um „Sicherheit aus einer Hand“ (das Motto der Feuerwehr Remscheid) nach Abschluss der Laufbahnprüfung professionell gewährleisten zu können.

Ausdauertraining, Leichtathletik und Schwimmen hält die Brandmeisteranwärter fit. Ziel ist es unter anderem, die Halbmarathonstrecke zu bewältigen. Am Ende der ersten fünf Monate muss schließlich nicht nur die Zwischenprüfung bestanden, sondern auch das Deutsche Sportabzeichen und das Rettungsschwimmabzeichen abgelegt werden.

Die nächsten drei Monate stehen im Zeichen des Rettungsdienstes. Die Ausbildung zum Rettungssanitäter beinhaltet zum einen den Dienst auf den Rettungswagen, wie auch ein Krankenhauspraktikum. Am Ende stehen eine staatliche Rettungssanitäter-Prüfung und der Führerschein der Klasse CE zum Führen von Einsatzfahrzeugen an. Danach geht es ins Praktikum. Die Brandmeisteranwärter verbringen 25 Wochen in den drei Wachabteilungen der Berufsfeuerwehr. Auf 24 Stunden Einsatzdienst folgen im Durchschnitt 48 Stunden Erholungszeit. Einsätze, welche auf dem Übungshof der Feuerwache und in der Realbrandanlage trainiert wurden, sind nun gefestigt. Ebenfalls stehen Arbeiten in den Funktionswerkstätten an. Im Herbst 2021 folgt dann die alles entscheidende Prüfungswoche. Die Prüfung besteht aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen. Ist diese bestanden, dürfen sich die Nachwuchskräfte ab 1. Oktober 2021 Brandmeister/in nennen und die Reihen der Feuerwehr Remscheid verstärken.

Zum 1. April 2021 startet ein neuer Grundausbildungslehrgang für Brandmeisteranwärter/innen. Bis zum 17. Mai 2020 sind noch Bewerbungen im Onlineverfahren möglich unter https:/www.mein-check-in.de/remscheid/position-102048.

Jürgen Hardt lädt ein zum 2. Facebook-Live-Chat

Pressemitteilung von Jürgen Hardt(MdB, CDU)

Jürgen Hardt, der Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 103 Solingen, Remscheid und Wuppertal-Ronsdorf und- Cronenberg, steht allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern regelmäßig in Bürgersprechstunden zur Verfügung. Auch in Zeiten, in denen der persönliche Kontakt nicht möglich ist, möchte er weiterhin für diese erreichbar sein. Deshalb lädt er nach den positiven Rückmeldungen zum ersten Live-Chat am Dienstag zu einem weiteren Facebook-Live-Chat ein, um ihm direkt und unkompliziert Fragen zu stellen. Der zweite Facebook-Live-Chat findet statt am Freitag, 3. April, ab 15 Uhr. Wer teilnehmen möchte, geht auf www.facebook.de/JuergenHardt oder in die Facebook-App und sucht nach „Jürgen Hardt“. Dann wird ab 15 Uhr der Live-Chat angezeigt. Dort kann man schriftlich seine Fragen stellen und Jürgen Hardt antwortet dann im Live-Video mündlich direkt darauf. Jürgen Hardt freut sich über Fragen und Anregungen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Corona: Frauenhäuser benötigen Unterstützung

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Die aktuelle Situation stellt die Frauenhilfestruktur vor enorme Hausforderungen. Unsere Fraktion hat dieses wichtige Thema in einer außerordentlichen Sitzung des Ausschusses für Gleichstellung und Frauen mit der Landesregierung beraten. Leider haben uns die Antworten der Landesregierung nicht in dem Maße beruhigt, wie wir es uns gewünscht hätten“, erklärt der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Aus Remscheid sind bislang keine Engpässe vor Ort berichtet worden. Ganz im Gegenteil: Hier machen sich viele Gedanken, wie und wo zusätzliche Angebote entstehen könnten. Die Hilfe für Frauen funktioniert aber nur in einem engen landesweiten Netz, denn häufig wollen Frauen in Nachbarstädten oder anderen Regionen und nicht direkt am eigenen Wohnort sicher untergebracht werden.“

Das zuständige Ministerium sehe offenbar aktuell keinen dringenden Handlungsbedarf, um weitere Kapazitäten in den Frauenhäusern zu schaffen. Auch wenn der aktuelle Blick auf die Platzvergabe noch geringfüge Kapazitäten offenbare, werde dennoch deutlich, dass sich die Situation mit jedem weiteren Tag verschärfen kann. Dann erst über notwendige Maßnahmen zu beraten, könnte für viele betroffene Frauen und Kinder zur Verschärfung der Notlage führen.

„Unsere Fraktion im Landtag hat von einigen Frauenhäusern und Frauenberatungsstellen übermittelte praktische Verbesserungsvorschläge eingebracht. So könnten jetzt beispielsweise digitale Angebote zügig ausgeweitet werden, damit mehr Frauen erreicht werden können. Konstruktive Ansätze für eine praktische Erleichterung der alltäglichen Arbeit werden aber von der Landesregierung abgelehnt. Wir sind jedoch der Auffassung, dass alternative Beratungsformen der Hilfestellung in Betracht gezogen werden müssen.

Darüber hinaus müssen die Einrichtungen mit finanziellen Ressourcen unterstützt werden. In dieser Zeit sollten sich die Mitarbeiterinnen nicht noch mit finanziellen Sorgen auseinander setzen müssen. Wir haben in unserem Forderungskatalog an das Hilfspaket der Landesregierung die besonderen Bedarfe der Frauenhilfestrukturen betont. Leider macht die Ministerin nicht deutlich, ob finanzielle Mittel aus diesem Hilfspaket auch an die Frauenhilfeeinrichtungen fließen werden. An dieser Stellen hätten wir uns konkrete Zugeständnisse gewünscht.“

Kinderzuschlag „Notfall-KiZ“ ab dem 1. April

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

In der Corona-Krise wird der Kinderzuschlag (KiZ) vorübergehend zum Notfall-KiZ. Er soll insbesondere Familien helfen, die kurzfristig ein geringeres Einkommen haben und deswegen Unterstützung benötigen. Mit dem Notfall-KiZ werden auch Selbständige oder Eltern erreicht, die noch keine zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und deswegen keinen Zugang zu Kurzarbeiter- oder Arbeitslosengeld haben. Berechnungsgrundlage für den Kinderzuschlag ist bislang das durchschnittliche Einkommen der vergangenen sechs Monate. Beim Notfall-KiZ erfolgt die Berechnung vorübergehend anhand des Elterneinkommens aus dem letzten Monat vor Antragstellung. Bei Antragstellung im April 2020 ist also zum Beispiel das Einkommen aus März 2020 relevant. Durch diese zeitlich befristete Umgestaltung kann der KiZ die aktuelle krisenbedingte Lebenslage von Familien, die in den Einkommensbereich der Leistung fallen, besser erfassen.

Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt viele Familien vor große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen. Die Regelungen zum Notfall-KiZ sind Teil eines Sozialschutz-Paketes, das am 29. März in Kraft getreten ist und gelten ab dem 01.04.2020. Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) unterstützt das Bundesfamilienministerium Familien, in denen der Verdienst der Eltern nicht für die gesamte Familie reicht. Aber – nicht jede Familie hat tatsächlich einen Anspruch auf KiZ. Zur ersten Orientierung, ob ein Anspruch vorliegt, hilft der „KiZ-Lotse“: https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/kiz-lotse. Alle Informationen zum Notfall-KiZ und die Möglichkeit zur Onlinebeantragung finden Sie hier: www.notfall-kiz.de.

Menschen in Quarantäne erhalten Rat am Telefon

Pressemitteilung der Remscheid

Zwischenzeitlich gibt es laut Gesundheitsamt 69 positiv getesteten Remscheiderinnen und Remscheider, von denen 32 als genesen gelten. Die Zahl der bekannten Verdachtsfälle (= angeordnete häusliche Quarantänen) liegt bei 456. Die Krankenhäuser melden drei stationäre – teilweise intensivpflichtige – Verdachtsfälle (Testergebnisse liegen noch nicht vor), außerdem acht positiv getestete Personen in stationärer Behandlung befinden, zwei davon auf der Intensivstation.

Psychologische Beratung, Seelsorge und Bestattung in Zeiten von Corona: Im Auftrag des Krisentabs hat die von Dr. Jana Schrage geleitete Arbeitsgruppe „Psychologische Beratung, Seelsorge und Bestattungen“ ein neues Angebot  der Psychologischen Beratung geschaffen und eine Handreichung mit den wichtigsten Bestimmungen zu Bestattungen für Remscheider Bestattungsunternehmen und Glaubensgemeinschaften entwickelt. Unter der Hotline RS 16 3888 stehen Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr psychologisch ausgebildete und erfahrene Beraterinnen und Berater der Psychologischen Beratungsstelle Remscheid für eine einmalige oder wiederholte telefonische Beratung bereit, beispielsweise, wenn es um familiäre Konflikte, Sorgen um Angehörige, Ängste, soziale Isolation, Streit um die Hausaufgaben der Kinder oder Umgang mit Tod und Trauer geht. Das Angebot richtet sich an Familien, Paare, alleinstehende Menschen, Kinder und Jugendliche. Um die Beratungen qualitativ und quantitativ zu stemmen, können die Fachkräfte an der Hotline auf ein großes Netzwerk in Remscheid zurückgreifen und werden die Anrufer bei Bedarf mit der passenden Einrichtung in Verbindung setzen. Natürlich können die Diakonie im Kirchenkreis Lennep, die Fachberatungsstelle Frühe Hilfen, die Familienberatung des Kinderschutzbundes, die ärztliche Kinderschutzambulanz, das Jugendamt Remscheid, Pro Familia, die Indigo-Frauenfachberatung und der Sozialpsychiatrische Dienst Remscheid auch weiterhin direkt kontaktiert werden. Im Seelsorgerischen Bereich stehen natürlich die Pfarrerinnen und Pfarrer in den Gemeinden zur Verfügung, und die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr erreichbar unter den Rufnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.

Der Sozialpsychiatrische Dienst der Stadt Remscheid hat damit begonnen, die Menschen, die sich in einer angeordneten Quarantäne befinden telefonisch zu kontaktieren und Beratung anzubieten. Die Gespräche geschehen selbstverständlich auf freiwilliger Basis.

Die neue Handreichung informiert Remscheider Bestattungsunternehmen und Glaubensgemeinschaften gezielt über die wichtigsten Bestimmungen zu Bestattungen. Sie zeigt auf, dass es auch in Zeiten des gesteigerten Infektionsschutzes möglich ist, sich von einem Menschen würdevoll zu verabschieden. Denn eine Trauerfeier ist nach wie vor erlaubt. Sie findest nur nicht wie zuvor in einer Trauerhalle statt, sondern unter freiem Himmel – wenn gewünscht auch vor der Kapelle. Wird jemand erdbestattet, wird sein Sarg vor der Trauerfeier neben dem Grab abgestellt und im Beisein der Trauergemeinde herabgelassen. Wer möchte, kann zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Friedhof zusammenzukommen, um an den Verstorbenen zu erinnern.
Muslime können Bestattungen weiterhin ohne Sarg vornehmen, wenn die verstorbene Person nicht an einer meldepflichtigen Krankheit – insbesondere an der COVID-19-Infektion – erkrankt war. Eine Überführung des Leichnams ins eigene Heimatland oder ins Heimatland der Eltern ist zurzeit so gut wie unmöglich. Die Arbeitsgruppe hat einen Plan erarbeitet, wie auch bei steigenden Todeszahlen die Lagerung von Leichnamen sowie Erd- und Feuerbestattungen bewältigt werden können.

Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona.

*** Bleiben Sie trotz des guten Wetters zuhause! Reduzieren Sie sämtliche sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum – auch in den eigenen vier Wänden! Das Virus ist der unsichtbare Feind!***