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Fisch als Zeichen der Kritik an Obrigkeit verblasste

Die hölzerne Forelle – anfangs war es ein stinkender Hering –  als Zeichen der Kritik an der preußischen Obrigkeit im Bergischen verblasste beim traditionellen „Forellenzug“, mit dem der Lenneper Schützenverein 1805 e.V. am Samstagmorgen sein 214. Lenneper Schützenfest eröffnete. Vom Alter Markt zogen die Schützen, wie immer angeführt von einer Kapelle, über die Kölner Straße, um an der Wetterauer Straße erste Station zu machen zwecks flüssiger und fester „Wegzehrung“. Dr. Ralf Flügge, der erste Vorsitzende des Schützenvereins, der als einziger noch die Tradition des Forellenzuges pflegt, nutzte diesen Halt, um unter den Teilnehmern den Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zu begrüßen. Keine Rede von Kritik! Stattdessen dickes Lob für den OB ob seiner Offenheit und Verlässlichkeit! Wer auch immer von der CDU im nächsten Jahr bei der Kommunalwahl gegen Mast-Weisz als Gegenkandidat für das Amt der Stadtoberhaupt antreten wird - Jens Peter Nettekoven (Lüttringhausen) oder Markus Kötter (Lennep) – dürfte diese Dankesrede wohl noch lange im Ohr tönen.

Caritas bittet: "Haben Sie ein Glas Marmelade übrig?"

Liebe RemscheiderInnen,

wie jedes Jahr um diese Zeit ist die Ernte im eigenen Garten in vollem Gange, und es wird kräftig eingekocht. Und wie in den vergangenen Jahren bitten wir Sie um eine Marmeladenspende für unser Café für wohnungslose Menschen in Remscheid in der Schüttendelle 40. Das Café hat an 365 Tages im Jahr geöffnet und bietet täglich ein kostenfreies Frühstück an.

Der Caritasverband finanziert das Frühstück über Spenden. Da diese Spenden jedoch sehr unregelmäßig erfolgen, kommt es immer wieder zu Engpässen.  Um auch in Zukunft dieses Angebot vorhalten zu können, sind die Helfer*innen der Caritas auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen. Und da gerade Erntezeit ist und viele Remscheider z.B. leckere Marmelade einkochen, bitten wir wieder um „Spenden“.

Vielleicht möchte Sie ja auch Marmelade aus den Vorjahren spenden, um wieder Platz für die frisch eingekochten Leckereien zu haben. Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit durch ein Glas Marmelade. Das Tagescafé in der Schüttendelle 40 hat täglich von 8 bis 14 Uhr geöffnet (Sa und So 8 bis 12 Uhr). Wir freuen uns auf Ihren Besuch. (Rückfragen gerne unter Tel. RS 929606).

Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz

In Kooperation mit der Stiftung „Denkmal für die ermordeten Juden Europas“, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Nordrhein-Westfalen, sowie der Stiftung „Gedenken und Frieden“ lädt der Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. zur Eröffnung der Ausstellung „Was damals Recht war ... – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht“ für den 6. September um 12 Uhr in die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall. (Bitte nutzen Sie den Zugang über die Treppe gegenüber der Hausnummer 61 der Martin-Luther-Straße, Parkmöglichkeit auf dem Schützenplatz)

Die Wanderausstellung informiert über Unrecht und Willkür der NS-Militärjustiz und dient der gesellschaftlichen Verankerung der erst zwischen 2002 und 2009 erfolgten rechtlichen Rehabilitierung ihrer Opfer. Im Zentrum stehen Fallgeschichten, bei denen es nicht nur um Personen geht, die als Deserteure abgeurteilt wurden, sondern auch um so genannte Wehrkraftzersetzer und Volksschädlinge. Darüber hinaus werden Biografien von Angehörigen des Widerstandes in besetzten europäischen Ländern dargestellt. Insgesamt wurden mindestens 22.000 Menschen hingerichtet, unzählige andere starben in Lagern oder in Strafeinheiten. Die Fallgeschichten (auch aus unserer Region) werden in Überblicksdarstellungen zur Geschichte der deutschen Militärjustiz zwischen 1871 bis 1939 eingebettet. Auch nimmt die Ausstellung die Ausgrenzung und Nichtachtung überlebender Justizopfer in den deutschen Nachkriegsstaaten in den Blick.

Zur Eröffnung der Ausstellung werden neben einem Vertreter des Remscheider Vereins auch Thomas Kutschaty (MdL, SPD), Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der Stadt Remscheid und Dr. Ulrich Baumann, stellvertretender Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Kurator der Ausstellung, das Wort ergreifen.

Netzwerk Hasten: Was in Kürze auf dem Programm steht

Der Service des Waterbölles
für alle Hastener Vereine

„Hasten für Hasten“ e.V. mit Whiskyführung

28. September, 15 Uhr: Whiskyführung „Hastener Bürger öffnen ihre Türen zum Gucken und Whisky tasten“ mit Lars Johann (IG Remscheider Stadtführer in Kooperation mit „Hasten für Hasten“ e.V., Anmeldung erforderlich, Tel. 666861, 40 €)

Der "Steffenshammer - Förderverein für historische Schmiedetechnik stellt seine Termine für 2019 vor

bis Oktober jeden 3. Samstag im Monat von 11 - 17 Uhr freie Besichtigung des Hammers. Individuelle Führungen sind nach Kontaktaufnahme von April bis Oktober möglich. Ansprechpartner: Dieter Orth Tel. 0179 / 229 13 12 Lutz Kleuser Tel. 0160 / 977 95 337, E-Mail info@steffenshammer.de.Sonstige Informationen über www.steffenshammer.de. Das Team des Steffenshammer freut sich auf Ihren Besuch.

Das NETZWERK HASTEN kommt am Dienstag, 29. Oktober, zum 5. Mal zusammen

Treffpunkt ist um 19 Uhr das Johannes-Schmiesing-Haus der ev. Stadtkirchen-Gemeinde, Büchelstr. 47a. Themen werden u.a. sein: Martinsumzüge auf Hasten, die Werkzeugtrasse, Stadtteilentwicklung, Trassenlauf sowie das geforderte Tempolimit auf der Büchelstraße. Alle Hastener Vereine/Institutionen sind herzlich willkommen!

Forschertage für neugierige Bürgerinnen und Bürger

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Die umfangreichste Vorlesungsreihe für Bürgerinnen und Bürger des Bergischen Landes bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft – Schumpeter School of Business and Economics der Bergischen Universität am 12. und 13. September. Alle Interessierten können sich von 10 bis 17 Uhr in über 50 unterschiedlichen Kursen am Hauptcampus über verschiedenste Themen informieren. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist ab sofort über www.wuppertallive. de möglich.

Themen auf dem Hauptcampus Grifflenberg werden u.a. sein: „Lohnt sich eine Eheschließung aus steuerlichen Gründen?“, „Wo bitte kann ich meinen Mann und die Kinder steuerlich absetzen?“, „Von Kraken und Zwiebeln – was Meerestiere und Gartengemüse mit Datenschutz und IT-Sicherheit zu tun haben“, „Medizinische Versorgungen in Pflegeeinrichtungen“, „Der Schlaf und seine Einflüsse auf unsere psychische Gesundheit“, „Investition in Bildung – Wirkung unbekannt?“ oder „Warum sich Banker nicht anders verhalten als eine Horde Antilopen“. Außerdem bietet das Sprachlehrinstitut Schnupperkurse in Spanisch, Italienisch, Niederländisch und weiteren Sprachen an. Es gibt einen „Historischen Spaziergang“ mit dem Uniarchivar und eine Bibliotheksführung mit Blick über Wuppertal. Das detaillierte Programm und weitere Informationen unter https://www.transfer.uni-wuppertal.de/de/veranstaltungenaktivitaeten/ forschertage.html. (Uwe Blass)

Neuregelung des Landes führt zu Mehrbelastung

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Seit dem 1. Juli  ist das Landesamt für Finanzen in NRW durch ein Gesetz von CDU und FDP zentral dafür zuständig, staatliche Unterhaltsvorschüsse bei säumigen Elternteilen wieder einzutreiben. Die Grundidee dabei: Größere Kapazitäten sollen zu einer schnelleren Bearbeitung der Anträge führen und die Zahlungsforderungen gegen säumige Eltern effektiver verfolgt werden. Das sollte vor allem die Städte und Gemeinden entlasten, die durch die Ausweitung des Anspruchs auf Unterhaltsvorschuss nicht mehr nur für Kinder bis zum 12., sondern nunmehr bis zum 18. Lebensjahr in Vorleistung gehen.

Entgegen vollmundiger Behauptungen der Landesregierung hat die Neuregelung aber in fast allen Kommunen mit eigenem Jugendamt zu einer Mehrbelastung bei den kommunalen Ausgaben geführt. Das gilt auch für die Stadtverwaltung Remscheid: Lagen die kommunalen Ausgaben für den Unterhaltsvorschuss 2016 hier noch bei 822.036,16 Euro, so sind sie im Jahr 2018 auf 1.211.979,75 Euro gestiegen. Das geht aus der Antwort von Finanzminister Lutz Lienenkämper auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion im Landtag NRW hervor. Hintergrund dabei ist die Einführung einer sogenannten „Altfallregelung“, durch die die Kommunen auf allen Fällen sitzen geblieben sind, die vor dem 1. Juli 2019 registriert worden waren. Noch im April hatte Lienenkämper in einer ersten Antwort behauptet, dass sich durch die Abwicklung bestehender Altfälle „bei den Kommunen weder Mehraufwand noch […] Mehrkosten“ ergeben hätten.

Dazu Sven Wolf: „Wie aus der jetzt nachgereichten Aufstellung hervorgeht, sind bei den Kommunen Mehrkosten in Höhe von insgesamt 32 Millionen Euro entstanden. Für Remscheid sind die Kosten um rund 390.000 Euro gestiegen. Der Finanzminister hatte den Landtag ursprünglich also falsch informiert. Jetzt muss die Landesregierung zähneknirschend zugeben, dass die von ihr versprochene Entlastung in den meisten Fällen zu einer Mehrbelastung geworden ist. Die Fallzahlen und damit auch die Altfälle steigen durch die Leistungsausweisung deutlich an. Damit hat sich die Landesregierung selbst entlarvt.“

Bei zweitem Geldsegen könnte die Stadt hoffen

Sollte es im kommenden Jahr eine zweite Auflage des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ geben, könnte das Remscheider Freibad im Eschbachtal darauf hoffen, vom Geldsegen aus Berlin doch noch etwas abzubekommen. In diesem Jahr war Deutschlands ältestes „Strandbad“ leider leer ausgegangen. Für eine Fortsetzung des Förderprogramms will sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Hardt einsetzen. Das sagte dieser gestern Stadtdirektor Sven Wiertz und Stefan Grote, dem Vorsitzenden des Fördervereins Freibad Eschbachtal e.V., bei einem konstruktiven Ortstermin.

Im August 2018 hatte die Stadt aus dem Fördertopf des Bundes 4.038.000 € beantragt. Zunächst war von beantragten neun Millionen Euro die Rede gewesen. Ein Fachunternehmen hat den gesamten Sanierungsstau im Freibad auf rund zehn Millionen € geschätzt. Für den ersten Bauabschnitt (Stützwand / Technikgebäude / Technik komplett) waren dann aber „lediglich“ die 4,03 Millionen € beantragt worden. Doch trotz des historischen Hintergrundes als ältestes Binnenfreibad Deutschlands mit künstlicher Wasserzufuhr war der Antrag in der Haushaltssitzung des Deutschen Bundestages am 10. April 2019 nicht berücksichtigt worden. Der Grund, so Hardt gestern: Das Bundesprogramm war mit rund 1.300 Antragstellern neunfach überzeichnet. Stefan Grote hatte daraufhin enttäuscht einen Offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten geschrieben: "Dies ist für uns wie ein Schlag ins Gesicht!" Eine Reaktion, für die Grote Hardt gestern um Verständnis bat. Schließlich müsse das Freibad dringend saniert werden, könne aber von der finanzschwachen Stadt die nötigen Gelder nicht erwarten. Das bestätigte bei dem Treffen Stadtkämmerer Sven Wiertz.

Innenstadt braucht Brunnen für ein besseres Klima

Zur Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Remscheid am 27. August und zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 5. September hat die SPD-Fraktion einen Antrag zur  Wiederinbetriebnahme der außer Betrieb befindlichen Brunnen gestellt, konkret: Die Verwaltung möge prüfen, ob eine Wiederinbetriebnahme dieser Brunnen erfolgen könne und welche Mittel hierfür einmalig und dann dauerhaft erforderlich seien.

Zur Begründung heißt es: „Die zunehmende Hitze aufgrund des Klimawandels bekommen insbesondere die Städte zu spüren. Für Menschen, die vor allem in der zugebauten Innenstadt wohnen, sind die Temperaturen jenseits der 35 Grad oftmals ein Graus. Vor allem in unserer dicht bebauten Innenstadt sammelt sich die Hitze und es entstehen sogenannte „HotSpots“ (Wärmeinseln). Auch in der Nacht sinken die Temperaturen durch die Bebauung und den Asphalt kaum ab. Bei großer Hitze sehen wir die Unterschiede zwischen Innenstadt und Außenstadt besonders stark. Da hilft nur eine Klimaanlage, und diese findet sich in Form von Wasserbrunnen im Stadtgebiet wieder. Brunnen verbessern das Klima in der Innenstadt und sind ein wichtiges Element im öffentlichen Raum. Gerade an heißen Tagen können sie wohltuend sein und verbessern das Kleinklima. Doch nicht nur die Luft kühlt ab, auch Mensch und Tier können sich selbst im Brunnen abkühlen. Je größer die Wasserfläche, desto größer die Verdunstungsrate. So lässt sich zunehmend lokal eine höhere Abkühlung erreichen. Stadtplaner müssen sich neu orientieren, um sich zu wappnen. Das heißt: Mehr Grün, mehr Wasserstellen, weniger Beton!“

Einmal im Monat auch eine Ernährungssprechstunde

Angela Göltsch.

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Eine individuell auf die persönliche Situation abgestimmte Ernährung steigert Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und Lebensfreude! Im Rahmen der Arbeits- und Gesundheitsförderung bietet Diplom-Oecotrophologin Angela Göltsch jeden 3. Montag zwischen 12 und 15.15 Uhr eine kostenlose Ernährungsberatung für Kundinnen und Kunden der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal im Berufsinformationszentrum (BiZ) in Wuppertal, Hünefeldstraße 10a, an. Unter der Telefonnummer 0151 505 88 691 kann ein Beratungstermin für den 19. August direkt mit Frau Göltsch abgestimmt werden. Eine Anmeldung zu der Veranstaltung ist unbedingt erforderlich!

Aktuelle IW-Studie nennt bergische Problemstädte nicht

Wer im Suchfeld des Waterbölles (rechts oben auf der Startseite) den Begriff „Aktionsbündnis“ eingibt, bekommt aktuell 106 Einträge angezeigt. Nicht alle beziehen sich auf das gleiche Bündnis, wohl aber die meisten: Auf das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden“, das die dramatische Finanznot vieler Gemeinden anprangert. Der erste Bericht darüber im Waterbölles („Kommunen unverschuldet vor dem finanzpolitischen Ruin“) datiert auf den 18. Dezember 2009. Damals zogen die Stadtspitzen und Kämmerer aus 19 Städten des Ruhrgebietes und des Bergischen Landes (darunter für Remscheid Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz und Stadtkämmerin Bärbel Schütte) mit Transparenten (Foto) zum Düsseldorfer Landtag und redeten mit Landtagspräsidentin Regina van Dinther und NRW-Finanzminister Dr. Helmut Linssen Klartext: „Wir wollen, dass die Probleme endlich von der Politik richtig aufgenommen werden. Wir wollen die Kehrtwende, um aus der Schuldenfalle herauszukommen!“

Das ist bis heute nicht gelungen. Trotz vieler ähnlicher Protestaktionen (auch in Berlin) und Mahnschreiben an Landes- und Bundespolitiker. Über den jüngsten Brief der betroffenen Kommunen an die Politik berichtete der Waterbölles am 8. Juli: „Finanzschwache Kommunen brauchen Neustart“. Und einen Tag später kam Oberbürgermeister Burkhard mast-Weisz im Waterbölles in einem Video zu Wort: „Keine Lösung für Altschulden von 70 Kommunen“. Man sollte also meinen, das Finanzproblem hätte sich in den vergangenen zehn Jahren herumgesprochen und sei auch für Experten eine unstrittige Tatsache. Auch für die des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Doch was ich gestern über die jüngste IW-Studie über „Problemregionen“ in Deutschland in Erfahrung bringen konnte, bestätigte meine Vermutung: Das Bergische Land wird in der Studie überhaupt nicht genannt.

In einem Artikel über die neue IW-Studie auf der Titelseite der gestrigen Ausgabe der Westdeutschen Zeitung (WZ) bzw.… des Remscheider General-Anzeigers („Jede fünfte Region könnte den Anschluss verlieren“) steht der Satz: „Städte im Verbreitungsgebiet dieser Zeitung gehören nicht zu den Krisenregionen“. Richtig wäre gewesen „zu den in der Studie genannten Krisenregionen“. Denn natürlich haben auch die Kolleginnen und Kollegen des RGA in den vergangenen zehn Jahren mehrfach über das Aktionsbündnis „Raus aus den Schulden“ berichtet.

Bleibt die Frage, warum die Verfasser der Studie Remscheid, Solingen und Wuppertal nicht gesondert erwähnt haben. Ich werde sie dem Institut in Köln in  der nächsten Woche stellen.(„Kommunen unverschuldet vor dem finanzpolitischen Ruin“)

 

Unruhe unter Glassiepen-Mietern wegen neuem Besitzer

Seit dem 1. August überweisen die Mieter der rund 120 Wohnungen in „Hof Glassiepen“, Peterstraße 26, ihre Miete auf ein neues Konto. Denn der Eigentümer des 1992 - 1993 gebauten Gebäudekomplexes hat gewechselt. Auf der Internetseite der AWO Remscheid findet sich diese Information bislang nicht. Dort ist vielmehr nach wie vor die Rede von der „Wohnanlage der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH“. Das kann den Eindruck erwecken, als sei die AWO nicht nur der Anbieter von Pflegediensten für die dort wohnenden Senioren, sondern auch der Vermieter der Anlage. Tatsächlich aber ist die AWO dort selbst nur Mieter. Besitzer (Vermieter) der Wohnungen war bisher die Gisela Hübeler Immobilienverwaltung, Industriestr. 23. Diese hat ihr Invest zum 1. August an die Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH veräußert. Diese Information haben die Senioren schriftlich – verbunden mit der neuen Kontonummer. Eine Mieterversammlung, auf der sie die neuen Eigentümer hätten kennenlernen können, habe es noch nicht gegeben; entsprechend groß sei die „allgemeine Verunsicherung und Unruhe“, erfuhr der Waterbölles von einer Mieterin.

Mitteilsamer als der neue Eigentümer der Anlage ist im Internet die Online-Plattform „Zinsland“ der Civum GmbH in Hamburg. Zitat: . „Aus dem Kaufpreis wurde die öffentliche Förderung abgelöst, die zehn Jahre nachwirkt und die Mieter entsprechend schützt.“ Dies lässt sich so verstehen, dass den Mietern akut kein Ungemach droht; es könnte jedoch auch genau das Gegenteil bedeuten. Das erforderte eine Rückfrage bei Zinsland/Civum. Die schnelle Antwort von Torben Jensen: „Durch den Besitzerwechsel wird sich für die Mieter für die Dauer von zehn Jahren nichts ändern.“Der folgende Satz auf der Homepage zeigt auf, wohin nach dieser Frist die Reise gehen soll „Es werden noch Renovierungsmaßnahen durchgeführt und die einzelnen Eigentumswohnungen dann verkauft.“ Mit anderen Worten: Wird eine Wohnung durch Auszug oder Tod frei, will der neue Investor sie  zu Geld machen.

Der Vertrieb der Eigentumswohnungen sei bereits angelaufen, heißt es bei „Zinsland“. Und es gibt auch schon eine eigene Internetseite für die künftigen Eigentumswohnungen, überschrieben mit „Service Wohnen Remscheid“. Das macht deutlich, dass hier gezielt die Käuferschicht der Senioren angesprochen wird. Kaufpreis einer Wohnung: ab 101.000 Euro. Bei Zinsland wird das Remscheider Objekt wie folgt beworben: „In insgesamt vier Gebäudekörpern, die um einen Innenbereich mit zahlreichen Grünflächen angeordnet sind, finden sich 124 seniorengerechte 1- bis 3-Zimmer Wohnungen. Die Gesamtmietfläche beträgt ca. 7.074 Quadratmetern. Jede der barrierearm konzipierten Wohnungen verfügt über eine Einbauküche, einen getrennten Wohn- und Schlafbereich sowie einen Kellerraum und in der Regel einen Balkon. Zudem sind alle Wohnungen mit einem Notruftelefon und einer modernen Satellitenanlage für den TV-Empfang ausgestattet. Alle Gebäude verfügen über einen Fahrstuhl, einen eigenen Gemeinschaftsraum für verschiedene Aktivitäten sowie über Abstellräume für Rollstühle und Rollatoren mit eigener Ladestation für elektronische Gehhilfen und Fortbewegungsmittel. Insgesamt stehen zehn Einzelgaragen, 15 Tiefgaragenstellplätze sowie 15 Außenstellplätze als eigene Parkmöglichkeiten zur Verfügung.“  

Bestandteil der gegenwärtigen Mietverträge ist „ein Servicevertrag mit der AWO für Basisdienstleistungen, wobei die Mieter ergänzende Leistungen individuell dazu buchen können.“ Die Frage ist aber, ob die AWO an dem Objekt mittel- und langfristig auch dann festhält, wenn aus vermieteten Wohnungen zunehmend Eigentumswohnungen geworden sind – und die jüngeren (?) Bewohner an Pflegeleistungen kein Interesse haben. Womöglich könnten sich die angebotenen Pflegedienste unter einer bestimmten Zahl von Nutzern nicht mehr rechnen. Der gegenwärtige Pachtvertrag für die Tagespflege läuft allerdings noch fünf Jahre. Und wie Normen Dorloff, der Geschäftsführer der AWO Seniorendienste Niederrhein gGmbH in Essen, auf Nachfrage bestätigte, ist der Ausbau der Tagespflege in „Hof Glassiepen“ von zwölf auf 18 Plätze geplant. Die AWO sei in fünf Jahren an einem neuen Pachtvertrag für „Hof Glassiepen“ interessiert, so Dorloff.

Der neue Besitzer von „Hof Glassiepen“, die Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH (Stammkapital 25.000 Euro) mit Sitz in Sarstedt, Käthe-Paulus-Straße 2a, neu eingetragen beim Amtsgericht Hildesheim unter dem Aktenzeichen HRB 206109 im Februar dieses Jahres, ist Teil einer aus mehreren Projektgesellschaften bestehenden Firmengruppe. „Werner Ströer gründete 1992 gemeinsam mit Heinz Gorsler die Wert-Investition GmbH, aus der im 2016 die Wert-Investition Holding GmbH entstanden ist. Bis heute hat Herr Ströer die Geschäftsführung der Holding sowie aller Projektgesellschaften, wie auch der Wert-Investition Hof Glassiepen Grundbesitz GmbH, inne und realisierte mit seinem Team bereits mehrere hundert Projekte“, heißt es dazu bei „Zinsland“. Dort werden für das so genannte Crowdinvestingprojekt noch Privatanleger gesucht, „die sich in Zeiten von Niedrigzinsen fragen, wo sie ihr Geld noch anlegen sollen“. Geboten wird für eine Geldanlage ab 500 Euro bei einer Laufzeit von zwölf bis 15 Monaten eine Verzinsung von 6,5 Prozent p.a. Von dem angestrebten Fremdkapital von zwei Millionen Euro für „Hof Glassiepen“ seien bisher 1.050.000 € erreicht, so „Zinsland“. Als Höhe der Gesamtinvestition werden zwölf Millionen Euro genannt, davon 7,5 Millionen Fremdkapital, Crowdinvest zwei Millionen, Eigenmittel/ -leistungen: 1,972 Millionen Euro, Mieteinnahmen 528.000 Euro.

6,5 Prozent Zinsen, das lässt bei der allgemeinen Zinsflaute aufhorchen. Die Lösung: Es handelt sich um Nachrangdarlehen. Und das bedeutet für jeden Anleger „das Risiko eines Totalverlustes“, wenn der Darlehensnehmer, die GmbH, in Konkurs gehen sollte. Darauf macht im Internet das „Verbraucherschutzforum“ aufmerksam. Aber daraus macht auch Zinsland.de selbst keinen Hehl und verweist auf § 12 Abs. 2 Vermögensanlagengesetz: „Der Erwerb dieser Vermögensanlage ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Vermögens führen.“ Fünf der sieben Projekte, woran die Wert-Investition Holding GmbH beteiligt sei, befänden sich „immer noch ‚im Minus‘“, will das „Verbraucherforum“ herausgefunden haben.

90 Jahre Großstadt Remscheid wird gebührend gefeiert

Am morgigen Samstag sollen 90 Jahre Großstadt Remscheid gebührend gefeiert werden. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz möchte die Stadt das Zusammengehörigkeitsgefühl von 2014 wieder aufleben lassen und lädt alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger zu diesem Ereignis herzlich ein! Von 12 bis 22 Uhr erwartet sie ein buntes und vielfältiges Bühnenprogramm für die ganze Familie sowie viele weitere Attraktionen auf dem Theodor-Heuss-Platz und im Remscheider Rathaus. Auch für das kulinarische Wohl der Besucherinnen und Besucher ist mit einem abwechslungsreichen Produktangebot von herzhaft bis süß gesorgt.

Ab 21 Uhr lädt das Rathaus zu einer Reise in die Vergangenheit ein! Feiern Sie zur Musik der 1920-er Jahre und lassen den Abend bei lebhafter Stimmung sowie der ein oder anderen Getränkespezialität ausklingen! Das Programm nach Orten chronologisch:


RATHAUS REMSCHEID

11:30 bis 24 Uhr: Jubiläumsausstellung 90 Jahre Großstadt Remscheid
13 bis 18 Uhr: Turmführungen
14 bis 14.45 Uhr:& 17 bis 17.45 Uhr: Rathausführung mit Dr. Urs Diederichs
21 bis 24 Uhr: 20er-Jahre Party mit DJ Chris (Rathausfoyer)

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“
13:30 - 13.45 Uhr: Grußwort Herr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Foto)
13.45 Uhr:- 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band
20 bis 22 Uhr: YouWho

THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 20 Uhr: Feuerwehrwagen der Feuerwehr RS und Müllfahrzeuge der TBR, verschiedene Spielgeräte für die ganze Familie, Fotoaktion „Sie in 1929“
13.15 Uhr:- 13:30 & 15.45 Uhr:- 16 Uhr: Zauberei für die Kleinen
16 bis 16.30 Uhr:  #5630

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr:&13.45 Uhr bis 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG Auf die Bühne, fertig, los! Die Kindertanzgruppe der LTG tanzen wie die Stars auf der großen Bühne. Der Verein bietet von Tanz, Yoga, Zumba über Cycling, Nordic-Walking, Capoeira und Babyschwimmen Kurse für jeden Geschmack. Leidenschaft, Ehrgeiz, Freude, Offenheit, Gemeinschaft. All dies sind Attribute des Sports bei der Lenneper Turngemeinde 1860 e.V. www.ltg-sport.de
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“ Es war einmal in Remscheid zur Zeit eines großen Jubiläums. Alle freuten sich auf das Fest, planten, fieberten, organisierten… Alle? Nein nicht alle. Im Zirkus langweilte sich Leo, der Löwe. Er wollte lieber nach New York, um dort ein gefeierter Star zu werden. Aber die garstige Zoodirektorin, Hera Röntgen, hätte so etwas natürlich niemals erlaubt... Lassen sie sich entführen und erleben sie eine spannende Geschichte um Leo, unseren König von Remscheid!
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf Das passiert. Das entsteht. Das verzückt. Aus der Hüfte, fertig, los! Nach dem Motto „alles ist möglich“ zaubert Sascha Korf aus jedem Auftritt ein neues Ereignis. Seine unglaubliche Schnelligkeit, Energie und Sympathie sind der Motor der Show, gepaart mit grandioser Situationskomik, pointierten Alltagsbetrachtungen und wilden Improvisationen. www.sascha-korf.de
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“ Manche Filme kann man sich ohne Musik gar nicht vorstellen. Balu der Bär ohne sein Lied über Gemütlichkeit? Oder Timon und Pumbaa ohne Hakuna Matata? Die Sängerinnen Verena Itze und Meike Pöther euch mit auf eine Reise durch die Geschichte der Filmmusik und Kinderlieder zum Mitsingen.
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band Die Jim Rockford Band erweckt Emotionen – in jedem Song. Das facettenreiche Repertoire der Jim Rockford Band reicht von Modern, Standard, Dinner, Lounge, Jazz und Easylistening bis hin zu Pop, Soul, Gala, aktueller Chart und Party-Musik. Wenn sich eine eingespielte Profi Band auf wechselnde Solisten (Gesang, Saxophon) einlässt, entstehen einzigartige Interpretationen bekannter Songs, die das Publikum verzaubern. www.jim-rockford-band.de
20 bis 22 Uhr: YouWho Sechs Musiker der regionalen Band spielen ausschließlich Live-Musik mit einer hochexplosiven Mischung aus Rockklassikern, Partykrachern aus vier Jahrzehnten und aktuellen hartst rmer. ou ho bieten ein musikalisches Feuer erk auf höchstem Niveau mit perfekter Licht- und Soundtechnik und ist damit zu Recht eine der beliebtesten Coverbands in NRW. www.youwho.de.

Passend zum 90jährigen Stadtfest gibt’s am Verkaufsstand des Stadtmarketings auf dem Theodor-Heuss-Platz ein neues Remscheid-Souvenir. Der 2D-Magnet-Löwe aus Holz mit Druck in den Maßen 10 x 5,5 Zentimeter passt auf jedes Magnetbrett und an jeden Kühlschrank. Er ist für 3,50 Euro (2,94 Euro zuzüglich 19% MwSt.) mit der Artikelnummer 10008 ab sofort auch online auf www.unser-remscheid.de zu bestellen. Ab heute, Freitag, ist er auch beim Stadtmarketing (Alleestraße 6-8, 1. Etage, 42853 Remscheid) und in der ErlebBar (Hindenburgstraße 8, 42853 Remscheid) erhältlich.