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Bei Ausweisen künftig noch höhere Antragswelle?

Massive Termin-Engpässe im Ämterhaus“, überschrieb der Waterbölles am 27. April die Pressemitteilung der Stadt Remscheid über „aktuell bestehende massive personelle Engpässe im Bürgerservice. In der gestrigen Sitzung des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung beantwortete die Verwaltungnun  ergänzend Fragen, die die SPD-Fraktion gestellt hatte. Die schriftliche Mitteilung beginnt mit der Anmerkung, dass für die in der Anfrage genannten Dienstleistungen im Ämterhaus (Angelegenheiten des Fahrerlaubnisrechts, des Melde- und Zulassungswesens sowie für das Ausländerwesen) Terminvergaben Voraussetzung seien. Erfahrungsgemäß steige ab März eines jeden Jahres die Nachfrage nach einem Termin speziell für Zulassungen (z.B. für Motorräder, Cabrios, Saisonfahrzeuge etc.) aber auch für Personalausweis-Dokumente extrem an. Deshalb habe die Verwaltung bereits am 16. März in einer Presseinformation dazu geraten: „Jetzt Termine im Bürgerservice sichern!

Durch die sparsame Haushaltswirtschaft und die strengen Vorgaben zur Begrenzung der Personalkosten trete das Problem der Beratungsengpässe jedes Jahr auf, heißt es in der Mitteilung weiter. „Im Bürgerservice sind zur Kundenbedienung zwölf Schalterplätze im Großraumbüro eingerichtet. Zur Besetzung dieser Schalter sind 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingeplant, von denen drei in Teilzeit beschäftigt sind. Durch Ausfälle wegen Krankheit, Urlaub, Schulungen usw. gelingt es zumeist nicht, alle vorhandenen Schalter gleichzeitig zu besetzen. Es wird so geplant, dass immer möglichst acht Schalter während der Öffnungszeit besetzt sind. Dies ist jedoch bei unvorhersehbaren Ausfällen auch nicht mehr möglich.“

Seit dem 17. August sei eine Mitarbeiterin krank. Dass sich diese Erkrankung über einen derart langen Zeitraum erstrecke, sei aber 2017 noch nicht absehbar gewesen. Zum 31. Dezember sei eine Mitarbeiterin der Pass-Stelle in den Ruhestand gegangen. Und Ende 2017 seien im Zeitraum November/Dezember drei Schwangerschaften im Bereich „Bürgerservice“ bekannt geworden. Zitat: „Unverzüglich nach Bekanntwerden hat sich der Fachdienst mit der Personalverwaltung in Verbindung gesetzt, um rechtzeitig den in 2018 aufkommenden Bedarf aufzuzeigen. Seit dem besteht ständiger Kontakt über jede Veränderung, jeden Ausfall und auch jeden Stellenwechsel zwischen dem Fachdienst 3.32 Bürger, Sicherheit und Ordnung und dem Fachdienst 0.11 Personal und Organisation. Anfang des Jahres 2018 wurde durch das Personalamt dann mitgeteilt, dass zwei der Auszubildenden, die 2018 voraussichtlich ihre Prüfung bestehen, ab Mai 2018 zum Bürgerservice wechseln werden. Für die 3. Stelle war eine externe Besetzung vorgesehen, die ausgewählte Kandidatin hat aber kurzfristig abgesagt, so dass hier weiter nach einer Lösung gesucht wird.“

Aufgrund weiterer unvorhergesehener krankheitsbedingter Personalausfälle sei dann Anfang Mai gemeinsam mit dem Personalrat und der Personalverwaltung eruiert worden, welche weiteren Maßnahmen kurzfristig umsetzbar seien, um bis zur Einarbeitung der neuen Kolleginnen und Kollegen und der vollständigen Nachbesetzung das Tagesgeschäft weiterhin abzuwickeln. „Ergebnis dieses Gespräches waren kurzfristige und schnelle Hilfen durch die Einsetzung von drei Auszubildenden, die zum Teil bereits im Bürgerservice einen Ausbildungsabschnitt absolviert haben. Weiterhin konnte eine ehemalige Mitarbeiterin, die sich seit 2017 im Ruhestand befindet, für zwei Nachmittage die Woche (ca. fünf Stunden die Woche) als geringfügig Beschäftige gewonnen werden. Eine weitere ehemalige Mitarbeiterin, die planmäßig noch in Elternzeit ist, hat sich auf Nachfrage bereit erklärt ab dem 18. Juni für zwei Vormittage (acht Stunden die Woche) den Bürgerservice zu unterstützen.“

Die Stelle der langzeiterkrankten Mitarbeiterin wird nunmehr zum 15. Juli neu besetzt. Eine weitere unbesetzte Stelle (eine Mitarbeiterin war kurzfristig zum 1. Juni in  einen anderen Fachdienst gewechselt) wird zum 1. Oktober mit einer aus der Elternzeit wiederkehrenden Mitarbeiterin besetzt, die 2017 aufgrund ihrer Elternzeit aus dem Bürgerservice ausgeschieden war. „Eine lange und umfangreiche Einarbeitung ist hier nicht notwendig“, so die Verwaltung. Sie weist ferner darauf hin, dass die Auszubildenden, die zur Unterstützung aber auch zur Festanstellung eingesetzt sind, noch regelmäßig am Berufsschulunterricht teilnehmen, sodass sie nicht jeden Tag im Bürgerservice zur Verfügung stehen.

Fazit: „Durch diese Unterstützung ist es dem Bürgerservice möglich, den akuten Zustand besser zu bewältigen, die Wartezeiten vor Ort für einen bereits gebuchten Termin zu verringern und gegebenenfalls  mehr Notfall-Termine anbieten zu können. Leider ist es dadurch jedoch weiterhin nicht möglich, kurzfristig zusätzliche Termin-Schleifen freizugeben, so dass sich die Grund-Vorlaufzeit auf einen Termin verringern würde. Abhängig vom  Fortschritt der Einarbeitung der einzelnen neuen Mitarbeiter/innen ist aber vorgesehen, in nächster Zeit weitere Termine über das Internet frei zu geben.“

Im September/Oktober will der und dem Fachdienst 3.32 erneut mit Personalrat und Personalamt eine Arbeitsgruppe bilden, „um gegebenenfalls auch strukturelle Änderungen zu besprechen, so dass auf die jedes Jahr wiederkehrende erhöhte Terminnachfrage in den Frühling- und Sommermonaten rechtzeitig reagiert werden kann. Eine schnellere Bearbeitung wäre lediglich durch die Öffnung zusätzlicher Termin-Schleifen möglich, was jedoch aufgrund der aktuellen personellen Situation leider noch nicht leistbar ist. Die Termine sind bereits so eng getaktet, dass eine noch schnellere Bearbeitung eines einzelnen Anliegens nicht mehr möglich ist.“ Themas des Arbeitskreises wird auch der neue Personalausweis sein. Er wurde 2010, aber die Statistik zeigt, dass seit 2016 von Jahr zu Jahr mehr Ausweisdokumente neu beantragt werden. Mit dem Höhepunkt sei 2020 zu rechnen. „Die Prognose wird in den Arbeitskreis im September/Oktober mit einfließen, um rechtzeitig auf diese Antragswelle vorbereitet, und entsprechend handlungsfähig zu sein.“

Handlungskonzepte für vier Stadtteile sollen folgen

Mehr über die Lebenschancen der Anwohner in den Stadtteilen Rosenhügel und Hasenberg wollten in den vergangenen 21 Monaten Wissenschaftler/innen der Technischen Universität Dortmund wissen. Genauer: Mehr über die Rolle und Bedeutung dieser „Quartiere“ für die Lebenschancen. Um die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf ähnlich strukturierte Stadtteile in anderen Städten zu gewährleisten, waren Rosenhügel und Hasenberg für dieses vom Forschungsinstitut für Gesellschaftliche Weiterentwicklung (FW´GEW) des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt ausgesucht worden, da sie sich in vergleichbarer Form auch in anderen Städten finden lassen.

Anhand der Frage: „Ist das Quartier die Ursache für Benachteiligung, oder nur ein Ort, an dem Benachteiligung sichtbar wird?", analysierten die Wissenschaftler/innen, welche Möglichkeiten der Stadtteil seiner Bewohnerschaft bietet und welche nicht. Es ging darum zu klären, welche sozialen, materiellen und bildungsbezogenen Ressourcen die Anwohner brauchen, um ihre Lebenschancen zu realisieren, aber auch, inwiefern sie ihre Ressourcen im Stadtteil erweitern können. Je besser die Ressourcen, desto größer die Chancen in einem Quartier für eine sozialen Teilhabe, aber auch für ein selbstbestimmte Gestaltung des eigenen Lebens, d.h. sich die eigenen Bedürfnisse erfüllen und Zugang zu Gütern und Positionen  bekommen zu können.

Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, von der Fakultät „Raumplanung“ der Technischen Universität Dortmund zur Quartiersforschung in Rosenhügel und Hasnberg.

„Wir haben Wert daraufgelegt, möglichst verschiedene Perspektiven von Menschen in ganz unter­schiedlichen Lebenssituationen einzubeziehen“, legten gestern im MOSAIK-Projektbüro Markt 13 Prof. Dr. Thorsten Wiechmann, von der Fakultät „Raumplanung“ der Technischen Universität Dortmund und seine Kolleginnen zum Abschluss der ersten Projektphase dar. „Wir haben daher mit älteren und jüngeren Menschen, Deutschen und Migranten, alteingesessenen und neuzugezogenen Stadtteilbewohner/nnen, gesunden und kranken Menschen, Frauen und Männern gesprochen. In beiden Stadtteilen haben wir insgesamt 40 ausführliche Interviews mit Bewohner/nnen zu ihrem Alltag in Stadtteil, Stadt und Region geführt, ergänzend viele Experteninterviews, an Veranstaltungen im Stadtteil teilgenommen, Statistiken ausgewertet und eine geodatenbasierte Onlineumfrage durchgeführt.“

Die Ergebnisse: Viele der Interviewpartner sind zufrieden mit den Möglichkeiten in ihrem Umfeld. Auf einige wirkt sich „ihr“ Stadtteil aber auch benachteiligend aus. Insbesondere für diejenigen, die wenig Geld zur Verfügung haben, über wenig Bildung verfügen oder die Sprache nicht ausreichend gut beherrschen, um sich ihre Lebenspläne zu erfüllen und im Leben weiter zu kommen. In diesen Fällen können die Stadtteile, je nach Lebensphase und sozialer Schicht, auch zu einer Benachteiligung beitragen. Prof. Wiechmann: „Zwar lassen sich strukturelle Probleme wie Armut oder Arbeitslosigkeit nicht auf Stadtteil- oder kommunaler Ebene lösen. Funktionierende Stadtteilzentren, eine gute ÖPNV-Anbindung der Stadtteile und bezahlbare Tickets sind aber sehr wirksam. Denn diese erlauben den Bewohner/nnen, ihre sozialen Netzwerke auszubauen, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern bzw. mobil zu sein.“ Gerade letzteres sei ein wichtiges Kriterium, um die eigenen Lebenspläne verwirklichen zu können. „Hier sollte die Politik ansetzen, wenn sie sozialer Benachteiligung auf Quartiersebene entgegenwirken will!“

An der TU Dortmund umfasst die Quartiersforschung in Remscheid neben dem Projekt „Lebenschancen im Quartier" auch das Projekt „Demografischer Wandel und Quartiersentwicklung - Modellhafte Strategien zur integrierten und kultursensiblen Bestandsentwicklung" (MOSAIK) Zusammen möchten beide Projekte Erkenntnisse zur Wirkung von Wohnquartieren auf die Lebensgestaltung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie zum Zusammenleben in den Stadtteilen gewinnen und so einen Beitrag zu einer integrierenden, sozial gerechten Stadtentwicklung leisten. Die gewonnenen Erkenntnisse darüber, wie Quartiere „funktionieren“ und wie die Akteure vor Ort zusammenwirken, sollen im kommenden Jahr in Handlungskonzepte und Strategien für die sozial‐räumliche Integration in den Stadtteilen einfließen. Daran möchten die Wissenschaftler aus Dortmund Kommunalpolitiker, Mitarbeiter der Verwaltung, Wohnungsbaugesellschaften wie die GEWAG, Stadtwerke u. a. beteiligen (siehe Video-Interview mit Prof. Dr. Thorsten Wiechmann).

Ausstellung „Rettet die Kinder“ zur Geschichte von Aliya

Streben nach Verständigung und Solidarität“, titelte der Waterbölles am 15. Dezember 2017. Tags zuvor hatte der Rat der Stadt einstimmig den Antrag „Erinnerungskultur – Jüdisches Leben im Bergischen" beschlossen, den die Fraktionen und Gruppen von CDU, SPD, Grünen, FDP, Linken und W.i.R. gemeinsam gestellt hatten. gestellt und einstimmig angenommen wurde. Darin wurde Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gebeten, 2018 für eine Ausstellung im Foyer der Zentralbibliothek zu sorgen, die sich mit der Geschichte des Staates Israel befasst. Zugleich möge er zu einer Gedenkveranstaltung aus Anlass des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht einzuladen und dabei das Projekt der Mahn- und Gedenkstätte im sog. Pferdestall der ehem. Polizeikaserne Uhlandstraße einzubinden. Die Gedenkveranstaltung steht noch aus; die Reichspogromnacht von 1938 wird sich am 9. November zum 80. Mal jähren. Die Ausstellung „Rettet die Kinder“ eröffnete der OB gestern in Anwesenheit von Leonid Goldberg, Vorstandsvorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, Artour Gourari, Mitglied des jüdischen Gemeinderates, Erden Ankay-Nachtwein, Vorsitzende des Remscheider Integrationsrates, und Karl Heinz Humpert, Vorsitzender der Kulturausschusses, sowie vom Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium der kommissarische Schulleiter Olaf Wiegand, der pensionierte Rektor Hans Heinz Schumacher und der pensionierte Geschichtslehrer  Klaus Blumberg .

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz bei der heutigen Ausstellungseröffnung

Am 14. Mai 1948, verkündete der Jüdische Nationalrat die Gründung des unabhängigen Staates Israel. In der Unabhängigkeitserklärung wird das Existenzrecht Israels unter anderem mit der Shoa begründet, dem nationalsozialistischen Völkermord an den Juden Europas. Dass der drohenden Ermordung damals viele jüdische Kinder entfliehen konnten, können sie der Jugendaliya bzw. Kinderaliya verdanken. Diese Abteilung der Jewish Agency, nahm schon 1933 ihre Arbeit auf und rettete bis Kriegsende rund 5.000 jüdische Kinder und Jugendliche aus Nazideutschland. Nach dem Krieg kamen noch 15.000 Holocaustüberlebende dazu. Die Geschichte dieser Hilfsorganisation, die auch heute noch besteht - freilich mit anderen Aufgaben der Kinderfürsorge - beschreibt die Ausstellung in der Stadtbücherei; Leonid Goldberg ging darauf in seinem Grußwort ein (siehe Video). „Aliyah“ bezeichnet im Judentum seit dem babylonischen Exil (586–539 v. Chr.) die Rückkehr von Juden als Einzelne oder Gruppen nach Israel. Seit 1933 hat die Jugend-Aliyah knapp 530.000 Kinder und Jugendliche betreut. Heute leben ständig rund 15.000 Kinder zwischen zwölf und 18 jähren in mehr als 125 Jugenddörfern der Jugend-Aliyah, die dem israelischen Erziehungsministerium untersteht.

Leonid Goldberg, der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde Wuppertal, zu Geschichte und aktuellen Aufgaben der jüdischen Hilfsorganisation Aliyah.

Vor Goldberg hatte der Oberbürgermeister den Schülerinnen und Schülern des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums dafür gedankt, dass sie mit der Gedenkstätte „Pferdestall“ an die Schicksale jüdischer Mitbürger während der Nazi-Zeit erinnern wollen. „Wir stehen in der Verpflichtung, dieses Gedenken wach zu halten“, mahnte der OB (siehe Video). „Und wir müssen uns als Demokraten wehren gegen jede Form von Antisemitismus!“

Bei der heutigen Eröffnung derAusstellung „Rettet die Kinder!“ – Die Jugend-Aliyah 1933 bis heute. Einwanderung und Jugendarbeit in Israel“ im Foyer der Zentralbibliothek präsentierten Merve Dogan und Natalia Dygas die ausgestellten Arbeiten aus der Projektwoche des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zu Israel.

Die Ausstellung „Rettet die Kinder!“ – Die Jugend-Aliyah 1933 bis heute. Einwanderung und Jugendarbeit in Israel“ wird im Foyer der Zentralbibliothek bis zum 29. Juni zu sehen sein, zusammen mit Arbeiten, die im Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium im vergangenen Jahr im Rahmen einer Projektwoche zu Israel entstanden. Die Öffnungszeiten: Dienstags und freitags 11 bis 19 Uhr, mittwochs und donnerstags 11 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 13 Uhr. Für Freitag, 22., Dienstag, 26., und Freitag, 29. Juni, jeweils um 15 Uhr bieten die EMA-Schülerinnen Celine Neumann, Phoebe Kampik, Milene Voß, Marina Kasokat, Theodora Tu und Merve Dogan Führungen an (Anmeldung unter Tel. RS 162235). Gestern waren es Celine Neumann und Phoebe Kampik (beide 16), die auf Wunsch den „Aliya“-Teil der Ausstellung erläuterten, während Natalia Dygas (18) und Merve Dogan (19) die ausgestellten Arbeiten aus der Projektwoche übernahmen (siehe Video).

36. Stadtteilfest: "Honsberg - immer am Ball"

Archivfotos: Hans Georg Müller. "Honsberg - immer am Ball", unter diesem Motto feiern die Honsberger mittlerweile das 36. Stadtteilfest und laden herzlich dazu ein, vom 22. bis 24. Juni mitzufeiern. Dafür haben 19 Vereine und Organisationen ein volles, attraktives Programm organisiert. Zu den Mitveranstaltern bzw. Mitwirkenden gehören neben den Stadtteil e.V. die Chorgemeinschaft Hazet & MGV Honsberg, der Spielmannszug Remscheid, die portugiesische Folkloregruppe „Os Campinos de Remscheid“, die „Kraftstation“, der Moscheeverein D.I.T.I.B. /Diyanet-Moschee, der türkische Senioren-Solidaritätsverein, die Frauengruppe „Kardelen“, das städtische Familienzentrum Honsberg, das Stadtumbaumanagement, die Offene Ganztagsgrundschule Honsberg, der Väterkreis, der Mütterkreis, die Kulturwerkstatt e.V. / Ins Blaue, der SPD-Ortsverein West, der AWO-Kreisverband Remscheid, der AWO Ortsverein West, das Familienbildungswerk Bergisch Land, die ev. Stadtkirchengemeinde, die Kunstschule „Heimat“, die KiTa Honsberg, die Tanzgruppe der GGS Kremenholl und des Tanzstudios Remscheid, die Die Cover-Band „shake-a-delic“, die Trommelgruppe des Deutsch-Togolesischen Freundschaftsverein e.V., Die Gruppe: „Mama Phil and the Family“ (mit Jazz und Blues) und Ballonkünstler Hakan Eren.

Was noch so zu sehen sein wird: Samenbälle im Wasserbecken, selbstgebaute Berliner Hocker, Budenkirmes, Hüpfburg, die Ausstellung „verschieden|gleich|zusammen“ von der Kraftstation und dem Remscheider Fotografen Thomas E. Wunsch, kurz: buntes Treiben rund um den Neuen Lindenhof.

Was es zu probieren gibt: Leckeres aus vielen verschiedenen Heimatländern: deutsch, türkisch, portugiesisch, süß und herzhaft, Cocktails, Reibekuchen, Crêpes, Kaffee, Kuchen und Donuts.

Das Stadtteilfest beginnt am Freitag 22. Juni, um 18 Uhr: „Gemeinsam Ins Blaue“, Halskestr. 20-30. Neben Musik, offenen Ateliers und gemeinsamem Essen&Trinken findet die Kunstaktion „wenn die blauen Fahnen wehen“ mit Künstlern von „Ins Blaue“ statt. Das Programm von Samstag und Sonntag:

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Neue Ersthelfer für das Lenneper Röntgen-Gymnasium

Pressemitteilung des Röntgen-Gymnasiums

Erneut fand in der vergangenen Woche am Röntgen-Gymnasium  im Rahmen des Sportunterrichts für alle Schülerinnen und Schüler ein (Auffrischungs-)Kurs zum Ersthelfer statt. Von der Klasse 5 bis zur Jahrgangsstufe Q1 frischten alle ihre Kenntnisse über die Rettungsmaßnahmen auf. So übten die Schülerinnen und Schüler praxisnah an den „Mini-Annes“, welche Rettungsschritte im Notfall vorzunehmen sind. Dabei zeigte sich: „Prüfen, Rufen, Drücken“ war für viele noch ein Begriff. Die Schülerinnen und Schüler setzen nicht nur sicher einen Notruf ab, sondern können im Falle eines Herzstillstands sogar die Herzdruckmassage als lebensrettende Sofortmaßnahme sicher durchführen. „Aber bitte auf Atemlos von Helene Fischer!“ - freuten sich sogar einige Schülerinnen und Schüler auf die abschließende achtminütige Herzdruckmassage an der Puppe. Das RöGy hatte in der Woche wohl einen Ohrwurm mehr, aber – und das ist viel wichtiger – knapp 750 sichere „neue und alte“ Ersthelfer, die im Falle eines Herzstillstands genau wissen was zu tun ist. (Pia Laerz (Sportlehrerin am Röntgen-Gymnasium)

Als die Presse kam, waren die Experten weg

Netzwerk gegen Radikalisierung hat große Maschen“, berichtete der Waterbölles am 29. Januar 2016 und stellte seinen Leser/innen die Beratungsstelle „Wegweiser im Bergischen Land“, eine Initiative der Landesregierung, die seit April 2015 von Wuppertal aus die Salafisten-Szene im Bergischen Land beobachten. Durch Beratungen von Jugendlichen, Eltern, Lehrern, Sozialarbeiter, Ausbildern etc. wollen die drei Mitarbeiter der Radikalisierung muslimischer bzw. zum Islam übergetretener  Jugendlicher vorbeugen. Die beiden Männer und eine Frau teilen sich zwei Vollzeitstellen, die Verträge sind auf fünf Jahre befristet.

Ein Beispiel: Der 17jährige Hassan fühlt sich in der Schule ausgegrenzt und zieht sich aus fehlender Anerkennung immer mehr zurück. Der Schulabschluss ist gefährdet. Sein vorherrschendes Gefühl: ich habe sowieso nie Erfolg. Die Gesellschaft gibt mir keine Chance. Hassan sondert sich weiter ab. Und genau in dieser Situation locken ihn extremistische Salafisten in ihre Kreise. Sie geben ihm Bestätigung und nehmen ihn ‚als Bruder‘ in ihre Mitte auf.

Dieses Beispiel nannte Sendanur Özcan, Mitarbeiterin von „Wegweiser“ auch gestern, als sie und Robert Gereci, Leiter der Kriminalinspektion Staatsschutz des Polizeipräsidiums Wuppertal, im nur mäßig besetzten Sitzungssaal des Remscheider Rathauses vor Fachkräften aus Jugendhilfe, Schule, Kirchengemeinden, Behörden und Politik referierten, die Kontakt mit Jugendlichen haben. Unter den interessierten Teilnehmern waren auch Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt, Rolf Haumann (Arbeitsgemeinschaft Jugendverbandsarbeit/Grüne), Inge Brenning (Seniorenbeirat/SPD) und Karl-Richard Ponsar (Kinderschutzbund Remscheid). Sie erfuhren von den Experten, dass Salafisten in der Stadt bisher nicht auffällig geworden seien. Die wenigen hier lebenden radikalen Muslime träfen sich lieber mit anderen Gleichgesinnten aus anderen Teilen Deutschlands in Hildesheim.  

Dass junge Menschen, die auf Identitäts- und Sinnsuche sind und/oder glauben, keine Perspektive zu haben, Gefahr laufen, Ziel radikaler Gruppierungen zu werden., weiß man auch beim Netzwerk der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (Kerngruppe) der Stadt Remscheid, angesiedelt im Fachdienst Jugend, Soziales und Wohnen. Dessen Mitarbeiterin Sabine Poppe hatte anschließend an die interne Informationsveranstaltung "Islamismus-Radikalisierung-gewaltbereiter Salafismus" um 12.30 Uhr die lokale Presse zu einem Gespräch ins Rathaus eingeladen. Doch daran nahmen Sendanur Özcan und Robert Gereci nicht teil. Sie hätten von ihren Vorgesetzten keine Erlaubnis bekommen, mit den Journalisten zu reden, hieß es. Wieder mal ein „Glanzlicht“ von kommunaler Öffentlichkeitsarbeit von Behörden.

Klärchen’s Geköökße opp Platt (7)

Bergeschen Platz (Stuten)

Zutaten:

1 kg Mehl, 60 g Hefe, 2 TL Zucker, 0,5 l läue Melk, 200 g Zucker, 2 Eier, 1 Prise Sault, 150 g Botter, 200 g Rosingker, 2 EL Mehl.

Zubereitung:

Dat Mehl in ne Schöttel gewen un dobie in de Medde enn Kual maken, Hefe rinn brökkeln, mett 2 TL Zucker bestreuen un die 2 Lepel läue Melk dobie gewen. Dat Mehl vam Rang zum Vordiek rührengk unn dann tuogedekkt an emm drammen Fleck gonn looten. 30 Menüten. Dann die 200 g Zucker un die öwrige läue Melk dobie, Eier, Saul tun Botter drobb un zu nem Hefe-Di’ek verarbieden, bis de Di’ek sech vam Schöttelbuoden löst un Bloosen schlääht.

De Rosingker wäschen un met Mehl ienstuwen un unger dem Di’ek kneden. Wiar tuogedekkt gonn looten, ca. 30 Menüten. Enn Tweipönger-Kastenkuokenform ieanfetten unn den Di’ek ieanfüllen. Owen enn Kerwe längs schniaden un widder 30 Menüten gonn looten (de Rangk mutt de Form öwerstiegen). Dann denn Platz in den vorjewärmten Owen opp de ungerschte Schiene stellen unn 60 Menüten bie 175 Grad (Ömluft) backen.

Tipp: Mett Bodder beschmeard und noch läu schmeckt he doppelt su fian unn he hüard och bie enn Original Bergesche Koffeetafel mett stiewen Rieas un Zemt un Zucker.

Infos zu Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Um die Gesundheit arbeitsloser Menschen zu stärken, ermöglichen die gesetzlichen Krankenkassen und die Arbeitsagentur Solingen-Wuppertal Arbeitslosen, kostenlos verschiedenste Angebote wie z.B. Nordic Walking, Tai Chi, Herz-Kreislauf-Training aus dem Bereich Bewegung, aber auch Kurse zum Thema Ernährung, Stressmanagement/Entspannung sowie Raucher-Entwöhnungskurse wahrzunehmen. Denn die Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und die gesetzlichen Krankenkassen aus der Region nehmen am bundesweiten „Modellprojekt zur Verzahnung von Arbeits- und Gesundheitsförderung“ teil. Finanzielle Sorgen und Zukunftsängste können das körperliche und seelische Wohlbefinden negativ beeinflussen. Die kann dazu führen, dass durch Antriebslosigkeit und Mutlosigkeit eine erfolgreiche Arbeitsaufnahme verhindert wird.

Ziel des Projektes ist es, erwerbslose Menschen nachhaltig mit Angeboten zur Gesundheitsförderung zu erreichen und damit auch ihre Chancen auf den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erhöhen. Ergänzt wird das Angebot durch eine „Sprechstunde für seelische Gesundheit“. Sie haben das Bedürfnis, mit einer „neutralen“ Person über Ihre Situation zu sprechen? Sie benötigen einen Experten-Rat? Dann vereinbaren Sie kostenfrei und diskret einen Termin. Ihre Daten werden selbstverständlich vertraulich behandelt und nicht weitergegeben! Informationen dazu, was konkret angeboten wird und wie Sie die kostenlosen Angebote in Anspruch nehmen können, finden Sie unter www.arbeitsagentur.de auf der Internetseite der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal unter dem Stichpunkt „Bürgerinnen & Bürger“ – ganz unten. (Regina Wallau)

Seniorenbüro: Zwei Vorträge hintereinander

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Seniorenbüro Markt 13, informieren die Pflegeberaterin Andrea Eles und Sabine Wolter vom KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung/Verbraucherzentrale NRW am Mittwoch, 20. Juni, ab 18 Uhr über Hilfen für die häusliche Pflege und ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte im Privathaushalt. Interessierte sind herzlich zu dieser kostenfreien Gemeinschaftsveranstaltung der Pflegeberatung der Stadt Remscheid, des Seniorenbüros der Stadt Remscheid und der Remscheider Verbraucherberatung eingeladen.

Den Start in den Vortragsabend gestaltet Pflegeberaterin Andrea Eles ab 18 Uhr mit ihrem Fachvortrag zum Thema „Hilfen für die häusliche Pflege“. Interessierte erhalten einen Überblick über die Leistungen der Pflegeversicherung und Hilfen zur Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Anschließend trägt Sabine Wolter vom KompetenzNetz Angehörigenunterstützung und Pflegeberatung/Verbraucherzentrale NRW viel Wissenswertes zum Thema „Ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte im Privathaushalt – Wie geht das legal?“ vor.

Zum Vortrag „Ausländische Haushalts-und Betreuungskräfte im Privathaushalt – Wie geht das legal?“:

Die meisten älteren Menschen möchten möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben – auch, wenn sie immer mehr Hilfe im Alltag brauchen. Oft können Angehörige die notwendige Unterstützung nicht alleine leisten. Eine gute Alternative scheint für viele Angehörige die Beschäftigung einer osteuropäischen Haushaltshilfe zur Betreuung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen. Die Nachfrage bei den Haushalten nach einer osteuropäischen Haushaltshilfe als Alternative in der häuslichen Versorgung wächst, der Markt der Anbieter boomt. Für Angehörige stellen sich vor der Beschäftigung einer osteuropäischen Haushaltshilfe zahlreiche Fragen:

  • Eignet sich diese Versorgungsform für den Bedarf meines Angehörigen?
  • Welche Voraussetzungen zur Beschäftigung einer Haushaltshilfe müssen gegeben sein?
  • Welche Aufgaben kann eine ausländische Haushalts-und Betreuungskraft übernehmen?
  • Welche Beschäftigungsmodelle sind legal?
  • Was kostet es, wenn man eine ausländische Haushaltshilfe beschäftigen möchte?

Sportfest: Manches war ganz schön kräftezehrend

Capoera beim 2. Sport- und Familienfest der Stadtsparkasse

Auch Familienteams sind beim Sportfest willkommen“, hieß es am Samstag in der Vorankündigung zu dem das 2. Remscheider Sport- und Familienfest, das der Sportbund Remscheid gemeinsam mit der Stadtsparkasse dann am Nachmittag auf der Sportanlage „Am Stadtpark“ veranstaltete und das Jung und Alt anlockte. Zahlreiche Remscheider Sportvereine präsentierten auch diesmal wieder ein vielseitiges Programm rund um das Thema „Bewegung“, das zum Mitmachen reizte. Die Auswahl war groß: Tanzen, Hockey, Zumbas, Tennis, HipHop, Karate, Rollhockey, Football, Beachvolleyball, Tauchen, Basketball, Bogensport, Line Dance, Handball, Skaterhockey, Cheerleading, Parcours, Schwimmen, Wasserspiele, Wasserball, Kickboxen und Capoeira. Letztere sind Kampfsportarten, die auch Jungen und Mädchen im Grundschulalter schon für sich entdeckt haben. Kickboxen kam aus Thailand nach Europa, Capoera aus Brasilien.

Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Die afrikanischen Elemente verschmolzen im Laufe der Jahre mit Einflüssen aus anderer Kampfkünste wie zum Beispiel Ringen, Jiu Jitsu und Wushu. In den 1970er Jahren entwickelten viele der heute charakteristischen Akrobatiken, von denen am Samstag erwachsene Sportler und Kinder einige zeigten (siehe Video). Manches war ganz schön kräftezehrend, habe ich mir sagen lassen ;-) . Capoera gehörte sicherlich dazu, auch wenn zu Musik "getanzt"..