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Der Gewerkschaft über Jahrzehnte die Treue gehalten

Aus welchen Gewerkschaften vor Jahren die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hervorgegangen ist (ÖTV, HBV, IG Medien, DPG und DAG), wussten die Gewerkschafter noch ganz genau, denen der ver.di-Bezirk Rhein-Wupper gestern Abend im Saal des Schützenhauses für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaftsbewegung (25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 65 Jahre und 70 Jahre) dankte. Von den 30 Jubilarinnen und Jubilare aus Remscheid uns Umgebung waren vier seit 25 Jahren Gewerkschaftsmitglied, 17 seit 40, sechs seit 40, zwei seit 65 und einer seit 70.Da wurde Elke Ellenbeck, die Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Remscheid, der sich im Januar mit zehn Mitgliedern neu aufgestellt hatte, fast ein wenig wehmütig (oder andächtig?). Denn sie selbst ist in diesem Jahr gerade mal zehn Jahre lang in einer Gewerkschaft.

In dieser Zeit habe sie erfahren können, wie viel die Gewerkschaften ihren langjährigen Mitgliedern zu verdanken haben, sagte sie zur Begrüßung. Und Sven Wiertz, Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Remscheid, gab ihr Recht, als er herzliche Glückwünsche von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überbrachte. Und daran erinnerte, dass im Saal des Schützenhauses 1995 der ÖTV-Sekretär Willi Hartkopf mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden sei. „Es ist schön, hier heute eine so stattliche Anzahl von Mitgliedern unserer Gewerkschaft für ihre langjährige Mitgliedschaft ehren zu dürfen. Alle haben unserer Organisation über Jahrzehnte die Treue gehalten - und dafür gebührt ihnen ausdrücklicher Dank und Anerkennung!“

Sicher sei es ihnen in den vielen Jahren der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nicht immer leicht gefallen, sich für die Ziele der Gewerkschaft einzusetzen und sich dafür auch in der Öffentlichkeit zu positionieren, sagte Wiertz. Denn: „Wenn man Gutes bewirken will, wird das nicht gleichermaßen von allen anderen auch so gesehen und gutgeheißen. Sicher seid auch Ihr in den vergangenen Jahren häufig mit Unverständnis konfrontiert worden. Aber das hat Euch nicht entmutigt oder gar abgehalten zu Eurer, unserer Gewerkschaft zu stehen. Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Meinungen und dem Widerstreit um den richtigen Weg. Im Arbeitsleben braucht es aber eines starken Zusammenhalts. Die einzelne Stimme bliebe ansonsten ungehört. Deshalb sind Gewerkschaften gleichermaßen wichtig und richtig. Sie sind Stützen unserer Gesellschaft, in der durch die betriebliche Mitbestimmung auch das Wirtschaftsleben demokratisch verfasst sein soll. Freie Gewerkschaften sind Ausdruck einer lebendigen Demokratie in unserem Staat!“

Unter den Jubilaren seien gewiss viele, die im Laufe ihrer Mitgliedschaft am eigenen Leibe erfahren hätten, wie wichtig es sei, geschützt zu werden, wenn man eine unbequeme Meinung hat und diese auch öffentlich vertritt, meinte der Stadtdirektor. Die langjährige Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sei ein Zeichen gelebter Solidarität, und Engagement und Solidarität seien ihr Motor. Das passende Zitat dazu hatte Wiertz beim französischen Schriftsteller Moliere gefunden: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Also tun wir was und zwar gemeinsam!“ So könne es gelingen, unsere Gesellschaft gerechter und lebenswerter zu machen. Aber da habe die Gewerkschaft noch viel zu tun, so Sven Wiertz weiter:

„Wenn wir uns heute in Deutschland, in Europa und in der Welt ein wenig umschauen, dann müssen wir feststellen, dass Vieles aus den Fugen zu geraten scheint. Italien fährt wider besseren Wissens einen riskanten Verschuldungskurs, die USA kündigen Atomwaffensperrverträge, und die Debatten zum Dieselfahrverbot und den Betrügereien einiger Automobilkonzerne finden keinen Schlusspunkt. Errungenschaften, die wir als Gewerkschaften erkämpft haben, müssen wir verteidigen. Ich denke dabei zum Beispiel an sichere Arbeitsplätze und meine damit in erster Linie unbefristeten Arbeitsverhältnisse. Was ist das für ein Leben, wenn ein Arbeitnehmer ständig von Kündigung und Arbeitslosigkeit bedroht ist, wo bleibt da das Gefühl von Sicherheit? Sicherheit - für sich und seine Familie? Was bedeutet es, wenn der Lohn so niedrig ist, dass man davon kaum leben kann, und was bedeutet das für die spätere Höhe der Rente? Das sind Themen, für die es sich für uns Gewerkschafter immer wieder lohnt aktiv zu sein, nicht aufzugeben und nach vorne zu gehen. Populistische Parolen, Hetze, Hass und Rassismus greifen um sich und bereiten so den Nährboden für brutale Gewalttäter und geistige Brandstifter. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer – und gerade die Schwachen der Gesellschaft drohen dabei unter die Räder zu kommen. Das Grundversprechen unserer sozialen Marktwirtschaft, nämlich mit guter Arbeit, ein auskömmliches Einkommen zu haben, das auch ausreicht, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren oder langfristig ein kleines Eigentum in Form eines Hauses oder einer Wohnung aufzubauen, gilt für eine wachsende Zahl von Menschen in unserem Land nicht mehr. Dieser Widerspruch gefährdet den inneren Zusammenhalt unseres Staates und spaltet die Gesellschaft. Aber weil ein geteiltes Haus keinen dauerhaften Bestand haben kann, ist es so ungemein wichtig, diese Tendenzen klar zu benennen und für Veränderungen zu streiten. Dafür bedarf es einer starken und selbstbewussten Demokratie – und genau deshalb auch starker und durchsetzungsfähiger Gewerkschaften, deren Teil die heutigen Jubilarinnen und Jubilare seit 25, 40, 50, 65 und 70 Jahren sind!“

Wir wollten doch hier nur kurz arbeiten, Geld verdienen

Hüseyin Topaloglu, geboren 1.7.1934 in Rumänien und seine Ehefrau Ummügül Topaloglu, geboren 6.2.1935 in Yenice/ Corlu, seit 1969 in Deutschland, seit 1972 in Remscheid:

„Çorlu ist eine Kreisstadt in der Provinz Tekirda? in Thrakien in der Türkei mit ca. 150.000 Einwohnern. Sie befindet sich ca. 90 km westlich von Istanbul. Çorlu ist heute eine der am schnellsten wachsenden Industriestädte in der Türkei und ist geprägt durch zahlreiche Textilfabriken und Lebensmittelindustrie.

Ich, Hüseyin Topaloglu, bin im Alter von einem Jahr von Rumänien in die Türkei gekommen. Meine Eltern sind schon in Rumänien geboren. Attatürk hatte damals alle „Auslandstürken“, die wegen kriegerischer Auseinandersetzungen aus der Türkei ausgereist waren, aufgerufen, wieder zurück in die Türkei zu kommen. Meine Eltern sind diesem Aufruf gefolgt. Mein Vater starb, als ich sieben Jahre alt war. Ich habe keine Schule besucht, keine Ausbildung gemacht. Ich musste Geld verdienen für die Familie und habe auf die Tiere auf einem Bauernhof aufgepasst, bis ich 19 Jahre war. Dann habe ich meinen Militärdienst drei Jahre lang bis 1953 absolviert.

Ich, Ümmügül Topaloglu bin in Yenice/ Corlu geboren. Das ist ca. 100 km von Istanbul entfernt. Als ich 13 Jahre alt war, hatten wir in unserem Dorf auch eine Schule, die ich dann vier Jahre lang besucht habe. Dann musste ich die Schule mit 17 Jahren verlassen, ich war zu alt. Ich habe dann meine Mutter bei der Hausarbeit unterstützt. Wir haben 1954 geheiratet. Wir hatten eine normale Hochzeitsfeier mit ca. 200 Personen. Hüseyin konnte direkt nach dem Militärdienst wieder als landwirtschaftlicher Helfer arbeiten. 1962 sind wir nach Istanbul gegangen um dort in einer Textilfabrik zu arbeiten. Bis 1969 haben wir beide dort gearbeitet. Diese Textilfabrik hat uns dann angeboten, für eine kurze Zeit nach Deutschland in eine Großschneiderei zu gehen, um Kleidung zu nähen. Die beiden Betriebe hatten Verträge geschlossen. Diese Verträge wurde über das Arbeitsamt koordiniert. Bei dieser Vereinbarung der beiden Firmen gab es allerdings Altergrenzen. Hüseyin war zu alt, er dürfte nicht nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme. Ich bin dann alleine nach Deutschland gefahren.

Die ca. 3000 km lange Reise erfolgte mit dem Zug über Bulgarien, Jugoslawien und Österreich nach Deutschland, nach Goslar. Verpflegung und Fahrtkosten hatte die deutsche Firma namens Odermark aus Goslar übernommen. Als der Zug in Istanbul losfuhr waren in dem Zug ca. 200 Personen, die nach Deutschland zur Arbeitsaufnahme reisten. In München verteilten sich dann alle, bis Goslar, in die Großschneiderei waren wir noch eine Gruppe von drei Frauen. Ich bin am 27. Juli 1969 in Goslar angekommen, am 1. August war bei Odermark Arbeitsbeginn. Wir hatten bei der Firma einen Acht- Stundentag und einen Stundenlohn von 3,20 DM. Das machte monatlich einen Verdienst von ungefähr 500 DM.

Für Hüseyin war es schon eine komisches Gefühl, die Ehefrau allein nach Deutschland zu lassen; getröstet hat, dass es nur für kurze Zeit, ein Jahr, sein sollte. Welche Chancen hatten wir denn sonst? Nach Ablauf des Jahres bin ich zurück zu meinem Mann in die Türkei. Zwei Monate nach meiner Rückkehr in die Türkei wurden die besseren Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten offenkundig. Für die gleiche Arbeit bekam ich in der Türkei 1,20 Lira, das waren umgerechnet ca. 0,50 DM Stundenlohn. (weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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"Das waren schon harte Zeiten manchmal!"

 Roman Zlobko, geboren 4.8.1946 im Dorf Latkova vas in der Nähe von Zalec in Slowenien, seit 40 Jahren in Remscheid:

Žalec ist ein Wirtschaft- und Verwaltungszentrum in der gleichnamigen Gemeinde, die im Tal Savinjska dolina liegt, eine Stadt seit 1964. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts gilt die Stadt als ein Zentrum des slowenischen Hopfenbaus. Zu anderen Wirtschaftstätigkeiten gehören noch das Gewerbe, der Handel und die Metallurgie (Glockengießerei).

„Ich bin gelernter Maschinenschlosser. Ich habe in Slowenien dafür meinen Gesellenbrief erhalten. Ich habe nach der Ausbildung und nach meinem 18-monatigen Militärdienst in einem landwirtschaftlichen Produktionsbetrieb ca. 1 ½ Jahre gearbeitet Im Arbeitsamt in Celje waren Deutsche, die Facharbeiter angeworben haben, auch von dem Remscheider Unternehmen Deutsche Edelstahlwerke (DEW). Uns wurde erklärt, dass in Deutschland bessere Arbeitsbedingungen und bessere Verdienste als in der Heimat wären. Wir sind damals mit fünf Männern aus dem Produktionsbetrieb – landwirtschaftlicher Maschinenbau – nach Remscheid zu DEW gegangen. Wir haben in Slowenien Hopfenmaschinen gebaut nach bayrischem Vorbild.

Wir waren jung und dynamisch, wir haben nicht lang überlegt, sondern gesagt, wir machen das! Wir arbeiten in Deutschland! Nach der gesundheitlichen Untersuchung erhielten wir ein Visum von der deutschen Botschaft aus Zagreb. Alle Papiere wurden nach Hause geschickt. Ich musste das als Geheimnis bewahren, meine Eltern wollten nicht, dass ich ins Ausland, nach Deutschland, gehe. Sämtliche Formalitäten hat DEW erledigt, wir brauchten uns um nichts zu kümmern.

Ich habe meine Eltern dann versprochen nur kurz in Deutschland zu bleiben, höchstens ein Jahr. Ich hatte zuvor versucht, einen Platz an der technischen Hochschule in Celje zu bekommen, das hat aber nicht geklappt, ich sollte auf den Platz ein Jahr warten. Dieses Wartejahr wollte ich  in Deutschland arbeiten. Damit konnte ich mich dann bei meinen Eltern durchsetzen.

In Remscheid angekommen war es nebelig und kalt und das am 7. August!! Ich wollte sofort wieder zurück. Ich hatte Sommerkleidung an, in Slowenien waren 30 – 35 Grad bei der Abreise. Vor der Abreise hatten wir gerade noch meine Geburtstag und Hopfenfest zwei Tage lang gefeiert. Es war so warm, dass man das Bier nicht auf dem Tisch stehen lassen konnte. (weiter auf der 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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Einzelhändler aus der Lenneper Altstadt haben Sorgen

In einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep haben sich 16 Gewerbetreibende aus der Lenneper Altstadt Lennep kritisch zu den Rahmenbedingungen geäußert, unter denen der Einzelhandel in der Lenneper Altstadt nach ihren Erkenntnissen seinen Geschäften nachgeht. Zitat: „Seit Jahren leidet der Einzelhändel in der Lenneper Altstadt unter Baustellen in und um Lennep. Das Weinfest bringt weitere Umsatzverluste. Dieses Jahr durch eine Veranstaltung des Lenneper Sommers und die Verlegung des Wochenmarktes über fast fünf Wochen auf einen Parkplatz ohne Wasser und Toilette außerhalb der Innenstadt haben die Umsatz-Verluste dramatisch zugenommen. Durch Aufschütten von Sand wurden über Wochen sinnlos die einzigen nahen Parkplätze blockiert.“ Fehlende innerstätischen Parkplätze und der verlegte Wochenmarkt hätten die Laufkundschaft reduziert und zu einer weiteren Verödung der Innenstadt geführt. Die Politik erwarte durch den Bau des DOC eine Belebung der Lenneper Innenstadt und eine Stärkung des Lenneper Handels – „falls es ihn bis dahin nach solchen Aktionen noch gibt.“

Die Verwaltung erkennt darin die Sorgen und Befürchtungen der Unterzeichner, „dass unter den geschilderten Umständen möglicherweise sogar ihre Existenz nachhaltig in Frage gestellt werden könnte“, hat den Brief aber dennoch nicht zur Beratung auf die Tagesordnung der BV-Sitzung am 31. Oktober gesetzt mit der Begründung, es handele sich nicht um eine Eingabe im Sinne des § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, sondern um eine Situationsbeschreibung aus Sicht der Verfasser, die „lediglich der Unterrichtung der Bezirksvertretung“ diene.

Wieder Adventsaktion für Kinder im Tannenhof

Pressemitteilung der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Bereits zum dritten Mal unterstützt die Evangelische Stiftung Tannenhof die weltweit größte Geschenkaktion für Kinder in Not: „Weihnachten im Schuhkarton“ hat in 25 Jahren bereits über 146 Millionen Kinder in rund 150 Ländern beschenkt. „Wir freuen uns, diese tolle Aktion auch in diesem Jahr zu unterstützen“, betont Dietmar Volk, Kaufmännischer Direktor der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Die Mitarbeiter der Stiftung wurden bereits über die Geschenkaktion für Kinder in Not informiert. „In den vergangenen Jahren haben neben unseren Mitarbeitern auch Patienten und Bewohner, Mitglieder der Kirchengemeinde sowie Bürger aus Remscheid, Wuppertal und Velbert Geschenkkartons zu uns gebracht.“. Aus diesem Grunde habe sich die Stiftung dazu entschieden, 2018 erneut als offizielle Abgabestelle tätig zu werden. Auch die Kindertagesstätte der Stiftung Tannenhof unterstützt die Aktion: Jede der vier Gruppen wird gemeinsam einen eigenen Geschenkkarton packen; zusätzlich wurden die Eltern über die Initiative informiert.

„Das bedeutet konkret, dass wir an unseren drei Standorten wieder Abgabestellen eingerichtet haben. So kann jeder schnell und einfach seine Geschenke bei uns vorbei bringen. Die Stiftung Tannenhof wird diese dann zu den Initiatoren der Aktion liefern“, erläutert Frau Spitzley, Mitarbeiterin der Evangelischen Stiftung Tannenhof. Sie organisiert wie in den Vorjahren den reibungslosen Ablauf von „Weihnachten im Schuhkarton“ innerhalb der Stiftung. „In diesem Jahr wurde Frau Spitzley von der Auszubildenden Frau Piccirillo unterstützt, die auch in ihrer Schule die Werbetrommel gerührt hat“, freut sich Volk über das Engagement seiner Mitarbeitenden. Gemeinsam mit Bewohnern des Bereichs Integration-Wohnverbund werden Mitarbeitende die Päckchen während ihrer Arbeitszeit entgegen nehmen.

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Azubis bauten Nistanlage für Wildbienen

Pressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Arbeitshandschuhe statt Schlips und Anzug, Freiluft-Baustelle statt Schreibtisch – die Volksbank-Azubis des dritten Ausbildungsjahres erlebten jetzt einen ganz besonderen Arbeitstag. Zusammen mit Reiner Malcher und seinen Kollegen von den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) bauten sie auf dem TBR-Gelände an der Lenneper Straße ein Bienenhotel für erdnistende Bienen. Für die etwa 90 Quadratmeter große Anlage wurden rund 40 Tonnen Sand bewegt, die Azubis bauten Trockenmauern und stapelten Totholzhaufen, pflanzten Kräuter und Blumen, damit die Bienen später auch Futter finden. Für die Stadt Remscheid ist es nach der Anlage von Blühflächen und dem Aufhängen von kleineren Bienenhotels ein weiterer Schritt, mit dem Projekt „Remscheid brummt“ dem Insektensterben entgegenzuwirken. Und für die Auszubildenden der Volksbank im Bergischen Land war es der praktische Abschluss ihres Jahresprojekts, den sie selbst organisiert hatten. Interessierte können sich die Wildbienen-Anlage bei den TBR anschauen. Sie ist ein Pilotprojekt, sagt Reiner Malcher, dem weitere folgen sollen. Schließlich nisten 75 Prozent aller heimischen nestbauenden Bienenarten im Erdboden.

Jeder Ausbildungsjahrgang der Volksbank bearbeitet in seinem Abschlussjahr selbstständig ein besonderes Projekt. Der Jahrgang 2016 hatte sich zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit voranzutreiben und durch weniger Papierverbrauch die Umwelt zu schonen. Die jungen Banker wollten ihr Kunden für das elektronische Postfach begeistern: Kontoauszüge und Mitteilungen werden auf digitalem Weg an die elektronischen Postfächer geschickt – das spart Papier, und weil sich das Postfach im geschützten Bereich des Online-Bankings befindet, ist es auch besonders sicher, erklärt Anna Siegers.

Und wo kommen die Bienen ins Spiel? Die Kunden müssen der Freischaltung des Postfachs zustimmen. Zu Beginn des Projektes hatten die Azubis angekündigt, für jede Freischaltung einen Euro für „Remscheid brummt“ zu spenden. Aufgerundet konnten sie bei ihrem Arbeitseinsatz einen Scheck über 1.000 Euro übergeben. Der Praxistag mit den TBR sei dem Wunsch entsprungen, auch selbst etwas für den Umweltschutz zu tun, sagt Clara Schröder. Viel Spaß hat es obendrein gemacht.

 

 

Einladung zum Sparen mit Eisbär Mats

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zur Jugendsparwoche lädt die Stadtsparkasse Remscheid auch in diesem Jahr ins Kundencenter Alleestraße und in alle Geschäftsstellen ein. Vom 29. Oktober bis 2. November 2018 können die Spardosen geplündert und das Münzgeld auf die Konten eingezahlt werden. Dabei sind die Einzahlungen für Minderjährige kostenlos. Erstmals unterstützt die Stadtsparkasse im Rahmen der Jugendsparwoche drei gemeinnützige Zwecke in Remscheid, die Kinder und Jugendliche im Blick haben. Für jede Einzahlung werden fünf Euro anteilig an die Ärztliche Kinderschutzambulanz Bergisch Land e. V., an Möhrchen e. V. sowie an den Ortsverband Remscheid des Deutschen Kinderschutzbundes gespendet. „Diese drei Organisationen leisten ganz wichtige und hervorragende Arbeit für die Kinder in unserer Stadt. Die möchten wir auf diesem Weg gerne fördern“, betont Sparkassen-Sprecher Markus Kollodzey.

Doch selbstverständlich sollen auch die jungen Kunden für ihren Spareifer belohnt werden. In diesem Jahr können sie zwischen dem Plüschtier Eisbär „Mats“, dem KNAX-Memo-Spiel und einem Kugelschreiber wählen. Zudem gibt es ein weiteres Highlight: Am Weltspartag (Dienstag, 30. Oktober) ist Comic-Zeichner Roberto Freire von 14 bis 18 Uhr im Kundencenter Alleestraße zu Gast und wird sich beim Zeichnen über die Schulter schauen lassen. Gerne erstellt er für die jungen Sparkassen-Besucher ihre persönliche Comiczeichnung, die mit nach Hause genommen werden darf. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Uns als Stadtsparkasse ist die Jugendsparwoche sehr wichtig. Damit möchten wir der jungen Generation den Wert des Sparens nahebringen, der auch in der anhaltenden Niedrigzinsphase seine Berechtigung hat. Denn wer regelmäßig etwas zurücklegt, sorgt vor und kann sich nach entsprechender Zeit einen größeren Wunsch erfüllen. Diese Botschaft möchten wir vermitteln“, erklärt Markus Kollodzey. Der Weltspartag war auf dem 1. Internationalen Sparkassenkongress (Weltvereinigung der Sparkassen) im Oktober 1924 in Mailand von Vertretern aus 29 Ländern beschlossen worden und wurde von den europäischen Sparkassen am 31. Oktober 1925 erstmalig begangen.

Svenja Ehlers leitet Sana-Klinikum ab 1. April

Svenja Ehers.Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

Wechsel in der Geschäftsführung des Sana-Klinikums Remscheid: Dr. Holger Praßel verlässt das Sana-Klinikum Remscheid auf eigenen Wunsch und im Einvernehmen mit dem Unternehmen zum 30. März 2019, um sich neuen beruflichen Herausforderungen , zu stellen, unter anderem als selbstständiger Unternehmensberater. Svenja Ehlers übernimmt den Staffelstab von Dr. Holger Praßel.  „Dr. Holger Praßel hat das Sana-Klinikum Remscheid in den letzten Jahren zu einem seriösen, erfolgreichen Gesundheitsversorger für die Remscheiderinnen und Remscheider und darüber hinaus auch im Bergischen Land gemacht, das mit seinen spezialisierten Fachabteilungen über die Stadtgrenzen hinaus geschätzt wird und dessen Patienten- und Geburtenzahlen weiter steigen. Wir danken ihm für die geleistete Arbeit und wünschen ihm weiterhin alles Gute für seinen zukünftigen beruflichen Weg“, so Christian Engler, Regionalgeschäftsführer der Region NRW.

Svenja Ehlers wird neue Geschäftsführerin des Hauses an der Burger Straße. Die 46-Jährige kann auf zahlreiche Erfahrungswerte im Krankenhauswesen sowie in der Leitung von Gesundheitseinrichtungen blicken. Neben leitenden Tätigkeiten bei Agaplesion und der Universitätsmedizin Göttingen war sie zuletzt als kaufmännische Direktorin und Prokuristin am Klinikum Kassel, dem größten kommunalen Krankenhaus der Maximalversorgung in Hessen, tätig. Ehlers wird bereits zum 1. November antreten, damit ein reibungsloser Übergang ermöglicht werden kann. (Barbara Skondras)

Rossetti-Cup: 14.000 Euro für fünf soziale Projekte

Auch in diesem Jahr hat der Hilfsverein Helfende-Handwerker-Remscheid e.V. wieder bei diversen Sport-Events eine stolze Summe (14.000 Euro) zusammengetragen, die auf die eine oder andere Weise Kindern zugutekommt. Beim Helferfest auf dem Gelände der Baufirma von Vereinsgründer Thomas Küster, Auf dem Knapp 3, wurden die Spenden am Samstagnachmittag übergeben. Ganz besonders kann sich in diesem Jahr die Hilda-Heinemann-Schule freuen. Sie erhält 10.000 Euro für das therapeutische Reiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Allein 2.500 Euro kamen von der bekannten Pferdeshow „Apassionata“, die sich wie die Helfenden Handwerker für das therapeutische Reiten einsetzt. Vier weitere soziale Projekte werden mit jeweils 1.000 Euro unterstützt, wie der Waterbölles beim Helferfest von Moderator Volker Friese erfuhr – und von den Empfängern der Spenden.

Ich war ziemlich geschockt vom Wetter und der Kälte

 Raffael Altieri, geboren am 6.3.1949 in Irsina / Italien, seit 1968 in Remscheid:

Irsina ist ein Ort in der Provinz Matera in der italienischen Region Basilikata. In Irsina leben 5399 Einwohner (Stand am 30. November 2006). Der Ort liegt 48 km westlich von Matera. Die Nachbargemeinden sind Genzano di Lucania (PZ), Grassano, Gravina in Puglia (BA), Grottole, Oppido Lucano (PZ), Tolve (PZ) und Tricarico.

Ich komme aus Italien, der Provinz Matera, aus dem Dorf Irsina. Ich bin im Februar 1968 im Alter von 19 Jahren nach Remscheid gekommen. Damals, als ich aus meinem Dorf wegging, lebten dort ca.18.000 Menschen. Ich habe in Italien fünf Jahre die Schule besucht. Ich galt mit diesen fünf Jahren Schulbesuch als durchaus gebildet, die meisten Menschen in Italien besuchten damals nur ungefähr zwei Jahre oder gar nicht eine Schule. In Italien habe ich in der Landwirtschaft als Schweinehüter gearbeitet, ich habe damals 19.000 Lire monatlich verdient, also umgerechnet 9 Euro. Das war nicht viel, davon war kein (gutes) Leben möglich. Ich habe dann in Italien ohne Papier im Baugewerbe gearbeitet, ca. 1 ½ Jahre und mir dabei einige Kenntnisse erworben. Das wurde auch relativ gut bezahlt, ich habe täglich ungefähr 10.000 Lire verdient, dass sind heute umgerechnet ca. fünf Euro. In Italien gab es damals nur wenig Arbeit und noch weniger Geld. (weiter 2. Seite)

Klicken führt zum'Zeitstrahl' der Ausstellung Zur 200-Jahr-Feier der Stadt Remscheid stellte Heike Hildebrandt vom damaligen Migrationsbüro der Stadt eine Ausstellung („Zeitzeugen-Projekt“) zusammen mit Schilderungen zahlreicher „Zeitzeugen der Zuwanderung“, deren neue Heimat Remscheid geworden war. Das ist jetzt zehn Jahre her. Doch die Geschichten sind es wert, nach vorne gestellt zu werden. Denn darin erzählen die „Zugereisten“, warum sie ihre Heimat verlassen haben, wie sie hier in Remscheid ankamen, welche Erwartungen, welche Hoffnungen, welche Enttäuschungen sie erlebten und warum sie sich trotzdem mit Remscheid verbunden fühlen. Zuwanderung begann aber nicht erst mit den "Gastarbeitern", sondern schon Ende des 19. Jahrhunderts mit italienischen Straßenbauern. Und nach dem nach dem Zweiten Weltkrieg folgten Vertriebene, Flüchtlinge und Heimatlose.
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