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„Pendlerquarantänen“ für positiv getestete Mitarbeiter

CDU fragt nach Corona-Toten im "Haus Lennep", titelte der Waterbölles am 25. Juni  und berichtete von der Forderung der CDU-Fraktion an die Stadtverwaltung nach einer „Aufarbeitung der hohen Sterbezahl“. Die Antworten auf die Fragen der Fraktion erwarte man zur Sitzung des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Wohnen und Pflege am 8. September. Sie liegen inzwischen vor. Der Waterbölles dokumentiert die Mitteilung nachfolgend:

Frage 1. Welche Maßnahmen hat die Stadt Remscheid – zusätzlich zur Covid-19-Schutzimpfung – ergriffen, um die Bewohnerinnen und Bewohner sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus Lennep künftig vor einer Infektion mit Covid-19 zu schützen?

Antwort: Am 1.12.2020 fiel über anlassbezogene Schnellteste auf, dass in der Pflegeeinrichtung Haus Lennep in zwei Wohnbereichen gehäuft Corona-Fälle aufgetreten sind. Daraufhin wurden alle Bewohnerinnen und Bewohner und die verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Einrichtung am 2.12.2020 PoC getestet. Am 3.12.2020 erfolgte eine durch die untere Gesundheitsbehörde angeordnete Reihentestung. Im Ergebnis dieser Reihentestung sind eine gehäufte Anzahl von positiven Fällen bei Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter sowie Bewohnerinnen und Bewohner detektiert worden. Insgesamt lebten dort derzeit 112 Personen. Davon waren 35 positiv getestet. 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden positiv getestet und zusätzlich befanden sich noch weitere Mitarbeiter in Quarantäne. Insgesamt fehlten 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgrund von positiven Testungen und Quarantänen.

Das Ausbruchsgeschehen konzentrierte sich zunächst auf einem Wohnbereich. Ein weiterer Wohnbereich war aufgrund der häufigen Kontakte der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter untereinander ebenfalls stark betroffen.

Die untere Gesundheitsbehörde und eine Vertreterin der WTG-Behörde (WTG = Wohn- und Teilhabe Gesetz) waren sofort nach Bekanntwerden der Ergebnisse der Reihentestungen vor Ort, um die Situation zu analysieren und die Einrichtung hinsichtlich der weiteren Infektionsschutzmaßnahmen zu beraten und falls erforderlich Anordnungen zur Sicherung der pflegerischen Versorgung zu erteilen. Im Haus wurden verschiedene Bereiche, abgestuft nach unterschiedlichen Kontaktkategorien, zum Teil mit erforderlichen Umzügen der Nutzerinnen und Nutzer, eingerichtet. Die Bereiche werden jeweils über explizit zugeordnetes Personal, somit getrennt, versorgt. Die Einrichtung wurde auch hinsichtlich der korrekten Nutzung von erforderlicher Schutzausrüstung beraten.

Es wurden erneute Reihentestungen für den 7. und 10.12.2020 und für weitere Termine zur ständigen Überprüfung der Situation angeordnet. Zusätzlich war die Einrichtung verpflichtet, weitere Schnellteste zur frühzeitigen Sondierung weiterer Fälle durchzuführen. Die Quarantänen wurden in Zusammenarbeit mit der unteren Gesundheitsbehörde eng überwacht und PCR-Tests vor Entlassung entsprechend veranlasst.

Zu dieser Zeit bestand für die Einrichtung ein Besuchsverbot.

Es sind insgesamt 33 Nutzerinnen und Nutzer im Haus Lennep verstorben.

Um die Versorgung der Nutzerinnen und Nutzer sicher zu stellen, wurden seitens des Fachdienstes Gesundheitswesen sog. „Pendlerquarantänen“ für positive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ohne Symptome zum Einsatz im Isolationsbereich ausgesprochen. Es gab zudem Unterstützung der Bundeswehr zur Aufrechterhaltung des Betriebs.

Zum künftigen Schutz wurden die Einhaltung der jeweils gültigen gesetzlichen Vorgaben, sowie die vorgeschriebene regelmäßige Testung mittels PoC-Tests sowohl der Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Nutzerinnen, Nutzer und auch der Besucherinnen und Besucher überprüft.

Frage 2. Welche Maßnahmen wurden bei anderen ähnlichen Pflegeeinrichtungen in Remscheid ergriffen und umgesetzt, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden und für eine weitere mögliche „Covid-Welle“ vorbereitet zu sein?

Antwort: In anderen Einrichtungen, die von Ausbrüchen betroffen waren, wurden gleiche oder ähnliche Maßnahmen wie für Haus Lennep getroffen.

Alle Einrichtungen wurden während des Ausbruchsgeschehens sehr engmaschig sowohl durch die WTG- als auch die Gesundheitsbehörde begleitet. Es besteht ein reger Austausch und gute Zusammenarbeit mit den Remscheider Einrichtungen.

Als Anlage hat die Verwaltung ein Schreiben der „Bergische Alten- und Pflegeeinrichtungen Remscheid gGmbH“ vom 8. Juli beigefügt, das ebenfalls auf die Anfrage der CDU-Fraktion eingeht. Es hat folgenden Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Neuhaus, wir sehen die Corona-Schutzimpfung - ebenso wie die Bundesregierung - als das derzeit wirksamste Mittel an, Bewohner und Mitarbeiter vor COV!D-Erkrankungen zu schützen. Leider fand das Infektionsgeschehen in Haus Lennep im Dezember und damit kurz vor der Verfügbarkeit des Impfstoffes in Deutschland statt.

Wir werben bei allen neu zu uns stoßenden Mitarbeitern und Bewohnern für die Impfung gegen SARS-CoV-2 und können diese dank hervorragender Zusammenarbeit mit der Impfkommission der Stadt Remscheid kurzfristig organisieren. Zudem arbeiten wir nach den mit den Aufsichtsbehörden abgestimmten Besuchs- und Hygienekonzepten und bieten Besuchern und Mitarbeitern auch wenn sie in die Gruppe der Geimpften oder Genesenen fallen weiterhin unkompliziert und kostenfrei Coronaschnelltests für mehr Sicherheit an.

In der Rückschau ist es uns wichtig zu betonen, dass wir uns zu jeder Zeit an die jeweils gültigen gesetzlichen Regelungen gehalten haben. Der Austausch mit den Behörden war unkompliziert und gut. Sowohl Mitarbeiter als auch Führungskräfte haben teils bis an die Erschöpfungsgrenze gearbeitet. Dafür sind wir sehr dankbar. Wir haben verstärkt sowohl Angebote zur psychologischen als auch theologischen Beratung zur Verfügung gestellt, um das Erlebte aufzufangen. Nachwirkungen aus der Infektionsphase sind weiterhin spürbar. (Unterschrieben haben für die Geschäftsführung Bergische Diakonie Betriebsgesellschaft gGmbH. (BDB) und Gerhard Schönberg und für die Bereichsleitung Altenhilfe-Verbund Sylvia Broekmann.)

Arbeiterwohlfahrt bietet in Lennep die freie Auswahl

Was vor drei Jahren mit einem Wunsch auf Facebook begann, wurde am vergangenen Samstag offiziell eingeweiht: die Bücherbox der Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen am Mollplatz in Lennep. „Es war ein drei Jahre währender Weg von der Idee zur Umsetzung.. Doch es hat sich gelohnt!“, sagte Antonio Scarpino, der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen. Bei der AWO-Bücherbox, die sich in unmittelbarer Nähe des AWO-Domizils befindet, handelt es sich um eine ehemalige Telefonzelle, die von Arbeit Remscheid gGmbH zu einer Bücherbox umgebaut wurde. Darin bietet die AWO künftig Bücher für Jung und Alt zur freien Auswahl bzw. zur kostenlosen Mitnahme an.

Wupper-Talsperre bleibt für Freizeitbetrieb gesperrt

Pressemitteilung des Wupperverbandes

In der Folge des Hochwassers vom 14.7. hatte der Wupperverband den Freizeitbetrieb auf seinen Brauchwassertalsperren zunächst aus Sicherheitsgründen eingestellt. Die Wupper-Talsperre bleibt aufgrund des Umweltalarms auch weiterhin gesperrt, Freizeitnutzung im und auf dem Wasser ist untersagt. Auch der Damm der Wupper-Vorsperre ist weiterhin nicht begehbar, da noch die Arbeiten zur Entfernung von Treibgut etc. laufen. Dies wird noch Wochen in Anspruch nehmen. Ab sofort kann aber an Bever-, Brucher- und Lingese- Talsperre die Freizeitnutzung wieder aufgenommen werden.
Dies gilt sowohl für Wassersport als auch für Baden und Angeln. Die Bever-, Brucher- und Lingese-Talsperre hat das Gesundheitsamt des Oberbergischen Kreises überprüft, an den Badestellen Proben genommen und diese gemäß der Parameter nach Badegewässerverordnung analysiert. Demnach ist das Baden dort uneingeschränkt möglich. Auch die Ergebnisse von Probenahmen durch das  Limnologische Labor des Wupperverbandes bestätigen, dass diese drei Talsperren wieder für den Freizeitbetrieb freigegeben werden können. Der Wupperverband hat zudem Treibgut entfernt, insbesondere an den Badestellen. Da es sich um Naturgewässer handelt, ist es grundsätzlich sinnvoll, dass Wassersportler*innen jederzeit auf Treibgut achten.
Der Stausee Beyenburg ist kein Badegewässer. Er wird von den am Stausee ansässigen Kanusportvereinen für Bootssport genutzt. Aufgrund des Umweltalarms in der flussaufwärts liegenden Wupper-Talsperre findet vorsorglich vorübergehend kein Bootssport auf dem Stausee statt. Zurzeit bestehen keine Anhaltspunkte für eine Verschmutzung des Stausees. Aus Sicherheitsgründen wird der Bootssport dennoch weiterhin ausgesetzt, bis eine Beeinträchtigung des Stausees durch die Verschmutzung der Wupper-Talsperre sicher ausgeschlossen werden kann.

Digitale Umfrage betrifft Stachelhausen

Presseinformation der Stadt Remscheid

In engem Kontakt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wurden von der Stadt Remscheid und dem Stadtumbaumanagement in den vergangenen Jahren viele schöne Projekte vor allem auf dem Honsberg im Rahmen von Stadtumbau Stachelhausen/Honsberg geplant, initiiert und umgesetzt. Nun soll der Blick auf Stachelhausen gerichtet werden, um herauszufinden, was getan werden muss, damit Stachelhausen zu einem Ort wird, an dem sich alle Bewohnerinnen und Bewohnern – ob jung oder alt – wohl fühlen. Am 1. August startet die digitale Umfrage!

Was fehlt, welche Orte sind wichtig, an welchen Orten gibt es Probleme und was soll in Stachelhausen verbessert werden? Als nächste große Aufwertung für Stachelhausen steht der Bau des Quartiersplatzes in Stachelhausen kurz bevor, der auf dem ehemaligen Gelände des Straßenbahndepots zwischen Kraftstation und Werkzeugtrasse entstehen soll. Der Platz soll benannt werden – und Sie haben die Möglichkeit abzustimmen! Des Weiteren sollen auf dem künftigen Quartiersplatz Fitnessgeräte aufgestellt werden – auch hier darf mitentschieden werden, welche Geräte es dort zukünftig geben soll!

Neben dem Quartiersplatz sind weitere Maßnahmen zur Aufwertung von Stachelhausen vorgesehen. Auch dafür benötigen wir Ihre Mitwirkung, um gemäß den Wünschen der Menschen, die in Stachelhausen wohnen, passgenaue Maßnahmen entwickeln zu können. Jede Stimme hilft, Stachelhausen lebenswerter zu machen! Machen Sie mit und gewinnen Sie mit etwas Glück zwei Kinogutscheine! Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Ideen, Anregungen und Hinweise rund um den Stadtteil Stachelhausen über diesen Link mitteilen: www.jetzt-mitmachen.de/stachelhausen.

Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche

Pressemitteilung des CDU-Landtagsabgeordneten Jens Peter Nettekoven

Viele Kinder und Jugendliche mussten während der Pandemie auf soziale Kontakte, auf Sport und Gruppenerlebnisse verzichten. Um Folgen für die Entwicklung junger Menschen abzumildern, haben Bund und Land das Programm „Aufholen nach Corona“ beschlossen. Aus dem Bereich des Familienministeriums werden dabei rund 107 Millionen Euro investiert, von denen in diesem Jahr 200.017,10 Euro direkt an die Jugendämter in Remscheid gehen. Dazu erklärt der Remscheider CDU-Landtagsabgeordnete Jens-Peter Nettekoven: „So wollen wir Kindern und Jugendlichen neue Perspektiven nach den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ermöglichen. Ein Schwerpunkt ist die Unterstützung der Kinder- und Jugendhilfe für Angebote der sozialen Arbeit an Schulen, Mittel für zusätzliche Freiwillige im Freiwilligen Sozialen oder ökologischen Jahr sowie für Angebote für Jugendarbeit. Darüber hinaus kann das Geld verwendet werden, um Jugendfreizeitangebote, internationale Jugendbegegnungen und Wochenend- und Ferienfreizeiten zu unterstützen. Dafür stellt das Land gemeinsam mit dem Bund den örtlichen Trägern der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe (Jugendämtern) in Remscheid im Haushaltsjahr 2021 rund 200.000 Euro zur Verfügung. Es soll für neue Angebote, zur Ausweitung bestehender Angebote oder zur Kompensation pandemiebedingter Mehrausgaben bei diesen Angeboten verwendet werden. Die Mittelverteilung direkt auf die Kommunen soll gewährleisten, dass vor Ort entsprechend der konkreten Bedarfe Projekte, Angebote und Leistungen gefördert werden. Die Jugendämter können damit eigene Angebote und solche freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe fördern, damit Kinder und Jugendliche nicht zu Verlierern der Pandemie werden.“

Neue Post-Filiale an der oberen Alleestraße?

Zur geplanten Ansiedlung einer Partner-Postfiliale im Alleecenter bzw. der oberen Alleestraße hat die Verwaltung jetzt den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid einen kurzen Zwischenbericht gegeben. Zitat: „Die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung sind in dieser Angelegenheit im engen Austausch mit den zuständigen Vertretern der Deutschen Post (Regionaler Politikbeauftragter für NRW sowie zuständiger Vertriebsmanager), dem Manager des Alleecenters, Herrn Vlijt, sowie d Bezirksbürgermeister Mähler. Die Signale der Vertreter der Deutschen Post an die Wirtschaftsförderung sind, dass die Eröffnung einer neuen Post-Filiale im Bereich der oberen Alleestraße zeitnah umgesetzt werden soll. Eine genaue Verortung wurde nicht genannt. Wenn Mietverträge unterschrieben sind, dann wird die Wirtschaftsförderung eine entsprechende Information erhalten. Es ist übrigens nicht angedacht, die Post-Bank-Filiale an der Alleestraße 6 zu ersetzen (hierbei handelt es sich nicht um eine klassische Postfiliale).“

Waterbölles: An Behördensprache werde ich mich wohl nie gewöhnen. „Verortung“, igitt!

So sprachlos kann Demokratie sein

Haben Sie Fragen an die Männer und Frauen, die am 26. September für den Bundestag kandidieren? Vielleicht speziell an die Kandidat*innen im Wahlkreis: 103 - Solingen - Remscheid - Wuppertal II? Den Kontakt stellt gerne das Internetportal „Abgeordnetenwatch“ her – jedenfalls zu Jürgen Hardt (CDU), Ingo Schäfer (SPD), Silvia Ingrid Vaeckenstedt Grüne), Dr. Robert Josef Weindl (FDP), Frederick Kühne (AfD), Shoan Vaisi (DIE LINKE), Hans Christoph Gärtner (MLPD) und Christian Muth (Tierschutzpartei). Nicht aufgeführt sind auf der Internetseite für den Wahlkreis 103 der Einzelbewerber Peter Heinrich Kramer, Judith Röder (DIE PARTEI), Volker Dörner (dieBasis) und Jan Klein (FREIE WÄHLER). Dass auch diese zur Wahl stehen, ist allerdings unstrittig: Auch diese Namen stehen auf der Liste mit den insgesamt zwölf Kreiswahlvorschlägen, über die der Kreiswahlausschuss heute ab 15 Uhr im großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses zu befinden hat, d.h. er entscheidet über die von den Parteien und dem Einzelbewerber bei der Kreiswahlleiterin, der Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke, eingereichten Wahlvorschläge.

Apropos Fragen von Wählerinnen und Wählern und die Antworten darauf auf der Seite von Abgeordnetenwatch. An die neuen Bewerber*innen wurden bislang noch keine Fragen gestellt – was kein Wunder ist. An Jürgen Hardt und Ingo Schäfer, die zum wiederholten Mal für den Bundestag kandidieren, aber schon! Diese Fragen sind nachzulesen. Und die Antworten? Fehlanzeige! Das ist allerdings kein Fehler des Web-Programmierers,  sondern beide Kandidaten haben auf diese Fragen nicht geantwortet. Die Bilanz bei Spitzenreiter Jürgen Hardt: 22 Fragen, aber 0 Antworten. So sprachlos kann Demokratie sein.

Bergische IHK warnt vor gefälschten Rechnungen

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid

Aktuell machen gefälschte Rechnungen die Runde, die vorgeblich vom Amtsgericht stammen. Mit dem Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen spiegelt das betrügerische Schreiben eine Rechnung des Amtsgerichts vor, in der Gebühren für eine Handelsregistereintragung, Bekanntmachung und Zustellung in Höhe von insgesamt 820 Euro angefordert werden. Beigefügt ist ein vorausgefülltes Überweisungsformular, das als Zahlungsempfänger „LBB KS“ und ein Konto der Berliner Sparkasse angibt. „Wer nicht genau hinschaut, kann schnell den Eindruck gewinnen, eine Forderung des Gerichts bezahlen zu müssen, zumal Zahlungsfristen genannt werden“, warnt IHK-Geschäftsführer Ludger Benda.

Die Bergische IHK empfiehlt dringend, die Rechtmäßigkeit von Rechnungen genau zu prüfen, insbesondere wenn sie angeblich von einer öffentlichen Stelle stammen, und Überweisungen dieser Art nicht ungeprüft auszuführen. Empfänger solcher Schreiben können sich gerne an die Bergische IHK wenden (Ansprechpartner: Ludger Benda, Tel. 0202 2490400, l.benda@bergische.ihk.de">l.benda@bergische.ihk.de).

Zwei Ahornbäume müssen entfernt werden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Am kommenden Dienstag, 3. August, müssen zwei Ahornbäume am Carl-Grüber-Weg entfernt werden. Die Bäume stehen zwischen der Königstraße Nr. 164 bis 166 und der Einmündung Herderstraße. Bei den Ahornen wurde eine Infektion mit der Russrindenkrankheit festgestellt, was eine Entfernung der beiden Bäume unumgänglich macht, da diese Pilzinfektion für Menschen gefährlich werden kann. Die Pilzsporen können unter anderem zu Atemnot, Reizhusten und Fieber führen. Die notwendigen Arbeiten werden daher unter Einsatz entsprechender Schutzausrüstung durchgeführt. Der beschriebene Abschnitt des Carl-Grüber-Weges wird für die Dauer der Arbeiten zeitweise gesperrt, um gesundheitliche Beeinträchtigungen für Passantinnen und Passanten auszuschließen. Die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bitten um Verständnis für die mit den Arbeiten einhergehenden Behinderungen – verbunden mit der dringenden Bitte, die Sperrung nicht zu ignorieren.

Minister glaubt, Innenstädte hätten großes Potenzial

Pressemitteilung des  NRW-Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie

Die Handelswelt wird immer digitaler. Das Konsumverhalten der Verbraucher verändert sich, das Online-Geschäft wächst. Die Corona-Pandemie hat diesen Trend noch einmal beschleunigt. Der stationäre Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen hat jedoch großes Potenzial, wenn sich die Handelsstandorte in den Innenstädten zu multifunktionalen Zentren weiterentwickeln. Das ist das Ergebnis einer Studie, die das IFH Köln im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (MWIDE) erstellt hat. Die Studie „Zukunft des Handels - Zukunft der Städte“ ist abrufbar unter https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/zukunftdeshandels

Innovations- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Einzelhandel, Städte und Kommunen stehen vor großen Herausforderungen. Verbraucherinnen und Verbraucher in Nordrhein-Westfalen verbinden jedoch mit dem Handel in ihren Innenstädten, Quartieren, Orts- und Stadtteilzentren Lebensqualität, Wohnortattraktivität und Heimatgefühl und haben ein großes Interesse daran, Innenstädte als lebendige Begegnungsorte zu erhalten. Die Studie zeigt, dass die Zentren in Nordrhein-Westfalen großes Potenzial haben, das es zu aktivieren gilt: mit kreativen Konzepten und dem Willen, Veränderung aktiv zu gestalten. Digitale Technologien, Medien und alternative Vertriebsformen können dabei helfen. Die Studie liefert hierfür wichtige Ideen, Ansätze und Handlungsempfehlungen: Digitale Alltagsbegleiter können beispielsweise Verbraucherinnen und Verbrauchern einen Mehrwert bieten. Ich bin überzeugt davon, dass innovative Standorte weiterhin viele Menschen anziehen werden.”

Für die Studie „Zukunft des Handels - Zukunft der Städte” wurden rund 26.000 Verbraucherinnen und Verbraucher befragt. Das Ergebnis: In Nordrhein-Westfalen wird gerne stationär eingekauft. Zwei Drittel der Bevölkerung sind „selektive Onlineshopper“, die je nach Produkt und Situation zwischen Online- und Offlinekanälen wechseln. 18 Prozent der Befragten kaufen lieber im stationären Handel als im Internet ein. Viele Konsumentinnen und Konsumenten wünschen sich eine Kombination verschiedener Nutzungsarten, wie Handel, Gastronomie, Freizeit-, Kultur-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen. Ortsgrößenübergreifend wird Verweil-, Freizeit- und Interaktionszonen und Wohnen eine hohe Bedeutung zugemessen.

Um die Zukunft der Innenstädte aktiv zu gestalten, haben das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung sowie das Ministerium der Finanzen des Landes Nordrhein-Westfalen die „gemeinsame Innenstadtoffensive“ ausgerufen. Teil davon ist unter anderem das vom nordrhein-westfälischen Digitalministerium und dem Handelsverband.NRW 2019 gestartete Projekt „Digitalcoaches“, das in diesem Jahr noch einmal personell aufgestockt wurde. Die Digitalcoaches helfen Einzelhändlerinnen und Einzelhändlern kostenfrei dabei, ihre individuelle Digitalstrategie zu entwickeln und umzusetzen.

Wenig Bewegung am bergischen Arbeitsmarkt

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Für den geringfügigen Anstieg der Arbeitslosigkeit sehe ich vor allem saisonale Gründe – Befristungen sind zum Halbjahresende ausgelaufen, Schulabgängerinnen und –abgänger melden sich arbeitslos, und in den Sommerferien werden keine neuen Mitarbeiter eingestellt. Natürlich macht sich hier auch die nachvollziehbare Zurückhaltung der Unternehmen bei der Stellenbesetzung bemerkbar. Es sind aber deutlich weniger Menschen ohne Arbeit als vor einem Jahr. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr“, fasst Martin Klebe, Leiter der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal und örtlicher Arbeitsmarktexperte, die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung zusammen.

Im Städtedreieck sind aktuell etwas weniger Menschen als im Juni arbeitslos gemeldet, im Vergleich zum Vorjahresmonat sind es rund dreizehn Prozent weniger. Im Rechtskreis des SGB III sind aktuell rund dreißig Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet als vor einem Jahr. Während in Solingen und Wuppertal die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat gesunken ist, steigt sie in Remscheid geringfügig an.

Der Arbeitsmarkt in Remscheid: Aktuell sind in Remscheid 4.455 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 27 Personen oder 0,6 Prozent mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres sind dies 412 Personen (-8,5 Prozent) weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,5 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 8,2 Prozent (-0,7 Prozentpunkte). Im aktuellen Monat meldeten sich 794 Personen neu oder erneut arbeitslos, 761 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im Juni  wurden in Remscheid insgesamt 14 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 176 Personen bearbeitet. Die Daten für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit erfordern eine Wartezeit von sechs Monaten. Im Januar 2021 haben in Remscheid insgesamt 583 Betriebe für 4.629 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Die Kurzarbeiter-Quote betrug im Januar  9,1 Prozent. Im Juli 2021 wurden der Agentur für Arbeit Remscheid 164 neue Stellen gemeldet, das sind 18 (12,3 Prozent) mehr als im Vormonat. Somit wurden seit Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr 363 (-26,0 Prozent) neue Stellen weniger gemeldet. Im Bestand befinden sich nun insgesamt 467 offene Stellen. Das sind 78 mehr als im Vormonat und 284 weniger als im Vorjahresmonat.

Aktuell sind 385 junge Menschen unter 25 Jahren von Jugendarbeitslosigkeit betroffen - im Vergleich zum Vormonat sind dies 41 Jugendliche (+11,9 Prozent) mehr. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit um 54 Personen (-12,3 Prozent) gesunken. Langzeitarbeitslose Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Aktuell sind 1.866 Menschen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen, das sind 173 (+10,2 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Von den Langzeitarbeitslosen werden 88,9 Prozent (1.659 Personen) in der Grundsicherung betreut.

Eine Analyse zu möglichen Auswirkungen der Flutkatastrophe vom 14. Juli auf den örtlichen Arbeitsmarkt ist noch nicht möglich. Der Stichtag für die aktuelle Datenerhebung war der 13. Juli 2021. „Wir stellen in den Fachbereichen eine Zunahme von Anfragen der Unternehmen fest. Ich rate Betrieben, bei denen auf Grund des Hochwassers Arbeitsausfälle entstehen, Kurzarbeit anzuzeigen. Gründe für Kurzarbeit können neben konjunkturellen und saisonalen Gründen auch ‚unabwendbare Ereignisse‘ sein“, erläutert Martin Klebe. Betroffene Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können sich bei unserer Service-Hotline 0800 4 5555-20 und im Internet unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/informationen-kurzarbeit-hochwasser informieren.

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit um 199 (-0,7 Prozent) auf 28.560 Personen gesunken. Gegenüber dem Vorjahr sind 4.108 Menschen (-12,6 Prozent) weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,6 Prozent, vor einem Jahr lag sie bei 9,9 Prozent. Die Arbeitslosenquoten verringerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Dabei reichte die Spanne der Quoten im Juli 2021 von 7,5 Prozent in Remscheid bis 9,4 Prozent in Wuppertal.

Die Nachfrage an Arbeitskräften ist im Bergischen Städtedreieck um 5,9 Prozent (-42 Stellen) geringer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Vergleich zum Vormonat sind es fünf (+0,8 Prozent) Stellen mehr. In folgenden Berufsgruppen werden Arbeitskräfte gesucht: Lagerwirtschaft, Post, Zustellung, Güterumschlag, Metallbearbeitung, Maschinenbau- und Betriebstechnik, Werbung und Marketing, Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege., Verkauf, Arzt- und Praxishilfe, Fahrzeugführung, Altenpflege, Büro und Sekretariat . Neben den Stellen der Arbeitnehmerüberlassungen werden in folgenden Berufsgruppen neue Stellen gemeldet : Metallerzeugung, Maschinenbau- und Betriebstechnik, Arzt- und Praxishilfe, Verkauf, Erziehung, Sozialarbeit, Heilerziehungspflege.

Mit aktuellstem Datenstand für Juni 2021 sind im Agenturbezirk insgesamt 50 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 500 Personen eingegangen, das sind 44 Anzeigen weniger als im Monat zuvor. Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Januar 2021 zur Verfügung. In diesem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 51,1 Prozent. Im Januar 2021 haben im Agenturbezirk insgesamt 2.977 Betriebe für 21.149 Personen Kurzarbeitergeld beantragt. Das waren 4.244 Kurzarbeitende mehr als im Monat zuvor. Die Kurzarbeiter-Quote, der Anteil der Kurzarbeiter an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, betrug im Januar 2021 9,7 Prozent.

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Uni erhielt sechs Werke von Wilhelm Parschmann

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Sechs Werke des aus Remscheid stammenden Kunstgewerbeschule-Studenten Wilhelm Parschmann sind nun im Besitz der Bergischen Universität Wuppertal. Die Enkelin des Künstlers, Dr. Henrike Junge-Gent, hat sie der Hochschule geschenkt und überreichte sie Anfang Juli an Universitätsarchivar Dr. Joachim Studberg. Rektor Lambert T. Koch dankte der Wohltäterin im Namen der Universität für die großzügige Schenkung.

Wilhelm Parschmann wurde am 9. Juli 1891 als Sohn eines Malermeisters in Remscheid geboren. Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte er eine Malerlehre bei seinem Vater und besuchte anschließend sechs Semester lang die Kunstgewerbeschule Elberfeld-Barmen, heute Wuppertal. Dort belegte er u. a. die Fächer Freihandzeichnen, Kopf, Akt, Dekorations- und Blumenmalerei. „Anschließend war er als Dekorationsmaler tätig. Zu seinen Arbeiten zählten Entwürfe und Ausführungen von Decken- und Wandmalereien in Kirchen, Aulen, Kinos, Tanzsälen, Restaurants, Cafés, Wartesälen, etc.“, berichtet Henrike Junge-Gent, die selbst Kunst, Kunstpädagogik und Kunstgeschichte in Braunschweig studierte und in Kunstgeschichte promovierte.

Nach seinem Einsatz im 1. Weltkrieg wurde Wilhelm Parschmann 1921 Teilhaber des väterlichen Malergeschäftes. „Es war das größte Malergeschäft in Remscheid. Es bestand bis in die Mitte der 1960er Jahre. Durch das florierende Geschäft kam er selbst immer weniger zum Malen“, so Henrike Junge-Gent über ihren Großvater. Wilhelm Parschmann starb am 31. Dezember 1971 in Remscheid. Die sechs geschenkten Bilder stammen aus seinem Nachlass.

Die Barmer Kunstgewerbeschule zählt zu den Vorläufereinrichtungen der Bergischen Universität Wuppertal und nahm 1894 ihren Betrieb auf. Ab 1949 führte die Wuppertaler Werkkunstschule die Tradition der Kunstgewerbeschulen fort und wurde 1972 mit anderen in Wuppertal bestehenden akademischen Einrichtungen organisatorisch in der Gesamthochschule Wuppertal vereint, die 2003 schließlich in eine reine Universität – die Bergische Universität Wuppertal – umgewandelt wurde.