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Bedarf an ambulant betreuten Wohnplätzen

„In Remscheid stehen derzeit für Menschen mit einem pflegerischen Bedarf 1.054 vollstationäre Pflegeplätze zur Verfügung. Bereits aufgrund der ... weiterhin überdurchschnittlich hohen Auslastung der Remscheider Heime lässt sich ein ... Mangel an Pflegeheimplätzen erkennen, obwohl die Platzzahl in den letzten Jahren bereits ausgeweitet wurde. Einige Remscheider Pflegeeinrichtung führen aufgrund dessen Wartelisten“, heißt es in einer Verwaltungsvorlage zum örtlichen „Altenplanung“, die Ausschüssen des Rates und Beiräten im Januar und Februar zur Beratung vorliegt. .

Bei der Berechnung des Bedarfes an vollstationären Pflegeplätzen legt die Stadt Remscheid seit dem Jahr 2010 die im Rahmen der amtlichen Pflegestatistik des Landes Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) ermittelten Versorgungsquoten der ab 80jährigen in der stationären Pflege zugrunde, „da diese Altersgruppe die fast ausschließliche Nutzergruppe der stationär Gepflegten darstellt und in den kommenden Jahren sowohl absolut als auch anteilig wachsen wird“. Dagegen sinke/stagniere die absolute Zahl der jüngeren Altersgruppen in der vollstationären Pflege: „Unter 80jährige Menschen werden in den Pflegeheimen inzwischen nur noch selten versorgt.“

Bei der Bedarfseinschätzung sei das seit Jahren bestehende Überangebot in benachbarten Städten / Kreisen mit zu berücksichtigen: „In der Vergangenheit fiel die tatsächliche Nachfrage in Remscheid geringer als der berechnete Bedarf aus. Die berechneten Werte stellten daher eine obere Bedarfsgrenze der in Remscheid benötigten Plätze dar.“ Auch seien in Remscheid aktuell 68 Wohneinheiten in Wohngruppen / Wohngemeinschaften eine Alternative zu einer stationären Pflegeeinrichtung, was den Bedarf an stationären Pflegeheimen ebenfalls mindere. Bei der Zukunftsprognose werde zwar eine gleich bleibende Inanspruchnahme unterstellt. Doch diese könne sich künftig verändern  – z.B. durch eine Abnahme der Anzahl von Pflegepersonen aus dem familiären Umfeld, einen Ausbau des bürgerschaftlichen Engagements, einen Anstieg des Pflegebedarfes von Menschen mit Migrationsgeschichte und aus anderen Kulturkreisen, die Entwicklung weiterer ambulanter Pflegewohnformen oder die Rahmenbedingungen für die Betreuung und Pflege in Privathaushalten.

Zitat aus der Mitteilungsvorlage: „Der rechnerische Bedarf an stationären Pflegeplätzen in Remscheid beträgt derzeit bis zu 1.322 Plätze. Der Bedarf steigt bis zum Jahr 2020 auf bis zu 1.473 Plätze an. Bis zum Jahr 2025 sinkt er dann wieder leicht auf bis zu 1.448 Plätze ab. Anschließend wird er bis zum Jahr 2030 deutlich auf voraussichtlich bis zu 1.336 benötigte Pflegeplätze absinken. Dem aktuellen Bedarf von bis zu 1.322 Plätzen steht derzeit ein Bestand von 1.054 Plätzen im gesamten Stadtgebiet gegenüber. Jedoch werden ... bis 2020 weitere neue Pflegplätze in neuen Pflegeeinrichtungen oder durch Umbaumaßnahmen entstehen. Damit werden 1.240 Plätze vorhanden sein und den aktuellen Bedarf rechnerisch fast decken.“

Differenziert nach den vier Stadtbezirken stelle sich die aktuelle Situation bis zum Jahr 2020 im vollstationären Bereich unterschiedlich dar:

  • Alt-Remscheid: 555 Plätze Bedarf bei 615 Plätzen (zukünftigem) Bestand und 35 ambulanten Wohnplätzen d.h. deutliches Überangebot von 95 Pflegeplätzen
  • Remscheid-Süd: 277 Plätze Bedarf bei 239 Plätzen Bestand und 24 ambulanten Wohnplätzen, d.h. Fehlbedarf von 14 Pflegeplätzen
  • Lennep: 300 Plätze Bedarf bei 264 Plätzen Bestand, d.h. Fehlbedarf von 36 Pflegeplätzen
  • Lüttringhausen: 190 Plätze Bedarf bei 122 Plätzen (zukünftigem) Bestand und neun ambulanten Wohnplätzen, d.h. Fehlbedarf von 59 Pflegeplätzen

In der Vergangenheit fiel die tatsächliche Nachfrage in Remscheid daher immer geringer aus als der berechnete Bedarf. (...) Von daher sind Angebot und Nachfrage in Remscheid aktuell weitgehend ausgeglichen, wenn die bereits geplanten Baumaßnahmen umgesetzt werden. Ein Engpass deutet sich jedoch zwischen den Jahren 2020 und 2025 an. Die Anzahl der ab 80jährigen wird in diesem Zeitraum nach der aktuellen Bevölkerungsprognose kurzzeitig deutlich ansteigen. Insbesondere im Jahr 2020 wird der vollstationäre Platzbedarf bis zu 1.473 Pflegeplätze betragen. Hieraus ergibt sich ein kurzzeitiger rechnerischer zusätzlicher Platzbedarf von bis zu 165 Plätzen. Dieser Platzbedarf wird sich aufgrund der dann bis 2030 ... abnehmenden Anzahl der ab 80jährigen in etwa auf das Niveau des Jahres 2017 wieder deutlich verringern (um 137 der 165 Plätze). Angebot und Nachfrage werden dann wieder ... ausgeglichen sein. Aufgrund dessen ist eine Aufstockung der vollstationären Plätze über das bisherige Maß hinaus für den nur kurzzeitig entstehenden Platzbedarf ... nicht sinnvoll. Es besteht kein Bedarf für weitere stationäre Pflegeeinrichtungen in Remscheid. (...)Vielmehr ist zur Abdeckung des kurzzeitigen zusätzlichen Platzbedarfes zwischen den Jahren 2020 und 2025 eine Ausweitung der ambulant betreuten Wohnplätze angezeigt – vorrangig in den Stadtbezirken Lüttringhausen, Lennep und Remscheid-Süd“.

Pedelec 50+: Vor der Fahrt kam die Theorie

Pedelecfahren in der Theorie, gestern im  städtischen Seniorenbüro am Markt mit Otto Mähler, Vorsitzender der der Kreisverkehrswacht Remscheid (rechts im Bild), Geschäftsführer Bernd Schäfer und Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein von der Verkehrsunfallpräventon Remscheid (2. V. li.).. Foto: Lothar Kaiser

Kürzlich veröffentlichte Unfallzahlen zeichnen ein erschreckendes Szenario. Von ca. 5.000 in der Bundesrepubik Deutschland verunglückten Pedelec-Fahrer im Jahr 2017 waren 45 Prozent älter als 65 Jahre. Und eine häufige Unfallursache warFehleinschätzung von Geschwindigkeit und Bremsweg. Dies veranlasste die Diakonie des Kirchenkreises Lennep in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Remscheid (Vorsitzender Otto Mähler und Geschäftsführer Bernd Schäfer), dem Seniorenbüro der Stadt,der Verkehrsunfallprävention der Polizei (Polizeihauptkommissar Michael Brandenstein und Oberkommissar Michael Wenner) sowie dem Dipl.-Ingenieur und Kraftfahrtsachverständiger Ulrich Sander ein mehrteiliges präventives Maßnahmenkonzept zu entwickeln, das auf die Generation 50+ ausgerichtet ist, die mit dem Pedelec unterwegs ist. Die Seminarreihe startete gestern Nachmittag im städtischen Seniorenbüro, Markt 13, in „kleinem Kreis“.

Für die folgenden Veranstaltungen (praktisches Sicherheitstraining) sind noch Anmeldungen möglich unter Tel. RS 591600 und 4645350 bzw. E-Mail info@verkehrswacht-remscheid.de. Das soll theoretisch erworbenes Wissen im wahrsten Sinne des Wortes erfahren, d.h. erprobt werden, um Unfälle, Stürze und Verletzungen zu verhindern. Dieses Training findet an einem Vormittag bzw. Nachmittag für ca. vier Stunden statt. Ein Pedelec muss zu dieser Veranstaltung mitgebracht werden.

Der dritte Seminarteil baut auf den zweiten Teil auf. Mitmachen können daran nur die Teilnehmer, die das vorausgegangene Sicherheitstraining absolviert haben. In dem vorerst letzten Seminarteil soll dann unter Begleitung erfahrenen Trainer eine Ausfahrt auf einer beliebten Fahrradstrecke unternommen werden. Bei kurzen Stopps erhalten die Teilnehmer dann  gezielt Hinweise und Tipps, die sich auf das gerade aktuelle Fahrgeschehen beziehen. Auch diese Veranstaltung wird ca. vier Stunden dauern.

Die gestrige anderthalbstündige Veranstaltung richtet sich an Personen 50+, die ein Pedelec erwerben wollen oder seit kurzem besitzen. Sie erfuhren von den Praktikern viel Neues über Transport, Versicherung, Schutzkleidung, gesetzliche Grundlagen, technischen Merkmale etc. von Pedelecs. Wussten Sie zum Beispiel, dass ein Pedelec-Fahrer, der von der Polizei wiederholt mit Alkohol am Lenker erwischt worden ist, nicht nur Strafpunkte in Flensburg ansammeln, sondern auch sein Pedelec durch Beschlagnahmung verlieren kann?

Mikrozensus: Statistiker befragen 80.000 Haushalte

Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen

Wie viele Familien mit Kindern gibt es in Nordrhein-Westfalen? Wie ist die Situation alleinerziehender Mütter oder Väter in unserer Gesellschaft? Wie viele Mütter sind berufstätig? Wie haben sich Vollzeitbeschäftigung und befristete Arbeitsverhältnisse entwickelt? Antworten auf diese und ähnliche von Politik, Wissenschaft und Medien häufig gestellten Fragen gibt der „Mikrozensus”. Aussagen wie: „In NRW gab es 2017 etwa 8,8 Millionen Privathaushalte, in denen 1,8 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern lebten – darunter waren 327 000 Alleinerziehende” sind nur aufgrund der Ergebnisse des Mikrozensus möglich. Information und Technik Nordrhein-Westfalen befragt als Statistisches Landesamt jährlich rund 80.000 Haushalte in NRW. Die Befragungen sind gleichmäßig auf alle Wochen des Jahres verteilt. NRW-weit setzt das Statistische Landesamt 350 Interviewerinnen und Interviewer für die Befragungen der Haushalte ein. Die Interviewer kündigen ihren Besuch schriftlich an und legitimieren sich durch einen Ausweis. Um Datenschutz und statistische Geheimhaltung zu gewährleisten, sind sie zur strikten Verschwiegenheit verpflichtet.

Abgefragt werden z. B. persönliche Merkmale wie Alter, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Schulbesuch und Erwerbstätigkeit. Für den überwiegenden Teil der Fragen besteht eine Auskunftspflicht. Bei der Beantwortung der Fragen auf freiwilliger Basis hoffen die Statistiker auf hohe Beteiligung. Die Ergebnisse sind Basis für politische und wirtschaftliche Entscheidungen. Die einfachste und zeitsparendste Art der Auskunftserteilung ist das persönliche Interview. Die sorgfältig ausgewählten und intensiv geschulten Interviewer sind mit Laptops ausgestattet, um den Aufwand für die Befragten möglichst gering zu halten. Die Haushalte können aber auch selbst einen Fragebogen ausfüllen und diesen per Post an das Statistische Landesamt senden.

Der Mikrozensus wird seit 1957 jedes Jahr bei einem Prozent aller Haushalte im gesamten Bundesgebiet durchgeführt. Es handelt sich um eine sog. Flächenstichprobe, das heißt, es werden nach einem mathematischen Zufallsverfahren Straßenzüge bzw. Gebäude ausgewählt. Die Haushalte, die in diesen „ausgelosten” Gebäuden wohnen, werden vier Jahre lang befragt. In jedem Jahr wird zur Entlastung der Befragten ein Viertel der Haushalte durch andere ersetzt.

IHK hilft Unternehmen bei der Azubi-Suche

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

„Passgenaue Besetzung“ heißt ein neues Angebot der Bergischen IHK, das Unternehmen dabei helfen soll, geeignete Azubis zu finden. Seit dem Jahreswechsel hilft IHK-Beraterin Miriam Schöpp (Tel. 0202 2490-833, m.schoepp@bergische.ihk.de) Unternehmen bei der Talentsuche. Gemeinsam mit den Personalverantwortlichen der Unternehmen erarbeitet die Beraterin ein Profil der jeweiligen Ausbildungsstelle sowie ein Azubi-Anforderungsprofil. Sie übernimmt die Bewerbersuche und trifft eine Vorauswahl. Die Unternehmen erhalten dann eine Vorschlagsliste mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Darüber hinaus unterstützt die IHK-Beraterin bei den Formalitäten rund um den Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Das Programm „Passgenaue Besetzung – Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen sowie bei der Integration von ausländischen Fachkräften“ wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und den Europäischen Sozialfonds gefördert.

Quartiersentwickler vor Aufgaben in anderen Stadtteilen

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 30. März 2016, nachdem die Stadt den bekannten Remscheider Marathonläufer als Koordinator eines neuen Modellprojekts des Landes NRW („Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“) vorgestellt hatte. Warten auf "bedarfsgerechte Konzepte", war am 18. September 2017der zweite Bericht zum Thema überschrieben. Aufgabe der Quartierskonferenz werde es sein, aus Bedarfen und Potenzialen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dieses Quartierskonzept könnte dann womöglich Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in anderen Remscheider Stadtbezirken. Erstes Arbeitsergebnis war im Juni 2018 ein Service mit vielen Adressen und Telefonnummern, genannt „Seniorenwegweiser“ für ältere Mitbürger, die häufiger auf Hilfe angewiesen sind. „Mit Unterstützung einer aus Fachleuten bestehenden Lenkungsgruppe und einer die Bewohnerschaft repräsentierenden Quartierskonferenz“ habe Daniel Schmidt von seinem Büro im Stadtteilzentrum / BBZ Rosenhügel, Stephanstraße 2, aus „vielfältige Maßnahmen ... initiiert und begleitet“, und „TOP 10-Maßnahmen" seien ausgewählt und entwickelt worden, die bis Ende 2018 umgesetzt werden sollen, so damals der Sozial- und Altenhilfeplaner Thomas Köppchen. Wie sich diese Maßnahmen, so sie denn inzwischen allesamt angelaufen sind, auf das Leben der Seniorinnen und Senioren im Südbezirk auswirken werden, muss sich noch zeigen. Dabei setzt die Stadt Remscheid weiter auf Quartiersentwickler Daniel Schmidt; er bekam einen unbefristeten Vertrag, nachdem sein bisheriger befristeter Vertrag im Rahmen des Förderprojektes des Landes Nordrhein-Westfalen zur Quartiersentwicklung und -koordination ausgelaufen war.

„Bei der altengerechten Quartiersentwicklung handelt es sich um eine sich aus dem Alten- und Pflegegesetz (APG NRW) ergebende gesetzliche Aufgabe. In § 1 APG ist die Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Unterstützungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen als Ziel des Gesetzes festgeschrieben.“ So beginnt eine umfangreiche Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Sozialausschusses am 15. Januar. Die Stadt sei zur Sicherstellung einer Struktur pflegerischer und nicht pflegerischer Angebote gemäß § 4 APG ausdrücklich verpflichtet. Die Stadt habe vom 1. April 2016 bis 31. Dezember 2018 Landes-Fördermittel des Landes NRW erhalten, „um als Pilotprojekt im Stadtbezirk Remscheid-Süd eine altengerechte Quartiersentwicklung zu initiieren. Konkretes Ziel des Projektes ... war es, dass ein Quartierskonzept entwickelt wird, welches anschließend auch auf andere Stadtbezirke übertragbar ist, so dass dort ab 2019 ebenfalls eine altengerechte Quartiersentwicklung eingeleitet werden kann. (...) Daniel Schmidt wird diese Aufgabe als Koordinator für die altengerechte Quartiersentwicklung übernehmen.“ Die regelmäßige Präsenz des Koordinators im Stadtteilbüro Rosenhügel sei „wichtig, um den persönlichen Kontakt zur Bewohnerschaft und zu den Akteuren vor Ort zu halten. (...) Angestoßene Maßnahmen müssen weitergeführt und bereits umgesetzte Maßnahmen verstetigt werden. Gleichwohl müssen neue Maßnahmen initiiert werden.“ In diesem Zusammenhang habe sich die Quartierskonferenz Remscheid-Süd „als wichtiges Instrument für eine partizipative Quartiersentwicklung herausgestellt. Die Konferenz ist weiter einmal pro Jahr von der Projektkoordination in enger Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe vorzubereiten und durchzuführen. Wichtige Projektentscheidungen sind final mit der Quartierskonferenz abzustimmen und schließlich zu treffen. Nur so ist eine breite Akzeptanz zu erzielen und die Maßnahmen werden von vielen Akteuren getragen.“

Nach dem Muster des Quartierskonzeptes Remscheid-Süd steht in diesem Jahr die Quartiersentwicklung in Lüttringhausen auf dem Plan der Verwaltung. Auch dort sei eine „enge Kooperation mit den dort jeweils bereits tätigen Akteuren, Trägern und Institutionen zwingend erforderlich.“ Nach zwischenzeitlichen Gesprächen mit den Schlawinern als Träger des BBZ-Lüttringhausen sei die dortige Präsenz von Koordinator Daniel Schmidt ausdrücklich erwünscht, teilt die Verwaltung mit. Aber nur durch eine gesamtstädtische Quartiersentwicklung könne die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen entsprechen. Und da komme es auf die Vernetzung der verschiedenen Akteure im gesamten Stadtgebiet an; die Aktivitäten der verschiedenen Träger / Verbände seien „aktiv zu begleiten und zu unterstützen“. Als Beispiel wird in der Vorlage die Entwicklung altengerechter Strukturen durch das Diakonische Werk Remscheid in der Remscheider Innenstadt sowie durch den Stadtteil e.V. am Honsberg und die IG Hasenberg gemeinsam mit dem Caritasverband Remscheid am Hasenberg genannt. Eine wichtige Rolle in dem gesamtstädtischen Prozess zur Entwicklung altengerechter Quartiere komme zudem den Begegnungs- und Beratungszentren (BBZ) zu. Diese dienten als Ankerpunkte und strahlen in die jeweiligen Quartiere aus. Zitat: „Die BBZ sollen sich zu festen, dezentralen Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier weiterentwickeln. Durch ein attraktives Beratungs- und Informationsangebot und durch Öffentlichkeitsarbeit soll die Bekanntheit gesteigert werden. Exemplarische Maßnahmen sind die Durchführung von Rollatorentrainings, Quartierssprechstunden oder Informationsveranstaltungen zu aktuellen und relevanten Themen. Wie für die gesamte Quartiersentwicklung gilt aber auch hier: Angebote sind in Zusammenarbeit mit den Bewohnern, Akteuren und Institutionen zu entwickeln und zu verwirklichen. Durch einen partizipativen Prozess ist die Wahrscheinlichkeit, dass die initiierten Maßnahmen auch angenommen werden, deutlich erhöht.“

Berufsberatung und Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 10. Januar, von 14 bis 18 Uhr zur Berufsberatung in Wuppertal, Hünefeldstraße 3-17, kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche dort ´Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen.

„Alle Jugendlichen, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung in Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht. Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten. Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“.

Sie bringen den Segen, sind Boten des Herrn

Aus den katholischen Pfarrgemeinden St. Suitbertus (Remscheid) und St. Bonaventura und Hl. Kreuz (Lennep/Lüttringhausen) nehmen in diesem Jahr fast 100 Jungen und Mädchen an der Aktion teil, mehr als im vergangenen Jahr. Das liegt daran, dass die Zahl der Kinder, die am Kommunionsunterricht teilnehmen, gestiegen ist. Und dazu gehört auch die Vorbereitung auf die Sternsinger-Sätze in den Kirchengemeinden, wie Diakon Rony John erklärte. Auch diesmal begleitete er die Kinder auf seiner Trompete, als sie zur Einstimmung den Eltern auf der Tribüne und Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zwei Strophen des Liedes „Wir bringen den Segen,  sind Boten des Herrn“ sangen.

Rund 45 Sternsinger aus den beiden Pfarrgemeinden waren diesmal der Einladung des OB zu Donuts und Kakao gefolgt. „Eine schöne Tradition“, so Mast-Weisz.  Und das das gesammelte Geld (2018 waren es in Remscheid insgesamt 34.000 Euro) diesmal für Kinder mit Behinderung bestimmt ist (John: „Einzigartige Menschen mit besonderen Persönlichkeiten“), freute des Oberbürgermeister besonders: „Gesundheit ist ein Geschenk des lieben Gottes, für das wir alle dankbar sein sollten“, sagte er den Sternsinger.

„Helft auch Ihr mit Eurem Gaben, dass die Kinder eine Zukunft haben“, heißt es in dem Text, den Caspar, Melchior und Balthasar bei ihren Hausbesuchen aufsagen. Ihre traditionelle Segensbitte in lateinischer Sprache „C+M+B*2018“ („Christus mansionem benedicat“ - Christus möge dieses Haus segnen!) steht seit gestern in Kreide an beiden Türen des Großen Sitzungssaals im Rathaus.

Sinkende Arbeitslosigkeit und weniger Arbeitsstellen

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

„Zum Jahresende hat sich die Arbeitslosigkeit insgesamt erneut reduziert. Im Rechtskreis des SGB III ist sie allerdings im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Saisonbedingt ist im Januar mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen, da zum Jahresende üblicherweise viele befristete Arbeitsverträge auslaufen. Der Arbeitsmarkt im Bergischen Städtedreieck hat in den vergangenen drei Monaten an Schwung verloren, das wird insbesondere durch die Rückgänge der Stellenmeldungen deutlich“, resümiert Katja Heck, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Verglichen mit den jeweiligen Werten aus Dezember 2017 haben sich die Stellenzugänge in Remscheid, Solingen und Wuppertal verringert. Am stärksten zeigt sich diese Entwicklung in Wuppertal. Die Arbeitslosenquoten verringerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. Die Spanne der Quoten reichte im Dezember von 6,9 Prozent in Remscheid bis 7,7 Prozent in Wuppertal. Im Dezember 2017 betrug die Arbeitslosenquote in Remscheid noch acht Prozent. Aktuell sind in Remscheid 4.121 Menschen arbeitslos gemeldet, 502 (10,9 Prozent) Personen weniger als im Dezember 2017.

Kleine Bären als Trost für kleine Patienten

Die Freiwillige Feuerwehr Remscheid, Löscheinheit Morsbach, organisiert jedes Jahr eine Aktion, um für "Trostbären" zu sammeln.  Seit einem Jahr verwendet der Rettungsdienst in Remscheid Stofftiere aus dem Programm des schwedischen Möbelhauses IKEA. Als nun die Freiwillige Feuerwehr Morsbach Bären einkaufen wollte, fand die Aktion bei der Marketing- und Filialleitung bei IKEA Wuppertal ein offenes Ohr und ein offenes Herz: Sie spendete der Rettungswache 500 "Trostbären". Die plüschigen Helfer sollen den kleinen Patienten ein wenig Geborgenheit vermitteln, wenn sie nach einem Notfall im Rettungsdienst transportiert werden müssen. Denn oft wird in der Eile zu Hause vergessen, dem Kind das eigene geliebte Kuscheltier mitzugeben.

Die Mitarbeiter im Rettungsdienst erleben es immer wieder, dass verunsicherte Kinder durch die Plüschtiere ihre Angst verlieren. Auch manch älterem Patienten hat so ein Plüschtier den unvermeidlichen Transport schon wesentlich erleichtert. Im Durchschnitt wechseln so pro Woche zwei bis drei Bärchen seine Besitzer.

Aus offiziellen Mitteln ist eine solche Beschaffung leider nicht möglich. Und jeder Plüschbär darf auch nur einmal vergeben werden. Denn aus hygienischen Gründen ist es nicht möglich, gebrauchte Plüschtiere anzunehmen und zu verwenden. Daher freute sich die Feuerwehr sehr über die Firmenspende. Wer diesem Beispiel nacheifern möchte, kann sich unter Tel. RS 162320 an den Leiter der Feuerwehr Remscheid, Guido Eul-Jordan, wenden. (Karsten Funke-Kabus)

Nicht alle Wünsche nach Montessoriangebot erfüllbar

Kinder, die bis zum 30. September 2019 das sechste Lebensjahr vollendet haben,  werden zum Beginn des Schuljahrs 2019/2020 am 1. August 2019 schulpflichtig. In Remscheid werden es voraussichtlich 1.032 sein (gegenüber 946 im Vorjahr). Nach Angaben der Verwaltung zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar wurden bisher 970 schulpflichtige Kinder an den städtischen Grundschulen angemeldet. Hinzu kommen 19 eventuell vorzeitig einzuschulende Kinder. Macht insgesamt 989 Kinder. Der Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte wird bei rund 56 Prozent liegt (Vorjahr 54 Prozent). „Gemeinsam mit der Schulaufsicht, dem Kommunalen Integrationszentrum, den Schulen und der Verwaltung ist es bisher gelungen, für Kinder aus Zuwandererfamilien „wohnortnah“ einen Platz an einer Grundschule bereitzustellen. Jedoch ist die weitere Entwicklung ständig zu beobachten und mit den schulischen Kapazitäten (Personal, Räume) abzugleichen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung an den Schulausschuss.

17 Kinder wurden an der Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) angemeldet, davon sieben ebenfalls an einer Remscheider Grundschule. Mit einer Entscheidung über die Aufnahme sei erst Anfang Februar zu rechnen, so die Stadt. Für Familien habe die wohnortnahe Beschulung der Kinder weiterhin eine hohe Priorität. hat.
Folgende schulorganisatorische Maßnahmen sind vorgesehen:

  • An den GGS Am Stadtpark, Hasten, Reinshagen und Dörpfeld muss aufgrund der vorliegenden Anmeldungen die gesetzlich festgelegte Bandbreite ausgeschöpft werden: Aufgrund der vom Rat beschlossenen Zügigkeiten ist die Bildung weiterer Eingangsklassen nicht möglich. Einmalige Mehrklassen können aufgrund der Raumkapazitäten nicht eingerichtet werden.
  • In den folgenden Grundschulen können nach den aktuellen Anmeldezahlen kleine Eingangsklassen gebildet werden: Daniel-Schürmann, Kremenholl, Steinberg, Walther-Hartmann, Freiherr-vom Stein, Adolf-Clarenbach und Eisernstein.
  • Die Anmeldezahlen in der GGS Mannesmann entsprechen rechnerisch einer großen Eingangsklasse. Da die Schule ihre Klassen jahrgangsübergreifend in Klasse 1 und 2 beschult, können die Kinder auf insgesamt drei Klassen verteilt werden.
  • Die GGS Hasenberg schöpft die vom Rat beschlossene Dreizügigkeit nicht aus. Es können aber zwei kleine Eingangsklassen gebildet werden.
  • Die KGS Franziskus – Standort Lüttringhausen muss in diesem Jahr einige Ablehnungen vornehmen und bildet nun eine große Eingangsklasse. Die Bildung einer Mehrklasse, wie im letzten Jahr einmalig beschlossen, ist aufgrund der Raumkapazitäten nicht möglich. (Ggfs. können einige Kinder an den Hauptstandort nach Lennep verwiesen werden. Ansonsten bestünden wohnortnah noch ausreichend Kapazitäten, so die Verwaltung.)
  • An der GGS Hackenberg wurden 64 Kinder angemeldet. Die GGS Hackenberg ist eine zweizügige Schule und kann somit rechnerisch zwei Eingangsklassen bilden. Die am Schulstandort vorhandenen Raumressourcen sind sowohl für den Unterrichtsbedarf als auch die Betreuung in der OGS ausgeschöpft. Eine Abweisung in den Regelklassen ist jedoch nicht erforderlich, da 20 Kinder das Montessori-Angebot der Schule besuchen möchten. In diesen Fällen könnte eine Umberatung in eine Regelklasse erforderlich werden, wenn nicht ausreichende Montessori-Plätze angeboten werden können.
  • An folgenden neun Remscheider Grundschulen wird Gemeinsames Lernen (GL) von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf angeboten: Eisernstein, Hackenberg, Mannesmann, Steinberg, Am Stadtpark, Hasenberg, Reinshagen, Dörpfeld, Adolf-Clarenbach. Die konkrete Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kann von der Schulaufsicht frühestens ab dem 1. Quartal 2019 nach Eingang aller Anträge benannt werden.
  • Das Montessoriangebot ist traditionell ein fester Bestandteil in der Remscheider Schullandschaft und wird nach wie vor nachgefragt. Aktuell verfügen die Grundschulen Hackenberg, Siepen und Adolf-Clarenbach am Standort Goldenberg über ein zum Regelunterricht zusätzlich bestehendes Montessoriangebot. Für das Schuljahr 2019/2020 wurden insgesamt 58 Kinder (Vorjahr 64) für ein Montessoriangebot an folgenden Schulen angemeldet: GGS Hackenberg: 20 Kinder; GGS Ad.-Clarenbach/Standort Goldenberg: 24 Kinder; GGS Siepen: 14 Kinder. „Eine Ausweitung von Montessoriangeboten gestaltet sich aufgrund der knappen personellen Ressourcen von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften sowie der teilweise ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten schwierig“, teilt die Verwaltung weiter mit. „Dies führt dazu, dass nicht allen Wünschen nach einem Montessoriangebot entsprochen werden konnte.“