Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Erhebung für Mietspiegel in der Endphase

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In Deutschland ist der Mietspiegel eine der gesetzlich vorgesehenen Möglichkeiten für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete im frei finanzierten Wohnungsbau. Er dient als Begründungsmittel für Mieterhöhungen und wird in Zusammenarbeit mit Mieter- und Vermieterverbänden aufgestellt. In Remscheid gibt es seit dem Jahr 2016 einen qualifizierten Mietspiegel, der kostenfrei für alle Interessierten unter www.remscheid.de zum Download bereit steht. Nachdem dieser Mietspiegel bereits einmal im Jahr 2018 durch Index an die aktuelle Kostenentwicklung angepasst wurde, steht für das Jahr 2020 eine komplette Neuaufstellung an. Zeitgleich wird für Remscheid ebenfalls neu festgelegt, wie hoch die angemessenen Mieten für Personen, die staatliche Leistungen zum Lebensunterhalt nach den Sozialgesetzbüchern II und XII erhalten, sein dürfen.

Die Stadt Remscheid hat die Firma Analyse & Konzepte, Hamburg, mit der Mietwerterhebung beauftragt. In den zurückliegenden Wochen wurden mehrere Tausend Fragebögen an Vermieterinnen und Vermieter verschickt, mit denen das aktuelle Mietniveau in Remscheid abgefragt wird. Die Stadt Remscheid bittet nochmals um rege Beteiligung. Erhebungsschluss ist der 31. Mai.

Kein weiterer Corona-Fall in der Kita Hasten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die drei Kinder und die drei Mitarbeitenden, die direkten Kontakt mit einem Corona-infizierten Kindergartenkind der Kita Hasten hatten, haben sich nicht angesteckt. Auch die Testergebnisse der Personen, die mit dem infizierten Kind in der Gemeinschaftseinrichtung nur indirekt in Kontakt gekommen und im Rahmen der Kontaktpersonen-Nachverfolgung getestet worden waren, sind negativ. Das hat das Gesundheitsamt soeben mitgeteilt und bescheinigt der erkrankten Familie und der Kindertageseinrichtung vorbildliches Verhalten. Einer Wiedereröffnung der Notbetreuung steht demnach nichts entgegen. Wann das sein wird, entscheidet die Kindertageseinrichtung in eigener Verantwortung. Die Kinder und Mitarbeitenden, die im direkten Kontakt mit dem erkrankten Kind standen, bleiben weiter in häuslicher Quarantäne.

Ein Kindergartenkind der evangelischen Kindertageseinrichtung Hasten war positiv auf das Corona-Virus getestet worden, nachdem es am Montag vergangener Woche Kontakt mit drei Kindern und drei Kita-Mitarbeitenden gehabt hatte. Die Kita, die 16 Kinder betreut, war daraufhin sofort geschlossen und die Betroffenen unter 14tägige häusliche Quarantäne gesetzt worden.

Wer wird neue[r] Superintendent[in] im Kirchenkreis?

Pressemitteilung des evangelischen Kirchenkreis Lennep

Zum 1. Oktober  geht der Superintendent des Kirchenkreises, Pfarrer Hartmut Demski, in den Ruhestand. Am vergangenen Freitag stellten sich die drei vom Nominierungsausschuss vorgeschlagenen Nachfolge-Kandidaten den Mitgliedern der Kreissynode in einer Synodalversammlung vor. Neben den 22 Teilnehmern und Teilnehmerinnen im großen Saal des Gemeindehauses an der Johann-Sebastian-Bach-Straße in Remscheid verfolgten 66 Mitglieder der Kreissynode das Geschehen von zuhause über eine Videokonferenz – eine Schutzmaßnahme infolge der Corona-Krise.

Die drei Bewerber Pfarrer Karl-Albert Hesse aus Mönchengladbach, Pfarrer Dr. Dieter Jeschke aus Radevormwald und Pfarrerin Antje Menn aus Remscheid berichteten zunächst aus ihrem Lebenslauf. Im Anschluss gingen sie auf die Fragen nach den Chancen von Kirche in den nächsten acht Jahren und ihrem persönlichen Beitrag als möglicher Superintendent oder Superintendentin ein. Daran schloss sich jeweils eine Fragerunde an. Für die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin ist die Kreissynode des Kirchenkreises zuständig, die bei ihrer Tagung am 5. Juni die Wahl vollziehen wird.
Ein(e) Superintendent(in) ist leitender Pfarrer bzw. Pfarrerin eines Kirchenkreises. Er/sie wird von der Kreissynode gewählt und leitet den Kirchenkreis in gemeinsamer Verantwortung mit den übrigen Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes. Der/die Superintendent/in hat dabei auch die Aufgabe, die Kirche nach außen zu vertreten. Er/sie ist Dienstvorgesetzte[r] der Pfarrerinnen und Pfarrer und kirchlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die dem Kirchenkreis direkt unterstehen, und hat seinen Sitz im Haus der Kirche in Remscheid-Lennep. Zum Kirchenkreis Lennep gehören aktuell 16 Kirchengemeinden.

Hartmut Demski war seit 2005 Superintendent im Kirchenkreis Lennep. Zusätzlich war der in Wermelskirchen beheimatete Theologe noch Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde in Wermelskirchen. Er wird am Freitag, 25. September, um 17 Uhr in einem Gottesdienst mit anschließendem Empfang in der Stadtkirche Wermelskirchen von Präses Manfred Rekowski verabschiedet. Im Herbst 2019 hatte sich die Kreissynode dafür entschieden, dass der zukünftige Superintendent im Kirchenkreis Lennep ab 1. Oktober 2020 hauptamtlich arbeiten und keinen Pfarrstellenanteil in einer Gemeinde mehr haben wird.

Finanzminister Scholz trennt einen Gordischen Knoten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

 Der von Bundesfinanzminister Olaf Scholz angestrebte Solidarpakt zur Tilgung der Kommunalen Altschuldenprobleme und der Corona-bedingten Ausfälle bei der Gewerbesteuer ist für das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" eine "politische Großtat, die finanzpolitisch einen `Gordischen Knoten` trennt". So formulieren es die Bündnissprecher Oberbürgermeister Ulrich Scholten (SPD) aus Mülheim an der Ruhr, der frühere Oberbürgermeister von Pirmasens Dr. Bernhard Matheis (CDU), Bürgermeister Dirk Glaser (parteilos) aus Hattingen an der Ruhr, Wuppertals Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig (CDU) und sein Dortmunder Kollege Jörg Stüdemann (SPD). Gemeinsam mit allen Kolleginnen und Kollegen von insgesamt 70 bundesdeutschen Städten und Gemeinden aus acht Bundesländern mit mehr als neun Millionen Einwohnern kämpfen sie seit elf Jahren für eine gemeinsame Lösung des Altschuldenproblems, das – finanzwissenschaftlich belegt – weitgehend durch eine Vielzahl von Gesetzen ohne ausreichende Gegenfinanzierung zu Lasten der Kommunen entstanden sei. Dazu erklärt Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz: „Der vom Bundesfinanzminister geplante Solidarpakt von Bund, betroffenen Ländern und betroffenen Kommunen ist ein deutlicher Beitrag zur Wiederherstellung der vom Grundgesetz geforderten Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse.“

Das Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte" hatte vor der jüngsten Bundestagswahl von den im Deutschen Bundestags vertretenen Parteien die Zusage zur Bildung einer Kommission zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse gefordert und erhalten. „Die Chance müssen nun alle gemeinsam ergreifen. Bund und Länder haben es in der Hand. Zaudern und zögern gilt nicht, jetzt muss diese Grundsatzfrage für die Zukunft der Städte angepackt werden“, ergänzt Stadtdirektor und Stadtkämmerer Sven Wiertz.

Diverse Angebote zur Nutzung der Sonnenenergie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Sonnenenergie gehört zu den erneuerbaren Energien, die unerschöpflich zur Verfügung steht. Durch eine verstärkte Nutzung der Sonnenenergie kann die Verbrennung fossiler Energieträger und damit der Ausstoß von Treibhausgasen deutlich reduziert werden. Auch in Remscheid scheint die Sonne so ergiebig, dass sie zur Warmwasserbereitung und zur Stromerzeugung genutzt werden kann. Eine Vielzahl von installierten thermischen Solaranlagen und Photovoltaikanlagen im Stadtgebiet beweist dies bereits.

Eigener Solarstrom ist jedoch nicht nur Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern vorbehalten – auch Mieterinnen und Mieter sowie Wohnungseigentümerinnen und Wohnungseigentümer können mit einem Steckersolar-Gerät kleine Sonnenkraftwerke auf dem Balkon betreiben. Vielleicht gibt es Interessierte, die trotz der aktuellen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie das schöne Wetter und die freie Zeit nutzen möchten, um sich mit der Nutzung der Sonnenenergie zu beschäftigen. In einem Handzettel sind „kontaktlose“ Angebote zusammengestellt, die als Anregung, Interessensvertiefung oder bei konkreten Fragen als Hilfestellung geeignet sind. In diesem Handzettel sind alle Angebote für den Kampagnenzeitraum Mai bis Juli 2020 zusammengefasst. Es werden Beratung und Information für Remscheider Privatleute angeboten zu den Themen Solarstrom / Photovoltaik, Warmwasserbereitung durch Sonnenenergie / Solarthermie, Installation von Photovoltaikanlagen auf dem Gebäudedach oder als Steckersolar- bzw. Balkon-Photovoltaikanlage.

Die Angebote richten sich an sowohl an Eigenheimbesitzerinnen und Gebäudebesitzer als auch an Mieterinnen und Mieter, die sich für die Erzeugung von Strom oder Wärme am eigenen Haus oder der Wohnung interessieren. Alle Angebote sind in dem Handzettel näher erläutert.

Gerne werden bereits jetzt Anmeldungen für das online-Seminar „Steck die Sonne ein – einfach selbst Strom erzeugen“ am Dienstag, 2. Juni, um 18.30 Uhr entgegengenommen. Das online-Seminar dauert 60 Minuten. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich, damit vor dem Seminar die Zugangsdaten mitgeteilt werden können. Bitte per Mail an: umweltamt@remscheid.de">umweltamt@remscheid.de.

Freibad öffnet voraussichtlich zum 27. Juni

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das Freibad Eschbachtal öffnet seine Pforten voraussichtlich zum Beginn der Sommerferien am Samstag, 27. Juni. Von den ursprünglichen Plänen, das Freibad Anfang Juni zu öffnen, musste aufgrund der Corona-Pandemie Abstand genommen werden. Zum einen hat sich bedingt durch die Corona-Krise die bereits im Februar 2020 begonnene Instandsetzung durch Lieferengpässe bei Ersatzteilen erheblich verzögert. Zum anderen sieht die Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronaschutzverordnung – CoronaSchVO) in der ab dem 16. Mai  gültigen Fassung umfangreiche Hygiene- und Infektionsschutzstandards zum Betrieb von Freibädern vor, die umgesetzt werden müssen.

Der Fachdienst Sport und Freizeit wird unter Zugrundelegung dieser Hygiene- und Infektionsschutzstandards ein anlagenbezogenes Konzept zur Eröffnung des Freibads Eschbachtal erarbeiten. Ziel ist ein höchstmöglicher Schutz der Badegäste unter den derzeitigen Rahmenbedingungen. Weitere Detailinformationen folgen zeitnah.

Zur aktuellen Gesundheitslage in der Corona-Krise

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell dreizehn Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 233 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 220 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 205 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 15 sind verstorben. Darüber hinaus melden die Krankenhäuser aktuell vier positiv getestete Personen, die sich in einem Krankenhaus in stationären Behandlung, eine davon zur Beatmung auf der Intensivstation. Zusätzlich befinden sich weitere Verdachtsfälle in stationärer Behandlung.

Gutes Signal für Remscheid aus Berlin!

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Zur Ankündigung des Bundesfinanzministers und Vizekanzlers Olaf Scholz, einen Kommunalen Solidarpakt 2020 aufzulegen, erklärt Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald: „Endlich gibt es ein klares Signal aus Berlin, um dem städtischen Haushalt zu helfen. Jetzt liegt ein starkes Angebot auf dem Tisch mit einer Summe von 57 Milliarden. Wir in Nordrhein-Westfalen müssen die Chance nutzen und energisch handeln. Die Landesregierung ist am Zug. Allein in Remscheid drohen durch die Corona-Pandemie Ausfälle bei der Gewerbesteuer von möglicherweise 40 Mio. Euro. Radevormwald musste beim aktuellen Haushalt 2020 bereits mit 3,4 Mio. weniger an Gewerbesteuer planen.

In Remscheid sind die Kassenkredite in den letzten Jahren durch gute Arbeit vor Ort und Hilfe durch den Stärkungspakt Stadtfinanzen zwar deutlich gesunken, dennoch belastet die Stadt Remscheid immer noch ein Schuldenberg von rund 540 Mio. Euro. In Radevormwald belaufen sich die Kassenkredite aktuell auf 22,6 Mio. Euro. Zu beidem gibt es nun kluge Hilfen des Bundes. Zum einen sollen die Ausfälle bei der Gewerbesteuer übernommen werden. Das erkennt die besondere Situation der Kommunen in der Corona-Krise an. Eine solche Forderung hat die SPD-Landtagsfraktion bereits seit Beginn der Pandemie gestellt. Hier in Remscheid wird die Corona-Krise in erster Linie bekämpft. Auf die Kommunen wird es auch maßgeblich bei der Bewältigung der Folgen der Krise ankommen. Dazu müssen sie finanziell in der Lage sein. Das Land hat bereits beschlossen, für sich selbst seine eigenen Steuerausfälle aus dem 25-Milliarden-Euro-Rettungsschirm auszugleichen. Das Gleiche muss auch für unsere Kommunen gelten. Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahme der Kommunen. Der Vorschlag von Olaf Scholz ist daher eine echte Entlastung.

Eine Lösung für die Altschulden der Kommunen würde zudem einen fairen Neustart für unsere Städte und Gemeinden bedeuten, auf den sie schon viel zu lange warten. Gerade in NRW ächzen viele Kommunen unter einem erdrückenden Berg von Altschulden. Der Vorschlag von Olaf Scholz wäre daher so etwas wie eine ,Stunde null’, in der unsere Kommunen von dieser Last befreit werden, während gleichzeitig die Einnahmen wegbrechen.“

Hintergrund: Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat Eckpunkte für einen „Kommunalen Solidarpakt 2020“ vorgestellt. Demnach sollen Bund und Länder die Einnahmeausfälle der Kommunen aus der Gewerbesteuer in Höhe von bundesweit schätzungsweise 11,8 Milliarden Euro jeweils zur Hälfte ausgleichen. Gleichzeitig schlägt Scholz eine Übernahme der übermäßigen kommunalen Liquiditätskredite (Altschulden) in Höhe von bundesweit 45 Milliarden Euro vor. Diese Schulden sollen ebenfalls jeweils zur Hälfte von Bund und Land übernommen werden. Der Vorschlag sieht eine freiwillige Teilnahme der Länder („opt-in“) mit betroffenen Kommunen vor. Die Länder verpflichten sich im Gegenzug, dafür zu sorgen, dass übermäßige Liquiditätskredite nicht erneut aufgebaut werden.

Tragfähiges Konzept zur Öffnung der KiTas fehlt

von Brigitte Neff-Wetzel

Seit nun mehr als acht Wochen sind die KiTas stadt- und landesweit geschlossen. Nun endlich sollte die groß angekündigte „stufenweise“ Öffnung durchgeführt werden. Doch während alle Geschäfte, Sportstätten, Restaurants und Cafés, gar Freizeitzeitparks und demnächst auch Freibäder wieder öffnen, bleibt das Konzept zur Wiederöffnung der KiTas weit hinter den Erwartungen zurück. Neben den Notgruppen dürfen gerade mal die Vorschulkinder in zwei Schritten die KiTas wieder besuchen. Alle anderen werden ein – maximal zwei – Schnuppertage insgesamt bis September gewährt, an dem die ein- bis sechsjährigen Minis noch einmal in „ihre“ KiTa dürfen.

Kleinkinder benötigen oftmals ein bis zwei Wochen Wiedereingewöhnungszeit nach  d r e i  Wochen Sommerferien. Was richtet da  e i n  Schnuppertag aus nach mindestens  a c h   Wochen? Andererseits: Viele Kinder -  vor allem die älteren KiTa-Kinder  - freuen sich darauf, wieder in die KiTa gehen zu können, ihre Freunde zu treffen, mit Gleichaltrigen zu spielen. Diesen Kindern einen Schnuppertag zu gönnen und dann wieder bis September nach  Hause zu schicken,  ist ebenso unpädagogisch. Zudem: Es besteht das Recht auf Bildung, dies schließt das Recht auf frühkindliche Bildung mit ein.

Völlig unverständlich erweist sich das Konzept zur Wiedereröffnung der KiTas, wenn man berücksichtigt, dass mittlerweile alle Geschäfte geöffnet und die Wirtschaft insgesamt wieder hoch gefahren wird; was bedeutet, dass immer mehr Eltern ihren Berufen wieder nachgehen. Wie ist das vereinbar mit der eingeschränkten KiTa – Öffnung (und übrigens auch der eingeschränkten Beschulung der Grundschulkinder)? Es ist tatsächlich ein Trauerspiel, wie wenig hier offensichtlich an die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern gedacht wurde. Die Enttäuschung und die Wut, die in dem Brief der Stadt- und Landeselternvertreter an die politisch Verantwortlichen deutlich werden, sind nicht nur verständlich- sie haben ihre absolute Berechtigung.

Es muss endlich ein tragfähiges Konzept zur baldigen Öffnung der KiTas her, das allen Kindern eine regelmäßige (tägliche) Rückkehr in die KiTas ermöglicht und den Eltern wirkliche Planungssicherheit gibt. Eltern werden verantwortlich für ihre Kinder handeln, sie werden das gesundheitliche Risiko sehr wohl abwägen und sich dann im Sinne ihrer Kinder für oder gegen eine adäquate Betreuung entscheiden- nur: diese Entscheidung muss in der Hand der Eltern liegen!  Die Bedingungen dazu zu schaffen– sprich die Öffnung der KiTas – das liegt allerdings in den Händen der Politiker!

Vielen arbeitslosen Frauen fehlt die Qualifikation

Der Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Familienphase stellt in der Regel Frauen vor viele Herausforderungen. Viele von ihnen sind direkt nach der Schule in die Familienphase gegangen, sind also gar keine klassischen Wiedereinsteigerinnen, sondern benötigen erst einen Schulabschluss und eine Berufsausbildung, bevor sie durchstarten können. Klappt es mit der Kinderbetreuung, und wie können die Aufgaben im Haushalt neu verteilt werden? Kann ich in Vollzeit wieder einsteigen, oder benötige ich für eine Zeit eine Teilzeitstelle? Reicht die berufliche Qualifikation? Die Antwort auf diese Frage ist für Frauen ohne Schul- und/ oder Berufsabschluss besonders wichtig.

Wie groß ist die Zahl der betroffenen Frauen, und in welcher konkreten Lebenslage befinden sie sich, bezogen auf Familienstand, Zahl der Kinder, Alter und Migrationsgeschichte. Der Fachdienst „Gleichberechtigung von Frau und Mann“ der Stadtverwaltung Remscheid beauftragte Astrid Vornmoor (Vornmoor Consult) mit der Datenevaluation im Bergischen Städtedreieck. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Kommunales, Heimat, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Landesinitiative NetzwerkW. Die Ergebnisse legte die Verwaltung jetzt dem Sozial- und dem Hauptausschuss vor sowie dem Integrationsrat.

Im Bergischen Städtedreieck ist die Anzahl der arbeitslos gemeldeten Frauen mit niedriger oder geringer Qualifikation hoch. In Remscheid sind es rund 1230 Frauen, in Solingen 1840 Frauen und in Wuppertal 4650 Frauen.

Die gering qualifizierten Frauen machen im Bergischen Städtedreieck den Großteil (7.720) der knapp 11.000 arbeitslos gemeldeten Frauen aus. 80 bis 90 Prozent von ihnen werden im SGB II betreut. Das liegt für Wuppertal und Remscheid mit 87 und 88 Prozent der Anteilsverteilung über dem Landesdurchschnitt von 85 Prozent und dem Bundesdurchschnitt von 80 Prozent. Solingen liegt mit 83 Prozent dazwischen.

Artikel vollständig lesen

Firmen suchen trotz Corona dringend Azubis

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Trotz der massiven Auswirkungen der Corona-Krise auf die Wirtschaft suchen die Unternehmen im Bergischen Städtedreieck weiter dringend neue Azubis. „Es sind derzeit noch viele freie Ausbildungsstellen gemeldet. Erfreulicherweise haben wir aktuell auch keine Stornierungen von Ausbildungsstellen aufgrund der Pandemie zu verzeichnen“, betont Carmen Bartl-Zorn, Leiterin des Bereichs Aus- und Weiterbildung bei der Bergischen IHK. Allerdings werde es in diesem Jahr voraussichtlich deutlich weniger Plätze für Auslandsaufenthalte, im Bundesfreiwilligendienst und dem freiwilligen sozialen Jahr geben. Daher rät die Bergische IHK allen Schulabgängern, jetzt die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu nutzen. „Wir empfehlen allen Interessierten, aktiv auf die Ausbildungsbetriebe zuzugehen und sich zu bewerben“, so Carmen Bartl-Zorn abschließend. Die freien Ausbildungsstellen sind in der IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de zu finden.

Erst einmal Warten auf 28 to Schotter für eine Rampe

Sehnsüchtig erwarteten gestern am frühen Morgen die Jungen und Mädchen der Waldgruppe „Die Füchse“ der Kindertagesstätte Honsberg ihren neuen „Hobbit-Wagen“. Tags zuvor war er abends von Freiburg aus auf einem Tieflader auf die Reise nach Remscheid gegangen. Auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz war dabei, als der Schwertransport auf dem Honsberg ankam. Dort standen Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bereit, um am Buswendeplatz der Abladung zu helfen und „den Hobbit“ mit Hilfe eines großen Radladers an seinen Bestimmungsort zu bringen, das Gelände der städtischen Kita, Engelsberg 46. Doch das war leichter gesagt als getan: Für den letzten Teil des abschüssigen Weg dorthin war der schmucke „Hobbit“ (zehn Meter lang und 3,5 Meter breit) einfach zu groß; er setzte auf (Foto oben). Um ihn an Ort und Stelle manövrieren zu können, mussten erst  28 Tonnen Schotter für eine Rampe angefahren werden. Schließlich an Ort und Stelle angekommen, wurde der Wagen mit einer Alarmanlage ausgestattet. In den nächsten Wochen wird er zur dauerhaften Nutzung noch Stützen bekommen. Sobald WC-Häuschen installiert und die neue Spielterrasse fertig ist, steht dem Einzug der 20 „Füchse“ (die gestern aufgrund der Kita-Notbetreuung nur teilweise das Geschehen vom Gelände der Kita aus beobachten konnten) und der drei Kita-Mitarbeiterinnen nichts mehr im Wege.

Von den Gesamtkosten: des Projekts ( ca. 242.000 €, davon der Wagen ca. 86.900 €) übernahm der Bund 218.000 € und die Stadt Remscheid 24.300 €, wie Peter Nowack, Abteilungsleiter Tageseinrichtungen für Kinder, dem Waterbölles sagte. Den Beschluss zur Einrichtung einer zusätzlichen Waldgruppe an der Kita Honsberg hatte der Jugendhilfeausschuss der Stadt Remscheid bereits am 7. November 2018 gefasst, weil im Bezirk Alt-Remscheid Kindergartenplätze  fehlten. Danach machte sich dann die Kita Honsberg mit interessierten Eltern auf den Weg, ein pädagogisches Konzept aufzustellen. Peter Nowack: „Da stellten sich zahlreiche Fragen: Wie können wir den Wald nutzen? Was gibt es im Hammertal? Wie sieht der Tagesablauf einer Waldgruppe aus?“

Mit dem Deutschen Pfadfinderbund, der den Diederichskotten betreibt, wurde eine Kooperation vereinbart, das Personal in Sachen Waldpädagogik geschult und mit dem Revierförster abgesprochen, welche Bereiche genutzt werden können und welche besonders schützenswert sind. Peter Nowack: „Gleichzeitig liefen die Verwaltungsverfahren an: Der Bauwagentyp musste ausgewählt und bestellt werden (Kita, Jugendamt, Gebäudemanagement, Kämmerei und Rechnungsprüfung). Das geeignete Grundstück musste gefunden, geprüft und geplant werden (Kita, Jugendamt und Technische Betriebe). An der Baugenehmigung waren Gebäudemanagement, Bauaufsicht, Bauordnung, Umwelt, Feuerwehr und Statiker beteiligt, am Antrag auf Betriebserlaubnis beim Landesjugendamt die Kita, interessierte und fachkundige Eltern sowie das Jugendamt. Am 1.August 2019 wurden dann die ersten „Füchse“ aufgenommen. Bis alle 20 Kinder da waren, war es schon Herbst. Im Frühjahr wurde vom Garten- und Landschaftsbauer zusammen mit den Technischen Betrieben das Grundstück hergerichtet.“

Der Bauwagen stand mehrere Wochen beim Wagenbauer in Freiburg abholbereit. Doch aufgrund der Corona-Situation verzögerte sich die Transportgenehmigung um  ein paar Wochen.