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Die Pläne für den Umbau in eine Kita sind im Arbeit

„Und an der Burger Straße sei die frühere Mannesmann-Villa für eine Kindertagesstätte für 100 Jungen und Mädchen vorgesehen, heißt es“, schrieb der Waterbölles am 2. April im Zusammenhang mit dem Richtfest der neuen Kita „Sterntaler" an der  Fritz-Ruhrmann-Straße in Lüttringhausen. Die Information über die Kindertagesstätte an der Burger Straße ist seit dieser Woche amtlich, nachzulesen im Ratsinfosystem der Stadt – in einer Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Süd am 22. Mai. Darein antwortet die Stadt auf die Frage von Elfriede Korff (SPD), dass das Grundstück Bürger Straße 90 mit der früheren Mannesmann-Villa „von einem Investor erworben worden mit dem Ziel, dort eine Kindertageseinrichtung zu errichten. Nach dem Flächennutzungsplan handelt es sich um Wohnbaufläche, das Grundstück wurde als Standort für eine Kindertagesstätte als geeignet identifiziert."

Der Bedarf bestehe, und die Errichtung dieser Kindertagesstätte sei Bestandteil des Ausbaus der Kindertagesbetreuung in Einrichtungen, so die Verwaltung. Die Gespräche zwischen dem Investor und einem Träger des Interessenbekundungsverfahrens seien jedoch noch nicht abgeschlossen: "Sowie erste Entwürfe in der Bauaktenkonferenz abgestimmt vorliegen und das Landesjugendamt des Landschaftsverband Rheinland die Betriebserlaubnis in Aussicht gestellt hat, werden Träger und Investor ihre Konzepte dem Jugendhilfeausschuss und der Bezirksvertretung vorstellen. Derzeit ist davon auszugehen, dass eine fünfgruppige Einrichtung mit bis zu 100 Plätzen U3/Ü3 entstehen wird.“

Das Bogentor vor der Villa steht unter Denkmalschutz. Foto: privat.Die einst herrschaftliche Villa mit Seidentapeten und einer geschwungenen Wagenauffahrt steht nicht unter Denkmalschutz (lediglich das steinerne Bogentor an der Einfahrt). Das mehrgeschossige, von Efeu inzwischen fast völlig „umschlungene“ Gebäude könnte also abgerissen werden. Wird es aber nicht! Die Pläne des Investors gehen dahin, das Haus umbauen zu lassen. Denn die Bausubstanz ist gut und die für eine fünfgruppige Kita erforderliche Nutzfläche ist vorhanden. Sehr schön:  der verwunschen wirkende Garten hinter dem Haus. Ideal für eine Kindertageseinrichtung, die Jungen und Mädchen viel Freifläche zum Spielen bieten will. Die wird dort mehr als ausreichend vorhanden sein. Ein tolles Kita-Projekt also, auf das Remscheids Kita-Entwickler Werner Grimm stolz sein dürfte, wenn es gelingt. Wann? Noch ungewiss! Aber sicherlich werden alle Beteiligten bemüht sein, nicht unnötig Zeit verstreichen zu lassen...

EMA-Schüler Dirk Kuhl, Sohn eines NS-Täters

In Kooperation mit dem Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium erwartet der Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. am 20. und 21. Mai den Besuch von Dirk Kuhl, eines ehemaligen Schülers der EMA. Sein Vater Dr. Günther Kuhl war in der Nazi-Zeit SS-Obersturmbannführer und Mitarbeiter der Gestapo. Er leitete die Staatspolizeistelle Braunschweig von Anfang Januar 1943  bis zum Kriegsende Durch ein britisches Militärgericht wurde er 1948 wegen Kriegsverbrechen zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde am 9. Dezember 1948 im Zuchthaus Hameln vollstreckt.Dirk Kuhl machte seine Geschichte als Sohn eines NS-Täters immer wieder in Zeitungs- und Fernsehberichten öffentlich und stellte sich schon oft den Fragen von Schülergruppen. Am Montag, 20. Mai, wird er um 10 Uhr mit den Mitgliedern der Geschichts-AG des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums zusammentreffen und die Möglichkeit erhalten, seine ehemalige Schule bei einem Rundgang neu zu entdecken. Am folgenden Dienstag wird Dirk Kuhl um 9.40 Uhr in der Aula der Schule vor Schülerinnen und Schülern einen  Vortrag halten. Für 14 Uhr ist ein Besuch in der Gedenkstätte „Pferdestall“ vorgesehen. Danach Besuch des Archivs der Stadt Remscheid. dort überreicht Kuhl das Tagebuch seines Großvaters Peter Dienes. Dieser war der Inhaber der Großen Kaffeemühlenfabrik gleichen Namens in Remscheid. Und für 16 Uhr hat Stadtdirektor Sven Wiertz Kuhl eingeladen, sich in das Goldene Buch der Stadt Remscheid einzutragen. Begleitet wird Dirk Kuhl ins Rathaus von Hans Heinz Schumacher, Klaus Blumberg und Francesco Lo Pinto vom Vorstand des Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V.

Die Geschichte Dirk Kuhls erzählt der Dokumentarfilm „Eine unmögliche Freundschaft“ von Michael Richter und Bernd Wiedemann - die Freundschaft zwischen Kuhl als Kind eines Täters und dem Bostoner Mediziner Samson Munn, Sohn einer Auschwitz-Überlebenden. Kennengelernt hatten sie sich in der Gruppe „To Reflect and Trust“ des israelischen Psychologen Dan Bar-On. Dieser brachte Nachkommen von Opfern und Tätern zusammen, damit diese beim gegenseitigen Erzählen ihrer Familiengeschichte mit dieser besser zurechtkommen sollten. Dirk Kuhl war später selbst mit einer Jüdin verheiratet und pflegt bis heute zahlreiche jüdische Freundschaften.

Gäste aus Irael lernen heute den Pferdestall kennen

Pressemitteilung der Deutschen Beamtenbund-Jugend NRW (dbb jugend nrw)

Der Stadtverband Remscheid des Deutschen Beamtenbund (dbb) und insbesondere seine Jugendgruppe engagieren sich seit vielen Jahren sowohl für jugendpolitische Themen vor Ort, als auch im Rahmen der internationalen Jugendarbeit. So gehörten in den vergangenen Jahren auch immer junge Remscheiderinnen und Remscheider zu den Delegationen im Rahmen der internationalen Jugendarbeit – Immer wieder auch in Israel. Denn zu den vielfältigen Aufgabenfeldern des gewerkschaftlichen Jugenddachverband, der für die Belange und Interessen von jungen Erwachsenen im öffentlichen Dienst Nordrhein-Westfalens eintritt, zählt u.a. auch die internationale Jugendarbeit. Die Schwerpunkte der partnerschaftlichen Kontakte liegen in Israel, der Ukraine, Russland, R.O.C./ Taiwan sowie in der Volksrepublik China.

Der intensive Kontakt nach Israel besteht bereits seit 1976. Im jährlichen Wechsel ist eine israelische Delegation zu Besuch in Nordrhein-Westfalen bzw. eine Delegation der dbb jugend nrw zu Gast in Israel. Der israelische Partner ist die „Union of Local Authorities in Israel, ULAI“ – der Israelische Städte- und Gemeindebund. Vom 12. Bis 17. Mai  sind sechs Sozialamtsleiter (Directors of Welfare Department) aus verschiedenen israelischen Städten sowie ein Vertreter des israelischen Partnerverbandes zu Gast in NRW und auf Einladung des DBB Stadtverbandes Remscheid heute auch in Remscheid. Das diesjährige Leitthema der israelischen Delegation lautet: „Junge Flüchtlinge: Herausforderungen und Potentiale für das Aufnahmeland“ Vor zwei Jahren behandelte eine Delegation der dbb jugend nrw dasselbe Thema bei einem Besuch in Israel.

Im Rathaus wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz gegen Mittag die israelischen Gäste empfangen. Am Nachmittag werden sie Gedenk- und Bildungsstätte „Pferdestall“ besuchen, die Aktion „Stolpersteine“ in der Innenstadt näher kennenlernen und schließlich noch dem BZI Remscheid einen Besuch abstatten.

Unternehmen sollen sich an Tarifverträge halten

Pressemitteilung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

Schlechtere Bezahlung, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub: Beschäftigte, die in Remscheid in einem Unternehmen arbeiten, in dem kein Tarifvertrag gilt, sind im Job klar benachteiligt. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Nach Einschätzung der NGG hält sich mittlerweile ein Großteil der rund 2.800 Betriebe in der Stadt nicht mehr an Tarifverträge. Das hat auch Folgen für die Unternehmen selbst, warnt Gewerkschafterin Zayde Torun: „Tariflose Firmen haben in puncto Motivation und Produktivität der Mitarbeiter meist schlechtere Karten. Auch die Suche nach Fachkräften fällt ihnen schwerer“, so die Geschäftsführerin der NGG Düsseldorf-Wuppertal mit Blick auf aktuelle Studien der Hans-Böckler-Stiftung. Torun ruft die Firmen in der Region dazu auf, sich zur Sozialpartnerschaft und zur Mitbestimmung zu bekennen. „Gerade beim digitalen Wandel der Arbeitsplätze muss man die Belegschaften mitnehmen. Gewerkschaften und Betriebsräte sichern nicht nur Jobs. Sie helfen auch dabei, die Zukunft zu gestalten – von neuen Arbeitszeitmodellen bis hin zur Weiterbildung der Mitarbeiter.“

Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) arbeiteten zuletzt 62 Prozent der Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen in einem Betrieb mit Tarifvertrag. In ganz Westdeutschland liegt die Quote bei 57 Prozent – im Jahr 2000 waren es noch 70 Prozent. Nach Beobachtung von Gewerkschafterin Torun greift die „Tarifflucht“ auch in Remscheid um sich: „Immer mehr Betriebe versuchen, sich um Tarifverträge zu drücken. Damit setzen sie bewährte Standards aufs Spiel und bieten ein Einfallstor für Dumping-Konkurrenz.“ Besonders niedrig ist die Tarifbindung nach Angaben des IAB dabei in kleinen Firmen: Nur 26 Prozent der nordrhein-westfälischen Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeitern halten sich aktuell an einen Tarifvertrag. In Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten liegt die Quote hingegen bei 77 Prozent. Um diesen Trend zu stoppen, macht sich die NGG insbesondere für Flächentarifverträge stark. Solche habe man etwa in Brauereien, in der Getränkeabfüllung und in der Nährmittel- und Süßwarenindustrie durchgesetzt.  

Zugleich sei die Politik gefordert. Landes- und Bundesregierung sollten sich für eine höhere Tarifbindung einsetzen: „Wer sich um die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft sorgt, muss sich darum kümmern, dass die Tarifpartner gestärkt werden“, sagt Torun. Unternehmen, die im Arbeitgeberverband seien, müssten dazu verpflichtet werden, sich an Tarifabschlüsse zu halten. Außerdem müsse es einfacher werden, Tarifverträge für ganze Branchen verpflichtend zu machen. Davon profitiere am Ende auch der Staat – durch höhere Einnahmen etwa bei der Renten-, Kranken- und Sozialversicherung.

Frühere Tageskinder kommen noch zum Essen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Vergangenen Donnerstag habe ich viel erfahren über das Wachsen von Bindungen. Ich habe die Remscheider Tagesmutter Marlene Lenhard besucht, die seit 15 Jahren Kinder betreut - aktuell eine Gruppe von fünf Unter-Dreijährigen. Ich wollte einmal Danke sagen für die gute Arbeit mit unseren Remscheider Kindern. Zum Tag der Kinderbetreuung am 13. Mai wollten wir als Abgeordnete in Kooperation mit der Deutschen Kinder-und Jugendstiftung die gute Kinderbetreuung zum Hauptthema in unserer Medienarbeit machen.

„Bei uns gibt es feste Abläufe und Regeln“, berichtete mir Marlene Lenhard aus ihrem Alltag. „Es ist schön mitzuerleben, wie die Kleinen sich in der Gruppe zurechtfinden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen sie auf ihren kurzen Beinchen die Treppe hoch zum gemeinsamen Zähneputzen und jedes Kind weiß, welches seine Zahnbürste ist und wer dran ist, die heute in der Gruppe zu verteilen.“

Am Beginn stand der Wunsch nach einer Berufstätigkeit, die sie zuhause ausüben konnte, um auch für den zehnjährigen Sohn da sein zu können. Daraus geworden sind 15 erfüllte Jahre der Erziehungs- und Bildungsarbeit mit engen Beziehungen zu 70 Kindern und deren Eltern. Anfangs sagte man ihr, das würde wohl nichts werden - so als zugezogene Remscheider Neubürgerin aus 300 Kilometern Entfernung, so ganz ohne Kontakte. Aber in der Ausbildung, in den Hospitationen, waren die ersten Kontakte schnell geknüpft. Die Eltern fanden über die Mundpropaganda und Weiterempfehlungen zu ihr in die „Bärenbude“. Jetzt ist sie Mittelpunkt eines guten nachbarschaftlichen Netzwerks, und aus der Tagesmutter und den Eltern sind Freunde geworden. Man hilft sich, man sorgt füreinander, man kennt sich gut: „So soll es im Idealfall sein. Die Kontakte zu vielen Kindern bestehen noch. Schön, wenn man sieht, was aus ihnen wird und wie sie sich weiter entwickeln!“

Tagesmutter sein, das heißt aber auch: möglichst nicht krank werden und nur 20 Tage Urlaub im Jahr. Verlässlichkeit ist das A und O. Nicht nur für die Eltern, auch für die Teilselbstständige. Feste Verträge mit den Eltern von August zu August. Mit der Unterstützung ihres Mannes für den seltenen Fall, dass sie doch einmal krank wurde, hat sie ein erhebliches Pensum an Arbeit geleistet. Unterstützung kommt aber auch von der Stadt: Supervision und der wichtige Austausch dort mit anderen Fachkundigen und zwölf Stunden fachliche Fortbildung pro Jahr. Denn das Knowhow ist auch bei den Eltern gefragt. Wie entwickelt sich das Kind? Ist mit der Sprachentwicklung alles in Ordnung? Gibt es Probleme bei der Motorik? Eltern sind froh über die fachkundige Einschätzung der Tagesmutter.

Alle fünf Jahre wird die Pflegeerlaubnis erneut überprüft. Die Tagesmütter in Remscheid sind inzwischen auch vernetzt. Über die gemeinsame Gruppe von 20 Tagesmüttern können sie sich mit ihren Interessen Gehör verschaffen und haben eine Stimme in der Kitaversammlung und im zuständigen Jugendhilfeausschuss. Unterm Strich bleibt es aber ein höchst verantwortungsvoller Job, der selbst gestemmt wird - mit viel Herz und ein bisschen Resolutheit zum Wohl der Kinder. Danke, dass es Marlene Lenhard und ihre Bärenbude und viele weitere Einrichtungen der Kinderbetreuung in Remscheid gibt!

Kolpingfamilien auf Wallfahrt nach Köln

Die beiden Kolpingfamilien von Remscheid und Lennep machten sich am vergangenen Sonntag auf zur Wallfahrt nach Köln – eine Gruppe von mehr als 50 Personen. Schon länger arbeiten die beiden Familien eng zusammen und planen manches gemeinsam, immer auch offen für Gäste. So war es auch diesmal. Ziel war die Minoritenkirche in der Nähe des Kölner Doms, wo der inzwischen selig gesprochene Adolf Kolping einst tätig war und auch begraben liegt. Präses Hans Jürgen Roth begleitete die Gruppe und brachte unterwegs Pilgertexte und Gebete, sowie Geschichten aus Kolpings Leben zur Sprache. Am Gottesdienst in der Minoritenkirche nahmen auch die Kolpingfamilien aus dem Oberbergischen teil. Danach ging es weiter nach Bornheim bei Bonn zum Mittagessen in einem gemütlichen Waldhotel. Dort geriet die Gruppe in ein Schützenfest und erlebte einen kilometerlangen farbigen Schützenzug mit. Ein weiteres Ziel war danach das Museum der deutschen Geschichte in Bonn. Zum Ausklang der Fahrt durfte dann natürlich das Bergische Heimatlied nicht fehlen.

Keine Entspannung: Immobilienpreise steigen weiter

Pressemitteilung des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid

Der Umsatz des Remscheider Grundstücksmarktes ist zum dritten Mal in Folge gestiegen und erreichte mit 265 Millionen Euro den Höchststand der letzten Jahre. Insgesamt wechselten 1111 Immobilien und Grundstücke den Eigentümer.

Unbebaute Grundstücke: Rückgang der Anzahl der Kauffälle über unbebaute Grundstücke um ca. 19 Prozent.  Die Preise für unbebaute Grundstücke des individuellen Wohnungsbaus sind gegenüber dem Vorjahr ein weiteres Mal gestiegen. Einfamilienhausgrundstücke sind um rd. vier Prozent teurer geworden. Ein unbebautes Ein-/Zweifamilienhausgrundstück kostete im Jahr 2018 unabhängig von der Lage rd. 116.000 €.

Bebaute Grundstücke: Rückgang der Anzahl der Kauffälle über bebaute Grundstücke um ca. sieben Prozent.  Geringe Verkaufszahlen von Ein- und Zweifamilienhäusern bei einer Preissteigerung von rd. Acht Prozent.

Wohnungs- und Teileigentum: Deutlicher Anstieg der Anzahl der Kauffälle um ca. 18 Prozent.  Gebrauchte Eigentumswohnungen wurden durchschnittlich zu sieben Prozent höheren Kaufpreisen veräußert. Für Neubauwohnungen wurden rd. 3.190 €/m² gezahlt.  Bei gebrauchten Immobilien richten sich die Kaufpreise unter anderem nach dem Baujahr. Eine nach Baujahren differenzierte Tabelle mit durchschnittlichen Kaufpreisen liegt für Ein- und Zweifamilienhäuser wie auch für Eigentumswohnungen im Grundstücksmarktbericht 2019 vor.  

Der Grundstücksmarktberichte und die Bodenrichtwertkarte des Gutachterausschusses ste-hen unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Remscheid befindet sich im Rathaus (Theodor-Heuss-Platz 1, Zimmer 153 bis 161).  

„CineStar“ zeigt Mittwoch „Die Kinder der Utopie“

Das Remscheider „CineStar“ gehört zu den Kinos in Deutschland, die am Mittwoch, 15. Mai (20 Uhr, Einlass 19.30 Uhr, Eintritt sieben Euro), den neuen Film von Hubertus Siegert zeigen – „Die Kinder der Utopie“. Der  Dokumentarfilm berichtet über sechs junge Erwachsene – drei mit und drei ohne Behinderung –, die sich zwölf Jahre nach ihrer Grundschulzeit wiedertreffen. Schon einmal hat der Regisseur Hubertus Siegert die Mädchen und Jungen porträtiert: sein Film „Klassenleben“ (2005) erzählte von einer Berliner Grundschulklasse, in der Kinder mit und ohne Behinderungen und mit sehr unterschiedlichen Begabungen gemeinsam lernten (damals war das noch außergewöhnlicher als heute). Nun, 14 Jahre später, begegnen sich die Klassenkameraden von einst wieder und blicken auf ihr eigenes Leben und auf das der anderen. „Sie sind entschlossen, ihre Zukunft anzupacken, und sind dabei voller Träume und Zweifel -und voller Respekt miteinander. (...) Die Inhalte vermitteln einen frischen, ehrlichen, fundierten und oftmals ganz neuen Blick auf die aktuelle Diskussion um den Umsetzungsstand der schulischen Inklusion in Deutschland. (...) Die gemeinsame Schulzeit hat die jungen Menschen geprägt, und wir erleben, wie die Generation Y heute die Inklusion lebt. Sie sind „die Kinder der Utopie“, heißt es auf dem Flyer, der am Samstag am Rand des „MyViertel“-Festes auf der Alten Bismarckstraße verteilt wurde.

Im redaktionellen Angebot der Webseite DIE KINDER DER UTOPIE werden jede Woche neue Artikel, Castbeiträge und Videos rund um das Thema inklusive Bildung veröffentlicht. Der Schauspieler Wotan Wilke Möhring: „Der Film will kein Plädoyer für Inklusion sein, und doch ist er genau das: Er zeigt, wie reich, bunt und verschieden die Welt von uns Menschenwesen sein kann und welche Möglichkeiten und großer Reichtum in den Aufgaben liegen, die uns diese Vielfalt schenkt."

Mini-Demo für Erhalt des Sportplatzes Neuenkamp

Mini-Demo für den Erhalt des
Sportplatzes an der Neuenkamper Straße

Stadt wartet auf schriftliches Preisangebot des RSV“, titelte der Waterbölles am 22. März, nachdem der RSV e.V. als Eigentümer des Sportplatzes an der Neuenkamper Straße als neuen Preis für den Verkauf des Sportgeländes an die Stadt Remscheid 1,5 Millionen Euro abzüglich der Sanierungskosten in Höhe von 400.000 Euro ins Gespräch gebracht hatte. Darüber will der RSV-Vorstand heute Nachmittag noch einmal reden mit dem Vorstand des BV 10 (Vorsitzender Harald Maier, 2. Vorsitzender Torsten Götz, Schatzmeister Herbert Schmalenbach und Geschäftsführer Berthold Fahl). Der hat großes Interesse am Zustandekommen des Verkaufs an die Stadt. Denn die Mannschaften des BV 10 nutzen den Aschenplatz seit Jahren. Und daraus könnte nach dem Verkauf ein Kunstrasenplatz werden, bezahlt von der Stadt. Vorausgesetzt, der Verkaufspreis, den der RSV verlangt, ist realistisch.

Im Vorfeld des heutigen Treffens der beiden Vereinsvorstande kam es am Rande des Sportplatzes gegen 13 Uhr zu einer „Mini-Demonstration“; Mit Schildern von Kita-Kindern betonten Maurien Heinz (Kita Ahörnchen) und Elke El Ghorchi (Schulpflegschaftsvorsitzender der Walter-Hartmann-Grundschule), wie wichtig der Sportplatz für die Grundschule und beiden Kindertagesstätten in der Nachbarschaft sind – für die Kitas Ahörnchen und Sedanstraße. Darauf könnten die Schule und die Kitas nicht verzichten. 

Das soll am Mittwoch, 15. Juni, auch den Mitgliedern des Sportausschusses im Vorfeld ihrer Sitzung im Rathaus Lüttringhausen deutlich gemacht werden. Mitglieder des BV 10 sowie Eltern und Kinder der Kita Ahörnchen und der Schule wollen an der Aktion für den Erhalt des Sportplatzes teilnehmen. Nicht ausgeschlossen, dass die Transparente dann noch ein wenig größer ausfallen werden. Der Förderverein Hohenhagen unterstützt diese Aktion und hat seine Mitglieder gebeten, sich an der Demo zu beteiligen. Treffpunkt ist das Rathaus Lüttringhausen am 15. Mai um 16.30 Uhr.

Muttertagscafé in der „Esche“

Foto: privat.Gute Traditionen sind es wert gepflegt zu werden, sagt sich die Remscheider SPD. Einmal im Monat findet im Gemeindezentrum "Die Esche" der evangelischen Auferstehungsgemeinde auf dem Hohenhagen, Eschenstraße 25, ein Stadtteilcafé statt. Seit nunmehr fünf Jahren ist es Brauch, dass der SPD-Ortsverein Remscheid-Süd und das Ratsmitglied für den Hohenhagen, Stefanie Bluth, an Muttertag das Café ausrichten. Und so warteten denn auch gestern von 14:30 bis 17Uhr wieder zahlreiche von Mitgliedern gebackene leckere Kuchen und Torten darauf, kostenlos verspeist zu werden. Eingeladen waren alle, die sich der Fichtenhöhe und dem Hohenhagen verbunden fühlen. Stefanie Bluth: „Mir ist es wichtig, dass man sich kennt und miteinander im Gespräch bleibt!“ Mit dabei waren Vertreterinnen und Vertreter der beiden Hohenhagener Bürgervereine – dem Förderverein Wohnquartier Hohenhagen e.V. sowie „Treppenhaus und Gartenzaun“ – und Bezirksbürgermeister Stefan Grote mit seiner Familie.

Kurzzeit- und Tagespflege entlastet Angehörige

Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Remscheid (AGW)

Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Remscheid (AGW) macht auf die landesweite Initiative der Wohlfahrtsverbände aufmerksam. Mit der Pflege eines Angehörigen übernehmen Ehepartner/-innen, Kinder, Nachbarn und Freunde eine Aufgabe, die ihnen wichtig ist, sie aber auch belasten kann. Laut Pflegestatistik des Bundes wurden in NRW Ende 2017 rund 417.000 Pflegebedürftige, also mehr als zwei Drittel der insgesamt rund 770.000 Pflegebedürftigen, von Angehörigen gepflegt. Grund genug, die Leistung dieser Menschen mit dem „Internationalen Tag der Pflege“ am 12. Mai zu würdigen. Die Wohlfahrtsverbände in NRW rufen daher dazu auf, die Situation pflegender Angehöriger stärker in den Blick zu nehmen und weiter zu verbessern.

Die Pflege eines Angehörigen ist oft ein Vollzeitjob und für die Pflegenden mit Einschränkungen der eigenen Lebensführung verbunden. Häufig befinden sich pflegende Angehörige in psychischer Not und leiden unter Überforderung. Vielfach fehlt es dann an Zeit und Kraft, um die geeignete Unterstützungsform zu finden. Pflegende Angehörige benötigen daher leicht zugängliche Beratungsangebote und Transparenz über die vorhandenen Hilfen. Anstelle der klassischen „Komm-Struktur“ sind zugehende Beratungsangebote vorzuhalten. Unterstützung, Zusammenarbeit und Vernetzung von Hilfestrukturen müssen organisiert werden. Zudem müssen Pflege und Beruf besser vereinbart werden können.

Die Pflegestärkungsgesetze haben dafür gesorgt, dass pflegende Angehörige eine Reihe von Unterstützungsleistungen aus der Pflegeversicherung erhalten können. So gibt es beispielsweise einen Anspruch auf individuelle Pflegeberatung, auf Wunsch auch zuhause, durch die Pflegestützpunkte oder Pflegekassen. Für die konkrete Situation vor Ort und ein bedarfsgerechtes Angebot an Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige sind jedoch nach dem Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen die Kreise und kreisfreien Städte verantwortlich.

Die Mitarbeitenden in den Einrichtungen und Diensten der Freien Wohlfahrtspflege leisten mit hohem Einsatz individuell abgestimmte, maßgeschneiderte Unterstützung und Pflege. Gute Pflege ist vor allem Pflege im vertrauten Umfeld – oft mit Unterstützung durch ambulante Dienste. Gute Pflege findet auch in stationären oder teilstationären Einrichtungen statt. Besonders entlastend dabei für pflegende Angehörige: Kurzzeit-, Tagespflege, diese Angebote müssen weiter ausgebaut werden. Wichtig ist auch der Zugang zu Selbsthilfegruppen, wie z.B. die Remscheider Angehörigengruppe „Pflege und Demenz“.

 „Im Rahmen unserer diesjährigen Information zum „Internationalen Tag der Pflege“ wollen wir auch die guten Leistungen unserer Pflegekräfte hervorheben“, sagt Sandra Engelberg, Sprecherin der AGW Remscheid. „In unseren teilstationären Einrichtungen und ambulanten Pflegediensten in Remscheid unterstützen wir pro Jahr rund 900 pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen.“ (Mehr Informationen zur Initiative und den Aktionen vor Ort: www.wir-fuer-sie-in-nrw.de)

6. gemeinsames Fastenbrechen im Rathaus

Burkhard Mast-Weisz, Oberbürgermeister der Stadt Remscheid

Erden Ankay-Nachtwein, die Vorsitzende des Integrationsrats der Stadt Remscheid

Monsignore Thomas Kaster.

Das Fasten im Monat Ramadan ist eines der wichtigsten Gebote des Islam. Das Fest des Fastenbrechens (nach Sonnenuntergang) ist für viele islamische Familien einer der Höhepunkte des Jahres. Und auch in Remscheid sind unter Muslimen die gegenseitigen Einladungen zu diesem Fest eine gut gepflegte Gewohnheit. Auch zwischen den örtlichen Moscheevereinen und der Stadt Remscheid mit Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Spitze. Er begrüßte am Mittwochabend im großen Sitzungsaal des Rathauses  gemeinsam mit der Integrationsratsvorsitzenden Erden Ankay-Nachtwein  rund 100 Vertreterinnen und Vertreter aller Religionsgemeinschaften zum zwischenzeitlich sechsten interkulturellen Iftar-Essen – dem gemeinschaftlichen Fastenbrechen im Ramadan. So viele Gäste hatte es bis dahin noch nie gegeben.

Während Erden Ankay-Nachtwein auf den Fastenmonat Ramadan allgemein einging und aus dem Koran zitierte, verwies der Oberbürgermeister auf das deutsche Grundgesetz, das am 23. Mai 1949 verkündet worden war. „Es schenkt uns das Recht auf Freiheit und Selbstbestimmtheit“, betonte der OB. „Die Verfassung  garantiert uns die Sicherheit, unseren jeweiligen Glauben uneingeschränkt auszuüben. Sie nimmt uns aber auch in die Verantwortung. Unsere Verantwortung lautet, dass wir uns gemeinsam für Respekt und Toleranz einsetzen, für die Würde eines jeden einzelnen Menschen, der in unserer Stadt lebt. Diese Aufgabe gilt jedem und jeder einzelnen von uns. Sie zu leben ist der Kitt unserer Stadtgesellschaft!“

Monsignore Thomas Kaster, der Dechant der katholischen Gemeinden in Remscheid, sprach an diesem Abend auch im Namen von Hartmut Demski, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Lennep, und Pastor André Carouge von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Schützenstraße („Friedenskirche“). Sein Anliegen war das friedliche Miteinander.