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Bergische Industrie wächst, vor allem in RS

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Die bergische Industrie wächst derzeit fast doppelt so stark wie im Landesdurchschnitt. Das beweisen die Daten der Industriestatistik für das Jahr 2018. Die von Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten gemeldeten Umsätze ergeben für den Bezirk der Bergischen IHK ein Plus von 5,4 Prozent. Die Vergleichswerte für das Land NRW insgesamt lagen nur bei plus 2,9 Prozent. Auch im Januar 2019 hat sich diese unterschiedliche Entwicklung fortgesetzt. Ursache ist vor allem die hervorragende Entwicklung im Maschinenbau (plus 17,8 Prozent) und der Chemie (plus 14,9 Prozent). Beide sind im Bergischen Städtedreieck deutlich stärker vertreten als im Land NRW insgesamt. Im vergangenen Jahr hatte insbesondere die Remscheider Industrie Grund zur Freude, da ihre Umsätze um 9,1 Prozent zulegten. Die Wuppertaler Industrie wuchs um 5,2 Prozent, während Solingen im Vergleich zum Jahr 2017 stagnierte. Allerdings deuten die neusten Zahlen an, dass jetzt die Solinger Industrie zur „Aufholjagd“ ansetzt. Zur Wachstumsbremse droht sich allerdings der Fachkräftemangel zu entwickeln. Viele Unternehmen berichten, dass sie Aufträge nicht mehr annehmen können, weil sie die dafür notwendigen Mitarbeiter nicht mehr finden. Der Wettbewerb um Fachkräfte verschärft sich damit weiter.

Große Party der Wijus steigt in der Wagenhalle

Alle Hände voll zu tun hat zurzeit der Vorstand der Remscheider Wirtschaftsjunioren (Wijus): 1. Vorsitzender Friedrich Mahnert (Kreissprecher), 2. Vorsitzende Carina Bürgel und Thomas Strycker, 3. Vorsitzender. Denn die Bundeskonferenz („BuKo“) der Wirtschaftsjunioren, gemeinsam und einvernehmlich ausgerichtet von den Wiju-Kreisverbänden Wuppertal, Solingen und Remscheid, will von langer Hand vorbereitet sein. Schließlich sind für die vom 19. bis 22. September erwarteten 1.000 junge Unternehmer und Führungskräfte aus ganz Deutschland Hotels zu reservieren und Verträge mit Schloss Burg, den Stadtwerken Remscheid (Wagenhalle) und der Stadt Wuppertal (Historische Stadthalle) abzuschließen für drei große Abendveranstaltungen. Für den Party-Abend in der Wagenhalle an der Neuenkamper Straße wurde die Coverband „Popgunnn“ engagiert, die bereits 2017 bei den Teilnehmer/innen der Weltkonferenz der Wirtschaftsjunioren in Amsterdam gut ankam. Für das dreitägige Großereignis im bergischen Städtedreieck haben die drei Kreisverbände angesichts eines Kostenrahmens von rund 500.000 Euro eigens eine GmbH gegründet – und wünschen sich noch weitere Sponsoren. „Während der Sponsorentreffen in Remscheid, Wuppertal und Solingen haben weitere Bergische Unternehmen ihre Unterstützung zugesagt“, hieß es am Mittwoch auf der Jahrespressekonferenz der Remscheider Wijus. „Aber trotz der bisher erhaltenen großen Unterstützung stehen wir jedoch noch nicht am Ziel.“

Auch die Programmplanung ist in vollem Gange. Ausgewählte heimische Unternehmen werden kontaktiert für mögliche Betriebsbesichtigungen, Workshops, Vorträge und sportliche bzw. teambildende Aktivitäten in allen drei Städten. „Die Bergischen Unternehmer haben erkannt, dass die BuKo eine einmalige Gelegenheit ist, unsere Heimat deutschlandweit so zu präsentieren, wie sie ist: bodenständig, inspirierend und persönlich – wie auch unsere BuKo“, sagte Friedrich Mahnert. Das spiegelt sich auch ihrer Bereitschaft wider, einen oder mehrere Programmpunkte auszurichten.

Neben dem Tagesprogramm sind die drei Abendveranstaltungen die Höhepunkte der Bundeskonferenz. Schloss Burg, die Wagenhalle in Remscheid und die Historische Stadthalle Wuppertal sind inzwischen gebucht. Die Brand- und Sicherheitskonzepte werden derzeit erstellt und überprüft. Zentrales Konferenzzentrum der Bergischen BuKo wird die Uni Wuppertal werden. Zum einen wird dort die Delegiertenversammlung stattfinden, die den neuen Bundesvorstand 2020 wählt, aber auch Vorträge von bekannten Persönlichkeiten aus dem Bergischen. Und die Sponsoren der Tagung werden die Möglichkeit haben, sich in der Uni auf einer Mini-Messe zu präsentieren.

Obwohl bis zum Tagungsbeginn am 19. September noch ein halben Jahr vergeht, haben die Juniorenkreisen deutschlandweit bereits ca. 550 Tickets gekauft. Die bergischen Wiju-Botschafter werben regelmäßig auf Juniorenveranstaltungen deutschlandweit für die Bergische BuKo mit Flyern, Roll-Ups-Plakaten und Videobotschaften. „Trotz der vielen Stunden harter Arbeit, die noch vor uns liegen, sind wir mehr als optimistisch und freuen uns, im September unseren Juniorenkollegen aus ganz Deutschland zu zeigen, wofür wir brennen: unser Bergisches Land“, so der Remscheider Wiju-Vorstand.

Familienkasse: Kostenloser Antrag auf Kindergeld

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit (BA) distanziert sich von kommerziellen Internetanbietern, die Kindergeldberechtigten gegen die Zahlung eines Entgelts die Abwicklung ihres Kindergeldantrags anbieten. Denn der Antrag auf Kindergeld bei der Familienkasse ist online möglich, kostenlos und datensicher. Die Familienkasse hat bereits im Frühjahr 2018 die Möglichkeit eingerichtet, Kindergeld online zu beantragen. Aus Sicht der BA entsteht für Eltern bei der Nutzung des kommerziellen Portals daher keinerlei Mehrwert. „Wir können Berechtigten nur raten, einen Antrag auf Kindergeld immer direkt bei uns zu stellen. Wir garantieren für eine rasche, rechtssichere Bearbeitung- und nicht zuletzt für die Sicherheit der Daten“, so Karsten Bunk, Leiter der Familienkasse der BA.

Das Angebot der Behörde steht auf www.familienkasse.de zur Verfügung und lässt sich auf allen PCs, Laptops und marktüblichen mobilen Endgeräten nutzen. Der Service beinhaltet nahezu alle Lebenslagen. Eltern können sowohl für neugeborene, als auch für Kinder, die volljährig werden, einen Antrag stellen. Auch Nachweise über die Aufnahme eines Studiums oder einer Berufsausbildung können online eingereicht werden. Im Internet, z.B. über Google, finden sich viele andere Angebote. Häufig sind diese aber nicht aktuell oder enthalten zum Teil nicht mehr gültige Formulare bzw. Merkblätter. Alle  aktuellen Informationen, Antragsformulare und Nachweisvordrucke sind im Internet unter www.familienkasse.de verfügbar. Informationen gibt es auch telefonisch von Montag bis Freitag von 8.00 - 18.00 Uhr (gebührenfrei) unter 0800 4 5555 30. (Claudia John)

Alessandro Gambuzza startet in Abu Dhabi

Pressemitteilung der Hilda-Heinemann-Schule

Vom 14. bis 21. März finden in den Vereinigten Arabischen Emiraten die Special Olympics World Games statt, an denen 7.000 Athletinnen, Athleten und Unified Partner aus 170 Ländern teilnehmen. Die Weltspiele für Menschen mit geistiger Behinderung gelten als die weltweit größte inklusive Sportveranstaltung. Einer von ihnen ist Alessandro Gambuzza (18) von der Hilda-Heinemann-Schule, Förderschule Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung der Stadt Remscheid. Er nimmt in Abu Dhabi an den Rollerskating- Wettbewerben teil. An der Förderschule besucht er Berufspraxisstufe und ist seit fünf Jahren Mitglied der Inliner AG. teil.

Bei den regionalen Spielen in Neuss ging er zum ersten Mal an den Start. Die Wettbewerbe haben ihm so gut gefallen, dass er es kaum erwarten konnte bei den Nationalen Spielen in Kiel zu starten. Begleitet wird er von `der Lehrerin Daniela Vidic, die mit der Inliner-AG auch bei den vergangenen Special Olympics Deutschland große Erfolge feiern konnte.

Insgesamt werden für Special Olympics Deutschland (SOD) bei den Weltspielen in Abu Dhabi 163 Athletinnen, Athleten und Unified Partner an den Start gehen. Die Mitglieder der 229 Personen umfassenden Deutschen Delegation werden vor Ort auch als Repräsentanten des Gastgeberlandes der nächsten Weltspiele – 2023 in Berlin - gesehen werden. Alessandro Gambuzza hat sich intensiv auf die Wettbewerbe und auf die große Reise vorbereitet. Die 7.000 Aktiven der Weltspiele werden von 2.500 Trainern betreut. Wettbewerbe werden in insgesamt 24 Sportarten ausgetragen. 20.000 freiwillige Helfer sollen die Organisation der Spiele unterstützen. Ein Schwerpunkt dieser Weltspiele wird Special Olympics Unified Sports® sein, bei dem Athleten und Athletinnen mit und ohne Behinderung ein Team bilden. So sind die Wettbewerbe in einigen Sportarten ausschließlich für Unified-Teams ausgeschrieben. Das Team Special Olympics Deutschland Alle Mitglieder der Deutschen Delegation hatten beim Einkleidungsseminar am 19. Januar in Fulda schon die Gelegenheit, sich kennenzulernen.

„Dieses erste Treffen der gesamten Delegation war schon geprägt vom sprichwörtlichen Special Olympics Spirit und einem großen Zusammenhalt im Team. Rund sieben Wochen vor der Abreise nach Abu Dhabi waren Vorfreude und Spannung förmlich zu greifen“, sagte SOD-Präsidentin Christiane Krajewski. „Wir bringen bei den Weltspielen 2019 leistungsstarke und gut vorbereitete Athletinnen, Athleten und Unified Partner an den Start: Alle Aktiven haben ihre sportlichen Vorbereitungsseminare abgeschlossen und sich heute mit den Details der Reise vertraut gemacht. Dass wir uns mit der Deutschen Delegation in Abu Dhabi als die Gastgeber der Weltspiele 2023 in Berlin präsentieren können, ist eine große zusätzliche Motivation! “

Rudolf Dreßler: Sozialpolitik = Gesellschaftspolitik

Pressemitteilung der SPD

Am  Mittwochabend veranstalteten die Jusos Remscheid und die SPD-AG 60plus eine gemeinsame Diskussionsrunde zu den Themen Rente, Gesundheit, Pflege und Sozialleistungen. “Unsere Gesellschaft muss sich schleunigst ändern. Wir dürfen nicht mehr den ‚Ellenbogen‘ à la Helmut Kohl ausstrecken. Wir müssen gemeinsam Hand in Hand gestalten”, betonte der Juso-Vorsitzende Burhan Türken. Referent war der der ehemalige DPD-Bundestagsabgeordnete und Botschafter Rudolf Dreßler (Foto). Mit seiner Parteierfahrung von 50 Jahren und seinen humorvollen Anekdoten stellte er die wichtigsten Probleme unseres Sozialstaates dar. Sein Hauptaugenmerk galt einfachen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler, die „vieles erdulden mussten und weiterhin müssen, angefangen bei der Wirtschaftskrise von 2008, wo der Staat mit Hilfe von Steuergeldern mehrere Pleitebanken mit dreistelligen Milliarden Euro rettete.“

Dass heutige Politiker um verhältnismäßig wenige Millionen Euro in Bezug auf Renten und Sozialleistungen knauserten, sei nicht nur unsolidarisch, sondern schlichtweg eine Dreistigkeit, die kaum zu überbieten sei, kritisierte Dreßler. Hinzu kämen die ungefähr 20.000 Steuerhinterzieher, die sich durch Selbstanklagen aus der Verantwortung gezogen hätten. „Unsere Regierung meidet dieses Thema gekonnt und veranlasst lieber weitere versicherungsfremde Leistungen, die mittlerweile 50 Prozent der Rentenbeiträge ausmachen. “Das Konzept der Mütterrente ist im Kern eine notwendige Unterstützung, kostet allerdings die Beitragszahler 27 Milliarden Euro – und es wird noch mehr”, so Dreßler.

Durch die vermeintlich notwendige „schwarze Null“ lenke die Politik von den echten Problemen unseres Sozialstaates ab und komme auf unfassbare 700 Milliarden Euro, die der Staat zweckentfremdet hat. Welche Möglichkeiten Deutschland mit diesen Geldern hätte ergreifen oder welche Krisen abwenden können, lasse sich nur vermuten. “ Gewiss sei, dass auch weiterhin generationsübergreifend gearbeitet werden muss, um den Zusammenhalt innerhalb der Gesellschaft zu stärken”, war das Fazit des Juso-Vorstands.

Der Remscheider SPD-Nachwuchs, die Jusos, will in diesem Jahr seine Aktivitäten unter dem Motto „AnsprechBAR“ öffentlich machen. Egal ob Kneipengespräch oder Diskussionsrunde, Infostand oder Aktion: die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten (Jusos) gehen in die Offensive und suchen das Gespräch zu den Gleichaltrigen. „Die „Friday-for-Future-Märsche“ sind eine Renaissance für die politische Jugend! Wir begrüßen es, dass junge Leute ihre Zukunft selber in die Hand nehmen. Wir stehen an ihrer Seite!“ so Burhan Türken.

Die erste „AnsprechBar“ wird am Donnerstag, 21. März, um 19 Uhr in „Bar Beya“ am Markt stattfinden. Im Mittelpunkt wird das Thema „Faire Kleidung“ stehen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die am 27. März um 19 Uhr folgende Veranstaltung im F(l)air Weltladen. Dort wollen die Jusos dann mit dem Solinger Landtagsabgeordneten Josef Neumann, mit Anne Marie Faßbender von „Remscheid Tolerant“ und Thordis Kotthaus vom gleichnamigen Berufsbekleidungsgeschäft diskutieren.

Viele blaue Lichter für Honsbergs lebendige Zukunft

Taller de Casqueria hat mit dem Honsberg einiges vor“, kündige der Waterbölles am 18. Februar an. Durch Aktionen von Künstlergruppen wie dem Verein Kulturwerkstatt / Ins Blaue e. V. in bis dahin unbewohnten Häusern der GEWAG im Honsberger Süden waren die „Montag Stiftung Urbane Räume gAG“ (MUR) und das (vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen getragene) Büro Startklar „Initiative ergreifen“ auf den Remscheider Stadtteil Honsberg seine Potentiale aufmerksam geworden und hatten – nach einem Ausschreibungsverfahren das spanische Architektenbüro „Taller de Casqueria“ beauftragt, nach einer Quartierswerkstatt mit Akteuren / Bewohnern für den Ortsteil „Ideen zu neuen, ergänzenden wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Aktivitäten und Nutzungen“ zu entwickeln. Es geht gezielt um „besondere Impulse für die Entwicklung des Stadtteils..., die über das bisherige Stadtentwicklungskonzept hinausgehen“. Das Projekt ist zu 80 Prozent aus Stadtumbau-Fördermitteln finanziert. Die Stadt Remscheid mit 10.000 Euro beteiligt.

Am vergangenen Sonntagabend kamen die drei Planer von Taller de Casqueria ( Jorge Sobejano, Selina Feduchi und Álvaro Molins) auf dem Honsberg an, bezogen ihr Quartier und arbeiten seitdem in Ateliers der Künstlergruppe „Ins Blaue“ im Haus Halskestraße 26. Und gestern trafen sie sich dort mit dem Technischen Beigeordneten Peter Heinze, Dr. Robert Winterhager, Projektentwickler der Montagsstiftung Urbane Räume, Wiltrud Willing von der GEWAG und dem für die Montagsstiftung arbeitenden freien Stadtplaner Kai Dietrich, der schon seit sechs Monaten auf dem Honsberg unterwegs ist.

Bis zum 16. März wird das Planungsteam gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Vereinen und Institutionen eine „Honsberg-Strategie“ für die Zukunft des Stadtteils erarbeiten. Initialzündungen? Sicher aber eine Zukunftsvision. Dafür will das spanische Team seiner Rückkehr in Madrid sorgen. Am Honsberg soll diese dann am 6. Mai der Öffentlichkeit präsentiert werden. Erfahrungen mit ähnlichen Projekten hatten die Stadtplaner zuvor bereits in Marl, Bottrop und Berlin gesammelt.

Von ihnen stammte auch die Idee zu der temporäre „Glühbirnenbörse“: In der Honsberger Straße 18b können alle Honsberger Haushalte seit Montag ein blaues LED-Leuchtmittel für eine große kollektive Lichtinstallation abholen, die für den kommenden Samstag, 16. März, geplant ist, und dabei mit dem Planungsteam Ideen austauschen. Davon sei bereits rege Gebrauch gemacht worden, berichtete gestern Dr. Robert Winterhager: „150 blaue Birnen als Botschaft, dass der Honsberg eine Zukunft hat, haben wir schon verteilt. 450 sind noch zu haben!“  Viele Bürger/innen, die sich offenbar schon früher Gedanken zur Zukunft  des Stadtteils gemacht hätten, seien mit Anregungen in die „Glühbirnenbörse“ gekommen. Das bestätigten auch die spanischen Planer und zeigten sich „überrascht über Spontaneität und Offenheit. Wir fühlen uns in diesem Gesprächen willkommen!“ Spürbar sei eine große Erwartungshaltung, die Hoffnung auf mehr junge Leute (Studenten der neuen Fachhochschul-Dependance?) im Viertel, aber auch die Sorge, nach Bäckerei, Metzgerei und Kneipen auch noch den letzten Arzt und Apotheker zu verlieren.

Interessierte können sich bis zum Samstag vor einer blauen Leinwand mit ihrer ganz persönlichen Zukunftsvision vom Honsberg auf Video aufnehmen lassen. Die Botschaften werden gesammelt und am Samstagnachmittag in der Quartiers-Werkstatt, einem großen Ideenbasar, in der Turnhalle der ehemaligen Grundschule Honsberg präsentiert. Bisheriger Eindruck der Fachleuteaus Spanien: „Für die Bewohner ist das Leben auf dem Honsberg jetzt schon besser aus des Image des Viertels außerhalb!“

SPD-Frauengruppe aus Remscheid im Landtag

Remscheider SPD-Frauen bei Sven Wold im Landtag.

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Sven Wolf, Landtagsabgeordneter für Remscheid und Radevormwald, freute sich, am vergangenen Freitag zum Internationalen Weltfrauentag eine Gruppe Frauen aus Remscheid - angeführt von Inge Brenning - aus seinem Wahlkreis begrüßen zu können. „Regelmäßig kommt diese engagierte Gruppe nach Düsseldorf, um an der offiziellen Feier zum Weltfrauentag teilzunehmen. Besonders die Leidenschaft und Energie der Remscheiderin Inge Brenning beeindruckt mich,“ berichte Sven Wolf. – „Nein, nein. Das bin ich nicht alleine,“ wies Inge Brenning das Lob zurück. „Wir sind eine tolle Truppe, die viel unterwegs ist. Dazu gehört alljährlich unser Besuch im Landtag. Rund ein Dutzend Damen machen sich dann auf den Weg. Denn wir können uns alle gut daran erinnern, dass in unserer Jugend die Selbständigkeit von Frauen etwa im Berufsleben noch nicht üblich war. Heute ist es einfacher, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen.“ 

Die Veranstaltung fand in diesem Jahr im Rahmen einer Diskussionsrunde zum Thema „100 Jahre Frauen in deutschen Parlamenten“ statt. Dabei betonte Vizepräsidentin Carina Gödecke: „Bei der ersten Wahl der Nationalversammlung, an der Frauen teilnehmen durften, gingen vor 100 Jahren 82 Prozent der wahlberechtigten Frauen zur Wahl. Welche Veränderungsmacht hätten wir heute in Händen, täten wir es ihnen gleich.“ Das aktive und passive Wahlrecht für Frauen einzuführen, habe auch bedeutet, Ressentiments gegenüber Frauen in der Gesellschaft abzubauen. Und es sei ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung von Mann und Frau gewesen. „Aber trotzdem beobachten wir – vor allem in der Politik – dass Frauen auch heute noch unterrepräsentiert sind. In der laufenden Legislaturperiode unseres Landtags gibt es 55 weibliche Abgeordnete. Das ist ein Anteil von gerade einmal 27,6 Prozent – also nicht einmal ein Drittel. Das war schon einmal deutlich besser“, sagte Vizepräsidentin Gödecke.

Stadt will 104 Mitarbeiter des BAF e.V. übernehmen

Zu einer Sondersitzung kommt der Rat der Stadt Remscheid am kommenden Montag, 18. März, um 16.30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses zusammen. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz hat die Sitzung auf Antrag der CDU-Fraktion einberufen. Begründung der CDU: Die Ratsfraktionen und -gruppen seien dringend über die strategische Ausrichtung der Unterbringung von Flüchtlingen in Remscheid zu informieren. Denn die Stadtverwaltung, die in den vergangenen Jahren aus Kostengründen mühsam Personal eingespart hat, soll auf einen Schlag um mehr als 100 Mitarbeiter größer werden. Derzeit sind sie noch beim BAF e.V. (Begegnen, Annehmen, Fördern) beschäftigt, der seit 1996 mit der Hausverwaltung der städtischen Übergangsheime und der Betreuung der Flüchtlinge betraut ist. Doch dem wirf die Stadt Strukturlosigkeit (um nicht zu sagen organisatorisches Chaos) vor und will ihm deshalb kündigen.

Darüber hatte der OB das am vergangenen Samstag in seinem Dienstzimmer Vertreter der Politik informiert und für die reguläre Ratssitzung am 28. März einen Beschlussvorlage angekündigt, die zu den 104 neuen Verwaltungsmitarbeiter/innen führen soll. Weil beim BAF e.V. ad hoc die Reißleine gezogen werden müsse. Der eigenständige Verein, gegenwärtig noch Arbeitgeber der104 Beschäftigten (davon 70 in Vollzeit, drei in Teilzeit und 31 geringfügig beschäftigt), ist in den vergangenen Jahren mit der Zahl der Flüchtlinge so groß geworden, „dass eine Fortführung der Aufgabenwahrnehmung nur unter erheblichen organisatorischen Veränderungen und einer grundsätzlichen Neuausrichtungen möglich ist“. Das hat eine „prozessorientierte Organisationsuntersuchung“ zu den Strukturen und Arbeitsabläufen innerhalb des BAF e. V. ergeben, um die die Stadt Remscheid im vergangenen Jahr die Stadt Solingen gebeten hatte unter Beteiligung des eigenen Rechnungsprüfungsamtes.

Der Vertrag zwischen Stadt Remscheid und BAF (“Heimleitungsvertrag“) zwecks Verwaltung der städtischen Übergangsheime für asylbegehrende Ausländer, Kriegsflüchtlinge sowie Aussiedler (ausländische Flüchtlinge) einschließlich deren sozialpädagogischer Betreuung datiert auf den 3. Januar 1996. Im Laufe der Jahre wurde der Vertrag mehrfach geändert und an die jeweils aktuelle Flüchtlingssituation in Remscheid angepasst. Parallel dazu besteht für die Notschlafstelle Schüttendelle ein gesonderter Vertrag. Zuletzt wurde der Heimleitungs- und Dienstleistungsvertrag am 8. August 2012 unter anwaltlicher Begleitung neu gefasst, mit Nachtrag vom 9. Januar 2015. 2012 registrierte die Stadt sinkende Flüchtlingszahlen. Damals beschäftigte der BAF e. V. gerade mal 37 Mitarbeitende. Die Personalkostenabrechnung wird durch einen Treuhänder über ein Treuhandkonto vorgenommen unter Einbeziehung eines Steuerberaters. Die Abrechnungen zur Überprüfung erhält die Stadt vom Verein quartalsweise.

Das alles blieb bis 2015 überschaubar. Doch ab dann weitete sich „das Auflagenvolumen des Vereins ... extrem aus. Bestehende Arbeitsprozesse ... konnten aufgrund der kontinuierlich steigenden Flüchtlingszuwanderung weniger systematisch entwickelt werden. Innerhalb kürzester Zeit mussten neben den drei bestehenden Übergangsheimen fünf zusätzliche Übergangsheime sowie Hunderte von Wohnungen betreut werden.“ So steht es in einer Presseerklärung, die Oberbürgermeister Mast-Weisz gestern Abend gegen 19.15 Uhr den anwesenden fünf Journalisten übergab. Mit diesem Termin hatte er kurzfristig auf die Ankündigung der CDU reagiert, am Donnerstagmorgen eigenständig die Presse über die geplanten Personalmaßnahmen informieren zu wollen. Seine Bitte, diesen Termin zu verschieben, da für Montag zunächst die BAF-Mitarbeiter von dem anstehenden Wechsel ihres Arbeitgebers erfahren sollten, habe der CDU-Fraktionsvorsitzende nach Rücksprache mit seinen Vertretern Markus Kötter und Tanja Kreimendahl abgelehnt, berichtete der OB gestern Abend – und zeigte sich verwundert. Schließlich habe beim Hintergrundgespräch mit der Politik am Samstag keiner der Anwesenden widersprochen, als er von der Absicht der Stadt berichtet habe (vorbehaltlich eines Ratsbeschlusses am 28.März), die Verträge mit dem BAF e. V. ordentlich zum 31.März zu kündigen, um den Vertrag zum 31. Dezember auslaufen lassen zu können. Und auch nicht der für diesen Termin geplanten Übernahme des BAF-Personals in den städtischen Stellenplan mit allen Rechten und Pflichten städtischer Mitarbeiter. Rechtsdezernentin Barbara Reul-Nocke dazu einschränkend: „Aber Schweigen heißt nicht immer Zustimmung!“

Und so musste der OB das Gespräch mit der BAF-Belegschaft auf morgen Abend vorverlegen und die Presse auf die Schnelle ins Bild setzen, um noch halbwegs Herr der Verfahrens zu bleiben und der CDU das Feld nicht allein zu überlassen. Obwohl die Beschlussvorlage für die Ratssitzung am 28. März noch gar nicht fertig geschrieben ist, die CDU darauf also heute nicht Bezug nehmen kann! Über deren Beweggründe wurde folglich gestern Abend spekuliert. Will sie aus der „Zwangsmaßnahme“ politisches Kapital schlagen oder diese gar gänzlich verhindern? Letzteres hält der OB nicht für möglich; er geht von einer deutlichen Ratsmehrheit aus für die Beschlussvorlage der Verwaltung. Zumal die Bezirksregierung Düsseldorf dagegen bei den anstehenden Haushaltsgesprächen keine Einwände erhoben habe. Und in einem Gespräch kurz vor der gestrigen Pressekonferenz habe er den Betriebsratsvorsitzenden der BAF, Mitglieder des Vorstands, die BAF-Geschäftsführerin Daniela Krein und einen Vertreter des Personalrates der Stadt Remscheid informiert, berichtete der OB, und diese hätten das geplante Vorgehen ausdrücklich begrüßt.

Mit Daniela Krein sprach der Waterbölles heute Morgen gegen 9.30 Uhr am Telefon. Für sie hatte sich die Arbeitssituation schon 2016 drastisch verändert: „Damals habe ich mich zum ersten Mal beim Vorstand wegen Arbeitsüberlastung gemeldet!“ Seitdem habe dieser an einer Änderung der Satzung gearbeitet mit dem Ziel, ihr mehr Handlungsspielraum zu geben. Mehrere Entwürfe habe es gegeben, die „viel Zeit und Kraft gekostet“ hätten, die aber alle als wenig zielführend verworfen worden seien. Hinzu kam offenbar, wie der Oberbürgermeister gestern berichtete, dass die Mitglieder des (von Norbert Horn geführten) Vorstands nicht alle an einem Strang gezogen und ein Teil von ihnen mit Daniela Krein nicht richtig zusammengearbeitet hätten. In der Presserklärung liest sich das so: „Aus der Struktur des aktuellen Vertrags ergeben sich erhebliche Defizite und Risiken für die Stadt Remscheid. (...) Die Geschäftsführung ist ... nicht entsprechend bevollmächtigt, die Geschäfte des Vereins zu führen. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Aufgabenerledigung und die Funktion des Vereins als Arbeitgeber. (...) Es bestehen nur sehr eingeschränkte Kontrollmöglichkeiten und Möglichkeiten auf eine ordnungsgemäße und effektivere Aufgabenerfüllung Einfluss zu nehmen. (...)Aufgrund der derzeitigen Zusammensetzung des (am 24. November 2018 neu gewählt) Vorstandes bestehen seitens der Stadt Remscheid erhebliche Bedenken, dass der Vorstand seinen satzungskonformen Aufgaben nachkommen und die Geschäfte des Vereins ordnungsgemäß führen kann. Dies wurde von zwei Vorstandsmitgliedern bestätigt.“ Fazit der Verwaltung: „Die Aufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge kann unter den bestehenden Voraussetzungen mit dem Vertragspartner BAF e. V. nicht mehr adäquat erbracht werden.“ Dafür gibt die Stadt pro Jahr entsprechend der vertraglichen Verpflichtung für Betriebsmittel und Personalaufwendungen ca. 3,5 Millionen Euro aus. Hierdurch entstünden ihr „erhebliche finanzielle Risiken“, räumte der OB ein. Den BAF-Mitarbeitern selbst machte er keine Vorwürfe. Die hätten "stets gute Arbeit geleistet".

Was also tun? Einen neuen Verein suchen? Bei dieser Auftragssumme hätte eine Ausschreibung europaweit erfolgen müssen - mit allen damit verbundenen Unwägbarkeiten. Das schied aus! Nachdem die Stadt Solingen im Februar ihren Prüfbericht abgegeben hatte, holte sich der Remscheider Verwaltungsvorstand Rat bei Anwälten. Und der lautete, die Stadt müsse die Pflichtaufgabe der Unterbringung und Betreuung ausländischer Flüchtlinge kurzfristig selbst sicherstellen, indem alle Mitarbeitenden des BAF e. V. zeitnah in die Organisationsstruktur der Stadt Remscheid integriert werden. Dies gilt auch für den Betreuungsvertrag zur Notschlafstelle Schüttendelle.  Der Oberbürgermeister: „Die Altersstruktur der Mitarbeitenden des BAF e. V. würde es der Stadt Remscheid ermöglichen, auf einen eventuell notwendigen Personalabbau (z. B. bei Schließung von Übergangsheimen) ausschließlich im Rahmen der Altersfluktuation zu reagieren. Kostensteigerungen werden sich aus den neuen städtischen Mitarbeitern nicht ergeben!“ Im Gegenteil: Aus einer einheitlichen IT und Nachrichtentechnik, Personalverwaltung, Materialbeschaffung, einheitlichem Rechnungswesen und  Controlling, klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten und durch einen Abbau von Doppelstrukturen (Sicherheitsfachkraft, Betriebsarzt, Treuhänder, Datenschutzbeauftragter) würden sich Synergieeffekte ergeben. Im Übrigen, so Barbara Reul-Nocke ergänzend, sei demnächst die Gründung einer städtischen Tochter-GmbH oder eines städtischen Eigenbetriebes zur Betreuung der Flüchtlinge nicht ausgeschlossen. Letzter Satz des OB: „Hauptsache, wir bekommen klare Strukturen!“ Darauf hofft BAF-Geschäftsführerin Daniela Krein schon lange...

Neue Allee schneller planen als bisher vorgesehen

Die Zukunft der Alleestraße beschäftigt Politik und Bürgerschaft schon seit langem. Für die CDU ist klar: Die Alleestraße brauche zur Neubelebung Autoverkehr. Die Remscheider Grünen „möchten die Zukunft der Alleestraße modern, nachhaltig und lebensfreundlich gestalten und fordern daher die Umsetzung eines Sofortprogramms und die Prüfung von Perspektiven für die Alleestraße“. Zur Sitzung des Rates am 28. März haben sie dazu einem umfassenden Antrag eingebracht mit dem Ziel, unter Berücksichtigung von potentiellen Fördermitteln (z.B. Städtebauförderung, Heimatförderung) folgende Sofortmaßnahmen auf der Alleestraße umzusetzen:

  • Die Alleestraße wird zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (Gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, z.B. Fahrräder, Inline-Skates, Skateboards, elektrisch betriebene oder unterstützte Fahrräder (E-Bikes, Pedelecs), (E-)Tretroller, Hoverboards, Segways®, etc. freigegeben. Dabei werden folgende ordnungsrechtliche Maßnahmen geprüft/berücksichtigt und durch den Kommunalen Ordnungsdienst kontrolliert: Aufhebung der Einbahnstraßenregelung für den nicht (konventionell) motorisierten Verkehr, Einhaltung von Schritttempo durch alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer, Vorrang für die/ den jeweils schwächere/n Verkehrsteilnehmer*in, Anpassung und Durchsetzung der Ordnungssatzung, Verkehrs- und Ordnungsregeln werden mittels Schildern und Piktogrammen gut sichtbar und international verständlich kommuniziert, Unterstützung des KOD durch städtische Streetworker.
  • Unter Einbeziehung der Stadtwerke Remscheid werden Ladesäulen für elektrisch betriebene Fahrzeuge (Pedelecs, E-Bus, etc.) eingerichtet.
  • Unter Einbeziehung der TBR und/ oder der Arbeit Remscheid werden Hochbeete für Urban Gardening Projekte eingerichtet und der Bevölkerung auf Mietbasis zur Verfügung gestellt.
  • Die Stadt stellt eine mobile Spielebox zur Verfügung und wirbt hierfür in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Jugend ehrenamtliche Kümmerer, z.B. aus dem Kreise der Geschäftstreibenden. Der Aufbau von provisorischen Sitzgelegenheiten wird geprüft.
  • In Absprache mit der ISG und den Geschäftstreibenden wird im gesamten Bereich Alleestraße/ Markt freies W-LAN zur Verfügung gestellt.
  • Die Brunnen werden wieder in Betrieb genommen. Die Stadt bemüht sich weiterhin/ erneut um die Anwerbung von Sponsoren, hierzu werden u.a. Gespräche mit den Stadtwerken, der Stadtsparkasse und der GEWAG aufgenommen.
  • Die Sondernutzungsgebühren werden in Absprache mit der Bezirksregierung zunächst ausgesetzt.
  • Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung empirisch begleitet und nach Abschluss regelmäßig, erstmals nach zwei Jahren, anhand zuvor festgelegter Indikatoren (u.a. Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz und -verweildauer, Umsatz, Öffnungszeiten, Leerstandsquote) belastbar evaluiert.

Der Standpunkt der Grünen

„Seit zwei Jahren läuft ein von der Stadt unterstützter und von Experten moderierter bürgerschaftlicher Prozess zur Aufwertung der Remscheider Innenstadt. Neben der Durchführung eines Architektenwettbewerbs zur Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes, haben engagierte Remscheiderinnen und Remscheider, unter Beteiligung von Politik und ISG, einen Maßnahmenkatalog zur Aufwertung der Alleestraße entwickelt. Anstatt diesen bürgerschaftlichen Prozess nun durch eine Öffnung für den Autoverkehr zu unterlaufen, sollten Rat und Verwaltung gemeinsam nach Möglichkeiten suchen, die vorgeschlagenen Maßnahmen schneller, als bislang geplant, umzusetzen."

Die Verwaltung solle die beschleunigte Umsetzung der von Bürgerschaft und Anliegern gemeinsam entwickelten Maßnahmen zur Aufwertung der Alleestraße im Rahmen der Städtebauförderung, heißt es in dem Antrag weiter. Sie soll ferner die Einrichtung von Spielgelegenheiten und Spielplätzen, zusätzlichen Sitz- und Aufenthaltsbereichen sowie Maßnahmen zum Schutz vor Sonne, Wind und Niederschlag prüfen.

In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, dem Beirat für Menschen mit Behinderung, dem Integrationsrat und dem Jugendrat sollen jeweils zielgruppenorientierte Maßnahmenkataloge zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und der Schaffung zusätzlicher Nutzungsmöglichkeiten des öffentlichen Straßenraums erarbeitet werden.

Und auch eine „Gastro-Strategie“ schlagen die Grünen vor. Die könne die Stadtverwaltung unter Einbeziehung von ISG, Geschäftstreibenden, Gastronomen und der Initiative „MyViertel“ erarbeiten: „Heute kämpfen auch diese Großunternehmen mit sich verändernden Wettbewerbsbedingungen, maßgeblich angetrieben durch den wachsenden Onlinehandel. Mit diesem Wandel verlieren insbesondere die Stadtzentren der Mittel- und Unterzentren zunehmend ihre Funktion als zentrale Einzelhandelsstandorte. Angesichts dieser Entwicklung hilft es niemandem, sich an Konzepte und Weisheiten des vergangenen Jahrhunderts zu klammern. Vielmehr müssen neue Funktionen für unsere zentralen urbanen Räume gesucht und entwickelt werden. Im Sinne einer lebendigen Stadt wollen wir dabei jedoch den Charakter unseres Stadtzentrums als Treffpunkt der Stadtgesellschaft erhalten.“

Auch die folgenden Prüfaufträge gehören zum Antrag der Grünen:

  • Die Verwaltung nimmt Gespräche mit der Gewag auf mit dem Ziel, mittel- bis langfristig den Rückbau aller drei Pavillons zu prüfen. („Die drei in den 90ern auf der Mitte der Alleestraße errichteten Pavillons sind aus Sicht vieler Experten ein Mahnmal der verfehlten Stadtentwicklungspolitik früherer Jahre. Sie zerschneiden den öffentlichen Raum und die ästhetisch wie räumlich wichtige Achse zur stadtbildprägenden Stadtkirche. Dadurch bilden sie physische Barrieren zwischen der oberen und unteren Alleestraße, die beide Funktionsräume in ihrer Entwicklung von einander abgekoppelt haben und so im Laufe der Zeit auch zu sozialen Barrieren wurden.“)
  • Die Verwaltung prüft die Umwandlung des Übergangsbereichs Alleestraße/ Fastenrathstraße / Daniel-Schürmann-Str./ Hindenburgstraße in einen sogenannten „Shared Space“ unter Einbeziehung von Fördermöglichkeiten.
  • Die Verwaltung prüft die Einrichtung eines (u.U. selbstfahrenden) E-Shuttles zwischen Markt und „Zange“ bzw. Theodor-Heuss-Platz. In diesem Zusammenhang werden Gespräch mit den Stadtwerken, der ISG, der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderung (BSW) und der Bergischen Universität (Kompetenzzentrum „Autonomes Fahren“) aufgenommen.
  • Die Verwaltung prüft, welche öffentlichen Einrichtungen mit Publikumsverkehr mittelfristig im Bereich der unteren Alleestraße angesiedelt werden können und welche Voraussetzungen hierfür zu schaffen sind.
  • Die Verwaltung prüft in Rücksprache mit der Bezirksregierung alle verfügbaren Instrumente des Planungs- und Baurechts, mittels derer eine langfristige städtebauliche Rahmenplanung unter Mitbetrachtung des Gebäudebestands umgesetzt werden kann. Hierzu zählen u.a. die Ausweisung eines Sanierungsbereichs oder städtebaulichen Entwicklungsbereichs und/oder eines Leerstandmanagements, insbesondere mit Blick auf die Wohnungen.
  • „Die aktuelle Diskussion über die Öffnung der Alleestraße für den Autoverkehr läuft allen anerkannten Konzepten einer modernen und nachhaltigen Stadtentwicklung zuwider“, heißt es in der Antragsbegründung. „Immer mehr Städte in Deutschland, Europa und weltweit diskutieren über autofreie Innenstädte und eine Stadtentwicklung, die anstelle des Autos endlich wieder die Menschen und ihre Lebensqualität in den Mittelpunkt rückt. In Remscheid wollen Teile der Politik dagegen die bestehende Fußgängerzone für den motorisierten Individualverkehr (MIV) öffnen. Eine solche Politik ist nicht nur von vorgestern, sie bedient dabei auch noch Einzelinteressen. Denn die Autofahrer*innen in unserer Stadt beklagen weder die aktuelle Verkehrsregelung, noch die Parkraumsituation.“

Die Vielen, die gar kein Auto besäßen, hätten vom Vorschlag der ISG ohnehin keinerlei Nutzen, dafür aber umso mehr Einschränkungen zu erwarten, so die Grünen. Keine der zurzeit diskutierten Zukunftsvisionen für die Alleestraße würde von mehr Autoverkehr und Parkplätzen profitieren, weil beides den Anforderungen an ein lebenswertes Umfeld längst nicht mehr entspreche. Unabhängig davon welche Ideen sich durchsetzen – ob gehobenes und generationenübergreifendes Wohnen, Einzelhandel, die Ansiedlung von Gastronomie oder öffentlich Einrichtungen - Autoverkehr wäre ein Störfaktor für die Menschen und die Aufenthaltsqualität auf der Allee. „Statt einer aufgewärmten und rückwärtsgewandten Notlösung, brauchen wir eine ehrliche Diskussion über die Perspektiven unserer Innenstadt und, davon abgeleitet, über eine moderne und nachhaltige Zukunftsgestaltung der Alleestraße. Unser Ziel ist es, eine Innenstadt zu bewahren, die allen Menschen in Remscheid als sozialer Treffpunkt und zivilgesellschaftlicher Gestaltungs- und Entfaltungsraum dient.“

Praxisbeispiele, wie z.B. die Stadt Hasselt in Belgien, belegen nach Auffassung der Grünen, dass autofreie Innenstädte Einzelhandel, Gastronomie, Fremdenverkehr und die Lebensqualität insgesamt, heute mehr denn je begünstigen. „So tragen sie auch entscheidend zur Identifikation der Einwohnerinnen und Einwohner mit ihrer Heimatstadt bei. Denn immer mehr Bürger*innen leiden unter den Folgen des Autoverkehrs und erleben Luftverschmutzung und Lärm als nur schwer erträglich. Autoverkehr macht das städtische Leben für die meisten Menschen nicht attraktiver, er erstickt es buchstäblich. Daher möchten wir die Alleestraße zwischen Markt und Fastenrathstraße im Sinne eines „Open Space“ (gemeinsamer Raum für alle Verkehrsteilnehmer*innen) für jeglichen nicht (konventionell) motorisierten Verkehr öffnen. Flankiert wird diese Öffnung von klaren Regeln (Schritttempo, Vorrang für Schwächere, Ordnungssatzung), deren Durchsetzung durch den KOD gewährleistet wird, und weiteren zügig umzusetzenden Maßnahmen zur Förderung der Aufenthaltsqualität, der Nutzungsmöglichkeiten und von Handel und Gastronomie. Die Maßnahmen werden mit wissenschaftlicher Unterstützung in Bezug auf Indikatoren wie Verkehrssicherheit, Kundenfrequenz, Umsatz, Entwicklung von Geschäftszeiten und Leerstandsquoten etc. belastbar evaluiert.“

Neuer Förderverein startet aktive Spendenakquise

Neuer Förderverein nimmt sich der Produktionsschule an“, titelte der Waterbölles am 4. Juli 2018. Tags zuvor hatten acht sozial engagierte Remscheider Bürgerinnen und Bürgern in den Räumen der Arbeit Remscheid gGmbH den neuen Förderverein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen” gegründet. Mit dem allgemeinen Ziel der Förderung von Jugendhilfe, Erziehung und Berufsbildung und mit der besonderen Aufgabe, die seit 2016 bei der Arbeit Remscheid gGmbH bestehende Produktionsschule „Catering & Eingemachtes" zu unterstützen. Deren Existenz war damals durch gestrichene Fördergelder der schwarz-gelben Landesregierung in Gefahr. Zum Glück sprang das Remscheider Jobcenter in die Bresche und sicherte ab 1. September für zunächst ein Jahr die Finanzierung des Projekts von 600 Euro je Teilnehmer und Monat (mit der Option auf weitere zwei Jahre). Das lobte der Förderverein (Vorsitzender Lothar Sill, stellvertretende Vorsitzende Jutta Velte, Kassiererin Erden Ankay-Nachtwein und die beiden Beisitzer Brigitte Neff Wetzel und Thomas Neuhaus) auf seiner gestrigen Pressekonferenz in den Räumlichkeiten der „Catering-Küche“ der Produktionsschule und berichtete des Weiteren, dass die Finanzbehörde die Gemeinnützigkeit des Verein bestätigt habe. Mit anderen Worten: Dem Einwerben von Fördermitteln / Spenden, sprich: einer aktiven Spendenakquise steht nichts mehr im Wege.

„Eine erste Spende von einer Privatperson über 620 Euro haben wir schon bekommen“. freute sich Lothar Sill. Demnächst will der Verein „Brücken bauen - Perspektiven schaffen e.“ (IBAN-Konto-Nummer: DE11 3405 0000 0012 1068 78) an Stiftungen in Remscheid herantreten, die gemeinnützig tätig sind und die Remscheider Produktionsschule unterstützen könnten. Und natürlich werden auch weitere Mitglieder gerne aufgenommen. Denn jeder Euro zählt: Der Mitgliedsbeitrag beträgt 120 Euro pro Jahr für natürliche Personen und 240 Euro für juristische (Firmen, Verbände etc.). Berufstätige junge Menschen bis 27 Jahre werden für 30 Euro im Jahr aufgenommen, Arbeitslose unentgeltlich. „Interessenten sind herzlich willkommen bei der nächsten Mitgliederversammlung am Dienstag, 26. März, um 17 Uhr bei der Arbeit Remscheid gGmbH, Freiheitstraße 83a“, betonte gestern deren Geschäftsführer Ralf Barsties. Er hält das Projekt der Produktionsschule nach wie vor für dringend erforderlich angesichts von 400 Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 27, die in Remscheid wegen fehlender Qualifikationen keine Zukunftsperspektive haben und aktuell arbeitslos sind. Das unterstrich auch Erden Ankay-Nachtwein: „40 bis 60 Jugendliche verlassen in Remscheid jedes Jahr die Schule ohne irgendeinen Abschluss. Wie bleiben die denn!?“

Die Remscheider Produktionsschule hat Platz für zwölf junge Leute zwischen 17 und 25 Jahren (oft mit schwierigem sozialem Hintergrund), die eine allgemeinbildende Schule ohne ausreichende Betriebs- und Ausbildungsreife verlassen haben und denen das Jobcenter so genannte mehrfache arbeitsmarktliche Vermittlungshemmnisse (Motivation/Einstellung, Schlüsselqualifikationen, soziale Kompetenz) attestiert. Derzeit kümmern sich in der Produktionsschule der gelernte Koch Jan de Buhr sowie zwei Sozialarbeiter (in Teilzeit) um die Förderung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen von acht jungen Menschen, um sie für eine Berufsausbildung oder eine anschließende weitere, speziellere Berufsförderung fit zu machen. Dass vier Plätze derzeit unbesetzt sind, kann daran liegen, dass das Jobcenter sich an den von ihr finanzierten Klienten „Produktionsschule“ erst noch gewöhnen muss. Von einem bürokratischen Hemmschuh wollte Sozialdezernent Thomas Neuhaus gestern allerdings nichts wissen und zeigte sich zuversichtlich.

Dass sich die acht „Produktionsschüler“ selbst Gedanken  gemacht haben, wie der neue Förderverein der Einrichtung helfen könnte, hat Lothar Sill und seine Vorstandskollegen beeindruckt: „Das sind doch gute Ideen – ein Spendenlauf im Stadtpark, ein Sommerfest mit Tombola (Catering), jeweils verbunden mit leckerem Essen aus der Produktionsschule, und ein Charity-Essen mit Show-Cooking!“ All das könnte den Förderverein in der Öffentlichkeit bekannter machen und und vor allem der Produktionsschule zu Einnahmen verhelfen. Denn das erste gesetzte Ziel, ein Verkaufswagen, der sich bei öffentlichen Veranstaltungen, Sommer- und Stadtteilfesten gut einsetzen ließe (Beispiel: Der Stand auf dem Wochenmarkt im Juni 2018) ist ambitioniert; ein solcher Wagen ist schließlich nicht unter 20.000 Euro (Neuhaus) zu haben.  

 

Kickoff zum Deutschen Gründerpreis für Schüler

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zwei Teams des Berufskollegs Wirtschaft und Verwaltung und ein Team des Röntgen- Gymnasiums nehmen am Gründerpreis 2019 der Stadtsparkasse Remscheid teil und präsentieren ihre Unternehmen und Geschäftsideen. Die drei Schülerteams haben von Januar bis Mai Zeit, eine Geschäftsidee zu entwickeln und ein fiktives Unternehmen zu gründen. Dabei werden sie von einem Lehrer-Coach und einem Unternehmenspaten unterstützt. Am Ende der Spielphase müssen die potenziellen Gründer anhand von Businessplan und Marketingstrategie ihre Unternehmenskonzepte präsentieren. „Wir sind begeistert über die kreativen Ideen der Nachwuchsgründer. Das Thema Startup ist derzeit in aller Munde. Durch den Gründerpreis werden junge Leute frühzeitig motiviert, sich intensiv mit ihren Geschäftsideen auseinanderzusetzen und dafür die notwendigen Strukturen zu entwickeln“, sagt Ann-Kristin Soppa aus dem Bereich Vorstandsstab. Und Silke Weber-Wönkhaus, die das Projekt Gründerpreis in der Stadtsparkasse koordiniert, ergänzt: „Die gesammelten Erfahrungen sind für Schule, Ausbildung und Beruf von großem Wert.“ Wie bereits in den vergangenen Jahren wird das Siegerteam auf lokaler Ebene mit 500 Euro belohnt.

Zum Hintergrund: An Deutschlands größtem Existenzgründer-Planspiel haben seit 1999 über 80.000 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Sie bearbeiten verschiedene Aufgaben und setzen ihre Geschäftsideen in fiktive Unternehmenskonzepte um. Bei der regionalen Siegerehrung in Düsseldorf werden sodann die zehn besten Teams ausgezeichnet, bevor in Hamburg bei der bundesweiten Ehrung die Sieger gekürt werden. Bei der Verleihung des Deutschen Gründerpreises beim ZDF in Berlin stehen dann die Erstplatzierten auf der Bühne. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler wird von den Initiatoren stern, Sparkassen, ZDF und Porsche ausgerichtet und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützt. In der Vergangenheit nahmen verschiedene Remscheider Teams an den überregionalen Wettbewerben teil. Einige von ihnen erreichten sogar die Endrunde in Hamburg. Im Jahr 2005 ging das Team „Morpheus Products“ aus nunmehr ehemaligen Schülern des Röntgen-Gymnasiums als bundesweiter Sieger hervor.

  • Team „FutureStar“ (Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Remscheid): Johannes Maximilian Frenzel, Marvin Lee Valadi-Odina, Vitalij Volosatov, Luka Gregorovic und Luigi Carelli. Die Unternehmensidee: Website und App, welche die Vermittlung von talentierten Sportlern an Vereine ermöglicht.
  • Team „Creative Industry“ (Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung Remscheid): Selina Schmitt, Douaae Tissoudali, Mounia Akhallouf, Eileen Ferner, Alparslan Gülpolat und Arlinda Dreshaj. Die Unternehmensidee: Candycrib (Behälter für Chips, Süßigkeiten, Softdrinks und vieles mehr); in verschiedenen Größen erhältlich; geeignet für Festivals, Kinos usw.
  • Team „getAppi.de“ (Röntgen-Gymnasium Remscheid-Lennep): Shayan Ansari, Luca Jungke und Katherina Spieß. Die Unternehmensidee: „getAppi“ hilft den Abiturienten bei der Vorbereitung für den Abiball. Es ist eine einfache Lösung zur Verwaltung für die Zeit bis zum Abiball, sei es für Budgetplanung, Buchhaltung oder hilfreiche Tipps und Tricks für die Planung.

Wohnen und Pflege im Alter für Migranten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Im Rahmen der kultursensiblen Seniorenarbeit hatten am Samstag das Kommunalen Integrationszentrum und der Integrationsrat der Stadt Remscheid Mitglieder des Integrationsrats und des Seniorenbeirats  sowie Mitarbeiter/innen von Pflege- und Seniorendiensten, Beratungsstellen und Migrantenselbstorganisationen u. a. zu der Fachtagung „Wohnen und Pflege im Alter für Menschen mit Zuwanderungsgeschichte“ ins Rathaus eingeladen. Nach den Grußworten von Moderator Ralf Noll, Sozialdezernenten Thomas Neuhaus, der Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums Sevinc Brilling und der Vorsitzenden des Integrationsrats, Erden Ankay-Nachtwein, stellte die städtische Mitarbeiterin Sabine Schneider das vielfältige Angebot der Wohnberatung von Pflegebedürftigen vorin Bezug auf Ausstattung der Wohnung und auf Finanzierungsmöglichkeiten.

„Ambulant vor stationär“ ist auch das Motto der Pflegeberatung der Stadt Remscheid. Andrea Wild, ebenfalls Mitarbeiterin der Stadt Remscheid erläutere das kostenlose und unverbindliche Beratungsangebot für pflegebedürfte Menschen und deren Angehörige. Trägerunabhängig berät sie hinsichtlich der unterschiedlichen Hilfsangebote und hilft bei der Antragstellung. Und Gabriela Pires-Rodrigues von den AWO-Seniorendiensten erläuterte die genauen Pflegeleistungen und Pflegegrade und ging dabei auf die Unterscheide der ambulanten Pflege, der teilstationären Pflege und der stationären Pflege ein. So zeigte sich anhand vieler Beispiele, dass die kultursensible Beratung in Remscheid bereits sehr gut ausgebaut ist. Zahlreiche Interessenten nutzen die Angebote der Beratungsstellen bereits, trotzdem nehmen aber noch zu wenige Remscheiderinnen und Remscheider mit Zuwanderungsgeschichte diese Angebote wahr. Dies müsse nicht an Verständigungsproblemen liegen, wurde allseits betont.