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Verzauberte Lichtblicke vom gestrigen Lichterfest

Ohne Sturm auf und Regen verlief gestern das zehnte Lichterfest auf dem Rosenhügel. Es fand auch diesmal wieder im und um das Familienzentrum „Confetti“ an  der Rosenhügeler Straße statt. Entlang und innerhalb der Außengeländes erstrahlten schon um 18 Uhr nach Sonnenuntergang Hunderte von Lichtern. „Freuen Sie sich auf einen romantischen Abend“, hatte Marion Noisten in der Einladung geschrieben, und die nahmen viele Anwohner und Eltern mit ihren Kindern an. Draußen gab es im Laufe des Abend eine kleine Feuer-Jonglage zu bestaunen, und die kleinen Gäste wechselten zwischen Stockbrot vom Buchenfeuer und Pommes aus der Fritteuse. In den Innenbereich gab es Geschichten für Jung und Alt von Vorleser/innen, heiße Suppe und warme Getränke. Für das leibliche Wohl sorgte der Bürgerverein Rosenhügel e.V. (Manfred Saure u.a.) gemeinsam mit dem Familienzentrum „Confetti“ (Ute Holdorf u.a.).

Grundsatzbeschluss zum Schulneubau wird aufgehoben

Ab 2026 dürfen im Rettungsdienst als Verantwortliche in Rettungseinsatz nur noch Notfallsanitäter beschäftigt werden. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert drei Jahre ist damit erheblich zeitaufwendiger als die bisherige Ausbildung zum Rettungsassistenten. „Neue Schule zur Ausbildung von Notfallsanitätern“, titelte der Waterbölles am 2. Juli 2016, nachdem dem Rat der Stadt der Grundsatzbeschluss empfohlen worden war, in Solingen gemeinsam mit den Städten Leverkusen, Solingen und Wuppertal eine eigene Notfallsanitäterschule einzurichten. Die bisherigen Schulen in den Städten könnten die neuen gesetzlichen Anforderungen an die Ausbildung nicht erfüllen, hieß es damals. Schon bis 15. Juli 2016 sollten infrage kommende Standorte für Bau der neuen  Schule ermittelt werden.

Zur nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, des Ausschusses für Bürger, Umwelt, Klimaschutz und Ordnung sowie des Rates der Stadt (26. März) liegt nunmehr der Beschlussvorschlag der Verwaltung vor, den damaligen Grundsatzbeschluss vom 30. August 2016 wieder aufzuheben. Begründung: „Es konnte keine gemeinsame Lösung gefunden werden, so dass die Einrichtung einer Notfallsanitäter-Schule mit den vier Städten nicht mehr in Betracht kommt.“ Nunmehr soll Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz ermächtigt werden,  die öffentlich-rechtliche Vereinbarung aus dem Jahre 2006 zwischen den Städten Solingen, Remscheid und Leverkusen über den Betrieb einer Rettungsassistenten-Schule an die Bedürfnisse der Ausbildung von Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter anzupassen.

Die Stadt Solingen betreibt seit 1993 die staatlich anerkannte Rettungsassistenten-Schule auf der Grundlage einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit den Städten Leverkusen und Remscheid. Bereits seit dem Jahr 2015 werden dort Beamte und Beamtinnen des mittleren feuerwehrtechnischen Dienstes der beteiligten Feuerwehren, die die Qualifikation Rettungsassistent/-in erlangt haben, an der Rettungsassistentenschule zum Notfallsanitäter/-in weiterqualifiziert. Diese per Gesetz geregelte Möglichkeit der Weiterqualifizierung endet am 31.12.2023. Danach ist eine dreijährige Fortbildung mit einer anschließenden staatlichen Prüfung zur Erlangung der Qualifikation Notfallsanitäterin/Notfallsanitäter zwingend erforderlich.

Ein erster Pilotlehrgang mit insgesamt 15 Teilnehmenden, davon drei Solinger Beamte, ist im 2 Quartal 2019 angelaufen. Künftig soll pro Kalenderjahr ein Lehrgang anlaufen, um den Bedarf der drei beteiligten Feuerwehren an Notfallsanitäter/-innen zu decken. Hierbei arbeiten die Rettungsassistentenschule und das Bildungszentrum des Städtischen Klinikums Solingen gGmbH eng zusammen. Aus formalen Gründen soll Schule in „Stadt Solingen, Feuerwehr, Gemeinschaftliche staatlich anerkannte Schule für Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten für die Städte Solingen, Remscheid und Leverkusen“ umbenannt werden. Die Ausbildung eines Notfallsanitäters kostet dort gegenwärtig von 21.463,53 €. Die Kosten fließen in die Kalkulation der Gebühren des Rettungsdienstes der beteiligten Kommunen ein.

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Neun neue Bankkaufleute bei der Volksbank

Die Volksbank im Bergischen Land gratulierte dem Ausbildungsjahrgang 2017 zur bestandenen Abschlussprüfung (von links): Vorstand Lutz Uwe Magney, Personalchef Thomas Willczek, Cornelius Trapp, Lea Flesch, Pierre Theis, Sarah Liebich, Constantin Worring, Jan Schmalenbach, Zoé Lassak, Maurice Hackenberg, Felix Arnold und Vorstandsvorsitzender Andreas Otto. Foto: Volksbank/Kristina HellwigPressemitteilung der Volksbank im Bergischen Land

Über neun neue Mitarbeiter freut sich die Volksbank im Bergischen Land: Mit Sekt, einem kleinen Präsent und vor allem einem Anstellungsvertrag gratulierten die Vorstände Andreas Otto und Lutz Uwe Magney dem Azubi-Jahrgang 2017, dem ersten der fusionierten Volksbank im Bergischen Land, zum erfolgreichen Abschluss der Ausbildung. „Wir brauchen Sie und freuen uns auf die nächsten Jahre mit Ihnen“, versicherte Vorstandsvorsitzender Andreas Otto seinen jungen Kollegen. Lutz Uwe Magney dankte ihnen für besonderes Engagement in zweieinhalb Jahren, die für die Bank selbst nicht alltäglich gewesen seien: 2017/18 waren geprägt vom Zusammenwachsen der vereinten Bank, im vorigen Jahr forderte die Umstellung der Bank-IT alle Mitarbeiter, vom Vorstand bis zu den Auszubildenden, besonders heraus.

Für alle neuen Bankkaufleute hat der Arbeitsalltag bereits angefangen, sie werden in verschiedenen Bereichen der Bank beschäftigt. Nur auf den ersten Blick wirkt das Ausbildungsjahr kleiner als andere: Drei Mitglieder dieses Jahrgangshaben ihre Ausbildung bereits im vergangenen Sommer frühzeitig erfolgreich beendet. Der Jahrgang bleibt aus einem weiteren Grund in besonderer Erinnerung der Bank: Die jungen Frauen und Männerstanden für die aktuellen Ausbildungsvideos vor der Kamera und ermuntern so junge Leute, selbst Volksbanker zu werden.

Im nächsten Ausbildungsjahrgang der Volksbank im Bergischen Land, der im August startet, sind noch Plätze frei. Interessenten wenden sich an Ausbildungsleiterin Ramona Fresen unter Tel. RS 6991602 oder E-Mail ramona.fresen@voba-ibl.de">ramona.fresen@voba-ibl.de.

Matthias Spaan neu im Vorstand des Paritätischen

Matthias SpaanPressemitteilung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes NRW, Kreisgruppe Remscheid 

„Über das Engagement beim Paritätischen möchte ich den Menschen in unserer Stadt als Ansprechpartner dienen.“ Das sagte Matthias Spaan (37) nach seiner Wahl auf der Mitgliederversammlung der Kreisgruppe Remscheid des Paritätischen. Der dreifache Familienvater ist in Remscheid kein Unbekannter. Er ist bei dem Verein „Die Verlässliche – Betreuung und Förderung von Schulkindern e. V.“ als Projektleitung tätig. „Ich bin in erster Linie an guter sozialer Arbeit in unserer Stadt interessiert“, sagt Spaan. Über sein Engagement beim Paritätischen möchte er mit den Menschen in Remscheid Veränderungsprozesse in Gang bringen und die Stadt zukunftsfähiger gestalten. Dabei hat sich der 37-Jährige, der seinen Master in Soziale Arbeit – Beratung und Management gemacht hat, klare Schwerpunktthemen gesetzt. Er möchte in Remscheid unter anderem die Bereiche "Armutsprävention“, „Ganztag“ oder auch die „Rolle der freien Kinder- und Jugendhilfe“ in den Fokus rücken.

 Im Paritätischen Wohlfahrtsverband Remscheid leisten rund 40 gemeinnützige Organisationen sowie Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements mit 80 Diensten und Einrichtungen Hilfe in allen Feldern sozialer Arbeit. Aktuelle Informationen zum Paritätischen in Remscheid finden Sie im Internet www.remscheid.paritaet-nrw.org.

Bergische Unternehmer sind wieder optimistischer

Bericht der bergischen IHK
über die Ergebnisse der jüngsten
IHK-Konjunkturumfrage, an der
sich 456 Unternehmen mit rund
27.000 Beschäftigten beteiligten.

„Der Abschwung der regionalen Wirtschaft hat sich im letzten Quartal des vergangenen Jahres nicht weiter fortgesetzt. Die Geschäftslage ist zum Jahresbeginn sogar wieder etwas besser geworden. Aktuell bewerten 31 Prozent der Unternehmen ihre wirtschaftliche Situation als gut, 55 Prozent als befriedigend und 14 Prozent als schlecht. Damit hat der Geschäftslageindex als Differenz der Antworten „gut“ und „schlecht“ seit der Herbstumfrage leicht von plus 14,5 auf plus 16,4 zugelegt. Noch wesentlich stärker haben sich die Geschäftserwartungen aufgehellt. Zum Jahresanfang sind wieder mehr Unternehmen optimistisch als pessimistisch. Zwar dürfte das erreichte Beschäftigungsniveau nur knapp gehalten werden. Aber dafür rechnen die Betriebe überwiegend wieder mit steigenden Umsätzen, Erträgen und Investitionen.

Die erwartete Geschäftslage hat sich um 14 Indexpunkte auf plus eins verbessert. Diese positive Entwicklung kann noch nicht als nachhaltig angesehen werden. So ist unklar, ob das Verarbeitende Gewerbe weiter Fahrt aufnehmen wird. Der im letzten Jahr erfolgte Industrieabschwung hat bisher nur den Verkehrssektor voll erfasst. Das weltwirtschaftliche Klima scheint doch etwas stabiler zu sein als von vielen zunächst befürchtet worden war. So hat die britische Unterhauswahl beim Thema Brexit für mehr Klarheit gesorgt. Auch die Teilverständigung zwischen den Vereinigten Staaten und China wird offenbar als gutes Signal gedeutet. Aber der Autoindustrie drohen weiterhin Strafzölle, die den strukturellen Anpassungsprozess erschweren würden. Fasst man die Einschätzungen der regionalen Wirtschaft hinsichtlich der aktuellen und erwarteten Geschäftslage zu einem Konjunkturklimaindikator zusammen, dann ist eine positive Entwicklung unverkennbar.

Insgesamt haben an der Konjunkturumfrage 456 Unternehmen mit 27.000 Beschäftigten teilgenommen. Diese hohe Beteiligung ermöglicht eine differenzierte Auswertung der Unternehmensantworten in regionaler und branchenmäßiger Hinsicht. Gesamtwirtschaftlich liegt derzeit Remscheid mit einem Geschäftslageindex von plus 24 vorn, gefolgt von Solingen (plus 20) und Wuppertal (plus zehn). In allen drei bergischen Großstädten bewerten die Betriebe ihre wirtschaftliche Situation besser als im Herbst 2019. Das gilt auch für die Geschäftserwartungen. Am optimistischsten sehen die Wuppertaler Unternehmen ihre wirtschaftliche Zukunft (plus sieben). So sind auch die Investitionspläne in Wuppertal stärker aufwärts gerichtet als in Solingen und Remscheid. In Solingen (minus drei) und Remscheid (minus fünf) bleiben die pessimistischen Einschätzungen vorherrschend. Auf der anderen Seite fällt auf, dass die Wirtschaft in Remscheid - anders als in den beiden Nachbarstädten -mehr Arbeitsplätze schaffen möchte. Diese Spreizung bei den Ergebnissen hängt damit zusammen, dass sich die einzelnen Wirtschaftszweige unterschiedlich entwickelt haben und sie in den drei Städten nicht gleichermaßen bedeutsam sind. Selbst innerhalb des Verarbeitenden Gewerbes gibt es keinen einheitlichen Konjunkturverlauf. So nahmen die letztjährigen Umsätze der Wuppertaler Industrie wie im Land um drei Prozent ab. Hingegen stiegen die Industrieumsätze in Remscheid um fünf Prozent und in Solingen sogar um sieben Prozent. In Wuppertal ist die Chemieindustrie, die im vergangenen Jahr 11 Prozent ihrer Umsätze verloren hat, mit einem Umsatzanteil von 22 Prozent der größte Industriezweig. In Solingen hat die gut dastehende Schneidwaren- und Besteckindustrie einen wesentlichen Anteil an der relativ positiven Lagebewertung. Für Remscheid wirkt sich günstig aus, dass wesentliche Teile der Kernbranche Maschinenbau nur geringfügig vom Brexit und den Strafzöllen betroffen sind. Der regionale Maschinenbau hat seine Umsätze um neun Prozent steigern können.
 

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Attraktive Freizeitangebote für Ferien entwickeln

Zu den entsprechenden Fachausschüssen sowie zur Ratssitzung am 26. März hat die die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag gestellt, die Verwaltung möge die bestehenden Ferienangebote für Kinder und Jugendliche in Remscheid bilanzieren und unter Einbeziehung der Anbieter (Vereine, Kirchengemeinden, Circus Caselli, Jugendamt) weiterentwickeln. Dabei sei dann zu klären, welche konzeptionellen und finanziellen Anpassungen zum Ausbau und zum Erhalt der Attraktivität der Angebote erforderlich seien. Begründung: „Seit vielen Jahren bietet die Stadt Remscheid attraktive Ferienprogramme für Kinder und Jugendliche an, die gerne wahrgenommen werden. Das stabile und gute Programm ist allerdings in die Jahre gekommen. So ist es in Remscheid z.B. offensichtlich immer schwieriger geworden Betreuungspersonal für die Angebote (Kinderstadt, Casselli) zu finden, da die Entlohnung nicht auf ein angemessenes Niveau gebracht wurde.“

Die Grünen führen aus, bei ihren Recherche über die Ferienangebote für Kinder und Jugendliche im Bergischen Land sei ihnen aufgefallen, dass umliegende Städte ihre Angebote in Bezug auf die Attraktivität und damit auch die Finanzausstattung weiterentwickelt haben. Remscheid benötige in den Ferienzeiten insbesondere attraktive Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche aus finanzschwachen Familien, Angebote, „die ‚schöne Ferien‘ ermöglichen, spannende Erlebnisse bieten und das Lernen in der Gemeinschaft beinhalten.“

Die Ferienangebote in Remscheid durch Vereine, Kirchengemeinden, Träger und das Jugendamt hätten immer einen besonderen Anspruch und eine große Angebotsvielfalt, so die Antragsteller. Die Träger sollten nun die Gelegenheit zu einem kreativen Prozess bekommen, damit die Finanzierung ihrer bedürfnisgerechten Vorschläge / Angebote angegangen werden könne.

Das größte Problem ist die Erwärmung der Meere

Prof. Dr. Michael von Weizäcker. Fotoi: Lothar KaiserAuf seinem traditionellen Jahresempfang im Gemeindezentrum St. Josef hatte der Katholikenrat Remscheid in der Vergangenheit schon viele namhafte Gastredner/innen, die nachdenklich stimmten. Doch mit dem gestrigen Empfang gelang den Gastgebern ein besonderes Highlight durch die Einladung des international bekannten deutschen Umweltwissenschaftler Prof. Dr. Ernst Ulrich Michael Freiherr von Weizsäcker (80) (Foto rechts). Er war von 1991 bis 2000 Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, von 1998 bis 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages (SPD) und von 2012 bis 2018 Ko-Präsident des Club of Rome. Sein brandaktuelles Thema gestern Abend: „Klima, Nachhaltigkeit und eine neue Aufklärung“. Seine Botschaft: In Wirtschaft und Politik müsste sich noch viel ändern, um gegen den Klimawandel vorzugehen. Dabei sei allerdings das größte Problem – die Erwärmung der Meere –  gegenwärtig (noch) kein Kampagnen-Thema, mit dem sich Wahlen gewinnen ließen. Zunächst müsse hierüber weltweit aufgeklärt werden. Ob ein wirkliches Umdenken bei uns selbst, in der Politik und Gesellschaft zu erreichen sei, ließ Weizäcker offen.

Elisabeth Schnocks, die Vorsitzende des Remscheider Katholikenrates, hatte unter den Gästen auch diesmal wieder zahlreiche Vertreter der Ökumene begrüßen können (Pfarrerin Katrin Voll, Pfarrer Ulrich Wester, Pastor, André Carouge, Pfarrer Johannes Haun), von der jüdischen Gemeinde in Wuppertal Leonid Goldberg, Vertreter von Rat und Verwaltung (darunter Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz und die Bezirksbürgermeister Stefan Grote und Andreas Stuhlmüller) Sohail Zabihi von der Bahai-Gemeinde Remscheid begrüßte die Vorsitzende als „beständigen Motor in der interreligiösen Zusammenarbeit“.

Elisabeth Schocks, die Vorsitzende des Remscheider Katholikenrates. Foto: Lothar Kaiser„Wer mit offenen Augen im letzten Jahr im Spätsommer oder Herbst durch die Remscheider Wälder ging oder mit dem Zug über die Müngstener Brücke fuhr, dem bot sich ein erschreckendes Bild: Viele Fichten standen braun skelettiert ohne Nadeln im Wald“, stimmte Elisabeth Schnocks (Foto rechts) in das Umweltthema des Abends ein. „Dass wir in Remscheid Auswirkungen von zu wenig Regen und zu starker Hitze spüren können, das wäre vor wenigen Jahren absolut unvorstellbar gewesen. Dies ist nur ein Beispiel. Auch Starkregen Ereignisse und Stürme haben zugenommen. Wir müssen nur mit offenen Augen durch unsere Umgebung gehen, um zu verstehen, dass das Thema Klima uns direkt betrifft.“

Die Frage, wie es so weit habe kommen können, stelle sich ihr gerade als Christin. „Ich sehe darin eine reine Beziehungsgeschichte, die uns lehren kann, in welcher Beziehung wir zu Gott, zu den Mitmenschen, zu mir selbst und zur Natur stehen muss. Hier hat der Mensch die Aufgabe, auf die gute Weltordnung zu achten, als Gärtner die Natur zu pflegen und Sorge zu tragen. Erst ein Mädchen; Greta Thunberg; musste uns die Dringlichkeit des Themas vor Augen führen. Dies sollte uns eigentlich mit Scham erfüllen!“

Stadtdechant Thomas Kaster erinnerte bei seiner Begrüßung an Volker Beckmann, der im vergangenen im September im Alter von 62 Jahren plötzlich verstorben war: „Er hat sich mit Feuer und Flamme für Gerechtigkeit eingesetzt, war vielen ein guter Ideengeber, auch im Katholikenrat, dessen stellvertretender Vorsitzender er war. Wir sollten das fortsetzen, was Volker Beckmann auf den Weg gebracht hat!“ Sodann wies Kaster auf das Christliche Hospiz Bergisch Land hin, das mit drei Gesellschaftern nun „richtig durchstarten“ könne. „Schon, dass wir daraus jetzt ein ökumenisches Angebot machen können!“

Musikalisch umrahmt wurde der gestrige Jahresempfang vom Chor „Bona Voce“ (zu Deutsch: schöne Stimme, Foto rechts ) der Pfarrgemeinde St. Bonaventura unter der Leitung von Reiner Vallo. Der Chor wurde 1996 gegründet. Sein Repertoire umfasst heute moderne Kirchenlieder, Gospels, Popsongs und afrikanisches Liedgut, darunter das gestern vorgetragene Abendlied.

Sona BLW hat Insolvenz in Eigenregie beantragt

Mit Hilfe von Anwälten und eines Sanierungsexperten will die Sona BLW Präzisionsschmiede ihre am 27. Januar beim Amtsgericht in Wuppertal angemeldete Insolvent zu einem guten Abschluss führen. Ziel der so genannten geordneten Insolvenz sei „der Erhalt des Geschäftsbetriebes und somit die Fortführung des Unternehmens in eigener Regie“, teilte das Unternehmen mit, das in Remscheid, Duisburg und München stellt Stahlteile für Autos, Lastwagen, Land- und Baumaschinen oder sowie Eisenbahnen schmiedet. „Mit diesem Insolvenzantrag wurde gleichzeitig die Anordnung der Eigenverwaltung beantragt“, teilte die Geschäftsführung weiter mit. „Mit der geplanten Sanierung im Eigenverwaltungsverfahren schaffen wir für beide Unternehmen die Basis, sich den zukünftigen, wachsenden Anforderungen des Marktes erfolgreich zu stellen“, erklärte Andreas Stoltze, neuer CEO der Sona BLW Gruppe. Ihm geht es um eine Neuausrichtung des Unternehmen, für die nunmehr der Grundstein zu legen sei, „um die Firma wieder aus ihrer Krisensituation herauszuführen und zu erhalten.“

Ob die Belegschaft mit Entlassungen zu rechnen hat, erfuhr sie in der vergangenen Woche auf einer Betriebsversammlung nicht. Norbert Römmelt, Betriebsratsvorsitzender im Werk Remscheid: „Wir hoffen, dass unsere Geschäftspartner dieses Sanierungsverfahren unterstützen und der Sona BLW Gruppe weiterhin die Treue halten, damit das Traditionsunternehmen in eine neue erfolgreiche Zukunft starten kann!“ Die 590 Mitarbeiter in Remscheid seien von der Insolvenz überrascht worden. Sie sei auf die gegenwärtige Unsicherheit auf dem Automobilmarkt zurückzuführen: Schon gefertige Teile würden von den Automobilkonzerne nicht abgenommen; das habe die Sona BLW zahlungsunfähig gemacht.

An den drei Standorten in Deutschland sind insgesamt 1300 Menschen tätig. 2008 war die zum Thyssenkrupp-Konzern gehörende Präzisionsschmiede GmbH vom Maschinenbaukonzern Sona Group aus Indien gekauft worden. 2014 gelang die Weiterführung des Unternehmens nur dadurch, dass die Mitarbeiter auf einen Teil ihres Urlaubs- und Weihnachtsgeldes verzichteten und Überstunden leisteten.

Karten für die 17. Ferienkiste gibt's ab Samstag

190 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren mit und ohne Behinderung sowie ca. zehn Kinder aus Flüchtlingsfamilien können in diesem Jahr wieder an der „FerienKiSte“ teilnehmen, der Remscheider Kinderstadt. Sie ist vom 29. Juni bis 10. Juli jeweils montags bis freitags von 9.30 bis 16 Uhr (am 10. Juli bis 14 Uhr) auch diesmal wieder in der Albert-Einstein-Gesamtschule zu Gast (Frühbetreuung ab 7.30 Uhr möglich). Veranstaltet wird die 17. Ferienkiste vom Fachdienst Jugend der Stadt Remscheid, der ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Remscheid, der Kraftstation - Freie Jugendarbeit Remscheid-Mitte e.V. und dem Bildungszentrum des Sana Klinikums Remscheid veranstaltet.

Der Teilnehmerbetrag ist unverändert geblieben: 110 € (zehn Tage, inkl. Mittagessen) bzw. 130 € (zehn Tage, inkl. Frühbetreuung, Frühstück und Mittagessen). Familien mit geringem Einkommen können unter bestimmten Voraussetzungen einen Zuschuss für ihre Kinder beantragen. Nähere Informationen bei Brita Günther, Te. RS 163478. Anmeldung für Regelplätze am Samstag, 8. Februar, 10 bis 12 Uhr, im Gemeinde- und Stadtteilzentrum Esche, Eschenstraße 25; Restverkauf ab 10. Februar beim Fachdienst Jugend, Haddenbacher Str. 38, Zimmer 008. Anmeldung für Integrativplätze (Kinder mit Behinderung) unter Tel. RS 163637.

Für Jugendliche ab 16 Jahren besteht die Möglichkeit, an der Kinderstadt als ehrenamtliche/r Betreuer/in mitzuarbeiten. Interessenten, gerne auch ältere, können sich bei Daniela Kann vom Fachdienst Jugend der Stadt Remscheid, Tel. RS 16 36 37, melden. Die Volksbank stellt in diesem Jahr erstmals einen Mitarbeiter für die Kinderstadt zur Verfügung, der früher selbst daran teilnahm, später dann als Helfer. Er wird diesmal mit den Kindern „die Bank“ leiten mit dem so genannten Fichtentaler als eigener Währung. Weitere Partner sind die Lebenshilfe Rhein Wupper, Service gGmbH (Beratungen und Sicherstellung der Betreuung von Kindern mit Pflegestufe) und der BaF e.V. (Beratungen und Betreuung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien). Unterstützer ist die GEWAG Remscheid.

In der Kinderstadt mit einem sehr hohen Bildungs- und Partizipationsanteil schlüpfen Kinder in die Rolle der Erwachsenen. Dabei sammeln sie Erfahrungen, wagen Neues und haben viel Spaß im eigenen Bürgeramt, einem Arbeitsamt, bei Freizeit- und Konsumangeboten – und lernen so ganz nebenbei, was Demokratie, Arbeitslosigkeit, und Kommunalpolitik bedeutet. „In einer Gesellschaft, in der das Lernen immer bedeutsamer, und Bildung als eines der wichtigsten Güter angesehen wird, scheint Schule immer stärker in den Vordergrund zu rücken“, heißt es in dem Pressetext der Stadt, der gestern bei der Vorstellung des Projekts im Rathaus auslag. Wissen erfolge nicht nur über Zuhören, sondern auch das aktive Selbstmachen. Außerschulische Angebote, die spielerisch die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge erklärbar machen und die Partizipation von Kindern stärken, würden zunehmend bedeutsamer, waren sich  gestern Sozialdezernent Thomas Neuhaus, Egbert Willecke (Fachdienstleitung Jugend der Stadt Remscheid), Til Rebelsky (Kinder- und Jugendförderung der Stadt Remscheid), Nadine Knop (Ev. Auferstehungs-Kirchengemeinde Remscheid), Axel Osthöver (Kraftstation - Freie Jugendarbeit Remscheid Mitte e.V.), Sabine Meisterernst (Bildungszentrum des Sana-Klinikums Remscheid) und Tobias Trapp (Schüler der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege im Sana-Klinikum) einig.

 

Fünf junge Bankkaufleute starten ins Berufsleben

Pressemitteilung der Stadtsparkasse Remscheid

Zum Abschluss regnete es Konfetti: Zum Ende ihrer Ausbildungszeit gab es bei fünf frischgebackenen Bankkaufleuten nur strahlende Gesichter. Zweieinhalb Jahre Ausbildung bei der Stadtsparkasse Remscheid vergingen wie im Flug und wurden von den drei Damen und zwei Herren mit Erfolg beendet. So gratulierten Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Michael Wellershaus und Herbert Thelen als stellvertretendes Vorstandsmitglied den jungen Kolleginnen und Kollegen aufs Herzlichste. Groß war die Freude auch bei Ausbildungsleiterin Jutta Fricke, die ihre Schützlinge durch ihre Ausbildungszeit engagiert begleitet hat. Der Sparkassen-Nachwuchs wird nun innerhalb des Hauses in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Allen fünf Absolventen wurde eine Weiterbeschäftigung nach Ausbildungsende angeboten.

„Jungangestellte bringen frische Ideen ein und sind eine klare Bereicherung für unsere Stadtsparkasse. Gemeinsam mit den erfahrenen Kolleginnen und Kollegen bilden sie ein gutes Team. Von dieser generationenübergreifenden Zusammenarbeit profitieren alle und nicht zuletzt unsere Kundinnen und Kunden“, sagt Michael Wellershaus. Ausbildungsleiterin Jutta Fricke hofft, dass die frischgebackenen Bankerinnen und Banker die verschiedenen Weiterbildungsmöglichkeiten wahrnehmen: „Dabei kann man die unterschiedlichsten Schwerpunkte setzen. Gerade heute ist es enorm wichtig, sich ständig weiter zu qualifizieren.“ Doch zunächst wurde der Erfolg gefeiert. „Wir sind stolz auf die Leistungen unserer nun ehemaligen Azubis. Und mit ihrem Ausbildungsabschluss haben sie für sich selbst die beste Basis für ihre weitere berufliche Entwicklung geschaffen“, betont Herbert Thelen. Dass die jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bereit seien, Verantwortung zu übernehmen, habe sich nicht nur am Arbeitsplatz und an den verschiedenen Ausbildungsstationen gezeigt. Auch bei den sozialen Projekten, die ein fester Bestandteil der Sparkassen-Ausbildung sind, zeigten die Nachwuchskräfte Einsatzfreude und Kreativität. Informationen zu Ausbildung und Bewerbung bei der Stadtsparkasse Remscheid gibt es unter www.stadtsparkasse-remscheid.de und bei Ausbildungsleiterin Jutta Fricke, Telefon 0 21 91/ 16-69 15 oder per Mail an jutta.fricke@stadtsparkasse-remscheid.de.

 

Vierte Ostereiersuche für Kinder im Rosengarten

Bereits zum vierten Mal laden die Arbeiterwohlfahrt Lennep / Lüttringhausen und der SPD-Ortsverein Lennep zu einer gemeinsamen Ostereiersuche für Kinder ein. Diese findet statt am Samstag, 11. April, von 11 bis 13 Uhr im „Rosengarten“ an der Wupperstraße in Lennep. Wie in den vergangenen Jahren werden auch diesmal wieder in mehreren Runden Plastik-Ostereier versteckt, die von den Kindern gesucht werden können. Für je drei gleichfarbige Eier gibt es am Stand ein kleines Präsent. „Nach dem überragenden Zuspruch im vergangenen Jahr ist es beinahe Pflicht, dass wir auch in diesem Jahr wieder den Osterhasen nach Lennep geholt haben!" so die Initiatorin der Ostereiersuche, die Lenneper Bezirksvertreterin Katharina Janotta. Während die Kleinen auf die Suche nach Ostereiern gehen, können die Großen bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee auf ihren Nachwuchs warten. Auch in diesem Jahr verzichten die Veranstalter komplett auf Einwegbesteck und Einweggeschirr: „Wir schleppen lieber Geschirr als blaue Müllsäcke!“ so der Vorsitzende der AWO Lennep / Lüttringhausen, Antonio Scarpino.

Ins Blaue“ plant Lesungen und Schreib-Workshops

Die Kulturwerkstatt Ins Blaue e.V. auf dem Honsberg weitet ihr Kulturangebot aus: Für 2020 sind verschiedene Lesungen mit regionalen Schriftstellern und Gastautoren von außerhalb geplant, die der Remscheider Autor Hagen Thiele organisiert. Hinzukommen Literatur-Workshops von Katja Angenent, die als freie Journalistin, Autorin und Dozentin für kreatives Schreiben tätig ist. Die Veranstaltungen sollen den Kulturstandort Honsberg stärken und das neue Nachbarschaftswohnzimmer beleben. „Wir freuen uns sehr, allen Literaturinteressierten in diesem Jahr ein abwechslungsreiches Programm bieten zu können“, erklärt Katja Wickert, die Vorsitzende von Ins Blaue. Bei den Lesungen sei es das Ziel, verschiedene Genres wie etwa Horror-Geschichten und Fantasy abzudecken. Die Schreibkurse von Katja Angenent richten sich an alle, die selbst einmal kreativ werden möchten und dafür erste Impulse benötigen oder verschiedene Schreibtechniken vertiefen möchten.

Literarische Genres gibt es viele. Die Lesungen bei Ins Blaue sollen deshalb ein breites Spektrum abdecken. Terminiert sind bisher ein Horror-Abend am 21. März und eine Veranstaltung zu Kurzgeschichten am 17. Mai. „Dafür konnten wir spannende Autoren gewinnen“, sagt Hagen Thiele, der an beiden Terminen auch selbst lesen wird. Neben ihm werden Katja Angenent sowie der Solinger Autor Eric F. Bone und Jean Winters aus der Bücherstadt Velbert Langenberg erwartet. Weitere Lesungen sollen sich mit Lokalgeschichten aus dem Bergischen Land, Romance und Fantasy befassen. „Da diese Termine noch nicht abschließend geplant sind, nehmen wir auch gerne noch Anfragen von passenden Autoren entgegen“, erklärt Thiele. Weitere Informationen zum Lesungsprogramm und den Schreibworkshops gibt es auf www.ins-blaue.net.

Wie entstehen eigentlich gute Geschichten? Wie kann ich meine Idee zu einer Kurzgeschichte ausbauen? Und wie erschaffe ich eigentlich lebendige Figuren? Auf diese und viele weitere Fragen wird Angenent mit insgesamt vier Workshops Antworten liefern. Dabei steht die praktische Arbeit im Vordergrund. „Literatur entsteht in fünf Minuten!“, meint die Autorin; sie will mit den Kursteilnehmern eigene Geschichten erarbeiten. Der erste Kurs am 21. März befasst sich mit der Entwicklung sogenannter Kürzestgeschichten. Vorkenntnisse im kreativen Schreiben sind für dieser ersten Gehübungen auf literarischem Terrain nicht erforderlich.Am 17. Mai folgt ein Workshop zu Kurzgeschichten. „Wer Kurzgeschichten schreiben möchte, sollte sich zunächst einmal darüber klar sein, was sie von anderen Textarten unterscheidet“, erklärt Angenent. Weitere theoretische Grundlagen folgen am 30. August, wenn die Teilnehmer gemeinsam mit der Dozentin „Wortschätze ausheben“. Den Abschluss bildet die Veranstaltung „Lebendige Figuren erschaffen“ am 25. Oktober. Die Kurse kosten jeweils 50 Euro und finden statt von 10 bis 17 Uhr in den Räumen von Ins Blaue an der Halskestraße. Weitere Informationen zu den Kursen gibt es auf www.katjaschreibt.de. Anmelden kann man sich unter der E-Mail-Adresse gemeinsam@ins-blaue.net.

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