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Zur Altersarmut von Frauen in Remscheid

Ausgehend von Diskussionen im Hauptausschuss zum Thema Gleichstellung im März dieses Jahres sowie der Diskussion im Sozialausschuss im Mai hat die Stadtverwaltung das Thema „Altersarmut von Frauen“ aus Gleichstellungssicht aufgegriffen. Aus dem Bericht, der in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses vorlag, geht hervor, dass im April in Remscheid 506 Frauen 2018 Grundsicherungsleistungen nach dem SGB XII bezogen, davon 453 außerhalb von Einrichtungen. Aber diese Zahl sei zunächst nicht besonders aussagekräftig, so die Verwaltung. Denn: „Sie muss ins Verhältnis gesetzt werden zu Männern der gleichen Altersgruppe sowie zur Grundgesamtheit der Männer und Frauen gleichen Alters. Die durchschnittlichen Rentenhöhen nach Geschlecht liefern ein verzerrtes Bild, da sie als Haushaltseinkommen betrachtet werden sowie eigene und abgeleitete Rentenansprüche (Witwenrenten) differenziert werden müssen. Hinzutreten müsste ein Vergleich zu den Armutsquoten in anderen Altersgruppen. Zu vermuten ist z.B. eine hohe relative Betroffenheit bei Alleinerziehenden. Diese stellten im März 2018 13,1 Prozent der Arbeitslosen im SGB II Bezug, unter den Erwerbsfähigen Leistungsberechtigten mit Einkommen oberhalb von 450 Euro stellen sie 15,5 Prozent. (...) Eine langjährige, immer wieder ignorierte Remscheider Besonderheit ist, dass Frauen relativ häufiger arbeitslos sind: Der Frauenanteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug 2017 41,5%, ihr Anteil an den Arbeitslosen 45,5 Prozent“.

Verwiesen wird in der Vorlage auf eine Studie der Bertelsmann-Stiftung aus 2017, wonach bei alleinstehenden Frauen die Grundsicherungsquote zwischen 2015 und 2036 von 16 auf fast 28 Prozent steigen werde: „Somit wäre künftig fast jede dritte alleinstehende Neurentnerin auf finanzielle Unterstützung vom Staat angewiesen. Als Ursachen werden befristete Verträge, Mini-Jobs, Phasen der Erwerbslosigkeit und niedrige Löhne angegeben sowie die Tatsache, dass das deutsche Rentenversicherungssystem für den Wandel der Arbeitswelt nicht ausreichend vorbereitet ist.“

Das Prinzip der Beitragsäquivalenz in der gesetzlichen Rentenversicherung werde zwar allgemein als „gerecht“ empfunden, stehe jedoch angesichts diskontinuierlicher Erwerbschancen und -verläufe sowie niedriger Einkommen  dem Ziel einer Existenzsicherung im Alter für möglichst alle Bevölkerungsgruppen entgegen. Zitat: „Die durchgängige Haltung der Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte, steuer- und sozialversicherungsrechtlich ein traditionelles Familienbild zu fördern, wirkt kontinuierlichen Berufsverläufen von Frauen entgegen. Ehegattensplitting, Minijobregeln und  beitragsfreie Familienversicherung bewirken, dass die Menschen kurzfristig ökonomisch handeln und das tradierte Familienbild des Haupternährers und der zuverdienenden Ehefrau weiter leben, auch wenn junge Menschen vor der Familiengründung andere Lebensmuster bevorzugen würden. Der Lebensverlauf von Frauen ist somit gesellschaftlich erwünscht und, staatlich unterstützt, in der Regel so angelegt, dass Frauen kein Lebenseinkommen erwirtschaften können, das eine eigenständige existenzsichernde Rente ermöglicht.“

Als Ansatzpunkte für kommunales Handeln nennt die Stadtverwaltung:

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Das neue Café von Steinbrink hat 35 Sitzplätze.

Im Bild v. li. n. re. Wolfgang Steinbrink, Britta Reinhardt, Svenja Steinbrink, Burkhard Mast-Weisz, Radmila Lukic, Andreas Steinbrink, Bezirksbürgermeister Stefan Grote und Nico Steinbrink.Auch Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz kam zur Einweihung des neuen Bäckerei-Pavillon von Bäckermeister Wolfgang Steinbrink auf dem Johann-Vaillant-Platz / Zentralpunkt. Seit 1929 hat die Familie Steinbrink mit Brot und Backwaren zu tun. Inzwischen hat das Familienunternehmen insgesamt 42 Filialen in NRW, davon neun in Remscheid.  Das neue Café hat  auf 115 Quadratmetern  35 Sitzplätze. Mit dem Bau war (nach längerem Vorlauf) 2018 begonnen worden. Im Bild v. li. n. re. Wolfgang Steinbrink, Britta Reinhardt, Svenja Steinbrink, Burkhard Mast-Weisz, Radmila Lukic, Andreas Steinbrink, Bezirksbürgermeister Stefan Grote und Nico Steinbrink.

Essen für städtische Kitas kommt von apetito

Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz NRW) regelt das Angebot einer Mittagsverpflegung in den Kindertageseinrichtungen. Wird dort ein Mittagessen angeboten, ist demzufolge jedem Kind mit einer wöchentlichen Betreuungszeit ab 35 Stunden die Teilnahme grundsätzlich zu ermöglichen. Der Träger der Kindertageseinrichtung entscheidet, ob das Mittagessen täglich in der Einrichtung zubereitet oder von einem Caterer angeliefert wird. Bei der Anlieferung kann zwischen Warmanlieferung oder Lieferung von Gefrierware unterschieden werden.

Der Träger der Kindertageseinrichtung entscheidet im Rahmen des Betreuungsvertrages über die Höhe des täglichen oder monatlichen Entgeltes, das die Eltern für das Mittagessen direkt an den Träger zahlen. Die Eltern werden vom Personal des Trägers darauf hingewiesen, dass evtl. eine finanzielle Unterstützung im Rahmen von Bildung und Teilhabe in Anspruch genommen werden kann. Antragsunterlagen werden in den Einrichtungen vorgehalten. In den 60 Remscheider Kindertageseinrichtungen sind – abhängig von der Entscheidung des Trägers – alle Zubereitungsformen in der Mittagsverpflegung vertreten. (...) Es ist grundsätzlich ... davon auszugehen, dass die konzeptionellen Überlegungen zum Mittagessen, wie Mitwirkung der Kinder bei der Speiseplangestaltung, Wirtschaftlichkeit, gesunde Ausgewogenheit des Angebotes bei allen Trägern gleichermaßen Berücksichtigung finden.

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Zertifizierung des Schulessens wäre zu aufwendig

Alle OGS in Remscheid bieten eine Verpflegung an, die sich an den Standards der DGE orientiert. Im gleichen Maße trifft dies auch auf die Anbieter in den Schulen der Sekundarstufe zu. Als Mindestanforderung für die Caterer gibt der Schulträger vor, dass die Auswahl und Zusammenstellung der Speisepläne in Bezug auf Menge und Qualität auf Basis der ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) gemäß ihrer aktuellen Veröffentlichung „Qualitätsstandards für Schulverpflegung“ (in der jeweils gültigen Fassung) erfolgen muss. Die Schulen der Sekundarstufen, deren Mensa beispielsweise durch einen Förderverein betrieben wird, sehen ihre Verpflichtung ebenfalls darin, eine ausgewogene, möglichst qualitativ hochwertige Verpflegung anzubieten. Die Ausgestaltung liegt in der eigenen Verantwortung der Betreiber.

Nach Kenntnis des Schulträgers wurde an keiner Schule eine Zertifizierung auf der Grundlage der Standards vorgenommen. Die Zertifizierung beinhaltet ein aufwendiges Verfahren im Rahmen verschiedener Zertifizierungsarten. Der Aufwand und Nutzen dieses Verfahrens für Schulen steht in keinem Verhältnis. Darüber hinaus können einzelne Aspekte der Zertifizierung auch nur bedingt umgesetzt werden.  So sind zum Beispiel die Standards, dass für die Mittagspause mindestens 60 Minuten zur Verfügung stehen oder der Umstand, dass für Ausgabe und Verzehr von Speisen ein gesonderter Raum zur Verfügung stehen muss, in den OGS in Remscheid nur bedingt umsetzbar. Darüber hinaus stehen die konkreten Speiseempfehlungen auch immer im Spannungsfeld zwischen den von Schülern gewünschten Speisen  und  gesundheitlichen und ernährungswissenschaftlichen Aspekten. Insbesondere ältere Kinder machen vor diesem Hintergrund je nach Lage der Schule, von der Möglichkeit Gebrauch, das Schulgelände zu verlassen und etwas anderes zu essen. Von den externen Caterern hat ein Anbieter die Zertifizierung  nach dem DGE Qualitäts-standard für die Schulverpflegung erhalten.

Im Rahmen der „Gesundheitskonferenz“ wurden vor einigen Jahren gemeinsam „Standards für Ernährung und Bewegungsförderung von Kindern in Remscheid“ entwickelt. Es gab eine Arbeitsgruppe „Kinder im Grundschulalter“, die sich an der Entwicklung der Standards beteiligte und die Umsetzung dieser Standards in allen Schulen zum Ziel hatte. Die Träger der OGS waren an der Entwicklung und Umsetzung der Standards beteiligt und sehen sich diesen Empfehlungen auch weiterhin verpflichtet und arbeiten kontinuierlich an der Umsetzung.

Die Gestaltung der Mittagessen ist Aufgabe der Anbieter an der jeweiligen Schule. Das sind in den Grundschulen die Maßnahmeträger der OGS und an den weiterführenden Schulen die Mensavereine, Fördervereine oder beauftragte Caterer. Demzufolge ist es deren Aufgabe das Thema mit den Mitarbeiter*innen zu thematisieren und sie fachgerecht zu schulen. Das Thema „Gesunde Ernährung“ ist über alle Schulen hinweg ein Thema, dem eine besondere Bedeutung beigemessen wird. In der Selbstverpflichtung, sich diesem wichtigen Thema angemessen und altersgerecht zu nähern, finden unterschiedliche Aktionen („Gesundes Frühstück“, Aktionstage mit gemeinsamer Essenszubereitung, Theaterstücke etc.) statt. Hier zeigt es sich, dass an allen Schulen eine hohe Sensibilität und Verantwortung dafür vorhanden ist, Kindern und Jugendlichen an Remscheider Schulen eine ausgewogene und gesunde Ernährung anzubieten.

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Ein Geschenk für kleine Alltagshelden

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Kinder suchtkranker und psychisch kranker Eltern sind tagtäglich mit nicht altersgemäßen Belastungen konfrontiert. Selbstbestimmtes Spielen kommt deshalb oft zu kurz. Mit einem Kunstprojekt möchte das Remscheider Netzwerk „Kleine Helden“ belasteten Kindern spielerische Erfahrungen ermöglichen und eine positive Selbstwahrnehmung stärken.

Milas Lieblingspuppe liegt seit Tagen unberührt in der Ecke. Die Siebenjährige hat heute noch viel zu erledigen: Das schmutzige Geschirr stapelt sich in der Küche, ihr kleiner Bruder hat Hunger und ihre Mutter braucht dringend ein Glas Wasser. Mila weiß, immer wenn Mama Kopfschmerzen hat, muss es schnell gehen. Das Mädchen holt routiniert Kopfschmerztabletten, ein Glas Wasser und einen feuchten Lappen. Jetzt kann sie sich um ihren Bruder und dann um den Abwasch kümmern.

Als Tochter einer Suchtkranken hat Mila schnell gelernt, Verantwortung für die Familie zu übernehmen. Ob es ihrer Mutter gut oder schlecht geht, kann sich schnell ändern. Mila ist auf diese Stimmungsschwankungen eingestellt und weiß, wie sie reagieren muss. Da sich ihre Eltern getrennt haben, hat die Grundschülerin ihr Leben voll und ganz auf die Bedürfnisse ihrer Mutter und ihres Bruders ausgerichtet. Wann sie zuletzt gespielt hat, weiß Mila nicht mehr. Wann sich jemand für sie persönlich Zeit genommen hat? Mila kann sich beim besten Willen nicht erinnern.

Spiel, Entspannung, Zeit und Raum für sich selbst, ohne Familie – das ist für Mila Luxus und zugleich ihr größter Wunsch. Das Remscheider Netzwerk „Kleine Helden“ weiß um diesen Bedarf von Kindern suchtkranker und psychisch kranker Eltern. In dem Netzwerk arbeiten Fachkräfte unterschiedlicher Berufsgruppen zusammen, um die Lebenssituation der Kinder nachhaltig zu verbessern.In enger Kooperation mit den Eltern, den begleitenden Erziehungshilfen sowie mit der Musik- und Kunstschule der Stadt Remscheid ist es dem Netzwerk gelungen, ein Projekt ins Leben zu rufen, das die Bedürfnisse vielfach belasteter Grundschulkinder in den Mittelpunkt stellt. Träger des Projektes ist das Diakonische Werk des Kirchenkreises Lennep. Eigenmittel seitens des Diakonischen Werkes, der Heilpädagogisch-therapeutischen Praxis Katrin Binner sowie der Stadt Remscheid tragen im Wesentlichen zur Umsetzung bei. Gefördert wird das Projekt von der Koordinationsstelle Kinderarmut des LVR-Landesjugendamtes Rheinland (Landschaftsverband Rheinland) sowie mit Mitteln der gemeinnützigen Auridis-Stiftung. Durch künstlerisches Gestalten, Musik und Tanz lernen die Kinder, sich neu zu erleben. Der geschützte Raum erlaubt es ihnen, gemeinsam Spaß zu haben und den Alltag zu vergessen. Die erfahrenen Tanz- und Musiktherapeutinnen Irmela Boden und Deborah Mayer leiten das Projekt, begleitet von zwei pädagogischen Fachkräften. Von den Herbstferien bis in die Weihnachtszeit finden mehrere Treffen statt, an denen rund zehn Kinder teilnehmen.

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Best Practice aus dem Städtedreieck auf Symposium

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Das Bergische Städtedreieck präsentierte sich diese Woche zusammen mit acht weiteren Partnerverbänden aus Nordrhein-Westfalen bei der NRW.Bank. Sie stellten ihre neuen Projekte vor, die kleinen und mittleren Unternehmen helfen, Innovationen zu denken und umzusetzen. Auf dem sich anschließenden jährlichen Symposium der NRW.BANK wurde mit Bauer & Böcker außerdem ein gutes Praxisbeispiel für die Weiterentwicklung eines Unternehmens aus dem Städtedreieck skizziert.

So berichtete die Remscheider Unternehmerin Inga Bauer den Symposiumsteilnehmern, wie sie sich auf den Weg gemacht hat, um ihr Werkzeugunternehmen in die Zukunft zu überführen. Sie hat vor ein paar Jahren den Mut gefasst, sich ihr Unternehmen aus der Distanz, aus dem Blickwinkel der Berliner Unternehmens- und Forschungslandschaft anzuschauen.“ Ich wollte nicht mehr im, sondern am Unternehmen arbeiten, “ sagte sie. Es hat sich gelohnt, sie hat unter anderem in Kooperation mit der FGW Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e. V. eine intelligente Arbeitslampe entwickelt - ein inspirierendes Beispiel.

Denn innovative Unternehmen zu unterstützen, das ist Ziel von Förderprogrammen des NRW-Wirtschaftsministeriums, die durch die NRW-Bank abgewickelt werden. Eins der Förderprogramme heißt „NRW.Innovationspartner“, für das auch die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft zusammen mit Partnern den Zuschlag bekommen hat.

Unter der Moderation der BSW ist dazu ein Projekt auf die Beine gestellt worden, das kleineren und mittleren Unternehmen aus der Region Unterstützung für Weiterentwicklungen bietet. Die wichtigsten Fakten, Anlaufstellen, Beratungsmöglichkeiten sowie die Ansprechpartner in der Region sind zunächst einmal auf einer Plattform zusammengestellt worden: www.bergisch innovativ.de. Auf einer Matching-Plattform wird die Möglichkeit gegeben, vor Ort Geschäfts- und Kooperationspartner zu finden. Außerdem gibt ein Veranstaltungskalender Überblick über alle Aktionen zum Thema Innovation und Innovationsmanagement.

Im Vorfeld des Symposiums tauschten sich alle Fördernehmer von „NRW.Innovationspartner“ aus. Neben dem Städtedreieck schilderten die Metropole Ruhr und der Niederrhein im Rahmen einer Podiumsdiskussion Projektansätze, die sie auf den Weg gebracht haben. Für das Bergische Städtedreieck haben sich die Gründerschmiede Remscheid, die FGW Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe e. V., die Wirtschaftsförderung Solingen und die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft in dem Projekt zu einem Partnerverbund zusammengeschlossen.

Leider keine Abstriche bei den Kita-Gebühren

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

„Die Landesregierung hangelt sich von einem Rettungspaket zum nächsten. Aber substanzielle Verbesserungen? Fehlanzeige. Eine wesentliche Verbesserung für Familien in unserem Land wäre die vollständige Abschaffung der Kita-Gebühren“, meint der Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Aber die lehnt die Landesregierung ab. Im heutigen Plenum haben wir einen entsprechenden Antrag für eine beitragsfreie KiTa vorgelegt. CDU und FDP  - auch Jens Nettekoven - haben dagegen gestimmt. Wir brauchen die gebührenfreie KiTa. Das entlastet die Familien und schafft gleiche Chancen für alle Kinder auf die frühkindliche Bildung.“

Das fordern auch mehr als 55.000 Eltern in Nordrhein-Westfalen, die sich an der Online-Petition „Abschaffung der KiTA-Gebühren in NRW“ (Open Petition) beteiligt haben. Auch „Beitragsfreie KiTa-Plätze – für ganz Deutschland“ (change.org) setzt sich mit über 70.000 Mitunterzeichnenden für Gebührenfreiheit ein. „Es muss das Ziel sein, möglichst früh Ungleichheiten bei den Bildungschancen zu verringern und alle Bildungspotenziale zu nutzen. Beitragsfreiheit ist elementar, um Aufstieg durch Bildung ein realistisches Versprechen werden zu lassen. Zudem wird dadurch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestärkt. Es kann nicht sein, dass der Wohnort der Eltern darüber entscheidet, welche Kitagebühren sie bezahlen. Durch die Beitragsfreiheit, wie bereits im letzten Kindergartenjahr vor der Einschulung praktiziert, können einheitliche Lebensverhältnisse im Land geschaffen werden.“, so Wolf.

Forderung nach einem Kino kam vom Jugendrat

Schöne Kinder haben einem Sprichwort zufolge viele Väter. Das gilt auch für das neue Kino am Bahnhof, das gestern eingeweiht wurde. Dazu haben sich CDU und SPD zu Wort gemeldet. In ihren Pressemeldungen erinnern sie an den Kommunalwahlkampf von 2010 und schreiben dem damaligen Oberbürgermeisterkandidaten Jochen Siegfried (CDU) bzw. Burkhard Mast-Weisz (SPD) die Forderung nach einem Kino zu.

Eigentlich ist es egal, wer als erster die Idee hatte. Hauptsache, das Kino ist endlich da. Aber der Waterbölles hat dennoch mal zurückgeblättert. Und nach seiner Chronologie war es der Jugendrat, der im März 2010 in einem Brief an die Oberbürgermeisterin im Ansatz über Freiheitangebote ein Kino erwähnt hat. Es folgte am 5. März 2014 Burkhard Mast-Weisz. Er sprach das Thema im Lindenhof vor SPD-Mitgliedern an.

Jochen Siegfried wurde von der CDU erst am 24. März 2014 in der „Event-Arena“ am Remscheider Hauptbahnhof zum Kandidaten für das Amt des Oberbürgermeisters  gewählt. Seine damalige Rede hat der Waterbölles dokumentiert. Darin wird die Forderung nach einem Kino ebenfalls erhoben. Ob Siegfried schon viel früher davon gesprochen hatte, ist dem Waterbölles nicht bekannt.

BV unterstützt Wunsch von Anliegern nach Spiegel

Grundstücksausfahrt durch Verkehrsspiegel sicherer?“, fragte der Waterbölles am 24. September 2016 vor einer Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Alt-Remscheid. Die Bewohner des Hauses Eberhardstraße 39 hatten sich an Bezirksbürgermeister Otto Mähler gewandt mit der Frage, ob die Ausfahrt von ihrem Grundstück auf die verkehrsreiche Straße durch Anbringen eines Spiegels verbessert werden könne. Das hatte zuvor die "Verkehrsbesprechung" abgelehnt. Da konnte auch die BV zunächst nicht weiterhelfen. Erst ein knappes Jahr später, am Donnerstag, 31. August 2017,  konnte der Waterbölles berichten, dass die Verkehrsbehörde ein Einsehen und den beantragten Verkehrsspiegel genehmigt hatte. Es lägen bereits ähnliche Anträge von weiteren Anliegern der Eberhardstraße vor, berichtete damals Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann der Bezirksvertretung Alt-Remscheid. Das konkretisierte er in der gestrigen Sitzung dahingehend, dass der Verkehrsbesprechung jeden Monat fünf bis sechs Anträge auf Installation eines Verkehrsspiegels vorgelegt würden.

Erst kürzlich kam ein Antrag der Hofgemeinschaft Unterhölterfelder Straße 40 bis 40k hinzu – und wurde von der Verkehrsbesprechung abgelehnt. Prompt war das gestern ein Thema in der BV. „Alles, was mehr Sicherheit bringt, sollten wir unterstützen“, meinte Bezirksbürgermeister Otto Mähler. Jürgen Beckmann hielt entgegen, der von den Anliegern der Unterhölterfelder Straße beantragte Verkehrsspiegel sei „zwar möglich, aber nicht nötig“. Denn die Sicht auf den fließenden Verkehr sei an der für den Spiegel vorgesehenen Stelle nicht schlechter als anderswo. Zumal sich der Ziel- und Quellverkehr in bzw. aus Richtung Holz in Grenzen halte. Bei der nach der Straßenverkehrsordnung gebotenen Vorsicht sei die Unfallgefahr gering.

Im Namen der Anlieger verwies Heinz Liebig auf den Kindergarten in der Nachbarschaft. Da könne ein Verkehrsspiegel nur hilfreich sein, und die Anlieger seien auch bereit, ihn zu bezahlen, weil ihnen die Sicherheit der Kinder am Herzen liege. Der Lichtmast, an dem er angebracht werden könne, stehe ja bereits an günstiger Stelle. Dafür plädierte in der BV-Sitzung nach Otto Mähler auch Beatrice Schlieper (Grüne), Alexander Ernst (W.i.R.) und Rosemarie Stippekohl (CDU). Der Spiegel werde die Landschaft gewiss nicht verschandelt, meinte Schlieper und schlug vor, die Anwohner ein halbes Jahr nach Installation des Verkehrsspiegels nach ihren Erfahrungen zu fragen. Die Empfehlung an die Verkehrsbesprechung, ihr Nein zu überdenken, fiel jedenfalls einstimmig aus.

Ungleichwertigkeit in der Einwanderungsgesellschaft

Was sind Ideologien der Ungleichwertigkeit, und wie gehen wir damit gerade in Bildungseinrichtungen damit um?  Mit dieser Frage hat sich ein Fachtag beschäftigt, der an Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Multiplikator*innen an Bildungseinrichtungen adressiert war. Veranstalter waren das Kommunale Integrationszentrum (KI), die Regionalkoordination des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“  (SoR-SmC) und der Integrationsrat der Stadt Remscheid. Christoph Sykulski, pädagogischer Mitarbeiter im KI und gleichzeitig der Regionalkoordinator von SoR-SmC, hat die Veranstaltung nach einer Abfrage der Themenschwerpunkte  geplant und organisiert.

Er selbst sagt dazu: „ Als Regionalkoordinator möchte ich die Schulen im Netzwerk unterstützen und ermuntern am Ball zu bleiben. Schüler*innen der Alexander-von Humboldt- Realschule und des Röntgengymnasiums konnten bereits vor den Sommerferien von der Filmvorstellung und Lesung mit Mo Asumang profitieren. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass auch die agierenden Lehrkräfte in den Schulen und die Pädagog*innen um die Schulen herum sich mit dem Thema Ausgrenzung und Diskriminierung auseinandersetzen und Handlungsstrategien entwickeln. Ich freue mich darüber, dass der Integrationsrat, diese Meinung mit mir teilt und den Fachtag finanziell unterstützt hat.“  
Nach der Einrahmung in eine postkoloniale und post-nationalsozialistische  Gesellschaft hat die Referentin, Deborah Krieg von der Bildungsstätte Anne Frank aus Frankfurt,  den ca. 35 Teilnehmenden das Grundprinzip der Ungleichwertigkeit erläutert. Dieses beruht darauf, dass Menschen aufgrund eines Merkmals (z.B. Herkunft,  Alter, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Nationalität, sexuelle Orientierung, Aussehen,  usw.) und dem Merkmal zugeschriebenen negativen Eigenschaften abgewertet und diskriminiert werden.  Nach dem Vortrag teilte sich das Plenum in Gruppen auf, die sich auf die Bearbeitung  von drei Themen konzentriert haben:

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