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Der Gewerkschaft über Jahrzehnte die Treue gehalten

Aus welchen Gewerkschaften vor Jahren die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hervorgegangen ist (ÖTV, HBV, IG Medien, DPG und DAG), wussten die Gewerkschafter noch ganz genau, denen der ver.di-Bezirk Rhein-Wupper gestern Abend im Saal des Schützenhauses für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaftsbewegung (25 Jahre, 40 Jahre, 50 Jahre, 65 Jahre und 70 Jahre) dankte. Von den 30 Jubilarinnen und Jubilare aus Remscheid uns Umgebung waren vier seit 25 Jahren Gewerkschaftsmitglied, 17 seit 40, sechs seit 40, zwei seit 65 und einer seit 70.Da wurde Elke Ellenbeck, die Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins Remscheid, der sich im Januar mit zehn Mitgliedern neu aufgestellt hatte, fast ein wenig wehmütig (oder andächtig?). Denn sie selbst ist in diesem Jahr gerade mal zehn Jahre lang in einer Gewerkschaft.

In dieser Zeit habe sie erfahren können, wie viel die Gewerkschaften ihren langjährigen Mitgliedern zu verdanken haben, sagte sie zur Begrüßung. Und Sven Wiertz, Stadtdirektor und Stadtkämmerer der Stadt Remscheid, gab ihr Recht, als er herzliche Glückwünsche von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz überbrachte. Und daran erinnerte, dass im Saal des Schützenhauses 1995 der ÖTV-Sekretär Willi Hartkopf mit der Ehrenbürgerwürde der Stadt ausgezeichnet worden sei. „Es ist schön, hier heute eine so stattliche Anzahl von Mitgliedern unserer Gewerkschaft für ihre langjährige Mitgliedschaft ehren zu dürfen. Alle haben unserer Organisation über Jahrzehnte die Treue gehalten - und dafür gebührt ihnen ausdrücklicher Dank und Anerkennung!“

Sicher sei es ihnen in den vielen Jahren der Zugehörigkeit zur Gewerkschaft nicht immer leicht gefallen, sich für die Ziele der Gewerkschaft einzusetzen und sich dafür auch in der Öffentlichkeit zu positionieren, sagte Wiertz. Denn: „Wenn man Gutes bewirken will, wird das nicht gleichermaßen von allen anderen auch so gesehen und gutgeheißen. Sicher seid auch Ihr in den vergangenen Jahren häufig mit Unverständnis konfrontiert worden. Aber das hat Euch nicht entmutigt oder gar abgehalten zu Eurer, unserer Gewerkschaft zu stehen. Unsere Gesellschaft lebt von der Vielfalt der Meinungen und dem Widerstreit um den richtigen Weg. Im Arbeitsleben braucht es aber eines starken Zusammenhalts. Die einzelne Stimme bliebe ansonsten ungehört. Deshalb sind Gewerkschaften gleichermaßen wichtig und richtig. Sie sind Stützen unserer Gesellschaft, in der durch die betriebliche Mitbestimmung auch das Wirtschaftsleben demokratisch verfasst sein soll. Freie Gewerkschaften sind Ausdruck einer lebendigen Demokratie in unserem Staat!“

Unter den Jubilaren seien gewiss viele, die im Laufe ihrer Mitgliedschaft am eigenen Leibe erfahren hätten, wie wichtig es sei, geschützt zu werden, wenn man eine unbequeme Meinung hat und diese auch öffentlich vertritt, meinte der Stadtdirektor. Die langjährige Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft sei ein Zeichen gelebter Solidarität, und Engagement und Solidarität seien ihr Motor. Das passende Zitat dazu hatte Wiertz beim französischen Schriftsteller Moliere gefunden: „Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun. Also tun wir was und zwar gemeinsam!“ So könne es gelingen, unsere Gesellschaft gerechter und lebenswerter zu machen. Aber da habe die Gewerkschaft noch viel zu tun, so Sven Wiertz weiter:

„Wenn wir uns heute in Deutschland, in Europa und in der Welt ein wenig umschauen, dann müssen wir feststellen, dass Vieles aus den Fugen zu geraten scheint. Italien fährt wider besseren Wissens einen riskanten Verschuldungskurs, die USA kündigen Atomwaffensperrverträge, und die Debatten zum Dieselfahrverbot und den Betrügereien einiger Automobilkonzerne finden keinen Schlusspunkt. Errungenschaften, die wir als Gewerkschaften erkämpft haben, müssen wir verteidigen. Ich denke dabei zum Beispiel an sichere Arbeitsplätze und meine damit in erster Linie unbefristeten Arbeitsverhältnisse. Was ist das für ein Leben, wenn ein Arbeitnehmer ständig von Kündigung und Arbeitslosigkeit bedroht ist, wo bleibt da das Gefühl von Sicherheit? Sicherheit - für sich und seine Familie? Was bedeutet es, wenn der Lohn so niedrig ist, dass man davon kaum leben kann, und was bedeutet das für die spätere Höhe der Rente? Das sind Themen, für die es sich für uns Gewerkschafter immer wieder lohnt aktiv zu sein, nicht aufzugeben und nach vorne zu gehen. Populistische Parolen, Hetze, Hass und Rassismus greifen um sich und bereiten so den Nährboden für brutale Gewalttäter und geistige Brandstifter. Die Kluft zwischen Arm und Reich wird größer – und gerade die Schwachen der Gesellschaft drohen dabei unter die Räder zu kommen. Das Grundversprechen unserer sozialen Marktwirtschaft, nämlich mit guter Arbeit, ein auskömmliches Einkommen zu haben, das auch ausreicht, um mit der Familie in den Urlaub zu fahren oder langfristig ein kleines Eigentum in Form eines Hauses oder einer Wohnung aufzubauen, gilt für eine wachsende Zahl von Menschen in unserem Land nicht mehr. Dieser Widerspruch gefährdet den inneren Zusammenhalt unseres Staates und spaltet die Gesellschaft. Aber weil ein geteiltes Haus keinen dauerhaften Bestand haben kann, ist es so ungemein wichtig, diese Tendenzen klar zu benennen und für Veränderungen zu streiten. Dafür bedarf es einer starken und selbstbewussten Demokratie – und genau deshalb auch starker und durchsetzungsfähiger Gewerkschaften, deren Teil die heutigen Jubilarinnen und Jubilare seit 25, 40, 50, 65 und 70 Jahren sind!“

Austausch mit Japan vermittelte Einblicke

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Es war ein gegenseitiges Kennenlernen vergangene Woche in Japan: Der Standort Nordrhein-Westfalen stellte sich Wirtschaft, Vertretern von Forschung und Regierungsstellen in Japan vor – die Delegation aus NRW lernte vor Ort Unternehmen und Innnovationstrends kennen. Unter der Leitung des Ministers für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Prof. Dr. Andreas Pinkwart bereiste eine 25-köpfige NRW-Delegation Tokyo, Fukushima, Kyoto und Osaka. „Es war eine sehr konzentrierte Reise mit einem eng getakteten Programm und einer Vielzahl von Eindrücken, die wir hier bei uns und in Kooperation mit dem Ministerium auswerten werden“, beschreibt Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH seine Eindrücke.

Elektromobilität stand im Zentrum des Austausches auf dem German-Japanese-Smart-Mobility-Symposium zum Auftakt der Reise. Minister Pinkwart betonte auf der Veranstaltung, NRW mit Partnern aus Japan zum führenden Elektromobilitätsstandort in Europa weiterentwickeln zu wollen. Themen waren unter anderem der Ausbau der Ladeinfrastruktur, Autonomes Fahren, innovative Geschäftsmodelle und neue Fertigungskonzepte. In Gesprächsrunden mit japanischen Unternehmen ging es zudem um konkrete Möglichkeiten der Kooperation mit der Automobilindustrie.

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Einzelhändler aus der Lenneper Altstadt haben Sorgen

In einem Schreiben an die Bezirksvertretung Lennep haben sich 16 Gewerbetreibende aus der Lenneper Altstadt Lennep kritisch zu den Rahmenbedingungen geäußert, unter denen der Einzelhandel in der Lenneper Altstadt nach ihren Erkenntnissen seinen Geschäften nachgeht. Zitat: „Seit Jahren leidet der Einzelhändel in der Lenneper Altstadt unter Baustellen in und um Lennep. Das Weinfest bringt weitere Umsatzverluste. Dieses Jahr durch eine Veranstaltung des Lenneper Sommers und die Verlegung des Wochenmarktes über fast fünf Wochen auf einen Parkplatz ohne Wasser und Toilette außerhalb der Innenstadt haben die Umsatz-Verluste dramatisch zugenommen. Durch Aufschütten von Sand wurden über Wochen sinnlos die einzigen nahen Parkplätze blockiert.“ Fehlende innerstätischen Parkplätze und der verlegte Wochenmarkt hätten die Laufkundschaft reduziert und zu einer weiteren Verödung der Innenstadt geführt. Die Politik erwarte durch den Bau des DOC eine Belebung der Lenneper Innenstadt und eine Stärkung des Lenneper Handels – „falls es ihn bis dahin nach solchen Aktionen noch gibt.“

Die Verwaltung erkennt darin die Sorgen und Befürchtungen der Unterzeichner, „dass unter den geschilderten Umständen möglicherweise sogar ihre Existenz nachhaltig in Frage gestellt werden könnte“, hat den Brief aber dennoch nicht zur Beratung auf die Tagesordnung der BV-Sitzung am 31. Oktober gesetzt mit der Begründung, es handele sich nicht um eine Eingabe im Sinne des § 24 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen, sondern um eine Situationsbeschreibung aus Sicht der Verfasser, die „lediglich der Unterrichtung der Bezirksvertretung“ diene.

SPD will mit Eltern über Spielplatz sprechen

Pressemitteilung der SPD

Der SPD Ortsverein Remscheid-Lüttringhausen hat sich in den vergangenen Monaten  die Spielplätze in Lüttringhausen angeschaut. Dabei kam heraus, dass sich die Mehrheit der Spielplätze im Stadtteil „ in einem desolaten und unzumutbaren Zustand befinden “, so der Ortsvereinsvorsitzender Björn Gottschalk. „Gerade im Ortskern fehlt es an adäquaten und attraktiven Spielmöglichkeiten für die jüngsten unserer Gesellschaft. “ In der Sitzung der Bezirksvertretung Lüttringhausen vom 10. Oktober  erhielt die SPD Fraktion in der Bezirksvertretung eine schriftliche Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage der Fraktion. In dieser heißt es unter anderem, dass der Stadt jährlich 40 000 Euro zur Verfügung stünden, um alle Remscheider Spielplätze instand zu halten. „ Dies lässt den Eindruck erwecken, dass die Kinder in unserer Stadt keine Lobby hätten „ so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Jürgen Heuser in der Sitzung der BV.

Der SPD Ortsverein Lüttringhausen und die SPD Fraktion in der BV wollen nun mit den Eltern, aber vor allem auch mit den Kindern ins Gespräch kommen, um gemeinsam die Spielplätze im Dorf unter Lupe zu nehmen, zu schauen, ob man auf kleinere Spielflächen unter 400 qm verzichten kann und ob sich eine geeignete Flächen für einen neuen, zentralen und flächenmäßig ausreichenden Spielplatz in der Ortsmitte auftut. „ Dazu wollen wir alle interessierte Eltern, Kinder und Mitbürgerinnen und Mitbürger am Samstag den 27.Oktober 2018 um 11 Uhr zum Spielplatz an der Adolf-Clarenbach-Straße einladen, um mit uns über das Thema zu diskutieren und ihre Ideen mit einzubringen „ so Gottschalk und Heuser.

III. Europaforum der Remscheider SPD

Pressemitteilung des SPD-Unterbezirks

Urheberrechte dürfen auch in der digitalen Welt nicht ausgehöhlt werden, und Upload-Filter gefährden die Meinungsfreiheit, denn Algorithmen sind nicht in der Lage, eine Urheberrechtsverletzung von einer legalen Verwendung von geschützten Werken zu unterscheiden. Fälschlicherweise herausgefilterte Inhalte erscheinen damit gar nicht erst online. Das Europa-Parlament hat am 12. September 2018, für ein neues Urheberrecht gestimmt und beginnt nach dieser Entscheidung die Trilog-Verhandlungen mit dem Rat über die Richtlinie zur Urheberrechtsreform. Über mögliche Auswirkungen von Entscheidungen zum Thema Urheberrecht und Upload-Filter möchte die Remscheider SPD am Donnerstag, 22. November um 18 Uhr im MK-Hotel am Willy-Brandt-Platz diskutieren mit Petra Kammerevert (Foto), Europa-Abgeordnete und Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung im EU-Parlament, sowie Lothar Leuschen, stv. Chefredakteur der Westdeutschen Zeitung. Auch interessierte Nichtmitglieder sind herzlich willkommen. Da die Parkmöglichkeiten vor Ort begrenzt sind, weist die SPD auf das Park-and-Ride-Parkhaus am Hauptbahnhof hin. (Christine Krupp, Antonio Scarpino)

Lassen wir das Küken doch erst einmal piepsen!

Die Waterbölles-Glosse

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In aller Munde war vor zehn Jahren das „Schaufenster der Wirtschaft“. Kaum verging ein Tag, an dem Baudezernent Helmut Kennepohl nicht eine neue Sau durchs Dorf trieb, um das Thema wach zu halten und die heimischen Unternehmer, die er sich als Sponsoren wünschte, wachzurütteln. Gebracht hat es bekanntlich nichts. Denn immer dann, wenn Anmutungen gegen Fakten in einen Wettstreit treten, gewinnen am Ende die Fakten. Die Anmutungen zerplatzen wie eine Seifenblase.

Das möchte ich Peter Heinze nicht wünschen. Der Technische Beigeordnete will mit einem „echten Kracher“ von der Immobilienmesse Expo Real in München nach Remscheid zurückgekommen sein. Das schreibt heute der RGA in seinem Aufmacher auf der ersten Lokalseite in einem fünfspaltigen Artikel, der von der Bergischen Morgenpost übernommen  wurde. Zitat aus dem RGA: „Wie und wo er zündet“ (gem. ist der Kracher) „mochte der Baudezernent ... (noch) nicht verraten. Nur so viel ist klar: Der Kracher ist ein Investor, Projektentwickler oder Unternehmer, den Heinze auf der Expo Real ...getroffen hat“. Aha!

Sagen wir mal so: Unterhaltungswert ungenügend, Nachrichtenwert mangelhaft! Oder: Eine Sau, die keine Beine hat, kann nicht laufen. Manches muss halt erst wachsen, bis es wert ist, von der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. Peter Heinze tut deshalb gut daran, das Ei mit der guten Nachricht erst einmal auszubrüten. Wenn das Küken dann geschlüpft ist und (in einer ordentlichen Pressekonferenz im Rathaus) ein erstes Mal piepst, bekommt es unsere volle Aufmerksamkeit.

Werkzeugtrasse ist noch keine echte Visitenkarte

Am Samstag beim Kontrollgang der Remscheider SPD auf der Trasse des Werkzeugs

Die SPD-Ortsvereine aus der Innenstadt hatten für heute Nahmittag zum 1. „Kritischen Trassenspaziergang“ auf der Trasse des Werkzeugs eingeladen. Die Mitglieder des OV Stadtmitte / Hasten trafen sich um 14 Uhr auf dem Edeka-Parkplatz auf dem Hasten, die Mitglieder des OV Remscheid-West sammelten sich am Hauptbahnhof. Es ging darum, Zustand der Trasse unter die Lupe zu nehmen und  alles zu notieren, was als verbesserungswürdig wurde oder instandgesetzt werden muss. Im Anschluss an die Wanderung, die ca. eineinhalb Stunden dauerte, trafen sich beide Gruppen in der Gaststätte des Hotels „Abalone“ an der Stockder Straße und tauschten ihre Eindrücke aus. Auf politischer Ebene soll es nach den Herbstferien weitergehen, kündigten Ulla Wilberg und Antonio Scarpino an.

Eingemeindung sicherte den künftigen Bauflächenbedarf

Remscheid wird 1173 und 1189 erstmalig in Urkunden als Kirchort erwähnt. Die spätere Stadt erwuchs aus vielen einzelnen, in weitem Abstand zum Kirchhof gelegenen Höfen. In den Tälern siedelten sich seit dem 15. Jahrhundert Wasserhämmer und Schleifkotten an. 20O Jahre später bestand dort schon eine dichte Folge von Wasserkraftanlagen zur Bearbeitung von Werkzeugprodukten. Die starke industrielle Entwicklung ging bereits in dieser Zeit einher mit erfolgreichen Handelsbeziehungen der Remscheider Wirtschaft mit Übersee. Den Mittelpunkt der Höfe bildeten im 18. Jahrhundert prächtige bergische Bürgerhäuser der ansässigen Kaufleute. Erst 1808 wurde das Kirchspiel unter französischer Verwaltung zur „Munizipalität", zur Stadt erhoben. Im 19. Jahrhundert wuchsen dann im Zuge der sich verdichtenden Besiedlung des Raumes die Einzelhöfe mit dem Kirchort zu bandartig bebauten Straßenzügen zusammen. Seit Einführung der Dampfkraft um 1850 verlagerten sich die Standorte der Industrie wegen ihres Flächenbedarfes aus den engen Tälern auf die Hochebene. Der Remscheider Kegel, der Holscheidsberg, wurde erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts besiedelt.

In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte im Gebiet der heutigen Stadt Remscheid ein einschneidender Strukturwandel ein, der von einer Bevölkerungszuwanderung zu den neuen gewerblichen Standorten sowie dem Ausbau des Verkehrsnetzes begleitet war. Die mit der eintretenden Industrialisierung um 1850 beginnende starke Aufwärtsbewegung der Einwohnerzahl in Remscheid belegt den relativen Bedeutungszuwachs Remscheids gegenüber Lennep und Lüttringhausen in dieser Zeit. Äußeres Zeichen des Strukturwandels war 1888 der Austritt der Stadt Remscheid aus dem Landkreis Lennep. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wuchsen die Siedlungsflächen der alten Ortskerne im Wesentlichen durch bandartige Strukturen, in Alt-Remscheid durch Außenrandbebauung auf dem Höhenrücken zwischen dem ehemaligen Kirchhof und den näher gelegenen Höfen. Vorrangig unter dem Gesichtspunkt einer Vorsorge für den künftigen Bauflächenbedarf der wachsenden Industriestadt Remscheid wurden die Stadtgemeinden Lennep und Lüttringhausen im Zuge der Gebietsreform 1929 eingemeindet.

Die weitere Auffüllung und Ergänzung der vorhandenen bandartigen Strukturen und Arrondierung von Flächen auf den Höhenrücken kennzeichnet die Siedlungsentwicklung in Alt-Remscheid bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Beispiele der großräumigen Besiedlung der Höhenrücken sind die Wohngebiete Honsberg und Kremenholl. In Lennep entwickelten sich neue Wohnbauflächen wie die Neustadt weitgehend konzentrisch um den alten Siedlungskern. Die Standorte der gewerblichen Betriebe blieben in dieser Zeit stadtnah, die typische Gemengelagensituation in der Stadt verfestigte sich. Nach dem 2. Weltkrieg, der in Alt-Remscheid (besonders stark u. a. in Stachelhausen) zu erheblichen Zerstörungen geführt hatte, wuchs die Einwohnerzahl Remscheids nochmals und damit der Wohnungsbedarf. Bis zum Ende dar 70er Jahre lag das Schwergewicht des Wohnungsbaues auf der Schaffung von Geschosswohnungen in Großsiedlungen wie Vöpelswiese/Mixsiepen, Hohenhagen, Kremenholl, Hasenberg und Klausen. Seit den 80er Jahren hat der Bau von Familienheimen an Bedeutung gewonnen. Dafür wurde großflächig Wohnbauland in Lennep an der Ringstraße und an der Christhauser Straße sowie in Alt-Remscheid am Hohenhagen bereitgestellt. Zu der schnellen Veränderung des Stadtbildes in dieser Zeit trug auch die Entflechtung der innerstädtischen Gemengelagen bei. Vielen gewerblichen Betrieben ohne Entwicklungsmöglichkeiten an den Altstandorten wurden neue Standorte in verkehrsgünstiger Lage und mit besserer Flächenausstattung in Großhülsberg, Ueberfeld, Jägerwald und Bergisch-Born geschaffen (Aus dem Bericht des Essener Büros für Kommunal- und Regionalplanung von 2007 zum städtebaulichen Entwicklungskonzept für Stachelhausen, Blumental, Honsberg und Kremenholl)

500 Deckel für ein Leben ohne Kinderlähmung

Pressemitteilung des Jugendrates der Stadt Remscheid

Der 8. Jugendrat der Stadt Remscheid hatte in seiner Sitzung vom 12. Juni beschlossen, die Aktion ,,Deckel gegen Polio'' des Vereins „Deckel drauf e.V.“ zu unterstützen. Polio wird in Deutschland als Kinderlähmung bezeichnet, die eine durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit ist. In Deutschland gilt diese Krankheit dank konsequenter Impfung schon lange als ausgerottet, jedoch gibt es in Afghanistan, Pakistan und Nigeria immer wieder Krankheitsfälle. Der Verein ,,Deckel drauf e.V.'' sammelt Kunststoffdeckel, zum Beispiel von  PET-Flaschen, und verkauft diese. Mit dem Erlös wird die Ausrottung Polio gefördert. Mit 500 Deckeln kann eine Impfung bezahlt werden und somit ein Kind vor der Krankheit geschützt werden.

In Remscheid gibt es drei Annahmestellen, an denen man die gesammelten Deckel abgeben kann: bei der Alexander-von-Humboldt-Realschule, an der Honsberger Apotheke sowie bei der Sophie-Scholl-Gesamtschule, an der sich die Schülervertretung (SV) für die Sammlung engagiert.  Der Jugendrat unterstützt dieses Vorhaben. Machen Sie mit! „Kunststoffdeckel sammeln ist einfach und man kann damit Gutes tun!“ so Francesco Lo Pinto stellvertretender Vorsitzender des Jugendrates. Die Aktion hat keine zeitliche Begrenzung.  Deckel von Einweg- und Mehrwegflaschen, aber auch von Getränkekartons eignen sich zum Sammeln. (keine Metalldeckel)

Die Jugendräte sammeln die Deckel in ihren Familien und tragen so ihren Teil dazu bei. Aber je mehr Remscheider sich beteiligen, umso mehr Kinder können vor der Krankheit geschützt und so die Ausbreitung der Krankheit verhindert werden. Der Aufwand ist gering, die Wirkung enorm! Machen Sie mit! Mehr als  3.000.000 bundesweit gesammelte Deckel haben bereits über 600.000 Impfungen ermöglicht (Stand 25.09.2018). Auf Grund des Versprechens der Bill & Melinda Gates Stiftung jeden gesammelten Betrag zu Gunsten EndPolioNow zu verdreifachen, sind, es sogar mehr als 1.806.948 Schluck-Impfungen. Aber der Bedarf ist ungebrochen hoch. Weitere Informationen findet man unter  www.deckel-gegen-polio.de.

Erste Skizzen zum neuen Quartiersplatz für Honsberg

Duplizität der Ereignisse: Während Andreas Huth vom Fachdienst Stadtentwicklung, Wirtschaft und Liegenschaften am Dienstag in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid den ersten Entwurf für den neuen „Quartiersplatz“ an der Honsberger Straße vorstellte, tat dies vor Ort, in der „Kraftstation“, die Landschaftsarchitektin Juliane Kopperschmidt vor interessierten Anwohnern, darunter Mitglieder des Quartiersrats Stachelhausen & Honsberg, sowie Vertreter von Institutionen, die in dem vorausgegangenen Beteiligungsverfahren ebenfalls Anregungen gegeben hatten. Und in beiden Prästationen war vom "Grünes Wohnzimmer Stachelhausen" die Rede. Dafür werden derzeit die alte Trafo-Station der Stadtwerke und die ehemalige Kfz-Zulassungsstelle der Stadt Remscheid abgerissen, die talwärts an die „Kraftstation“ angrenzen.

Ein erster Entwurf der Verwaltung zum neuen Quartiersplatz an der Honsberger Straße. Skizze: Stadt Remscheid.Weil der Förderantrag der Stadt an das Land Ende November abgegeben werden muss, damit etwa Anfang 2020, vielleicht sogar schon im Herbst 2019 mit dem Bau des neuen „begrünten Platzes mit Erholungs- und Aufenthaltsqualität“ für Jung und Alt aus den Stadtteilen Honsberg und Stachelhausen begonnen werden kann (Förderbescheid Mitte 2019, dann Beginn der Feinplanung), ist jetzt Eile geboten. Endes dieses Monats soll das Konzept fertig sein und der Politik zur Beratung und Abstimmung vorgelegt werden.

Was wird gewünscht und was davon ist finanzierbar? Das hatten sich am 10. September in der „Kraftstation“ erwachsene Anwohner am 12. September Kinder und Jugendliche gefragt. Und das kam auch am vergangenen Dienstag wieder zur Sprache, schien der erste Planentwurf noch nicht letzte zu sein. Denn auf der Wunschliste hatte auch ein Matsch-Spielplatz mit Wasserpumpe gestanden. Der war aber wegen zu hoher Wartungskosten gestrichen worden. „Gar nicht gut“ befand das am Dienstag die Diskussionsrunde in der Kraftstation, während zeitgleich im Rathaus die fehlende „durchgängige Barrierefreiheit“ in der künftigen Grünanlage kritisiert worden. Aber wie ließe sich die realisieren angesichts des abschüssigen Geländes mit einem Höhenunterschied von 14 Metern? Da wollte sich Andreas Huth verständlicherweise nicht festlegen lassen, verwies jedoch auf einem Weg, der s-förmig durch das Gelände verlaufen soll. Derweil Verena Speer vom Stadtumbaumanagement in der „Kraftstation“ beim Wasser-Spielplatz erneutes Nachdenken – und auch bei mehr Schatten gegen grelle Sonne und Regenschutz. Einen Kiosk wird es aber wohl nicht geben, dafür vielleicht eine „temporären Gastronomie“. Das Symbolfoto, das Andreas Huth dazu in der BV-Sitzung zeigte, erinnerte an das Kaffee-Dreirad von Salvatore Lerose)

Am unteren Ende des Gelände, in der Nähe der Trasse des Werkzeugs, sind Fitnessgeräte (auch für Ältere) und ein „Sonnendeck“ (die frühere Laderampe der Bahn) geplant, weiter oberhalb eine Grünfläche mit Bäumen, unter denen sich gut Picknick machen ließe, dann Spielgeräte für Kinder (Klettergerüst, Hangrutsche, ein Trampolin), weiter oberhalb höhere Treppenstufen, auf denen sich auch gut sitzen lässt (bei Freiluftveranstaltungen). Darüber folgt dann der eigentliche Quartiersplatz mit einem separaten „Senioren-Treffpunkt“ und der „Kraftstation“ nebenan. In deren Unterbeschoss ließen sich sicherlich einige Toiletten einbauen. Ob dafür noch Geld übrig bleibt? Man wird sehen....