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Gewerbeentwicklung in Remscheid auch ohne Gleisdreieck?

Fragen und Antworten zum Gewerbegebiet Gleisdreieck veröffentlichte der Waterbölles am Mittwoch, 19. Dezember 2018. Es handelte sich um die Antworten der Verwaltung auf eine Anfrage der CDU-Fraktion. Zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Wirtschaftsförderung, Energieeffizienz und Verkehr am 10. Januar und zur Sitzung des Rates am 7. Februar hat die Ratsgruppe der WiR nun eine weitere Frage zu diesem Themenkomplex gestellt. Sie möchte von der Verwaltung wissen, ob ein Konzept der Wirtschaftsförderung zur Gewerbeentwicklung in Remscheid existiert für den Fall, dass keine weiteren Gewerbegebiete ausgewiesen werden können. Begründung: „Die Erfahrungen rund um das Gewerbegebiet Blume und die aktuellen Diskussionen rund um das Gewerbegebiet Gleisdreieck zeigen, dass es für die Stadt Remscheid nicht sicher ist, dass in den kommenden Jahren neue Gewerbeflächen zur Verfügung stehen werden. Und selbst wenn, ist die Endlichkeit der Ausweisung von Gewerbegebieten sichtbar. Die WiR-Ratsgruppe möchte daher wissen, ob die Stadtverwaltung dazu über einen Plan B verfügt und wie dieser aussieht.“

Kein Workshop zur Entwicklung kreativer Lösungen

Die so genannte Übergangsstatistik der Stadtverwaltung enthält die Daten von 812 Schüler*innen (Vorjahr 850), die die Schule nach der Erfüllung der Vollzeitschulpflicht zum Ende des Schuljahrs 2017/18 verlassen haben. Davon waren 47,7% Mädchen und 52,3% Jungen. 53,3% der Schüler*innen haben einen Migrationshintergrund. Von den insgesamt 383 Schüler*innen (Vorjahr 355) der Jahrgangsstufe 9 der Gymnasien verließ lediglich eine/r die Schule (Vorjahr 3); alle anderen Schüler*innen wechselten in die Oberstufe.

Erneut erreichten ca. zwei Drittel der Abgänger*innen einen mittleren Bildungsabschluss, mehr als die Hälfte davon mit Qualifikation für die Oberstufe. „Der Anteil der Schülerinnen und Schüler ohne Anschluss hat sich leider auf 5,3 Prozent erhöht (Vorjahr 3,6 Prozent). Zur Risikogruppe, die besondere Unterstützung beim Übergang ins Berufsleben brauchen, gehören auch Jugendliche mit Förderschulabschluss und dem Hauptschulabschluss nach Klasse 9“, heißt es im Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle „Kein Abschluss ohne Anschluss“ für das Jahr 2018 zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar.
Fast 30 Prozent der Abgänger*innen wechselten in die gymnasiale Oberstufe (Vorjahr: 23,7 Prozent); hinzukommen kommen die 382 Gymnasiast*innen aus der Jahrgangsstufe 9. Damit sei „der Trend zu einem möglichst hohen Bildungsabschluss ungebrochen“, so der Bericht. „Nur rund 13 Prozent gehen ohne Umweg von der Sek I in die duale Ausbildung oder die schulische Ausbildung im Gesundheitswesen/Altenpflege“ im Vergleich zu ca. 15 Prozent in 2017. Der Anteil der Schüler*innen, die zunächst in das Übergangssystem an ein Berufskolleg wechseln, sei mit 38,8 Prozent fast genauso hoch wie 2017 (39,3 Prozent).

Arbeitsgebiet der „Koordinierungsstelle für 'Kein Abschluss ohne Anschluss'“ in und für Remscheid ist das flächendeckende Übergangssystem von der Schule in den Beruf, das seit November 2011 in NRW beschlossene Sache ist. Damit will die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) sowohl der Orientierungslosigkeit mancher Schüler als auch dem drohenden Fachkräftemangel der Wirtschaft begegnen. Die „AG Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung“ tagte 2018 allerdings nicht. Der Vorschlag, einen Qualifizierungsworkshop zur Entwicklung kreativer Lösungen (z. B. zur Unterstützung von Klein- und Mittelbetrieben bei der Werbung um Auszubildende) zu nutzen, sei von den Wirtschaftsakteuren nicht geteilt worden, heißt es in dem Bericht der Verwaltung. „Auch in bilateralen Gesprächen wurde eine Lösung des Problems („Ausbildung muss sexy werden“) auf kommunaler Ebene für wenig aussichtsreich gehalten. (...) In der Frühjahrssitzung des Lenkungskreises wurde ... über die lokalen Möglichkeiten der Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung diskutiert. Diese Diskussion wurde im Herbst fortgeführt, weil es bisher keine Aktivitäten zur praktischen Umsetzung der gesammelten Ideen gegeben hatte. Die Ergebnisse der Übergangsstatistik wurden zur Analyse der Situation herangezogen. Allerdings konnte aus Personalmangel noch keine Auswertung der Befragung in den Berufskollegs vorgenommen werden. Es wurde Einvernehmen darüber erzielt, in der AG Attraktivitätssteigerung konkrete Schritte vorzubereiten.“ (siehe auch "Für soziale Kompetenz müssen Eltern und Schule sorgen", Waterbölles vom 14.1.2017.)

Waterbölles: Vielleicht sagt der Tätigkeitsbericht der kommunalen Koordinierungsstelle im nächsten Jahr dann, was im Lenkungskreis herausgekommen ist...

Sanierung von zwei Spiel- und drei Bolzplätzen

Zur Sitzung am 16. Januar hat der Arbeitskreis Spielplätze dem Jugendhilfeausschuss folgende Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen für 2019 vorgeschlagen:

  • Der Spielplatz Henkelshof soll unter Begleitung von Kinder- und Jugendlichen grundlegend instandgesetzt werden. Kostpunkt: ca. 120.000 €.
  • Der Spielplatz Am Sieper Park steht zur Sanierung an. Kosten: 80.000 €.
  •  Für den Bolzplatz Hans-Böckler-Straße sollen Haushaltsmittel in Höhe von 31.000 €, für den Bolzplatz  Jan-Wellem-Straße Haushaltsmittel in Höhe von 16.000 € und für den Bolzplatz Richardstraße Haushaltsmittel in Höhe von 14.000 € eingesetzt werden, also insgesamt 61.000 €. Davon sind 3.500 € zweckgebundene Spendenmittel des Hasten für Hasten e.V. und 10.500 € sind(Restmittel der Parkour-Anlage am Hauptbahnhof. 

Die Herrichtung dieser Plätze hat aus Sicht des AK Spielplätze Priorität. Zur Attraktivierung der Spiel- und Bolzplätze beschloss der Rat der Stadt am 22. November 2018 im Rahmen des Haushaltsbegleitantrags: „Die Sanierung der Kinderspielflächen im Stadtgebiet soll beschleunigt werden. Hierfür werden ab 2019 jährlich 100.000 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt". Mit einem Teil dieser zusätzlichen Mittel sollen nach Bedarf auch die Ersatzbeschaffungen zur Erhaltung der Spielqualität an einzelnen Spielplätzen erweitert werden (z.B. für 25.000 € neue Skate-Elemente in Reinshagen). Die nächsten zur Sanierung anstehenden Spielplätze sind Am Sieper Park und Rather Kopf.

Quartiersentwickler vor Aufgaben in anderen Stadtteilen

Sozialarbeiter Daniel Schmidt vor großer Aufgabe“, titelte der Waterbölles am 30. März 2016, nachdem die Stadt den bekannten Remscheider Marathonläufer als Koordinator eines neuen Modellprojekts des Landes NRW („Altengerechte Quartiersentwicklung Remscheid-Süd“) vorgestellt hatte. Warten auf "bedarfsgerechte Konzepte", war am 18. September 2017der zweite Bericht zum Thema überschrieben. Aufgabe der Quartierskonferenz werde es sein, aus Bedarfen und Potenzialen weitere konkrete Maßnahmen zu entwickeln. Dieses Quartierskonzept könnte dann womöglich Vorbild werden für die altengerechte Entwicklung in anderen Remscheider Stadtbezirken. Erstes Arbeitsergebnis war im Juni 2018 ein Service mit vielen Adressen und Telefonnummern, genannt „Seniorenwegweiser“ für ältere Mitbürger, die häufiger auf Hilfe angewiesen sind. „Mit Unterstützung einer aus Fachleuten bestehenden Lenkungsgruppe und einer die Bewohnerschaft repräsentierenden Quartierskonferenz“ habe Daniel Schmidt von seinem Büro im Stadtteilzentrum / BBZ Rosenhügel, Stephanstraße 2, aus „vielfältige Maßnahmen ... initiiert und begleitet“, und „TOP 10-Maßnahmen" seien ausgewählt und entwickelt worden, die bis Ende 2018 umgesetzt werden sollen, so damals der Sozial- und Altenhilfeplaner Thomas Köppchen. Wie sich diese Maßnahmen, so sie denn inzwischen allesamt angelaufen sind, auf das Leben der Seniorinnen und Senioren im Südbezirk auswirken werden, muss sich noch zeigen. Dabei setzt die Stadt Remscheid weiter auf Quartiersentwickler Daniel Schmidt; er bekam einen unbefristeten Vertrag, nachdem sein bisheriger befristeter Vertrag im Rahmen des Förderprojektes des Landes Nordrhein-Westfalen zur Quartiersentwicklung und -koordination ausgelaufen war.

„Bei der altengerechten Quartiersentwicklung handelt es sich um eine sich aus dem Alten- und Pflegegesetz (APG NRW) ergebende gesetzliche Aufgabe. In § 1 APG ist die Sicherstellung einer leistungsfähigen und nachhaltigen Unterstützungsstruktur für ältere und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen als Ziel des Gesetzes festgeschrieben.“ So beginnt eine umfangreiche Mitteilungsvorlage der Verwaltung zur Sitzung des Sozialausschusses am 15. Januar. Die Stadt sei zur Sicherstellung einer Struktur pflegerischer und nicht pflegerischer Angebote gemäß § 4 APG ausdrücklich verpflichtet. Die Stadt habe vom 1. April 2016 bis 31. Dezember 2018 Landes-Fördermittel des Landes NRW erhalten, „um als Pilotprojekt im Stadtbezirk Remscheid-Süd eine altengerechte Quartiersentwicklung zu initiieren. Konkretes Ziel des Projektes ... war es, dass ein Quartierskonzept entwickelt wird, welches anschließend auch auf andere Stadtbezirke übertragbar ist, so dass dort ab 2019 ebenfalls eine altengerechte Quartiersentwicklung eingeleitet werden kann. (...) Daniel Schmidt wird diese Aufgabe als Koordinator für die altengerechte Quartiersentwicklung übernehmen.“ Die regelmäßige Präsenz des Koordinators im Stadtteilbüro Rosenhügel sei „wichtig, um den persönlichen Kontakt zur Bewohnerschaft und zu den Akteuren vor Ort zu halten. (...) Angestoßene Maßnahmen müssen weitergeführt und bereits umgesetzte Maßnahmen verstetigt werden. Gleichwohl müssen neue Maßnahmen initiiert werden.“ In diesem Zusammenhang habe sich die Quartierskonferenz Remscheid-Süd „als wichtiges Instrument für eine partizipative Quartiersentwicklung herausgestellt. Die Konferenz ist weiter einmal pro Jahr von der Projektkoordination in enger Zusammenarbeit mit der Lenkungsgruppe vorzubereiten und durchzuführen. Wichtige Projektentscheidungen sind final mit der Quartierskonferenz abzustimmen und schließlich zu treffen. Nur so ist eine breite Akzeptanz zu erzielen und die Maßnahmen werden von vielen Akteuren getragen.“

Nach dem Muster des Quartierskonzeptes Remscheid-Süd steht in diesem Jahr die Quartiersentwicklung in Lüttringhausen auf dem Plan der Verwaltung. Auch dort sei eine „enge Kooperation mit den dort jeweils bereits tätigen Akteuren, Trägern und Institutionen zwingend erforderlich.“ Nach zwischenzeitlichen Gesprächen mit den Schlawinern als Träger des BBZ-Lüttringhausen sei die dortige Präsenz von Koordinator Daniel Schmidt ausdrücklich erwünscht, teilt die Verwaltung mit. Aber nur durch eine gesamtstädtische Quartiersentwicklung könne die Stadt ihren gesetzlichen Verpflichtungen entsprechen. Und da komme es auf die Vernetzung der verschiedenen Akteure im gesamten Stadtgebiet an; die Aktivitäten der verschiedenen Träger / Verbände seien „aktiv zu begleiten und zu unterstützen“. Als Beispiel wird in der Vorlage die Entwicklung altengerechter Strukturen durch das Diakonische Werk Remscheid in der Remscheider Innenstadt sowie durch den Stadtteil e.V. am Honsberg und die IG Hasenberg gemeinsam mit dem Caritasverband Remscheid am Hasenberg genannt. Eine wichtige Rolle in dem gesamtstädtischen Prozess zur Entwicklung altengerechter Quartiere komme zudem den Begegnungs- und Beratungszentren (BBZ) zu. Diese dienten als Ankerpunkte und strahlen in die jeweiligen Quartiere aus. Zitat: „Die BBZ sollen sich zu festen, dezentralen Anlaufstellen für ältere Menschen im Quartier weiterentwickeln. Durch ein attraktives Beratungs- und Informationsangebot und durch Öffentlichkeitsarbeit soll die Bekanntheit gesteigert werden. Exemplarische Maßnahmen sind die Durchführung von Rollatorentrainings, Quartierssprechstunden oder Informationsveranstaltungen zu aktuellen und relevanten Themen. Wie für die gesamte Quartiersentwicklung gilt aber auch hier: Angebote sind in Zusammenarbeit mit den Bewohnern, Akteuren und Institutionen zu entwickeln und zu verwirklichen. Durch einen partizipativen Prozess ist die Wahrscheinlichkeit, dass die initiierten Maßnahmen auch angenommen werden, deutlich erhöht.“

Nicht alle Wünsche nach Montessoriangebot erfüllbar

Kinder, die bis zum 30. September 2019 das sechste Lebensjahr vollendet haben,  werden zum Beginn des Schuljahrs 2019/2020 am 1. August 2019 schulpflichtig. In Remscheid werden es voraussichtlich 1.032 sein (gegenüber 946 im Vorjahr). Nach Angaben der Verwaltung zur Sitzung des Schulausschusses am 9. Januar wurden bisher 970 schulpflichtige Kinder an den städtischen Grundschulen angemeldet. Hinzu kommen 19 eventuell vorzeitig einzuschulende Kinder. Macht insgesamt 989 Kinder. Der Anteil von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte wird bei rund 56 Prozent liegt (Vorjahr 54 Prozent). „Gemeinsam mit der Schulaufsicht, dem Kommunalen Integrationszentrum, den Schulen und der Verwaltung ist es bisher gelungen, für Kinder aus Zuwandererfamilien „wohnortnah“ einen Platz an einer Grundschule bereitzustellen. Jedoch ist die weitere Entwicklung ständig zu beobachten und mit den schulischen Kapazitäten (Personal, Räume) abzugleichen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung an den Schulausschuss.

17 Kinder wurden an der Rudolf-Steiner-Schule (Waldorfschule) angemeldet, davon sieben ebenfalls an einer Remscheider Grundschule. Mit einer Entscheidung über die Aufnahme sei erst Anfang Februar zu rechnen, so die Stadt. Für Familien habe die wohnortnahe Beschulung der Kinder weiterhin eine hohe Priorität. hat.
Folgende schulorganisatorische Maßnahmen sind vorgesehen:

  • An den GGS Am Stadtpark, Hasten, Reinshagen und Dörpfeld muss aufgrund der vorliegenden Anmeldungen die gesetzlich festgelegte Bandbreite ausgeschöpft werden: Aufgrund der vom Rat beschlossenen Zügigkeiten ist die Bildung weiterer Eingangsklassen nicht möglich. Einmalige Mehrklassen können aufgrund der Raumkapazitäten nicht eingerichtet werden.
  • In den folgenden Grundschulen können nach den aktuellen Anmeldezahlen kleine Eingangsklassen gebildet werden: Daniel-Schürmann, Kremenholl, Steinberg, Walther-Hartmann, Freiherr-vom Stein, Adolf-Clarenbach und Eisernstein.
  • Die Anmeldezahlen in der GGS Mannesmann entsprechen rechnerisch einer großen Eingangsklasse. Da die Schule ihre Klassen jahrgangsübergreifend in Klasse 1 und 2 beschult, können die Kinder auf insgesamt drei Klassen verteilt werden.
  • Die GGS Hasenberg schöpft die vom Rat beschlossene Dreizügigkeit nicht aus. Es können aber zwei kleine Eingangsklassen gebildet werden.
  • Die KGS Franziskus – Standort Lüttringhausen muss in diesem Jahr einige Ablehnungen vornehmen und bildet nun eine große Eingangsklasse. Die Bildung einer Mehrklasse, wie im letzten Jahr einmalig beschlossen, ist aufgrund der Raumkapazitäten nicht möglich. (Ggfs. können einige Kinder an den Hauptstandort nach Lennep verwiesen werden. Ansonsten bestünden wohnortnah noch ausreichend Kapazitäten, so die Verwaltung.)
  • An der GGS Hackenberg wurden 64 Kinder angemeldet. Die GGS Hackenberg ist eine zweizügige Schule und kann somit rechnerisch zwei Eingangsklassen bilden. Die am Schulstandort vorhandenen Raumressourcen sind sowohl für den Unterrichtsbedarf als auch die Betreuung in der OGS ausgeschöpft. Eine Abweisung in den Regelklassen ist jedoch nicht erforderlich, da 20 Kinder das Montessori-Angebot der Schule besuchen möchten. In diesen Fällen könnte eine Umberatung in eine Regelklasse erforderlich werden, wenn nicht ausreichende Montessori-Plätze angeboten werden können.
  • An folgenden neun Remscheider Grundschulen wird Gemeinsames Lernen (GL) von Kindern mit und ohne sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf angeboten: Eisernstein, Hackenberg, Mannesmann, Steinberg, Am Stadtpark, Hasenberg, Reinshagen, Dörpfeld, Adolf-Clarenbach. Die konkrete Zahl der Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf kann von der Schulaufsicht frühestens ab dem 1. Quartal 2019 nach Eingang aller Anträge benannt werden.
  • Das Montessoriangebot ist traditionell ein fester Bestandteil in der Remscheider Schullandschaft und wird nach wie vor nachgefragt. Aktuell verfügen die Grundschulen Hackenberg, Siepen und Adolf-Clarenbach am Standort Goldenberg über ein zum Regelunterricht zusätzlich bestehendes Montessoriangebot. Für das Schuljahr 2019/2020 wurden insgesamt 58 Kinder (Vorjahr 64) für ein Montessoriangebot an folgenden Schulen angemeldet: GGS Hackenberg: 20 Kinder; GGS Ad.-Clarenbach/Standort Goldenberg: 24 Kinder; GGS Siepen: 14 Kinder. „Eine Ausweitung von Montessoriangeboten gestaltet sich aufgrund der knappen personellen Ressourcen von entsprechend ausgebildeten Lehrkräften sowie der teilweise ausgeschöpften Aufnahmekapazitäten schwierig“, teilt die Verwaltung weiter mit. „Dies führt dazu, dass nicht allen Wünschen nach einem Montessoriangebot entsprochen werden konnte.“

Unregelmäßige Betreuung ist in den Kitas nicht möglich

Im Rahmen der Bedarfsplanung für das Kindergartenjahr 2019/2020 hat die AG-Kita (Verwaltung / Jugendhilfeausschuss) in allen 59 Kindertageseinrichtungen an die Eltern Fragebögen verteilt zur Zufriedenheit mit den angebotenen Betreuungszeiten bzw. zu einem zusätzlichen Betreuungsbedarf. Verarbeitet werden konnten Rückläufe aus 52 Einrichtungen, die innerhalb der gesetzten Frist (einschließlich einer Verlängerung um zehn Tage) eingereicht wurden. Ausgefüllt wurden insgesamt 1.654 Fragebögen von Eltern. Das entspricht einer Quote von 47,2 Prozent der insgesamt 3.505 im EDV-Programm „Little Bird“ eingetragenen Verträge zum Stichtag 26. Oktober 2018. „Da die Teilnahme an der Befragung freiwillig war und darauf ausgerichtet, zusätzliche Betreuungsbedarfe zu eruieren, könnte davon ausgegangen werden, dass die 1.851 oder 52,8 Prozent Familien, die nicht teilgenommen haben, keinen zusätzlichen Betreuungsbedarf haben“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltu7ng zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 16. Januar. In 1.558 oder 94,2 Prozent der abgegebenen Fragebögen wird kein zusätzlicher Betreuungsbedarf benannt. Daraus folgert die Verwaltung, dass in 3.409 der befragten Familien oder 97,3 Prozent aller Eltern von derzeit in Kitas betreuten Kindern kein zusätzlicher Betreuungsbedarf besteht.

Ergänzende Betreuungsbedarfe wurden in 96 Fragebögen formuliert. Das entspricht 5,8 Prozent der abgegebenen Fragebögen oder 2,7 Prozent aller Familien von Kindern, die aktuell in Remscheider Kitas betreut werden. In 91 Fragebögen wurde ein zusätzlicher Betreuungsbedarf an Wochentagen (Montag bis Freitag) formuliert, 15 Eltern wünschten eine Betreuung (auch) am Samstag und drei Eltern (auch) an Sonntagen. Überwiegend wurden Betreuungsbedarfe in den frühen Morgenstunden (ab 6 bzw. 7 Uhr) und/oder bis 17.30 Uhr gewünscht. Die meisten der Familien haben bereits einen Betreuungsvertrag für 45 Stunden pro Woche; diese Stundenzahl reicht ihnen jedoch anscheinend nicht ausreichen. Einige wenige Betreuungswünsche umfassen zehn bis zwölf Betreuungsstunden pro Tag. Gründe für die zusätzlichen Betreuungsbedarfe waren überwiegend Berufstätigkeit/ Ausbildung/Studium, Fahrzeiten zur Arbeit, Schichtdienste, Arbeit in der Pflege.

In Einzelfällen wurde auch eine Flexibilisierung des Angebotes gewünscht (z.B. bei einem 35-Stunden-Betreuungsvertrag nicht nur von 7 bis 14 Uhr, sondern "auch mal" von 9 bis 15 Uhr oder von 10 bis 17 Uhr; oder Vorhalten von "Notbetreuung" bis 17.30 Uhr oder später, wenn Eltern z.B. im Stau stehen). Dazu die Verwaltung: „Leider ist es nicht möglich, grundsätzlich jedem Wunsch zu entsprechen. So sind z.B. Wünsche nach einer Betreuung ‚nur montags bis 18 Uhr" oder "bei Stau oder so bis 18 Uhr‘ oder ‚je nach Dienstplan samstags ab 6 Uhr‘ oder ‚flexibel bei Überstunden‘ im bestehenden System nicht erfüllbar. Das Vorhalten von Räumen und Personal für unregelmäßige und unvorhersehbare Betreuungsbedarfe ist im derzeitigen System der Kindertageseinrichtungen nicht finanziert.“

Remscheider Jugendrat wirbt mit Flyer und Aufkleber

Das Titelbild des neuen Jugendrat-Flyers. Der Remscheider Jugendblatt macht mit einem neuen Faltblatt (Flyer) auf sich aufmerksam – und auf das, was er tut. Die Absicht: miteinander ins Gespräch zu kommen und sich über verschiedene Themen auszutauschen. Auch ein neuer Aufkleber mit der Instagram-Adresse (jugendrat_remscheid) und der Web-Adresse des Jugendrates (www.jugendrat-remscheid.de) wurde aufgelegt. Der Waterbölles dokumentiert den Text des Flyers nachfolgend:

  • „DER JUGENDRAT ist die politische Vertretung der Kinder und Jugendlichen in Remscheid. Er ist nicht an Parteien gebunden und vertritt die Interessen der Jugendlichen gegenüber Politik und Verwaltung.
  • DER JUGENDRAT besteht aus  15 stimmberechtigten  Jugendlichen und fünf Nachrücker/innen im Alter von 14 bis 17 Jahren.  Alle  Remscheider Jugendlichen können den Jugendrat alle zwei Jahre wählen,  egal  welche  Nationalität  sie haben. Sie müssen nur in Remscheid gemeldet sein. Gewählt wird an den weiterführenden  und  berufsbildenden Schulen.
  • DER JUGENDRAT beschäftigt sich mit Themen, die Kinder und Jugendliche angehen. Egal ob Spielplätze, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Schulbusverkehr oder ÖPNV allgemein ... der Jugendrat bestimmt mit!
  • DER JUGENDRAT kann zu bestimmten Themen Projektgruppen gründen. Die Themen suchen sich die Jugendlichen selber aus. Beispiele: Integration, Rassismus, Aufwertung des Stadtbildes, Moderne Schule, Jobbörse... Der Jugendrat plant auch mit bei Festivals und nimmt Einfluss auf das Line-Up und die Aktionen. Bei jugendrelevanten Entscheidungen des Rates und der Ausschüsse muss der Jugendrat laut Satzung der Stadt vorher angehört werden.
  • DER JUGENDRAT tagt monatlich im Plenum. Dort werden Dinge besprochen, die die Jugendlichen interessieren und ändern wollen. Sie nehmen Einfluss auf die Gestaltung der Stadt z. B. weil sie bei der Planung von Baumaßnahmen beteiligt werden (Friedrich-Ebert-Platz, Skateanlagen, Parkour-Anlage) oder sie fordern Änderungen ein.“

Altenheim-Bewohnern standen 85.000 € zur Verfügung

Die Satzung der rechtlich unselbständigen Stockder-Stiftung sieht vor, dass die erzielten Erträge für nicht durch die Pflegesätze refinanzierte Maßnahmen zu verwenden sind. Diese Maßnahmen müssen den Bewohnerinnen und Bewohnern der Alten- und Pflegeeinrichtung Stockder-Stiftung unmittelbar zu Gute kommen. Für das Jahr 2018 standen 61.500 € zur Verfügung. Hinzu kamen die in 2017 nicht abgerufenen Mittel, die gemäß Mitteilung des Finanzamtes im Folgejahr auszuschütten sind, sowie ein anteiliger Betrag in Höhe von 10.600 € aus der freien Rücklage (aufgelaufene Überschüsse aus Vorjahren). In Summe konnten den Bewohnerinnen und Bewohnern  im laufenden Jahr  85.000 € zur Verfügung gestellt werden.

Bewilligt wurden im April 59.825 € für Auftritte eines Zauberer/ Fee vor Ort 1000 €), Tanztherapie und Tanztee (4.000 €), Fortsetzung der Musiktherapeutischen Einzelbetreuung (5.000 €), begleitetes Radfahren / Radausflüge unterstützt von Veloutaxen (2.500 €), Tierbesuche (5.200 €), Gruppenstunde mit zwei Hunden und vier Einzelbetreuungen (4.800 €), zwei Besuche einer Tierfarm (300 €), Zirkus (2.000 €), Aktive Musiktherapie / 45 Termine (11.745 €), musikalische und literarische Kultur-Angebote (3.000 €), Nikolaus zur Weihnachtszeit mit Präsenten (500 €), Event mit einer mobilen Cocktailbar (900 €), Feldküche/ Gulaschkanone (680 €), Sinnesgarten „Fest der Sinne" (600 €), kulinarische „Sterneküche" ((600 €), monatlicher Brunch (2.500 €); Wellnesstag (2.000 €),  Currywurstflitzer (1.100 €), Männerstammtisch (1.000 €), musikalischer Unterricht mit den Veeh-Harfen (200 €), Fotoworkshop (1.000 €) und bretonische Leckereien zur Kaffeestunde (1.500 €) und „Reisen ohne Koffer" / Erlebnisveranstaltung (2.000 €).

Hinzu kamen im November weitere sieben Maßnahmen mit einer Gesamtsumme von 9.050 €: Lotterienachmittage / großer Spielenachmittag (1.000 €), Damen-Teestunden (500 €), Großes Vogelhaus mit Dachpfannen / Vogelfutter für das Rondell und den Sinnesgarten (1.300 €), Gartengruppe (350 €), Windschutz für den Sinnesgarten (1.800 €), sechs große Terrassenfeuer/Brenner für Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit (3.100 €) sowie zwei Nähmaschinen und Material für die textile Kreativgruppe (1.000 €).

Der  Einrichtung  stünden für das laufende Jahr weitere noch 16.125 € zur Verfügung. Diese Mittel können nach Angaben der Heimleitung aufgrund  personeller und organisatorischer Gründe in diesem Jahr jedoch nicht mehr abgerufen werden und sollen 2019 ausgeschüttet werden.

Weihnachtsgruß des Oberbürgermeisters

Liebe Remscheiderinnen und Remscheider,

ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, aber für mich ging dieses Jahr unheimlich schnell zu Ende. Es war ein spannendes, anstrengendes und erlebnisreiches Jahr, nicht nur im Privatleben, sondern insbesondere in unserer schönen Stadt, denn wir haben vieles bewegen können!

Natürlich war die Eröffnung unseres Kinos ein besonderes Highlight. Endlich und nach sieben Jahren müssen wir nicht mehr in unsere Nachbarstädte fahren, um einen guten Film zu sehen.

Ein weiterer wichtiger Schritt für die Zukunft unserer Stadt war die Entscheidung der Rheinischen Fachhochschule, im kommenden Jahr einen Campus am Honsberg zu gründen. Dann wird es möglich, auch in Remscheid zu studieren (was bisher immerhin am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung schon möglich war). Wichtig für unsere Unternehmen, interessant für junge Leute, die sich beruflich weiterqualifizieren wollen – und dazu nicht mehr Remscheid den Rücken kehren zu müssen. Unsere Stadt verändert sich. Die große Herausforderung der kommenden Jahre wird das Thema Digitalisierung sein.

Aber es sind nicht nur die spektakulären Dinge, die unsere Stadt ausmachen: Wir kümmern uns weiter um zahllose Themen: Ausweise, materielle Sicherheit, Sauberkeit, Sicherheit, Pflege des Stadtbildes, Kultur, Freizeit, Sport, Gesundheit, Zuwanderung, Eheschließungen, Stadtplanung und vieles mehr…

Liebe Remscheiderinnen und Remscheider, mir macht die Arbeit für unsere Stadt, die Arbeit für Sie, sehr viel Freude. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr.

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Burkhard Mast-Weisz

Sanierung des Schwanenteichs beginnt im Januar

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Ab der 2. Kalenderwoche 2019 starten die Arbeiten zur Sanierung des Schwanenteichs im Bereich der Remscheider Mebusmühle. Bauvorhabenträger ist der Geschäftsbereich 4 - Grünflächen, Friedhöfe und Forstwirtschaft der Technische Betriebe Remscheid als Eigentümer des Schwanenteichs. Die Maßnahmen selbst wurden durch Wupperverband, Landesbetrieb Straßen NRW, Bezirksregierung Düsseldorf, Untere Wasser- und Naturschutzbehörde seit Jahren vorbereitet bzw. von diesen genehmigt und werden planmäßig das Jahr 2019 andauern. Mit der Maßnahme werden folgende Ziele umgesetzt :

  • Rückbau des Schwanenteichs zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit im Rahmen der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
  • Entschlammung sowie Umbau des Zulaufs des Schwanenteiches
  • Rückbau des Auslaufbauwerkes am Schwanenteich
  • Naturnaher Umbau durch Verlegung von Eschbach und Tenter Bach durch strukturverbessernde Maßnahmen in diesem Bereich

Die auf etwa 1 Mio. EURO veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahmen werden zu 80 % vom Land NRW bezuschusst. Der restliche Teil entfällt auf Kompensationsmittel von Landesbetrieb Straßen NRW sowie der Naturschutzbehörde. Im Zuge der Arbeiten sind u.a. Entnahmen der nicht gewässertypischen Uferrandbestockung (u.a. der dortigen Balsampappeln) sowie zur Vorbereitung der späteren Baggerarbeiten notwendig.

Die zu fällenden Bäume bzw. Bereiche wurden zwischen der Unteren Wasserbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde und den TBR abgestimmt. Dabei gilt die Maxime "so viel wie nötig, so wenig wie möglich". Die beiden bisherigen Inseln im Schwanenteich müssen dagegen komplett baumfrei gestaltet werden, da dort u.a. der Teichschlamm aufgebracht werden soll. Die Fällarbeiten müssen aus Naturschutzgründen bis Ende Februar abgeschlossen sein.

Während der laufenden Arbeiten wird der Rundweg um den Schwanenteich aus Sicherheitsgründen zeitweilig voll gesperrt. Mögliche Alternativrouten werden ausgeschildert. Die TBR bitten Besucher und Wanderer um Verständnis und um Beachtung der Sicherheits- und Absperrbereiche.