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Drehknöpfe für einen höheren Wirkungsgrad?

Das motiviert! – Schön wär’s, wenn sich im täglichen Leben positiv besetzte Einstellungen per Drehknopf verstärken ließen. Tatsächlich handelt es sich in diesem Fall um metallene Heizkörperverkleidungen, aus denen Thermostatventile ragen und in die mittels Laser Morsezeichen ausgeschnitten wurden, zusammen mit bedenkenswerten Begriffen. Zeit darüber nachzudenken, ist in einem Wartezimmer allemal. Und das ist in diesem Fall auch des Rätsels Lösung.  Weil ihm die nüchternen Radiatoren unter den Fenstern seiner neuen Praxis im Alleecenter nicht gefallen hatten, war Hans-Timm Grabow, Facharzt für diagnostische Radiologie zusammen mit seiner Frau und dem beteiligten Architektenbüro auf die Idee mit der Lasercut-Beschriftung der Heizungsverkleidungen gekommen. Eine gute Idee, finde ich.

Wochenrückblick vom 5. bis 11. Dezember

November 2008: Der Waterbölles blättert zurück

„Wenn das das Ergebnis von zwanzig, dreißig Jahren Integrationspolitik ist, dann haben wir was falsch gemacht“, stellte Dirk Faust, Chef der Remscheider ARGE, vor zehn Jahren vor Kommunalpolitikern zu den geringen Berufschancen von ungelernten Arbeitnehmern im Allgemeinen und solchen mit ausländischem Pass im Besonderen fest. Wenn überhaupt, seien solche Arbeitslose nur als Hilfsarbeiter zu vermitteln, fast schon „mit Rückkehrgarantie in die Arbeitslosigkeit in schwierigeren Zeiten“. Als Gründe für schlechte Schulzeugnisse (die auch für Deutsche gelten) nannte der Chef der Remscheider ARGE damals überforderte Eltern, zu wenig Lehrer, ein migrantenfeindliches Schulsystem, kaum eigenes Interesse an Integration (bei Deutschen und Ausländern / „Die kommen in ihren jeweiligen Communities klar“), keine Heimatgefühle, keine Identifikation mit Remscheid, kein „Deutscher Traum“, keine eigenen Bemühungen um einen sozialen Aufstieg.

Die endgültige Version. Foto: privatDas Graffiti an der Haddenbacher Straße, Ecke Dorfmühler Straße in der Ursprungsversion. Foto: Lothar KaiserAuf allgemeines Stirnrunzeln stieß im Oktober 2008 der junge Künstler, der vor zehn Jahren die Stützmauer Ecke Haddenbacher Straße/ Dorfmühler Straße mit einem kackfrechen Graffiti versah. In der kritischen Reaktion darauf erhielten die beiden  hockenden Frauenakte zunächst Bikinis, später dann, im  November, wurden sie vollständig übermalt und durch eine züchtig bekleidete  Frauenfigur mit Kamera ersetzt.

Ein kleiner Schock war es im November 2008 für Brigitte Neff-Wetzel, die damalige Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd, dass sie bei der Wahl der Kandidaten für die Kommunalwahl 2009 ohne Vorwarnung durchfiel. Von 29 Anwesenden hatten lediglich 13 für sie und 15 gegen sie gestimmt (bei einer Enthaltung). Zuvor hatte es keine einzige kritische Frage an sie gegeben. Am 17. November 2008 teilte Brigitte Neff-Wetzel mit, dass sie mit sofortiger Wirkung aus der SPD austrete, ferner auch ihre Familienmitglieder. Damit verlor die SPD damals auf einen Schlag vier Parteimitglieder. Ihr Ratsmandat nahm Brigitte Neff-Wetzel noch bis zum Ende der Ratsperiode war. Danach trat sie für die Linken an.

Ein heilloses Durcheinander, so der Eindruck vieler Außenstehender, schien im November 2008 innerhalb der Remscheider CDU zu herrschen. Zuerst vollzogen Manfred Schwick und Karl Heinz Humpert eine Art Rochade:  Schwick wurde wieder Fraktionsvorsitzender (war er schon einmal gewesen), Humpert (bisher Vorsitzender) sein Vize. Zehn Tage später, am 21. November, verkündete Schwick dann seinen Rücktritt vom Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden. Begründung: Er habe nicht erwartet, dass die Wahl zu  solch starken Protesten von Bürgern und aus der Partei (zuletzt am Dienstag bei der Mitgliederversammlung der Mittelstandsvereinigung der CDU) führen werde.

Leiter des städtischen Rechnungsprüfungsamtes wurde vor zehn Jahren Klaus-Peter Listner. Er war zuvor Stellvertreter von Karl Bernhard Wiedenhoff. Dieser war in der Ratssitzung am 27. Mai, in der der Beigeordnete Jürgen Müller sein Amt verlor, als RPA-Leiter abgewählt worden.

Der  Marketingrat Innenstadt beschloss im November 2008 die Vereinsgründung, um mehr Handlungsfreiheit, eigenständiges Auftreten und finanzielle Rückendeckung zu bekommen. Er folgte damit dem Marketingrat Lüttringhausen und dem Verein „Lennep offensiv“.  39 anwesenden Remscheider Geschäftsleute Von 39 anwesenden Remscheider Geschäftsleute 18 den Verein aus der Taufe, und weitere 15 traten als Fördermitglieder bei. Zum Vorsitzenden wurde Bernhard Grunau (Raumausstatter) gewählt. Er starb kurz vor seinem 80. Geburtstag im Februar vergangenen Jahres.

Das blaue Objekt im Museumspark des Deutschen Werkzeugmuseums. Foto: Lothar Kaiser        Ein strahlend blauer Koloss aus Schmalkalden war im November 2008 der Neuzugang im Park des Deutschen Werkzeugmuseums – eine zehn Tonnen schwere, 46 Jahre alte Maschine zum Schleifen von Werkzeugstählen. Der Remscheider Unternehmer Peter Recknagel, inzwischen der Vorsitzende des Fördervereins, hatte die ausgemusterte Maschine frisch anstreichen und nach Remscheid transportieren lassen. Von der frischen Farbe ist heute allerdings nichts mehr zu sehen.

Mit Rodungsarbeiten auf dem Gelände nördlich der Konzertmuschel bzw. westlich des Stauden- und Rosengartens begann vor zehn Jahren die Stadt Remscheid in Reaktion auf den verheerenden Orkan  Kyrill in der Nacht vom 17. auf den 18.1.2007. Das sei aus Sicherheitsgründen nicht mehr länger aufschiebbar. Begründung: „Für spielende Kinder stellen umgestürzte und auch abgebrochene Bäume und das z.T. ineinander verkeilte Bruchholz wie auch teilweise entwurzelte Bäume und angebrochenes Astwerk in den Baumkronen in vielen Bereichen deutlich erkennbare Gefahren dar.“ Aber: „Eine Neugestaltung der Fläche scheidet aus Kostengründen zurzeit aus. Wünschenswert wäre sicherlich eine gärtnerische Anlage in Anlehnung an den angrenzenden Stauden-/Rosengarten.“ Im November 2008 begann, ebenfalls eine Kyrill-Folge, eine Wiederaufforstung an der Neyetalsperre.

Wochenrückblick vom 29. Oktober bis 4. Dezember

Wochenrückblick vom 22. bis 28. Oktober 2018

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Oktober 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Die Überreichung der Urkunde über die Ehrenbürgerschaft. Foto: Lothar Kaiser Neuer Ehrenbürger der Stadt wurde im Oktober 2008 Alt-Oberbürgermeister und Staatsminister a.D. Gerd Ludwig Lemmer im Rahmen der Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit. Auf Vorschlag von Oberbürgermeisterin Beate Wilding und auf Empfehlung des Ältestenrates der Stadt hatte der Rat das am 13. Dezember 2007 beschlossen. In ihrer Laudatio ging Oberbürgermeisterin Beate Wilding auf die wichtigsten Stationen im politischen Wirken des neuen Ehrenbürgers ein. Er denke gerne an die langen, ereignisreichen Jahre zurück, antwortete Gerd Lemmer. Er sei in seiner politischen Arbeit stets um das Wohl der Stadt Remscheid bemüht gewesen. Doch ohne die Unterstützung durch Ministerpräsident Franz Meyers hätte er das für Remscheid Geleistete nicht schaffen können, sagte Lemmer.

2008 gab es noch es viel zu tun in der alten 'Villa Böker' an der Schüttendelle. Fotos: Hans Georg Müller. Dass aus einer alten Villa bis 2010 ein Vier-Sterne-Hotel werden soll, wurde im Oktober 2008 bekannt: Die unter Denkmalschutz stehende „Villa Böker“ an der Schüttendelle, deren Stuckdecken, Parkett- und Marmorfußböden damals beim „Tag des offenen Denkmals“ hatten besichtigt werden können. Joachim Schreiber und Kai-Robert Paulus kündigen an, die Villa aus dem Jahre 1782 aufwendig restaurieren zu wollen. Damaliger (erster) Investitionsrahmen: 950.000 Euro. Bis Frühjahr 2010 werde aus der einstigen Unternehmer-Villa (sie wurde 1902 in den hinteren Teil des Grundstückes umgesetzt) ein Vier-Sterne-Hotel (sechs luxuriös eingerichtete Zimmer und eine Suite, jeweils mit großen Bädern und begehbaren Kleiderschränken) mit Gastronomie (nebst „Raucherzimmer“ und Biergarten) entstehen. Längst bestens bekannt als „Villa Paulus“.
Fotos: Lothar KaiserKurzweil beim Sonntagsspaziergang mit "Auf der Hut". Vor zehn Jahren wurde das Angebot der  Interessengemeinschaft Remscheider Stadtführer gut angenommen. Drei Stunden lang gab es zwischen der Destille Frantzen und dem ehemaligen Bahnhof Vieringhausen an verschiedenen „Stationen“ mit Geschichten und Musik allerlei Kurzweil. Melanie Clemens verriet, dass das „Fringsen“ mit dem Kohlenklau nach Kriegsende zu tun hat. Schade eigentlich, dass "auf der Hut" eingestellt wurde.

Das hat es seitdem nie mehr gegeben: Im Oktober 2008 benannte die türkische Gemeinde Küpeli eine Straße nach Oberbürgermeisterin Beate Wilding. Küpeli liegt in der Region in Zentral-Anatolien, aus der die Mehrheit der türkischen Mitbürger von Remscheid stammt, wie die Verwaltung damals mitteilte. „Die sprichwörtliche Gastfreundschaft, die uns bei jeder Begegnung entgegen gebracht wurde, hat sofort jedes Gefühl von Fremdheit und Distanz vergessen lassen," beschrieb damals Sozialdezernent Burkhard Mast-Weisz sein Reiseerlebnis unmittelbar nach der Rückkehr von einem viertägigen Informationsbesuch in Zentralanatolien mit der Oberbürgermeisterin und Superintendent Hartmut Demski.
Mit dem Rektor der Ahi-Evran-Universität Kirsehir hatten sie die Möglichkeiten eines Bildungs- und Wissenstransfers erörtert, und mit Mehmet Lütfullah Bilgin, dem Gouverneur der Provinz, die Möglichkeiten der interkulturellen Begegnung von jungen Menschen. Dies hatte sich der Freundschaftsverein Remscheid-Kirsehir, der im April 2008 unter dem Vorsitz von Herrn Demski gebildet worden war, zur Aufgabe gemacht. Die Stadt Remscheid hatte Küpeli im September 2006 einen von der Berufsfeuerwehr ausgemusterten Krankenwagen geschenkt, der von Mitgliedern des Remscheider Solidaritätsvereins Küpeli in die Türkei überführt wurde.

Foto: Lothar KaiserPark auf Konsumgelände lässt noch länger auf sich warten“, titelte der Waterbölles am 25. Oktober 2008. Für August hatte die Stadt im Juli 2008 den Abriss des 77 Jahre alten ehemaligen Konsumgebäudes angekündigt. Stadtplaner Hans Gerd Sonnenschein nannte den Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Süd damals den Grund: „Die Firma, die den Auftrag bekommen hatte, hat mit den Arbeiten nicht angefangen!“ Daraufhin wurde die Firma gewechselt.

Die künftige Funktion ist schon erkennbar. Foto: Lothar Kaiser Als beinahe filigrane Stahlkonstruktion entstand vor zehn Jahren das P&R-Parkhaus am Remscheider Hauptbahnhof, später denn häufiger als „Kloake“ in den Schlagzeilen. Im Bild das bereits fertige Treppenhaus und der Aufzugsschacht.

Wochenrückblick vom 8. bis 14. Oktober 2018

 

Wochenrückblick vom 1. bis 7. Oktober 2018