Skip to content

Anzeige

Bau-Innung Remscheid Innung für elektrotechnische Handwerke Remscheid Fachinnung für Metall- und Graviertechnik Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Remscheid
Dachdecker-Innung Remscheid Friseur-Innung Remscheid Maler- und Lackierer-Innung Remscheid Kraftfahrzeughandwerk Remscheid

Wochenrückblick vom 12. bis 18. Oktober 2020

Waterbölles hat auf YouTube jetzt 1000 Abonnenten

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.Liebe Leserinnen und Leser,

Danke an die vielen Remscheiderinnen und Remscheider, die den Waterbölles auch auf YouTube abonniert haben. Heute wurde das Ziel von 1000 Abonnenten erreicht. Bei weniger Abos zahlt YouTube keine Werbeeinnahmen aus. Diese Hürde ist jetzt überwunden, und der Waterbölles kann seine YouTube-Einnahmen an die Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung weiterleiten, damit das Geld gemeinnützigen Projekten in Remscheid zugutekommt. Prima, dass das jetzt möglich ist.

Vielleicht fragt sich ja jetzt eine oder andere Abonnent, der sich angemeldet hat, was das Abo bringen kann. Nun – auf YouTube bietet der Waterbölles inzwischen knapp 696 Videos an. Nicht nur zur aktuellen Remscheider Kommunalpolitik (Interviews), sondern zu vielem mehr. Vielleicht haben Sie ja Lust, in dem großen Angebot ein wenig zu stöbern. Sie finden es hier: https://www.youtube.com/user/kailo47/videos.

Ihr
Lothar Kaiser

Wochenrückblick vom 5. bis 11. Oktober 2020

 

Waterbölles fehlen noch 171 YouTube-Abonnenten

Sollten Sie eine eigene Homepage mit Links auf andere haben, können Sie dieses Banner gerne verwenden.Liebe Leserinnen und Leser,

Alle Werbeeinnahmen aus das Remscheider Internetforum waterboelles.de kommen über die Lothar und Ulrike Kaiser-Stiftung gemeinnützigen Projekten in Remscheid zugute. Der Stiftungsvorstand würde sich freuen, auch die Einkünfte aus  seinen YouTube-Videos künftig für Spenden verwenden zu können. Bei weniger als 1000 Abonnenten zahlt YouTube aber keine Werbeeinnahmen aus. Zurzeit hat der Waterbölles auf YouTube 829 Abonnenten. Es fehlen also nur noch 172 Abonnenten. Deshalb die herzliche Bitte: Unterstützen Sie den Waterbölles und seine Stiftung, indem Sie den Waterbölles-Kanal auf YouTube abonnieren. Kostenlos!

Und wo finden Sie die Videos des Waterbölles? Ganz einfach: Auf der Homepage von waterboelles.de gibt es unter dem Titelbild eine blaue Leiste mit Links. Einer davon ist „YouTube“. Klicken Sie darauf, gelangen sie prompt ins Video-Archiv des Waterbölles. Rechts oben unter dem Titelbild finden Sie den Button „Abonnieren“.

Ihr
Lothar Kaiser

Treffen der Skoliose-Selbsthilfegruppe

Wir laden zum nächsten Info–Abend in Wuppertal ein für den 7. Oktober in der "Börse", Wolkenburg 100, in Wuppertal-Elberfeld.
Der Wirbelsäulen - Spezialist Dr. Tjark Tassemeier, Facharzt für Orthopädie,
steht an diesem Abend von 18 bis 20 Uhr für Fragen zur Verfügung. Wir informieren über Behandlungsmöglichkeiten der Skoliose und anderen Wirbelsäulenerkrankungen, konservativ und operativ. Wir möchten insbesondere Kinder, Jugendliche und deren Eltern ansprechen und einladen. Wichtig ist die Früherkennung und Einleitung einer gezielten Therapie. Unser Ziel ist es, Betroffene in einer Diskussionsrunde zum Erfahrungsaustausch anzuregen. Info unter:  www.skoliosegruppe-bergischland.de, Mail: shgbergischland@online.de. (Klaus Bothe).
Es geht wieder weiter!! Mit kleinen Einschränkungen: Anwesenheitsliste, Maskenpflicht außerhalb des Konferenzraumes und schriftlicher oder telefonischer Anmeldung. Wir freuen uns auf Ihre/Eure Teilnahme!! (Klaus Bothe, Tel. RS 2092193)

Artikel vollständig lesen

Wochenrückblick vom 28. September bis 4. Oktober 2020

Busfahrer setzte Jugendliche ohne Maske an die Luft

In der Facebook-Gruppe „Remscheider unter Remscheidern“ dankt heute Mike Donath „dem Busfahrer der 653, der gestern gegen 17 Uhr … sein Hausrecht durchgesetzt und die beiden Jugendlichen an die frische Luft gesetzt hat, die meinten, dass sie den Mundschutz nicht tragen müssen. Auch als die Jugendlichen an der nächsten Haltestelle noch mal hinterher kamen und ihn beleidigten, hat er Fassung bewahrt und sich nicht unterkriegen lassen. Von der Art brauchen wir definitiv mehr, denn so steigt die Chance, dass wir die Zahl der Infizierten wieder senken. Mein Held des Tages ist dieser nette und durchsetzungsvermögende Fahrer der Stadtwerke Remscheid“.

September 2010: Der Waterbölles blättert zurück

Ein siebentägiger Veranstaltungsreigen war im September 2010 das Bergische Jugendkulturfestival, veranstaltet von den Städten Solingen, Wuppertal und Remscheid mit mehr als 40 Musik- und Tanzgruppen. So gab’s etwa auf der Konrad-Adenauer-Straße ein  siebenstündiges „Open-Air-Konzert“, u.- a. mit der Gruppe „Luxuslärm“. Kooperationspartner waren Teo Otto Theater, Bücherei und Städt. Galerie.

„In Remscheid drohen nicht nur die Brunnen in der Innenstadt zu versiegen, weil die finanzschwache Stadt ihnen das Wasser abdreht, sondern es droht auch die Verlandung des Stadtparkteichs“, berichtete der Waterbölles vor zehn Jahren. Die Verwaltung reagierte damals auf Kritik der CDU wie folgt: „Der schlechte Zustand des Teiches ist schon seit Jahren bekannt. Dieser Zustand wird sich noch über mehrere Jahre hinziehen, bis die vollständige Verlandung des Teiches erfolgt ist. Das ursächliche Problem an der derzeitigen Situation ist der fehlende natürliche Zufluss. Grundsätzlich ändern ließe sich der Zustand nur, wenn die Schlämme des Teiches ausgekoffert würden, so dass eine Wassertiefe, zumindest in Teilbereichen, von ca. 100 cm erreicht würde. Grob überschlägig wären dies etwa 1.000 Kubikmeter Schlämme. Eine Erhöhung des Wasserspiegels um etwa 15 bis 20 cm bis zur Überlaufkante des vorhandenen Ablaufes, wäre die kostengünstigere Variante, um die Situation zu verbessern. Durch eine Erhöhung des Spiegels könnte während längerer Trockenzeit das Trockenfallen hinausgezögert, möglicherweise sogar gänzlich ausgeschlossen werden. Leider ist eine Erhöhung des Wasserspiegels aber nicht möglich, da der Damm offenbar Undichtigkeiten aufweist, die keine höhere Anstauhöhe zulassen, als sie derzeit erreicht ist.“

Ampelanlage auf Vieringhausen ist verzichtbar“, teilte im September 1210 die Straßenverkehrsbehörde mit und revidierte damit Pläne von 2007. Auf eine Ampelanlage aufheben. Eine entsprechende Empfehlung hatte bereits am 29zu verzichten, hatte zuvor die Unfallkommission empfohlen, nachdem die die Kreispolizeibehörde Wuppertal bestätigt hatte, dass es sich „bereits seit einigen Jahren“ um keinen Unfallschwerpunkt mehr handele.

Wie man sich täuschen kann: Die Sanierung von "Haus Cleff" sei machbar, teilte vor zehn Jahren der Aachener Architekten Achim Wolf den Mitgliedern der Bezirksvertretung Alt-Remscheid mit. eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte: Das alte Patrizierhaus aus Fachwerk muss saniert werden. Die Schäden seien nicht so schwerwiegend, wie zunächst befürchtet. Da sei ihm „ein Stein vom Herzen gefallen“, sagte dazu damals Thomas Judt, der Chef des städtischen Gebäudemanagements, vor der laufen Fernsehkamera eines WDR-Lokalzeit-Reporters. Die Instandsetzung werde voraussichtlich einen mittleren sechsstelligen Betrag erfordert. Historisches Zentrum braucht 12,8 Millionen Euro hieß es dann im Mai 2018.

Die Forderung der Wählergemeinschaft W.i.R. vom 18. August 2010 nach einem „Ordnungs- und Reinigungskonzept  bezog sich auf Vandalismus am Remscheider Hauptbahnhof. Am 1. September 2010 berichtete Ordnungsamtsleiter Jürgen Beckmann in der Bezirksvertretung Alt-Remscheid dann von Sachbeschädigungen im P&-R-Parkhaus. Die Frage nach Videokameras hatte die Verwaltung da bereits geklärt: Im P&R-Parkhaus (Privatbesitz, wenngleich der Öffentlichkeit gewidmet) seien Videokameras erlaubt, im öffentlichen Raum (unter freiem Himmel) könne aber nur die Polizei eine derartige Überwachung veranlassen.

In der ehemaligen IHK-Villa an der Elberfelder Straße eröffnete vor zehn Jahren eine  "Kinderwunschklinik". Dass sich für das Gebäude der IHK-Geschäftsstelle Remscheid, das schon 2001 nach dem Auszug der letzten Mieter für einen Hausmeister und eine IHK-Mitarbeiter viel zu groß geworden war, endlich ein Käufer gefunden habe, die „M+MI Grundstücksverwaltung KG“ in Himmelpforten bei Stade, und ein neuer „Ankermieter", Dr. Johannes Luckhaus, ein bekannter Remscheider Frauenarzt und ausgewiesener Spezialisten für Endokrinologie und Reproduktionsmedizin, teilte damals die IHK erleichtert mit. Im Jahr 1977, bei der Fusion der bis dahin selbstständigen Industrie- und Handelskammern Wuppertal, Solingen und Remscheid zur Drei-Städte-Kammer, war festgelegt worden, dass in Remscheid noch bis 1983 „ein leibhaftiger Hauptgeschäftsführer" residieren sollte. Noch 2002 hatten an der Elberfelder Straße zwölf IHK-Mitarbeiter/innen ihren festen Arbeitsplatz gehabt, ab 2006 dann nur noch eine kleine Geschäftsstelle mit einer Mitarbeiterin und einem Hausmeister.

Forschungsgemeinschaft übernimmt Thyssen-Gelände“, teilte vor zehn Jahren die Forschungsgemeinschaft Werkzeuge und Werkstoffe (FGW) mit. Der Kauf des knapp 11.000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Papenberger Straße sei. Ein Jahr später begann dort der Bau neuer Büro- und Lagerflächen (ca. 2.500 Quadratmeter).

Das Remscheider Umweltamt (Fachdienst Umwelt) riet vor zehn Jahren davon ab, Pilze unter der Müngstener Brücke zu sammeln. Denn diese hätten einen  hohen Bleigehalt. Der sei zurückzuführen auf diverse bleihaltige Anstriche der Brücke, wie Bodenuntersuchungen der Deutsche Bahn AG ergeben hatten.

Im September 2010 kündigte der Reit- und Fahrverein Remscheid e.V.  in der Hofschaft Buscherhof (Blume) den Neubau einer zweiten Reithalle (62 mal 21,5 Meter groß)  mit 15 Pferdeboxen an. Vereinssprecher Uwe Kloß erläuterte das Projekt damals im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses den Mitgliedern des Schul- und Sportausschusses. Einstimmig bewilligten diese einen Investitionsausschuss von 10.000 Euro. Der Verein zählt vor zehn Jahren 214 Mitglieder. In den Stallungen standen 27 Vereins- und sieben Schulpferde. Erst durch die zusätzlichen 15 Boxen, so Uwe Kloß gestern, rechne sich für den Verein ein fest angestellter Pferdewirt. Der Schulbetrieb für Kinder, Jugendliche und Erwachsene werde mit der neuen Halle von zwei auf drei Stunden täglich ausgedehnt werden.

Mit einem Sport- und Spielfest wurden vor zehn Jahren die Konsumterrassen am Rosenhügel offiziell von Oberbürgermeisterin Beate Wilding eröffnet. Im Anschluss startet das 2. am Rosenhügel. Ein Arbeitskreis und das Stadtteilbüro Rosenhügel hatten die Veranstaltung vorbereitet. Ebenfalls im September 2010 eröffnete Wilding den neuen Bahnhof Lennep.  Mit Fördermitteln aus der Gemeindeverkehrsfinanzierung und der Modernisierungsoffensive NRW waren damals der Bahnhof Lennep ebenso wie die übrigen drei Remscheider Haltepunkte der Deutschen Bahn umgebaut worden. Dabei wurde das Aussehen des Haltepunktes Remscheid-Lennep am grundlegendsten verändert. „Das Gelände drohte zur Schmuddelecke zu werden“, erinnerte Wilding damals an den Anfang des Projektes im Rahmen der Regionale 2006.

Über die Autobahn angeliefert wurde vor zehn Jahren das erste Bauteil des Nordstegs. Es war 24 Meter lang und rund 40 Tonnen schwer ; der nächtliche Schwerlasttransport habe bei der Einfahrt auf den speziell geschützten Bahnhofsvorplatz aber nur zu kurzen Verkehrsbehinderungen geführt, teilte die Verwaltung damals mit.

 

Wochenrückblick vom 21. bis 27. September 2020

Flirtseminar für Männer und Frauen fiel aus

Am vergangenen Sonntag hätten „Männer und Frauen aller Altersklassen“ die Möglichkeit gehabt, von 10 bis 18.30 Uhr in einem VHS-Seminar im Ämterhaus „ihre kommunikativen Fähigkeiten zu trainieren so dass Ihre Flirts interessanter werden“, wie es im Ankündigungstext der VHS hieß. Außerdem hätten sie erfahren können, wie sie „ im Alltag, beim Feiern oder beim Online-Dating auf einfache und natürliche Weise mit Frauen oder Männern in Kontakt treten“. Ob Seminar stattgefunden habe, fragte der Waterbölles bei der städtischen Pressestelle nach. Antwort von Viola Juric: „Leider hat der Kurs aufgrund zu geringer Anmeldezahlen nicht stattgefunden.“ Irgendwie hätte mich das auch gewundert. Bei der VHS ein Flirt-Seminar zu besuchen, wäre mir nicht in den Sinn gekommen. Aber erst recht nicht in diesen Corona-Zeiten, die viel Sensibilität erfordern. Auch bei der Programmplanung…

Wochenrückblick vom 14. bis 20. September 2020

Alexa Bell enttäuscht von machtbewusster Männerriege

Waterbölles-Kommentar

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jens Peter Nettekoven in einem  Video-Wahlaufruf.Ob der Video-Wahlaufruf des CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven noch lange auf der Internetseite der Partei zu sehen und zu hören sein wird, ist fraglich. Darin fordert er die Wählerinnen und Wähler mit strenger Miene auf, Alexa Bell zur Oberbürgermeisterin der Stadt Remscheid zu wählen, weil diese „derzeit unter Wert regiert“ werde. Das Seltsame an diesem Video: Während der einminütigen Laufzeit wird es zweimal schneller – und der Ton natürlich auch –, so dass Nettekoven mit Micky-Mouse-Stimme zum Schluss kaum noch zu verstehen ist. Wer eine Wahl gewinnen will, gibt sich gewöhnlich seriöser. Vermutlich hatte der Remscheider CDU-Chef die Wahl zum Zeitpunkt der Video-Veröffentlichung schon verloren gegeben.

Brauchte nur noch ein Sündenbock für das Desaster von 26,24 Prozent der Wählerstimmen für Bell gegenüber 60,61 für Mast-Weisz (ein satter Vorsprung von 12.721 Stimmen) gefunden zu werden. Der Lenneper Bezirksbürgermeister Markus Kötter gab schon am Wahlabend die Richtung vor: „Ein desaströses Ergebnis für uns, aber auch für Alexa Bell. Sie hat sich im Wahlkampf sehr bemüht.“ Fehlte nur noch der Nachsatz: „Aber sie hat es versemmelt!“ Denn natürlich weiß Kötter, was „sehr bemüht“ in der Zeugnissprache bedeutet.

Entsprechend scheint am  Sonntagabend die Stimmung auf der Wahlparty der CDU im Schützenhaus gewesen zu sein. Zwar war für Alexa Bell ein Blumenstrauß besorgt worden, aber es gab anscheinend niemanden, der ihr Dank sagte für ihren Einsatz. Den lieferte Nettekoven erst tags darauf per Pressemitteilung nach: „Wir sind vom Ergebnis der gestrigen OB- und Kommunalwahl schwer enttäuscht. Mit diesen deutlichen Resultaten hat niemand gerechnet. Ich möchte mich zunächst bei unserer Spitzenkandidatin Alexa Bell für ihren Einsatz bedanken. Sie hatte es gleich doppelt schwer: Zum einen ist sie gegen einen bekannten und beliebten Amtsinhaber angetreten, der dazu auch noch von drei Parteien unterstützt wurde. Zum anderen hat Corona die Möglichkeiten, Menschen im Wahlkampf zu begegnen und mit ihnen ungezwungen ins Gespräch zu kommen, deutlich reduziert.“

Enttäuscht ist auch Alexa Bell. Aber nicht nur über ihre Wahlniederlage. Die war zu erwarten; da hatte sie sich wohl selbst keine Illusionen gemacht. Aber von der Herrenriege im CDU-Kreisvorstand  so kühl, so wenig empathisch abgemeiert, Verzeihung: abgefeiert zu werden, das schmerzte doch sehr. Zumal sie nach eigenen Worten auch schon während des Wahlkampfes von Teilen der eigenen Partei wenig Unterstützung und Wertschätzung gespürt hatte.

Alexa Bells Reaktion fiel gestern in der Sitzung des CDU-Kreisvorstandes anders aus, als die machtbewusste Männerschar es vielleicht von einer Frau erwartet hatte. Statt zurück ins „Team“ zu gehen – was auch immer die CDU darunter verstehen mag – tritt die 45-Jährige von ihren Parteiämtern zurück. Nicht ad hoc, sondern Schritt für Schritt. Ihren politischen Verpflichtungen will sie „bis zum Ende der jeweiligen Wahlperioden der einzelnen Parteiämter“ nachkommen. Aber das Ratsmandat, das ihr über die CDU-Reserveliste zustünde, will sie nicht annehmen: „Ich werde für kein Amt in der nächsten Vorstandsperiode mehr zur Verfügung stehen. Das gilt für alle Positionen in der CDU und in ihren Vereinigungen." Nur ihr 30 Jahre altes Parteibuch, das will Alexa Bell nicht abgeben.

Für die CDU Remscheid sieht Bell die dringende Notwendigkeit einer Veränderung. Das zielt auf den Kreis- und Fraktionsvorsitzenden Jens Peter Nettekoven. Schließlich habe sie in den vergangenen Monaten die CDU in der Öffentlichkeit nicht alleine repräsentiert. „Wir sind als Team angetreten und haben als Team dieses Wahlergebnis zu verantworten." Folglich werde sie „ausdrücklich nicht die alleinige Verantwortung für das gestrige Wahlergebnis übernehmen", wie RGA und Bergische Morgenpost berichten.

Erinnern wir uns: Als der Kommunalwahlkampf noch im weiter Ferne lag, wurden in Remscheid zwei CDU-Männer als Gegenkandidaten von Burkhard Mast-Weisz gehandelt: Jens Peter Nettekoven und Markus Kötter. Aber beide sahen schließlich ein, dass sie gegen Burkhard Mast-Weisz keine Chance haben würden. Und durch die erwartbare Wahlniederlage ihre gegenwärtigen Machtpositionen in der Partei zu gefährden, kam für sie nicht in Frage. So entschieden sie sich (mutlos?) dafür, diese heikle Kandidatur einer Frau zu überlassen, die in der Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt war.

Was nun, CDU? Im Rat der Stadt kann sie zwar weiterhin endlos Fragen stellen. Aber politischen Handlungsspielraum hat sie nicht mehr. Der liegt bei SPD und Grünen. Unanfechtbar! Und wie reagieren Nettekoven und Kötter? Verantwortung zu übernehmen scheint für sie augenscheinlich nicht in Frage zu kommen. Die Karawane zieht bekanntlich weiter. Und die politischen Ämter – Nettekoven: Landtagsabgeordneter, Kreisvorsitzender und Fraktionsvorsitzender; Kötter: Bezirksbürgermeister – sind ihnen geblieben. Bislang jedenfalls.