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Wochenrückblick vom 14. bis 20. Mai 2018

Institutionen berichten oder laden ein (3. Archiv 2018)

Nelson-Mandela-Schule / Projekt „Frühaufsteher“. Zehn Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule wurden im März im Rahmen des Berufsorientierungsprojektes „Frühaufsteher“ zu einer Betriebsbesichtigung im Remscheider Mercure-Hotel empfangen. Hotel-Direktor Marco Klij und sein Team haben ein attraktives Programm für den Besuch vorbereitet. So erhalten die Schüler neben einer Führung durchs Hotel die Gelegenheit, einen Tisch professionell einzudecken, den Umgang mit Lebensmitteln live zu erleben und zum Abschluss gemeinsam zu essen. Das Personal will dabei über die im Hotel anzutreffenden Berufe informieren und Fragen beantworten. Das Projekt „Frühaufsteher“ soll den jungen Teilnehmern die Berufswelt näherbringen und ihnen Einblick in die Arbeitsrealität geben. Sie sollen verschiedene Berufsfelder kennenlernen, um so entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten eine Entscheidungshilfe bei der späteren Berufswahl zu haben.

Bergische Industrie- und Handelskammer / Azubi-Recruiting-Trends 2018. Über die neusten Trends beim Azubi-Recruiting sowie neue und modernisierte Ausbildungsberufe informierte die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) am 17. Mai in Remscheid. Die Veranstaltung mit dem Titel „Azubi-Recruiting-Trends 2018 – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ findet von 15 bis 17:30 Uhr im Berufskolleg Technik statt. Sie richtet sich an interessierte Ausbildungs-verantwortliche, Lehrerinnen und Lehrer der berufsbildenden Schulen sowie Experten, die an der Beratung und Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern beteiligt sind.
2017 hatten 61 Prozent der Bewerber mehr als ein Ausbildungsangebot. Die Entscheidung, wer wo seine Ausbildung beginnt, wird so immer stärker eine Entscheidung der Bewerber und nicht mehr alleine der Unternehmen. Wer gute Bewerber gewinnen will, muss wissen, mit welchen Argumenten in welchen Kanälen er Bewerber anspricht. Genau darüber wird Felicia Ullrich, Geschäftsführerin der Hermann Ullrich GmbH & Co. KG, berichten. Sie stellt die Recruting-Studienergebnisse 2018 vor. Zu erwarten sind spannende Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Menschen und ihre Erwartungen an die Ausbildungsunternehmen. Im Anschluss daran werden die angepassten Inhalte verschiedener Ausbildungsberufe und Zusatzqualifikationen sowie neu entwickelte Berufe vorgestellt. Hintergrund hierfür ist die zunehmende Digitalisierung in Industrie, Handel und Dienstleistung. So startet das neue Ausbildungsjahr der Bergischen IHK am 1. August mit den Modernisierungen in den industriellen Metall- und Elektro- sowie den IT-Berufen. Außerdem wird erstmals der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce angeboten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich bei der Bergischen IHK unter www.wuppertal.ihk.de, Dokument-Nr.: 4035390 oder per E-Mail an g.eikholz@wuppertal.ihk.de.

Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW / Tagung „Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt“. Kulturelle Bildung erlebt just eine Renaissance in Zeiten einer sehr heterogenen und zunehmend gespaltenen Gesellschaft. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedarf es mehr als Leistungsprinzip und individualisierte Lebensstile. Im Zuge wachsender gesellschaftlicher Spaltung und zunehmenden extremistischen Tendenzen werden Fragen laut nach verbindenden Elementen, dem kollektiven Gedächtnis, kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten. Gefühlt wird der Kulturellen Bildung diesbezüglich ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Es fehlen jedoch fundierte fachliche Erkenntnisse: Trägt Kulturelle Bildung wirklich zu mehr „Kitt“ und gesellschaftlichem Zusammenhalt bei oder unterstützt der sehr subjektspezifische und emanzipatorische Ansatz der Kulturellen Bildung nicht vielmehr eine kritische Haltung zu kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten? Und wie müssten Kulturelle Bildungskonzepte aussehen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zugleich Raum schaffen für individuelle Positionierungen?
Auf der Tagung am 16. - 17. Mai in Remscheid  diskutierten Expert*innen gemeinsam mit Fachleuten der Kulturellen Bildung über Chancen, Risiken und Herausforderungen der Kulturellen Bildung im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenhalts mit Blick auf Themenfelder wie kollektives Gedächtnis, kulturelle Identitäten, Symbole und Werte.

Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) / Erstmals Blutspendetag. Die Premiere war ein großer Erfolg: Rund 50 Auszubildende und Ausbilder des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) beteiligten sich am 16. Mai an der Blutspende- und DKMS-Registrierungsaktion, die BZI-Mitarbeiterin Pia Schultz zum ersten Mal initiiert und organisiert hatte. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 26 Erstspender. „Gerade weil wir hier so viele junge Leute haben, ist es eine gute Gelegenheit den Grundstein zu legen, dass sie als Blutspender weitermachen“, freut sie sich über den Erfolg. Genauso groß war das Interesse am Angebot der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), wo sich 34 Teilnehmer als potenzielle Stammzellenspender registrieren ließen. „Mund auf, Stäbchen rein“ – diesem Aufruf folgten viele BZI-Azubis und führten direkt vor Ort einen Mundschleimhautabstrich durch, mit dem das Zellmaterial für die Registrierung gewonnen wird. Bis Freitag können sich noch weitere BZI-Mitarbeitende und Auszubildende anschließen.

Lennep Offensiv e.V. / Blumen zum Muttertag. Ein kleines Dankeschön hatte Lennep Offensiv e.V. für alle Mütter einfallen lassen. Am Tag vor Muttertag, verteilte der Verein am Alter Markt in Lennep Blumen an Passantinnen. Ab ca. 8 Uhr standen Mitglieder des Vereins am Wochenmarkt und überreichten ihnen farbenprächtige Rosen. Es wurde übrigens nicht gefragt, ob die Empfängerinnen tatsächlich (schon) Mutter sind. "Es soll eine symbolische Anerkennung für die Leistungen sein, die man sonst gern als selbstverständlich ansieht,." so Lennep Offensiv. „Gerade auf dem Markt trifft man ja diejenigen, die sich um das Wohl der Familie kümmern."

Ökumenische Initiative Lüttringhausen & F(l)airWeltladen-Lüttringhausen / Internationaler Weltladentag. Zur Feier des Internationalen Weltladentags lud die Ökumenische Initiative Lüttringhausen für heute Vormittag zum kostenfreien Fairen Frühstück in den F(l)air-Weltladen an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen ein. Spenden sind willkommen. Als besondere Gäste hatten Vertreter*innen von Organisationen zugesagt, mit denen die Initiative das Interesse am Fairen Handel teilt: Gerhilt Dietrich (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen), Matthias Schmid (Pfarrer im Gemeindedienst für Mission und Ökumene – Bergisch Land), Olivia Klose (AG „Schöpfung bewahren“ der Pfarrgemeinde St. Bonaventura-Heilig Kreuz) und Ralf Tobisch (Kolpingsfamilie Lennep). Eingeladen waren außerdem Vertreter der Schülergenossenschaft des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.
Der Weltladentag am 12. Mai steht im Zeichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Bundesweit macht die Fair-Handelsbewegung darauf aufmerksam, dass sich Deutschland im Rahmen dieser Ziele dazu verpflichtet hat, sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu fördern. Der Tag ist aber natürlich eine gute Gelegenheit, um sich im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen zu treffen – und leckere und schöne fair gehandelte Produkte zu entdecken. Wie sähe eine Welt aus, in der Unternehmen nicht vor allem dem Profit, sondern den Menschen und dem Planeten verpflichtet sind? Faire Arbeitsbedingungen für alle können nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag für eine neue EU-Richtlinie gemacht: Sie soll Lebensmittelproduzent*innen besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne schützen. Eine Liste zum Unterschreiben liegt im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen aus.

Deutsches Röntgen-Museum / Spende für das Archiv. Am Donnerstag, 3. Mai, hatten im Deutschen Röntgen-Museum in Lennep Prof. Dr. Ulrich Mödder, Vorsitzender der Fördergesellschaft des Museums, und Museumsdirektor Dr. Uwe Busch Besuch aus Zürich und Köln: Der bedeutende Schweizer Kinderradiologe Andres Giedion (1925-2013) hatte in seiner beruflichen Karriere ein umfangreiche Lehrsammlung im Bereich der Kinderradiologie zusammengestellt. Dieses für die Fachwelt und für Forschungszwecke bedeutsame Archiv wurden dem Deutschen Röntgen-Museum von seiner Witwe Monica Giedion-Riesch zur Verfügung gestellt. Für die sachgerechte Einlagerung der Sammlung im Archiv des Deutschen Röntgen-Museums stellte sie der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums eine Spende in Höhe von 13.500 Euro zur Verfügun. Die fachliche Gliederung der Sammlung hat die Kölner Kinderradiologin Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm und ihr Mann Dr. Ernst Bohm vorgenommen. Dr. Uwe Busch: „Die Sammlung Giedion ergänzt die bereits im Archiv befindlichen wissenschaftlichen Lehrsammlungen in besonderer Weise. Sie steht ab sofort für Wissenschaftler aus aller Welt für Forschungszwecke zur Verfügung.“

Wochenrückblick vom 7. bis 13. Mai 2018

 

Die "Neustadt" mit "Waterbölles" in alten Tagen

Der Waterbölles (waterboelles.de) hat gestern die Zahl von vier Millionen Klicks übertroffen. Dafür Dank an alle Leserinnen und Lesern. Denn mit den Klickzahlen/der "Einschaltquote" steigt das Interesse der Werbetreibenden im Internet für die betreffende Seite. Die Erlöse des Waterbölles aus Bannerwerbung kommen bekanntlich über die angeschlossene Stiftung gemeinnützigen Institutionen in Remscheid zugute.

Der Waterbölles, das Forum zur Remscheider Kommunalpolitik und zu Geschichte(n) aus dieser Stadt, existiert seit dem 19. Januar 2006.

„Der Wasserturm an der Hochstraße ist einer von sieben auf sieben Bergen Remscheids. Er wurde als Erster 1883 mit einem großen Festakt in Betrieb genommen. In der Tageszeitung liest man pathetisch: „Tausende begrüßten das silberne Nass auf dem Bergkegel“. Tatsächlich war der Bau des Wasserturms für die Versorgung von über 900 Haushalten dringend notwendig geworden. Im Laufe der Zeit wurde sein Fassungsvermögen mit einer neuen Ummantelung um 1.100 Kubikmeter erweitert. Im Krieg zerstört, wurde er 1953 wieder aufgebaut und 2002 noch einmal restauriert. Bekannt ist er unter dem Namen „Waterbölles“ oder früher auch „Der dicke Daumen des Kämmerers“ und ziert als Wahrzeichen, schon von weitem zu sehen, neben dem Rathausturm die Silhouette der Stadt.“ (aus dem neuen 378meter.de–Online-Stadtführer, geschrieben von Melanie Clemens für Besitzer von Smartphones oder Tablets, die zugleich Nutzer des ÖPNV sind.) (Historische Fotos aus: „Remscheider Bilderbogen“ von Max Eulenhöfer, 1950)

Seltsame Privataudienz für Beschwerdeführer

Waterbölles-Kommentar

Ratsmitglieder sollten wissen, was in der „Geschäftsordnung für den Rat der Stadt, die Bezirksvertretungen und die Ausschüsse“ steht, die sie sich selbst gegeben haben. Notfalls lässt sich darin per Internet nachschlagen: http://www.remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/ortsrecht/0.03_101_Geschaeftsordnung.pdf. Da steht unter Absatz 8.10: „Zuhörer dürfen sich an der Verhandlung nicht beteiligen.“ Und sie dürfen erst recht nicht gleich hinter den Ausschussmitgliedern und neben Mitarbeitern der Verwaltung Platz nehmen, als seien sie Sachverständige. Das geht indirekt aus Absatz 4.4. hervor: „Mitglieder der Bezirksvertretungen und der Ausschüsse können an den nichtöffentlichen Sitzungen als Zuhörer teilnehmen. Sie haben dabei in dem für Zuhörer bestimmten Teil des Sitzungsraumes Platz zu nehmen.“

Natürlich kennen die Ausschussvorsitzenden die Geschäftsordnung. Wenn sie sich dennoch nicht daran halten, glauben sie offenbar: „Das macht doch nichts, das merkt doch keiner“. Beides ist falsch. Anderen voran merken es die an den Sitzungen teilnehmenden Verwaltungsmitarbeiter. Und es macht ihnen sicherlich auch etwas aus. Denn eigentlich müssten sie den Sitzungsleiter auf die Geschäftsordnung hinweisen, gegen die er gerade verstößt, halten sich aber zurück, aus welchem Grund auch immer. Das macht verlegen, nehme ich an. Weil es peinlich ist. Erst recht, wenn der „Gast“, dem das Wort erteilt wurde, die Gelegenheit zu massiven Vorwürfen gegen die Verwaltung nutzt.

So geschehen gestern im Bauausschuss unter Vorsitz des politischen Urgesteins Otto Mähler (SPD). Da durfte der Architekt Adolf Böker gegen eine geplante Wohnbebauung an der Königstraße wettern. Über die Pläne hatte der Waterbölles am 4. November 2016 berichtet: „Vier Mehrfamilienhäuser statt alter Fabrikhallen“. Zur frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit lagen die Pläne zum neuen Bebauungsplan 667 – Gebiet: nördlich Königstraße, südlich Stadtpark – vom 29. Mai bis 30. Juni im Fachdienst Bauen, Vermessung und Kataster an der Ludwigstraße 14 aus. Und wenn die Politik über die in dieser Zeit eingegangenen Anregungen und Bedenken aus der Bürgerschaft entschieden hat, wird ein weiteres Offenlegungsverfahren beginnen, zu dem die Bürger/innen dann Eingaben machen können. Fühlen sie sich auch danach noch nicht gebührend erhört, bleibt die „Einwohner-Fragestunde“ in einer Ratssitzung oder eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Es kann also alles seinen demokratischen Gang gehen, ohne dass jemandem (den man womöglich besser kennt als Otto Normalbürger) gleich ein persönliches Gastspiel in einer Ausschusssitzung gewährt werden muss. Denn sonst könnte der gesamte Ausschuss nebst Verwaltung leicht in den Verdacht des Klüngels geraten. Auch deshalb war es gut und richtig, dass Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, auf das ordentliche Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes verwies, von dem die Mitarbeiter der Baubehörde nicht abzuweichen gedächten. Dass Architekten dazu neigten, Bebauungspläne, zum Beispiel bei der zulässigen Geschosshöhe, bis zur Schmerzgrenze auszureizen, sei ja nichts Neues, so Schubert. „Damit können wir umgehen!“

In diesem speziellen Fall ging es aber nicht um einen Architekten als Planer, sondern um einen als Anwohner. Und Anwohner, denen ihr Umfeld liebgeworden ist, wehren sich halt gerne gegen Neubauprojekte. Ob berechtigt oder nicht, spielt hier keine Rolle. Da fällt mir eine ganze Reihe von Beispielen aus der Vergangenheit ein. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass diese Fälle in einer öffentlichen Bauausschusssitzung mit den Beschwerdeführern erörtert worden wären.

Wochenrückblick vom 30. April bis 6. Mai 2018

 

He reski'eden enn forrbar gruote Schnute

von Gustav Hermann Halbach

Vörrem halwen Joahrhonget woar römontömm em Remsdied derr Schruonen-Matthes bi gruot on kleng bekanngkt. Ewensu fließeg äs he Schruonen, Lompen on Knoken sammelnden, schlubbernden he ennen Wietshüsern i'enen Frantzen-KIoaren obben angeren. Wann he dann genog Bubbelwater op har, trock he newer siener Eselskaar met gruotem Radau duo Hoff on Dorp on reski'eden enn forrbar gruote Schnute.

I'enes Dags stong nu derr Börgermi'ester van Bohlen, derr domols noch nit lang em Remsched woar, met dre'i Pollze'ien om Matte en derr Medden van derr Hessenensel on kallden met enn üöwer di'enstleche Saken. Seliger, Lorbeer on Quast schri'ewen sech döse dre'i. Do huot märr op i'emol en derr Nöhden kräfteg I-a, I-a schre'ien on terek drop kom uoch alt derr Schruonen-Matthes duo denn Engpaß an der Kerken nomm Matt te trecken. Aes he nu de huoh Bowregki'et van Remsched su nett bini'enstoan sog, goof he sech ganz affsongersch an et Radauschloan. Vörr ji'edem Hus bli'ef he stöhn on ri'ep de Fraulütt öm Lompen, Knoken on Schruonen aan. Kr'ieg he i'erends enn Pöngel Affall, dann schodden he denn en sing Kaar dat et su rappelnden on de Hälfsched Knoken on Schruonen üöwer et Matt terwelnden. Därrtöschen stemmden dann uoch derr Esel wi'e sien Li'edschen aan on song em hellsten Tenur enbrönsteg i'en I-a no demm angeren. Der Spektakel woar knatschweg te doll on wuoden demm Bör­germi'ester endlech te bongkt. „Sehen Sie zu", sait he förr sing Vertreder, „daß Sie den Kerl von hier wegkriegen!". Dat versouten die dre'i dann uoch stantepee. „Mensch, machen Sie nicht solchen Krach hier, noch dazu in Gegenwart des Herrn Bürgermeisters -scheren Sie sich überhaupt von dem Markt!" fouchden äs i'eschter derr Seliger schne'ideg on miletäresch denn Matthes aan. Denn brait dat äwwer nit ut siener Fasseng — ganz fröngkschaftlech stault he sech vörr de dre'i hen, ki'ek se grienlachend met sienen tronegen Süöperschuogen aan on ri'ep geloten, dat märr et üöwer et ganze Matt hüören kuon: „O seliger Lorbeerquast!"    Drop trock he äff.

Enn kotte Tiet därrnoh wuoden Matthes van derr Frau Börgermi'ester an ehr Wohneng em Rothus en derr Elberfelder Stroten förr de Lompen affteholen bestault. Aes he do met sienem Gespann aankom, woar grad Stadtrotssetzeng. Et woar em Suomer on warm därrbuten on noch mi'eh bennen em Setzengssaal on dröm hären die Stadtröt de Fensteren, die noa derr Stroten logen, opengedoann. On grad onger döse Fensteren trock Matthes hen on mackden dobie met sienen Schruonen on Knoken wi'e sonnen Spolt äs enn paar Weeken vörrher om Matte. Doduo wuoden de Stadtrotssetzeng gestuot. Aergerlech stong derr Börgermi'ester sälwer op, gong an i'en Fenster on ri'ep kästeg eronger: „Zum Teufel noch mal, was soll der Lärm da unten bedeuten?" Em sälwen Uogenbleck schratelnden emm äwwer uoch alt derr Schruonen-Matthes engeen: „Sind de Lompen all bini'en?" (Waterbölles: Für „Hergeluopene“: Das ist Remscheider Platt aus: „Remscheider Bilderbogen“ von Max Eulenhöfer aus dem Jahre 1950)

Bitte keine Anträge ohne Deckungsvorschlag

Dukatenesel? Leider nur im Märchen!“, war am 11. April ein Waterbölles-Kommentar überschrieben. Kleiner Nachtrag dazu: Schade eigentlich, dass nicht nur einzelne Ratsmitglieder vergesslich sein können, sondern sogar komplette Fraktionen. Da fand sich auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd der folgende Antrag der CDU-Fraktion: „Die Verwaltung wird beauftragt:
1. Den Sand der Spielplätze am Kuckuck auszutauschen.
2. Den Fußweg und die Spielflächen für die kleineren Kinder räumlich voneinander zu trennen, da z. B. der Sand häufig durch Hundekot verdreckt ist.
3. Am großen Spielplatzeingang an der Intzestraße eine Rutsche zu installieren, wie sie auf dem Kinderspielplatz an der Alma-Mühlhausen-Straße zu finden ist.“

Noch lapidarer klingt der Antrag der Fraktion der Linken zuer Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 2. Mai: „Die Produktionsschule wird - wenn möglich zum September 2018 - oder sobald wie möglich weitergeführt. Dazu legt die Verwaltung zur nächsten Ratssitzung einen Durchführungs- und Finanzierungsplan vor.“

In beiden Fällen klingt leise die Befehlsform durch. Dabei sagt die Geschäftsordnung für den Rat der Stadt, die Bezirksvertretungen und die Ausschüsse unter Punkt 11.4 unmissverständlich: „Anträge mit finanziellen Auswirkungen, die nicht durch entsprechende Haushaltsmittel gedeckt sind, sollen einen Deckungsvorschlag enthalten.“

Wer es nachlesen möchte: http://www.remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/ortsrecht/0.03_101_Geschaeftsordnung.pdf.

April 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Helmut Schaube, Geschäftsführer der Investorengruppe HBB, besichtigten vor zehn Jahren die große Baustelle am Hauptbahnhof (Kaufland). Die Mauern der künftigen Rasenrampe zwischen den Betonfundamenten des Südstegs und dem Südplatz sowie die Außenmauern des neuen Einkaufszentrums waren damals schon sichtbar (Foto rechts)

Der "Freundschaftsvereins Kirsehir - Remscheid" habe sich gegründet, meldete vor zehn Jahren der Evangelischen Kirchenkreises Lennep: „Menschen aus mehr als einhundert Nationen haben in Remscheid eine neue Heimat gefunden. Ein Ausdruck dieser Internationalität sind auch die Remscheider Städtepartnerschaften. Von einer Partnerschaft mit einer türkischen Stadt – in Remscheid leben zahlreiche Türken aus Kirsehir - existierte allerdings in vielen Köpfen bislang nur eine Idee. Nun nimmt sie Gestalt an: Ausgehend von der Vielzahl privater Beziehungen möchte die Initiativgruppe "Freundschaft mit Kirsehir" eine Städtefreundschaft zwischen Remscheid und Kirsehir entwickeln.“ Und das gelang, die Städtepartnerschaft Remscheid-Kirsehir besteht seit einigen Jahren, brennt dank der politischen (undemokratischen) Verhältnisse in der Türkei auf Sparflamme.

Zu denken gab im April 2008 ein schriftlicher Bericht, den das städtische Migrationsbüro den Mitgliedern des Migrationsausschusses vorgelegt hatte. Unter der Überschrift „Migrantenselbstorganisationen“  hieß es darin: „Anschreiben an die Vereine zur Kontaktaufnahme bzw. Kontaktpflege erstmals im November 2007. Mangels Resonanz erneutes Anschreiben Anfang Januar 2008. Von den über 30 angeschriebenen Vereinen haben lediglich neun Vereine reagiert.“ Ähnlich gering war auch die Reaktion auf die angebotenen Integrationskurse: „Die Arbeitsgruppe Migrationserstberatung, Ausländeramt und Migrationsbüro hat aus dem Innenstadtbereich Zugewanderte aus der Türkei, die nach dem 1. Januar 2005 eingereist sind und bisher nicht an einem Integrationskurs teilgenommen haben, am 4. März 2008 zu einer zweisprachigen Informationsveranstaltung eingeladen. Von 32 angeschriebenen Personen sind zehn der Einladung gefolgt.“

Die Düsseldorfger Anwälte bei der Pressekonferenz im Rathaus. Bildmitte: Gerhart R. Baum. Foto: Lothar KaiserDie Rechtsanwälte Gerhart R. Baum, Bundesminister a.D., Dr. Julius F. Reiter und Olaf Methner bescheinigten der Stadt Remscheid vor zehn Jahren vollen Anspruch auf Schadensersatz gegenüber der WestLB. Wie zahlreiche andere Städte in der Bundesrepublik hatte die Stadt Remscheid über mehrerer Jahre hinweg über die WestLB mehrere so genannte Zinsswaps (Zinsaustauschgeschäfte) abgeschlossen. Diese Geschäfte führten jedoch teilweise zu erheblichen Verlustrisiken auf Seiten der Stadt Remscheid, so dass einige der Zinsswapgeschäfte zur Vermeidung höherer Verluste vorzeitig aufgelöst werden mussten. Die Stadt Remscheid klagte tatsächlich später gegen die WestLB wegen der Verletzung von Anlageberatungspflichten. Über den abschließenden Vergleich wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Im April 2008 gab der Rat der Stadt grünes Licht geben für eine europaweite Suche nach einem Investor zum Bau des seit langem geplanten Altenheims am Otto-Lilienthal-Weg auf dem Hohenhagen. Am 11. Dezember 2006 hatte der Rat der Stadt die Vergabe des Grundstücks im städtebaulichen Entwicklungsbereich Hohenhagen an die Evangelische Alten- und Krankenhilfe Remscheid e.V. bzw. einer von ihr zu gründenden GmbH beschlossen. Die Alten- und Krankenhilfe wollte auf dem Grundstück ein Pflegeheim sowie weitere altengerechte Einrichtungen errichten und betreiben. Dem Vergabebeschluss war ein Wettbewerbsverfahren nach der bis dahin gängigen Praxis vorausgegangen, d.h. nicht in Form eines europaweiten Vergabeverfahrens.  Pech: Nach späterer Rechtsprechung stellt der vorgesehene Grundstücksverkauf wegen der im Kaufvertrag zu treffenden Regelungen zur Bauverpflichtung einen öffentlichen Bauauftrag dar. Und der setzt ein europaweites Vergabeverfahren voraus.

Im Mai 2007 nahm der Bauausschuss mit Verwunderung zur Kenntnis, dass der Verkehrsausschuss des Regionalrates den Beginn der Arbeiten am Kreisverkehr Eisernstein erst für das Jahr 2010 vorgesehen hatte. Die Bezirksvertretung (BV) Lüttringhausen hätte diesen vielbefahrenen Verkehrsknotenpunkt jedoch lieber heute als morgen ausgebaut. Darauf wartet die Bezirksvertretung Lüttringhausen heute noch.

Vor zehn Jahren waren in Remscheid Entwürfe von jungen Graffiti-Künstlern erwünscht. Auf Initiative der Remscheider Grünen stellte die Stadt Betonflächen am Fußgängertunnel Hauptbahnhof, einer Stützmauer an der Haddenbacher Straße / Ausfahrt Dorfmühler Straße, an der Bushaltestelle Ulmenstraße, am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium / Ludwigstraße und am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium / Alte Rathausstraße „für die künstlerische Gestaltung durch interessierte junge Bürgerinnen und Bürger“ zur Verfügung. „Sehr zufrieden mit der Auswahl der Flächen“ zeigte sich im Jugendhilfeausschuss David Schichel von den Grünen. Den „Graffiti-Antrag“ habe die Verwaltung sehr gut umgesetzt. Schichel damals: „Ich verstehe das als Startschuss für weitere Aktionen dieser Art!“ Doch der blieb dann leider aus.

Der Hilferuf: „Gymnasien brauchen dringend neue Lehrbücher“ ertönte im April 2008. Nach Jürgen Gottmann, damals Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Stadtverband Remscheid, meldete sich auch Michael Birker, damals Leiter des Gertrud-Bäumer-Gymnasiums, zu Wort. Das hatte etwas zu tun mit der Schulzeitverkürzung auf acht Jahre an Gymnasien. Denn die gültigen Fachlehrpläne mussten entsprechend gekürzt und verschlankt werden.

Mit einer Projektwoche zu verschiedenen Aspekten der Schulgeschichte und der allgemeinen Gesellschaftsgeschichte feierte das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, einst Mädchenberufsschule,  im April 2008 die zurückliegenden 50 Jahren im Gebäude Freiheitstr. 146. Am 18. März 1958 war das Gebäude seiner Bestimmung übergeben worden. Seitdem hat es mancherlei Umbauten erlebt.

Um die breite Remscheider Öffentlichkeit über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der Wirtschaftsförderung zu informieren, um über aktuelle Vorhaben und Projekte zu berichten und um Ansprechpartner und Kontakte zu kommunizieren, werde der Fachbereich Wirtschaftsförderung künftig regelmäßige Pressemitteilungen veröffentlichen, kündigte die Stadtverwaltung im April 2008 an. Einige hat der Waterbölles in den vergangenen zehn Jahren tatsächlich erhalten. In Erinnerung: Die „Wasserstandsmeldungen“ zu den Teilnahmen an der „Repo Real“ in München.

Im April 2008 stahlen unbekannt gebliebene Einbrecher aus dem Röntgen-Gymnasium in Lennep  16 Laptops. Kurz zuvor hatten im städtischen Schulausschuss Schulleiter ihrem Ärger Luft über teilweise eklig verschmutzte, beschmierte und verwüstete Schulhöfe. Am Röntgen-Gymnasium zerstörten Unbekannte 28 Felder der wertvollen Bleiglasfenster. Wegen fehlender Spielplätze in der Innenstadt hatte die Politik die Schulhöfe geraume Zeit vorher für die unterrichtsfreien Zeiten als Spielflächen freigegeben.

Vor zehn Jahren wurde Remscheider Stadtverwaltung umgebaut. Die Zuständigkeitsfelder der drei Dezernenten veränderten sich, Aufgabenbereiche wurden in neuen, so genannten Fachdiensten gebündelt. Handlungsbedarf bestand schon lange. Jetzt hat Oberbürgermeisterin Beate Wilding gehandelt. In eigener Zuständigkeit und ohne langwierige Konsultationen mit den Fraktionen hatte Oberbürgermeisterin Beate Wilding das entschieden. Ein neuer Dezernatsverteilungsplan trat am 2. Mai 2008 in Kraft.

"Ein gesundes Frühstück macht unsere Kinder fit für das Lernen in der Schule. Und es macht sie fit für den schulischen Alltag. Schulmilch ist ein wichtiger Bestandteil eines gesunden Frühstücks. Deshalb freut es mich sehr, dass mit der KG Palmstraße, der GG Hasten, der GG Goldenberg, der GG Eisernstein und KG Menninghausen gleich fünf Remscheider Grundschulen den Zuschlag für die Teilnahme am Modellprojekt "Schulmilch" bekommen haben," sagte vor zehn Jahren die damalige CDU-Landtagsabgeordnete Elke Rühl. Rund 600 Schulen in NRW nehmen an dem Modellprojekt teil, ausgewählt nach einem statistischen Zufallsprinzip. Insgesamt standen dafür von 2008 bis 2010 knapp zehn Millionen Euro zur Verfügung. Das Modellvorhaben sollte in der Praxis erproben und wissenschaftlich belegen, wie Schulmilch wieder an Attraktivität gewinnen kann. (Hier der Ergebnisbericht).

Maikirmes diesmal sogar mit Achterbahn

Die Remscheider Kirmes hat ihre Blütezeit längst hinter sich“, titelte der Waterbölles am10. Juli 2006. „Wie? Das sollte die große Remscheider Kirmes gewesen sein?“. Die Frage, von einem Fahrgast mit Popcorn-Tüte in der Hand an sein Gegenüber gestellt, löste damals im Bus der Stadtwerke auf der Fahrt vom Quimper-Platz zum Friedrich-Ebert-Platz einen Gedankenaustausch aus, an dem sich ein gutes Dutzend Remscheider im Rentneralter beteiligte. „Wissen Sie noch, Ende der 50er Jahren, was war das eine Völkerwanderung über die Wilhelm- und Hindenburgstraße zum Schützenplatz“. – „Schon an den beiden Zufahrtsstraßen standen links und rechts Kirmesbuden. Mit Blumen aus Holland, mit gebrannten Mandeln, weiter hinten gleich zwei Fischbuden“. – „Ja, damals war das noch die größte Kirmes im Bergischen Land, mit Riesenrad, Achter- und Geisterbahn, Boxbude, jeder Quadratmeter des Schützenplatzes wurde genutzt. – „Man ging nicht, man wurde geschoben!“ Und heute?

Zwischenzeitlich war die „größte Kirmes des Bergischen Landes“ in der kleinsten deutschen Großstadt auf die Größe einer Dorfkirmes geschrumpft – und entsprechend unattraktiv. Da, wo es früher noch einen Mittel- und einen Quergang gab, voll mit Fahrgeschäften und Buden, stehen heute die Wohn- und Lastwagen der Schausteller. Und da stehen sie auch in diesem Jahr wieder – bei der Maikirmes 2018. Aber gleichwohl hat der Besucher den Eindruck, als gehe es wieder ein wenig aufwärts.  Sogar eine Achterbahn, „die wilde Maus“, hat zum Remscheider Schürzenplatz gefunden, wie eine ganze Reihe von Fahrgeschäften, von beschaulichen Kinderkarussells bis zu turbulenten Berg-und-.Tal-Bahnen, Drehwurm garantiert. Die eine,  Hully Gully", klingt nostalgisch und ist es wohl auch. Und auch eine Geisterbahn (Foto) fehlt nicht.

Wer es noch einmal – vielleicht nach einem Blick auf das Video des Waterbölles – mit der Remscheider Kirmes versuchen möchte: Die Maikirmes bis bis Sonntag, 6. Maitäglich von 14 bis 24 Uhr geöffnet, sonntags sogar ab 12 Uhr.  Familientag“ mit günstigeren Preisen ist diesmal der Mittwoch. Ein großes Feuerwerk soll es am Freitag, 4. Mai, um 22.45 Uhr geben.