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Wochenrückblick vom 28. Mai bis 3. Juni 2018

Hunderte von Wildbienen beim Nektar-Frühstück

Es ist schon ein kleines Naturschauspiel, wenn sich morgens Hunderte von Wildbienen - keine Angst, die stechen nicht! - an dieser „grünen Wand“ ihr Nektar-Frühstück abholen. Es sind Kletterhortensien, die an der Garagenwand unseres Nachbarn gerade in voller Blüte stehen. Er hatte zugestimmt, dass ich vor den nackten Beton ein paar Stecklinge pflanzen konnte. Und die haben sich in ein paar Jahren prächtig entwickelt, wie man sieht. Vielleicht auch für Sie eine Anregung, wie man Natur zurück in die Stadt holen und Beton einfach „verstecken“ kann.

Mai 2008: Der Waterbölles blättert zurück

Die Rede auf der Maikundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) vor dem Remscheider Rathaus hielt am 1. Mai 2008  Hans Peters, damals Regionsvorsitzende des DGB im Bergischen Land. Und er fragte, auch heute noch aktuell: „In welch‘ einem Land leben wir eigentlich?“. Zitat: „Da lamentieren Arbeitgeber scheinheilig über einen vermeintlichen Fachkräftemangel. Das ist nicht mehr zu ertragen!“ Peters forderte mehr  Qualifizierungsmaßnahmen in der Arbeitsförderung. „Und nicht wie bisher bei teilweise unsinnigen Ein-Euro-Jobs, die zu nichts führen“.

Ohne Verzicht auf bisherige Aufgaben geht es nicht“, hieß es in dem Positionspapier "Neuordnung der Stadtverwaltung Remscheid" von Oberbürgermeisterin Beate Wilding, das vor zehn Jahren in den Fraktionssitzungen der Parteien diskutiert wurde. Zitat: „Ein Personalabbau in der Remscheider Stadtverwaltung kann nicht ohne Eingriffe in Organisationsstrukturen sowie den Verzicht auf bisher wahrgenommene Aufgaben erfolgen. Die derzeit gültige Dienstvereinbarung zur Sicherung des sozialen Friedens im Zusammenhang mit den notwendigen Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung und zur Umstrukturierung der Verwaltung soll weiterhin Anwendung finden. Dies bedeutet, dass vorhandenes Personal mit einer sinkenden Anzahl von Stellen in Einklang zu bringen ist. Gleichzeitig ist jedoch zu berücksichtigen, dass eine aktuelle Alterstrukturanalyse für die Stadtverwaltung Remscheid im Vergleich zu anderen Verwaltungen äußerst positiv ausgefallen ist. So kommen die Experten zu der Einschätzung, dass die Stadtverwaltung in Remscheid vom Alter her sehr ausgewogen besetzt ist und folglich den sich immer mehr verstärkenden demografischen Prozess noch selbst steuern und gestalten kann.  Unter diesen Vorzeichen gilt es, einen spürbaren Stellenabbau bei gleichzeitiger Personaloptimierung zu realisieren.“

 Luftbild vom neuen Remscheider Hauptbahnhof von Mai 2008. Foto: Lothar KaiserWer sagt da, Remscheid hätte keine imposante Skyline?!, fragte der Waterbölles am 3. Mai 2008 und zeigte dieses Foto von dem Bauarbeiten am Remscheider Hauptbahnhof, aufgenommen aus dem Betonkorb eines Baukrans. Der stand damals auf dem Gelände von „Kaufland“, mit dessen Bau gerade begonnen worden war. Bekannt wurde damals im Bauausschuss, dass es am neuen Bahnhof für Passanten einen Regenschutz nur teilweise geben werde. Mit zwei neuen Haltepunkten für den „Müngstener“ (in Mixsiepen und Honsberg) hatte sich der Bauausschuss bereits im Dezember  2007 beschäftigt. Im Mai 2008 wurde ein entsprechender Brief an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) in Essen  beschlossen. Die beiden neuen Haltepunkte lassen bis heute auf sich warten.

Probleme mit den Eltern und Lehrern, Versagensängste im Unterricht, Angst vor Arbeitslosigkeit, Unkenntnis der deutschen Sprache – es gibt viele Ursachen für Schulverweigerung. Eine vom städtischen Jugendamt 1999 in allen Remscheider Schulen der Sekundarstufe I durchgeführte Befragung  ergab für Remscheid eine Zahl von ca. 100 Schulverweigerern. Grund genug für das Jugend- und Schulamt, ein „Schulmüdenprojekt“ ins Leben zu rufen. Als Kooperationspartner wurde der Verein „Leben Lernen e.V.“ gewonnen, der von Lehrer/innen der städtischen Schule für Erziehungshilfe („Heinrich-Neumann-Schule“)  gegründet worden war und auf gute Erfahrungen mit Langzeitpraktika für Schulmüde an der Natur-Schule Grund verweisen konnte. Harald Sellner, stellvertretender Leiter der Heinrich-Neumann Schule für Erziehungshilfe und damals Jahren Sprecher des "Interdisziplinärer Arbeitskreises", fragte sich im Mai 2008 allerdings, warum nicht alle Remscheider Hauptschulen (heute gibt es nur noch eine)  ihre schwierigsten Fälle in die „Umweltwerkstat“ schickten, sondern nur die Hauptschule Wilhelmstraße. , und dazu in der Mehrzahl nur Mädchen. würden. Tatsächlich kommen jedoch die 14 Hauptschüler, in der Mehrzahl Mädchen, deren sozialer Abstieg zurzeit in der Natur-Schule gestoppt werden soll,  überwiegend aus der Gemeinschaftshauptschule (GHS) Wilhelmstraße. „Es muss sich doch anhand der Zeugnisse herausfinden lassen, wer ein Schulverweigerer ist. Dabei geht man von 100 geschwänzten Unterrichtsstunden im Halbjahr aus.“ (Angesehen hat sich die Zeugnisse danach dann – niemand.)

Die zur CDU gehörende „Senioren Union Remscheid“ mit Georg Gregull als Vorsitzendem feierte im Mai 2008 im Kolpinghaus an der Palmstraße ihr 20jähriges Bestehen. Nicht nur mit Sekt und einem Imbiss, sondern auch mit einem Festvortrag. Den hielt Dr. Bernhard Worms,  der Vorsitzende der Europäischen Senioren Union.

Gartencenter beendet Dornröschenschlaf des RWE-Betriebshofs“, titelte der Waterbölles am 15. Mai 2008, nach einer Pressekonferenz von Oberbürgermeisterin Beate Wilding in der ehemaligen Kantine des RWE-Betriebshofs an der Lüttringhauser Straße. Der Großkonzern in Essen hatte es über Jahre hinweg nicht geschafft, sein 24.000 Quadratmeter großes Grundstück loszuwerden, auf dem seit 1981 in der Spitze 150 Mitarbeiter beschäftigt. waren. Dort plane die Garten-Center Kremer GmbH aus Lennestadt eine neue Filiale mit 6.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (davon 1.000 für Bau & Hobby) sowie 250 Parkplätzen kündigte damals Alexander Kremer an. Für den dafür nötigen Bebauungsplan sorgte alsdann die Stadt Remscheid.

30 Tage nach dem Start der Remscheider Eiswette wurden am 16. Mai 2006  auf der Alleestraße die beiden „Eishäuser“ geöffnet und der Sieger präsentiert: Uwe Knipping hatte getippt, dass der 800 Liter große Eisblock in dem wärmeisolierten Blockhaus in dieser Zeit um 311 Liter abnehmen würde. Damit lag er dem tatsächlichen Ergebnis von 315 Litern (60,625 Prozent) am nächsten. Vom Eisblock in dem „normalen“ Holzhaus nebenan war übrigens nur eine kleine Wasserlache übrig geblieben.

Das Möbelhaus Stosberg wird zum Zentrum der Diakonie, kündige das Diakonische Werk Remscheid im Mai 2008 an. Wo bis zum Sommer 2005 Möbel verkauft worden waren, würden in einigen Monaten Beratungsgespräche geführt und Gruppensitzungen abgehalten: Das frühere Möbelgeschäft Stosberg an der Ecke Kirchhof-/Alte Bismarckstraße werde zurzeit im Auftrag des Evangelischen Kirchenkreises Lennep als neues Beratungszentrum des Diakonischen Werkes ausgebaut. Und so geschah es dann auch.

Vor zehn Jahren ging Franz Lebfromm in Pension. Seine letzte große Arbeit für die Stadt Remscheid war das Programm des „Remscheider Sommers 2008“: Von 1975 bis 1995 hatte er im Sportamt gearbeitet und danach den städtischen Kulturservice übernommen, den er seitdem verkörperte. Seine Stelle bekam im Mai 2008  einen kw-Vermerk:  „Kann wegfallen“. Vermisst wird Franz Lebfromm im Rathaus heute noch.

Unfreiwillig Abschied von der Stadtverwaltung musste vor zehn Jahren Stadtdirektor Jürgen Müller nehmen. Am 27. Mai 2008. stimmten 41 Ratsmitglieder für seine Abwahl. Bei zwei Stimmen weniger wäre der von 47 Kommunalpolitikern (darunter 16 der CDU) unterzeichnete Abwahlantrag gescheitert. An der Sondersitzung nahmen 51 der insgesamt 58 Ratsmitgliedern teil. Von diesen 51 stimmten lediglich zehn gegen die Abwahl. Im Vorfeld hatten 47 Ratsmitglieder – 16 von der CDU – Müller in einer Erklärung mangelnde vertrauensvolle Zusammenarbeit vorgeworfen im Zusammenhang mit verlustreichen Derivatgeschäften (über die die Ratsmitglieder im Übrigen sehr wohl frühzeitig im Bilde waren und in denen die Bezirksregierung kein Dienstvergehen Müllers erkennen konnte). Oberbürgermeisterin Beate Wilding (59. Ratsmitglied) sagte fünf Minuten nach der Sitzung auf dem Flur vor dem Großen Sitzungssaal, sie habe sich der Stimme enthalten. Sie hatte schon vorher keinen Hehl daraus gemacht, dass sie Jürgen Müller gerne als Beigeordneten behalten würde.

Florierende Post-Filiale in Lennep soll geschlossen werden“, kündigte der Waterbölles im Mai 2008 an. Die Post AG wolle ihre Filiale an der Kölner Straße in Lennep dicht machen und die Geschäfte mit Briefen und Paketen (wie in anderen Teilen Remscheids auch) einem Einzelhändler überlassen. Und so geschah es dann auch. Bis jetzt. Und wo gibt es künftig „Postverkehr“? Wieder an der Kölner Straße, nur 50 Meter um die Ecke vom bisherigen Serviceleister entfernt.

Die 16. Remscheider Motorshow in 48 Sekunden

„Viele unterschiedliche Charakter“ auf vier Reifen versprach die 16. Auflage der Remscheider Motorshow, die Samstag und Sonntag zahlreiche Autofans auf die Alleestraße lockte. Das Waterbölles-Video zeigt einen Teil der insgesamt mehr als 150 ausgestellten Fahrzeuge, darunter viele PS-starke SUV, in  einer Kühler-Parade unter heißer Sonne. Weshalb die meisten Passanten sich bei der Promenade auch lieber im Schatten der Häuser aufhielten und Kaufverhandlungen – wenn überhaupt – für einen späteren Tag verabredeten. Vor allem am gestrigen verkaufsoffenen Sonntag war der Publikumsverkehr eher gemäßigt, zumal das Allee-Center kraft Gerichtsentscheidung geschlossen bleiben musste.

Wochenrückblick vom 21. bis 27. Mai 2018

Wochenrückblick vom 14. bis 20. Mai 2018

Institutionen berichten oder laden ein (3. Archiv 2018)

Nelson-Mandela-Schule / Projekt „Frühaufsteher“. Zehn Schülerinnen und Schüler der Nelson-Mandela-Schule wurden im März im Rahmen des Berufsorientierungsprojektes „Frühaufsteher“ zu einer Betriebsbesichtigung im Remscheider Mercure-Hotel empfangen. Hotel-Direktor Marco Klij und sein Team haben ein attraktives Programm für den Besuch vorbereitet. So erhalten die Schüler neben einer Führung durchs Hotel die Gelegenheit, einen Tisch professionell einzudecken, den Umgang mit Lebensmitteln live zu erleben und zum Abschluss gemeinsam zu essen. Das Personal will dabei über die im Hotel anzutreffenden Berufe informieren und Fragen beantworten. Das Projekt „Frühaufsteher“ soll den jungen Teilnehmern die Berufswelt näherbringen und ihnen Einblick in die Arbeitsrealität geben. Sie sollen verschiedene Berufsfelder kennenlernen, um so entsprechend ihrer Neigungen und Fähigkeiten eine Entscheidungshilfe bei der späteren Berufswahl zu haben.

Bergische Industrie- und Handelskammer / Azubi-Recruiting-Trends 2018. Über die neusten Trends beim Azubi-Recruiting sowie neue und modernisierte Ausbildungsberufe informierte die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) am 17. Mai in Remscheid. Die Veranstaltung mit dem Titel „Azubi-Recruiting-Trends 2018 – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ findet von 15 bis 17:30 Uhr im Berufskolleg Technik statt. Sie richtet sich an interessierte Ausbildungs-verantwortliche, Lehrerinnen und Lehrer der berufsbildenden Schulen sowie Experten, die an der Beratung und Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern beteiligt sind.
2017 hatten 61 Prozent der Bewerber mehr als ein Ausbildungsangebot. Die Entscheidung, wer wo seine Ausbildung beginnt, wird so immer stärker eine Entscheidung der Bewerber und nicht mehr alleine der Unternehmen. Wer gute Bewerber gewinnen will, muss wissen, mit welchen Argumenten in welchen Kanälen er Bewerber anspricht. Genau darüber wird Felicia Ullrich, Geschäftsführerin der Hermann Ullrich GmbH & Co. KG, berichten. Sie stellt die Recruting-Studienergebnisse 2018 vor. Zu erwarten sind spannende Einblicke in die Gedankenwelt der jungen Menschen und ihre Erwartungen an die Ausbildungsunternehmen. Im Anschluss daran werden die angepassten Inhalte verschiedener Ausbildungsberufe und Zusatzqualifikationen sowie neu entwickelte Berufe vorgestellt. Hintergrund hierfür ist die zunehmende Digitalisierung in Industrie, Handel und Dienstleistung. So startet das neue Ausbildungsjahr der Bergischen IHK am 1. August mit den Modernisierungen in den industriellen Metall- und Elektro- sowie den IT-Berufen. Außerdem wird erstmals der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce angeboten. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, eine Anmeldung aber erforderlich bei der Bergischen IHK unter www.wuppertal.ihk.de, Dokument-Nr.: 4035390 oder per E-Mail an g.eikholz@wuppertal.ihk.de.

Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW / Tagung „Kulturelle Bildung und gesellschaftlicher Zusammenhalt“. Kulturelle Bildung erlebt just eine Renaissance in Zeiten einer sehr heterogenen und zunehmend gespaltenen Gesellschaft. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt bedarf es mehr als Leistungsprinzip und individualisierte Lebensstile. Im Zuge wachsender gesellschaftlicher Spaltung und zunehmenden extremistischen Tendenzen werden Fragen laut nach verbindenden Elementen, dem kollektiven Gedächtnis, kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten. Gefühlt wird der Kulturellen Bildung diesbezüglich ein wichtiger Stellenwert eingeräumt. Es fehlen jedoch fundierte fachliche Erkenntnisse: Trägt Kulturelle Bildung wirklich zu mehr „Kitt“ und gesellschaftlichem Zusammenhalt bei oder unterstützt der sehr subjektspezifische und emanzipatorische Ansatz der Kulturellen Bildung nicht vielmehr eine kritische Haltung zu kulturellen Identitäten, Symbolen und Werten? Und wie müssten Kulturelle Bildungskonzepte aussehen, die gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und zugleich Raum schaffen für individuelle Positionierungen?
Auf der Tagung am 16. - 17. Mai in Remscheid  diskutierten Expert*innen gemeinsam mit Fachleuten der Kulturellen Bildung über Chancen, Risiken und Herausforderungen der Kulturellen Bildung im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenhalts mit Blick auf Themenfelder wie kollektives Gedächtnis, kulturelle Identitäten, Symbole und Werte.

Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) / Erstmals Blutspendetag. Die Premiere war ein großer Erfolg: Rund 50 Auszubildende und Ausbilder des Berufsbildungszentrums der Industrie (BZI) beteiligten sich am 16. Mai an der Blutspende- und DKMS-Registrierungsaktion, die BZI-Mitarbeiterin Pia Schultz zum ersten Mal initiiert und organisiert hatte. Unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren 26 Erstspender. „Gerade weil wir hier so viele junge Leute haben, ist es eine gute Gelegenheit den Grundstein zu legen, dass sie als Blutspender weitermachen“, freut sie sich über den Erfolg. Genauso groß war das Interesse am Angebot der DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), wo sich 34 Teilnehmer als potenzielle Stammzellenspender registrieren ließen. „Mund auf, Stäbchen rein“ – diesem Aufruf folgten viele BZI-Azubis und führten direkt vor Ort einen Mundschleimhautabstrich durch, mit dem das Zellmaterial für die Registrierung gewonnen wird. Bis Freitag können sich noch weitere BZI-Mitarbeitende und Auszubildende anschließen.

Lennep Offensiv e.V. / Blumen zum Muttertag. Ein kleines Dankeschön hatte Lennep Offensiv e.V. für alle Mütter einfallen lassen. Am Tag vor Muttertag, verteilte der Verein am Alter Markt in Lennep Blumen an Passantinnen. Ab ca. 8 Uhr standen Mitglieder des Vereins am Wochenmarkt und überreichten ihnen farbenprächtige Rosen. Es wurde übrigens nicht gefragt, ob die Empfängerinnen tatsächlich (schon) Mutter sind. "Es soll eine symbolische Anerkennung für die Leistungen sein, die man sonst gern als selbstverständlich ansieht,." so Lennep Offensiv. „Gerade auf dem Markt trifft man ja diejenigen, die sich um das Wohl der Familie kümmern."

Ökumenische Initiative Lüttringhausen & F(l)airWeltladen-Lüttringhausen / Internationaler Weltladentag. Zur Feier des Internationalen Weltladentags lud die Ökumenische Initiative Lüttringhausen für heute Vormittag zum kostenfreien Fairen Frühstück in den F(l)air-Weltladen an der Gertenbachstraße in Lüttringhausen ein. Spenden sind willkommen. Als besondere Gäste hatten Vertreter*innen von Organisationen zugesagt, mit denen die Initiative das Interesse am Fairen Handel teilt: Gerhilt Dietrich (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen), Matthias Schmid (Pfarrer im Gemeindedienst für Mission und Ökumene – Bergisch Land), Olivia Klose (AG „Schöpfung bewahren“ der Pfarrgemeinde St. Bonaventura-Heilig Kreuz) und Ralf Tobisch (Kolpingsfamilie Lennep). Eingeladen waren außerdem Vertreter der Schülergenossenschaft des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums.
Der Weltladentag am 12. Mai steht im Zeichen der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs). Bundesweit macht die Fair-Handelsbewegung darauf aufmerksam, dass sich Deutschland im Rahmen dieser Ziele dazu verpflichtet hat, sozial- und umweltverträgliche Produktionsweisen weltweit zu fördern. Der Tag ist aber natürlich eine gute Gelegenheit, um sich im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen zu treffen – und leckere und schöne fair gehandelte Produkte zu entdecken. Wie sähe eine Welt aus, in der Unternehmen nicht vor allem dem Profit, sondern den Menschen und dem Planeten verpflichtet sind? Faire Arbeitsbedingungen für alle können nur erreicht werden, wenn Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, Menschenrechte entlang ihrer gesamten Lieferkette zu achten. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung hat die EU-Kommission mit ihrem Vorschlag für eine neue EU-Richtlinie gemacht: Sie soll Lebensmittelproduzent*innen besser vor unfairer Behandlung durch Supermarktketten und Lebensmittelkonzerne schützen. Eine Liste zum Unterschreiben liegt im F(l)air-Weltladen-Lüttringhausen aus.

Deutsches Röntgen-Museum / Spende für das Archiv. Am Donnerstag, 3. Mai, hatten im Deutschen Röntgen-Museum in Lennep Prof. Dr. Ulrich Mödder, Vorsitzender der Fördergesellschaft des Museums, und Museumsdirektor Dr. Uwe Busch Besuch aus Zürich und Köln: Der bedeutende Schweizer Kinderradiologe Andres Giedion (1925-2013) hatte in seiner beruflichen Karriere ein umfangreiche Lehrsammlung im Bereich der Kinderradiologie zusammengestellt. Dieses für die Fachwelt und für Forschungszwecke bedeutsame Archiv wurden dem Deutschen Röntgen-Museum von seiner Witwe Monica Giedion-Riesch zur Verfügung gestellt. Für die sachgerechte Einlagerung der Sammlung im Archiv des Deutschen Röntgen-Museums stellte sie der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Deutschen Röntgen-Museums eine Spende in Höhe von 13.500 Euro zur Verfügun. Die fachliche Gliederung der Sammlung hat die Kölner Kinderradiologin Prof. Dr. Gabriele Benz-Bohm und ihr Mann Dr. Ernst Bohm vorgenommen. Dr. Uwe Busch: „Die Sammlung Giedion ergänzt die bereits im Archiv befindlichen wissenschaftlichen Lehrsammlungen in besonderer Weise. Sie steht ab sofort für Wissenschaftler aus aller Welt für Forschungszwecke zur Verfügung.“

SPD-Ortsverein Remscheid_Süd / Muttertagscafé. Das Muttertags-Café des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd gehört mittlerweile zum festen Bestandteil im Veranstaltungsprogramm des Stadtteils Hohenhagen. Auch in diesem Jahr lud die SPD im Remscheider Südbezirk wieder zu einem gemütlichen Nachmittag "auf dem Hohenhagen" ein.  Das fünfte Muttertags-Café des SPD-Ortsvereins Remscheid-Süd fand am Sonntag, 13. Mai, ab 14.30 Uhr im Gemeindezentrum „Die Esche“, Eschenstraße 23, auf dem Hohenhagen statt. Die Remscheiderin Ursula Wilberg, die sich in den vergangenen Jahren einen Namen als Vorleserin gemacht hat, begleitete den Nachmittag über mit amüsanten Texten von Heinrich Böll.

Wochenrückblick vom 7. bis 13. Mai 2018

 

Die "Neustadt" mit "Waterbölles" in alten Tagen

Der Waterbölles (waterboelles.de) hat gestern die Zahl von vier Millionen Klicks übertroffen. Dafür Dank an alle Leserinnen und Lesern. Denn mit den Klickzahlen/der "Einschaltquote" steigt das Interesse der Werbetreibenden im Internet für die betreffende Seite. Die Erlöse des Waterbölles aus Bannerwerbung kommen bekanntlich über die angeschlossene Stiftung gemeinnützigen Institutionen in Remscheid zugute.

Der Waterbölles, das Forum zur Remscheider Kommunalpolitik und zu Geschichte(n) aus dieser Stadt, existiert seit dem 19. Januar 2006.

„Der Wasserturm an der Hochstraße ist einer von sieben auf sieben Bergen Remscheids. Er wurde als Erster 1883 mit einem großen Festakt in Betrieb genommen. In der Tageszeitung liest man pathetisch: „Tausende begrüßten das silberne Nass auf dem Bergkegel“. Tatsächlich war der Bau des Wasserturms für die Versorgung von über 900 Haushalten dringend notwendig geworden. Im Laufe der Zeit wurde sein Fassungsvermögen mit einer neuen Ummantelung um 1.100 Kubikmeter erweitert. Im Krieg zerstört, wurde er 1953 wieder aufgebaut und 2002 noch einmal restauriert. Bekannt ist er unter dem Namen „Waterbölles“ oder früher auch „Der dicke Daumen des Kämmerers“ und ziert als Wahrzeichen, schon von weitem zu sehen, neben dem Rathausturm die Silhouette der Stadt.“ (aus dem neuen 378meter.de–Online-Stadtführer, geschrieben von Melanie Clemens für Besitzer von Smartphones oder Tablets, die zugleich Nutzer des ÖPNV sind.) (Historische Fotos aus: „Remscheider Bilderbogen“ von Max Eulenhöfer, 1950)

Seltsame Privataudienz für Beschwerdeführer

Waterbölles-Kommentar

Ratsmitglieder sollten wissen, was in der „Geschäftsordnung für den Rat der Stadt, die Bezirksvertretungen und die Ausschüsse“ steht, die sie sich selbst gegeben haben. Notfalls lässt sich darin per Internet nachschlagen: http://www.remscheid.de/rathaus-und-politik/medienpool/ortsrecht/0.03_101_Geschaeftsordnung.pdf. Da steht unter Absatz 8.10: „Zuhörer dürfen sich an der Verhandlung nicht beteiligen.“ Und sie dürfen erst recht nicht gleich hinter den Ausschussmitgliedern und neben Mitarbeitern der Verwaltung Platz nehmen, als seien sie Sachverständige. Das geht indirekt aus Absatz 4.4. hervor: „Mitglieder der Bezirksvertretungen und der Ausschüsse können an den nichtöffentlichen Sitzungen als Zuhörer teilnehmen. Sie haben dabei in dem für Zuhörer bestimmten Teil des Sitzungsraumes Platz zu nehmen.“

Natürlich kennen die Ausschussvorsitzenden die Geschäftsordnung. Wenn sie sich dennoch nicht daran halten, glauben sie offenbar: „Das macht doch nichts, das merkt doch keiner“. Beides ist falsch. Anderen voran merken es die an den Sitzungen teilnehmenden Verwaltungsmitarbeiter. Und es macht ihnen sicherlich auch etwas aus. Denn eigentlich müssten sie den Sitzungsleiter auf die Geschäftsordnung hinweisen, gegen die er gerade verstößt, halten sich aber zurück, aus welchem Grund auch immer. Das macht verlegen, nehme ich an. Weil es peinlich ist. Erst recht, wenn der „Gast“, dem das Wort erteilt wurde, die Gelegenheit zu massiven Vorwürfen gegen die Verwaltung nutzt.

So geschehen gestern im Bauausschuss unter Vorsitz des politischen Urgesteins Otto Mähler (SPD). Da durfte der Architekt Adolf Böker gegen eine geplante Wohnbebauung an der Königstraße wettern. Über die Pläne hatte der Waterbölles am 4. November 2016 berichtet: „Vier Mehrfamilienhäuser statt alter Fabrikhallen“. Zur frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit lagen die Pläne zum neuen Bebauungsplan 667 – Gebiet: nördlich Königstraße, südlich Stadtpark – vom 29. Mai bis 30. Juni im Fachdienst Bauen, Vermessung und Kataster an der Ludwigstraße 14 aus. Und wenn die Politik über die in dieser Zeit eingegangenen Anregungen und Bedenken aus der Bürgerschaft entschieden hat, wird ein weiteres Offenlegungsverfahren beginnen, zu dem die Bürger/innen dann Eingaben machen können. Fühlen sie sich auch danach noch nicht gebührend erhört, bleibt die „Einwohner-Fragestunde“ in einer Ratssitzung oder eine Klage vor dem Verwaltungsgericht.

Es kann also alles seinen demokratischen Gang gehen, ohne dass jemandem (den man womöglich besser kennt als Otto Normalbürger) gleich ein persönliches Gastspiel in einer Ausschusssitzung gewährt werden muss. Denn sonst könnte der gesamte Ausschuss nebst Verwaltung leicht in den Verdacht des Klüngels geraten. Auch deshalb war es gut und richtig, dass Jörg Schubert, Leiter des Fachdienstes Bauen, Vermessung, Kataster und Untere Denkmalbehörde, auf das ordentliche Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplanes verwies, von dem die Mitarbeiter der Baubehörde nicht abzuweichen gedächten. Dass Architekten dazu neigten, Bebauungspläne, zum Beispiel bei der zulässigen Geschosshöhe, bis zur Schmerzgrenze auszureizen, sei ja nichts Neues, so Schubert. „Damit können wir umgehen!“

In diesem speziellen Fall ging es aber nicht um einen Architekten als Planer, sondern um einen als Anwohner. Und Anwohner, denen ihr Umfeld liebgeworden ist, wehren sich halt gerne gegen Neubauprojekte. Ob berechtigt oder nicht, spielt hier keine Rolle. Da fällt mir eine ganze Reihe von Beispielen aus der Vergangenheit ein. Ich kann mich aber nicht daran erinnern, dass diese Fälle in einer öffentlichen Bauausschusssitzung mit den Beschwerdeführern erörtert worden wären.