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Preis für neue Bildungsstätte und Frauenberatung

Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lädt alle Remscheiderinnen und Remscheider zum traditionellen Festakt der Stadt Remscheid am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, ins Teo Otto Theater ein. Im Rahmen des Festakts wird OB Ehrenpreise der Stadt Remscheid verleihen an den Verein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. und den Verein Frauenberatung e.V. Mit den diesjährigen Bürgermedaillen werden Dr. med. Bettina Stiel-Reifenrath, Peter Maar und Dieter Noss geehrt. Weil sie am Tag der Deutschen Einheit verhindert sind, erhalten sie die Medaillen zu einem späteren Zeitpunkt. Die Musik steuern zum Festakt wie gewohnt die Bergischen Symphonikern bei, nunmehr unter der Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Huppert. Der Eintritt ist frei.

16 Infostände am Tag der Pflege

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In Remscheid leben aktuell rund 4.500 als pflegebedürftig eingestufte Personen mit einem individuellen Hilfebedarf. Rund 77 Prozent der pflegebedürftigen Remscheiderinnen und Remscheider werden von privaten Pflegepersonen – in der Regel Angehörige – zuhause versorgt und/oder durch ambulante Pflegedienste. Vielfach werden auch niedrigschwellige haushaltsnahe Dienstleitungen wie beispielsweise das Zubereiten von Mahlzeiten oder die Pflege des Haushalts benötigt und in Anspruch genommen. Lediglich rund 23 Prozent der betroffenen Menschen leben in Remscheid in einem Pflegeheim, also stationär.

Für Betroffene und Angehörige ist es äußerst wichtig, sich über das vielfältige Hilfeangebot in unserer Stadt informieren zu können. Hierfür steht in Remscheid ein breites Angebot an Beratungsstellen zur Verfügung – unter anderem die Pflegeberatung und die Wohnberatung der Stadt Remscheid. All diese Beratungsstellen und auch verschiedene örtliche Anbieter, Dienstleister und Institutionen rund um das Thema der Pflege und Versorgung werden sich am diesjährigen „Remscheider Tag der Pflege 2019“ Mittwoch, 25. September, ab 10 Uhr im Allee-Center Remscheid vorstellen. Ein informatives Rahmenprogramm wird zwischen 11 und 16 Uhr angeboten. Themenschwerpunkte sind Schlaganfall, Ausbildung in der Pflege, Beratung und Vorsorge sowie Bewegung / Mobilität / Aktivität. Schirmherr der von Ralf Noll moderierten Veranstaltung ist der Sozialdezernent Thomas Neuhaus.

Die Stadt Remscheid organisiert diese Veranstaltung gemeinsam mit dem Allee-Center Remscheid. An 16 Ständen können sich Interessierte beraten lassen – beispielsweise über Hilfsmittel, Beratungsangebote, haushaltsnahe Dienstleistungsangebote, ambulante Pflegedienste, Tagespflege, Kurzzeitpflege und vollstationäre Pflege. Auch das Thema der Ausbildungsmöglichkeiten in der Pflege wird ein wichtiger Schwerpunkt sein.

Nachtfrequenz19, das Fest der Jugendkultur

Pressemitteilung der Stradt Remscheid

Die Nacht der Jugendkultur kehrt zurück nach Remscheid. Vom 28. auf den 29. September feiern Jugendliche in ganz Nordrhein-Westfalen die „Nachtfrequenz19 – Nacht der Jugendkultur“, und auch Remscheid ist mit einem Live-Painting-Event ab 10 Uhr und einer Party im MKS-Garten ab 18 Uhr dabei. Der Eintritt ist frei, inklusive Getränke und Snacks. Auf dem Gelände der Musik- und Kunstschule (MKS) werden ab 10 Uhr acht großformatige Leinwände bemalt; sie werden abends bei Snacks und DJ-Musik versteigert.

Wer zwischen 16 und 26 Jahren alt ist, kann sich ab sofort für eine der acht Leinwände (200 x 100 cm) bewerben. Die Leinwände, Acrylfarben und Pinsel sowie Sprühdosen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt. Interessierte schicken einfach eine Skizze/Entwurf in Din A4 mit den eigenen Kontaktdaten unter dem Stichwort „aRtelier“ per Post an die Musik-und Kunstschule Remscheid, Scharffstraße 4-6, 42853 Remscheid. Alternativ können Entwürfe in den Kunsträumen der MKS dienstags bis donnerstags von 15 bis 18 Uhr abgeben werden. Bewerbungsschluss ist der 25. September.

Drei Monate die Vorzüge von Bus und Bahn testen

Pressemitteilung des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR)

Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die kommunalen Verkehrsunternehmen informieren wie bereits in den Vorjahren mit einer breit angelegten SchnupperAbo-Kampagne über die Vorteile von Ticketabos für Bus und Bahn. Die Kampagne richtet sich insbesondere an Fahrgäste, die den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bereits regelmäßig mit einem Monatsticket nutzen, sowie Pendlerinnen und Pendler, die überwiegend mit dem Auto im Verbundraum unterwegs sind. Mit dem SchnupperAbo können Interessierte die Vorzüge einer Dauerkarte für Bus und Bahn drei Monate intensiv testen.

Nahverkehrskunden können wahlweise das Ticket2000, das Ticket1000, das YoungTicketPLUS oder das BärenTicket als dreimonatiges Probe-Abonnement bei einem der VRR-Verkehrsunternehmen abschließen – und zwar zum 1. Oktober, 1. November oder 1. Dezember 2019. VRR-Kunden sind mit einem SchnupperAbo im Vergleich zu einer regulären Monatskarte besonders kostengünstig mit Bus und Bahn unterwegs. So sparen sie beispielsweise beim Ticket2000 in der Preisstufe A1 im Vergleich zum Monatsticket 9,09 Euro, in der Preisstufe D monatlich sogar 22,90 Euro. Nach Ablauf der drei Probemonate haben die Fahrgäste schließlich die Möglichkeit, das jeweilige Ticket weiter zu nutzen. Dafür müssen sie nichts tun, denn es behält weiterhin seine Gültigkeit. Ansonsten genügt eine formlose Kündigung bis zum Zehnten des dritten Testmonats und das SchnupperAbo endet.

Die VRR-Tickets für Vielfahrer bieten zahlreiche Vorteile. Abonnenten sparen nicht nur bares Geld, sondern auch Zeit und Aufwand: Der Kauf einzelner Tickets und das damit oftmals verbundene Warten im KundenCenter entfallen. Darüber hinaus sind die unterschiedlichen Abos jederzeit monatlich kündbar. Benötigt ein Fahrgast vor Ablauf der ersten zwölf Monate das Ticket nicht mehr, berechnet das Verkehrsunternehmen lediglich die Differenz zum entsprechenden Monatsticket ab dem Startmonat des SchnupperAbos. Somit zahlt er nie mehr als den Preis einer Monatskarte. Außerdem ist eine Änderung der Preisstufe jederzeit für den Folgemonat kostenlos möglich. Informationen zum SchnupperAbo: https://www.schnupperabo.vrr.de/

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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Bürgerdialog am Brunnen vor dem Allee-Center. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz lädt Interessierte herzlich dazu ein, mit ihm am Mittwoch, 18. September, auf der oberen Alleestraße ins Gespräch zu kommen. Von 16.30 bis 18.30 Uhr schlägt er diesmal sein Zelt am Brunnen vor dem Allee-Center Remscheid auf. Außerhalb seines Dienstzimmers in lockerer Atmosphäre hofft er auf viele Anregungen, die zum guten Miteinander von Bürgern, Verwaltung und Politik beitragen.

„Die Olchis – So schön ist es im Kindergarten“. In der Stadtteilbibliothek Lennep, Berliner Straße 9, wird am Mittwoch, 18. September, um 15 Uhr das Bilderbuch „Die Olchis – So schön ist es im Kindergarten“ von Erhard Dietl vorgelesen. Der Eintritt ist frei. Die  Olchis wohnen auf der Müllkippe von Schmuddelfing und sehen aus wie kleine Marsmännchen. Sie reiten auf einem fliegenden Drachen und essen Müll. Ansonsten passiert bei ihnen nicht so viel, deshalb macht Oma Olchi mit den Kindern einen Ausflug in den Menschenkindergarten.

Im Fachdienst Soziales und Wohnen wird umgezogen. Die zum städtischen Fachdienst Soziales und Wohnen gehörenden Unterhaltsvorschusskasse sowie der Bereich „Beitragsveranlagung für Kindertageseinrichtungen“ ziehen von der Alleestraße 66 in das Verwaltungsgebäude Haddenbacher Straße 38-42  um. Deswegen sind diese Bereiche vom 19. bis 24. September für den Publikumsverkehr geschlossen. Am Mittwoch, 25. September, starten sie am neuen Standort mit gleichen Öffnungszeiten (Montag, Mittwoch, Freitag von 8.15 bis 12.15 Uhr).
Die Abteilung Hilfen für Senioren und behinderte Menschen zieht vom 24. bis 27. September innerhalb des Verwaltungsgebäudes Alleestraße 66  um. In dieser Zeit ist die Abteilung für den Publikumsverkehr geschlossen. Am Montag, 30. September, startet sie am gleichen Standort mit den gewohnten Öffnungszeiten.

Grundkurs in Autogenem Training. Es wird immer wichtiger, aber auch schwieriger, sich eine stressfreie Zone zu schaffen bzw. zu erhalten und das innere Gleichgewicht wiederzufinden. Durch autogenes Training kann eine Grundlage für die körperlich-seelische Gesundheit erlangt werden. Unter fachkundiger und kompetenter Anleitung werden neben dem autogenen Training (nach J. H. Schultz) noch andere Entspannungstechniken vorgestellt und eingeübt. Kursleitung: Ute Möhrke. Termine: 8 x donnerstags ab 19. September, 19 - 20.30 Uhr, im Ämterhaus, Raum 231, Elberfelder Str. 32. Entgelt: 47,20 Euro.

Vortrag der Pflegeberatung in der MKS-Begegnungsstätte. Am Donnerstag, 19. September, um 18.30 Uhr referiert Andrea Wild in der Begegnungsstätte der Musik- und Kunstschule zum Thema „Selbstbestimmt leben im Alter“. Viele Menschen möchten möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung leben und auch im Alter autark sein. Wie das gehen kann und welche Möglichkeiten und Hilfen es gibt, darüber informiert dieser Vortrag mit anschließender Gesprächsrunde. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Spätere Termine/Veranstaltungen siehe nächste Seite:

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Für demokratische Grundrechte engagiert einsetzen

Für die umfangreichen Sanierungsarbeiten an Dach und Turm der Lutherkirche spendeten Remscheider Bürgergerinnen und Bürger 300.000 Euro. Das allein wäre schon einen Festgottesdienst wert gewesen. Den beging die evangelische Auferstehungs-Kirchengemeinde am Sonntag aber auch aus Anlass des 125. Geburtstags der Lutherkirche. Die Predigt hielt dabei Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, der  den Spendenaufruf zur Sanierung der Kirche seinerzeit mitinitiiert und unterzeichnet hatte. Anknüpfend an das Markusevangelium, 3.Kapitel, Verse 31 - 35 („Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter) beschäftigte sich der OB in  seiner Predigt mit dem Begriff der „Familie“. Der Waterbölles dokumentiert die Predigt nachfolgend.

Liebe Gemeinde, wer ist unsere Familie? Natürlich zunächst einmal die, in die wir hineingeboren wurden und die die wir selbst gegründet haben. Für mich sind es, da meine Eltern nicht mehr leben, meine vier Geschwister und vor allem meine Frau und meine Kinder. Die letztgenannten stehen im Mittelpunkt meines Lebens. Nicht zeitlich, da ich viel Zeit in meinem Amt verbringe. Emotional aber allemal, zumal meine Tochter in wenigen Tagen kirchlich heiratet und das beim Vater vielleicht noch mehr als bei der Mutter Herzklopfen auslöst.  Meine Kinder haben einen tollen Weg genommen. Aber auch mir ging es, als sie Jugendliche waren, manchmal so wie Maria. Trotz allen Vertrauens habe ich nicht alles verstanden, was sie gemacht haben. Gerade als sie Jugendliche waren und häufig bis sehr spät unterwegs, habe ich mich gefragt, wo sie sind und mit wem sie unterwegs sind. Richtig schlafen konnte ich erst, als spät nachts die Haustür ging und ich sie zu Hause wusste.

Das klassische Familienbild hat sich längst verändert. Vater, Mutter, Kinder war einmal. Heute gibt es viele Möglichkeiten, sich als Familie zu verstehen. Patchwork, alleinerziehend, gleichgeschlechtlich, viele Lebensformen sind möglich, sie alle gehören dazu.

Heute feiern wir den 125. Geburtstag der Lutherkirche. Schön ist sie nach der Sanierung geworden. Sie ist eine Wegmarke, die man schon von weitem sieht. Ich möchte all denjenigen danken, die sich dafür eingesetzt haben. Sie ist ein wunderbares Bauwerk in einer der schönsten Straßen in unserer Stadt. Die Lutherkirche ist sehr einladend geworden und lädt auch ein. Sie möchte Heimat sein für Christinnen und Christen, für die Mitglieder der Gemeinde, für die Menschen in unserer Stadt.

Gelingt das heute noch angesichts der Tatsache, dass wir überall von zurückgehenden Zahlen der Mitglieder in den Gemeinden lesen und hören? Ich habe ein Bild davon, wie schwierig es für Pfarrer und Presbyterium ist, den Spagat herzustellen zwischen denjenigen, die schon lange dabei sind, denjenigen, die zwar Mitglied sind, aber am Gemeindeleben nicht teilnehmen und denen, die sich von Kirche nicht ansprechen lassen. Dazu bedarf es viel Fingerspitzengefühl und unterschiedliche Angebote. Wie einladend ist Kirche heute?

Wie politisch darf und muss Kirche sein? Nicht parteipolitisch, sondern in der Stellungnahme zu Entwicklungen in unserem Land und zu Lebenssituationen der Menschen. Jesus war streitbar. Aus meiner Sicht fordert er uns geradezu dazu auf, Stellung zu beziehen zu Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen. Er fordert uns dazu auf, Lösungen für das Thema Armut zu finden. Er fordert uns dazu auf, den Blick nicht davor zu verschließen, dass fast jedes fünfte Kind heute in unserer Stadt in Familien lebt, die von Armut bedroht sind oder arm sind. Er fordert uns dazu auf, die Stimme zu der Tatsache zu erheben, dass Ältere, insbesondere Frauen, die ein Leben lang gearbeitet haben, heute mit einer viel zu kleinen Rente leben. Noch Freitag habe ich in Berlin wieder erlebt, dass ein alter Mann Mülleimer nach Pfandflaschen durchsucht hat. Nur in Berlin? Nein, das sehen wir auch in unserer Stadt, wenn wir die Augen nicht verschließen.  Er fordert uns dazu auf, unsere Stimme zu erheben, wenn Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrinken. Er fordert uns auf, uns für den Erhalt der Schöpfung zu engagieren. Wir dürfen nicht so mit unserer Erde so umgehen, als gäbe es nach uns keine weiteren Generationen. Nicht immer mehr, sondern ein klares Bekenntnis für eine gerechte Verteilung für alle Menschen auf unserer Erde, das ist unsere Aufgabe.

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Es geht zu wie bei der Echternacher Springprozession

Die Klage Wuppertals gegen ein Designer-Outlet-Center in Lennep ist nach wie vor beim Verwaltungsgericht in Düsseldorf anhängig. Weil sich Politik und Verwaltung des „großen Nachbarn“ von Remscheid verhalten wie ein Teilnehmer der Echternacher Springprozession: Zwei Schritte vor und einen zurück. Jetzt also sollen sich die Stadt Remscheid und der DOC-Investor McArthurGlen auf ein von Wuppertal in Auftrag gegebenes Gutachten einlassen, das für das DOC eine auf 900 Quadratmeter verringerte Verkaufsfläche für Sportartikel verlangt. Das wäre dann weniger als die Hälfte der jetzt (noch) vorgesehenen Fläche. Und auch Lederwaren und Textilien will das Gutachten geringer gewichtet sehen. Wie der Wuppertaler Einzelhandel / Einzelhandelsverband das sieht, dürfte sich heute herausstellen. Aus der „Kaufhof“-Filiale am Wuppertaler Neumarkt kam bereits das Signal, durch das neue DOC sehe man die eigenen Umsätze nicht gefährdet. Eine Information, die auch ins Remscheider Rathaus drang. Dort wird man sie in der sicherlich andauernden Diskussion mit Wuppertal gewiss zu nutzen wissen.

Empfang vom Samstag soll kein Solitär bleiben

Für Präses Manfred Rekowski war der Empfang der christlichen Gemeinden Remscheids und der Stadt Remscheid, zu dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Tür zum großen Sitzungsaal allerGäste persönlich begrüßte, eine besondere Premiere: „Ich war noch nie hier!“ Für  Stadtdechant Thomas Kaster, Superintendent Hartmut Demski und André Carouge und weitere Vertreter der christlichen Kirchen galt das natürlich nicht. Und auch der Vertreter der muslimischen Gemeinden, Tevfik Baylan, verwies gerne auf die vergangenen „Fastenbrechen“ an dieser Stelle. Gleichwohl war dieser Abend aber auch für sie eine Premiere – einen solchen Abend hatte es zuvor noch nie gegeben. Wohl aber in dessen Vorfeld „eine kurze und intensive Diskussion im Stadtrat“, wie der OB nicht verhehlte. Er habe jedoch „unabhängig von dieser Diskussion die Idee gerne aufgegriffen" und freue sich über die große Resonanz. Auch im nächsten Jahr werde es einen solchen Abend wieder geben, „ebenso wie das Fastenbrechen, den Arbeitnehmerempfang oder den Fronleichnams-Gottesdienst. Und dafür gebe es für ihn zwei entscheidende Gründe: „Ich bin dankbar für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in unserer Stadt und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten. Und dieses Rathaus ist das Haus der Menschen, die in unserer Stadt leben. Sie sind vielfältig, bringen ihre Sorgen und Freuden, ihre Hoffnungen und Anliegen mit, aber auch ihre religiöse Bindung, egal ob Christ, Muslim, Jude, Alevit, Bahai usw. Auch für ihre religiöse Bindung ist hier Raum, weil alle hier lebenden Menschen zu unserer Stadt gehören, weil ihr Glaube zu ihnen gehört.“

Über dem von Johannes Gessner, Kantor der ev. Kirchengemeinde Lenneep, musikalisch umrahmten Empfang stand der Psalmspruch „Suchet Frieden und jaget ihm nach“. Der Frieden gelte uns allen, betonte Burkhard Mast-Weisz: „Den Frieden in unserer Stadt müssen wir gemeinsam pflegen; das ist ein sehr hohes Gut!“ Dass das Zusammenleben in unserer Stadt mit Menschen aus 120 Nationen gut funktioniere, sei für eine Großstadt nicht selbstverständlich, und das gelinge auch nur im Zusammenwirken aller Verantwortlichen. „Objektiv gesehen gehören wir zu den sichersten Großstädten Deutschlands. Wir haben keine Angsträume oder Konflikt-Hotspots. Ich weiß aber auch, dass manche in ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl verunsichert sind. Das nehme ich ernst, das nehmen wir ernst. Was ich aber rundweg ablehne, ist der Versuch, den ich auch gelegentlich in unserer Stadt verspüre – die Menschen zusätzlich zu verunsichern und mit populistischen Argumenten und Stimmungsmache gegen Menschen anderer Hautfarbe, anderer Herkunft, anderer Kultur, Religion oder Lebenseinstellung politischen Erfolg zu erzielen. Wer so etwas tut, sorgt sich nicht und handelt nicht für den Frieden in unserer Stadt, sondern versucht zu spalten. Dem müssen wir uns alle gemeinsam entgegenstellen, das ist unser Auftrag, den uns der Psalm mitgibt!“

Das gute Miteinander in Remscheid betonte auch Stadtdechant Thomas Kaster („Darauf können wir stolz sein!“). Er sprach im Namen aller christlichen Gemeinden  in der Stadt. Verantwortung für dieses gute Miteinander trage letztlich jeder Einzelne. Es gelte, dieses „Wir“ weiter zu entwickeln und zu gestalten „gegen jede Ausgrenzung und Fremdenhass“. Diesem Ziel könnten auch dieses und künftige Zusammentreffen dienen, betonte Tevlik Baylan als Vertreter der muslimischen Gemeinden – „durch besseres Kennenlernen und durch Gespräche!“

Aktionswoche zur klimafreundlichen Mobilität

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vom 14. September bis zum 22. September dreht sich in Remscheid alles um das Thema Mobilität. So hat der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche ein buntes Mitmachprogramm organisiert, das dazu einlädt, die vielen Facetten der klimafreundlichen Mobilität kennenzulernen und zu erleben. Das Programm richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen und soll zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Dazu gehört ein Fahrradtraining sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für interessierte Mitarbeitende der Stadt Remscheid. Bei einer „Bewegten Mittagspause“ haben letztere zudem im Rahmen einer Stadtführung die Möglichkeit, einen Einblick in die Geschichte der Stadt Remscheid sowie der Mobilität zu erhalten. Ferner können Unternehmen im Rahmen einer Informationsveranstaltung erfahren, wie sie ihre betriebliche Mobilität zukunftsfähig und klimaschonend gestalten, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben besichtigen und das Fahren mit einem Pedelec testen. Für die Zielgruppe der Senioren gibt es bei dem Rollatorentag der Stadtwerke Remscheid GmbH Informationen über klimafreundliche Formen der Mobilität und auch die Jüngsten kommen nicht zu kurz.

Beim Weltkindertag auf dem Theodor-Heuss-Platz können alle interessierten Kinder in einem sogenannten „Verkehrsschilderwald“ ihr Wissen über Verkehrsschilder testen und Preise gewinnen. Für die teilnehmenden Kindertagesstätten und Schulen an der Kindermeilenkampagne gibt es zudem die Möglichkeit, das Musical „Abgeschnallt“ zu dem Thema Verkehrssicherheit zu besuchen, das den Kindern spielerisch sowohl die Problematik der Eltern-Taxis als auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Auch die Kampagne STADTRADELN wird erneut aufgegriffen. So wird die Abschlussveranstaltung zu der Kampagne ebenfalls während der Europäischen Mobilitätswoche stattfinden; die aktivsten Teams und Einzelradelnden wird Oberbürgermister Mast-Weisz für ihr Engagement ausgezeichnet.

Als Begleitaktion gibt es zudem ein sogenanntes „Ampelquiz“. Nach dem Motto „Warten und Raten“  werden hierzu an ausgewählten Fußgängerampeln Schilder angebracht, die alle zu Fuß Gehenden zum Mitraten einladen und die Wartezeit an der Ampel verkürzen sollen. Pro Ampel gibt es dabei ein Schild mit einer Frage zur Mobilität; die jeweilige Antwort befindet sich ebenfalls auf dem Schild. Insgesamt gibt es zwölf unterschiedliche Fragen; diese sind vom 12. bis 26. September an 72 Fußgängerampeln im gesamten Remscheider Stadtgebiet zu finden und machen so auf die Europäische Mobilitätswoche aufmerksam. (Beispiel: „Wann und wo wurde die erste Ampel in Remscheid in Betrieb genommen?“)

Die Stadt Remscheid beteiligt sich damit erstmalig an der Europäischen Mobilitätswoche, die auf Initiative der Europäischen Kommission jährlich vom 16. bis 22. September stattfindet. Die Kampagne bietet den Kommunen in ganz Europa seit 2002 eine Plattform, um den Menschen vor Ort die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität näher zu bringen. In diesem Jahr beteiligen sich an der Aktionswoche 2.600 Kommunen aus 48 Ländern (nähere Informationen unter http://www.mobilityweek.eu). In der vom Stadtrat beschlossenen gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie verpflichtet sich die Stadt Remscheid u.a. zur Umsetzung von Informations- und Motivationskampagnen zur klimafreundlichen Mobilität. Ziel ist es, das Thema nachhaltige Mobilität mit Spaß und Begeisterung voran zu bringen und ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Studiengebühren betragen rund 2.800 € pro Semester

Im Stadtentwicklungsausschuss hat Arnd Zimmermann, in der Stadtverwaltung zuständig für die Digitalisierung, am Donnerstag die Anfrage der CDU nach den Aktivitäten der Fachhochschule auf dem Honsberg beantwortet. Demnach werden dort folgende Studienfächer angeboten: Produktionstechnik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre als Startangebot; weitere Studiengänge entsprechend der Bedarfe der Wirtschaft in der Bergischen Region. Die Studiengebühren belaufen sich auf rund 2.800 € pro Semester, für ein komplettes Bachelor-Studium fallen ca. 16.700 € an. Informationen, wie die derzeitig eingeschriebenen Studenten ihr Studium finanzieren, liegen der Verwaltung nicht vor.

Bislang haben sich 20 Studierende am neuen Standort eingeschrieben. Insofern ergeben sich zurzeit keine Parkprobleme; Stellplätze stehen auf dem ehemaligen Schulhof zur Verfügung. Bei steigender Studentenzahl kann auch der aufgegebene Teil des Sportplatzes Honsberg genutzt werden.

Von Seiten der Stadtverwaltung als Vermieterin der ehemaligen Grundschule wurden zwei Klassenräume sowie Nebenräumen im Erdgeschoss sowie im rechten Teil des Pavillons für Lehrzwecke hergerichtet. Für das Mobiliar hatte der Mieter zu sorgen. Die Kosten für die weitere Innenraumsanierung des Restgebäude incl. Brandschutz und Fassaden beträgt nach Berechnung des Gebäudemanagements ca. 2,3 Millionen €. Zwecks Fördermittel hat die Stadt Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium (Wirtschaftsförderung) und dem Bauministerium (Städtebauförderung) aufgenommen. Eine Förderung wurde in Aussicht gestellt. Entscheidungen stehen noch aus.

Neuer Treffpunkt im Grünen für Großhülsberg

„Das Gewerbegebiet Großhülsberg in Lüttringhausen an die Stadtgrenze zu Wuppertal umfasst auf ca. 54 Hektar zurzeit 90 Betriebsstätten mit rund 2.000 Arbeitsplätzen. Gemeinsam mit dem östlich der Barmer Straße gelegenen Gewerbegebiet Grünenplatzer Straße ist Großhülsberg einer der größten zusammenhängenden Gewerbestandorte der Stadt Remscheid. Innerhalb des Gewerbe- und Industriegebietes befinden sich in der früheren Hofschaft Großhülsberg wie auch an der Barmer Straße Wohnanlagen. Deren Gärten sind mit den Randbereichen des Hülsberger Baches die wesentlichen Elemente einer innergebietlichen Grünflächenstruktur. In diesem Teil des Biotopverbundes Hülsberger/Klausener Bachtal wird die Stadt Remscheid eine Experimentier- und Versuchsfläche zur Verfügung stellen als „Treffpunkt im Grünen“ für Großhülsberg. Nach dem Gesamtfinanzierungsplan will die Stadt während der Projektlaufzeit von zwei Jahren die Kosten einer halben Personalstelle nebst Sach- und Dienstreisekosten in Höhe von rd. 97.000 € zur Verfügung stellen. (aus Mitteilungsvorlage 15/6499 zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am vergangenen Donnerstag)

Langzeitarbeitslose als Schülerlotsen chancenlos?

„Die Schülerlotsen sind ehrenamtlich tätig und rekrutieren sich zumeist aus dem Kreis der Eltern oder Großeltern der Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Grundschule. Seitens der Schulverwaltung wird dieses System als etabliert und funktionsfähig betrachtet“, teilte die Verwaltung am Donnerstag den Mitgliedern des Schulausschusses mit. „Im Bereich der Schulwegsicherung sind alternative Möglichkeiten zur Schaffung von Stellen im Rahmen der Förderung zur Teilhabe am Arbeitsmarkt nicht ersichtlich.“

Angefragt hatte die CDU-Fraktion, ob zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Schulkinder nicht auch Langzeitarbeitslose auf der Basis einer Förderung nach dem am 1. Januar in Kraft getretenen § 16 i SGB II als Schülerlotsen beschäftigt werden könnten. Antwort der Verwaltung: „Die Einrichtung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes für einen Schülerlotsen/eine Schülerlotsin könnte aus pragmatischen Gründen schwierig sein. Da der Schulbeginn an Schulen in der Regel zeitgleich erfolgt, kann ein Schülerlotse/eine Schülerlotsin täglich nur eine Schule betreuen. Der zeitliche Umfang einer Schülerlotsentätigkeit wird täglich mit etwa 30 bis 45 Minuten veranschlagt. Das ergäbe eine wöchentlich aufgerundete Arbeitszeit von etwa vier Stunden und auf einen vollen Monat gerechnet von etwa 17 Stunden. Diese angenommene Arbeitszeit reicht nicht, um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu begründen. Eine Förderung nach § 16 i SGB II ist dann nicht möglich.“

Jutta Velte (Grüne) zeigte sich in der Sitzung des Schulausschusses enttäuscht: Diese Antwort werde dem Anliegen des Schulausschusses nicht gerecht. „Phantasielos“, war ihr Urteil. Vielleicht könne man ja den Verfasser dieser Vorlage in die nächste Sitzung einladen... Doch Schul- und Sozialdezernent Thomas Neuhaus, in den Sitzungen des Schulausschusses in der Regel als Vertreter der Verwaltung präsent, hielt das für keine gute Idee. Er sagte aber zu, intern das Thema noch einmal besprechen zu wollen.