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Neuer Schilderbaum am Bahnhof zu den Partnerstädten

Auf ein „nicht mehr aktuelles Hinweisschild zu den Remscheider Städtepartnerschaften“ an der Stadtgrenze zu Wuppertal machte in der Ratssitzung im März 2017 Jens Peter Nettekoven (CDU) aufmerksam: „Da fehlen so einige!“ Am, 7. September 2017 folgte der Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, die Verwaltung möge die auf die Partnerstädte und Städtefreundschafen hinweisenden Schilder an den Ortseingängen erneuern. Derzeit sind zwölf Standorte an städtischen Straßen bzw. solchen in der Zuständigkeit des Landesbetriebes ausgewiesen, an denen entsprechende Schilder installiert sind bzw. sein sollten. Denn teilweise sind dort gar nicht mehr vorhanden. Und die anderen „befinden sich in desolatem Zustand“, wie es in einer Vorlage der Verwaltung zur Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 21. Juni heißt. Darin wird als Alternative ein Schilderbaum vorgeschlagen mit je einem Schild pro Partnerstadt, jeweils in die entsprechende Richtung weisend. Als zentraler Standort hierfür böte sich der Fußgängerbereich des Remscheider Hauptbahnhofes an. Erste Kostenschätzungen sprechen von 22.000 bis 25.000 € ohne Montage. Ansonsten könne – basierend auf den alten Schildern und Standorten – ein sogenanntes „Standschild“ erstellt werden mit einzelnen Schilderelementen untereinander. Dieses Schild könne dann an allen zwölf Standorten (soweit der Landesbetrieb die erneute Aufstellung der Schilder genehmigt) die alten Hinweisschilder ersetzen.

Mit dem Vorschlag eines Schilderbaumes griff die Verwaltung Hinweise aus der Bürgerschaft auf. Im März legte sie beiden Möglichkeiten incl. entsprechender Planskizzen dem Ältestenrat vor mit der Bitte, ein Stimmungsbild innerhalb der Fraktionen und Gruppen einzuholen. „Die mehrheitliche Anzahl der Rückmeldungen hat sich für die Errichtungen eines zentralen Schilderbaumes ausgesprochen“, heißt es nun in der Vorlage. „Insofern bittet die Verwaltung um einen entsprechenden Beschluss, der den Beschluss vom 7.9.2017 ersetzt.“

Den Vorteil eines Schilderbaumes sieht die Stadt darin, dass „die Remscheider Bürgerinnen und Bürgern und die Menschen aus der Umgebung die Möglichkeit hätten, sich in Ruhe mit unseren Partnerstädten und Städtefreundschaften auseinander zu setzen. Durch die Größe des Schildes, die mit den Länderfarben gefüllten Pfeile und die Kilometerzahl in Richtung des jeweiligen Landes“ und den Fußgängerverkehr am Bahnhof und am neuen Kino sei „sicherlich eine deutlich bessere Wahrnehmung der Inhalte möglich“. Auch führe der Wegfall der Schilder an den Ortseingängen zu einer Verminderung des Schilderwaldes und erleichtere künftige Kontroll- und Pflegearbeiten. Bei einem positiven Beschluss plant die Verwaltung die Einweihung des Schilderbaumes zum Tag der Vereine im September in Anwesenheit der Vertreterinnen und Vertreter aus den Partnerstädten.

Wasserspiel am Markt soll abgebaut werden

„In den städtischen Brunnen wird künftig – auch eine Sparmaßnahme – kein Wasser mehr fließen. Vorausgesetzt, es finden sich keine Sponsoren / Paten, die die Kosten für den weiteren Betrieb übernehmen“, berichtete der Waterbölles am 20. Juli 2010. Und zitierte die Stadtverwaltung: „Wenn die Brunnen abgeschaltet werden, bleiben sie funktionslos. Es verbleibt je nach Brunnen ein ‚Restanschauungswert’, wie zum Beispiel beim Pylon am Alleecenter.“ Auch eine Erkenntnis.

Seit 1994 symbolisierte der Brunnen am Markt (Foto links), eine Stiftung der Stadtsparkasse Remscheid an die Stadt, geschaffen von dem Frankfurter Künstler Reiner Uhl, Feuer, Wind und Wasser im Bergischen Land. Die laufenden Kosten übernahmen die Stadtsparkasse – Wartung, Reinigung und Pflege die Firma Dörschler zu einem Sonderpreis. Bereits im Jahre 2000 zahlte die Stadtsparkasse umfangreiche Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten. Da stellte sich schon damals die Frage nah einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis. Inzwischen kann die Stadtsparkasse davon nichts mehr erkennen - auch wegen gestiegener Reinigungskosten - und hat sich entschlossen, den Brunnen abreißen zu lassen, sobald die Frage des neuen Bodenbelages am Markt generell geklärt ist. Das berichtete Pressesprecher Markus Kollodzey diese Woche der Bergischen Morgenpost.

Seit der Rat der Stadt mit seinem Sparbeschluss 2010 den drei Brunnen auf der Allee (Foto rechts: Das Wasser des Kugelbrunnens) und am Markt  das Wasser abdrehte, konnte die Stadt pro Jahr  22.000 Euro an Unterhaltungskosten sparen, fand nur für kürzere Zeiträume einige Sponsoren, die es wieder andrehten. In Lüttringhausen, davon kann man ausgehen, wird das anders sein, sollte die Idee Wirklichkeit werden, die Tho­mas Schulte am Mittwoch in der Bezirksvertretung Lüttringhausen präsentierte: Einen neuen Brunnen hinter dem Rathaus an der Kreuzbergstraße, durch den dann auch das steinerne Kinderpärchen, früher über dem Eingangsportal der Lüttringhauser Badeanstalt zu sehen, wieder ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken könnte.. Der Heimatbund Lüttringhausen will die Finanzierung und den Unterhalt des Brunnens übernehmen. Mit solchen Vorhaben hat er bekanntlich reichlich Erfahrung - und gute.

Kulturkooperative soll im Herbst durchstarten

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Mit dem dritten Workshop führte die Kulturkooperative im Bergischen Städtedreieck in Wuppertal Akteurinnen und Akteure der beiden Themenfelder „Museen & Geschichte“ sowie „Musik & Festival“ zusammen, um gemeinsame Formate zu entwickeln und konkrete Verabredungen zu treffen. Drei Arbeitsgruppen zu Kulturangebot und -kommunikation sowie zur Digitalisierung erörterten handfeste Vorschläge für Aktivitäten der Kooperative. Als Leitbegriff für die inhaltliche Ausrichtung wurde neben der „Industriekultur“ auch das Motiv des „Eigensinns“ herausgearbeitet. Künftige Vorhaben sollen etwa sein: Besucher- bzw. Nichtnutzer-Analysen, die Gestaltung einer Kulturmarketingplattform für alle drei Städte, die Bespielung gemeinschaftsstiftender Orte wie Schloss Burg und des Müngstener Brückenparks sowie eine jährlich stattfindende „Bergische Kulturkonferenz“. Die Digitalisierung wurde sowohl als gesellschaftliche Herausforderung als auch mit ihren Chancen zur neuartigen Präsentation und Produktion von Kunst und Kultur reflektiert. Weitere Projektvorschläge waren „Wie klingt das Bergische Land?“ sowie eine „Bergische Digitale“.

Der Moderator Prof. Oliver Scheytt resümiert: „Die drei Workshops haben tragfähige Elemente für die künftige Arbeit der Kulturkooperative erbracht. Drei zentrale Handlungsfelder sind definiert: Zugänglichkeit verbessern, Kreative Räume schaffen und Ausstrahlung im Kulturtourismus stärken. Zu jedem dieser drei Felder gibt es eine Reihe von konkreten Maßnahmen, mit deren Umsetzung noch in diesem Jahr begonnen werden kann.“ Im Herbst 2018 soll die Bergische Kulturkooperative mit einer Konferenz zur Kulturellen Bildung durchstarten.

'Sonntag in Orange' der TBR am 24. Juni

Archivfotos von 2013: Lothar Kaiser Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Für den mittlerweile 3. „Sonntag in Orange“ (rechts Fotos von 2013) am 24. Juni ab 11 Uhr machen die Technischen Betriebe Remscheid (TBR) das Tor an der Nordstraße 48 weit auf, um Sie, liebe Remscheiderinnen und Remscheider, herzlich willkommen zu heißen. Auch Radio RSG ist live dabei. Was haben wir Ihnen und Euch, liebe Kinder, an diesem Tag für die ganze Familie zu bieten? Neben Bewährtem wie Hüpfburg, Rohrkrabbeln, Mülltonnenrally und Mitfahren im Müllwagen auch Neues: So kommt zum ersten Mal die WDR-Maus (was könnte besser zum Sonntag in Orange passen als diese Maus…) zu uns, und ebenfalls neu ist das lustige Duo „Mülli, das Müllmonster, mit Fredo, dem Müllmann“ als Walk-Act. Beeindruckend wird sicher auch „Ed Wood“ sein, der als wandelnder Baum auf sich und das Thema Wald und Bäume aufmerksam machen möchte. Passend zum Thema wird auch die neue mobile Ausstellung des Holzkompetenzzentrums Rheinland bei uns Station machen. So ist der Sonntag nicht nur orange, sondern diesmal auch noch grün.

Zahlreiche Eventstationen wie beispielsweise Eisstockschießen und Skispringen in der Salzhalle und ein kleiner Spielplatz sowie zahlreiche weitere Angebote warten nur darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Und auf der TBR-Bühne startet eine junge Tanzgruppe der Tanzschule Wieber, gefolgt von der Band „Laimun“ (Phillipp Sauer), danach folgen die Bands „Just for Fun“ (Kai Balke) sowie zum Abschluss ab ca. 17.30 Uhr zu einem ihrer letzten Konzerte die beliebte Coverband „Jokebox“.

Reibekuchen, Bratwurst, Pommes, Pizza und ein Kaffee- und Kuchenstand der Confiserie Kerkhoff sowie zwei Getränkestände warten auf Ihren zahlreichen Besuch. Bezahlt wird mit Wertmarken, die zum Preis von 1 Euro das Stück gleich am Eingangsbereich oder auch weiter unterhalb unseres Betriebsgeländes erworben werden können.

Für alle, die nicht zu Fuß oder mit dem Bus zu uns kommen können: Parkplätze stehen neben der Nordstraße auch im Bereich des Aldi in der Kirchhofstraße sowie auf dem Parkplatz der Firma Schulten zur Verfügung. Auch das PSR-Parkhaus an der Kirchhofstraße bietet Parkmöglichkeiten, wir geben beim Verlassen unseres Geländes Ausfahrtickets aus.

Seit 25 Jahren für den Gewässerschutz

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Trinkwasser ist unser wichtigstes Gut. Um seine Qualität zu sichern, haben sich vor 25 Jahren Wasserwirtschaft und Landwirtschaft zusammengetan. Seitdem arbeiten sie Hand in Hand in Sachen Gewässerschutz. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kooperation zwischen den Wasserverbänden Wupperverband, Aggerverband, Stadtwerke Solingen, EWR GmbH und den landwirtschaftlichen Betrieben im Einzugsgebiet der Trinkwassertalsperren feierten die Partner am 14. Juni in Wermelskirchen die Erfolge der Kooperation. Dabei dankten sie den tatkräftig mitwirkenden Akteuren aus Wasserwirtschaft, öffentlicher Verwaltung und landwirtschaftlicher Praxis. Rund 95 Personen nahmen an der Veranstaltung auf dem Milchviehbetrieb Mühlinghaus nah der Großen Dhünn-Talsperre teil. Auf dem Programm standen Dankesworte des Landwirtschaftsministeriums sowie eine Podiumsrunde mit den Beteiligten der Kooperation. Eine kleine Ausstellung über die fachliche Praxis sowie eine Hofbesichtigung rundeten die Veranstaltung ab.

Der Schutz des Talsperrenwassers beginnt schon im Einzugsgebiet und an den Bächen, die in die Talsperre münden. So kann der Aufwand für die Aufbereitung in den nachfolgenden Schritten niedrig gehalten werden. Durch Wasserschutzgebiete sind die Trinkwassertalsperren besonders geschützt. In den Einzugsgebieten der Talsperren sind die Landwirte wichtige Akteure. Vorsorglicher Gewässerschutz bedeutet z. B., die Bäche vor Einträgen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie vor Viehtritt zu schützen.

In den Bereich der Kooperation „Bergisch Land“ fallen folgende sechs Talsperren: drei Talsperren im Gebiet betreibt der Wupperverband, das sind die Große Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen (mit 81 Mio. m³ die zweitgrößte reine Trinkwassertalsperre Deutschlands), die Schevelinger Talsperre, sowie die Neyetalsperre, deren Eigentümer die EWR GmbH ist und die noch eine Reservefunktion für Trinkwasser hat. Die Solinger Stadtwerke haben mit der Sengbach- Talsperre einen Trinkwasserspeicher in der Kooperation. Der Aggerverband betreibt als Trinkwassertalsperren die Genkel- und die Wiehltalsperre. Ein eindeutiges Zeichen für den Erfolg der Kooperation ist, dass der Nitratwert der Talsperren weit unter dem Grenzwert von 50 mg/l liegt.

Das Verhältnis zwischen Wasserwirtschaftlern und Landwirten war nicht immer so einvernehmlich. Der damalige Landwirtschaftsminister Klaus Matthiesen und der ehemalige Präsident der Landwirtschaftskammer Rainer Latten holten am 9. Juni 1989 die Vertreter beider Seiten an einen in Tisch. Sie machten deutlich, dass die beiden Parteien nicht aus dem Raum gelassen würden, ehe sie sich nicht geeinigt hätten. So entstand als Basis das auf einem Handzettel festgehaltene 12-Punkte-Programm. Damit war der Grundstein für die Kooperation gelegt. Alle Beteiligten sind sich einig: „Die Kooperation muss im Sinne des Umweltschutzes weiterhin so erfolgreich fortgesetzt werden.“

Streit um Masterplan zur Flüchtlingspolitik

Mitteilung des CDU-Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt

Auf diesem Wege möchte ich Sie am Nachmittag des 14. Juni über den aktuellen Stand im unionsinternen Streit über den Masterplan des Bundesinnenministers Seehofer zur Flüchtlingspolitik informieren und eine vorläufige Bewertung abgeben.

Als zuständiger Bundesminister hat Horst Seehofer mit Unterstützung der Bundeskanzlerin und mit voller Rückendeckung aller Kolleginnen und Kollegen einen Masterplan zur Flüchtlingspolitik erarbeitet, der bereits ergriffene Maßnahmen sowie neue und weitergehende Vorschläge zur Flüchtlingspolitik zusammenfasst. Ein solcher Masterplan wäre als Arbeitsprogramm der Union und der Koalition zur Flüchtlingspolitik in dieser Legislaturperiode ein wichtiger Beitrag, bei diesem zentralen Thema spürbare Veränderungen hin zu einer umfassend kontrollierten Migration vorzunehmen.

Bis zum heutigen Nachmittag wissen wir als Abgeordnete der Unionsfraktion über die Details des Plans nur das, was Horst Seehofer in der Fraktionssitzung am 12. Juni in groben Zügen Preis gegeben hat. Das Papier ist beim Innenminister weiter unter Verschluss. Von allen Politikern kennen lediglich der Bundesinnenminister und die Bundeskanzlerin den Masterplan in Gänze.

Nachdem die CSU heute nochmals eine Sitzung der Landesgruppe – also der Mitglieder der CSU im Deutschen Bundestag – einberufen hatte, sind auch wir CDU-Mitglieder zu einer gemeinsamen Sitzung zusammengekommen. Der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder stellte dar, dass unser Erster Stellvertretender Fraktionsvorsitzender Alexander Dobrindt, der ja gleichzeitig auch der CSU-Landesgruppe vorsitzt, eine gemeinsame Sitzung der Fraktion und Entscheidung zu dieser Sache erst nach der Sitzung des CSU-Vorstands am kommenden Montag für sinnvoll hält. Umso wichtiger ist es, dass auch wir in der CDU uns jetzt mit der schwerwiegenden Störung des Verhältnisses unter uns Schwesterparteien beschäftigen.

Angela Merkel hat heute vor den Abgeordneten der CDU ihre Position dargelegt. Sie hat zunächst mitgeteilt, dass sie den Wunsch des Vorsitzenden unserer Schwesterpartei CSU, Horst Seehofer, respektiert, das Papier weiter unter Verschluss zu halten. Sie hat dann für sich festgestellt, dass der Masterplan ihre Unterstützung hat. Sie hat erläutert, dass sie in einem Punkt, nämlich der Frage, wie Flüchtlinge an der deutschen Außengrenze, also einer Binnengrenze innerhalb der EU, zurückgewiesen werden können, anderer Meinung ist als Seehofer. Sie will vermeiden, dass Deutschland einen unabgestimmten Alleingang unternimmt, der unsere Nachbarländer veranlassen könnte, die Asylsituation wieder zu verschärfen. Sie bittet die Unionsabgeordneten darum, bis zum EU-Gipfel Ende des Monats nicht in der Sache zu entscheiden. Sie will in den nächsten zwei Wochen mit unseren Nachbarn Vereinbarungen darüber erreichen, welche Flüchtlinge unter welchen Bedingungen an der Grenze in andere EU-Länder zurückgeschickt werden können und so in der Sache dem Anliegen des Innenministers entsprechen.

 

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Neuer Antrag auf Ehrenamtskarte nach zwei Jahren

Ehrenamtskarten für acht Remscheider Pfadfinder“, titelte er Waterbölles am 4. August 2015 über ein Treffen von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz mit acht Remscheider Pfadfinder/innen (im Deutschen Pfadfinderbund). Diese hatten damals von ihm die Ehrenamtskarte NRW erhalten als Ausdruck der Wertschätzung für ihr bürgerschaftliches Engagement. Diese ist mit verschiedenen attraktiven landesweiten Vergünstigungen verbunden. Und auch gestern saßen dem OB an gleicher Stelle wieder acht Pfadfinder/innen gegenüber. Das wirkte wie ein Déjà-vu-Erlebnis. Aber die Erklärung dafür war simpel. Laura Arevalo Rodriguez, Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Remscheid: „Die beantragte Ehrenamtskarte hat eine Laufzeit von zwei Jahren!“

Das war im August 2015

Für Yannick Fetsch (21 Jahre alt, Pfadfinder seit 14 Jahren), Mona Keil (23/16), Jascha Wolter  (20/15) und Linus Gerdowski (21/13) bedeutete das: Sie mussten nach zwei Jahren ihre Karten neu beantragen. Erstmals gestern dabei waren die Brüder Max (17/12) und Tim Stahlberg (19/14), Daniel Faßbender (32/21) und Benjamin Nguyen (seit Januar). (Verhindert war Sara Brüninghaus, 18).

Die lange Zugehörigkeit zum Pfadfinderbund gehe zurück auf die gemeinsame Zeit der meisten von ihnen im städtischen Kindergarten Fürberg, wie sie dem überraschten OB verrieten. Was sie am Pfadfindertum so lieben und was viele ein Leben lang dort hält? „Die Gemeinschaft, das gute Gefühl, Jüngeren Werte fürs Leben vermitteln und in frühen Jahren selbst Verantwortung übernehmen zu können!“

Die Zahl der seit September 2012 ausgegebenen Ehrenamtskarten liege bei 330, berichtete Laura Arevalo Rodriguez. Die Stadt Remscheid hatte sich damals der von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen angebotenen Ehrenamtskarte angeschlossen, um Bürger/innen auf diese Weise Dank zu sagen für ihre ehrenamtliche Arbeit seit mindestens zwei Jahren fünf Stunden pro Woche bzw. 250 Stunden pro Jahr d. h. ohne Vergütung oder Aufwandsentschädigung.

OB: "Nach Unwetter braucht auch Remscheid Hilfe!"

Vor der Haustüre stand das Wasser 80 Zentimeter hoch.

Ölmühle 7a Sonntagnacht: Das reinste Chaos“, überschrieb der Waterbölles am Dienstag, 12. Juni, sein Video über das Chaos, das ein Starkregen mit anschließender Überschwemmung in der Nacht zu Sonntag  durch den nahen Müggenbach auf dem Grundstück des Ehepaars Margit und Lothar Schlurmann hinterlassen hatte. Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz sprach heute mit dem pensionierten Anstreichermeister und machte sich ein Bild von dem erheblichen Schaden, den die Wassermassen angerichtet haben. Im Nachgang zu dem Wolkenbruch vom Sonntag hat Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz heute den nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul darum gebeten, die für Wuppertal angekündigte Hilfe auch Remscheid zugänglich zu machen. Der Brief des Oberbürgermeisters hat folgenden Wortlaut:

„Sehr geehrter Herr Minister Reul,

die Starkregenereignisse der letzten Tage haben diverse Städte in Nordrhein-Westfalen betroffen. Nach Wuppertal, Langenfeld und Viersen erreichte am vergangenen Wochenende ein Unwetter auch die Stadt Remscheid. Lt. der Aussage meiner Technischen Betriebe überschritt die Regenmenge in kurzer Zeit alle bisher in den vergangenen 100 Jahren gemessenen Werte. Unter anderem wurde die Schienenverbindung zwischen Remscheid und Solingen stark beschädigt, so dass der Zugverkehr erst nach mehreren Tagen und in sehr eingeschränktem Umfang wieder aufgenommen werden konnte.

Es hat einige Schäden an öffentlichen Gebäuden gegeben. Privathaushalte waren ebenfalls – in unterschiedlichem Maß – betroffen. Ich habe heute mehrere Objekte besichtigt und mir ein Bild von den Auswirkungen des Unwetters machen können.

Ich habe Ihre Presseerklärung zu den Ereignissen in Wuppertal mit Interesse gelesen, in der Sie der Kommune sowie den Privathaushalten Hilfen zugesichert haben. Ich begrüße diese Entscheidung, da die Kosten für die Behebung der Schäden insbesondere die Privathaushalte ohne entsprechende Versicherung in einzelnen Fällen überfordert.

Meine Bitte an Sie ist, die angekündigte Hilfe auch Remscheid zugänglich zu machen. Sowohl die Kommune als auch die geschädigten Privathaushalte sind auf eine solche Hilfe angewiesen.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mein Ansinnen unterstützen und in die weiteren Entscheidungen einbeziehen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Burkhard Mast-Weisz“

Ab heute eingeschränkter Zugverkehr

Pressemitteilung der Abellio GmbH

Aufgrund eines unwetterbedingten Hangrutsches zwischen Solingen und Remscheid ist die Strecke der S-Bahn-Linie S7 zwischen Solingen Hbf und Remscheid Hbf seit Sonntag, 10. Juni, in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Bislang verkehrte ein Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV) auf dem gesperrten Streckenabschnitt. Der Abellio Rail NRW als Betreiberin der Linie S7 und der DB Netz AG als Verantwortliche für die Schieneninfrastruktur ist es gestern in intensiver und konstruktiver Zusammenarbeit gelungen, bereits ab Mittwoch, 13. Juni, 4:52 Uhr, wieder einen provisorischen Zug-Pendelverkehr zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth einzurichten.

Aufgrund der noch in Reparatur befindlichen Signaltechnik darf sich immer nur ein Zug zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth befinden, der hier im Stundentakt pendelt und zwischen Güldenwerth und Remscheid Hbf einen Anschluss auf die SEV-Busse herstellt. In Solingen besteht mit wenigen Ausnahmen in den Abendstunden ein Anschluss der S7-Pendelzüge von der/an die S 1. Die Pendelzüge der S7 können nur ein Streckengleis benutzten und verkehren deshalb zwischen Solingen Hbf und Remscheid-Güldenwerth an allen Unterwegshalten in beiden Fahrtrichtungen jeweils vom Abfahrtsbahnsteig in Richtung Solingen.

Alle anderen fahrplanmäßigen Fahrten der S 7 werden zwischen Remscheid Hbf und Solingen Hbf weiterhin mit einem durchgehenden Schienenersatzverkehr (SEV) ersetzt. Die Instandsetzungsarbeiten an der Hangrutschstelle beim Büchener Tunnel nahe Remscheid-Güldenwerth werden aktuell fortgesetzt, ein genauer Endtermin steht derzeit noch nicht fest. Die aktuellen Fahrpläne sind online unter www.abellio.de im Bereich „Verkehrsmeldungen“ verfügbar. Fahrgästen wird empfohlen, für die Strecke Remscheid - Solingen den provisorischen Pendelverkehr der Abellio Rail NRW zu nutzen. Fahrgäste, die den Umweg über Wuppertal nach Remscheid/ Solingen wählen, brauchen dafür einen entsprechend gültigen Fahrausweis.

Künftig Hauptschulzweig in den Realschulen

Pressemitteilung des SPD-Landtagsabgeordneten Sven Wolf

Die Landesregierung will den Realschulen Hauptschulzweige als die Regel vorschreiben. „Mit einem solchen Eingriff in das bestehende Schulsystem kündigen CDU und FDP den Schulfrieden auf, den wir im Schulkonsens der vergangenen Legislaturperioden gemeinsam erarbeitet haben“, kritisiert der Remscheider Landtagsabgeordnete Sven Wolf. „Besonders in Remscheid hatte sich die Schullandschaft in den vergangenen Jahren beruhigt. Ein gutes Beispiel ist die gute Zusammenarbeit etwa aller Schulen in Lennep, aber auch die der beiden etablierten Realschulen.“

Mit dem Vorhaben, Hauptschulzweige an Realschulen zur Regel zu machen (Drucksache 17/2748) ignorierten CDU und FDP den Willen von Eltern und Schülerinnen und Schüler, betont der Abgeordnete. Denn die hätten sich längst gegen Hauptschulen und für integrierte Systeme wie Gesamtschulen und Sekundarschulen entschieden. Das belegten die Anmeldezahlen.

„Am stärksten nachgefragt waren in Remscheid im Schuljahr 2018/2019 nach den vier Gymnasien mit 33,2 Prozent die beiden Gesamtschulen mit 32,2 Prozent. In den zwei Realschulen hatten sich 22,8 Prozent angemeldet und in der Sekundarschule 6,9 Prozent. Schlusslicht war die Hauptschule mit nur 4,8 %. Das zeigt, wo die Prioritäten von Eltern und Schülerinnen und Schülern liegen. Die Durchlässigkeit unseres Schulsystems ist ein Garant dafür, dass auch Schülerinnen und Schüler, deren Schulweg nicht geradlinig verläuft oder die wenig Unterstützung erfahren oder die einfach Spätstarter sind, noch zu einem höheren Abschluss kommen können. Diese Durchlässigkeit brauchen wir, damit alle die gleichen Chancen auf die bestmögliche Bildung haben.“

Eine Weiterentwicklung des Schulkonsenses müsse es geben, so Sven Wolf. „Wir wollen und wir brauchen eine Schule, die Kinder und Jugendliche auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet. Ein neuer zukunftsfähiger Konsens darf aber nicht nur zwischen den Parteien, sondern muss zwischen allen Beteiligten an den Schulen ausgehandelt werden. Daran arbeitet die NRW SPD seit einem Jahr intensiv mit vielen Beteiligten in Workshops und Veranstaltungen im ganzen Land. Denn wir sind sicher, wir können nicht bis zum Auslaufen des Schulkonsenses – immerhin erst 2023 – warten, bis wir Schule neu denken.“