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90 Jahre Großstadt Remscheid wird gebührend gefeiert

Am morgigen Samstag sollen 90 Jahre Großstadt Remscheid gebührend gefeiert werden. Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz möchte die Stadt das Zusammengehörigkeitsgefühl von 2014 wieder aufleben lassen und lädt alle Remscheider Bürgerinnen und Bürger zu diesem Ereignis herzlich ein! Von 12 bis 22 Uhr erwartet sie ein buntes und vielfältiges Bühnenprogramm für die ganze Familie sowie viele weitere Attraktionen auf dem Theodor-Heuss-Platz und im Remscheider Rathaus. Auch für das kulinarische Wohl der Besucherinnen und Besucher ist mit einem abwechslungsreichen Produktangebot von herzhaft bis süß gesorgt.

Ab 21 Uhr lädt das Rathaus zu einer Reise in die Vergangenheit ein! Feiern Sie zur Musik der 1920-er Jahre und lassen den Abend bei lebhafter Stimmung sowie der ein oder anderen Getränkespezialität ausklingen! Das Programm nach Orten chronologisch:


RATHAUS REMSCHEID

11:30 bis 24 Uhr: Jubiläumsausstellung 90 Jahre Großstadt Remscheid
13 bis 18 Uhr: Turmführungen
14 bis 14.45 Uhr:& 17 bis 17.45 Uhr: Rathausführung mit Dr. Urs Diederichs
21 bis 24 Uhr: 20er-Jahre Party mit DJ Chris (Rathausfoyer)

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“
13:30 - 13.45 Uhr: Grußwort Herr Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz (Foto)
13.45 Uhr:- 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band
20 bis 22 Uhr: YouWho

THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 20 Uhr: Feuerwehrwagen der Feuerwehr RS und Müllfahrzeuge der TBR, verschiedene Spielgeräte für die ganze Familie, Fotoaktion „Sie in 1929“
13.15 Uhr:- 13:30 & 15.45 Uhr:- 16 Uhr: Zauberei für die Kleinen
16 bis 16.30 Uhr:  #5630

BÜHNE THEODOR-HEUSS-PLATZ
12 bis 12.15 Uhr:&13.45 Uhr bis 14 Uhr: Kindertanzgruppe der LTG Auf die Bühne, fertig, los! Die Kindertanzgruppe der LTG tanzen wie die Stars auf der großen Bühne. Der Verein bietet von Tanz, Yoga, Zumba über Cycling, Nordic-Walking, Capoeira und Babyschwimmen Kurse für jeden Geschmack. Leidenschaft, Ehrgeiz, Freude, Offenheit, Gemeinschaft. All dies sind Attribute des Sports bei der Lenneper Turngemeinde 1860 e.V. www.ltg-sport.de
12:30 - 13.15 Uhr: Kindermusical „Leo, der König von Remscheid“ Es war einmal in Remscheid zur Zeit eines großen Jubiläums. Alle freuten sich auf das Fest, planten, fieberten, organisierten… Alle? Nein nicht alle. Im Zirkus langweilte sich Leo, der Löwe. Er wollte lieber nach New York, um dort ein gefeierter Star zu werden. Aber die garstige Zoodirektorin, Hera Röntgen, hätte so etwas natürlich niemals erlaubt... Lassen sie sich entführen und erleben sie eine spannende Geschichte um Leo, unseren König von Remscheid!
14 bis 14.45 Uhr: Stand Up Comedy mit Sascha Korf Das passiert. Das entsteht. Das verzückt. Aus der Hüfte, fertig, los! Nach dem Motto „alles ist möglich“ zaubert Sascha Korf aus jedem Auftritt ein neues Ereignis. Seine unglaubliche Schnelligkeit, Energie und Sympathie sind der Motor der Show, gepaart mit grandioser Situationskomik, pointierten Alltagsbetrachtungen und wilden Improvisationen. www.sascha-korf.de
15 bis 15.45 Uhr: Konzert „Kinder- und Filmmusik“ Manche Filme kann man sich ohne Musik gar nicht vorstellen. Balu der Bär ohne sein Lied über Gemütlichkeit? Oder Timon und Pumbaa ohne Hakuna Matata? Die Sängerinnen Verena Itze und Meike Pöther euch mit auf eine Reise durch die Geschichte der Filmmusik und Kinderlieder zum Mitsingen.
17 bis 19 Uhr: The Jim Rockford Band Die Jim Rockford Band erweckt Emotionen – in jedem Song. Das facettenreiche Repertoire der Jim Rockford Band reicht von Modern, Standard, Dinner, Lounge, Jazz und Easylistening bis hin zu Pop, Soul, Gala, aktueller Chart und Party-Musik. Wenn sich eine eingespielte Profi Band auf wechselnde Solisten (Gesang, Saxophon) einlässt, entstehen einzigartige Interpretationen bekannter Songs, die das Publikum verzaubern. www.jim-rockford-band.de
20 bis 22 Uhr: YouWho Sechs Musiker der regionalen Band spielen ausschließlich Live-Musik mit einer hochexplosiven Mischung aus Rockklassikern, Partykrachern aus vier Jahrzehnten und aktuellen hartst rmer. ou ho bieten ein musikalisches Feuer erk auf höchstem Niveau mit perfekter Licht- und Soundtechnik und ist damit zu Recht eine der beliebtesten Coverbands in NRW. www.youwho.de.

Passend zum 90jährigen Stadtfest gibt’s am Verkaufsstand des Stadtmarketings auf dem Theodor-Heuss-Platz ein neues Remscheid-Souvenir. Der 2D-Magnet-Löwe aus Holz mit Druck in den Maßen 10 x 5,5 Zentimeter passt auf jedes Magnetbrett und an jeden Kühlschrank. Er ist für 3,50 Euro (2,94 Euro zuzüglich 19% MwSt.) mit der Artikelnummer 10008 ab sofort auch online auf www.unser-remscheid.de zu bestellen. Ab heute, Freitag, ist er auch beim Stadtmarketing (Alleestraße 6-8, 1. Etage, 42853 Remscheid) und in der ErlebBar (Hindenburgstraße 8, 42853 Remscheid) erhältlich.

 

Zu gefährlich und zu schade für die Tonne

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Elektro- und Elektronikgeräte enthalten Gefahr- und Wertstoffe. Sie gehören daher nicht in den Restmüll. Vor allem Lithium-Ionen-Akkus, die sich zum Beispiel in Handys, Laptops und Elektrowerkzeugen befinden, können schon durch einfache mechanische Beschädigungen (Fallenlassen oder Verbiegen) zu Kurzschlüssen mit Brandfolge führen. Entsorgen Sie deshalb Ihre Elektro- und Elektronikgeräte kostenlos über die Technischen Betriebe Remscheid (TBR). Hierzu können Sie die Sperrmüllabfuhr (Kleingeräte ab fünf Stück) oder den Wertstoffhof, Solinger Straße 14, nutzen. Einzelne Kleingeräte (bis zur Größe eines Föhns oder Toasters) können kurz vor der Leerung auf der Restmülltonne zur Abholung bereitgelegt sowie am Müllfahrzeug oder bei der mobilen Gartenabfallsammlung abgegeben werden. Ferner stehen Ihnen auch einige Elektro-Sammelcontainer im Stadtgebiet zur Verfügung (weitere Informationen unter tbr-info.de).

Seit August 2016 sind auch die Vertreiber und Händler von Elektrogeräten mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern verpflichtet, Altgeräte zurückzunehmen. Diese Händler müssen bei einem Verkauf eines neuen Elektrogerätes an Sie als Endnutzer ein „Altgerät der gleichen Geräteart“ kostenlos zurücknehmen. Darüber hinaus sind alle „Elektrokleingeräte unter 25 Zentimeter Kantenlänge“ unabhängig von einem Neukauf ebenfalls kostenlos zurückzunehmen.

Vor der Abgabe von Elektro- und Elektronikgeräten sind Altbatterien und Akkumulatoren, die nicht fest verbaut sind, von den Geräten zu trennen und den Batteriesammelsystemen zuzuführen. Überall dort, wo man Batterien kaufen kann, dürfen verbrauchte Batterien und Akkus zurückgeben werden. Dies gilt auch für Autobatterien. Natürlich ist auch eine kostenlose Abgabe auf dem Wertstoffhof der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) möglich. Akkus von Elektrofahrrädern und -rollern werden kostenfrei von den Vertreibern zurückgenommen – eine Annahme auf dem Wertstoffhof erfolgt in diesem Fall nicht.

Asphalterneuerung auf der Neuenkamper Straße

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Von Montag, 12. August, bis voraussichtlich Mittwoch, 21. August, wird es in dem Bereich Neuenkamper Straße in Fahrtrichtung Lennep zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen kommen, die sich wahrscheinlich auch negativ auf den Straßenverkehr rund um den Willy-Brandt-Platz und darüber hinaus auswirken werden. Hintergrund sind Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahnen Richtung Autobahn A1 / Lennep durch die Firma August Dohrmann GmbH.

Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten ausgeführt, in denen jeweils eine Fahrspur ab der Neuenkamper Brücke gesperrt wird. Der Verkehr wird einspurig an der Baumaßnahme vorbeigeführt. Im ersten Bauabschnitt wird die linke Fahrspur in Richtung Lennep gesperrt und der ausgewiesene Radweg auf der Fahrbahn steht dem Radverkehr unbeeinträchtigt für zur Verfügung.

Für den Verkehr Richtung Lennep wird während der gesamten Baumaßnahme das Linksabbiegen von der Neuenkamper Straße in die Metzer Straße und zu dem Gelände der Stadtwerke beziehungsweise dem Möbelhaus Knappstein nicht möglich sein. Aus der Metzer Straße darf während der Bauarbeiten nur rechts auf die Neuenkamper Straße Richtung Innenstadt abgebogen werden.

In Richtung Innenstadt kann auf Höhe des Möbelhauses Knappstein nicht links abgebogen werden. Das Rechtsabbiegen zu dem Gelände der Stadtwerke und dem Möbelhaus Knappstein ist weiterhin möglich. Auch kann aus dieser Richtung kommend weiterhin rechts in die Metzer Straße eingebogen werden. Fußgänger können die Neuenkamper Straße im Rahmen der Baumaßnahme ausschließlich an der Kreuzung in Höhe des Möbelhauses Knappstein überqueren.

In dem zweiten Bauabschnitt wird die rechte Fahrspur und zusätzlich die Auffahrrampe Neuenkamper Straße Richtung Lennep gesperrt. Der Verkehr von der Bismarckstraße beziehungsweise Haddenbacher Straße wird mittels Umleitung in Richtung Willy-Brandt-Platz und auf die Neuenkamper Brücke geführt. Für die Bushaltestelle „Ulmenstraße“ der Buslinie 654 wird in dem zweiten Bauabschnitt auf der Bismarckstraße auf Höhe des Parkplatzes Sport Croll eine Ersatzhaltestelle eingerichtet. Im Zuge dessen fällt ebenfalls der ausgewiesene Radweg auf der Fahrbahn ab der Kreuzung Bismarckstraße und Auffahrrampe Neuenkamper Straße weg. Der Radweg wird gesperrt und beginnt dann als gemeinsamer Geh- und Radweg hinter der Neuenkamper Brücke.

Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen über 60 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht dürfen die Neuenkamper Brücke nicht passieren. In diesem Fall sind geeignete Alternativstrecken zu nutzen (E-Mail-Kontakt für Interessierte: schwertransport@remscheid.de">schwertransport@remscheid.de). Alle Verkehrsteilnehmenden werden gebeten, den Baustellenbereich während der Einrichtung der Verkehrssicherung am Montag, 12. August, unter besonderer Vorsicht zu passieren. Ortskundige Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den Bereich insbesondere zu den Stoßzeiten zu umfahren.

Lohnt ein Zwischenzähler für das Gartenwasser?

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Geht man davon aus, dass man mit einem Kubikmeter Frischwasser (1.000 Liter) rund 100 große Gießkannen mit je zehn Liter Fassungsvermögen abfüllen kann, verursacht diese Menge Gebühren in Höhe von 2,60 Euro. Bei 200 Gießkannen fallen 5,20 Euro, bei 300 Gießkannen entsprechend 7,80 Euro Gebühren an. Bevor jetzt ein Antrag gemäß Entwässerungssatzung der Stadt Remscheid (§ 2 Abs. 6) auf Reduzierung der Abwassergebühr gestellt wird, sollten die Kosten für die Anschaffung und Installation eines geeichten Wasserzählers durch einen Installateur gegengerechnet werden. Dieser Zähler muss alle sechs Jahre erneuert werden (Hinweis: Zapfventilzähler sind nicht zulässig und werden nicht anerkannt).

Nachfolgend eine beispielhafte Rechnung, damit sich jeder Gartenbesitzer anhand seiner individuellen Daten selbst errechnen kann, ob sich für ihn eine Antragstellung lohnt: Wir gehen hier einmal von einem Betrag von rund 100 Euro aus. Bei 300 Gießkannen kommt man bei sechs Jahren auf eine Gebührenbelastung von 46,80 Euro. Wir runden den Betrag auf 50 Euro auf und berücksichtigen damit eine moderate Gebührenerhöhung in den Folgejahren. Dies ergibt einen Mehraufwand gegenüber den Gebühren in Höhe von 50 Euro.

Sollten Sie sich für den Einbau eines Zwischenzählers entscheiden, stehen Ihnen ein entsprechender Antrag und ein Merkblatt zum Download unter tbr-info.de/downloads zur Verfügung. Dieses Formular bekommen Sie auch im Kundencenter der EWR im Allee-Center sowie bei den Technischen Betrieben Remscheid (TBR) in der Nordstraße 48. Übrigens: Auch die Frischwassermenge für die Befüllung eines Swimmingpools kann nicht von der Schmutzwassergebühr abgesetzt werden. Es handelt sich hierbei um Schmutzwasser, das der Kanalisation zugeführt werden muss.

Blaualgen! Vorsperre ist kein Badesee!

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Die Lenneper Bach-Vorsperre nahe Remscheid-Lennep hat zurzeit eine auffällige grüne Farbe. Der Grund ist: Dort haben sich Blaualgen stark vermehrt. Trotz des erhöhten Wachstums ist die Vorsperre aber nicht „umgekippt“. Dieses Risiko schätzen die Fachleute des Wupperverbandes derzeit als gering ein.

Die Vorsperre Lenneper Bach ist eine der Vorsperren zur Wupper-Talsperre. Die Aufgabe solcher Vorsperren ist, Sedimente und Nährstoffe zurückzuhalten, damit diese nicht in die Hauptsperre gelangen. Die Vorsperren haben also eine Schutzfunktion für die Hauptsperre. Durch die extremen Witterungsbedingungen – lange Trockenperiode, viel Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen – wurde das Blaualgenwachstum in dieser Vorsperre verstärkt. Vergleichbare Entwicklungen sind derzeit in anderen Vorsperren oder Talsperren nicht aufgetreten.

Die Vorsperre Lenneper Bach ist kein Badesee. Hier ist Baden grundsätzlich nicht gestattet. Darauf weisen entsprechende Schilder hin. Und die Mitarbeiter des Talsperrenbetriebs sensibilisieren bei ihren regelmäßigen Kontrollen die Menschen vor Ort. Vorsorglich weist der Wupperverband darauf hin, dass Menschen oder Hunde nicht ins Wasser der Vorsperre gehen sollten. Auch der an die Vorsperre angrenzende Bereich der Hauptsperre ist keine Badestelle. In der Wupper-Talsperre darf lediglich an der offiziellen Badestelle Kräwinkler Brücke gebadet werden. Nur dort wird regelmäßig durch das Gesundheitsamt die Wasserqualität untersucht. Auf die offizielle Badestelle Kräwinkler Brücke hat die Blaualgenentwicklung in der Vorsperre Lenneper Bach keinen Einfluss.

Blaualgen sind Bakterien. Die meisten Blaualgenarten sind für den Menschen harmlos und führen durch Zerfall zu einem unangenehmen Geruch. Einige können Toxine (Giftstoffe) bilden, die Einfluss auf die Gesundheit haben können. Bei hohen Konzentrationen von Blaualgen können Symptome wie Hautreizungen, allergische Reaktionen oder bei Verschlucken auch Übelkeit oder Durchfall auftreten.

Die Zahl der Nebenjobber in Remscheid steigt

Pressemitteilung des DGB-Stadtverbands Remscheid

Immer mehr Menschen in Remscheid üben neben ihrer Hauptbeschäftigung einen Nebenjob aus. Nach Angaben  der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Minijobberinnen und -jobber im Nebenjob in Remscheid von Dezember  2013 von 3.737 auf 4.407 im Dezember 2018 (+683). Das ist ein Anstieg um 15,4 Prozent. Der Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes Remscheid, Peter Lange: „Das ist ein Alarmzeichen! Wir haben in Deutschland den größten Niedriglohnsektor Westeuropas, jeder  Fünfte muss zu weniger als zehn Euro die Stunde arbeiten. Es sind vor allem die Frauen, die aufgrund von  Teilzeitbeschäftigung und Niedriglöhnen nicht über die Runden kommen. Die Menschen wollen nicht von  Zweit- und Drittjobs leben, sondern von einer sicheren, sozialversicherten und tariflich entlohnten Arbeit.“  Derzeit gibt es 11.583 Minijobberinnen und -jobber in Remscheid. 61,4 Prozent sind Frauen. 38,6  Prozent Männer. Davon haben 5.404 einen Berufsabschluss und 538 einen akademischen  Abschluss. Insgesamt sind 51,3 Prozent Fachkräfte (5.942). An der Spitze der Minijobs standen in Remscheid im Dezember 2018 folgende Tätigkeiten:

  • Reinigung                                         3.007   Beschäftigte
  • Büro und Sekretariat                        1.194   Beschäftigte
  • Verkaufsberufe                                 1.038   Beschäftigte
  • Gastronomie                                        707   Beschäftigte
  • Verkehr und Logistik                           684   Beschäftigte

In der Sozialversicherung sind Minijobs eine Besonderheit, da für die Beiträge geringfügig Beschäftigter in  die Sozialversicherung andere Regeln gelten als für regulär Beschäftigte. Das betrifft die Kranken-, Pflege-,  Renten- und Arbeitslosenversicherung. Der DGB fordert eine grundlegende Minijobreform. ,,Die Kleinst-Arbeitsverhältnisse müssen gebündelt werden  Zu Teilzeit- und Vollzeitjobs im Schutz der Sozialversicherung. Der Boom der Neben- und Minijobs zeigt, dass  sich die Arbeitgeber hier ein Schlupfloch geschaffen haben, um aus den Sozialversicherungssystemen auszusteigen.  Das aber verstärkt den Trend zu Billiglohn und Altersarmut‘‘, so Peter Lange. Nach Berechnungen des DGB  erwirbt man nach 45 Jahren in einem Minijob bei gewerblichen Arbeitgebern und Versicherungsfreiheit nur  einen Rentenanspruch von rund 164 Euro. Peter Lange: ,,Wenn 51,3 Prozent aller Minijoberinnen und -jobber Fachkräfte sind, gibt ein riesiges Potenzial um den Fachkräftemangel in bestimmten Branchen in Remscheid aufzufangen. Das wäre ein Gewinn für alle Seiten.“ (Zahlenquelle: Statistik Agentur für Arbeit, Eigene Berechnungen)

Plan zur Sanierung des Freibades beantragt

Zur Sitzung des Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschusses am 5. September und des Ausschusses für Sport am 25. September hat die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, der Verwaltung den folgenden Prüfauftrag zu erteilen für

  • eine Planung für das „Freibad Eschbachtal 21“
  • die Ermittlung der erforderlichen Finanzierungsbedarfe und
  • eine Investitionsplanung unter Ausnutzung aller Förderoptionen im Rahmen der Haushaltsfortschreibung, gegliedert nach Bauabschnitten. Diese Planung soll die vollständige Sanierung des Remscheider Freibades schrittweise innerhalb von fünf Jahren abbilden und auf Grundlage einer Wirtschaftlichkeitsrechnung die Folgekosten neu ermitteln.

Bei der Planung der Bauabschnitte sei darauf zu achten, dass in den Sommermonaten – soweit technisch möglich – der Betrieb des Freibades – ggf. in Teilbereichen – aufrechterhalten werden sollte. Auch sei die Sanierung darauf auszurichten, dass der Pflegeaufwand verringert, die Nutzungszeiten verlängert, der Ressourcenverbrauch vermindert und die Barrierefreiheit verbessert wird. Vordringlich hierfür sei eine vollständige Erneuerung der technischen Anlagen und der Umbau der Schwimmbecken nach heutigem technischem Standard (Wegfall Fliesen, Einsatz von V4A-Stahl als Beckenmaterial).

Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung möge die Verwaltung berücksichtigen, dass die Eintrittspreise des Freibades auch weiterhin familien- und bürgerfreundlich sein sollen.

„Das groß angekündigte Bundes-Förderprogramm für Schwimmbäder ist vor Ort in den Städten nicht angekommen. Anträge wurden reihenweise abgelehnt, ohne dass deutlich geworden ist, woran es bei den Förderanträgen hakt. Das Freibad Eschbachtal hätte die beantragten Mittel für den Sanierungsbedarf dringend gebraucht. Wenn jetzt unter dem Strich von 60 Anträgen aus Nordrhein-Westfalen nur zehn bewilligt wurden, hilft das kaum“, schreibt die SPD-Fraktion in der Antragsbegründung. „ Auf der einen Seite müssen wir feststellen, dass immer weniger Kinder schwimmen können, und bemühen uns um Programme zum Schwimmen lernen - auf der anderen Seite hakt es mit der Sanierung der Schwimmbäder. Ende Juli haben 25.000 Menschen das Freibad Eschbachtal aufgesucht und somit Magnet und Anziehungspunkt für Badegäste. Das älteste Freibad Deutschlands liegt in idyllischer Lage tief unten im Remscheider Wald und grenzt an unsere Nachbarstadt Wermelskirchen. 1912 eröffnete das Freibad seine Pforten und ist seit dieser Zeit aus unserer Stadt nicht mehr wegzudenken. Menschen und Familien, die nicht in den Sommermonaten vereisen können, sollten einen Ort zum Schwimmen und Baden im Freien vorfinden. Remscheid muss das Freibad Eschbachtal erhalten!“

Bei DOC-Klagen ist Substanz entscheidend

Pressemitteilung der Bürgerinitiative Lennep

Medien berichten, dass die Zahl der Klagen, die sich gegen das in Lennep geplante DOC richten, zurückgegangen sei. Dies ist aus Sicht der Bürgerinitiative nicht von Relevanz, da nicht die Anzahl der Klagen, sondern deren Substanz entscheidungsrelevant ist. Es wird auf jeden Fall Kläger geben, die dieses Verfahren weiterverfolgen werden. Die Chancen, dass das DOC nicht gebaut wird, stehen aus Sicht der BI nach wie vor gut, denn die Schäden, die sowohl für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt als auch für einzelne unmittelbar Betroffene entstehen, sind immens.

Es verwundert überhaupt, dass der Oberbürgermeister und die meisten Politiker weiter eine Realisierung dieses Projekts für wünschenswert halten, hat der OB doch anlässlich einer Freitagsdemonstration verkündet, er habe verstanden. Dies ist offensichtlich nicht der Fall, denn Massentourismus, Massenkonsum, Billigproduktion und tonnenweise Müll – das ist nicht die Zukunft, die die junge Generation will. Das ist der Stoff, aus dem der Klimawandel, die weitere Zerstörung unserer Umwelt und des gesellschaftlichen globalen Gleichgewichts gemacht ist.

Bei der Entscheidung, ob in Remscheid ein DOC gebaut werden soll, geht es also nicht um ein paar Privatinteressen, es geht um die Weichen, die in Remscheid für die Zukunft gestellt werden. Die Ablehnung dieses Projektes macht den Weg frei für kreative Köpfe und junge Ideen, die begriffen haben, dass die Gesellschaft, wenn sie denn eine Zukunft haben soll, konsequent in Richtung Nachhaltigkeit gehen muss. (Ursula Wilms)

Offene Sprechstunde und Bewerbungsmappencheck

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer einen Ausbildungsplatz sucht oder sich über die Berufswahl beraten lassen möchte, kann ohne Termin am Donnerstag, 8. August, von 14 bis 18 zur Berufsberatung in Remscheid, Solingen und Wuppertal kommen. In einer offenen Sprechstunde erhalten Jugendliche Tipps und Rat, können sich über Ausbildungsplätze informieren sowie im ‚Check‘ Tipps für die gelungene Bewerbung bekommen. Zusätzlich steht von 14 bis 18 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) Solingen Miriam Schöpp vom Projekt „Passgenaue Besetzung“ der IHK Solingen-Wuppertal für die Beratung von Jugendlichen zur Verfügung. Das Projekt „Passgenaue Besetzung“ der IHK Wuppertal hat sich zum Ziel gesetzt, kleine und mittlere Unternehmen bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen zu unterstützen. Momentan werden für folgende Berufe Auszubildende gesucht:

  • Kaufleute im Groß- und Außenhandel
  • Kaufleute für Büromanagement
  • Kaufleute im E-Commerce
  • Kaufleute für Versicherungen und Finanzen
  • Sport- und Fitnesskaufleute
  • Maschinen- und Anlagenführer/-innen
  • Industriemechaniker/-innen
  • Zerspanungsmechaniker/-innen
  • Fachkräfte für Lagerlogistik/ Fachlageristen

„Alle Jugendliche, die Gesprächsbedarf rund um die Berufswahl und Ausbildungsstellensuche haben, sind bei unserer offenen Sprechstunde der Berufsberatung herzlich willkommen. Unser Angebot richtet sich an alle Jugendlichen: An die, die sich zur Berufswahl beraten lassen möchten, an die, die Lernschwierigkeiten in ihrem Ausbildungsverhältnis haben, an Abiturienten, die einen Studienplatz suchen, an Studenten, die Alternativen zu ihrem derzeitigen Studium überlegen wollen oder auch junge Menschen, die sich in einer Notlage befinden, weil sie nach einem Praktikum nicht in die Ausbildung übernommen werden“, sagt Stefanie Petrick von der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Solingen-Wuppertal. „Kurzentschlossene können sich jederzeit an die Berufsberatung wenden. Wir wollen ihnen helfen und beraten individuell – egal, ob es um eine Ausbildungsstelle oder um die ersten Überlegungen zur Berufswahl geht“.

Wer die offene Sprechstunde und den Bewerbungsmappencheck für Jugendliche nutzen möchte, kann sich am Empfang in Remscheid, Solingen oder Wuppertal melden. Die Anschriften lauten:

  • Agentur für Arbeit Remscheid, Bismarckstr. 8,
  • Agentur für Arbeit Solingen, Kamper Str. 35,
  • Agentur für Arbeit Wuppertal, Hünefeldstr. 3-17,

„Man kann mit jeder Frage zu uns kommen. Dazu gehört genauso, dass wir die mitgebrachten Bewerbungsunterlagen checken, dass wir den Jugendlichen helfen, ihren passenden Beruf zu finden und sie auch unterstützen, sich auf Bewerbung oder Vorstellungsgespräch gut vorzubereiten“ sagt Stefanie Petrick. „Mit einer guten Vorbereitung und einer gelungenen, der Stelle angemessenen Bewerbung“ ist die Teamleiterin der Berufsberatung überzeugt, „hat man gute Chancen auf den Ausbildungsplatz in seinem Traumberuf – und damit auf einen guten Start ins Berufsleben“.

Übergangsheim Talsperrenweg 3 wird aufgegeben

Kein Engpass bei Wohnungen für Flüchtlinge“, titelte der Waterbölles am 21. August 2018, und daran heute sich bis heute nichts geändert. Das geht aus einer Verwaltungsvorlage für den Integrationsrat hervor, die dieser in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zur Kenntnis nahm. Demnach beherbergt Remscheid (Stand: Ende Mai) 1.637 Flüchtlinge mit Bleiberecht (humanitäre Aufenthalte), 565 Flüchtlinge im laufenden Asylverfahren und 412 Flüchtlinge mit abgelehntem Asylverfahren (Duldung) (insgesamt 2.614).

In diesem Jahr leitete das städtische Ausländeramt bislang 33 Rückführungsverfahren ein. Seche Personen reisten freiwillig aus, zwölf wurden abgeschoben. In diesem Jahr sind der Stadt Remscheid bis Ende Mai insgesamt 88 Flüchtlinge nach Remscheid zugewiesen worden. Herkunftsländer sind Iran, Syrien, Türkei, Pakistan, China, Afghanistan, Irak, Armenien, Nigeria, Angola, Somalia, Ukraine und Nordmazedonien. Im Vergleich zum Vorbericht (942 Personen) ist die Anzahl der untergebrachten Personen leicht angestiegen. In den sechs Übergangsheimen und der Wohnanlage der Stadt leben gegenwärtig 466 Personen, in Wohnungen sind 478 (insgesamt 944). „Die Anzahl der in den städtischen Unterkünften untergebrachten Flüchtlinge ist weiterhin stabil. Sowohl für die Unterbringung der vom Land zugewiesenen Flüchtlinge als auch für die Flüchtlinge, die nach erfolgreichem Asylverfahren ein Bleiberecht erlangt haben und sich eine eigene Wohnung suchen müssen, stehen weiterhin ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Es findet kontinuierlich eine Überprüfung des Zustands und Bedarfs der städtischen Unterbringungsmöglichkeiten statt“, teilte die Verwaltung dem Integrationsrat mit. „Nach der geplanten Schließung des Übergangsheims Talsperrenweg 3 im Herbst 2019 fallen nochmals über 100 Unterbringungsplätze weg. Auch danach sind in Remscheid ausreichende Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen vorhanden. Um weiterhin ausreichende Kapazitäten sowie einen notwendigen Puffer vorzuhalten, ist allerdings nach Schließung des Talsperrenwegs zunächst kein weiterer Abbau von Unterbringungsplätzen geplant."

Das Verbindende soll am 10. August gefeiert werden

„Ab 1. August Groß-Remscheid“ prangte heute vor 90 Jahren auf der Titelseite des Remscheider General-Anzeigers. „Lennep und Lüttringhausen gehören von heute an zu Remscheid. Ebenso treten heute die verschiedenen Grenzregulierungen in Kraft. (...) In diesem Augenblick begrüßt Remscheid die 25.000 neuen Gemeindemitglieder ehrlich und herzlich und reicht ihnen die Hands zu gemeinsamer Arbeit. Mögen Lennep und Lüttringhausen sich mit der gleichen Unvoreingenommenheit und demselben Verantwortungsgefühl in den Dienst des neuen Gemeindewesens stellen, wie es Remscheid von sich mehrfach bekundet hat.“ Zitiert wird sodann aus dem Willkommensgruß des damaligen Remscheider Oberbürgermeister Dr. Hartmann: „Gewerbefleiß du Bürgersinn, die alle drei Städte groß gemacht hat, sollen auch die Stützen des Gemeindewesens werden. Möge unsere große Bergstadt ... stark werden und einer Zeit wirtschaftlicher Sicherheit und Wohlfahrt entgegensehen zum Segen unserer gesamten Bürgerschaft.“ Und der Artikel endet mit den Sätzen: „Nun zieht Remscheid Teile des Kreises, mit dem es einstmals verbunden war, an sich. Der lebenden Generation erwachsen damit größere Aufgaben als dereinst. Ihre Aufgabe ist es, den Vätern, die sich durch Weitblick und zugleich kluges Maßhalten, durch Fleiß und Sparsamkeit auszeichneten, nachzueifern, dann braucht uns trotz der Lastenschwere der Gegenwart um die Zukunft nicht bange zu sein, dann wird auch das g r ö ß e r e  R e m s c h e i d im Kranz der deutschen Städte einen a c h t u n g s g e b i e t e n d e n ,  e h r e n v o l l e n P l a t z  einnehmen.“

Wie es zu dieser Eingemeindung kam, beschreibt der Remscheider Journalist Dr. Gerd Courts in seinem  zweiten Buch „Remscheid so wie es war“, siehe Waterbölles vom 24. Juli 2019: „"Kulturelle Mitte" - von Eingemeindeten nicht bestritten“. Zitat: „Die städtebauliche Vision vom Zusammenwachsen der drei ehemals selbständigen Gebilde blieb Wunschtraum, wird heute, da Grünzonen längst den Vorzug vor lückenloser Flächenbebauung haben, wohl auch nicht mehr betrieben. Und doch kann man nicht sagen, dass die Zusammenlegung von Remscheid, Lennep und eines Teils von Lüttringhausen ein einziger großer Irrtum gewesen wäre.“

Nun also bald 90 Jahre Großstadt Remscheid! Für Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz kein „Dinner for One“ in Anspielung auf dem Silvester-Dauerbrenner im Fernsehen, sondern eine „Party für alle“, wie er gestern betonte. „Nichts gegen Qartiersidentitäten. Die gibt es auch in Hasten, Honsberg, Goldenberg, Hasenberg“, so der OB. Und natürlich gebe es auch Eifersüchteleien (etwa, wenn bei finanziellen Förderungen). Doch die Remscheider Stadtteile, auch Lennep und Lüttringhausen, hätten auch viel, was sie verbinde. Und das gelte es am 10. August zu feiern.

Abgesehen von der Ausstellung zur Stadtgeschichte, die von Jörg Holtschneider zusammengestellt wurde und die ab 10. August für mindestens zwei Wochen im Remscheider Rathaus zu sehen sein wird, geht das Programm des Jubiläumsfestes auf die Gebietsreform von 1029 nicht weiter ein („Weil sie schon so weit zurückliegt und es kaum noch Zeitzügen gibt“, so Andreas Meike, der Leiter des Stadtmarketing der Stadt). Ein Hauch der 1920-er Jahre wird allerdings am 10, August sehr wohl durchs Rathaus wehen, was Kleidung und Musik betrifft. Und im ersten und zweiten Stock werden die aktuellen Schilder an den Türen vorrübergehend ersetzt durch Repliken, die verraten, wer in den Amtsstuben vor 90 Jahren gearbeitet hat und welche Ämter es damals gab. Das Arbeitszimmer 43 wird dann den Assessor Dr. Borcherding (war später Bürgermeister von Wermelskirchen) als „Juristischen Hilfsarbeiter“ ausweisen, weil er nur eine befristete Stelle innehatte. Borcherding (alias Dr. Urs Diederichs, Museumsleiter a.D.) wird am Jubiläumstag interessierte Bürgerinnen und Bürgern die „Amtsstuben von einst“ in zwei halbstündigen Führungen näherbringen.