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Es geht zu wie bei der Echternacher Springprozession

Die Klage Wuppertals gegen ein Designer-Outlet-Center in Lennep ist nach wie vor beim Verwaltungsgericht in Düsseldorf anhängig. Weil sich Politik und Verwaltung des „großen Nachbarn“ von Remscheid verhalten wie ein Teilnehmer der Echternacher Springprozession: Zwei Schritte vor und einen zurück. Jetzt also sollen sich die Stadt Remscheid und der DOC-Investor McArthurGlen auf ein von Wuppertal in Auftrag gegebenes Gutachten einlassen, das für das DOC eine auf 900 Quadratmeter verringerte Verkaufsfläche für Sportartikel verlangt. Das wäre dann weniger als die Hälfte der jetzt (noch) vorgesehenen Fläche. Und auch Lederwaren und Textilien will das Gutachten geringer gewichtet sehen. Wie der Wuppertaler Einzelhandel / Einzelhandelsverband das sieht, dürfte sich heute herausstellen. Aus der „Kaufhof“-Filiale am Wuppertaler Neumarkt kam bereits das Signal, durch das neue DOC sehe man die eigenen Umsätze nicht gefährdet. Eine Information, die auch ins Remscheider Rathaus drang. Dort wird man sie in der sicherlich andauernden Diskussion mit Wuppertal gewiss zu nutzen wissen.

Empfang vom Samstag soll kein Solitär bleiben

Für Präses Manfred Rekowski war der Empfang der christlichen Gemeinden Remscheids und der Stadt Remscheid, zu dem Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz an der Tür zum großen Sitzungsaal allerGäste persönlich begrüßte, eine besondere Premiere: „Ich war noch nie hier!“ Für  Stadtdechant Thomas Kaster, Superintendent Hartmut Demski und André Carouge und weitere Vertreter der christlichen Kirchen galt das natürlich nicht. Und auch der Vertreter der muslimischen Gemeinden, Tevfik Baylan, verwies gerne auf die vergangenen „Fastenbrechen“ an dieser Stelle. Gleichwohl war dieser Abend aber auch für sie eine Premiere – einen solchen Abend hatte es zuvor noch nie gegeben. Wohl aber in dessen Vorfeld „eine kurze und intensive Diskussion im Stadtrat“, wie der OB nicht verhehlte. Er habe jedoch „unabhängig von dieser Diskussion die Idee gerne aufgegriffen" und freue sich über die große Resonanz. Auch im nächsten Jahr werde es einen solchen Abend wieder geben, „ebenso wie das Fastenbrechen, den Arbeitnehmerempfang oder den Fronleichnams-Gottesdienst. Und dafür gebe es für ihn zwei entscheidende Gründe: „Ich bin dankbar für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden in unserer Stadt und deren Repräsentantinnen und Repräsentanten. Und dieses Rathaus ist das Haus der Menschen, die in unserer Stadt leben. Sie sind vielfältig, bringen ihre Sorgen und Freuden, ihre Hoffnungen und Anliegen mit, aber auch ihre religiöse Bindung, egal ob Christ, Muslim, Jude, Alevit, Bahai usw. Auch für ihre religiöse Bindung ist hier Raum, weil alle hier lebenden Menschen zu unserer Stadt gehören, weil ihr Glaube zu ihnen gehört.“

Über dem von Johannes Gessner, Kantor der ev. Kirchengemeinde Lenneep, musikalisch umrahmten Empfang stand der Psalmspruch „Suchet Frieden und jaget ihm nach“. Der Frieden gelte uns allen, betonte Burkhard Mast-Weisz: „Den Frieden in unserer Stadt müssen wir gemeinsam pflegen; das ist ein sehr hohes Gut!“ Dass das Zusammenleben in unserer Stadt mit Menschen aus 120 Nationen gut funktioniere, sei für eine Großstadt nicht selbstverständlich, und das gelinge auch nur im Zusammenwirken aller Verantwortlichen. „Objektiv gesehen gehören wir zu den sichersten Großstädten Deutschlands. Wir haben keine Angsträume oder Konflikt-Hotspots. Ich weiß aber auch, dass manche in ihrem subjektiven Sicherheitsgefühl verunsichert sind. Das nehme ich ernst, das nehmen wir ernst. Was ich aber rundweg ablehne, ist der Versuch, den ich auch gelegentlich in unserer Stadt verspüre – die Menschen zusätzlich zu verunsichern und mit populistischen Argumenten und Stimmungsmache gegen Menschen anderer Hautfarbe, anderer Herkunft, anderer Kultur, Religion oder Lebenseinstellung politischen Erfolg zu erzielen. Wer so etwas tut, sorgt sich nicht und handelt nicht für den Frieden in unserer Stadt, sondern versucht zu spalten. Dem müssen wir uns alle gemeinsam entgegenstellen, das ist unser Auftrag, den uns der Psalm mitgibt!“

Das gute Miteinander in Remscheid betonte auch Stadtdechant Thomas Kaster („Darauf können wir stolz sein!“). Er sprach im Namen aller christlichen Gemeinden  in der Stadt. Verantwortung für dieses gute Miteinander trage letztlich jeder Einzelne. Es gelte, dieses „Wir“ weiter zu entwickeln und zu gestalten „gegen jede Ausgrenzung und Fremdenhass“. Diesem Ziel könnten auch dieses und künftige Zusammentreffen dienen, betonte Tevlik Baylan als Vertreter der muslimischen Gemeinden – „durch besseres Kennenlernen und durch Gespräche!“

Aktionswoche zur klimafreundlichen Mobilität

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Vom 14. September bis zum 22. September dreht sich in Remscheid alles um das Thema Mobilität. So hat der Fachdienst Umwelt der Stadt Remscheid im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche ein buntes Mitmachprogramm organisiert, das dazu einlädt, die vielen Facetten der klimafreundlichen Mobilität kennenzulernen und zu erleben. Das Programm richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen und soll zeigen, dass nachhaltige Mobilität möglich ist, Spaß macht und praktisch gelebt werden kann.

Dazu gehört ein Fahrradtraining sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für interessierte Mitarbeitende der Stadt Remscheid. Bei einer „Bewegten Mittagspause“ haben letztere zudem im Rahmen einer Stadtführung die Möglichkeit, einen Einblick in die Geschichte der Stadt Remscheid sowie der Mobilität zu erhalten. Ferner können Unternehmen im Rahmen einer Informationsveranstaltung erfahren, wie sie ihre betriebliche Mobilität zukunftsfähig und klimaschonend gestalten, Fahrzeuge mit alternativen Antrieben besichtigen und das Fahren mit einem Pedelec testen. Für die Zielgruppe der Senioren gibt es bei dem Rollatorentag der Stadtwerke Remscheid GmbH Informationen über klimafreundliche Formen der Mobilität und auch die Jüngsten kommen nicht zu kurz.

Beim Weltkindertag auf dem Theodor-Heuss-Platz können alle interessierten Kinder in einem sogenannten „Verkehrsschilderwald“ ihr Wissen über Verkehrsschilder testen und Preise gewinnen. Für die teilnehmenden Kindertagesstätten und Schulen an der Kindermeilenkampagne gibt es zudem die Möglichkeit, das Musical „Abgeschnallt“ zu dem Thema Verkehrssicherheit zu besuchen, das den Kindern spielerisch sowohl die Problematik der Eltern-Taxis als auch das richtige Verhalten im Straßenverkehr vermittelt. Auch die Kampagne STADTRADELN wird erneut aufgegriffen. So wird die Abschlussveranstaltung zu der Kampagne ebenfalls während der Europäischen Mobilitätswoche stattfinden; die aktivsten Teams und Einzelradelnden wird Oberbürgermister Mast-Weisz für ihr Engagement ausgezeichnet.

Als Begleitaktion gibt es zudem ein sogenanntes „Ampelquiz“. Nach dem Motto „Warten und Raten“  werden hierzu an ausgewählten Fußgängerampeln Schilder angebracht, die alle zu Fuß Gehenden zum Mitraten einladen und die Wartezeit an der Ampel verkürzen sollen. Pro Ampel gibt es dabei ein Schild mit einer Frage zur Mobilität; die jeweilige Antwort befindet sich ebenfalls auf dem Schild. Insgesamt gibt es zwölf unterschiedliche Fragen; diese sind vom 12. bis 26. September an 72 Fußgängerampeln im gesamten Remscheider Stadtgebiet zu finden und machen so auf die Europäische Mobilitätswoche aufmerksam. (Beispiel: „Wann und wo wurde die erste Ampel in Remscheid in Betrieb genommen?“)

Die Stadt Remscheid beteiligt sich damit erstmalig an der Europäischen Mobilitätswoche, die auf Initiative der Europäischen Kommission jährlich vom 16. bis 22. September stattfindet. Die Kampagne bietet den Kommunen in ganz Europa seit 2002 eine Plattform, um den Menschen vor Ort die komplette Bandbreite nachhaltiger Mobilität näher zu bringen. In diesem Jahr beteiligen sich an der Aktionswoche 2.600 Kommunen aus 48 Ländern (nähere Informationen unter http://www.mobilityweek.eu). In der vom Stadtrat beschlossenen gesamtstädtischen Mobilitätsstrategie verpflichtet sich die Stadt Remscheid u.a. zur Umsetzung von Informations- und Motivationskampagnen zur klimafreundlichen Mobilität. Ziel ist es, das Thema nachhaltige Mobilität mit Spaß und Begeisterung voran zu bringen und ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Studiengebühren betragen rund 2.800 € pro Semester

Im Stadtentwicklungsausschuss hat Arnd Zimmermann, in der Stadtverwaltung zuständig für die Digitalisierung, am Donnerstag die Anfrage der CDU nach den Aktivitäten der Fachhochschule auf dem Honsberg beantwortet. Demnach werden dort folgende Studienfächer angeboten: Produktionstechnik, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaftslehre als Startangebot; weitere Studiengänge entsprechend der Bedarfe der Wirtschaft in der Bergischen Region. Die Studiengebühren belaufen sich auf rund 2.800 € pro Semester, für ein komplettes Bachelor-Studium fallen ca. 16.700 € an. Informationen, wie die derzeitig eingeschriebenen Studenten ihr Studium finanzieren, liegen der Verwaltung nicht vor.

Bislang haben sich 20 Studierende am neuen Standort eingeschrieben. Insofern ergeben sich zurzeit keine Parkprobleme; Stellplätze stehen auf dem ehemaligen Schulhof zur Verfügung. Bei steigender Studentenzahl kann auch der aufgegebene Teil des Sportplatzes Honsberg genutzt werden.

Von Seiten der Stadtverwaltung als Vermieterin der ehemaligen Grundschule wurden zwei Klassenräume sowie Nebenräumen im Erdgeschoss sowie im rechten Teil des Pavillons für Lehrzwecke hergerichtet. Für das Mobiliar hatte der Mieter zu sorgen. Die Kosten für die weitere Innenraumsanierung des Restgebäude incl. Brandschutz und Fassaden beträgt nach Berechnung des Gebäudemanagements ca. 2,3 Millionen €. Zwecks Fördermittel hat die Stadt Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium (Wirtschaftsförderung) und dem Bauministerium (Städtebauförderung) aufgenommen. Eine Förderung wurde in Aussicht gestellt. Entscheidungen stehen noch aus.

Neuer Treffpunkt im Grünen für Großhülsberg

„Das Gewerbegebiet Großhülsberg in Lüttringhausen an die Stadtgrenze zu Wuppertal umfasst auf ca. 54 Hektar zurzeit 90 Betriebsstätten mit rund 2.000 Arbeitsplätzen. Gemeinsam mit dem östlich der Barmer Straße gelegenen Gewerbegebiet Grünenplatzer Straße ist Großhülsberg einer der größten zusammenhängenden Gewerbestandorte der Stadt Remscheid. Innerhalb des Gewerbe- und Industriegebietes befinden sich in der früheren Hofschaft Großhülsberg wie auch an der Barmer Straße Wohnanlagen. Deren Gärten sind mit den Randbereichen des Hülsberger Baches die wesentlichen Elemente einer innergebietlichen Grünflächenstruktur. In diesem Teil des Biotopverbundes Hülsberger/Klausener Bachtal wird die Stadt Remscheid eine Experimentier- und Versuchsfläche zur Verfügung stellen als „Treffpunkt im Grünen“ für Großhülsberg. Nach dem Gesamtfinanzierungsplan will die Stadt während der Projektlaufzeit von zwei Jahren die Kosten einer halben Personalstelle nebst Sach- und Dienstreisekosten in Höhe von rd. 97.000 € zur Verfügung stellen. (aus Mitteilungsvorlage 15/6499 zur Sitzung des Entwicklungsausschusses am vergangenen Donnerstag)

Langzeitarbeitslose als Schülerlotsen chancenlos?

„Die Schülerlotsen sind ehrenamtlich tätig und rekrutieren sich zumeist aus dem Kreis der Eltern oder Großeltern der Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Grundschule. Seitens der Schulverwaltung wird dieses System als etabliert und funktionsfähig betrachtet“, teilte die Verwaltung am Donnerstag den Mitgliedern des Schulausschusses mit. „Im Bereich der Schulwegsicherung sind alternative Möglichkeiten zur Schaffung von Stellen im Rahmen der Förderung zur Teilhabe am Arbeitsmarkt nicht ersichtlich.“

Angefragt hatte die CDU-Fraktion, ob zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für Schulkinder nicht auch Langzeitarbeitslose auf der Basis einer Förderung nach dem am 1. Januar in Kraft getretenen § 16 i SGB II als Schülerlotsen beschäftigt werden könnten. Antwort der Verwaltung: „Die Einrichtung eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatzes für einen Schülerlotsen/eine Schülerlotsin könnte aus pragmatischen Gründen schwierig sein. Da der Schulbeginn an Schulen in der Regel zeitgleich erfolgt, kann ein Schülerlotse/eine Schülerlotsin täglich nur eine Schule betreuen. Der zeitliche Umfang einer Schülerlotsentätigkeit wird täglich mit etwa 30 bis 45 Minuten veranschlagt. Das ergäbe eine wöchentlich aufgerundete Arbeitszeit von etwa vier Stunden und auf einen vollen Monat gerechnet von etwa 17 Stunden. Diese angenommene Arbeitszeit reicht nicht, um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu begründen. Eine Förderung nach § 16 i SGB II ist dann nicht möglich.“

Jutta Velte (Grüne) zeigte sich in der Sitzung des Schulausschusses enttäuscht: Diese Antwort werde dem Anliegen des Schulausschusses nicht gerecht. „Phantasielos“, war ihr Urteil. Vielleicht könne man ja den Verfasser dieser Vorlage in die nächste Sitzung einladen... Doch Schul- und Sozialdezernent Thomas Neuhaus, in den Sitzungen des Schulausschusses in der Regel als Vertreter der Verwaltung präsent, hielt das für keine gute Idee. Er sagte aber zu, intern das Thema noch einmal besprechen zu wollen.

Am Monatsende entscheidet der Rat über den Ebertplatz

Die neue Aufteilung des Friedrich-Ebertplatzes in Omnibnusbahnhof (rot) und Aufenthaltsfläche (grün),  Die Fußgängerbereiche sind in Blau eingezeichnet.Foto: Stadt RemscheidWie der Friedrich-Ebert-Platz umgebaut werden soll, erfuhr am Dienstag der Remscheider Jugendrat von Stadtplaner Robert Wild und am Mittwoch der Schulausschuss von Verkehrsplaner Burkhard Fey. Während sich die Jugendlichen inhaltlich mit den Plänen beschäftigten - so sprachen sie sich für ein nettes Café aus –, beschränkten sich die Mitglieder des Schulausschusses darauf, die Erörterung der Beschlussvorlage, die sie kurzfristig als Tischvorlage erhalten hatten, den nachfolgenden Fachausschüssen zu überlassen. Und natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern, denen die Verwaltung die Umbaumaßnahmen und deren Kosten am kommenden Samstag, 14. September, ab 11 Uhr in dem leerstehenden Ladenlokal Alleestraße 34 (früher Schuhhaus Deichmann) erläutern will. Der Rat der Stadt wird über die geplante Umgestaltung des südlichen Teils des Friedrich-Ebert-Platzes (Richtung Alleestraße) am 26. September entscheiden. Der Friedrich-Ebert-Platz soll auf Grundlage der Entwurfsergebnisse aus dem Wettbewerbs- und Verhandlungsverfahren auf Basis der vorliegenden Pläne umgestaltet werden.

Die Kosten für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes von insgesamt 7.503.600 Euro ergeben sich lautr Beschlussvorlage aus dem Wettbewerb (100.000 Euro), der Planung (1.453.600 Euro) und den Baukosten (5.950.000 Euro). Sie verteilen sich auf 2019 (450.000 €, 2020 (300.000 €) 2021(drei Millionen €) und 2022 (3.653.600 €). Zusammen mit den Plänen der Stadtwerke Remscheid wird ein Investitionsvolumen in einem zweistelligen Millionenbetrag erreicht. Denn zu den von der Stadt in ihrer Beschlussvorlage genannten Kosten kommen auf Seiten der Stadtwerke weitere Baukosten für den neuen Busbahnhof (ZOB) in Höhe von 3.888.000 Euro zuzüglich Planungskosten.

Die Gesamtbelastung des Haushalts liegt nach der aktuellen Planung bei 4,6 Mio. €. Hiervon erfordern die zuwendungsfähigen Maßnahmenanteile einen Eigenanteil in Höhe von 3,1 Mio. € (20 Prozent der Kosten von 15,3 Mio. €). Zwingend erforderlich sei jedoch die zusätzliche  Finanzierung der nicht zuwendungsfähigen Kosten in Höhe von 1,5 Millionen € im städtischen Haushalt. Der Rat der Stadt wird die Verwaltung beauftragen, einen Antrag auf Förderung aus den Mitteln der Städtebauförderung im Wesentlichen der Förderung Stadtumbau West im Rahmen der Maßnahme „Revitalisierung Innenstadt“ im Stadtumbaugebiet Innenstadt zu stellen. Daraus ergibt sich für die Umgestaltung des Friedrich-Ebert-Platzes ein Zuwendungsanteil von 5.292.200 €. Nach Eingang der Bewilligungsbescheide soll mit den Arbeiten begonnen. Dabei sei auch die erneute Beteiligung der Öffentlichkeit sicherzustellen, so die Verwaltung. 

Der Klima-Check der Maßnahmen fällt positiv aus: „Durch Attraktivierung des ÖPNV wird dieser generell begünstigt. Darüber hinaus werden 29 zusätzliche Bäume gepflanzt und mehr als 200 m² neue Vegetationsflächen entstehen. Die Verkehrsflächen für den Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) werden auf ein erforderliches Maß reduziert. Der dadurch frei werdende Friedrich-Ebert-Platz wird in ungebundener Bauweise mit wasserdurchlässigem Pflasterbelag ausgeführt und somit dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Die gewonnene Fläche im öffentlichen Raum mit hoher Aufenthaltsqualität fördert den Aufenthalt im Außenbereich.“

Aachener Verkehrsplaner (Büro für Stadt- und Verkehrsplanung) haben die künftigen Verkehrsflüsse auf dem Friedrich-Ebert-Platz und den angrenzenden Straßen digital dargestellt, wie die Mitglieder des Schulausschusses erleben konnten. Die Planer gehen anstelle des bisherigen Tunnels von zwei barrierefreien Fußgängerüberwegen (mit Ampeln) auf der Elberfelder Straße aus, einer Fußgänger-Querung westlich der Konrad-Adenauer-Straße (vor dem EMA-Gymnasium) und einer vor dem Ämterhaus. Zur Sicherung des Schülerverkehrs sollen in den Stoßzeiten die Ampelphasen verkürzt werden, so dass die Fußgänger vor einem Überweg höchstens 33 Sekunden warten müssen. Für die Autofahrer wird sich die Fahrt vom Bahnhofskreisel zur Hochstraße dadurch um 61 Sekunden verlängern, erläuterte Burkhard Fey in der Sitzung. In den Hauptverkehrszeiten sei ein Rückstau vor der EMA und auf der Scharffstraße nicht ausgeschlossen, aber die Qualitätsstufe D („ausreichend“) werde  immer eingehalten.

Eine längere, fruchtlose Diskussion, angestoßen von Jens Peter Nettekoven (CDU) ergab sich gestern im Stadtentwicklungsausschuss zum Fußgängertunnel. Ungehalten reagierten York Edelhoff (SPD) – „Dieses unsaubere, dunkle Loch wollen Sie wirklich erhalten!?“ – und Sven Chudzinski (FDP – „Zuerst die Angsträume kritisieren, und dann an diesem Tunnel festhalten!?“)
Auch die Verwaltung war „not amused“. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Stadtplanerin Christina Kutschaty bemühten sich gemeinsam, das Problem zu erklären: Nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben müsste ein älterer Tunnel im Falle einer derartigen Neuplanung barrierefreie Rampen bekommen, die doppelt so lang sein müssten wie die gegenwärtigen. Heinze: „Das aber würde unsere Planungen komplett zunichtemachen!“ Auch der externe Verkehrsplaner, der die Verkehssimulation zur Elberfelder Straße erläutert hatte, wunderte sich: "In Aachen gibt es solche Tunnel schon lange nicht mehr!"

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Mit der rollenden Gehhilfe sicher im ÖPNV

Pressemitteilung der Stadtwerke Remscheid

Wie steigt man mit einem Rollator sicher in den Bus ein und wieder aus? Wie bewegt man sich am sichersten im fahrenden Bus, wenn man mobilitätseingeschränkt ist? Das und vieles mehr können Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Rollatortag am Mittwoch, 18. September, von 9 bis 14 Uhr im Vaßbendersaal am Markt lernen. Zu dem Sicherheitstraining laden die Stadtwerke Remscheid gemein-sam mit 13 lokalen Partnern ein. Dafür wird vor dem Vaßbendersaal u.a. ein Bus stehen und ein kleiner Trainingsparcours aufgebaut. Dort können die Teilnehmer/-innen einen sicheren und souveränen Umgang mit der Gehhilfe üben - im Allgemeinen und im ÖPNV speziell. Dazu gehören das Einsteigen, Bremsen und Kurvenfahren genauso wie das Bewältigen von Bordsteinen und das sichere Hinsetzen und Aufstehen.

„Viele Menschen gewinnen durch ihre Gehhilfen wieder ein Stück Freiheit und Mobilität zurück“, so Nicole Druschke, die bei den Stadtwerken u.a. die Sicherheitstrainings durchführt. „Aber nach unserer Erfahrung gibt es auch immer wieder Unsicherheiten, wie man sich mit einer fahrbaren Gehhilfe in Bussen richtig verhält, um sicher ans Ziel zu kommen. Viele Menschen meiden öffentliche Verkehrsmittel aus Angst vor Unfällen dann ganz. Darum ist es uns wichtig, Ängste abzubauen.“ Oftmals passieren Unfälle auch schlicht aus Unwissenheit, beispielsweise, wenn der Rollator während der Fahrt als Sitzgelegenheit genutzt wird.

Seit 2015 initiieren die Stadtwerke alle zwei Jahre den Rollatorentag, um den Besuchern einen umfassenden Überblick rund um das Thema Mobilität zu bieten, damit die Nutzer/innen von Gehhilfen eine möglichst lange und eigenständige Mobilität haben. Gleichzeitig soll so auch die Öffentlichkeit für die besonderen Bedürfnisse von mobilitätseingeschränkten Fahrgästen sensibilisiert werden.

Ausbildungsberufe bei der Deutschen Bahn

Pressemitteilung der Agentur für Arbeit

Wer sich über die Möglichkeiten einer Ausbildung bei der Deutschen Bahn informieren möchte, ist am Donnerstag, 19. September, um 14.30 Uhr zu einem Vortrag von Stephanie Schmengler von der Deutschen Bahn im Berufsinformationszentrum (BiZ) Wuppertal, Hünefeldstr.10a, herzlich eingeladen. Folgende Berufsausbildungen werden auf der Veranstaltung vorgestellt: Elektroniker/in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/in und Fachkraft für Lagerlogistik. Interessierte können am 19. September ohne Anmeldung ins BiZ Wuppertal kommen. Fragen zu der Veranstaltung beantworten gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BiZ unter Tel. 0202 2828-460.

„Park Food Festival“ vom 13. bis 15. September

Park Food Festival 2018 (aus dem Archiv)

  Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Das 8. Remscheider „Park Food Festival“, veranstaltet vom Hotel Restaurant Kromberg (www.hotel-kromberg.de) in Kooperation mit der Stadt Remscheid im Rahmen des „Remscheider Sommer“ 2019 im Stadtpark  vom 13. bis zum 15. September, ist zugleich das 1. Remscheider Park Food Oktober Festival. Bei der Veranstaltung soll der Remscheider Stadtpark zu den "Remscheider Wiesn" verwandelt werden, einer Mischung aus Open Air Oktoberfest und Park Food Festival. Heimische Gastronomen, die mit einem kulinarischen Street-Food-Angebot aufwarten, und Food Trucks aus ganz Deutschland nehmen teil. Das Angebot ist entsprechend vielfältig und außergewöhnlich. Ein musikalisches Rahmenprogramm rundet an allen Tagen die Veranstaltung ab. Der Eintritt ist frei.

Auf dem weitläufigen Parkgelände erwartet Euch süffiges Oktoberfestbier, Live-Musik und Oktoberfest Aktionen wie Hau den Lucas, Nagelklopfen und vieles mehr. Zu einer richtigen Wiesn gehören natürlich Schmankerln wie Haxen aus dem Smoker, Leberkäse-Burger oder leckere Schnitzel aus dem Food Truck.
Street Food Artisten aus ganz Deutschland sorgen für den kulinarischen Höhepunkt des 1. Remscheider Oktober Festivals. Und wer nach dem Open Air Festival noch Lust auf eine Mordsgaudi hat, besorgt sich Tickets für die 1. Remscheider Alm Hütte zur After-Wiesn-Party auf dem Remscheider Schützenplatz und erlebt alpenländische Stimmung und bayerische Lebensfreude direkt vor der Haustür.

 

 

Diese Aktion hat es verdient, Schule zu machen!

Über „Eltern-Kind-Haltestellen für die GGS Reinshagen“ berichtete der Waterbölles am 17. August. In der  Bezirksvertretung Alt-Remscheid hatte die Verwaltung vorgeschlagen, an der Reinshagener Straße auf dem Seitenstreifen vor Haus Nr. 55 sowie auf dem Seitenstreifen gegenüber Haus Nr. 53 für Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, Eltern-Kind-Haltestellen einzurichten und so eine sichere Möglichkeit zum kurzzeitigen Anhalten zu schaffen. Dies soll allerdings auf den Zeitraum von 7 bis 8 Uhr beschränkt sein.

Dass sich dafür Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sowie engagierte Eltern gleichermaßen eingesetzt hatten, wurde erst in der gestrigen Sitzung des Schulausschusses deutlich. In einem kurzen, aber erfrischen d knackigen Bericht der kommissarischen Schulleiterin Jasmin Steinhaus. Sie berichtete von der seit Jahren gefährliche Verkehrssituation vor dem Schulgebäude. Nach dem Tod eines Mädchens in Bergisch Gladbach Dezember 2018 seien sich schließlich Schulpflegschaft, Schulkonferenz und Lehrerkonferenz einig gewesen: „Es muss sich ganz schnell etwas tun! Wir müssen alle mit ins Boot nehmen!“  Das Ziel:  A l l e Eltern sollen ihre Kinder nicht mehr vor der Schule aus den Wagen lassen, sondern nur noch an alternativen Halteplätzen verabschieden. Die Botschaft an alle Eltern: „Vor der Schule wird nicht mehr gehalten!“ wurde auf einem Flyer verbreitet, der einen Artikel über Tod der Schülerin enthielt, eine  Karte mit den neuen Halteplätzen und der klaren Bitte, das Halten vor der Schule künftig zu unterlassen. Unterstrichen wurde das am 11. März durch eine große Demonstration von Schüler- und Lehrerschaft, an der auch Ordnungsamt und Polizei. Danach sei die Zahl der Eltern, die dennoch weiter vor der Schule anhielten, schon deutlich zurückgegangen, berichtete Jasmin Steinhaus im Schulausschuss. „Diese Eltern haben wir dann konsequent angesprochen!“ Da waren es dann wieder ein paar weniger. Endgültig stellte sich der Erfolg der Aktion dann mit den „Sternchen-Stickern“ ein. Die konnten Kinder bekommen, deren Eltern sie an den vorgesehenen Stellen hatten aussteigen lassen. In jeder Klasse wurden die Sternchen vier Wochen lang gesammelt und dann in „Gewinne“ umgewandelt. Das konnte ein Tag ohne Hausaufgaben sein oder eine kleine Waldwanderung. Es waren also die Kinder, die ihre Eltern schließlich zum Umdenken bewegen konnten.

Und heute? An der Gemeinschaftsgrundschule Reinshagen gibt es Schülerlotsen, und nahezu alle Kinder werden an alternativen Halteplätzen entlassen. Jasmin Steinhaus: „Im Moment ist keine Aktion mehr nötig. Sollte sich die Situation im kalten Herbst ändern, werden wir wieder auf die Straße! Wir bleiben dran!“
Nicht nur die Mitglieder des Schulausschusses zeigten sich von so viel erfolgreichem Engagement beeindruckt, sondern auch Schulrätin Brigitte Dörpinghaus. Sie lud die kommissarische Schulleiterin ein, auf der nächsten Schulleiterkonferenz über die Aktion zu berichten. Diese hat es in der Tat verdient, Schule zu machen.

Edgar Schneider mit NRW-Sportplakette ausgezeichnet

Mit der NRW-Sportplakette wurden in den vergangenen 60 Jahren fast 890 Personen ausgezeichnet. Erstmals erhielt jetzt auch ein Remscheider diese Ehrung: Edgar Schneider. Für große ehrenamtliche Verdienste! Staatssekretärin Andrea Milz und Walter Schneeloch, der Präsident des Landessportbundes NRW, bescheinigten ihm Düsseldorfer Capitol-Theater, in seinem Sportverein, dem Reinhagener Turnerbund und auf kommunaler Ebene generell als Ideengeber und Organisator maßgebliche Veränderungen des Sports initiiert und umgesetzt zu haben. Sein Engagement sei vorbildhaft und strahlt über die lokale Ebene hinaus.

„Edgar Schneider hat ein Gespür für den gesellschaftlichen Wandel, greift neue Sporttrends auf und schafft so neue zeitgemäße Sportangebote. Er erkannte früh das Potential der aus den USA bekannten Fitnesswelle und schuf bereits mit Beginn der 1980er Jahre entsprechende Sportangebote in seinem Sportverein“, heißt es in der Laudatio. „Die Gründung einer Aerobic-Abteilung, verschieden Laufevents (City- und Röntgen-Lauf / Waterbölles)  mit überregionaler Ausstrahlung, neue Sportangebote für Kinder, einschließlich Kinderrad- und Mountainbike Kurse gehen auf seine Initiative zurück.“

In seinem Sportverein macht sich Edgar Schneider seit nunmehr 60 Jahren als Trainer, Sportabzeichenprüfer, Oberturnwart und als Vorstandmitglied verdient. 2006 erhielt er (deswegen) die Ehrennadel des Deutschen Turner-Bundesund die Sportehrenplakette der Stadt Remscheid .2015 folgte die Goldene Ehrennadel des Leichtathletik-Verbandes Nordrhein.

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