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Betagte Eisenbahnbrücken in Lennep werden ersetzt

Die Tage der beiden zweigleisigen Eisenbahnbrücken über der Schlachthofstraße bzw. der Wülfingstraße (bzw. Kimmenauer Weg und Alte Kölner Straße) in Lennep scheinen gezählt zu sein: Weit mehr als 100 Jahre als, haben sie nach Angaben der Deutschen Bahn AG n das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht. Die DB Netz AG will sie deshalb im kommenden Jahr durch Neubauten zu ersetzen. Über den Baubeginn will die Bahn die Öffentlichkeit rechtzeitig informieren. Zwischen der Bahn AG und der Stadt gab es bereits diverse Abstimmungen unter Einbeziehung mehrerer Fachdienste „Derzeit wird von einem frühestmöglichen Baubeginn im Februar 2023 ausgegangen“, teilte die Verwaltung zur Sitzung der Bezirksvertretung Lennep am 25. Mai mit.

Stadt: Befristete Stellen für zehnte Unterkunft kein Problem

Zum 1. August 2019 übernahm die Stadt Remscheid die Aufgaben und Belegschaft des Vereines BAF e.V. und sorgt in acht Unterkünfte für geflüchtete Menschen sowie einer Unterkunft für Wohnungslose durch das Gebäudemanagement in bestimmten Betreuungszeiten für einen geregelten Drei-Schicht-Betrieb (24 Stunden an sieben Tagen). Dabei sind jeweils 6,5 Stellen den Unterkünften Freiheitstraße 191-193, Oberhölterfelder Straße 54-56, Schüttendelle 40a, Schwelmer Straße 55, Stockder Straße 93-95, Wülfingstraße 1, Klauser Delle 6-8 und Königstraße 159 zugeordnet (zusammen 52 Stellen). Die Unterkunft im Haddenbruch 21-32 wird von Montag bis Freitag von je eine Frühschicht und einer Spätschicht betreut (drei Stellen).

Neben diesen 55 erforderlichen Stellen verfügt das Gebäudemanagement über keine weiteren Unterkunftshausmeisterschaft. Auch die zum Verantwortungsbereich des Gebäudemanagements gehörenden Werkstatt mit Materiallager , die über elf handwerklich geprägte Stellen verfügt, sei voll ausgelastet und habe keine Stellen- bzw. Personalreserve, „teilte die Verwaltung zur Ratssitzung am 19. Mai mit und beantwortet damit eine Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Markus Kötter. Zugleich weist sie darauf hin, dass die Befristung von weiteren Stellen und Arbeitsverträgen auf maximal zwei Jahre zur Bewirtschaftung einer zehnten Unterkunft für die Dauer der Anmietung und des Betriebs stellt kein Problem darstelle. Nach diesen zwei Jahren seien die befristeten Arbeitsverhältnisse zwar in unbefristete umzuwandeln. Dann würden durch Pensionierungen jedoch in anderen Unterkünften Stellen frei. Es sei „gesichert zu erwarten, dass sich sieben Beschäftigte der Geburtsjahrgänge 1956 bis 1959 in den nächsten fünf Jahren bis 2027 mit Erreichen ihrer jeweiligen Regelaltersgrenze in den Ruhestand begeben werden. Acht weitere Kräfte gehören den Jahrgängen 1960 (1), 1961 (3) und 1962 (4) an. Selbst der Jahrgang 1962 befindet sich zum Zeitpunkt eines möglichen Endes der Anmietung der zehnten Unterkunft bereits im 65. Lebensjahr.“ Bei dieser Personalfluktuation sei „das Risiko einer möglichen personellen Überkapazität im Falle der Abmietung der zehnte Unterkunft nach fünf Jahren im Sommer 2027 überschaubar und vertretbar“.

Krieg in der Ukraine schadet bergischen Unternehmen

Pressemitteilung der Universität Wuppertal

Mit Auslaufen der Corona-Schutzmaßnahmen schien ein nachhaltiger Aufschwung der Bergischen Wirtschaft in 2022 als sehr wahrscheinlich. Tatsächlich stieg die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen – mit Ausnahme vom stationären Einzelhandel - im ersten Quartal 2022 sogar weiter an und lag auf einem hohen Niveau. In der Industrie sind die Auftragsbücher demzufolge noch gut gefüllt. Anhaltende Lieferengpässe verhindern jedoch häufig, dass die bestehenden Aufträge im dafür angesetzten Zeitrahmen abgearbeitet werden können. Gleichzeitig belasten stark gestiegene Preise von Vorprodukten, die Gewinnmargen der Industrie, da diese die Preissteigerung nicht immer an ihre Kunden weitergeben können. Mit Beginn des Angriffskriegs der russischen Armee in der Ukraine, hat sich diese Situation verschärft. Zusätzlich belasten stark gestiegene Energiepreise die Profitabilität der Unternehmen im Bergischen Städtedreieck.

„In einem normalen Marktumfeld würden die aktuellen Aufträge den Unternehmen ausreichen, um ein Rekordergebnis zu erzielen. Aktuell müssen aber Aufträge wegen Lieferengpässen und Preissteigerungen aufgekündigt oder verschoben werden.“ so Prof. Dr. André Betzer, Vorsitzender des Wuppertaler Institut für Unternehmensforschung und Organisationspsychologie (WIFOP). Zudem haben viele exportorientierte Unternehmen beschlossen, ihr Russlandgeschäft einzustellen, was wiederum zu weiteren Umsatzrückgängen führt.

Während die Nachfrage nach industriellen Gütern und Dienstleistungen im ersten Quartal 2022 noch auf einem hohen Niveau liegt, ist der private Konsum eingebrochen. Der stationäre Nicht-Lebensmittelhandel ist hiervon besonders betroffen. Die saisonbereinigte Nachfrage nach entsprechenden Konsumgütern liegt deutlich unter dem Niveau des Vorquartals. „Egal ob an der Zapfsäule oder im Supermarkt, Verbraucher spüren aktuell die deutlich gestiegenen Preise. Damit stehen ihnen weniger finanzielle Mittel für nicht lebensnotwendige Anschaffungen zur Verfügung. Zudem besteht durch den Krieg in der Ukraine eine hohe Verunsicherung bzgl. der weiteren Energiepreisentwicklung “, erläutert Jun.-Prof. Dr. Markus Doumet die aktuelle Entwicklung im Handel.

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Bürgerfest zur Einweihung der neuen Grün- und Platzanlage

Pressemitteilung des Heimatbundes Lüttringhausen

Als vor einigen Jahren der Bebauungsplan „Neue Mitte Lüttringhausen“ im Bereich zwischen Rathaus Lüttringhausen und Kreuzung Eisernstein nicht realisiert werden konnte, ergriff der Heimatbund Lüttringhausen die Initiative. Damit dennoch eine städtebauliche Aufwertung im Zentrum von Lüttringhausen erfolgen könnte, schlug der Heimatbund vor, zumindest die Flächen am Rathaus aufzuwerten. Die Bezirksvertretung Lüttringhausen unterstützte diese Überlegungen, und so konnten in den vergangenen Jahren mit hohem finanziellen Aufwand zunächst die Grünanlage an der Gertenbachstraße und im zweiten Schritt die Flächen vor dem Rathaus neu gestaltet werden.

Jetzt wurde der dritte Schritt vollzogen: Die umfassende Neugestaltung der Flächen hinter dem Rathaus. Dort, wo noch bis vor wenigen Monaten eine total verwilderte frühere Gartenanlage, eine große Betongarage und ein Flickwerk aus Asphaltbelag das Bild im unmittelbaren Bereich des unter Denkmalschutz stehenden Rathauses prägte, ist eine attraktive Grün- und Platzanlage entstanden. Den Mittelpunkt dieser neuen Parkanlage stellt die auf einem Sockel aufgestellte Skulptur „Kinderpärchen“ dar, die früher über dem Eingang des abgerissenen Lüttringhauser Hallenbades die Fassade verschönerte. Ergänzt wird diese „Erinnerungsskulptur“ durch ein Wasserspiel und zahlreiche Sitzgelegenheiten.

Am Samstag, 21. Mai, in der Zeit von 15 bis 22 Uhr wird die Neugestaltung des Rathaushofes und des Rathausgartens mit einem vom Heimatbund Lüttringhausen organisierten großen Bürgerfest eröffnet. Die Übergabe an die Bürgerschaft hat Oberbürgermeister Mast-Weisz übernommen. Ergänzt wird das Bürgerfest um den „Tag der offenen Tür“ der Nebenstelle Lüttringhausen der Städt. Musik- und Kunstschule, die im Untergeschoss des Rathauses untergebracht ist. Der Heimatbund Lüttringhausen und die Nebenstelle Lüttringhausen der Städt. Musik- und Kunstschule laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zum Bürgerfest am Rathaus Lüttringhausen ein. Endlich ist nach langer Zeit wieder was los im „Dorp“!!!

Die Mitwirkenden Die Besucher erwartet ein umfangreiches Musikprogramm und natürlich ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken. Für Musik, Speisen und Getränke werden sorgen:
 

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Schnelles Glasfaser im Schulzentrum Klausen

Pressemitteilung der Stadt Remscheid der Telekom Deutschland GmbH

In Remscheid-Lüttringhausen wurden gestern die ersten beiden Schulen mit schnellem Internetverbindungen über Glasfaseranschlüsse in Betrieb genommen. Das Leibniz-Gymnasium und die Gemeinschaftsgrundschule Eisernstein in der Lockfinker Straße bekamen Tag die Telekom@School-Anschlüsse und können ab sofort mit 1000Mbit/s je Anschluss ins Internet. Auf Grund der hohen Schülerzahlen erhielt das Leibnitz-Gymnasium mit zwei Telekom@School-Anschlüssen, die ausschließlich zu pädagogischen Zwecken genutzt werden können.

„Dies ist ein weiterer Meilenstein für die Schulen in Remscheid und ich freue mich, dass auch bald alle anderen Schulen ans schnelle Glasfasernetz angebunden werden können.“, sagt der OB Mast-Weisz auf der Pressekonferenz. „Für uns als Telekom hat die Anbindung von Schulen mit Glasfaser stets Priorität, egal ob in Remscheid oder andernorts“, betont Dr. Frank Schmidt, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Telekom für die Region West. „Wir wissen, wie wichtig das Thema für die Schulen und die Kommunen ist. Daher haben wir auch in Remscheid alles Mögliche getan, um die Arbeiten für die einzelnen Schulen so rasch wie möglich zum Abschluss zu bringen. Klarerweise sind wir dabei auch auf das reibungslose Zusammenwirken mit der Stadt angewiesen. Denn ohne schnelle Genehmigungsverfahren und Flexibilität bei den Bauvorgaben geht es nicht. Hier waren Kurskorrekturen nötig. Nun liegt das gemeinsame Ausbauprojekt wieder voll auf Kurs. Wir freuen uns, gemeinsam mit der Stadt und Remscheids Schülerinnen und Schülern, über die Glasfaseranbindungen als Basis für moderne, digital vernetzte Schulen.“

Das Förderprojekt der Stadt Remscheid (Förderung 18,7 Mio. € von Land und Bund) ist seit August 2019 in der Umsetzungsphase, es sind bereits Zweidrittel der Tiefbauarbeiten in Remscheid abgeschlossen. Die ersten Hausanschlüsse, wie Beispielsweise in Westen oder der Flurstraße sind bereits buchbar und weitere werden folgen. Das Projekt wird aus mehreren Gründen um ein Jahr verlängert und wird im August 2023 fertiggestellt sein. Die Schulen werden vorrangig in Betrieb genommen, sodass nach den Sommerferien ein Großteil der Schulen versorgt werden können. Zukünftig werden dann alle Schulen im Stadtgebiet über eine gemeinsame Vernetzung angebunden sein, um den Anforderungen der digitalen Schule gewachsen zu sein.

Die Stadt Remscheid und ihre Projektpartner arbeiten gemeinsam an der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Internet. Unsere Schulen, als zentrale Orte der Bildung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Als weiteres Ziel ist die Inbetriebnahme des 1. Ausbauclusters mit den Ortschaften Westen, Heusiepen, Langenhaus, Ölingrath und Grüne geplant. Der Technische Beigeordnete Peter Heinze hierzu: „Endlich geht die Remscheider Breitbandstrategie auf und die Mühe trägt erste Früchte“. Mit der Strategie zum Breitbandausbau hat sich Remscheid ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: „In den nächsten beiden Jahren sollen neben den 44 Schulstandorte, 19 weitere Bildungseinrichtungen, zwei Feuerwehren, ein Verwaltungsgebäude, 6379 Haushalte und 769 Gewerbebetriebe an das schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden“.

Heute ist Internationaler Tag gegen Homophobie

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid setzt ein Zeichen für Toleranz und Respekt: Aus Anlass des Internationalen Tages gegen Homophobie hisst die Stadt Remscheid am heutigen Dienstag, 17. Mai, vor dem Remscheider Rathaus am Theodor-Heuss-Platz zwei Regenbogenfahnen. Sie sind Spende des Landtagsabgeordneten Sven Wolf und des Stadtdirektors/Stadtkämmerers Sven Wiertz. Die Regenbogenfahne gilt als weltweit etabliertes Symbol für lesbischen und schwulen Stolz und die Vielfalt dieser Lebensweisen. Am Aktionstag macht sie auf die Gleichheit von Homosexuellen und Trans- und Bisexuellen öffentlich aufmerksam. Mit dem Hissen der Regenbogenfahnen bekennt sich die Stadt Remscheid einmal mehr zu Respekt und Toleranz – zwei unverzichtbare Wertehaltungen in einer Stadt mit über 120 Nationen und einer darüber hinausgehenden Vielfalt in unserer Stadtgesellschaft.

Der internationale Tag gegen Homophobie wird jährlich seit 2005 begangenen und erinnert daran, dass auch heute noch Menschen strafrechtlich verfolgt werden, nur weil sie anders lieben als die Mehrheit der Gesellschaft. Der 17. Mai erinnert dabei an das Jahr 1990, als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste der Krankheiten strich. Auch in Deutschland wurden Homosexuelle bis in die 1960er Jahr von Staatsanwaltschaften und Gerichten verfolgt und verurteilt. Seit dem 1. September 1969 war Homosexualität nur noch eingeschränkt strafbar und wurde im Zuge der Deutschen Einheit 1994 endgültig aus dem deutschen Strafrecht gestrichen.

Bauantrag und Ausschreibung stehen noch aus

Suche nach Baufirmen für Quartiersplatz beginnt bald“, titelte der Waterbölles am 23. September 2021. Doch das ist bis heute noch nicht geschehen. Bauantrag und Ausschreibung stehen noch aus, mussten der Technische Beigeordnete Peter Heinze und Monique Neumann (Städtebauförderung der Stadt Remscheid) am Samstag einräumen, als sie der Waterbölles auf dem Gelände an der Honsberger Straße befragte. Dorthin hatte die Stadt für 13 Uhr die Anwohner eingeladen, um sich auf großen Schautafeln anzusehen, was sie im kommenden Jahr, wenn alles gut geht, im neuen „Stachelhausenpark“ erwartet. Dafür war der Bauzaun an drei Stellen geöffnet worden, und mit Flatterband hatte man die einzelnen Parzellen abgegrenzt, die nach Fertigstellung der Freizeitanlage ganz spezielle Aufgaben übernehmen sollen. Welche das sein werden, verriet ein Schild auf der jeweiligen Parzelle (Foto unten). Dafür war das Geländer eigens gemäht worden. Die Zahl der Besucherinnen und Besucher war allerdings gering.

Fotos: Lothar Kaiser

Programm auf Hasten läuft noch bis 18 Uhr

„Museen mit Freude entdecken“ ist das Motto des 45. Internationale Museumstags, an dem sich heute das Deutsche Röntgenmuseum und das Deutsche Werkzeugmuseum (Foto oben) beteiligen. Nach zwei Jahren Zwangspause wegen Corona! Programm gab es in beiden Museen, gedacht für Jung und Alt gleichermaßen. Auf Hasten reicht die Bandbreite reicht noch bis 18 Uhr von Löten bis 3-D-Druck, von Schieferbearbeitung bis zum Buchbinden, vom Beitelschleifen bis zu Einsatzfahrzeugen des THW, von der Laserbeschriftung bis zum Schnitzen von Holz. Viel Spaß haben die Kids beispielsweise beim Basteln eines Schlüsselanhängers mit selbst eingeschlagenem Namen, ein Angebot des Förderkreises Deutsches Werkzeugmuseum.

FC-Vorstand hat mit Lenneper Röntgen-Stadion viel vor

Der Vorstand des FC Remscheid – 1. Vorsitzender Ralf Niemeyer, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer Thorsten Greuling und Schatzmeister Ralf Trögel – sind einer Meinung: „Das Röntgen-Stadion muss erhalten bleiben!“ Als traditionsreiche Fußballstätte, die schon viele Größen des deutschen und internationalen Fußballs gesehen habe, und als Kulturgut. Das betonten die drei gestern in einer Pressekonferenz im Vereinsheim „1908 Treff“. Das Stadion habe zwar „seine Schwächen“, sei aber auch keinesfalls eine „Bruchbude". Mit Ausnahme der „Südtribüne" seien gleich zwei Tribünen nutzbar: Die Haupttribüne, die der in Reinshagen in allen Belangen überlegen sei, ebenso wie die Pressetribüne, die bei höherklassigem Fußball durchaus wieder wichtig werden könnte. Auch sei im Stadion eine Fantrennung möglich, erforderlich schon ab der Oberliga. Und dann der Rasen: hervorragend gepflegt, so dass kein Ball verspringen könne und die Verletzungsgefahr niedrig sei.

Warum dieses Loblied? Weil der FC-Vorstand sich mit dem Plan der Stadt Remscheid nicht anfreunden kann, dem Verein künftig im Stadionspielen zu lassen. Die fast hundert Jahre alte Tribüne und das ganze Stadion Reinshagen versprühe „den Charme der 1960er Jahre – alles andere als zeitgemäß!“ Das könne keine Heimspielstätte mit Zukunft sein. Ralf Niemeyer (Foto oben rechts): „Reinshagen ist absolut dezentral und hat keine gute Verkehrsanbindung.“ Das schrecke neue, talentierte Spieler von auswärts ab, was wiederum die ambitionierten Ziele des FCR gefährde. Und aus Lüttringhauser Sicht liege das Stadion Reinshagen genau am anderen Ende der Stadt. Thorsten Greuling (Foto oben links):  „In Lüttringhausen ist der FCR beheimatet. Von dort und aus Lennep kommen die meisten Fans. Ob die zum Umzug ins weit entfernte Reinshagen bereit sein würden, ist mehr als fraglich.“

Also soll es auch künftig das Röntgen-Stadion sein, verkleinert auf eine Kapazität von ca. 5.000 Zuschauern. Die Pläne des FC-Vorstands sind ambitioniert: Die Rückwand und das Dach der Haupttribüne sollen abgebaut werden. Angebaut werden soll ein modernes Multifunktionsgebäude mit Überdachung der Tribüne. Auf dem neuen Dach LED-Strahler, um den Fußballplatz ausleuchten zu können. Auf Nord- und Südkurve soll verzichtet werden. Dafür sollen Dach und Technik der Pressetribüne saniert werden. Auf dem neuen Dach der Haupttribüne sowie im Bereich Südkurve wäre Platz für Sonnenkollektoren zur eigenen Stromerzeugung.

Zur Geschichte des Röntgen-Stadions in Lennep

Gebaut 1925 als „Kampfbahn für Turnen und Sport". Genutzt für Schul- und Leichtathletikwettkämpfe. Seit den 1970er Jahren Heimat der 1. Mannschaft des FC Remscheid. • Nach einer fulminanten Aufstiegsserie, die den FC Remscheid bis in die 2. Bundesliga führte, bekam das Stadion einen neuen „Anstrich" und wurde für mehrere Millionen Mark ausgebaut. Wiedereröffnung 1982 mit einem Spiel gegen den FC Schalke 04. Zum dritten Aufstieg in die 2.Bundesliga (1991) erhielt die Arena den Namen „Röntgen-Stadion".

Den großen Neubau hinter der Haupttribüne stellt sich der Vorstand dreigeschossig vor,

  • mit Kabinen, Lagerräume, Schiedsrichterraum, Medizinraum, Dopingkontrollraum, Fan-Shop, Kiosk, Speisen und Getränke auf  der Untere Ebene,
  • mit Gastronomie, VIP-Räume, Veranstaltungsräume auf der mittlere Ebene und
  • mit Büroräume zur Vermietung und einer Wohnung für den Platzwart auf der oberen Ebene.

Apropos Speisen und Getränke. Unter „Gastronomie“ versteht der FC-Vorstand  keine Beköstigung allein während der Sportveranstaltung, sondern ein vermietetes Lokal, geöffnet wie jedes andere. Unter einer „modernen Sportanlage für Sport, Freizeit und Kultur“ versteht der Vorstand  „die Nutzung für Konzerte (Indoor/Outdoor), Lesungen, Tagungen, Kongresse, kleinere Hausmessen, Sommer-Open-Air-Festival, Kinoabend, Publik Viewing etc.“

Aus der Portokasse wäre dieser Plan nicht zu finanzieren. Niemeyer sprach gestern von vier bis fünf Millionen Euro an reinen Baukosten. Hinzu käme der Kaufpreis für das Gelände, das derzeit der Stadt Remscheid gehört. Macht zusammen einen zweistelligen Millionenbetrag aus, den der FC Remscheid nicht hat. Deshalb ist an die Gründung einer Gesellschaft gedacht, an der sich vermögende Vereinsanhänger („gerne aber auch die Stadt“) beteiligen sollen. „Der FC Remscheid e.V. ist mit namhaften Unternehmern und Persönlichkeiten unserer Stadt in intensiven Gesprächen“, hieß es gestern. „Wir bitten um Verständnis, dass wir die Namen zum heutigen Tage noch nicht veröffentlich dürfen. Dies wird zeitnah nachgeholt!“ Der Finanzierungsplan sei „aktuell in Arbeit“ und werde „selbstverständlich ebenfalls nachgereicht“.

Natürlich sei noch nicht alles „in Stein gemeißelt“, räume Ralf Niemeyer ein. Das Ganze sei zunächst nicht mehr als eine Diskussionsgrundlage. Zugleich setzt der FCR auf „viele Unterstützer“ und zeigt sich überzeugt davon, „dass das Röntgen-Stadion noch viele Jahre Mittelpunkt großartiger Veranstaltungen sein wird - für Sport, Freizeit und Kultur“!
Dass Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz für die Stadt Remscheid andere Pläne mit dem Lenneper Stadion verfolgt, weiß der FC-Vorstand. Und seit gestern hat er es auch schriftlich: Zitat aus der Pressemitteilung der Stadt, die der Waterbölles gestern zwei Stunden vor Beginn der Pressekonferenz erhielt und veröffentlichte: „Mast-Weisz stellte zugleich aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Haushaltssicherung an rechtliche Voraussetzungen gebunden ist: ‚Die Stadt darf aus Haushaltsmitteln keine doppelte Infrastruktur schaffen. Das bedeutet, dass zusätzliche Einrichtungen nicht finanziert werden können.‘ Als Beispiele nannte er unter anderem neue Sportstätten, Veranstaltungsflächen oder Bildungseinrichtungen“. Das bezog sich auf die neue Infrastruktur der Sportanlage Hackenberg, in die die Stadt Remscheid gegenwärtig rund 1,8 Millionen Euro investiert.

Neue Nutzungsideen für Ex-DOC-Gelände gesucht

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

Die Stadt Remscheid sucht die besten Nutzungsideen für die Zukunft Lenneps. Die rund 7,5 Hektar große Fläche, die für das Designer Outlet Center Remscheid vorgesehen war, soll eine neue Funktion bekommen. Alle Remscheiderinnen und Remscheider sind aufgerufen, sich in Eigeninitiative oder in Gruppen mit ihren Ideen für die „Neuen Quartiere in Lennep“ einzubringen. Wer jetzt schon Ideen skizzieren möchte, schreibt bitte an: Neuequartiere@remscheid.de">Neuequartiere@remscheid.de. „Es gilt jetzt, die beste Nutzungsidee für Lennep zu finden. Dabei ist es klug, auf die Ideenvielfalt in unserer Stadt zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz zum Auftakt der Aktion. Mast-Weisz stellte zugleich aber auch klar, dass die Stadt aufgrund der Haushaltssicherung an rechtliche Voraussetzungen gebunden ist: „Die Stadt darf aus Haushaltsmitteln keine doppelte Infrastruktur schaffen. Das bedeutet, dass zusätzliche Einrichtungen nicht finanziert werden können.“ Als Beispiele nannte er unter anderem neue Sportstätten, Veranstaltungsflächen oder Bildungseinrichtungen. „Ansonsten sind alle Vorschläge willkommen, der Fantasie sind zunächst keine Grenzen gesetzt. Die Suche kann beginnen. Klar sollte jedoch auch die Finanzierung möglicher Vorschläge sein – die Stadt selber hat mit Blick auf die Haushaltslage kaum Möglichkeiten für ein eigenes Investment. Auch gilt es zu beachten, dass mit der Bezirksregierung vereinbart wurde, die Flächen zu veräußern, d. h. eine kostenlose Bereitstellung durch die Stadt ist nicht möglich.“   

Der Startschuss für die Bürgerbeteiligung wird am 25. Mai in der Bezirksvertretung Lennep fallen. Dort wird die Stadt zunächst ein mögliches Nutzungsszenario für die ehemalige DOC-Fläche präsentieren sowie einen Fahrplan mit Spielregeln. Dabei ist der Vorschlag der Verwaltung, wie ein neuer Nutzungsmix für die Flächen im Umfeld der Wupper-, Röntgen-, Brehm- Mühlenstraße und der Straße Am Stadion aussehen könnte, nur eine Planungsvariante und ein erster Diskussionsansatz. Ebenso wird die Stadt Remscheid in der Bezirksvertretung alle bisher hier vorgetragenen Nutzungsideen darstellen. „Die Stadt Remscheid übernimmt damit zwei Rollen: als Ideengeber und Moderator“, erklärt Planungsdezernent Peter Heinze zum Verfahren.

Bürgerinnen, Bürger, Vereine und Institution sind eingeladen, ihre Ideen und Anregungen in den Prozess einzubringen. Dies ist auch noch im Rahmen einer Lennep-Konferenz, die noch vor den Sommerferien stattfinden wird, möglich. Dort sollen die bis dahin vorliegenden Nutzungsideen vorgestellt werden. In den danach folgenden Monaten soll dann in einem zweiten Schritt abgewogen und fixiert werden, wie die Zukunft des ehemaligen DOC-Areals aussehen könnte. Das letzte Wort hat dann am Ende des Prozesses der Rat der Stadt. „Schon jetzt formulieren im Vorfeld der Lennep-Konferenz viele Einzelgruppen ihre Nutzungsvorstellung. Dennoch bleibt der Prozess weiterhin offen und spannend,“ sagte Heinze. Die Stadtverwaltung erwartet keine bis ins Detail ausgearbeiteten oder professionellen Vorschläge. Heinze: „Wir sind zunächst einmal für alles offen, bitten aber um Beachtung der genannten Rahmenbedingungen.“

Birgderkamper Brücke wird schon zwei Tage früher frei

Betonarbeiten erfordern Brückensperrung“, titelte der Waterbölles am 8. April . Die Stadtverwaltung hatte angekündigt, dass die Birgderkamper Brücke vom 19. April bis einschließlich 27. Mai gesperrt werden müsse: „Im Zuge der laufenden Betoninstandsetzungsarbeiten werden die funktionslosen Berührschutzplatten im Bereich des ehemaligen Ostbahnhofs zurück gebaut und abtransportiert. Nach dem Abschneiden der Schutzplatten wird die Brücke mittels eines Oberflächenschutzsystems wieder optimal gegen die Bewitterung geschützt.“

Was die Verwaltung damals noch nicht ahnte: Die Brückensperrung zieht in den Hauptverkehrszeitenerhebliche Staus nach sich. Das thematisierte Waltraud Bodenstedt (W.i.R.) in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Süd sehr kritisch. „Der Südbezirk ist abgeschnitten“, sagte sie und meinte damit vor allem die Staus auf der Bismarckstraße Richtung Unterführung.

„Die Arbeiten an der Birgderkamper Brücke verlaufen gut. Die Anzahl der größeren Schadstellen ist gegenüber den ersten Einschätzungen mehr geworden. In Teilbereichen leider auch über den Bereichen der DB-Gleise, die nur mit besonderen Auflagen durchgeführt werden können“, teilte Viola Juric, die Pressesprecherin der Stadt gestern auf Anfrage des Waterbölles mit. „Die Berührschutzplatten konnten bereits alle entfernt werden und können in der Zukunft keine Probleme mehr bereiten. Die Arbeiten am Gesamtbauwerk werden sich über die nächsten Monate erstrecken.“

Und dann die gute Nachricht: „Die Birgderkamper Brücke wird aller Voraussicht nach am Mittwoch, 25. Mai, im Laufe des Nachmittags - also vor dem Feiertag - freigegeben werden können.“ Weitere Arbeiten sind dann zwar noch  a u f  der Birgderkamper Brücke erforderlich, diese könnten jedoch „in friedlichen Miteinander von Verkehr und Baustelle abgewickelt werden.“ Allerdings bei Langsamfahrt im Baustellenbereich mit Tempo 30 km/h.