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Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Pressemitteilung der Feuerwehr Remscheid von heute, 26. Mai, 15.28 Uhr:  Ausfall Notruf 112. In Remscheid ist der Notruf 112 der Feuerwehr ausgefallen. Im Notfall wählen Sie bitte den Notruf der Polizei 110. Sobald die Störung behoben ist, werden Sie informiert! 17.29 Uhr: Der Notruf funktioniert wieder.

Stadtmarketing verkauft wiederverwendbare Mund-Nasen-Masken mit „Unser Remscheid“-Logo. Die doppellagige Mund-Nasenmaske „Unser Remscheid“ ist auf 200 Stück limitiert und kostet 8,95 € (7,52 € netto, 19 % MwSt.). Erhältlich sind die Masken ab dem 27. Mai beim Stadtmarketing Remscheid (Mo - Fr: 9 – 16 Uhr / Alleestr. 6-8, 42853 Remscheid) und in der ErlebBar (Mo – Sa: 11 – 22 Uhr / Hindenburgstr. 8, 42853 Remscheid). Außenmaterial: 100 % Polyester mit zweifarbigem Logodruck auf der linken Seite, Innenmaterial: 100 % Baumwolle, waschbar auf 60 °C, Maße: ca. 15,5 x 24cm.

Histamin-Selbsthilfegruppe Bergischland / Vorerst keine Treffen mehr im Wiedenhof. Mit Rücksicht auf die oftmals geschwächten Immunsysteme vieler Betroffener ( 133 gemeldete Personen) sowie mit Rücksicht auf die Örtlichkeit unserer Treffen wird  es 2020 keine Treffen im Seniorencenter Wiedernhof  mehr geben. Sobald es absehbar ist, dass die Treffen für niemanden ein Risiko darstellen, werden die Treffen fortgesetzt. Bis dahin biete ich eine tägliche Hotline von 10 bis 22 Uhr auf Festanschluss an. Barbara Bontemps, www.histamin-bergischland.de

Pokalübergabe an den Deutschen Meister im Damen-Rollhockey. Am 9. Mai hat der Deutsche Rollsport- und Inline-Verband beschlossen, die Saisons der Rollhockey-Bundesligen angesichts der Corona-Pandemie zu beenden. Die einen Spieltag vor Saisonende führenden zwei Teams – der IGR Remscheid (Damen) und des SKG Herringen (Herren) – wurden zum Deutschen Meister 2019/2020 erklärt. Damit sind die Damen der IGR zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister. 
Natürlich ist das ein Saisonabschluss, den sich die Sportlerinnen der IGR Remscheid anders gewünscht hatten. Aber das Team hatte vom ersten Spieltag an die Tabelle angeführt, die meisten Siege und Tore erreicht, die wenigsten Niederlagen und Gegentore kassiert. Da die Übergabe des Meisterpokals und der Medaillen an das Team nicht mehr auf dem Spielfeld erfolgen konnte, wird Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz die Ehrung am Freitag, 29. Mai, im Großen Sitzungssaal des Remscheider Rathauses vornehmen.

Volkshochschule startet am 8. Juni mit Sonder-Sommerprogramm. Für all diejenigen, die „ihre“ Volkshochschulkurse während der Corona-bedingten mehrwöchigen Schließung der Einrichtung vermisst haben und die es gar nicht mehr erwarten können, wieder an Kursen teilzunehmen, bietet die Remscheider VHS ab Montag, 8. Juni, ein umfangreiches Sonder-Sommerprogramm an. Das Programm umfasst Angebote, die von Entspannung, EDV und Fotobucherstellung über Trommeln und Psychologie bis hin zu diversen Fremdsprachen reichen. Denn: Der nächste Urlaub kommt bestimmt! Und auch für Interessierte an digitalen Angeboten ist bestens gesorgt. Wieso nicht online lernen, wie man eine Webseite erstellt, sich Englisch-Vokabeln für die Reise aneignet und/oder was sich hinter Qigong verbirgt?  All dies ist möglich im Rahmen des Sonder-Sommerprogramms, das in dieser Form erstmals auf den Weg gebracht wurde.

Blitzanlage auf der Freiheitsstraße in Betrieb. Die Stadt Remscheid setzt seit 11. Mai im Kampf gegen nächtliche Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Freiheitsstraße eine semistationäre Blitzanlage ein. Auf der Strecke gilt von 22 bis 6 Uhr ein maximales Tempo von dreißig Kilometern pro Stunde. Der mobile Blitzanhänger ist von einem gewöhnlichen Anhänger kaum zu unterscheiden und kombiniert die Vorzüge mobiler und stationärer Geschwindigkeitsüberwachung, weil er auch andernorts eingesetzt werden kann. Verkehrsteilnehmende werden nochmals daran erinnert, sich unbedingt an die Geschwindigkeitsbeschränkung zu halten.

Corona-Bürgertelefon beim Bergischen ServiceCenter stellt Erreichbarkeit am Wochenende ein. Wegen stark reduzierter Nachfrage stellt das Bergische ServiceCenter mit Sitz in Wuppertal seine telefonische Erreichbarkeit für allgemeine Fragen zum Corona-Infektionsgeschehen in Remscheid unter der Rufnummer RS 162000 an den Wochenenden ein.

Tumorzentrum Solingen e.V. in Solingen und Remscheid sind präsent. Die Telefonberatung werde gut angenommen, stellt das Tumorzentrum Solingen e.V. fest. Fast 100 Beratungskontakte habe es seit Beginn der Pandemie und der Umstellung auf Telefon- und E-Mailberatung gegeben. Doch nicht nur die Beratungssituation habe sich verändert, sondern auch die vorgetragenen Sorgen: Durch die Corona-Pandemie sind wirtschaftliche Unsicherheit, große Einschränkungen im alltäglichen Leben und Veränderungen in der Gesundheitsversorgung hinzu gekommen, was bei vielen Betroffenen zu großer Verunsicherung geführt hat. Auch berichten sie von veränderten Behandlungsplänen, verschobene Nachsorgeterminen oder abgesagten Anschlussheilbehandlungen. Aus Angst vor einer Infektion trauten sich manche kaum noch aus dem Haus, berichten die Mitarbeiter der Krebsberatung. Besonders Alleinstehende litten durch die eingeschränkten oder unterbrochenen Angebote der Selbsthilfegruppen oder Onko-Reha-Sportgruppen, die sich zum Glück langsam wieder einfinden, unter der Isolation. Die telefonische Beratung – Tel. 0177 32 47 130 (Anrufbeantworter gegebenenfalls mit Namen, Rückrufnummer und kurzer Nachricht besprechen), E-Mail info@krebsberatungsolingen.de">info@krebsberatungsolingen.de – kann in solchen Zeiten ein Rettungsanker sein. Auch Briefe erreichen das Team weiterhin regelmäßig; die Post wird zeitnah bearbeitet.

Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss vertritt den Rat der Stadt. Mit der erforderlichen Zweidrittel-Mehrheit haben die Ratsmitglieder die Entscheidungsrechte des Rates auf den Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss gemäß § 60 Absatz 1 Satz 2 Gemeindeordnung Nordrhein-Westfalen für den Zeitraum der vom Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 14. April  festgestellten epidemischen Lage von landesweiter Tragweite delegiert. Von 53 Mitgliedern des Rates haben sich 49 am Abstimmungsverfahren beteiligt. 42 haben der Übertragung der Entscheidungsrechte zugestimmt, fünf Ratsmitglieder sind dagegen. Es gibt eine Enthaltung sowie eine ungültige Stimme. Der Haupt-, Finanz- und Beteiligungsausschuss kann nun bis zum 14. Juni  die Entscheidungsrechte des Rates wahrnehmen.

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Bergische Kommunen verzichten auf Expo Real 2020

Pressemitteilung der Bergischen Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Nachdem sich die Wirtschaftsförderungen der drei Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal, die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (BSW) und der Kreis Mettmann intensiv beraten haben, steht der Entschluss fest: In diesem Jahr werden sich die beiden Regionen Anfang Oktober nicht auf der EXPO REAL präsentieren. Laut einer Aussage der Münchener Messegesellschaft in der Immobilienzeitung sei das Infektionsrisiko auf der vom 5. bis 7. Oktober 2020 avisierten EXPO REAL beherrschbar. Einer Umfrage der Zeitung zufolge glauben hingegen drei Viertel der befragten Immobilienexperten, dass die Messe nicht stattfinden wird. Die Lage ist für alle Beteiligten, die den Bergischen Gemeinschaftsstand projektieren, zurzeit noch sehr unübersichtlich.

Nach gründlicher Abwägung aller möglichen Szenarien haben sich alle Beteiligten jetzt gegen die Teilnahme an der EXPO REAL – sollte sie denn stattfinden – entschieden. Wichtigster Grund: Unter den im Gesundheits- und Hygienekonzept der Expo Real skizzierten Rahmenbedingungen ist eine sinnhafte Durchführung der Messe nicht möglich. „Wir möchten kein gesundheitliches Risiko auf dieser internationalen Messe eingehen. Im letzten Jahr waren 46.700 Besucher vor Ort. Fraglich ist, ob da ein gutes Sicherheitskonzept tatsächlich ausreichend sein kann“, so Stephan A. Vogelskamp, Geschäftsführer der BSW.  Und noch ein Punkt war ausschlaggebend: Die Messe lebt von der Internationalität, die Besucher kommen aus rund 76 Ländern. Es ist jetzt noch ungewiss, ob und aus welchen Ländern angereist werden kann.  

Bergisches Startercenter jetzt mit Webinaren für Gründer

Pressemitteilung der Bergischen Industrie- und Handelskammer

Das Bergische Startercenter bietet seine monatlich stattfindenden Veranstaltungen für Gründungsinteressierte jetzt als Webinare an. Interessenten, die an dem zweieinhalbstündigen Online-Format teilnehmen möchten, können sich über die Internetseite der Bergischen IHK (bergische.ihk.de) sowie über die des Gründer- und Technologiezentrums (www.gut-sg.de) anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Gemeinsam mit weiteren Partnern ist das Bergische Startercenter erste Anlaufstelle für Gründungsinteressierte in der Bergischen Region. Termine und Infos unter www.bergisches-startercenter.de.

Medizinische Hotline reduziert die Anrufzeit

Pressemitteilung der Stadt Remscheid

In Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gibt es eine weitere Tote zu beklagen. Es handelt sich um eine 90-jährige Remscheiderin mit unterschiedlichen Grunderkrankungen und einer Covid-19-Erkrankung. Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell zwölf Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter häuslicher Quarantäne befinden. Bis heute gibt es insgesamt 236 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. Von ihnen sind 224 Personen aus dem Status der Quarantäne ausgeschieden: 207 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 17 sind verstorben.

Die Krankenhäuser melden aktuell eine positiv getestete Person in stationärer Behandlung (nicht auf der Intensivstation). Es ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Remscheiderinnen und Remscheider als die offiziell bestätigten Personen mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 angesteckt haben. Auch die Dunkelziffer der sogenannten begründet verdächtigen Menschen nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) dürfte bedeutend höher sein.

Ein Anrufrückgang bei der Hotline für medizinische Informationen führt zu reduzierter Öffnungszeit. Das im Gesundheitshaus installierte Bürgertelefon mit der Rufnummer RS 163555 verkürzt erneut seine telefonische Öffnungszeit wegen rückläufiger Nachfrage: An den Wochenenden und Feiertagen ist es bis auf Weiteres nicht mehr telefonisch erreichbar. Die neue Regelung gilt ab dem Pfingstwochenende (30./31. Mai, 1. Juni). Alles zum Corona-Virus in Remscheid unter www.remscheid.de/corona!

Einnahmen ohne Abzug weiter an die lokalen Partner

Pressemitteilung des Teo Otto Theaters

Als eines der ersten Theater öffnet das Teo Otto Theater Remscheid am 30. Mai  wieder den roten Vorhang und präsentiert einen speziell ausgearbeiteten Juni-Spielplan, der den aktuellen Gegebenheiten gerecht wird. Der Vorverkauf startet ab Samstag, 23. Mai, ausschließlich in unserem Webshop unter https://theaterticket.remscheid.de/. Es werden außerdem an der Abendkasse 30 Minuten vor der jeweiligen Aufführung restliche Tickets angeboten werden.
Mit der Aktion „Kultur für Kultur – Remscheid hält zusammen“ öffnen wir in dieser Ausnahmesituation die große Bühne des Stadttheaters für andere Remscheider Kulturbetriebe, denen Aufführungen in den eigenen Räumlichkeiten derzeit nicht möglich sind. Die kompletten Einnahmen werden ohne Abzug an die an die lokalen Partner weitergeben. Wir wollen so einerseits den Remscheiderinnen und Remscheidern wieder den Zugang zu einer kulturellen Grundversorgung ermöglichen und andererseits als städtischer Kulturträger einen Teil dazu beitragen, das kulturelle Leben Remscheids vor ernstzunehmenden und langfristigen Schäden zu bewahren. Unter dem Motto Tune the June kommen des Weiteren auch langjährige Partner wie das Landestheater Detmold und international renommierte Stars wie Sven Ratzke mit einem speziell erarbeiteten Programm zu uns.

Unter den strengen und notwendigen Auflagen, gelingt es uns bei höchsten Sicherheits- und Hygienestandards statt 660 noch maximal 100 Personen im Publikum zu ermöglichen. Unter diesen ungewohnten Bedingungen arbeiten wir daran, unseren Besuchern ein außergewöhnliches und positives Theatererlebnis zu ermöglichen, das sowohl der Situation wie auch der künstlerischen Arbeit gerecht wird.
Maximal 100 Besucher
Nachdem wir unser eigentlich geplantes Programm Corona-bedingt bis zum Ende der Spielzeit komplett absagen mussten, da keine der Aufführungen wie geplant durchgeführt werden konnte, haben wir stetig weiter nach Alternativen gesucht. Wir halten es für unumgänglich, in dieser schwierigen Zeit bedacht zu sein, aber dennoch voran zu schreiten, um notwendige praktische Erfahrung und neben allen Einschränkungen auch neue Chancen und Möglichkeiten für die Kreativszene zu erarbeiten. Damit einhergehend wollen wir auch unterstützende Informationen für zukünftige Entscheidungen im kulturellen Sektor beim Umgang mit der Corona-Pandemie entwickeln, die in der Breite bislang fehlen.

„Tune the June“: Kultur für Kultur, oder: RS hält zusammen

Samstag, 30. Mai, 19.30 Uhr
Eröffnungskonzert mit Alexander Krichel
Schon beim ersten Philharmonischen Konzert zu Beginn der Spielzeit in Remscheid konnte Alexander Krichel das Publikum begeistern. Nun ist der Solist für den außergewöhnlichen Auftakt von „Tune the June“ zum Ende der Spielzeit ins Teo Otto Theater eingeladen. Anders als beim ursprünglich geplanten 3. Meisterkonzert (22. April), spielt er eine gekürzte Fassung von etwa einer Stunde ohne Pause.
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 „Appassionata“
Franz Liszt (1811-1886): Aus den „Années de Pèlerinage“ Venezia e Napoli und Après une Lecture du Dante – Fantasie quasi Sonata

Dienstag, 2. Juni, 19.30 Uhr, und Mittwoch, 03. Juni, 19.30 Uhr
Das Kunstseidene Mädchen
Schauspiel nach dem Roman von Irmgard Keun, eine Kooperation mit dem Rotationstheater
Anfang der 1930’er Jahre in einer rheinischen Metropole: Doris, die Sekretärin eines Rechtsanwaltes, träumt von einer glitzernden Karriere und wird auf ihrem Weg in das pulsierende Berlin mit der Scheinwelt des Showbusiness und Männerbekanntschaften konfrontiert. Trotz herber Rückschläge versucht sie weiter, ihren Platz in der urbanen Vergnügungswelt für ihr persönliches Glück zu behaupten und ein “Glanz” zu werden. Ein großartiger, intelligenter Monolog der Kölner Schriftstellerin Irmgard Keun mit Musik, Tanz, Gesang und viel Lebensfreude! Mit Sabrina Iannelli, Regie: Oliver Scheemann.

Donnerstag, 4. Juni, 19.30 Uhr
Auftakt zum Endspurt
Kall‘ nit – TALK! mit Horst Kläuser
Seit Jahren begeistert Horst Kläuser mit „Kall nit – talk!“ regelmäßig im Teo Otto Theater. Bei der Auftaktveranstaltung am 4. Juni  werden der Remscheider Oberbürgermeister Burkhard Mast-Weisz, Journalist und Comedian Rene Steinberg, der Facharzt, Moderator und Autor Heinz Wilhelm „Doc“ Esser und Krimiautorin Christine Drews zu Gast sein. Für die musikalische Untermalung sorgt der Bluesgitarrist Klaus „Dr. Mojo“ Stachuletz. Anders als gewohnt nimmt das Publikum bei „Kall nit“ diesmal nicht auf der Bühne, sondern im Saal Platz, und auch die Talkgäste halten sicheren Abstand zueinander. Inhaltlich geht es dafür aber wieder auf Tuchfüllung.

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Direkter Zugang vom Gründerquartier zur "ErlebBar"

Gründerschmiede visiert die Hindenburgstraße an“, titelte der Waterbölles am 25. Juni 2019. Nachdem der Verkauf der Böker-Villa an die Gründerschmiede Remscheid nicht zustande gekommen war, liege nun „der avisierte Standort der Gründerschmiede an der Hindenburgstraße in unmittelbare Nähere der ‚ErlebBar‘, hieß es damals. Nachdem die Ratsgruppe der W.i.R. im März nach dem aktuellen Stand des  Projekt „Gründerquartier“ gefragt hatte, liegt jetzt die Antwort der Verwaltung vor, gestützt u.a. auch auf Inhalte der Homepage https://gruenderschmiede.org/gruenderquartier/. Demnach will der Gründerquartier folgendes bieten:

  • Gründer- und Netzwerkbüros
  • Flexible Besprechungsräume
  • Coworking Space mit bis zu 50 Arbeitsplätzen
  • Gründergaragen / Werkstätten zum „Tüfteln“
  • 3D Druck, YouTube und Podcast Studio, Eventraum
  • Essen & Trinken
  • Vermittlung von günstigem Wohnraum im Quartier

Für die Umsetzung des Projekts stelle der Bund Fördermittel in Höhe von 200.000 € zur Verfügung (bei 40.000 Euro an Eigenmittel des Vereins). Die Förderung erfolge aus Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) 2014-2020 „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung“ (Projekt: „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Quartiersentwicklung“). „Die zur Verfügung stehenden Mittel sollen in erster Linie für die Instandsetzung und den Umbau des Gebäudes verwendet werden“, so die Verwaltung weiter. „Der Geschäftsplan der Gründerschmiede sieht vor, dass das Projekt nach der Anschubfinanzierung eigenwirtschaftlich betrieben werden kann. Herr Imber betont, dass man später niemals von irgendwelchen Fördergeldern abhängig sein wird.“

Das gemeinsame Ziel des Gründerschmiede Remscheid e.V. und der Stadt Remscheid ist es, am Standort Remscheid einen dritten Startercenter-Standort unter dem „Dach“ des Bergischen Startercenters zu etablieren (Standorte bislang bei der Bergischen IHK in Wuppertal sowie dem GuT Gründer- und Technologiezentrum in Solingen). Quartalsweise finden Beratungsgespräche des Bergischen Startercenters in Remscheid wechselnd bei der Gründerschmiede und der Wirtschaftsförderung statt. Die Gründerschmiede Remscheid kann als e.V. nicht Träger eines Startercenters sein, Träger der STARTERCENTER NRW sind i.d.R. Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und kommunale Wirtschaftsförderungen. Die Möglichkeit zur Etablierung eines Startercenter-Standortes in Remscheid unter Beachtung der vorgegebenen Zertifizierungskriterien bzw. Qualitäts-Standards für die Anerkennung (u.a. entsprechende Personalkapazitäten) wird durch die Stadt Remscheid geprüft.

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Fabricius: Wieder mehr orthopädische Operationen

Die Sana-Fabricius-Klinik an der Brüderstraße.Pressemitteilung der Sana Fabricius-Klinik

Unter verstärkten Schutzmaßnahmen werden in der Sana Fabricius-Klinik Remscheid jetzt wieder mehr orthopädische Operationen von den Ärzten des Gelenkzentrums Bergisch Land durchgeführt, als unter dem Einfluss der Corona-Pandemie möglich war. Auch in der Praxis der Orthopäden gelten besondere Bedingungen für Patienten.

Die Sana Fabricius-Klinik Remscheid in der Brüderstraße hat zwar als Fachkrankenhaus der Orthopädie/Unfallchirurgie und Inneren Medizin/Geriatrie nur bedingt mit der Behandlung von an Covid-19 erkrankten Patienten zu tun gehabt, war aber durchaus von den Corona-geprägten Wochen betroffen. „Wir haben selbstverständlich das für unser Haus und unseren Kooperationspartner Gelenkzentrum Bergisch Land existenzielle elektive Operationsgeschehen deutlich heruntergefahren und auch in der Inneren Medizin die Behandlungszahlen zurückgefahren“, erklärt Ines Grunewald, Geschäftsführerin der Klinik. „Im Bereich der Geriatrie haben wir mit allgemein steigenden Corona- Fallzahlen zeitweise vorsorglich eine komplette Station für mögliche Covid-19-Patienten freigehalten. Dort wurden dann auch gefährdete Patienten pflegerisch versorgt und mehrere infizierte Personen und Verdachtsfälle der Fachexpertise entsprechend geriatrisch behandelt.“

Für eine intensivmedizinische und beatmende Versorgung im Rahmen der Notfallversorgung sei die Sana Fabricius-Klinik nicht vorgesehen gewesen. Im Mai konnten die Corona-bedingten Einschränkungen schrittweise wieder zurückgenommen und ein Stück weit zur Normalität zurückgekehrt werden. Aufgrund von gesundheitspolitischen Vorgaben wird allerdings weiterhin ein Teil der geriatrischen Fachabteilung als Isolationsbereich für Verdachtsfälle vorgehalten und es müssen noch zahlreiche Schutzmaßnahmen eingehalten werden. Aber dennoch sei die Wiederaufnahme der Operationen für die Patienten ein wichtiges Signal. „Wir haben die Patientenkontakte und Termine in den vergangenen Wochen auch in der Praxis stark reduziert“, sagt Dr. Gunnar Schauf, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie im Gelenkzentrum Bergisch Land und Leitender Arzt Orthopädie in der Fabricius-Klinik. „Zurzeit halten wir die Schutzmaßnahmen weiter strikt ein.“

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NS-Opfer die richtige Identität zurückgegeben

Der neue Grabstein für Karl Wilhelm Altena auf dem Kommunalfriedhof in Wuppertal-Ronsdorf. Foto: Klaus Blumberg.Pressemitteilung der Gedenk- und Bildungsstätte Remscheid e.V.

Mehr als 25 Jahre lang war Karl-Wilhelm Altena unter falschem Namen begraben. Auf Initiative der „Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall“ (GuB)aus Remscheid konnte dieser Fehler nun berichtigt werden. Seit Anfang Mai können Besucher des Kommunalfriedhofs in Wuppertal-Ronsdorf den richtigen Namen auf dem Grabstein lesen und nun Karl-Wilhelm Altena gedenken.

Altena wurde am 1. Juli 1911 in Lüttringhausen geboren. Die Familie wohnte am Blaffertsberg. Als angeblicher Deserteur wurde er am 16. März 1945 vor den Augen von Lüttringhauser Bürgern in der Gaststätte Waldmüller per Standgericht zum Tode verurteilt. Vollstreckt wurde das Urteil am 17. März 1945 um 7.30 Uhr. Im Beisein des Pfarrers Heinrich Volkert ist Karl-Wilhelm Altena auf dem Schießstand Ronsdorf-Erbslöh erschossen worden. Die offizielle Beurkundung seines Todes fand jedoch erst am 26. Februar 1946 statt.

Dem Verein der GuB sei es wichtig gewesen, das Schicksal von Karl-Wilhelm Altena im Rahmen der Recherchearbeit zur Ausstellung „Das war damals Recht“ ‘‘, die sich mit den lokalen Opfer der NS-Militärjustiz befasst, darzustellen sowie den falschen Grabstein zu revidieren, erläutert Hans Heinz Schumacher, der Vorsitzender des Vereins. Der Verein hatte herausgefunden, dass in den 1990er Jahren aus unerklärlichen Gründen der richtige Grabstein durch den von Helmut Altena ersetzt worden war, des jüngeren Bruder des Erschossenen.

Helmut Altena, geboren 1913, war jedoch bereits im August 1943 in der Ukraine gefallen. Der falsche Grabstein befand sich seit nunmehr 25 Jahren auf der Ehrengrabanalage des Friedhofes an der Lohsiepenstraße in Ronsdorf. „Warum der Grabstein vor ca. 25 Jahren abgeändert wurde und es niemand bemerkte, wird wohl nicht geklärt werden können, denn erschwerend kommt hinzu, dass die vollständige Originalakte von Karl-Wilhelm Altena kurz vor den Recherchen 2019 verschwand,“ so Andrea Blesius (Schriftführerin) und Klaus Blumberg (Schatzmeister). Beide leiten die historische Arbeit des Vereins und geben Schüler*innen Hilfestellungen bei der Recherche von historischen Akten, wenn diese es erlernen wollen.

Vergessen werden darf Karl-Wilhelm Altena nicht. „Uns ist es wichtig, dass an alle Opfer des Nationalsozialismus ehrenvoll gedacht werden kann. Da gehört eben auch ein richtiger Grabstein dazu!“, so Nick Jannis Schmeißer (stellv. Vorsitzender). Francesco Lo Pinto (stellv. Vorsitzender) bedankt sich im Namen des gesamten Vereins bei allen Beteiligten, die es möglich gemacht haben, Altena seinen richtigen Grabstein und somit auch seine wahre Identität zurückzugeben. Der Student betont an dieser Stelle die Kooperation mit dem Ressort 103.52 der Stadt Wuppertal.

Seit 2018 ist der ehem. Pferdestall der Remscheider Polizeiwache am Quimperplatz eine feste Erinnerungsstätte der Stadt Remscheid geworden. Betrieben wird diese durch den Trägerverein Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall Remscheid e.V. Schüler*innen des Ernst-Moritz-Arndt Gymnasiums hatten die Idee dort einen Ort des kollektives Gedenkens an Opfer und Täter des Faschismus zu errichten, da in eben jenem Ort Menschen unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt wurden, die von den Nationalsozialisten als lebensunwürdig betrachtet wurden. Von dort wurden sie dann in verschiedene Konzentrationslager deportiert. Nur wenige überlebten. Die GuB Pferdestall will sich weiterhin dafür stark machen, dass die Opfer des Faschismus aus Remscheid und Umgebung nicht vergessen werden. Dazu sei auch eine Kooperation der Erinnerungsstätten im Bergischen Land notwendig, betont Lo Pinto.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Pferdestall bereitet für September 2020 eine neue Ausstellung im Pferdestall vor: „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“. (Tina Horky)

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Ein eigener Shop für virtuelle Eintrittskarten u.v.m.

Für das Foto vom „Fantakuchen“ im neuen Shop des Schulvereins musste dann doch einmal noch echt gebacken werden. Die zweite Vorsitzende des Vereins, Anja Zache, hatte kurzerhand, um ein individuelles Bild zu schießen, den Ofen angeschmissen und im Nachgang die Familie und die Nachbarn erfreut – natürlich unter Einhaltung aller Abstandsregelungen. Pressemitteilung des Schulvereins der GGS Hasten e.V.

Corona trifft uns alle. In allen Lebensbereichen. Für die Kinder ist es aber besonders hart. Nicht nur, weil die Schule - mit wenigen Ausnahmen - bis zu den Sommerferien überwiegend nicht oder nur zu Hause stattfindet. Auch die Feste, die wir als Schulverein jedes Jahr unterstützen und ausrichten, fallen weg. Weder der S-Cup findet statt, noch unser Frühjahrsfest konnten wir feiern. Und auch das Schul- und Sommerfest kann am Ende der Projektwoche im Mai nicht stattfinden. Und das ist in doppelterweise tragisch: Während den Kindern die außerschulische Gelegenheit fehlt, mit ihren Mitschülern zu feiern, fehlt uns als Schulverein auch die Möglichkeit, wichtige und notwendige Gelder mit den Festen einzusammeln. Deswegen gehen wir nun diesen ungewöhnlichen Weg und beteiligen uns an der Aktion "www.wirfeiernvirtuell.de".

Seit dieser Woche hatte der Schulverein auf diesem Portal einen eigenen Shop für virtuelle Eintrittskarten, virtuelle Waffeln, Fanta-Kuchen und türkische Pizza. „Natürlich werden die türkischen Pizzen, die Waffeln und auch der Fanta-Kuchen nie gegessen werden. Und auch die Eintrittskarten für den Corona-Zirkus werden nie zu einer echten Veranstaltung den Zugang gewähren“, erklärt Claudia Becker, Schulleiterin der Gemeinschaftsgrundschule Hasten, die der Aktion des Schulvereins viel abgewinnen kann. „Ohne die finanzielle Unterstützung des Schulvereins sähe der Alltag an unserer Schule anders aus. Deswegen sind wir auf die Gelder aus den Veranstaltungen eigentlich angewiesen“. Da die jedoch wegen der Einschränkungen im Kontext von COVID-19 nicht stattfinden können, geht der Schulverein nun den Weg über das Spendenportal. „Die Aktion entspringt eigentlich dem Fußballbereich, wo Vereine Geisterspieltickets über eine Plattform verkaufen können. Die Macher hinter Geisterspieltickets haben mittlerweile das Angebot ausgeweitet und stellen ihren Service auch anderen Vereinen zur Verfügung“, erklärt Pressesprecher und Vorstandsmitglied Patrick Baur.

Jeder Kauf auf der Plattform führt zu einer Erhöhung des Spendenvolumens, dass der Schule zufließt und ermöglicht, dass der Schulverein in die Ausstattung für die Kinder und in die Unterstützung der Schule investieren kann. Zum Beispiel, um bei jedem Martinsfest ein Pferd samt Reiter zu engagieren. Sportevents wie das Trixitt im Sommer 2019 zu organisieren oder den Zirkus an den Hasten zu holen. Aber eben auch um Spielzeug, Bücher und virtuelle Lernunterstützung anzuschaffen. Jeder kann mitmachen – nicht nur Schüler, Eltern oder Angehörige. Der Shop des Schulvereins ist erreichbar unter https://wirfeiernvirtuell.de/schulverein-der-ggs-hasten. (Erster Vorsitzender des Schulvereins: Björn Krzywinski, schulvereinhasten@gmx.de">schulvereinhasten@gmx.de; Pressesprecher: Patrick Baur, patrickbaur@vodafone.de)

Ohne Laptop kein Wechsel aufs Gymnasium

Pressemitteilung der Kraftstation, Freue Jugendarbeit Remscheid – Mitte e. V. / Kompazz - Schulbezogene Jugendsozialarbeit

Im Rahmen der Aktion „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit sucht gebrauchte Laptops für Schüler*innen aus finanzschwachen Familien“ konnte jetzt in der Gelben Villa der erste Laptop an die Mutter einer Remscheider Schülerin übergeben werden. Die alleinerziehende Frau Suchy (Name geändert) hatte sich Anfang voriger Woche an Kompazz gewandt, nachdem sie von einer Bekannten von unserer Aktion gehört hatte. Ihre Tochter befindet sich gerade mitten in den Abschlussprüfungen zum Realschulabschluss und möchte nach den Sommerfreien auf ein Gymnasium wechseln.

Eine Präsentationsaufgabe für den Englischunterricht stellte die Schülerin vor eine unlösbare Aufgabe, da kein geeignetes Gerät in der Familie vorhanden war, um die Aufgabe umzusetzen. Sie befürchtete schon, wegen der technischen Schwierigkeiten eine schlechte Note zu bekommen und den geplanten Wechsel aufs Gymnasium zu gefährden. Diese Aufgabe konnte so gerade noch einmal mit Hilfe von Bekannten geschafft werden, und diese hatten dann auch den entscheidenden Tipp, sich an Kompazz zu wenden. Die nächsten Wochen sind für die Tochter von Frau Suchy sehr wichtig, um sich – neben den Abschlussprüfungen der 10. Klasse - erfolgreich auf den Wechsel auf das Gymnasium vorzubereiten. Ohne Laptop wäre dies in der aktuellen Situation kaum möglich.

Diana Mucha und Stefan Flüs von „Kompazz – Schulbezogene Jugendsozialarbeit“ waren in den vergangenen zwei Wochen auf der Suche nach gebrauchten Laptops auf Spendenbasis für benachteiligte Jugendliche. Die Rechner wurden bei Kompazz durchgecheckt, die Festplatten vollständig und sicher gelöscht und mit einem frischen Betriebssystem versehen. Zusätzlich wurden die Rechner mit einer Grundausstattung an Software versehen, um für den täglichen digitalen Schulalltag tauglich zu sein. Damit der Schulalltag auch gelingt, stehen die Pädagog*innen von Kompazz auch nach der Übergabe der Laptops für Fragen und Hilfestellung beim Umgang mit den Geräten als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Sogar technische Hilfestellung – Corona-konform als Fernwartung ist möglich - damit gerade den ohnehin schon benachteiligten Jugendlichen nicht vollends der schulische Anschluss verloren geht und ihre Bildungschancen gewahrt bleiben.

Seit einigen Wochen sind die Schulen geschlossen. Auch wenn diese jetzt langsam und unter enormen Hygiene-Vorkehrungen und Einschränkungen tageweise wieder ihre Klassenzimmer öffnen, stellt digitales Lernen einige Familien vor besondere Probleme. Uns erreichten in den letzten Wochen Anfragen aus Schulen, die dringend auf der Suche nach Unterstützungsmöglichkeiten mit Geräten für Schüler*innen sind. Nicht jede Familie verfügt – häufig aus finanziellen Gründen - über die notwendige Hardware (wie z. B. einen Laptop oder ein Tablet mit Webcam), um erfolgreich am digitalen Unterricht teilnehmen zu können. Bei mehreren Kindern vergrößert sich die Problematik, da der Laptop oder das Tablet häufig zeitgleich gebraucht werden. Eine Neuanschaffung ist zumeist nicht möglich und auch der Kauf eines gebrauchten Gerätes übersteigt ebenfalls meist die finanziellen Kapazitäten. Die bisher eingebrachten Zuschüsse von bis zu 150 Euro reichen bei weitem nicht aus, um einem möglichen Online-Unterricht folgen oder die von den Lehrer*innen gestellten Aufgaben bearbeiten, ausdrucken oder einscannen zu können.

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Der Fisch des Jahres 2020 ist die „Nase“

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Seit 1984 wird der Fisch des Jahres gekürt. Für das Jahr 2020 wurde die „Nase“ ausgewählt. Damit machen der Deutsche Angelfischerverband (DAFV), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) „auf eine bedrohte Fischart aufmerksam, die für Flüsse mit kiesigem bis felsigem Untergrund in der sogenannten Äschen- und Barbenregion typisch ist“, heißt es auf der Homepage des DAFV. „Die Nase gehört auch in der Wupper zu den typischen Fischen und wurde bei Untersuchungen immer wieder gefunden“, sagt Andrea van den Boom, Leiterin der Fachgruppe Limnologie und Gewässergüte beim Wupperverband. „Sie kommt in der Wupper von Wuppertal bis Leverkusen vor, an manchen Stellen sogar in guten Beständen. Regelmäßig kann man im Frühjahr zur Laichzeit große Schwärme im Stadtgebiet Wuppertals sehen. Das ist sehr erfreulich, denn in langfristigen Trends gilt die Art bezogen auf Deutschland als regional stark gefährdet und lokal ausgestorben.“ Mancherorts haben sich jedoch die Bestände in den letzten Jahren positiv entwickelt – wie zum Beispiel in der Wupper.

Die „Nase“ stellt hohe Ansprüche an das Gewässer. Die erwachsenen Tiere dieser Fischart führen innerhalb des Flusses weite Wanderungen zu geeigneten Laichplätzen durch. Dafür muss die Wanderstrecke im Fluss durchgängig, also barrierefrei sein. Für ihren gesamten Lebenszyklus benötigt die Fischart eine Vielfalt an Fließgeschwindigkeiten und Gewässertiefen. Für die Eiablage werden lockere Kiesbänke in flachen rasch fließenden Flussabschnitten bevorzugt. Die frisch geschlüpfte Brut hält sich in strömungsarmen Flachwasserbereichen auf. Die heranwachsenden Jungfische wechseln in die rasch fließenden Flussabschnitte und die großen erwachsenen Tiere überwintern in ruhigeren Abschnitten des Unterlaufes. Die Art profitiert also von einer großen Vielfalt der Gewässerstrukturen, Gewässertiefen und Fließgeschwindigkeiten.

Für den Fluss erfüllt die „Nase“ eine wichtige Funktion; sie weidet die Algen ab, die auf den Steinen wachsen. Das hat positive Auswirkungen auf die Qualität des Gewässerbetts und stärkt die Selbstreinigungskraft des Flusses. Die Verbesserung der Lebensbedingungen von „Nasen“ und allen anderen Fischarten und Kleintieren in der Wupper und ihren Nebenbächen ist das Ziel der Maßnahmen des Wupperverbandes. Das von den Verbandsgremien beschlossene Maßnahmenpaket für die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie umfasst für den Zeitraum 2018 bis 2030 rund 13,8 Millionen Euro. Eine Broschüre steht dazu auf der Homepage des Wupperverbandes als Download zur Verfügung.

Modellprojekt im Bergischen zwecks Verkehrswende

 Pressemitteilung von Monika Düker und Johannes Remmel, Landtagsabgeordnete der Grünen

Nach einem Ortsbesuch am Solinger Hauptbahnhof hat Johannes Remmel, Mitglied des Verkehrsausschusses des Landtags, die Anliegen der Kommunalpolitiker*innen mit nach Düsseldorf genommen und eine Initiative in den NRW-Landtag eingebracht. Kern des Vorhabens ist ein Modellprojekt, bei dem die S-Bahnlinie 7 teilweise elektrifiziert und an die S1 angebunden werden soll. Dazu erklären Monika Düker und Johannes Remmel: „Im Bergischen Städtedreieck sind viele Pendlerinnen und Pendler auf den SPNV angewiesen, die Arbeitswege ziehen sich jedoch dadurch in die Länge, dass die S-Bahnlinien S1 und S7 nicht durchgebunden sind und ein Umsteigen notwendig machen. Der Grund dafür liegt in unterschiedlichen Antriebstechniken auf beiden Linien: Während die S1 mit elektrischen Triebwagen bedient wird, ist auf der Strecke der S7 aktuell nur ein Betrieb mit Dieselloks möglich. Ein durchgängiger S-Bahnbetrieb von Düsseldorf bis ins Bergische Land wäre also nur mit einer Teilelektrifizierung der Strecke Solingen – Remscheid – Wuppertal-Oberbarmen möglich. Teil-Elektrifizierung bedeutet, dass die Strecke aufgrund baulicher Besonderheiten wie der denkmalgeschützten Müngstener Brücke nicht durch eine Oberleitung elektrifiziert werden kann, sondern dass auf der Strecke batterieelektrisch betriebene Züge fahren würden und sich gleichzeitig an den elektrischen Strecken aufladen könnten.

Mit unserem Antrag legen wir ein innovatives Konzept vor, wie wir die Elektrifizierung voranbringen und die Verkehrsleistung von Schienenstrecken erhöhen wollen. Die Teil-Elektrifizierung würde für die Menschen in der Region zu einem echten Mehrwert und die Lebensverhältnisse ganz konkret im Alltag verbessern: Die Fahrten mit dem SPNV würden kürzer und durch den Wegfall des Umstiegs auch komfortabler. Gleichzeitig würde das direkte Umfeld der Bahnstrecke spürbar weniger durch die Emissionen der Dieselloks belastet.

Im gemeinsamen Änderungsantrag von CDU, FDP und GRÜNEN vom 12. März 2019 (Drs. 17/5370) wurde beschlossen, dass die Landesregierung aufgefordert wird, „mit den Aufgabenträgern in den Dialog zu treten, um ein geeignetes Pilotprojekt mit technologieoffenen Antrieben zu begleiten […].“ Für ein solches Pilotprojekt schlagen wir der Landesregierung nun die Teil-Elektrifizierung der Strecke der S7 (Solingen – Remscheid – Wuppertal-Oberbarmen) vor. Gerade das Bergische Städtedreieck wäre ideal für ein derartiges Modellprojekt geeignet: In Solingen läuft bereits erfolgreich ein Modellprojekt für Batteriebetriebene Oberleitungsbusse (BOB). Die vorhandene Expertise ließe sich hervorragend auch für den SPNV nutzen und auch die heimische Wirtschaft würde von einem derartigen Projekt profitieren. Und noch ein weiterer Vorteil ist mittelfristig absehbar: Durch gute Verkehrsanbindungen würde die ganze Region attraktiver und neue Wohngebiete könnten entlang der S-Bahnstrecken erschlossen werden. Das könnte auch eine Entlastung für den überhitzten Wohnungsmarkt in Düsseldorf bedeuten. Die Landesregierung muss nun schnellstmöglich dafür sorgen, dass die Teil-Elektrifizierung als Modellprojekt umgesetzt wird.“