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Terminbuchung für die Jahrgänge 1944 und 1945

Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales

Die Terminvergabe der ersten drei Jahrgänge der Personengruppe zwischen 70 und 80 Jahren schreitet zügig voran. Nachdem seit vergangenen Freitag bereits die Geburtsjahrgänge 1942 und 1943 einen Impftermin vereinbaren können, kommen nun zeitnah weitere Jahrgänge hinzu. Ab Freitag, 16. April, 8 Uhr, können sich die Jahrgänge 1944 und 1945 über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen Impftermin anmelden. Alle Personen, die zwischen dem 1. Januar 1944 und dem 31. Dezember 1945 geboren wurden, sowie deren Lebenspartner können dann einen Impftermin vereinbaren.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann erklärt: „Innerhalb von etwas mehr als einer Woche konnten 226.000 Bürgerinnen und Bürger der Jahrgänge 1941 bis 1943 einen Impftermin vereinbaren. Eine Terminvereinbarung war unkompliziert möglich. Die Buchungssysteme waren stabil. Wir können die Terminbuchung nun zügig für weitere Jahrgänge öffnen. Damit nimmt das Impfgeschehen weiter Fahrt auf. Zum jetzigen Zeitpunkt haben damit 16,7 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen mindestens die Erstimpfung gegen SARS-CoV-2 erhalten.“

Die Terminbuchung erfolgt online über www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil (Rufnummer (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland). Ein Einladungsschreiben wird in Kürze verschickt, ist aber zur Impfanmeldung nicht notwendig. Die Impfung erfolgt je nach Verfügbarkeit von Terminen zeitnah. Paarbuchungen sind möglich. Das Alter des jeweiligen Lebenspartners spielt keine Rolle. Bei den Impfungen kommen je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller BioNTech oder Moderna zum Einsatz.

Das Gesundheitsministerium weist darauf hin, dass nach wie vor Termine für die vorherigen Geburtsjahrgänge 1941 bis 1943 sowie Personen ab 80 Jahren zur Verfügung stehen. Weitere Jahrgänge werden in Kürze freigeschaltet. Die Impfzentren sollten nicht ohne gültigen Termin aufgesucht werden, da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist.

Verantwortung statt unangemessener Vergleiche

Pressemitteilung der Fraktion der Grünen

In der Bergischen Morgenpost vom 13. April (online 12. April) wird Dietmar Volk, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, zum Thema Ausgangssperre so zitiert: „Das hat es bisher nur in der DDR gegeben“. Dazu findet David Schichel, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Remscheid, deutliche Worte: „Seit Monaten räumen unser Krisenstab und große Teile der ganzen Verwaltung das Chaos auf, das zwei christdemokratische Gesundheitsminister hinterlassen. Gerade vom gesundheitspolitischen Sprecher der CDU wäre da Dank angebracht. Wer angesichts der dramatischen Pandemie-Lage stattdessen derart unangemessene und geschichtsvergessene Vergleiche sucht, ist sich nicht nur seiner Parteizugehörigkeit, sondern ganz offensichtlich auch seiner Verantwortung nicht bewusst. Für diese Äußerung wäre eine Entschuldigung mehr als angemessen.“

Am Wochenende hatte der Krisenstab Remscheid aufgrund der permanent steigenden Zahlen eine Allgemeinverfügung erlassen und zusätzliche Corona-Schutzmaßnahmen angeordnet. Hierzu gehört auch eine Ausgangssperre zwischen 21 bis 5 Uhr. „Eine solche Ausgangssperre sollte selbstverständlich immer eines der letzten Mittel im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Corona-Virus sein“, so Schichel. „Solange der Inzidenzwert noch unter der 200er Marke lag, konnte man vielleicht noch abwägen und auf diese letzte Maßnahme verzichten. Bei einem Wert von 255 am vergangenen Wochenende musste die Stadt Verantwortung übernehmen und diesen schwierigen Schritt gehen“, stellt Schichel klar. „Wir müssen jetzt einfach alles tun, was nötig ist, um diese kritische Lage wieder zu entspannen und so auch zu einer Entlastung auf den Intensivstationen zu sorgen. Wir riskieren andernfalls Menschenleben.“

Der Fraktionsvorsitzende weist zudem darauf hin, dass die Ausgangssperre erst einmal bis zum 18. April verordnet wurde. „Sollte man am Sonntag einen Rückgang der Zahlen beobachten, gehe ich davon aus, dass die Lage neu bewertet wird“, so Schichel. Er stellt fest, dass Volk augenscheinlich die neuen, vom Bund vorgegebenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes nicht kenne. Die Bundesregierung und Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidentinnen haben sich darauf verständigt, dass Landkreise oder kreisfreie Städte ab einer Inzidenz von 100 Fällen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche dazu angehalten sind, unter anderem eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr am nächsten Morgen zu verhängen. Remscheid liegt aktuell bei einem Wert von 280. „Dietmar Volk scheut sich wohl, bei Wähler*innen vielleicht unbeliebte, aber in der Sache notwendige Schritte zu gehen. So macht man zwar Stimmung, aber damit lässt sich Corona sicher nicht bezwingen.“

Der März war ein Wetter-Wechselbad

Pressemitteilung des Wupperverbandes

Der März zeigte sich fast aprilhaft. Es gab Regen und Sonne, Sturmböen und sowohl sehr warme als auch sehr kalte Tage. Dabei lag die Niederschlagsmenge leicht unter dem Mittel. Dies ergaben die Aufzeichnungen des Wupperverbandes. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen 88 Liter Regen pro Quadratmeter. Im März fallen dort im Mittel 95 Liter. An der Großen Dhünn-Talsperre in Wermelskirchen-Lindscheid waren es 72 Liter, durchschnittlich sind es 88 Liter. In der Kläranlage Buchenhofen in Wuppertal wurden 79 Liter gemessen, das langjährige Mittel beträgt dort 96 Liter. 88 Liter wurden in der Kläranlage Solingen-Burg erfasst, im Durchschnitt sind es 106 Liter.

Es regnete an ca. 17 Tagen in diesem Monat. Am nassesten war es am 17. März. Zwischen 16 bis 19 Liter pro Quadratmeter fielen an den Messstationen. Die niederschlagreichste Messstelle im Wuppergebiet war die Messstation in Wuppertal-Ronsdorf mit 92 Litern. Am wenigsten Regen fiel mit 49 Litern an der Station auf der Kläranlage Leverkusen; das dortige langjährige Mittel beträgt 62 Liter.

Die Temperaturen schwankten laut Deutschem Wetterdienst in Deutschland zwischen Minusgraden bis hin zu fast sommerlichen Temperaturen am Monatsende. Die niedrigsten Temperaturen im Wuppergebiet hat Wupperverband am 6. März gemessen, an der Eickener Mühle in Kierspe war es mit -8,8 °C am kältesten. Am 31. März war es am wärmsten, und Leverkusen war hier mit 27 °C der Spitzenreiter im Verbandsgebiet. Am 11. März fegte Sturmtief Klaus über NRW und sorgte unter anderem für abgebrochene Äste. Eine Tabelle mit den Niederschlagsdaten finden Sie auf unserer Homepage: https://www.wupperverband.de/meldung/pressemitteilungen/2021/04/maerz-war-ein-wetter-wechselbad.

Pressemitteilungen der Stadt in aller Kürze

Gefahrenbäume am Lenneper Kirmesplatz. Im Zuge einer Baumkontrolle wurden durch die TBR-Baumkontrolleure im Bereich des Lenneper Kirmesplatzes leider zwei Gefahrenbäume festgestellt, die in dieser Woche noch kurzfristig entfernt werden müssen. Bei einem Baum handelt es sich um eine bereits abgestorbene Rotbuche, die sich unmittelbar an der Röntgenstraße an einem viel begangenen Gehweg befindet. Ein weiterer Baum ist eine Winterlinde im Bereich einer Baumgruppe zur Brehmstraße. Dieser Baum weist eine bereits deutlich erkennbare und weit ausgeprägte Stamm- und Wurzelfäule auf  und muss daher ebenfalls kurzfristig aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden. (Maßnahmen an einem Teil der mehr als 20.000 städtischen Bäume, für deren Pflege und Entwicklung die Technischen Betriebe Remscheid verantwortlich sind, sind leider auch nach dem 1. März erforderlich, da unumgänglich.Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der Presseinformation vom 08.03.2021.)

Weiteres Schnelltestzentrum im Stadtteil Lüttringhausen. Am kommenden Donnerstag, 15. April, geht in Lüttringhausen die „Lütter-Teststation“, Barmer Straße 10, mit dem Angebot kostenfreier Bürgerschnelltestungen an den Start. Die Öffnungszeiten sind montags/mittwochs/freitags von 14 bis 20 Uhr, donnerstags/samstags von 8 bis 14 Uhr und von 16 bis 20 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 18 Uhr. Dienstags ist geschlossen. Eine Terminbuchung kann telefonisch oder per WhatsApp-Nachricht unter Tel. 0157 50 30 68 62 oder per E-Mail info@luetter-Teststation.de">info@luetter-Teststation.de vereinbart werden. Die neue Webseite Luetter-Teststation.de wird pünktlich zur Eröffnung online geschaltet. Sie enthält auch ein Termin-Buchungstool zur online-Buchung.

Anstelle des Rates tagt am 22. April der Hauptausschuss. Die für Donnerstag, 22. April, vorgesehene Ratssitzung wird abgesagt. Stattdessen tagt am selben Tag um 17 Uhr der Hauptausschuss in der Aula der Albert-Einstein-Gesamtschule. Der Rat hatte in seiner konstituierenden Sitzung am 5. November 2020 beschlossen, dass der Hauptausschuss in Angelegenheiten, die der Beschlussfassung des Rates unterliegen, entscheiden kann, wenn und solange nach § 11 des Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes eine epidemische Lage von landesweiter Tragweite festgestellt ist. Rechtsgrundlage hierfür ist § 60 Absatz 2 Gemeindeordnung NRW. Somit kann der Hauptausschuss alle Vorlagen, die für die Ratssitzung vorgesehen waren, beschließen.

Verkehrssicherung der Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße. Im Bereich der Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße werden im Auftrag der Technischen Betriebe Remscheid (TBR) bis Donnerstag, 15. April umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen der letzten drei Jahre förderten nicht nur das Absterben ganzer Fichtenwälder durch den Borkenkäfer, sondern führten auch zu einer Schwächung der Vitalität der Rotbuchen. Zur Wiederherstellung der Verkehrssicherheit werden dort aus diesem Grund 15 Rotbuchen entfernt.
Eigentlich werden solche Arbeiten im Herbst und Winter durchgeführt, damit die Belange des Natur- und Artenschutzes ausreichend Berücksichtigung finden. Da der schlechte Gesundheitszustand bei den hier vorliegenden Bäumen erst in den letzten Wochen festgestellt wurde, kann die Verkehrssicherungsmaßnahme erst nach dem 1. März durchgeführt werden. Hierbei wird jeder Baum einzeln auf die Sicherung des Artenschutzes geprüft, so dass bei Vorhandensein von Brut- und Nistplätzen geeignete Maßnahmen getroffen werden. Zudem stimmen sich die Technischen Betriebe Remscheid mit der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt vor und während der Maßnahme laufend ab.
Für eine fachgerechte und sichere Fällung kommt eine Forstspezialmaschine zum Einsatz. Dazu ist es erforderlich, dass die Verbindungsstraße zwischen der Ortschaft Spelsberg und der Morsbachtalstraße in der Zeit von jeweils 8 bis 16 Uhr für voraussichtlich vier Tage für den Verkehr gesperrt wird. Ortskundige werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die TBR bitten Verkehrsteilnehmende um Verständnis für die entstehenden Behinderungen.

Qigong mit der VHS am Feierabend. Der Arbeitstag mit seinen beruflichen und familiären Anforderungen liegt hinter Ihnen. Körper, Geist und Seele sind strapaziert, die Energie ist aufgebraucht. Es ist Zeit wieder bei sich selbst anzukommen. Den Körper und seine äußere Begrenzung bewusst wahrzunehmen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen und gleichzeitig noch einmal die Energie für die Stunden des Feierabends zu aktivieren. Mit Qigong ist das ganz bequem zu Hause möglich. Kursleitung: Andrea Knorr. Termine: 3x mittwochs ab Mittwoch, 14. April, 18.30 bis 19.15 Uhr, o n l i n e. Entgelt: 15 Euro.

Onlinekurs der VHS in Italienisch (A1, geringe Vorkenntnisse). Dieser VHS Kurs 11 x donnerstags ab 15. April, 19 bis 20.30 Uhr, o n l i n e  (Zoom Webinar) richtet sich an Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen, die die Grundlagen der italienischen Sprache erlernen möchten. Für diesen Online-Kurse ist es erforderlich, dass Sie sich in der vhs.cloud als Kursteilnehmerin/ Kursteilnehmer registrieren: https://www.vhs.cloud/wws/9.php#/wws/registrierung-kursteilnehmende.php. Bitte nehmen Sie die Registrierung über den Browser Chrome bereits vor Kursbeginn vor und teilen Sie der VHS Remscheid Ihren Log-In Namen nach der Anmeldung mit, um am Kurs teilnehmen zu können. Kursleitung: Miriam Giusti. Entgelt: 83,60 Euro.

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Diskutieren mit Olaf Scholz und Ingo Schäfer

Der SDPD-Bundestagsklandidat Ingo Schäfer.Pressemitteilug der SPD

Im Rahmen einer „digitalen Deutschlandtour“ laden der SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und der SPD-Bundestagskandidat für Solingen, Remscheid, Cronenberg und Ronsdorf, Ingo Schäfer (Foto), am Freitag, 23. April, von 16.30 bis 17.30 Uhr statt großer Redenzu einer Online-Diskussion ein. „Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, ihre Fragen an den Kanzlerkandidaten der SPD zu stellen,“ so der SPD-Bundestagskandidat Ingo Schäfer. Denn die Themen, über die gesprochen werden wird, werden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestimmt.

„Ich freue mich, dass unser Kanzlerkandidat virtuell zu uns in den Wahlkreis kommt. Das Corona-Virus macht Präsenzveranstaltungen zurzeit leider nicht möglich. Trotzdem wollen wir mit so vielen Menschen wie möglich ins Gespräch kommen, um sie von unseren Ideen für unser Land zu überzeugen!“, sagt Ingo Schäfer, der bei der Bundestagswahl am 26. September für die SPD ins Rennen um das Direktmandat im Wahlkreis 103 gehen wird.

FDP spricht sich gegen Ausgangssperre aus

Pressemitteilung der Freien Demokraten Remscheid

Aus Sicht von Partei und Fraktion der FDP in Remscheid ist die Verhängung der Ausgangssperre unverhältnismäßig und voraussichtlich weitgehend wirkungslos. Nach Auffassung der Freien Demokraten in Remscheid ist die Ausgangssperre ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Grundrechte der Menschen, denn die bestehenden Regeln sind ausreichend, wenn sie konsequent umgesetzt werden. Sven Chudzinski, Vorsitzender der Ratsfraktion, erklärt: „Wer Regeln aufstellt, muss sie auch kontrollieren können. Die Stadtverwaltung hat allerdings bereits erklärt, die nächtliche Ausgangssperre nicht durch den Kommunalen Ordnungsdienst kontrollieren zu lassen. Wenn der beginnende Ramadan aus Sicht der Stadtverwaltung tatsächlich ein wesentlicher Grund für die Ausgangssperre darstellt, so ist diese Überlegung nicht nachvollziehbar. In Gottesdiensten oder anderen religiösen Zusammenkünften gelten die Hygiene- und Abstandsregeln, eine Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske auch am Sitzplatz sowie die vorherige Anmeldung und die Erfassung der Kontaktdaten der Besucherinnen und Besucher. Sollten sich Menschen an anderen Orten oder im privaten Kreis treffen, so gelten sogar noch strengere Regeln. Die Regelungen sind also bereits ausreichend, sie müssen bloß durchgesetzt werden. Eine zusätzliche Ausgangssperre wird nichts bringen.“

Wenn gerade die abendlichen Treffen während des Ramadans ein Problem darstellen sollten, so sind aus Sicht der Freien Demokraten andere Maßnahmen denkbar, so Chudzinski: „Wir sind für sicheres Öffnen anstelle des Schließens. So kann die Teilnahme an solchen religiösen Treffen an einen tagesaktuellen Schnelltest mit negativem Ergebnis gekoppelt werden. Es hätte der Stadt gut zu Gesicht gestanden, ein gemeinsames Vorgehen der Kirchen und der anderen religiösen Gemeinschaften zu initiieren, wie dies etwa in Bielefeld der Fall gewesen ist. In Remscheid werden die Gottesdienste in St. Bonaventura in Lennep bereits an solche Schnelltests gebunden. Andere Kommunen haben Präsenzgottesdienste und andere religiöse Versammlungen in Präsenz untersagt, bevor die ganze Stadt mit einer Ausgangssperre überzogen wurde.“ Nach Einschätzung des FDP-Fraktionschefs wird das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die politisch Handelnden weiter sinken, wenn leichtfertig Grundrechte eingeschränkt werden: „Wir sind dem Oberbürgermeister dankbar, dass er während der Pandemie insgesamt Maß gehalten und Maßnahmen abgewogen hat. Insbesondere war es richtig, Schulen und Kindertageseinrichtungen offen zu halten. Mit einer Ausgangssperre machen wir es uns jedoch zu einfach. Wer ernsthaft auf Testen und Impfen setzt, der kann nicht über 100.000 Menschen derart bevormunden. Vor allem Getestete und Geimpfte werden sich fragen, aus welchen Gründen sie in den eigenen vier Wänden bleiben müssen. Test- und Impfwillige werden mit einem solchen Vorgehen demotiviert. Wer sich abends oder nachts nach einem Arbeitstag allein an der frischen Luft bewegt, trägt nicht zum Infektionsgeschehen bei, sondern stärkt sein Immunsystem.“

Torben Clever, Kreisvorsitzender der FDP in Remscheid, sieht mit Blick auf die Planungen für das Bundesinfektionsschutzgesetz, das eine Ausgangssperre für Städte mit einem hohen Inzidenzwert vorsieht, keinen Grund, dieses Vorhaben bereits vorab in Remscheid umzusetzen: „In der Phase, in der das Versagen der Bundesregierung in der Pandemie offensichtlich wie nie zuvor geworden ist, will sich die Bundeskanzlerin und ihre Große Koalition in Berlin noch mehr Kompetenzen sichern. Der Bund soll seine Hausaufgaben machen und mehr Impfungen und mehr Tests ermöglichen. Pauschale Ausgangsbeschränkungen stellen einen starken Eingriff in die Grundrechte dar, ohne einen nennenswerten Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten.“

Der Parteichef kann die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen und wünscht sich, einen gesellschaftlichen Dialog aufrechtzuerhalten: „Über einzelne Maßnahmen kann trefflich gestritten werden. Für viele Menschen steht ihre berufliche Existenz auf dem Spiel oder sie sorgen sich um die Entwicklung ihrer Kinder und Enkelkinder oder fühlen sich schlicht ungerechtfertigt eingeschränkt. Wir rufen Bürgerinnen und Bürger jedoch dazu auf, sich nicht von Rechtsextremen oder anderen undemokratischen Gruppen instrumentalisieren zu lassen. Wir sollten extremistischen Gruppierungen keine Möglichkeit geben, aus der gegenwärtigen Situation Profit für ihre Sache zu schlagen.“

Ab Dienstag Ausgangssperre und Kontaktverbote

Nachtrag vom 12. April

Die Allgemeinverfügung vom 12. April, mit der die Stadt Remscheid passend zur Gültigkeitsdauer der aktuellen Coronaschutzverordnung ein Bündel von zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen anordnet, kann hier eingesehen werden. Zu den neuen Maßnahmen gehört auch eine Bregrenzung auf 25 Personen bei Beerdigungen und Trauerfeiern. Die Allgemeinverfügung tritt morgen, 13. April, um 0 Uhr in Kraft und gilt bis zum 18. April.

Zur Eindämmung des pandemischen Geschehens in Remscheid erlässt die Stadt Remscheid in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium NRW morgen (12.4.) eine Allgemeinverfügung, mit der sie ein Bündel von zusätzlichen Corona-Schutzmaßnahmen anordnet. Hierzu gehören eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr morgens, eine verschärfte Kontaktbeschränkung im privaten Bereich, die Schließung von Park- und Sportanlagen und eine erweiterte Maskenpflicht im Auto. Die Allgemeinverfügung tritt am Dienstag (13.4.) in Kraft und gilt wie die aktuelle Coronaschutzverordnung NRW bis zunächst zum 18. April. Der Remscheider Covid-19-Krisenstab entschloss sich gestern (10.4.) zu diesen neuen einschneidenden Maßnahmen; die 7-Tages-Inzidenz von deutlich über 200 – 217,4 (Land NRW 125) – machte eine weitere Verschärfung der bestehenden Kontaktreduzierungen dringend erforderlich. Mit dem zeitversetzten Inkrafttreten der neuen Schutzreglungen ab Dienstag erhalten Gewerbetreibende, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber Zeit, sich insbesondere auf die Ausgangssperre, beispielsweise für die Ausgabe einer Arbeitsgeberbescheinigung für nachts Tätige, vorzubereiten.

Nachstehend die Regelung im Einzelnen. Verstöße gegen die Regelungen können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden.

Ausgangssperre:

  • Zwischen 21 und 5 Uhr darf die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück nicht mehr verlassen werden. Zu dieser Regel gibt es nur wenige Ausnahmen für Einzelpersonen:
  • zur Abwendung einer Gefahr für Leib, Leben oder Eigentum, insbesondere eines medizinischen oder veterinärmedizinischen Notfalls oder anderer medizinisch unaufschiebbarer Behandlungen,
  • zur Berufsausübung und zur Ausübung des Dienstes (Nachweis/Ausweis/Arbeitgeberbescheinigung ist in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis mitzuführen),
  • zum Besuch von Ehegattinnen/Ehegattengatten, Lebenspartnerinnen/ Lebenspartnern sowie Partnerinnen/Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft in deren Wohnung oder sonstigen Unterkunft auch über Nacht,
  • zur Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
  • zur unaufschiebbaren Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähri­ger,
  • zur Begleitung Sterbender,
  • zur der Versorgung von Tieren oder
  • zu ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Zwecken, die im Einzelfall glaubhaft nachgewiesen werden müssen.

Kontaktbeschränkung: Ab Dienstag gilt im privaten Bereich dieselbe Kontaktbeschränkung wie im öffentlichen Bereich: Ein Hausstand darf mit maximal mit einer anderen Person zusammenkommen. Dabei gelten Paare, auch wenn beide nicht im gleichen Haushalt leben, als ein Hausstand. Kinder aus einem der beiden Hausstände bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Diese Regelung gilt selbstverständlich nur außerhalb der Ausgangssperre.

Schließung der Parkanlagen und der Sportfreianlagen: Zur Reduzierung von Kontakten im Freien werden die Parkanlage Kuckuck, der Stadtpark und der Hardtpark gesperrt. Gesperrt werden außerdem die städtischen Sportfreianlagen – bislang erfolgte ihre Sperrung über die Ausübung des Hausrechtes – und die privaten/vereinseigenen Sportfreianlagen. Damit bleibt nur noch der Individualsport unter Beachtung der oben ausgeführten Kontaktbeschränkungen möglich.

Mitfahrer-Maskenpflicht: Ab Dienstag müssen Mitfahrerinnen und Mitfahrer bei Fahrten mit einer haushaltsfremden Person im privaten PKW eine medizinische Maske tragen. Hiervon sind Kinder bis 6 Jahre ausgenommen.

Zum Hintergrund: Seit Inkrafttreten der CoronaSchVO vom 5. März liegt die 7-Tages-Inzidenz im Stadtgebiet Remscheid über dem Wert von 100. Seit dem 26. März ist sie auf über 200 gestiegen. Die leicht sinkende Infektionslage nach Ostern war nur kurzfristig und eingeschränkten Test- und Meldeprozessen über die Osterfeiertage geschuldet. Die heutige 7-Tages-Inzidenz liegt bei 217,4.
Mutationen haben einen überdurchschnittlich hohen Anteil an den Neuinfektionen in der Stadt Remscheid. Hierbei ist die britische Variante B. 1.1.7 dominierend und verbreitet sich schneller als der Ursprungsvirus. Inzwischen ist die Mutation im gesamten Stadtgebiet flächendeckend nachgewiesen. Sie ist noch leichter von Mensch zu Mensch übertragbar, als die zuvor zirkulierende Variante, und weist eine höhere Reproduktionszahl auf, so dass ihre Ausbreitung schwerer einzudämmen ist.
Alle bisher von der Stadt Remscheid unternommenen Anstrengungen und veranlassten Maßnahmen (Maskenpflicht in der Innenstadt, Sperrung von Sportanlagen, Beibehaltung der Corona-Notbremse) haben bislang nicht zur Senkung des Inzidenzwerts unter den Wert von 100 geführt. Durch die ab Dienstag angeordneten Ausgangsbeschränkungen, Kontaktbeschränkungen, Parksperrungen und Sperrungen der städtischen und privaten Sportfreianlagen als weitere Maßnahmen werden private Zusammenkünfte weiter eingeschränkt, um Sozialkontakte zu reduzieren und mit ihnen einhergehende Infektionen zu senken. Die Mitfahrer-Maskenpflicht ist logische Ausweitung der geltenden Maskenpflicht in Bus und Bahn. Sie vermindert zumindest für den Fahrer die Corona-Ansteckungswahrscheinlichkeit.

Die Allgemeinverfügung der Stadt Remscheid: Sie ist gemäß § 16a der Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) des Landes Nordrhein-Westfalen vom 12. April in der ab 13. April geltenden Fassung zeitnah im Internetportal der Stadt Remscheid auffindbar.

Kontakt für Rückfragen: Corona-Hotline des Kommunalen Ordnungsdienstes, Tel. RS 169000, erreichbar Montag bis Freitag von 7 bis 22 Uhr, Samstag von 13.30 bis 22 Uhr. (Pressemitteilung der Stadt Remscheid)

Klinische Situation in Remscheid ist dramatisch

Die Inzidenzzahl ist heute auf 217,4 (Land NRW 125) gestiegen. Gestern lag sie noch bei  190,9. Die örtlichen Krankenhäuser meldeten 31 positive Fälle (zwölf mehr als gestern), darunter elf intensivpflichtige Behandlungen (neun beatmet). Laut Prof. Ulrich Sliwka, Ärztlicher Direktor der Remscheider Sana-Klinik, ist ein erheblicher Anstieg von Corona-Erkrankten im stationären Bereich zu verzeichnen. Der Anteil an jüngeren Patientinnen und Patienten, bei denen eine deutlich längere Verweildauer im klinischen Bereich festzustellen sei als bei dem anfänglich überwiegend hochaltrigen Patientenkreis, sei deutlich gestiegen. Man müsse davon ausgehen, dass in den nächsten Wochen die Intensivbettenkapazitäten ausgeschöpft seien, so der Mediziner.

Die aktuellen Infektionsgeschehnisse in Remscheid lassen sich zurzeit nicht auf bestimmte Einrichtungen oder bestimmte Orte eingrenzen beziehungsweise nicht auf ganz bestimmte, einzelne Aktivitäten im öffentlichen Raum zurückverfolgen. Insgesamt stellt sich die Virusverbreitung daher als diffus dar. Nachweislich findet aber ein großer Teil der Ansteckung im privaten Bereich statt.

Laut Gesundheitsamt gibt es aktuell 450 Remscheiderinnen und Remscheider, die an Covid-19 erkrankt sind und sich in angeordneter Quarantäne befinden. Weiter herrscht ein diffuses Infektionsgeschehen, alle Altersgruppen sind betroffen. Damit gibt es insgesamt 4.752 positiv getestete Remscheiderinnen und Remscheider. 4.162 Remscheiderinnen und Remscheider gelten als genesen, 140 Menschen sind leider verstorben. Zusätzlich gibt es mit heutigem Datum 961 Personen, die als Verdachtsfälle unter häuslicher Quarantäne stehen. Es gibt aktuell insgesamt 526 PCR-bestätigte infizierte Remscheider Personen mit der britischen Corona-Variante und einen bestätigten Fall der südafrikanischen Variante. Die brasilianische Variante wurde bislang nicht in Remscheid nachgewiesen.

Prof. Dr. Heather Kaths erforscht den Radverkehr

Prof. Heather Kaths. Foto: Friederike von Heyden.

Ein wichtiger Bestandteil der Verkehrswende ist der Radverkehr. Wie dieser künftig gestaltet werden kann, wird nun in Wuppertal gelehrt und erforscht: Prof. Dr.-Ing. Heather Kaths ist die neue Stiftungsprofessorin für „Planungswerkzeuge für den Radverkehr der Zukunft“ an der Bergischen Universität. Erstmals fördert das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) an sieben Hochschulen Radverkehrs-Professuren. Konkret geht es darum, die Interessen von Radfahrer*innen künftig noch stärker zu berücksichtigen – von der Infrastrukturplanung über Mobilitätsmanagement bis zur fahrradfreundlichen Gesetzgebung. Das BMVI fördert die Einrichtung der Professur: Für die Zeit bis zum 31. Dezember 2023 erhält die Bergische Universität rund eine Million Euro.

Heather Kaths (35) studierte Bauingenieurwesen (Bachelor) an der kanadischen University of Calgary und Transportation Systems (Master) an der Technischen Universität München (TUM). Dort promovierte sie 2017. In ihrer Dissertation analysierte sie das Verhalten von Radfahrenden im urbanen Kontext und entwickelte daraus entsprechende Simulationsmodelle. In München war Kaths mehrere Jahre Wissenschaftliche Mitarbeiterin und leitete an der TUM zuletzt die Forschungsgruppe „Urban Traffic Simulation“. Im April kam sie nach Wuppertal.

Heather Kaths‘ Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Simulation, Reallabor und Transformation. Ihr Ziel ist es, Werkzeuge zu entwickeln, die Planung, Entwurf und Bewertung von funktional differenzierten, in sich geschlossene Radwegenetze mit hoher Leistungsfähigkeit ermöglichen. Um Praxiserfahrung und reale Erkenntnisse einzubringen, werden in Realexperimenten und in Reallaboren praxistaugliche, funktionierende Lösungsbeiträge entwickelt, erprobt und evaluiert. „Es ist an der Zeit, dass die Radverkehrsforschung in Bezug auf quantitative, experimentell fundierte Erkenntnisse zum motorisierten Verkehr aufschließt“, sagt Professorin Kaths.

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Jahrgänge 1942 und 1943 können Termine buchen

Pressemitteilung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW

Nach dem schnellen und erfolgreichen Start der Impfungen bei den 79-Jährigen startet nun landesweit die Terminvereinbarung zur Impfung gegen COVID-19 für zwei weitere Jahrgänge. Ab heute, Freitag, 9. April, können sich Menschen in Nordrhein-Westfalen mit den Geburtsjahrgängen 1942 und 1943 im Buchungssystem der Kassenärztlichen Vereinigungen für einen Impftermin anmelden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann: „Nordrhein-Westfalen macht weiter Strecke beim Impfen. Der Start der Impfungen für die 79-Jährigen war erfolgreich und viele 79-Jährige sind bereits geimpft worden. Daher können ab sofort die nächsten zwei Jahrgänge ihre Impftermine buchen. Damit machen wir den nächsten Schritt im Kampf gegen die Corona-Virus-Pandemie. Alle Menschen, die 79 Jahre und älter sind, können natürlich weiterhin Termine buchen.” Weitere Jahrgänge werden in Kürze freigeschaltet. Die Impfzentren sollten nicht ohne gültigen Termin aufgesucht werden, da die Zahl der dort vorhandenen Impfdosen auf die Zahl der Anmeldungen abgestimmt ist.

Die Terminbuchung erfolgt über die Terminbuchungssysteme der Kassenärztlichen Vereinigung online unter www.116117.de sowie telefonisch über die zentrale Rufnummer 116 117 oder die zusätzliche Rufnummer je Landesteil (Rufnummer (0800) 116 117 02 für Westfalen-Lippe und (0800) 116 117 01 für das Rheinland). Ein persönliches Informations- und Einladungsschreiben der Kommunen erhalten die betroffenen Personen der Jahrgänge 1942 und 1943 zeitnah, das Schreiben ist zur Impfanmeldung aber nicht notwendig. Die ersten Impfungen für die Jahrgänge 1942 und 1943 erfolgen je nach Verfügbarkeit von Terminen zeitnah. Paarbuchungen sind möglich. Das Alter des jeweiligen Lebenspartners spielt keine Rolle. Bei den Impfungen kommen je nach Verfügbarkeit die Impfstoffe der Hersteller BioNTech oder Moderna zum Einsatz.

Neu: "Tante Mary und das Wirtschaftswunder"

Neu in der Reihe „Mein Bergisches Land“ ist im Bergischen Verlag „Tante Mary und das Wirtschaftswunder -Eine Jugend im Bergischen“ des bekannten Lenneper Stadtführers Lothar Vieler. Jedes Jahr schickte ihm seine Patentante Mary aus Amerika einen langen Geburtstagsbrief, dem immer ein Zehn-Dollar-Schein beilag! Weihnachten erhielt die Familie Vieler zusätzlich Care-Pakete mit „exotischen“ Lebensmitteln wie Erdnussbutter und Dosensuppen. Mit großer Begeisterung wurden diese Pakete im Nachkriegsdeutschland ausgepackt!

Lothar Vieler
"Tante Mary und das Wirtschaftswunder -Eine Jugend im Bergischen“
Kartoniert mit Klappen | 304 Seiten | 16 Euro | ISBN 978-3-96847-009-2.

Auf unterhaltsame Art nimmt Lothar Vieler die Leser mit zurück in seine Kindheit und Jugend in Lennep. Lässt die Leer/innen seine Abenteuer in den Trümmern und seine Tanzschulzeit miterleben, lässt sie bei seinen Streichen und den Dreharbeiten zu „Das Halstuch“ dabei sein. Was wäre nur aus diesem Fernseh-Straßenfeger geworden, wäre Lothar Vieler nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen?

Detailliert schildert das Lenneper Original sein Umfeld und das Lennep der 50er- und 60er-Jahre. Gewürzt mit (vertrauten) bergischen Ausdrücken und ergänzt durch Wissenswertes über Lennep, schildert er verschiedene sehr persönliche Episoden, die mal spaßig sind, aber auch nachdenklich stimmen und berühren – die ganze Palette des Heranwachsens in der noch jungen Bundesrepublik eben. (Christiane Rahrbach)

Der Gendermedizin mehr Aufmerksamkeit widmen

Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid

ng von Nebenwirkungen gibt es nach Geschlechtern meist keine unterschiedliche Betrachtung, ebenso wenig bei der Dosierung. Unterschieden wird gemeinhin nur nach Alter, außerdem finden Schwangere Berücksichtigung. Dabei weiß man heute, dass Frauen und Männer verschieden auf Medikamente reagieren, verschieden von Krankheiten betroffen sind und genauso unterschiedliche Symptome aufweisen.

„Die Gendermedizin gerät zunehmend ins Blickfeld der Öffentlichkeit, und das muss auch so sein“, sagt Professor Dr. Burkhard Sievers, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie, Pneumologie, Nephrologie und Intensivmedizin am Sana-Klinikum Remscheid. Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Geschlechtsspezifische Medizin e.V. (DGesGM) und wurde gerade mit der Zusatzqualifikation Gendermediziner DGesGM® ausgezeichnet. Dass die Gendermedizin bisher noch keine ausreichende Beachtung gefunden habe, sei unverständlich, da doch mehr als die Hälfte der Bevölkerung Frauen seien, sagt Professor Sievers. „Der Frauenanteil in medizinischen Studien ist im Vergleich zu den männlichen Probanden geringer. Zudem fehlt häufig eine Unterscheidung, in welcher hormonellen Phase sich die teilnehmenden Frauen befinden.“

Die Kardiologie sei recht führend, wenn es um die Gendermedizin gehe, erläutert der Kardiologe. Herz-Kreislauf-Erkrankungen seien in der Bevölkerung sehr verbreitet. „Wir erleben täglich in Klinik und Praxis, dass Frauen und Männer unabhängig von Risikofaktoren wie Diabetes, Übergewicht oder Bluthochdruck unterschiedliche Symptome haben.“

An einem Herzinfarkt sterben in Deutschland jährlich mehr als 20.000 Frauen. Viele Todesfälle ließen sich vermeiden, würden die Symptome des Herzinfarktes bei Frauen richtig erkannt. Bei einem Herzinfarkt haben Frauen häufig eher unspezifische Beschwerden wie Luftnot, Mattigkeit und Leistungsschwäche, auch Oberbauchbeschwerden. Auch wenn diese Krankheitszeichen mit anderen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden können, müsse man hellhörig werden, wenn sich Frauen mit derlei Befindlichkeitsstörungen in der Notaufnahme oder beim Hausarzt vorstellen.

Auch Herzrhythmusstörungen würden von Patientinnen oft anders wahrgenommen als von Männern. Eine gründliche Anamnese mit gezielter Frage nach individuellen Risikofaktoren und im Verdachtsfall auch weiterführende Untersuchungen wie ein Herzultraschall oder ggf. eine Herzkatheteruntersuchung müssten vorgenommen werden. „Gerade Frauen mit ihrer mitunter Zwei- und Dreifachbelastung gehen nicht gleich zum Arzt, weil sie ihre Beschwerden nicht mit einer Herzerkrankung in Verbindung bringen. Da geht dann wertvolle Zeit verloren.“ Auch sei bekannt, dass Frauen nicht so stringent behandelt würden wie Männer. Die Behandlung mit blutverdünnenden und blutdrucksenkenden Medikamenten zum Beispiel müsse generell maßgeschneidert sein. „Mehr und mehr geht es weg von dem Prinzip ´ein Medikament für alle` hin zu einer individualisierten Therapie“, so Professor Sievers.

„Frauen mit COVID-19 erkranken häufiger als Männer an schweren Atemwegsinfektionen, die Sterblichkeit ist bei den Männern aber dennoch höher als bei den Frauen, sagt der Kardiologe. Patientinnen älter als 50 Jahre mit COVID-19 Infektion profitierten erheblich von einer Östrogentherapie, hier reduzierte sich der fatale Verlauf der Infektion um 50 Prozent.